-
GEBIET DER
ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Polyamidzusammensetzungen
und Polyamidmischungen, welche frei fließende Verfestigungsmittel und
Glasfasern enthalten und welche ausgezeichnete Steifigkeitseigenschaften
aufweisen. Spezifischer betrachtet bezieht sich die vorliegende
Erfindung auf derartige Zusammensetzungen und Mischungen, sowie
auf Verfahren für
die Herstellung von solchen Materialien und von geformten Artikeln.
-
HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
-
Es
ist gut bekannt, dass Verfestigungsmittel wie etwa Pfropfkautschuke
eingesetzt werden können,
um die Festigkeit bzw. Zähigkeit
von Polyamiden zu verbessern. Siehe dazu allgemein das an E.I. DuPont
de Nemours & Co. übertragene
Patent
US 4174358 . Es
ist auch gut bekannt, dass Glasfasern in solche Polyamidmischungen
mit eingearbeitet werden können,
um deren Steifigkeit zu erhöhen.
Solch ein Produkt ist seit einer Anzahl von Jahren bei DuPont unter
dem Namen ZYTEL
® 80G33HS1L
BK104 erhältlich.
Es ist auch gut bekannt, dass plastisch gemachtes Polyvinylbutyral
als ein Verfestigungsmittel verwendet werden kann für zum Beispiel
6-Nylon. Siehe dazu allgemein das Patent
US 5770654 , welches ebenfalls an E.I.
DuPont de Nemours & Co. übertragen
worden ist und welches auf solche Zusammensetzungen ausgerichtet
ist, welche für
eine Vielfalt von Anwendungen geeignet sind, wo eine gute Festigkeit
erforderlich ist, wie etwa bei Verpackungen, die einer rauen Handhabung
unterworfen werden. In dieser Beschreibung wird Polyvinylbutyral
als "PVB" abgekürzt.
-
Weich
gemachtes PVB kann schwierig zu handhaben sein als ein zu einem
Mischungsextruder hin zu führendes
Beschickungsmaterial, dies wegen seiner inhärenten Klebrigkeit. In ähnlicher
Weise ist eine Folie aus PVB ein Material, welches schwierig zu
bearbeiten ist, wegen seiner Neigung an sich selbst zu kleben. Folien
aus PVB können
mit solch einer Festigkeit zusammenkleben oder sich miteinander
verbinden, dass es sehr schwierig ist, die Schichten voneinander
zu trennen. Die ineversible Natur dieser Selbstverklebung durch PVB
wird auf dem Gebiet der PVB Herstellung als "Blockieren" ("blocking") bezeichnet. Wenn
PVB erst einmal "blockiert", dann stößt man mit
dem Verfahren auf Schwierigkeiten. Diese Neigung zu Blockieren kann
die Herstellungsverfahren, welche PVB mit einschließen, unnötigerweise
komplex und schwierig gestalten. In konsequenter Weise kann es sehr
kostspielig sein, kontinuierliche Verfahren zu betreiben, bei welchen
PVB entweder in der Form von Folien oder von kleinen zerfetzten
Stücken
gehandhabt wird und deswegen sind diese Verfahren auch nicht praktisch.
-
Darüber hinaus
können
Mischungen von PVB Folien oder von kleinen zerfetzten Stücken mit
anderen Materialien in derselben Weise ein Blockieren verursachen
wie die homogenen PVB Zusammensetzungen. Es kann schwierig sein,
solche Mischungen von PVB mit anderen Polymeren auf eine kostengünstige Art
und Weise zu erzielen. Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung
von Mischungen aus PVB mit anderen Polymeren würde herkömmliche, den Gewichtsverlust
messende Schneckenzufuhrvorrichtungen verwenden, welche man quer
durch diesen Industriebereich hindurch überall antrifft.
-
Jüngere Arbeiten
auf diesem Gebiet weisen darauf hin, dass Mischungen von PVB mit
Polyethylen und mit Pfropfkautschuken ausreichend nicht klebrig
sind, so dass sie einem Mischungsextruder zugeführt werden können. Siehe
dazu zum Beispiel WO 02/12356 von E.I. DuPont de Nemours & Co., welches
auf ein Verfahren zum Herstellen von Pellets aus PVB Abfallmaterial
ausgerichtet ist.
-
Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, mit PVB verstärkte und
mit Glas gefüllte
Polyamide zu liefern, welche für
herkömmliche
Verarbeitungs- und Verfahrenstechniken geeignet sind. Ein Merkmal
der Erfindung besteht in der Nützlichkeit
bei der Herstellung einer breiten Auswahl von geformten Artikeln.
Es ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung Zusammensetzungen
und Mischungen zu liefern, welche auf Polyamid beruhen und welche
sich einem Blockieren widersetzen, was sie zu attraktiveren Kandidaten
für kommerzielle Anwendungen
macht. Diese und andere Ziele, sowie Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung wird man besser verstehen, wenn man Bezug auf die nachfolgende
Beschreibung der hier vorliegenden Erfindung nimmt.
-
ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
-
Es
werden hierin thermoplastische Polyamidzusammensetzungen offenbart
und beansprucht, welche enthalten:
- A. 5 bis
30 Gewichtsprozent eines frei fließenden Verfestigungsmittels,
welches etwa 20 Gewichtsprozent bis etwa 95 Gewichtsprozent Polyvinylbutyral
umfasst;
- B. 10 bis 45 Gewichtsprozent Glasfasern; und
- C. empfehlenswerter Weise 85 bis 25 Gewichtsprozent Polyamid
mit einem Schmelzpunkt von weniger als etwa 230°C und mit einem zahlengemittelten
Molekulargewicht von mindestens 5.000.
-
DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
-
Die
Zusammensetzungen und Mischungen gemäß dieser Erfindung werden typischerweise
zubereitet durch ein Herstellen eines frei fließenden Verfestigungsmittels,
gefolgt von einem Mischen dieses Verfestigungsmittels mit Nylon,
Glasfasern und anderen Ingredienzien, um eine verfestigte mit Glas
gefüllte
Polyamidmischung herzustellen. Die nachfolgende Beschreibung ist
zuerst ausgerichtet auf die Herstellung des Verfestigungsmittels,
und dann auf die Herstellung des Polyamidgemisches.
-
VERFAHREN
ZUM HERSTELLEN EINES VERFESTIGUNGSMITTELS
-
Die
erste, wesentliche Komponente des Verfestigungsmittels ist weich
gemachtes PVB. Das PVB ist ein im Handel erhältliches Produkt, das nützlich ist,
wenn es darum geht dem Glas eine Widerstandsfähigkeit gegenüber dem
Zerbrechen bzw. Zersplittern bei unzähligen Anwendungen zu verleihen,
unter welchen sich Anwendungen befinden wie Windschutzscheiben für Automobile
und Fensterscheiben für
Häuser
und Gebäude.
Die Herstellung von PVB beruht auf einer gut bekannten Reaktion
zwischen einem Aldehyd und Alkohol in einem sauren Medium. Der eingesetzte
Weichmacher ist ebenfalls ein im Handel erhältliches chemisches Produkt
wie etwa ein Diester von aliphatischen Diolen mit aliphatischen
Carboxylsäuren,
z.B. Triethylenglycol-di-2-ethylhexoat (3GO) oder Tetraethylenglycol-di-n-heptanoat (4G7).
Unbenutztes, weich gemachtes PVB ist im Handel von DuPont erhältlich als
BUTACITE® Interlayer.
-
Natürlich werden
die Experten auf demjenigen Gebiet, welches diese Erfindung betrifft,
mit Leichtigkeit erkennen, dass PVB aus irgendeiner Anzahl von Quellen
bezogen werden kann. Diese erstrecken sich auf unbenutztes, weich
gemachtes PVB, Abfall von PVB, Abgratausschuss von PVB aus den Arbeitsgängen bei
der Herstellung von Sicherheitsglas oder von architektonischem Glas,
aus dem Abfall von Glas aus dem Automobilbereich zurück gewonnenes
PVB und andere ähnliche
Quellen oder Gemischen aus diesen Quellen. Irgendeine dieser Quellen
kann auf zufrieden stellende Weise benutzt werden, ohne dass dabei
von dem Ziel dieser Erfindung abgewichen wird.
-
Eine
zweite, wahlweise Komponente kann aus monomeren oder polymeren Materialien
oder aus einer gemischten Zusammensetzung bestehen. Vorzugsweise
ist die zweite Komponente eine polymere Zusammensetzung, welche
eine Anhydridfunktionalität
enthält,
so wie sie etwa von E.I. DuPont de Nemours and Company unter dem
Markennamen Fusabond® erhältlich ist oder eine Carboxylfunktionalität. Fusabond® Polymere
sind Polyolefine mit einer Anhydridfunktionalität.
-
Eine
dritte, wahlweise Komponente kann ein nicht reaktives Polymer sein,
etwa Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid, Nylon, olefinische
Copolymere wie etwa saure Copolymere, andere thermoplastische Materialien
oder Mischungen derselben.
-
Ein
Antioxidans ist zwar nicht erforderlich, jedoch wird ein solches
bevorzugt. Wenn es mit eingesetzt wird, dann kann das Antioxidans
als eine Menge von mindestens etwa 0,1 Gewichtsprozent vorhanden
sein.
-
Bei
einer bevorzugten Ausführung
werden ein weich gemachtes PVB und drei andere Ingredienzien (Fusabond®,
ein nicht reaktives Polymer wie etwa Sclair®, Hival® oder
Elvaloy® und
ein Antioxidans) in einem chargenweise betriebenen Verfahren oder
in einem kontinuierlichen Prozess in einem höheren Temperaturbereich vermischt,
welcher von 100°C
bis 260°C
reicht, vorzugsweise von 150°C
bis 220°C,
um eine homogene Schmelzmischung zu liefern. Diese Mischung wird
tropfenweise auf einen Satz von Mischwalzen zugeführt, um
weitgehender vermischt zu werden und um zu einer Folienform verpresst
zu werden. Ein Streifen der Folie wird einem Extruder kontinuierlich
mit Hilfe einer Bandbespeisung zugeführt. In dem Extruder wird die
Mischung wieder aufgeschmolzen und durch einen Schmelzfilter hindurch
gestoßen,
um irgendwelche feste Verunreinigungsstoffe zu entfernen. Die gereinigte
Schmelze wird auf eine Düse
mit zahlreichen Bohrungen verteilt. Ein unter Wasser arbeitender
Stirnfräser
schneidet diese Polymere von der Düsenfläche zu Pellets ab. Das Wasser
schreckt diese Pellets während
des Schneidens ab und transportiert sie in eine Siebanlage, um sie
von der Masse des Wassers zu trennen. Die nassen Pellets werden
in einem unter Fluidisierung betriebenen Trockner getrocknet, bevor
sie verpackt werden.
-
VERSTÄRKTE POLYAMIDMISCHUNGEN
-
Während das
Einverleiben von Pfropfkautschuken die Festigkeit/Zähigkeit
der Polyamide erhöht,
verringern solche Materialien ebenfalls die Steifigkeit des Harzes.
Die Tabelle 1 vergleicht die Literaturwerte der Steifigkeit und
der Festigkeit/Zähigkeit
von zwei kommerziellen Weiterverarbeitungspolymeren, um diesen Effekt
zu illustrieren. Dabei beachte man den Vergleich der Eigenschaften
von dem DuPont's
ZYTEL® 70G33HS1L
BK031R, einem kommerziell mit Glas verstärkten Harz, mit denjenigen
von ZYTEL® 80G33HS1L BK104,
ein Harz mit demselben Glasanteil, aber mit einem hinzugefügten Verfestigungsmittel.
Während
die Festigkeit/Zähigkeit,
gemessen mit Hilfe des Izod Kerbtests, deutlich erhöht wird,
wird die Steifigkeit, gemessen mit Hilfe der Biegemodultests, deutlich
vermindert. Es besteht ein offensichtlicher und lange verspürter Bedarf,
höhere
Niveaus an Festigkeit/Zähigkeit
zu erzielen, ohne aber dafür
Eigenschaften auf der Seite der Steifigkeit zu opfern. Bis jetzt
hat man gelehrt, dass dieser Ausgleich zwischen Festigkeit bzw.
Zähigkeit
und Steifigkeit nicht handhabbar sei.
-
TABELLE
1 Vergleich
der Steifigkeit eines standardisierten und eines verfestigten mit
Glas verstärkten
Nylonharzes (Quelle:
DuPont Product Literature Sheets)
-
Obwohl
das '654 Patent
lehrt, dass es nützlich
sein würde,
weich gemachtes Polyvinylbutyral zu verfestigen bzw. zu härten, zum
Beispiel 6 Nylon, und obwohl WO 02/12356 einen Ansatz entwickelt
hat, um solche Materialien nützlicher
zu gestalten, zielt keines der beiden Patente ab auf das Problem
des Verfestigens von mit Glas verstärkten Polyamiden unter Verwendung
dieser Materialien.
-
Eine
größere kommerzielle
Verwendung von weich gemachtem Polyvinylbutyral besteht in der Verwendung
als eine Sicherheitszwischenschicht bei Windschutzscheiben von Automobilen
und die Haftung derselben an Glas ist eine vorrangige Eigenschaft
bei der Anwendung. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist diese
Eigenschaft eines weich gemachten Polyvinylbutyrals als eine solche
identifiziert worden, welche dasselbe besonders nützlich macht
als ein Verfestigungsmittel für
glasverstärkte
Polyamide.
-
BEISPIELE
-
BEISPIELE 1–7, WELCHE
DIE HERSTELLUNG DES FREI FLIESSENDEN VERFESTIGUNGSMITTELS ZEIGEN
-
Die
Beispiele werden nur zu illustrativen Zwecken dargelegt und sie
dienen nicht dazu, den Umfang der vorliegenden Erfindung in irgendeiner
Weise zu beschränken.
Das in den Beispielen verwendete weich gemachte PVB besteht aus
Abgratausschuss von Windschutzscheiben.
-
BEISPIELE 1–3
-
Drei
nicht blockierende Pelletproben (A, B & C) werden unter Verwendung der in
der Tabelle 2 gezeigten Mengen hergestellt.
-
TABELLE
2 Beispiel
von Rezepturen für
die Herstellung von frei fließenden
Verfestigungsmittel A bis C
-
Für eine jede
der obigen Zusammensetzungen in der Tabelle 2 wird eine Gesamtmenge
von 150 lb (67,95 kg) der Mischung tropfenweise in einen 80 Liter
Banbury Chargenmischer mit einem Bandvermischer im Inneren eingeführt. Nach
2 bis 8 Minuten unter einem intensiven Mischen durch den Bandvermischer,
um alle Komponenten in der Schmelze zu vermischen, erreicht die
Temperatur der Charge 165°C
bis 190°C,
bevor sie auf einen Satz von Mischwalzen überführt wird. Die Mischung fährt fort
in den Walzen gemischt zu werden, während sie zu der Folienform
verpresst wird. Ein 4 bis 5 Inch (10,16 bis 12,7 cm) breiter Streifen
wird von der Walze abgeschnitten. Dieser Streifen wird kontinuierlich
mit Hilfe eines Bandzuführers
oder direkt in einen Extruder eingeführt. In dem Extruder wird die
Mischung wieder geschmolzen und durch einen Schmelzfilter hindurch
gepresst, um irgendwelche Feststoffverunreinigung zu entfernen.
Die gereinigte Schmelze wird auf eine Düse mit einer Mehrzahl von Löchern verteilt.
Ein unter Wasser arbeitender Stirnfräser schneidet diese Polymere
von der Düsenfläche als
Pellets ab. Das Wasser schreckt diese Pellets ab während sie
abgeschnitten und zu einer Siebvorrichtung transportiert werden,
um sie von der Masse des Wassers zu trennen. Die nassen Pellets
werden in einem unter Fluidisierung betriebenen Trockner getrocknet,
bevor sie verpackt werden. Die physikalischen Eigenschaften dieser
Pellets wie etwa Dichte, Schmelzfließgeschwindigkeit bei 190°C von 2,16 Kilogramm,
Shore A Härte
bei 0 Sekunden werden gemessen und sind in der Tabelle 2 enthalten.
-
BLOCKIERUNGSTEST & ERGEBNISSE
-
Etwa
20 mg der Exemplare von den jeweiligen Proben A, B & C werden bei
180°C in
eine 1/16'' × 3'' × 9'' (0,16 cm × 7,62 cm × 22,86 cm) Platte gedrückt. Die
Platte wird in drei 3'' × 3'' (7,62
cm × 7,62 cm)
Quadrate geschnitten. Ein Quadrat wird oben auf ein zweites Quadrat
gelegt. Zusätzlich
wird ein 3'' × 1'' (7,62
cm × 2,54
cm) großes
Stück eines
nicht klebrigen Filmes aus Mylar® in
einer Sandwichbauweise an einer Kante mit ¼'' (0,63
cm) zwischen den oberen zwei Quadraten angeordnet. Ein 1'' × 3'' (2,54 cm × 7,62 cm) großes 45 Gramm
Gewicht wird auf der oberen Deckschicht angeordnet mit einem zweiten,
nicht klebrigen Film aus Mylar® unterhalb des Gewichtes,
um ein Ankleben des Gewichtes an der Probe zu verhindern. Die gesamte Probe
wird auf einer Aluminiumpfanne angeordnet mit einem dritten, nicht
klebrigen Film aus Mylar® zwischen der Pfanne und
dem Boden des Quadrates, um ein Ankleben der quadratischen Probe
an der Pfanne zu verhindern. Nachdem die gesamte Zusammenstellung über Nacht
einer relativen Feuchtigkeit von 50% bei 23°C ausgesetzt gewesen ist, wird
das Gewicht entfernt. Das obere Quadrat wird weggezogen, indem man
mit der einen Hand die obere Quadratprobe und den ersten und zweiten
nicht klebrigen Film aus Mylar® ergreift und an sich
zieht, während
dabei die Quadratprobe am Boden und der dritte, nicht klebrige Film
aus Mylar® auf
der Pfanne festgehalten werden. Das Ausmaß der Schwierigkeit/Leichtigkeit
des Ziehens wird in der folgenden Tabelle 3 aufgezeichnet und mit
0 bis 5 bewertet (unter Verwendung der hierin definierten Bewertungskriterien) gegenüber einer
Kontrollprobe, welche aus 100% Abgratausschuss von Windschutzscheiben
hergestellt ist.
-
Nach
dem Ziehtest wird die gesamte Zusammenstellung zurück in einen
Vakuumofen gesetzt und zwar unter Stickstoff, über Nacht, bei 36°C bis 41°C. Nach dem
Abkühlen
werden dieselben Ziehverfahren wiederholt und die Schwierigkeit/Leichtigkeit
des Ziehens wird in der Tabelle 3 bewertet und aufgezeichnet.
-
Alle
diese Prozeduren werden ein drittes Mal wiederholt, aber die Temperatur
des Vakuumofens wird über
Nacht auf 46 bis 50°C
eingestellt.
-
TABELLE
3 Blockierungstests
mit frei fließenden
Verfestigungsmitteln A bis C
-
-
BEISPIELE 4–7
-
Vier
zusätzliche
nicht blockierende Proben (D, E, F & G) werden unter Verwendung der in
der Tabelle 4 gezeigten Mengen hergestellt.
-
TABELLE
4 Frei
fließende
Verfestigungsmittel D bis G
-
Für eine jede
der obigen Zusammensetzungen in der Tabelle 4 wird eine Gesamtmenge
von 3 lb (1,59 kg) der Mischung tropfenweise in einen Laboratory
Banbury Chargenmischer mit einem Bandvermischer im Inneren eingeführt. Nach
4 Minuten unter einem intensiven Mischen durch den Bandvermischer,
um alle Komponenten in der Schmelze zu vermischen, erreicht die
Temperatur der Charge 155°C
bis 166°C,
bevor die Mischung aus dem Mischer herausfällt. Nach dem Abkühlen wird
die Probe für
die Bewertung der physikalischen Eigenschaften in kleinere Stücke geschnitten,
etwa für
Dichte, Schmelzfließgeschwindigkeit
bei 190°C
von 2,16 Kilogramm und die Shore A Härte bei 0 Sekunden, welche
in der Tabelle 4 enthalten sind.
-
BLOCKIERUNGSTEST & ERGEBNISSE
-
Etwa
20 gm der Exemplare von einer jeden der jeweiligen Proben D, E,
F & G werden
bei 180°C
in eine 1/16'' × 3'' × 9'' (0,16 cm × 7,62 cm × 22,86 cm) Platte gedrückt. Die
Platte wird in drei 3'' × 3'' (7,62
cm × 7,62
cm) Quadrate geschnitten. Ein Quadrat wird oben auf ein zweites
Quadrat gelegt. Zusätzlich
wird ein 3'' × 1'' (7,62
cm × 2,54
cm) großes
Stück eines
nicht klebrigen Filmes aus Mylar® in
einer Sandwichbauweise an einer Kante mit ¼'' (0,63
cm) zwischen den oberen zwei Quadraten angeordnet. Ein 1'' × 3'' (2,54 cm × 7,62 cm) großes 45 Gramm
Gewicht wird auf der oberen Deckschicht angeordnet mit einem zweiten,
nicht klebrigen Film aus Mylar® unterhalb des Gewichtes,
um ein Ankleben des Gewichtes an der Probe zu verhindern. Die gesamte
Probe wird auf einer Aluminiumpfanne angeordnet mit einem dritten,
nicht klebrigen Film aus Mylar® zwischen der Pfanne und
dem Boden des Quadrates, um ein Ankleben der quadratischen Probe
an der Pfanne zu verhindern. Nachdem die gesamte Zusammenstellung über Nacht
einer relativen Feuchte von 50% bei 23°C ausgesetzt gewesen ist, wird
das Gewicht entfernt. Das obere Quadrat wird weggezogen, indem man
mit der einen Hand die obere Quadratprobe und den ersten und zweiten
nicht klebrigen Film aus Mylar® ergreift und an sich
zieht, während
dabei die Quadratprobe am Boden und der dritte, nicht klebrige Film
aus Mylar® unten
auf der Pfanne festgehalten werden. Das Ausmaß der Schwierigkeit/Leichtigkeit
des Ziehens wird in der folgenden Tabelle 5 aufgezeichnet und mit
0 bis 5 bewertet (unter Verwendung der hierin definierten Bewertungskriterien)
gegenüber
einer Kontrollprobe, welche aus 100% Abgratausschuss von Windschutzscheiben hergestellt
ist.
-
Nach
dem Ziehtest wird die gesamte Zusammenstellung zurück in einen
Vakuumofen gesetzt, unter Stickstoff, bei 36 bis 41°C, über Nacht.
Nach dem Abkühlen
werden dieselben Ziehverfahren wiederholt und die Schwierigkeit/Leichtigkeit
des Ziehens wird in der Tabelle 5 bewertet und aufgezeichnet.
-
Alle
diese Verfahren werden ein drittes Mal wiederholt, aber die Temperatur
des Vakuumofens wird über
Nacht auf 46 bis 50 °C
eingestellt.
-
TABELLE
5 Blockierungstests
mit frei fließenden
Verfestigungsmitteln D bis G
-
-
VERGLEICHENDES BEISPIEL
1 UND BEISPIEL 8
-
Das
frei fließende
Verfestigungsmittel wird in der oben spezifizierten Art und Weise
hergestellt.
-
Das
Verfestigungsmittel wird zusammen mit Nylon 6 (Ultramid B-3, im
Handel erhältlich
von BASF Corp.) und mit einer Glasfaser (PPG 3660, im Handel erhältlich von
PPG Industries) durch Schmelzen vermischt. Die Zusatzstoffe sind
alle im Handel erhältlich
oder hierin beschrieben. Es wird das oben als Probe C beschriebene
frei fließende
Verfestigungsmittel verwendet.
-
Während des
Arbeitsganges für
die Schmelzvermischung werden die Ingredienzien primär durch
einzeln gesteuerte, den Gewichtsverlust messende Zuführungsvorrichtungen
aufgegeben. Jedoch werden im Hinblick auf die Leichtigkeit der Steuerung
der Zuführung
das Nylon und die Ingredienzien mit geringen Prozentsätzen an
Zusatzstoffen zuerst im trockenen Zustand durch ein Umwälzen in
einer Trommel gemischt. Die Mischung wird dann zusammengestellt
durch ein Schmelzmischen in einem 40 mm Werner & Pfleiderer Doppelschneckenextruder
mit sich gemeinsam drehenden Schnecken bei einer Zylindertemperatur
von etwa 240°C
und einer Düsentemperatur
von etwa 250°C.
Alle Ingredienzien werden in dem ersten Zylinderabschnitt zugeführt mit
Ausnahme der Glasfasern, welche in den sechsten Zylinderabschnitt
eingeführt
werden durch die Verwendung einer seitlichen Speisung. Die Extrusion
wird mit einer Öffnung
unter Vakuum ausgeführt.
Die Schneckengeschwindigkeit beträgt 250 UpM) und die gesamte
Zuführungsgeschwindigkeit
des Extruders beträgt
150 Pounds (68 kg) pro Stunde. Der resultierende Strang wird in
Wasser abgeschreckt, in Pellets geschnitten und mit Stickstoff bis
zur Abkühlung
besprengt.
-
Die
Feuchtigkeit in den resultierenden Pellets wird angepasst auf einen
Wert zwischen 0,1% und 0,2% entweder durch Trocknen oder durch Hinzugeben
von zusätzlichem
Wasser, so wie es eben erforderlich ist. Teststäbe werden in einer Spritzgussmaschine
gemäß den ISO
Verfahren geformt. Die geformten Stäbe werden unter Verwendung
der nachfolgenden Prozeduren in ihrem trockenen und geformten herstellungsmäßigen Zustand
getestet. Die Daten sind in der Tabelle 6 zusammengestellt.
-
TABELLE
6 Verstärkte, glasfasergefüllte Nylonmischungen
-
Die
Experten auf dem Gebiet werden die Verringerung an Zähigkeit
bemerken, die man akzeptiert, um die höhere Steifigkeit zu erzielen.
Die Experten auf dem Gebiet werden jedoch auch anerkennen und zu
schätzen
wissen, dass der Prozentsatz an gepfropfter Festigkeit in dem Verfestigungsmittel
auch gesteigert werden kann, ohne dass von dem Umfang dieser Erfindung
abgewichen wird.