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Die
Erfindung betrifft einen Verbrennungsmotor, der mit einer Zentrifugal-Dekompressionsvorrichtung
versehen ist, die den Kompressionsdruck verringert, damit sich der
Verbrennungsmotor leichter starten lässt. Dabei wird beim Anlassen
des Verbrennungsmotors während
des Kompressionshubs ein Ventil geöffnet, das in dem Verbrennungsmotor
vorhanden ist.
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Verbrennungsmotoren,
die mit einer Zentrifugal-Dekompressionsvorrichtung versehen sind,
die ein Fliehgewicht enthält,
sind in JP2000-227064A und JP11-294130A offenbart. Die Dekompressionsvorrichtungen
gemäß dieser
bekannten Vorgehensweisen werden als "Stand der Technik A" bezeichnet. Sie enthalten einen Hebel,
der mit einem Gewicht versehen ist, und einen Dekompressionsnocken,
der die Form einer flachen Platte mit im Wesentlichen gleicher Dicke
hat. Der Hebel wird für
die Drehung an zwei Teilen des Hebels gehalten, die einer Nockenwelle
diametral gegenüberliegen,
und zwar durch einen Stift auf der Nockenwelle. Der Dekompressionsnocken
ist mit dem Gewicht über
zwei Arme verbunden, die von den zwei Teilen des Hebels ausgehen, die
vom Stift gehalten werden.
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Zentrifugal-Dekompressionsvorrichtungen gemäß Vorgehensweisen,
die in JP63-246406A
und im US-Patent 3,395,689 offenbart sind, werden als "Stand der Technik
B" bezeichnet. Sie
umfassen einen Hebel, der mit einem Gewicht versehen ist, und einen
Dekompressionsnocken, der die Form einer flachen Platte mit im Wesentlichen
gleicher Dicke hat. Der Hebel wird für die Drehung an einem Teil
des Hebels gehalten, und zwar durch einen Stift auf einer Nockenwelle.
Damit ist der Dekompressionsnocken mit dem Gewicht über einen
einzigen Arm verbunden, der von dem einen Teil des Hebels ausgeht,
der vom Stift gehalten wird. Das Gewicht, das auf dem Stift relativ
zur Nockenwelle schwingen kann, überlappt
die Nockenwelle, und zwar gesehen aus einer Richtung senkrecht zu
einer Ebene, die die Drehachse der Nockenwelle enthält, und
parallel zur Achse der Schwingbewegung oder einer Ebene, die die Drehachse
der Nockenwelle enthält,
und einer Ebene, die die Schwingbewegungsachse enthält.
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Gemäß dem Stand
der Technik A hat der Hebel, der einem Dekompressionsteil entspricht,
die beiden Arme. Damit ist das Verhältnis der Masse des Gewichts
zur Masse des Hebels gering. Hierdurch ist es schwierig, einen großen Teil
der Masse des Hebels auf dem Gewicht zu konzentrieren, damit eine hohe
Zentrifugalkraft erzeugt wird, die zum Beenden des Dekompressionsvorgangs
bei einer eingestellten Motordrehzahl erforderlich ist, ohne das
Gewicht des Hebels zu erhöhen.
Zum Erzeugen einer erforderlichen Zentrifugalkraft nimmt die Größe des Hebels
zu, und der Durchmesser eines zylindrischen Raums, in dem der vollständig ausgefahrene
Hebel um die Nockenwelle umläuft,
nimmt zu. Die Auslegung der Teile in einer Ventilsteuerungskammer,
in der die Nockenwelle angeordnet ist, unterliegt gewissen Einschränkungen,
und das Gewicht des Hebels wächst.
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Gemäß dem Stand
der Technik B ist der Hebel, der zu einem Dekompressionsteil gehört, mit dem
einzelnen Arm versehen. Dadurch ist das Verhältnis der Masse des Gewichts
zur Masse des Hebels bei der Dekompressionsvorrichtung des Stands der
Technik B größer als
das Verhältnis
der Masse des Gewichts zur Masse des Hebels der Dekompressionsvorrichtung
des Stands der Technik A. Da jedoch die Dicke des Gewichts gleich
der Dicke des Arms ist, d. h. der Dicke einer Platte, die den Hebel bildet,
ist es schwierig, Masse auf dem Gewicht zu konzentrieren und zugleich
die Größe der Dekompressionsvorrichtung
zu verkleinern.
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Der
Hebel muss gekrümmt
sein, oder man muss ein zusätzliches
Teil am Hebel befestigen, um Masse in dem Gewicht zu konzentrieren,
das in einem Stück
mit dem Hebel ausgebildet ist, der aus einer Platte mit gleichförmiger Dicke
hergestellt ist. Damit vermehrt die Konzentration der Masse auf
dem Gewicht die Bearbeitungsschritte, und es sind schwierige Arbeiten
erforderlich, da der Hebel eine komplizierte Form aufweist. Damit
sind die jeweiligen Betriebsmerkmale derart komplizierter Hebel,
d. h. Dekompressionsglieder, in einem breiten Bereich verteilt.
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US-A-5,957,101
offenbart einen Verbrennungsmotor, umfassend: eine Kurbelwelle;
eine Nockenwelle, die so angetrieben wird, dass sie sich synchron
zur Kurbelwelle dreht; einen Ventilbetätigungsnocken, der auf der
Nockenwelle ausgebildet ist; Motorventile, die vom Ventilbetätigungsnocken
zum Öffnen
und Schließen
betätigt
werden; eine Dekompressionsvorrichtung, die in einer Startphase
beim Kompressionshub das Motorventil öffnet, wobei die Dekompressionsvorrichtung
ein Fliehgewicht umfasst, das für
eine Schwingbewegung um einen Stift auf der Nockenwelle gehalten
wird; und einen Dekompressionsnocken, der zusammen mit dem Fliehgewicht
arbeitet und eine Ventilöffnungskraft
auf das Motorventil ausübt,
wobei der Stift so angeordnet ist, dass eine Schwingbewegungsachse
des Stifts in einer Ebene enthalten ist, die im Wesentlichen senkrecht
auf der Drehachse der Nockenwelle steht.
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US-A-5,957,101
zeigt auch, dass das Fliehgewicht und der Dekompressionsnocken durch
einen Arm verbunden sind, und dass Vorsprünge aus dem Gewichtskörper herausragen
und in den Stift eingreifen, damit das Fliehgewicht für eine Schwingbewegung
um den Stift gehalten wird, und dass
der Gewichtskörper ein
Einzelblock ist, der sich entlang des Stifts erstreckt und eine
Breite entlang des Stifts und eine Dicke in einer radialen Richtung
der Nockenwelle hat, wobei die Breite und die Dicke größer sind
als eine Dicke des Arms entlang der Schwingbewegungsachse, und dass
der Gewichtskörper
die Nockenwelle überlappt,
und zwar gesehen in einer Richtung senkrecht zu einer Bezugsebene, die
die Drehachse der Nockenwelle enthält und parallel zur Schwingbewegungsachse
ist.
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Gemäß der Erfindung
sind das Fliehgewicht, die Vorsprünge, der Arm und der Dekompressionsnocken
in einem Stück
als eine einzige Struktur ausgebildet.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung stellt einen Verbrennungsmotor bereit, der mit einer
kleinen und leichten Dekompressionsvorrichtung versehen ist, die
ein Fliehgewicht enthält,
auf dem man den größten Teil
der Masse der Dekompressionsvorrichtung konzentrieren kann. Die
bevorzugte Ausführungsform
liefert ein einfaches Verfahren, das verhindert, dass sich ein Stift
löst, vermeidet das
Verbinden des Vorsprungs eines Fliehgewichts und eines Arms und
optimiert die Entwürfe
der Komponententeile einer Dekompressionsvorrichtung. Zudem ist
ein Verbrennungsmotor der Erfindung mit einer Dekompressionsvorrichtung
ausgestattet, die einfach herzustellen ist und deren Betriebsmerkmale nur
in einem schmalen Bereich streuen.
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In
der Dekompressionsvorrichtung, die das Fliehgewicht enthält, bei
dem der Gewichtskörper und
die Vorsprünge
mit dem Stift und dem Arm verbunden sind, ist das Verhältnis der
Masse des Gewichtskörpers
zur Masse der Dekompressionsvorrichtung groß. Der Gewichtskörper ist
in Breitenrichtung entlang der Schwingbewegungsachse größer ausgebildet
als die Dicke des Arms, und in der Dicke in radialer Richtung größer als
die Dicke des Arms, damit die Dekompressionsvorrichtung jeweils
aus Komponententeilen gebildet wird, die unterschiedliche Dicken
haben. Damit weist das Fliehgewicht die erforderliche Steifheit
auf. Man kann die Masse des Arms auf das geringstmögliche Ausmaß verringern und
den größten Teil
der Masse der Dekompressionsvorrichtung im Gewichtskörper konzentrieren. Der
Gewichtskörper
ist in einem Raum radial innerhalb der Nockenwelle untergebracht,
wodurch der Gewichtskörper
die Nockenwelle überlappt,
und zwar gesehen aus der Richtung senkrecht zur Bezugsebene.
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Die
derart ausgebildete Dekompressionsvorrichtung hat die folgenden
Wirkungen. Da die Dekompressionsvorrichtung das Fliehgewicht enthält, das
den Gewichtskörper
und die Vorsprünge
aufweist, und den Arm, und der Gewichtskörper eine Breite und eine Dicke
hat, die größer sind
als die Dicke des Arms, wiegt die Dekompressionsvorrichtung wenig,
und der größte Teil
der Masse der Dekompressionsvorrichtung kann im Gewichtskörper konzentriert
werden. Der Gewichtskörper überlappt
die Nockenwelle gesehen aus der Richtung senkrecht zur Bezugsebene.
Dadurch wird eine Vergrößerung der Dekompressionsvorrichtung
verhindert, und die vollständig
ausgefahrene Dekompressionsvorrichtung kann sich in einem kleinen
zylindrischen Raum um die Nockenwelle drehen, und man kann verhindern, dass
der zylindrische Raum größer wird.
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Der
Arm kann die Form einer Platte haben, und die Dicke des Arms kann
gleich der Dicke einer Platte sein, aus der der Arm gebildet wird.
Der Arm kann sich vom Fliehgewicht in einer Ebene senkrecht zur
Schwingbewegungsachse erstrecken.
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Bevorzugt
weist die Nockenwelle ein Halteteil auf, das Vorsprünge umfasst,
die jeweils mit ersten Löchern
versehen sind, und die Vorsprünge
des Fliehgewichts sind jeweils mit zweiten Löchern versehen. Der Stift wird
so in die ersten Löcher
eingesetzt, dass er sich darin drehen kann, und er wird so in die zweiten
Löcher
eingesetzt, dass er das Fliehgewicht drehbar trägt. Ein Endstück, das
aus dem ersten oder dem zweiten Loch herausragt, ist so gepresst,
dass es einen erweiterten Teil bildet, der verhindert, dass sich
der Stift aus dem ersten und dem zweiten Loch löst.
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Dadurch
entsteht die folgende Wirkung. Man kann verhindern, dass sich der
Stift aus dem ersten und dem zweiten Loch löst, indem man einfach das Endstück des Stifts
presst.
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Der
Arm kann sich vom Gewichtskörper
weg erstrecken. Da sich die Vorsprünge, durch die der Stift eingesetzt
wird, und der Arm, der das Fliehgewicht und den Dekompressionsnocken
verbindet, somit jeweils in unterschiedlichen Richtungen weg vom Gewichtskörper erstrecken
können,
kann man die Dicken und die Formen der Vorsprünge und des Arms individuell
festlegen, und es ist ein bestmöglicher Entwurf
der gegenseitigen Lagen des Fliehgewichts und des Arms zur Nockenwelle,
der Vorsprünge,
des Gewichtskörpers
und des Arms möglich.
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Das
Fliehgewicht, der Dekompressionsnocken und der Arm können durch
Metallspritzen als Struktur in einem Stück ausgebildet werden.
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Obwohl
die Dekompressionsvorrichtung dadurch ausgebildet wird, dass die
Komponententeile mit jeweils unterschiedlicher Dicke zu einem Stück verbunden
werden, kann man das Fliehgewicht, den Dekompressionsnocken und
den Arm mit hoher Abmessungsgenauigkeit fertigen. Da das Fliehgewicht, der
Dekompressionsnocken und der Arm, die jeweils unterschiedliche Dicken
aufweisen, in einem Stück mit
hoher Abmessungsgenauigkeit ausgebildet sind, sind die Betriebseigenschaften
der Dekompressionsvorrichtung in einem schmalen Bereich um eine
Bezugsbetriebseigenschaft verteilt, und man kann die Dekompressionsvorrichtung,
die stabile Betriebseigenschaften zeigt, einfach herstellen.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung ist die Kurbelwelle so angeordnet, dass ihre
Drehachse vertikal verläuft,
dass auf einer Außenfläche der
Nockenwelle ein abgeschnittenes Stück ausgebildet ist, das der
Aufnahme des Fliehgewichts darin dient, und dass die Dekompressionsvorrichtung
eine Rückholfeder
enthält,
die eine elastische Kraft auf das Fliehgewicht ausübt, das
im abgeschnittenen Stück
aufgenommen ist, damit das Fliehgewicht in eine Ausgangsposition
gebracht wird.
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Ein
zweites abgeschnittenes Stück,
das den Arm aufnimmt, der das Fliehgewicht und den Dekompressionsnocken
verbindet, und der Dekompressionsnocken können in der Außenfläche der
Nockenwelle ausgebildet sein, und der Arm kann einen Berührvorsprung
aufweisen, der auf der Nockenwelle ruht und eine vollständig ausgefahrene
Position für das
vollständig
ausgefahrene Fliehgewicht bestimmt.
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Das
zweite abgeschnittene Stück
kann eine Stufe aufweisen, mit der der Arm in Kontakt kommt. Das
zweite abgeschnittene Stück
weist bevorzugt eine Unterseite auf, entlang derer der Arm gleitet, wenn
das Fliehgewicht schwingt.
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In
dieser Patentschrift wird der Ausdruck 'im Wesentlichen senkrecht' als Begriff verwendet,
der sowohl ein exaktes senkrechtes Stehen als auch ein ungefähres senkrechtes
Stehen bezeichnet. Die Ausdrücke 'diametrale Richtung' und 'Umfangsrichtung' bezeichnen eine
Richtung parallel zum Durchmesser der Nockenwelle bzw. eine Rich tung
entlang der Außenfläche der
Nockenwelle, solange nichts anderes angegeben ist.
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In
den Zeichnungen zeigt:
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1 eine
Seitenansichtsskizze eines Außenbordmotors,
der einen Verbrennungsmotor enthält,
der mit einem Dekompressionsmechanismus gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung versehen ist, und zwar gesehen von der rechten Seite
des Außenbordmotors;
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2 einen
Längsschnitt
eines Teils in der Umgebung des Zylinderkopfs des Verbrennungsmotors
in 1;
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3 eine
Querschnittsansicht entlang der Linie III-III in 2,
die einer Querschnittsansicht in einer Ebene entspricht, die die
Achsen eines Einlassventils und eines Auslassventils des Zylinderkopfs enthält, und
einer Querschnittsansicht wie in 4 mit einer
Nockenwelle;
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4 eine
Querschnittsansicht entlang der Linie IV-IV in 7A;
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5 eine
Querschnittsansicht entlang der Linie V-V in 7A;
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6A eine
Seitenansicht eines Dekompressionsteils, das im Dekompressionsmechanismus in 1 enthalten
ist;
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6B eine
Ansicht in Richtung des Pfeils B in 6A;
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6C eine
Ansicht in Richtung des Pfeils C in 6A;
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6D eine
Ansicht in Richtung des Pfeils D in 6A;
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7A eine
Ansicht des Dekompressionsmechanismus in einer Ausgangslage; und
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7B eine
Ansicht des Dekompressionsmechanismus in einer vollständig ausgefahrenen
Lage.
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Anhand
der beiliegenden Zeichnungen wird nun ein Verbrennungsmotor beschrieben,
der mit einem Dekompressionsmechanismus in einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung versehen ist.
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Ein
Verbrennungsmotor E, siehe 1, der mit
einem Dekompressionsmechanismus D der Erfindung ausgestattet ist,
ist ein wassergekühlter Zweizylinder-Reihenviertakt-Verbrennungsmotor
in vertikaler Anordnung, der in einen Außenbordmotor eingebaut ist,
wobei die Drehachse der Kurbelwelle 8 senkrecht verläuft. Der
Verbrennungsmotor E umfasst: einen Zylinderblock 2, der
mit zwei Zylinderbohrungen 2a parallel übereinander angeordnet versehen
ist, deren Längsachsen
waagrecht verlaufen, und ein Kurbelgehäuse 3, das mit dem
vorderen Ende des Zylinderblocks 2 verbunden ist; einen Zylinderkopf 4,
der mit dem hinteren Ende des Zylinderblocks 2 verbunden
ist; und einen Zylinderkopfdeckel, der mit dem hinteren Ende des
Zylinderkopfs 4 verbunden ist. Der Zylinderblock 2,
das Kurbelgehäuse 3,
der Zylinderkopf 4 und der Zylinderkopfdeckel 5 bilden
einen Motorkörper.
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In
jede der Zylinderbohrungen 2a ist ein Kolben 6 eingesetzt,
der sich gleitend Hin und Her bewegt und über eine Verbindungsstange 7 mit
einer Kurbelwelle 8 verbunden ist. Die Kurbelwelle 8 ist
in eine Kurbelkammer 9 eingebaut und ist für die Drehung
in oberen und unteren Gleitlagern im Zylinderblock 2 und
im Kurbelgehäuse 3 geführt. Die
Kurbelwelle 8 wird von den Kolben 6 in Drehung
versetzt, die durch den Verbrennungsdruck angetrieben werden, der
durch die Verbrennung eines Kraftstoff-Luft-Gemisches erzeugt wird, das von Zündkerzen
entzündet
wird.
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Die
Phasendifferenz zwischen den in die zwei Zylinderbohrungen 2a eingesetzten
Kolben 6 entspricht einem Kurbelwinkel von 360°. Damit erfolgt
die Verbrennung in diesem Verbrennungsmotor E in den Zylinderbohrungen 2a abwechselnd
mit gleichen Winkelintervallen. Am oberen Ende der Kurbelwelle 8,
die aus der Kurbelkammer 9 nach oben ragt, sind eine Kurbelwellen-Riemenscheibe 11 und
ein Seilzuganlasser 13 in dieser Reihenfolge montiert.
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In
einer Ventiltriebkammer 14, die durch den Zylinderkopf 4 und
den Zylinderkopfdeckel 5 bestimmt ist, siehe 1 und 2,
ist eine Nockenwelle 15 eingebaut, die im Zylinderkopf 4 drehbar aufgenommen
ist, wobei ihre Drehachse L1 parallel zur Achse der Kurbelwelle 8 verläuft. Am
oberen Endabschnitt 15a der Nockenwelle 15, der
aus der Ventiltriebkammer 14 herausragt, ist eine Nockenwellen-Riemenscheibe 16 montiert.
Die Nockenwelle 15 wird für eine synchrone Drehung mit
der Kurbelwelle 8 angetrieben, und zwar mit der halben
Drehzahl der Kurbelwelle 8. Die Kurbelwelle 8 treibt
die Nockenwelle über
einen Übertragungsmechanismus
an, der die Kurbelwellen-Riemenscheibe 11, die Nockenwellen-Riemenscheibe 16 und
einen Steuerriemen 17 umfasst, der zwischen den Scheiben 11 und 16 verläuft. Ein
unterer Endabschnitt 15b der Nockenwelle 15 ist über eine
Wellenverbindung 19 mit der Pumpenantriebswelle 18a verbunden.
Diese ist mit dem Innenläufer 18b einer
Trochoidenölpumpe 18 verbunden,
die an der unteren Endwand des Zylinderkopfs 4 befestigt
ist.
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Der
Motorkörper,
siehe 1, ist mit dem oberen Ende eines Halteblocks 20 verbunden.
Das obere Ende eines Erweiterungsgehäuses 21 ist mit dem
unteren Ende des Halteblocks 20 verbunden, und ein unteres
Ende ist mit einem Getriebegehäuse 22 verbunden.
Eine untere Abdeckung 23 ist mit dem oberen Ende des Erweiterungsgehäuses 21 verbunden
und bedeckt die untere Hälfte
des Motorkörpers und
des Halteblocks 20. Eine Motorabdeckung 24, die
mit dem oberen Ende der unteren Abdeckung 23 verbunden
ist, bedeckt die obere Hälfte
des Motorkörpers.
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Eine
Antriebswelle 25, die mit dem unteren Endabschnitt der
Kurbelwelle 8 verbunden ist, erstreckt sich nach unten
durch den Halteblock 20 und das Erweiterungsgehäuse 21.
Sie ist mit einer Schraubenwelle 27 verbunden, und zwar über eine Drehrichtungs-Umschaltvorrichtung 26,
die einen Kegelradmechanismus und einen Kupplungsmechanismus enthält. Die
Leistung des Verbrennungsmotors E wird über die Kurbelwelle 8,
die Antriebswelle 25, die Drehrichtungs-Umschaltvorrichtung 26 und
die Schraubenwelle 27 auf eine Schraube 28 übertragen,
die fest am rückwärtigen Ende
der Schraubenwelle 27 montiert ist, damit die Schraube 28 in
Drehung versetzt wird.
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Der
Außenbordmotor 1 ist über eine
Heckbrettklemme 31 lösbar
mit einem Bootskörper 30 verbunden.
Ein Schwenkarm 33 ist über
eine geneigte Welle 32 auf der Heckbrettklemme 31 für Schwenkbewegungen
in einer vertikalen Ebene montiert. Mit dem rückwärtigen Ende des Schwenkarms 33 ist
ein rohrförmiges
Drehgehäuse 34 verbunden.
Eine für Drehungen
im Drehgehäuse 34 eingesetzte
Drehwelle 35 ist am oberen Endstück mit einem Befestigungsrahmen 36 versehen
und am unteren Endstück mit
einem Zentralgehäuse 37.
Der Befestigungsrahmen 36 ist über eine Gummihalterung 38a elastisch mit
dem Halteblock 20 verbunden. Das Zentralgehäuse 37 ist über eine
Gummihalterung 38b mit dem Erweiterungsgehäuse 21 verbunden.
Mit dem Vorderende des Befestigungsrahmens 36 ist ein nicht
dargestellter Steuerarm verbunden. Zum Steuern der Richtung des
Außenbordmotors 1 wird
der Steuerarm in einer waagrechten Ebene gedreht.
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Die
weitere Beschreibung des Verbrennungsmotors E erfolgt anhand von 2 und 3. Für jede der
Zylinderbohrungen 2a im Zylinderkopf 4 ist eine
Einlassöffnung 40 bereitgestellt,
durch die ein Kraftstoff-Luft-Gemisch in eine Brennkammer 10 fließt, das
von einem nicht dargestellten Vergaser erzeugt wird, und eine Auslassöffnung 41,
durch die die Verbrennungsgase strömen, die aus der Brennkammer 10 ausgestoßen werden.
Durch die Elastizität von
Ventilfedern 44 werden ein Einlassventil 42, das die
Einlassöffnung 40 öffnet und
schließt,
und ein Auslassventil 43, das die Auslassöffnung 41 öffnet und
schließt,
stets in Schließrichtung
vorgespannt. Ein in der Ventiltriebkammer 14 ein gebauter
Ventiltrieb betätigt
das Einlassventil 42 und das Auslassventil 43 für Öffnungs- und Schließvorgänge. Der Ventiltrieb
umfasst: die Nockenwelle 15; Ventilbetätigungsnocken 45,
die auf der Nockenwelle 15 ausgebildet sind und zu den
Zylinderbohrungen 2a gehören; Einlasskipphebel (Nockenfolger) 47,
die für
eine Schwenkbewegung auf einer Kipphebelwelle 46 montiert
sind, die fest mit dem Zylinderkopf 4 verbunden ist, wobei
die Kipphebel von den Ventilbetätigungsnocken 45 betätigt werden;
und Auslasskipphebel (Nockenfolger) 48, die auf der Kipphebelwelle 46 montiert
sind und von den Ventilbetätigungsnocken 45 betätigt werden.
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Jeder
Ventilbetätigungsnocken 45 umfasst ein
Einlassnockenteil 45i und ein Auslassnockenteil 45e sowie
eine Nockenfläche 45s,
die dem Einlassnockenteil 45i und dem Auslassnockenteil 45e gemeinsam
ist. Ein Ende des Einlasskipphebels 47 ist mit einer Einstellschraube 47a verbunden,
die das Einlassventil 42 berührt. Das andere Ende ist mit
einem Gleitstück 47b versehen,
das die Nockenfläche 45s des
Einlassnockenteils 45i des Ventilbetätigungsnockens 45 berührt. Ein
Ende des Auslasskipphebels 48 ist mit einer Einstellschraube 48a verbunden,
die das Auslassventil 43 berührt. Das andere Ende ist mit
einem Gleitstück 48b versehen,
das die Nockenfläche 45s des
Auslassnockenteils 45e des Ventilbetätigungsnockens 45 berührt. Die
Nockenfläche 45s des
Ventilbetätigungsnockens 45 weist
einen Absatz 45a auf, dessen Form einem Grundkreis genügt, damit
das Einlassventil 42 und das Auslassventil 43 geschlossen
bleiben, und einen Vorsprung 45b, der den Betrieb des Einlassventils 42 und
des Auslassventils 43 zeitlich steuert und den Hub des
Einlassventils 42 und des Auslassventils 43 bestimmt.
Die Ventilbetätigungsnocken 45 drehen sich
gemeinsam mit der Nockenwelle 15 und schwenken die Einlasskipphebel 47 und
die Auslasskipphebel 48, damit die Einlassventile 42 und
die Auslassventile 43 betätigt werden.
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Die
Nockenwelle 15, siehe 2, weist
zwei Ventilbetätigungsnocken 45 auf
sowie einen oberen Lagerzapfen 50a, einen unteren Lagerzapfen 50b, ein
oberes Axiallagerteil 51a, das sich an den oberen Lagerzapfen 50a anschließt, ein
unteres Axiallagerteil 51b, das sich an den unteren Lagerzapfen 50b anschließt, Wellenteile 52,
die sich zwischen den Ventilbetätigungsnocken 45 erstrecken
sowie dem Ventilbetätigungsnocken 45 und
dem unteren Axiallagerteil 51b, und einen Pumpenantriebsnocken 53, der
eine nicht dargestellte Kraftstoffpumpe antreibt. Die Nockenwelle 15 weist
ein mittiges Loch 54 auf, das ein offenes unteres Ende
hat, das sich in der Stirnfläche
des unteren Endstücks 15b öffnet, in
dem der untere Lagerzapfen 50b ausgebildet ist, und ein geschlossenes
oberes Ende im oberen Lagerzapfen 50a. Das Loch 54 erstreckt
sich vertikal in Richtung des Pfeils A parallel zur Drehachse der
Nockenwelle 15.
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Der
obere Lagerzapfen 50a ist drehbar in einem oberen Lager 55a aufgenommen,
das in der oberen Wand des Zylinderkopfs 4 gehalten ist.
Ein unterer Lagerzapfen 50b ist drehbar in einem unteren Lager 55b aufgenommen,
das in der unteren Wand des Zylinderkopfs 4 gehalten ist.
Jedes Wellenteil 52 besitzt eine zylindrische Oberfläche 52a,
die die Form eines Kreiszylinders mit einem Radius R hat, der kleiner
ist als der Radius des Absatzes 45a, der eine Form entsprechend
dem Grundkreis hat. Der Pumpenantriebsnocken 53 ist auf
dem Wellenteil 52 ausgebildet. Der Pumpenantriebsnocken 53 betätigt einen
Antriebsarm 56, der für
eine Schwenkbewegung auf der Kipphebelwelle 46 gehalten
ist, damit er die Antriebsstange Hin und Her bewegt, die in der Kraftstoffpumpe
enthalten ist und den Antriebsarm 56 berührt.
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Es
wird nun das Schmiersystem beschrieben. Im Halteblock 20,
siehe 1, ist ein Ölsumpf 57 ausgebildet.
Ein unteres Ende eines Saugrohrs 59, an dem ein Ölfilter 58 sitzt,
taucht in Schmieröl ein,
das im Ölsumpf 57 enthalten
ist. Das obere Ende des Saugrohrs 59 ist über eine
Verbindung an einen Öldurchgang 60a angeschlossen,
der im Zylinderblock 2 ausgebildet ist. Der Öldurchgang 60a ist über einen Öldurchgang 60b,
der im Zylinderkopf 4 ausgebildet ist, mit der Ansaugöffnung 18e (2)
der Ölpumpe 18 verbunden.
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Die
Ausstoßöffnung (nicht
dargestellt) der Ölpumpe 18 ist über Öldurchgänge (nicht
dargestellt), die im Zylinderkopf 4 und im Zylinderblock 2 ausgebildet
sind, und ein Ölfilter
(nicht dargestellt) an einen Hauptöldurchgang (nicht dargestellt)
angeschlossen, der im Zylinderblock 2 ausgebildet ist. Zahlreiche
Zweigölleitungen
zweigen vom Hauptöldurchgang
ab. Die Zweigölleitungen
sind mit den Lagern und Gleitteilen einschließlich der Gleitlager verbunden,
die die Kurbelwelle 8 des Verbrennungsmotors E tragen.
Eine Zweigölleitung 61 der
zahlreichen Zweigölleitungen
ist im Zylinderkopf 4 ausgebildet und führt das Schmieröl den Gleitteilen
des Ventiltriebs und dem Dekompressionsmechanismus D in der Ventiltriebkammer 14 zu,
siehe 2.
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Die Ölpumpe 18 saugt
das Schmieröl über den Ölfilter 58,
das Saugrohr 59 und die Öldurchgänge 60a und 60b aus
dem Ölsumpf 57 in
eine Pumpenkammer 18d, die zwischen einem Innenläufer 18b und
einem Außenläufer 18c ausgebildet
ist. Das aus der Pumpenkammer 18d ausgestoßene Hochdruck-Schmieröl fließt über die
Auslassöffnung,
das Ölfilter,
den Hauptöldurchgang
und die zahlreichen Zweigölleitungen
ein schließlich
der Zweigölleitung 61 zu
den gleitenden Teilen.
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Ein
Teil des Schmieröls,
das durch die Ölleitung 61 fließt, die
sich in die Lagerfläche
des oberen Lagers 55a öffnet,
strömt
durch einen Öldurchgang 62,
der sich im oberen Lagerzapfen 50a befindet und in das
Loch 54 öffnet.
Der Öldurchgang 62 ist
aussetzend mit dem Öldurchlass 61 verbunden,
und zwar einmal pro Umdrehung der Nockenwelle 15, und liefert
Schmieröl
in das Loch 54. Das Loch 54 dient als Öldurchgang 63.
Das in den Öldurchgang 63 eingebrachte
Schmieröl
fließt
durch Öldurchgänge 64,
die sich in den Nockenflächen 45s der
Ventilbetätigungsnocken 45 öffnen, und
schmiert die Gleitflächen
der Gleitstücke 47a der
Einlasskipphebel 47 und der Ventilbetätigungsnocken 45,
und es schmiert die Gleitflächen
der Gleitstücke 48b der
Auslasskipphebel 48 und der Ventilbetätigungsnocken 45.
Der Rest des durch den Öldurchgang 63 fließenden Schmieröls tritt
durch eine Öffnung 54a aus
dem Öldurchgang 63 aus
und schmiert die Gleitflächen
des unteren Lagers 55b und des unteren Lagerzapfens 50b sowie die
Gleitstellen des unteren Axiallagerteils 51b und des unteren
Lagers 55b, und fließt
anschließend
in die Ventiltriebkammer 14. Die Öldurchlässe 64 müssen nicht
unbedingt in den in 2 dargestellten Teilen ausgebildet
sein. Die Öldurchlässe 64 können beispielsweise
in Teilen ausgebildet sein, die den Vorsprüngen 45b der Ventilbetätigungsnocken 45 bezüglich der
Drehachse L1 gegenüberliegen.
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Das
restliche durch den Öldurchlass 61 strömende Schmieröl fließt durch
einen engen Spalt zwischen dem oberen Lagerzapfen 50a und
dem oberen Lager 55a und schmiert die gleitenden Teile
des Axiallagerteils 51a und des oberen Lagers 55a und
fließt anschließend in
die Ventiltriebkammer 14. Das über die Öldurchlässe 61 und 64 in
die Ventiltrebkammer 14 geströmte Schmieröl schmiert die gleitenden Teile der
Einlasskipphebel 47, der Auslasskipphebel 48, des
Antriebsarms und der Kipphebelwelle 46. Schließlich tropft
oder fließt
das durch die Ölleitung 61 strömende Schmieröl hinunter
auf den Boden der Ventiltriebkammer 14. Anschließend strömt es durch im
Zylinderkopf 4 und Zylinderblock 2 ausgebildete Rückführleitungen
(nicht dargestellt) in den Ölsumpf 57.
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Der
Dekompressionsmechanismus D, siehe 2 und 3,
der einen Dekompressionsvorgang ausführt, damit die Kraft geringer
wird, die man zum Betätigen
des Seilzuganlassers 13 beim Starten des Verbrennungsmotors
E aufbringen muss, ist mit der Nockenwelle 15 verbunden.
Der Dekompressionsmechanismus D ist jeweils einer Zylinderbohrung 2a zugeordnet.
Der Dekompressionsmechanismus D führt einen Dekom pressionsvorgang
aus, damit die Kraft geringer wird, die man zum Betätigen des
Seilzuganlassers 13 beim Starten des Verbrennungsmotors
E aufbringen muss. Jeder Dekompressionsmechanismus D bewirkt, dass
die zugehörige
Zylinderbohrung 2a während
eines Kompressionshubs das in ihr enthaltene Gas über die
Auslassöffnung 41 entlässt, damit
die Zylinderbohrung 2a dekomprimiert wird. Die Dekompressionsmechanismen
D sind identisch. Die Phasendifferenz zwischen den Dekompressionsmechanismen
D ist gleich einem Nockenwinkel von 180°, der einem Kurbelwinkel von
360° entspricht.
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Jeder
Dekompressionsmechanismus D, siehe 4, 5 und 7A,
ist auf dem Wellenabschnitt 52 angrenzend an das Auslassnockenteil 45e ausgebildet
und berührt
das Gleitstück 48b des
Auslasskipphebels 48 der Ventilbetätigungsnocken 45. Ein
abgeschnittenes Stück 66,
siehe 7A, ist ausgebildet zwischen
einem unteren Endteil 45e1, das sich an den Wellenabschnitt 52 des
Auslassnockenteils 45e anschließt, und dem Wellenabschnitt 52 unter
dem unteren Endteil 45e1. Das abgeschnittene Stück 66 weist
eine untere Oberfläche 66a auf,
die in einer Ebene P1 enthalten ist (4), und
zwar senkrecht zu einer Schwingbewegungsachse L2. Ein abgeschnittenes
Stück 67 ist
im Wellenabschnitt 52 ausgebildet und erstreckt sich nach
unten, und zwar aus einer Position, die das abgeschnittene Stück 66 bezüglich der
Richtung des Pfeils A überlappt,
parallel zur Drehachse. Das abgeschnittene Stück 67 besitzt eine
mittlere Unterseite 67a, die in einer Ebene P2 enthalten
ist, die senkrecht zur Ebene P1 und parallel zur Drehachse L1 verläuft, und
zwei seitliche Unterflächen 67b (5),
die zur mittleren Unterseite 67a geneigt sind und parallel
zur Drehachse L1 verlaufen.
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Genauer
beschrieben wird das abgeschnittene Stück 66 dadurch ausgebildet,
dass ein Teil des unteren Endteils 451 des Auslassnockenteils 45e und
ein Teil in der Nähe
des Auslassnockenteils 45e des Wellenabschnitts 52 so
abgeschnitten werden, dass die Entfernung d1 (5)
zwischen der Drehachse L1 der unteren Oberfläche 66a kleiner ist
als der Radius R der zylindrischen Fläche 52a, und dass die
untere Oberfläche 66a näher an der
Drehachse L1 liegt als die Oberfläche des Wellenabschnitts 52. Das
abgeschnittene Stück 67 wird
dadurch ausgebildet, dass ein Teil des Wellenabschnitts 52 so
abgeschnitten wird, dass die Entfernung d2 (5) zwischen
der unteren Fläche 67a und
einer Bezugsebene P3, die die Drehachse L1 enthält und parallel zur Schwingbewegungsachse
L2 verläuft,
kleiner ist als der Radius R der zylindrischen Fläche 52a,
und dass die untere Fläche 67a näher an der
Drehachse L1 liegt als die Oberfläche des Wellenabschnitts 52.
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Ein
Halteteil 69, siehe 4, ist über dem abgeschnittenen
Stück 67 im
Wellenabschnitt 52 ausgebildet. Das Halteteil 69 weist
zwei Vorsprünge 68a und 68b auf,
die parallel zur Ebene P1 vom Wellenabschnitt 52 radial
nach außen
ragen. Die Vorsprünge 68a und 68b sind
mit Löchern 70 versehen. Ein
zylindrischer Stift 71 ist in die Löcher 70 der Arme 68a und 68b eingesetzt,
und der Stift 71 hält
ein Fliehgewicht 81 für
eine Schwingbewegung relativ zur Nockenwelle 15. Die Vorsprünge 68a und 68b haben
in der Richtung der Achse des Stifts 71 einen Abstand und
sind in einem Stück
mit der Nockenwelle 15 ausgebildet.
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Jeder
Dekompressionsmechanismus D, siehe 6A bis 6C,
enthält
ein Dekompressionsglied 80 aus Metall, beispielsweise einer
Eisenlegierung, die 15 Prozent Nickel enthält, und eine Rückholfeder 90.
Die Rückholfeder 90 ist
eine Drehschraubenfeder. Das Fliehgewicht 81 ist auf dem
Dekompressionsglied 80 durch den Stift 71 auf
dem Halteteil 69 für
eine Drehung gehalten. Ein Dekompressionsnocken 82, der
zusammen mit dem Fliehgewicht 81 schwingt, berührt das
Gleitstück 48b des Auslasskipphebels 48 in
einer Anlassphase des Verbrennungsmotors E, damit eine Ventilöffnungskraft auf
das Auslassventil 43 ausgeübt wird. Ein flacher Arm 83 verbindet
das Fliehgewicht 81 und den Dekompressionsnocken 82.
Das Dekompressionsglied 80 ist ein Gussteil, das in einem
Stück das
Fliehgewicht 81, den Dekompressionsnocken 82 und
den Arm 83 umfasst, und wird durch Metallspritzen hergestellt.
Metallspritzen ist ein Formgebungsverfahren, das die Schritte des
Ausbildens eines Formteils aus Metallpulver durch Spritzgießen und
das Sintern des Formteils umfasst.
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Die
Rückholfeder 90,
die sich zwischen den zwei Vorsprüngen 68a und 68b erstreckt,
greift mit einem Ende 90a in das Fliehgewicht 81 ein
und mit dem anderen Ende 90b (7A) in
den Vorsprung 68a. Die Elastizität der Rückholfeder 90 ist
so eingestellt, dass sie bei einer Motordrehzahl unter einer vorbestimmten
Motordrehzahl ein Drehmoment ausübt,
das das Fliehgewicht 81 in einer Ausgangsposition halten
kann, siehe 7A.
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Das
Fliehgewicht 81 besitzt einen Gewichtskörper 81c und zwei
flache Vorsprünge 81a und 81b, die
aus dem Gewichtskörper 81c in
einer Richtung parallel zur Schwingbewegungsachse L2 herausragen
(im Weiteren als "Richtung
des Pfeils B" bezeichnet)
und an der Außenseite
der Vorsprünge 68a bzw. 68b liegen.
Die Vorsprünge 81a und 81b erstrecken sich
vom Gewichtskörper 81c zum
Stift 71. Die Vorsprünge 81a und 81b haben
eine Dicke t3, d. h. eine Dicke entlang der Richtung des Pfeils
B, siehe 6B, die geringfügig größer ist
als die Dicke t1 des Arms 83 und geringer als die Dicke
t2 des Gewichtskörpers 81c des
Fliehgewichts 81, das beispielsweise in 6B dargestellt
ist. Die Vorsprünge 81a und 81b sind
mit Löchern 84 versehen,
deren Durchmesser gleich dem Durchmesser der Löcher 70 ist. Der Stift 71 ist
so in die Löcher 70 und 84 eingepasst,
dass er sich darin drehen kann.
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Die
Länge g2
der Löcher 84 in
der Richtung des Pfeils B (oder die Dicke der Vorsprünge 81a und 81b)
ist größer als
die Länge
g1 der Löcher 70 in
der Richtung des Pfeils B (oder die Dicke der Vorsprünge 68a und 68b).
Damit ist die Summe der Längen
der Löcher 84 (oder
die Summe der Dicken der Vorsprünge 81a und 81b)
größer als
die Summe der Längen der
Löcher 70 (oder
die Summe der Dicken der Vorsprünge 68a und 68b).
Hierdurch ist die Fläche
der Oberflächenteile,
die die Vorsprünge 81a und 81b des
Stifts 71 berühren,
größer als
die Fläche
der Teile der Oberfläche
des Stifts 71, die das Halteteil 69 berühren. Sowohl
die beiden Vorsprünge 68a und 68b als
auch die beiden Vorsprünge 81a und 81b,
siehe 4, liegen in einem Bereich, der bezüglich der Richtung
des Pfeils B schmäler
ist als der Außendurchmesser
des Wellenabschnitts 52 der Nockenwelle 15.
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Damit
sind bezüglich
des Haltens des Fliehgewichts 81 auf der Nockenwelle 15 die
Löcher 84 der
Vorsprünge 81a und 81b,
die Löcher 70 der
Vorsprünge 68a und 68b und
die Rückholfeder 90 ausgerichtet.
Der Stift 71, der mit einem Kopf 71a versehen
ist, wird von der Seite des Vorsprungs 81b durch die Rückholfeder 90 in
die Löcher 84 und 70 eingesetzt.
Ein Endstück 71b des
Stifts 71, das aus dem anderen Vorsprung 81a herausragt,
d. h. ein Endstück 71b,
das sich außerhalb
des Lochs 84 des Vorsprungs 81a erstreckt, wird
gepresst, damit es ein erweitertes Stück 73 bildet und der
Stift 71 in den Löchern 84 und 70 gehalten
wird. Auf diese Weise wird das Dekompressionsglied 80,
das das Fliehgewicht 81 enthält, für eine Schwingbewegung auf
der Nockenwelle 15 gehalten. Beim Schwingen des Dekompressionsglieds 80 dreht
sich der Stift 71 zusammen mit dem Dekompressionsglied 80 in
den Löchern 70 des
Halteteils 69.
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Die
Schwingbewegungsachse L2, die mit der Achse des Stifts 71 ausgerichtet
ist, ist in einer Ebene P4 enthalten (7A und 7B),
die im Wesentlichen senkrecht zur Drehachse L1 der Nockenwelle 15 steht
und die Drehachse L1 und das Loch 54 nicht schneidet. In
dieser Ausführungsform
ist die Schwingbewegungsachse L2 um eine Entfernung, die größer ist
als der Radius R des Wellenabschnitts 52, von der Drehachse
L1 oder der Bezugsebene P3 entfernt, siehe 4. Dadurch
kann das Halteteil 69, das die Vorsprünge 68a und 68b aufweist,
die Schwingbewegungsachse L2 in einer Entfernung, die größer ist
als der Radius R des Wellenabschnitts 52, von der Bezugsebene
P3 einstellen. Folglich schneidet der Stift 71 die Drehachse
L1 und das Loch 54 nicht und ist diametral von der Drehachse
L1 und dem Loch 54 getrennt.
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Der
Gewichtskörper 81c des
Fliehgewichts 81 hat, wie in 4 und 6 am besten zu sehen ist, eine Dicke t2
entlang einer diametralen Richtung, die größer ist als die Dicke t1 des
Arms 83 entlang einer diametralen Richtung. Der Gewichtskörper 81c des Fliehgewichts 81 hat
in einer diametralen Richtung eine Dicke t2, die größer ist
als die Dicke t3 der Vorsprünge 81a und 81b und
die Dicke t1 des Arms 83. Der Gewichtskörper 81c hat entlang
der Richtung des Pfeils B (4) eine
Breite, die größer ist
als die Dicke t3 der Vorsprünge 81a und 81b und
die Dicke t1 des Arms 83. Die größte Breite des Gewichtskörpers 81c ist
ungefähr
gleich dem Durchmesser, der den Absatz 45a des Ventilbetätigungsnockens 45 enthält.
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Der
Gewichtskörper 81c erstreckt
sich von der Verbindung 81c1 des Fliehgewichts 81 und
dem Arm 83 auf der Seite der Drehachse L1 bezüglich des Arms 83 entlang
der Schwingbewegungsachse L2 bis zu einer Position auf der entgegengesetzten
Seite des Arms 83 bezüglich
der Drehachse L1, und weist gegenüberliegende Endstücke 81c2 und 81c3 bezüglich der
Schwingbewegungsachse L2 auf, die sich näher an die Bezugsebene P3 erstrecken
als die Unterseite 67a des abgeschnittenen Stücks 67.
Befindet sich das Dekompressionsglied 80 in der Ausgangsposition,
so verläuft
die Außenfläche 81c6 des Gewichtskörpers 81c mit
Abstand zum Stift 71 radial nach innen zur Richtung des
Pfeils A. In dieser Ausführungsform
verläuft
die Außenfläche 81c6 so,
dass sie sich mit Abstand nach unten radial dem Wellenabschnitt 52 nähert.
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Der
Arm 83, der vom Gewichtskörper 81c in einer
Richtung vorsteht, die sich von einer Richtung unterscheidet, in
der sich die Vorsprünge 81a und 81b erstrecken,
verläuft
gesehen aus der Richtung des Pfeils B (7A) jenseits
der Drehachse L1. Der Arm 83 wird im abgeschnittenen Stück 66 aufgenommen,
wenn sich das Dekompressionsglied 80 in seiner Ausgangsposition
befindet, und erstreckt sich entlang der unteren Oberfläche 66a an
der Seite eines Endstücks 81c2 des
Gewichtskörpers 81c.
Der Arm 83, der in Richtung des Pfeils B die Dicke t1 hat, ist
in einer Länge
ausgebildet, die bewirkt, dass der Dekompressionsnocken 82 nicht
aus dem Wellenabschnitt 52 der Nockenwelle 15 herausragt,
und zwar in einer Richtung senkrecht zur Bezugsebene P3 gesehen
in der Richtung des Pfeils B.
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Ein
Berührvorsprung 81c5,
siehe 7A und 7B, ist
in einem flachen Teil 81c4a der zur Nockenwelle 15 zeigenden
inneren Fläche 81c4 (6D)
des Gewichtskörpers 81c ausgebildet.
Der Berührvorsprung 81c5 ruht
auf der mittleren Unterseite 67a des abgeschnittenen Stücks 67,
wenn das Fliehgewicht 81 (oder das Dekompressionsglied 80) in
die Ausgangsposition gebracht ist. Befindet sich das Dekompressionsglied 80 in
der Ausgangsposition, so wird bezüglich der Richtung des Pfeils
A ein Spalt C (7A) zwischen dem Dekompressionsnocken 82 und
dem Ventilbetätigungsnocken 45 gebildet.
Ein Berührvorsprung 83b (6A)
ist an der flachen unteren Endfläche
des Arms 83 ausgebildet, d. h. auf einer Seitenfläche entlang
der Richtung des Pfeils A. Der Berührvorsprung 83b ruht
auf der oberen Fläche 52b1 einer
Stufe 52b (7A) benachbart zur unteren Oberfläche 66a und
bildet die untere Seitenwand des abgeschnittenen Stücks 66,
damit eine vollständig
ausgefahrene Position für
die radial nach außen
gerichtete Schwingbewegung des Fliehgewichts 81 (oder des
Dekompressionsglieds 80) bestimmt wird.
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In
einem Ausgangszustand, in dem der Dekompressionsnocken 82 vom
Gleitstück 48b getrennt ist
und die Nockenwelle 15 ruht, berührt der Berührvorsprung 81c5 die
mittlere Unterseite 67a (5), und
das Fliehgewicht 81 (oder das Dekompressionsglied 80)
verbleibt in der Ausgangsposition, wobei ein Teil davon im abgeschnittenen
Stück 67 liegt,
bis der Verbrennungsmotor E angelassen wird, sich die Nockenwelle 15 dreht
und ein um die Schwingbewegungsachse L2 wirkendes Drehmoment, das
durch die auf das Dekompressionsglied 80 wirkende Zentrifugalkraft
erzeugt wird, ein entgegengesetztes Drehmoment überwindet, das durch die Elastizität der Rückholfeder 90 erzeugt
wird. Berührt
das Gleitstück 48b den
Dekompressionsnocken 82, so wird das Fliehgewicht 81 von
einer Reibungskraft am Schwingen gehindert, die zwischen dem Dekompressionsnocken 82 und
dem Gleitstück 48b wirkt,
das von der Elastizität
der Ventilfeder 44 auch dann gegen den Dekompressionsnocken 82 gedrückt wird,
wenn das von der Zentrifugalkraft erzeugte Drehmoment das entgegengesetzte
Drehmoment überwiegt,
das von der Elastizität
der Rückholfeder 90 stammt.
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Befindet
sich das Dekompressionsglied 80 in der Ausgangsposition,
so ist der Abstand zwischen einem flachen Teil 81c4a (6B),
das am weitesten von der Bezugsebene P3 der inneren Fläche 81c4 entfernt
ist, und der Bezugsebene P3 kürzer
als der Radius R der zylindrischen Fläche 52a, siehe 4. Der
Schwerpunkt G (7A) des Dekompressionsglieds 80 befindet
sich stets unter der Schwingbewegungsachse L2, d. h. in einer Position
nahe an der Bezugsebene P3, falls das Dekompressionsglied 80 in
einem größten Bereich
der Schwingbewegung zwischen der Ausgangsposition und der vollständig ausgefahrenen
Position schwingt. Der Schwerpunkt befindet sich dabei geringfügig auf
der Seite der Bezugsebene P3, und zwar bezogen auf eine vertikale Linie,
die die Schwingbewegungsachse L2 kreuzt, wenn sich das Dekompressionsglied 80 in
der Ausgangsposition befindet. Damit nähert sich das Fliehgewicht 81 der
Bezugsebene P3 oder der Drehachse L1, wenn das Fliehgewicht 81 in
die vollständig
ausgefahrene Position gedreht wird. Zudem sind der Stift 71 und
der Gewichtskörper 81c derart
angeordnet, dass sich der Stift 71 und der Gewichtskörper 81c im größten Bereich
der Schwingbewegung betrachtet in der Richtung des Pfeils A stets überlappen.
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Der
am Ende des Arms 83 ausgebildete Dekompressionsnocken 82 weist
eine Nockennase 82s auf (4), die
in Richtung der Schwingbewegungsachse L2 vorsteht, und eine Berührfläche 82a auf
der entgegengesetzten Seite der Nockennase 82s. Die Berührfläche 82a berührt die
untere Oberfläche 66a und
gleitet entlang der unteren Oberfläche 66a, wenn der
Arm 83 zusammen mit dem Fliehgewicht 81 schwingt.
Befindet sich das Dekompressionsglied 80 in der Ausgangsposition,
d. h. führt
das Dekompressionsglied 80 einen Dekompressionsvorgang
aus, so befindet sich der Dekompressionsnocken 82 bezüglich der
Bezugsebene P3 auf der entgegengesetzten Seite der Schwingbewegungsachse
L2 und des Fliehgewichts 81. Der Dekompressionsnocken 82 wird
in einem oberen Teil 66b aufgenommen (7A),
das an den Auslassnockenteil des abgeschnittenen Stücks 66 angrenzt,
und ragt gesehen in der Richtung des Pfeils B in einer Richtung
senkrecht zur Bezugsebene P3 nicht aus dem Wellenabschnitt 52 der
Nockenwelle 15 heraus. Der Dekompressionsnocken 82 ragt
radial um eine vorbestimmte Maximalhöhe H (3 und 4) über dem
Absatz 45a hinaus, der im Grundkreis des Ventilbetätigungsnockens 45 enthalten
ist. Die vorbestimmte Höhe
H definiert einen Dekompressionshub LD (3),
um den das Auslassventil 43 für die Dekompression abgehoben
wird.
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Solange
der Dekompressionsnocken 82 das Gleitstück 48b des Auslasskipphebels 48 berührt, damit
das Auslassventil 43 geöffnet
wird, wird die Last, die die Elastizität der Ventilfeder 44 über den Auslasskipphebel 48 auf
den Dekompressionsnocken 82 ausübt, von der unteren Oberfläche 66a getragen.
Folglich ist die Last verringert, die der Auslasskipphebel 48 während des
Dekompressionsvorgangs auf den Arm 83 ausübt, und
die Dicke t1 des Arms 83 kann klein sein.
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Es
wird nun die Arbeitsweise und die Auswirkung der Ausführungsform
beschrieben.
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Steht
der Verbrennungsmotor E still und dreht sich die Nockenwelle 15 nicht,
so befindet sich der Schwerpunkt G des Dekompressionsglieds 80 bezüglich der
Schwingbewegungsachse L2 auf der Seite der Bezugsebene P3, und das
Dekompressionsglied 80 befindet sich in einem Ausgangszustand, in
der ein Drehmoment im Uhrzeigersinn, gesehen in 7A,
das das Gewicht des Dekompressionsglieds 80 um die Schwingbewegungsachse
L2 erzeugt, und ein Drehmoment im Gegenuhrzeigersinn, das von der
Elastizität
der Rückholfeder 90 erzeugt
wird, auf das Dekompressionsglied 80 einwirken. Da die
Elastizität
der Rückholfeder 90 so
festgelegt ist, dass das Drehmoment im Gegenuhrzeigersinn größer ist
als das Drehmoment im Uhrzeigersinn, wird das Fliehgewicht 81 (oder
das Dekompressionsglied 80) in der in 7A dargestellten
Ausgangsposition gehalten, und der Dekompressionsnocken 82 ist
im oberen Teil 66b aufgenommen, der an den Auslassnockenteil des
abgeschnittenen Stücks 66 angrenzt.
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Zum
Anlassen des Verbrennungsmotors E wird die Kurbelwelle 8 durch
das Ziehen eines Startergriffs 13a (1) in Drehung
versetzt, der mit einem auf eine Spule gewickelten Seil verbunden
ist, das zum Seilzuganlasser 13 gehört. Nun dreht sich die Nockenwelle 15 mit
einer Drehzahl, die gleich der halben Drehzahl der Kurbelwelle 8 ist.
In diesem Zustand ist die Drehzahl der Kurbelwelle 8, d.
h. die Motordrehzahl, nicht größer als
die vorbestimmte Motordrehzahl, und damit wird das Dekompressionsglied 80 in
der Ausgangsposition gehalten, da das von der Zentrifugalkraft erzeugte
Drehmoment, das auf das Dekompressionsglied 80 wirkt, geringer
ist als das Drehmoment, das durch die Elastizität der Rückholfeder 90 erzeugt
wird. Beim Kompressionshub in jeder Zylinderbohrung 2a kommt
der radial aus dem Absatz 45a des Ventilbetätigungsnockens 45 herausragende
Dekompressionsnocken 82 mit dem Gleitstück 48b in Kontakt
und dreht den Auslasskipphebel 48 derart, dass das Auslassventil 43 um
den vorbestimmten Dekompressionshub LD angehoben
wird. Folglich strömt
das in der Zylinderbohrung 2a komprimierte Kraftstoff-Luft-Gemisch über die
Auslassöffnung 41 aus.
Dadurch fällt
der Druck in der Zylinderbohrung 2a, der Kolben 6 kann
den oberen Totpunkt leicht durchlaufen, und man kann den Seilzuganlasser 13 mit
geringer Kraft bedienen.
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Hat
die Motordrehzahl die vorbestimmte Motordrehzahl überschritten,
so übersteigt
das von der Zentrifugalkraft erzeugte Drehmoment, das auf das Dekompressionsglied 80 wirkt,
das Drehmoment, das durch die Elastizität der Rückholfeder 90 erzeugt wird.
Löst sich
der Dekompressionsnocken 82 vom Gleitstück 48b des Auslasskipphebels 48,
so beginnt das Dekompressionsglied 80, sich im Uhrzeigersinn zu
drehen, siehe 7A, und zwar durch das von der
Zentrifugalkraft erzeugte Drehmoment. Der Arm 83 gleitet
entlang der unteren Oberfläche 66a,
und das Dekompressionsglied 80 wird gedreht, bis es die vollständig ausgefahrene
Position erreicht, in der der Berührvorsprung 83b des
Arms 83 die obere Fläche 52b1 der
Stufe 52b berührt,
siehe 7B. Befindet sich das Dekompressionsglied 80 in
der vollständig ausgefahrene
Position, so wird der Dekompressionsnocken 82 vom oberen
Teil 66b getrennt, der in Richtung des Pfeils A an den
Auslassnockenteil des abgeschnittenen Stücks 66 angrenzt, und
er wird vom Gleitstück 48b getrennt,
wodurch der Dekompressionsvorgang beendet ist. Folglich berührt das
Gleitstück 48b den
Absatz 45a des Auslassnockenteils 45e, während in
der Zylinderbohrung 2a ein Kompressionshub erfolgt, in 3 durch
gestrichelte Linien mit Doppelpunkten dargestellt, damit die Kraftstoff-Luft-Mischung
mit dem normalen Kompressionsdruck komprimiert wird. Daraufhin steigt
die Motordrehzahl auf die Leerlaufdrehzahl an. Befindet sich das
Dekompressionsglied 80 in der vollständig ausgefahrenen Position,
so befindet sich der Schwerpunkt G des Dekompressionsglieds 80 in
einer Entfernung von der Bezugsebene P3, die ungefähr gleich
dem Abstand d2 (5) zwischen der Schwingbewegungsachse
L2 und der Bezugsebene P3 ist. Da sich die äußere Fläche 81c6 des Gewichtskörpers 81c des
Fliehgewichts 81 mit Abstand vom Stift 71 radial
nach innen unten erstreckt, wird eine radiale Ausdehnung eines zylindrischen
Raums verhindert, in dem das Fliehgewicht 81 umläuft, und
der Umfang des zylindrischen Raums fällt im Wesentlichen mit der
zylindrischen Fläche 52a des
Wellenabschnitts 52 zusammen, die die Form eines Kreiszylinders
hat.
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Das
Verhältnis
der Masse des Fliehgewichts 81 zur Masse des Dekompressionsmechanismus
D ist groß,
da das Fliehgewicht 81 ein Block ist und der Dekompressionsmechanismus
D mit dem einzelnen Arm 83 versehen ist. Der Dekompressionsmechanismus
D umfasst die Komponententeile mit jeweils unterschiedlichen Dicken.
Die Breite des Fliehgewichts 81 entlang der Richtung des
Pfeils B ist größer als
die Dicke t1 des Arms 83 entlang der Richtung des Pfeils B,
der sich entlang der Ebene P1 erstreckt. Die Dicke t2 entlang der
radialen Richtung des Fliehgewichts 81 ist größer als
die Dicke t1 des Arms 83 entlang der Richtung des Pfeils
B. Damit lässt
sich der größte Teil der
Masse auf dem Fliehgewicht 81 konzentrieren, und man kann
den Dekompressionsmechanismus D als Struktur mit geringem Gewicht
ausbilden. Da das Fliehgewicht 81 in einem Raum angeordnet
ist, der sich radial in die Nockenwelle 15 erstreckt, wodurch das
Fliehgewicht 81 gesehen aus der Richtung senkrecht zur
Bezugsebene P3 die Nocken welle 15 überlappt, kann man ein Anwachsen
der Größe des Dekompressionsmechanismus
D verhindern. Folglich kann man den Raum in der Umgebung der Nockenwelle 15 einschränken, in
dem sich der Dekompressionsmechanismus D in der vollständig ausgefahrenen
Position dreht, bzw. man kann eine Vergrößerung dieses Raums verhindern.
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Die
Breite des Gewichtskörpers 81c entlang der
Richtung des Pfeils B ist größer als
die Dicke t3 der Vorsprünge 81a und 81b und
die Dicke t1 des Arms 83. Die Dicke entlang der radialen
Richtung des Gewichtskörpers 81c ist
größer als
die Dicke t3 der Vorsprünge 81a und 81b und
die Dicke t1 des Arms 83. Dadurch werden die Massen der
Vorsprünge 81a und 81b und
des Arms 83 auf das geringstmögliche Ausmaß verringert
und die erforderliche Steifheit erhalten, damit man den größten Teil
der Masse des Dekompressionsmechanismus D auf dem Gewichtskörper 81c konzentrieren
kann.
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Die
Summe der Längen
der Löcher 84 der Vorsprünge 81a und 81b entlang
der Richtung des Pfeils B ist größer als
die Summe der Längen
der Löcher 70 der
Vorsprünge 68a und 68b auf
der Nockenwelle entlang der Richtung des Pfeils B. Damit ist die Fläche des
Teils des Stifts 71, der die Vorsprünge 81a und 81b berührt, groß, und der
auf die Berührflächen wirkende
Druck wird verringert. Dadurch vermindert sich der Abrieb der Berührteile
der Vorsprünge 81a und 81b und
des Stifts 71 aufgrund der Vibrationen des Verbrennungsmotors
E.
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Das
Endstück 71b des
Stifts 71, das bezüglich
der Richtung des Pfeils B aus dem Loch 84 des Vorsprungs 81a an
der Außenseite
des Halteteils 69 ragt, wird gepresst, damit es ein erweitertes
Teil 73 bildet. Dadurch wird der Stift 71 in den
Löchern 84 und 70 gehalten.
Somit kann man den Stift 71 einfach durch einen Pressvorgang
an seinem Platz halten.
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Der
Arm 83 und die Vorsprünge 81a und 81b erstrecken
sich jeweils für
sich vom Gewichtskörper 81c weg.
Damit kann man die Dicken und Formen des Arms 83 und der
Vorsprünge 81a und 81b einzeln
festlegen, und ein bestmöglicher
Entwurf der gegenseitigen Lagen des Fliehgewichts 81 und
des Arms 83 zur Nockenwelle 15, der Vorsprünge 81a und 81b,
des Gewichtskörpers 81c und
des Arms 83 ist möglich.
Da beispielsweise die Vorsprünge 81a und 81b und
der Arm 83 einzeln für
sich entworfen werden können,
kann eine Größenzunahme
der Vorsprünge 81a und 81b,
die nur den Gewichtskörper 81c tragen,
verhindert werden, und zwar im Vergleich zu dem Hebel, der zum Dekompressionsteil
des Stands der Technik A gehört,
in dem das auf dem Stift gehaltene Teil das Fliehgewicht und den
Arm trägt. Auch
dies trägt
zur Konzentration des größten Teils der
Masse auf dem Gewichtskörper 81c bei
und verhindert eine Vergrößerung der
Abmessungen des Fliehgewichts 81 und damit des Dekompressionsglieds 80.
Die Vorsprünge 81a und 81b kann
man leicht in den Stellen des Arms 83 mit der Dicke t3
ausbilden, die größer ist
als die Dicke t1, und zwar unabhängig
von der Dicke t1 des Arms 83, damit die Kontaktfläche zwischen
den Vorsprüngen 81a und 81b und
dem Stift 71 größer wird.
Dies ist vorteilhaft, weil der Abrieb der Berührteile des Fliehgewichts 81 und des
Stifts 71 geringer wird.
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Die
Schwingbewegungsachse L2 des Fliehgewichts 81 des Dekompressionsmechanismus
D ist in einer Ebene P4 enthalten, die im Wesentlichen senkrecht
auf der Drehachse L1 der Nockenwelle 15 steht. Sie ist
radial von der Drehachse L1 getrennt und schneidet bevorzugt den Öldurchgang 63,
d. h. das Loch 54, nicht. Damit kann man das Loch 54 in der
Nockenwelle 15 ausbilden, die mit dem Dekompressionsmechanismus
D versehen ist, damit das Gewicht der Nockenwelle 15 geringer
wird. Der Durchmesser des Lochs 54 wird durch den auf der
Nockenwelle 15 gehaltenen Stift 71 kaum eingeschränkt, und man
kann das Loch 54 mit einem vergleichsweise großen Durchmesser
ausbilden. Folglich kann das Loch 54 als Öldurchgang 63 dienen,
der eine Menge Schmieröl
führt,
die zum Schmieren des Ventilmechanismus und des Dekompressionsmechanismus
D ausreicht, die in der Ventiltriebkammer 14 eingebaut sind.
Wird die Nockenwelle 15 mit dem Loch 54 mit dem
vergleichsweise großen
Durchmesser durch Gießen
erzeugt, so kann man einen Kern zum Ausbilden des Lochs 54 mit
dem vergleichsweise großen Durchmesser
leichter herstellen als einen Kern mit kleinen Durchmesser zum Ausbilden
eines Öldurchgangs
mit vergleichsweise kleinen Durchmesser.
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Da
die Schwingbewegungsachse L2 radial von der Drehachse L1 und dem
Loch 54 getrennt ist, so dass sich der Arm 83 gesehen
aus der Richtung des Pfeils B jenseits der Drehachse L1 erstreckt,
d. h., dass sich der Stift 71 und der Dekompressionsnocken 82 auf
entgegengesetzten Seiten der Bezugsebene P3 befinden, ist der Abstand
zwischen der Schwingbewegungsachse L2 und dem Dekompressionsnocken 82 länger als
in dem Fall, dass die Schwingbewegungsachse L2 die Drehachse L1
im Wesentlichen senkrecht schneidet. Daher muss sich das Fliehgewicht 81 nur
um einen kleinen Winkel drehen, um den Dekompressionsvorgang zu
beenden. Da der größtmögliche Schwingwinkel
des Fliehgewichts 81 gering ist, kann man den zylindrischen Raum
um die Drehachse L1, in dem der vollständig ausgefahrene Dekompressionsmechanismus
D umläuft,
radial beschränken.
Man muss für
den Dekompressionsmechanismus D um die Nockenwelle 15 herum
keinen vergleichsweise großen
Raum freihalten und kann folglich den Verbrennungsmotor E mit vergleichsweise
geringer Größe bauen.
Da sich der Stift 71 und der Gewichtskörper 81c gesehen aus
der Richtung des Pfeils A im größten Bereich
der Schwingbewegung stets überlappen,
kann man den zylindrischen Raum um die Nockenwelle 15 herum, in
dem der vollständig
ausgefahrene Dekompressionsmechanismus D umlaufen kann, einschränken.
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Da
die Schwingbewegungsachse L2 radial Abstand zur Drehachse L1 hat,
kann man die Position des Schwerpunkts G des Fliehgewichts 81 und damit
den Schwerpunkt G des Dekompressionsglieds 80 leicht weit
von der Bezugsebene P3 entfernen. Da der Abstand zwischen der Position
des Schwerpunkts G des Dekompressionsglieds 80 und der
Drehachse L1 dadurch wächst,
kann man das Gewicht des Fliehgewichts 81 zum Erzeugen
einer erforderlichen Zentrifugalkraft dementsprechend verringern.
Man kann den Verbrennungsmotor E mit geringem Gewicht aufbauen,
und die radiale Ausdehnung des zylindrischen Raums, der für den Umlauf des
vollständig
ausgefahrenen Dekompressionsglieds 80 und des Dekompressionsmechanismus
D erforderlich ist, kann verkleinert werden. Da man den Arm 83 mit
einer Länge
ausbilden kann, bei der der Arm 83 im größten Bereich
der Schwingbewegung gesehen aus der Richtung des Pfeils B in einer
Richtung senkrecht zur Bezugsebene P3 nicht aus dem Wellenabschnitt 52 der
Nockenwelle 15 herausragt, kann man den Dekompressionsmechanismus
D mit kleinen Abmessungen ausbilden.
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Da
der einzelne Stift 71, der das Fliehgewicht 81 schwenkbar
hält, vom
Halteteil 69 gehalten wird, bei dem die Vorsprünge 68a und 68b radial
aus der Nockenwelle 15 herausragen, ist die Entfernung
zwischen der Schwingbewegungsachse L2 und dem Dekompressionsnocken 82 größer als
in dem Fall, in dem sich die Schwingbewegungsachse L2 auf dem Wellenabschnitt 52 der
Nockenwelle 15 befindet. Hierdurch kann man den größten Schwingbewegungswinkel
verringern und zum Verkleinern des zylindrischen Raums in radialer
Richtung beitragen, der für
den Umlauf des vollständig
ausgefahrenen Dekompressionsglieds 80 erforderlich ist.
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Die
Schwingbewegungsachse L2 hat radialen Abstand zur Drehachse L1 und
zum Loch 54, das Dekompressionsglied 80 ist in
einem Stück
mit dem Fliehgewicht 81 ausgebildet, der Dekompressionsnocken 82 und
der Arm 83, der Gewichtskörper 81c des Fliehgewichts 81 und
der Arm 83 haben jeweils unterschiedliche Dicken, und der
Gewichtskörper 81c ist
ein Block mit einer Dicke, die größer ist als die Dicke des Arms 83.
Damit wird die Massenkonzentration auf dem Gewichtskörper 81c des
Fliehgewichts 81 gefördert,
man kann eine Größenzunahme
des Dekompressionsglieds 80 verhindern, die Masse des Fliehgewichts 81 reicht
zum Beenden des Dekompressionsvorgangs, man kann den Schwerpunkt
des Fliehgewichts 81 leicht in eine Position bringen, die weit
von der Bezugsebene P3 entfernt ist, und man kann die radiale Ausdehnung
des zylindrischen Raums verringern, den das vollständig ausgefahrene Dekompressionsglied 80 zum
Umlaufen benötigt.
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Die
Last, die durch die Elastizität
der Ventilfeder 44 erzeugt wird und über den Auslasskipphebel 48 auf
den Dekompressionsnocken 82 wirkt, wird von der unteren
Oberfläche 66a aufgenommen.
Dadurch lässt
sich die Belastung verringern, die der Auslasskipphebel 48 während des
Dekompressionsvorgangs auf den Arm 83 ausübt. Die
Dicke t1 des Arms 83 kann daher gering sein, und man kann
den Arm 83 mit geringem Gewicht ausbilden. Da die Schwingbewegungsachse
L2 die Drehachse L1 und das Loch 54 nicht schneidet, und
das Fliehgewicht 81 im abgeschnittenen Teil 67 aufgenommen
ist, kann man eine Vergrößerung des
Gewichtskörpers 81c in
radialer Richtung verhindern, der Gewichtskörper 81c kann entlang
der Schwingbewegungsachse L2 bis zu einer Position verlängert werden,
die bezüglich
der Drehachse L1 auf der gegenüberliegenden
Seite des Arms 83 liegt, und die gegenüberliegenden Endstücke 81c2 und 81c3 können sich
näher an
die Bezugsebene P3 erstrecken als die mittlere Unterseite 67a des
abgeschnittenen Stücks 67,
wodurch die Konzentration der Masse auf dem Fliehgewicht 81 und
dem Dekompressionsglied 80 nochmals erleichtert wird.
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Obwohl
das Fliehgewicht 81, der Dekompressionsnocken 82 und
der Arm 83 jeweils unterschiedlich dick sind, kann man
das Fliehgewicht 81, den Dekompressionsnocken 82 und
den Arm 83 in einem Stück
und mit hoher Abmessungsgenauigkeit durch Metallspritzen ausbilden.
Damit ist der Unterschied im Betriebsverhalten zwischen den einzelnen Dekompressionsmechanismen
D gering, und man kann den Dekompressionsmechanismus D, der ein stabiles
Betrebsverhalten zeigt, einfach fertigen.
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Da
das abgeschnittene Stück 67,
das das Fliehgewicht 81 in sich aufnehmen kann, nahe an
der Drehachse L1 in der Nockenwelle 15 ausgebildet ist, erstreckt
sich der zylindrische Raum für
den Umlauf des vollständig
ausgefahrenen Dekompressionsmechanismus D um die Drehachse L1 der
Nockenwelle 15, und es ist nicht erforderlich, für den Dekompressionsmechanismus
D einen vergleichsweise großen Raum
in der Umgebung der Nockenwelle 15 freizuhalten. Man kann
den Verbrennungsmotor E mit geringen Abmessungen bauen. Da der Dekompressionsmechanismus
D den Berührvorsprung 81c5 aufweist,
der die Nockenwelle 15 berührt und damit die Ausgangsposition
des im abgeschnittenen Stück 67 aufgenommenen
Fliehgewichts 81 bestimmt, und die Rückholfeder 90, die
eine elastische Kraft auf das Fliehgewicht 81 ausübt, damit
das Fliehgewicht 81 in die Ausgangsposition gedrückt wird,
ist das Fliehgewicht 81 im abgeschnittenen Stück 67 nahe
an der Drehachse L1 aufgenommen. Das Fliehgewicht 81 kann
also in der Ausgangsposition gehalten werden, wobei der Berührvorsprung 81c5 durch
die Elastizität der
Rückholfeder 90 die
Nockenwelle 15 berührt,
und es kann stabil in der Ausgangsposition gehalten werden, ohne
dass es durch die Schwerkraft beeinflusst wird. Die Erzeugung von
Geräuschen
durch den Zusammenprall des Fliehgewichts 81 mit der Nockenwelle 15 aufgrund
von Vibrationen kann verhindert werden, und zwar unabhängig von
der gegenseitigen Lage des Fliehgewichts 81 und der Schwingbewegungsachse
L2. Dies gilt sowohl für
die ruhende Nockenwelle 15 als auch dann, wenn der Verbrennungsmotor
E mit Motordrehzahlen arbeitet, die im Drehzahlbereich liegen, in
dem ein Dekompressionsvorgang stattfindet.
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Es
wird nun ein Dekompressionsmechanismus D beschrieben, der eine Modifikation
des Dekompressionsmechanismus D in der obigen Ausführungsform
darstellt. Es werden nur Teile des modifizierten Dekompressionsmechanismus
D beschrieben, die sich von Teilen des Dekompressionsmechanismus
D in der obigen Ausführungsform
unterscheiden.
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In
der obigen Ausführungsform
ist der Stift 71 gleitfähig
in die Löcher 70 des
Halteteils 69 eingesetzt. Man kann den Stift 71 auch
gleitfähig
in die Löcher 84 einsetzen
und ihn fest in die Löcher 70 einsetzen
und ihn fest in die Löcher 70 pressen,
und das Fliehgewicht 81 (oder das Dekompressionsglied 80) kann
schwingfähig
auf dem Stift 71 gehalten werden. Der Stift 71 kann
das Fliehgewicht 81 schwenkbar auf der Nockenwelle 15 halten,
die mit dem Loch 54 versehen ist. Der größte Teil
der Belastung, die in der Nockenwelle 15 dadurch entsteht,
dass der Stift 71 durch einen Presssitz mit der Nockenwelle 15 verbunden
ist, kann durch das Halteteil 69 aufgenommen werden, das
die Vorsprünge 68a und 68b enthält, die
von der Nockenwelle radial nach außen vorstehen, indem man den
das Fliehgewicht 81 tragenden Stift 71 in das
Halteteil 69 presst, das die Vorsprünge 68a und 68b enthält, die
von der Nockenwelle 15 radial nach außen vorstehen. Damit kann man eine
Verformung der Nockenwelle 15 und der Nockenfläche 45s des
Ventilbetätigungsnockens
verhindern. Der Abrieb der gleitenden Teile der Nockenwelle 15 und
des Ventilbetätigungsnockens 45,
die solchen Verformungen zuzu schreiben sind, kann verringert werden,
und die Haltbarkeit der Nockenwelle 15 und des Ventilbetätigungsnockens 45 werden
verbessert.
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Obwohl
das Dekompressionsglied 80 des Dekompressionsmechanismus
D der vorhergehenden Ausführungsform
ein einziges Teil ist, das die funktionellen Stücke gemeinsam enthält, kann
der Dekompressionsmechanismus D Einzelteile enthalten, zu denen
ein Fliehgewicht, ein Dekompressionsnocken und ein Arm gehören. Zumindest
eines dieser Teile kann ein eigenständiges Teil sein, und das Fliehgewicht,
der Dekompressionsnocken und der Arm können durch Befestigungsmittel
miteinander verbunden sein. Das Halteteil 69 kann einen
einzelnen Vorsprung anstelle der beiden Vorsprünge 68a und 68b enthalten.
Das Dekompressionsglied 80, das die Komponententeile in
einem Stück
enthält, kann
nicht nur durch Metallspritzen, sondern auch mit sämtlichen
anderen geeigneten Formgebungsverfahren ausgebildet werden.
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Obgleich
in der vorhergehenden Ausführungsform
das Einlassventil 42 und das Auslassventil 43 für das Öffnen und
Schließen
von einem einzigen gemeinsamen Ventilbetätigungsnocken 45 betätigt werden,
können
das Einlassventil 42 und das Auslassventil 43 von
einem eigenen Ventilbetätigungsnocken,
der nur das Einlassventil 42 betätigt, und einem eigenen Ventilbetätigungsnocken,
der nur das Auslassventil 43 betätigt, gesteuert werden. Anstelle
des Auslassventils 43 kann der Dekompressionsmechanismus
D auch das Einlassventil 42 betätigen.
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Obwohl
in der vorhergehenden Ausführungsform
der Schwerpunkt G des Dekompressionsglieds 80 näher an der
Bezugsebene P3 liegt als die Schwingbewegungsachse L2 und die Rückholfeder 90 das
Dekompressionsglied 80 in der Ausgangsposition hält, kann
der Schwerpunkt G des Dekompressionsglieds 80 weiter von
der Bezugsebene P3 entfernt sein als die Schwingbewegungsachse L2,
und das Dekompressionsglied 80 kann von einem Drehmoment
in seiner Ausgangsposition gehalten werden, das durch sein eigenes
Gewicht erzeugt wird, so dass man die Rückholfeder 90 weglassen
kann.
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Obwohl
in der vorhergehenden Ausführungsform
die Vorsprünge 81a und 81b des
Fliehgewichts 81 bezüglich
der Richtung des Pfeils B an der Außenseite des Halteteils 69 der
Nockenwelle 15 liegen, können die Vorsprünge 81a und 81b des
Fliehgewichts 81 bezüglich
der Richtung des Pfeils B auch an der Innenseite des Halteteils 69 der
Nockenwelle 15 liegen. Liegen die Vorsprünge 81a und 81b des Fliehgewichts 81 bezüglich der
Richtung des Pfeils B an der Innenseite des Halteteils 69 der
Nockenwelle 15, so wird das erweiterte Teil 73 durch
Pressen des Endstücks 71b des
Stifts 71 ausgebildet, das aus dem Loch 70 des
Halteteils 69 ragt, und man kann das Fliehgewicht 81 anstelle
der beiden Vorsprünge 81a und 81b mit
einem einzigen Vorsprung versehen.
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Obwohl
in der vorhergehenden Ausführungsform
die Nockenwelle 15 mit dem Öldurchlass 63 versehen
ist, kann man eine hohle Nockenwelle mit einem Loch 54 verwenden,
das nicht als Öldurchlass
dient. Die Erfindung ist auch bei einem waagrechten Verbrennungsmotor
verwendbar, dessen Kurbelwelle eine horizontale Drehachse hat. Die
Erfindung ist nicht nur bei einem Verbrennungsmotor für einen
Außenbordmotor
anwendbar, sondern auch für
Mehrzweck-Verbrennungsmotoren zum Antrieb von Generatoren, Kompressoren,
Pumpen usw. und für
Fahrzeug-Verbrennungsmotoren. Die Erfindung ist bei Einzylinder-Verbrennungsmotoren
und Mehrzylinder-Verbrennungsmotoren verwendbar, die drei oder mehr
Zylinder aufweisen.
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Obwohl
der Verbrennungsmotor in der vorhergehenden Ausführungsform ein Motor mit Fremdzündung ist,
kann der Verbrennungsmotor auch ein Selbstzündermotor sein. Die Startvorrichtung
kann außer
dem Seilzuganlasser jede beliebige geeignete Startvorrichtung sein,
beispielsweise ein Kickstarter, ein Handstarter oder ein Anlassermotor.
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Obwohl
die Schwingbewegungsachse L2 in der vorhergehenden Ausführungsform
einen Abstand von der Bezugsebene P3 hat, der größer ist als der Radius R des
Wellenabschnitts 52, kann der Abstand kürzer sein als der Radius R.
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Obwohl
die Nockenwelle 15 in der vorhergehenden Ausführungsform
mit dem Loch 54 versehen ist, muss die Nockenwelle 15 nicht
unbedingt mit dem Loch 54 versehen sein. Der Stift 71 kann
auf der Nockenwelle 15 so gehalten werden, dass die Schwingbewegungsachse
L2 senkrecht auf der Drehachse L1 steht, und zwar unabhängig davon,
ob die Nockenwelle 15 mit dem Loch 54 versehen
ist. In einem derartigen Fall enthält die Bezugsebene P3 sowohl die
Drehachse L1 als auch die Schwingbewegungsachse L2. Obwohl der Arm 83 in
der vorhergehenden Ausführungsform
mit dem Gewichtskörper 81c des Fliehgewichts
verbunden ist, kann der Arm 83 entweder mit dem Vorsprung 81a oder
dem Vorsprung 81b verbunden sein.