-
Die
Erfindung betrifft Zusammensetzungen zur Behandlung der durch Cyclooxygenase
2 vermittelten Erkrankungen und Verfahren zur Behandlung der durch
Cyclooxygenase 2 vermittelten Erkrankungen.
-
Insbesondere
betrifft die Erfindung eine Zusammensetzung zur Behandlung von Cyclooxygenase
2 vermittelten Erkrankungen, wobei die Zusammensetzung etwa 65%
Wirkstoff umfasst und für
eine Verabreichung einmal am Tag geeignet ist, wobei die Zusammensetzung
als Wirkstoff eine Cyclooxygenase 2 hemmende Verbindung enthält, die
durch eine starke Hemmung der Cyclooxygenase 2 und ein hohes Maß an Spezifität zur Hemmung
der Cyclooxygenase 2 gegenüber
der Cyclooxygenase 1 gekennzeichnet ist. Eine solche Verbindung
wird durch 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure beispielhaft
dargestellt.
-
Nicht
steroidale antiinflammatorische Mittel werden normalerweise zwei-
bis viermal am Tag verabreicht. Die relativ kurze Halbwertszeit
der meisten nicht-steroidalen antientzündlichen Mittel, wie Aspirin,
Ibuprofen, Naproxen und Diclofenac, bedeutet, dass eine einmalige
und sogar zweimalige Verabreichung am Tag nicht möglich ist,
falls das Mittel nicht in einer kontrolliert oder verlängert freisetzender
Formulierung formuliert wird. Die relativ großen Dosen, die erforderlich
sind, um eine Behandlung einmal am Tag mit herkömmlichen nicht steroidalen
antientzündlichen
Mitteln zu erreichen, würde
auch zu Nebenwirkungen führen,
falls eine unmittelbar freisetzende Formulierung verabreicht wird,
so dass eine allgemeine Erkenntnis existiert, dass eine Verabreichung
einmal am Tag einer unmittelbar freisetzenden Formulierung unwahrscheinlich
zu erreichen ist.
-
Überraschenderweise
wurde eine Verbindung identifiziert, die auf einer Basis einmal
am Tag verwendet werden kann und die keine unannehmbaren Nebenwirkungen
eines solchen Verabreichungsplans hervorruft und insbesondere kein
unannehmbares Maß an
Magennebenwirkungen verursacht. Die WO 99 11 605 A vom 11. März 1999
beschreibt 5-Alkyl-2-arylaminophenylessigsäuren und Derivate hiervon als
starke, selektive Inhibitoren der Cyclooxygenase 2. Es wurde festgestellt,
dass 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure eine überraschende
Kombination aus Merkmalen aufweist, die es ermöglichen, die Zusammensetzung
auf eine unerwartete Weise zu formulieren und zu verwenden. Der
Wirkstoff liefert, wenn er einmal am Tag in einer einzelnen, unmittelbar
freisetzenden Tablettenformulierung in einer Menge von etwa 400
mg verwendet wird, worin der Wirkstoff etwa 65 Gewichtsprozent der
Tablette umfasst, eine wirksame antientzündliche Behandlung über einen
Zeitraum von 24 Stunden ohne der Verwendung von verlängert freisetzenden pharmazeutischen
Formulierungshilfsstoffen und einer solchen Technologie und in einer
Tablettenform, die eine leicht zu schluckende Größe aufweist. Da die Arzneimittelsubstanz
5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure und
deren pharmazeutisch annehmbare Salze eine schlechte Verpressbarkeit
aufweisen, ist es überraschend
und unerwartet, dass eine Tablettendosierungsform mit einer Arzneimittelbeladung zwischen
60% und 70% erreicht werden kann.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
-
In
einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung eine Zusammensetzung
zur Behandlung einer Cyclooxygenase 2 abhängigen Störung oder eines solchen Zustands,
wobei die Zusammensetzung umfasst:
Eine sofort freisetzende
Tablette, die etwa 400 mg an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure oder
ein pharmazeutisch annehmbares Salz hiervon umfasst, worin die Tablette
zwischen 60% und 70% an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure oder
eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon bezogen auf das
Gewicht umfasst.
-
Es
wird auch eine Zusammensetzung zur Behandlung einer Cyclooxygenase
2 abhängigen
Störung oder
eines solchen Zustands beschrieben, wobei die Zusammensetzung umfasst:
- (a) Eine unmittelbar freisetzende Tablette,
die etwa 400 mg an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)-phenylessigsäure oder
eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon umfasst, wobei die
Tablette zwischen 60% und 70% an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure oder
eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon bezogen auf das
Gewicht umfasst, und
- (b) gedruckte Anleitungen, dass eine oder mehrere unmittelbar
freisetzende pharmazeutische Zusammensetzungen, die 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure enthalten,
oral einmal am Tag verabreicht werden können.
-
Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung zur Behandlung
von Cyclooxygenase 2 vermittelten Erkrankungen, wobei die Zusammensetzung,
die eine Cyclooxygenase 2 hemmende Verbindung enthält, gekennzeichnet
ist durch
- (a) Eine hohe Wirksamkeit zur Hemmung
der Cyclooxygenase 2, wie dies durch die Fähigkeit als einzelne therapeutische
Dosis der Verbindung zur Bereitstellung einer Befreiung vom Osteoarthritisschmerz
bestimmt wird,
- (b) eine Halbwertszeit von 3 bis 6 Stunden, und
- (c) ein hohes Maß an
Spezifität
zur Hemmung der Cyclooxygenase 2 präferenziell gegenüber Cyclooxygenase
1, wie dies durch zelluläre
in vitro Tests gemessen wird, wie sie in WO 99 11 605 A beschrieben
sind.
-
Eine
solche Verbindung ist 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure, deren
Brauchbarkeit und Syntheseverfahren in WO 99 11 605 A beschrieben
sind.
-
Daher
betrifft die vorliegende Erfindung eine mittelschnell freisetzende
Tablette, die etwa 400 mg an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure oder
eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon enthält, wobei
die Tablette zwischen 60% und 70% an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)-phenylessigsäure oder
eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon bezogen auf das
Gewicht enthält.
In einer bestimmten Ausführungsform
umfasst die unmittelbar freisetzende Tablette etwa 65 Gewichtsprozent
an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure oder
eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes hiervon.
-
Die
unmittelbar freisetzenden Zusammensetzungen umfassen keine ausreichend
wasserunlöslichen oder
polymeren Verbindungen, um der Zusammensetzung verlängert freisetzende
Eigenschaften zu verleihen.
-
Wie
in WO 99 11 605 A diskutiert, ist eine Gattung an Verbindungen,
einschließlich
5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure zur
Linderung von Schmerz, Fieber und Entzündung einer Vielzahl an Zuständen brauchbar,
einschließlich
rheumatisches Fieber, Symptome, die mit Influenza oder anderen viralen
Infektionen assoziiert sind, allgemeiner Erkältung, Schmerzen im unteren
Rücken
und im Nacken, Dysmenorrhoe, Kopfschmerz, einschließlich Migränekopfschmerz,
Zahnschmerz, Verstauchungen und Zerrungen, Myositis, Neuralgie,
Synovitis, Arthritis, einschließlich
Osteoarthritis und rheumatoide Arthritis, degenerative Gelenkserkrankungen,
Gicht und Spondylitis ankylosans, Bursitis, Verbrennungen und Verletzungen
nach Operations- und Zahnbehandlungsverfahren.
-
Durch
die hohe Cyclooxygenase 2 (COX 2) hemmende Aktivität und/oder
der Selektivität
der Hemmung von COX 2 gegenüber
Cyclooxygenase 1 (COX 1) ist 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)-phenylessigsäure als Alternative zu herkömmlichen
nicht-steroidalen antientzündlichen
Arzneimitteln (NSAID'S)
brauchbar, insbesondere wenn NSAIDS kontraindiziert sind, wie bei
Patienten mit peptischen Ulcera, Gastritis, regionaler Enteritis,
ulcerativer Colitis, Diverticulitis oder mit einem wiederkehrenden
Auftreten gastrointestinaler Läsionen,
GI Blutung, Koagulationsstörungen,
einschließlich
Anämie,
wie Hypoprothrombinämie,
Hämophilie oder
anderen Blutungsproblemen (einschließlich derer, die mit einer
verringerten oder gestörten
Blutplättchenfunktion
zusammenhängen),
Nierenerkrankung (beispielsweise gestörte Nierenfunktion), jenen,
die vor einer Operation stehen oder Antikoagulantien einnehmen und
jene, die gegenüber
NSAID induziertem Asthma empfindlich sind.
-
Die
unmittelbar freisetzenden pharmazeutischen Zusammensetzungen der
Erfindung und jene, die in Kits und den erfindungsgemäßen Verfahren
brauchbar sind, sind „unmittelbar
freisetzende" Tablettendosierungsformen.
Die erfindungsgemäßen Tabletten
haben weder pharmakokinetische noch physikalische Charakteristiken
verlängert
freisetzender pharmazeutischer Dosierungsformen. Daher zerfällt eine
erfindungsgemäße Tablette
oder löst
sich schnell auf, vorzugsweise innerhalb einer Stunde nach der Verabreichung
und die Verabreichung einer erfindungsgemäßen Tablette führt zu einem
schnellen Anstieg in der Blutplasmakonzentration an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure. Vorzugsweise
erreicht die Blutplasmakonzentration an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure ein
Maximum innerhalb von 2 bis 6 Stunden nach der oralen Verabreichung
und fällt
dann relativ schnell aufgrund der relativ kurzen Halbwertszeit (3
bis 6 Stunden) von 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)-phenylessigsäure ab.
-
Nicht
unmittelbar freisetzende Arzneimittelformulierungen, die nicht im
Umfang der Erfindung liegen oder hierin verwendet werden, umfassen
unter anderem verzögert
freisetzende und anhaltend freisetzende Formulierungen. Anhaltend
freisetzende Formulierungen können
weiter in Formulierungen mit verlängerter Freisetzung und kontrollierter
Freisetzung unterteilt werden. Verzögert freisetzende Systeme sind
die, welche eine repetitive, intermittierende Dosierung einer Arzneimittelform
aus einer oder mehrerer unmittelbar freisetzender Einheiten verwenden,
die in eine Einzeldosierungsform eingearbeitet sind. Beispiele für verzögert freisetzende
Formulierungen umfassen Tabletten und Kapseln mit wiederholter Wirkung
und enterisch beschichtete Tabletten, wo eine zeitlich bestimmte
Freisetzung durch eine Barrierenbeschichtung erreicht wird. Verzögert freisetzende
Formulierungen bilden keine gleichförmigen Blutplasmakonzentrationen
eines Arzneimittels oder halten diese aufrecht, sondern bilden intermittierende
Peaks und Niedrigstände
in der Blutplasmakonzentration eines Arzneimittels, die beide innerhalb
der therapeutischen Breite des Arzneimittels erwünscht sind.
-
Anhaltend
freisetzende Arzneimittelformulierungen umfassen Arzneimittelformulierungen,
die eine langsame Freisetzung eines Arzneimittels über einen
ausgedehnten Zeitraum erreichen. Falls eine anhaltend freisetzende
Formulierung eine konstante Arzneimittelkonzentration im Blutplasma
aufrechterhalten kann, wird sie hierin als „kontrolliert freisetzende" Formulierung bezeichnet.
Falls sie keine konstante Konzentration des Arzneimittels im Blutplasma
aufrechterhält,
sondern die Konzentration des Arzneimittels im therapeutischen Bereich
für einen
längeren
Zeitraum aufrecht erhält,
als er mit einer unmittelbar freisetzenden Formulierung erreichbar
wäre, wird
sie hierin als „verlängert freisetzende" Formulierung bezeichnet.
So halten kontrolliert freisetzende Formulierungen eine relativ
konstante Peakblutplasmakonzentration des Arzneimittels über einen ausgedehnten
Zeitraum aufrecht, typischerweise 12 bis 24 Stunden, wobei die Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung dies nicht tun.
-
Typische,
anhaltend freisetzende orale Dosierungsformulierungen basieren auf
einem Diffusionssystem, einem Auflösesystem und einem osmotischen
System und einem Ionenaustauschsystem.
-
In
Diffusionssystemen wird die Freisetzungsgeschwindigkeit des Arzneimittels
durch die Diffusion durch ein wasserunlösliches Polymer bestimmt. Es
gibt zwei Typen an Diffusionsvorrichtungen: Reservoirvorrichtungen,
worin ein Arzneimittelkern von einer polymeren Membran umgeben ist
und Matrixvorrichtungen, worin ein gelöstes oder dispergiertes Arzneimittel
gleichförmig
in einer inerten polymeren Matrix verteilt ist. Typische Verfahren,
die zur Herstellung von Vorrichtungen des Reservoirtyps verwendet
werden, umfassen Mikroverkapselung von Arzneimittelpartikeln und
die Pressbeschichtung von ganzen Tabletten oder Partikeln. Im allgemeinen
bilden Partikel, die von einer Mikroverkapselung umgeben sind, ein
System, worin das Arzneimittel im Beschichtungsfilm wie auch im
Kern der Mikrokapsel enthalten ist. Einige Materialien, die typischerweise als
wasserunlösliche
Beschichtung alleine oder in Kombination verwendet werden, sind
gehärtete
Gelatine, Methyl- oder Ethylcellulosen, Polyhydroxymethacrylat,
Hydroxypropylcellulose, Polyvinylacetat und Wachse.
-
Matrixvorrichtungen
werden typischerweise durch Mischen des Arzneimittels mit dem Matrixmaterial und
der anschließenden
Verpressung des Gemisches zu Tabletten hergestellt. Wenn Wachsmatrices
verwendet werden, wird das Arzneimittel im allgemeinen in geschmolzenem
Wachs dispergiert, das erstarrt, granuliert und zu Kernen verpresst
wird. Matrixsysteme weisen typischerweise eine Grunddosis des Arzneimittels
auf, die auf den Arzneimittelmatrixkern beschichtet ist. Die Haupttypen
der Materialien, die zur Herstellung von Matrixvorrichtungen verwendet
werden, sind unlösliche
Kunststoffe, hydrophile Polymere und Fettverbindungen. Kunststoffmatrizes
umfassen Methylacrylatmethylmethacrylat, Polyvinylchlorid und Polyethylen.
Hydrophile Polymere umfassen Methylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose
und Natriumcarboxymethylcellulose. Fettverbindungen umfassen Wachse,
wie Carnaubawachs und Glyceryltristearat.
-
Die
meisten anhaltend freisetzenden Formulierungen vom Auflösungstyp
sind entweder verkapselte Auflösungssysteme
oder Matrixlauflösungssyteme.
Verkapselte Auflösungsformulierungen
können
entweder durch Beschichtung von Partikeln oder Granula des Arzneimittels
mit unterschiedlicher Dicke an langsam löslichen Polymeren oder durch
Mikroverkapselung hergestellt werden. Ein herkömmliches Verfahren der Mikroverkapselung
ist Coacervation, die die Zugabe einer hydrophilen Substanz zu einer
kolloidalen Dispersion umfasst. Die hydrophile Substanz, die die
suspendierten Partikel beschichtet, kann aus einer großen Vielzahl
an natürlichen
und synthetischen Polymeren ausgewählt werden, einschließlich Schellacken,
Wachsen, Stärkearten,
Celluloseacetatphthalat (oder -butyrat) oder Polyvinylpyrrolidon.
Wenn sich das Beschichtungsmaterial auflöst, ist das gesamte Arzneimittel
innerhalb der Mikrokapsel unmittelbar zur Lösung und Absorption verfügbar, was
es erlaubt, die Arzneimittelfreisetzung durch die Einstellung der
Dicke und Auflösungsgeschwindigkeit der
Beschichtung zu kontrollieren. Falls drei oder vier Beschichtungsdicken
in den Mikrokapseln verwendet werden, die eine Formulierung umfassen,
werden die Arzneimittel zu unterschiedlichen, vorbestimmten Zeiten unter
Bildung eines verzögert
freisetzenden, pulsartigen Effekts freigesetzt. Falls ein Spektrum
an Dicken verwendet wird, kann eine konstante Blutkonzentration
des Arzneimittels erreicht werden. Verkapselte Partikel können zu
Tabletten verpresst werden oder in Kapseln gegeben werden.
-
Matrixauflösesysteme
anhaltend freisetzender Formulierungen werden durch die Herstellung
von Partikeln hergestellt, die das Arzneimittel und langsam lösliche polymere
Partikel umfassen. Solche Partikel können durch Erstarren des Arzneimittels
mit einem Polymer oder Wachs und der Sprayverfestigung der Partikel oder
durch Kühlen
des Arzneimittelbeschichtungsgemisches und Sieben hergestellt werden.
Alternativ dazu kann ein wässriges
Dispersionsverfahren verwendet werden, worin ein Arzneimittelpolymergemisch
in Wasser gesprüht
oder gegeben wird und die entstehenden Partikel gewonnen werden.
Die Arzneimittel-Polymerpartikel werden dann zu Tabletten verpresst.
-
Formulierungen,
die auf osmotischen Gradienten beruhen, werden ebenfalls verwendet,
um eine anhaltende Freisetzung des Arzneimittels bereitzustellen.
Typischerweise umfassen solche Formulierungen eine Membran, die
gegenüber
Wasser aber nicht dem Arzneimittel permeabel ist, welche den Arzneimittelkern
umgibt. Die Membran hat eine kleine Abgabeöffnung. Das Wasser fließt durch
die semi permeable Membran, löst das
Arzneimittel, das dann aus der Formulierung durch die Abgabeöffnung gepumpt
wird. Materialien, die als semipermeable Membran verwendet werden
können,
sind Polyvinylalkohol, Polyurethan, Celluloseacetat, Ethylcellulose
und Polyvinylchlorid.
-
Die
unmittelbar freisetzenden Tabletten der Erfindung sind für die orale
Verwendung vorgesehen.
-
Von
5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure wurde überraschenderweise
festgestellt, dass es beim Menschen eine Wirkdauer mit einer ausreichenden
Länge aufweist
und dass eine Einzeldosis von etwa 400 mg Arzneimittel pro Tag in
einer unmittelbar freisetzenden Tablette, die etwa 65 Gewichtsprozent an
5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure enthält, eine
wirksame, sichere, antiinflammatorische Behandlung über einen
Zeitraum von 24 Stunden bereitstellt. Ohne an eine Theorie gebunden
zu sein, legen klinische Daten nahe, dass der Effekt von 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)-phenylessigsäure auf
den Schmerz nicht direkt mit der Plasmakonzentration zusammenhängt, sondern
durch die Konzentrationen des Arzneimittels in einem Wirkungsbereich
gesteuert wird. Ein solches Arzneimittel ist insbesondere bei der
Behandlung von chronischen Indikationen brauchbar, wie rheumatoider
Arthritis und Osteoarthritis, wie auch Alzheimerscher Erkrankung
und Prophylaxe des Kolonkrebses, wobei das Arzneimittel jeden Tag
für die
gesamte Lebensdauer eingenommen werden muss, da die Kompliance viel
einfacher mit einer Dosierung einmal am Tag ist.
-
Es
wurde festgestellt, dass 400 mg an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure oder
eines Salzes hiervon als analgetische Dosis wirksam sind. Eine einzelne
400 mg Tablette, die leicht zu schlucken ist, verbessert die Kompliance
durch einen Behandlungsplan mit einer einmaligen 400 mg Behandlung
pro Tag.
-
Eine
brauchbare 400 mg Tablette hat eine Bröckeligkeit von kleiner oder
gleich 1%, wie zwischen 0,1% und 0,6% oder zwischen 0,4% und 0,6%,
eine Härte
zwischen 130 N und 260 N, eine Zerfallszeit von weniger als etwa
10 Minuten, setzt mindestens etwa 70% des Arzneimittels in 60 Minuten
bei 37°C
in 1000 ml an Phosphatpuffer mit pH 8 mit 0,1% Tween 80 frei und
erfordert eine Auswurfkraft aus der Tablettenpresse, in der sie hergestellt
wird, von weniger als etwa 1000 N.
-
Der
Widerstand der Tablette gegenüber
Absplittern, Abrasion oder Bruch hängt unter den Lager-, Behandlungs-,
Transport- und Gebrauchbedingungen vor der Verwendung von deren
Härte ab.
Das verwendete Gerät,
das zur Messung der Tablettenhärte
oder der Bruchstärke
verwendet wird, ist das Schleuunigergerät. Es werden Härtebestimmungen
ausgeführt,
während
die Tablette durch das Gerät
läuft,
um den Bedarf für Druckanpassungen
an der Tablettenmaschine vorzunehmen. Falls die Tablette zu hart
ist, kann sie nicht in der erforderlichen Zeitspanne zerfallen oder
die Auflösungsspezifikation
erfüllen,
falls sie zu weich ist, wird sie nicht der Bearbeitung während der
anschließenden
Prozessierung widerstehen, wie Beschichtungs- oder Verpackungs-
oder Transportvorgängen.
Die Härtespezifikationen
für die
erfindungsgemäßen Tabletten
haben ein Ziel von 190 N mit einem Bereich von 170 bis 220 N für einen
Durchschnitt von 20 Kernen mit einem einzelnen Bereich von 130 bis
260 N.
-
Wie
hierin verwendet, ist die Zerfallszeit die Zeit, bis eine Tablette
einen Zustand erreicht, bei dem jeder Rest der Tablette außer Fragmente
von unlöslichen
Beschichtungs- oder Kapselhüllen,
die auf dem Sieb des Testgeräts
bleiben, eine weiche Masse ohne einem spürbar harten Kern ist.
-
Das
Testgerät
besteht aus einem korbartigen Gestell, das 6 Plastikröhrchen hält, die
oben und unten offen sind, wobei der Boden der Röhrchen mit einem 10 Mesh Sieb
bedeckt ist, einem flachen 1000 ml Becher für die Immersionsflüssigkeit,
einer thermostatischen Vorrichtung zum Erhitzen der Flüssigkeit
zwischen 35 und 39°C
und einer Vorrichtung zur Erhöhung
und Absenkung des Korbes in der Immersionsflüssigkeit bei einer konstanten
Frequenz zwischen 29 und 32 Zyklen pro Minute über einen Abstand von nicht
weniger als 5,3 cm und nicht mehr als 5,7 cm. Das Volumen der Flüssigkeit
im Behälter
wird so gewählt,
dass am höchsten Punkt
der Aufwärtsbewegung
das Drahtsieb mindestens 2,5 cm unter der Oberfläche der Flüssigkeit bleibt und sich nicht
mehr als 2,5 cm zum Boden des Behälters bei der Abwärtsbewegung
absenkt. Die Zeit, die für
die Aufwärtsbewegung
erforderlich ist, ist gleich der Zeit, die für die Abwärtsbewegung erforderlich ist
und die Veränderung der Bewegungsrichtung ist ein sanfter Übergang,
statt eine abrupte Bewegungsumkehr. Die Korbanordnung bewegt sich
vertikal entlang der Achse. Es findet keine erkennbare horizontale
Bewegung oder eine Bewegung der Achse aus der Vertikalen statt.
Um den Zerfall zu testen, wird eine Tablette in jedes der 6 Röhrchen des
Korbs gegeben und das Gerät
wird mit Wasser als Immersionsflüssigkeit
betrieben, das bei 37°C gehalten
wird. Der Endpunkt des Tests wird angezeigt, wenn jeder Rückstand,
der verbleibt, eine weiche Masse ohne fühlbaren weichen Kern ist.
-
Die
erfindungsgemäßen Tabletten
haben solche Arzneimittelfreisetzungseigenschaften, dass in einem Lösungsmedium,
das aus 1000 ml an pH 8,0 Phosphatpuffer mit 0,1% Tween 80 besteht,
das bei 50 Upm gerührt
wird, sich zumindest 70% des Arzneimittels in 60 Minuten auflösen. Bevorzugter
lösen sich
75% des Arzneimittels in 15 Minuten auf.
-
Beispiel 1
-
Um
eine hohe Arzneimittelbeladung zu entwickeln, werden 400 mg der
Wirkstoffzusammensetzung, eine Granulierung mit hohen Scherkräften und
Sprühgranulierungsverfahren
parallel getestet. Die Arzneimittelsubstanz wird mit Povidonlösung granuliert.
Es werden Povidonkonzentrationen von 4% (96 Arzneimittelbeladung)
und 8% (92% Arzneimittelbeladung) verwendet. Die Granulierungen
werden getrocknet und durch ein Nr. 20 Mesh Sieb (0,84 mm) gemahlen.
Portionen der Granula, die auf dem 60 Mesh Sieb (0,25 mm) und 80 Mesh
Sieb (0,175 mm) zurückgehalten
werden, werden gemischt und auf einer Schneidpresse verpresst. Es wird
ein 11 mm Werkzeug mit flacher Oberfläche und konischen Kanten verwendet
und es werden Verpressungskräfte
verwendet, die von 2 bis 10 kN (Kilonewton) reichen, um ein Verpressungsprofil
zu erzeugen. Die Erhöhung
der Zugstärke
wird durch die Bestimmung der Härte
der Presslinge beim Zerbrechen ermittelt. Die Erhöhung der
Kraft von 2 kN auf 10 kN führt
zu härteren
Presslingen mit Zugstärken,
die von 78 N (Newtons) bis 137 N reichen. Die Evaluierungen werden
zweifach ausgeführt.
Die Zugstärke
der Presslinge, die mit 8% Povidon granuliert werden, ist leicht
höher,
als die der Presslinge, die mit 4% Povidon granuliert werden. Jedoch
besteht bei beiden Konzentra tionen kein wesentlicher Unterschied
in den Härtewerten,
die zwischen den Granula beobachtet werden, die entweder mit der
Sprühgranulierung
oder der Granulierung mit hohen Scherkräften hergestellt werden.
-
Es
werden weitere Experimente durch die Prozessierung dieser Granulierungen
in gängige
Formulierungen ausgeführt
und es wird die Verpressbarkeit evaluiert. Da es gewünscht wird,
eine so kleine Tablette wie möglich
zu machen, werden drei unterschiedliche Beladungsmengen evaluiert.
Es wird die Arzneimittelbeladung mittels 85%, 75% und 65% Wirkstoff
untersucht. Dies wird sowohl für
das Granulierungsverfahren mit den hohen Scherkräften als auch der Sprühgranulierung
ausgeführt.
Die Arzneimittelsubstanz wird mit einer Povidonlösung granuliert. Die Granulierung
wird dann getrocknet und gemahlen. Die folgenden Komponenten werden
extragranulär
zu den gemahlenen Granula zugegeben: Mikrokristalline Cellulose
(PH 102), Croscarmellose-Natrium und Magnesiumstearat. Die Mischungen
werden in einer Beta-Presse mittels einer geeigneten Werkzeuggröße verpresst
und es wird die Verpressbarkeit untersucht.
-
Die
höhere
Arzneimittelbeladung mit 85% Wirkstoff wird zuerst evaluiert. Die
erzeugten Kompressionsprofile zeigen, dass der Granulierungsprozess
mit hohen Scherkräften
zu härteren
Tabletten mit zunehmend angewendeten Kräften führt. Kompressionskräfte von
mehr als 12 Kilonewton (kN) verursachen eine Laminierung der Tabletten
mit 85% Wirkstoff. Als Vergleich wird die Laminierung bei Kräften von
mehr als 9 kN für
den Sprühgranulierungsansatz
beobachtet. Beide Formulierungen mit 85% Arzneimittelbeladung führen zu höheren Bröckeligkeitswerten
von mehr als 2% nach 200 Fallereignissen. Die Bröckeligkeit ist ein Maß der Zerbrechlichkeit
von Tabletten und wird gemessen, indem man die Tabletten bevor und
nachdem sie einem „Fallereignis" ausgesetzt wurden
wiegt und der Division der Differenz zwischen dem Tablettengewicht
vor dem Fallereignis und dem Tablettengewicht nach dem Fallereignis
durch das Tablettengewicht vor dem Fallereignis und der Multiplikation
mit 100. Die Bröckeligkeit
wird mittels eines Bröckeligkeitsgeräts gemessen,
das aus einer rotierenden Trommel besteht, die bei jeder Umdrehung
Tabletten, die hierin eingeschlossen sind, eine Strecke von 6 Inch
fallen lässt.
Typischerweise werden etwa 20 Tabletten für jeden Bröckeligkeitstest verwendet. Eine
annehmbare Bröckeligkeit
wird als weniger als 1% definiert. Demnach ist die Verpressbarkeit
bei 85% Arzneimittelbeladung nicht zufriedenstellend.
-
Es
wird die Arzneimittelbeladung mit 75% und 65% Wirkstoff evaluiert.
Der Ansatz mit den hohen Scherkräften
weist bei den angewendeten Kräften
eine bessere Verpressbarkeit auf, als der Sprühgranulierungsansatz. Die Tabletten
laminieren bei einer Zerstörung
mit einer Kraft von 16 kN für
den Prozess mit den hohen Scherkräften im Vergleich zu einer
Laminierung bei einer Kraft von 12 kN für den Sprühgranulierungsansatz. Obwohl
die Bröckeligkeitswerte
nach 500 Fällen
immer noch unannehmbar hoch sind, legen Daten aus diesen Experimenten
nahe, dass eine Arzneimittelbeladung mit 65% Tabletten mit zufrieden
stellenden Verpressbarkeitseigenschaften ergibt. Eine Granulierung
mit hohen Scherkräften
und 65% Arzneimittelbeladung wird für die weitere Formulierungsentwicklung
ausgewählt.
-
Die
Evaluierung der 400 mg Tablettenformulierungen basiert auf einem
Einheitsgewicht der Kerne von 615 mg, worin 400 mg Arzneimittelsubstanz
enthalten sind, was einer Arzneimittelbeladung von 65,04% entspricht,
wobei Povidon als Bindemittel verwendet wird. Das Zerfallshilfsmittel
(Croscarmellose-Natrium) wird in gleiche Teile in intragranuläre und extragranuläre Portionen
aufgeteilt. Die extragranuläre
Portion lässt
Tabletten zu Granula zerfallen und die intragranuläre Portion
reduziert die Granula zu noch feineren Partikeln, die eine Auflösung und
Freisetzung erleichtern. Der Füllstoff
mikrokristalline Cellulose (PH 102) wird extragranulär zugegeben,
wie auch Magnesiumstearat, das als Gleitmittel verwendet wird. Es
werden drei Formulierungsfaktoren in drei verschiedenen Mengen untersucht
und es werden 5 Reaktionen evaluiert. Diese sind in Tabelle 1 gezeigt.
-
Tabelle
1: Formulierungsvariablen und Reaktionen
-
Die
Tabletten werden formuliert, indem man zuerst das Polyvinylpyrrolidonbindemittel
in Wasser löst. Die
Arzneimittelsubstanz und Croscarmellose-Natrium werden zum Gral
Mischer gegeben und gemischt. Dieses Gemisch wird mittels der Polyvinylpyrrolidonlösung granuliert.
Die entstehende Nassgranulierung wird in einem Wirbelschichttrockner
getrocknet und mittels eines schwingenden 18 Mesh Siebs gesiebt.
Die mikrokristalline Cellulose (Avicel PH-102, NF) und Croscarmellose-Natrium
werden mittels eines 18 Mesh Siebs gesiebt, mit der gesiebten, getrockneten
Granulierung des Polyvinylpyrrolidons, der Arzneimittelsubstanz
und dem Croscarmellose-Natrium gemischt. Das entstehende Gemisch
wird dann mit Magnesiumstearat gemischt, das durch ein 18 Mesh Sieb
gesiebt wurde. Die entstehende schließliche Mischung wird dann auf
einer Tablettenpresse verpresst. Ein experimenteller Ansatz mit
8 Läufen
wird mit zwei gleichen Läufen
(7 und 8) ausgeführt.
Die Tabelle 2 zeigt die experimentellen Läufe.
-
Tabelle
2: Experimentelle Läufe
-
Die
folgenden Verfahrensbedingungen werden für alle 8 Experimente ähnlich gehalten.
Diese umfassen:
Ausrüstung:
10L Gralmischer, GPCG-1 Trockner, Frewitt Mühle, 4 Qt V-Mischer, Beta-Presse
Wassermenge:
18,5% der Gewichtssumme aus Arzneimittelsubstanz, Croscarmellose-Natrium
und Povidon.
Bindemittelzugabegeschwindigkeit: 3 Minuten und
30 Sekunden für
alle Ansätze
Granulierungszeit:
Zwischen 30 Sekunden bis 5 Minuten
Trocknungstemperatur: 50°C
Restfeuchte:
0,5 bis 2% (% LOD)
Maschenweite: US Standard Nr. 18 (1,0 mm)
Tablettenwerkzeug:
17 × 6,7
Ovaloid mit NVTRD entbeult auf einer Seite und 984 auf der anderen
Seite
Tablettenpresse: Beta-Presse mit einem durch Schwerkraft
befüllten
Rahmen
Tablettenpressgeschwindigkeit: 75–80 Upm
-
Es
werden Tabletten mit verschiedenen Kräften verpresst, um Kompressionsprofile
zu erzeugen. Die Kompressions- und Auswurfkräfte werden während der
Verpressung mittels einer Tablettenpresse mit Anzeigen verfolgt.
Die Bröckeligkeit,
Zerfallszeit und Auflösung
der Kerne wird ebenfalls evaluiert. Die Tabelle 3 zeigt die Daten
mit einer Kraft von 13–16
kN für
die 8 Experimente.
-
Tabelle
3: Physikalische Charakterisierungsdaten der Tabelle für experimentelle
Läufe
-
Die
Bröckeligkeit
wird nach 500 Fallereignisse gemessen und der annehmbare Auflösungsstandard beträgt 70% gelöst in 60
Minuten. Es wird beobachtet, dass Bindemittel und Zerfallshilfsstoff
einen signifikanten Effekt auf die Zerfallszeit, die Auflösung, die
Härte und
die Auswurfkräfte
haben. Trotz der unterschiedlichen Mengen an Bindemittel und Zerfallshilfsstoff
passieren alle Ansätze
den Auflösetest
(Q Punkt mit 70% freigesetztem Arzneimittel in 60 Minuten). Die
Gleitmittelmengen haben einen signifikanten Effekt auf die Bröckeligkeit
nach 500 Fällen,
aber keinen signifikanten Effekt auf die Auswurfkräfte. Für die weitere
Optimierung wird die Bröckeligkeit
optimiert, da diese Reaktion als am kritischsten für eine erfolgreiche
Maßstabsvergrößerung und
Entwicklung einer robust beschichteten Tablette betrachtet wird.
Eine Bröckeligkeit
von weniger als 1% (vorzugsweise etwa 0,4 bis 0,6%) nach 500 Fallereignissen
wird für
die Optimierung angestrebt. Die Tabelle 4 führt die Vorgaben für annehmbare
Tabletteneigenschaften auf.
-
Tabelle
4: Vorgaben für
die Tabletteneigenschaften
-
Tabelle
5: Optimierte Faktormengen und vorhergesagte Reaktionen
-
Es
wird eine optimierte Formulierung mit 6,55% Bindemittel, 4,26% Zerfallshilfsstoff
und 0,42% Gleitmittelmengen hergestellt, die die in Tabelle 6 angegebenen
Eigenschaften ergibt.
-
Tabelle
6: Beobachtete und vorhergesagte Werte der Eigenschaften für eine optimierte
Formulierung bei 14 kN Kompressionskraft
-
Die
optimierte Formulierung wird weiter auf Bröckeligkeit durch die Erhöhung der
Gleitmittelkonzentration auf 0,75% getrimmt. Die Härte, die
Auflösungs-
und Zerfalllszeiten werden durch die Erhöhung der Gleitmittelkonzentration
nicht beeinflusst. jedoch ist die Bröckeligkeit bei einer Kompressionskraft
von 14 kN höher. Die
Erhöhung
der Kompressionskraft auf 16 kN führt zu einer annehmbaren Bröckeligkeit
(0,47%).
-
Die
optimierte Formulierung wird in Tabelle 7 gezeigt mit einer Information über Prozentsatz
G/G und mg/Dosis. Dies ist ein großer Ansatz mit einer Ansatzgröße von 50
000 Tabletten, die in einem 75 l Gralmischer hergestellt werden.
Basierend auf Daten aus den Entwicklungsansätzen beeinflussen geringe Veränderungen in
den Konzentrationen nicht die gesamten Produkteigenschaften. Tabelle
7: Optimierte Formulierungszusammensetzung
- * Taucht nicht im Endprodukt auf. Prozentsatz
an zugegebenem Wasser, das für
die Granulierung verwendet wird, basierend auf dem Trockengewicht
der Arzneimittelsubtanz und Croscarmellose-Natrium.
-
Der
Ansatz wird wie oben beschrieben für die Entwicklungsansätze granuliert.
Die Granulierung wird auf einen Restfeuchtegehalt im Bereich von
1,5–2,5%
LOD (Trocknungsverlust) getrocknet. Der Formulierungsprozess ist
derselbe, wie für
die oben beschriebenen Entwicklungsansätze, außer dem zusätzlichen Beschichtungsschritt
mit Opadry in einer Beschichtungspfanne. Die Beschichtungspulver
(Opadry) werden mit gereinigtem Wasser unter Bildung einer 15% G/G
Beschichtungssuspension gemischt. Die Tabletten werden mit der Beschichtungssuspension
in einer Beschichtungspfanne mittels 60°C bis 75°C Einlasslufttemperatur filmbeschichtet.
Basierend auf den Bröckeligkeitsdaten
wird eine Zielhärte
von 190 N (170–210
N), die 18 kN Kraft (16 bis 20 kN) entspricht, zum Verpressen des
restlichen Ansatzes verwendet, was zu einer annehmbaren Bröckligkeit
(weniger als 0,5%) und zu Zerfallszeiten von weniger als 5 Minuten
führt.
Die Auswurfkraft beträgt
etwa 800 N während
des Verpressungslaufs. Dies zeigt, dass die Mischung ausreichend
geschmiert ist. Es wird kein Haften/Kleben auf den Stempeloberflächen nach
225 Minuten Verpressungslaufzeit beobachtet. Daher erhält man eine
kleinere Tablette mit einer höheren
Arzneimittelbeladung (65%) unter Verwendung eines Granulierungsprozesses
mit hohen Scherkräften
mittels eines 17 × 6,7
mm ovaloiden Werkzeugs unter Bildung von Tabletten mit einer annehmbaren
Härte,
Bröckeligkeit,
Zerfallszeit und Auflöseeigenschaften.
-
Zusätzlich können die
Tablettenformulierungen 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)benzylalkohol und/oder
5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)benzoesäure in einer
Menge zwischen etwa 0,01 und 2 Gewichtsprozent, genauer gesagt zwischen
etwa 0,1 und 1% enthalten. Daher betrifft eine weitere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eine pharmazeutische Zusammensetzung,
die eine wirksame Menge an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)phenylessigsäure und
zwischen 0,01 bis 2 Gewichtsprozent an 5-Methyl-2-(2'-chlor-6'-fluoranilino)benzylalkohol
enthält.