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Die
Erfindung bezieht sich auf einen getufteten oder gewobenen Teppich
mit einer Polyurethanrückseite
und auf Verfahren zur Herstellung eines solchen Teppichs.
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Getuftete
Teppiche werden hergestellt, indem Faserbündel durch einen ersten Rücken getuftet
werden und sie an den ersten Rücken
mit einer Grundbeschichtung befestigt werden. Die getufteten Teppiche
können auch
zusätzliche
Schichten, wie z. B. eine Laminatschicht, eine zweite Rückenschicht
und eine Schaumschicht aufweisen. Gewobene Teppiche werden oft auf ähnliche
Weise hergestellt, außer
dass die Faserbündel
durch den ersten Rücken
gewebt werden.
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Die
Grundbeschichtung verankert die Faserbündel an dem ersten Rücken, wodurch
gute Faserfestigkeit, wie z. B. gute Knötchenbildungsbeständigkeit
und Fusselbeständigkeit,
gute Faserbüschelbindung
und gute Ausfransbeständigkeit
der Kanten bereitgestellt wird. Zusätzlich wird der Grundbeschichtung
auch nachgesagt, dass sie zu anderen wünschenswerten Teppicheigenschaften,
wie z. B. Dimensionsstabilität,
Flammschutz, antimikrobieller/antifungizider Aktivität und Barrierefunktionalität gegenüber Flüssigkeit
beiträgt.
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Eine
Art von Grundbeschichtungssystem ist ein Polyurethan. Polyurethangrundbeschichtungssysteme
werden zum Beispiel in
US-Patent
Nr. 4,296,159 von Jenkines et al. und in
US-Patent Nr. 4,696,849 von Mobley
et al. beschrieben. Die Polyurethane, die in diesen Patenten beschrieben
sind, werden aus einer Polyisocyanat- und einer Polyolverbindung
gebildet. Die Polyolverbindungen, die am weitestverbreiteten in
Polyurethananwendungen, umfassend Teppichgrundbeschichtungen, verwendet
werden, sind Polyether- oder Polyesterpolyole, die hauptsächlich aus Öl-basierten
Ausgangsmaterialien stammen. Es ist wünschenswert, alle oder einen
Teil der konventionellen Öl-basierten
Polyole gegen ein alternatives Polyol zu ersetzen, das auf jährlich erneuerbarem
Ausgangsmaterial basiert. Preise für konventionelle Polyole neigen
dazu, mit dem Rohölpreis
zu schwanken, der zunehmend volatil wird wegen des Schwindens von
bestätigten
Reserven, erhöhten
globalen Bedarfs und eines unsicheren geopolitischen Klimas. Darüber hinaus
haben viele Länder
keine eigenen Ölreserven,
haben aber große
landwirtschaftliche Industrie, die Pflanzenöl-Ausgangsmaterialien zur Herstellung
alternativer Polyole herstellen könnten im Falle, dass diese
Polyole aus der Sicht technologischer und ökonomischer Standpunkte ein
gutes Leistungsprofil zeigen.
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Die
meisten Pflanzenöle
sind Mischungen aus Fettsäuretriglyceriden,
die keine isocyanatreaktive Funktionalität besitzen. Daher ist es notwendig,
die Triglyceride zu modifzieren, um die benötigten funktionellen Gruppen
einzuführen.
Dies wird im Allgemeinen erreicht, indem eine Umesterungsreaktion
zwischen einer Polyolverbindung und entweder dem Triglycerid selbst,
oder einer Fettsäure
oder einem Fettsäureester,
der aus den Triglyceriden erhalten wird, durchgeführt wird.
Diese Reaktion bringt Verbindungen mit einem oder zwei Fettsäureestergruppen
und einer oder mehreren freien Hydroxylgruppen hervor. Um die Hydroxylfunktionalität zu erhöhen, können die
Triglyceride oder korrespondierenden Fettsäuren „geblasen" werden oder mit feuchter Luft zur Reaktion
gebracht werden, um sie zu kuppeln.
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Diese ölbasierten
Polyole stellen selten einen Ersatz für die konventionellen Öl-basierten
Produkte in den meisten Polyurethananwendungen dar, die man einfach
gegeneinander austauschen kann. Hierfür gibt es eine Anzahl von Gründen. Ein
Problem ist, dass es schwierig war die Funktionalität (Anzahl
von Hydroxylgruppen pro Molekül)
in diesen Öl-basierten Polyolen
zu steuern. Viele Pflanzenöl-basierte
Polyole enthalten einen beträchtlichen
Anteil an Molekülen
mit 0 oder einer isocyanatreaktiven Gruppe. Diese Moleküle reagieren
entweder überhaupt
nicht mit dem Polyisocyanat oder agieren sonst als Kettenabbrecher,
die das Molekulargewicht und die Vernetzungsdichte des Polymers
verringern. Ein anderes Problem liegt darin, dass die Hydroxylgruppen
in Pflanzenölbasierten
Polyolen dazu neigen, unterschiedlich angeordnet zu sein, verglichen
mit Hydroxylgruppen in konventionellen Polyether- und Polyesterpolyolen.
In konventionellen Polyolen sind die Hydroxylgruppen meistens an
den Kettenenden lokalisiert. Pflanzenölbasierte Polyole, wie oben
beschrieben, haben für
gewöhnlich
Hydroxylgruppen, die nah beieinander sind und einen freien Kohlenwasserstoffschwanz, der
an einem Ende nicht isocyanatreaktiv ist. Dies führt zu großen Unterschieden in der Kettenstruktur
des Polyurethans.
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Ein
weiteres Problem besteht darin, dass Pflanzenöl-basierte Polyole Mischungen
aus Molekülen
sind, die wesentliche Variationen in ihren Strukturen aufweisen.
Das führt
zu noch weiteren Unterschieden in der Struktur des sich ergebenden
Polyurethans, verglichen mit Polyurethanen, die mittels konventionellen
Polyolen hergestellt werden. Die Variationen können zu Unvorhersehbarkeit
der Eigenschaften des Polyurethans führen. Darüber hinaus variieren Fettsäuren, die
in Pflanzenölen
enthalten sind, hinsichtlich ihrer Kettenlänge, Anzahl und Position von
ungesättigten
Stellen und/oder funktionellen Gruppen (wie z. B. Hydroxylgruppen)
unter den verschiedenen Pflanzenölsorten
und auch noch innerhalb von Chargen einer Ölsorte. Diese Variabilität führt zu noch
größerer Unvorhersehbarkeit
der Eigenschaften dieser Polyole.
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Es
wurde vorgeschlagen, bestimmte Pflanzenöl-basierte Polyole zu verwenden,
um Teppichgrundbeschichtungen herzustellen. Zum Beispiel schlagen
die veröffentlichten
US-Patentanmeldungen 2002/0121328 ,
2002/0119321 und
2002/0090488 vor, dass
bestimmte umgeesterte „geblasene" Pflanzenöle als die
Polyolkomponente eines getufteten Teppichgrundbeschichtungssystems
verwendet werden sollen. Allerdings hat sich die Eignung dieser
Polyole nicht etabliert, um kommerziell akzeptablen Teppich herzustellen,
es sei denn, wenn sie in relativ kleinen Mengen verwendet wurden.
Die Anforderungen an eine Teppichgrundbeschichtung sind besonders
hoch, verglichen mit vielen anderen Polyurethansystemtypen, da die
Grundbeschichtungsformulierung geeignete Topfzeit haben und schnell
aushärten
(um kommerziell brauchbare Bandgeschwindigkeiten zu erhalten), eine
bearbeitbare Viskosität
aufweisen, eine gute Tuftbindungsstärke bereitstellen und ein dimensionsstabiles
Teppichprodukt herstellen, gleichzeitig aber so günstig wie
möglich
sein muss.
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Entsprechend
ist es wünschenswert,
eine Polyurethangrundbeschichtungsformulierung für einen getufteten oder gewebten
Teppich herzustellen, die eine akzeptable Breite an Leistungseigenschaften
bereitstellt und gleichzeitig mindestens einige konventionelle Polyolmaterialien
gegen ein Pflanzenöl-
oder Tierfett-basiertes Polyol zu ersetzen.
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In
einem Aspekt der Erfindung bezieht sich die Erfindung auf einen
Teppich mit einem im Wesentlichen nicht-zellulären Teppichrücken aus
Polyurethan, wobei das Polyurethan das Reaktionsprodukt aus einer
Polyisocyanatkomponente und einer Polyolkomponente, die eine Mischung
von Isocyanat-reaktiven Materialien umfasst, wobei ein oder mehrere
ggf. alkoxylierte Fettsäureamidpolyole
etwa 5–70
Gew.-% der Isocyanat-reaktiven Materialien ausmachen, ist.
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In
einem zweiten Aspekt der Erfindung bezieht sich die Erfindung auf
einen Teppich umfassend (I) einen ersten Rücken, (II) ein Garn, das durch
den ersten Rücken
getuftet oder gewebt ist, wobei sich ein Gambündel auf der Unterseite des
resultierenden Teppichs bildet, und (III) ein Polyurethan, das auf
die Unterseite des Teppichs aufgebracht wird und dabei das Garnbündel an
den ersten Rücken
befestigt, wobei das Polyurethan das Reaktionsprodukt aus einer
Polyisocyanatkomponente und einer Polyolkomponente, die eine Mischung
aus Isocyanat-reaktiven Materialien umfasst, wobei ein oder mehrere
ggf. alkoxylierte Fettsäureamidpolyole
etwa 5–70
Gew.-% von den Isocyanat-reaktiven Materialien ausmachen, ist.
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In
einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich die Erfindung auf
ein Verfahren umfassend (I) Aufbringen einer Polyurethan-bildenden
Zusammensetzung auf die Unterseite eines Teppichs mit einem ersten Rücken und
mit einem Garn, das durch den ersten Rücken getuftet oder gewebt ist,
um ein Gambündel
auf der Unterseite des Teppichs zu bilden und (II) Aushärten der
Polyurethan-bildenden Zusammensetzung, um eine Polyurethanbeschichtung,
die das Gambündel
an den ersten Rücken
befestigt, zu bilden, wobei die Polyurethan-bildende Zusammensetzung
eine Polyisocyanatkomponente und eine Polyolkomponente, die eine Mischung
aus Isocyanat-reaktiven Materialien enthält, umfasst, wobei eine oder
mehrere ggf. alkoxylierte Fettsäureamidpolyole
etwa 5–70
Gew.-% der Isocyanat-reaktiven Materialien ausmachen.
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Es
wurde überraschenderweise
gefunden, dass ein Teppich, der die notwendigen Eigenschaftsstandards
für kommerzielle
Anwendungen erfüllt,
gemäß der Erfindung
hergestellt werden kann, indem ein signifikanter Anteil eines Polyols,
das aus jährlich
erneuerbarem Pflanzenöl
oder Tierfett stammt, verwendet wird.
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Der
Teppich umfasst einen ersten Rücken,
der viele Öffnungen
definiert, durch die eine Belagfaser getuftet oder gewebt wird,
um einen Teppichbelag herzustellen. Der erste Rücken ist im Allgemeinen in
der Form eines gewebten oder nicht gewebten lockeren Gewebes und
kann aus beliebigen kostengünstigen
Material, wie z. B. Jute, Polypropylen, Nylon, einem Polyester,
einem Polyacrylat, Baumwolle, Wolle oder anderem Material hergestellt
werden. Die Belagsfaser kann auch aus einem beliebigen kostengünstigen
Material wie z. B. Wolle, Baumwolle, Nylon, einem Polyester, einer
Acrylfaser, Polypropylen, Poylethylen, einer Mischung aus zwei oder
mehreren von irgendwelchen dieser Fasern, oder dergleichen sein.
Der primäre
Rücken
und die Belagsfaser sollten unter den Bedingungen, unter denen die
Polyurethangrundbeschichtung aufgetragen und gehärtet wird, stabil sein, so
dass der Teppich nicht abbaut oder deformiert wird. Die Belagsfaser
ist typischerweise in Form von Faserbündeln, die durch den primären Rücken getuftet
oder gewebt sind, um einen Teppichbelag und eine entgegengesetzte
Unterseite herzustellen.
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Eine
Polyurethan-bildende Zusammensetzung wird auf die Unterseite des
Teppichs aufgetragen, um die Faserbündel zu benetzen und sie an
dem ersten Rücken
zu befestigen. Dies wird günstigerweise
gemacht, indem auf einen Schlag eine Polyurethanbildende Zusammensetzung
auf die Unterseite des Teppichs aufgebracht wird und die Zusammensetzung
mechanisch über
die hintere Oberfläche
verteilt wird. Es ist oft günstig, die
Zusammensetzung vor dem Auftragen aufzuschäumen, da Schaumbildung die
Kontrolle des Beschichtungsgewichts erleichtert. Vorzugsweise wird
ein Rakel oder ähnlicher
Apparat verwendet, um die Polyurethan-bildende Zusammensetzung zu
verteilen, da dieses Verfahren die Polyurethan-bildende Zusammensetzung
mechanisch in und zwischen die Faserbündel drückt und in Kontakt mit dem
ersten Rücken
bringt, wodurch die Bindung zwischen den Fasern und dem ersten Rücken verbessert
wird. Ist die Polyurethan-bildende Zusammensetzung einmal aufgebracht
und verteilt, kann sie aushärten,
um ein Polyurethanpolymer zu bilden. Dieses Aushärten kann bei Raumtemperatur
(~22°C)
auftreten, allerdings ist es im Allgemeinen wünschenswert zu heizen, um das
Aushärten
zu beschleunigen. Eine geeignete Aushärttemperatur ist von 100–200°C, wie z.
B. von 110–150°C. Es ist
wünschenswert,
dass die Aushärtetemperatur
so ist, dass die Formulierung in 4 Minuten oder weniger, bevorzugt
in 2,5 Minuten oder weniger, und stärker bevorzugt in 2 Minuten
oder weniger zu einem klebfreien Zustand aushärtet.
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Das
Verteil- und Aushärteverfahren
entfernt im Allgemeinen die in der Polyurethanbildenden Zusammensetzung
eingefangenen Gase, falls die Zusammensetzung vor der Auftragung
aufgeschäumt
wird, außer wenn
die Zusammensetzung ein Tensid oder einen anderen Schaumstabilisator
enthält.
Es ist für
gewöhnlich bevorzugt,
dass die Grundbeschichtung nicht zellular ist.
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Es
sollte beachtet werden, dass mechanische Spannungen auf den Teppich
während
des Aufbringens und des Aushärtens
der Polyurethan-Grundbeschichtung minimiert werden, da diese Spannungen
häufig
zu anschließender
Dimensionsinstabilität
führen.
Der Teppich wird bevorzugt nicht mehr als 2%, und stärker bevorzugt
nicht mehr als 0,75%, entweder in Richtung des Schusses (Kreuzmaschine)
oder in Richtung der Kette (Maschine) während des Grundbeschichtungsverfahrens
gedehnt. Der Teppich kann leicht erwärmt werden bevor die Polyurethan-bildende
Zusammensetzung aufgetragen wird. Der Teppich ist bevorzugt trocken,
da Restfeuchte mit der Poyisocyanatkomponente der Polyurethan-bildenden
Zusammensetzung reagieren kann, was zur Gasbildung führt. Gasbildung
führt zur
Bildung einer zellulären
Struktur in der Grundbeschichtung oder an der Grenzfläche zwischen
der Grundbeschichtung und dem Teppich, was im Allgemeinen nicht
erwünscht ist.
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Die
Polyurethan-bildende Zusammensetzung umfasst eine Polyisocyanatkomponente
und eine Polyolkomponente. Die Polyisocyanat-Komponente umfasst
mindestens ein organisches Polyisocyanat, das ein polymeres Polyisocyanat,
ein aromatisches Isocyanat, cycloaliphatisches Isocyanat oder aliphatisches
Isocyanat sein kann. Beispiele geeigneter Polyisocyanate umfassen
m-Phenylendiisocyanat, Toluylen-2-4-diisocyanat, Toluylen-2-6-diisocyanat, Hexamethylen-1,6-diisocyanat,
Tetramethylen-1,4-diisocyanat, Cyclohexan-1,4-diisocyanat, Hexahydrotoluylendiisocyanat,
Naphthylen-1,5-diisocyanat, Methoxyphenyl-2,4-diisocyanat, Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat, 4,4'-biphenylendiisocyanat,
3,3'-Dimethoxy-4,4'-biphenyldiisocyanat, 3,3'-Dimethyl-4,4'-biphenyldiisocyanat,
3,3'-Dimethyldiphenylmethan-4,4'-diisocyanat, 4,4',4''-Triphenylmethantriisocyanat, ein Polymethylenpolyphenylisocyanat
(PMDI), Toluylen-2,4,6-triisocyanat und 4,4'-Dimethyldiphenylmethan-2,2',5,5'-tetraisocyanat.
Bevorzugt ist das Polyisocyanat Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat, Diphenylmethan-2,4'-diisocyanat, PMDI,
Toluylen-2,4-diisocyanat,
Toluylen-2,6-diisocyanat oder Mischungen daraus. Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat, Diphenylmethan-2,4'-diisocyanat und
Mischungen davon werden allgemein als MDI bezeichnet, und alle können verwendet
werden. Toluylen-2,4-diisocyanat, Toluylen-2,6-diisocyanat und Mischungen
davon werden allgemein als TDI bezeichnet, und können alle verwendet werden. Polyisocyanat-Verbindungen
oder Mischungen davon mit im Durchschnitt von etwa 1,8 bis etwa
2,5 Isocyanatgruppen pro Molekül
sind bevorzugt, insbesondere solche mit einem Durchschnitt von etwa
1,9 bis etwa 2,3 Isocyanatgruppen pro Molekül. Präpolymere, die durch Reaktion
eines stöchiometrischen Überschusses
eines beliebigen vorher genannten Polyisocyanats mit einer isocyanatreaktiven
Verbindung, wie solche, die weiter unten beschrieben werden, hergestellt
werden, können
auch verwendet werden.
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Die
Polyolkomponente umfasst eine Mischung aus isocyanatreaktiven Verbindungen.
Etwa 5–70%, zum
Beispiel 25–60%,
30–55%
oder 40–50%
des Gesamtgewichts an isocyanatreaktiven Verbindungen ist ein oder
mehrere Fettsäureamidpolyol(e).
Die Fettsäureamidpolyole
sind dadurch gekennzeichnet, dass sie durchschnittlich zwei oder
mehr Hydroxylgruppen pro Molekül
aufweisen und mindestens eine Amidgruppe (>N-C(O)-).
Sie besitzen eine gesättigte
oder ungesättigte
C9- oder höhere Kohlenwasserstoffgruppe,
die an das Carbonyl-C-Atom der Amidgruppe gebunden ist. Die Kohlenwasserstoffgruppe
kann zum Beispiel von 11–21
oder von 13–19
Kohlenstoffatome enthalten. Die Kohlenwasserstoffgruppe kann unsubstituiert
oder mit inerten Substituenten wie z. B. Ether oder Halogengruppen
substituiert sein. Eine einzelne Kohlenwasserstoffgruppe kann an
zwei oder mehr Amidgruppen oder an eine andere Kohlenwasserstoffgruppe über eine
Bindung wie zum Beispiel eine Ether-, Ester- oder eine Urethan-Gruppe
gebunden sein.
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Das
Fettsäureamidpolyol
kann hergestellt werden durch Reaktion einer Fettsäure oder
eines Fettsäureesters
mit einer Verbindung mit einer primären oder sekundären Aminogruppe
und zwei oder mehreren Hydroxylgruppen. Eine solche bevorzugte Verbindung
ist aufgrund seines günstigen
Preises und seiner leichten Verfügbarkeit
ein Alkanolamin. Bevorzugt hat das Alkanolamin zwei oder mehr Hydroxylgruppen.
Geeignete Alkanolaminverbindungen umfassen Diethanolamin, Diisopropanolamin,
Diisobutanolamin, Mischungen davon und dergleichen. Die Aminogruppe
reagiert mit der Säure-
oder Estergruppe der Fettsäure
(oder des Fettsäureesters),
um das entsprechende Amid zu bilden. Die Hydroxylgruppen, die gegenüber der
Fettsäure
oder dem Fettsäureester
weniger reaktiv sind, neigen dazu, nicht zu einem wesentlichen Ausmaß zu reagieren,
so dass die resultierende Amidverbindung freie Hydroxylgruppen,
die denen an der Alkanolaminverbindung entsprechen, enthält.
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Die
Fettsäure
stammt günstigerweise
aus einem Pflanzenöl
oder tierischem Fett. Pflanzenöle
und Tierfette sind zu großen
Anteilen Triglyceride einer Mischung von Fettsäuren. Die Fettsäuretypen
variieren je nach Pflanzen- oder Tierart und können zu einem gewissen Ausmaß auch innerhalb
einer speziellen Tier- oder Pflanzenart variieren. Fettsäuren können durch
Hydrolyse der Triglyceride erhalten werden, wodurch die Esterbindungen
gespalten werden und die Fettsäure
plus Glycerin erhalten werden. Fettsäureester können durch eine Umesterungsreaktion
zwischen dem Öl
oder Fett und einem niedrigen Alkohol, wie z. B. Methanol oder Ethanol,
erhalten werden. Normalerweise wird eine Mischung aus Fettsäuren erhalten,
deren Zusammensetzung über
das Ausgangsöl
oder Fett bestimmt wird. Die Fettsäuren variieren typischerweise
in ihrer Kettenlänge
und in der Anzahl an ungesättigten
Stellen. Fettsäuren,
die aus Maisöl,
Sojabohnenöl,
Canolaöl,
Erdnussöl, Rapsöl, Olivenöl und dergleichen
stammen, sind verwendbar. Es liegt auch innerhalb des Schutzbereichs
der Erfindung (obwohl weniger bevorzugt), ein sogenanntes „geblasenes" Pflanzenöl zu verwenden,
das mit heißer
Luft behandelt worden ist, um Fettsäuregruppen miteinander zu verbinden
und auf diese Weise ein größeres Molekül mit potenziell
höherer
Funktionalität
zu bilden.
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Ein
geeignetes Verfahren zur Herstellung des Amids wird zum Beispiel
in
GB 1,248,919 beschrieben, welches
hierin als Referenz eingefügt
ist. In dem Verfahren reagieren von etwa 0,8 bis 2,5 Mol Aminverbindung pro
Mol Fettsäure
oder Fettsäureester.
Das Reaktionsgemisch wird vorteilhafterweise auf eine erhöhte Temperatur
gebracht und bevorzugt wird ein reduzierter Druck für eine Dauer
von etwa 15 Minuten bis 5 Stunden angelegt. Kondensationsprodukte
(Wasser oder niederer Alkohol) werden bevorzugt während der
Reaktion entfernt, um die Reaktion am Laufen zu halten. Falls erwünscht, kann
die Reaktion angehalten werden bevor die gesamte Fettsäure oder
der gesamte Fettsäureester
verbraucht ist, wobei in diesem Fall das Reaktionsprodukt eine Menge
unreagierter Fettsäure
oder Fettsäureester
enthalten wird. Es ist bevorzugt, dass mindestens 50% der Fettsäure oder
des Fettsäureesters
verbraucht wird, zum Beispiel mindestens 60%, mindestens 75%, mindestens
85% oder mindestens 90%. Überschüssige Aminverbindung
kann, falls erwünscht,
in dem Amid zurückgelassen
oder entfernt werden. Falls es in dem Produkt zurückgelassen
wird, neigt es dazu, das Äquivalenzgewicht
zu verringern, die Funktionalität
zu erhöhen
und die Reaktivität
zu erhöhen.
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Die
resultierende Amidverbindung enthält typischerweise einen Kohlenwasserstoffschwanz
entsprechend dem des Fettsäureausgangsmaterials
und Hydroxylgruppen, deren Abstand voneinander in Beziehung steht
mit der Struktur der Ausgangsalkanolaminverbindung. Das Hydroxyläquivalentgewicht
liegt im Allgemeinen im Bereich von 125–225, bevorzugt bei etwa 150–200. Wenn
man die bevorzugten Dialkanolaminverbindungen verwendet, sind die
Hydroxylgruppen von dem Amid durch 5–9 Atome getrennt. Diese Trennung
kann, falls erwünscht,
durch Alkoxylierung des Amids erhöht werden. Alkoxylierung wird
günstigerweise
durch Reaktion des Amids mit einem Alkylenoxid, wie zum Beispiel
Ethylenoxid, Propylenoxid und/oder Butylenoxid in Gegenwart von
einem Polymerisationskatalysator, wie zum Beispiel einer starken
Base oder einem so genannten Doppelmetallcyanidkatalysator, durchgeführt. Alkoxylierung
bewirkt einen Anstieg des Hydroxyläquivalentgewichts und einen
Anstieg des Abstands zwischen den Hydroxylgruppen. Es wird bevorzugt,
die Amidverbindung zu einem Hydroxyläquivalentgewicht im Bereich
von etwa 250–1000,
insbesondere von etwa 250–500 und
insbesondere von etwa 250–375
zu alkoxylieren. Alkoxylierung wird bevorzugt durchgeführt mit
Ethylenoxid oder Propylenoxid, insbesondere Ethylenoxid, wenn das
resultierende Produkt ein Äquivalentgewicht
von etwa 500 oder weniger hat.
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Ein
kommerziell erhältliches
Amidmatertal, das nicht alkoxyliert ist, wird von Ele Corporation
unter dem Handelsnamen PEL-SOYTM verkauft.
Ein Typ von besonderem Interesse ist PEL-SOY 744, das zusätzlich etwa 9–10 Gew.-%
Glyzerin enthält.
Ein geeignetes ethoxyliertes Amidmaterial ist unter dem Handelsnamen PEL-AMID
auch bei Ele Corporation kommerziell erhältlich. Insbesondere geeignete
Typen sind PEL-AMID 676-A und PEL-AMID 676. Mischungen von alkoxylierten
und nicht-alkoxylierten Amiden können
verwendet werden. Ein Beispiel für
so eine Mischung wird als PEL-SOY 748 verkauft und ist eine Mischung
aus den PEL-AMID 676 und PEL-SOY 744-Materialien.
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Die
Polyolkomponente umfasst zusätzlich
zu der Amidverbindung andere isocyanatreaktive Materialien. Diese
anderen Materialien machen bis zu 95% des Gesamtgewichts aller isocyanatreaktiven
Materialien aus (umfassend die oben beschriebenen Amidmaterialien).
Diese anderen isocyanatreaktiven Materialien umfassen solche mit
durchschnittlich von 2–6,
insbesondere von 2–3
isocyanatreaktiven Gruppen pro Molekül. Die isocyanatreaktiven Gruppen
sind bevorzugt primäre
oder sekundäre Hydroxylgruppen,
können
allerdings Aminogruppen oder andere isocyanatreaktive Gruppen sein.
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Die
zusätzlichen
isocyanatreaktiven Materialien umfassen bevorzugt mindestens ein
Polyol mit einem Hydroxyläquivalentgewicht
von mindestens 500, insbesondere von etwa 500 bis etwa 1500, und
am stärksten bevorzugt
von etwa 800–1200.
Dieses Polyol hat bevorzugt eine nominale Funktionalität von 2
bis 3 und eine eigentliche Funktionalität im Bereich von 1,8 bis 3,0.
Die „nominale" Funktionalität ist die
Anzahl an funktionellen Gruppen, die man in dem Polyol erwartet,
wenn man von der Zusammensetzung der Ausgangsmaterialien ausgeht.
Die eigentliche Funktionalität
ist manchmal etwas niedriger, insbesondere bei Polyetherpolyolen,
die dazu neigen, einige terminale ungesättigte Bindungen zu enthalten,
die die durchschnittliche Funktionalität etwas verringern.
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Das
zusätzliche
Polyol mit hohem Äquivalentgewicht
kann ein Polyetherpolyol, wie zum Beispiel ein Polymer aus Ethylenoxid,
Propylenoxid, Tetrahydrofuran oder Butylenoxid, oder eine Mischung
aus zwei oder mehreren von diesen, sein. Insbesondere geeignete
Polyetherpolyole umfassen Propylenoxid-Polymere, statistische Copolymere
aus Propylenoxid und Ethylenoxid, insbesondere solche, die bis zu
etwa 15 Gew.-% Ethylenoxid statistisch enthalten und Oxyethylen-gekappte
Polymere von Propylenoxid-Polymer
oder statistischen Propylenoxid-Ethylenoxid-Copolymeren. Diese Polyole
werden günstigerweise
durch Zugabe des entsprechenden Alkylenoxids zu einem Initiatormaterial,
wie zum Beispiel einer niedermolekularen Verbindung, die zwei oder
mehrere Hydroxyl- und/oder
primäre
oder sekundäre
Amingruppen enthält,
hergestellt.
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Polyesterpolyole
können
auch als ein zusätzliches
Polyol mit hohem Äquivalentgewicht
verwendet werden.
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Das
zusätzliche
Polyol mit hohem Äquivalentgewicht
wird im Allgemeinen von etwa 10 bis etwa 80% des Gesamtgewichts
der isocyanatreaktiven Materialien ausmachen. Bevorzugt wird es
etwa 30–65
Gew.-% und insbesondere von etwa 40–60 Gew.-% der isocyanatreaktiven
Materialien ausmachen.
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Es
liegt auch innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung, dass eine
Menge eines Polyols aus einem gegebenenfalls umgeesterten „geblasenen" Pflanzenöls in der Polyolkomponente
umfasst wird. Diese Materialien werden zum Beispiel im
US Patent Nr. 6,180,686 und in der
veröffentlichten
Patentanmeldung
US 2002-0119321 beschrieben.
Diese Polyole werden hergestellt, indem Luft durch ein Pflanzenöl geleitet
wird, um Verunreinigungen zu entfernen und um es zu verdicken, wodurch
ein Produkt mit mindestens 0,7 OH-Gruppen/Molekül hergestellt wird. Dieses
Produkt wird gegebenenfalls mit einem kurzkettigen Polyol umgeestert, insbesondere
einem Addukt aus Glyzerin und einem Monosaccharid, um die Hydroxylfunktionalität zu erhöhen. Diese „geblasenen" Pflanzenölpolyole
können
Mischungen aus dem umgeesterten Produkts und nichtreagiertem kurzkettigen
Polyol sein. Wenn diese verwendet werden, können diese „geblasenen" Pflanzenölpolyole
bis zu 1 bis etwa 75% des kombinierten Gewichts aus „geblasenem" Pflanzenölpolyol
und dem oben beschriebenen Fettsäureamidpolyol
ausmachen. Es macht bevorzugt nicht mehr als etwa 30 Gew.-% aller
isocyanatreaktiven Materialien aus. Obwohl diese Erfindung nicht
durch irgendeine Theorie beschränkt
wird, wird angenommen, dass diese „geblasenen" Pflanzenölprodukte
dazu neigen, leicht sauer zu sein. Andererseits neigen die Fettsäureamidpolyole
dazu leicht basisch zu sein und die Anwesenheit der letzteren neigt
dazu, den pH-Wert der Polyolmischung zu erhöhen. Es wird ferner angenommen,
dass durch Erhöhung
des pH-Werts des Polyols insbesondere auf etwa 7,5–9,5 auf
diese Weise, eine gute Kombination aus geeigneter Reaktivität und guten
physikalischen Eigenschaften erhalten werden kann.
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Bevorzugt
ist auch ein Kettenverlängerer
in der Polyolzusammensetzung anwesend. Zu Zwecken der Erfindung
ist ein Kettenverlängerer
ein Material, das anders ist als das oben beschriebene Amid und
zwei isocyanatreaktive Gruppen pro Molekül und ein Aquivalentgewicht
pro isocyanatreaktiver Gruppe von etwa 30 bis 150 aufweist. Kettenverlängerer mit
zwei Hydroxylgruppen sind bevorzugt. Beispiele geeigneter Kettenverlängerer umfassen
Ethylenglykol, Diethylenglykol, Triethylenglykol, Propylenglykol,
Dipropylenglykol, Tripropylenglykol, 1,4-Dimethylolcyclohexan, Diethyltoluoldiamin,
1,4-Butandiol, 1,6-Hexandiol, 1,3-Propandiol, Amin-terminierte Polyether,
wie zum Beispiel Jeffamine D-400 von Huntsman Chemical Company,
Aminoethylpiperazin, 2-Methylpiperazin, 1,5-Diamino-3-methylpentan,
Isophorondiamin, Ethylendiamin, Hexandiamin, Hydrazin, Piperazin,
Mischungen davon und dergleichen. Aminkettenverlängerer können geblockt, eingekapselt oder
auf andere Weise weniger reaktiv gemacht, sein. Kettenverlängerer machen
vorteilhafterweise bis zu etwa 20%, insbesondere bis zu etwa 10%,
des kombinierten Gewichts aller isocyanatreaktiven Materialien aus.
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Es
liegt auch innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung, dass in der
Polyolzusammensetzung ein Vernetzer umfasst ist. Ein Vernetzer zum
Zwecke dieser Erfindung ist eine Verbindung mit drei oder mehr isocyanatreaktiven
Gruppen und einem Äquivalentgewicht
pro isocyanatreaktiver Gruppe von 150 oder weniger. Allerdings wird
vom Gebrauch von Vernetzern im Allgemeinen abgeraten, da der Gebrauch
dazu führt,
dass sich die Ecken vermehrt aufrollen. Deshalb werden Vernetzer
am stärksten
bevorzugt eliminiert oder in geringen Mengen verwendet. Die isocyanatreaktiven
Gruppen können
Hydroxyl, primäre
Amin- oder sekundäre Amingruppen
sein.
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Bevorzugt
sind die reaktiven Inhaltsstoffe (d. h. die Polyisocyanate und isocyanatreaktiven
Verbindungen) so ausgewählt,
dass sie zusammengenommen einen Durchschnitt von etwa 1,8 bis etwa
2,5, insbesondere von etwa 1,8 bis etwa 2,3 reaktive Gruppen pro
Molekül
aufweisen. Die leicht geringe durchschnittliche Funktionalität führt zu einem
Polyurethan, das höchstens
nur leicht vernetzt ist, was die Dimensionsstabilität des Teppichs
fördert,
wie sich an den geringen Werten für das Aufrollen der Kanten
zeigt.
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Am
stärksten
ist es bevorzugt, die reaktiven Komponenten und den Polyisocyanatindex
so auszuwählen,
dass eine ausgeglichene Gesamtfunktionalität bereitgestellt wird, wie
zum Beispiel in
US-Patent Nr. 4,696,849 beschrieben.
Eine besonders bevorzugte durchschnittliche eigentliche Funktionalität für die isocyanatreaktiven
Komponenten ist von 1,97 bis 2,03. Ein besonders bevorzugter Isocyanatindex
ist von 85 bis etwa 125. Es ist auch bevorzugt, dass mindestens
ein Polyol mit hohem Äquivalentgewicht,
das mindestens 30% primäre
Hydroxylgruppen enthält,
in der Zusammensetzung enthalten ist.
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Die
Polyurethan-bildende Zusammensetzung enthält bevorzugt einen Füllstoff,
der die Gesamtkosten reduziert und die Flammbständigkeit und andere physikalische
Eigenschaften verbessern kann. Der Füllstoff macht vorteilhafterweise
von etwa 20 bis etwa 80%, zum Beispiel von etwa 30 bis etwa 70,
50–65
oder 55–60 Prozent
des Gesamtgewichts der Polyurethan-bildenden Zusammensetzung aus.
Geeignete Füllmittel
enthalten Talk, Mica, Montmorillonit, Marmor, gemahlenen Glasgranit,
gemahlenes Glas, Kalziumcarbonat, Aluminiumtrihydrat, Kohlenstoff,
Aramid, Siliziumdioxid, Siliziumdioxidaluminium, Oxidzirkonium,
Oxidtalk, Bentonit, Antimontrioxid, Kaolin, Kohlebasierte Flugasche
und Bornitrid.
-
Die
Polyurethan-bildende Zusammensetzung enthält bevorzugt auch eine oder
mehrere Katalysatoren, die die Reaktion des Polyisocyanats mit den
isocyanatreaktiven Materialien beschleunigt. Geeignete Katalysatoren
umfassen tertiäre
Amine, organometallische Verbindungen oder Mischungen davon. Spezifische Beispiele
für diese
umfassen Di-n-Butyl-Zinn-Bis(mercaptoessigsäureisooctylester),
Dimethylzinndilaurat, Dibutylzinn-Dilaurat, Dibutylzinn-Diacetat, Dibutylzinn-Sulfid,
Zinnoctoat, Bleioctoat, Eisenacetylacetonat, Bismuthcarboxylate,
Triethylendiamin, N-Methylmorpholin, ähnliche Verbindungen und Mischungen
davon. Ein amingeblockter Zinn(IV)-Katalysator, wie zum Beispiel
solche, die in
US Patent Nr.
5,491,174 beschrieben sind, können verwendet werden. Vorteilhafterweise
wird so eine Menge Katalysator eingesetzt, dass eine relativ schnelle
Aushärtung
zu einem klebfreien Zustand erhalten werden kann, und wobei gleichzeitig
genügend Zeit
bleibt, die Polyurethanzusammensetzung zu dispensieren und über den
Teppichrücken
vor dem Aushärten
zu verteilen. Falls ein organometallischer Katalysator eingesetzt
wird, kann ein solches Aushärtungsverhalten
erhalten werden unter Verwendung von etwa 0,01 bis etwa 0,5 Gewichtsteilen
pro 100 Gewichtsteile der Polyurethan-bildenden Zusammensetzung.
Falls ein tertiärer
Aminkatalysator eingesetzt wird, stellt der Katalysator bevorzugt
ein geeignetes Aushärtungsprofil
unter Verwendung von etwa 0,01 bis etwa 3 Gewichtsteilen von tertiärem Aminkatalysator
pro 100 Gewichtsteile der Polyurethan-bildenden Zusammensetzung
bereit. Ein aminartiger Katalysator und ein organometallischer Katalysator
können
zusammen eingesetzt werden.
-
Andere
Additive können
verwendet werden, umfassend Flammschutzmittel, Pigmente, Antistatika, verstärkende Fasern,
Antioxidantien, Konservierungsstoffe, Säurefänger und dergleichen. Es ist
für gewöhnlich bevorzugt,
dass kein Treibmittel umfasst ist. Die Komponenten werden bevorzugt
getrocknet, um Restwasser zu entfernen. Die Polyurethan-bildende
Zusammensetzung enthält
bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-% Wasser, so dass eine gaserzeugende
Reaktion mit dem Polyisocyanat vermieden wird. Um eine nicht-zelluläre Beschichtung
bereitzustellen ist es bevorzugt, die Anwesenheit von Tensiden und
Schaumstabilisatoren zu eliminieren oder zu minimieren. Die Eliminierung
dieser Materialien erlaubt der Formulierung aufgeschäumt zu werden,
um das Beschichtungsgewicht besser zu steuern, während anschließend die
eingefangenen Gase entweichen können
bevor die Formulierung ausgehärtet
wird.
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Die
Polyurethanzusammensetzung wird günstigerweise in einer gemischten
Polyolkomponente, die alle isocyanatreaktiven Materialien und eine
Polyisocyanatkomponente umfasst, gemischt. Der Füller wird typischerweise in
die Polyolkomponente gemischt. Katalysatoren können entweder zur Polyol- oder
zur Polyisocyanatkomponente (bevorzugt zu der Polyolkomponente)
zugegeben werden oder in einen oder mehreren separaten Strömen zugegeben
werden. Die eingesetzte Polyisocyanatmenge ist günstigerweise ausreichend, um
einen Isocyanatindex, d. h. 100 Mal das Verhältnis von NCO-Gruppen zu isocyanatreaktiven
Gruppen im Reaktionsgemisch von etwa 95 bis etwa 140, bevorzugt
etwa 85 bis 125, und insbesondere von etwa 100 bis 115, bereitzustellen.
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Ein
günstiges
Beschichtungsgewicht ist von etwa 20 bis etwa 45 Unzen/Quadratyard
(0,68–1,53 kg/m2) und insbesondere von etwa 25 bis 35 Unzen/Quadratyard
(0,85–1,19
kg/m2). Bei solchen Beschichtungsgewichten
weist der grundbeschichtete Teppich vorteilhafterweise eine Tuftbindung,
gemessen gemäß als ASTM
D1335, von mindestens 10 lb (4,5 kg), stärker bevorzugt von mindestens
13 lb (5,9 kg), und noch stärker
bevorzugt von mindestens 15 lb (6,8 kg) auf. Auf das Beschichtungsgewicht
normiert, beträgt
die Tuftbindung vorteilhafterweise mindestens 0,40 lb/Unze/Quadratyard
(5,38 m–2),
bevorzugt mindestens 0,48 (6,46 m–2)
und stärker
bevorzugt mindestens etwa 0,52 kg/Unze/Quadratyard (7m–2)
mit Beschichtungsgewichten im Bereich von 25–35 Unzen/Quadratyard (0,85–1,19 kg/m2). Nasse Tuftbindungswerte sind vorzugsweise
mindestens 5,5 lb (2,5 kg), stärker
bevorzugt mindestens 8,8 lb (4 kg) und noch stärker bevorzugt mindestens 11 lb
(5 kg). Auf das Beschichtungsgewicht normiert (für Beschichtungsgewichte im
Bereich von 25–35
Unzen/Quadratyard (0,85–1,19
kg/m2), sind Nasstuftbindungen von mindestens
0,26 lb/Unze/Quadratyard (3,5 m–2),
wie zum Beispiel mindestens 0,35 (4,71 m–2)
oder mindestens 0,4 kg/Unze/Quadratyard (5,38 m–2)
erwünscht.
Nasse Tuftbindung wird gemäß ASTM D1335
nach Einweichen der Teppichprobe in Leitungswasser bei Raumtemperatur
für 20
Minuten gemessen.
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Der
grundbeschichtete Teppich weist wünschenswerterweise einen Wert
für das
Aufrollen der Kanten sowohl in der Maschinenrichtung, als auch in
der Kreuz-Maschinenrichtung von nicht mehr als 2,54 cm, bevorzugt
nicht mehr als 1,8 cm, stärker
bevorzugt nicht mehr als 1,3 cm und noch stärker bevorzugt von nicht mehr als
0,8 cm auf.
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Der
grundbeschichtete Teppich weist auch vorteilhafterweise ausgezeichnete
Beständigkeit
gegen Knötchenbildung
und Fusseln und hohes Ausfransen der Kanten auf (zum Beispiel mehr
als >0,8 kg, insbesondere
mehr als 1,0 kg oder mehr als 1,1 kg nach dem unten beschriebenen
Test). Der beschichtete Teppich weist bevorzugt einen „Handdruck" (ein Maß für Flexibilität wie unten
beschrieben) von 13,6 kg oder weniger auf. Der grundbeschichtete
Teppich weist vorteilhafterweise auch gute Brandbeständigkeit,
antimikrobielle/antifungizide Aktivität, eine geringe Gesamtmenge
an flüchtigen
organischen Komponenten innerhalb von 24 Stunden (TVOC), gute Barrierefunktionalität gegenüber Flüssigkeit,
die mit dem British spill passage test (United Kingdom Health Care
Specifications Method E) gemessen wird, und ausgezeichnete Beständigkeit
gegen Stühlerücken bezüglich Rückenablösung und
Ausfransen (gemessen gemäß der Feingeräte Baumberg
Rollstuhl-Testvorrichtung, ASTM D6962), auf.
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Der
erfindungsgemäße Teppich
kann zusätzliche
Komponenten zu den oben beschriebenen enthalten. Beispiele für diese
umfassen einen zweiten Rücken,
ein daran gebundenes Schaumkissen, ein nicht gewebtes zweites Gewebe,
eine Freisetzungsschicht, eine oder mehrere Feuchtigkeitsbarriereschichten
und dergleichen. Die Grundbeschichtungsformulierung, wie sie hierin
beschrieben ist, kann verwendet werden, um eine dieser zusätzlichen
Komponenten an die Teppichstruktur zu binden. Zum Beispiel kann
ein zweiter Rücken
vor dem Aushärtungsschritt
in die Grundbeschichtungsschicht gelegt werden. Anschließendes Aushärten der
Grundbeschichtungsschicht wird dann den zweiten Rücken an
den Teppich binden. Es ist möglich,
zuerst die Grundbeschichtung auf den zweiten Rücken aufzutragen und anschließend den
getufteten oder gewebten Teppich mit dem grundbeschichteten sekundären Rücken in
Kontakt zu bringen, bevor der Aushärtungsschritt erfolgt. Allerdings
erlaubt das letztere Verfahren oft keine gute Penetrierung der Grundbeschichtung
in und um die Faserbündel,
so dass im Ergebnis die Tuftbindungseigenschaften und andere Eigenschaften
manchmal darunter leiden.
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Daher
ist es bevorzugt, die Grundbeschichtungs- und Aushärteschritte
von Schritten, bei denen zweite Rücken und/oder andere Komponenten
an der Struktur befestigt werden, zu trennen. Entsprechend wird
in einem bevorzugten Verfahren die erfindungsgemäße Formulierung für die Grundbeschichtung
auf den Rücken des
Teppichs aufgetragen und so verteilt, dass sie durch und zwischen
die getufteten oder gewobenen Faserbündel penetriert, und ausgehärtet. Falls
es dann erwünscht
ist, diese Polyurethanformulierung (oder eine andere Polyurethanformulierung)
als eine Laminierungsschicht zum Anbringen eines zweiten Rückens oder
einer anderen Komponente zu verwenden, wird eine zusätzliche
Polyurethanschicht dann aufgetragen (auf die Grundbeschichtungsschicht
oder auf die andere Komponente), der Teppich und die andere Komponente
zusammengebracht und das Polyurethan ausgehärtet. Die erfindungsgemäßen Teppichrücken finden
insbesondere ihre Anwendung in der Teppichindustrie für den privaten
und kommerziellen Gebrauch sowie in Teppichware für Freizeit-Bereich,
wie zum Beispiel in Booten, Autos, Patios, synthetischem Gewebe,
etc. Eine bevorzugte Anwendung ist es, die Grundbeschichtungsformulierungen
dieser Erfindung als einheitliche „scrape-down" Beschichtungen für künstlichen
oder synthetischen Belag für
Football-Felder, Fussball-Felder und dergleichen zu verwenden.
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Die
folgenden Beispiele werden die Praxis der vorliegenden Erfindung
in ihren bevorzugten Ausführungsformen
veranschaulichen. Alle Teile und Prozente sind, wenn nicht anders
angegeben, auf das Gewicht bezogen. Wenn nicht anders angegeben,
sind alle Molekulargewichte hierin als gewichtsmittlere Molekulargewichte
angegeben.
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BEISPIELE
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Die folgenden Materialien werden in den
Beispielen eingesetzt:
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Fettsäureamidpolyol
A ist ein Reaktionsprodukt aus Sojafettsäuren mit Diethanolamin, das
zu einer Hydroxylzahl von 168 (annähernd 3 Mol Ethylenoxid/OH-Gruppe)
ethoxyliert ist. Dieses Material ist als PEL-AMID 676-A kommerziell
erhältlich
bei ELE Corporation.
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Fettsäureamidpolyol
B ist ein Reaktionsprodukt aus Sojafettsäuren mit Diethanolamin, gemischt
mit annähernd
10% Glycerin bis zu einer Hydroxylzahl von 440. Dieses Material
ist als PEL-SOY 744 kommerziell erhältlich bei ELE Corporation.
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Fettsäureamidpolyol
C ist ein Reaktionsprodukt aus Sojafettsäuren mit Diethanolamin, das
zu einer Hydroxylzahl von 110 ethoxyliert ist. Dieses Material ist
als PEL-AMID 676 kommerziell erhältlich
bei ELE Corporation.
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Fettsäureamidpolyol
D ist eine Mischung aus Fettsäureamidpolyolen
A und B. Die Mischung hat eine Hydroxylzahl von 191,5.
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Polyetherpolyol
A hat ein Molekulargewicht von 3000 und ist ein nominell trifunktionelles
statistisches Copolymer aus 92% Propylenoxid und 8% Ethylenoxid.
Es ist als Vorano® 9137CD Polyol kommerziell
erhältlich
bei Dow Chemical.
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Polyetherpolyol
B hat ein Molekulargewicht von 2000 und ist ein nominell difunktionelles
Polypropylenoxid. Es ist kommerziell erhältlich als Voranol® 9120A
Polyol bei Dow Chemical.
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Polyetherpolyol
C hat ein Molekulargewicht von 2000 und ist ein nominell difunktionelles
Poly(propylenoxid), das mit 12% Ethylenoxid gekappt ist; es ist
kommerziell erhältlich
als Voranol® 9287A
Polyol bei Dow Chemical.
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Kalziumcarbonat
A ist ein gebrochenes Kalziumcarbonat, das so gemahlen ist, dass
70 Gew.-% durch ein 325 Maschenfilter passen. Es ist kommerziell
erhältlich
als Georgia Marble D70 bei Georgia Marble Company.
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Kohlenflugasche
A wird als zurückgewonnener
Füllstoff
aus Kohlekraftwerken gewonnen. Es ist als CelceramTM PV14A
kommerziell erhältlich
bei Boral Material Technologies, Inc.
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Polyisocyanat
A ist eine 50/50 Mischung polymeren MDIs mit einem NCO-Gehalt von
32% und einer Funktionalität
von 2,3 und einem MDI Präpolymer
(181 I. E.). 2,4'-MDI
macht 14% des Gesamtgewichts an reinem MDI in dem polymeren MDI
aus. Das MDI-Präpolymer
wird aus Dipropylenglykol, Tripropylenglykol und einem reinem MDI,
das 2,6 Gew.-% des 2,4'-Isomers
enthält,
hergestellt. Polyisocyanat A ist kommerziell erhältlich bei Dow Chemical als
Isonate® 7594A.
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Katalysator
A ist eine Mischung aus 10% eines Dibutylzinndiisooctylmercaptoacetat-Katalysators mit verzögerter Wirkung,
kommerziell erhältlich
als FomrezTM UL6 bei General Electric Company,
in Polyetherpolyol C.
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Katalysator
B ist eine Mischung aus 20% eines Ethylendiamin-geblockten Dibutylzinndimaleat-Katalysators
in Polyetherpolyol C, erhältlich
als XUS14048.00 bei The Dow Chemical Company.
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Katalysator
C ist eine Mischung aus 20% Dibutylzinndilaurat (Dabco
TM T12,
von Air Products and Chemicals, Inc.) in Polyetherpolyol C. Beispiel 1 Eine Polyolmischung wird hergestellt durch
Mischen der folgenden Komponenten:
| Inhaltsstoff | Gewichtsteile |
| Fettsäureamidpolyol
A | 38 |
| Fettsäureamidpolyol
B | 3 |
| Polyetherpolyol
A | 49,5 |
| Dipropylenglykol | 9,5 |
| Kalziumcarbonat
A | 205 |
-
Die
kompoundierte Polyolmischung wird in einem Bereitschafts-/Betrebsbehälter eines
großtechnischen
Teppich beschichtungsapparates gefüllt. Polyisocyanat A, Katalysatormischung
A und Katalysatormischung B werden in separate Betriebsbehälter gefüllt.
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Ein
getufteter Teppich, der als Certificate Style 2680 (J&J Industries)
bezeichnet wird, wird mit der Oberfläche nach unten auf einen Spannrahmen
montiert. Die Kreuzmaschinenspannung wird so eingestellt, dass der
Teppich weniger als 0,75% in der Kreuzmaschinenrichtung gedehnt
wird.
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Zu
einem 14-Inch-Oakes-Mischer werden 17,03 kg/min kompoundierte Polyolmischung,
3,40 kg/min Polyisocyanat A, 54,5 g/min Katalysatormischung A, 81,6
g/min Katalysatormischung B und Druckluft zugeführt.
-
Die
mechanisch aufgeschäumte
Grundbeschichtung wird auf einen Schlag auf die entgegengesetzte Seite
des Teppichs aufgetragen und in die herausstehenden Faserbündel mit
einem Rakel verteilt. Der Teppich wird dann durch einen 135°C heißen Ofen
mit einer Rate, die eine Aufenthaltsdauer von 2 Minuten gewährleistet,
gefahren; in dieser Zeit entgast die Grundmischungsformulierung
vor der Aushärtung.
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Der
grundbeschichtete Teppich wird einen Tag bei ASTM D1335-Bedingungen
konditioniert und Beschichtungsgewicht, Handdruck, Tuftbindung,
Nasstuftbindung, Ausfransen der Kanten und Aufrollen der Kanten
werden gemessen. Tuftbindung wird gemäß ASTM D1335 gemessen. Nasse
Tuftbindung wird gemäß ASTM D1335
gemessen, nachdem die Probe zuerst in Leitungswasser mit Raumtemperatur
20 Minuten eingelegt worden ist.
-
Aufrollen
der Kanten wird gemessen, indem zunächst drei 2'' × 6'' (5 cm × 15 cm) Teppichproben 30 Sekunden
in Wasser mit Raumtemperatur untergetaucht werden. Überschüssiges Wasser
wird von den Proben abgeschüttelt
und die Proben werden mit der Oberfläche nach oben auf eine flache
Oberfläche
gelegt. Eine Platte wird über
die Probe gelegt, die ein Stück
von 2'' × 2'' (5
cm × 5
cm) freilässt.
Nach 30 Minuten wird der Abstand von der flachen Oberfläche zu der
Unterseite der äußeren freistehenden
Kante der Teppichprobe gemessen. Der Durchschnitt der drei Messungen
wird als das Aufrollen der Kanten angegeben.
-
Handdruck
wird durch einen Test gemessen, der das Drücken des Teppichs in eine Ecke
während
des Verlegens simuliert. Eine 9'' × 12'' (21,6
cm × 30,5
cm) Teppichprobe wird bei 50% relativer Luftfeuchtigkeit und 25°C für zwei Stunden
konditioniert. Der Teppich wird mit Oberfläche nach oben über einen
hohlen Zylinder mit einem inneren Durchmesser von 5,5'' (14 cm) gelegt. Eine Instron 4465-Zugmaschine
wird mit einer 1 kN Druck-/Dehnungsdose und einem Druckfuß mit einem äußeren Durchmesser
von 2,25'' (5,7 cm) ausgerüstet. Der
Druckfuß wird
dann 0,65 inch (1,65 cm) in den Teppich mit einer Rate von 12 inch
pro Minute (30 cm/Minute) gebohrt. Die Kraft bei 0,5 inch (1,27
cm) Auslenkung wird angegeben. Der Test wird drei oder mehrere Male
wiederholt, wobei der Teppich jedes Mal umgedreht wird. „Handdruck" ist der Durchschnitt
aus vier Messungen.
-
Ausfransen
der Ecken wird an Proben gemessen, die bei etwa 21°C und etwa
50% Luftfeuchtigkeit für 24
Stunden konditioniert wurden. Tuftreihen werden aus dem Teppich
gezogen, bis zwei komplette Reihen heruntergezogen sind. Etwa 1-1/2-2
inch (4–5
cm) einer dritten Reihe wird heruntergezogen, wobei die erhaltene teilweise
heruntergezogene Reihe auf der anderen Seite am Teppich bestehen
bleibt. Die Probe wird in die untere Backe einer Instron 4465-Zugmaschine,
ausgerüstet
mit einer 100 lb (45 kg) Spannungsdose, eingespannt und das freie
Ende der teilweise heruntergezogenen Tuftreihe wird in die obere
Backe gespannt. Die Backen werden dann mit einer Rate von 10 inch
(25,4 cm)/Minute auseinander gezogen. Die Kraft wird an drei zweiten
Proben gemessen und der Durchschnitt als Ausfransen der Kanten bezeichnet.
-
Die
Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. Tabelle 1
| Eigenschaft | Ergebnis |
| Beschichtungsgewicht,
Unzen/Quadratyard (kg/m2) | 34,1
(1,16) |
| Handdruck,
lb (kg) | 10,1
(4,59) |
| Tuftbindung,
lb (kg) | 18,9
(8,59) |
| Tuftbindung/Beschichtungsgewicht,
lb/Unzen/Quadratyard (m–2) | 0,55
(7,4) |
| Nasstuftbindung,
lb (kg) | 15,3
(6,95) |
| Nasstuftbindung/Beschichtungsgewicht,
lb./Unzen/Quadratyard (m–2) | 0,45
(6,0) |
| Nasstuftbindungsretention | 81% |
| Ausfransen
der Kanten, lb. (kg) | 2,8
(1,27) |
| Ausfransen
der Kanten, nass, lb. (kg) | 2,5
(1,13) |
| Aufrollen
der Kanten, inch (MD/CMD) (cm) | 0,1/0
(0,25/0) |
- MD-Maschinenrichtung; CMD-Kreuzmaschinenrichtung
-
Die
pflanzenölbasierten
Polyole machen 39% der isocyanatreaktiven Komponenten aus, 25,5%
aller reaktiven Materialien und 15,4% des Gesamtgewichts dieser
Polyurethanformulierung. Trotz des relativ hohen Anteils an pflanzenölbasierten
Polyolen stellt die Grundbeschichtung hervorragende Trocken- und
Nasstuftbindungseigenschaften, hervorragende Eigenschaften beim
Ausfransen der Kanten und beim Aufrollen der Kanten, bereit. Die
Formulierung härtet
innerhalb 2 Minuten bei 135°C
gut aus.
-
Beispiel 2
-
Fünf Polyolmischungen
werden gemäß Tabelle
2 (unten) hergestellt. Die Mischungen werden in einer Tasse mit
Katalysatoren und Polyisocyanaten, wie in Tabelle 2 angezeigt, gemischt,
sofort auf die untere Seite eines Certificate Style 2680 (J&J Industries)
getufteten Teppichs gegossen und in die herausstehenden Faserbündel mittels
eines Rakels verteilt. Der Teppich wird dann zwei Minuten in einen
135°C heißen Ofen
gelegt, Klebrigkeit wird überprüft, und
anschließend
wird weitere vier Minuten bei der gleichen Temperatur ausgehärtet. Der
Verlust der Klebrigkeit wird durch Draufdrücken eines behandschuhten Fingers
in die Grundbeschichtung, die oben auf dem Rücken der Teppichprobe liegt,
bestimmt. Die Probe wird als klebfrei bezeichnet, wenn kein Grundbeschichtungspolymer
an dem behandschuhten Finger kleben bleibt. Man lässt den
grundbeschichteten Teppich einen Tag bei ASTM-Bedingungen konditionieren;
Beschichtungsgewicht, Handdruck, Tuftbindung, Nasstuftbindung, Ausfransen
der Kanten und Aufrollen der Kanten wird untersucht. Ergebnisse sind
in Tabelle 3 gezeigt. Tabelle 2
| | Beispiel
Nr. |
| Komponente | 2A | 2B | 2C | 2D | 2E |
| Fettsäureamidpolyol
A | 46 | 36,8 | 29,4 | 23,5 | 18,8 |
| Fettsäureamidpolyol
B | 0 | 9,2 | 16,6 | 22,5 | 27,2 |
| Polyetherpolyol
A | 45,5 | 47,8 | 49,6 | 51,1 | 52,3 |
| Dipropylenglykol | 8,5 | 6,2 | 4,4 | 2,9 | 1,7 |
| Kalziumcarbonat
A | 205 | 205 | 205 | 205 | 205 |
| Katalysator
A | 0,45 | 0,45 | 0,45 | 0,45 | 0,45 |
| Wassergehalt
(geschätzt) | 0,06 | 0,06 | 0,06 | 0,06 | 0,06 |
| Polyisocyanat
A | 58,27 | 58,27 | 58,36 | 58,30 | 58,26 |
| Amidpolyol
in % bezogen auf isocyanatreaktive Materialien | 43,8 | 43,8 | 43,8 | 43,8 | 43,8 |
| Amidpolyol
in % bezogen auf Reaktanden | 28,2 | 28,2 | 28,2 | 28,2 | 28,2 |
| Amidpolyol
in % bezogen auf die Formulierung | 12,65 | 12,64 | 12,64 | 12,64 | 12,65 |
-
In
den Beispielen 2A–2E
wird das Gesamtgewicht an Amidpolyol konstant gehalten, obwohl der
relative Anteil des Fettsäureamidpolyols
B von Beispiel 2A–2E
ansteigt. Da Fettsäureamidpolyol
B einen geringen Anteil an Glycerin enthält, ist dessen Äquivalentgewicht
niedriger als das des Fettsäureamidpolyols
A. Um das Äquivalentgewicht
der Polyolkomponente annähernd
konstant zu halten, wird der Dipropylenglykol-Anteil von Beispiel
2A–2E
reduziert und die Menge an Polyoletherpolyol A wird leicht erhöht. Tabelle 3
| | Beispiel
Nr. |
| Eigenschaft | 2A | 2B | 2C | 2D | 2E |
| Gefüllte Polyolviskosität1 | 8.250 | 14.250 | 16.650 | 18.800 | 21.600 |
| Klebfrei-Zeit,
min.2 | < 2 | < 2 | < 2 | < 2 | < 2 |
| Beschichtungsgewicht,
Unzen/Quadratyard (kg/m2) | 36,9
(1,26) | 27,3
(0,93) | 26,5
(0,90) | 28,8
(0,98) | 26,6
(0,90) |
| Handdruck,
lb. (kg) | 6,3
(2,86) | 7,3
(3,32) | 8,9
(4,05) | 13,7
(6,23) | 13,6
(6,18) |
| Tuftbindung,
lb. (kg) | 15,1
(6,86) | 14,4
(6,55) | 14,8
(6,73) | 15,8
(7,18) | 13,0
(5,91) |
| Tuftbindung/Beschichtungsgewicht,
lb./ Unzen/Quadratyrad (m–2) | 0,41
(5,52) | 0,53
(7,13) | 0,56
(7,53) | 0,55
(7,40) | 0,49
(6,59) |
| Nasstuftbindung,
lb. (kg) | 9,6
(4,36) | 10,1
(4,55) | 10,2
(4,64) | 11,1
(5,05) | 11,6
(5,27) |
| Nasstuftbindung/Beschichtungsgewicht,
(lb.(Unzen/Quadratyard m–2) | 0,26
(3,50) | 0,37
(4,98) | 0,38
(5,11) | 0,39
(5,25) | 0,44
(5,92) |
| Nasstuftbindungsretention | 63,6 | 70,1 | 68,9 | 70,3 | 89,2 |
| Aufrollen
der Kanten, in (mm) | 0
(0) | 0,3
(0,76) | 0,5
(1,25) | 0,7
(1,78) | 0,7
(1,78) |
- 1 Brookfield Model
RVDVE115 #6 Spindel bei 20 Umdrehungen/min., 20°C. 2 Bei
130°C.
-
Die
Ergebnisse in Tabelle 3 zeigen, dass verschiedene Mischungen der
Fettsäureamidpolyole
verwendet werden können,
um Grundbeschichtungen mit akzeptablen Eigenschaften herzustellen,
die in einer hochgefüllten
Formulierung annähernd
28 Gew.-% an Amidpolyolen (ausgenommen Füllstoffe) enthalten. Insbesondere
stellt jede dieser Proben eine erwünschte Kombination aus kurzer
Klebfrei-Zeit, annehmbarer
Viskosität,
hohem Anteil an sojabasierten Polyolen, Tuftbindung und Aufrollen
der Kanten bereit. Tuftbindung steigt im Allgemeinen (normiert auf
das Beschichtungsgewicht), je mehr das Fettsäureamidpolyol B mit geringerem Äquivalentgewicht
verwendet wird. Allerdings" führt die
höhere
Funktionalität
des Materials zu vermehrtem Aufrollen der Kanten.
-
Beispiele 3–4 und Vergleichsproben A–C
-
Gemäß dem Verfahren,
beschrieben in Beispiel 2, werden verschiedene Sojabohnenbasierte
Polyolmaterialien bei einem Gehalt von –18,9% in einer Grundbeschichtungsformulierung
evaluiert. Die Mengen an Polyetherpolyol und Dipropylenglykol werden
variiert, um Polyolkomponenten mit annähernd identischen Äquivalentgewichten
bereitzustellen. Die Grundbeschichtungsformulierungen und Ergebnisse
sind in Tabellen 4 und 5 gezeigt. Tabelle 4
| | Beispiel/Vergleichsprobe
Nr. |
| Komponente | 3 | 4 | A* | B* | C* |
| Fettsäureamidpolyol
A | 30 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Fettsäureamidpolyol
B | 0 | 30 | 0 | 0 | 0 |
| Geblasenes
Sojabohnenöl1 | 0 | 0 | 30 | 0 | 0 |
| Hochfunktionalisiertes Rizinusöl2 | 0 | 0 | 0 | 30 | 0 |
| Niederfunktionalisiertes Rizinusöl3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 30 |
| Polyetherpolyol
B | 57,0 | 65,0 | 57,8 | 59,0 | 57,8 |
| Dipropylenglykol | 13,0 | 5,0 | 12,2 | 11,0 | 12,2 |
| Kalziumcarbonat
A | 205 | 205 | 205 | 205 | 205 |
| Katalysator
A | 0,45 | 0,45 | 0,45 | 0,45 | 0,45 |
| Wassergehalt
(geschätzt) | 0,06 | 0,06 | 0,06 | 0,06 | 0,06 |
| Polyisocyanat
A | 58,25 | 58,43 | 58,18 | 58,14 | 58,30 |
| Pflanzenöl-basiertes
Polyol in % bezogen auf isocyanatreaktive Komponenten | 30,0 | 30,0 | 30,0 | 30,0 | 30,0 |
| Pflanzenöl-basiertes
Polyol in % bezogen auf Reaktant | 18,9 | 18,9 | 18,9 | 18,9 | 18,9 |
| Pflanzenöl-basiertes
Polyol in % bezogen auf die Formulierung | 8,25 | 8,25 | 8,25 | 8,25 | 8,25 |
- 1 Ein geblasenes
Sojaöl-Polyol
mit einer OH-Zahl von 130, umgeestert mit einer Mischung aus Saccharose
und Glycerin, verkauft als SoyOylTM GC5N
durch Urethane Soy Systems Corporation. Die Menge an unreagiertem Pflanzenöl in diesem
Polyolreaktionsprodukt liegt bei etwa 30 Gew.-%. 2 Ein Rizinusölprodukt
mit einer Funktionalität
von 3,0. 3 Ein Rizinusöl, das chemisch modifiziert
ist, um die Hydroxylfunktionalität
auf etwa 1,7 zu verringern.
Tabelle 5 | | Beispiel
Nr. |
| Eigenschaft | 3 | 4 | A* | B* | C* |
| Viskosität des gefüllten Polyols,
cps1 | 11.050 | 11.500 | 42.650 | 10.750 | 6.950 |
| Klebfrei-Zeit,
min. | < 2 | < 2 | 4 | 2 | > 6 |
| Beschichtungsgewicht,
Unzen/Quadratyard (kg/m2) | 30,6
(1,04) | 33,1
(1,13) | 37,5
(1,28) | 35,0
(1,19) | 34,4
(1,17) |
| Handdruck,
lb. (kg) | 11,8
(5,36) | 14,6
(6,63) | 21,0
(9,54) | 17,5
(7,95) | 12,9
(5,86) |
| Tuftbindung,
lb. (kg) | 12,4
(5,45) | 17,3
(7,86) | 15,5
(7,05) | 22,7
(10,32) | 19,4
(8,64) |
| Tuftbindung/Beschichtungsgewicht,
lb/Unzen/Quadratyard (m–2) | 0,41
(5,52) | 0,52
(7,00) | 0,41
(5,52) | 0,65
(8,74) | 0,56
(7,53) |
| Nasstuftbindung,
lb. (kg) | 8,0
(3,64) | 13,4
(5,91) | 12,6
(5,73) | 20,3
(9,23) | 19,0
(8,63) |
| Nasstuftbindung/Beschichtungsgewicht,
lb./Unzen/Quadratyard (m–2) | 0,26
(3,50) | 0,40
(5,38) | 0,34
(4,57) | 0,58
(7,80) | 0,55
(7,40) |
| Nasstuftbindungsretention | 64,5 | 77,5 | 81,3 | 89,4 | 97,9 |
| Aufrollen
der Kanten, MD/CMD, in. (cm) | 0/0
(0/0) | 0,5/0 (1,25/0) | 0,5/0 (1,25/0) | 1,0/0
(2,5/0) | 0,3/0 (0,75/0) |
- 1 Brookfield Model
RVDVE115 Spindel #6 bei 20 Umdrehungen pro Minute und 20°C.
-
Wie
in Tabelle 5 gezeigt, weisen die Formulierungen die Fettsäureamidpolyol
enthalten, moderate Viskositäten
auf und haben kurze Klebfrei-Zeiten, gute Tuftbindung (sowohl nass
als auch trocken, normiert auf das Beschichtungsgewicht) und geringes
Aufrollen der Kanten. Im Vergleichsbeispiel A werden gute Tuftbindung
und Aufrollen der Kanten erhalten, allerdings ist die Viskosität der Polyolmischung
sehr hoch, auch wenn nur ein moderater Anteil an ölbasiertem
Polyol vorhanden ist. Vergleichsbeispiel A härtet sehr langsam aus, was
bedeutet, dass sich die Ofenzeiten erhöhen und entsprechend die Bandgeschwindigkeiten
verringern. Dies führt
dazu, dass sich die Formulierung sehr schwer kommerziell verarbeiten
lässt.
Vergleichsbeispiel B weist höhere
Werte beim Aufrollen der Kanten auf. Dies deutet an, dass der Teppich
während
und nach kommerziellen Verlegeverfahren in seiner Dimension eher
instabil ist. Im Vergleichsbeispiel C werden gute Ergebnisse für Viskosität, Tuftbindung
und Aufrollen der Kanten erhalten, allerdings sind die Aushärtungsraten
sehr langsam. Vergleichsbeispiel C muss mittels höherer Temperaturen,
mehr Katalysator und/oder langsameren Bandgeschwindigkeiten hergestellt
werden, um auf einer großtechnischen
Anlage verwendet zu werden. Sämtliche
dieser Variationen erhöhen
die Verarbeitungskosten.
-
Beispiel 5 und Vergleichsprobe D
-
Gemäß dem in
Beispiel 2 beschriebenen Verfahren wird eine geblasene Sojabohnenölbasierte
Formulierung (Vergleichsprobe D) mit einer erfindungsgemäßen Formulierung
(Beispiel 5) verglichen. Vergleichsprobe D stellt ein optimiertes
System dar, das versucht, sowohl den Gehalt an geblasenem Sojabohnenöl als auch den
Füllstoffgehalt
zu maximieren, während
minimal akzeptable Tuftbindung gewährleistet wird. Die Grundbeschichtungsformulierungen
und Ergebnisse sind in Tabellen 6 und 7 dargestellt. Tabelle 6
| | Beispiel/Vergleichsbeispiel
Nr. |
| Inhaltsstoff | 5 | D |
| Fettsäureamidpoiyol
D | 40 | 0 |
| geblasenes
Sojabohnenöl1 | 0 | 25 |
| Polyetherpolyol
A | 49,5 | 0 |
| Polyetherpolyol
C | 0 | 64,0 |
| Dipropylenglykol | 9,5 | 5,5 |
| Tripropylenglykol | 0 | 5,5 |
| Kalziumcarbonat
A | 205 | 160 |
| Katalysator
A | 0,005 | 0,6 |
| Katalysator
B | 0,3 | 0 |
| Katalysator
C | 0 | 0,6 |
| Polyisocyanat
A | 60,94 | 48,75 |
| Pflanzenöl-basiertes
Polyol in % bezogen auf isocyanatreaktive Komponenten | 40,4 | 25 |
| Pflanzenöl-basiertes
Polyol in % bezogen auf die Formulierung | 25,5 | 16,8 |
| %
Füllstoff | 56,0 | 51,8 |
- 1 Siehe Bemerkung
1, Tabelle 4.
Tabelle 7 | | Beispiel
Nr. |
| Eigenschaft | 5 | D* |
| Viskosität des gefüllten Polyols1 | 12,400 | 9,900 |
| Klebfrei-Zeit,
min. | 2,5 | 4 |
| Beschichtungsgewicht,
Unzen/Quadratyard (kg/m2) | 33,2
(1,13) | 26,5
(0,90) |
| Handdruck,
lb. (kg) | 16,0
(7,27) | 5,5
(2,5) |
| Tuftbindung,
lb. (kg) | 16,8
(7,63) | 9,5
(4,32) |
| Tuftbindung/Beschichtungsgewicht,
lb./Unzen/Quadratyard (m–2) | 0,51
(6,86) | 0,36
(4,84) |
| Nasstuftbindung,
lb. (kg) | 13,4
(6,09) | 7,2
(3,27) |
| Nasstuftbindung/Beschichtungsgewicht,
lb./Unzen/Quadratyard (m–2) | 0,40
(5,38) | 0,27
(3,63) |
| Nasstuftbindungsretention | 79,8 | 75,8 |
| Ausfransen
der Kanten, lb. (kg) | 2,1
(0,95) | 1,5
(0,68) |
| Ausfransen
der Kanten, nass, lb. (kg) | 1,5
(0,68) | 1,1
(0,50) |
| Aufrollen
der Kanten, MD, in. (cm) | 0,3 | 0,2 |
- 1 Brookfield Model
RVDVE115 Spindel #6 bei 20 Umdrehungen pro Minute und 20°C.
-
Beispiel
5 zeigt bessere Trocken- und Nasstuftbindung sowohl absolut als
auch bei den gewichtsnormierten Werten und weist auch eine deutlich
schnellere Aushärtezeit
auf verglichen mit Vergleichsprobe D. Diese Verbesserungen werden
erhalten bei gleichzeitig höherem
Gehalt an Pflanzenöl-basiertem
Polyol und an Füllstoff.
-
Beispiele 6–9 und Vergleichsprobe E
-
Gemäß dem in
Beispiel 2 beschriebenen Verfahren wird eine auf geblasenem Sojabohnenöl-basierte Formulierung
(Vergleichsprobe E) verglichen mit den erfindungsgemäßen Formulierungen
(Beispiele 6–8),
bei denen das geblasene Sojabohnenöl-Polyol und Fettsäureamidpolyol
in verschiedenen Anteilen verwendet werden. Die Grundbeschichtungsformulierungen
und Ergebnisse sind in Tabellen 8 und 9 gezeigt. Tabelle 8
| | Beispiel/Vergleichs
beispiel Nr. |
| Inhaltsstoff | E* | 6 | 7 | 8 | 9 |
| Fettsäureamidpolyol
D | 0 | 10,0 | 20,0 | 30,0 | 41,0 |
| Geblasenes
Sojabohnenöl1 | 40,0 | 30,0 | 20,0 | 10,0 | 0 |
| Polyetherpolyol
A | 25,0 | 25,0 | 25,0 | 25,0 | 25,0 |
| Polyetherpolyol
B | 20,0 | 22,0 | 23,0 | 24,0 | 24,5 |
| Dipropylenglykol | 15,0 | 13,0 | 12,0 | 11,0 | 9,5 |
| Kohleflugasche
A | 200 | 200 | 200 | 200 | 200 |
| Katalysator
A | 0,45 | 0,45 | 0,45 | 0,45 | 0,45 |
| Polyisocyanat
A | 57,3 | 56,5 | 58,5 | 60,3 | 61,4 |
- 1 Ein geblasenes
Sojaölpolyol
mit einer OH-Zahl von 50, das umgeestert ist mit einer Mischung
aus Saccharose und Glycerin, verkauft als SoyOylTM R2-052
durch Urethane Soy Systems Corporation. Die Menge an unreagiertem
Pflanzenöl
in diesen Polyolreaktionsprodukt liegt bei etwa 20 Gew.-%
Tabelle 9 | | Beispiel
Nr. |
| Eigenschaft | D* | 6 | 7 | 8 | 9 |
| Polyolmischung
pH | 5,2 | 7,3 | 7,9 | 8,5 | 9,1 |
| Viskosität des gefüllten Polyols1 | 8759 | 7500 | 6500 | 5100 | 3000 |
| Klebfrei-Zeit,
min. | 3 | 2/75 | 2,5 | 2,25 | 1,5 |
| Gelzeit,
min.2 | 9,5 | 6,75 | 5,75 | 4,75 | 2 |
| Beschichtungsgewicht,
Unzen/Quadratyard (kg/m2) | 28,7
(0,98) | 27,4
(0,99) | 29,5
(1,00) | 29,6
(1,01) | 30,0
(1,02) |
| Handdruck,
lb. (kg) | 15,2
(6,9) | 14,6
(6,6) | 15,7
(7,1) | 15,5
(7,0) | 8,2
(3,7) |
| Tuftbindung,
lb. (kg) | 14,4
(6,5) | 13,8
(6,3) | 15,6
(7,1) | 19,2
(8,7) | 14,3
(6,5) |
| Tuftbindung/Beschichtungsgewicht,
lb./Unzen/Quadratyard (m–2) | 0,5
(6,7) | 0,5
(6,7) | 0,5
(6,7) | 0,5
(6,7) | 0,3
(4,2) |
| Nasstuftbindung,
lb. (kg) | 12,2
(5,5) | 11,1
(5,0) | 11,4
(5,2) | 12,7
(5,8) | 10,5
(4,8) |
| Nasstuftbindung/Beschichtungsgewicht,
Unzen/Quadratyard (m–2) | 0,4
(5,4) | 0,4
(5,4) | 0,4
(5,4) | 0,4
(5,4) | 0,35
(4,7) |
| Nasstuftbindungsretention | 84,7 | 80,4 | 73,1 | 66,1 | 73,4 |
- 1 Brookfield Modell
RVDVE115 Spindel #6 bei 20 Umdrehungen pro Minute und 20°C. 2 Zeit nach Mischen der Polyolseite mit dem
Poyisocyanat, bis die Reaktionsmischung eine Viskosität von 20.000
cps, gemessen mittels eines Brookfield Modells RVDVE115 Spindel
#6 bei 20 Umdrehungen pro Minute und 20°C, erreicht.
-
Beispiele
6–9 zeigen,
dass, wenn das Fettsäureamidpolyol
mit dem geblasenen Sojapolyol gemischt wird, substantielle Verbesserungen
in der Gelzeit und Klebfrei-Zeit beobachtet werden und die Eigenschaften des
erhaltenen Teppichs vergleichbar sind.
-
Aus
dem Vorhergehenden geht hervor, dass zahlreiche Variationen und
Modifikationen gemacht werden können,
ohne den wahren Geist und den Schutzbereich der neuen Erfindungskonzepte
zu verlassen.