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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Servolenkvorrichtung
gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1, wie in der
EP-A-1
172 278 offenbart.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen eine elektrische Servolenkvorrichtung,
die so konfiguriert ist, dass sie eine Antriebskraft, die von einem
elektrischen Motor erzeugt wird, als eine Lenkhilfskraft auf einen
Lenkmechanismus überträgt.
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Üblicherweise
werden elektrische Servolenkvorrichtungen verwendet, die so konfiguriert sind,
dass sie eine Lenkhilfe durch mechanisches Übertragen einer Antriebskraft,
die von einem elektrischen Motor erzeugt wird, auf einen Lenkmechanismus
mittels eines Getriebemechanismus (eines Untersetzungsmechanismus)
oder eines Direktantriebssystems ausführen.
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In
derartigen elektrischen Servolenkvorrichtungen sind Hilfscharakteristiken
zum Bestimmen der Beziehung zwischen einem Lenkmoment, das an ein Lenkrad
angelegt wird, und einem Hilfsmomentzielwert, der von dem elektrischen
Motor an den Lenkmechanismus gegeben wird, zuvor bestimmt, und sind
in einem Speicher als ein Hilfskennfeld bzw. eine Hilfstabelle gespeichert.
Der Hilfsmomentzielwert, der dem Lenkmoment entspricht, wird aus
dem Hilfskennfeld ausgelesen und der elektri sche Motor wird angesteuert
bzw. angetrieben und gesteuert auf der Grundlage des ausgelesenen
Hilfsmomentzielwertes.
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Die
Hilfscharakteristiken werden so bestimmt, dass, je größer das
Lenkmoment ist, desto größer der
Hilfsmomentzielwert wird, wie in 7 dargestellt
ist. Beispielsweise ist ein positiver Wert dem Lenkmoment bezüglich einer
Lenkrichtung nach rechts zugeordnet, wobei ein negativer Wert dem Lenkmoment
bezüglich
einer Lenkrichtung nach links zugeordnet ist. Die Hilfscharakteristiken
sind derart bestimmt, dass ein positiver Wert des Hilfsmomentzielwertes
dem Lenkmoment entspricht, das den positiven Wert annimmt, und ein
negativer Wert des Hilfsmomentzielwertes dem Lenkmoment entspricht, das
den negativen Wert annimmt.
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Wenn
der Hilfsmomentzielwert ein positiver Wert ist, wird eine derartige
Lenkhilfskraft auf den Lenkmechanismus ausgeübt, dass ein lenkbares Rad
nach rechts gelenkt wird. Umgekehrt, wenn der Hilfsmomentzielwert
ein negativer Wert ist, wird eine derartige Lenkhilfskraft auf den
Lenkmechanismus ausgeübt,
dass ein lenkbares Rad nach links gelenkt wird. Wenn das Lenkmoment
einen Wert in einer Totzone in der Nähe von Null annimmt, wird der
Hilfsmomentzielwert auf Null gesetzt.
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In
derartigen elektrischen Servolenkvorrichtungen, auf die derartige
Hilfscharakteristiken angewendet werden, wird, wenn ein Rücklenken
ausgeführt
wird, um ein Lenkrad zu einem Lenkwinkelmittelpunkt zu rotieren,
ein derartiges Lenkgefühl
(ein so genanntes Federgefühl)
erzeugt, dass das Lenkrad zu dem Lenkwinkelmittelpunkt stärker zurückgeführt wird,
als der Fahrer beabsichtigt. Das heißt, wenn ein Rücklenken
ausgeführt
wird, wird ein Lenkmoment reduziert und dementsprechend eine Hilfskraft
reduziert. Demgemäß wird das
Lenkrad zu dem Lenkwinkelmittelpunkt stark zurückgeführt, und zwar durch ein umgekehrtes
Eingangssignal ausgehend von dem lenkbaren Rad.
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Dieses
Problem kann durch Vergrößern der Steigung
einer Hilfscharakteristikkurve gelöst werden, so dass ein größerer Hilfsmomentzielwert
relativ zu dem Lenkmoment eingestellt wird. In diesem Fall jedoch
ist ein Ansprechgefühl
bzw. ein Ansprechverhalten zum Zeitpunkt des Einlenkens vermindert.
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Daher
hat der Anmelder der vorliegenden Erfindung in der
japanischen Patentanmeldung Nr. 2002-160061 ,
die früher
angemeldet wurde, jedoch nach dem Prioritätstag der vorliegenden Anmeldung veröffentlicht
wurde, vorgeschlagen, eine Referenzhilfscharakteristik auf der Grundlage
der Lenkgeschwindigkeit zu korrigieren, um eine elektrische Servolenkvorrichtung
bereitzustellen, die so konfiguriert ist, dass eine Lenkhilfe gemäß korrigierten
Hilfscharakteristiken, die durch die Korrektur erhalten werden,
ausgeführt
wird.
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In
der elektrischen Servolenkvorrichtung gemäß der früheren Anmeldung werden Referenzhilfscharakteristiken
entlang der Koordinatenachse eines Lenkmomentes in Abhängigkeit
von einer Lenkgeschwindigkeit verschoben, wodurch korrigierte Hilfscharakteristiken
erhalten werden. Genauer gesagt, die Verschiebungsrichtung und der
Verschiebungswert der Referenzhilfscharakteristiken werden variabel
eingestellt, beispielsweise in Abhängigkeit von der Richtung der
Lenkgeschwindigkeit (gleich einer Lenkrichtung) und deren Größe. Zum
Beispiel werden die korrigierten Hilfscharakteristiken festgestellt
durch Verschieben der Referenzhilfscharakteristiken in der positiven
Richtung auf der Achse des Lenkmomentes, wenn die Lenkgeschwindigkeit
einen positiven Wert annimmt, während
die Referenzhilfscharakteristiken in der negativen Richtung auf der
Achse des Lenkmomentes verschoben werden, wenn die Lenkgeschwindigkeit
einen negativen Wert annimmt, sowie durch Bestimmen des Verschiebungswertes
derart, dass der Verschiebungswert monoton (zum Beispiel linear)
in Abhängigkeit
von dem absoluten Wert der Lenkgeschwindigkeit zunimmt.
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Ein
Motorantriebszielwert wird gemäß der derart
erhaltenen korrigierten Hilfscharakteristiken eingestellt, wodurch
es möglich
wird, Hilfscharakteristiken einzustellen, die sich zu der Zeit des
Einlenkens und des Rücklenkens
unterscheiden. Folglich kann ein ausreichendes Ansprechverhalten
zu der Zeit des Einlenken erreicht werden, und eine ausreichende
Lenkhilfskraft wird auf einen Lenkmechanismus zu der Zeit des Rücklenkens übertragen,
wodurch es möglich
wird, ein derartiges unerwünschtes Gefühl (Federgefühl) aufzuheben,
dass ein Lenkrad zu einer neutralen Position starker zurückgeführt wird als
ein Fahrer beabsichtigt.
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In
einer derartigen Konfiguration jedoch variiert der Lenkaufwand des
Fahrers auf das Lenkrad in Abhängigkeit
von der Lenkgeschwindigkeit. Daher ist eine Abstimmung zum Optimieren
der Referenzhilfscharakteristiken für jeden Fahrzeugtyp schwierig.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische Servolenkvorrichtung
bereitzustellen, bei der ein gutes Lenkgefühl realisiert werden kann und
Hilfscharakteristiken leicht abzustimmen sind.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch eine elektrische Servolenkvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung,
die eine Vorrichtung zum Ausführen
einer Lenkhilfe durch Übertragen
einer Antriebskraft, die von einem elektronischen Motor erzeugt
wird, auf einen Lenkmechanismus gemäß Anspruch 1 ist. Die Vorrichtung
umfasst einen Betätigungswertsensor zum
Erfassen eines Betätigungswertes
eines Betätigungselementes
zum Lenken eines Kraftfahrzeuges; einen Referenzhilfscharakteristikeinstellabschnitt zum
Einstellen von Referenzhilfscharakteristiken, die Referenzhilfscharakteristiken
eines Motorantriebszielwertes sind, und zwar entsprechend dem Betätigungswert,
der durch den Betätigungswertsensor
erfasst wird; einen Motorantriebszielwerteinstellabschnitt zum Einstellen
des Motorantriebszielwertes entsprechend dem Betätigungswert, der durch den Betätigungswertsensor
erfasst ist, und zwar gemäß korrigierten
Hilfscharakteristiken, die durch Verschieben der Referenzhilfscharakteristiken,
die erhalten werden durch den Referenzhilfscharakteristikeneinstellabschnitt,
eingestellt sind, entlang der Koordinatenachse des Betätigungswertes;
und einen Motoransteuerungsabschnitt zum Ansteuern des elektrischen
Motors auf der Grundlage des Motorantriebszielwertes, der durch
den Motorantriebszielwerteinstellabschnitt eingestellt ist. Die
Vorrichtung umfasst weiterhin einen Verschie bungswerteinstellabschnitt zum
Einstellen, wenn ein Einlenken zum Betätigen des Betätigungselementes
in einer Richtung weg von einem Lenkwinkelmittelpunkt ausgeführt wird,
des Verschiebungswertes der korrigierten Hilfscharakteristiken mit
Bezug auf die Referenzhilfscharakteristiken auf Null, wobei, wenn
ein Rücklenken
zum Betätigen
des Betätigungselementes
zu einem Lenkwinkelmittelpunkt hin ausgeführt wird, der Verschiebungswert
der korrigierten Hilfscharakteristiken mit Bezug auf die Referenzhilfscharakteristiken
auf einen Wert eingestellt wird, bei dem korrigierte Hilfscharakteristiken
erhalten werden, bei denen der absolute Wert des Motorantriebszielwertes
entsprechend dem Betätigungswert
erhöht
ist, der von dem Betätigungswertsensor
erfasst wird.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die korrigierten Hilfscharakteristiken, die durch
Korrigieren der Referenzhilfscharakteristiken erhalten werden, die
durch den Referenzhilfscharakteristikeneinstellabschnitt eingestellt
sind, auf den Betätigungswert
angewandt, der von dem Betätigungswertsensor
erfasst wird. Das heißt,
der Motorantriebszielwert wird gemäß der korrigierten Hilfscharakteristiken
eingestellt.
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Obwohl
die Referenzhilfscharakteristiken durch Verschieben der Referenzhilfscharakteristiken entlang
der Koordinatenachse des Betätigungswertes
korrigiert werden, wird der Verschiebungswert so bestimmt, dass
der Verschiebungswert zu der Zeit des Einlenkens (zu der Zeit des
Lenkens in Richtung von dem Lenkwinkelmittelpunkt weg) auf Null
gesetzt wird und dass der Verschiebungswert zu der Zeit des Rücklenkens
(zu der Zeit des Lenken in der Richtung näher zu dem Lenkwinkelmittelpunkt
hin) auf einen Wert gesetzt wird, der den korrigierten Hilfscharakteristiken
entspricht, bei denen der absolute Wert des Motorantriebszielwertes
größer eingestellt
ist, als jener für
den Fall der Referenzhilfscharakteristiken.
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Gemäß der Erfindung
ist weiterhin ein Lenkgeschwindigkeitssensor zum Erfassen einer
Lenkgeschwindigkeit von dem Betätigungselement
bereitgestellt, und die Verschiebungsrichtung und der Verschiebungswert
der Referenzhilfscharakteristiken werden variabel eingestellt in
Abhängigkeit
von der Richtung der Lenkgeschwindig keit (gleich einer Lenkrichtung),
die durch den Lenkgeschwindigkeitssensor erfasst wird, und deren
Größe. Zum
Beispiel wird angenommen, dass ein Lenkmoment, das durch einen Lenkmomentsensor
erfasst wird, der ein Beispiel für
den Betatigungswertsensor ist, einen positiven Wert bezüglich einer
Lenkrichtung nach rechts annimmt, während es einen negativen Wert
bezüglich einer
Lenkrichtung nach links annimmt. In den Referenzhilfscharakteristiken
wird angenommen, dass ein positiver Wert des Motorantriebszielwertes
dem Lenkmomentwert zugeordnet ist, der den positiven Wert annimmt,
während
ein negativer Wert des Motorantriebszielwertes dem Lenkmomentwert
zugeordnet ist, der den negativen Wert annimmt. Weiterhin nimmt
die Lenkgeschwindigkeit einen positiven Wert bezüglich der Lenkrichtung nach
rechts an, während
sie einen negativen Wert bezüglich
der Lenkrichtung nach links annimmt.
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In
einem Fall, in dem das Lenkmoment zum Beispiel nicht kleiner als
Null ist, kann der Verschiebungswert zu Null gemacht werden, wenn
die Lenkgeschwindigkeit einen positiven Wert nicht kleiner als ein
erster vorbestimmter Wert (zu der Zeit des Einlenkens) annimmt,
während
er in diesem Fall in Abhängigkeit
von der Lenkgeschwindigkeit bestimmt wird, wenn die Lenkgeschwindigkeit
einen Wert kleiner als der erste vorbestimmte Wert annimmt. Zu dieser
Zeit dürfen
die Referenzhilfscharakteristiken nicht in der positiven Richtung
auf der Koordinatenachse des Lenkmomentes verschoben werden, sondern
können
ausschließlich
in der negativen Richtung auf der Koordinatenachse des Lenkmomentes
verschoben werden. Das heißt,
der Verschiebungswert kann bestimmt werden, so dass sein Wert in
einem Fall, wenn die Lenkgeschwindigkeit den ersten vorbestimmten Wert
annimmt, Null ist, und so, dass er monoton auf einen negativen unteren
Grenzwert abnimmt (zum Beispiel stufenförmig oder linear), wenn die
Lenkgeschwindigkeit abnimmt, und zwar mit Bezug auf die Lenkgeschwindigkeit,
die geringer ist als der erste vorbestimmte Wert. In den Referenzhilfscharakteristiken
wird daher ein Abschnitt in einem Bereich des Lenkmomentes, das
den positiven Wert annimmt, zu dem Ursprung hin verschoben, so dass
die Lenkhilfskraft zunimmt, wodurch es möglich wird, ein Federgefühl zu der
Zeit des Rücklenkens
zu verbessern. Der oben genannte vorbestimmte Wert kann bestimmt werden
auf nicht kleiner als Null. Wenn der erste vorbestimmte Wert jedoch
auf einen positiven Wert eingestellt wird, kann die Lenkhilfskraft
in einem Lenkhaltezustand, in der die Lenkgeschwindigkeit nahezu Null
wird, vergrößert werden,
wodurch es möglich wird,
eine Lenkbelastung für
den Fahrer in dem Lenkhaltezustand zu reduzieren. Weiterhin kann
in einem Rücklenkzustand,
in dem die Lenkgeschwindigkeit einen negativen Wert annimmt, der
Verschiebungswert variabel eingestellt werden in Abhängigkeit
von der Lenkgeschwindigkeit oder kann festgelegt werden auf den
negativen unteren Grenzwert, ungeachtet der Lenkgeschwindigkeit.
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In
einem Fall, wenn das Lenkmoment einen negativen Wert annimmt, kann
der Verschiebungswert auf Null gesetzt werden, wenn die Lenkgeschwindigkeit
einen negativen Wert nicht größer als ein
zweiter vorbestimmter Wert annimmt, während es in Abhängigkeit
von der Lenkgeschwindigkeit bestimmt wird, wenn die Lenkgeschwindigkeit
einen Wert annimmt, der den zweiten vorbestimmten Wert überschreitet.
Zu dieser Zeit dürfen
die Referenzhilfscharakteristiken nicht in der negativen Richtung
auf der Koordinatenachse des Lenkmomentes verschoben werden, sondern
können
ausschließlich
in der positiven Richtung auf der Koordinatenachse des Lenkmomentes
verschoben werden. Das heißt,
der Verschiebungswert kann derart bestimmt werden, dass sein Wert
in einem Fall, wenn die Lenkgeschwindigkeit einen zweiten vorbestimmten
Wert annimmt, Null ist, und derart, dass er monoton auf einen positiven
oberen Grenzwert wachst (zum Beispiel stufenförmig oder linear), wenn die
Lenkgeschwindigkeit wächst,
und zwar mit Bezug auf die Lenkgeschwindigkeit, die den zweiten
vorbestimmten Wert übersteigt.
In den Referenzhilfscharakteristiken ist daher ein Abschnitt in
einem Bereich des Lenkmomentes, das den negativen Wert annimmt,
zum Ursprung hin verschoben, so dass die Lenkhilfskraft wachst,
wodurch es möglich
wird, ein Federgefühl
zu der Zeit des Rücklenkens
zu verbessern. Der oben genannte zweite vorbestimmte Wert kann auf
nicht größer als
Null bestimmt werden. Wenn der zweite vorbestimmte Wert auf einen
negativen Wert gesetzt wird, kann die Lenkhilfskraft in einem Lenkhaltezustand
vergrößert werden,
bei dem die Lenkgeschwindigkeit nahezu Null wird, wodurch es möglich wird, eine
Lenkbelastung für
den Fahrer in dem Lenkhaltezustand zu reduzieren. In einem Rücklenkzustand, wenn
die Lenkgeschwindigkeit einen positiven Wert an nimmt, kann der Verschiebungswert
variabel in Abhängigkeit
von der Lenkgeschwindigkeit eingestellt werden, oder kann festgelegt
sein auf einen positiven oberen Grenzwert, ungeachtet der Lenkgeschwindigkeit.
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Der
Motorantriebszielwert wird eingestellt gemäß den derart erhaltenen korrigierten
Hilfscharakteristiken, so dass unterschiedliche Hilfscharakteristiken
zu der Zeit des Einlenken und zu der Zeit des Rücklenkens eingestellt werden
können.
Folglich kann ein ausreichendes Ansprechverhalten zu der Zeit des
Einlenken erreicht werden, und eine ausreichende Lenkhilfskraft
wird auf den Lenkmechanismus zu der Zeit des Rücklenkens übertragen, wodurch es möglich wird,
ein derartiges unerwünschtes Lenkgefühl (Federgefühl), dass
ein Lenkrad auf eine neutrale Position stärker zurückgeführt wird, als der Fahrer beabsichtigt,
aufzuheben. Außerdem
wird zu der Zeit des Einlenken ein Referenzhilfskennfeld verwendet,
so wie es ist. Daher variiert eine Lenkbelastung nicht in Abhängigkeit
von der Lenkgeschwindigkeit, so dass das Referenzhilfskennfeld einfach
abzustimmen ist.
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Die
elektrische Servolenkvorrichtung kann weiterhin einen Fahrzeuggeschwindigkeitssensor umfassen,
und zwar zum Erfassen der Fahrzeuggeschwindigkeit des Kraftfahrzeuges,
das mit der elektrisches Servolenkvorrichtung ausgerüstet ist,
und einen fahrzeuggeschwindigkeitsadaptiven Verschiebungswerteinstellabschnitt
zum variablen Einstellen des Verschiebungswertes der korrigierten
Hilfscharakteristiken mit Bezug auf die Referenzhilfscharakteristiken,
und zwar in Abhängigkeit
von der Fahrzeuggeschwindigkeit, die von dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor
erfasst wird.
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In
dieser Konfiguration kann der Verschiebungswert der Referenzhilfscharakteristiken
variabel eingestellt werden, und zwar in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit.
Demgemäß kann dies
einen Fall bewältigen,
in dem es nicht so nötig
ist, die Hilfscharakteristiken zu korrigieren, zum Beispiel eine
Lenkbetätigung
zu der Zeit eines Halts oder zu der Zeit einer Langsamfahrt.
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Die
elektrische Servolenkvorrichtung kann weiterhin einen Lenkmomentsensor
zum Erfassen des Lenkmomentes umfassen, das an das Betätigungselement
angelegt wird (der mit dem oben erwähnten Betätigungswertsensors gemeinsam
ausgebildet werden kann), und einen lenkmomentadaptiven Verschiebungswerteinstellabschnitt
zum variablen Einstellen des Verschiebungswertes der korrigierten
Hilfscharakteristiken mit Bezug zu den Referenzhilfscharakteristiken,
und zwar in Abhängigkeit
von dem Lenkmoment, das von dem Lenkmomentsensor erfasst wird.
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Wenn
durch diese Konfiguration das Lenkmoment zum Beispiel einen kleinen
Wert in der Nähe von
Null annimmt, kann der Verschiebungswert beschränkt werden oder auf Null reduziert
werden. Folglich ist es möglich,
die Lenkhilfe in einem sehr kleinen Lenkmomentbereich zu begrenzen,
in dem keine Lenkhilfe erforderlich ist.
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Das
Vorhergehende und andere Aufgaben, Merkmale, Aspekte und Vorteile
der vorliegenden Erfindung ergeben sich durch die folgende detaillierte Beschreibung
der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit der begleitenden Zeichnung.
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1 ist
ein Blockdiagramm, das die elektrische Konfiguration einer elektrischen
Servolenkvorrichtung gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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2 ist
ein Diagramm zum Erläutern
von Referenzhilfscharakteristiken und korrigierten Hilfscharakteristiken,
die durch Verschieben der Referenzhilfscharakteristiken entlang
der Koordinatenachse des Lenkmomentes erhalten werden;
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3(a) und 3(b) sind
Diagramme, die die Beziehung eines Referenzverschiebungswertes zu
einer Lenkwinkelgeschwindigkeit zeigen;
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4 ist
ein Diagramm zum Erläutern
eines variablen Einstellen des Verschiebungswertes bezüglich einer
Fahrzeuggeschwindigkeit;
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5 ist
ein Diagramm zum Erläutern
eines variablen Einstellens eines Verschiebungswertes bezüglich eines
Lenkmomentes;
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6 ist
ein Flussdiagramm zum Erläutern eines
Ablaufs bezogen auf eine Antriebssteuerung eines elektrischen Motors
durch einen Mikroprozessor; und
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7 ist
ein Diagramm, das ein Beispiel für Hilfscharakteristiken
zeigt.
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1 ist
ein Blockdiagramm, das die elektrische Konfiguration einer elektrischen
Servolenkvorrichtung gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt. Ein Lenkmoment, das an ein Lenkrad 1 angelegt
wird, das als ein Betätigungselement
dient, wird mechanisch an einen Lenkmechanismus 3, der
eine Zahnstangenwelle beinhaltet, mittels einer Zahnstange 2 übertragen.
Eine Lenkhilfskraft wird mechanisch von einem elektrischen Motor M
mittels eines Antriebskraftübertragungsmechanismus,
wie zum Beispiel ein Getriebemechanismus (ein Untersetzungsmechanismus)
oder ein direktes Antriebssystem, auf den Lenkmechanismus 3 übertragen.
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Die
Lenkwelle 2 ist in eine Eingangswelle 2A, die
mit dem Lenkrad 1 verbunden ist, und eine Ausgangswelle 2B,
die mit dem Lenkmechanismus 3 verbunden ist, aufgeteilt.
Die Eingangswelle 2A und die Ausgangswelle 2B sind
miteinander durch eine Drehfeder 4 bzw. einen Torsionsstab 4 verbunden.
Die Drehfeder 4 ruft eine Verwindung in Abhängigkeit
von dem Lenkmoment hervor. Die Richtung und der Wert der Verwindung
werden durch einen Momentensensor 5 erfasst.
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Der
Momentensensor 5 hat zum Beispiel eine magnetische Bauform
zum Erfassen eines Magnetwiderstandes, der in Abhängigkeit
von der Änderung
der Lagebeziehung in der Richtung der Rotation zwischen der Eingangswelle 2A und
der Ausgangswelle 2B variiert. Ein Ausgangssignal des Momentensensors 5 wird
einer Steuereinheit 10 eingegeben (ECU: elektronische Steuereinheit).
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Ein
Ausgangssignal des Fahrzeuggeschwindigkeitssensors 6 zum
Erfassen der Fahrgeschwindigkeit eines Kraftfahrzeugs, das mit der
elektrischen Servolenkvorrichtung ausgerüstet ist, und ein Ausgangssignal
eines Lenkwinkelsensors 7 zum Erfassen des Lenkwinkels
des Lenkrades 1 (z.B. ein Rotationswinkel der Eingangswelle 2A)
werden weiterhin der Steuereinheit 10 eingegeben.
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Die
Steuereinheit 10 bestimmt einen Hilfsmomentzielwert, der
von dem elektrischen Motor M an den Lenkmechanismus 3 gegeben
wird, und zwar in Abhängigkeit
von einem Lenkmoment, das von dem Momentensensor 5 erfasst
wird, eine Fahrzeuggeschwindigkeit, die von dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 6 erfasst
wird, und einem Ausgangssignal des Lenkwinkelsensors 7,
um den elektrischen Motor M derart anzutreiben und zu steuern, dass
eine Lenkhilfskraft entsprechend des Lenkmomentes und dergleichen
an den Lenkmechanismus 3 angelegt wird.
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Die
Steuereinheit 10 weist einen Mikroprozessor 20 und
eine Motoransteuerung 30 zum Ansteuern des elektrischen
Motors M auf der Grundlage eines Steuersignals von dem Mikroprozessor 20 auf.
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Der
Mikroprozessor 20 umfasst einen Hilfsmomentzielwerteinstellabschnitt 21,
der eine Funktionsverarbeitungseinheit ist, und zwar realisiert
durch Ausführen
eines programmbasierten Ablaufes, und einen Hilfscharakteristikenspeicherungsabschnitt 22, der
gebildet ist durch einen Speicherbereich eines Speichers in dem
Mikroprozessor 20. Der Hilfscharakteristikenspeicherungsabschnitt 22 speichert
eine Mehrzahl von Referenzhilfskennfeldern jeweils entsprechend
einer Mehrzahl von Referenzhilfscharakteristiken, die zuvor, mit
Bezug auf eine Mehrzahl von Fahrzeuggeschwindigkeitsbereichen, bestimmt
werden. Die Referenzhilfscharakteristiken werden erhalten durch
Bestimmen von Referenzcharakteristiken eines Hilfsmomentzielwertes,
und zwar entsprechend eines Lenkmomentes, und der Referenzwert des
Hilfsmomentzielwertes wird in dem Hilfscharakteristikenspeicherabschnitt 22 in
der Form eines Hilfskennfeldes (eine Tabelle) gespeichert, und zwar
entsprechend den Werten einer Mehrzahl von Lenkmomenten.
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Der
Mikroprozessor 20 umfasst weiterhin einen Lenkwinkelgeschwindigkeitsberechnungsabschnitt 23 zum
Berechnen einer Lenkwinkelgeschwindigkeit auf der Grundlage des
Ausgangssignals des Lenkwinkelsensors 7, und einen Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 zum
Berechnen eines Verschiebungswertes in einem Fall, in dem die Referenzhilfscharakteristiken
entlang einer Koordinatenachse des Lenkmomentes verschoben werden, um
virtuell korrigierte Hilfscharakteristiken zu erhalten. Der Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 berechnet
einen Verschiebungswert, um virtuell korrigierte Hilfscharakteristiken
zu erhalten, die durch Verschiebung der Referenzcharakteristiken
entlang der Koordinatenachse des Lenkmomentes erhalten werden, und
zwar auf der Grundlage einer Lenkwinkelgeschwindigkeit ω, die von
dem Lenkwinkelgeschwindigkeitsberechnungsabschnitt 23 berechnet
wird, einer Fahrzeuggeschwindigkeit V, die durch den Geschwindigkeitssensor 6 erfasst
wird, und eines Lenkmomentes Th, das durch den Momentensensor 5 erfasst
wird.
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Der
Hilfsmomentzielwerteinstellabschnitt 21 liest einen Hilfsmomentzielwert
Ta, der den korrigierten Hilfscharakteristiken entspricht, aus dem Hilfscharakteristikenspeicherabschnitt 22 aus,
und zwar auf der Grundlage des Lenkmomentes Th, das durch den Momentensensor 5 erfasst
wird, der Fahrzeuggeschwindigkeit V, die durch den Fahrzeuggeschwindigkeitsensor 6 erfasst
wird, und eines Verschiebungswertes ΔTh, der durch den Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 (sein
Vorzeichen repräsentiert
eine Verschiebungsrichtung und sein absoluter Wert repräsentiert
eine Verschiebungslänge)
berechnet wird. Die Motoransteuerung 30 liefert einen notwendigen
und hinreichenden elektrischen Treiberstrom an den elektrischen
Motor M auf der Grundlage des ausgelesenen Hilfsmomentzielwertes Ta.
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2 ist
ein Diagramm zum Erläutern
von Referenzhilfscharakteristiken, die dem Referenzhilfskennfeld
entsprechen, das in dem Hilfscharakteristikenspeicherungsabschnitt 22 gespeichert
ist, und korrigierten Hilfscharakteristiken, die durch Verschieben
der Referenzhilfscharakteristiken entlang der Koordinatenachse des
Lenkmomentes erhalten werden.
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Das
Lenkmoment Th, das durch den Momentensensor 5 erfasst wird,
nimmt einen positiven Wert an, wenn ein Moment für eine Lenkung nach rechts
an das Lenkrad 1 angelegt wird, während es einen negativen Wert
annimmt, wenn ein Moment für eine
Lenkung nach links an das Lenkrad 1 angelegt wird. Die
Referenzhilfscharakteristiken sind in 2 durch
eine Kurve L0 angegeben. Die Referenzhilfscharakteristiken werden
so bestimmt, dass ein positiver Wert des Hilfsmomentzielwertes Ta
dem Lenkmoment Th entspricht, das den positiven Wert annimmt, und
ein negativer Wert des Hilfsmomentzielwertes Ta dem Lenkmoment Th
entspricht, das den negativen Wert annimmt. Obwohl, wie es zuvor
beschrieben ist, der Hilfscharakteristikenspeicherungsabschnitt 22 eine
Mehrzahl von Referenzhilfskennfeldern, entsprechend einer Mehrzahl
von Fahrzeuggeschwindigkeitsbereichen speichert, ist eine Referenzhilfscharakteristik,
die in einem bestimmten Fahrzeuggeschwindigkeitsbereich angewandt
wird, in 2 dargestellt, um die Darstellung
zu vereinfachen.
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In
den Referenzhilfscharakteristiken, die durch die Kurve L0 angegeben
sind, ist der Hilfsmomentzielwert Ta auf Null eingestellt, ungeachtet des
Wertes des Lenkmomentes Th in der Nähe von Th = 0. Ein derartiger
Bereich des Lenkmomentes ist eine Totzone NS.
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In
der vorliegenden Ausführungsform
ist der Hilfsmomentzielwert Ta eingestellt auf der Grundlage von
virtuell korrigierten Hilfscharakteristiken (z.B. Charakteristiken,
die angegeben sind durch die Kurven L11 und L12), die durch Verschieben
der Referenzhilfscharakteristiken entlang der Koordinatenachse des
Lenkmomentes Th (in der positiven Richtung oder der negativen Richtung)
um den Verschiebungswert ΔTh
erhalten werden, der durch den Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 auf
der Grundlage der Lenkwinkelgeschwindigkeit ω, die durch den Lenkwinkelgeschwindigkeitsberechnungsabschnitt 23 berechnet
wird, der Fahrzeuggeschwindigkeit V und des Lenkmomentes Th berechnet
wird.
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Jedoch
werden die Referenzhilfscharakteristiken nur in der negativen Richtung
der Koordinatenachse des Lenkmomentes Th verschoben in Situationen,
in denen das Lenkmoment Th nicht kleiner als Null ist (siehe Kurve
L11), während
sie nur in der positiven Richtung auf der Koordinatenachse des Lenkmomentes
Th verschoben werden in Situationen, in denen das Lenkmoment Th
einen negativen Wert annimmt (siehe Kurve L12), wie im Folgenden
beschrieben wird.
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3(a) und 3(b) sind
Diagramme zum Erläutern
der Funktion des Verschiebungswertberechnungsabschnittes 24,
in denen die Beziehung eines Referenzverschiebungswertes ΔThB zu einer Lenkwinkelgeschwindigkeit ω dargestellt
ist. Der Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 multipliziert
den Referenzverschiebungswert ΔThB mit einer Fahrzeuggeschwindigkeitsverstärkung GV und einer Momentenverstärkung GT,
wie später
beschrieben wird, um einen Verschiebungswert ΔTh (= GV × GT × ΔThB) festzustellen.
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Der
Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 weist einen Speicher
auf, der eine Tabelle speichert, entsprechend einer Kurve (einer
polygonalen Linie in diesem Beispiel) der Charakteristiken, die zum
Beispiel gezeigt sind in den 3(a) und 3(b). Der Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 bestimmt
den Referenzverschiebungswert ΔThB gemäß einer
Tabelle von Charakteristiken, die in 3(a) gezeigt
sind, wenn das Lenkmoment Th der Bedingung Th ≧ 0 genügt, während der Referenzverschiebungswert ΔThB gemäß einer
Tabelle von Charakteristiken bestimmt wird, die in 3(b) gezeigt sind, wenn das Lenkmoment Th der
Bedingung Th < 0
genügt.
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In
der Tabelle der Charakteristiken, die in 3(a) gezeigt
ist, die angewendet werden, wenn Th ≧ 0 ist, wird der Referenzverschiebungswert ΔThB, der Null oder negativ ist, in einem Bereich
eingestellt, in dem die Lenkwinkelgeschwindigkeit ω nicht größer ist
als ein vorbestimmter Wert ω1
( > 0). Genauer gesagt,
in einem Bereich, in dem die Lenkwinkelgeschwindigkeit ω nicht größer ist
als der erste vorbestimmte Wert ω1,
ist der Referenzverschiebungswert ΔThB so
eingestellt, dass er monoton abnimmt (linear in dem Beispiel, das
in 3(a) gezeigt ist) unter Verwendung
eines unteren Grenzwertes β (wobei β < 0) als eine untere
Grenze, wenn die Lenkwinkelgeschwindigkeit ω abnimmt. Im Gegensatz dazu
genügt in
einem Bereich, in dem die Lenkwinkelgeschwindigkeit ω den ersten
vorbestimmten Wert ω1 übersteigt,
der Referenzverschiebungswert ΔThB der Bedingung ΔThB =
0, ohne von der Lenkwinkelgeschwindigkeit ω abhängig zu sein.
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Auf
der anderen Seite wird in der Tabelle von den Charakteristiken,
die in 3(b) gezeigt ist, die angewendet
wird, wenn Th < 0
ist, der Referenzverschiebungswert ΔTHB,
der Null oder positiv ist, in einem Bereich eingestellt, in dem
die Lenkwinkelgeschwindigkeit ω nicht
kleiner als ein zweiter vorbestimmter Wert ω2 ist (wobei ω2 < 0. Zum Beispiel |ω2| = ω1). In dem
zuvor genannten Bereich wird der Referenzverschiebungswert ΔThB eingestellt, der Null oder positiv ist.
Genauer gesagt, in einem Bereich, in dem die Lenkwinkelgeschwindigkeit ω nicht kleiner
ist als der zweite vorbestimmte Wert ω2, ist der Referenzverschiebungswert ΔThB so eingestellt, dass er monoton wachst
(linear in dem Beispiel, das in 3(b) gezeigt
ist) unter Verwendung eines oberen Grenzwertes α (wobei α < 0. Zum Beispiel α = |β|.) als eine obere Grenze, wenn
die Lenkwinkelgeschwindigkeit ω zunimmt.
Im Gegensatz dazu genügt in
einem Bereich, in dem die Lenkwinkelgeschwindigkeit ω kleiner
ist als der zweite vorbestimmte Wert ω2, der Referenzverschiebungswert ΔThB der Bedingung ΔThB =
0, ohne von der Lenkwinkelgeschwindigkeit ω abhängig zu sein.
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Zu
der Zeit eines Einlenkens, in der die Richtung des Lenkmomentes
Th und die Richtung der Lenkwinkelgeschwindigkeit ω miteinander übereinstimmen
(zu der Zeit des Lenkens in eine Richtung von dem Lenkwinkelmittelpunkt
weg), wird der Referenzverschiebungswert ΔThB Null.
Auf der anderen Seite, zu der Zeit des Rücklenkens, in der die Richtung
des Lenkmomentes Th und die Richtung der Lenkwinkelgeschwindigkeit ω nicht miteinander übereinstimmen
(zu der Zeit des Lenkens in eine Richtung näher zu dem Lenkwinkelmittelpunkt
hin), wird der Referenzverschiebungswert ΔThB derart
bestimmt, dass die Referenzhilfscharakteristiken in eine Richtung
näher zum
Ursprung hin entlang der Koordinatenachse des Lenkmomentes verschoben
werden. Weiterhin, wenn die Lenkwinkelgeschwindigkeit ω einen Wert
in der Nähe
von Null annimmt (ω2 < ω < ω1), wird
der Referenzverschiebungswert ΔThB derart bestimmt, dass die Referenzhilfscharakteristiken
in eine Richtung näher
zu dem Ursprung hin entlang der Koordinatenachse des Lenkmomentes
verschoben wird.
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In
derartiger Weise werden zu der Zeit eines Einlenkens die Referenzhilfscharakteristiken
nicht verschoben. Daher variiert eine Lenklast nicht in Abhängigkeit
von der Lenkwinkelgeschwindigkeit, die Referenzhilfscharakteristiken
können
einfach abgestimmt werden, und ein ausreichendes Ansprechgefühl kann
einem Fahrer vermittelt werden. Auf der anderen Seite, zu der Zeit
eines Rücklenkens
und zu der Zeit eines anhaltenden Lenkens, kann ein Federgefühl zu der
Zeit eines Rücklenkers
aufgehoben werden durch Verschieben der Referenzhilfscharakteristiken
zu dem Ursprung hin und ein gutes Lenkgefühl kann realisiert werden durch
Verringern einer Lenklast zur Zeit eines anhaltenden Lenkens.
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4 ist
ein Diagramm zum Erläutern
eines variablen Einstellens eines Verschiebungswertes ΔTh entsprechend
einer Fahrzeuggeschwindigkeit V, und 5 ist ein
Diagramm zum Erläutern
eines variablen Einstellens eines Verschiebungswertes ΔTh entsprechend
eines Lenkmomentes Th. Der Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 stellt
einen Referenzverschiebungswert ΔThB gemäß der Charakteristiken
fest, die in 3 gezeigt sind, ein und
multipliziert weiterhin den Referenzverschiebungswert ΔThB mit einer Fahrzeuggeschwindigkeitsverstärkung G,
die gemäß den Charakteristiken, die
in 4 gezeigt sind, bestimmt wird und einer Momentenverstärkung GT, die gemäß Charakteristiken, die in 5 gezeigt
sind, bestimmt wird, um einen Verschiebungswert ΔTh (= ΔThB × GV × GT) festzustellen. Der Hilfsmomentzielwerteinstellabschnitt 21 ruft
das Referenzhilfskennfeld ab, das in dem Hilfscharakteristikenspeicherungsabschnitt 22 gespeichert
ist, unter Verwendung des Verschiebungswertes ΔTh, wodurch ein Hilfsmomentzielwert
Ta ausgelesen wird, und zwar entsprechend den korrigierten Hilfscharakteristiken,
die virtuell bestimmt werden in Abhängigkeit von einer Lenkgeschwindigkeit ω, einer
Fahrzeuggeschwindigkeit V und einem Lenkmoment Th.
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Die
Fahrzeuggeschwindigkeitsverstärkung GV wird so bestimmt, dass sie monoton wächst (linear in
diesem Beispiel) unter Verwendung eines vorbestimmten oberen Grenzwertes
(„1" in dem Beispiel, das
in 4 gezeigt ist) als eine obere Grenze, sofern die
Fahrzeuggeschwindigkeit V wachst, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit
V in einem Bereich von Null bis zu einer vorbestimmten Geschwindigkeit
ist.
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Dies
kann ebenso einen Fall bewältigen,
in dem die Hilfscharakteristiken nicht derart korrigiert werden
müssen,
zum Beispiel bei einer Lenkbetätigung
zu der Zeit eines Halts oder zu der Zeit einer Fahrt bei geringer
Geschwindigkeit.
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Auf
der anderen Seite verwendet die Momentenverstärkung GT einen
Bereich in der Nähe
des Lenkmomentes Th = 0 als eine Totzone und ist so eingestellt,
dass es monoton wächst
(linear in diesem Beispiel) unter Verwendung eines vorbestimmten oberen
Grenzwertes („1" in diesem Beispiel)
als eine obere Grenze, sofern der absolute Wert des Lenkmomentes
Th außerhalb
der Totzone wachst. Folglich ist die Lenkhilfe in einem Bereich,
in dem keine Lenkhilfe erforderlich ist, in der Nähe des Lenkmomentes
Th = 0 begrenzt.
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Auf
der Grundlage des Verschiebungswertes ΔTh, der in der vorhergehenden
Weise bestimmt wird, ist der Hilfsmomentzielwert Ta gemäß virtuell korrigierten
Hilfscharakteristiken bestimmt, die durch Verschieben der Referenzhilfscharakteristiken
um den Verschiebungswert ΔTh
entlang der Koordinatenachse des Lenkmomentes erhalten wird.
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Genauer
gesagt, wenn anzunehmen ist, dass die Referenzhilfscharakteristiken
durch Ta = f (Th) repräsentiert
werden unter Verwendung einer Funktion f, wird ein Wert, der durch
Subtraktion des Verschiebungswertes ΔTh von dem Lenkmoment Th, das
durch den Lenkmomentsensor 5 erfasst wird, erhalten wird,
als ein Lenk momentwert zur Hilfskennfeldwiederherstellung Th* (das
heißt
Th* = Th – ΔTh) verwendet,
und das Referenzhilfskennfeld, das in dem Hilfscharakteristikenspeicherungsabschnitt 22 gespeichert
ist, kann wiederhergestellt werden unter Verwendung des Lenkmomentenwertes
zur Wiederherstellung Th*. Folglich kann der Hilfsmomentzielwert
Ta (= f(Th*)) gemäß den virtuell
korrigierten Hilfscharakteristiken bestimmt werden.
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6 ist
ein Flussdiagramm zur Erläuterung der
Funktion des Mikroprozessors 20. Der Mikroprozessor 20 liest
eine Fahrzeuggeschwindigkeit V, die von dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 6 erfasst wird
und ein Lenkmoment Th, das von dem Lenkmomentsensor 5 (Schritte
S1 und S2) erfasst wird. Weiterhin wird ein Ausgangssignal des Lenkwinkelsensors 7 gelesen,
wodurch eine Lenkwinkelgeschwindigkeit ω durch den Lenkwinkelgeschwindigkeitsberechnungsabschnitt 23 festgestellt
wird (Schritt 3). Der Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 liest
einen Referenzverschiebungswert ΔThB entsprechend der festgestellten Lenkwinkelgeschwindigkeit ω aus auf
der Grundlage der Lenkwinkelgeschwindigkeit ω (Schritt S4). Weiterhin stellt
der Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 eine Fahrzeuggeschwindigkeitsverstärkung GV auf der Grundlage der Fahrzeuggeschwindigkeit
V, die von dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 6 erfasst
wird (Schritt S5), fest. Weiterhin stellt der Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 eine
Momentenverstärkung
GT auf der Grundlage des Lenkmomentes Th,
das von dem Momentensensor 5 erfasst wird (Schritt S6),
fest. Der Verschiebungswert ΔTh
wird berechnet durch Multiplizieren des Referenzverschiebungswertes ΔThB mit der Fahrzeuggeschwindigkeitsverstärkung GV und der derart festgestellten Momentenverstärkung GT (Schritt S7).
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Der
festgestellte Verschiebungswert ΔTh wird
an den Hilfsmomentzielwerteinstellungsabschnitt 21 gegeben.
Der Hilfsmomentzielwerteinstellungsabschnitt 21 stellt
den Lenkmomentenwert zur Wiederherstellung Th* als Th* = Th – ΔTh fest und ruft
das Referenzhilfskennfeld, das in dem Hilfscharakteristikenspeicherungsabschnitt 22 gespeichert
ist, auf der Grundlage des Lenkmomentwertes zur Wiederherstellung
Th* (Schritt S8) ab.
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In
einer derartigen Weise wird ein Hilfsmomentwert Ta aus dem Hilfscharakteristikenspeicherungsabschnitt 22 ausgelesen,
und zwar entsprechend virtuell korrigierten Hilfscharakteristiken,
die durch Verschieben von Referenzhilfscharakteristiken entlang
der Koordinatenachse des Lenkmomentes um den Verschiebungswert ΔTh erhalten
werden. Die Motoransteuerung 30 wird gesteuert auf der Grundlage
des gelesenen Hilfscharakteristikzielwertes Ta, und der Motor M
erzeugt dementsprechend eine Antriebskraft, um die erzeugte Antriebskraft
an den Lenkmechanismus 3 zu liefern.
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Obwohl
eine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beschrieben wurde, kann die vorliegende
Erfindung ebenso in anderen Ausführungsformen
ausgeführt
sein. Obwohl in der oben genannten Ausführungsform die Fahrzeuggeschwindigkeit
V und das Lenkmoment Th mit Bezug auf den Verschiebungswert ΔTh der Hilfscharakteristiken
berücksichtigt
werden, ist nicht notwendigerweise ein variables Einstellen eines
Verschiebungswertes in Abhängigkeit
von der Fahrzeuggeschwindigkeit V und dem Lenkmoment Th erforderlich.
Das heißt,
der Referenzverschiebungswert ΔThB in der oben genannten Ausführungsform
kann als der Verschiebungswert ΔTh
verwendet werden wie er ist, nur die Fahrzeuggeschwindigkeitsverstärkung GV kann mit dem Referenzverschiebungswert ΔThB multipliziert werden ohne Verwendung der
Momentenverstärkung
GT, um einen Verschiebungswert ΔTh festzustellen
und nur die Momentenverstärkung
GT kann multipliziert werden mit dem Referenzverschiebungswert ΔThB ohne Verwendung der Fahrzeuggeschwindigkeitsverstärkung GV, um einen Verschiebungswert ΔTh festzustellen.
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Obwohl
in der oben genannten Ausführungsform
das Hilfskennfeld, das den Referenzhilfscharakteristiken entspricht,
in dem Hilfscharakteristikenspeicherungsabschnitt 22 gespeichert
ist, um den Hilfsmomentzielwert Ta aus dem Hilfskennfeld auszulesen,
kann der Hilfsmomentzielwert Ta, entsprechend dem Lenkmomentwert
zur Wiederherstellung Th*, durch eine Funktion bestimmt werden.
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Das
Gleiche trifft für
den Verschiebungswertberechnungsabschnitt 24 zu. Die Eigenschaften
des Referenzverschiebungswertes ΔThB, entsprechend der Lenkwinkelgeschwindigkeit ω, kann vorher
in einem Speicher gespeichert werden oder der Referenzverschiebungswert ΔThB, entsprechend der Lenkwinkelgeschwindigkeit ω, kann durch
eine Funktion festgestellt werden. Dasselbe trifft zu für Operationen
der Fahrzeuggeschwindigkeitsverstärkung GV, entsprechend
der Fahrzeuggeschwindigkeit und der Momentenverstärkung GT, entsprechend dem Lenkmoment Th.
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Obwohl
die oben genannte Ausführungsform unter
Verwendung des Hilfsmomentzielwertes als ein Motoransteuerungszielwert
und unter Verwendung der Charakteristiken des Hilfsmomentzielwertes,
entsprechend dem Lenkmoment als Hilfscharakteristiken, beschrieben
wurde, ist die vorliegende Erfindung nicht auf dieses beschränkt. Zum
Beispiel kann ein Motorstromzielwert oder ein Motorspannungszielwert
als ein Motoransteuerungszielwert verwendet werden und die Beziehung
zwischen dem Lenkmoment und dem Motorstromzielwert oder dem Motorspannungszielwert
kann als Hilfscharakteristik verwendet werden.
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Weiterhin,
obwohl in der oben genannten Ausführungsform der Lenkwinkel,
der durch den Lenkwinkelsensor 7 erfasst wird, einem Zeitdifferential
unterzogen wird, um die Lenkwinkelgeschwindigkeit zu berechnen,
kann eine gegenelektromotorische Kraft, die zwischen den Polen des
elektrischen Motors M erzeugt wird, festgestellt werden auf der Grundlage
eines Ausgangssignals einer Motorstromerfassungsschaltung zum Feststellen
eines Motorstroms, der durch den elektrischen Motor M fließt und eines
Ausgangssignals von einer Zwischenpolspannungserfassungsschaltung
zum Erfassen einer Spannung zwischen den Anschlossen des elektrischen
Motors M ohne Verwendung eines Lenkwinkelsensors, um eine dementsprechende
Lenkwinkelgeschwindigkeit abzuschätzen.