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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Reaktionssteuer/regelsystem zum
Steuern/Regeln einer auf eine Betätigungseinrichtung in einem
Lenksystem eines Fahrzeugs auszuübende
Reaktionskraft.
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Beschreibung
verwandter Technik
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Als
Lenksystem für
ein Fahrzeug ist ein elektrisches Servolenksystem bekannt. In dem
elektrischen Servolenksystem ist eine mit einem Lenkrad gekoppelte
Lenkwelle mechanisch mit einem Lenkmechanismus zum Lenken von gelenkten
Fahrzeugrädern
gekoppelt und ein Elektromotor für
eine Unterstützungslenkkraft
ist mit dem Lenkmechanismus verbunden. Bei einem solchen elektrischen
Servolenksystem wird ein Lenkmomentbefehlswert für den Elektromotor (d.h. ein
Stromwert eines den Motor antreibenden Stroms) in einer solchen
Weise gesteuert/geregelt, dass je größer das auf die Lenkwelle ausgeübte Lenkmoment
ist, desto größer die
Unterstützungslenkkraft
ist.
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In
einem Beispielsystem des elektrischen Servolenksystems wird ein
Basisantriebsmomentbefehlswert nach Maßgabe des Lenkmoments des Lenkrads
bestimmt, und der Antriebsmomentbefehlswert wird durch Subtrahieren
eines Antriebsmomentkorrekturwerts, der nach Maßgabe der Lenkgeschwindigkeit
des Lenkrads bestimmt wird, von dem Basisantriebsmomentbefehlswert
bestimmt (siehe z.B.
JP
3176899 B2 ). Der Antriebsmomentkorrekturwert zeigt eine
Reaktionskraft für
den Antriebsmomentbefehlswert (der eine Unterstützungskraftkomponente ist)
an und wirkt zum Ausüben
einer Lenkreaktion (Kraft) auf das Lenkrad.
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Jedoch
wird bei dem herkömmlichen
System, bei dem der Antriebsmoment korrekturwert nach Maßgabe der
Lenkgeschwindigkeit des Lenkrads bestimmt wird, dann, wenn ein Lenkzustand
aufrechterhalten wird oder ein Lenken in die entgegengesetzte Richtung
(d.h. eine Umkehrbetätigung)
durchgeführt wird
und die Lenkgeschwindigkeit null wird, die den Antriebsmomentkorrekturwert
anzeigende Reaktionskraft ebenfalls null (d.h. die Lenkreaktion
des Lenkrads wird null); daher ist es schwierig, ein ausreichend
stabiles Gefühl
für das
Lenkrad zu erzielen, während
der Lenkzustand aufrechterhalten wird, und eine Hysterese zum Zurückbewegen
der gelenkten Fahrzeugräder
ist gering, wodurch das Lenkgefühl verschlechtert
wird.
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Die
DE 103 13 387 A1 zeigt
ein Reaktionssteuer/regelsystem zum Steuern/Regeln einer Reaktionskraft,
die auf eine durch einen Fahrer eines Fahrzeugs betätigte Betätigungseinrichtung
auszuüben
ist. Das System umfasst eine Lenkgeschwindigkeitserfassungseinrichtung
zur Erfassung einer Lenkgeschwindigkeit des Lenkens der Betätigungseinrichtung,
eine Lenkmomenterfassungseinrichtung zum Erfassen eines auf die
Betätigungseinrichtung ausgeübten Lenkmoments
und eine Reaktionskraftkorrektureinrichtung zum Korrigieren der
Reaktionskraft.
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Angesichts
der obigen Umstände
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Reaktionssteuer/regelsystem
zum Erzielen eines bevorzugten Lenkgefühls bereitzustellen, wenn der
Lenkzustand aufrechterhalten wird oder das gelenkte Fahrzeugrad zurückgeführt wird.
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Daher
stellt die Erfindung gemäß Anspruch
1 ein Reaktionssteuer/regelsystem bereit zum Steuern/Regeln einer
Reaktionskraft auf eine Betätigungseinrichtung
(z.B. ein Lenkrad 3 in einer unten erläuterten Ausführungsform),
die durch einen Fahrer eines Fahrzeugs betätigt wird, wobei das System umfasst:
eine
Lenkgeschwindigkeitserfassungseinrichtung (z.B. einen Lenkgeschwindigkeitssensor 15 in
der Ausführungsform)
zum Erfassen einer Lenkgeschwindigkeit des Lenkens der Betätigungseinrichtung;
eine
Lenkmomenterfassungseinrichtung (z.B. einen Lenkmomentsensor 16 in
der Ausführungsform)
zum Messen eines auf die Betätigungseinrichtung
ausgeübten
Lenkmoments; und
eine Reaktionskraftkorrektureinrichtung (z.B.
einen sekundären
Reaktionskorrekturabschnitt 35 in der Ausführungsform)
zum Korrigieren der Reaktionskraft in einer solchen Weise, dass:
die
korrigierte Reaktionskraft wenigstens dann ansteigt, wenn die durch
die Lenkgeschwindigkeitserfassungseinrichtung erfasste Lenkgeschwindigkeit null
ist, und
je höher
das durch die Lenkmomenterfassungseinrichtung erfasste Lenkmoment
ist, desto höher
die korrigierte Reaktionskraft ist.
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Gemäß der obigen
Struktur steigt grundsätzlich
die Reaktionskraft an, wenn die Lenkgeschwindigkeit null ist, wodurch
(i) ein stabiles Lenkgefühl zum
Lenken erzielt wird, wenn der Lenkzustand aufrechterhalten wird,
und (ii) eine größere Hysterese erzielt
wird, wenn die Lenkbetätigungseinrichtung
zurückgeführt wird.
Weiterhin ist dann, wenn das Lenkmoment niedrig ist (z.B. wenn die
Querbeschleunigung des Fahrzeugs niedrig ist), die auf die Betätigungseinrichtung
ausgeübte
Reaktionskraft niedrig, so dass die Unterstützungslenkkraft durch einen Elektromotor
effektiv verwendet werden kann, wenn der Fahrzustand des Fahrzeugs
von Geradeausfahrt zu Kurvenfahrt gewechselt wird. Daher ist es
möglich,
zu verhindern, dass die Lenkreaktionskraft sich verringert, wenn
ein Lenkzustand aufrechterhalten wird oder die Lenkbetätigungseinrichtung
zurückgeführt wird,
wodurch das Lenkgefühl
verbessert wird.
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Typischerweise
korrigiert die Reaktionskraftkorrektureinrichtung die Reaktionskraft
in einer solchen Weise, dass je höher die Geschwindigkeit des Fahrzeugs
ist, desto höher
die korrigierte Reaktionskraft ist. Wenn demzufolge das Fahrzeug
bei niedriger Geschwindigkeit eine Kurve fährt, kann die auf die Betätigungseinrichtung
ausgeübte
Reaktionskraft niedrig sein, wodurch eine Unterstützungslenkkraft durch
einen Elektromotor effektiv verwendet wird. Umgekehrt kann dann,
wenn das Fahrzeug bei hoher Geschwindigkeit eine Kurve fährt, die
auf die Betätigungseinrichtung
ausgeübte Reaktionskraft
hoch sein, wodurch ein stabiles Gefühl für das Fahrzeug verbessert wird.
Daher ist es möglich,
das Lenkgefühl weiter
zu verbessern.
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In
einem bevorzugten Beispiel ist bei der Korrektur der Reaktionskraftkorrekturvorrichtung
ein nicht effektiver Bereich des Lenkmoments, bei dem die korrigierte
Reaktionskraft nicht durch das Lenkmoment beeinflusst wird, in einer
solchen Weise definiert, dass je niedriger die Geschwindigkeit des Fahrzeugs
ist, desto größer der
nicht effektive Bereich des Lenkmoments ist.
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Demzufolge
kann bei einer relativ hohen Fahrzeuggeschwindigkeit die Reaktionskraft
bereits ab einem relativ niedrigen Lenkmoment groß sein. Bei
einer relativ geringen Fahrzeuggeschwindigkeit kann die Reaktionskraft
so lange gering sein, bis das Lenkmoment relativ hoch wird. Daher
kann die auf die Betätigungseinrichtung
auszuübende
Reaktionskraft in noch geeigneterer Weise nach Maßgabe der Fahrzeuggeschwindigkeit
bestimmt werden, wodurch das Lenkgefühl ferner verbessert wird.
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Vorzugsweise
wird die korrigierte Reaktionskraft zu einer Reaktionskraft addiert,
die im Verhältnis zur
Lenkgeschwindigkeit steht, und wird ebenfalls auf die Betätigungseinrichtung
ausgeübt.
Typischerweise wird die Reaktionskraft ausgeübt, wenn die Betätigungseinrichtung
von einem Lenkzustand zugeführt wird.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Diagramm, das die Struktur eines elektrischen Servolenksystems
zeigt, welches ein Reaktionskraftsteuer/regelsystem gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet.
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2 ist
ein Blockdiagramm zur Steuerung/Regelung eines Motorstroms in dem
elektrischen Servolenksystem.
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3A und 3B sind
Schaubilder, die die Beziehung eines Verhältnisses zur Berechnung eines
Korrekturstroms bezüglich
des Lenkmoments, zeigen, wobei 3A die
Beziehung zeigt, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit relativ hoch ist,
und 3B die Beziehung zeigt, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit
relativ gering ist.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Hierin
wird im Folgenden eine Ausführungsform
des Reaktionskraftsteuer/regelsystems gemäß der vorliegenden Erfindung
unter Bezugnahme auf 1 bis 3 erläutert. In
der Ausführungsform
wird die vorliegende Erfindung auf ein elektrisches Servolenksystem
angewendet.
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Zunächst wird
die Struktur des elektrischen Servolenksystems unter Bezugnahme
auf 1 erläutert.
Das elektrische Servolenksystem besitzt einen manuellen Lenkkrafterzeugungsmechanismus 1, bei
dem eine Lenkwelle 4, welche integral mit einem Lenkrad 3 (d.h.
einer Betätigungseinrichtung)
gekoppelt ist, mit einem Ritzel 6 eines Zahnstangenmechanismus
durch eine Verbindungswelle 5 mit einem Kreuzgelenk gekoppelt
ist. Das Ritzel 6 steht mit einer Zahnstange 7a einer
Zahnstangenwelle 7 in Eingriff, welche sich in der Achse
der Fahrzeugbreite hin- und herbewegen kann. Weiterhin sind an der rechten
und linken Seite des Fahrzeugs Vorderräder, welche gelenkte Räder sind,
jeweils über
Spurstangen 8 mit beiden Enden der Zahnstangenwelle 7 gekoppelt.
Gemäß dieser
Struktur kann eine gewöhnliche
Zahnstangenlenkbetätigung
durch Betätigung des
Lenkrads 3 durchgeführt
werden, um die Vorderräder 9 des
Fahrzeugs zu lenken und das Fahrzeug Kurven fahren zu lassen. Die
Zahnstangenwelle 7 und die Spurstangen 8 bilden
einen Lenkmechanismus.
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Weiterhin
ist ein Elektromotor 10 zum Bereitstellen einer Unterstützungslenkkraft
koaxial zur Zahnstangenwelle 7 vorgesehen. Die Unterstützungs lenkkraft,
durch die die durch den manuellen Lenkkrafterzeugungsmechanismus 1 zu
erzeugende Lenkkraft verringert werden kann, wird durch einen im
Wesentlichen parallel zur Zahnstangenwelle 7 angeordneten
Kugelumlaufspindelmechanismus 12 in eine Schubbewegung
umgewandelt. Diese Schubbewegung wirkt auf die Zahnstangenwelle 7.
Daher ist ein Antriebsschrägzahnrad 11 integral
mit dem Rotor des Motors 10, in den die Zahnstangenwelle 7 eingeführt ist,
gekoppelt, und ein Abtriebsschrägzahnrad 13,
welches mit dem Antriebsschrägzahnrad 11 kämmt, ist
an einem Ende einer Schraubenwelle 12a des Kugelumlaufspindelmechanismus 12 vorgesehen.
Eine Mutter 14 für
den Kugelumlaufspindelmechanismus 12 ist an der Zahnstange 7 befestigt.
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Ein
Geschwindigkeitssensor 15 (d.h. eine Lenkgeschwindigkeitserfassungseinrichtung)
zur Erfassung der Lenkgeschwindigkeit der Lenkwelle 4 ist an
der Lenkwelle 4 angebracht. Ein Lenkmomentssensor 16 (d.h.
eine Lenkmomenterfassungseinrichtung) zur Erfassung des auf das
Ritzel 6 ausgeübten Lenkmoments
ist in einem Lenkgetriebegehäuse (nicht
gezeigt) vorgesehen, welches den Zahnstangenmechanismus (der die
Strukturelemente 6 und 7a enthält) enthält. Der Lenkgeschwindigkeitssensor 15 gibt
ein elektrisches Signal entsprechend der erfassten Lenkgeschwindigkeit
an eine Lenksteuer/regeleinrichtung 20 aus und der Lenkmomentsensor 16 gibt
ein elektrisches Signal entsprechend dem erfassten Lenkmoment an
die Lenksteuer/regeleinrichtung aus.
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Weiterhin
sind ein Gierratensensor 18 zur Erfassung der Gierrate
des Fahrzeugs (die das Verhalten des Fahrzeugs anzeigt) und ein
Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 19 zur Ausgabe eines elektrischen
Signals entsprechend der Fahrzeuggeschwindigkeit an geeigneten Stellen
des Fahrzeugs angebracht. Der Gierratensensor 18 gibt ein
elektrisches Signal entsprechend der erfassten Gierrate an die Lenksteuer/regeleinrichtung 20 aus
und der Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 19 gibt ein elektrisches Signal
entsprechend der erfassten Fahrzeuggeschwindigkeit an die Lenksteuer/regeleinrichtung 20 aus.
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Die
Lenksteuer/regeleinrichtung 20 erzeugt Steuer/Regelsignale
durch Verarbeiten der von dem Lenkgeschwindigkeitssensor 15,
dem Lenkmomentsensor 16, dem Gierratensensor 18 und
dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 19 eingegebenen Signale
und bestimmt einen (elektrischen) Sollstrom, der dem Elektromotor 10 auf
Grundlage der Steuer/Regelsignale zuzuführen ist. Die Lenksteuer/regeleinrichtung 20 führt den
Sollstrom dem Motor 10 mittels einer Treiberschaltung 21 zu,
wodurch die Momentausgabe von dem Elektromotor 10 gesteuert/geregelt
wird und die Unterstützungskraft
bei der Lenkbetätigung
gesteuert/geregelt wird.
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Im
Folgenden wird die Steuerung/Regelung für den Elektromotor 10 bei
dem elektrischen Servolenksystem unter Bezugnahme auf das Blockschaltbild
in 2 erläutert.
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Die
Lenksteuer/regeleinrichtung 20 besitzt einen Basisstrombestimmungsabschnitt 31,
einen Trägheitskorrekturabschnitt 32 und
einen Reaktionskorrekturabschnitt 33.
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Im
Basisstrombestimmungsabschnitt 31 wird ein Basisstromwert
unter Bezugnahme auf eine Basisstromtabelle (nicht gezeigt) berechnet,
auf Grundlage der von dem Lenkmomentsensor 16 und dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 19 ausgegebenen Signale;
auf diese Weise wird der Basisstromwert nach Maßgabe des Lenkmoments und der
Fahrzeuggeschwindigkeit bestimmt. In der Basisstromtabelle ist (i)
je höher
das Lenkmoment ist, desto größer der Basisstrom,
und (ii) je höher
die Fahrzeuggeschwindigkeit ist, desto kleiner der Basisstrom.
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Im
Trägheitskorrekturabschnitt 32 wird
der im Basisstrombestimmungsabschnitt 31 bestimmte Basisstromwert
unter Berücksichtigung
der Trägheitsmasse
des Motors 10 korrigiert.
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Der
Reaktionskorrekturabschnitt 33 addiert nach der Korrektur
unter Berück sichtigung
der Trägheitsmasse
einen Korrekturstromwert entsprechend einer Reaktionskraft zu dem
Stromwert, wodurch ein Sollstrom für den Elektromotor 10 erhalten
wird. Der Sollstrom wird an die Treiberschaltung 21 ausgegeben.
Die Treiberschaltung 21 führt einen Strom dem Motor zu,
während
sie eine Steuerung/Regelung durchführt, um den dem Motor 10 zugeführten Strom dem
Sollstrom anzunähern,
wodurch das von dem Motor 10 ausgegebene Moment gesteuert/geregelt wird.
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Daher
entspricht bei dem elektrischen Servolenksystem der vorliegenden
Ausführungsform
der im Reaktionskorrekturabschnitt 33 bestimmte Korrekturstrom
der Reaktionskraft bezüglich
der Betätigungsunterstützungskraft,
und der im Basisstrombestimmungsabschnitt 31 bestimmte
Basisstrom entspricht der Betätigungsunterstützungskraft
vor der Korrektur oder Kompensation bezüglich der Reaktionskraft.
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Der
Reaktionskorrekturabschnitt 33 umfasst einen Basisreaktionskorrekturabschnitt 34 und
einen sekundären
Reaktionskorrekturabschnitt 35 (d.h. eine Reaktionskraftkorrektureinrichtung).
Der Basisreaktionskorrekturabschnitt 34 umfasst einen Lenksteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34a,
einen Rückführsteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34b und
einen Schaltabschnitt 34c.
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Im
Lenksteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34a wird ein
Korrekturstrom entsprechend einer Reaktionskraft, wenn das Lenkrad 3 gelenkt
wird (d.h. anfänglich
gelenkt wird, bevor das Lenkrad zurückgeführt wird), auf Grundlage des
Lenkmoments und der Lenkgeschwindigkeit des Lenkrads 3 berechnet.
In dem Rückführsteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34b wird
ein Korrekturstrom entsprechend einer Reaktionskraft, wenn das Lenkrad 3 zurückgeführt wird,
auf Grundlage des Lenkmoments und der Lenkgeschwindigkeit des Lenkrads 3 berechnet.
Die in dem Lenksteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34a und
dem Rückführsteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34b berechneten
Korrekturströme
des Basisreaktionskorrekturabschnitts 34 sind proportional
zur Lenkgeschwindigkeit und dann, wenn die Lenkgeschwindigkeit null
ist, ist jeder Korrekturstrom ebenfalls null.
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Der
sekundäre
Reaktionskorrekturabschnitt 35 ist mit der Ausgangsseite
des Rückführsteuer/regelbetragsberechnungsabschnitts 34b verbunden und
ein sekundärer
Reaktionskorrekturstrom Im2 (später
im Detail beschrieben), der in dem sekundären Reaktionskorrekturabschnitt 35 berechnet
wird, wird zu dem durch den Rückführsteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34b berechneten
Korrekturstrom addiert. Hier sind das Lenkmoment und die Lenkgeschwindigkeit
jeweils auf Grundlage der Signale, die von dem Lenkgeschwindigkeitssensor 15 und
dem Lenkmomentsensor 16 ausgegeben werden, bestimmt. Zur
einfachen Darstellung wird jede Verbindungsleitung zwischen dem
Lenksteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34a oder dem
Rückführsteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34b und
dem Lenkgeschwindigkeitssensor 15 oder dem Lenkmomentsensor 16 weggelassen.
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Bei
dem Schaltabschnitt 34c wird auf Grundlage eines von einem
Bestimmungsabschnitt (nicht gezeigt) zur Bestimmung, ob das Lenkrad 3 (anfänglich)
gelenkt oder zurückgeführt wird,
entweder der Lenksteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34a oder
der Rückführsteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34b ausgewählt. Das
heißt,
wenn das Lenkrad 3 gelenkt wird, wird der Lenksteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34a ausgewählt, und wenn
das Lenkrad 3 zurückgeführt wird,
wird der Rückführsteuer/regelbetragsberechnungsabschnitt 34b ausgewählt.
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Daher
wird im Basisreaktionskorrekturabschnitt 34 ein Korrekturstrom
für jeden
Zustand des Lenkens oder Zurückführens des
Lenkrads 3 berechnet und der Korrekturstrom entsprechend
dem Zustand des Lenkrads 3 wird durch den Schaltabschnitt 34c ausgewählt, so
dass der ausgewählte
Korrekturstrom zu dem Strom (Wert) nach der Korrektur der Trägheitsmasse
addiert wird.
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Die
Berechnung des zweiten Reaktionskorrekturstroms Im2, die durch den zweiten
Reaktionskorrekturabschnitt 35 durchgeführt wird, wird im Detail erläutert.
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Zunächst wird
auf Grundlage des von dem Lenkgeschwindigkeitssensor 15 ausgegebenen
Signals ein Korrekturstrom Imb unter Bezugnahme auf eine Lenkgeschwindigkeitstabelle 36 berechnet.
In dieser Lenkgeschwindigkeitstabelle 36 ist in einem Bereich,
in dem die Lenkgeschwindigkeit relativ gering ist, der Korrekturstrom
Imb ein großer
fester Wert, und bei einer Lenkgeschwindigkeit größer als ein
vorbestimmter Wert verringert sich der Korrekturstrom Imb allmählich nach
Maßgabe
des Anstiegs der Lenkgeschwindigkeit. Wenn die Lenkgeschwindigkeit
einen vorbestimmten Wert erreicht, ist der Korrekturstrom Imb null.
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Weiterhin
wird auf Grundlage des von dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 19 ausgegebenen Signals
ein ensprechend der Fahrzeuggeschwindigkeit ein Verschiebungs(offset)moment
unter Bezugnahme auf eine Verschiebungs(offset)tabelle 37 berechnet.
In der Verschiebungs(offset)tabelle 37 hat in einem Bereich,
in dem die Fahrzeuggeschwindigkeit V niedriger als V1 ist, das Verschiebungs(offset)moment
einen oberen festen Grenzwert TH, und in einem Bereich, in dem die
Fahrzeuggeschwindigkeit V die Bedingung "V1 ≤ V ≤ V2" erfüllt, verringert
sich das Verschiebungs(offset)moment allmählich nach Maßgabe des
Anstiegs der Fahrzeuggeschwindigkeit. In einem Bereich, in dem die
Fahrzeuggeschwindigkeit V größer als
V2 ist, hat das Verschiebungs(offset)moment einen festen unteren
Grenzwert TL (TH > TL > 0).
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Das
Verschiebungs(offset)moment wird von dem durch den Lenkmomentsensor 16 erfassten Lenkmoment
subtrahiert, um ein Lenkmoment (hierin im Folgenden als "Verschiebungslenkmoment" bezeichnet) zu erhalten,
welches zur Berechnung eines Verhältnisses verwendet wird. Das
heißt,
ein Verhältnis
R1 entsprechend dem Verschiebungslenkmoment wird unter Bezugnahme
auf eine Lenkmomentverhältnistabelle 38 berechnet.
Wenn der durch Subtrahieren des Verschiebungsmoments von dem Lenkmoment
er haltene Wert, das heißt
das Verschiebungslenkmoment, negativ ist, wird hierbei das Verschiebungslenkmoment
auf null gesetzt.
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Wenn
das Verschiebungslenkmoment gleich oder niedriger als T0 ist, ist
das Verhältnis
R1 in der Lenkmomentverhältnistabelle 38 null
und das Verhältnis
R1 steigt allmählich
nach Maßgabe
des Anstiegs des Versatzlenkmoments an. In einem Bereich, in dem
das Versatzlenkmoment gleich oder größer als ein vorbestimmter Wert
T1 ist, hat das Verhältnis
R1 einen festen oberen Grenzwert (z.B. 1,0).
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Weiterhin
berechnet auf Grundlage des von dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 19 ausgegebenen
Signals der zweite Reaktionskorrekturabschnitt 35 ein Verhältnis R2
entsprechend der Fahrzeuggeschwindigkeit unter Bezugnahme auf eine Fahrzeuggeschwindigkeitsverhältnistabelle 40. Wenn
die Fahrzeuggeschwindigkeit null ist, ist in der Fahrzeuggeschwindigkeitsverhältnistabelle 40 das Verhältnis R2
ebenfalls null. Das Verhältnis
R2 steigt allmählich
nach Maßgabe
des Anstiegs der Fahrzeuggeschwindigkeit an. Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit
gleich oder größer als
ein vorbestimmter Wert ist, hat das Verhältnis R2 einen festen oberen
Grenzwert (z.B. 1,0).
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Im
nächsten
Schritt wird das Verhältnis
R3 durch Multiplizieren des Verhältnisses
R1 (das unter Verwendung der Lenkmomentverhältnistabelle 38 berechnet
wurde) mit dem Verhältnis
R2 (das unter Verwendung der Lenkgeschwindigkeitsverhältnistabelle 40 berechnet
wurde) berechnet, d.h. R3 = R1 × R2.
Der zweite Reaktionskorrekturstrom Im2 wird dann durch Multiplizieren
des Korrekturstroms Imb (der unter Verwendung der Lenkgeschwindigkeitstabelle 36 berechnet
wurde) mit dem obigen Verhältnis R3
berechnet (d.h. Im2 = Imb × R3).
Daher kann die Korrektur für
die Reaktionskraft unter Verwendung von in herkömmlichen elektrischen Servolenksystemen
vorgesehenen Sensoren durchgeführt
werden.
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Im
Basisreaktionskorrekturabschnitt 34 selbst wird keine Reaktion
erzeugt, wenn die Lenkgeschwindigkeit 0 ist; jedoch wird eine solche
Reaktion durch Anwenden des zweiten Reaktionskorrekturabschnitts 35 erhalten.
Nach Maßgabe
der Bestimmung des zweiten Reaktionskorrekturstroms Im2 durch den
zweiten Reaktionskorrekturabschnitt 35 wird die Korrektur
für die
Reaktionskraft auf Grundlage der Lenkgeschwindigkeit grundsätzlich in
einer solchen Weise gesteuert/geregelt, dass eine hohe Reaktionskraft
erhalten wird, wenn die Lenkgeschwindigkeit niedrig ist. Daher kann
beispielsweise dann, wenn der Lenkzustand aufrechterhalten wird,
ein stabiles Gefühl
zum Lenken erhalten werden, und wenn das Lenkrad zurückgeführt wird,
kann eine Reaktion zum Lenkvorgang erhalten werden. Weiterhin werden
das Verhältnis
R1, das nach Maßgabe
des Lenkmoments (d.h. des oben erläuterten Verschiebungslenkmoments)
variabel ist, und das Verhältnis
R2, das nach Maßgabe
der Fahrzeuggeschwindigkeit variabel ist, miteinander multipliziert,
um R3 zu erhalten, welches ferner mit dem Korrekturstrom Imb multipliziert
wird. Daher wird bezüglich
der Korrektur unter der Bedingung, dass die Lenkgeschwindigkeit
konstant ist (i) eine höhere
Reaktionskraft erhalten, wenn das Lenkmoment hoch ist, verglichen
damit, wenn das Lenkmoment niedrig ist, und (ii) eine höhere Reaktionskraft
erhalten, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit hoch ist, im Vergleich
dazu, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit niedrig ist. Demzufolge ist
es möglich, dass
die Lenkreaktion lediglich dann erzeugt werden kann, wenn eine Fahrbahn
gewechselt wird oder wenn das Lenkrad bei einer hohen Fahrzeuggeschwindigkeit
zurückgeführt wird
oder wenn ein Lenkzustand aufrechterhalten wird, und dass keine Lenkreaktion
erzeugt wird, wenn das Fahrzeug innerhalb einer Fahrbahn geradeaus
fährt oder
wewnn das Lenkrad bei einer geringen Fahrzeuggeschwindigkeit zurückgeführt wird,
wodurch das Gefühl
des Fahrers bei dem Lenkvorgang verbessert wird. Weiterhin treten
je höher
die Fahrzeuggeschwindigkeit ist, umso mehr unregelmäßige Bewegungen
des Fahrzeugs auf. Solche unregelmäßigen Bewegungen können zuverlässig bei
der vorliegenden Ausführungsform
unterdrückt
werden.
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Bei
dem obigen Ablauf wird das Verhältnis R1
auf Grundlage des Verschiebungslenkmoments berechnet, welches durch
Subtrahieren des Verschie bungsmoments von dem Lenkmoment, das durch
den Lenkmomentsensor 16 erfasst wurde, erhalten wird. Der
Grund für
dieses Verfahren wird erläutert.
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In
der Lenkmomentverhältnistabelle 38 ist das
Verhältnis
R1 in einem Bereich, in dem das Verschiebungslenkmoment gleich oder
geringer als T0 ist, auf 0 gesetzt. Daher ist der Korrekturstrom
Im2 (auf Grundlage der Lenkgeschwindigkeit) entsprechend diesem
Bereich null; daher wird die oben erläuterte Korrektur bezüglich der
Reaktionskraft nicht ausgeführt
und der Treiberstrom zum Antrieb des Elektromotors 10 wird
durch den Korrekturstrom Im2 nicht beeinflusst. Das heißt, in einem
nicht effektiven Korrekturbereich, in dem das Verschiebungslenkmoment
gleich oder geringer als T0 ist, wird der Korrekturstrom Im2 auf
null gesetzt.
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Das
Verschiebungsmoment ist eine Variable, die nach Maßgabe der
Fahrzeuggeschwindigkeit gesetzt wird. Daher verändert sich das Verschiebungslenkmoment
nach Maßgabe
der Fahrzeuggeschwindigkeit sogar dann, wenn das Lenkmoment dasselbe ist. 3A und 3B sind
Schaubilder, die die Beziehung des Verhältnisses (auf der vertikalen
Achse) bezüglich
des Lenkmoments (auf der horizontalen Achse) zeigen. 3A zeigt
die Beziehung, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit relativ hoch ist,
und 3B zeigt die Beziehung, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit
relativ gering ist. Wie durch diese Figuren gezeigt wird, kann der
nicht effektive Korrekturbereich nach Maßgabe der Fahrzeuggeschwindigkeit variabel
sein, indem das Verschiebungslenkmoment verwendet wird. Insbesondere
ist der nicht effektive Korrekturbereich für die geringere Fahrzeuggeschwindigkeit
breiter als der nicht effektive Korrekturbereich für die höhere Fahreuggeschwindigkeit.
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Demzufolge
kann bei einer relativ hohen Fahrzeuggeschwindigkeit die Funktion
des Erhöhens der
Reaktionskraft auf Grundlage der Lenkgeschwindigkeit bereits ab
einem relativ geringen Lenkmoment wirksam sein. Bei einer relativ
geringen Fahrzeuggeschwindigkeit kann die Korrektur bezüglich der
Reaktionskraft auf Grundlage der Lenkgeschwindigkeit so lange nicht
effek tiv sein, bis das Lenkmoment relativ hoch wird, wodurch eine
maximale Unterstützungskraft
von dem Elektromotor 10 erhalten wird. Daher kann beispielsweise
die Unterstützungskraft
von dem Elektromotor 10 maximiert sein, wenn das Lenkrad 3 zurückgeführt wird
(d.h. in entgegengesetzte Richtung gedreht wird), wenn das Fahrzeug bei
einer geringen Geschwindigkeit eine Kurve fährt. Mit einer solchen maxialen
Unterstützungskraft
fühlt sich
das Lenkrad in den Händen
des Fahrers leicht an.
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Obwohl
bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung oben beschrieben und gezeigt worden sind, versteht
es sich, dass diese lediglich beispielhaft für die Erfindung sind und nicht
als beschränkend
betrachtet werden können.
Hinzufügungen, Weglassungen,
Ersetzungen und andere Modifikationen können gemacht werden, ohne von
der Idee oder dem Rahmen der Erfindung abzuweichen. Demzufolge ist
die Erfindung als nicht durch die vorangehende Beschreibung beschränkt anzusehen,
sondern ist lediglich durch den Rahmen der angefügten Ansprüche beschränkt.
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Beispielsweise
ist das Reaktionssteuer/regelsystem nicht darauf beschränkt, auf
ein elektrisches Servolenksystem angewendet zu werden, sondern es
kann ebenso auf ein Fahrzeuglenksystem angewendet werden, welches
ein SBW-(steering-by-wire, elektrisch arbeitendes Lenksystem)-System,
ein aktives Lenksystem oder ein VGS-(Lenken-mit-variabler-Obersetzung)-System verwendet.
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In
dem SBW-System sind eine Betätigungseinrichtung
und ein Lenkmechanismus mechanisch voneinander getrennt und ein
Reaktionsmotor zur Ausübung
einer Reaktion auf die Betätigungseinrichtung
und ein Lenkmotor (der in dem Lenkmechanismus enthalten ist) zum
Erzeugen einer Kraft zum Lenken der gelenkten Fahrzeugräder sind
vorgesehen.
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Im
aktiven Lenksystem werden der gelenkte Winkel der Vorderräder und
der gelenkte Winkel der Hinterräder
nach Maßgabe
der Lenkbetätigung
des Fahrers oder des Antriebszustands des Fahrzeugs gesteuert/geregelt.
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In
dem VGS-System ist das Lenkübersetzungsverhältnis nach
Maßgabe
des Lenkwinkels variabel.
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Ein
Reaktionssteuer/regelsystem steuert/regelt eine Reaktionskraft,
die auf eine durch einen Fahrer eines Fahrzeugs betätigte Betätigungseinrichtung
auszuüben
ist. Das System umfasst eine Einrichtung zur Erfassung einer Lenkgeschwindigkeit des
Lenkens der Betätigungseinrichtung,
eine Einrichtung zur Erfassung eines auf die Betätigungseinrichtung ausgeübten Lenkmoments,
und eine Reaktionskraftkorrektureinrichtung zur Korrektur der Reaktionskraft
in einer solchen Weise, dass die korrigierte Reaktionskraft wenigstens
dann ansteigt, wenn die erfasste Fahrzeuggeschwindigkeit null ist,
und dass je höher
das gemessene Lenkmoment ist, desto höher die korrigierte Reaktionskraft
ist. Die Reaktionskraftkorrektureinrichtung kann die Reaktionskraft
in einer solchen Weise korrigieren, dass je höher eine Geschwindigkeit des
Fahrzeugs ist, desto höher
die korrigierte Reaktionskraft ist. Ein nicht effektiver Bereich
des Lenkmoments, bei dem die korrigierte Reaktionskraft nicht durch
das Lenkmoment beeinflusst wird, kann definiert sein.