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DE602004007565T2 - Feuerbeständige Reet-Dacheindeckungskonstruktion - Google Patents

Feuerbeständige Reet-Dacheindeckungskonstruktion Download PDF

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DE602004007565T2
DE602004007565T2 DE602004007565T DE602004007565T DE602004007565T2 DE 602004007565 T2 DE602004007565 T2 DE 602004007565T2 DE 602004007565 T DE602004007565 T DE 602004007565T DE 602004007565 T DE602004007565 T DE 602004007565T DE 602004007565 T2 DE602004007565 T2 DE 602004007565T2
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roof
thatched
mineral wool
construction
ridge
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Erling Bach Pedersen
Carlo Christensen
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CARLO F CHRISTENSEN AS
ERLING BACH PEDERSEN BRANDSIKRING APS
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CARLO F CHRISTENSEN AS
ERLING BACH PEDERSEN BRANDSIKRING APS
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D9/00Roof covering by using straw, thatch, or like materials

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  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Roof Covering Using Slabs Or Stiff Sheets (AREA)
  • Building Environments (AREA)
  • Special Wing (AREA)

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dachkonstruktion für ein Strohdach mit Seitenkanten, Dachübergängen und einem Dachfirst, die eine Glasmattierung enthält, die auf den Latten der Dachkonstruktion angeordnet ist und vorzugsweise die gesamte Dachkonstruktion abdeckt, wobei eine Mineralwollematte zwischen dem Strohdach und der Glasmattierung längs der Seitenkanten und der Dachüberhänge des Strohdachs angeordnet ist.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Auf alten Gebäuden, die einer Restaurierung bedürfen, z. B. Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten, jedoch auch auf neuen Häusern werden immer noch Strohdächer verlegt, so dass die Häuser in der ursprünglich vorgesehenen Weise oder in einem ländlichen und angenehmen Aussehen erscheinen. Ein echtes Strohdach kann ferner infolge der netten Erscheinungsform zur Wertsteigerung eines Hauses beitragen, da es dem Haus im Vergleich zu Häusern mit Ziegel- oder Asbestzementdächern einen gewissen Charme verleiht.
  • Die erhöhte Feuergefahr und die dadurch erhöhten Kosten einer Feuerversicherung sehen viele Menschen als Nachteile eines Strohdachs. Deswegen wurde im Geschäft mit Strohdächern viel Zeit und Geld aufgewendet, um mögliche Feuerschutzsysteme zu finden, die die Gefahr bedeutend verringern können.
  • Eines dieser Verfahren bestand darin, ein Rohrleitungssystem mit Sprinklern im eigentlichen Strohdach zu installieren, wobei die Sprinkler Wasser abgeben, wenn das Dach Feuer fängt. Die Vorrichtung hat sich als wirkungsvoll erwiesen; leider erhöht sie jedoch außerdem die Kosten zum Verlegen des Strohdachs, da viele Mannstunden erforderlich sind, um das Rohrleitungssystem zu montieren und in das Strohdach zu integrieren.
  • Eine Dachkonstruktion gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist im Patent DE-A-3220536 beschrieben.
  • Ein weiteres Verfahren zum Feuerfestmachen ist in dem Faltprospekt von Dansk Brandteknisk Instituts (DBI) mit dem Titel "Brandteknisk Information 29-Brandsikring af stråtege", 3. Auflage, Juli 1998 beschrieben, in dem Konstruktionen beschrieben sind, bei denen das Strohdach auf die Latten der Dachkonstruktion verlegt wird und Mineralwolle zwischen den Latten und/oder unter den Latten angeordnet wird, woraufhin an der Innenseite eine Blechabdeckung befestigt wird.
  • Der Nachteil des obigen Verfahrens besteht darin, dass das Strohdach nicht "atmen" kann, da keine natürliche Ventilation des Strohmaterials erfolgen kann, wodurch das Strohmaterial verrottet und das Strohdach zersetzt wird.
  • Nachträglich hat sich herausgestellt, dass einige Strohdächer, die gemäß den Bestimmungen des DBI-Faltprospekts verlegt wurden, eine bedeutend verringerte Lebensdauer von lediglich 5 bis 10 Jahren hatten, nach denen Investitionen zur Neueindeckung des Strohdachs getätigt werden mussten, was unerwartete Kosten bedeutet und anschließend die Hauseigentümer davon abhielt, ein neues Strohdach zu verlegen.
  • Fachmänner der Strohdachindustrie haben deshalb Möglichkeiten geprüft, um andere Materialien und/oder Verfahren zu finden, die die Feuergefahr verringern und gleichzeitig ein Verrotten des Strohmaterials zu verhindern.
  • Der Trend hat zu einem Verfahren geführt, bei dem die Latten der Dachkonstruktion vollständig oder teilweise mit einer feuerfesten und sehr diffusionsdurchlässigen Glasmattierung bedeckt sind. Feuertests haben gezeigt, dass dieses Verfahren sehr gut funktioniert und dass es das Durchbrennen auf den Flächenabschnitten des Strohdachs verringert.
  • Bei einem Feuer in einem Strohdach tritt lediglich ein Schwelfeuer auf den Flächenabschnitten auf, da das Feuer kein Strohmaterial entzündet. Das Feuer strebt zu den Kanten des Strohdachs, wo es die Möglichkeit hat, an das Strohmaterial zu gelangen, während gleichzeitig viel Sauerstoff zur Verfügung steht.
  • Der Nachteil der Glasmattierung besteht darin, dass sie bei 600 bis 800 °C schmilzt und dass an den Kantenbereichen infolge der Wärmestrahlung und eines Überschusses an Sauerstoff wesentlich höhere Temperaturen auftreten können, wodurch die Glasmattierung schmilzt und das Feuer eine freien Zugang zu der darunter liegenden Dachkonstruktion erlangen kann. Um das Schmelzen des Kantenbereichs der Glasmattierung zu vermeiden, wurde eine schmale Mineralwollematte mit einer maximalen Breite von 15 cm längs der Seitenkanten und der Dachüberhänge des Strohdachs während der Feuertests verlegt.
  • Das Prinzip der Anordnung einer schmalen Mineralwollematte längs der Seitenkanten und der Dachüberhänge besteht darin, dass die Mineralwollematte in dem Kantenbereich die darunter liegende Glasmattierung vor den hohen Temperaturen schützt. Gleichzeitig sollte die Mineralwollematte keinen zu großen Dachflächenbereich bedecken, wodurch die Ventilation des Strohdachs beträchtlich verringert wird, was Bereiche mit der Gefahr des Verrottens des Strohmaterials verursacht.
  • Die oben genannten Feuertests zeigten, dass die Kombination aus darunter liegender Glasmattierung und einer Mineralwollematte längs der Seitenkanten und der Dachüberhänge des Strohdachs teilweise zur Feuersicherheit des Strohdachs beiträgt.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Aufgabe der Erfindung ist es deswegen, eine verbesserte Feuersicherheit eines Strohdachs zu schaffen, während gleichzeitig eine ausreichende Ventilation des Strohdachs sichergestellt ist.
  • Dies wird erreicht mit einer Dachkonstruktion, die im Oberbegriff von Anspruch 1 beschrieben ist, und bei der ferner längs des Dachfirsts des Strohdachs zwischen dem Strohdach und der Glasmattierung eine Mineralwollematte mit einem Schmelzpunkt von 800 °C oder mehr angeordnet wird.
  • Beschreibung der Erfindung
  • Im Folgenden wird eine Dachkonstruktion zur Feuersicherheit von Strohdächern beschrieben, die mehrere Kanten in der Form von Seitenkanten, Dachüberstände und einen Dachfirst aufweisen. Für einen Fachmann der Strohdachindustrie gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen diesen Kanten, da in Abhängigkeit davon, ob es sich um eine Seitenkante, Dachüberstände oder einen Dachfirst handelt, durch das Bedecken mit Stroh unterschiedliche geschlossenen Abschnitte des Strohdachs geschaffen werden.
  • Obwohl der Ausdruck "Strohdach" vorzugsweise als Dächer verstanden wird, die aus Ried aufgebaut sind, kann jedoch ein Strohdach aus anderen organischen Materialien aufgebaut sein wie z. B. Stroh, Binsen, Seegras und dergleichen.
  • Umfangreiche Feuertests zeigten, dass die Kombination aus darunter liegender Glasmattierung und einer Mineralwollematte längs der Seitenkanten und der Dachüberhänge des Strohdachs teilweise zur Feuersicherheit des Strohdachs beiträgt. Um die Feuersicherheit zu verbessern, muss eine Mineralwollematte mit einem Schmelzpunkt von 800 °C oder mehr verwendet werden, da die Flammentemperatur nahe an diese Temperatur ansteigen kann.
  • Die umfangreichen Feuertests zeigten ferner, dass Probleme rund um den Dachfirst des Strohdachs entstehen, da das Strohdach um den Dachfirst eine geringere Materialdicke aufweist, wobei der Dachfirst gleichzeitig mit einem Firstabschnitt aus porösem Material wie z. B. Heidekraut, Seegras oder Stroh und durch Querteile verschlossen ist, die zur Folge haben, dass das Feuer einiges Material zum Entzünden hat.
  • Infolge der geringen Materialdicke um den Dachfirst kann die Wärmestrahlung von den Flammen leichter ein Schmelzen der darunter liegenden Glasmattierung und ein Durchbrennen der Dachkonstruktion bewirken. Um das zu verhindern, wird eine Mineralwollematte längs des Dachfirsts des Strohdachs vorgesehen.
  • Im Unterschied zu früheren Fällen, bei denen während der Tests lediglich eine schmale Mineralwollematte längs der Seitenkanten und der Dachüberstände vorgesehen wurde, um die Ventilation an einer möglichst großen Fläche des Strohdach aufrechtzuerhalten, zeigten die Feuertests, dass dieses Konzept eingeschränkt werden muss, um eine zufrieden stellende Feuersicherheit des Strohdachs zu erreichen. Deswegen müssen breitere Mineralwollematten um die Kanten des Strohdachs angeordnet werden.
  • Durch das Entzünden eines Feuers an einem Strohdach bei einem Testaufbau wurde beobachtet, dass sich die Flammengrenze von den Seitenkanten und/oder Dachüberständen in die Dachfläche des Strohdachs bewegen, und dass sich die Flammengrenze mit einer Geschwindigkeit bewegt, die durch den Feuchtigkeitsgehalt des Strohmaterials und durch die Windbedingungen bestimmt wird.
  • Um die darunter liegende Glasmattierung zu schützen und gleichzeitig eine ausreichende Reaktionszeit für eine Alarmierung und zum Feuerlöschen zu erreichen, besitzt die Mineralwollematte längs der Dachüberstände und der Seitenkanten des Strohdachs eine Breite von 50–80 cm, vorzugsweise 60 cm.
  • Längs des Dachfirsts des Strohdachs breiteten sich die Flammen infolge des Firstabschnitts und der geringeren Dicke des Strohmaterials etwas schneller aus und deswegen besitzt die Mineralwollematte längs des Dachfirsts des Strohdachs eine Breite von 50–80 cm, vorzugsweise 70 cm.
  • Die breiteren Mineralwollematten werden als ausreichend betrachtet, um das Schmelzen der darunter liegenden Glasmattierung zu verhindern und um dadurch eine ausreichende Zeit zu erreichen, um mit dem Feuerlöschen zu beginnen, während gleichzeitig eine gute Ventilation der anderen Dachflächen des Dachs erreicht wird.
  • Um eine optimale Feuerlöschung der Dachkonstruktion zu erreichen, werden Mineralwollematten mit einem Schmelzpunkt höher als 1100 °C verwendet. Bei Feuern, die keinen Leichtbrennstoff oder entflammbare Flüssigkeiten, z. B. Benzin oder dergleichen, enthalten, wird die Flammentemperatur selten 1100 °C übersteigen und die Mineralwollematte wird deshalb in der Lage sein, die darunter liegende Glasmattierung zu schützen, bis das Feuer gelöscht ist.
  • Die Feuertests zeigten, dass die Mineralwollematte eine Steinwollematte sein muss, um sicherzustellen, dass die Mineralwollematte der Wärmestrahlung widerstehen und die darunter liegende Glasmattierung schützen kann.
  • Besonders geeignete Mineralwollematten zum Abdecken der Kanten des Strohdachs besitzen eine Dichte von 100–350 kg/m3, sind abmessungsstabil und besitzen keinerlei Oberflächenschutz in Form von Platten, Taschen oder Imprägnierung.
  • Mineralwollematten mit einer Dichte zwischen 100 und 350 kg/m3 bedeuten, dass das Mineralwollematerial so dicht gepackt ist, dass es zu Platten (Matten) geformt werden kann, die während des Transports und der Lagerung leicht zu handhaben sind.
  • Um zu vermeiden, dass das Feuer trotz der positionierten Mineralwollematten vom Strohdach auf die Dachkonstruktion überspringt, besitzen sie keinerlei Oberflächenschutz in Form von Platten, Taschen oder Imprägnierung, die entzündet – werden können.
  • Um eine Dachkonstruktion für ein Strohdach herzustellen, werden die folgenden Schritte ausgeführt:
    • – eine Glasmattierung wird direkt auf den Latten der Dachkonstruktion angeordnet und befestigt;
    • – Mineralwollematten, die vorzugsweise eine Breite von 60 cm haben, werden längs der Seitenkanten und Dachüberstände des Strohdachs angeordnet;
    • – Strohmaterial wird beginnend bei den Dachüberständen in Richtung nach oben auf die Dachkonstruktion gelegt;
    • – Mineralwollematten, die vorzugsweise eine Breite von 70 cm haben, werden längs des Dachfirsts des Dachs angeordnet; und
    • – das Dach wird mit Stroh gedeckt und mit einem Dachfirstabschnitt fertig gestellt.
  • Das obige Verfahren zum Herstellen eines feuerfesten Strohdachs wird ausgeführt, nachdem die Latten auf den Dachsparren der Dachkonstruktion befestigt wurden.
  • Die Glasmattierung wird auf das Dach gelegt und direkt an den Latten angebracht und während der Montage gestrafft, so dass die Innenseite des Strohdachs als eine verhältnismäßig glatte und nette Struktur erscheint.
  • Die Glasmattierung ist ein Verbundgewebe, das aus einer Schicht Glasgewebe und einer Schicht Glassplitter aufgebaut ist, die der Glasmattierung die erforderliche Festigkeit und Stabilität während der Montage verleihen.
  • Die Glasmattierung wird so gedreht, dass die Glasgewebeschicht den Latten zugewandt ist. Das bedeutet außerdem, dass selbst dann, wenn die Säume schmelzen, die die Glasmattierung zusammen halten, die Glasgewebeschicht die Glassplitterschicht hält und dadurch die Schutzfunktion der Glasmattierung nicht wesentlich gemindert wird.
  • Nachdem die Glasmattierung auf der gesamten Dachkonstruktion ausgelegt wurde, können Mineralwollematten längs der Seitenkanten und Dachüberstände des Strohdachs angeordnet werden. Diese Matten werden z. B. mit Holzbetonnägeln befestigt, die die Mineralwollepatten in Position halten, bis das Strohmaterial aufgelegt und an der Dachkonstruktion befestigt wird.
  • Wenn das Strohmaterial beginnend bei den Dachüberständen in Richtung nach oben auf die Dachkonstruktion gelegt wird und bevor es den Dachfirst erreicht, werden Mineralwollemattert, die breiter sind als die Mineralwollematten an den Seitenkanten und den Dachüberständen, längs des Dachfirsts des Strohdachs angeordnet. Dann wird das Strohdach mit einem Dachfirstabschnitt fertig gestellt.
  • Mineralwollematten müssen nur an den Punkten eines Strohdachs angeordnet werden, die eine freie Kante haben. Beispielsweise an einer Dachkammer, wo ein allmählicher Übergang zu anderen Oberflächen des Strohdachs vorhanden ist, müssen Mineralwollematten lediglich längs der Dachüberstandskante angeordnet werden. An kranzförmigen Kanten, wie z. B. eine Dachkehle zwischen zwei Gebäuden, müssen keine Mineralwollematten angeordnet werden, da das Strohdach keine freie Kante hat, die die Flammen entzünden kann.
  • Die Mineralwollematten besitzen typischerweise eine Dicke von wenigstens 45 mm, die sich als ausreichend erwiesen hat, um die darunter liegende Glasmattierung zu schützen, wobei die Dicke gleichzeitig mit der typischen Verlagerung von Ortgangbrettern und Traufbrettern übereinstimmt, mit denen die Dachkonstruktion typischerweise hergestellt ist, vorausgesetzt, dass die Öffnungen zwischen dem Strohdach und der Dachkonstruktion an den Kantenabschnitten geschlossen werden. Es ist ferner vorteilhaft, dass diese Öffnungen/Kanäle verschlossen werden, die kalte Luft in das Haus oder Luft (Sauerstoff) zu den Flammen transportieren können, wodurch die Geschwindigkeit der Flammen vergrößert wird. Sie können ferner als Lebensraum für Ungeziefer wie z. B. Mäuse, Ratten, Frettchen und dergleichen dienen.
  • Feuertests, die in Zusammenarbeit mit dem DBI gemacht wurden, haben ergeben, dass die Bestimmungen des DBI in Bezug darauf neu geschrieben werden, wie Strohdächer gemäß der vorliegenden Erfindung feuerfest gemacht werden können, und da das DBI diese Dachkonstruktion als feuerfest zugelassen hat, können Hausbesitzer eine Verringerung ihrer Versicherungsprämien erhalten und eine bessere Wirtschaftlichkeit beim Herstellen oder Renovieren von Strohdächern erreichen.
  • Die Erfindung wird im Folgenden in Verbindung mit den Zeichnungen genauer erläutert; es zeigen:
  • 1 Auszüge aus dem Informationsfaltprospekt, das durch das DBI ausgegeben wurde;
  • 2 eine Schnittansicht einer Dachkonstruktion gemäß der Erfindung;
  • 3 eine Schnittansicht einer Dachkonstruktion mit Strohdach;
  • 4 eine perspektivische Ansicht mit einer Dachkonstruktion gemäß der Erfindung;
  • 5 eine perspektivische Ansicht einer Dachkammerkonstruktion gemäß der Erfindung; und
  • 6 eine Glasmattierung gemäß der Erfindung.
  • In 1 sind drei Illustrationen aus dem DBI-Faltprospekt "Brandteknisk Information 29 – Brandsikring af stråtegett" (3. Auflage, Juli 1998) gezeigt, wobei drei unterschiedliche Verfahren, die zur Feuersicherheit von Strohdächern zugelassen wurden, dargestellt sind:
    • – In der oberen Illustration "Oven på spær" 1a liegt ein Strohdach 2 auf einer Schicht aus Mineralwollematten 3, die zwischen die Latten 5 der Dachkonstruktion gelegt wurden. Die Mineralwollematten 3 und die Latten 5 sind auf einem Abstandshalter 4 angeordnet, der auf einer feuerfesten Plattenabdeckung 7 auf den Dachsparren 6 liegt.
    • – In der mittleren Illustration "Mellern spaer" 1b liegt ein Strohdach 2 auf Latten 5 und es ist eine Schicht aus Mineralwollematten 3 zwischen den Latten 5 und unter den Latten 5 vorhanden. Es gibt eine Platte 8 zum Sichern der Mine ralwollematten 3 zwischen den Latten 5 und Dachsparren 6. Um die Platten 8 zu unterstützen, sind Leisten 9 an der Seite der Dachsparren 6 angebracht.
    • – In der unteren Illustration "Påsorøjtet" 1c liegt ein Strohdach 2 auf Latten 5 und ein feuerfester Putzmörtel 10 wurde auf die Unterseite der Latten 5/des Strohdachs 2 gespritzt.
  • Diesen drei Verfahren ist gemeinsam, dass Strohdächer 2 direkt an einer geschlossenen Oberfläche angeordnet sind, an der ein geringer Luftdurchgang vorhanden ist. Das bedeutet, dass das Strohdach 2 nicht atmen kann und in dem Strohmaterial eine Verrottung auftreten kann, wodurch sich die Lebensdauer stark vermindert.
  • In 2 ist eine Dachkonstruktion 20 gezeigt, die Dachsparren 21 und Latten 22 enthält, auf denen eine Glasmattierung 23 angebracht/aufgehängt ist, die sich von einer Ortgangbrettkante 26 nach oben über den Dachfirst 27 und auf der anderen Seite der Dachkonstruktion 20 nach unten erstreckt.
  • Längs der Dachüberstände 24 ist eine etwa 60 cm breite Mineralwollematte 25 angeordnet, die auf der Glasmattierung 23 liegt und sich nach oben zur Ortgangbrettkante 26 erstreckt. Längs des Dachfirsts 27 befindet sich eine Mineralwollematte 28, die auf der Glasmattierung 23 und über dem Dachfirst 27 liegt und sich an beiden Seiten des Dachfirsts 27 um etwa 70 cm nach unten erstreckt.
  • In 3 ist die Dachkonstruktion 20 von 2 mit einem Strohdach 30 gezeigt. An dem Dachfirst 27 ist des Weiteren ein Dachfirstabschnitt 31 angeordnet, der Heidekraut, Stroh oder dergleichen enthalten kann, um einen hübschen Abschluss an dem Strohdach 30 zu erreichen.
  • An den Dachüberständen 24 ist ersichtlich, dass die Mineralwollematte 25 die Öffnung zwischen Latte 22, Strohdach 30 und Ortgangbrett 26 füllt, wodurch ein Luftzugang verhindert ist. Die Materialdicke sowohl der Mineralwollematte 25 als auch der Mineralwollematte 26 ist verringert, wenn das Strohdach 30 auf die Dachkonstruktion 20 gelegt wird.
  • Zwischen der oberen Kante der Mineralwollematte 25 und der unteren Kante der Mineralwollematte 28 ist nur die sehr diffusionsdurchlässige Glasmattierung 23 vorhanden, die das Strohdach 30 vom Dachboden, 32 trennt, wodurch das Strohdach 39 frei atmen kann.
  • In 4 ist eine Dachkonstruktion 40 auf einem Gebäude 41 gezeigt, an dem eine mittig angeordnete Dachkammer 42 vorgesehen ist. Die Seitenflächen der Dachkonstruktion 40 und die Seitenflächen der Dachkammer 42 sind mit einer Glasmattierung 43 versehen.
  • Längs des Dachfirsts 44 und des Dachfirsts 45 auf der Dachkammer 42 ist eine Mineralwollematte 46 angeordnet, während längs der Seitenkanten 47 und der Dachüberstände 48 eine Mineralwollematte 49 angeordnet ist.
  • In 5 ist eine Dachkammerkonstruktion 50 gezeigt, bei der um die Dachüberstandkante 51 eine Mineralwollematte 52 angeordnet ist, die die Dachkammerkonstruktion 50 umgibt und auf der Glasmattierung 57 und nach oben bis zur Ortgangbrettkante 58 liegt.
  • Zwischen der Dachkammerkonstruktion 50 und der Dachkonstruktion 56 sind keine Mineralwollematten ausgelegt, da eine durchgehende Verbindung des Strohdachs (nicht gezeigt) hergestellt ist.
  • In 6 ist eine Glasmattierung 60 gezeigt, die ein Verbundgewebe ist, das aus einer Schicht aus Glasgewebe 61 und einer Schicht aus Glassplittern 62 aufgebaut ist, die z. B. mittels Säumen 63 miteinander vernäht sind.
  • Die Kombination aus Glasgewebe 61 und Glassplittern 62 verleiht der Glasmattierung 60 die erforderliche Festigkeit und Stabilität während der Montage. Die Glasmattierung 60 wird angebracht, wobei das Glasgewebe 61 nach unten weist, so dass es beim Schmelzen des Saums 63 oder beim Bruch des Saums 63 die Glassplitter 62 aufhalten kann und dadurch die feuerfeste Wirkung der Glasmattierung 60 erhalten kann.

Claims (7)

  1. Dachkonstruktion (20, 40) mit Seitenkanten (47), Dachüberhängen (24, 48) und einem Dachfirst (27, 44), die ein Strohdach (30) und eine Glasmattierung (23), die auf den Latten (22) der Dachkonstruktion (20, 40) angeordnet sind und vorzugsweise die gesamte Dachkonstruktion (20) abdecken, enthält, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mineralwollematte (25, 49) zwischen dem Strohdach (30) und der Glasmattierung (23) längs der Seitenkanten (47) und der Dachüberhänge (24, 48) des Strohdachs (30) angeordnet ist und ferner längs des Dachfirsts (27, 44) des Strohdachs (30) zwischen dem Strohdach (30) und der Glasmattierung (23, 43) eine Mineralwollematte (28, 46) mit einem Schmelzpunkt von 800 °C oder mehr angeordnet ist.
  2. Dachkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralwollematte (25, 49) längs der Dachüberhänge (24, 48) des Strohdachs (30) und der Seitenkanten (47) eine Breite von 50–80 cm, vorzugsweise 60 cm, besitzt.
  3. Dachkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralwollematte (28, 46) längs des Dachfirsts (27, 44) des Strohdachs (30) eine Breite von 50–80 cm, vorzugsweise 60–70 cm, besitzt.
  4. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzpunkt der Mineralwollematte (25, 28, 46, 49) höher als 1100 °C ist.
  5. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralwollematte (25, 28, 46, 49) eine Steinwollematte ist.
  6. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralwollematte (25, 28, 46, 49) eine Dichte von 100–350 kg/m3 besitzt und abmessungsstabil ist und keinerlei Oberflächenschutz in Form von Platten, Taschen oder Imprägnierung besitzt.
  7. Verfahren zum Herstellen einer Dachkonstruktion (20) für ein Strohdach (30) nach einem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass – eine Glasmattierung (23) direkt auf den Latten (22) der Dachkonstruktion (20, 40) angeordnet und befestigt wird; – Mineralwollematten (25, 49), die vorzugsweise eine Breite von 60 cm haben, längs der Seitenkanten (47) und der Dachüberhänge (24, 48) der Dachkonstruktion (20, 40) angeordnet werden; – Strohmaterial beginnend bei den Dachüberhängen (24, 48) in Richtung nach oben auf die Dachkonstruktion (20, 40) gelegt wird; – Mineralwollematten (28, 46), die vorzugsweise eine Breite von 70 cm haben, längs des Dachfirsts (27, 44) und der Dachkonstruktion (20, 40) angeordnet werden; und – das Dach mit Stroh gedeckt und mit einem Dachfirstabschnitt (31) fertig gestellt wird.
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