-
Gebiet der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Dachkonstruktion für ein Strohdach
mit Seitenkanten, Dachübergängen und
einem Dachfirst, die eine Glasmattierung enthält, die auf den Latten der
Dachkonstruktion angeordnet ist und vorzugsweise die gesamte Dachkonstruktion
abdeckt, wobei eine Mineralwollematte zwischen dem Strohdach und
der Glasmattierung längs
der Seitenkanten und der Dachüberhänge des
Strohdachs angeordnet ist.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Auf
alten Gebäuden,
die einer Restaurierung bedürfen,
z. B. Fachwerkhäuser
aus früheren
Jahrhunderten, jedoch auch auf neuen Häusern werden immer noch Strohdächer verlegt,
so dass die Häuser in
der ursprünglich
vorgesehenen Weise oder in einem ländlichen und angenehmen Aussehen
erscheinen. Ein echtes Strohdach kann ferner infolge der netten
Erscheinungsform zur Wertsteigerung eines Hauses beitragen, da es
dem Haus im Vergleich zu Häusern
mit Ziegel- oder Asbestzementdächern
einen gewissen Charme verleiht.
-
Die
erhöhte
Feuergefahr und die dadurch erhöhten
Kosten einer Feuerversicherung sehen viele Menschen als Nachteile
eines Strohdachs. Deswegen wurde im Geschäft mit Strohdächern viel
Zeit und Geld aufgewendet, um mögliche
Feuerschutzsysteme zu finden, die die Gefahr bedeutend verringern
können.
-
Eines
dieser Verfahren bestand darin, ein Rohrleitungssystem mit Sprinklern
im eigentlichen Strohdach zu installieren, wobei die Sprinkler Wasser abgeben,
wenn das Dach Feuer fängt.
Die Vorrichtung hat sich als wirkungsvoll erwiesen; leider erhöht sie jedoch
außerdem
die Kosten zum Verlegen des Strohdachs, da viele Mannstunden erforderlich
sind, um das Rohrleitungssystem zu montieren und in das Strohdach
zu integrieren.
-
Eine
Dachkonstruktion gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 ist im Patent
DE-A-3220536 beschrieben.
-
Ein
weiteres Verfahren zum Feuerfestmachen ist in dem Faltprospekt von
Dansk Brandteknisk Instituts (DBI) mit dem Titel "Brandteknisk Information
29-Brandsikring af stråtege", 3. Auflage, Juli
1998 beschrieben, in dem Konstruktionen beschrieben sind, bei denen
das Strohdach auf die Latten der Dachkonstruktion verlegt wird und
Mineralwolle zwischen den Latten und/oder unter den Latten angeordnet
wird, woraufhin an der Innenseite eine Blechabdeckung befestigt
wird.
-
Der
Nachteil des obigen Verfahrens besteht darin, dass das Strohdach
nicht "atmen" kann, da keine natürliche Ventilation
des Strohmaterials erfolgen kann, wodurch das Strohmaterial verrottet
und das Strohdach zersetzt wird.
-
Nachträglich hat
sich herausgestellt, dass einige Strohdächer, die gemäß den Bestimmungen
des DBI-Faltprospekts verlegt wurden, eine bedeutend verringerte
Lebensdauer von lediglich 5 bis 10 Jahren hatten, nach denen Investitionen
zur Neueindeckung des Strohdachs getätigt werden mussten, was unerwartete
Kosten bedeutet und anschließend
die Hauseigentümer
davon abhielt, ein neues Strohdach zu verlegen.
-
Fachmänner der
Strohdachindustrie haben deshalb Möglichkeiten geprüft, um andere
Materialien und/oder Verfahren zu finden, die die Feuergefahr verringern
und gleichzeitig ein Verrotten des Strohmaterials zu verhindern.
-
Der
Trend hat zu einem Verfahren geführt, bei
dem die Latten der Dachkonstruktion vollständig oder teilweise mit einer
feuerfesten und sehr diffusionsdurchlässigen Glasmattierung bedeckt
sind. Feuertests haben gezeigt, dass dieses Verfahren sehr gut funktioniert
und dass es das Durchbrennen auf den Flächenabschnitten des Strohdachs
verringert.
-
Bei
einem Feuer in einem Strohdach tritt lediglich ein Schwelfeuer auf
den Flächenabschnitten auf,
da das Feuer kein Strohmaterial entzündet. Das Feuer strebt zu den
Kanten des Strohdachs, wo es die Möglichkeit hat, an das Strohmaterial
zu gelangen, während
gleichzeitig viel Sauerstoff zur Verfügung steht.
-
Der
Nachteil der Glasmattierung besteht darin, dass sie bei 600 bis
800 °C schmilzt
und dass an den Kantenbereichen infolge der Wärmestrahlung und eines Überschusses
an Sauerstoff wesentlich höhere
Temperaturen auftreten können,
wodurch die Glasmattierung schmilzt und das Feuer eine freien Zugang
zu der darunter liegenden Dachkonstruktion erlangen kann. Um das
Schmelzen des Kantenbereichs der Glasmattierung zu vermeiden, wurde
eine schmale Mineralwollematte mit einer maximalen Breite von 15
cm längs
der Seitenkanten und der Dachüberhänge des
Strohdachs während
der Feuertests verlegt.
-
Das
Prinzip der Anordnung einer schmalen Mineralwollematte längs der
Seitenkanten und der Dachüberhänge besteht
darin, dass die Mineralwollematte in dem Kantenbereich die darunter
liegende Glasmattierung vor den hohen Temperaturen schützt. Gleichzeitig
sollte die Mineralwollematte keinen zu großen Dachflächenbereich bedecken, wodurch
die Ventilation des Strohdachs beträchtlich verringert wird, was
Bereiche mit der Gefahr des Verrottens des Strohmaterials verursacht.
-
Die
oben genannten Feuertests zeigten, dass die Kombination aus darunter
liegender Glasmattierung und einer Mineralwollematte längs der Seitenkanten
und der Dachüberhänge des
Strohdachs teilweise zur Feuersicherheit des Strohdachs beiträgt.
-
Aufgabe der Erfindung
-
Aufgabe
der Erfindung ist es deswegen, eine verbesserte Feuersicherheit
eines Strohdachs zu schaffen, während
gleichzeitig eine ausreichende Ventilation des Strohdachs sichergestellt
ist.
-
Dies
wird erreicht mit einer Dachkonstruktion, die im Oberbegriff von
Anspruch 1 beschrieben ist, und bei der ferner längs des Dachfirsts des Strohdachs
zwischen dem Strohdach und der Glasmattierung eine Mineralwollematte
mit einem Schmelzpunkt von 800 °C
oder mehr angeordnet wird.
-
Beschreibung der Erfindung
-
Im
Folgenden wird eine Dachkonstruktion zur Feuersicherheit von Strohdächern beschrieben, die
mehrere Kanten in der Form von Seitenkanten, Dachüberstände und
einen Dachfirst aufweisen. Für einen
Fachmann der Strohdachindustrie gibt es einen deutlichen Unterschied
zwischen diesen Kanten, da in Abhängigkeit davon, ob es sich
um eine Seitenkante, Dachüberstände oder
einen Dachfirst handelt, durch das Bedecken mit Stroh unterschiedliche
geschlossenen Abschnitte des Strohdachs geschaffen werden.
-
Obwohl
der Ausdruck "Strohdach" vorzugsweise als
Dächer
verstanden wird, die aus Ried aufgebaut sind, kann jedoch ein Strohdach
aus anderen organischen Materialien aufgebaut sein wie z. B. Stroh,
Binsen, Seegras und dergleichen.
-
Umfangreiche
Feuertests zeigten, dass die Kombination aus darunter liegender
Glasmattierung und einer Mineralwollematte längs der Seitenkanten und der
Dachüberhänge des
Strohdachs teilweise zur Feuersicherheit des Strohdachs beiträgt. Um die Feuersicherheit
zu verbessern, muss eine Mineralwollematte mit einem Schmelzpunkt
von 800 °C
oder mehr verwendet werden, da die Flammentemperatur nahe an diese
Temperatur ansteigen kann.
-
Die
umfangreichen Feuertests zeigten ferner, dass Probleme rund um den
Dachfirst des Strohdachs entstehen, da das Strohdach um den Dachfirst eine
geringere Materialdicke aufweist, wobei der Dachfirst gleichzeitig
mit einem Firstabschnitt aus porösem
Material wie z. B. Heidekraut, Seegras oder Stroh und durch Querteile
verschlossen ist, die zur Folge haben, dass das Feuer einiges Material
zum Entzünden
hat.
-
Infolge
der geringen Materialdicke um den Dachfirst kann die Wärmestrahlung
von den Flammen leichter ein Schmelzen der darunter liegenden Glasmattierung
und ein Durchbrennen der Dachkonstruktion bewirken. Um das zu verhindern,
wird eine Mineralwollematte längs
des Dachfirsts des Strohdachs vorgesehen.
-
Im
Unterschied zu früheren
Fällen,
bei denen während
der Tests lediglich eine schmale Mineralwollematte längs der
Seitenkanten und der Dachüberstände vorgesehen
wurde, um die Ventilation an einer möglichst großen Fläche des Strohdach aufrechtzuerhalten,
zeigten die Feuertests, dass dieses Konzept eingeschränkt werden
muss, um eine zufrieden stellende Feuersicherheit des Strohdachs
zu erreichen. Deswegen müssen
breitere Mineralwollematten um die Kanten des Strohdachs angeordnet
werden.
-
Durch
das Entzünden
eines Feuers an einem Strohdach bei einem Testaufbau wurde beobachtet, dass
sich die Flammengrenze von den Seitenkanten und/oder Dachüberständen in
die Dachfläche
des Strohdachs bewegen, und dass sich die Flammengrenze mit einer
Geschwindigkeit bewegt, die durch den Feuchtigkeitsgehalt des Strohmaterials
und durch die Windbedingungen bestimmt wird.
-
Um
die darunter liegende Glasmattierung zu schützen und gleichzeitig eine
ausreichende Reaktionszeit für
eine Alarmierung und zum Feuerlöschen zu
erreichen, besitzt die Mineralwollematte längs der Dachüberstände und
der Seitenkanten des Strohdachs eine Breite von 50–80 cm,
vorzugsweise 60 cm.
-
Längs des
Dachfirsts des Strohdachs breiteten sich die Flammen infolge des
Firstabschnitts und der geringeren Dicke des Strohmaterials etwas schneller
aus und deswegen besitzt die Mineralwollematte längs des Dachfirsts des Strohdachs
eine Breite von 50–80
cm, vorzugsweise 70 cm.
-
Die
breiteren Mineralwollematten werden als ausreichend betrachtet,
um das Schmelzen der darunter liegenden Glasmattierung zu verhindern
und um dadurch eine ausreichende Zeit zu erreichen, um mit dem Feuerlöschen zu
beginnen, während
gleichzeitig eine gute Ventilation der anderen Dachflächen des
Dachs erreicht wird.
-
Um
eine optimale Feuerlöschung
der Dachkonstruktion zu erreichen, werden Mineralwollematten mit
einem Schmelzpunkt höher
als 1100 °C
verwendet. Bei Feuern, die keinen Leichtbrennstoff oder entflammbare
Flüssigkeiten,
z. B. Benzin oder dergleichen, enthalten, wird die Flammentemperatur
selten 1100 °C übersteigen
und die Mineralwollematte wird deshalb in der Lage sein, die darunter
liegende Glasmattierung zu schützen,
bis das Feuer gelöscht ist.
-
Die
Feuertests zeigten, dass die Mineralwollematte eine Steinwollematte
sein muss, um sicherzustellen, dass die Mineralwollematte der Wärmestrahlung
widerstehen und die darunter liegende Glasmattierung schützen kann.
-
Besonders
geeignete Mineralwollematten zum Abdecken der Kanten des Strohdachs
besitzen eine Dichte von 100–350
kg/m3, sind abmessungsstabil und besitzen
keinerlei Oberflächenschutz
in Form von Platten, Taschen oder Imprägnierung.
-
Mineralwollematten
mit einer Dichte zwischen 100 und 350 kg/m3 bedeuten,
dass das Mineralwollematerial so dicht gepackt ist, dass es zu Platten
(Matten) geformt werden kann, die während des Transports und der
Lagerung leicht zu handhaben sind.
-
Um
zu vermeiden, dass das Feuer trotz der positionierten Mineralwollematten
vom Strohdach auf die Dachkonstruktion überspringt, besitzen sie keinerlei
Oberflächenschutz
in Form von Platten, Taschen oder Imprägnierung, die entzündet – werden können.
-
Um
eine Dachkonstruktion für
ein Strohdach herzustellen, werden die folgenden Schritte ausgeführt:
-
- – eine
Glasmattierung wird direkt auf den Latten der Dachkonstruktion angeordnet
und befestigt;
- – Mineralwollematten,
die vorzugsweise eine Breite von 60 cm haben, werden längs der
Seitenkanten und Dachüberstände des
Strohdachs angeordnet;
- – Strohmaterial
wird beginnend bei den Dachüberständen in
Richtung nach oben auf die Dachkonstruktion gelegt;
- – Mineralwollematten,
die vorzugsweise eine Breite von 70 cm haben, werden längs des
Dachfirsts des Dachs angeordnet; und
- – das
Dach wird mit Stroh gedeckt und mit einem Dachfirstabschnitt fertig
gestellt.
-
Das
obige Verfahren zum Herstellen eines feuerfesten Strohdachs wird
ausgeführt,
nachdem die Latten auf den Dachsparren der Dachkonstruktion befestigt
wurden.
-
Die
Glasmattierung wird auf das Dach gelegt und direkt an den Latten
angebracht und während der
Montage gestrafft, so dass die Innenseite des Strohdachs als eine
verhältnismäßig glatte
und nette Struktur erscheint.
-
Die
Glasmattierung ist ein Verbundgewebe, das aus einer Schicht Glasgewebe
und einer Schicht Glassplitter aufgebaut ist, die der Glasmattierung
die erforderliche Festigkeit und Stabilität während der Montage verleihen.
-
Die
Glasmattierung wird so gedreht, dass die Glasgewebeschicht den Latten
zugewandt ist. Das bedeutet außerdem,
dass selbst dann, wenn die Säume
schmelzen, die die Glasmattierung zusammen halten, die Glasgewebeschicht
die Glassplitterschicht hält
und dadurch die Schutzfunktion der Glasmattierung nicht wesentlich
gemindert wird.
-
Nachdem
die Glasmattierung auf der gesamten Dachkonstruktion ausgelegt wurde,
können
Mineralwollematten längs
der Seitenkanten und Dachüberstände des
Strohdachs angeordnet werden. Diese Matten werden z. B. mit Holzbetonnägeln befestigt,
die die Mineralwollepatten in Position halten, bis das Strohmaterial
aufgelegt und an der Dachkonstruktion befestigt wird.
-
Wenn
das Strohmaterial beginnend bei den Dachüberständen in Richtung nach oben
auf die Dachkonstruktion gelegt wird und bevor es den Dachfirst
erreicht, werden Mineralwollemattert, die breiter sind als die Mineralwollematten
an den Seitenkanten und den Dachüberständen, längs des Dachfirsts
des Strohdachs angeordnet. Dann wird das Strohdach mit einem Dachfirstabschnitt
fertig gestellt.
-
Mineralwollematten
müssen
nur an den Punkten eines Strohdachs angeordnet werden, die eine
freie Kante haben. Beispielsweise an einer Dachkammer, wo ein allmählicher Übergang
zu anderen Oberflächen
des Strohdachs vorhanden ist, müssen
Mineralwollematten lediglich längs
der Dachüberstandskante
angeordnet werden. An kranzförmigen
Kanten, wie z. B. eine Dachkehle zwischen zwei Gebäuden, müssen keine
Mineralwollematten angeordnet werden, da das Strohdach keine freie Kante
hat, die die Flammen entzünden
kann.
-
Die
Mineralwollematten besitzen typischerweise eine Dicke von wenigstens
45 mm, die sich als ausreichend erwiesen hat, um die darunter liegende Glasmattierung
zu schützen,
wobei die Dicke gleichzeitig mit der typischen Verlagerung von Ortgangbrettern
und Traufbrettern übereinstimmt,
mit denen die Dachkonstruktion typischerweise hergestellt ist, vorausgesetzt,
dass die Öffnungen
zwischen dem Strohdach und der Dachkonstruktion an den Kantenabschnitten
geschlossen werden. Es ist ferner vorteilhaft, dass diese Öffnungen/Kanäle verschlossen werden,
die kalte Luft in das Haus oder Luft (Sauerstoff) zu den Flammen
transportieren können,
wodurch die Geschwindigkeit der Flammen vergrößert wird. Sie können ferner
als Lebensraum für
Ungeziefer wie z. B. Mäuse,
Ratten, Frettchen und dergleichen dienen.
-
Feuertests,
die in Zusammenarbeit mit dem DBI gemacht wurden, haben ergeben,
dass die Bestimmungen des DBI in Bezug darauf neu geschrieben werden,
wie Strohdächer
gemäß der vorliegenden
Erfindung feuerfest gemacht werden können, und da das DBI diese
Dachkonstruktion als feuerfest zugelassen hat, können Hausbesitzer eine Verringerung
ihrer Versicherungsprämien
erhalten und eine bessere Wirtschaftlichkeit beim Herstellen oder
Renovieren von Strohdächern
erreichen.
-
Die
Erfindung wird im Folgenden in Verbindung mit den Zeichnungen genauer
erläutert;
es zeigen:
-
1 Auszüge aus dem
Informationsfaltprospekt, das durch das DBI ausgegeben wurde;
-
2 eine
Schnittansicht einer Dachkonstruktion gemäß der Erfindung;
-
3 eine
Schnittansicht einer Dachkonstruktion mit Strohdach;
-
4 eine
perspektivische Ansicht mit einer Dachkonstruktion gemäß der Erfindung;
-
5 eine
perspektivische Ansicht einer Dachkammerkonstruktion gemäß der Erfindung;
und
-
6 eine
Glasmattierung gemäß der Erfindung.
-
In 1 sind
drei Illustrationen aus dem DBI-Faltprospekt "Brandteknisk Information 29 – Brandsikring
af stråtegett" (3. Auflage, Juli
1998) gezeigt, wobei drei unterschiedliche Verfahren, die zur Feuersicherheit
von Strohdächern
zugelassen wurden, dargestellt sind:
- – In der
oberen Illustration "Oven
på spær" 1a liegt ein
Strohdach 2 auf einer Schicht aus Mineralwollematten 3,
die zwischen die Latten 5 der Dachkonstruktion gelegt wurden.
Die Mineralwollematten 3 und die Latten 5 sind
auf einem Abstandshalter 4 angeordnet, der auf einer feuerfesten Plattenabdeckung 7 auf
den Dachsparren 6 liegt.
- – In
der mittleren Illustration "Mellern
spaer" 1b liegt
ein Strohdach 2 auf Latten 5 und es ist eine Schicht
aus Mineralwollematten 3 zwischen den Latten 5 und
unter den Latten 5 vorhanden. Es gibt eine Platte 8 zum
Sichern der Mine ralwollematten 3 zwischen den Latten 5 und
Dachsparren 6. Um die Platten 8 zu unterstützen, sind
Leisten 9 an der Seite der Dachsparren 6 angebracht.
- – In
der unteren Illustration "Påsorøjtet" 1c liegt ein
Strohdach 2 auf Latten 5 und ein feuerfester Putzmörtel 10 wurde
auf die Unterseite der Latten 5/des Strohdachs 2 gespritzt.
-
Diesen
drei Verfahren ist gemeinsam, dass Strohdächer 2 direkt an einer
geschlossenen Oberfläche
angeordnet sind, an der ein geringer Luftdurchgang vorhanden ist.
Das bedeutet, dass das Strohdach 2 nicht atmen kann und
in dem Strohmaterial eine Verrottung auftreten kann, wodurch sich die
Lebensdauer stark vermindert.
-
In 2 ist
eine Dachkonstruktion 20 gezeigt, die Dachsparren 21 und
Latten 22 enthält,
auf denen eine Glasmattierung 23 angebracht/aufgehängt ist,
die sich von einer Ortgangbrettkante 26 nach oben über den
Dachfirst 27 und auf der anderen Seite der Dachkonstruktion 20 nach
unten erstreckt.
-
Längs der
Dachüberstände 24 ist
eine etwa 60 cm breite Mineralwollematte 25 angeordnet,
die auf der Glasmattierung 23 liegt und sich nach oben zur
Ortgangbrettkante 26 erstreckt. Längs des Dachfirsts 27 befindet
sich eine Mineralwollematte 28, die auf der Glasmattierung 23 und über dem
Dachfirst 27 liegt und sich an beiden Seiten des Dachfirsts 27 um etwa
70 cm nach unten erstreckt.
-
In 3 ist
die Dachkonstruktion 20 von 2 mit einem
Strohdach 30 gezeigt. An dem Dachfirst 27 ist
des Weiteren ein Dachfirstabschnitt 31 angeordnet, der
Heidekraut, Stroh oder dergleichen enthalten kann, um einen hübschen Abschluss an
dem Strohdach 30 zu erreichen.
-
An
den Dachüberständen 24 ist
ersichtlich, dass die Mineralwollematte 25 die Öffnung zwischen Latte 22,
Strohdach 30 und Ortgangbrett 26 füllt, wodurch
ein Luftzugang verhindert ist. Die Materialdicke sowohl der Mineralwollematte 25 als
auch der Mineralwollematte 26 ist verringert, wenn das
Strohdach 30 auf die Dachkonstruktion 20 gelegt
wird.
-
Zwischen
der oberen Kante der Mineralwollematte 25 und der unteren
Kante der Mineralwollematte 28 ist nur die sehr diffusionsdurchlässige Glasmattierung 23 vorhanden,
die das Strohdach 30 vom Dachboden, 32 trennt,
wodurch das Strohdach 39 frei atmen kann.
-
In 4 ist
eine Dachkonstruktion 40 auf einem Gebäude 41 gezeigt, an
dem eine mittig angeordnete Dachkammer 42 vorgesehen ist.
Die Seitenflächen
der Dachkonstruktion 40 und die Seitenflächen der
Dachkammer 42 sind mit einer Glasmattierung 43 versehen.
-
Längs des
Dachfirsts 44 und des Dachfirsts 45 auf der Dachkammer 42 ist
eine Mineralwollematte 46 angeordnet, während längs der Seitenkanten 47 und
der Dachüberstände 48 eine
Mineralwollematte 49 angeordnet ist.
-
In 5 ist
eine Dachkammerkonstruktion 50 gezeigt, bei der um die
Dachüberstandkante 51 eine
Mineralwollematte 52 angeordnet ist, die die Dachkammerkonstruktion 50 umgibt
und auf der Glasmattierung 57 und nach oben bis zur Ortgangbrettkante 58 liegt.
-
Zwischen
der Dachkammerkonstruktion 50 und der Dachkonstruktion 56 sind
keine Mineralwollematten ausgelegt, da eine durchgehende Verbindung
des Strohdachs (nicht gezeigt) hergestellt ist.
-
In 6 ist
eine Glasmattierung 60 gezeigt, die ein Verbundgewebe ist,
das aus einer Schicht aus Glasgewebe 61 und einer Schicht
aus Glassplittern 62 aufgebaut ist, die z. B. mittels Säumen 63 miteinander
vernäht
sind.
-
Die
Kombination aus Glasgewebe 61 und Glassplittern 62 verleiht
der Glasmattierung 60 die erforderliche Festigkeit und
Stabilität
während
der Montage. Die Glasmattierung 60 wird angebracht, wobei
das Glasgewebe 61 nach unten weist, so dass es beim Schmelzen
des Saums 63 oder beim Bruch des Saums 63 die
Glassplitter 62 aufhalten kann und dadurch die feuerfeste
Wirkung der Glasmattierung 60 erhalten kann.