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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Technologie, die bei elektronischen
Geräten
anwendbar ist, auf denen elektronische Teile montiert werden (insbesondere
mobile Produkte, die eine hohe Schlagfestigkeit aufweisen müssen), CSP-Baugruppen,
die Temperaturwechselbeständigkeit
benötigen,
MCM-Module (Multi-Chip-Module)
als Halbleitermodule, Halbleitervorrichtungen mit mittels Die-Bonding
befestigten Silicium-Chips oder dergleichen, Verbindungen großflächiger Stromversorgungs-Module
usw.
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Gegenwärtig wird
im Hinblick auf den Umweltschutz die Verwendung bleifreier Lote
gefördert.
Unabhängig
von der Art der elektronischen Geräte besteht weltweit der Trend,
dass bei den Loten von den herkömmlichen
eutektischen Sn-Pb-Loten zu Hochtemperaturloten vom Typ Sn-Ag-Cu,
beispielsweise (Sn-(2,0 ~ 4,0)Ag-(0,5 ~ 1,5)Cu, übergegangen wird, bei denen
Verbindungen zu erwarten sind, die hohe Zuverlässigkeit aufweisen. Verglichen
mit den herkömmlichen
vollständig
universellen eutektischen Sn-Pb-Loten, muß bei den Loten vom Typ Sn-Ag-Cu,
wegen des essentiellen Unterschieds der Metalle, insbesondere wegen
ihrer unterschiedlichen Kennwerte in Bezug auf mechanische Festigkeit,
die Möglichkeit
einer geringeren Zuverlässigkeit der
Verbindungen bei einer bestimmten geplanten Anwendung der Produkte
oder ihrer Nutzung berücksichtigt werden.
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Bei
der gegenwärtig
angewendeten Metallbeschichtung weisen Sn-Ag-Cu-Lote allgemein an sich gegenüber den
eutektischen Sn-Pb-Loten hohe Festigkeit, hohe Steifigkeit und hohe
Festigkeit der Verbindungsgrenzflächen auf. Wenn die Teile, gedruckte
Leiterplatten usw., hohe Festigkeit aufweisen, können Sn-Ag-Cu-Lote eine Zuverlässigkeit
erzielen, die mit den Montageprodukten der herkömmlichen Sn-Pb-Lote vergleichbar
ist oder höher
als diese ist.
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Wenn
aber die Teile, die gedruckten Leiterplatten usw., im Gegensatz
dazu eine niedrige Festigkeit haben, ergibt sich, da das Lot an
sich nicht bricht, an der Verbindungsgrenzfläche eine Spannungskonzentration,
und die Teile oder dergleichen werden möglicherweise beschädigt. Der
wichtige Grund hierfür
ist, dass Lote vom Sn-Ag-Cu-Typ die mechanische Eigenschaft einer
hohen Festigkeit aufweisen. Bei elektronischen Geräten mit
den montierten elektronischen Teilen (insbesondere bewegbare mobile
Produkte, z.B. Mobiltelefone) weisen Lote vom Sn-Ag-Cu-Typ zwar
eine hohe Zuverlässigkeit
auf, z.B. Verbindungsfestigkeit oder dergleichen, anhand der experimentell
ermittelten Fakten ist aber gezeigt worden, dass sie eine niedrige
Festigkeit gegen Schläge,
beispielsweise beim Herunterfallen, und eine niedrige Temperaturwechselbeständigkeit usw.
aufweisen.
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US-A-5985212 ,
US-A-3097965 und
JP-A-09-155586 offenbaren
jeweils ein elektrisches Gerät,
in dem elektronische Teile elektrisch mit einer Leiterplatte durch
Löten verbunden
werden, wobei bleifreies Lot verwendet wird.
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Das
bleifreie Lot im Dokument
US-A-5985212 enthält 2,0 bis
5,0 Gew.-% Cu, 1,0 bis 6,0 Gew.-% In und die Restmenge ist Sn.
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Das
bleifreie Lot im Dokument
US-A-3097965 enthält 1,0 bis
7,0 Gew.-% Cu, 0,01 bis 1,0 Gew.-% In und die Restmenge ist Sn.
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Das
bleifreie Lot im Dokument
JP-A-09-155586 enthält 0,7 Gew.-%
Cu, 1,0 Gew.-% In, 0,5 Gew.-% Ag und die Restmenge ist Sn.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung ist ein elektronisches Gerät angegeben,
das umfaßt:
- – eine
Leiterplatte und
- – ein
elektronisches Bauteil zur elektrischen Verbindung mit einer Elektrode
der Leiterplatte,
wobei die Elektrode der Leiterplatte und
eine Elektrode des elektronischen Bauteils durch Löten unter
Verwendung eines bleifreien Lots miteinander verbunden sind, das
enthält:
Cu:
0 ~ 2,0 Masse-%,
In: 0,1 ~ 7,0 Masse-%,
Sn: Restmenge
und
wobei eine Lötverbindung
durch Ausbildung einer Plattierungsschicht aus Sn-(1 ~ 10)Masse-%
Bi auf der Elektrode des elektronischen Bauteils hergestellt ist.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung ist ein elektronisches Gerät angegeben,
das umfaßt:
- – eine
Leiterplatte und
- – ein
elektronisches Bauteil zur elektrischen Verbindung mit einer Elektrode
der Leiterplatte,
wobei die Elektrode der Leiterplatte und
eine Elektrode des elektronischen Bauteils durch Löten unter
Verwendung eines bleifreien Lots miteinander verbunden sind, das
enthält:
Cu:
0,1 ~ 1,5 Masse-%,
In: 0,5 ~ 2,0 Masse-%
Ag: 0 ~ 1,0 Masse-%
und
Sn: Restmenge
und eine Lötverbindung durch Ausbildung
einer Plattierungsschicht aus Sn-(1 ~ 10) Masse-% Bi auf der Elektrode
des elektronischen Bauteils hergestellt ist.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der Erfindung ist ein elektronisches Gerät angegeben,
das umfaßt:
- – eine
Leiterplatte und
- – ein
elektronisches Bauteil zur elektrischen Verbindung mit einer Elektrode
der Leiterplatte,
wobei die Elektrode der Leiterplatte und
eine Elektrode des elektronischen Bauteils durch Löten unter
Verwendung eines bleifreien Lots miteinander verbunden sind, das
enthält:
Cu:
0,1 ~ 1,5 Masse-%,
In: 0,5 ~ 7,0 Masse-%,
Bi: 0 ~ 1,0
Masse-%, und
Sn: Restmenge,
und eine Lötverbindung durch Ausbildung
einer Plattierungsschicht aus Sn-(1 ~ 10) Masse-% Bi auf der Elektrode
des elektronischen Bauteils hergestellt ist.
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Gemäß einem
vierten Aspekt der Erfindung ist ein elektronisches Gerät angegeben,
das umfaßt:
- – eine
Leiterplatte und
- – ein
elektronisches Bauteil zur elektrischen Verbindung mit einer Elektrode
der Leiterplatte,
wobei die Elektrode der Leiterplatte und
eine Elektrode des elektronischen Bauteils durch Löten unter
Verwendung eines bleifreien Lots miteinander verbunden sind, das
enthält:
Cu:
0 ~ 2.0 Masse-%,
In: 0,1 ~ 7,0 Masse-%,
Sn: Restmenge.
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Gemäß einem
fünften
Aspekt der Erfindung ist ein elektronisches Gerät angegeben, das umfaßt:
- – eine
Leiterplatte und
- – ein
elektronisches Bauteil zur elektrischen Verbindung mit einer Elektrode
der Leiterplatte,
wobei die Elektrode der Leiterplatte und
eine Elektrode des elektronischen Bauteils durch Löten unter
Verwendung eines bleifreien Lots miteinander verbunden sind, das
enthält:
Cu:
0,1 ~ 1,5 Masse-%,
In: 0,5 ~ 7,0 Masse-%,
Ag: 0 ~ 1,0
Masse-%,
Sn: Restmenge
und eine Lötverbindung durch Ausbildung
einer Plattierungsschicht aus Sn-(0,2 ~ 2) Masse-% Cu auf der Elektrode
des elektronischen Bauteils hergestellt ist.
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Gemäß einem
sechsten Aspekt der Erfindung ist ein elektronisches Gerät angegeben,
das umfaßt:
- – eine
Leiterplatte und
- – ein
elektronisches Bauteil zur elektrischen Verbindung mit einer Elektrode
der Leiterplatte,
wobei die Elektrode der Leiterplatte und
eine Elektrode des elektronischen Bauteils durch Löten unter
Verwendung eines bleifreien Lots miteinander verbunden sind, das
enthält:
Cu:
0,1 ~ 1.5 Masse-%,
In: 0,5 ~ 7,0 Masse-%,
Bi: 0 ~ 1,0
Masse-% und
Sn: Restmenge, und
und eine Lötverbindung
durch Ausbildung einer Plattierungsschicht aus Sn-(0,2 ~ 2) Masse-%
Cu auf der Elektrode des elektronischen Bauteils hergestellt ist.
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In
ihren verschiedenen Aspekten bietet die vorliegende Erfindung eine
verbesserte Stoß-
oder Schlagfestigkeit des elektronischen Geräts für den Fall eines Herunterfallens.
Sie kann außerdem
die Zuverlässigkeit einer
Lötverbindung
bei einem mittels Die-Bonden verbundenen Silicium-Chip oder dergleichen
in einer Halbleitervorrichtung verbessern, auf den ein Temperaturwechsel
einwirken könnte,
der eine starke Verformung verursachen könnte, bei der Aufbringung von
Kontaktierungsflecken auf BOA (Ball Grid Arrays), CSP, WPP, Flip-Chips
usw. oder ein Stromversorgungs-Modul,
auf das eine hohe Spannung einwirkt, usw.
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Insbesondere
durch den Einsatz eines Materials, das sich leicht verformen und
besser als ein Lot vorn Typ Sn-Ag-Cu dehnen läßt, wenn stoßartige
große
Kräfte
auf das Lot einwirken, kann eine Spannungsbelastung an der Verbindungsgrenzfläche der
Teile eliminiert werden, ohne dass die Zuverlässigkeit im Wärmezyklus
der Verbindung herabgesetzt wird, wodurch die Festigkeit bei einem
Fall und die Schlagfestigkeit, sowie die Thermoschock-Isolierungsfunktion
gegen große
Verformungen verbessert wird. Wenn nämlich bleifreies Lot auf Zinn-Basis
im Verbindungsabschnitt verwendet wird, dann wird durch Lösen von
Indium – das
weicher ist als Zinn – in
der Matrix von Zinn oder Zinn-Kupfer ein Material hergestellt, das
wenig Spannung hat und einfach zu verformen ist, wodurch sich die
Festigkeit bei einem Fall, sowie die Schlagfestigkeit durch Dämpfung des
auf die Verbindungsgrenzfläche
beim Hinabfallen ausgeübten
Schlages verbessert.
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Hierdurch
wird die Schlagenergie beim Hinabfallen durch plastische Verformung
des Lots an sich gedämpft,
so dass die auf die Verbindungsgrenzfläche ausgeübte Spannung verringert wird.
Daher wird auf die Verbindungsgrenzfläche keine hohe Schlagkraft
einwirken und die Schlagfestigkeit wird erhöht.
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Andererseits
wird sogar bei einer Löt-Kontaktierungsverbindung
der Halbleitervorrichtung mit mittels Die-Bonding befestigtem Silicium- Chip oder dergleichen,
bei der Montage von BGA, CSP, WPP (Wafer Process Package), Flip-Chip
und der Verbindung eines großflächigen Stromversorgungs-Moduls,
auf das eine hohe Spannung einwirkt, nach dem Löten, das eine starke Verformung
bewirkt, sowie nach einem Thermoschock-Beschleunigungstest oder
dergleichen, ein Bruch infolge der Spannungskonzentration an der
Grenzfläche
verhindert, und die Zuverlässigkeit
der Verbindung kann durch den Einsatz eines Materials erreicht werden,
das eine niedrige Festigkeit aufweist und leicht zu verformen ist.
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Die
vorliegende Erfindung kann anhand der folgenden detaillierten Beschreibung
und der beigefügten Zeichnungen
der bevorzugten Ausführungsform
leichter verstanden werden, welche jedoch keine Einschränkung der
Erfindung bedeuten und lediglich der Erläuterung und dem besseren Verständnis dienen.
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In
den Zeichnungen zeigen:
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1A und 1B eine
Darstellung, die ein Stoßübertragungs-Modell zeigt, wenn
ein Mobiltelefon heruntergefallen ist,
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2 eine
Darstellung, die den Summenbetrag Ag bis Sn-0,7 Cu, angetragen an
Dehnung und Zugfestigkeit zeigt,
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3 eine
Darstellung, die den Summenbetrag Ag bis Sn-0,5 Cu, angetragen an
Dehnung und Zugfestigkeit zeigt,
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4 eine
Darstellung, die zeitliche Änderung
einer Schlagkraft,
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5A und 5B eine
Darstellungen, die Baugruppen zeigen,
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6 eine
Darstellung, die ein Schnitt durch ein Stromversorgungs-Modul zeigt,
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7A und 7B Darstellungen,
die einen Schnitt durch ein BGA- und
CSP- Modell eines drahtgebundenen leitenden Harz-Kontaktierungsflecken zeigen,
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8 eine
Darstellung, die ein Schnittmodell einer gedruckten Leiterplatte
zeigt, auf der ein BGA, ein CSP, ein Modul, Chipteile usw. montiert
sind, und
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9A und 9B eine
Darstellung, die Schnittmodelle eines verbundenen CSP-Bauteils auf
einer organischen gedruckten Leiterplatte zeigt.
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Die
vorliegende Erfindung ist im folgenden im Einzelnen, bezogen auf
die bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben. In der folgenden Beschreibung sind zahlreiche spezifische
Einzelheiten für
ein gründliches
Verständnis
der vorliegenden Erfindung ausgeführt. Dem einschlägigen Fachmann
ist jedoch bewußt,
dass die vorliegende Erfindung auch ohne diese spezifischen Einzelheiten
verwendet werden kann. In einem anderen Beispiel ist, zur Vermeidung
einer unnötigen
Unverständlichkeit
der vorliegenden Erfindung, der bekannte Aufbau nicht im Einzelnen
gezeigt.
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Zunächst wird
der Fall beschrieben, daß ein
elektronisches Gerät,
beispielsweise ein Mobiltelefon oder dergleichen, heruntergefallen
ist.
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In
einem Gehäuse
des elektronischen Geräts,
beispielsweise einem Mobiltelefon oder dergleichen, sind verschiedene
Bauteile mit einem hohen Integrationsgrad (BGA, CSP, TSOP (Thin
Small Outline Package), TQFP (Thin Quad Flat Pack) usw.) auf einer
gedruckten Leiterplatte montiert. Solche Teile und die Großintegrationsteile
werden selten beim normalen Herunterfallen beschädigt. Fallen sie aber von einer
hochgelegenen Ort an einer bestimmten Stelle herunter, kann es bei
einer bestimmten Zusammenstoßbedingung durch
den starken Schlag zu einer Beschädigung an der Verbindungsgrenzfläche der
Verbindungen kommen. Die gewichtigen Teile, die Großintegrationsteile
usw., könnten
diesem sogar bei erhöhter
Beschleunigung standhalten. Ein wesentliches Problem stellt die
Biegeverformung der gedruckten Leiterplatte aufgrund der Schlagkraft
und des in der gedruckten Leiterplatte übertragenen Stoßes dar.
Es muß nicht
eigens betont zu werden, dass für
die Abdämpfung
einer solchen Schlagkraft die Stoßdämpfungsfähigkeit des Gehäuses und der
gedruckten Leiterplatte wichtig ist. Bei einem Impulsstoß wird das
Gehäuse
fast nicht durchgebogen, kann aber für die Rolle und die Leistung
eines Dämpfers
vorgesehen werden. Die Schlagkraft auf die gedruckte Leiterplatte
wird über
das Gehäuse
unter Aufbringung einer Last von der gedruckten Leiterplatte auf
eine Lötverbindung übertragen.
Die gedruckte Leiterplatte ist relativ groß und läßt sich in Längsrichtung
leicht biegen. Daher kann durch eine starke Biegung eine Schlagkraft
in einer Grundschwingung ausgeübt
werden, die eine halbe Wellenlänge
beträgt.
Zu diesem Zeitpunkt wird eine freie Schwingung unter einer Bedingung
verursacht, in der der Umfangsabschnitt der gedruckten Leiterplatte
gedämpft
wird. In der gedruckten Leiterplatte wird eine senkrechte Schwingung
einer hohen Frequenz übertragen
und erzeugt eine laterale Welle. Die senkrechte Schwingung ist eine
elastische Welle und stellt eine Bewegung dar, die direkt der Reihe
nach übertragen
wird. Ein solcher Stoß kann
absorbiert werden, indem in einem Trägerteil der gedruckten Leiterplatte
eine pufferähnliche
Funktion vorgesehen ist. Größere Kräfte, die
vom Trägerteil
nicht vollständig
absorbiert werden können, können auf
die Verbindung einwirken. Ist im Begrenzungsteil der gedruckten
Leiterplatte kein Dämpfer
vorhanden, wird diese große
Kraft über
die gedruckte Leiterplatte direkt auf die Verbindung übertragen.
Andererseits erzeugt die seitliche Schwingung, obwohl sie in Abhängigkeit
von der Begrenzungsbedingung der gedruckten Leiterplatte variabel
ist, infolge der Verformung der gedruckten Leiterplatte augenblicklich
eine starke Verformung und eine hohe Biegespannung und führt durch
die Biegung der gedruckten Leiterplatte usw. zu einem Bruch an der
Interferenz.
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1 zeigt ein Stoßübertragungs-Modell (1A),
das den Einfluß eines
Schlages auf eine Verbindung 8 eines Großintegrationsbauteils 7 oder
dergleichen infolge einer natürlichen
Schwingung der gedruckten Leiterplatte, wenn das elektronische Gerät, z.B.
ein Mobiltelefon, heruntergefallen ist und der Endabschnitt 4 auf
die Bodenfläche 5 aufprallt
und ein Schlag vom Gehäuse über die
Begrenzungsteile 9 auf die gedruckte Leiterplatte 6 übertragen
wird. Das ist im Schwingungsmodus mit einer Dämpfung mit einem einzigen Freiheitsgrad
ausgedrückt
und es wird ein Stoßübertragungs-Modell
betrachtet, wie in 1B gezeigt ist. Die Stoßübertragung
erfolgt als senkrechte Schwingung und als seitliche aufeinanderfolgende
Schwingung der Bodenfläche,
des Gehäuses,
des Begrenzungsteils, der gedruckten Leiterplatte, der Verbindung
und des Großintegrationsbauteils.
Die Dämpfung
kann als eine Dämpfungsfolge
des Verlustes durch den Aufprall auf die Bodenfläche und das Gehäuse, des
Verlustes durch die Materialdämpfung
des Gehäuses,
des Verlustes durch die Materialdämpfung des Begrenzungsteils,
Verlustes durch die Reibung zwischen dem Begrenzungsteil, dem Gehäuse und
der gedruckten Leiterplatte, des Verlustes durch die Materialdämpfung,
des Verlustes durch die Materialdämpfung des Lots, des Verlustes
durch die Materialdämpfung
des Großintegrationsbauteils usw.
angesehen werden. Unter Berücksichtigung
des Stoßübertragungsweges
von der Bodenfläche
zum Großintegrationsbauteil,
kann das Dämpfungssystem
in Materialdämpfung
einschließlich
Lot und struktureller Dämpfung
einschließlich
Reibung eingeteilt werden. Beim Schwingungsübertragungssystem von der Bodenfläche zum
Großintegrationsbauteil über das
Gehäuse,
das Begrenzungsteil, die gedruckte Leiterplatte, bewirkt die Verbindung
zur Übertragung
des Schlags in Form einer seitlichen Schwingung als Maximumsstelle möglicherweise
allgemein eine Verformung, ein natürlicher Schwingungsmodus an
der halben Wellenlänge
in Längsrichtung
der gedruckten Leiterplatte unter Biegung des zentralen Abschnitts
der gedruckten Leiterplatte. Zu diesem Zeitpunkt wirkt augenblicklich
eine große
Biegespannung auf die Lötverbindung
ein. Bei einem Lot mit einer hohen Eigensteifigkeit kann die Verformung
vom Lot absorbiert werden, indem sie sich auf eine große Fläche der
Verbindungsgrenzfläche
auswirkt. Hält
diese das nicht aus, kommt es zu einem Bruch. Zu diesem Zeitpunkt
kann, wenn das Lot weich ist, die auf die Verbindungsgrenzfläche aufzubringende
Kraft durch die Verursachung einer plastischen Deformation absorbiert
werden. Es ist anzumerken, daß die
Schlagkraft durch ihr eigenes Gewicht beim ausgeübten Schlag als klein anzusehen
ist, da die im Mobiltelefon verwendeten Teile, wie z.B. das Großintegrationsbauteil,
typischerweise klein und leicht sind.
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Es
wurde daher eine Untersuchung über
einen Zusatz von Indium zur Absenkung der Löttemperatur durchgeführt, zur
Erzielung einer Verformbarkeit des Lotes an sich, zur sicheren Erzielung
einer hohen Zuverlässigkeit
gegenüber
einem Wärmezyklus
oder dergleichen, zur Modifizierung der Eigenschaft des Zinnkristalls,
die das Lot daran hindert, eine Verformung zu verursachen, damit
es sich leicht in einer Matrix löst,
aber nur schwer gehärtet
werden kann, damit sicher eine hohe Zuverlässigkeit gewährleistet
wird.
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Da
es insbesondere wichtig ist, einer Zinnmatrix (Kristall) an sich
eine hohe Verformbarkeit zu erteilen, wurde eine Untersuchung über einen
Zusatz von Indium unter Verwendung eines eutektischen Sn-Cu-Lots durchgeführt, das
weich ist und eine ausgezeichnete Dehnung aufweist.
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2 zeigt
eine Dehnung 1 und die Zugspannung 2, wenn Indium
zu Sn-0,7Cu zugegeben wurde. Es ist die horizontale Achse unter
Anwendung eines Logarithmus gezeigt.
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Aus 2 geht
hervor, dass die Dehnung nur verbessert werden kann, indem Indium
lediglich in einer Menge von etwa 0,2 bis 7,0 Masse-% zu Sn-0,7Cu
zugegeben wird. Insbesondere ist bei einer Zugabe von etwa 0,5 bis
2,0 Masse-% Indium zu erkennen, dass gegenüber Sn-0,7Cu eine Verbesserung
der Dehnung um größer oder
gleich 10 % erzielt werden kann. Allgemein wird dem Kristallkorn
eine kleine Menge Metall zugegeben, wodurch die Festigkeit erhöht, die
Dehnung aber verringert wird. Da aber Indium weicher als Zinn ist,
wird die Festigkeit nicht gesteigert, sondern es können bessere
Dehnungskennwerte erzielt werden. Wenn die Festigkeit verringert
wird und die Dehnung erhöht,
können
die in der Grenzfläche
aufgebrachten Spannungen verringert und die Schlagfestigkeit erhöht werden.
Wird eine hohe Kraft aufgebracht, kann die Schlagenergie durch die
Verformung des Lots absorbiert werden.
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Ist
die Menge des zugegebenen Indiums kleiner als etwa 2 Masse-%, ändert sich
die Dehnungskraft nur ein wenig. Wenn jedoch die zugegebene Menge
Indium größer oder
gleich 5 Masse-% ist, verringert sich die Schmelztemperatur und
die Dehnungskraft nimmt zu. Wenn die Dehnungskraft zunimmt, ist
es sogar dann schwer, das Lot zu verformen, wenn ein starker Schlag
aufgebracht wird, so dass sich die Schlagfestigkeitskennwerte verschlechtern.
Demgemäß läßt sich
hinsichtlich der Zugspannung sagen, dass eine Menge größer oder
gleich 5 Masse-% Indium nicht zugegeben werden sollte.
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Andererseits
hat das als Basis verwendete eutektische Sn-Cu-Lot einen um etwa
10 °C höheren Schmelzpunkt
als das eutektische Sn-Ag-Cu-Lot.
Daher ist das eutektische Sn-Cu-Lot nicht für eine Oberflächenmontage
in Betracht gezogen worden. Jedoch wird der Schmelzpunkt durch den
Zusatz von Indium, wie oben erläutert,
erniedrigt, und es wird ein Löten
bei einer Temperatur möglich,
die der des eutektischen Sn-Ag-Cu-Lot vergleichbar ist. Es ist hier
anzumerken, dass, wenn eine Sn-Cu-Zusammensetzung die Basis bildet,
da dem eutektischen Sn-0,7Cu-Lot Indium zugesetzt wird, obwohl je
nach der Indiummenge variabel, die Kupfermenge bevorzugt etwa 0,1
bis 0,7 Masse-% kleiner als beim eutektischen Lot sein sollte. Ist
die Metallbeschichtung Kupfer, ist es unter Berücksichtigung einer Verhinderung
des Upstagings bevorzugt, eine größere Menge Indium zuzugeben.
Daher ist Kupfer in einer Menge von 0 bis 2,0 Masse-% effektiv.
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In
der folgenden Tabelle 1 sind die Schmelzpunkte (Linie der flüssigen Phase,
Linie der festen Phase) und die Härte der Sn-Cu-In-Lote gezeigt. Die
Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs beträgt 2 °C/Minute. Wenn die Härte gemessen
wird, wird ein Gewicht von 100 g aufgebracht. Durch den Zusatz von
Indium zum eutektischen Sn-Cu-Lot
wird ein Verbindungsaufbau realisiert, bei dem Löttemperatur und Lötfestigkeit
verringert ist, die Dehnung aber nicht verringert ist. In allen
Beispielen, obwohl Indium zugegeben wird, weil weiches Indium in
der Zinnmatrix löslich
ist, ändert
sich die Härte
nur ein wenig.
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Wie
oben beschrieben, wird durch den Zusatz von Indium, das in die Sn-In-Matrix
eindringt, die Dehnung (Verformbarkeit) aufrechterhalten, und das
Lot an sich wird weicher als im Fall von Sn auf der Basis eines eutektischem
Sn-Cu-Lots; ferner kann die Spannungskonzentration in der Grenzfläche vermieden
werden, so daß eine
Verbesserung der Schlagfestigkeit und der Temperaturwechselbeständigkeit
von elektronischen Teilen sogar bei Loten vom Sn-Typ erzielt werden
kann. Durch den Zusatz von Indium ändert sich nämlich die Zugspannung
nicht wesentlich, aber die Dehnung wird vergrößert. Wenn daher ein Schlag
aufgebracht wird, wird das Lot an sich verformt und absorbiert die
Schlagenergie. Da keine großen
Kräfte
einwirken, können
in der Verbindungsgrenzfläche
bei der Lot-Bump-Verbindung von BGA, CSP, WPP, Flip-Chips oder dergleichen, Brüche an herkömmlich erzeugten
Grenzfläche
eingeschränkt
werden. Dies Phänomen
ist nicht nur in Bezug auf die Schlagfestigkeit, sondern auch die
Temperaturwechselbeständigkeit
im Wärmezyklus
wirksam. Tabelle 1
| Nr. | Zusammensetzung | Schmelzpunkt °C (flüssige Phase,
feste Phase) | Härte (Hv) |
| 1 | Sn-0,7Cu* | 232,8
~ 229,2 | 18 |
| 2 | Sn-0,7Cu-0,2In | 232,2
~ 228,7 | 12 |
| 3 | Sn-0,7Cu-0,5In | 231,6
~ 227,4 | 13 |
| 4 | Sn-0,7Cu-1,0In | 230,8
~ 225,7 | 13 |
| 5 | Sn-0,7Cu-2,0In | 228,5
~ 220,9 | 13 |
| 6 | Sn-0,7Cu-5,0In | 222,7
~ 215,4 | 19 |
- * außerhalb
der Ansprüche
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In
der Diskussion wurde das eutektische Lot vom Sn-Cu-Typ als Basis
gewählt,
das eutektische Lot vom Sri-Cu-Typ ist an sich ein Material mit
einer ausgezeichneten Dehnung.
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Bezüglich der
Lote der Basis wurde, zusätzlich
zum eutektischen Lot vom Sn-Cu-Typ, eine Untersuchung der Lote vom
Sn-Ag-Typ und vom Sn-Sb-Typ durchgeführt. Wenn jedoch ein Lot vom
Sn-Ag-Typ als Basis gewählt
wird, wird die nadelförmige
Ag3Sn-Verbindung im Zinn verteilt und verstärkt, oder
es bildet sich Ag3Sn in Netzwerkform im
granularen Zinnteil, und nach einem Schlag oder einem Thermoschock
nimmt die Festigkeit zu und überträgt die Spannung
direkt auf die Verbindungsgrenzfläche. An der Grenzfläche des schwachen
Teils kann dann ein Bruch auftreten.
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Im
Sn-Sb-Lot wird Antimon in Zinn gelöst und verstärkt und
wird angereichert und verringert, ähnlich wie beim Sn-Ag-Lot,
die Verformbarkeit. Daher ist ein Sn-Cu-Lot als Basis bevorzugt.
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Es
wurde ferner ein Sn-Ag-Cu-Lot untersucht. 3 zeigt
die Beziehung zwischen Dehnung 1 und Zugspannung 2 in
einem Fall, in welchem dem Sn-0,7Cu-Eutektikum Silber zugegeben
wurde (228 °C).
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Wie
aus 3 zu ersehen ist, führt eine kleinere Menge Silber
zu einer Dehnung und verringert demgegenüber die Zugspannung. Im Sn-0,7Cu-Lot
erreicht die Dehnung ihr Maximum und die Zugspannung ihr Minimum.
Deshalb sind eine Verbesserung der Verformbarkeit und eine Verbesserung
in Bezug auf eine Verringerung der Spannungslast am Verbindungsteil
des Lots durch Silber nicht zu erwarten.
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Aus
diesem Ergebnis ist andererseits zu erwarten, dass durch eine geringere
Verteilung des nadelförmigen
Ag3Sn in der Zinnmatrix eine größere Dehnung
und eine niedrigere Festigkeit erzielt werden. Es läßt sich
nämlich
einschätzen,
dass eine Verbesserung der Schlagfestigkeit bei weniger Silber erreicht
werden kann. Daher wird nicht nur dem Lot vom Sn-Ag-Cu-Typ, sondern
auch dem Lot vom Sn-Ag-Typ die gleiche Wirkung des Ag3Sn
zugeschrieben, dass nämlich
eine ausreichende Schlagdämpfungsfunktion
nicht erreicht werden kann.
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Im
Sn-0,7Cu-Lot ist andererseits Cu6Sn6 in der Zinnmatrix verteilt. Verglichen
mit dem eutektischen Sn-3,5Ag-Lot wird die Verteilungsmenge klein
und bei Cu6Sn5 handelt
es sich nicht um ein kapillares Kristall wie bei Ag3Sn.
Daher beeinträchtigt
Cu6Sn5 im eutektischen
Sn-0,7Cu-Lot nicht die intergranulare Verformung.
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Im
Wärmezyklustest
von zwei Durchgangslochverbindungen aus Sn-3Ag-0,7Cu und Sn-0,7Cu zeigen Dendrite
des Sn-3Ag-0,7Cu-Lots eine Tendenz zu linearem Wachstum. Eine plastische
Verformung an der Stelle, an der nach dem Wärmezyklustest Spannung aufgebracht
wird, ist von außen
schwer zu erkennen und ein gerader Riß ist zu sehen. Das Wachstum
von Dendriten aus dem Sn-0,7Cu-Lot ist nicht so geradlinig und zeigt
eine klare plastische Verformung in seinem äußeren Aussehen an der Stelle,
wo nach dem Wärmezyklustest
Spannung auftritt.
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Aus
dem Obengesagten geht hervor, dass das Sn-Cu-Lot sich bei einem
Thermoschock in Bezug auf die Verbindung besser als das Sn-Ag-Lot oder das Sn-Ag-Cu-Lot
verhält.
Das Lot vom Sn-Cu-Typ wird als Basis-Lot gewählt.
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4 zeigt
die Änderung
der von der Verbindung übertragenen
Schlagkraft mit der Zeit, die von einem am Großintegrationsbauteil befestigten
Beschleunigungssensor gemessen wurde. Eine Hochfrequenzwelle 10 stellt
eine elastische Längswelle
dar. In 4 ist zur Darstellung einer
Schlagdämpfung
mit dem Ablauf der Zeit in der senkrechten Achse die Schlagkraft
und in der horizontalen Achse die Zeit angetragen. Es wird angenommen,
dass die seitliche Schwingung zu diesem Zeitpunkt am Maximum ist,
obwohl eine zeitliche Verschiebung vorliegen kann. In 4 zeigt
die Extinktionskurve 1 die Änderung
der Schlagkraft im herkömmlichen
eutektischen Sn-Pb-Lot, die Extinktionskurve 2 zeigt die Änderung
der Schlagkraft im herkömmlichen Sn-3,5Ag-0,7Du-Lot
und Extinktionskurve 3 zeigt die Änderung der Schlagkraft im
Sn-0,5Cu-3In-Lot.
Es wird angenommen, dass die auf die Verbindung aufgebrachte Schlagkraft
die gleiche ist. Bei einer großen
Schlagkraft verursacht das herkömmliche
eutektische Sn-Pb-Lot an sich leicht eine Verformung (da Sn und
Pb feine Partikel sind, die eine große Oberfläche und eine Disposition zur
Verformung infolge des Fließens
in der Korngrenze haben). Daher wird die Schlagkraft vom Lot infolge
der Verformung des Lots in der Verbindung absorbiert. Die Temperaturabhängigkeit
und die Biegegeschwindigkeitsabhängigkeit
sind jedoch groß,
es liegt eine gute Wirksamkeit gegen einen Schlag bei Raumtemperatur
vor. Andererseits hat das Sn-3,5Ag-0,7-Cu-Lot als typisches Lot
vom Sn-Ag-Cu-Typ eine hohe Festigkeit und ist schwer zu verformen,
um die Schlagkraft direkt auf die Fugengrenzfläche zu übertragen. Ist die Verbindungsgrenzfläche niedrig,
kann die Grenzfläche
brechen.
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Aufgrund
des Charpy-Schlagtests ist bekannt, dass das Lot vom Sn-Ag-Typ (Sn-4Ag) eine
höhere
Absorptionsenergie als das eutektische Sn-Pb-Lot (Sn-40Pb) aufweist
(vgl. beispielsweise in "Mounting
Technology of Surface Mount Type LSI Package and Reliability Thereof", Oyo Gijutsu Shuppan
Inc., S. 368, Nov. 16, 1988). Danach beträgt die Schlagfestigkeit bei
Raumtemperatur für
Sn-40Pb 32·5
J (24 (ft-lb)), für
Sn-4Ag 51·5 J
(38 (ft-lb)) und für
Pb-10Sn 10·8
J (8 ft-lb)). Es ist andererseits auch bekannt, dass sich die Absorptionsenergie
verringert, wenn Sn-Ag Eismut zugegeben wird (beispielsweise in "12th Environment
Adapted Mounting Technology Forum", S. 4-1, Nov. 28, 2000). Durch die
Zugabe von Eismut wird das Lot spröde. Es ist daher selbstverständlich zu
erwarten, dass die Zugabe von Eismut den Schlagwert verringert.
Es ist ferner abzuschätzen,
dass ein Lot mit einem hohen Bleigehalt (Pb-10Sn) einen niedrigen
Schlagwert aufweist.
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Das
Lot vom Sn-Pb-Typ hat selbstverständlich eine hohe Biegegeschwindigkeit
beim Aufbringen eines Schlags und es weist eine signifikante Biegegeschwindigkeits-
und Temperaturabhängigkeit
auf. Unter Berücksichtigung
der Tatsache, dass ein Herunterfallen des Mobiltelefons, bei dem
das gegenwärtig
gebräuchliche eutektische
Sn-Pb-Lot verwendet wurde, kein Problem darstellte, wird ein derartiges
Problem beim Herunterfallen bei Raumtemperatur auch nicht auftreten.
Hier hat ein Lot mit einem hohen Bleigehalt eine geringere Temperaturabhängigkeit
und Biegeabhängigkeit
und eine ausgezeichnete Stabilität.
Bei einem Lot mit einem hohen Zinngehalt verringert sich der Schlagwert
bei niedrigen Temperaturen (–55 °C) abrupt.
Der Grund ist eine gesteigerte Sprödigkeit. Dehnung und Festigkeit
können
aber sicher gewährleistet
sein und normalerweise tritt kein Problem auf. Aus diesen Daten
läßt sich
eine Beziehung zum folgenden Phänomen
beobachten.
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Früher war
es bei einem Lot vom Sn-Ag-Cu-Typ und einem Verbindungsaufbau, auf
den der Wärmezyklus
stark einwirkt, sehr wahrscheinlich, dass die Verbindungsgrenzfläche an einigen
Stellen beschädigt wird,
da das Lot an sich nicht leicht verformbar ist. Beim Stoß nach dem
Herunterfallen wird angenommen, dass ein Verhalten, ähnlich dem
oben beschriebenen, verursacht wird. Ist das Lot weich (die Spannung
ist gering und die Dehnung ist ausgezeichnet), kann das Lot eine
Verformung verursachen und eine große Spannung wirkt auf die Verbindungsgrenzfläche ein.
Das ist die Funktion des Lots. Das eutektische Sb-Pb-Lot hat solch
eine ausgezeichnete Funktion. Das Lot mit einem hohen Bleigehalt
(Sn-10Pb) ist ebenfalls
weich und hat eine ähnliche
Funktion. Der Mechanismus des Lots mit hohem Bleigehalt hat einen
Aufbau, in dem Zinn in der Bleimatrix gelöst ist, die weich ist. Obwohl
es im metallographischen Aufbau einen Unterschied zum eutektischen
Sn-Pb-Lot (Ansammlung
von feinem Kristall) gibt, kann ein ähnlicher Effekt erreicht werden,
da auf die Verbindungsgrenzfläche
keine Spannung aufgebracht wird.
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Der
Grund, warum das Lot vom Sn-Ag-Cu-Typ, das im Charpy-Test einen
hohen Schlagwert aufweist, für
einen Aufschlag beim Herunterfallen nicht geeignet ist, liegt in
seiner zu hohen Festigkeit. Wie aus 3 zu erwarten
ist, ist der Grund der, dass im Zinnkristall Ag3Sn
in Nadelform verteilt ist, wodurch eine verstärkte Zusammensetzung gebildet
wird. Es ist zu erwarten, dass durch die Verringerung des Silbergehalts
die Festigkeit verringert und die Dehnung erhöht werden kann. Im Zinnkristall
dispergiertes Cu6Sn5 weist
eine kleine Kupfermenge im Zinnkristall auf und bildet keine nadelförmigen Kristalle
wie Ag3Sn, wodurch der Schmelzpunkt von
232 °C auf
227 °C gesenkt
wird. Zur Verstärkung
der Stoßdämpfungsleistung
ist es erforderlich, die Festigkeit des Lots zu verringern, die
Dehnung zu erhöhen
und eine leichtere Verformbarkeit zu erzielen. Es ist daher sehr
wirksam, Indium zuzugeben, das im Zinnkristall leicht gelöst wird
und weicher als Zinn ist. Hierdurch kann auch der Schmelzpunkt gesenkt
werden.
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Eines
der typischen Beispiele der vorliegenden Erfindung, das Lot vom
Typ Sn-0,5Cu-3In, kann, wie in Kurve 3 gezeigt ist, als eutektisches
Lot vom Sn-Pb-Typ die Schlagenergie nicht absorbieren, zeigt aber hohe
Schlagdämpfungskennwerte
in Abhängigkeit
vom Verformungseffekt, wenn der Zinnmatrix Indium zugegeben wurde.
Diese Verformungskennwerte beruhen auf der intergranularen Verformung
aufgrund der Weichheit der Zinnmatrix. Eine größere Indiummenge führt zu einem
niedrigeren Schmelzpunkt, und solange sich der Absolutwert der Festigkeit
nicht erhöht,
kann ein gewisser Schlagkraftdämpfungseffekt
erzielt werden. Hieraus ist zu ersehen, dass Schlagfestigkeit und
Temperaturwechselbeständigkeit
der verbundenen Teile durch die Verwendung eines Lots vom Sn-Cu-In-Typ verbessert werden
kann.
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Als
nächstes
wird ein Beispiel zur Verbesserung der Zuverlässigkeit der Verbindung beschrieben,
wie sie zur Verbindung des mittels Die-Bonden hergestellten Silicium-Chips
der Halbleitervorrichtung oder dergleichen oder des großflächigen Stromversorgungs-Moduls
verwendet wird, auf welche eine hohe Spannung einwirkt.
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5A zeigt
ein Schnittmodell des Aufbaus eines Harzbauteils 13 hoher
Integrationsdichte, bei dem die Metallbeschichtung auf der Rückseite
eines Silicium-Chips 11 vorgesehen ist und der Silicium-Chip 11 mittels
Die-Ronden auf einer mit Ni/Au plattierten Fe-Ni-Legierung (Basis) 12 aufgebracht
ist. Ein Anschluß am Silicium-Chip 11 ist über einen
Bonding-Draht 14 elektrisch mit einem Anschlußdraht 15 verbunden.
Das Ronden 16 erfolgt unter Verwendung einer etwa 150 μm dicken
Lotfolie und durch flußmittelloses
Löten in
einer Stickstoff- oder Wasserstoffatmosphäre. Ist Waschen im nachfolgenden
Verfahren möglich,
kann eine Lötpaste verwendet
werden. In diesem Fall ist eine Reflow- Verbindung an der Atmosphäre vorzusehen.
Ist die Differenz der Wärmeausdehnungskoeffizienten
zwischen dem Silicium-Chip und der Basis groß, oder wenn ein großer Chip
verbunden werden soll, wenn das herkömmliche Sn-Ag-Cu-Lot, das eine
hohe Festigkeit und hohe Steifigkeit aufweist, verwendet wurde,
kann der Chip unter harten Nutzungsbedingungen im Wärmezyklustest
brechen. Wenn demgegenüber
das Sn-Cu-In-Lot verwendet wird, kann ein Bruch des Silicium-Chips
verhindert werden, da das Lot bei einer relativ niedrigen Spannung
eine Verformung erzeugen kann. Es wird insbesondere ein Lot benötigt, das
einen hohen Schmelzpunkt hat, bevorzugt sind: Sn-0,7Cu-0,1In oder
Sn-0,1In, Sn-0,2In, Sn-(0,3
~ 0,7)Cu-lIn oder Sn-(0,3 ~ 0,7(Cu-2In) usw.
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5b zeigt
ein Beispiel, in dem ein bloßer
Chip, CSP oder BGA mit einer gedruckten Leiterplatte 17 verbunden
ist. Das Lot für
eine externe Verbindung kann in Form eines Kügelchens auf eine Chip-Trägerplatte eines
CSP, BGA usw. oder in Form einer Lötpaste auf die Elektrode auf
der gedruckten Leiterplatte aufgebracht werden. Da das Lot 18 für das Bauteil
durch ein Harz 19 verstärkt
ist, ist die Verformungsbefähigung
nicht signifikant. Ist die Wärmehierarchie
von Bedeutung, kann eine Kontaktierungsflecken-Verbindung zwischen
dem Chip 20 und der Chip-Trägerplatte 21 aus Sn-5Sb
oder einem leitenden Harz bestehen. Es ist nämlich lediglich erforderlich,
dass der Verbindungsaufbau bei einer höheren Temperatur als dem Schmelzpunkt
des Lot-Kontaktierungsfleckens 22 erstellt wird. Andererseits
müssen
die zu verbindenden Abschnitte auf der gedruckten Leiterplatte 17 Schlagfestigkeit
aufweisen. Daher wird Sn-0,5Cu-3In-Lot 22 verwendet. Es
wurde festgestellt, dass das Lot vom Sn-Cu-In-Typ bei einem Thermoschock
oder einem Schlag um 20 bis 50 % gegen ein Durchbiegen der gedruckten
Leiterplatte stärker
ist als das Sn-Ag-Cu-Lot. In der gezeigten Ausführungsform wird ferner auf
die Anschlußelektrode
auf der Chip-Trägerplatte 21 ein
Sn-Cu-In-Lötkügelchen
aufgebracht. Die Lötkügelchen
werden auf der gedruckten Leiterplatte durch das in Form einer Paste
aufgebrachte Lot fixiert. In diesem Fall kann durch Aufbringen des
Sn-Cu-In-Lots für
die Elektrode auf der Chip-Trägerplatte
der Schlag an dem Teil absorbiert werden, an dem sich die Spannung
konzentriert. Allgemein ist die Chip-Trägerseite oft mit einem Material
derart ausgebildet, dass sie mit dem Lot eine hohe Wärmeausdehnungsdifferenz
hat und eine kleinere Anschlußfläche hat,
damit durch eine Spannungskonzentration ein Bruch verursacht wird.
Bei einer bestimmten Ausführung
oder einem bestimmten Material ist es möglich, dass die Grenzfläche an der
gedruckten Leiterplatte schwächer
ist. In einem derartigen Fall läßt sich
durch die vorab erfolgte Oberflächenbehandlung
der Sn-In- oder In-Plattierung
auf der gedruckten Leiterplatte der Indium-Effekt erzielen. Nach
der Reflow-Verbindung über
das Sn-3Ag-0,5Cu-Kügelchen
auf der Chip-Trägerseite
oder der Sn-3Ag-0,5Cu-Paste verringert sich nämlich, auch beim homogenen
Mischen, der Silbergehalt und durch das Vorliegen von Indium wird
die gesamte Paste weicher. In einem bestimmten Prozeß kann mehr
indiumreiches Sn-Ag-Cu-Lot (obwohl der Silbergehalt nicht Null sein
darf, aber reduziert sein kann) in der Nähe der Grenzfläche auf
der Seite der gedruckten Leiterplatte gebildet werden, um so Weichheit
und Dehnung zu steigern und eine ausgezeichnete Schlagfestigkeit
zu erzielen.
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6 ist
ein Beispiel für
die Anwendung auf ein großflächiges Stromversorgungs-Modul
angewendetes. Ein Silicium-Chip 23 weist einen Durchmesser
von 20 mm auf und hat eine metallisierte Schicht 24 aus Al/Ti/Ni/Au.
Eine Molybdän-Platte 25 dient
als spannungsabsorbierendes Material und hat eine Nickelplattierung 26.
Ein isolierendes Substrat 27 aus Al2O3 ist mit einer nickelplattierten Wolfram-Sinterschicht 28 versehen.
Ferner ist eine Kupferplatte 29 mit einer Nickelplattierung 30 versehen.
Zum Löten
der obengenannten Komponenten wird eine Lötfolie einer Dicke von etwa
150 μm für eine Reflow-Verbindung
unter einer Stickstoff- oder Wasserstoffatmosphäre verwendet worden. Der Lötvorgang
kann daher ohne Waschen erfolgen. Falls Waschen möglich ist,
kann die Verbindung durch Reflow-Verbindung an der Atmosphäre mit der
Lötpaste durchgeführt werden.
Als Zusammensetzung des Lots 21 werden Sn-0,7Cu-1In, Sn-0,5Cu-4In,
Sn-1,5Cu-5In verwendet. Jede dieser Zusammensetzungen kann einen
Bruch des Silicium-Chips verhindern und kann den Wärmezyklustest
in einem Temperaturbereich von –55
bis 125 °C
mit 1000 Zyklen überstehen,
so dass eine hohe Zuverlässigkeit
erzielt wird.
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Anzumerken
ist, dass das Sn-Cu-In-Lot eine ausgezeichnete Temperaturwechselbeständigkeit
für die einer
höheren
Beanspruchung ausgesetzten Anschlußteile der Verbindung aufweist,
die Chipfestigkeit und Bedampfungsfestigkeit des Chips wird nicht
zuverlässig
erhalten. Beim Anschlußteil
bietet das Sn-Cu-In-Lot eine ausgezeichnete Schlagfestigkeit sowie
Temperaturwechselbeständigkeit
für den
Fe-Ni-Typ, die Anschlußteile vom
Cu-Typ, die mit einer Sn-(1 ~ 10)Bi-Plattierung, Sn-(0,2 ~ 2)Cu-Plattierung oder
mit der herkömmlichen Sn-10Pb-Plattierung
versehen sind, und diese gewährleisten
sicher eine hohe Zuverlässigkeit
als Verbindung.
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Wie
oben angegeben, kann, wenn schwache Teile durch Oberflächenmontage
montiert wurden, auf das Verbindungsteil nach dem Löten eine
hohe Spannung einwirken. Wird aber Sn-Cu-In-Lot verwendet, brechen
die Teile mit niedriger Bruchfestigkeit nicht und ein bleifreies
Löten wird
möglich.
Ist ein Lot mit einem hohen Schmelzpunkt erforderlich, kann Sn-0,7Cu-0,1In
oder Sn-0,1In, Sn-2In,
Sn-(0,3–0,7)Cu-1In
oder Sn-(0,3–0,7)Cu-2In
verwendet werden, und wenn ein Lot mit einem niedrigen Schmelzpunkt
erforderlich ist, kann Sn-0,5Cu-5In oder Sn-0,5Cu-7In verwendet
werden. Ist die Festigkeit der Komponenten in einem geforderten
Maße aufrechtzuerhalten,
kann zur Erzielung der erforderlichen Stärke der Verbindung Sn-0,8Ag-0,5Cu-3In
etc. verwendet werden.
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Zur
Erhaltung eines bleifreien Lots auf einer Zinnbasis, das leicht
zu verformen ist und eine ausgezeichnete Dehnung aufweist, wird
Indium, das weicher als Zinn ist, wie angegeben, in der Zinnmatrix
gelöst. Hierdurch
ist die stoßdämpfende
Wirkung, die den Stoß beim
Herunterfallen dämpft,
zu erwarten. Nach dem Herunterfallen kann die Schlagenergie nämlich durch
die plastische Verformung des Lots an sich absorbiert werden und
die auf die Verbindung ausgeübte
Spannung wird durch deren eigene Verformung in der Weise absorbiert,
dass auf die Verbindungsgrenzfläche
keine große
Schlagkraft einwirkt. Auf diese Weise wird eine ausgezeichnete Schlagfestigkeit
erreicht. Bei einem Lot, das bei einem Zusammenstoß schwer
zu verformen ist, kann die kinetische Energie nach dem Zusammenstoß direkt
auf die Verbindungsgrenzfläche
einwirken und dort einen Bruch bewirken.
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Andererseits
kann ein Lot vom Sn-Cu-In-Typ eine hohe Zuverlässigkeit durch Die-Ronden des
großflächigen Silicium-Chips
oder dergleichen, d.h., der Teile, die leicht brechen, und durch
eine Lot-Kontaktierungsverbindung des BGA-, CSP-, WPP-, Flip-Chip-Bauteils oder dergleichen
und des großflächigen Stromversorgungs-Moduls, auf das eine
hohe Spannung einwirkt, erzielen.
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Wenn
ferner zur Verhinderung einer möglichen
Migration oder eines Kurzschlusses usw. kein Silber enthalten ist,
wird kein nadelförmiges
Kristall durch Silber erzeugt. Daher kann eine sehr zuverlässige Verbindung
erhalten werden.
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Wenn
demgemäß bei der
BGA-, CSP- und der Montage eines bloßen Chips usw. die obige Zusammensetzung
verwendet wird, kann nicht nur eine Verbesserung der Festigkeit
gegen ein Herunterfallen und der Schlagfestigkeit des mobilen Produktes,
sondern auch eine ausgezeichnete Plattenbiegefestigkeit, sowie die
Befähigung
erhalten werden, dass auf Anti-Probing untersucht werden kann (Biegefähigkeit).
Das Sn-Cu-In-Lot ist andererseits für mittels Die-Bonding verbundenen
Silicium-Chip-Bauteilen oder dergleichen, die gegenüber einem
eine große
Verformung bewirkenden Temperaturwechsel schwach sind, und die Montage
eines Stromversorgungs-Moduls als großem Chip ausgebildet. Ferner
wird durch eine Zugabe von Indium zu Sn-Cu die Löttemperatur mit der Löttemperatur
des Sn-Ag-Cu-Lots vergleichbar. Wenn in einem Sn-Cu-In-Lot eine hohe Festigkeit benötigt wird,
kann kleiner/gleich 1 Masse-% Silber zugesetzt werden. Auf diese
Weise läßt sich
die Verringerung der Dehnung begrenzen.
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Durch
Zusatz von bis zu 1 Masse-% Bismut zu dem Sn-Cu-In-Lot läßt sich
ferner die Verkürzung
der Lebensdauer begrenzen und eine gute Fließfähigkeit des Lots erreichen.
Auf diese Weise ist der Effekt einer Verhinderung von Brückenbildung
und der Verhinderung von Chip-Ausschuß zu erwarten.
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7a zeigt
BGA oder CPS mit Drahtkontaktierung, wobei die untere Seite des
Silicium-Chips 20 Bonding durch ein leitendes Harz 48 aufweist.
Die Anschlußbereiche
bestehen hier bevorzugt aus Ni/Au oder dergleichen, deren Oberfläche sich
schwer oxidieren läßt, sie
sind stabil (nicht bedampft) und die Kontaktierung kann einen Reflow
von 250 °C
aushalten. Wenn andererseits bei den Stromversorgungsteilen Drahtkontaktierung
verwendet wird, ist es möglich,
eine Verbundlotfolie zu verwenden, in der Kupfer und Zinn zur Verbindung
mit der intermetallischen Cu-Sn-Verbindung gemischt sind und die
ein Bauteil einer den Reflow aushaltenden Festigkeit bildet. Mögliche Verbindungen,
außer
Cu-Sn, können
Ni-Sn, Au-Sn, Ag-Sn,
Pt-Sn usw. sein. 7B zeigt einen Kontaktflecken
aus dem leitenden Harz 47 im Flip-Chip-Aufbau. Im vorliegenden
Falle bestehen beide Anschlußbereiche
auf der Chipseite und der Seite der gedruckten Leiterplatte aus
Gold, Ni/Au46 und dergleichen, dessen Oberfläche schwer zu oxidieren ist,
und bilden eine Verbindung, die den Reflow bei 250 °C aushält. Ferner
wird ein Harz 35 eingefüllt,
das zur sicheren Erzielung von mechanischer Festigkeit, einer verlängerten
Lebensdauer und eines Wärmeausdehnungskoeffizienten
von 10 ~ 60 × 10-6/°C
einen Elastizitätsmodul
von 5 bis 1500 kg/mm2 aufweist.
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Es
ist ferner auch möglich,
eine Zinn-Plattierung oder dergleichen an den Anschlüssen der
Relaisplatte vorzusehen, zuvor ein Harz auf den Chip-Befestigungsbereich
einschließlich
des Anschlußbereichs
aufzubringen, den Chip, auf den zuvor Kontaktierungsflecken aus
Gold oder dergleichen aufgebracht wurden, gegenüber der Kapillare eines Impulsheizgerätes anzuordnen,
einen Gold-Kontaktierungsfleck am Anschluß der Relaisplatte anzubringen,
anschließend
einen solchen Preßdruck
aufzubringen, dass der Gold-Kontaktierungsfleck mit der Zinnplattierung
in Kontakt kommt, und dann durch Erwärmen zu verschmelzen. Im vorliegenden
Fall kann thermoplastisches Harz, das modifiziert werden kann (eine
Verringerung des Ausdehnungskoeffizienten kann durch Zusatz von
Quarz als Füllstoff
erfolgen), zum Füllen
eines Spalts zwischen dem Chip und der Relaisplatte sogar dann verwendet
werden, wenn dieser höchstens
gleich 50 μm
ist. Es ist anzumerken, dass die Ausführung des Chip-Anschlusses
und des Anschlusses der Relaisplatte nicht auf die obige Ausführung beschränkt ist.
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Am äußeren Anschluß der Verbindungselektrode
verschiedener BGA- und
CSP-Bauteile können
als Lot-Zusammensetzungen zur Dämpfung
der Schlagkraft Sn-0,3Cu-3In, Sn-0,7Cu-2In, Sn-0,7Cu-0,2In, Sn-0,7Cu-5In
usw. verwendet werden. Wenn Gold in einem solchen eutektischen Sn-Cu-Lot
enthalten ist, wird nadelförmiges
Ag3Sn in der Zinnmatrix gelöst und verteilt,
das Lot an sich wird so hart, dass es sich nur schwer verformt wodurch
an die Verbindungsgrenzfläche
größere Spannung
aufgebracht wird. Hierauf beruht das Problem des bleifreien Sn-Ag-Cu-Lots.
Auch wenn bei einer normalen Verbindung kein Problem auftritt, kann
doch bei einem bestimmten Aufbau mit einer kleinen Toleranz der
baulichen Form ein Schwachpunkt auftreten. Ein Lot vom Sn-Cu-In-Typ
kann ein Maß für einen
solchen Schwachpunkt bieten. Sn-Cu ist der verteilte Typ des eutektischen
Cu6Sn5-Lots und
bildet, im Gegensatz zu Ag3Sn, keine Nadelform
aus, hat eine niedrige Härte und
verbesserte Dehnung. Sn-Cu weist nämlich eine Zusammensetzung
auf, die leicht zu verformen ist, bei der es nur schwer zu einer
Spannungskonzentration kommt. Bei eutektischem Sn-0,75Cu hat der
Schmelzpunkt den hohen Wert von 228 °C. Durch den Zusatz von Indium
wird der Schmelzpunkt niedriger und es wird weiches Indium in der
Zinnmatrix gelöst
und bildet ein System, welches leichter verformt werden kann. Hierdurch
kann die Zusammensetzung für
den Fall, bei dem die Schlagfestigkeit, die Flexibilität benötigt, von
Bedeutung ist, für
den Fall, bei dem auch die Hitzebeständigkeit des Teils berücksichtigt
werden muß,
und für
den Fall gewählt
werden, bei dem ferner auch die Verbindungsfestigkeit zu berücksichtigen
ist. Der Lötkontaktflecken
kann auf dem Relaisplattenanschluß in Form eines Kügelchens,
durch Aufdrucken, durch Elektroplattierung oder durch Verzinnen
aufgebracht werden.
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8 zeigt
ein Beispiel, in dem BGA, CSP, TSOP 56, ein Chipteil 51,
ein Funktionselement (z.B. ein für
die Signalverarbeitung in Mobiltelefonen oder dergleichen verwendetes
Hochfrequenz-Modul) usw. auf einem organischen Substrat 54 für ein Mobiltelefon
montiert sind. Die maximale Rückflußtemperatur
beträgt
235 °C,
vergleichbar mit: Sn-0,7Cu-5In (Schmelzpunkt 222,7 ~ 215,4 °C), Sn-3Ag-0,5Cu
(Schmelzpunkt 221 ~ 217 °C).
Das Hochfrequenz-Modul ist durch die Montage von Chips oder Chipteilen
aus GaAs oder Si als passives Element auf einer Platte 27 aus
Al2O3 hergestellt,
dessen Wärmeleitfähigkeit
und mechanische Kennwerte ausgezeichnet sind, und das Teil eines
Mehr-Chip-Moduls (MCM) ist. Die Verbindung der mehreren, etwa 2 × 2 mm großen, Chips 20 und
der Chipteile 51 ist kompakt, damit die Spannung niedrig
bleibt. Die Dimension einer Modulplatte (im vorliegenden Fall einer
Al2O3-Platte), auf
der die Chips 20 und die Chipteile 51 auf einem Niveau
montiert sind, beträgt
10 × 10
mm. Die Zuverlässigkeit
der Verbindung ist für
die gedruckte Leiterplatte in einem ausreichenden Maße gewährleistet.
Insbesondere kann ein Rückschmelzen
im Reflow der gedruckten Leiterplatte die Kennwerte des Chips mit
Drahtkontaktierung beeinflussen. Daher ist die Rückseite des Chips als Goldelektrode
ausgebildet und die Seite des Al2O3-Substrats 27 ist für die Die-Bonding-Verbindung als
Ni/Sn-Plattierungselektrode ausgebildet. Die Intermetallverbindung
von Gold und Zinn wird beim Reflow bei 260 °C nicht geschmolzen. Es ist
hier anzumerken, dass das Chipteil, da es sich auf Niveau 1005 befindet
und das Lot beim Reflow der gedruckten Leiterplatte wieder geschmolzen
wird, auch bei Verwendung eines Sn-3Ag-0,5Cu-Lots beispielsweise
aufgrund der Wirkung der Oberflächenspannung
so befestigt werden kann, dass seine Eigenschaften nicht beeinträchtigt werden.
Der Anschlußbereich 36 der
externen Verbindung des Hochfrequenzmoduls besteht aus einer Ni/Au-Plattierung.
Die Zuleitung des TSOP-Bauteils 56 wird durch eine Sn/Bi-Plattierung (etwa
7 μm dick)
auf der Legierungsleitung 55 gebildet. Die Reflow-Verbindung erfolgt
anfangs auf der unteren Fläche
des leichten Bauteils mit Sn-0,7Cu-5In oder dergleichen, danach
erfolgt die Reflow-Verbindung 37 in der gleichen Weise
auf der oberen Fläche
des leichten Bauteils mit Sn-0,7Cu-5In oder dergleichen. Es ist
möglich,
dass die bereits verbundenen leichten Teile wegen des leichten Gewichtes
nach dem Reflow der Teile auf der oberen Fläche nicht herunterfallen, die
Kennwerte werden somit nicht beeinträchtigt. Die Auswahl der Zusammensetzung
des Sn-Cu-In-Lots
muß unter
Berücksichtigung
der Warmfestigkeit, der Schlagfestigkeit und der Verbindungsfestigkeit
der Teile erfolgen.
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Die 9 und 9A B zeigen
ein typisches Beispiel eines CSP-Bauteils,
wobei 9A den Zustand vor und 9B den
Zustand nach der Verbindung zeigt. Die Zufuhr des Lots zum Anschluß der Relaisplatte des
Bauteils 58 erfolgt in Form eines Kügelchens oder einer Paste,
indem Sn-0,3Cu-5In-Lot auf ein Kupferkissen oder eine Cu/Ni/Au-Plattierung
aufgebracht wird. An den Anschluß 38 auf der organischen
Platte 54 (gedruckte Leiterplatte) wird anfangs Sn-3Ag-0,5Cu-Lot 59 durch
Aufdruck aufgebracht. Danach wird das Bauteil zusammen mit den anderen
Großintegrationsbauteilen,
Teilen usw. auf die gedruckte Leiterplatte montiert. Dann wird die
gedruckte Leiterplatte mit den montierten Großintegrationsbauteilen usw.
mit einer Geschwindigkeit von 1 m/min. bei einer maximalen Temperatur
von 240 °C
unter Atmosphärendruck
und unter Verwendung eines Luftgebläse-Schmelzofens transportiert,
in dem die Temperaturverteilung in der gedruckten Leiterplatte einheitlich
wird. Auf der Bauteilseite des verbundenen Kontaktierungsfleckens
liegt, genau wie gemischt, in der Hauptsache Sn-Cu-In vor.
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Die
einfach durch Sn-3Ag-0,5Cu-Kügelchen
oder Sn-3Ag-0,5Cu-Paste
verbunden Verbindungen können
im Lotbereich 60 (Abschnitt A) in der Nähe der Verbindungsgrenzfläche nahe
an der Bauteilseite einen Bruch und möglicherweise eine Spannungskonzentration
hervorrufen. Beim Sn-Cu-In-Lot kann dieses, weil es weich ist, gedehnt
werden und, da es eine niedrige Festigkeit hat, kann die konzentrierte
Spannung durch die Verformung des Lots absorbiert werden, und die
Lebensdauer verlängert
sich. Andererseits kann sogar bei einem Schlag, wie er beim Herunterfallen
auftritt, der gleiche Effekt erwartet werden. Es wird nämlich angenommen,
dass die die Spannungskonzentration verursachende Stelle der Abschnitt
A ist. Beim Sn-3Ag-0,5Cu-Lot wirkt die konzentrierte Spannung nach
dem Auftreten eines Schlages infolge eines Herunterfallens auf die
Verbindungsgrenzfläche
ein und verursacht möglicherweise
einen Bruch im Lötbereich
in der Nähe
der Verbindungsgrenzfläche
oder in der Verbindungsgrenzfläche.
Sogar wenn die Verbindungsfestigkeit hoch ist, wird die Spannung
auf einen Punkt konzentriert und verursacht normalerweise ein Problem,
das möglicherweise
zu einem Bruch führt.
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Es
ist daher wichtig, dass das Lot weich und in dem Bereich leicht
verformbar ist, in dem sich die Spannung konzentriert. Folgende
Materialkennwerte des Lots sind erforderlich: eine geringe Zugfestigkeit,
eine ausgezeichnete Dehnung und ein niedriges Elastizitätsmodul.
Daher ist es hinsichtlich des Metallaufbaus erforderlich, dass Ag3Sn nicht im Zinnkristall des Bereichs, an
dem sich die Spannung konzentriert, dispergiert wird, dass weiches
Indium gelöst
wird, um das Zinnkristall zu erweichen, und dass der Schmelzpunkt
dadurch gesenkt wird, dass Kupfer in einer Menge enthalten ist,
die kleiner als beim eutektischen Lot (0,75 %) ist.
-
Als
weitere Anwendung wird ein BGA-Kontaktflecken mit einem Sn-Cu-In-Lot gebildet.
Wird einer Reparatur Präferenz
gegeben, ist eine Verbindung mit einer Sn-1Ag-(40 ~ 57Bi)-Paste
vom Niedertemperaturtyp (Festphasen-Lineartemperatur 137 °C) möglich. Das
Sn-Cu-In-Lot vom Hochtemperaturtyp kann sich sogar bei mehreren
Reparaturen nicht verformen. Das Lot auf der Seite der gedruckten
Leiterplatte kann nivelliert und bei einer Temperatur nahe an 200 °C zugeführt werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung lassen sich die Festigkeit beim Herunterfallen oder die
Schlagfestigkeit im elektronischen Gerät verbessern. Andererseits
kann bei der Halbleitervorrichtung, bei der der Silicium-Chip oder
dergleichen durch Die-Ronden aufgebracht ist, und die hinsichtlich
eines eine große
Verformung verursachenden Temperaturwechsels schwach ist, oder bei
der Verbindung von BGA- und
CSP-Bauteilen auf der gedruckten Leiterplatte ein Grenzflächenbruch
durch bleifreies Sn-Ag-Cu-Lot verursacht werden. Mit Hilfe der vorliegenden
Erfindung können
Brüche
in der Grenzfläche
eingeschränkt
werden. Darüber
hinaus kann die Zuverlässigkeit
einer Lotverbindung im Stromversorgungs-Modul verbessert werden,
auf das eine hohe Spannung einwirken kann.
-
Ferner
transformiert bei niedriger Temperatur β-Zinn (ein körperzentrierter kubischer Kristall)
zu α-Zinn (ein
einfacher kubischer Kristall), bekannt als Zinnpest (Siehe: "Mounting Technology
of Surface Mount Type LSI Package and Reliability Thereof" Seiten 357, 368,
veröffentlicht
von Ohyo Gijutsu Shuppan Inc.). Darüber hinaus tritt im Sn-Cu-System
wahrscheinlich eine kristalline Transformation des Zinns auf. Insbesondere
wenn die Probe, die durch rasche Kühlung koaguliert, eine lange
Zeit auf der niedrigen Temperatur gelassen wird, wird angenommen,
dass die Möglichkeit
der Entstehung von Zinnpest in der Hauptsache aufgrund des Spannungseffektes
zunimmt.
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Durch
den Zusatz von Indium, das weich und im Zinn löslich ist, wird die Spannung
der Korngrenzen usw. verringert, so dass, ähnlich wie bei Blei, der Effekt
der Verzögerung
der Zinnpest erwartet werden kann.
-
Obwohl
die vorliegende Erfindung unter Bezug auf eine beispielhafte Ausführungsform
dargestellt und beschrieben ist, ist den Fachleuten auf diesem Gebiet
klar, daß darin
verschiedene Änderungen,
Auslassungen und Hinzufügungen
vorgenommen werden können,
ohne dass vom Umfang der vorliegenden Ansprüche abgewichen wird. Die vorliegende
Erfindung ist daher nicht als auf die spezielle, oben dargestellte
Ausführungsform
beschrankt anzusehen, sondern sie umfaßt alle möglichen Ausführungsformen,
die im Hinblick auf das in den anliegenden Ansprüchen dargestellte Merkmal innerhalb
des Umfangs verwirklicht werden können, darin enthalten sind
und diesem äquivalent
sind.