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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Halbleiterelement, das mit einer
Schicht aus einer intermetallischen Verbindung versehen ist und
ein Herstellungsverfahren dafür.
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JP-A-10032208 offenbart
ein Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung, in dem
auf eine Plättchenelektrode
an einem Halbleitersubstrat eine erste Metallschicht als Kontaktschicht
mit der Plättchenelektrode
und eine zweite Metallschicht als Barriereschicht und als Kontaktschicht
mit einem Lötmittel
der Reihe nach ausgebildet werden. Anschließend wird ein Abdecklack auf
der zweiten Schicht aufgetragen, und eine Musterung wird in einer
Weise durchgeführt,
dass der Abdecklack auf der Plättchenelektrode
verbleibt. Unter Verwendung des Abdecklacks als Maske wird die zweite
Metallschicht mit einer hoch oxidativen Ätzlösung geätzt, wodurch ein Oxidfilm auf
der entblößten Oberfläche der
ersten Metallschicht ausgebildet wird. Der Abdecklack wird entfernt,
und nachdem das Lötmittel
selektiv auf der zweiten Metallschicht durch Lötmittelbereichsmetallisierung
(solder field plating) ausgefällt
wurde, wird die erste Metallschicht unter Verwendung des Lötmittels
als Maske geätzt.
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In
der Oberflächenmontagetechnologie (SMT)
für ein
Halbleiterelement ist es wichtig, das Lötverfahren mit Zuverlässigkeit
umzusetzen. In der SMT ist das Lötmittel,
das weit verbreitet verwendet wurde, eine eutektische Legierung
aus Zinn (Sn) und Blei (Pb) (Sn: Pb = 63:37 Gew.-%). Um mit feineren Abständen umzugehen,
wurde außerdem
eine ternäre
Legierung einer Zusammensetzung aus Sn-Pb-Bi (8 Gew.-%) verwendet.
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Der
Hauptgrund zur Verwendung von Legierungen als Lötmittelmaterialien ist, dass
Legierungen mit einer niedrigeren Schmelztemperatur verglichen mit
solchen von Einzelbestandteilelementen aufweisen, um nicht die hohe Festigkeit
und Korrosionsfestigkeit zu erwähnen.
Die Legierungen können
grob in drei Kategorien von festen Lösungen, eutektischen Verbindungen
und intermetallischen Verbindungen unterteilt werden.
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Lötmittel,
die in JIS Z 3282 bereitgestellt werden, schließen anders als die zuvor erwähnten Lötmittel
aus Zusammensetzungen von Pb und Sn-Pb-Bi Lötmittel aus Zusammensetzungen
von z. B. Bi-Sn, Sn-Pb-Ag, Sn-Ag, Sn-Sb, Pb-Ag und Pb-Ag-Sn ein.
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Unter
diesen Lötmitteln
sind Lötmittel
auf Bleibasis allmählich
rückläufig in
der Verwendung. Pb weist nämlich
eine Vielzahl von Radioisotopen auf. Diese Isotope sind Intermediate
oder Endprodukte von Zerfallsreihen von Uran (U) oder Thorium (Th)
und unterliegen einem α-Zerfall,
der He-Atome imitiert. Demzufolge treten in den Lötmitteln
unvermeintlich α-Strahlen
auf. Nachdem sie beispielsweise auf ein CMOS-Element treffen, verursachen
die α-Strahlen
das Auftreten von Soft Error-Problemen. Ferner könnte Pb nach dem Abfließen in den
Boden aufgrund des sauren Regens eluiert werden und eine ungünstige Beeinträchtigung
auf die Umwelt besitzen. Aus diesen Gründen ist die Verwendung von Blei
(Pb)-haltigen Lötmitteln
rückläufig.
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Anstelle
dieser Lötmittel
auf Pb-Basis werden Lötmittel
auf Sn-Basis (z. B. Sn-Ag-Lötmittel),
die kein Pb enthalten, als vielversprechend betrachtet.
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Ein
Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung, in der ein
Halbleiterelement mit einem Lötmittel
auf Sn-Ag-Basis oberflächenmontiert
wird, wird unter Bezugnahme auf 19 bis 23 erläutert.
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Wie
in 19 gezeigt wird, wird nach der Bildung eines Aluminiumelektrodenplättchens 22 auf
einem Halbleitersubstrat 21, das aus Silizium besteht, wobei
eine Öffnung
am Mittelteil des Aluminiumelektrodenplättchens 22 gelassen
wird, die Passivierung eingesetzt, um einen Passivierungsfilm 23 zu
bilden. Wie in 20 gezeigt wird, werden anschließend Filme aus
Titan (Ti) 24, Nickel (Ni) 25 und Palladium (Pd) 26 nacheinander
in dieser Reihenfolge gestapelt, um eine Barrieremetallschicht 27 zu
bilden.
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Wie
in 21 gezeigt wird, wird anschließend der Abdecklack 28 auf
der Barrieremetallschicht 27 aufgetragen und ein Teil über dem
Aluminiumelektrodenplättchen 22 ist
geöffnet.
Danach wird in der Öffnung
eine Schicht aus einem Sn-Ag-Lötmittel 29 ausgebildet.
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Wie
in 22 gezeigt wird, wird als nächstes der Abdecklack 28 entfernt
und die Barrieremetallschicht 27 geätzt. Wie in 23 gezeigt
wird, wird danach die Schicht 29 aus dem Sn-Ag-Lötmittel
einem Reflow unterzogen, um eine hervorstehende Elektrode (Bump) 30 zu
bilden. Dann wird das Halbleitersubstrat 21 zur Bildung
von Halbleiterchips gewürfelt.
Der Halbleiterchip wird auf eine Verdrahtungsfläche (Leiterplatte) unter Verwendung
des Flip-Chip-Montierungsverfahrens
zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung montiert.
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Im
Allgemeinen enthalten solche Lötmittel, wie
z. B. diejenigen auf Sn-Ag-Basis, die frei von Pb sind, allerdings
verglichen mit Sn-Pb-Lötmitteln
viel Sn. In Hochtemperaturumgebungen verschlechtert sich die Barrieremetallschicht
demzufolge früher. Das
heißt,
da Sn in dem Lötmittel
dazu neigt, in die Barrieremetallschicht (Ni-Schicht) einzudringen
und zu diffundieren, neigt die Barrieremetallschicht dazu, sich
zu verschlechtern und eine Verringerung der Zuverlässigkeit
der Lötstelle
zwischen dem Halbleiterelement (Chip) und der Verdrahtungsplatte
zu verursachen. Dies stellt ein Problem dar.
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Ferner
gibt es ein Verfahren, in dem Cu oder Ni als Barrieremetall dicker
metallisiert werden, um die zuvor erwähnten Probleme zu lösen. In
diesem Verfahren nimmt jedoch die Anzahl der Schritte zu und verursacht
Probleme.
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Bisher
wurden daher mit Lötmitteln,
die kein Blei (Pb) enthalten, keine hoch verlässlichen Lötstellen ausgebildet.
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Die
vorliegende Erfindung wurde durchgeführt, um diese Probleme zu lösen. Das
erfindungsgemäße Ziel
ist, ein Halbleiterelement mit hoher Zuverlässigkeit und ein Herstellungsverfahren
dafür bereitzustellen,
in denen Lötmittel,
die kein Blei enthalten, als Verbindungsmittel verwendet werden.
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Ein
erster erfindungsgemäßer Aspekt
ist ein Halbleiterelement. Das Halbleiterelement umfasst ein Halbleitersubstrat,
eine auf dem Halbleitersubstrat ausgebildete Verdrahtungsfläche, eine
auf der Verdrahtungsfläche
ausgebildete Schicht aus einem Barrieremetall, eine auf dem Barrieremetallschicht ausgebildete
intermetallische Verbindung Ag3Sn und eine
hervorstehende Elektrode. Die hervorstehende Elektrode besteht aus
einem niedrigschmelzenden Metall, das auf der intermetallischen
Verbindung Ag3Sn ausgebildet ist.
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Im
ersten Aspekt wird die intermetallische Verbindung Ag3Sn
in einer Schicht ausgebildet oder in Partikeln segregiert.
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Ferner
wird die Schicht aus dem Barrieremetall im ersten erfindungsgemäßen Aspekt
aus Einzelschichten und Laminatschichten aus Titan (Ti), Chrom (Cr),
Kupfer (Cu), Nickel (Ni), Palladium (Pd), Gold (Au), Wolfram (W),
Titannitrid (TiN), Tantal (Ta), Niob (Nb), Tantalnitrid (TaN), Mischungen
und Verbindungen davon ausgewählt.
Insbesondere wird aufgrund der ausgezeichneten Haftung mit der intermetallischen
Verbindung Ag3Sn eine Laminatschicht, in
der ein Titan (Ti)-Film, ein Nickel (Ni)-Film und ein Palladium
(Pd)-Film in dieser Reihe aufeinander gestapelt sind, bevorzugt
verwendet.
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Das
niedrigschmelzende Metall wird aus Zinn (Sn), Silber (Ag), Bismuth
(Bi), Zink (Zn), Indium (In), Antimon (Sb), Kupfer (Cu) und Germanium
(Ge), Mischungen und Verbindungen davon ausgewählt. Insbesondere können binäre Mischungen (Legierungen),
wie z. B. eutektisches Sn-Ag oder dergleichen zitiert werden, und
ternäre
Legierungen, wie z. B. Sn-Ag-Bi oder dergleichen, können ebenso
verwendet werden.
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Ein
zweiter erfindungsgemäßer Aspekt
ist ein Herstellungsverfahren für
ein Halbleiterelement. Das vorliegende Verfahren umfasst die Schritte
der Bildung einer Verdrahtungsfläche
auf einem Halbleitersubstrat, der Bildung einer Barrieremetallschicht auf
der Verdrahtungsfläche,
der Bildung einer Schicht aus der intermetallischen Verbindung Ag3Sn auf der Barrieremetallschicht und der
Bildung einer hervorstehenden Elektrode. Die hervorstehende Elektrode
besteht aus einem niedrigschmelzenden Metall, das auf der Schicht
der intermetallischen Verbindung Ag3Sn ausgebildet
wird.
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In
dem vorliegenden Verfahren zur Herstellung des Halbleiterelements
wird die Schicht aus dem Barrieremetall aus Einzelschichten und
Laminatschichten aus Titan (Ti), Chrom (Cr), Kupfer (Cu), Nickel
(Ni), Palladium (Pd), Gold (Au), Wolfram (W), Titannitrid (TiN),
Tantal (Ta), Niob (Nb), Tantalnitrid (TaN), Mischungen und Verbindungen
davon ausgewählt
wird. Insbesondere aufgrund der ausgezeichneten Haftung mit der
intermetallischen Verbindung Ag3Sn wird
eine Laminatschicht, in der ein Titan (Ti)-Film, ein Nickel (Ni)-Film
und ein Palladium (Pd)-Film in dieser Reihenfolge aufeinander gestapelt
sind, bevorzugt verwendet.
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Das
niedrigschmelzende Metall wird aus Zinn (Sn), Silber (Ag), Bismuth
(Bi), Zink (Zn), Indium (In), Antimon (Sb), Kupfer (Cu) und Germanium
(Ge), Mischungen und Verbindungen davon ausgewählt. Insbesondere können binäre Mischungen
(Legierungen), wie z. B. eutektisches Sn-Ag oder dergleichen zitiert
werden, und ternäre
Legierungen, wie z. B. Sn-Ag-Bi oder dergleichen, können ebenso
verwendet werden.
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Ein
dritter erfindungsgemäßer Aspekt
ist ein Verfahren zur Herstellung des Halbleiterelements, umfassend
die Schritte der Bildung einer Verdrahtungsfläche auf einem Halbleitersubstrat, der
Bildung einer Schicht aus einem Barrieremetall auf der Verdrahtungsfläche, der
Bildung einer Silber (Ag)-haltigen Metallschicht auf der Schicht
aus dem Barrieremetall, der Bildung einer Zinn (Sn)-haltigen Schicht aus
einem niedrigschmelzenden Metall auf der Ag-haltigen Metallschicht
und das Schmelzen der Sn-haltigen Schicht aus dem niedrigschmelzenden Metall
zur Bildung einer hervorstehenden Elektrode, wodurch eine intermetallische
Verbindung Ag3Sn in Nachbarschaft einer
Grenzfläche
der Ag-haltigen Metallschicht und der Sn-haltigen Schicht aus dem niedrigschmelzenden
Metall gebildet wird.
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In
dem dritten Aspekt wird die intermetallische Verbindung Ag3Sn in einer Schicht gebildet. Das heißt, wenn
ein Sn-haltiges Lötmittel
als niedrigschmelzendes Metall verwendet wird, wird während der
Löstmittel-Reflow-Prozedur
eine niedrigere Schicht, die Ag enthält, ebenso geschmolzen.
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Folglich
wird eine Schicht aus der intermetallischen Verbindugne Ag3Sn in der Ag-haltigen Schicht gebildet,
nämlich
zwischen der Lötmittelschicht
und der Barrieremetallschicht.
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Im
dritten erfindungsgemäßen Aspekt
kann die intermetallische Verbindung Ag3Sn
außerdem
in Partikeln segregiert sein. Durch geeignetes Einstellen der Dicke
der Ag-haltigen Schicht und der Reflow-Temperatur kann die intermetallische
Verbindung Ag3Sn in einer Schicht oder in
Partikeln gebildet werden.
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Im
dritten Aspekt wird die Schicht aus dem Barrieremetall aus Einzelschichten
und Laminatschichten aus Titan (Ti), Chrom (Cr), Kupfer (Cu), Nickel
(Ni), Palladium (Pd), Gold (Au), Wolfram (W), Titannitrid (TiN),
Tantal (Ta), Niob (Nb), Tantalnitrid (TaN), Mischungen und Verbindungen
davon gebildet. Insbesondere aufgrund der ausgezeichneten Haftung
mit der intermetallischen Verbindung Ag3Sn wird
eine Laminatschicht, in der ein Titan (Ti)-Film, ein Nickel (Ni)-Film
und ein Palladium (Pd)-Film in dieser Reihenfolge aufeinander gestapelt
sind, bevorzugt verwendet.
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Ferner
wird das niedrigschmelzende Sn-haltige Metall aus einfachen Sn und
Mischungen von Sn mit ein oder mehreren Arten von Metallen ausgewählt, die
aus Silber (Ag), Bismuth (Bi), Zink (Zn), Indium (In), Antimon (Sb),
Kupfer (Cu) und Germanium (Ge) ausgewählt werden. Insbesondere können binäre Mischungen
(Legierungen), wie z. B. eutektisches Sn-Ag oder dergleichen, zitiert
werden und ternäre Legierungen,
wie z. B. Sn-Ag-Bi oder dergleichen, können ebenso verwendet werden.
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Die
hervorstehende Elektrode in der vorliegenden Erfindung wird durch
Einsetzen von Metallisieren des niedrigschmelzenden Metalls oder
Aufdrucken einer Paste gebildet, die das niedrigschmelzende Metall
enthält.
Wenn das Metallisierungsverfahren verwendet wird, können die
Ag-Metallisierung und die Sn-Metallisierung getrennt eingesetzt
werden. Wenn eine Metallisierungslösung von einer Alkylsulfonsäure (Salz)
eingesetzt wird, sind die Ag-Metallisierung und die Sn-Metallisierung
zusätzlich
dazu, dass die Umwelt weniger nachteilig beeinflusst wird, während der
Metallisierung auch kompatibel zueinander. Erfindungsgemäß wird die
hervorstehende Elektrode ferner auf der Seite des Halbleiterelements
gebildet, sie kann jedoch auch auf der Seite der Verdrahtungsplatte
gebildet werden, die mit dem Halbleiterelement verbunden ist.
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Im
Allgemeinen wird nach dem Schmelzen und Abkühlen des Sn-Ag-Lötmittels
zur Verfestigung bei der Untersuchung seiner Textur mit Elektronenbeugungsanalyse
festgestellt, dass ein Niederschlag von Ag3Sn
unweigerlich fein verteilt und verbreitet in der Matrix enthalten
ist. Gemäß dem dritten
erfindungsgemäßen Aspekt
wird zwischen der Barrieremetallschicht und der Schicht aus dem
niedrigschmelzenden Metall, z. B. der Sn-Ag-Lötmittelschicht, eine intermetallische
Verbindung Ag3Sn in einer Schicht gebildet
oder in Partikeln segregiert. Folglich sind die Barrieremetallschicht
und die Schicht aus dem niedrigschmelzenden Metall kompatibel zueinander,
und eine ausgezeichnete Haftung zwischen ihnen kann erhalten werden.
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Erfindungsgemäß wird in
dem niedrigschmelzenden Metall enthaltenes Sn unterdrückt, in die
Barrieremetallschicht zu diffundieren, was zu einer Verbesserung
der Zuverlässigkeit
führt.
Die intermetallische Verbindung Ag3Sn, die
daran gehindert wird, eine grobe Korngröße anzunehmen, selbst nach
langwierigen Hochtemperaturtests und Temperaturkreislauftests, verschlechtert
sich aufgrund der Temperatur nicht. Insbesondere wenn Pd als Barrieremetall
verwendet wird, löst
sich die Ag-Schicht oder die Ag-haltige Schicht aufgrund der ausgezeichneten Haftung
zwischen Pd und der intermetallischen Verbindung Ag3Sn
und Ag nicht ab. Da die Schicht aus der intermetallischen Verbindung
Ag3Sn unter Verwendung eines Sputter-Verfahrens
gebildet werden kann, kann ferner die Filmdicke auf einfache Weise kontrolliert
werden. Zusätzlich
dazu kann die Dicke der Ag-Schicht, die für die Bildung unter Verwendung von
Sputtern oder Metallisieren geeignet ist, auf einfache Weise kontrolliert
werden.
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Das
erfindungsgemäße Halbleiterelement
ist mit einer Verdrahtungsfläche
einer beliebigen Form über
eine hervorstehende Elektrode (Bump) verbunden, die aus einem niedrigschmelzenden
Metall besteht, und durch ein Harz oder dergleichen zur Bildung
einer Halbleitervorrichtung (einer Verpackung (package)) versiegelt.
Die Halbleitervorrichtung kann ferner mit einer Hauptplatine verbunden
sein.
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1 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung eines Elektrodenplättchens und
eines Passivierungsfilms auf einer Halbleiterscheibe in der ersten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
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2 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung einer Barrieremetallschicht
in der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt;
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3 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung einer Schicht
aus einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn
in der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
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4 ist
ein Querschnitt, der schematisch einen Schritt der Bildung einer
Schicht aus einem niedrigschmelzenden Metall an der Öffnung des
Abdecklacks in der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt;
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5 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Entfernung des
Abdecklacks zum Ätzen
unterer Schichten in der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt;
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6 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung einer hervorstehenden
Elektrode (Bump) in der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt;
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7 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung eines Elektrodenplättchens und
eines Passivierungsfilms auf einer Halbleiterscheibe in der vierten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
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8 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung einer Barrieremetallschicht
in der vierten erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt;
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9 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung einer Schicht
aus Ag an der Öffnung
des Abdecklacks in der vierten erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt;
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10 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung einer Schicht
aus einem niedrigschmelzenden Metall auf der Schicht aus Ag der
vierten erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt;
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11 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt des Entfernens des
Abdecklacks zum Ätzen
unterer Schichten in der vierten erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt;
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12 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung eines Bumps
in der vierten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
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13 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung von Partikeln
einer segregierten intermetallischen Verbindung Ag3Sn
durch Bildung eines Bumps in der fünften erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
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14 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der sequenziellen Bildung
eines Elektrodenplättchens,
eines Passivierungsfilms und einer Barrieremetallschicht auf einer
Halbleiterscheibe und ferner die Bildung einer Schicht aus einer
intermetallischen Verbindung Ag3Sn darauf
und eine Abdecklackmusterung in der sechsten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
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15 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt des Ätzens unterer
Schichten und ferner das Entfernen einer Abdecklackmusterung in
der sechsten erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt;
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16 ist
ein Querschnitt, der schematisch einen Schritt des Siebdruckens
einer Paste aus einem niedrigschmelzenden Metall in der sechsten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
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17 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt des Entfernens einer
Druckmaske zur Bildung einer Schicht aus einem niedrigschmelzenden Metall
in der sechsten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
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18 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung eines Bumps
in der sechsten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
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19 ist
ein Querschnitt, der schematische den Schritt der Bildung eines
Elektrodenplättchens und
eines Passivierungsfilms auf einer Halbleiterscheibe in einem existierenden
Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterelements zeigt;
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20 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung einer Barrieremetallschicht
in einem existierenden Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterelements
zeigt;
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21 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt der Bildung einer Schicht
aus einem niedrigschmelzenden Metall an der Öffnung eines Abdecklacks in
einem existierenden Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterelements
zeigt;
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22 ist
ein Querschnitt, der schematisch den Schritt des Entfernens des
Abdecklacks und des Ätzens
unterer Schichten in einem existierenden Verfahren zur Herstellung
eines Halbleiterelements zeigt;
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23 ist
ein Querschnitt, der schematisch einen Schritt der Bildung eines
Bumps in einem existierenden Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterelements
zeigt.
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Im
Folgenden werden die bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen erläutert.
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Ausführungsform
1
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Wie
in 1 gezeigt wird, werden auf einer gesamten Oberfläche einer
Halbleiterscheibe 1 (ein Durchmesser von 6 Inches und eine
Dicke von 625 μm),
die aus Silizium oder dergleichen zusammengesetzt ist, Aluminiumelektrodenplättchen 2 von
100 μm im
Quadrat gitterförmig
mit einem Abstand von 350 μm
ausgebildet. Danach wird darauf ein Passivierungsfilm 3 ausgebildet,
während
eine Öffnung
am Mittelteil des Aluminiumelektrodenplättchens 2 gelassen
wird.
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Wie
in 2 gezeigt wird, wird dann auf der ganzen Oberfläche der
Halbleiterscheibe 1 unter Verwendung von Sputtern oder
Elektronenstrahlverdampfung ein Titanfilm 4, ein Nickelfilm 5 und
ein Palladiumfilm 6 der Reihe nach aufeinander gestapelt, um
eine Barrieremetallschicht zu bilden. Als Barrieremetallschicht
können
jeweils Schichten aus Chrom (Cr), Kupfer (Cu), Gold (Au), TiN, Wolfram
(W), Tantal (Ta), Niob (Nb) und Tantalnitrid (TaN) zur Stapelung kombiniert
werden.
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Wie
in 3 gezeigt wird, wird als nächstes auf der Barrieremetallschicht
eine Schicht 7 aus einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn unter Verwendung von Sputtern oder Elektronenstrahlverdampfung
gebildet. Die Schicht 7 aus einer intermetallischen Verbindung
Ag3Sn wird nachfolgend in derselben Kammer
gebildet, in der die Barrieremetallschicht gebildet wurde. Eine
Dicke der Schicht aus der intermetallischen Verbindung Ag3Sn 7 beträgt 10 μm oder weniger, und liegt vorzugsweise
im Bereich von 0,5 bis 5 μm.
Wenn die Dicke der Schicht aus der intermetallischen Verbindung
Ag3Sn 7 10 μm übersteigt dauert nicht nur
die Bildung der Schicht länger sondern
auch ein späterer
Schritt zum Ätzen
wird schwieriger. Wenn die Dicke weniger als 0,5 μm beträgt, wirkt
die Schicht nicht hinreichend als Barriere.
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Wie
in 4 gezeigt wird, wird dann auf der Schicht aus
der intermetallischen Verbindung Ag3Sn 7 ein
Abdecklack 8 mit einer Dicke von etwa 50 μm aufgetragen.
Danach wird ein Teil des Abdecklacks, der dem obigen Aluminiumelektrodenplättchen 2 entspricht,
zu einem Loch von 100 μm
im Quadrat geöffnet.
In dieser Öffnung
wird durch Metallisieren eine Schicht 9 auf einem niedrigschmelzenden
Metall mit einer Dicke von 50 μm
gebildet.
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Als
niedrigschmelzendes Metall kann ein eutektisches Sn-Ag-Lötmittel zitiert werden. Zusätzlich dazu
kann eine Art von Metall, ausgewählt
aus Sn, Ag, Bi, Zn, In, Sb, Cu und Ge, und Mischungen oder Verbindungen
von Metallen von 2 oder mehreren daraus ausgewählten Arten verwendet werden.
Beim Metallisieren des niedrigschmelzenden Metalls als solches wird
die Halbleiterplatte, worauf der Abdecklack 8 gebildet
ist, in eine Lösung
eingetaucht, die 40 g/Liter Sn, 0,4 g/Liter Ag, 100 g/Liter Alkylsulfonsäure und
ein zusätzliches
Mittel enthält,
das hauptsächlich aus
einem Tensid besteht. Die Metallisierung wird in einem Bad bei 20°C mit der Barrieremetallschicht und
der Schicht aus einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn
als Kathode und einer Platte aus Sn als Anode bei einer Stromdichte
von 1 A/dm2 und unter vorsichtigem Rühren durchgeführt.
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Wie
in 5 gezeigt wird, werden, nachdem der Abdecklack
unter Verwendung von Aceton oder einem bekannten Abdecklackentferner
entfernt (abgelöst)
wurde, die Schicht 7 aus der intermetallischen Verbindung
Ag3Sn, der Palladiumfilm 6 und
der Nickelfilm 5, die als Substratelektrode verblieben,
mit einer Lösung
von Königswasser
geätzt.
Ferner wurde der Titanfilm 4 mit einer Lösung von
Ethylendiamintetraessigsäure
geätzt.
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Dann
wird die Halbleiterscheibe, nachdem das Flussmittel darauf aufgetragen
wurde, in einer Stickstoffatmosphäre bei einer Temperatur von 250°C für 30 Sek.
erhitzt. Wie in 6 gezeigt wird, unterzieht sich
das niedrigschmelzende Metall dadurch einer Löt-Reflow-Prozedur zur Bildung
einer hervorstehenden Elektrode (Bump) 10. Anschließend nach
elektrischen Tests wird die Halbleiterplatte, obgleich nicht in
der Figur gezeigt, zur Bildung von Halbleiterchips gewürfelt. Der
Halbleiterchip wird unter Verwendung des Flip-Chip-Verbindungsverfahrens montiert,
das im Folgenden dargestellt wird. Dabei durchläuft der Halbleiterchip nach
dem Montieren auf eine Verdrahtungsplatte einen Stickstoff-Reflow-Ofen, der auf 250°C eingestellt
wurde, um den aus dem niedrigschmelzenden Metall bestehenden Bump
zu schmelzen. Hierbei kann als auf der Verdrahtungsplatte angebrachtes
Plättchen
eine Art von Filmen aus Cu, Ni, Au, Pd und Laminatfilme davon oder
Filme von Mischungen davon oder Laminatfilme, in denen auf einem
leitenden Metall eines der niedrigschmelzenden Metalle, wie Sn,
Ag, Bi, Zn, In, Sb, Cu und Ge und Filme von Mischungen davon ausgebildet
sind, verwendet werden.
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Auf
diese Weise sind der Halbleiterchip und die Verdrahtungsplatte unter
Erhalt einer Halbleitervorrichtung elektrisch verbunden. Ferner
ist die so erhaltenen Halbleitervorrichtung über auf der Verdrahtungsplatte
angebrachte Anschlüsse
mit einer Hauptplatine verbunden. In der Umgebung des auf der Verdrahtungsplatte
montierten Halbleiterchips und zwischen der Verdrahtungsplatte und
dem Halbleiterchip können
Versiegelungsharze, wie z. B. Silikonharze, Epoxyharz oder Akrylharz,
zur Härtung
gefüllt
werden.
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In
dem so erhaltenen Halbleiterelement in der ersten Ausführungsform
wird zwischen der Barrieremetallschicht und dem Bump 10,
der aus dem niedrigschmelzenden Metall besteht, die Schicht 7 aus
einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn
gebildet. Folglich sind die Barrieremetallschicht und der Bump 10 gut
miteinander verklebt. Aufgrund der Schicht 7 aus der intermetallischen
Verbindung Ag3Sn kann das in dem niedrigschmelzenden
Metall enthaltene Sn daran gehindert werden, in die Barrieremetallschicht
(Ni-Schicht) einzudringen und zu diffundieren. Folglich wird die
Barrieremetallschicht daran gehindert, sich mit der resultierenden
Verbesserung der Zuverlässigkeit
zu verschlechtern. Die intermetallische Verbindung Ag3Sn,
die selbst nach dem langwierigen Hochtemperaturtest oder dem Thermozyklustest
nicht zu gröberen
Partikeln anwächst, neigt
nicht dazu sich aufgrund von hohen Temperaturen zu verschlechtern.
Darüber
hinaus ist an der obersten Schicht der Barrieremetallschicht der
Palladiumfilm 6 angebracht, was zu einer ausgezeichneten
Haftung mit der Schicht aus der intermetallischen Verbindung Ag3Sn führt.
Des Weiteren kann die Schicht aus der intermetallischen Verbindung
Ag3Sn, die zur Bildung unter Verwendung
von Sputtern und dergleichen geeignet ist, hinsichtlich der Dicke
mit Leichtigkeit eingestellt werden.
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Die
Zuverlässigkeit
der Halbleitervorrichtungen, die gemäß der Ausführungsform 1 hergestellt werden,
wird anhand des Thermozyklustests bewertet. Die Ergebnisse werden
im Folgenden dargestellt. Für
eine Testprobe wird ein Siliziumchip von 10 mm im Quadrat, auf dem
900 Bumps ausgebildet sind, auf einem Glas-Harz-Verdrahtungssubstrat
montiert. Der Thermozyklustest wird in einem Zyklus von –65°C × 30 Min.
~ 25°C × 5 Min.
150°C × 30 Min.
vollzogen.
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Als
Ergebnis des Thermozyklustests wird selbst nach 3000 Zyklen kein
Reißen
bei allen Lötstellen
gefunden. Die Bumps weisen eine ausreichende Verbindungsfestigkeit
auf und zeigen keine Verschlechterung der Festigkeit und lösen sich überhaupt
nicht ab. Ferner traten keine Kurzschlüsse zwischen den Bumps auf.
Wenn die Scheibe bei 150°C nach
der Bump-Bildung gehalten wurde, wurde selbst nach 5000 Stunden
eine Bump-Festigkeit (Bump-Anteil-Festigkeit (Bump Share Strength))
von 50 g/Stück
aufrecht erhalten und nicht verschlechtert.
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Ausführungsform
2
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In
einer zweiten Ausführungsform
wird unter Verwendung von Sputtern oder Elektronenstrahlverdampfung
anstatt der Schicht auf einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn eine Schicht aus Ag auf der Barrieremetallschicht
gebildet. Als niedrigschmelzendes Metall zur Bildung einer hervorstehenden
Elektrode können
einfaches Sn oder Metalle, die hauptsächlich aus Sn bestehen und
mit Ag, Bi, Zn, In, Sb, Cu oder Ge gemischt sind, verwendet werden.
Mit Ausnahme des obigen werden ein Halleiterelement und eine Halbleitervorrichtung
in gleicher Weise wie in Ausführungsform
1 hergestellt.
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In
der vorliegenden Ausführungsform
reagiert Ag in der Reflow-Prozedur
des niedrigschmelzenden Metalls mit Sn in dem niedrigschmelzenden Metall
zur Bildung einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn
in einer Schicht von einer Dicke von 0,5 μm bis 5 μm an der Grenze der Barrieremetallschicht
und der Schicht aus dem niedrigschmelzenden Metall. Um eine Schicht
aus einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn
zu erhalten, beträgt
die Dicke der Ag-Schicht, obgleich abhängig von der Temperatur, vorzugsweise
4 μm oder
mehr.
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Auf
diese Weise wird in der zweiten Ausführungsform zwischen der Barrieremetallschicht
und der hervorstehenden Elektrode (Bump), die aus dem niedrigschmelzenden
Metall besteht, die Schicht aus einer intermetallischen Verbindung
Ag3Sn gebildet. Demzufolge haften die Barrieremetallschicht
und der Bump gut aneinander. Aufgrund der Schicht aus der intermetallischen
Verbindung Ag3Sn wird das in dem niedrigschmelzenden
Metall enthaltene Sn daran gehindert, in die Barrieremetallschicht
(Ni-Schicht) einzudringen und zu diffundieren, was dazu führt, dass eine
auftretende Verschlechterung des Barrieremetalls verhindert wird
und die Zuverlässigkeit
verbessert wird. Selbst nach dem ausgedehnten Hochtemperaturtest
und dem Thermozyklustest wächst
die intermetallische Verbindung Ag3Sn nicht
zu gröberen Partikelgrößen an,
was zu einer Wahrscheinlichkeit von geringerer Verschlechterung
aufgrund von Temperaturen führt.
-
In
der vorliegenden Ausführungsform
wird ferner mit einfachem Sn als niedrigschmelzendes Metall eine
Schicht aus Sn auf der Schicht aus Ag gebildet. Danach wird unter
Verwendung von Reflow-Prozeduren für die Schicht aus Sn eine Schicht aus
der intermetallischen Verbindung Ag3Sn gebildet. Hierdurch
können
Probleme bei der Umsetzung der Sn-Ag-Lötmittelmetallisierung gelöst werden.
-
Es
treten nämlich
Probleme auf, sodass aufgrund eines größeren Unterschieds der Abscheidungspotentiale
zwischen Sn und Ag eine gleichzeitige Abscheidung schwierig wird,
ein abnormes Wachstum während
der Metallisierung auftritt, Hohlräume aufgrund eines zusätzlichen
Mittels auftreten oder je nach Benetzbarkeit der Metallisierungslösung die
Abdecklacköffnung
unter Schwierigkeiten metallisiert wird. Ferner verschlechtert sich
im Allgemeinen die Barrieremetallschicht in einem Sn-Ag-Lötmittel aufgrund des zu hohen
Gehalts an Sn bei Bedienbedingungen von hohen Temperaturen früher. Des
Weiteren kann in einem eutektischen Sn-Ag-Lötmittel aufgrund des zu geringen
Gehalts an Ag von 3,5% die Zusammensetzung beim Metallisieren nur
unter Schwierigkeiten reguliert werden. Unter Verwendung eines Verfahrens,
in dem nach der Bildung einer Schicht aus Sn auf einer Schicht aus
Ag die Sn-Schicht sich einer Lötmittel-Reflow-Prozedur
zur Bildung einer Schicht aus einer intermetallischen Verbindung
Ag3Sn unterzieht, können allerdings die zuvor erwähnten Probleme
beim Metallisierten mit dem Sn-Ag-Lötmittel gelöst werden.
-
Ausführungsform
3
-
In
der dritten Ausführungsform
wird auf der Barrieremetallschicht anstelle der intermetallischen Verbindung
Ag3Sn eine Schicht aus Ag auf der gesamten
Oberfläche
der Scheibe mit einer Metallisierungslösung einer Alkylsulfonsäure (Salz)
gebildet. Als niedrigschmelzendes Metall zur Bildung einer hervorstehenden
Elektrode können
einfaches Sn oder Metalle, die hauptsächlich aus Sn bestehen und mit
Ag, Bi, Zn, In, Sb, Cu oder Ge gemischt sind, verwendet werden.
Mit Ausnahme des obigen werden ein Halbleiterelement und eine Halbleiterleitervorrichtung
in gleicher Weise wie in Ausführungsbeispiel
1 hergestellt.
-
In
der vorliegenden Ausführungsform
reagiert Ag in der Reflow-Prozedur
des niedrigschmelzenden Metalls mit Sn in dem niedrigschmelzenden Metall
zur Bildung einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn
in einer Schicht von einer Dicke von 0,5 μm bis 5 μm zwischen der Barrieremetallschicht
und der Schicht aus dem niedrigschmelzenden Metall. Zur Bildung
der intermetallischen Verbindung Ag3Sn in einer
Schicht beträgt
die Dicke der Ag-Schicht, obgleich abhängig von der Temperatur, vorzugsweise
4 μm oder
mehr.
-
Auf
diese Weise wird in der dritten Ausführungsform zwischen der Barrieremetallschicht
und dem Bump, das aus dem niedrigschmelzenden Metall besteht, die
Schicht aus einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn
gebildet. Folglich haften die Barrieremetallschicht und der Bump
gut aneinander. Aufgrund der Schicht aus einer intermetallischen
Verbindung Ag3Sn wird das in dem niedrigschmelzenden Metall
Sn daran gehindert, in die Barrieremetallschicht (Ni-Schicht) zu
diffundieren, was zu einer Verhinderung des Auftretens einer Verschlechterung
des Barrieremetalls und einer Verbesserung der Zuverlässigkeit
führt.
Die intermetallische Verbindung Ag3Sn wächst selbst
nach dem ausgedehnten Hochtemperaturtest und dem Thermozyklustest
nicht zu gröberen
Partikelgrößen an mit
der Wahrscheinlichkeit einer geringeren Verschlechterung aufgrund
von Temperaturen.
-
In
der vorliegenden Ausführungsform
wird die Schicht aus Sn ferner mit einfachem Sn als niedrigschmelzendes
Metall auf der Schicht aus Ag gebildet. Danach wird unter Verwendung
einer Reflow-Prozedur für
die Schicht aus Sn eine Schicht aus einer intermetallischen Verbindung
Ag3Sn gebildet. Hierdurch können die
Schwierigkeiten beim Umsetzen des Sn-Ag-Lötmittelmetallisierens
gelöst
werden.
-
Sowohl
die Ag-Schicht als auch die Schicht aus dem niedrigschmelzenden
Metall (Sn), die mit einer Metallisierungslösung einer Alkylsulfonsäure gebildet
werden, beeinflussen die Umgebungen weniger ungünstig und sind beim Metallisieren
miteinander kompatibel. Da die Ag-Metallisierung der Sn-Metallisierung
vorausgeht, lagert sich das Ag ferner gleichmäßig ab, was zu einer einfachen
Regulierung führt.
Eine Dicke der metallisierten Schicht kann auf einfache Weise durch
simples Variieren der Metallisierungszeit reguliert werden.
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Ausführungsform
4
-
Wie
in 7 gezeigt wird, werden auf der gesamten Oberfläche einer
Halbleiterscheibe 1 (ein Durchmesser von 6 Inches und eine
Dicke von 625 μm),
die aus Silizium oder dergleichen zusammengesetzt ist, Aluminiumelektrodenplättchen 2 von
100 μm im
Quadrat gitterförmig
mit einem Abstand von 350 μm
gebildet. Danach wird ein Passivierungsfilm 3 darauf ausgebildet,
während
eine Öffnung
am Mittelteil des Aluminiumelektrodenplättchens 2 gelassen wird.
-
Wie
in 8 gezeigt wird, werden dann auf der gesamten Oberfläche der
Halbleiterscheibe 1 unter Verwendung von Sputtern oder
Elektronenstrahlverdampfung der Reihe nach ein Titanfilm 4,
ein Nickelfilm 5 und ein Palladiumfilm 6 aufeinander
gestapelt, um eine Barrieremetallschicht zu bilden. Als Barrieremetallschicht
kann jede der Schichten aus Chrom (Cr), Kupfer (Cu), Gold (Au),
TiN, Wolfram (W), Tantal (Ta), Niob (Nb) und Tantalnitrid (TnA)
zur Stapelung kombiniert werden.
-
Wie
in 9 gezeigt wird, wird dann ein Abdecklack auf der
Barrieremetallschicht mit einer Dicke von etwa 50 μm aufgetragen.
Danach wird ein Teil über
dem Aluminiumelektrodenplättchen 2 zu
einem Loch von 100 μm
im Quadrat geöffnet.
In der Öffnung
wird eine Schicht 11 aus Ag mit einer Metallisierungslösung einer
Alkylsulfonsäure
metallisiert. Die Dicke der Ag-Schicht 11 beträgt 10 μm oder weniger
und liegt vorzugsweise in einem Bereich von 0,5 bis 5 μm. Wenn die
Dicke der Ag-Schicht 11 10 μm übersteigt, dauert die Bildung
lang, und wenn die Dicke weniger als 0,5 μm beträgt, wird der Barriereeffekt
nicht vollständig
ausgeübt.
Zur Bildung der intermetallischen Verbindung Ag3Sn
in einer Schicht beträgt
die Dicke der Ag-Schicht 11, obgleich abhängig von
der Temperatur, vorzugsweise 4 μm
oder mehr.
-
Wie
in 10 gezeigt wird, wird dann auf der in der Öffnung gebildeten
Ag-Schicht 11 eine Schicht 9 aus einem niedrigschmelzenden
Metall mit einer Dicke von 50 μm
gebildet.
-
Als
niedrigschmelzendes Metall kann z. B. ein eutektisches Sn-Ag-Lötmittel
genannt werden. Bei der Metallisierung des niedrigschmelzenden Metalls
als solches wird die Halbleiterscheibe, auf der der Abdecklack 8 gebildet
ist, in eine Lösung
eingetaucht, die 40 g/Liter Sn, 0,4 g/Liter Ag, 100 g/Liter Alkylsulfonsäure und
ein zusätzliches
Mittel enthält, das
hauptsächlich
aus einem Tensid besteht. Die Metallisierung wird in einem Bad bei
20°C mit
der Barrieremetallschicht und der Ag-Schicht 11 als Kathode und
einer Platte aus Sn als Anode bei einer Stromdichte von 1 A/dm2 unter vorsichtigem Rühren durchgeführt. Als
niedrigschmelzende Metalle können
einfaches Sn oder Metalle, die hauptsächlich aus Sn bestehen und
mit Ag, Bi, Zn, In, Sb, Cu oder Ge gemischt sind, verwendet werden.
-
Wie
in 11 gezeigt wird, wird als nächstes, nachdem der Abdecklack 8 unter
Verwendung von Aceton oder einem bekannten Abdecklackentferner entfernt
wurde, der Palladiumfilm 6 und der Nickelfilm 5,
die als Substratelektrode verblieben, mit einer Lösung von
Königswasser
geätzt.
Ferner wird der Titanfilm 4 mit einer Lösung von Ethylendiamintetraessigsäure geätzt. Da
die Ag-Schicht 11 in der Öffnung des Abdecklacks 8 gebildet
wird, besteht in der vorliegenden Ausführungsform keine Notwendigkeit des Ätzens der
Ag-Schicht 11 zur Entfernung.
-
Wie
in 12 gezeigt wird, wird als nächstes die Halbleiterscheibe,
nachdem das Flussmittel darauf aufgetragen wurde, in einer Stickstoffatmosphäre bei 250°C für 30 Sek.
zur Anwendung einer Lötmittel-Reflow-Prozedur
erhitzt, um eine hervorstehenden Elektrode (Bump) 10 zu
bilden. In der Reflow-Prozedur
des niedrigschmelzenden Metalls reagiert Ag mit Sn in dem niedrigschmelzenden
Metall, um eine Schicht aus einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn von einer Dicke von 0,5 μm bis 5 μm zwischen
der Barrieremetallschicht und der Schicht aus dem niedrigschmelzenden
Metall zu bilden.
-
Danach
werden Standard-Elektrotests, obgleich nicht in der Figur gezeigt,
durchgeführt.
Dann wird die Halbleiterscheibe zu Halbleiterchips gewürfelt, gefolgt
durch ein Flip-Chip-Montieren.
In dem Schritt der Flip-Chip-Montierung wird ein Halbleiterchip
auf einer Verdrahtungsplatte montiert und durchläuft einen Stickstoff-Reflow-Ofen
zum Schmelzen des Bumps, der aus dem niedrigschmelzenden Metall
besteht. Hierbei kann als auf der Verdrahtungsplatte gebildetes
Verbindungsplättchen
eine Art von Cu-, Ni-, Au- und Pd-Filmen und laminierten Filmen davon
oder Filme oder Mischungen davon oder laminierte Filme, in denen
einer der Filme aus niedrigschmelzenden Metallen, wie z. B. Sn,
Pb, Ag, Si, Zn, In, Sb, Cu und Ge, und Mischungen davon auf einem leitenden
Metall gebildet sind, verwendet werden.
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Auf
diese Weise werden der Halbleiterchip und die Verdrahtungsplatte
zur Bildung einer Halbleitervorrichtung verbunden. Ferner wird die
so erhaltene Halbleitervorrichtung über auf der Verdrahtungsplatte
angebrachte Anschlüsse
mit einer Hauptplatine verbunden. In der Umgebung des Halbleiterchips, der
auf der Verdrahtungsplatte montiert ist, und zwischen der Verdrahtungsplatte
und dem Halbleiterchip können
Versiegelungsharze, wie z. B. Silikonharz, Epoxyharz oder Akrylharz,
zur Härtung
gefüllt
werden.
-
In
der vierten Ausführungsform
als solche wird zwischen der Barrierenmetallschicht und dem Bump 10,
der aus dem niedrigschmelzenden Metall besteht, die Schicht 7 aus
einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn
gebildet. Als Folge davon haften die Barrieremetallschicht und der
Bump 10 gut aneinander. Die Schicht 7 aus der
intermetallischen Verbindung Ag3Sn unterdrückt das
Diffundieren des in dem niedrigschmelzenden Metall enthaltenen Sn
in die Barrieremetallschicht (Ni-Schicht). Folglich wird verhindert,
dass sich die Barrierenmetallschicht verschlechtert, was zu einer
Verbesserung der Zuverlässigkeit
führt.
Die intermetallische Verbindung Ag3Sn, die
selbst nach dem ausgedehnten Hochtemperaturtest und Thermozyklustest
nicht grob wird, verschlechtert sich nicht aufgrund von Temperaturen. Da
der Pd-Film 6, der gut an Ag anhaftet, in der obersten
Schicht der Barrieremetallschicht vorliegt, lösen sich die Ag-Schicht 11 oder
die Schicht 7 aus der intermetallischen Verbindung Ag3Sn ferner nicht ab.
-
In
der vorliegenden Ausführungsform
wird mit einfachem Sn als niedrigschmelzendes Metall eine Schicht
aus Sn auf der Schicht aus Ag gebildet. Danach wird durch eine Lötmittel-Reflow-Prozedur für die Schicht
aus Sn eine Schicht aus der intermetallischen Verbindung Ag3Sn gebildet. Dadurch können Probleme bei der Umsetzung
der Sn-Ag-Lötmittelmetallisierung
gelöst
werden.
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Es
gibt nämlich
Probleme, dass aufgrund einer großen Differenz der Abscheidungspotentiale zwischen
Sn und Ag eine gleichzeitige Abscheidung schwierig wird, ein abnormes
Wachstum während der
Metallisierung auftritt, Hohlräume aufgrund
des zusätzlichen
Mittels auftreten oder je nach Benetzbarkeit der Metallisierungslösung die
Abdecklacköffnung
nur unter Schwierigkeiten metallisiert wird. Aufgrund eines zu hohen
Gehalts an Sn verschlechtert sich die Barrieremetallschicht in einem
Sn-Ag-Lötmittel
bei Bedingungen von hohen Temperaturen im Allgemeinen früher. Darüber hinaus
kann die Zusammensetzung in einem eutektischen Sn-Ag-Lötmittel aufgrund
eines zu geringen Gehalts an Ag von 3,5% beim Metallisieren nur
mit Schwierigkeiten reguliert werden. Durch Anwendenung eines Verfahrens,
in dem nach der Bildung einer Schicht aus Sn auf einer Schicht aus
Ag sich die Sn-Schicht einer Reflow-Prozedur zur Bildung einer Schicht
aus einer intermetallischen Verbindung Ag3Sn
unterzieht, können
allerdings alle zuvor erwähnten
Probleme beim Metallisieren mit Sn-Ag-Lötmitteln gelöst werden.
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Sowohl
die Ag-Schicht als auch die Schicht aus dem niedrigschmelzenden
Metall (Sn), die mit einer Metallisierungslösung einer Alkylsulfonsäure gebildet
werden, beeinflussen die Umgebung weniger nachteilig und sind beim
Metallisieren kompatibel miteinander. Da die Ag-Metallisierung der
Sn-Metallisierung vorausgeht, scheidet sich das Ag ferner gleichförmig ab,
was zu einer einfachen Regulierung führt. Die Dicke der metallisierten
Schicht kann mit Leichtigkeit durch einfaches Variieren der Metallisierungszeit
reguliert werden.
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Ausführungsform
5
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In
der fünften
Ausführungsform
wird die Dicke der Ag-Schicht 11 auf 1 μm eingestellt. Mit Ausnahme
davon wird ein Halbleiterelement in gleicher Weise wie in Ausführungsform
4 hergestellt.
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Wie
in 13 gezeigt wird, reagiert Ag in der vorliegenden
Ausführungsform
mit Sn in dem niedrigschmelzenden Metall zur Bildung von segregierten Partikeln 12 aus
der intermetallischen Verbindung Ag3Sn in
Nachbarschaft einer Grenzfläche
der Ag-Schicht 11 und der Schicht aus dem niedrigschmelzenden
Metall. Zur Bildung der erzeugten intermetallischen Verbindung Ag3Sn zu Partikeln muss die Ag-Schicht 11,
obgleich abhängig
von der Temperatur, in einer Dicke von 4 μm oder weniger gebildet werden.
-
In
der vorliegenden Ausführungsform
werden die Partikel 12 aus der intermetallischen Verbindung
Ag3Sn in der Nachbarschaft der Grenzfläche der
Ag-Schicht 11 und des Bumps 10, der aus dem niedrigschmelzenden
Metall besteht, segregiert gebildet. Folglich haften das Barrieremetall
und der Bump 10 gut aneinander. Die Partikel 12 aus
der intermetallischen Verbindung Ag3Sn unterdrücken das Diffundieren
des in dem niedrigschmelzenden Metall enthaltenen Sn in die Barrieremetallschicht
(Ni). Als Folge davon kann die Verschlechterung der Barrieremetallschicht
verhindert werden, was zu einer Verbesserung der Zuverlässigkeit
führt.
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Ausführungsform
6
-
Wie
in 14 gezeigt wird, werden auf der gesamten Oberfläche einer
Halbleiterscheibe 1 (ein Durchmesser von 6 Inches und eine
Dicke von 625 μm),
die aus Silizium oder dergleichen zusammengesetzt ist, Aluminiumelektrodenplättchen 2 von
100 μm im
Quadrat gitterförmig
mit einem Abstand von 350 μm
gebildet. Danach wird ein Passivierungsfilm 3 darauf gebildet,
während
eine Öffnung
am Mittelteil des Aluminiumelektrodenplättchens 2 gelassen
wird.
-
Dann
werden auf der gesamten Oberfläche der
Halbleiterscheibe 1 unter Verwendung von Sputtern oder
Elektronenstrahlverdampfung ein Titanfilm 4, ein Nickelfilm 5 und
ein Palladiumfilm 6 der Reihe nach aufeinander gestapelt,
um eine Barrieremetallschicht zu bilden. Als Barrieremetallschicht
kann jede Schicht aus Chrom (Cr), Kupfer (Cu), Gold (Au), TiN, Wolfram
(W), Tantal (Ta), Niob (Nb) und Tantalnitrid (TaN) zum Stapeln kombiniert
werden.
-
Als
nächstes
wird die Schicht 7 aus der intermetallischen Verbindung
Ag3Sn durch Sputtern oder Elektronenstrahlverdampfung
auf der Barrieremetallschicht gebildet. Die Schicht 7 aus
der intermetallischen Verbindung Ag3Sn kann
nachfolgend in derselben Kammer gebildet werden, in der die Barrieremetallschicht
gebildet wurde. Eine Dicke der Schicht 7 aus der intermetallischen
Verbindung Ag3Sn beträgt 10 μm oder weniger und liegt vorzugsweise
in einem Bereich von 0,5 bis 5 μm.
Wenn die Dicke der Schicht 7 aus der intermetallischen
Verbindung Ag3Sn 10 μm übersteigt, dauert nicht nur
die Bildung der Schicht länger,
sondern auch ein späterer
Schritt zum Ätzen wird
schwieriger. Wenn die Dicke weniger als 0,5 μm beträgt, wirkt die Schicht nicht
hinreichend als Barriere. Als nächstes
wird auf der Schicht 7 aus der intermetallischen Verbindung
Ag3Sn der Abdecklack in einer Dicke von
etwa 50 μm
aufgetragen. Danach wird ein Abdecklackmuster 13 mit einer
Glasmaske oder dergleichen gebildet, sodass eine Form gebildet wird, die
mit einem Teil des Aluminiumelektrodenplättchens 2 überlappt.
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Wie
in 15 gezeigt wird, werden dann die Schicht 7 aus
der intermetallischen Verbindung Ag3Sn,
der Palladiumfilm 6 und das Nickel 5 mit einer Lösung von
Königswasser
geätzt.
Danach wird der Titanfilm 4 mit einer Lösung von Ethylendiamintetraessigsäure geätzt. Ferner
wird das Abdecklackmuster 13 mit Aceton oder einer bekannten
Lösung
zum Ablösen
eines Abdecklacks entfernt (abgelöst).
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Wie
in 16 gezeigt wird, wird dann eine Paste 14 aus
dem niedrigschmelzenden Metall durch Siebdruckverfahren aufgetragen.
Das heißt,
eine Druckmaske 15 mit einer Dicke von 60 μm und 160 μm im Quadrat
wird auf der Scheibe ausgerichtet, die Paste 14, die das
niedrigschmelzende Metall enthält, wird
in die Öffnung
der Druckmaske 15 geschüttet und
der Überschuss
der Paste 14 wird unter Verwendung eines Rakels herausgequetscht.
Wie in 17 gezeigt wird, wird die Druckmaske 15 danach
herausgezogen oder die Scheibe wird nach unten gezogen, wodurch
die Schicht 9 aus dem niedrigschmelzenden Metall auf der
Schicht 7 aus der intermetallischen Verbindung Ag3Sn gebildet wird. Als niedrigschmelzendes
Metall kann ein eutektisches Sn-Ag-Lötmittel
genannt werden. Eine Art von Metall, ausgewählt aus Sn, Ag, Bi, Zn, In,
Sb, Cu und Ge, oder Mischungen oder Verbindungen von zwei oder mehreren
dieser Metalle können
verwendet werden.
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Dann
wird die Halbleiterscheibe bei 250°C für 30 Sek. in einer Stickstoffatmosphäre erhitzt,
um eine hervorstehende Elektrode (Bump) 10 durch eine Lötmittel-Reflow-Prozedur
des niedrigschmelzenden Metalls zu bilden, wie in 18 gezeigt
wird. In der Figur nicht dargestellt wird nach Standard-Elektrotests die
Halbleiterscheibe zur Bildung von Halbleiterchips gewürfelt, gefolgt
durch ein Flip-Chip-Montieren.
In der Flip-Chip-Montierung durchläuft der Halbleiterchip nach
dem Montieren auf der Verdrahtungsplatte einen Stickstoff-Reflow-Ofen,
der bei 250°C
eingestellt ist, um den Bump 10 zu schmelzen, der aus dem
niedrigschmelzenden Metall besteht. Auf diese Weise werden der Halbleiterchip
und die Verdrahtungsplatte zur Bildung einer Halbleitervorrichtung
elektrisch verbunden. Als Verbindungsplättchen können ein Vertreter, ausgewählt aus
Cu-, Ni-, Au- und Pd-Filmen und Filmen von Laminaten oder Mischungen
davon, oder Laminatfilme, in denen eine Film aus einem niedrigschmelzenden
Metall, wie z. B. Sn, Ag, Bi, Zn, In, Sb, Cu oder Ge, und ein Film aus
Mischungen davon auf einem leitenden Metall gebildet ist, verwendet
werden. In der Umgebung des auf der Verdrahtungsplatte montierten
Halbleiterchips und zwischen der Verdrahtungsplatte und dem Halbleiterchip
können
zur Härtung
Versiegelungsharze, wie z. B. Silikonharz, Epoxyharz oder Acrylharz, gefüllt werden.
Die so erhaltene Halbleitervorrichtung wird ferner über eine
Anschlussklemme der Verdrahtungsplatte mit der Hauptplatine verbunden.
-
In
der vorliegenden Ausführungsform
wird zwischen der Barrieremetallschicht und dem Bump 10,
der aus dem niedrigschmelzenden Metall besteht, die Schicht aus
der intermetallischen Verbindung Ag3Sn gebildet.
Als Folge davon haften die Barrieremetallschicht und der Bump gut
aneinander. Die Schicht aus der intermetallischen Verbindung Ag3Sn unterdrückt das Diffundieren des in
dem niedrigschmelzenden Metall enthaltenen Sn in die Barrieremetallschicht (Ni-Schicht).
Folglich wird eine Verschlechterung der Barrieremetallschicht verhindert, was
zu einer Verbesserung der Zuverlässigkeit
führt. Die
intermetallische Verbindung Ag3Sn, die selbst nach
dem ausgedehnten Hochtemperaturtest und dem Thermozyklustest nicht
grob wird, verschlechtert sich nicht aufgrund von Temperaturen.
Da die Schicht 7 aus der intermetallischen Verbindung Ag3Sn durch Sputtern gebildet wird, kann darüber hinaus
ihre Dicke leicht reguliert werden. Da die Schicht 9 aus
dem niedrigschmelzenden Metall durch ein Siebdruckverfahren gebildet
wird, können die
Schritte ihrer Bildung darüber
hinaus vereinfacht werden.
-
Wie
aus der obigen Erläuterung
ersichtlich wird, wird erfindungsgemäß zwischen der Barrieremetallschicht
und der hervorstehenden Elektrode, die aus dem niedrigschmelzenden
Metall besteht, eine intermetallische Verbindung Ag3Sn
gebildet, die eine ausgezeichnete Haftung sowohl an der Barrieremetallschicht
als auch an der hervorstehenden Elektrode aufweist. Folglich kann
ein Halbleiterelement mit hoher Zuverlässigkeit erhalten werden.