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Eine
teilweise Förderung
zur Entwicklung der vorliegenden Erfindung wurde durch die Unterstützung der
U.S.-Regierung mit dem Aktenzeichen der Luftwaffe SBIR F29601-99-C-1010,
Aktenzeichen Nr. ML99-01 der Luftwaffe der Vereinigten Staaten zur
Verfügung
gestellt. Die Regierung der Vereinigten Staaten kann bestimmte Rechte
an der vorliegenden Erfindung haben.
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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft elektronische und optische Schalter.
Spezieller beschreibt die vorliegende Anmeldung sich verriegelnde
mikro-magnetische Schalter mit niedrigem Energieverbrauch sowie
Verfahren zum Ausbilden und Betreiben mikro-magnetischer Schalter.
Weiterhin beschreibt die vorliegende Anmeldung eine regelmäßige Anordnung
aus optischen Schaltern, in welche Strahlfestlegungskanäle so eingebettet
sind, dass eine Fehlausrichtung von Licht und die Abschwächung von
Licht minimiert werden, zusammen mit zugehörigen Verfahren.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Schalter
sind typischerweise elektrisch gesteuerte Vorrichtungen mit zwei
Zuständen,
die Kontakte öffnen
und schließen,
um den Betrieb von Vorrichtungen in einer elektrischen oder optischen Schaltung
zu bewirken. Relais arbeiten typischerweise als Schalter, die Abschnitte
elektrischer, optischer oder anderer Vorrichtungen aktivieren oder
deaktivieren. Relais werden üblicherweise
bei zahlreichen Anwendungen eingesetzt, einschließlich Telekommunikation,
Radiofrequenzkommunikation (RF-Kommunikation), tragbaren Elektronikgeräten, Verbraucherelektronik
und industrielle Elektronik, in der Raumfahrt, und bei anderen Systemen.
Seit kurzem wurden optische Schalter (auch als "optische Relais" oder einfach "Relais" bezeichnet) dazu verwendet, optische
Signale (beispielsweise Lichtimpulse, die sich in Lichtleitfasern
oder anderen optischen Kommunikationssystemen ausbreiten) von einem
Weg zu einem anderen umzuschalten.
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Obwohl
die ersten Relais mechanische oder Festkörpervorrichtungen waren, haben
jüngere
Entwicklungen der Technik mikro-elektromechanische Systeme (MEMS)
und der Mikroelektronikherstellung mikro-elektrostatische und mikro-magnetische
Relais ermöglicht.
Derartige mikro-magnetische Relais weisen typischerweise einen Elektromagneten
auf, der einen Anker mit Energie versorgt, um einen elektrischen
Kontakt herzustellen oder zu unterbrechen. Wenn der Magnet nicht
mit Energie versorgt wird, stellt typischerweise eine Feder oder
eine andere mechanische Kraft den Anker zurück in eine Ruhelage. Andere
elektrostatische Relais setzen Spannungsunterschiede zwi schen einem
bewegbaren Ausleger und einer festen Elektrodenanschlussfläche ein,
um eine elektrostatische Kraft zu erzeugen, die einen Anker oder
einen Ausleger betätigt.
Bei anderen Relais wurden andere Betätigungsmechanismen eingesetzt,
beispielsweise Betätigung
durch Wärmeeinwirkung,
Betätigung
mit Hilfe von Formgedächtnislegierungen
und dergleichen. Derartige Relais weisen typischerweise eine Anzahl
deutlicher Nachteile auf, da sie nämlich üblicherweise nur einen einzigen,
stabilen Ausgangszustand (also den Ruhezustand) aufweisen, und sich
nicht verriegeln (also keinen konstanten Ausgangszustand beibehalten, wenn
die Energieversorgung von dem Relais getrennt wird). Darüber hinaus
kann die Feder, die bei herkömmlichen
mikro-magnetischen
Relais benötigt wird,
im Verlauf der Zeit ihre Eigenschaften verschlechtern, oder brechen.
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Ein
Beispiel für
ein mikro-magnetisches Relais ist im US-Patent Nr. 5,847,631 beschrieben,
das an Taylor et al am 08. Dezember 1998 erteilt wurde. Das Relais,
das in dieser Veröffentlichung
beschrieben wird, weist einen Permanentmagneten und einen Elektromagneten
zur Erzeugung eines Magnetfeldes auf, welches intermittierend dem
Feld entgegenwirkt, das von dem Permanentmagneten erzeugt wird.
Obwohl angeblich dieses Relais bistabil ist, ist es bei diesem Relais
erforderlich, dass Energie von dem Elektromagneten verbraucht wird,
um zumindest einen der Ausgangszustände aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus
ist der Energieverbrauch signifikant, der zur Erzeugung des entgegenwirkenden
Feldes benötigt
wird, so dass das Relais weniger dazu geeignet ist, in der Raumfahrt,
bei tragbaren Elektronikgeräten,
und anderen Einsätzen
angewendet zu werden, bei denen ein niedriger Energieverbrauch erforderlich
ist.
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Die
US 6094293 beschreibt einen
Optikmatrixschalter, der ein Substrat aufweist, das eine Anzahl
an Nuten aufweist. Abschnitte von Lichtleitfasern sind in diesen
Nuten angeordnet, um das Licht zwischen den Eingängen und den Ausgängen zu übertragen.
Der Schalter weist darüber
hinaus eine Anzahl an Steuervorrichtungen (Spiegeln) auf, die eine
offene Position zum Reflektieren des Eingangssignals in den Ausgangslichtleiter
und eine geschlossene Position aufweisen, in welcher es dem Eingangssignal
ermöglicht
wird, sich in eine andere Lichtleitfaser auszubreiten.
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In
Bezug auf optische Schalter betrifft eine weitere, signifikante
Anforderung die Ausrichtung von Eingangslaserlicht. Die meisten
herkömmlichen Spiegel,
die zum Ausrichten von Laserlicht auf eine Lichtleitfaser oder ein
anderes Bauteil verwendet werden, gehören üblicherweise zu einer von zwei
Kategorien, die hier als "Aufklappspiegel" oder "Vertikalgleit spiegel" bezeichnet werden.
Vor der Betätigung liegt
der Aufklappspiegel normalerweise flach, so dass ankommendes Licht
nicht durch den Spiegel beeinflusst wird. Nach der Betätigung steht
der Spiegel typischerweise vertikal, um den ankommenden Laserstrahl
um etwa 90 Grad zu reflektieren. An dem Ausgang des Relais liegt
eine Lichtleitfaser mit einer Mikrolinse typischerweise in einer
Ausnehmung, die in ein Substrat eingeätzt ist, um den Laserstrahl
zu sammeln. Der Spiegel kann durch einen Betätigungsarm (oder Arme) gehaltert
sein, mit Mikroscharnieren an der Unterseite zur Bereitstellung
eines Drehpunktes. Er kann weiterhin durch Biegefedern gehaltert
sein. Aufklappspiegel werden typischerweise durch verschiedene Mechanismen
betätigt
(beispielsweise einen Scratch-Antrieb, einen Kammantrieb, einen
Aufprall-Kammantrieb, ein Schieberad mit Kammantrieb, einfach durch
eine elektrostatische Kraft zwischen einem Spiegel und einer Seitenwand,
eine magnetische Kraft, und dergleichen).
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Anders
als die Aufklappspiegel, die typischerweise eine Drehung bei der
Betätigung
benötigen,
wird bei einem vertikalen Gleitspiegel typischerweise eine spezielle
Translation zum Aktivieren eingesetzt. Typischerweise sitzt der
Spiegel vertikal oben auf einem Gleitstück. Wenn der Spiegel betätigt wird,
gleitet er zu einem Ort, der durch einen Anschlag festgelegt ist,
um den Laserstrahlweg zu unterbrechen, und diesen um 90 Grad zu
reflektieren. Vertikalspiegel werden normalerweise durch ein Verfahren
mittels LIGA (Röntgenlithographiegalvanikabformung;
Röntgenstrahllithographie,
elektrische Ablagerung und Ausformen) oder durch tiefes reaktives Ionenätzen (DRIE)
hergestellt, woran sich eine Beschichtung mit einem reflektierenden
Metall anschließt.
Die Schrägstellung
des Spiegels kann bei dem LIGA-Verfahren in der Größenordnung
von etwa 1/1000 liegen. Die Oberflächenglätte kann bei dem DRIE-Verfahren
in der Größenordnung
von etwa 5 nm liegen.
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Es
wird häufig
extrem schwierig, einen Laserstrahl auszurichten, der von dem vertikalen
Spiegel zum Ausgangsport im freien Raum reflektiert wird, wenn die
Abmessungen einer regelmäßigen Schalteranordnung
groß werden
(also in der Größenordnung
von 512 × 512).
Nimmt man eine Chipabmessung von 5 cm an, dann müssen die Schalterabmessungen
etwa 5/512 betragen, oder etwa 100 Mikrometer. Da Konstruktionen
typischerweise eine Ausrichtungsgenauigkeit in der Größenordnung
von etwa 0,01° benötigen, wird
es extrem schwierig, eine derartige Genauigkeit mit üblichen
Herstellungsverfahren der Mikroelektronik zu erzielen. Eine aktive Feinabstimmung
von Spiegeln kann in gewisser Weise das Problem verringern, jedoch
umfasst diese Feinabstim mung typischerweise das Hervorrufen zusätzlicher
Probleme, beispielsweise eine kompliziertere Herstellung und kompliziertere
Schaltungen, niedrigere Geschwindigkeiten, usw. Zusätzlich zu den
Ausrichtungsproblemen kann auch die Divergenz des Laserstrahls inakzeptabel
werden, wenn die Abmessungen der regelmäßigen Anordnung groß werden
(beispielsweise wenn die Übertragungsentfernung
etwa 1 cm überschreitet).
Es ist daher wünschenswert,
einen optischen Schalter zur Verfügung zu stellen, der erheblichen
konstruktiven Vorgaben genügt,
selbst bei umfangreichen Schalterkonstruktionen.
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KURZE ZUSAMMENFASSUNG
BEISPIELHAFTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Eine
neue optische Schaltvorrichtung und ein neues Verfahren zum Betrieb
einer derartigen Vorrichtung überwinden
Ausrichtungsprobleme durch Einsatz eines Optiksignal-Begrenzungskanals, der
so eingebettet werden kann, dass er Optiksignale auf einen gewünschten
Ausbreitungsweg begrenzt, so dass die Ausrichtung des Optiksignals
mit dem Ausgang sichergestellt ist. Kleinwinkelspiegel können dazu
eingesetzt werden, das Optiksignal in die gewünschten Optiksignal-Begrenzungskanäle zu richten,
um so das gewünschte
optische Schalten zu erzielen. Die Spiegel können als verriegelnde Mikrospiegel
oder nicht-verriegelnde Mikrospiegel ausgebildet sein. Derartige
Spiegel können
durch elektrostatische Betätigung,
Wärmebetätigung oder
elektromagnetische Betätigung
gesteuert werden, oder durch eine andere Vorgehensweise.
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Insbesondere
werden ein Verfahren und ein System gemäß den nachstehend angegebenen
Patentansprüchen
zur Verfügung
gestellt.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
voranstehenden und weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden nachstehend in der folgenden detaillierten Beschreibung
beispielhafter Ausführungsformen
erläutert,
die im Zusammenhang mit den beigefügten Figuren verstanden werden
sollen, wobei gleiche Bezugszeichen zur Bezeichnung gleicher oder
entsprechender Teile in den Figuren verwendet werden, und:
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1A und 1B eine
Seitenansicht bzw. eine Aufsicht einer beispielhaften Ausführungsform eines
Schalters sind;
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2A–H Seitenansichten
sind, die ein Beispiel für
eine Vorgehensweise zur Herstellung eines Schalters zeigen;
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3A und 3B eine
Seitenansicht bzw. eine Aufsicht einer zweiten beispielhaften Ausführungsform
eines Schalters sind;
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3C eine
Perspektivansicht eines Beispiels für einen Ausleger ist, der zum
Einsatz bei der zweiten beispielhaften Ausführungsform eines Schalters
geeignet ist;
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3D eine
Perspektivansicht einer beispielhaften Ausführungsform eines Schalters
ist, der in Sektionen angeordnete, magnetisch empfindliche Teile
aufweist;
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3E eine
Seitenansicht eines Beispiels für
einen Ausleger ist, der mehrere magnetisch empfindliche Schichten
aufweist;
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4A und 4B beispielhafte
Seitenansichten bzw. Aufsichten einer dritten beispielhaften Ausführungsform
eines verriegelbaren Relais sind;
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4C und 4D Perspektivansichten von
Beispielen für
Ausleger sind, die zum Einsatz bei der dritten beispielhaften Ausführungsform
eines verriegelbaren Relais geeignet sind;
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5 eine
Seitenansicht einer vierten beispielhaften Ausführungsform eines verriegelbaren Relais
ist;
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6A und 6B eine
Seitenansicht bzw. Aufsicht einer fünften beispielhaften Ausführungsform
eines verriegelbaren Relais sind;
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7A und 7B eine
Seitenansicht bzw. Aufsicht eines Beispiels für einen Spiegel des "Typs I" sind;
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8A und 8B eine
Seitenansicht bzw. Aufsicht auf ein Beispiel für einen Spiegel des "Typs II" in horizontaler
Ausrichtung sind;
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8C und 8D eine
Seitenansicht bzw. Aufsicht eines Beispiels für einen Spiegel des "Typs II" in vertikaler Ausrichtung
sind;
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8E eine
Seitenansicht eines Beispiels für
eine zweite Ausführungsform
eines reflektierenden Spiegels ist;
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8F und 8G eine
Aufsicht bzw. Seitenansicht eines Beispiels für eine dritte Ausführungsform
eines Reflektors/Spiegels sind;
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9A und 9B eine
Seitenansicht bzw. Aufsicht auf ein Beispiel für einen Schalter in einem ersten
Zustand sind;
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10A und 10B eine
Seitenansicht bzw. Aufsicht auf ein Beispiel für einen Schalter in einem zweiten
Zustand sind;
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11 eine
Aufsicht auf ein Beispiel für
einen 5 × 5
Optikschalter ist;
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12A eine Perspektivansicht eines Beispiels für einen
Optikschalterarray ist;
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12B(a) und 12B(b) Seitenansichten
eines Beispiels für
einen Optiksignal-Begrenzungskanal sind;
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13 eine
vergrößerte Perspektivansicht des
Weges eines beispielhaften optischen Signals in einem Beispiel für einen
Optiksignal-Begrenzungskanal
und in diesen hindurch ist;
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14A und 14B eine
Aufsicht bzw. Seitenansicht einer schematischen Darstellung eines optischen
Signals in einem Beispiel für
einen Optikschalterarray und in diesen hindurch sind, wobei ein Beispiel
für einen
Optiksignal-Begrenzungskanal optische Spiegel nur auf der äußeren, oberen
Kanaloberfläche
in einem ersten Zustand aufweist;
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15A und 15B eine
Aufsicht bzw. Seitenansicht einer schematischen Darstellung des Weges
eines optischen Signals in einem Beispiel für einen Optikschalterarray
und in diesen hindurch mit einem Beispiel für einen Optiksignal-Begrenzungskanal
sind, der optische Spiegel nur auf der äußeren, oberen Kanaloberfläche in einem
zweiten Zustand aufweist;
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16A und 16B eine
Aufsicht bzw. Seitenansicht einer schematischen Darstellung des Weges
eines optischen Signals in einem Beispiel für einen Optikschalterarray
und durch diesen hindurch mit einem Optiksignal-Begrenzungskanal sind, der optische
Spiegel sowohl auf einer äußeren, oberen Kanaloberfläche als
auch einer inneren, unteren Kanaloberfläche in einem ersten Zustand
aufweist;
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17A und 17B eine
Aufsicht bzw. Seitenansicht einer schematischen Darstellung des Weges
eines optischen Signals in einem Beispiel für einen Optikschalterarray
mit einem Optiksignal-Begrenzungskanal sind, der optische Spiegel
sowohl auf einer äußeren, oberen
Kanaloberfläche
als auch auf einer inneren, unteren Kanaloberfläche in einem zweiten Zustand
aufweist;
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18 eine
Perspektivansicht eines Beispiels für einen Optikschalterarray
ist, bei welchem ein Optiksignal-Begrenzungskanal dazu verwendet wird,
ein optisches Signal in einen Optikschalterarray in einem ersten
Zustand einzugeben; und
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19 eine
Perspektivansicht eines Beispiels für einen Optikschalterarray
ist, bei welchem ein Optiksignal-Begrenzungskanal dazu verwendet wird,
ein optisches Signal in den Optikschalterarray in einem zweiten
Zustand einzugeben.
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BESCHREIBUNG
BEISPIELHAFTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Es
wird darauf hingewiesen, dass die speziellen Ausbildungen, die hier
dargestellt und beschrieben werden, Beispiele für die Erfindung darstellen, und
nicht dazu dienen sollen, den Umfang der vorliegenden Erfindung
irgendwie einzuschränken.
Zur Vereinfachung können
herkömmliche
Elekt ronik, Herstellung, MEMS-Technologien und Funktionsaspekte
der Systeme (und von Bestandteilen der einzelnen Betriebsbestandteile
der Systeme) hier nicht im einzelnen beschrieben sein. Entsprechend
können
verschiedene Steuer- oder Betätigungselemente für verschiedene
Steuermechanismen zur Vereinfachung nicht in verschiedenen Figuren
dargestellt sein. Weiterhin wird zur Vereinfachung die Erfindung häufig hier
so beschrieben, dass sie ein mikroelektronisch bearbeitetes Relais
zum Einsatz in elektrischen oder elektronischen Systemen betrifft.
Es wird darauf hingewiesen, dass zahlreiche andere Herstellungsverfahren
dazu eingesetzt werden könnten,
die hier geschilderten Relais zu erzeugen, und dass die hier geschilderten
Vorgehensweisen dazu verwendet werden können, bei mechanischen Relais,
optischen Relais oder irgendeiner anderen Schaltvorrichtung eingesetzt
zu werden. Darüber
hinaus wären
die Vorgehensweisen geeignet zum Einsatz bei elektrischen Systemen,
optischen Systemen, bei Elektronik für Endverbraucher, bei Industrieelektronik,
bei drahtlosen Systemen, bei Anwendungen in der Raumfahrt, oder
bei jeder anderen Anwendung. Weiterhin wird darauf hingewiesen,
dass die Beschreibungen in Bezug auf räumliche Beziehungen (beispielsweise "oberhalb", "unterhalb", "oben", "unten", usw.) nur zum Zwecke
der Erläuterung
erfolgen, und dass verriegelbare Relais in der Praxis räumlich in
jeder Orientierung oder Art und Weise angeordnet sein können. Arrays
aus diesen Relais können
darüber
hinaus so ausgebildet sein, dass diese auf geeignete Art und Weise
und mit geeigneten Vorrichtungen verbunden werden.
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Ein verriegelbarer Schalter
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Die 1A und 1B zeigen
eine Seitenansicht bzw. Aufsicht eines verriegelbaren Schalters. In
den 1A und 18 weist
ein Beispiel für
ein verriegelbares Relais 100 einen Magneten 102 auf, ein
Substrat 104, eine Isolierschicht 106, die einen Verbinder 114 aufnimmt,
einen Kontakt 108 und einen Ausleger 112, der
oberhalb des Substrats über eine
Stufenschicht 110 angeordnet ist.
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Der
Magnet 102 ist jede Art eines Magneten, beispielsweise
ein Permanentmagnet, ein Elektromagnet, oder jede andere Art eines
Magneten, der ein Magnetfeld H0 134 erzeugen
kann, wie dies nachstehend genauer erläutert wird. Bei einer beispielhaften
Ausführungsform
ist der Magnet 102 ein Magnet des Modells 59-P09213T001,
der von der Dexter Magnetic Technologies Corporation in Fremont,
Kalifornien bezogen werden kann, obwohl selbstverständlich andere
Arten von Magneten eingesetzt werden können. Das Magnetfeld 134 kann
auf jede Art und Weise und mit jeder Stärke erzeugt werden, beispielsweise
von etwa 1 Oersted bis 104 Oersted der mehr.
Bei der in 1 gezeigten, beispielhaften Ausführungsform
wird das Magnetfeld H0 134 annähernd parallel
zur Z-Achse erzeugt, und mit einer Stärke in der Größenordnung
von etwa 370 Oersted, obwohl andere Ausführungsformen andere Ausrichtungen
und Stärken
des Magnetfeldes 134 einsetzen. Bei verschiedenen Ausführungsformen
kann ein einzelner Magnet 102 zusammen mit einer Anzahl
an Relais 100 eingesetzt werden, die gemeinsam ein Substrat 104 nutzen.
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Das
Substrat 104 besteht aus jeder Art eines Substratmaterials,
beispielsweise Silizium, Galliumarsenid, Glas, Kunststoff, Metall,
oder aus einem anderen Substratmaterial. Bei verschiedenen Ausführungsformen
kann das Substrat 104 mit einem Isoliermaterial (beispielsweise
einem Oxid) beschichtet sein, und eingeebnet oder auf andere Art
und Weise flach ausgebildet sein. Bei verschiedenen Ausführungsformen
können
sich mehrere verriegelbare Relais 100 ein einziges Substrat 104 teilen.
Alternativ können
andere Bauelemente (beispielsweise Transistoren, Dioden, oder andere
Elektronikbauelemente) auf dem Substrat 104 zusammen mit
einem oder mehreren Relais 100 vorgesehen sein, beispielsweise
unter Einsatz herkömmlicher
Herstellungsverfahren für
integrierte Schaltungen. Alternativ kann der Magnet 102 als
Substrat verwendet werden, und können
die nachstehend erläuterten,
zusätzlichen
Bauteile direkt auf dem Magneten 102 vorgesehen sein. Bei
derartigen Ausführungsformen
kann ein getrenntes Substrat 104 nicht erforderlich sein.
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Die
Isolierschicht 106 besteht aus jedem Material wie einem
Oxid, oder ist als anderer Isolator ausgebildet, beispielsweise
als Dünnfilmisolator.
Bei einer beispielhaften Ausführungsform
besteht die Isolierschicht aus einem Material des Typs Probimid 7510.
Die Isolierschicht 106 nimmt den Leiter 114 auf.
Der Leiter 114 ist in den 1A und 1B so dargestellt,
dass er ein einzelner Leiter ist, der zwei Enden 126 und 128 aufweist,
und in Form einer Wicklung ausgebildet ist. Alternative Ausführungsformen des
Leiters 114 setzen ein einzelnes oder mehrere leitende
Segmente ein, die in einem geeigneten Muster angeordnet sind, beispielsweise
einem Mäandermuster,
einem Serpentinenmuster, einem statistischen Muster, oder irgendeinem
anderen Muster. Der Leiter 114 besteht aus irgendeinem
Material, das elektrischen Strom leiten kann, beispielsweise aus Gold,
Silber, Kupfer, Aluminium, Metall oder dergleichen. Wenn der Leiter 114 elektrischen
Strom leitet, wird ein Magnetfeld um den Leiter 114 herum
erzeugt, wie dies nachstehend genauer erläutert wird.
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Der
Ausleger 112 ist irgendein Anker, eine Verlängerung,
oder ein Teil, die bzw. das durch eine magnetische Kraft beeinflusst
werden kann. Bei der in 1A gezeigten
Ausführungsform
weist der Ausleger 112 eine magnetische Schicht 118 und
eine leitfähige
Schicht 120 auf. Die magnetische Schicht 118 kann
aus Permalloy (beispielsweise einer Legierung aus NiFe) oder jedem
anderen magnetisch empfindlichen Material bestehen. Die leitfähige Schicht 120 kann
aus Gold, Silber, Kupfer, Aluminium, einem Metall oder irgendeinem
anderen leitfähigen
Material bestehen. Bei verschiedenen Ausführungsformen weist der Ausleger 112 zwei
Zustände
auf, entsprechend der Tatsache, ob das Relais 100 "offen" oder "geschlossen" ist, wie dies nachstehend
genauer erläutert
wird. Bei zahlreichen Ausführungsformen
wird das Relais 100 als "geschlossen" bezeichnet, wenn eine leitfähige Schicht 120 die
Stufenschicht 110 mit dem Kontakt 108 verbindet.
Im Gegensatz hierzu kann das Relais als "offen" angesehen werden, wenn der Ausleger 112 nicht
in elektrischem Kontakt mit dem Kontakt 108 steht. Da der
Ausleger 112 sich körperlich
in Kontakt mit dem Kontakt 108 und von diesem weg bewegen
kann, sind verschiedene Ausführungsformen
des Auslegers 112 so ausgebildet, dass dieser flexibel
ist, so dass sich der Ausleger 112 je nach Erfordernis
verbiegen kann. Flexibilität
kann dadurch hervorgerufen werden, dass die Dicke des Auslegers
variiert wird (oder von dessen verschiedenen Schichten, aus denen
er besteht), durch Bildung eines Musters oder auf andere Art und
Weise Erzeugung von Löchern
oder Ausschnitten in dem Ausleger, oder durch Einsatz immer mehr
flexibler Materialien. Alternativ kann der Ausleger 112 als "scharnierartige" Anordnung ausgebildet
werden, wie dies nachstehend im Zusammenhang mit 3 erläutert wird.
Obwohl selbstverständlich
sich die Abmessungen des Auslegers 112 drastisch je nach
Einsatzzweck ändern
können,
kann ein Beispiel für
einen Ausleger 112, der zum Einsatz in einem Mikromagnetrelais 100 geeignet
ist, die Größenordnung
einer Länge
von 10–1000
Mikrometer aufweisen, die Größenordnung
einer Dicke von 1–40
Mikrometer, und die Größenordnung
von 2–600
Mikrometer bezüglich der
Breite. Ein Beispiel für
einen Ausleger gemäß der in 1 gezeigten Ausführungsform kann Abmessungen
von etwa 600 Mikrometer × 10
Mikrometer × 50
Mikrometer aufweisen, der 1000 Mikrometer × 600 Mikrometer × 25 Mikrometer,
oder irgendwelche andere, geeignete Abmessungen.
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Der
Kontakt 108 und die Stufenschicht 110 sind entsprechend
den Erfordernissen auf der Isolierschicht 106 angeordnet.
Bei verschiedenen Ausführungsformen
haltert die Stufenschicht 110 den Ausleger 112 oberhalb
der Isolierschicht 106, wobei ein Zwischenraum 116 erzeugt
wird, der unter Vakuum gesetzt werden kann, oder mit Luft oder einem
anderen Gas oder einer Flüssigkeit
wie beispielsweise Öl gefüllt werden
kann. Obwohl sich die Abmessungen des Spaltes 116 stark
bei unterschiedlichen Ausführungsformen ändern, kann
ein Beispiel für
den Spalt 116 Abmessungen in der Größenordnung von 1–100 Mikrometer
aufweisen, etwa 20 Mikrometer. Der Kontakt 108 kann den
Ausleger 112 aufnehmen, wenn sich das Relais 100 im
geschlossenen Zustand befindet, wie dies nachstehend erläutert wird.
Der Kontakt 108 und die Stufenschicht 110 können aus
jedem leitfähigen
Material bestehen, beispielsweise Gold, einer Goldlegierung, Silber,
Kupfer, Aluminium, einem Metall oder dergleichen. Bei verschiedenen
Ausführungsformen
bestehen der Kontakt 108 und die Stufenschicht 110 aus
gleichen, leitfähigen
Materialien, und wird das Relais als "geschlossen" angesehen, wenn der Ausleger 112 eine
Schaltung zwischen der Stufenschicht 110 und dem Kontakt 108 schließt. Andere
Ausführungsformen
setzen unterschiedliche Ausbildungen des Kontakts 108 und
der Stufenschicht 110 ein, wie dies nachstehend im Zusammenhang
mit den 3 und 4 erläutert wird.
Bei bestimmten Ausführungsformen,
bei welchen der Ausleger 112 keinen elektrischen Strom
leitet, kann die Stufenschicht 110 aus einem nicht leitenden
Material bestehen, beispielsweise aus einem Probimid-Material, einem
Oxid, oder irgendeinem anderen Material. Darüber hinaus kann es bei alternativen
Ausführungsformen
nicht erforderlich sein, dass die Stufenschicht 110 vorhanden
ist, wenn der Ausleger 112 auf andere Art und Weise oberhalb
der Isolierschicht 106 gehaltert wird.
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Prinzip des
Betriebsablaufs
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Bei
einem breiten Aspekt der Erfindung erzeugt der Magnet 102 ein
Magnetfeld H0 126, das eine Magnetisierung
(m) im Ausleger 112 hervorruft. Die Magnetisierung erzeugt
ein Drehmoment für
den Ausleger 112, welches den Ausleger 112 zum
Kontakt 108 hin oder weg vom Kontakt 108 zwingt,
abhängig
von der Magnetisierungsrichtung, wodurch das Relais 100 in
den geöffneten
oder geschlossenen Zustand versetzt wird. Die Magnetisierungsrichtung
im Ausleger 112 kann durch ein zweites Magnetfeld eingestellt
werden, das je nach Eignung durch den Leiter 114 erzeugt
wird, wie dies nachstehend genauer erläutert wird.
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Wie
wiederum in den 1A und 1B dargestellt
ist, kann das Magnetfeld H0 134 durch
einen Magneten 102 angelegt werden, hauptsächlich in
Richtung parallel zur Z-Achse, so dass das Feld senkrecht zur primären Abmessung
(beispielsweise der Länge)
des Auslegers 112 verläuft.
Das Magnetfeld 134 erzeugt eine Magnetisierung im Ausleger 112,
der aus einem weichen magnetischen Material bestehen kann. Infolge
der Geometrie des Auslegers 112 richtet sich die Magnetisierung
im Ausleger 112 in geeigneter Art und Weise entlang der
Längsachse des
Auslegers aus, also entlang der Länge des Auslegers 112 (parallel
zur X-Achse) in 1.
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Die
Orientierung der Magnetisierung der Ausleger 112 hängt von
dem Winkel (Alpha) zwischen dem angelegten Magnetfeld 134 und
der langen Achse des Auslegers 112 ab. Im einzelnen weist, wenn
der Winkel (Alpha) kleiner als 90 Grad ist, das magnetische Moment
(m) im Ausleger 112 vom Ende 130 des Auslegers 112 zum
Ende 132. Die Wechselwirkung zwischen dem magnetischen
Moment und dem Magnetfeld H0 134 erzeugt
daher ein Drehmoment im Gegenuhrzeigersinn um das Ende 130 des Auslegers 112,
welches das Ende 132 nach oben bewegt, wodurch die Schaltung
zwischen der Stufenschicht 110 und dem Kontakt 108 geöffnet wird.
Im Gegensatz hierzu weist, wenn der Winkel (Alpha) größer als
90 Grad ist, das magnetische Moment (m) im Ausleger 112 vom
Ende 132 zum Ende 130, wodurch ein Drehmoment
im Uhrzeigersinn um das Ende 130 erzeugt wird. Das Drehmoment
im Uhrzeigersinn bewegt das Ende 132 nach unten, so dass die
Schaltung zwischen der Stufenschicht 110 und dem Kontakt 108 geschlossen
wird. Da sich die Magnetisierung (m) des Auslegers 112 nicht ändert, es sei
denn, es ändert
sich der Winkel (Alpha) zwischen der langen Achse des Auslegers 112 und
dem angelegten Magnetfeld 134, bleibt das angelegte Drehmoment
vorhanden, bis eine externe Störung
einwirkt. Das elastische Drehmoment des Auslegers oder ein Anschlag
(beispielsweise der Kontakt) gleicht das angelegte magnetische Drehmoment
aus, so dass das Relais 100 zwei stabile Zustände aufweist,
entsprechend der oberen und der unteren Position des Auslegers 112 (und
daher dem geöffneten
bzw. geschlossenen Zustand des Relais 100).
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Schalten
kann durch jede geeignete Vorgehensweise erzielt werden, welche
die Richtung des magnetischen Dipolmoments des Auslegers umkehrt.
Bei einer beispielhaften Ausführungsform
kann Schalten dadurch erzielt werden, dass ein zweites Magnetfeld
erzeugt wird, das eine Komponente der langen Achse des Auslegers 112 aufweist,
die ausreichend stark ist, um die Magnetisierung (m) des Auslegers 112 zu
beeinflussen. Bei der in 1 gezeigten
Ausführungsform
ist die relevante Komponente des zweiten Magnetfeldes die Komponente
des Feldes entlang der X-Achse. Da die Stärke des zweiten Magnetfeldes
entlang der langen Achse des Auslegers 112 primär interessiert,
ist die Gesamtstärke
des zweiten Magnetfeldes typischerweise signifikant kleiner als
die Stärke
des Magnetfeldes 134 (obwohl selbstverständlich Felder
jeder Stärke
bei verschiedenen Ausführungsformen
eingesetzt werden könnten).
Ein Beispiel für
das zweite Magnetfeld kann in der Größenordnung von 20 Oersted liegen,
obwohl selbstverständlich
bei anderen Ausführungsformen stärkere oder
schwächere
Felder eingesetzt werden können.
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Das
zweite Magnetfeld kann beispielsweise von einem Magneten wie einem
elektronisch gesteuerten Elektromagneten erzeugt werden. Alternativ kann
das zweite Magnetfeld dadurch erzeugt werden, dass ein Strom durch
einen Leiter 114 hindurchgeht. Wenn Strom durch den Leiter 119 hindurchgeht,
wird ein Magnetfeld entsprechend der "Dreifingerregel" erzeugt. So erzeugt beispielsweise
ein Strom, der vom Punkt 126 zum Punkt 128 im
Leiter 114 (1B) fließt, typischerweise ein Magnetfeld "in" das Zentrum der
dargestellten Spule, entsprechend Feldpfeilen 122 in 1A.
Im Gegensatz hierzu erzeugt ein vom Punkt 128 zum Punkt 126 in 1 fließender Strom ein Magnetfeld,
das "aus" dem Zentrum der
dargestellten Spule fließt,
entsprechend gestrichelten Feldpfeilen 124 in 1A.
Das Magnetfeld kann in Form einer Schleife um den Leiter 119 in
einer ebenfalls in 1A gezeigten Art und Weise fließen, so
dass eine horizontale (X) Komponente des Magnetfeldes auf den Ausleger 112 einwirkt.
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Durch Ändern der
Richtung des Stroms oder Stromimpulses, der im Leiter 114 fließt, kann
dann die Richtung des zweiten Magnetfelds je nach Wunsch geändert werden.
Durch Änderung
der Richtung des zweiten Magnetfeldes kann die Magnetisierung des
Auslegers 112 beeinflusst werden, und das Relais 100 auf
geeignete Art und Weise offen oder geschlossen geschaltet werden.
Wenn beispielsweise das zweite Magnetfeld in der Richtung der Feldpfeile 122 verläuft, weist
die Magnetisierung des Auslegers 112 zum Ende 130 hin.
Diese Magnetisierung erzeugt ein Drehmoment im Uhrzeigersinn um
das Ende 130, welches den Ausleger 112 in einem
Zustand "unten" anordnet, der geeignet
das Relais 100 schließt.
Wenn im Gegensatz hierzu das zweite Magnetfeld in der Richtung gestrichelter
Feldpfeile 124 verläuft,
weist die Magnetisierung des Auslegers 112 zum Ende 132 hin,
und wird ein Drehmoment im Gegenuhrzeigersinn erzeugt, welches den
Ausleger 112 in einem Zustand "oben" anordnet,
der geeignet das Relais 100 öffnet. Der Zustand "oben" oder "unten" des Auslegers 112 (und
daher der Zustand "offen" oder "geschlossen" des Relais 100)
kann durch Steuern des durch den Leiter 114 fließenden Stroms
eingestellt werden. Da die Magnetisierung des Auslegers 112 ohne
externe Störung
konstant bleibt, kann darüber
hinaus das zweite Magnetfeld in "Impulsen" oder auf andere
Art und Weise intermittierend angelegt werden, je nach Erfordernis,
um das Relais zu schalten. Wenn das Relais keinen Änderungszustand
benötigt,
kann die Energieversorgung zum Leiter 114 entfallen, wodurch
ein bistabiles, sich verriegelndes Relais 100 ohne Energieverbrauch
im Ruhezustand erzeugt wird. Ein derartiges Relais ist gut geeignet
für Anwendungen
in der Raumfahrt, Luftfahrt, bei tragbaren Elektronikgeräten, und
dergleichen.
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Herstellung
eines sich verriegelnden Relais
-
2 zeigt eine Anzahl an Seitenansichten, die
ein Beispiel für
ein Verfahren zur Herstellung eines sich verriegelnden Relais 100 zeigen.
Es wird darauf hingewiesen, dass der hier geschilderte Prozess nur
als ein Beispiel für
eines der zahlreichen Verfahren sein soll, die zur Ausbildung eines
sich verriegelnden Relais 100 eingesetzt werden können.
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Ein
Beispiel für
einen Herstellungsprozess beginnt mit der Bereitstellung eines Substrats 102, das
eine wahlweise Isolierschicht benötigen kann. Wie voranstehend
erläutert,
kann jedes Substratmaterial zur Schaffung eines sich verriegelnden
Relais 100 verwendet werden, so dass die Isolierschicht
beispielsweise dann nicht erforderlich ist, wenn ein isolierendes
Substrat verwendet wird. Bei Ausführungsformen, die eine Isolierschicht
aufweisen, kann die Schicht eine Schicht aus Siliziumdioxid (SiO2) oder einem anderen Isoliermaterial sein,
das eine Dicke in der Größenordnung
von 1000 Angström
aufweist. Wiederum kann das als Isoliermaterial ausgesuchte Material
und die Dicke der Schicht in Abhängigkeit von
dem speziellen Einsatzzweck variieren.
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Wie
in 2A gezeigt, wird ein Leiter 114 geeignet
auf dem Substrat 104 ausgebildet. Der Leiter 114 kann
durch jedes Verfahren hergestellt werden, beispielsweise Ablagerung
(etwa Elektronenstrahlablagerung), Verdampfung, Elektroplattieren oder
stromloses Plattieren, und dergleichen. Bei verschiedenen Ausführungsformen
wird der Leiter 114 in Form einer Spule ähnlich wie
in 1 gezeigt ausgebildet. Alternativ
wird der Leiter 114 als eine Linie, eine Serpentine, ein
Kreis, ein Mäander,
als ein statistisches oder anderes Muster ausgebildet. Eine Isolierschicht 106 kann
durch Schleudern oder andere Art und Weise auf das Substrat 104 und
den Leiter 114 aufgebracht werden, wie in 2B gezeigt.
Die Isolierschicht 106 kann als eine Schicht aus Photoresist,
Siliziumdioxid, Material des Typs Probimide 7510, oder irgendein
anderes Isoliermaterial aufgebracht werden, das elektrisch die oberen
Bauelemente isolieren kann. Obwohl nur eine Leiterschicht in 2A gezeigt
ist, können
sich wiederholende Mehrfachschichten aus leitenden Materialien hinzugefügt werden.
Diese mehreren Schichten können
in Reihe (oder parallel oder anders) über Durchgangskontakte oder
andere Verfahren geschaltet sein, um die Stärke des Magnetfeldes zu erhöhen, das
mit einem vorgegebenen Strom erzeugt wird. Bei verschiede nen Ausführungsformen
wird die Oberfläche
des Isoliermaterials durch irgendein Verfahren wie chemisch-mechanisches
Einebnen (CMP) eingeebnet.
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Kontaktanschlussflächen 108 und 110 können auf
der Isolierschicht 106 durch jedes Verfahren wie beispielsweise
Photolithographie, Ätzen,
oder dergleichen ausgebildet werden (2C). Die
Anschlussflächen 108 und 110 können dadurch
ausgebildet werden, dass eine oder mehrere Schichten aus leitfähigem Material
auf der Isolierschicht 106 abgelagert werden, und dann
die Anschlussflächen
beispielsweise mittels Nassätzung
mit einem Muster versehen werden. Bei einer beispielhaften Ausführungsform
weisen die Anschlussflächen 108 und 110 eine
erste Schicht aus Chrom oder Titan (zur Verbesserung der Haftung
an der Isolierschicht 106) und eine zweite Schicht aus
Gold, Silber, Kupfer, Aluminium, oder einem anderen leitenden Material
auf. Zusätzliche
Metallschichten können
den Kontakten durch Elektroplattieren oder stromloses Plattieren hinzugefügt werden,
um die Verlässlichkeit
der Kontakte zu verbessern, und den Widerstand zu verringern.
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Wie
in 2D gezeigt, können
die Kontaktanschlussflächen 108 und 110 in
geeigneter Weise durch eine Schicht aus Photoresist, Aluminium,
Kupfer, oder ein anderes Material abgedeckt werden, um eine Opferschicht 202 auszubilden.
Eine Öffnung 206 in
der Opferschicht 202 über
den Auslegerbasisbereichen kann durch Photolithographie, Ätzen, oder
einen anderen Prozess ausgebildet werden. Dann kann der Ausleger 112 ausgebildet
werden, durch Ablagerung, Sputtern, oder Aufbringen einer oder mehrerer
Schichten aus Material auf andere Art und Weise auf die Opferschicht 202,
so dass sie sich über die Öffnung 206 erstrecken,
wie in 2E gezeigt. Bei einer beispielhaften
Ausführungsform
kann eine Basisschicht 204 aus Chrom oder einem anderen Metall
auf die Opferschicht 202 aufgebracht werden, um die Haftung
zu verbessern, und können
eine oder mehrere leitende Schichten 120 ebenfalls ausgebildet
werden. Die Schichten 204 und 120 können beispielsweise
durch Ablagerung hergestellt werden, an welche sich chemisches oder
mechanisches Ätzen anschließt. Die
Schicht 120 kann dadurch dicker ausgebildet werden, dass
eine andere Leiterschicht (beispielsweise aus Gold, einer Goldlegierung,
usw.) durch Elektroplattierverfahren oder stromlose Plattierverfahren
hinzugefügt
wird. Der Ausleger 112 wird weiter so ausgebildet, dass
eine Schicht 118 aus Permalloy (beispielsweise NiFe-Permalloy)
oben auf die leitfähige
Schicht 120 elektrisch aufplattiert oder auf andere Art
und Weise angeordnet wird, wie in 2F gezeigt.
Die Dicke der Permalloy-Schicht 118 kann dadurch gesteuert
werden, dass der Strom beim Plattieren und die Zeit beim Elektroplattieren
variiert werden. Ein Elektro plattieren bei 0,02 Ampere pro Quadratzentimeter über einen
Zeitraum von 60 Minuten kann beispielsweise zu einer Permalloy-Schichtdicke von
etwa 20 Mikrometern führen.
Bei verschiedenen Ausführungsformen
kann durch Elektroplattieren eine zusätzliche Permalloy-Schicht 306 (gezeigt
in 3) oben auf den Ausleger 112 aufgebracht
werden, um das Reaktionsvermögen
des Auslegers 112 auf Magnetfelder zu erhöhen.
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Wie
in 2G gezeigt, kann die Opferschicht 202 entfernt
werden, beispielsweise durch nasse oder trockene Entfernungsverfahren
(beispielsweise Sauerstoffplasma), um einen Spalt 116 zwischen
dem Ausleger 112 und der Isolierschicht 106 zu
erzeugen. Bei verschiedenen Ausführungsformen
wird die Haftschicht 204 unter Verwendung eines geeigneten Ätz- oder
entsprechenden Entfernungsverfahrens entfernt, um das Relais 100 (2A)
auszubilden. Das Relais 100 kann dann abgeschnitten werden,
mit einem Magneten 102 (gezeigt in 1)
versehen werden, oder auf andere Art und Weise je nach Erfordernis
bearbeitet werden. Es wird darauf hingewiesen, dass der Permanentmagnet 102 alternativ
direkt auf dem Substrat hergestellt werden kann, auf der Oberseite
des Auslegers angeordnet werden kann, oder dass die Spule und der Ausleger
direkt auf einem Permanentmagnetsubstrat hergestellt werden können.
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Alternative
Ausführungsform
sich verriegelnder Relais
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Die 3 und 4 zeigen
alternative Ausführungsformen
sich verriegelnder Relais 100. 3A bzw. 3B zeigt
eine Seitenansicht bzw. Aufsicht einer alternativen Ausführungsform
eines sich verriegelnden Relais, das einen scharnierartig angelenkten Ausleger 112 aufweist.
Die Perspektive der 3A und 3B ist
um 90 Grad in der X-Y-Ebene gegenüber der in den 1A und 1B gezeigten
Perspektive gedreht, um besser die Einzelheiten des scharnierartig
angelenkten Auslegers zu zeigen. Wie aus den 3A und 3B hervorgeht,
weist ein scharnierartig angelenkter Ausleger 112 eine
oder mehrere Leinen 302 und 304 auf, die ein magnetisch empfindliches
Teil 306 oberhalb der Isolierschicht 106 haltern.
Das Teil 306 kann relativ dick sein (in der Größenordnung
von etwa 50 Mikrometer), im Vergleich zu den Leinen 302 und 304,
die aus leitfähigem
Material bestehen können.
Wie bei den Relais 100, die voranstehend im Zusammenhang
mit 1 erläutert wurden, können Relais 100 mit
scharnierartig angelenkten Auslegern auf Magnetfelder reagieren,
beispielsweise jene, die von dem Magneten 102 und dem Leiter 114 erzeugt
werden. Bei verschiedenen Ausführungsformen
stehen eine oder beide der Leinen 302 und 304 in
elektrischer Verbindung mit der Kontaktanschlussfläche 108,
wenn sich das Relais im Zustand "geschlossen" befindet. Selbstverständlich kann
jede andere Anzahl an Leinen eingesetzt werden. So kann beispielsweise
eine einzige Leine so ausgebildet sein, dass sie das gesamte Gewicht
des Teils 306 haltert. Weiterhin können die Leinen an jedem Punkt
auf dem Teil 306 angeordnet sein. Obwohl 3 Leinen 302 und 304 in
der Nähe des
Zentrums des Teils 306 zeigt, können die Leinen beispielsweise
in der Nähe
des Endes 306 zum Kontakt 108 hin angeordnet sein,
um das vom Magneten 102 erzeugte Drehmoment zu erhöhen.
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3C ist
eine Perspektivansicht eines Beispiels für einen Ausleger 112,
der zum Einsatz bei den in den 3A und 3B gezeigten
Ausführungsformen
geeignet ist, sowie bei anderen Ausführungsformen. Der Ausleger 112 weist
ein Teil 306 auf, das mit der leitenden Schicht 120 verbunden
ist. Löcher 310 und/oder 312 können in
der leitenden Schicht 120 vorgesehen sein, um die Flexibilität des Auslegers 112 zu
verbessern, und zusätzliche
Kontakthöcker 308 können so
auf der Oberfläche
der leitenden Schicht 120 vorgesehen sein, dass sie in Kontakt
mit dem Kontakt 108 gelangen. Leinen 302 und 304 (nicht
in 3C gezeigt) können
auf dem Ausleger 112 befestigt oder auf andere Art und
Weise vorgesehen sein, an jedem Ort (beispielsweise im Zentrum der
leitenden Schicht 120 oder an beiden Enden der leitenden
Schicht 120), je nach Erfordernis. Alternativ können die
Leinen aus nicht leitenden Materialien bestehen, und kann der Ausleger 112 einen
leitenden Weg zwischen zwei getrennten Leitern zur Verfügung stellen,
die gleichzeitig von dem Ausleger in dem geschlossenen Zustand berührt werden, wie
dies nachstehend erläutert
wird.
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Es
wurde beobachtet, dass bestimmte Schalter, die relativ breite, magnetisch
empfindliche Teile 306 aufweisen, eine verringerte Magnetisierung aufweisen
können,
infolge des relativ großen
Verhältnisses
von Breite zur Länge
des Auslegers 112, Darüber
hinaus kann die vergrößerte Breite
zu einer erhöhten
Magnetisierung entlang der Breite des Auslegers 112 führen, was
sich als Verdrillung des Auslegers und einem verschlechterten Kontakt
zwischen dem Ausleger 112 und dem Kontakt 108 auswirken kann. 3B ist
eine Perspektivansicht eines Schalters, der in Sektionen unterteilte,
magnetisch empfindliche Teile 306A, 306B, 306C und 306D aufweist. Um
die Magnetisierung entlang der Länge
des Auslegers 112 zu verbessern, kann das magnetisch empfindliche
Teil 306 so in Sektionen unterteilt sein, dass die Magnetisierung
jedes Teils 306A–D
entlang der Länge
des Teils anstatt entlang der Breite maximiert wird. Die Ausbildung
in Sektionen kann dadurch erzielt werden, dass getrennt (beispielsweise
durch Elektroplattieren) jedes Teil 306A–D auf der
leitfähigen
Schicht 120 hergestellt wird, oder durch Ätzen (oder
Ausbildung auf andere Art und Weise) von Spalten in einer einzigen
elektroplattierten Schicht 306. Selbstverständlich kann
jede Anzahl an magnetisch empfindlichen Sektionen 306A–D bei verschiedenen
Ausführungsformen
eingesetzt werden, und variiert die Abmessung jeder Sektion von
Ausführungsform
zu Ausführungsform.
So können
beispielsweise verschiedene Ausleger 112 mit vier Teilen 306A–D mit Abmessungen
von etwa 1000 × 600 × 520 Mikrometer
versehen sein, mit acht Teilen mit Abmessungen von etwa 1000 × 50 × 25 Mikrometer (etwa
25 Mikrometer voneinander getrennt), mit fünfzehn Teilen mit Abmessungen
von etwa 1000 × 20 × 25 Mikrometer
(etwa 25 Mikrometer beabstandet), oder mit jeder Anzahl an Teilen
mit jeglichen Abmessungen. Bei verschiedenen Ausführungsformen
können
Verbindungslaschen aus magnetischem Material, Metall oder irgendeinem
anderen Material zusätzlich
zwischen den Teilen 306A–D vorgesehen sein, um den
Ausleger 112 zu stärken. 3E ist
eine schematische Darstellung eines Auslegers 112, der mit
mehreren Schichten ausgebildet wurde. Bei einer beispielhaften Ausführungsform
weist der Ausleger 112 abwechselnde Schichten aus magnetischem Material 118 (beispielsweise
Permalloy) und leitendem Material 120 auf, wie in 3E gezeigt,
obwohl selbstverständlich
andere Materialien anstelle der dargestellten Materialien, oder
zusätzlich
zu diesen vorgesehen sein können.
Ausleger mit mehreren Schichten können durch Sputtern, Ablagerung,
oder Ausbildung von mehreren Schichten auf andere Art und Weise
hergestellt werden, wie dies zum Beispiel voranstehend im Zusammenhang
mit den 2E und 2F erläutert wurde,
oder durch jedes andere Verfahren. Ausleger mit mehreren Schichten
können auch
in Sektionen aufgeteilt sein, wie voranstehend geschildert, und
können
zusammen mit einer der verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung
eingesetzt werden.
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Die 4A und 4B sind
eine Seitenansicht bzw. Aufsicht einer alternativen Ausführungsform
eines sich verriegelnden Relais 100. Wie in den Figuren
gezeigt, kann es sein, dass verschiedene Ausführungsformen des Auslegers 112 nicht
direkt elektrischen Strom von der Stufenschicht 110 zum Kontakt 108 leiten.
Bei derartigen Ausführungsformen
kann ein leitendes Element 402 an dem Ausleger 112 angebracht
sein, um auf diese Art und Weise einen elektrischen Kontakt zwischen
den Kontakten 108 und 408 zur Verfügung zu
stellen, wenn sich das Relais 100 im Zustand "geschlossen" befindet. Die 4C und 4D sind
Perspektivansichten alternativer Beispiele für Ausführungsformen des Auslegers 112.
Bei derartigen Ausführungsformen
kann der Ausleger 112 einen magnetisch empfindlichen Abschnitt 118 aufweisen,
der von einem leitenden Abschnitt 402 durch eine isolierende
Schicht 410 ge trennt ist, die beispielsweise ein dielektrischer
Isolator sein kann. Wahlweise Kontakthöcker 308 können weiterhin
wie gezeigt auf dem leitenden Abschnitt 402 vorgesehen
sein. Wenn sich der Ausleger 112 in einem Zustand entsprechend
dem Zustand "geschlossen" des Relais 100 befindet,
kann Strom dem Weg folgen, der durch Pfeile 412 zwischen
den Kontaktanschlussflächen 108 und 408 dargestellt
ist.
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5 ist
eine Seitenansicht einer alternativen, beispielhaften Ausführungsform
des Relais 100. In 5 weist
ein Relais 100 einen Magneten 102 auf, ein Substrat 104,
und einen Ausleger 112, wie voranstehend geschildert (beispielsweise
im Zusammenhang mit 1). Anstelle des
Leiters 114 (oder zusätzlich
zu diesem), der auf dem Substrat 104 vorgesehen ist, kann
jedoch der Leiter 114 wie gezeigt auf einem zweiten Substrat 504 vorgesehen
sein. Das zweite Substrat 504 kann jede Art von Substrat sein,
beispielsweise Kunststoff, Glas, Silizium, und dergleichen. Wie
bei den voranstehend geschilderten Ausführungsformen, kann der Leiter 114 je
nach Wunsch mit einer Isolierschicht 506 beschichtet sein. Um
ein Relais 100 herzustellen, können die verschiedenen Bauteile
auf den Substraten 104 und 504 ausgebildet werden,
und dann können
die Substrate geeignet ausgerichtet und positioniert werden. Die
beiden Substrate 104 und 504 (und die verschiedenen, darauf
vorgesehenen Bauteile) können
voneinander durch Abstandsstücke
wie beispielsweise Abstandsstücke 510 und 512 in 5 getrennt
sein, die aus jedem Material bestehen können.
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Wie
ebenfalls aus 5 hervorgeht, kann der Kontakt 108 wie
voranstehend geschildert auf der isolierenden Schicht 106 vorgesehen
sein. Alternativ kann ein Kontakt 508 auf dem zweiten Substrat 504 vorgesehen
sein, wie in 5 gezeigt (selbstverständlich kann
der Ausleger 112 abgeändert
werden, so dass ein leitender Abschnitt des Auslegers 112 in Kontakt
mit dem Kontakt 508 gelangt). Bei anderen Ausführungsformen
können
Kontakte 108 und 508 beide so vorgesehen sein,
dass sich das Relais in einem ersten Zustand befindet, wenn der
Ausleger 112 in Kontakt mit dem Kontakt 108 steht,
in einem zweiten Zustand, wenn der Ausleger 112 in Kontakt
mit dem Kontakt 508 steht, und/oder einem dritten Zustand,
wenn sich der Ausleger 112 weder in Kontakt mit dem Kontakt 108 noch
dem Kontakt 508 befindet. Selbstverständlich kann das allgemeine
Layout des Relais 100, das in 5 gezeigt
ist, mit jedem der Verfahren und Layouts kombiniert werden, die
voranstehend geschildert wurden, um neue Ausführungsformen des Relais 100 zu
schaffen.
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6A und 6B sind
eine Seitenansicht bzw. Aufsicht einer alternativen Ausführungsform
eines sich verriegelnden Relais 100. In 6A und 6B können verschiedene
Ausführungsformen des
Relais 100 eine elektrostatische Betätigung zum Schalten des Zustands
des Auslegers 112 einsetzen, anstatt magnetischer Energie,
die vom Leiter 114 erzeugt wird. Bei derartigen Ausführungsformen
können
eine oder mehrere Schaltelektroden 602 und 604 auf
der Isolierschicht 106 abgelagert oder auf andere Art und
Weise bereitgestellt sein. Die Elektroden 602 und 604 können aus
Metall oder einem anderen leitenden Material hergestellt sein, und
können
elektrisch mit Leitungen, Drähten
oder anderen Verbindungsvorrichtungen (nicht gezeigt) verbunden
sein, um ein elektrisches Potential zwischen einer der Elektroden
und dem Ausleger 112 zu erzeugen.
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Obwohl
die 6A und 6B einen
Ausleger 112 des Typs mit zentraler Anlenkung zeigen, können die
Elektroden 602 und 604 und/oder das Prinzip der
elektrostatischen Betätigung
bei jedem der hier geschilderten Relais oder Schalter vorgesehen
sein, anstatt der magnetischen Betätigung (oder zusätzlich zu
dieser), die von dem Leiter 114 erzeugt wird. Bei verschiedenen
Ausführungsformen
sind die Elektroden 602 und 604 in Bezug auf den
Ausleger 112 so angeordnet, dass elektrostatische Kräfte, die von
den beiden Elektroden erzeugt werden, entgegengesetzte Auswirkungen
auf den Ausleger 112 haben. Bei der Ausführungsform
mit zentraler Anlenkung, die in den 6A und 6B gezeigt
ist, können
beispielsweise Elektroden 602 und 604 an beiden
Seiten des Scharniers 110 angeordnet sein, so dass eine
Spannungsdifferenz zwischen der Elektrode 602 und dem Ausleger 112 den
Ausleger 112 "drückt", in einen Zustand "offen". Im Gegensatz hierzu
kann eine Spannungsdifferenz zwischen der Elektrode 604 und
dem Ausleger 112 den Ausleger 112 "ziehen", in einen Zustand "geschlossen", wodurch der Ausleger 112 in
Kontakt mit dem Kontakt 108 gelangt. Bei derartigen Ausführungsformen
kann der Zustand des Auslegers 112 durch das Magnetfeld
gehalten werden, das vom Permanentmagneten 102 erzeugt
wird, so dass sich ein bistabiler Schalter ergibt. Das Relais kann
zwischen stabilen Zuständen dadurch
umgeschaltet werden, dass ein elektrisches Potential an die geeignete
Elektrode angelegt wird, um je nach Erfordernis den Ausleger 112 anzuziehen.
Bei einem Beispiel für
ein Relais 100 können
ein Ausleger 112 vom scharnierartig angelenkten Typ, der
Abmessungen von etwa 1000 × 200 × 20 Mikrometer
aufweist, und eine halternde Torsionsschnur 110 mit Abmessungen
von 280 × 20 × 3 Mikrometer, eine
Spannung von etwa 37 Volt benötigen,
wenn die Überlappungsfläche zwischen
dem Ausleger und der Elektrode in der Größenordnung von 200 × 400 Quadratmikrometer
beträgt,
um den Ausleger 112 in einem permanenten, externen Magnetfeld
von etwa 200 Oersted zu schalten. Wiederum können Schalter oder Relais mit
sämtlichen
Abmessungen oder Architekturen hergestellt werden, und variiert
die zur Umschaltung zwischen Zuständen erforderliche Spannung
von Ausführungsform
zu Ausführungsform.
Insbesondere kann das elektrostatische Schaltverfahren, das Elektroden 602 und 604 einsetzt,
bei jedem der voranstehend geschilderten Relais eingesetzt werden,
oder bei jedem der hier geschilderten Schalter. Vorteile des Einsatzes
des elektrostatischen Schaltens im Vergleich zum magnetischen Schalten umfassen
einen verringerten Energieverbrauch und einfache Herstellung, da
die Elektroden 602 und 604 sehr dünn sein
können
(beispielsweise in der Größenordnung
von etwa 100 Angström
bis zu etwa 0,5 Mikrometer Dicke). Weiterhin können elektrostatische Schalter
kleiner als einige entsprechende magnetische Schalter ausgebildet
werden, was die Gesamtabmessungen der Schaltvorrichtung verringert. Die
Schaltsteuerung kann durch ein Steuergerät erfolgen, beispielsweise
einen Mikrokontroller, einen Mikroprozessor, eine anwendungsspezifische
integrierte Schaltung (ASIC), eine Logikschaltung, eine analoge
oder digitale Steuerschaltung, und dergleichen. Bei einer beispielhaften
Ausführungsform
stellt eine Steuerung Steuersignale in Form elektrischer Signale
für Elektroden 602 und 604 zur
Verfügung, um
geeignete Spannungsdifferenzen zu erzeugen.
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Es
wird darauf hingewiesen, dass zahlreiche andere Ausführungsformen
der verschiedenen Relais ausgebildet werden können, ohne vom Umfang der Erfindung
abzuweichen. So kann beispielsweise ein zweipoliges Relais geschaffen
werden, durch zusätzliches
Vorsehen eines Kontakts 108, der in Kontakt mit dem Ausleger 112 gelangt,
wenn sich der Ausleger in seinem geöffneten Zustand befindet. Entsprechend
können
verschiedene Topographien und Geometrien des Relais 100 ausgebildet
werden, durch Variation des Layouts der verschiedenen Bauteile (beispielsweise
der Anschlussflächen 108 und 110 und
des aus 112).
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Optische Schalter
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Die
Mechanismen, Grundlagen und Verfahren, die voranstehend im Zusammenhang
mit elektrischen Relais beschrieben wurden, können auch dazu eingesetzt werden,
optische Schalter zu schaffen, die geeignet zum Einsatz in Kommunikationssystemen
oder anderen optischen Systemen sind. Bei verschiedenen Ausführungsformen
eines optischen Schalters kann der magnetisch empfindliche Abschnitt
des Auslegers 112 an einem Spiegel oder einem anderen Material
befestigt sein, welches Licht reflektiert. Wenn der Ausleger von dem
Zustand "offen" in den Zustand "geschlossen" geschaltet wird, wird
die reflektierende Oberfläche
einem optischen Signal ausgesetzt bzw. nicht, so dass das Signal
geeignet reflektiert bzw. absorbiert wird, wie dies nachstehend
genauer erläutert
wird.
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Die 7A und 7B sind
eine Seitenansicht bzw. Aufsicht auf ein Beispiel für einen
optischen Spiegel 700 (nachstehend bezeichnet als Spiegel
des "Typs I"). Wie die voranstehend
geschilderten, elektrischen Schalter ist ein Ausleger 112 geeignet über der
Isolierschicht 106 durch eine Halterungsleine angebracht,
ein Scharnier, oder ein anderes Abstandsstück 110. Der Ausleger 112 kann
aus weichmagnetischem Material 132 bestehen (wie voranstehend
erläutert),
und kann eine reflektierende Beschichtung 702 (beispielsweise
Aluminium oder Gold) aufweisen, die durch Ablagern, Sputtern oder auf
andere Art und Weise auf das magnetische Material aufgebracht wird.
Ein oder mehrere, wahlweise Anschläge 704 können je
nach Erfordernis auf der Isolierschicht 106 vorgesehen
sein, um den Ausleger 112 aufzunehmen und zu positionieren,
wie dies erforderlich ist. Die Anschläge 704 können aus
jedem geeigneten Material bestehen, beispielsweise aus geätztem Silizium,
Metall, oder Polyimid. Bei verschiedenen Ausführungsformen haltert die Halterungsleine 110 die
Drehung 112 in einem Zustand "oben" und
einem Zustand "unten". Wenn sich der Ausleger 112 beispielsweise
im Zustand "oben" befindet, kann der
Ausleger 112 im Gegenuhrzeigersinn um die Leine 110 gedreht
werden, bis das Ende 742 des Auslegers 112 den
Anschlag 704L berührt.
Bei einem Beispiel für
den Zustand "unten" kann der Ausleger 112 im
Uhrzeigersinn um die Leine 110 gedreht werden, so dass
das Ende 740 des Auslegers 112 den Anschlag 740R berührt. Wenn
das rechte Ende von 112 den unteren Anschlag 704 berührt, befindet es
sich "unten". Konstruktiv kann
die Halterungsleine 110 näher am Ende 742 des
Auslegers 112 angeordnet werden, so dass der Ausleger 112 um
einen größeren Winkel
in die Position "oben" verkippt wird als in
die Position "unten". Selbstverständlich kann
die Halterungsleine 110 auch in annähernd gleichem Abstand von
den Enden des Auslegers 112 angeordnet sein, oder so, dass
die Position "unten" einen größeren Winkel
erzeugt, und können
zahlreiche Orientierungen bei anderen Ausführungsformen der Erfindung
vorgesehen sein.
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Der
Betrieb des optischen Spiegels 700 kann ähnlich dem
Betrieb der voranstehend geschilderten, elektrischen Schalter 100 ablaufen.
Bei verschiedenen, beispielhaften Ausführungsformen werden Verriegeln
und Schalten durch Induzieren eines magnetischen Drehmoments im
Ausleger 112 durch den Leiter 114 (wie in 7 gezeigt) erzielt, oder wahlweise durch
Elektro den (wie voranstehend im Zusammenhang mit 6 erläutert).
Der Ausleger 112 kann stabil in dem Zustand entweder "oben" oder "unten" durch ein vom Magneten 102 erzeugtes
Feld gehalten werden, wie dies voranstehend erläutert wurde.
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Die 8A bis 8G zeigen
verschiedene Ansichten und Zustände
eines zweiten Typs eines optischen Spiegels 800 (der hier
als Spiegel des "Typs
II" oder als "Reflektor" bezeichnet wird).
Obwohl diese Vorrichtungen hier primär so beschrieben werden, dass
sie reflektierende Vorrichtungen betreffen, die bei Schaltern oder
Relais eingesetzt werden, können
jedoch die Grundlagen und Konstruktionen, die hier beschrieben werden,
auch dazu verwendet werden, jede Art von Betätigungen (reflektierend oder
nicht reflektierend) zu erzeugen, das bei jeder Anwendung eingesetzt
werden kann.
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In
den 8A und 8B kann
ein optischer Spiegel 800 einen Ausleger 112 aufweisen,
der einen magnetisch empfindlichen Abschnitt 132 aufweist.
Der Ausleger 112 kann auch einen reflektierenden Abschnitt 804 mit
einer reflektierenden Beschichtung auf einer Seite oder beiden Seiten
aufweisen. Bei einer beispielhaften Ausführungsform weist der reflektierende
Abschnitt 804 eine reflektierende Beschichtung auf, die
abgelagert oder auf andere Art und Weise auf eine Oberfläche 802 aufgebracht
wird, wie in 8A gezeigt. Ein oder mehrere
Anschläge 704 können ebenfalls
je nach Erfordernis auf der Isolierschicht 106 vorgesehen
sein, um den Ausleger 112 wie gewünscht zu positionieren oder
anzuheben, und eine Halterung, eine Leine oder ein Scharnier 110 (nicht
in den 8A und 8C gezeigt)
kann drehbar den Ausleger 112 oberhalb des Substrats 104 befestigen.
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Bei
einer beispielhaften Ausführungsform haltert
eine Leine 110 90 Grad der Drehung zwischen zwei Zuständen des
Auslegers 112 (plus oder minus einer gewissen Korrektur
von Fehlern bei der Herstellung und dergleichen). Bei der in den 8A und 8B gezeigten
Ausführungsform,
wird der Ausleger 112 in einem Zustand "oben" durch
einen Magneten 102 (nicht gezeigt) so positioniert, dass
er annähernd
parallel zur Oberfläche
des Substrats 104 verläuft.
Die Position "oben" kann nützlich sein,
wenn es erforderlich ist, einen durchgehenden Weg für einen optischen
Strahl zu haben, so dass dieser direkt am Spiegel des Typs II ohne
Reflexion vorbeigeht. Ein zweiter Zustand "unten" des Spiegels 800 ist in den 8C und 8D gezeigt.
Der Spiegel 800 kann in dem Zustand "unten" beispielsweise durch einen Magneten 102 (nicht
gezeigt) versetzt werden (im Prinzip kann der Magnet den Ausleger
in jedem der beiden stabilen Zustände halten), und/oder dadurch, dass
man es der Schwerkraft ermöglicht,
den magnetisch empfindlichen Abschnitt 132 des Auslegers 112 weg
von der Position "oben" zu ziehen. Es wird
darauf hingewiesen, dass ein Permanentmagnet 102 und ein
Leiter 104 nicht bei jeder Ausführungsform des Spiegels 800 erforderlich
sein müssen,
da andere Kräfte
(beispielsweise die Kraft, die durch wahlweise Biegeanordnungen
auf dem Anschlag 704 aufgebracht wird) den Ausleger 112 in
der Position "unten" halten können, ohne
dass externe Kräfte
benötigt werden.
Bei zahlreichen Ausführungsformen
kann ein temporäres
Magnetfeld vorgesehen sein, während
die reflektierende Beschichtung auf den Ausleger 112 bei
der Herstellung aufgebracht wird, und dann entfernt werden. Bei
noch anderen Ausführungsformen
des Spiegels 800 können
das Scharnier 110 und der magnetisch empfindliche Abschnitt 132 weggelassen
werden, und kann der reflektierende Abschnitt 804 starr
an dem Substrat 102 oder der Isolierschicht 104 befestigt
sein.
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In 8E weist
eine alternative Ausführungsform
eines Reflektors 800 einen Ausleger 112 und ein
Torsionsstangenscharnier oder einen anderen Anker 870 auf,
das bzw. der an einem Substrat 104 befestigt sein kann.
Es kann auch eine Spule oder ein anderer Leiter 114 vorhanden
sein, oder es kann bei einer alternativen Ausführungsform eine Elektrode vorgesehen
sein, welche für
elektrostatische Anziehung an den Ausleger 112 sorgt. Der
Ausleger 112 kann magnetisch empfindlich sein, wie voranstehend
geschildert, und kann eine oder mehrere reflektierende Oberflächen aufweisen,
wie voranstehend geschildert. Das Torsionsstangenscharnier 870 kann
als ein oder mehrere Scharniere ausgebildet sein, wie dies voranstehend
im Zusammenhang mit anderen Ausführungsformen
von Schaltern oder Relais beschrieben wurde. Bei verschiedenen Ausführungsformen
können
die Torsionsstangenscharniere am Ende oder in dessen Nähe des Auslegers 112 angeordnet
sein, und können
relativ dünn
und/oder lang in Bezug auf den Ausleger 112 ausgebildet
sein, so dass große
Drehauslenkungen des Auslegers 112 ohne ein signifikantes
mechanisches Drehmoment stattfinden. Weiterhin kann die Richtung
des externen Magnetfeldes (H0) 134,
das auf den Reflektor 800 einwirkt, in einem Winkel (γ) relativ
zur Senkrechten (Z) angeordnet sein, die aus der Oberfläche des
Substrats 104 weist. Bei der beispielhaften Ausführungsform,
die in 8E gezeigt ist, ist γ als etwa 45
Grad gewählt,
obwohl andere Ausführungsformen andere
Winkel verwenden können.
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Die
Richtung des Magnetfeldes 134 erzeugt zwei stabile Positionen
für den
Ausleger 112, entsprechend einem Zustand "oben" und einem Zustand "unten" (der Ausleger 112 ist
in 8E zwischen den beiden Zuständen gezeigt). Bei verschiedenen
Ausführungsformen
kann der Ausleger 112 annähend senkrecht zum Substrat 104 im
Zustand "oben" ausgerichtet sein,
und annähernd
parallel zum Substrat 103 in dem Zustand "unten". Ein körperlicher
Anschlag (nicht in 8E gezeigt) kann dazu vorgesehen
sein, um den Ausleger 112 in der gewünschten Position für den Zustand "oben" und/oder "unten" zu halten.
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Bei
verschiedenen Ausführungsformen
kann ein Magnetfeld mit einer Stärke
von etwa χH0sin(γ + φ) Oersted
oder ähnlich
durch den Leiter 114 bereitgestellt werden, um den Ausleger 112 zwischen
Zuständen
umzuschalten, wobei "φ" die magnetische Suszeptibilität des Auslegers 112 ist,
und "χ" der Winkel zwischen
dem Ausleger 112 in dem Zustand "unten" und der Horizontalachse (X). Ein Feld
dieser Stärke
kann geeignet den Magnetisierungsvektor des Auslegers 112 wie
erforderlich erneut ausrichten, ähnlich
den voranstehend geschilderten Schaltverfahren, so dass der Ausleger 112 zwischen
zwei stabilen Zuständen
umschaltet. Da das vom Leiter 114 erzeugte Feld relativ
schwach sein kann, verglichen mit dem externen Feld 134,
kann das Feld 134 so ausgelegt sein, dass es ausreichend
stark ist, um die Vorrichtung 800 zu betätigen, jedoch
nicht so stark, dass das vom Leiter 114 erzeugte Feld nicht
den Magnetisierungsvektor des Auslegers 112 umkehren kann.
Bei einer beispielhaften Ausführungsform
kann das Feld 134 so ausgelegt sein, dass es in der Größenordnung
von etwa 200 Oersted liegt, obwohl selbstverständlich andere Feldstärken verwendet werden
können.
Der hier geschilderte Reflektor 800 kann etwa 90 Grad oder
mehr der Drehfähigkeit
aufweisen, und weist daher einen weiten Anwendungsbereich über Relais
oder optische Schalter hinaus auf. So können beispielsweise Reflektoren 800 mit einem
relativ hohen Ausmaß der
Drehbarkeit nützlich für optische
Projektions- oder Schaltersysteme sein.
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Wie
aus den 8F und 8G hervorgeht, weist
eine dritte Ausführungsform
eines Reflektors 800, der dazu verwendet werden kann, sich
um 90 Grad oder mehr zu drehen, einen Leiter 114 auf, der auf
dem Ausleger 112 angeordnet ist, der scharnierartig mit
dem Substrat 104 durch ein Scharnier 870 verbunden
ist (dargestellt als zwei Torsionsscharnier 870A und 870B in 8F).
Strom kann dem Leiter 114 durch Stromleitungen 872 (dargestellt
als Leitungen 872A und 872B in 8F)
zugeführt
werden, die an eine Quelle elektrischer Energie angeschlossen sein
können.
Alternativ kann ein elektrischer Kontakt mit dem Leiter 114 über ein
leitfähiges
Material (beispielsweise Metall) zur Verfügung gestellt werden, das auf
das Scharnier 870 abgelagert, gesputtert, oder auf andere
Art und Weise aufgebracht wurde. Bei verschiedenen Ausführungsformen
kann der Ausleger 112 aus einem reflektierenden Material
hergestellt sein (beispielsweise einem dielektrischen Film, aus
polykristallinem Silizium, aus Metall, aus Nichtmetallen und dergleichen),
da Reaktionen auf Magnetfelder durch den Leiter 114 bereitgestellt
werden können,
statt durch ein magnetisch empfindliches Material im Ausleger 112.
Bei verschiedenen Ausführungsformen
stellt der Magnet 102 ein Magnetfeld H0 zur
Verfügung,
das senkrecht zum Substrat 104 verlaufen kann, oder in
jedem schrägen
Winkel, wie dies voranstehend im Zusammenhang mit 8E beschrieben
wurde.
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Die
Betätigung
des Reflektors 800 kann beispielsweise dadurch bewirkt
werden, dass der Leiter 114 mit einem Strom versorgt wird,
der ein magnetisches Dipolmoment (M) erzeugt, das senkrecht zur Ebene
des Leiters 114 liegt. Das magnetische Dipolmoment (M)
kann mit dem externen Magnetfeld (H0) wechselwirken,
um ein Drehmoment (T) zu erzeugen, das auf den Ausleger 112 einwirkt,
so dass gilt: T = M × H0. Das Drehmoment (T) kann so gesteuert werden,
dass der Ausleger 112 zwischen einem Zustand "oben" und einem Zustand "unten" umgeschaltet wird,
wie voranstehend erläutert.
Eine detailliertere Beschreibung dieses Prinzips, das in einem unterschiedlichen
Zusammenhang eingesetzt wurde, wird vorgestellt in Chang Liu, T.
Tsao, Y-C Tai und C-M Ho, "Surface
Micro-machined Magnetic Actuators", MEMS '94, Oiso, Japan, Seiten 57–62 (1994),
wobei diese Veröffentlichung
durch Bezugnahme in die vorliegende Anmeldung eingeschlossen wird.
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Die 9A und 9B sind
eine Seitenansicht bzw. Aufsicht eines Beispiels für einen
Schalter 900, der zwei Spiegel 700A und 700B des
Typs I und einen Spiegel/Reflektor 800 des Typs II aufweist.
Die Achse des Spiegels 800 kann um 45 Grad (oder um jeden
anderen Winkel) gegenüber
den Achsen der Spiegel 700A und 700B gedreht werden,
wie am deutlichsten aus 9B hervorgeht.
Eine wahlweise reflektierende Schicht 902 (beispielsweise
ein Spiegel) kann bei verschiedenen Ausführungsformen vorgesehen sein,
um optische Signale zu reflektieren, wie dies nachstehend genauer
erläutert
wird. Bei verschiedenen Ausführungsformen
der Erfindung soll ein optisches Signal (beispielsweise ein Lichtimpuls oder
Lichtstrahl) 904 auf einen von zwei Ausgängen 910 und 902 geschaltet
werden. In dem ersten Zustand des Schalters 900 (in den 9A und 9B gezeigt)
können
Ausleger 112A und 112B von Spiegeln 700A und 700B in
der Position "oben" angeordnet werden,
so dass das optische Signal 909 durch die reflektierende
Oberfläche 702 (7) wie dargestellt reflektiert wird. Die
reflektierende Schicht 902 überträgt das optische Signal 904 zwischen
dem Spiegel 700A und 700B, unter Umgehung des
Spiegels 800, an den Ausgangsanschluss 901.
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Die 10A und 10B sind
eine Seitenansicht bzw. Aufsicht des optischen Schalters 900 in einem
zweiten Zustand (entsprechend dem Ausgangsanschluss 920).
Der Ausleger 112A des Spiegels 700A kann in den
Zustand "unten" versetzt werden,
so dass das optische Signal 904 nicht mehr durch die reflektierende
Oberfläche 702 des
Spiegels 700A reflektiert wird, sondern durch die reflektierende
Oberfläche
des Spiegels 800 reflektiert wird, die zum Ausgangsanschluss 920 gerichtet
sein kann, wie dies am deutlichsten aus 10B hervorgeht. Selbstverständlich kann
der Ausleger 112B des Spiegels 700B ebenfalls
in die Position "unten" versetzt werden,
jedoch ist eine derartige Änderung
nicht erforderlich, da das optische Signal 904 nicht den
Spiegel 700B bei dem in 10 gezeigten
Zustand erreicht. Andere Ausführungsformen
optischer Schalter können
unterschiedliche Layouts aufweisen. So kann beispielsweise ein bidirektionaler
Schalter dadurch hergestellt werden, dass beide Seiten des reflektierenden
Abschnitts 804 des Spiegels 800 mit reflektierendem
Material beschichtet werden.
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11 ist
eine Aufsicht auf ein Beispiel für einen
5 × 5-Optikschalter 950,
der mit Schaltern 900 wie voranstehend geschildert versehen
sein kann. In 11 werden optische Signale 904A–E jeweils
an einem der Eingänge 930A–E empfangen.
Jedes Signal kann durch den Schalter 950 je nach Erfordernis einem
gewünschten
der Ausgänge 940A–E zugeführt werden.
Bei dem Beispiel für
den Schalter 950, das in der Figur gezeigt ist, wird der
Eingang i1 zum Ausgang o3 geleitet, der Eingang i2 zum Ausgang o1,
der Eingang i3 zum Ausgang o4, der Eingang i4 zum Ausgang o5, und
der Eingang i5 zum Ausgang o2. Selbstverständlich kann jede M × N-Schalterkonstruktion
hergestellt werden, wobei M die Anzahl an Eingängen angibt, N die Anzahl an
Ausgängen,
und M und N beide positive ganze Zahlen sind. So können beispielsweise
1 × 4-Schalter,
4 × 8-Schalter,
8 × 16-Schalter,
2 × 2-Schalter,
oder jede andere Schalterkonstruktion hergestellt werden, durch
Wahl der Anzahl an Schaltern 700 und 800.
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Wie
wiederum aus 11 hervorgeht, kann ein Beispiel
für einen
5 × 5-Optikschalter
eine Matrix aus 25 Spiegeln des Typs II und 80 Spiegeln des Typs
I aufweisen. Die Spiegel des Typs II (dargestellt als diagonale
Rechtecke) können
so angeordnet sein, dass jeder Eingang 930 einen Spiegel
des Typs II entsprechend jedem Ausgang 940 aufweist. Die Spiegel
des Typs I (dargestellt als kleinere Rechtecke) sind geeignet so
angeordnet, dass optische Signale 904 um die Spiegel des
Typs II herum abgelenkt werden, je nach Wunsch, durch Reflektieren
der Signale durch die reflektierende Schicht 902 (nicht
in 11 gezeigt, jedoch in 9A). Um
ein Signal vom Eingang i5 zum Ausgang o2 zu leiten, als Beispiel,
können
Spiegel des Typs I 751 und 752 in den Zustand "oben" versetzt werden,
um das Signal vom Eingang i5 um den Spiegel 851 herum abzulenken. Spiegel
des Typs I 753 und 754 können in die Position "unten" versetzt werden,
damit das Signal vom Eingang i5 durch den Spiegel 852 des
Typs II zum Ausgang 940B abgelenkt wird. Wie voranstehend geschildert,
können
die verschiedenen Spiegel des Typs I in dem Zustand "oben" oder "unten" durch ein Magnetfeld
gehalten werden, das durch einen Magneten 102 erzeugt wird.
Die verschiedenen Spiegel können
zwischen Zuständen
dadurch umgeschaltet werden, dass geeignete magnetische Impulse über einen
Leiter 114 (7) oder elektrostatische
Impulse über
Elektroden 602/604 (6)
erzeugt werden, um ein Drehmoment zu erzeugen, das den geeigneten
Ausleger 112 so bewegt, dass der gewünschte Zustand für den gewünschten
Spiegel hervorgerufen wird.
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Optikschalterarrays
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Die
Leistung, der Wirkungsgrad und der Gesamtwirksamkeitsgrad eines
Optikschalterarrays wie voranstehend geschildert können bei
verschiedenen Ausführungsformen
durch das Hinzufügen
von Signalführungskanälen verbessert
werden. Derartige Kanäle
können
um die verschiedenen Lichtwege in dem Schalter herum angeordnet
sein, um das Licht zu einem gewünschten
Weg zu führen. 12A ist eine Perspektivansicht eines Beispiels
für einen
Optikschalterarray 1200, der optische Signalführungskanäle aufweist.
Obwohl ein Schalterarray mit einer Konstruktion 2 × 2 (als
mit zwei Eingängen
und zwei Ausgängen)
zur Vereinfachung dargestellt ist, können die hier geschilderten
Vorgehensweisen leicht auf Schalter jeder Größe N × M ausgedehnt werden, wobei
sowohl N als auch M positive ganze Zahlen sind. Tatsächlich kann
der Einsatz von Signalführungskanälen Schalterkonstruktionen
ermöglichen, die
erheblich größer sind,
als dies vorher für
möglich gehalten
wurde, beispielsweise Konstruktionen in der Größenordnung 512 × 512, 1024 × 1024,
oder größer.
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In 12A fallen optische Signale 904A und 904B von
Eingangs-Lichtleitfasern 1210A und 1210B ein,
und werden über
eine Linse 1220A bzw. 1220B gesammelt, bevor sie
auf Ausgangs-Lichtleitfasern 1210C–D geschaltet werden. Optische
Spiegel 1280A–D
können
jeder Typ von Spiegeln sein, beispielsweise ein Spiegel des "Typs-I" oder des "Typs-II", wie sie voranstehend
geschildert wurden. Optische Signalführungskanäle 1230A und 1230B sind
sämtliche
Kanäle,
Durchgänge
oder andere Wege, welche Licht zu einem gewünschten Ziel führen können, wie
dies nachstehend genauer erläutert wird. Bei
einer beispielhaften Ausführungsform
sind Kanäle 1230A und 1230B als
Durchgänge
ausgebildet, die Wände 1240 (12B) aufweisen, die mit einer metallischen oder
anderen reflektierenden Oberfläche
beschichtet sind, beispielsweise Al, Au, AG, Cr und dergleichen.
Eingangssignale 904A–B
werden durch optische Spiegel 1280A–D je nach Erfordernis abgelenkt,
so dass das Signal in einen gewünschten Optiksignalführungskanal 1230A–B zu einem
gewünschten
Ausgangsweg entweder auf der Lichtleitfaser 1210C oder
der Lichtleitfaser 1210D abgelenkt wird. Wenn das Optiksignal 904 aus
dem Lichtleitfaserkern 1210A–B austritt, geht es durch
eine Mikrolinse 1220A bzw. 1220B hindurch. Das
optische Signal 904 wird dann gesammelt, und breitet sich
in Vorwärtsrichtung
aus, bis es den richtigen optischen Spiegel 1280 zum Reflektieren
in den geeigneten Optiksignalführungskanal 1230 erreicht,
der mit einer hochreflektierenden Oberfläche 1240 beschichtet
ist. Die Linse 1220 ist in 12A so
dargestellt, dass sie von der Lichtleitfaser 1210 getrennt
ist, kann jedoch auch bequem direkt auf der Lichtleitfaser hergestellt werden,
durch Schmelzen eines Abschnitts des Lichtleitfaserendes, Ausbildung
eines Epoxytropfens auf dem Lichtleitfaserende und Aushärten, oder durch
irgendein anderes Verfahren.
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Signalführungskanäle 1230 können in
einem Substrat oder in irgendeiner Schicht vorgesehen sein, die
auf dem Substrat mit einem beliebigen Verfahren abgelagert wurde.
Bei einer beispielhaften Ausführungsform
werden Kanäle 1230 durch
Abschneiden, Sägen,
Mikrobearbeitung oder Ausbildung einer Nut auf andere Art und Weise
in dem Substrat, durch Beschichtung der Nut mit einem reflektierenden
Material, und nachfolgendes Anbringen einer reflektierenden Beschichtung über der
Nut zur Ausbildung eines Kanals je nach Erfordernis ausgebildet. Die
Abdeckung kann an dem Substrat durch jede Art eines Klebers wie
beispielsweise Epoxy oder dergleichen befestigt sein. Alternativ
können
Kanäle 1230 durch
Mikrobearbeitung in das Substrat eingearbeitet werden, in einer
Schicht aus Polyimid (oder irgendeinem anderen Material), oder in
irgendeine andere Schicht, unter Einsatz herkömmlicher Mikrobearbeitungsverfahren.
Ein Dünnfilm
aus einer reflektierenden Beschichtung kann dann in den Kanälen 1230 aufgedampft
oder auf andere Art und Weise dort angeordnet werden, und es kann
eine zusätzliche
Abdeckschicht oben auf den Kanälen 1230 abgelagert, gesputtert
oder auf andere Art und Weise angeordnet werden. Wie kurz voranstehend
erwähnt,
sind die Innenwände
eines Führungskanals 1230 für optische Signale
mit hochreflektierenden Materialien beschichtet, beispielsweise
mit einem dünnen
Goldfilm, einem Silberfilm, einem Aluminiumfilm, einem Chromfilm,
oder einer Mehrfachschicht aus reflektierenden Filmen, usw., um
die reflektierende Oberfläche 1240 auszubilden.
Metallfilme können
mit Hilfe von Sputtern, Elektronenstrahlverdampfung, oder irgendeines
anderen Verfahrens abgelagert werden. Die Abmessungen des Abschnitts
des Kanals 1230 unterscheiden sich stark von einer Ausführungsform zur
nächsten,
auf Grundlage beispielsweise unterschiedlicher Arten von Lichtleitfasern 1210 und
Mikrolinsen 1220, den Abmessungen von Mikrolinsen, den
Abmessungen des Lichtleitfaserkerns, der numerischen Apertur der
Lichtleitfaser, und dergleichen. Bei einer beispielhaften Ausführungsform
liegen die Kanalabmessungen in der Größenordnung von einer Breite
von etwa 100 Mikrometer und einer Tiefe von etwa 30–50 Mikrometer.
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Die 12(b) und (c) sind Querschnittsansichten
von zwei beispielhaften Ausführungsformen eines
Optiksignalführungskanals 1230.
in 12(b) wird ein optisches Signal 904 in
den Kanal 1230 wie voranstehend geschildert durch einen
reflektierenden Spiegel 1280 abgelenkt. Das Signal 904 wird durch
die reflektierende Oberfläche 1240 abgelenkt, welche
die Seitenwände
des Kanals 1230 abdeckt, so dass sich das Signal 904 zum
Ausgang hin ausbreitet. Es wird darauf hingewiesen, dass dann, wenn der
optische Spiegel 1280 sich in der geschlossenen Position
befindet, er die Öffnung
des Optiksignalführungskanals 1230 abdeckt,
wodurch ermöglicht
wird, dass sich andere Signale in dem Kanal 1230 ausbreiten
können.
Beispielsweise ein zusätzlicher
Spiegel 1284 bleibt in einer geschlossenen Position, wenn das
Signal 904 von dem Spiegel 1280 in den Kanal hineingelangt.
Optische Spiegel 1280, 1282, und 1284 können durch
verschiedene Vorrichtungen betätigt
werden (die beispielsweise magnetisch, elektrostatisch, piezoelektrisch,
usw. arbeiten), einschließlich
den voranstehend geschilderten Verfahren. Wenn beispielsweise der
Spiegel mit Nickel, Permalloy, Eisen oder einem anderen weichmagnetischen
Material beschichtet ist, kann der Spiegel durch eine ebene Spule
betätigt
werden, die um den Spiegel herum gewickelt ist (wie dies voranstehend
in Bezug auf die optischen Spiegel 700 und 800 erläutert wurde).
Alternativ können
die verschiedenen Spiegel durch jede Art eines Mechanismus aktiviert werden,
und können
durch einen Scratch-Antrieb, einen Kammantrieb, einen Aufprallkammantrieb,
ein Schieberad mit Kammantrieb, einfach durch die elektrostatische
Kraft zwischen dem Spiegel als einer Elektrode, und der anderen,
gegenüberliegenden Elektrode
an der Gegenseite, und dergleichen aktiviert werden.
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Alternative
Ausführungsformen
von Kanal/Spiegelanordnungen sind in den 13, 19 und 15 dargestellt. 13 ist
eine Perspektivansicht einer Anordnung ähnlich jener, die in 12(a) gezeigt ist, wobei ein zugeführtes, optisches
Signal 904 in den Kanal 1230 durch den Spiegel 1280 abgelenkt
wird, der in einem Winkel Alpha in Bezug auf die Oberseite des Kanals
angeordnet ist. Verschiedene Ausführungsformen wählen unterschiedliche
Werte für
den Winkel Alpha aus, so dass das Licht in den Kanal 1230 gerichtet
wird. Bei einer beispielhaften Ausführungsform liegt der Winkel
Alpha zwischen 30 und 60 Grad, etwa bei 45 Grad. Die 14(a) und (b) sind eine Aufsicht bzw.
eine Seitenansicht, die ein Beispiel für die Orientierung in Seitenrichtung
des Spiegels 1280 zeigen. Bei der in den Figur dargestellten
Ausführungsform
ist der Spiegel 1280 in einer Position von annähernd 135
Grad gegenüber
dem Kanal angeordnet, um das Signal 904 im Wesentlichen im
rechten Winkel in den Kanal 1230 zu schicken. Wie in 14 gezeigt, befindet sich der Spiegel 1230 in
einem ersten Zustand, in welchem Licht zum Ende 1401 des
Kanals 1230 reflektiert wird. In diesem Zustand kann der
Spiegel 130 in einem Winkel Beta angeordnet sein, der weniger
als etwa 135 Grad beträgt (oder
in irgendeinem anderen, geeigneten Winkel), so dass Licht je nach
Wunsch reflektiert wird. Gemäß 15 kann
der Spiegel 1230 in einem zweiten Zustand so angeordnet
werden, dass der Winkel betat zwischen dem Spiegel und dem Kanal
größer als
135 Grad ist (oder als irgendein anderer, geeigneter Winkel), damit
Licht zum entgegengesetzten Ende (also dem Ende 1402) des
Kanals 1230 abgelenkt wird. Selbstverständlich variieren die exakten
Werte für
die verwendeten Winkel in Abhängigkeit
von den Einzelheiten der Anordnung von Eingangslicht in Bezug auf den
Kanal 1230, und können
sich bei verschiedenen Ausführungsformen
deutlich unterscheiden.
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Das
Reflexionsvermögen
im Kanal 1230 kann variieren, in Abhängigkeit von derartigen Faktoren
wie dem Materialtyp und der Oberflächenglätte des Kanals 1230.
Bei einer beispielhaften Ausführungsform
kann sich das Reflexionsvermögen
zwischen etwa 80% und etwa 90% ändern.
Aus üblichen Optikberechnungen
lässt sich
leicht herausfinden, dass nach zahlreichen Reflexionen die Intensität des optischen
Signals exponentiell abnimmt. Wenn beispielsweise das Reflexionsvermögen gleich
0,9 ist, wird nach einer 10-fachen Reflexion die Intensität auf 0,35
des Ursprungswertes verringert. Nach einer 50-fachen Reflexion sinkt
die Intensität
auf 0,05 ab; und nach 100 Fällen
sinkt die Intensität
auf 0,000027 ab.
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Wie
wiederum aus 12(c) hervorgeht, kann
ein optischer, zweiter optischer Spiegel 1282 (auch bezeichnet
als "Kanalspiegel") drehbar an der Unterseite
des Optiksignalführungskanals 1230 unter dem
oberen optischen Spiegel 1280 vorgesehen sein, um die Richtung
des optischen Signals 904 zu ändern, und hierbei die Reflexion
des optischen Signals 904 im Kanal 1230 zu verringern.
Der Spiegel 1282 (beispielsweise wie voranstehend geschildert, und
unter Bezugnahme auf die optischen Spiegel 700 oder 800 bei
Anwendungen mit mikro-magnetischer Betätigung) kann unter dem oberen
Spiegel 1280 so hergestellt werden, dass der Spiegel 1282 drehbar
an der unteren Oberfläche
des Optiksignalführungskanals 1230 angebracht
ist. Wenn sowohl der obere als auch der untere Spiegel aktiviert
werden (durch irgendeine Vorrichtung, die in Abhängigkeit von jeder speziellen
konstruktiven Auslegung festgelegt wird), stellt das gewünschte Szenarium
die Reflexion des abgehenden optischen Signals 904 durch
den unteren, kleinen Spiegel 1280 und dann eine Ausbreitung
entlang dem Kanal 1230 entlang der Symmetrieachse dar.
In der Praxis arbeiten jedoch infolge von Einschränkungen
bei der Bearbeitung die Spiegel 1280 nicht mit einer Exaktheit
von genau 100%, was dazu führt,
dass die Ausbreitungsrichtung des optischen Signals geringfügig von
der Längsachse
des Kanals abweicht, abhängig
von der Bearbeitung. Durch Einsatz der Verfahren und Vorrichtungen
gemäß der vorliegenden
Erfindung kann jedoch die Größe der Reflexion
wesentlich verringert werden. Wenn beispielsweise keine Abweichung
vorhanden ist, tritt keine Reflexion auf, nachdem das optische Signal 904 von
dem unteren Spiegel reflektiert wurde. Wenn die Abweichung gleich
1 Grad ist, beträgt
für einen
Kanal mit einer Länge
von 5 cm, einer Breite von 20 μm,
und einer Höhe
von 20 μm
die erwartete Anzahl an Reflexionen 43. Ist die Abweichung gleich
0,5 Grad, ist diese Anzahl gleich 22. Bei einer Abweichung von 0,01
Grad, beträgt
die Anzahl 4. Daher wird der Intensitätsverlust wesentlich verringert,
insbesondere in großen
Systemen mit Matrizen mit Abmessungen von 512 × 512 oder sogar mehr. Die 16 und 17 zeigen
Beispiele für
einen ersten bzw. zweiten Zustand, zum Richten eines zugeführten Lichtsignals 904 in
den Kanal 1230. Wie in den Figuren dargestellt, kann der
Kanalspiegel 1282 in einem Winkel angeordnet sein, der
von dem Winkel des oberen Spiegels 1280 abhängt, so
dass Licht zu einem der beiden Enden 1401 (17)
oder 1402 (16) je nach Wunsch
geschickt werden kann. Bei der dargestellten Ausführungsform
ist der Spiegel 1282 in einem Winkel Beta von 180 Grad
angeordnet, um Licht zum Ende 1402 zu schicken, und in
einem Winkel Beta von 90 Grad, um Licht zum Ende 1901 zu
schicken. Selbstverständlich ändern sich
die exakten Werte für
die Winkel und die Formeln von einer Ausführungsform zur nächsten.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
kann die Ausrichtung des einfallenden optischen Signals unter Verwendung
zusätzlicher
Kanäle 1230 verbessert
werden. Wie in den 18 und 19 dargestellt,
können
Kanäle 1230i dazu
verwendet werden, das zugeführte
optische Signal 904 zu führen. Zur Vereinfachung ist
nur eine Optiksignalspur in der Figur dargestellt, obwohl man weiß, dass
Kanäle
für jede
Anzahl an Eingangssignalen 904 ausgebildet werden können. Um
die Anzahl an Reflexionen in dem Kanal 1230 zu verringern,
können
jedoch zusätzliche,
untere Spiegel 1282 unter den oberen Spiegeln vorgesehen
sein, die nicht in den 18 und 19 dargestellt
sind.
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Es
wird darauf hingewiesen, dass infolge der Tatsache, dass das optische
Signal 904 durch den Kanal 1230 geführt wird,
die Anzahl an Arrays nicht zu Ausrichtungsproblemen führt. Weiterhin
sind Konstruktionen für
Optikschalterarrays 1200 nicht durch die Arten der Lichtleitfasern
beschränkt.
Sowohl Single-Mode-Fasern als auch Multimode-Fasern können bei
der Vorrichtung eingesetzt werden. Zwar ist in 12a die Richtung des Einfalls des optischen Signals
als senkrecht zum Kanal 1230 dargestellt, um so das abgehende,
optische Signal zu führen,
jedoch muss der Schalter 1200 nicht notwendigerweise eine derartige
Ausbildung aufweisen. Der Winkel zwischen der Richtung des einfallenden
optischen Signals und dem abgehenden Kanal kann auf jeden Winkel
festgelegt werden, abhängig
von dem Einsatz des Optikschalterarrays. Weiterhin muss nicht notwendigerweise
der Kanal 1230 rechteckig wie dargestellt ausgebildet sein,
sondern kann je nach Erfordernis jede Form wie beispielsweise rund,
oval, usw. aufweisen. Weiterhin müssen die Kanäle 1230 nicht notwendigerweise
geradlinig verlaufen. Sie können auch
gekrümmt,
zickzackförmig,
usw. ausgebildet sein, so weit sie das optische Signal 904 innerhalb des
Kanals 1230 ausbreiten lassen. Weiterhin können die
hier geschilderten Kanalführungen
bei anderen Vorrichtungen als optischen Schaltern nützlich sein.
Speziell können
die optischen Kanalführungen bei
jeder optischen Vorrichtung oder jedem optischen Bauteil nützlich sein,
beispielsweise bei einem Schalter, einem Router, einem Verbinder,
einem Wellenleiter, einem Relais, einem Eingangs- oder Ausgangsanschluss,
einem Vorlauf, einem optischen Sender oder Empfänger, und dergleichen.
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Entsprechende
Konstruktionen, Materialien, Vorgehensweisen und Äquivalente
sämtlicher
Elemente der nachstehenden Patentansprüche sollen jede Konstruktion,
jedes Material oder jede Vorgehensweise umfassen, um die Funktionen
durchzuführen,
in Kombination mit anderen beanspruchten Elemen ten, wie sie speziell
beansprucht werden. Darüber
hinaus können
die Schritte, die in irgendeinem der Verfahrensansprüche angegeben
sind, in beliebiger Reihenfolge durchgeführt werden. Der Umfang der
Erfindung sollte durch die beigefügten Patentansprüche und
ihre rechtlichen Äquivalente festgelegt
werden, aber nicht durch die voranstehend geschilderten Beispiele.
Schließlich
wird darauf hingewiesen, dass keines der Elemente oder Bestandteile,
die voranstehend geschildert wurden, unbedingt erforderlich oder
kritisch in Bezug auf die Umsetzung der Erfindung in die Praxis
ist, es sei denn, dies wäre
speziell hier angegeben.