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Die
Erfindung betrifft eine partikuläre,
Eletriptan oder dessen pharmazeutisch akzeptables Salz enthaltende
Zusammensetzung, die ein sigmoides Freisetzungsmuster gewährleisten
kann, Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzung, die Zusammensetzung
enthaltende pharmazeutische Formulierungen und die Verwendung der
Zusammensetzung.
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Eletriptan,
3-{[1-Methylpyrrolidin-2(R)-yl]methyl}-5-(2-phenylsulfonylethyl)-1H-indol,
ist in der WO-A-92/06973 offenbart. Ein bevorzugtes Eletriptan-Hydrobromid
ist in der WO-A-96/06842 offenbart, und ein bevorzugtes Hydrobromid-monohydrat
ist in der WO-A-00/32589 offenbart. Eine Eletriptan-hemisulfat und Coffein
enthaltende pharmazeutische Formulierung ist in der WO-A-99/01135
offenbart, und ein Eletriptan-Cyclodextrin-Komplex ist in der WO-A-01/00243
offenbart.
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Eletriptan
ist ein 5-HT1B/1D-Rezeptor-Agonist, und
es ist nachgewiesen worden, dass diese Substanz hohe Wirksamkeit
bei der Migränebehandlung
aufweist. In jüngster
Vergangenheit wurde in der WO-A-00/06161 die Verwendung von Eletriptan
zur Prävention
des Wiederauftretens von Migräne
offenbart. Das Wiederauftreten von Migräne ist ein von der Migräne selbst
verschiedener Zustand und kann definiert werden (siehe WO-A-00/06161)
als die Wiederholung eines mäßigen oder
starken Migränekopfschmerzes
innerhalb von 48 Stunden, insbesondere innerhalb von 24 Stunden,
nach der ersten Einnahme eines Arzneimittels.
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In
bestimmten Fällen
ist es angezeigt, Eletriptan einem Patienten kontrolliert über einen
bestimmten Zeitraum zu verabreichen. Bei der präventiven Behandlung des Wiederauftretens
von Migräne
ist es beispielsweise nützlich,
eine verzögerte
Freisetzung und/oder langanhaltende Freisetzung von Eletriptan zu
erreichen, das den Patienten vor der Wiederholung eines mäßigen oder
starken Migränekopfschmerzes
innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der ersten Einnahme eines Arzneimittels
schützt.
Entsprechend ist eine Aufgabe dieser Erfindung, eine gut verträgliche pharmazeutische
Zusammensetzung bereitzustellen, die Eletriptan oder dessen pharmazeutisch
akzeptables Salz in zur oralen Verabreichung geeigneter Form enthält und die
Eletriptan nach anfänglicher
Verzögerung
und/oder über
einen längeren
Zeitraum in sigmoider Weise im Magen-Darm-Trakt des Patienten freisetzt.
Da es bei für
das Wiederauftreten von Migräne
anfälligen
Patienten bequemer ist, auf einmal genügend Eletriptan zu verabreichen,
um sowohl den anfänglichen
Migräneanfall
zu behandeln, als auch dem Wiederauftreten von Migräne vorzubeugen,
ist weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine pharmazeutische
Dual-Release-Formulierung, enthaltend Eletriptan oder dessen pharmazeutisch
akzeptables Salz, bereitzustellen, die den Wirkstoff sowohl in einer
Form mit sigmoidem Freisetzungsmuster als auch in einer Form mit
sofortiger Freisetzung enthält.
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Zum
Erhalt einer oralen Formulierung eines Arzneimittelwirkstoffs mit
kontrollierter Freisetzung, die über
ein sigmoides Freisetzungsmuster verfügt und einen mit einer wasserunlöslichen
polymeren Membran überzogenen
Wirkstoffkern enthält,
muss das gewählte
Arzneimittel über
bestimmte Eigenschaften verfügen. Insbesondere
müssen
seine Wasserlöslichkeit
und sein Löslichkeitsprofil
dergestalt sein, dass sich sowohl am Membran-Wirkstoff-Übergang
in adäquater
Weise löst,
als auch bei Hydrierung der Formulierung im Magen-Darm-Trakt die
Membran mit geeigneter Geschwindigkeit passiert. Diese Eigenschaften
isoliert vorauszusagen oder zu bestimmen ist außerordentlich schwierig, wenn
nicht unmöglich.
Die idiosynkratischen Eigenschaften verschiedener Arzneimittel und
ihrer verschiedenen Salze haben bisher die allgemeine Anwendbarkeit
einer solchen Technologie verhindert und machen es unmöglich vorauszusagen,
ob ein bestimmtes Arzneimittel in einer bestimmten Form mit sigmoider
Freisetzung bereitgestellt werden kann. Jedenfalls geht man davon
aus, dass der Nutzen einer Technik mit einer solchen kontrollierten
Freisetzung wohl auf bestimmte in hohem Maße wasserlösliche Arzneimittel wie Diltiazem-Hydrochlorid
beschränkt
ist (s. Journal of Controlled Release, 1997, 44, 263–270). Die
US-A-5 112 621 beschreibt
eine Diltiazem-Formulierung, bei der ein Arzneimittelkern mit einem Überzug aus
Ethylcellulose und einem Acrylharz versehen ist.
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Bisher
wurden mehrere Eletriptansalze identifiziert, die Eigenschaften
aufweisen, die sie besonders geeignet für die Entwicklung als Arzneimittelwirkstoffe
machen. Zu diesen gehört
auch das Hydrobromid, das eine geringe Wasserlöslichkeit (4 mg/ml bei 20°C) aufweist, ähnlich der
der freien Base von Eletriptan (2,5 mg/ml bei 20°C), und das Hemisulfat, das
eine hohe Wasserlöslichkeit
besitzt (> 200 mg/ml
bei 20°C).
Es ist daher wünschenswert,
eine Formulierung mit kontrollierter Freisetzung bereitzustellen,
die ein sigmoides Freisetzungsmuster gewährleistet und zur oralen Verabreichung
geeignet ist, und die zur Verabreichung jeder Form von Eletriptan
verwendet werden kann, unabhängig
von deren Löslichkeit.
Es wurde nun unerwartet und in vorteilhafter Weise gefunden, dass,
wenn Eletriptan oder dessen pharmazeutisch akzeptables Salz als
Arzneimittelkern, der mit einer bestimmten wasserunlöslichen
polymeren Membran überzogen
ist, formuliert wird, diese Formulierung in der Lage ist, bei oraler
Verabreichung ein sigmoides Freisetzungsmuster zu gewährleisten,
trotz der Nicht-Vorhersagbarkeit einer solchen Technik und trotz
der unterschiedlichen, manchmal geringen Löslichkeit der verschiedenen
Salzformen.
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Entsprechend
betrifft die Erfindung eine partikuläre, zur oralen Verabreichung
geeignete pharmazeutische Zusammensetzung, enthaltend einen Eletriptan-Hydrobromid
enthaltenden Kern, der mit einem wasserunlöslichen, durchlässigen Überzug versehen
ist, der aus einem oder mehreren Trimethylammoniumethylmethacrylat-Gruppen
enthaltenden Acryl-Copolymeren und optional aus einem oder mehreren
Weichmachern, Trennmitteln oder Feuchtmitteln besteht, wobei die
Zusammensetzung ein sigmoides Freisetzungsmuster mit kontrollierter
Arzneimittelfreisetzung gewährleisten
kann.
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Der
Begriff "kontrollierte
Arzneimittelfreisetzung" meint
die Kontrolle der Lösungsgeschwindigkeit
des Arzneimittelwirkstoffs in einer Körperflüssigkeit (z.B. im Magen-Darm-Trakt) dergestalt,
dass sie langsamer ist als die intrinsische Lösungsgeschwindigkeit des Arzneimittels
im entsprechenden Medium. Alternativ oder zusätzlich kann der Begriff die
verzögerte
Freisetzung des Arzneimittels meinen. In all diesen Fällen wird
eine solche kontrollierte Freigabe durch die Natur der Arzneimittelformulierung
erreicht. Dieser Effekt führt
dazu, dass das Arzneimittel über
einen längeren
Zeitraum in Lösung
abgegeben wird, als dies der Fall wäre, wenn das Arzneimittel ohne
Freisetzungskontrolle und/oder nach einer anfänglichen Verzögerung verabreicht
würde.
Das Muster der kontrollierten Arzneimittelfreisetzung, das durch
die erfindungsgemäße Formulierung
erreicht wird, wird sigmoid genannt, d.h. es ist ein Freisetzungsmuster,
das charakterisiert ist durch (a) eine optionale Verzögerungszeit
nach der Verabreichung, während
der kein oder nur eine sehr geringe Menge an Wirkstoff (beispielsweise
weniger als 5 Gew.-%) freigesetzt wird, gefolgt von (b) einer Phase,
während
der die Freisetzungsgeschwindigkeit des Wirkstoffes zunimmt, und
anschließend
(c) eine Phase, in der die Geschwindigkeit der Wirkstofffreisetzung
gegen Null absinkt in dem Maße,
wie die Wirkstoffmenge in der Formulierung verbraucht wird. Der Übergang
von Phase (b) zu Phase (c) tritt normalerweise ein, wenn wenigstens
50 Gew.-% des Wirkstoffes freigesetzt sind. Konkrete Beispiele sigmoider
kontrollierter Wirkstoff-Freisetzungsmuster sind in Beispiel 6 der
vorliegenden Erfindung angeführt.
Andere sigmoide kontrollierte Wirkstoff-Freisetzungsmuster sind
in 1 dargestellt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine partikuläre Zusammensetzung
gemäß der obigen
Definition zur Verwendung als Arzneimittel, insbesondere zur (a)
Behandlung von Krankheiten, für
die ein 5-HT1B/1D-Rezeptor-Agonist indiziert
ist, (b) Behandlung von Migräne
oder (c) Prävention
des Wiederauftretens von Migräne.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt betrifft die Erfindung die Verwendung einer partikulären Zusammensetzung
gemäß der obigen
Definition zur Herstellung eines Arzneimittels zur (a) Behandlung
von Migräne
oder (b) Prävention
des Wiederauftretens von Migräne.
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Ein
pharmazeutisch akzeptables Bromwasserstoffsäure-Additionssalz von Eletriptan
kann leicht durch Mischen von Lösungen
von Eletriptan und Bromwasserstoffsäure erhalten werden. Das Salz
kann aus der Lösung
ausfallen und durch Filtration oder Verdampfen des Lösungsmittels
erhalten werden.
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Von
der vorliegenden Erfindung mit umfasst sind Polymorphe und Solvate
(einschließlich
Hydrate) von Eλetriptan-Hydrobromid.
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Der
Kern der partikulären
Zusammensetzung, der bevorzugt keine organische Säure enthält, kann
auf verschiedene Weise aufgebaut sein. Gemäß einer Ausführungsform
wird beispielsweise Eletriptan-Hydrobromid optional mit einem oder
mehreren pharmazeutisch akzeptablen Extrusionshilfsmitteln (z.B.
mikrokristalliner Cellulose mikrokristallinem Collagen, Amylose,
vorgelierter Stärke,
Bentonit oder einem phar mazeutisch akzeptablen Ton wie Kaolin),
Bindemitteln (z.B. Polyvinylpyrrolidon, einem Vinylpyrrolidon-Vinylacetat-Copolymer,
Hydroxypropylmethylcellulose oder Natriumcarboxymethylcellulose)
oder Verdünnern
(z.B. Lactose, Mannit oder Saccharose) kombiniert und zu Teilchen
geformt werden, die sich zur Bildung des Arzneimittelkerns mit einem Überzug versehen
lassen (z.B. durch Extrusion und Spheronisation, direkte Pelletisierung/High-Shear-
oder Low-Shear-Granulierung, Wirbelschichtgranulierung oder Sprühtrocknen/Erstarren-lassen
aus der Schmelze [melt congealing]). Gemäß einer anderen Ausbildungsform
wird zur Bildung des Arzneimittelkerns Eletriptan-Hydrobromid optional
in Kombination mit einem pharmazeutisch akzeptablen Bindemittel
(beispielsweise Hydroxypropylmethylcellulose, Hydroxypropylcellulose,
Gummi arabicum, Natriumcarboxymethylcellulose, Dextrin, Ethylcellulose,
Gelatine, Glucose, Guargummi, Hydroxyethylcellulose, Methylcellulose,
Polymethycrylat, Polyvinylpyrrolidon, vorgelatinisierte Stärke, Natriumalginat
oder Zein) auf die Oberfläche
eines pharmazeutisch akzeptablen Keims, üblicherweise eines Teilchens
(z.B. eines Kügelchens) aus
Saccharose, Stärke,
mikrokristalliner Cellulose oder deren Kombination, aufgetragen.
Dieses Auftragen kann durch Aufbringen einer Lösung (in einem geeigneten Lösungsmittel
wie Wasser oder einem Wasser-Ethanol-Gemisch) oder eines Pulvers
erfolgen. Die bevorzugte Ausführungsform
hängt von
der konkret verwendeten Arzneimittelform ab. Im Falle von Arzneimittelformen,
die in geeigneten Lösungsmitteln
ausreichend löslich
sind wie z.B. Eletriptan-hemisulfat, kann das Auftrgen einer Lösung des
Arzneimittels auf einen pharmazeutisch akzeptablen Keim bevorzugt
sein.
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Der
pharmazeutisch akzeptable Keim stellt bevorzugt ein Nonpareille-Zucker-(nonpareil
sugar)/Stärke-Kügelchen
von 18–20
mesh, 25–30
mesh oder 35–40
mesh oder ein mikrokristallines Stärkekügelchen des Typs Celphere CP-507
dar, besonders bevorzugt ein Nonpareille-Zucker-/Stärke-Kügelchen
von 25–30
mesh.
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Der
Kern hat üblicherweise
eine Breite oder einen Durchmesser von 0,2 bis 2 mm, bevorzugt von
0,5 bis 1,4 mm. Der Gehalt an Eletriptan im Kern beträgt üblicherweise
10–90
Gew.-%, bevorzugt 20–60
Gew.-%, besonders bevorzugt 40–60
Gew.-%.
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Um
dem Kern eine glatte Oberfläche
zu verleihen, um Verschleiß des
Kerns während
späterer
Herstellungsstufen oder die Diffusion von Eletriptan oder dessen
pharma zeutisch akzeptablen Salzes aus dem Kern während des Herstellungsprozesses
oder der Lagerung der Zusammensetzung zu verhindern, ist bevorzugt
zwischen dem Kern und dem wasserunlöslichen, durchlässigen Überzug eine
zusätzliche
Schutzschicht angeordnet, die üblicherweise
aus Hydroxypropylmethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, einem
Poly(vinylalkohol), einem anderen hydrophilen Polymer oder deren
Mischungen besteht. Bevorzugt enthält die Schutzschicht Hydroxypropylmethylcellulose. Üblicherweise
macht die Schutzschicht 1–10
Gew.-%, bevorzugt 1–3 Gew.-%
aus.
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Der
Kern kann auch optional ein Antioxidans, z.B. Ascorbinsäure oder
Zitronensäure,
enthalten.
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Der
Begriff "wasserunlöslicher,
durchlässiger Überzug" in der obigen Definition
der partikulären
Zusammensetzung meint einen Überzug,
der unter den im Magen-Darm-Trakt
anzutreffenden wässrigen
Bedingungen wenigstens 24 Stunden gegen Zersetzung resistent ist,
jedoch in Kontakt mit einem wässrigen
Medium für
Eletriptan oder dessen pharmazeutisch akzeptables Salz durchlässig ist
und so den Durchgang des gelösten
Arzneimittels durch den Überzug
gestattet. Die Freisetzungsgeschwindigkeit des Arzneimittels ist
unterschiedlich je nach der Stärke
des Überzugs,
die üblicherweise
10–100 μ, bevorzugt
20–50
oder 40 bis 80 μ beträgt.
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Das
(die) Trimethylammoniumethylmethycrylat-Gruppen enthaltende(n) Acry-Copolymere(n),
das (die) Bestandteil des wasserunlöslichen, durchlässigen Überzugs
sind, ist/sind bevorzugt ausgewählt
aus Eudragit RLTM und Eudragit RSTM, die von der Firma Röhm Pharma GmbH hergestellte
Copolymere darstellen. Diese Copolymere enthalten Chlorid-Gegenionen,
die die im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugten Gegenionen
darstellen. Besonders bevorzugt beträgt das Verhältnis von Eudragit RSTM zu Eudragit RLTM etwa 95:5
Gew.-%.
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Der
wasserunlösliche,
durchlässige Überzug kann
zusätzlich
zum Trimethylammoniumethylmethycrylat-Gruppen enthaltenden Acryl-Copolymeren
ein oder mehrere zusätzliche
Substanzen enthalten wie beispielsweise einen Weichmacher (z.B.
ein acetyliertes Monoglycerid, Triethylcitrat, Acetyltriethylcitrat,
Tributylcitrat, Acetyltributylcitrat, andere Zitronensäureester,
Dibutylphthalat, Diethylphthalat, andere Phthal säureester, Diethylsebacat, Dibutylsebacat,
Diethylfumarat, Diethylsuccinat, Polyethylenglycol, Glycerin, Sesamöl, Wollwachsalkohol
oder Triacetin), ein Trennmittel (z.B. Talkum, Calciumstearat, colloidales
Siliciumdioxid, Glycerin, Magnesiumstearat, Mineralöl, Polyethylenglycol,
Zinkstearat, Aluminiumstearat oder Glycerin-monostearat) oder ein
Feuchtmittel (z.B. Natriumlaurylsulfat, Stearylalkohol, Gummi arabicum,
Benzalkoniumchlorid, Cetomacrogol-Emulgierwachs, Cetostearylalkohol,
Cetylalkohol, Cholesterin, Diethanolamin, Natriumstearat, Glycerin-monostearat,
Hydroxypropylcellulose, Wollwachsalkohol, Triethanolamin, Lecithin,
Poloxamer, Polyoxyethylenalkylether, Sorbitanester, Stearylalkohol
oder Simethicon). Im Falle des Vorhandenseins eines Weichmachers
stellt dieser bevorugt Triethylcitrat dar, das bevorzugte Trennmittel
ist Talkum, und das bevorzugte Feuchtmittel ist Natriumlaurylsulfat.
Der Weichmacher wird bevorzugt in einer Menge von 0–30 Gew.-%, besonders
bevorzugt etwa 20 Gew.-%, bezogen auf die Menge des eingesetzten
Acryl-Copolymers, verwendet. Das Trennmittel wird bevorzugt in einer
Menge von 0–150
Gew.-%, besonders bevorzugt 50–100
Gew.-%, bezogen auf die die Menge des eingesetzten Acryl-Copolymers,
verwendet. Das Feuchtmittel wird bevorzugt in einer Menge von 0–5 Gew.-%,
bezogen auf die die Menge des eingesetzten Acryl-Copolymers, verwendet.
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Die
partikuläre
Zusammensetzung kann weiterhin zur Gewährleistung einer glatten Oberfläche zur Verhinderung
von Verschleiß während späterer Herstellungsstufen
oder zur Färbung
des Dragees mit einem hydrophilen Polymer überzogen sein. Dieser zusätzliche Überzug besteht üblicherweise
aus Hydroxypropylmethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Poly(vinylalkohol)
oder deren Kombination und kann auch einen Farbstoff oder ein Pigment
enthalten. Bevorzugt enthält
ein solcher zusätzlicher Überzug Hydroxypropylmethylcellulose.
Falls vorhanden, macht der zusätzliche Überzug typischerweise
1–10 Gew.-%
des Endprodukts aus, bevorzugt 1–3%.
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Das
gemäß der vorliegenden
Erfindung bevorzugte sigmoide Freisetzungsmuster bewegt sich im
folgenden Rahmen, der sich auf die in einen Phosphatpuffer von pH
= 7,5 (Herstellung siehe Europäische
Pharmacopeia) mit 0,1 mol/l Natriumchlorid abgegebene Arzneimittelmenge
bezieht. Die Profilwerte wurden mit einem Dissolutionstester Typ
1 (Basket) nach USP XXIV bei 100 U/min. und 37°C gemessen.
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Eine
solche partikuläre
Zusammensetzung zur Gewährleistung
eines sigmoiden Freisetzungsmusters wie oben beschrieben kann unter
Erhalt einer Dual-Release-Formulierung mit einer das Arzneimittel
enthaltenden Immediate-Release-Zusammensetzung kombiniert sein.
Die Gesamtfreisetzung des Wirkstoffes aus einer solchen Dual-Release-Formulierung
im Magen-Darm-Trakt ist dann charakterisiert durch (a) eine rasche
Freisetzung von Wirkstoff aus dem Präparat, die schnell einen Höchstwert
erreicht und danach bis nahe Null zurückgeht, (b) eine optionale
Verzögerungszeit,
während
der kein oder nur eine sehr geringe Menge an Wirkstoff freigesetzt
wird, (c) eine Phase, während
der die Freisetzungsgeschwindigkeit des Wirkstoffes wieder zunimmt,
und (d) eine Phase, in der die Geschwindigkeit der Wirkstofffreisetzung
gegen Null absinkt in dem Maße,
wie die Wirkstoffmenge in der Formulierung verbraucht wird. Phase
(a) kann der Immediate-Release-Zusammensetzung zugeschrieben werden
und die Phasen (b)–(d)
der Zusammensetzung mit sigmoider kontrollierter Freisetzung. Eine
solche Dual-Relaease-Formulierung ist besonders angezeigt sowohl
zur Behandlung von Personen gegen Migräne, als auch zur Prävention
des Wiederauftretens von Migräne
mit einer einzigen Arzneimitteldosis.
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Damit
betrifft die Erfindung gemäß einer
weiteren Ausbildungsform eine Dual-Release-Formulierung, enthaltend
eine partikuläre
Eletriptan-Hydrobromid enthaltende Zusammensetzung mit sigmoidem
Freisetzungsmuster gemäß der obigen
Definition in Kombination mit einer Eletriptan oder dessen pharmazeutisch
akzeptables Salz enthaltenden Immediate-Release-Zusammensetzung.
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Gemäß einer
weiteren Ausbildungsform betrifft die Erfindung die Verwendung der
Dual-Release-Formulierung gemäß der obigen
Definition zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung von
Migräne
und zur Prävention
des Wiederauftretens von Migräne.
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Gemäß einer
weiteren Ausbildungsungsform betrifft die Erfindung eine Dual-Release-Formulierung gemäß der obigen
Definiton bei der Verwendung zur Behandlung von Migräne und Prävention
des Wiederauftretens von Migräne.
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Eine
Zusammensetzung, die eine unmittelbarere Eletriptan-Freisetzung
gewährleistet,
ist der Kern der oben beschriebenen partikulären Zusammensetzung allein,
d.h. ohne den wasserunlöslichen,
durchlässigen Überzug,
wobei der Kern optional zusätzlich
ein Sprengmittel wie eine vernetzte Natriumcarboxymethylcellulose
enthält.
Es können
auch verschiedene erfindungsgemäße partikuläre Zusammensetzungen
gemischt werden unter Erhalt von Formulierungen mit zusammengesetzten
Freisetzungsmustern, die in bestimmten Fällen in der Größenordnung
um Null liegen können.
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Die
erfindungsgemäße partikuläre Zusammensetzung
kann allein oder in Mischung mit einem geeigneten pharmazeutischen
Excipienten, Verdünner
oder Träger
verabreicht werden, die entsprechend dem beabsichtigten Verabreichungsweg
und der üblichen
pharmazeutischen Praxis gemäß gewählt werden.
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Somit
betrifft die Erfindung gemäß einer
weiteren Ausbildungsform eine pharmazeutische Formulierung, enthaltend
eine erfindungsgemäße partikuläre Zusammensetzung
und einen oder mehrere pharmazeutisch akzeptable Excipienten, Verdünner oder
Trägerstoffe.
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Die
erfindungsgemäße partikuläre Formulierung
wird bevorzugt oral verabreicht in Form von Tabletten, Kapseln oder
Ovula, die Geschmacks- oder Farbstoffe enthalten können.
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Tabletten
können
Excipienten wie mikrokristalline Cellulose, Lactose, Natriumcitrai,
Calciumcarbonat, dibasisches Calciumphosphat und Glycin enthalten,
Sprengmittel wie Stärke
(bevorzugt Maisstärke,
Kartoffelstärke
oder Tapiokastärke),
Natriumstärkeglycollat,
Croscarmellose-Natrium und bestimmte komplexe Silikate, sowie Granulatbindemittel
wie Polyvinylpyrrolidon, Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC), Hydroxypropylcellulose
(HPC), Saccharose, Gelatine und Gummi arabicum. Zusätzlich können Gleitmittel
wie Magnesiumstearat, Stearinsäure,
Glycerinbehenat und Talkum enthalten sein.
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Kapseln
können
aus Hart- oder Weichgelatine oder Hydroxypropylmethylcellulose hergestellt
sein und Excipienten wie Lactose, Stärke, Cellulose, Milchzucker
oder hochmolekulares Polyethylenglycol enthalten.
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Die
erfindungsgemäßen partikulären Zusammensetzungen
werden besonders bevorzugt in Hartgeiatinekapseln verabreicht.
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Die
Dosierung von Eletriptan oder dessen pharmazeutisch akzeptablen
Salzes beträgt
gewöhnlich
1–4 mg/kg/d
(als Einzeldosis oder in mehrere Dosen aufgeteilt).
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Somit
enthalten Tabletten oder Kapseln mit der erfindungsgemäßen partikulären Formulierung üblicherweise
20–240
mg Eletriptan-Hydrobromid zur einzelnen Verabreichung oder zur Verabreichung
von zwei oder mehreren Einheiten auf einmal. Die tatsächliche
Dosis, die für
den individuellen Patienten am geeignetsten ist, wird von Fall zu
Fall durch den Arzt festgelegt. Die obigen Dosierungsangaben sind
beispielhaft für
den Durchschnittsfall genannt. Es kann natürlich Einzelfälle geben,
in denen höhere
oder niedrigere Dosierungen angezeigt sind; diese sind von der Erfindung
mit umfasst.
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Die
erfindungsgemäßen partikulären Zusammensetzungen
können
auch in Kombination mit einem prokinetischen oder antiemetischen
Wirkstoff wie Metoclopramide verabreicht werden (siehe z.B. WO-A-00/25778).
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Wo
im Rahmen dieses Dokuments von Behandlung die Rede ist, ist Heilbehandlung,
palliative und prophylaktische Behandlung eingeschlossen.
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Die
folgenden Beispiele dienen zur Veranschaulichung der Erfindung.
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Beispiel 1: Eletriptan-Hydrobromid
enthaltende partikuläre
Zusammensetzung
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Herstellung des den Arzneimittelwirkstoff
enthaltenden Kerns:
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Durch
Vermischen von 1455,0 g Eletriptan-Hydrobromid, 773,0 g mikrokristalliner
Cellulose (Avicel PH101) und 773,0 g Lactose in einem Planetenmischer
(EG20, Peerless) wird eine trockene Mischung hergestellt. Diese
wird durch Zugabe von 1400 g gereinigtem Wasser zu einer feuchten
Masse verarbeitet, die anschließend
durch einen 1,0 mm-Screen extrudiert wird (Nica-Extruder E-140,
Fa. Aeromatic Fielder). Die Extrudate werden in einem Verrunder
(Modell 15 der Fa. Caleva) verrundet und in einem Ofen mit Ventilator
bei 40°C
12 h behandelt. Die Extrudate besitzen die folgende ungefähre Größenverteilung,
bezogen auf ihren Durchmesser: < 0,71
mm 8 Gew.-%; 0,71–1,18
mm 89,5 Gew.-%; 1,18–1,4
mm 2 Gew.-%; > 1,4
mm 0,5 Gew.-%. Für
das anschließende
Auftragen eines Überzuges
wird die 0,71–1,18
mm-Fraktion verwendet.
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Herstellung der Dispersion
für den Überzug
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Eine
Dispersion für
den Überzug
wird wie folgt hergestellt. In einem mit einer Rührvorrichtung ausgestatteten
Behälter
wird durch Zugabe von 20,0 g Talkum zu 331,7 g gereinigtem Wasser
eine Talkum-Dispersion erhalten. Anschließend werden 8,0 g Triethylcitrat
(TEC) und danach 126,7 g EudragitTM RS30D
(Feststoffanteil 30 Gew.-%) und 6,7 g EudragitTM RL30D
(Feststoffanteil 30 Gew.-%) zugegeben. Die Dispersion für den Überzug wird
gründlich
gemischt.
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Aufbringen des Überzugs
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500
g den Arzneimittelwirkstoff enthaltende Kerne werden in einen Wirbelbett-Coater
mit Wurster-Einsatz (Strea-1, Fa. Aeromatic Fielder) gegeben. Dann
wird die Dispersion für
den Überzug
zugegeben, bis sie verbraucht ist. Sobald das Auftragen abgeschlossen
ist, wird das Produkt unter denselben Bedingungen 5 Minuten getrocknet
und dann entnommen. Es wird die folgende ungefähre Größenverteilung, bezogen auf
den Durchmesser, erhalten: < 0,71
mm 2,6 Gew.-%; 0,71–1,18
mm 97,3 Gew.-%; 1,18–1,4
mm 0,1 Gew.-%; > 1,4 mm
0 Gew.-%. Die Teilchen werden mit 28,4 g Talkum bestäubt, um
ihr Zusammenkleben bei der anschließenden thermischen Behandlung
in einem Ofen mit Ventilator bei 40°C im Laufe von 24 h zu verhindern.
Mit der thermischen Behandlung wird die Membranbildung ab geschlossen
und überschüssige Feuchtigkeit
entfernt. Überschüssiges Talkum
wird entfernt, indem man die Teilchen durch ein Sieb mit geeigneter
Größe gibt.
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Beispiel 2: Eletriptan-hemisulfat
enthaltende partikuläre
Zusammensetzung
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Dieses
Beispiel fällt
nicht unter die Patentansprüche.
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Die
folgende Eletriptan-hemisulfat enthaltende partikuläre Zusammensetzung
hat eine Freisetzungsgeschwindigkeit, die die Freisetzung der Hälfte des
enthaltenen Wirkstoffs innerhalb der ersten 12 h nach oraler Verabreichung
gewährleistet.
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Herstellung des Kerns
mit aufgebrachtem Arzneimittelwirkstoff
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Eine
Wirkstoff enthaltende Lösung
wird hergestellt, indem man in einem mit einer Rührvorrichtung ausgestatteten
Behälter
640 g gereinigtes Wasser vorlegt und unter intensivem Rühren darin
26,7 g Hydroxypropylmethylcellulose (Methocel E50LV), 2,7 g Polyethyienglycol
(PEG 400) und 133,3 Eletriptan-hemisulfat löst. Es wird bis zur völligen Lösung gerührt. Abschließend werden
426,7 g Ethanol zugefügt,
und die Lösung
wird gründlich
gemischt.
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134,9
g Nonpareille-Keime (18/20 mesh, Nu-Pareil) werden in einen Wirbelbett-Coater
mit Wurster-Einsatz (Strea-1, Fa. Aeromatic Fielder) gegeben. Nach
Fluidisierung der Teilchen wird mit dem Aufsprühen der Wirkstoff enthaltenden
Lösung
begonnen, um diese wirksam auf die Keime aufzubringen. Das Aufsprühen wird
fortgesetzt, bis die Lösung
verbraucht ist. Das erhaltene Granulat wird unter denselben Bedingungen
15 Minuten getrocknet. Es besitzt die folgende ungefähre Größenverteilung,
bezogen auf den Durchmesser: < 1,18
mm 9,9 Gew.-%, 1,18–1,4
mm 70,5 Gew.-%, 1,4–1,7
mm 14,6 Gew.-%, > 1,7
mm 5 Gew.-%. Für
den anschließenden
Auftrag eines Überzuges
wird die 1,18–1,4
mm-Fraktion verwendet.
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Herstellung der Dispersion
für den Überzug
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Eine
Dispersion für
den Überzug
wird wie folgt hergestellt. In einem mit einer Rührvorrichtung ausgestatteten
Behälter
werden 22,5 g Talkum zu 292,5 g gereinigtem Wasser zugegeben, und
man erhält
eine Talkumdispersion. Anschließend
werden zunächst
9,0 g Triethylcitrat (TEC) und darauf 142,5 g EudragitTM RS30D (Feststoff anteil
30 Gew.-%) sowie 7,5 g EudragitTM RL30D
(Feststoffanteil 30 Gew.-%) zugefügt. Die Dispersion für den Überzug wird
gründlich
gemischt.
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Aufbringen des Überzugs
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200
g Kerne mit dem Arzneimittelwirkstoff werden in einen Wirbelbett-Coater
mit Wurster-Einsatz (Strea-1, Fa. Aeromatic Fielder) gegeben. Dann
wird die Dispersion für
den Überzug
zugegeben, bis sie verbraucht ist. Sobald das Coaten abgeschlossen
ist, wird das Produkt unter denselben Bedingungen 5 Minuten getrocknet
und dann entnommen. Es wird die folgende ungefähre Größenverteilung, bezogen auf
den Durchmesser, erhalten: < 1,18
mm 8 Gew.-%; 1,18 – 1,4
mm 56 Gew.-%; 1,4–1,7
mm 30 Gew.-%; > 1,7
mm 6 Gew.-%. Die Teilchen der Fraktion 1,18–1,4 mm werden mit 12,5 g Talkum
bestäubt,
um ihr Zusammenkleben bei der anschließenden thermischen Behandlung
in einem Ofen mit Ventilator bei 40°C im Laufe von 24 h zu verhindern.
Mit der thermischen Behandlung wird die Membranbildung abgeschlossen
und überschüssige Feuchtigkeit
entfernt. Überschüssiges Talkum
wird entfernt, indem man die Teilchen durch ein Sieb mit geeigneter
Größe gibt.
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Beispiel 3: Eletriptan-hemisulfat
enthaltende partikuläre
Zusammensetzung
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Dieses
Beispiel fällt
nicht unter die Patentansprüche.
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Die
folgende Eletriptan-hemisulfat enthaltende partikuläre Zusammensetzung
hat eine Freisetzungsgeschwindigkeit, die die Freisetzung der Hälfte des
enthaltenen Wirkstoffs innerhalb der ersten 7 h nach oraler Verabreichung
gewährleistet.
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Herstellung der Dispersion
für den Überzug
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Eine
Dispersion für
den Überzug
wird wie folgt hergestellt. In einem mit einer Rührvorrichtung ausgestatteten
Behälter
werden 30,0 g Talkum zu 390,0 g gereinigtem Wasser zugegeben, und
man erhält
eine Talkumdispersion. Anschließend
werden zunächst
12,0 g Triethylcitrat (TEC) und darauf 190,0 g EudragitTM RS30D
(Feststoffanteil 30 Gew.-%) sowie 10,0 g EudragitTM RL30D
(Feststoffanteil 30 Gew.-%) zugefügt. Die Dispersion für den Überzug wird
gründlich
gemischt.
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Aufbringen des Überzugs
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400
g Kerne mit dem Arzneimittelwirkstoff, die gemäß Beispiel 2 erhalten wurden,
werden in einen Wirbelbettt-Coater mit Wurster-Einsatz (Strea-1,
Fa. Aeromatic Fielder) gegeben. Dann wird die Dispersion für den Überzug zugegeben,
bis sie verbraucht ist. Sobald das Auftragen abgeschlossen ist,
wird das Produkt unter denselben Bedingungen 5 Minuten getrocknet
und dann entnommen. Die Teilchen werden mit 50 g Talkum bestäubt, um
ihr Zusammenkleben bei der anschließenden thermischen Behandlung
in einem Ofen mit Ventilator bei 40°C im Laufe von 24 h zu verhindern.
Mit der thermischen Behandlung wird die Membranbildung abgeschlossen
und überschüssige Feuchtigkeit
entfernt. Überschüssiges Talkum
wird entfernt, indem man die Teilchen durch ein Sieb mit geeigneter
Größe gibt.
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Beispiel 4: Eletriptan-hemisulfat
enthaltende partikuläre
Zusammensetzung
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Dieses
Beispiel fällt
nicht unter die Patentansprüche.
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Herstellung des Kerns
mit aufgebrachtem Arzneimittelwirkstoff
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Eine
Wirkstoff enthaltende Lösung
wird dadurch hergestellt, dass man 1017,8 g Eletriptan-hemisulfat durch
Rühren
in 1690 g gereinigtem Wasser löst.
Darauf dispergiert man 203,6 g Talkum in der Lösung.
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1000
g Nonpareille-Keime (25/30 mesh, Nu-Pareil) werden in einen Wirbelbett-Coater
mit Wurster-Einsatz (Strea-1, Fa. Aeromatic Fielder) gegeben. Nach
Fluidisierung der Teilchen wird mit dem Aufsprühen der Wirkstoff enthaltenden
Lösung
begonnen, um diese wirksam auf die Keime aufzubringen. Das Aufsprühen wird
fortgesetzt, bis die Lösung
verbraucht ist. Danach werden die Keime mit einer Lösung von
55,3 g Hydroxypropylmethylcellulose (Opadry OrangeTM 2)
in 405,4 g gereinigtem Wasser besprüht. Das erhaltene Granulat
wird unter denselben Bedingungen 5 min. getrocknet.
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Herstellung der Dispersion
für den Überzug
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Eine
Dispersion für
den Überzug
wird wie folgt hergestellt. In einem mit einer Rührvorrichtung ausgestatteten
Behälter
werden 182,8 g Talkum zu 1216 g gereinigtem Wasser zugegeben, und
man erhält
eine Talkumdispersion. Anschließend
werden zunächst
73,2 g Triethylcitrat (TEC) und darauf 1157,7 g EudragitTM RS30D (Fest stoffanteil 30 Gew.-%) sowie
60,9 g EudragitTM RL30D (Feststoffanteil
30 Gew.-%) zugefügt.
Die Dispersion für
den Überzug
wird gründlich
gemischt.
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Aufbringen des Überzugs
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1000
g Kerne mit dem Arzneimittelwirkstoff werden in einen Wirbelbett-Coater
mit Wurster-Einsatz (Strea-1, Fa. Aeromatic Fielder) gegeben. Dann
wird die Dispersion für
den Überzug
zugegeben, bis sie verbraucht ist. Darauf werden die Kerne mit einer
Lösung
von 40 g Hydroxypropylmethylcellulose (Opadry BlueTM 2)
in 293 g gereinigtem Wasser besprüht. Nach Beendigung des Auftragens
wird das Produkt unter denselben Bedingungen 5 Minuten getrocknet
und dann entnommen. Die erhaltenen Teilchen besitzten eine ungefähre Größenverteilung,
bezogen auf den Durchmesser, von 1,0–1,18 mm. Die Teilchen werden
in einem Ofen mit Ventilator bei 40°C 24 h behandelt, um die Membranbildung
abzuschließen
und überschüssige Feuchtigkeit
zu entfernen.
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Beispiel 5: Eletriptan-hemisulfat
enthaltende Immediate-Release-Formulierung
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Eine
zum Auftragen bestimmte, Wirkstoff enthaltende Lösung wird dadurch hergestellt,
dass man einen mit einer Rührvorrichtung
ausgestatteten Behälter
mit 640 g gereinigtem Wasser befüllt
und dann bei intensivem Rühren
26,7 g Hydroxypropylmethylcellulose, (Methocel E50LV), 2,7 g Polyethylenglycol
(PEG 400) und 133,3 g Eletriptan-hemisulfat darin löst. Es wird
bis zur vollständigen
Lösung
gerührt.
Schließlich
werden 426,7 g Ethanol zugegeben, und die Lösung wird gründlich gemischt.
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134,8
g Nonpareille-Keime (18/20 mesh, Nu-Pareil) werden in einen Wirbelbett-Coater
mit Wurster-Einsatz (Strea-1, Fa. Aeromatic Fielder) gegeben. Nach
Fluidisierung der Teilchen wird mit dem Aufsprühen der Wirkstoff enthaltenden
Lösung
begonnen, um diese wirksam auf die Keime aufzubringen. Das Aufsprühen wird
fortgesetzt, bis die Lösung
verbraucht ist. Das erhaltene Granulat wird unter denselben Bedingungen
15 min. getrocknet. Die Teilchen besitzen ungefähr die folgende Größenverteilung,
bezogen auf ihren Durchmesser: < 1,18
mm 9,9 Gew.-%; 1,18–1,4
mm 70,5 Gew.-%; 1,4–1,7
mm 14,6 Gew.-%; > 1,7
mm 5 Gew.-%. Verwendet wird die 1,18–1,4 mm-Fraktion.
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Beispiel 6: Bestimmung
der Wirkstofffreisetzungsmuster in vitro der Zusammensetzungen der
Beispiele 1 und 3
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2 zeigt
eine sigmoide Wirkstofffreisetzung, die Kurven zur Freisetzungsgeschwindigkeit
von Eletriptan-Hydrobromid und Eletriptan-hemisulfat aus verschiedenen
erfindungsgemäßen partikulären Zusammensetzungen
in auf pH = 7,5 gepuffertes Wasser (s. Europäische Pharmacopeia) mit 0,1
ml/l Natriumchlorid darstellt. Die verwendeten partikulären Zusammensetzungen
sind die in den Beispielen 1 und 3 beschriebenen. Es wurde ein Dissolutionstester
Typ 1 mit Basket-Apparatur gemäß USP XXIV
bei 100 U/min. und 37°C eingesetzt.
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Für die Zusammensetzung
von Beispiel 1 betrug die Verzögerungzeit,
während
der bis zu 5 Gew.-% Wirkstoff freigesetzt wurden, etwa 2,5 h; 50
Gew.-% des Wirkstoffs waren nach etwa 5,75 h freigesetzt, und nach
etwa 10 h waren 95% des Wirkstoffs abgegeben. Für die Zusammensetzung von Beispiel
3 betrug die Verzögerungszeit,
während
der bis zu 5 Gew.-% Wirkstoff freigesetzt wurden, etwa 3,5 h; 50
Gew.-% des Wirkstoffs waren nach etwa 6,5 h freigesetzt, und nach
etwa 14,5 h waren 95% des Wirkstoffs abgegeben.
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Beispiel 7: Wirkstofffreisetzungsmuster
in vivo einer die Zusammensetzung von Beispiel 2 oder 3 und die
Immediate-Release-Formulierung von Beispiel 5 enthaltenden Dual-Release-Formulierung
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Zwölf gesunden
Versuchspersonen (6 männlichen
und 6 weiblichen) wurde jeweils in nüchternem Zustand Eletriptan-hemisulfat
nach den folgenden drei Behandlungsregimes (treatment regimens)
A–C verabreicht.
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Das
Arzneimittel wurde in Form von Hartgelatinekapseln der Größe 1 verabreicht.
Beim Behandlungsregime A war die Kapsel mit 100 mg der Formulierung
von Beispiel 5 gefüllt.
Beim Behandlungsregime B war die Kapsel mit 100 mg der Formulierung
von Beispiel 5 und 138 mg der Zusammensetzung von Beispiel 2 gefüllt. Beim
Behandlungsregime C war die Kapsel mit 100 mg der Formulierung von
Beispiel 5 und 125 mg der Zusammensetzung von Beispiel 3 gefüllt.
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Somit
erhielten die Versuchspersonen nach Behandlungsregime A 40 mg Eletriptanhemisulfat
in einer Immediate-Release-Formulierung und nach den Behandlungsregimen
B und C jeweils eine Dual-Release-Formulierung aus einer 40 mg Eletriptanhernisulfat
enthaltenden Immediate-Release-Formulierung und einer 40 mg Eletriptan-hemisulfat
enthaltenden Formulierung mit sigmoidem Freisetzungsmuster. Zwischen
der Verabreichung nach den einzelnen Behandlungsregimen wurde während wenigstens
7 Tagen kein Arzneimittel verabreicht. Während 48 Stunden nach der Einnahme
wurden in Zeitabständen
Blutproben genommen, die auf Eletriptan untersucht wurden. Die Ergebnisse
sind in 3 dargestellt, die die mittlere
Eletriptan-Konzentration im Plasma bei den 12 Versuchspersonen zur
ab Verabreichung vergangenen Zeit zeigt.
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Die
Eletriptan-hemisulfat enthaltenden Dual-Release-Formulierungen ergaben
alle eine mittlere Konzentration im Plasma von mehr als 10 ng/ml
zum Zeitpunkt 20 Stunden nach Einnahme, wobei ein durchschnittliches
Maximum der Konzentration im Plasma von weniger als 100 ng/ml während der
ersten 10 h nach Einnahme zu beobachten war.
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FIGUREN
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In
den beigefügten
Figuren zeigt
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1 beispielhafte
sigmoide Wirkstoff-Freisetzungsmuster;
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2 das
sigmoide Freisetzungsmuster der Zusammensetzungen der Beispiele
1 und 3 und
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3 das
in vivo-Freisetzungsmuster einer die Zusammensetzung nach Beispiel
2 oder 3 enthaltenden Dual-Release-Formulierung (s. Beispiel 7)