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Diese
Erfindung betrifft eine Stoffzusammensetzung für den Gebrauch als eine Glasmatrix
für Dichtungsmaterialien
in gasdichten Strukturen von Festoxid-Brennstoffzellen oder verwandten
elektrochemischen, Vorrichtungen, und zum Gebrauch in der Herstellung
von Verbindungen für
derartige Vorrichtungen.
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Brennstoffzellen
sind auf Interesse gestoßen,
weil sie in der Umwandlung von chemischer in elektrische Energie
potenziell mit hohen Wirkungsgraden arbeiten können, da sie nicht den Einschränkungen
des Carnot-Zyklus von Verbrennungsmotoren unterliegen.
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Eine
Art von Brennstoffzellen, die für
die Umsetzung von kohlenwasserstoffartigen Kraftstoffen in Elektrizität besonders
passend ist, ist die Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC, Solid Oxide
Fuel Cell; Festoxid-Brennstoffzellen). Ein SOFC-System schließt eine
Kathode, einen Elektrolyten und eine Anode ein. Die Kathode ist
typischerweise eine poröse,
Elektronen leitende, strontiumdotierte Lanthanmanganit-Keramik (LSM);
der Elektrolyt ist typischerweise eine dichte, Sauerstoffionen leitende,
yttriumstabilisierte Zirkonoxid-Keramik (YSZ); und die Anode ist
typischerweise eine poröser
Nickel-YSZ-Metallkeramik. Brennstoff wird zur Anode geliefert, und Luft
wird zur Kathode geliefert. Weil Elektronen nicht durch den YSZ-Elektrolyten wandern
können,
können
diese Elektronen gezwungen werden in einer externen Schaltung nützliche
elektrische Arbeit zu verrichten, während an der Kathode gebildete
Sauerstoffionen durch das YSZ wandern, um mit dem Brennstoff an
der Anode zu reagieren.
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Statt
des hochreinen Wasserstoffs, der für heutige Brennstoffzellen
vom Protonenaustauschmembran-Typ benötigt wird, ist eine SOFC in
der Lage Moleküle
als Brennstoff zu verwenden, die Kohlenstoff enthalten. Der SOFC-Typ
der Brennstoffzelle verwendet typischerweise einen Brennstoff der
Erdgas oder ein Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Methan enthaltendes
synthetisches Gas, durch den Elektrolyten und seine Dichtungen von
einem Oxidationsmittel wie etwa Umgebungsluft oder Sauerstoff getrennt.
Mit den richtigen Anoden kann eine SOFC außerdem Oktan und synthetische
Dieselkraftstoffe direkt wie verdampft verwenden. Dies macht die SOFC
anpassungsfähig
zur Verwendung als ein Hilfsstromaggregat (APU, Auxiliary Power
Unit; Hilfsstromaggregat) in Fahrzeugen, um zu helfen der wachsenden
Nachfrage nach elektrischem Strom an Bord nachzukommen.
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In
SOFCs reagieren zum Beispiel Wasserstoff- und Kohlenmonoxid-Brennstoffe
chemisch mit Sauerstoffionen, die durch den festen Elektrolyten gewandert
sind, um elektrische Energie, Wasserdampf und Wärme zu erzeugen. Selbst mit
dünnen Membranen
des YSZ-Elektrolyten (z.B. 10 Mikrometer stark) ist es notwendig
die Zelle bei einer erhöhten Temperatur
zu betreiben, um den inneren Zellenwiderstand ausreichend niedrig
zu halten, so daß in
der externen Schaltung angemessene Leistung erzeugt werden kann.
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Folglich
können
Temperaturen in der arbeitenden SOFC-Zelle von 500° bis 1100°C reichen.
Die Dichtungen wiederum, welche die Gasströme von Brennstoff und Oxidationsmittel
getrennt halten, müssen
in der Lage sein bei diesen erhöhten
Temperaturen zu funktionieren.
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Die
Bedürfnisse
einer Kraftfahrzeug-SOFC weichen von der stationären Stromerzeugung und anderen
Brennstoffzellen-Anwendungen ab. Wegen des begrenzten Platzangebots
in einem Fahrzeug benötigen
Kraftfahrzeuganwendungen von Brennstoffzellen hohe volumetrische
Leistungsdichten – zusätzlich zu
dem hohen Wirkungsgrad der chemisch-elektrischen Umwandlung, wie
er in stationären
SOFCs demonstriert wurde. So wie Benzin- und Dieselkraftstoffe wegen
ihrer kompakten Lagerung großer
Energiemengen als bei Raumtemperatur flüssige Kohlenwasserstoffe bevorzugt
werden, verrichtet die Fahrzeug-Brennstoffzelle
ihren Betrieb bevorzugt innerhalb eines nur geringen Volumens.
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In
planaren SOFCs mit hohen volumetrischen Leistungsdichten müssen gasdichte
Abdichtungen entlang der Kante jeder Zelle gebildet werden, zwischen
jeder aufeinander folgenden Zelle in einem Stapel, und an den jeweiligen
Gasstrom-Verteilerrohren. Ein effektives Abdichtmittel schafft eine gasdichte
Abdichtung zu der Zelle und Stapelkomponenten, während es die Zeile und den
Stapel zusammenhält,
und wenn es den hohen Temperaturen und in derartigen Zellen vorliegenden,
reduzierenden und oxidierenden Gasen ausgesetzt ist. Um solche planare
Konstruktionen für
den automobilen Gebrauch zu verwirklichen verbleibt eine Notwendigkeit
Abdichtmittel zu finden, deren Leistung den erhöhten Temperaturen sowohl mit
reduzierenden wie auch oxidierenden Gasen in der Betriebsumgebung
einer SOFC wiederstehen kann; und den Gradienten des chemischen
Potentials, die gebildet werden indem man die Dichtung zwischen
den beiden Gasströmen bildet.
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In
röhrenförmigen SOFCs
für Kraftwerke großen Maßstabs sind
Dichtungen gegenwärtig
aus polymerischen Elastomermaterialien gefertigt, welche bei einer
relativ niedrigen Temperatur (unterhalb 150°C) gehalten werden müssen. Folglich
werden Teile der Ionen leitenden Röhren absichtlich elektrisch
inaktiv gelassen, um eine Temperatur-Übergangszone zu berücksichtigen,
um zu den von den gefügigen
Niedertemperatur-Dichtungen benötigten Temperaturen
hinab zu gelangen. Dieser Ansatz resultiert nicht nur in geringeren
volumetrischen Leistungsdichten, sondern eine derart hinzugefügte Röhrenlänge senkt
außerdem
die Fähigkeit
den Vibrationen Rechnung zu tragen, die in typischem Fahrzeuggebrauch
erfahren werden. Hochtemperaturfähige Dichtungssysteme
können
zu den gewünschten
hohen volumetrischen Leistungsdichten (und außerdem zu einem verringerten
Gewicht) beitragen, indem viel der elektrisch nicht aktiven Rohrlänge beseitigt
wird. Eine derartige Verkürzung
wird außerdem den
inneren elektrischen Widerstand verringern, der mit den Übergangslängen in
Zusammenhang steht, die gebraucht werden um mit bestehender Technologie
gefertigte Dichtungen zu schützen,
welche nur bei geringeren Temperaturen verwendet werden können.
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Folglich
können
sowohl planare wie röhrenförmige Entwürfe in der
Leistungsdichte von Konstruktionen profitieren, welche gut geeignete
Hochtemperatur-Dichtungsmaterialien beinhalten.
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Die
Vorteile für
hohen Leistungsdichten durch wie oben beschriebene Dichtungsgläser erstrecken
sich auch auf verwandte elektrochemische Vorrichtungen, wie etwa
Dampfreformer und NOx entfernende Elektrokatalysator-Systeme.
Wenn ein NOx-Reformingsystem in einem Fahrzeug
einzusetzen ist, sollte es von geringem Gewicht und kompakter Größe sein,
so daß es
von einem Hochtemperatur-Abdichtmittel profitieren kann, das eine
hohe Leistungsdichte in einer SOFC erzeugt. In jedem Fall bestehen
Unterschiede zu jenem der SOFC. Statt durch jene von der Umwandlung
chemischer Energie in elektrische Energie erzeugten Elektrizität, wie in
einer SOFC, wird im Fall des NOx-Reformers
durch thermoelektrische Umwandlung eines Temperaturgradienten von
Abgastemperatur zur Umgebung – oder
durch einen von einer externen Schaltung aufgeprägten Strom – eine elektrische Leistung
an der Zelle angelegt. Für
nicht automobile Anwendungen der Brennstoffzelle und NOx-Vorrichtungen,
und für andere – wie etwa
den Dampfreformer oder die Sauerstoffelektrolyse – kann es
aus anderen Gründen gewünscht sein über eine
kompaktere Grundoperation zu verfügen: in einem modularisierten
chemischen Produktionsbetrieb steht möglicherweise nur begrenzter
Nachrüstungsraum
zur Verfügung,
oder es kann das Bedürfnis
einer Transportfähigkeit
bestehen, wie etwa in einem Sauerstoff erzeugenden medizinischen
Wagen oder einem abgelegenen Batterieladegerät. In jedem Fall beeinflußt das Dichtungsmaterial,
ob die Konstruktion eine hohe Leistungsdichte innerhalb anwendbarer
Platzbeschränkungen
erzielt.
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Ein
zweiter Unterschied in SOFC-Anforderungen für Fahrzeuganwendungen ist die
Notwendigkeit für
die hocheffiziente Umsetzung zu elektrischer Energie in einem einzigen
oder einer begrenzten Anzahl von Prozeßschritten. Im Gegensatz dazu
können
zum Einsatz in häuslichen
Brennstoffzellen-Heizkraftanlagen-Systemen beabsichtigte SOFCs es
tolerieren an den Kanten radialer Strömungsplatten oder den Enden
unvollständig
abgedichteter Rohrverbindungen Brenngasrückstände (welche nicht in Elektrizität umgewandelt
wurden) entweichen zu lassen, weil die verlorene elektrische Umwandlung
in solchen Heizkraftanlagen-Systemen
vorteilhaft benutzt werden kann um mehr der gleichzeitig erzeugten
Wärme zu
erzeugen. Lecke, verdichtete Pulverdichtungen wie etwa die Talkumdichtungen
in Zündkerzenisolierungs-Preßdichtungen
können
für stationäre, häusliche
Heizkraftanlagen-Systeme
geeignet sein. Wegen ihrer geringeren Effizienz in der Umwandlung
chemischer Energie in elektrische Energie sind solche Dichtungen
für automobilen
Gebrauch weniger geeignet.
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Im
Blick der automobilen und portablen Leistungsforderungen für direkt
mit Kohlenwasserstoff-Kraftstoffen, hoher Leistungsdichte und hoher Effizienz
der chemisch-elektrischen
Umsetzung arbeitende Brennstoffzellen ergibt sich die Notwendigkeit
Zusammensetzungen für
gasundurchlässige Dichtungen
herzustellen, die zum Gebrauch bei den hohen Betriebstemperaturen
von SOFCs und ihren zugehörigen
Strukturen geeignet sind. Derartige Dichtungen würden idealerweise nahezu den
speziellen, hohen thermischen Ausdehnungskoeffizienten (CTE, Coefficient
of Thermal Expansion; thermischer Ausdehnungskoeffizient) aufweisen,
der Dimensionsverträglichkeit
zwischen dem yttriumstabilisierten Zirkonoxid (YSZ) in dem Elektrolyten,
den Elektroden, den Stromsammlern und den strukturellen Bauteilen
sicherstellt.
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Die
bisherige Technik schließt
eine Veröffentlichung
von N. Lahl et al. ein, „Aluminosilicate
Glass Ceramics As Sealants In SOFC Stacks", Solide Oxide Fuel Cells VI; S. C.
Singhal et al., Herausgeber, PV 99-19, S. 1057–66, The Electrochemical Society Proceeding
Series, Pennington NJ (1999). Diese Veröffentlichung wird hierin durch
Bezugnahme eingeschlossen. Sie legt eine als „BAS" identifizierte Glaszusammensetzung
offen, die 45 Molprozent BaO aufweist; 45% SiO3;
5% Al2O3; und 5%
B2O3, wobei kein
MgO vorhanden ist. Es wird bemerkt daß der hohe BaO-Gehalt (45%)
gebraucht wird um einen relativ hohen thermischen Ausdehnungskoeffizienten zu
erhalten. Als ein Ergebnis der Gegenwart von so viel schwerem Erdalkalioxid
(BaO) in der Zusammensetzung wird die geschätzte thermische Leitfähigkeit erniedrigt,
und die Umweltstabilität
gegen H2O und CO2 wird
verringert. Obwohl die Materialzusammensetzung frei von Alkalioxiden
ist, ist die Zusammensetzung nicht borsäurefrei, weil sie 5% B2O3 einschließt. Die
Zusammensetzung ist daher Bedenken darüber ausgesetzt, ob Verdampfung,
Ablagerung und Isolierung die Leistung verringern und die Nutzungsdauer
verkürzen.
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Solche
Schwierigkeiten mit Dichtungen haben möglicherweise zu verringertem
Interesse an planaren Zellen geführt.
Die hohen Leistungsdichten planarer Zellen werden für Kraftwerks- und häusliche Heizungsanwendungen
nicht so kritisch benötigt
wie für
Fahrzeuganwendungen. Verwandte Offenlegungen in der Technik zur
Herstellung von SOFCs schließen
U.S.-Patent Nr. 6,099,985 ein (erteilt 8. August 2000); und 4,827,606
8) erteilt 9. Mai 1989).
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U.S.-Patent
Nr.3,935,017 betrifft eine Aluminiumoxid und geringe Anteile eines
ternären
Glases aus dem System BaO-MgO-SiO2 enthaltende
Zusammensetzung.
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Andere
Dichtungszusammensetzungen sind in JP Nr. 50008442B, WO 9846540A; EP-A-1008563;
EP-A-1010675; EP-A-0982274 und U.S.-Patent Nr. 5525885 beschrieben,
aber keine dieser Schriften hat irgendeine direkte Bedeutung für die Erfindung,
welche nun beschrieben wird.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung stellen wir ein Verfahren bereit, einen Glasmatrix-Keramikpartikelmaterie-Verbundwerkstoff
oder einen Glasmatrix-Metallpartikelmaterie-Verbundwerkstoff herzustellen, das die
Schritte umfaßt:
(a) Bereitstellen als ein Matrixglas, eines fein verteilten Glaspulvers
des – nach
Molprozenten – im
Wesentlichen aus 55 < SiO2 < 75;
5 < BaO < 30; und 2 < MgO < 22 bestehenden Glases;
(b) Bereitstellen einer Partikelmaterienphase, eines fein verteilten
Pulvers, ausgewählt
aus jener aus einer Keramik mit hohem Ausdehnungskoeffizienten,
einem Metall und Mischungen daraus bestehenden Gruppe; (c) Vermischen
des Matrixglases mit der Partikelmaterienphase in einem organischen Medium;
und (d) Brennen der vermischten Materialien auf eine Abdichttemperatur
von 1100 bis 1250°C. Das
Verfahren der Erfindung ist zur Herstellung einer durch das Verfahren
von Anspruch 3 hergestellten Glasmatrix-Keramik-Feststoffzusammensetzung
geeignet, die eine aus Mg2SiO4 bestehende
Forsterit-Phase umfaßt
und nach Molprozenten im Wesentlichen besteht aus: 55 < SiO2 < 65; 5 < BaO < 15; 25 < MgO < 35.
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Die
obigen Gegenstände
und andere Gegenstände,
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung sind aus der folgenden
genauen Beschreibung der besten Art und Weise zur Ausführung der Erfindung
leicht ersichtlich, wenn sie zusammen mit den beigefügten Zeichnungen
gesehen werden.
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1a–1b stellen
ternäre
Phasendiagramme des Systems BaO-MgO-SiO2 dar,
welche die Grenzen der ersten und zweiten Glasmatrix-Zusammensetzungen
veranschaulichen; die allgemeinen Grenzen der dritten und vierten
Zusammensetzungen; und eine fünfte
Zusammensetzung einschließlich
Mg2SiO4, was ein
bevorzugtes physikalisches Keramikpartikelmaterie-Mischungsadditiv
ist;
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2a–2b stellen
tabellenförmig
verschiedene Zusammensetzungen in dem System BaO-MgO-SiO2 mit ihren entsprechenden, in Molprozenten,
Gewichtsprozenten und Atomprozenten ausgedrückten Zusammensetzungen dar;
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3 ist
ein Röntgenbeugungsspektrum
einer Zusammensetzung der dritten Zusammensetzung insgesamt; und
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4 ist
eine Auftragung thermischer Ausdehnungskoeffizienten, die das bevorzugte
Forsterit Mg2SiO4 mit
der benachbarten Phase von MgSiO3 von weniger
homogener Ausdehnung vergleicht, welche mit ihrem mineralogischen
Namen Proto-Enstatit bezeichnet ist. Unter Bezug zuerst auf 1a–1b wird
eine erste Glasmatrix-Zusammensetzung, nach Molprozenten im Wesentlichen bestehend
aus 55 < SiO2 < 75,
5 < BaO < 30, und 2 < MgO < 22, als eine Matrix
von Verbundmaterialien verwendet. Alle hierin offengelegten Prozentsätze sind
in Molprozenten ausgedrückt.
Spezieller wir eine im Wesentlichen aus 60 < SiO2 < 75, 15 < BaO < 30 und 7,5 < MgO < 12,5 bestehende
Glasmatrix-Zusammensetzung
verwendet.
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Die äquivalenten
Gewichtsprozent- und Atomprozent-Umwandlungen für die Chemie mehrerer Partikelmaterien
sind in 2 bereitgestellt. Die Erfindung
schließt
außerdem
ein Verfahren ein einen Glasmatrix-Keramikpartikelmaterie-Verbundwerkstoff
oder einen Glasmatrix-Metallpartikelmaterie-Verbundwerkstoff herzustellen.
Das Verfahren zur Herstellung der obigen ersten und zweiten Glasmatrix
umfaßt
die Schritte: (a) Bereitstellen von Siliziumdioxid, Bariumcarbonat
und Magnesiumoxid als Ausgangsmaterialien; (b) Brennen der Ausgangsmaterialien,
um bei oder oberhalb von 1500°C
in einem Tiegel aus Platin oder hochgebranntem Aluminiumoxid gebrannte
Materialien zu bilden; und (c) Abschrecken der gebrannten Materialien
in einem Abschreckmedium.
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Wenn
die erste und zweite Glasmatrix-Zusammensetzung physikalisch mit
bestimmten fein zerteilten Keramikpulvern, wie etwa Mg2SiO4, gemischt wird, so wird ein Dichtungsglas
mit einer gesamten dritten oder vierten chemischen Zusammensetzung
gebildet, welches auf Brennen bei ungefähr 1150°C bis 1200°C gegen yttriumstabilisiertes
Zirkonoxid abdichtet. Flüchtige
organische Materialien, welche nachfolgend verbrannt werden, können als Träger geringer
Viskosität
und als Binder nützlich sein,
um die Pulvermischung in Montageverbindungs-Spalten zu ziehen; oder
zur Verwendung beim Siebdruck gemusterter Dickschicht-Ablagerungen des
abdichtenden Verbundmaterials, und bei der Schablonierung eines
spezifischen Gaseinlaß-/Gasauslaß-Sammelrohrdesigns.
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Wird
die erste oder zweite Glasmatrix-Zusammensetzung mit einem fein
zerteilten Metall gemischt – wie
etwa Silber oder ferritischer rostfreier Stahl – und dann bei der Abdichttemperatur
gebrannt, so wird ein Verbinder von Zelle zu Zelle oder ein Stromsammlermaterial
gebildet. Als ein Stromsammler oder -verteiler wird der Glasmatrix-Metallpartikelmaterie-Verbundwerkstoff
in einem dendritischen oder spiralförmigen Muster auf Elektrodenflächen gedruckt,
um den Widerstand in der Ebene entlang einer Röhrenlänge zu minimieren.
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Besonders
geeignet für
den Gebrauch als Stromsammler sind Verbundwerkstoffe mit zwei Größen der
Glasmatrix-Partikel, die auf das Brennen hin ein Halskettenmuster
des Leiters bilden (wie in einem polierten Querschnitt zu sehen),
was für
die metallisch leitende Phase (hier das Metall Silber oder ferritischer
rostfreier Stahl) durchgehende Wege mit geringen Anteilen an Additiv
der metallisch leitende Phase erzeugt. Für ferritischen rostfreien Stahl
muß während der
Abdichtung nahe 1200°C
eine Schutzatmosphäre
bereitgestellt werden.
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Werden
die erste und zweite Glasmatrix durch Glasschmelzen hergestellt,
so liegt die bevorzugte Zusammensetzung innerhalb der jeweiligen
in 1b gezeigten, ungleichseitigen sechseckigen Bereiche.
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Als
Dichtungen werden die offenbarten ersten und zweiten Glasmatrix-Zusammensetzungen – wenn mit
feinen Mg2SiO4-Keramikpartikeln
kombiniert, um eine Gesamtchemie der dritten oder vierten Zusammensetzungen
herzustellen – folglich
benutzt um Verbindungen zu füllen,
die in der Betriebsumgebung einer elektrochemischen Vorrichtung
eine effiziente Abdichtung erfordern, und um sequentiell geschichtete
Muster für
Gassammelrohre herzustellen.
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Die
offenbarten vier Zusammensetzungen weisen keinen Alkalioxidgehalt
auf, und unterscheiden sich folglich von vielen typischen zuvor
bekannten Dichtglas-Zusammensetzungen.
Als ein Ergebnis sind die Dichtgläser der dritten und vierten
Zusammensetzung in der Lage einen ausgedehnten Betrieb bei Temperaturen
oberhalb von 850°C
zu tolerieren, und sind von hinreichend hohem Ausdehnungskoeffizienten
um zu dem von YSZ zu passen.
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Die
offenbarten vier Zusammensetzungen sind von geringerem BaO-Gehalt
als die Zusammensetzung BAS von Lahl et al., welche bei Punkt #6
auf das Phasendiagramm von 1b projiziert
ist. Als ein Ergebnis besitzt die offenbarte Zusammensetzung eine
bessere geschätzte
thermische Leitfähigkeit,
kann zu geringeren Kosten der Rohmaterialien hergestellt werden,
und besitzt wegen eines verringerten Gehalts des Erdalkalioxids
Bariumoxid eine bessere Toleranz gegen H2O
und CO2 hoher Temperatur.
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Zusätzlich vermeidet
die Freiheit von jeglichem B2O3-Gehalt
in allen vier der Zusammensetzungen eine Verunreinigung, und vermeidet
es elektrisch aktiven Teilen der Brennstoffzelle isolierende Eigenschaften
zu verleihen.
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Weiterhin
können
die Verbundmaterialien der dritten und vierten Zusammensetzung hergestellt werden,
indem getrennt hergestellte Phasen der Glasmatrixphase der Erfindung
mit einer oder mehreren fein zerteilten Keramik- oder Metallphasen
zusammengemischt werden. Die umfaßten dritten und vierten Zusammensetzungen
stellen Vorteile einer ersten und zweiten Glasmatrix des Verbundwerkstoffs
ohne Unverträglichkeiten
bereit, die dem alternativen Verfahren innewohnen eine Stoffzusammensetzung
der gesamten dritten oder vierten Chemie oberhalb 1500°C zu schmelzen,
was manchmal eine Phasenentwicklung zum MgSiO3 und
manchmal zum Mg2SiO4 (oder
anderem) erzeugt.
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Die
Koexistenz der Glasmatrix mit der Glaspartikelphase während der
Glasherstellung bei hoher Temperatur beeinflußt außerdem die Partikelgröße der Partikelmaterie-Phase.
Speziell läßt die hohe Temperatur
zu das Vergröberung
der Partikelmaterie-Phase auf eine Größe von wesentlich mehr als
10 Mikrometer auftritt. Obwohl diese Vergröberung durch Verkürzung der
Zeit bei der höchsten
Temperatur in der Glasherstellung minimiert werden kann, muß man noch
immer für
Zeit zur chemischen Homogenisierung der Glasmatrix sorgen. Mahlen
des gekühlten
Glases scheint die weichere Glasmatrix mehr zu vermahlen als die
Partikel der Partikelmaterie-Phase,
und ist somit relativ ineffizient darin, die Partikel der Partikelmaterie-Phase
kleiner zu machen. Das Gesamtergebnis ist, daß die relativ großen Partikel
der Partikelmaterie-Phase in einem derartigen Abdichtmittel zu abgedichteten
elektrochemischen Vorrichtungen mit hohen Restspannungen in der
Dichtungsglasmatrix führen.
Die Restspannungen tragen zu jeglicher unpassenden Ausdehnungsspannung
oder einer extern auferlegten Belastung bei, und lassen die Dichtung
folglich mechanisch schwächer
erscheinen. Außerdem
lassen die großen Partikel
schneller eine größere Gravitationstrennung während des
halb erschmolzenen Zustandes des Dichtzyklus zu, was zu größeren Ungleichmäßigkeiten
des Ausdehnungskoeffizienten der weniger einheitlichen Glas-Verbundwerkstoff-Dichtungen
führt.
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Die
vorliegende Erfindung stellt einen robusten Weg bereit sonst schwierige
bor- und alkalioxidfreie Glaszusammensetzungen für Dichtungen und Stromsammler
herzustellen, die zum Gebrauch bei hohen Betriebstemperaturen innerhalb
von Festoxid-Brennstoffzellen und ihren zugehörigen Strukturen beabsichtigt
sind. Die Erfindung weist die Charakteristika hoher thermischer
Ausdehnung auf (um zu dem stabilisierten Zirkonoxid im Elektrolyten
und in den Elektroden zu passen); einen relativ niedrigen Erdalkalioxid-Gehalt
(um eine höhere
thermische Leitfähigkeit
und außerdem
Umweltstabilität
gegen Hydratisierung und Karbonatisierung bereitzustellen); und
chemische Verträglichkeit
mit dem Elektrolyten sowohl unter reduzierenden wie auch oxidierenden
Bedingungen (um lange Lebensdauer mit hoher Leistung bereitzustellen).
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Die
offenbarten Zusammensetzungen vermeiden Schwierigkeiten in herkömmlichen
Ansätzen für Dichtungsgläser. Zum
Beispiel treten mit Alkalioxid enthaltenden Gläsern Reaktionen mit Chrom in den
Verbindungen auf, zusätzlich
zu einem wesentlichen Mißverhältnis in
den thermischen Ausdehnungskoeffizienten. Wenn Bor vorliegt sind
die Temperaturen der Glasherstellung vermindert, mit der Folge daß der thermische
Ausdehnungskoeffizient niedrig ist. Zusätzlich verflüchtigt sich
Borsäure,
und isoliert dadurch Teile der Festoxid-Brennstoffzelle. Wenn man den Füller und
die Matrix schmilzt, führt ein
sehr enger Temperaturbereich für
die Bildung der Füllerphase
weiterhin zu Verarbeitungsunstimmigkeiten in der Phasenentwicklung,
ebenso wie zu einem gröberen
Größenbereich.
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Das
feine Pulver der offenbarten Glasmatrix-Zusammensetzungen kann auch
durch Sol-Gel-Prekursoren
zu den Oxiden hergestellt werden. In diesem Fall läßt die Mischung
im Nano-Maßstab die
Reaktion und Bildung der Glasmatrix bei einer so niedrigen Temperatur
zu, wie sie zur Abdichtung verwendet wird. Alternativ können die
Glasmatrix-Zusammensetzungen durch traditionelles Glasschmelzen
hergestellt werden, gefolgt vom Fritten zu einem feinen Pulver.
Erneut unter Bezug auf 1a–1b, zeigen
die eingesetzten, ungleichseitigen Sechsecke #3 und #4 die Grenzen
der dritten und vierten Gesamtchargen-Zusammensetzungen. Der in 1b bei
#5 markierte Bereich zeigt die Zusammensetzung Mg2SiO4. In ähnlicher
Art und Weise zeigt die Markierung #6 die Zusammensetzung MgSiO3. Der bei #7 markierte Punkt zeigt das Verhältnis BaO-SiO2 der Chemie BaO-Al2O3-SiO2 (BAS) einer
Zusammensetzung der bisherigen Technik von Lahl et al., welches
auf die Linie BaO-SiO3 des Diagramms BaO-MgO-SiO2 (BMS)
von 1b projiziert ist.
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2a–2b stellen
eine Tabelle umgewandelter Äquivalente
der an den Spitzen der sechseckigen Bereiche von 1 gezeigten
Zusammensetzungen dar; ausgedrückt
in Molprozente als Oxide; ausgedrückt in Gewichtsprozenten als
Oxide; und ausgedrückt
in Atomprozenten als Elemente.
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3 zeigt
ein Röntgenbeugungsspektrum eines
Verbundwerkstoffs der dritten Zusammensetzung. Die Gegenwart der
bevorzugten Mg2SiO4-Partikelmaterie-Phase
wird durch die Peaks bei ungefähr
17,4, 23,0, 32,3, 35,7, 36,6, 39,7, 40,1 und 52,5° zwei Theta
angedeutet (wie mit Kupfer-Alphastrahlung beobachtet). Diese Linien
entsprechen der Mg2SiO4-Phase
mit der Kristallstruktur von Forstenit (mineralogischer Name) und
JCPDS-Nummer 34-0189.
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4 trägt thermische
Ausdehnungskoeffizienten gegen die Temperatur auf, und vergleicht
das bevorzugte Forsterit Mg2SiO4 mit
der weniger gleichmäßigen Ausdehnung
der benachbarten Phase von MgSiO3 (mineralogischer
Name: Proto-Enstatit), welche in 1b an
Ort #6 angeordnet ist. Der einheitlichere thermische Ausdehnungskoeffizient
von Mg2SiO4 verglichen
mit MgSiO3 läßt Mg2SiO4 zu, um einen Glasmatrix- Keramikpartikelmaterie-Verbundwerkstoff
mit geringerem Bariumgehalt in dem Matrixglas herzustellen, der
zur thermischen Ausdehnung von yttriumstabilisiertem Zirkonoxid
paßt,
aber nicht MgSiO3.
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Folglich
löst die
offenbarte Erfindung die Notwendigkeit für eine zufriedenstellende Hochtemperatur-Dichtungstechnologie,
welche automobilen und anderen Anwendungen nachkommt, in welchen
eine hohe volumetrische Leistungsdichte gewünscht ist.
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Beispiele
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Beispiel
1 beinhaltet die experimentell ermittelte Dichtungsleistung eines
Abdichtmittels innerhalb der dritten Gesamtzusammensetzung, und
der Matrix innerhalb der ersten Glaszusammensetzung, und mit Forsterit
(Zusammensetzung #5 in 1b) als der Partikelmaterie-Phase.
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Eine
gesamte Chargenzusammensetzung von ungefähr 61 Molprozent SiO2, 9 Molprozent BaO und 30 Molprozent MgO
(entsprechend einem Punkt innerhalb der vierten Gesamtzusammensetzung (#4))
wurde durch Glasschmelzen zwischen 1540 und 1570°C hergestellt. (Die Chargenzusammensetzung
ist äquivalent
mit ungefähr
51,25 Gewichtsprozent Mg2SiO4 und
ungefähr
48,75 Gewichtsprozent einer Glaszusammensetzung mit 72 Molprozent SiO2,
18 Molprozent BaO und 10 Molprozent MgO, welche innerhalb der vierten
Glaszusammensetzung liegt.) Die Charge für die Glasschmelzung wurde
aus Prekursoren von Siliziumdioxid Mesh 325, 99,6%, Nr.34,289-0,
Sigma Aldrich; Bariumcarbonat, 99+%, Nr.23,710-8, Sigma-Aldrich;
und Magnesiumoxid Mesh 325, 99+%, Nr.23,710-8, Sigma Aldrich, hergestellt.
Durch Veränderung
der Temperatur des Glasschmelzens wurde eine Partikelmaterie-Forstenitphase
hergestellt.
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Wie
aus dem SEM-EDX der Dichtungen gefolgert befand sich die Glasmatrix-Zusammensetzung im
Bereich des ersten Matrixzusammensetzungs-Bereiches. Die Partikelmaterie-Phase
befand sich innerhalb der fünften
Zusammensetzung (#5) von 1c, bei Mg2SiO4. Die Gegenwart
der Forstenitphase wurde wie in 3 gezeigt
durch Röntgenbeugung
bestätigt.
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Das
abgeschreckte Glas wurde auf eine Partikelgröße feiner als 20 Mikrometer
vermahlen, und 2 Gewichtsprozent Bindemittel Butvar (R) 98 wurden mit
einem wasserfreien Alkoholmedium hinzugefügt, um einen lackartigen Schlicker
herzustellen. Der Schlicker wurde auf jedes Ende zweier passender Zylinder
aus stabilisiertem Zirkonoxid aufgebracht, jeder mit Außendurchmesser
1 cm. Es wurde dem Schlicker erlaubt zu trocknen, und dann wurde
er unter leichter Druckbelastung auf 1180°C erhitzt, um eine Ringdichtung
zu bilden. Der Aufbau wurde dann ofengekühlt. Die Dichtung wurde bei
850°C für 4 Tage
einem simulierten Kraftstoff N2/4% H2 ausgesetzt, der innerhalb der verbundenen
Zylinder strömte,
und Laborluft am äußeren Umfang
der Ringdichtung. Nach Abkühlung
auf Raumtemperatur zeigte eine Helium-Leckprüfung, daß die Dichtung gasundurchlässig geblieben
war. Diese Undurchlässigkeit ist
Beweis für
das Erreichen 1) einer guten Übereinstimmung
von thermischem Ausdehnungskoeffizienten und Zirkonoxid, 2) Toleranz
sowohl gegenüber oxidierenden
wie auch reduzierenden Atmosphären und
dem Gradienten in der Dichtung zwischen diesen beiden, und 3) ausreichende
chemische Verträglichkeit
mit stabilisiertem Zirkonoxid.
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Beispiel
2 beinhaltet die Herstellung und den Gebrauch der erfindungsgemäßen Glaszusammensetzung
in der Abdichtung einer SOFC-Struktur. Die Glasmatrix wird aus feinem
Siliziumdioxid, Bariumcarbonat und Magnesiumoxid wie in Beispiel
1 hergestellt, aber mit der Zusammensetzung von 67 Molprozent Siliziumdioxid,
22 Molprozent Bariumoxid und 11 Molprozent Magnesiumoxid. Diese
Glasmatrix wird bei 1555°C
geschmolzen, abgeschreckt und auf 5 Mikrometer Partikelgröße vermahlen.
Getrennt wird Mg2SiO4 auf
2 Mikrometer Partikelgröße vermahlen. Die
Chargenzusammensetzung wird mit 51,25 Gewichtsprozent Mg2SiO4 und 48,75 Gewichtsprozent der
Glasmatrix-Zusammensetzung mit 72 Molprozent SiO2,
18 Molprozent BaO und 10 Molprozent MgO hergestellt, welche innerhalb
der vierten Glaszusammensetzung liegt. Weil nach Abdichtung die gleiche
Chemie und die gleichen Phasen vorliegen wie in Beispiel 1, ist
die Leistung dieselbe wie für
das Glas von Beispiel 1: es ist in reduzierender und oxidierender
Umgebung stabil und besitzt eine zu stabiliertem Zirkonoxid passende
Ausdehnung. Die Dichtung dieses Beispiels wird bevorzugt, weil sie
feinere, einheitlichere Partikel aufweist.
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Beispiel
3 beinhaltet den Einsatz der Abdichtzusammensetzung in planaren
Zellen mit Siebdruck. Wie in Beispiel 2 werden Pulver der getrennten
Matrix und des Forsterits hergestellt. Die Materialien werden getrennt
fein vermahlen. Es wird dann eine physikalische Mischung in Ethylcellulose
mit Bindemittel Butvar 98 (R) an Stelle von wasserfreiem Alkohol
hergestellt, um Siebdruck zu fördern.
Die Paste wird in Kanten- und Verteilerrohrmustern auf eine dichte
Elektrolytschicht gedruckt (welche selbst von einem porösen Anodensubstrat
getragen wird), um die Dichtung herzustellen, welche die Gasströme in planaren
Zellen trennt. Die gedruckten Muster werden ausgerichtet, gestapelt,
unter leichter Druckbelastung auf die Abdichttemperatur von 1180°C erhitzt, und
abgekühlt.
Wegen der guten CTE-Übereinstimmung
und höheren
thermischen Leitfähigkeit
verglichen mit Abdichtmitteln mit viel BaO, erlaubt dieser Aufbau
mit dem erfindungsgemäßen Abdichtglas größere planare
Größen und
schnellere Aufheizraten als mit Dichtmitteln schlecht übereinstimmender
CTE mit geringerer thermischer Leitfähigkeit.
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Beispiel
4 beinhaltet eine kleine röhrenförmige Konstruktion
mit einer Mehrzahl von elektrolytgeträgerten Röhren in einer Kopfplatte für das Kraftstoffeintritt-Zufuhrsystem.
In der Konstruktion mit einer Mehrzahl von Elektrolytröhren von
2–3 mm
Außendurchmesser – wie in
einer Veröffentlichung
von T. Alston, K. Kendall, M. Palin, M. Prica und P. Windibank präsentiert,
betitelt „A
1000-Cell SOFC Reactor For Domestic Cogeneration", veröffentlicht im Journal of Power
Sources, Volume 71, S. 271 bis 278, 1998 – ist eine Übergangszone in der Länge der
parallelen Röhren
beschrieben, welche als Temperatur-Übergangszone dient, um den
Gebrauch einer Dichtung für
geringere Temperatur zu erlauben. In dieser stationären SOFC
sind die langen, freitragenden Röhren
keiner Vibration ausgesetzt. In diesem vergleichenden Beispiel kann
die für
den Übergang zu
einer Dichtung für
geringere Temperatur benutzte Röhrenlänge mit
der Verwendung des erfindungsgemäßen Abdichtmittels
für die
Verbindung der Elektrolytröhren
zu der Kopfplatte bei erhöhten
Temperaturen aktiv sein, anstatt eine elektrochemisch inaktive Zone
zu sein. Folglich stellt der Gebrauch des Hochtemperatur-Abdichtmittels eine
höhere
Leistungsdichte bereit als jene der Veröffentlichung. Weiterhin sorgt
die kürzere
Gesamtlänge
der Röhren
mit dem erfindungsgemäßen Material
für bessere
Schwingungstoleranz, besonders wegen einer höheren Resonanzfrequenz für eine kürzere freitragende
Rohrlänge.
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Beispiel
5 beinhaltet eine Radialströmungsplatten-SOFC-Konstruktion,
wobei Kraftstoff und Oxidationsmittel für die abwechselnden Ströme zwischen
abwechselnden Platten aus gemusterten Öffnungen oder Dichtungen in
oder nahe der Mitte gespeist werden. Mit dem erfindungsgemäßen Abdichtmittel
kann die Mitte bei der Betriebstemperatur gehalten werden. Dieses
Beispiel zeigt wie das Abdichtmittel für Stationärtechnologien ohne die Notwendigkeit
höchster
Umsetzungseffizienzen chemisch-elektrisch nützlich sein kann.
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Beispiel
6 beinhaltet eine Anwendung für
einen NOx-Reformer. Ein Elektrolyt mit CeO2-x-Fluorit mit
einem angepaßten
Anteil an Magnesiumsilikat-Phase gleicht die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten
aus, während
er das für
mobile Strukturen benötigte
geringe Gewicht bereitstellt.
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Beispiel
7 beinhaltet einen Dampfelektrolyseur mit Platinelektroden auf YSZ.
Durch Verwendung des Hochtemperatur-Abdichtmittels ist die Einheit
kompakter und von geringerem Gewicht.
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Beispiel
8 beinhaltet Silber als eine Strom sammelnde Verbindung. Es werden
zwei Größen für die Glasmatrix-Partikel
verwendet, um eine verbundene Halsbandstruktur mit einem Minimum
an Silber zu erzeugen.
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Beispiel
9 ist ähnlich
zu Beispiel 8, aber mit Gold als der kristallinen Partikelmaterie.
Andere Legierungen, welche gegenüber
Luft bei erhöhten
Temperaturen edel sind, etwa Ag-Pd, sind ebenfalls geeignet.
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Beispiel
10 erinnert an Beispiel 8, weist jedoch ein Pulver einer unregelmäßig geformten
Legierung ferritischen rostfreien Stahls auf. In diesem Fall wird
während
der Glasabdichtung eine Schutzatmosphäre verwendet, zusammen mit
einem höheren
Volumenanteil für
die oxidfreien Metalle.
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Beispiel
11 beschreibt alternative Wege zur Herstellung der chemischen Zusammensetzung
des Matrixmaterials. Aus der Sol-Gel-Verarbeitung können homogene
Mischungen der Glasmatrix im Nano-Maßstab bei Temperaturen unterhalb
der Abdichtungstemperatur gebildet werden, um die Hochtemperaturstufe
der Glasherstellung und die getrennte Herstellung der Glasmatrix
zu beseitigen. Speziell kann feines Mg2SiO4 zu den Sol-Gel-Prekursoren zugegeben werden,
welche als Medium zur Aufbringung auf den Elektrolyten dienen können. Dies
weist gegenüber
der herkömmlichen
Glasherstellung Rohmaterialien mit höheren Kosten und geringere Schwindungen
in der Dichtung auf. Die Technik ist repräsentativ für eine große Anzahl von Wegen, die Glasmatrix-Mischung
zum Gebrauch in der physikalischen Mischung aus anderen Prekursoren
herzustellen.
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Während die
beste Art und Weise und Beispiele zur Ausführung der Erfindung genau beschrieben
wurden, werden die mit der diese Erfindung betreffenden Technik
Vertrauten verschiedene alternative Konstruktionen und Ausführungsformen
zur Praxis der Erfindung erkennen, wie sie durch die folgenden Ansprüche definiert
ist.