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Die
vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zur Umformung von thermoplastischen
Materialien zum Gegenstand, insbesondere von Materialien, die mindestens
ein kristallines oder semikristallines Polymer oder Copolymer enthalten,
das eine Schmelztemperatur, eine Kristallisationstemperatur und
eine Glasübergangstemperatur
aufweist.
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Die
Umformung von Polymeren, insbesondere die Extrusion von massiven
oder hohlen Profilen ist im Stand der Technik bekannt. Die bekannten
Vorrichtungen wie Vakuumkammern, Extrusionsdüsen usw. sind für Thermoplaste
zweckmäßig, die
keine abrupten Veränderungen
der Viskosität
erfahren wie Polyethylen, Polyvinylchlorid usw.
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Aus
der Druckschrift EP-A-0 171 007 ist ein Verfahren zur Umformung
von thermoplastischen Materialien bekannt, die eine Schmelztemperatur
und eine Erstarrungstemperatur aufweisen,
bei dem das thermoplastische
Material auf eine Temperatur über
der Schmelztemperatur erwärmt
wird,
bei dem das erwärmte
Material in einer Formungsvorrichtung umgeformt wird, wobei die
Temperatur des thermoplastischen Materials von einer Temperatur
mindestens nahe der Schmelztemperatur auf eine Temperatur unter
der Erstarrungstemperatur gesenkt wird; und
bei dem das thermoplastische
Material für
seinem Lauf in die Formungsvorrichtung einem elektrostatischen Feld
ausgesetzt wird.
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Diese
Druckschrift beschreibt nicht, dass das elektrostatische Feld einerseits
durch eine positive Elektrode in Kontakt mit dem thermoplastischen
Material und andererseits eine negative Elektrode oder Masse in Kontakt
mit dem thermoplastischen Material aufgebracht wird.
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Bei
kristallinen oder semikristallinen Polymeren wie Polyethylenterephthalat
(PET) sind die bekannten Vorrichtungen nicht geeignet, weil der
Phase mit sehr niedriger Viskosität sehr schnell eine Gelphase
folgt, das heißt,
man zu schnell von einem Material, das zu fließfähig ist für eine Einführung in einen Umformer, zu
einem Material kommt, das zu starr ist, dass es umgeformt werden
kann. Andererseits führt
die auf den Formstempel ausgeübte
Kraft zum Beispiel im Fall der Extrusion eines Rohrs zu einer bedeutenden
Reibung, die durch den Schub der Extruderschnecke nicht kompensiert
werden kann.
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Die
vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zum Gegenstand, das unter
anderem die Extrusion eines kristallinen oder semikristallinen Polymers
erlaubt, insbesondere von Polyethylenterephthalat, aber gleichermaßen ein
Verfahren, das eine einfachere Extrusion von thermoplastischen Materialien
wie Polyethylen, Polypropylen, PVC, Polycarbonat usw. erlaubt.
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Der
erfindungsgemäße Verfahren
ist insbesondere auf die Umformung von kristallinem oder semikristallinem
Polymer gerichtet, bevorzugt von Polymeren oder Mischungen von Polymeren,
die unter der Kristallisationstemperatur feste Kristalle darstellen,
wobei sie mit Vorteil im Wesentlichen nur feste Kristalle unter
der Kristallisationstemperatur darstellen. Insbesondere enthält des kristalline
Polymer oder Copolymer mindestens 40 Gew.-% Polymer(e), die unter
der Kristallisationstemperatur nicht kristallin oder semikristallin
sind oder Flüssigkristalle
darstellen. Insbesondere enthält
das kristalline oder semikristalline Polymer weniger als 20 Gew.-%
flüssigkristallines
Polymer und/oder weniger als 20 Gew.-% Polyolefin, insbesondere
keine oder im Wesentlichen keine flüssigkristallinen Polymere und
Polyolefine (zum Beispiel weniger als 10 Gew.-% flüssigkristallines
Polymer und weniger als 10 Gew.-% Polyolefine). Die flüssigkristallinen
Polymere sind thermotrope Polymere, die bei einer Temperatur unter
der Kristallisationstemperatur, aber über der Erstarrungstemperatur, Flüssigkristalle
darstellen.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
ist ein Verfahren zur Umformung von thermoplastischen Materialien,
die eine Schmelztemperatur und eine Erstarrungstemperatur aufweisen,
- – bei
dem das thermoplastische Material auf eine Temperatur über der
Schmelztemperatur erwärmt
wird,
- – bei
dem das erwärmte
Material in einer Formgebungsvorrichtung umgeformt wird, indem die
Temperatur des thermoplastischen Materials auf eine Temperatur mindestens
nahe der Schmelztemperatur bis auf eine Temperatur unter der Erstarrungstemperatur
gesenkt wird,
- – bei
dem das thermoplastische Material vor seinem Durchlauf in der Formgebungsvorrichtung
einem elektrostatischen Feld ausgesetzt wird, wobei das Verfahren
dadurch gekennzeichnet ist, dass das thermoplastische Material vor
und/oder während
seinem Durchlauf in der Formgebungsvorrichtung zwischen einer positiven
Elektrode und einer negativen Elektrode oder Masse, wobei die Elektroden
oder die Elektrode und Masse mit dem thermoplastischen Material
in Kontakt sind, dem elektrostatischen Feld ausgesetzt wird.
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Mit
Vorteil wird das thermoplastische Material vor und/oder während seinem
Durchlauf in der Formgebungsvorrichtung zwischen einer positiven
Elektrode und einer negativen Elektrode in Kontakt mit dem thermoplastischen
Material einem elektrostatischen Feld von mindestens 800.000 V/m,
bevorzugt mindestens 1.000.000 V/m, besonders bevorzugt 5.000.000
V/m bis 20.000.000 V/m ausgesetzt.
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Die
Anwendungsdauer des elektrischen Feldes auf eine Zone des thermoplastischen
Materials kann schwanken, zum Beispiel von einem Bruchteil einer
Sekunde bis zu mehreren Sekunden, bis zu einigen Mi nuten. Zum Beispiel
kann die Anwendungsdauer zwischen 0,5 und 45 Sekunden liegen.
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Mit
Vorteil verlagert sich das thermoplastische Material vor und/oder
während
seinem Durchlauf in der Formgebungsvorrichtung zwischen einer positiven
Elektrode und einer negativen Elektrode oder Masse in Kontakt mit
dem thermoplastischen Material, wobei das Feld im Wesentlichen senkrecht
zum thermoplastischen Materialfluss zwischen der positiven Elektrode
und der negativen Elektrode oder Masse liegt.
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Bevorzugt
tritt ein Elektrostriktionseffekt und/oder inverser piezoelektrischer
Effekt im thermoplastischen Material zwischen der positiven Elektrode
und der negativen Elektrode oder Masse auf.
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Mit
Vorteil wird das thermoplastische Material während seiner Formung ab einer
Temperatur des Materials über
der Schmelztemperatur oder nahe der Schmelztemperatur bis zu einer
Temperatur, die einem festen Zustand des Materials entspricht, einem
elektrischen Feld ausgesetzt, das im Wesentlichen radial ist.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ist das erfindungsgemäße Verfahren
ein Verfahren, bei dem ein thermoplastisches Material umgeformt
wird, das mindestens ein kristallines oder semikristallines Polymer
oder Copolymer enthält,
das eine Schmelztemperatur aufweist, eine Kristallisationstemperatur
unter der Schmelztemperatur und eine Glasübergangstemperatur, wobei das
Polymer oder Copolymer bevorzugt im Wesentlichen einzig feste Kristalle
unter der Kristallisationstemperatur aufweist,
- – bei dem
das Material auf eine Temperatur über der Schmelztemperatur des
kristallinen oder semikristallinen Polymers oder Copolymers erwärmt wird,
und
- – bei
dem das erwärmte
Material in einer Formgebungsvorrichtung umgeformt wird, indem die
Temperatur des Materials von einer Temperatur über der Kristallisationstemperatur
bis auf eine Temperatur unter der Glasübergangstemperatur des kristallinen
oder semikristallinen Polymers oder Copolymers gesenkt wird.
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Das
Verfahren weist die Besonderheit auf, dass mindestens bei einer
Temperatur über
der Glasübergangstemperatur,
bevorzugt bei einer Temperatur über
der Kristallisationstemperatur (mit Vorteil mindestens für einen
Temperaturbereich über
der Glasübergangstemperatur,
bevorzugt für
einen Temperaturbereich über der
Kristallisationstemperatur), das Material einem elektrostatischen
Feld ausgesetzt wird.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
des Verfahrens wird mindestens beim Absenken der Temperatur von
einer Temperatur über
der Kristallisationstemperatur bis auf eine Temperatur zwischen
der Glasübergangstemperatur
und der Kristallisationstemperatur, das Material einem elektrostatischen
Feld ausgesetzt.
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Das
elektrische Feld wird insbesondere aufgebracht, um einen Elektrostriktionseffekt
oder inversen piezoelektrischen Effekt auszubilden. Der Elektrostriktionseffekt
wird insbesondere bei einer Temperatur nahe der Kristallisationstemperatur
des kristallinen Polymers oder Copolymers erreicht, während der
inverse piezoelektrische Effekt bei einer Temperatur nahe der Glasübergangstemperatur
erreicht wird. Diese Effekte ermöglichen
ein leichteres Fließen
und Gleiten des Polymers auf der Kontaktfläche, insbesondere auf der Oberfläche der
Elektroden, die mit dem Material in Kontakt stehen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
wird mindestens beim Absenken der Temperatur von einer Temperatur über der
Kristallisationstemperatur bis auf eine Temperatur zwischen der
Kristallisationstempe ratur und der Glasübergangstemperatur [insbesondere
bis auf eine Temperatur nahe der Glasübergangstemperatur (bevorzugt
unter oder gleich ungefähr
der Glasübergangstemperatur)],
das Material einem elektrostatischen Feld ausgesetzt. Es wurde festgestellt,
dass außer
einem geringeren Reibungswiderstand, die mechanischen Eigenschaften
oder Merkmale des Produkts verbessert sind.
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Zum
Beispiel wird das Material einem elektrostatischen Feld über einen
Temperaturbereich ausgesetzt, der von einer Temperatur über der
Kristallisationstemperatur bis zu einer Temperatur mindestens 20°C unter der
Kristallisationstemperatur, mit Vorteil mindestens 50°C unter der
Kristallisationstemperatur, bevorzugt mindestens 100°C unter der
Kristallisationstemperatur reicht.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
wird mindestens für
eine Temperatur nahe der Schmelztemperatur, das Material einem elektrostatischen
Feld ausgesetzt. Dies ist von Vorteil, da festgestellt wurde, dass
bei konstantem Materialaustrag durch eine Düse, der zum Verschieben des
Materials in der Düse
notwendige Druck im Falle der Anwendung eines elektrischen Feldes
reduziert ist, zum Beispiel um mindestens das Zweifache im Vergleich
zum notwendigen Druck ohne Anwendung eines elektrischen Feldes.
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Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform
wird mindestens für
eine Temperatur nahe der Schmelztemperatur sowie für einen
Temperaturbereich zwischen einer ersten Temperatur über der
Kristallisationstemperatur und einer zweiten Temperatur zwischen
der Kristallisationstemperatur und der Glasübergangstemperatur, bevorzugt
für einen
Temperaturbereich, der von einer Temperatur nahe (insbesondere über) der Schmelztemperatur
bis zu einer Temperatur unter der Kristallisationstemperatur, insbesondere
nahe der Glasübergangstemperatur
reicht, das Material einem elektrostatischen Feld ausgesetzt.
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Gemäß einem
Kennzeichen einer Ausführungsform,
weist das elektrische Feld eine Intensität von mindestens 800.000 Volt/m
auf, mit Vorteil mindestens 1.000.000 Volt/m, bevorzugt mindestens
2.000.000 Volt/m, zum Beispiel 2.000.00 Volt/m bis 20.000.000 Volt/m,
insbesondere 5.000.000 V/m bis 20.000.000 V/m, wie 5.000.000 V/m,
8.000.000 V/m und 10.000.000 V/m.
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Beim
erfindungsgemäßen Verfahren
wird das Material mit Vorteil einem radialen und/oder längsgerichteten
und/oder quergerichteten elektrischen Feld ausgesetzt, aber bevorzugt
mindestens radial oder in einer Richtung quer zur Breite des Materials,
insbesondere in eine Richtung im Wesentlichen senkrecht zum Materialfluss
in der Düse
oder der Formgebungsvorrichtung.
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Gemäß einer
Ausführungsform
wird die Materialschmelze adiabatisch oder im Wesentlichen adiabatisch
in die Formgebungsvorrichtung geführt.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
wird ein Material umgeformt, das mindestens ein Additiv zur Verbesserung
der dielektrischen Eigenschaften, das heißt der Dielektrizitätskonstante
oder Permittivität enthält. Zum
Beispiel wird dem Material eine ausreichende Menge Additiv zugesetzt,
um die Dielektrizitätskonstante
oder die Permittivität
des kristallinen oder semikristallinen Polymers oder Copolymers
um mindestens 10% zu erhöhen.
Als Beispiel für
Additive sind Verbindungen auf Basis von Titan wie Bariumtitanat,
Titanoxid (TiO2) usw. zu nennen.
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Das
Verfahren gemäß der Erfindung
ist besonders geeignet für
die Umformung von PET, eventuell geladen, zum Beispiel PET aus Produktionsabfällen von
Vorformen oder Flaschen aus PET.
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Gemäß einem
Detail des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist die Formgebungsvorrichtung eine Abkühlvorrichtung eines Extruders
oder eine Gussform. Das elektrische Feld kann gleichermaßen auf
Höhe einer Düse, insbesondere
der Düse
eines Extruders angewendet werden. Die Düse oder Formgebungsvorrichtung weist
mit Vorteil einen Stempel auf, der dazu vorgesehen ist, die innere
Form des Extrudats oder extrudierten Produkts zu formen, und eine
Wand, die dazu vorgesehen ist, die äußere Kontour des Extrudats
oder extrudierten Produkts zu formen. Der Stempel ist mit Vorteil
in Bezug auf die Düse
oder Formungsvorrichtung festgelegt oder im Wesentlichen festgelegt.
Mit Vorteil wird ein radiales elektrisches Feld zwischen dem Stempel und
der Wand ausgebildet, die dazu vorgesehen ist, die äußere Form
des Extrudars oder extrudierten Produkts zu formen, wobei der Stempel
mit Vorteil eine negative Elektrode oder Masse bildet, während die
Wand mit Vorteil eine positive Elektrode bildet.
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Die
Formgebungsvorrichtung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist mit Vorteil
eine Gussform oder eine Abkühlvorrichtung
eines Extruders, zum Beispiel eine Abkühlvorrichtung, die einer Düse zugeordnet
ist, um ein Profil, ein Rohr usw. auszubilden. Die Formgebungsvorrichtung
kann gleichermaßen
eine Gussform und/oder eine Düse
sein, der oder die Einspritzkanäle
einer Form, um zum Beispiel den Einspritzdruck zu reduzieren und/oder
die Anzahl der Abformungen der Form zu erhöhen.
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Die
Erfindung hat ferner ein Produkt zum Gegenstand, das aus einem kristallinen
oder semikristallinen Polymer oder Copolymer ausgebildet ist (geladen
oder nicht), das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten ist.
Mit Vorteil ist das Produkt aus eventuell geladenem PET ausgebildet.
Es wurde festgestellt, dass beim Induzieren eines axialen elektrostatischen
Feldes, insbesondere radial in Bezug auf eine Wand des Produkts,
es möglich
ist, die mechanischen Merkmale der Wand zu verbessern.
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Gemäß einer
besonderen Ausführungsform
der Erfindung ist das Produkt die Vorform für eine Flasche.
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Die
vorliegende Erfindung hat gleichermaßen eine Vorrichtung zur Formgebung
eines thermoplastischen Materials nach einem erfindungsgemäßen Verfahren
zum Gegenstand. Die Vorrichtung umfasst:
- – eine Düse oder
eine Formgebungskammer, die einen Durchgang zum Einführen des
thermoplastischen Materials (zum Beispiel bei einer Temperatur nahe
der Schmelztemperatur, bevorzugt über der Schmelztemperatur oder
bei einer Temperatur über
der Kristallisationstemperatur oder bei einer Temperatur unter der
Kristallisationstemperatur), wobei die Kammer oder Düse eine
oder mehrere Wände
in Kontakt mit dem thermoplastischen Material (zum Formen) aufweist;
- – ein
Abkühlmittel
zum mindestens teilweisen Abkühlen
einer oder mehrerer Wände;
und
- – ein
Mittel zum Erzeugen eines elektrostatischen Feldes in der Formgebungsvorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung umfasst:
- – ein
Mittel zum Verbinden mindestens einer Wand oder eines Teils der
Wand der Kammer oder Düse
in Kontakt mit dem thermoplastischen Material mit einer Elektrizitätsquelle
zum Erzeugen eines elektrostatischen Feldes zwischen mindestens
dieser Wand oder Teils der Wand und einer anderen Wand oder Teils der
Wand der Kammer oder Düse
(Wand oder Teile der Wand, die mit dem thermoplastischen Material
in Kontakt sind).
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Mit
Vorteil umfasst die Vorrichtung ein erstes Mittel zum Verbinden
einer ersten Wand oder eines Teils der Wand mit einem Pol (zum Beispiel
dem positiven Pol) einer Elektrizitätsquelle und ein zweites Mittel
zum Verbinden einer anderen Wand oder eines Teils der Wand mit einem
anderen Pol (zum Beispiel dem negativen Pol) der Elektrizitätsquelle oder
der Masse derart, dass die erste Wand oder Teil der Wand eine positive
Elektrode bildet.
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Gemäß einer
möglichen
Ausführungsform
umfasst die Vorrichtung ein Mittel zum Erzeugen eines elektrostatischen
Feldes oder ist diesem zugeordnet, das ein Mittel ist umfassend
eine positive Elektrode und eine negative Elektrode oder Masse,
wobei die Elektroden oder Masse mit dem thermoplastischen Material
in Kontakt sind, wobei das Mittel zwischen den Elektroden oder zwischen
der oder den positiven Elektroden und der Masse ein elektrostatisches
Feld von mindestens 800.000 V/m, bevorzugt mindestens 1.000.000
V/m (insbesondere über
2.000.000 V/m, zum Beispiel 5.000.000 V/m bis 20.000.000 V/m) erzeugt.
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Bevorzugt
bilden die positive(n) und negative(n) Elektrode(n) oder Masse Wände eines
Kanals, in dem sich in eine Richtung das thermoplastische Material
verlagert, wobei die Elektroden oder Masse angeordnet sind, um ein
elektrostatisches Feld im Wesentlichen senkrecht zur Strömungsrichtung
des Materials im Kanal zu erzeugen.
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Gemäß einem
Detail einer Ausführungsform
umfasst die Vorrichtung eine Düse,
die einer Formgebungskammer zugeordnet ist, und Mittel zum Anschließen einer
oder mehrerer Wände
der Düse
und der Formgebungskammer an mindestens einer Elektrizitätsquelle,
um ein elektrostatisches Feld in der Düse und ein elektrostatisches
Feld in der Formgebungskammer zu erzeugen.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
weist die Formgebungsvorrichtung, mit Vorteil einer Düse zugeordnet,
einen zwischen einer Wand einer positiven Elektrode und einer Wand
einer negativen Elektrode oder Masse definierten Kanal auf, wobei
der Kanal einen Durchgang zum Einführen von thermoplastischer
Materialschmelze (oder nahe der Schmelztemperatur) in den Kanal
aufweist. Es ist im Wesentlichen die gesamte Oberfläche der
Wand (Wände)
des Kanals der Formgebungsvorrichtung (plus eventuell die der Düse) in Kontakt
mit dem thermoplastischen Material aus Elektrodenwänden oder
von Elektrodenwänden
und Masse gebildet. Mit Vorteil sind die Elektroden und/oder Masse
so platziert oder angeordnet, dass ein elektrisches Feld im Wesentlichen
radial in der ganzen Formgebungsvorrichtung sowie eventuell in der
Düse aufgebracht
wird. Wenn die Formgebungsvorrichtung einen Durchgang für den Austritt
des geformten Materials aufweist (zum Beispiel mit einer Temperatur
unter der Kristallisationstemperatur, zum Beispiel bei einer Temperatur
zwischen der Glasübergangstemperatur
und der Kristallisationstemperatur), sind die Elektroden (oder die
eine oder mehrere Elektroden und Masse) mit Vorteil so angeordnet
oder vorgesehen, dass ein radiales elektrisches Feld im Material
im Wesentlichen vom Einführungslauf
des Materials in die Formgebungsvorrichtung bis zum Austrittslauf
des Materials aus der Formgebungsvorrichtung ausgebildet wird.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
sind die Wände
der Formgebungsvorrichtung oder der Abkühlvorrichtung oder der Form
und/oder der Düse
in Kontakt mit dem Material mit Aluminiumoxid ausgerüstet, insbesondere
mit einer Schicht überzogen,
die Aluminiumoxid enthält.
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Gemäß einer
Ausführungsform
umfasst die Vorrichtung einen Stempel, der dazu vorgesehen ist,
die innere Form des Produkts zu formen, das in der Formgebungskammer
geformt wird, wobei diese eine Wand aufweist, die dazu vorgesehen
ist, die äußere Form
des Produkts zu formen. Der Stempel und die Wand, die dazu vorgesehen
ist, die äußere Form
des Produkts zu formen, bilden Elektroden oder eine Elektrode und
eine Masse zum Erzeugen eines radialen elektrischen Feldes, wobei
der Stempel mit Vorteil eine negative Elektrode oder die Masse bildet,
während
die Wand mit Vorteil eine positive Elektrode bildet.
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Mit
Vorteil umfasst die Vorrichtung eine positive Elektrode und eine
negative Elektrode, die angeordnet sind, um dazwischen ein elektrisches
Feld auszubilden und Wände
der Formgebungskammer in Kontakt mit dem thermoplastischen Material
bilden, wobei die positive Elektrode mit Vorteil aus Aluminiumlegierung
hergestellt ist, wobei die Kontaktfläche der Elektrode mit dem thermoplastischen
Material bevorzugt mit einer Aluminiumoxidschicht von mindestens
25 μm Dicke
ausgerüstet
ist.
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Gemäß einer
Besonderheit sind die Wände
der Formgebungsvorrichtung oder der Abkühlvorrichtung und/oder der
Düse in
Kontakt mit dem thermoplastischen Material mit Aluminiumoxid ausgerüstet, insbesondere
mit einer Schicht überzogen
sind, die Aluminiumoxid enthält.
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Gemäß einer
Ausführungsform
ist die Formgebungskammer eine Gussform.
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Mit
Vorteil erstrecken sich ein oder mehrere Isoliermittel zwischen
der positiven Elektrode oder mit dem positiven Pol einer Stromquelle
verbunden und der Masse oder negativen Elektrode oder mit dem negativen Pol
einer Stromquelle verbunden, wobei ein Isoliermittel mit Vorteil
durch eine Schicht eines isolierenden oder dielektrischen Fluids
oder einer Flüssigkeit
gebildet ist.
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Die
Vorrichtung weist mit Vorteil eine Kammer in Kontakt mit der positiven
Elektrode auf, in der sich isolierende Flüssigkeit oder Fluid befindet,
und Durchgänge
in Verbindung mit der Kammer, wobei die Durchgänge mit einem Mittel versehen
sind, um die Kammer mit einem Zirkulationssystem für isolierende
Flüssigkeit oder
Fluid zu verbinden, wobei das System mit Vorteil ein Abkühlsystem
umfasst.
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Gemäß einem
Detail einer Ausführungsform
kann die Länge
der positiven Elektrode oder der positiven Elektroden in Kontakt
mit dem Material, Länge
berechnet in Vorschubrichtung des Materials in der Formgebungskammer
oder Düse, über 5 cm
betragen, mit Vorteil mehr als 10 cm, insbesondere mehr als 20 cm.
Diese Länge
liegt zum Beispiel zwischen 20 cm und 2 m, sogar darüber. Die
Länge der
positiven Elektrode oder der positiven Elektroden wird in Funktion
der Zonen angepasst, wo das elektrische Feld aufgebracht werden
soll, in Funktion des Materialdurchsatzes, in Funktion der Qualität der zu
erhaltenden Produkte, in Funktion der Größe, der Dicke der Produkte
usw.
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Die
Vorrichtung gemäß der Erfindung
ist insbesondere eine Vorrichtung zur Umformung eines kristallinen
oder semikristallinen Polymer- oder Copolymermaterials nach einem
erfindungsgemäßen Verfahren.
Die Vorrichtung umfasst:
- – eine Kammer zur Umformung,
die eine Öffnung
zum Einführen
des Material bei einer Temperatur über der Kristallisationstemperatur
aufweist, wobei die Kammer sich mindestens zwischen einer ersten
Wand oder einem ersten Teil der Wand und einer zweiten Wand oder
einem zweiten Teil der Wand erstreckt;
- – ein
Abkühlmittel
zum Abkühlen
mindestens einer Wand oder eines Teils der Wand der Kammer,
- – eventuell
eine Düse,
deren Austritt mit der Öffnung
zum Einführen
von Material in die Umformungskammer in Verbindung steht, und
- – ein
Mittel zum Ausbilden eines elektrostatischen Feldes zwischen mindestens
einem Teil der ersten Wand oder dem ersten Teil der Wand und mindestens
einem Teil der zweiten Wand oder dem zweiten Teil der Wand und/oder
in der Düse.
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Bevorzugt
umfasst die Vorrichtung eine Düse
und Mittel zum Ausbilden eines elektrischen Feldes in der Düse und in
der Umformungskammer.
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Mit
Vorteil umfasst die Vorrichtung gemäß der Erfindung ein Mittel,
um das Material in der Umformungskammer adiabatisch oder im Wesentli chen
adiabatisch (d. h. ohne Austausch oder Übertragung von Wärme) auf
eine Temperatur über
der Kristallisationstemperatur zu führen.
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Bevorzugt
weist die Umformungskammer eine Austrittsöffnung auf, durch die das umgeformte
Material bei einer Temperatur unter der Glasübergangstemperatur austritt.
Zum Beispiel ist die Umformkammer eine Extrusionsdüse, insbesondere
für ein
Hohlprofil, ein Rohr, eine Leitung, einen Behälter usw.
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Gemäß möglicher
Ausführungsformen
umfasst das Mittel zum Ausbilden eines elektrischen Felde mindestens
zwei Elektroden, die so angeordnet sind, dass sie ein radiales und/oder
transversales und/oder längsgerichtetes
elektrisches Feld ausbilden.
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Bevorzugt
umfasst das Mittel zum Ausbilden eines elektrischen Felde mindestens
zwei Elektroden, die so angeordnet sind, dass sie ein radiales elektrisches
Feld in der Umformungskammer ausbilden. Gemäß einer besonders vorteilhaften
Variante umfasst die Vorrichtung außerdem mindestens zwei Elektroden,
die so angeordnet sind, dass sie ein radiales elektrisches Feld
in der Düse
ausbilden.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ist das Mittel zum Ausbilden eines elektrischen Feldes in Bezug
auf das Abkühlmittel
so ausgerichtet, dass es ein elektrisches Feld mindestens in einer
Zone der Umformungskammer ausbildet, in der das Material von einer
Temperatur über
der Kristallisationstemperatur auf eine Temperatur im Wesentlichen
gleich der Glasübergangstemperatur übergeht.
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Gemäß einer
anderen möglichen
Ausführungsform
umfasst die Vorrichtung ein oder mehrere Mittel zum Ausbilden eines
elektrischen Feldes mindestens in einer Zone der Düse und mindestens
in einer Zone der Umformungskammer derart, dass ein elektrisches
Feld auf das Material von einer Temperatur über der Schmelztemperatur bis
zu einer Temperatur unter der Kristallisationstemperatur einwirkt,
zum Beispiel bis auf eine Temperatur nahe der Glasübergangstemperatur,
sogar unter der Glasübergangstemperatur.
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Gemäß einem
Detail einer Ausführungsform
umfasst die Vorrichtung einen Stempel, der zum Formen der inneren
Form des in der Umformungskammer ausgebildeten Produkts bestimmt
ist, wobei die Umformungskammer eine Wand aufweist, die zum Formen
der äußeren Form
des Produkts bestimmt ist. Der Stempel und die Wand, die zum Formen
der äußeren Form
des Produkts bestimmt ist, bilden Elektroden zum Ausbilden eines
radialen elektrischen Feldes, wobei der Stempel mit Vorteil eine
negative Elektrode oder Masse darstellt, während die Wand mit Vorteil
eine positive Elektrode darstellt.
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Gemäß einem
anderen Detail einer Ausführungsform
umfasst die Vorrichtung eine positive Elektrode und eine negative
Elektrode, die so ausgerichtet sind, dass sie zwischen sich ein
elektrisches Feld ausbilden und die Wände der Umformungskammer in
Kontakt mit dem kristallinen oder semikristallinen Polymer oder
Copolymer darstellen, wobei die positive Elektrode mit Vorteil aus
einer Aluminiumlegierung ausgeführt
ist, wobei die Kontaktfläche
mit dem kristallinen oder semikristallinen Polymer oder Copolymer
bevorzugt behandelt ist, so dass sie eine Schicht aus Aluminiumoxid
von mindestens 25 μm
Dicke erhält.
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Besonderheiten
und Details der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von
Ausführungsbeispielen.
In dieser Beschreibung wird auf die begleitenden Zeichnungen Bezug
genommen. In den Zeichnungen sind:
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1 eine
schematische Ansicht eines Extruders ausgerüstet mit einer Vorrichtung
gemäß der Erfindung,
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2 eine
Schnittansicht eines Details der Extrusionsdüse von 1,
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3 eine
Längsschnittansicht
der Extrusionsdüse,
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4 bis 7 Ansichten,
die die Platzierung der Elektroden zum Erhalt eines speziellen Feldes
zeigen,
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8 eine
schematische Ansicht einer Form gemäß der Erfindung,
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9 eine
Darstellung einer Enthalpiekurve von PET erhalten nach dem DSC-Verfahren
(Differential Scanning Calorimetry),
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10 bis 12 schematische
Ansichten von besonderen Ausführungsformen
der Vorrichtung gemäß der Erfindung,
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13 eine
Anordnung von Elektroden in einem Einspritzkanal einer Form,
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14 eine
Darstellung der Entwicklung des notwendigen Drucks beim Durchtritt
von POM durch eine Formgebungsvorrichtung im Verlauf der Zeit (Zeitpunkt
0 entspricht der Zeit zu Beginn des Einführens des Polymers in die Vorrichtung)
mit und ohne Anwendung eines radialen elektrischen Feldes,
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15 bis 17 ähnlichen
Schaubilder wie die der 14, wobei
das extrudierte Material jeweils PET, PE hoher Dichte und Polypropylen
ist.
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1 zeigt
einen Extruder 2, der ein kristallines oder semikristallines
Polymer durch den Einfülltrichter 1 aufnimmt
(zum Beispiel PET in Form von Granulat oder Schnitzeln). Das Polymer
wird im Extruder 2 aufgeschmolzen und wird in den Kopf 3 geschoben,
der in der Zone A mit einem Stempel 4 ausgerüstet ist,
der dazu bestimmt ist, die innere Form des Extrudats zu ergeben.
Das Extrudat kommt dann in die adiabatische Zone B (Zone 5,
in der kein oder im Wesentlichen kein Wärmeaustausch stattfindet).
Diese Zone ist mit Vorteil konvergent, das heißt der Durchtrittsquerschnitt
dieser Zone nimmt in Vorschubrichtung des Materials ab. Die Temperatur
des Polymers in dieser Zone 5 ist leicht höher als
der Kristallisationspunkt, zum Beispiel eine Temperatur von 1 bis
20°C über dem
Kristallisationspunkt. Die Polymerschmelze kommt dann in die Zone
C, wobei die Zone einer bedeutenden Abkühlung und einem bedeutenden
elektrischen Feld ausgesetzt ist. Die Zone C bildet daher ei nen
Kondensator 6. Das elektrische Feld wird aufrechterhalten
bis die Temperatur des Polymers gleich oder unter der Glasumwandlungstemperatur
des Polymers ist (Zone D). Das stabilisierte Produkt 7 verlässt dann
die Extrusionsdüse.
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Die 2 ist
eine Schnittansicht der Extrusionsdüse verlängert durch eine Formgebungsvorrichtung. Die
Anlage mit Düse/Formgebungsvorrichtung 10 umfasst
eine Umhüllung 11,
die einen Durchtritt aufweist, in dem sich der Stempel 4 erstreckt.
Der Stempel 4 bildet eine negative Elektrode oder die Masse
der Maschine, während
die Umhüllung 11 die
positive Elektrode bildet. Das auf diese Weise ausgebildete elektrische
Feld ist ein radiales Feld, das gegen den Stempel 4 gerichtet
ist. Das radiale elektrische Feld (siehe 3) induziert einen
Elektrostriktionseffekt in den Kristalliten, was sich durch ein
leichtes Ablösen
des Polymers in Bezug auf die positive Elektrode ausdrückt (beim
Polymer ist die Temperatur unter der Kristallisationstemperatur
oder dem Kristallisationspunkt). Die Innenseite der Umhüllung 11 ist
zum Beispiel aus einer Aluminiumlegierung gebildet, mit Vorteil
behandelt und mit einer Schicht aus Aluminiumoxid Al2O3 überzogen.
Die leichte Ablösung ermöglicht eine
Verschiebung des Produkts in der Extrusionsdüse durch die Kraft der Extruderschnecke
und ermöglicht
dem Produkt, aus der Extruderdüse
auszutreten. Das elektrische Feld zwischen den Elektroden ist in
diesem Fall ein Feld von 5.000.000 Volt/m. Das Material tritt zum
Beispiel in die Anlage 10 mit einer Temperatur über der
Schmelztemperatur ein und verlässt
sie bei einer Temperatur unter der Kristallisationstemperatur.
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Die
positive Elektrode 11 ist von der Masse isoliert (zum Beispiel
durch elektrische Isolierkissen und ist mit einem oder mehreren
Abkühlkanälen verbunden.
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Das
Abkühlen
der Anlage 10 (Extrusionsdüse und/oder Formgebungsvorrichtung)
wird zum Beispiel mittels einer elektrisch isolierenden Flüssigkeit
und mit hohem Heizwert vorgenommen, insbesondere mittels einem dielektrischen Öl.
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Eventuell
kann man eine Gaszirkulation mit niedriger Temperatur verwenden,
zum Beispiel Stickstoff, um das Abkühlen zu erreichen.
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Dieses
Isolierfluid dient gleichermaßen
der elektrischen Isolation für
die positive Elektrode. Diese Isolation ist zum Beispiel geeignet,
wenn die Kanäle,
in denen das Fluid fließt,
zwischen der positiven Elektrode und einer Masse ausgebildet ist,
aber gleichermaßen
geeignet, um die positive Elektrode des Zirkulationssystems oder
des Abkühlsystems
des Isolierfluids zu isolieren.
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Das
aus der Extruderdüse
austretende Produkt ist im Fall der 1 ein Rohr
von 9 cm Außendurchmesser,
dessen Wand eine Dicke von 0,5 cm aufweist.
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In 4 ist
ein Transversalschnitt einer Extruderdüse ähnlich wie in 3 dargestellt,
wenn nur der Stempel die positive Elektrode bildet und die Umhüllung 11 die
negative Elektrode bildet.
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In 5 ist
im Querschnitt eine Extruderdüse
eines Hohlprofils mit rechteckigem Querschnitt dargestellt. In dieser
Ausführungsform
bildet der Stempel mit rechteckigem Querschnitt die positive Elektrode,
während
die Umhüllung
die negative Elektrode bildet.
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In 6 ist
schematisch im Längsschnitt
eine Extruderdüse
dargestellt, deren Umhüllung 11 eine
Reihe von einzelnen Elementen 12, 13 umfasst,
die positive Elektroden und negative Elektroden bilden, wobei eine
positive Elektrode 12 von einer negativen Elektrode 13 durch
ein Isolierelement getrennt ist. Die Elektroden sind senkrecht zur
Vorschubachse des Extrudats angeordnet, derart, dass das Polymer
einem längsge richteten
elektrischen Feld ausgesetzt ist oder einem Feld, dessen Richtung
parallel zur Vorschubrichtung des Extrudats ist.
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In 7 ist
teilweise im Schnitt, eine Düse
dargestellt, deren Umhüllung 11 eine
Reihe von einzelnen Elementen 14, 15 umfasst,
die positive Elektroden und negative Elektroden bilden, wobei eine
positive Elektrode 14 von einer negativen Elektrode 15 durch
ein Isolierelement 16 getrennt ist. Die Elektroden sind
zueinander so platziert, dass sie quergerichtete elektrische Felder
definieren, wobei die Richtung der elektrischen Felder senkrecht
zur Vorschubrichtung des Extrudats ist.
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Es
ist natürlich
möglich,
elektrische Felder auszubilden, die aus der Verbindung eines radialen
elektrischen Feldes, eines längsgerichteten
elektrischen Feldes und/oder eines quergerichteten elektrischen
Feldes gebildet sind, indem die Elektroden auf geeignete Weise positioniert
werden. Wenn zum Beispiel der Stempel eine negative Elektrode ist,
werden in den Vorrichtungen der 6 und 7 radiale
und schräge
elektrische Felder, zusätzlich
zu den längsgerichteten
und quergerichteten Feldern ausgebildet.
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In 8 ist
eine Form 20 dargestellt, die eine äußere Umhüllung 21 bildet, die
zwei Teile 21A, 21B umfasst, die voneinander getrennt
werden können,
um die Entnahme des Formteils zu ermöglichen. Es ist ein Hohlraum 23 in
der Umhüllung 21 definiert.
In diesem Hohlraum 23 erstreckt sich ein Kern, zum Beispiel
ein Zylinder 24, wobei dieser Kern an der Einspritzmaschine
befestigt ist. Die Form ist mit Vorteil mit einem Abkühlmittel
ausgerüstet.
Die Umhüllung 21 bildet
zum Beispiel eine positive Elektrode, während der Kern 24 eine negative
Elektrode bildet oder umgekehrt.
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In 9 ist
eine Enthalpiekurve von PET dargestellt, wobei diese Kurve einen
Glasübergangspunkt (hohl)
zeigt, der der Temperatur des Glasübergangs von PET entspricht,
einen Kristallisationspunkt, der der Kristallisationstemperatur
von PET entspricht und einen Schmelzpunkt (hohl), der der Schmelztemperatur
von PET entspricht.
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Zur
Erhöhung
der Dielektrizitätskonstante
von PET kann es zweckmäßig sein,
dem kristallinen oder semikristallinen Polymer Additive zuzusetzen,
die dielektrische Eigenschaften aufweisen. Solche Additive sind dem
Fachmann bekannt. Insbesondere wird Bariumtitanat und/oder TiO2 in Form von Pulver oder Plättchen verwendet.
Zum Beispiel kann die Menge an Additiv(en), die dielektrische Eigenschaften
besitzen, zwischen 0,01 bis 25 Gew.-% liegen, mit Vorteil zwischen
0,1 bis 10 Gew.-%
des kristallinen oder semikristallinen Polymers, und insbesondere
bezogen auf des Gewicht des Polymers PET.
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Die 10 ist
eine Ansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung ähnlich der 1.
Die Vorrichtung umfasst:
einen Extruder 2;
eine
adiabatische Zone 5;
eine Düse 10;
eine Formungsvorrichtung 6,
und
ein Traktionssystem 11, das das Produkt 7 aus
der Formungsvorrichtung zieht.
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In
der Ausführungsform
von 10 ist die Formungsvorrichtung 6 mit
Mitteln versehen, die ein radiales elektrostatisches Feld aufbringen.
Das erhaltene Produkt weist im Vergleich zu einem Produkt, das ohne Anwendung
eines elektrischen Feldes erhalten wurde, um 30% verbesserte mechanische
Eigenschaften auf.
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In
der Ausführungsform
von 11 ist die Vorrichtung ähnlich wie die der 10,
aber es ist keine adiabatische Zone 5 vorhanden (das aus
dem Extruder austretende Produkt kommt direkt in die Düse 10)
und ein elektrostatisches Feld wird auf das in die Düse 10 eintretende
Material aufgebracht statt auf die Formungsvorrichtung 6.
Das elektrische Feld ist mit Vorteil radial. Es wurde festgestellt,
dass bei Aufbringen eines radialen elektrischen Felds in der Düse ein reduzierter
Druck im Extruder ausreichend ist, um einen selben Durchsatz an
extrudiertem Produkt zu gewährleisten,
wie wenn kein elektrisches Feld angewendet ist. Im Fall von kristallinem
Polymer wurde festgestellt, dass der Druck des Extruders um einen
Faktor von 5 bis 10 reduziert werden kann, wenn ein radiales elektrisches
Feld von mindestens 5.000.000 Volt/m aufgebracht ist, wobei der selbe
Durchsatz eingehalten wird wie bei einem Extruder, der mit einer
Düse ausgerüstet ist,
auf die kein elektrisches Feld angewendet ist.
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Beim
Aufbringen eines elektrischen Feldes in der Düse ist es daher möglich, den
extrudierten Materialdurchsatz zu erhöhen, wenn der Extrusionsdruck
verwendet wird, der im Falle verwendet wird, wenn kein elektrisches
Feld auf die Düse
aufgebracht wird. Durch Verändern
der Stärke
des radialen elektrischen Feldes und/oder durch Verändern des
Extruderdrucks ist es daher möglich,
den Durchsatz an extrudiertem Material zu verändern.
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Schließlich ist
die Vorrichtung von 12 ähnlich der von 11,
aber es wird kein radiales elektrisches Feld auf die Formungsvorrichtung 6 aufgebracht.
Diese Vorrichtung ermöglicht
einerseits die Produktion eines vorhandenen Extruders zu erhöhen und
andererseits die mechanischen Eigenschaften des extrudierten Produkts
zu verbessern.
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13 zeigt
schematisch eine mögliche
Anordnung von Elektroden (positive Elektrode 30, negative Elektrode
oder Masse 31) in einem Einspritzkanal 32 einer
Form 33, die zum Beispiel einen in Bezug auf den Kopf einer
Einspritzvorrichtung festen Teil 33A und einen beweglichen
Teil 33B umfasst, der zu einer relativen Bewegung in Bezug
auf den Teil 33A in der Lage ist, um das Entfernen des
geformten Produkts in der Vertiefung und den Vertiefungen 34 zu
ermöglichen.
Der Einspritzkanal 32 weist einen Finger oder Mittel 36 zum Teilen
des Polymerstroms zu verschiedenen Vertiefungen 34 der
Form oder zu mehreren Stellen der Vertiefung oder der Vertiefungen
der Form auf. Der feste Teil der Form weist eine positive Elektrode 30 auf,
die von einer Isolierschicht 35 des Gestells 33A1 des
Teils 33A isoliert ist. Das Gestell 33A1 ist mit
der Masse der Einspritzvorrichtung verbunden. Der bewegliche Teil 33B ist
so ausgerichtet, dass er mit der Masse der Einspritzvorrichtung
verbunden werden kann, mindestens wenn der Teil 33B gegen
den Teil 33A anliegt (Form in geschlossener Position).
Der bewegliche Teil 33B bildet daher mindestens in der
geschlossenen Position der Form 33 gleichermaßen eine
Masse. In der dargestellten Form ist der Finger oder das Mittel 36 vom
Teil 33B getragen. Die Isolierschicht 35 gewährleistet
gleichermaßen
eine Isolation zwischen der positiven Elektrode und dem Einspritzkopf.
Wenn der Einspritzkopf mit einer positiven Elektrode versehen ist,
ist die positive Elektrode der Form mit Vorteil mit der positiven
Elektrode der Einspritzvorrichtung verbunden, wobei die positive
Elektrode der Einspritzvorrichtung daher vom Gestell 33A1 isoliert
ist.
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Beim
Einspritzen fließt
die Materialschmelze in die Einspritzkanäle 32 und insbesondere
zwischen die positive Elektrode und dass Mittel 36 und
eine Seite des Teils 33B. Das Material wird auf diese Weise
einem Feld ausgesetzt, das senkrecht zur Fließrichtung des Materials im
Teil 33A ist.
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Im
Falle, wo der Teil 33A mit Abkühlkanälen ausgerüstet ist, sind diese Kanäle entlang
der Seite der positiven Elektrode ausgerichtet, nicht in Kontakt
mit dem einzuspritzenden Material, wobei das Abkühlfluid damit ein elektrisch
isolierendes Fluid ist, insbesondere ein elektrisch isolierendes
Kühlöl oder ein
dielektrisches Öl.
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14 zeigt
die durch die Extruderschnecke ausgeübten Drücke, die Polyoxymethylen (kristallines Polymer)
in eine polarisierte Formgebungsvorrichtung schiebt [radiales Feld
auf das Material aufgebracht vom Einführen des Materials in die Vorrichtung
(Temperatur nahe der Schmelztemperatur) bis zum Austritt aus der Vorrichtung
bei einer Temperatur nahe der Glasübergangstemperatur] und in
die Formgebungsvorrichtung ohne Polarisation von der Einführung des
Materials bei einer Temperatur nahe der Schmelztemperatur.
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Aus
dieser Figur ergibt sich, dass ohne Polarisation (Kurve I) der Formgebungsvorrichtung,
die Strömung
zunächst
adiabatisch ist (+/–15
Sekunden), dann eine Front oder abruptes Ansteigen des Drucks zu
sehen ist (aufgrund der Kristallisationstemperatur des Polymers).
Danach ist ein Verweilen des Drucks bis zu einer Zeit von 30 Sekunden
nach dem Einführen
des Materials zu sehen. Der Druck nimmt dann weiter bis einem maximal
zulässigen
Druck der Formgebungsvorrichtung und des Extruders (120 bar) zu.
Aufgrund des Abkühlens
des Materials bildet sich in der Formgebungsvorrichtung ein Materialpfropfen
und ein Druck von 120 bar ist nicht ausreichend, um das Material
aus der Formgebungsvorrichtung austreten zu lassen.
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Wenn
die Formgebungsvorrichtung polarisiert ist (radiales elektrisches
Feld von 5.000.000 Volt/m auf das Material aufgebracht ist (Kurve
II) gleich nach Eintritt des Materials in die Formgebungsvorrichtung
ein Druck unter dem ohne Anwendung eines elektrischen Feldes zu
sehen, gefolgt von einem Verweilen bei 20 bar bis zu 60 Sekunden
(Zeit ab dem Einführen
des Materials gemessen). Dann ist ein abruptes Ansteigen des Drucks
aufgrund des Temperaturabfalls des Materials in der Formgebungsvorrichtung
zu sehen, gefolgt von einem Verweilen des Drucks bei ungefähr 60 bar.
Das geformte Material tritt mit einem Druck von ungefähr 60 bar
aus der Vorrichtung aus.
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Diese
Figur zeigt daher, dass durch Aufbringen eines elektrischen Feldes
in der Formgebungsvorrichtung es möglich ist, den maximalen Druck
beträchtlich
zu reduzieren, der notwendig ist, um das Material durch die Formgebungsvorrichtung
zu treiben.
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15 ist
eine Figur ähnlich
wie 14, die aber den Einfluss eines elektrischen Feldes
in der Formgebungsvorrichtung für
PET zeigt. Aus dieser Figur ergibt sich, dass durch Anwendung eines
elektrischen Feldes (Kurve II) der maximale Druck zum Vorschieben
des Materials durch die Vorrichtung reduziert ist. Die Kurve I zeigt
den notwendigen Druck, wenn kein elektrisches Feld aufgebracht ist.
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Schließlich sind
die 16 und 17 Figuren ähnlich wie 14,
die entsprechend auf Polyethylen hoher Dichte und Polypropylen bezogen
sind. Diese Figur zeigt auch, dass durch Aufbringen eines elektrischen
Feldes (in diesem Beispiel radial – Kurve II) es möglich ist,
den maximal notwendigen Druck beim Durchlauf des Materials in der
Formgebungsvorrichtung zu reduzieren. Die Kurve I zeigt den notwendigen
Druck, wenn kein elektrisches Feld aufgebracht ist.
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Eine
solche Druckreduzierung zeigt, dass durch Aufbringen eines elektrischen
Feldes die Reibung des Materials auf den Wänden der Formgebungsvorrichtung
wesentlich verringert ist. Diese geringere Reibung ermöglicht,
sowohl die Produktion zu erhöhen
als auch den Verschleiß des
Extruders und/oder der Formgebungsvorrichtung zu reduzieren, Zwischenfälle aufgrund
von unbeabsichtigter Blockierung von Material in der Formgebungsvorrichtung
zu reduzieren usw.
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Es
wurden gleichermaßen
Probestücke
aus PET, POM und PE hoher Dichte (PEHD) hergestellt, indem ein radiales
elektrisches Feld von 5.000.000 Volt/m in der Formgebungsvorrichtung
aufgebracht wurde, und weitere Probestücke in der Formgebungsvorrichtung
ohne Aufbrin gen eines elektrischen Feldes. Es wurde auf diese Weise
eine im Wesentlichen gleiche Zugfestigkeit für die Probestücke mit
elektrischem Feld wie für
die Probestücke
ohne elektrisches Feld beobachtet. Jedenfalls was den Elastizitätsmodul
betrifft, wurde beobachtet, dass die Probestücke aus POM und PET bei Anwendung
eines elektrischen Feldes einen um ungefähr 60% höheren Elastizitätsmodul
aufweisen im Vergleich zum Modul einer Probe, die ohne elektrisches
Feld hergestellt wurde. Beim Tempern der Probestücke, die mit einem elektrischen
Feld hergestellt wurden (Tempern über 48 Stunden bei einer Temperatur
von 20°C über der
Glasumwandlungstemperatur durchgeführt), wiesen die mit einem
elektrischen Feld hergestellten und getemperten Probestücke einen
noch um ungefähr 20
bis 30% höheren
Elastizitätsmodul
auf als der Elastizitätsmodul
von Probestücken,
die nicht mit einem elektrischen Feld hergestllt und getempert wurden.
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Die
folgende Tabelle gibt den Elastizitätsmodul nach Young (ausgedrückt in MPa)
für eine
ahne elektrisches Feld geformte Probe (A), eine ohne elektrisches
Feld hergestellte aber getemperte Probe (B) und eine mit elektrischem
Feld hergestellte Probe dar.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann zur Herstellung von verschiedenen Teilen verwendet werden, wie
Formteile, extrudierte Teile, Platten, Schienen, Winkel, Folien,
Kanäle
(zum Beispiel für
Kabel), T-Profile, U-Profile,
I-Profile, L-Profile, X-Profile usw.