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Die
Erfindung betrifft eine Rohchip-Befestigungspaste, die hinsichtlich
Lötbruchbeständigkeit
hervorragend ist und zum Bonden von Halbleiterchips verwendet wird,
sowie eine Halbleitervorrichtung, die hinsichtlich Verlässlichkeit
hervorragend ist und unter Verwendung einer solchen Rohchip-Befestigungspaste
hergestellt wird.
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STAND DER TECHNIK
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In
den letzten Jahren hat die Produktionsmenge von Halbleitervorrichtungen
eine stetige Zunahme gezeigt und eine Verminderung der Produktionskosten
davon wurde eine wichtige Aufgabe. Zum Bonden von Halbleiterchips
auf einen Führungsrahmen
gibt es ein Verfahren, das als ein Adhäsionsmittel ein anorganisches
Material wie ein eutektisches Gold-Silicium-Material oder dergleichen
verwendet. Dieses Verfahren ist teuer und kann zu einem Bruch von
Halbleiterchips aufgrund thermischer Beanspruchung führen. Daher
wurde ein Verfahren, das eine Rohchip-Befestigungspaste (ein pastenähnliches
Adhäsionsmittel)
verwendet, das durch Dispergieren eines Füllstoffs in einem organischen
Material oder dergleichen erhalten wird, etabliert.
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Mittlerweile
ist hinsichtlich der Verlässlichkeit
von Halbleitervorrichtungen eine Lötbruchbeständigkeit besonders wichtig.
Eine Rohchip-Befestigungspaste, die fähig ist, eine Halbleitervorrichtung
mit zufrieden stellender Lötbruchbeständigkeit
zu ergeben, muss einen geringen Elastizitätsmodul für eine Relaxation des Unterschieds
hinsichtlich des Längenausdehnungskoeffizienten
zwischen Halbleiterchips und Führungsrahmen aufweisen.
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In
den letzten Jahren wurde die Anforderung für eine Lötbruchbeständigkeit streng. Da Lötmittel
bleifrei wurde, veränderten
sich die Aufschmelz-Weichlötungsbedingungen
von 240°C
auf 260°C.
Um diese Temperaturerhöhung
von 20°C
zu erreichen, wurde ein geringerer Elastizitätsmodul notwendig. Für einen geringeren
Elastizitätsmodul
waren Rohchip-Befestigungspasten, die eine Substanz mit niedriger
Spannung (z.B. einen Gummi) verwenden, bekannt. Jedoch sind sie
außerstande,
die neueste Anforderung hinsichtlich Lötbruchbeständigkeit zu erfüllen, und
eine verbesserte Rohchip-Befestigungspaste wird benötigt.
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BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung beabsichtigt die Bereitstellung einer Rohchip-Befestigungspaste,
die hinsichtlich Lötbruchbeständigkeit
hervorragend ist und zum Bonden von Halbleiterchips verwendet wird,
und einer Halbleitervorrichtung, die hinsichtlich Verlässlichkeit
hervorragend ist und unter Verwendung einer solchen Rohchip-Befestigungspaste
hergestellt wird.
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Erfindungsgemäß wird eine
Rohchip-Befestigungspaste bereitgestellt, umfassend als wesentliche
Bestandteile:
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- (A) einen Kohlenwasserstoff mit einem Molekulargewicht-Zahlenmittel
von 500 bis 5000 und mindestens einer Doppelbindung in dem Molekül oder sein
Derivat,
- (B) ein reaktives Verdünnungsmittel,
- (C) einen Radikal-Polymerisationskatalysator und
- (D) einen Füllstoff.
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Die
Komponente (A), d.h. der Kohlenwasserstoff mit einem Molekulargewicht-Zahlenmittel von
500 bis 5000 und mindestens einer Doppelbindung in dem Molekül oder sein
Derivat, ist eine Kombination einer Verbindung, die durch eine Reaktion
zwischen einem maleinisierten Polybutadien und einem (Meth)acrylsäure/aliphatischen
Dialkoholester erhalten wird, und eines epoxidierten Polybutadiens,
oder ist ein Polybutadien mit einer Acrylsäure- oder Methacrylsäuregruppe
an den zwei terminalen Enden oder ist eine Kombination aus einem
Acryl- oder Methacrylgruppen-enthaltenden Polybutadien, das bei
Raumtemperatur flüssig
ist, und einem epoxidierten Polybutadien. Das reaktive Verdünnungsmittel
(B) wird vorzugsweise aus einer Verbindung mit mindestens einer
Acrylsäure-
oder Methacrylsäuregruppe
in dem Molekül,
einem (Meth)acrylsäure-Monomer mit
mindestens einem Fluoratom in dem Molekül und Diallylphthalat ausgewählt. Ein
Teil des Füllstoffs
(D) ist vorzugsweise mindestens ein Metallelement, ausgewählt aus
Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer und Zink. Die Rohchip-Befestigungspaste
kann ferner (E) ein Silan-Kopplungsmittel, das der nachstehenden
allgemeinen Formel (1):

entspricht,
umfassen, worin R
1 eine Alkoxygruppe mit
1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, R
2 eine
Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, a eine ganze Zahl
von 1 bis 3 ist, m eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist und n eine ganze
Zahl von 1 bis 10 ist. Die Rohchip-Befestigungspaste kann ferner
(F) ein hydriertes Polybutadien mit einem Molekulargewicht-Zahlenmittel
von 500 bis 4000 umfassen. Die Rohchip-Befestigungspaste kann ferner (G)
einen Aushärtungsbeschleuniger
umfassen, der eine Verbindung mit mindestens einer primären Aminogruppe
in dem Molekül
und einem Schmelzpunkt von 100 bis 230°C ist.
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Erfindungsgemäß wird auch
eine Halbleitervorrichtung bereitgestellt, die unter Verwendung
der vorstehenden bevorzugten Rohchip-Befestigungspaste hergestellt
wird.
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GENAUE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Gemäß der Feststellung
der Erfinder kann ein Kohlenwasserstoff mit einem Molekulargewicht-Zahlenmittel
von 500 bis 5000 und mindestens einer Doppelbindung in dem Molekül oder sein
Derivat, d.h. die Komponente (A) der erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste,
eine Rohchip-Befestigungspaste ergeben, die, wenn sie ausgehärtet wird,
ein gehärtetes
Material wird, das Flexibilität
und ein gutes Adhäsionsvermögen über einen
großen
Temperaturbereich zeigt. Beispielsweise in dem Fall eines gehärteten Materials
mit hoher Verhängungszahl
und keiner Flexibilität
kann eine hohe Kohäsionskraft
erhalten werden, aber es ist schwierig, eine hohe Adhäsionskraft
bei der Zwischenphase mit einem Führungsrahmen oder einem Rohchip
zu erhalten. Wenn das Molekulargewicht-Zahlenmittel der Komponente (A) weniger
als 500 beträgt,
ist es schwierig, der sich ergebenden Rohchip-Befestigungspaste
zu ermöglichen,
ein gehärtetes
Ma terial mit ausreichendem Abstand zwischen den Vernetzungsstellen
zu ergeben, und kein ausreichendes Adhäsionsvermögen wird erhalten. Indessen
weist, wenn das Molekulargewicht-Zahlenmittel mehr als 5000 beträgt, die
Komponente (A) eine hohe Viskosität auf und es ist unmöglich, die
Komponente (A) in einer Menge zu verwenden, die erforderlich ist,
um ein ausreichendes Adhäsionsvermögen zu erhalten.
Daher sind solche Molekulargewicht-Zahlenmittel der Komponente (A)
nicht bevorzugt.
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Die
erfindungsgemäß verwendete
Komponente (A) umfasst z.B. Gummis des Dien-Typs wie Butylgummi,
Isoprengummi, flüssiges
Polybutadien und dergleichen und Derivate davon. Die Derivate umfassen acrylisch-modifiziertes
Polybutadien, Epoxy-modifiziertes Polybutadien, usw. Diese Gummis
und Derivate können
einzeln oder in einem Gemisch verwendet werden.
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Die
Komponente (A) ist eine Kombination einer Verbindung, die durch
eine Reaktion zwischen einem maleinisierten Polybutadien und einem
(Meth)acrylsäure/aliphatischen
Dialkoholester erhalten wird, und eines epoxidierten Polybutadiens
oder ein Polybutadien mit einer Acrylsäure- oder Methacrylsäuregruppe
an den zwei terminalen Enden oder eine Kombination eines Acryl-
oder Methacrylgruppen-enthaltenden Polybutadiens, das bei Raumtemperatur
flüssig
ist, und eines epoxidierten Polybutadiens.
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Das
Molekulargewicht-Zahlenmittel der Komponente (A), auf das erfindungsgemäß Bezug
genommen wird, ist ein Polystyrol-reduzierter Wert eines Werts,
der durch Gelpermeationschromatographie erhalten wird.
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Erfindungsgemäß wird das
reaktive Verdünnungsmittel
(B) für
die Viskositätsanpassung,
verbesserte Verarbeitbarkeit und verbesserte Aushärtbarkeit
einer Rohchip-Befestigungspaste verwendet, da eine Verwendung der
Komponente (A) allein und keiner Verwendung der Komponente (B) eine
Rohchip-Befestigungspaste mit hoher Viskosität und geringer Verarbeitbarkeit
ergibt. Bevorzugt als Komponente (B) sind Verbindungen mit mindestens
einer Acrylsäure-
oder Methacrylsäuregruppe
in dem Molekül
wie ein alicyclischer (Meth)acrylsäureester, aliphatischer (Meth)acrylsäureester,
aromatischer (Meth)acrylsäureester
und dergleichen. Spezifische Beispiele sind 1,6-Hexandioldimethacrylat,
1,9-Nonandioldimethacrylat, Phenoxydiethylenglykolacrylat, Laurylacrylat,
Stearylacrylat und Phenoxyethylmethacrylat. Jedoch ist die Komponente
(B) nicht dar auf beschränkt.
Es werden auch vorzugsweise (Meth)acrylsäure-Monomere mit mindestens
einem Fluoratom in dem Molekül
und Diallylphthalat verwendet. Diese Verbindungen können einzeln
oder in einem Gemisch verwendet werden.
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Die
Menge der Komponente (A), die erfindungsgemäß verwendet wird, beträgt vorzugsweise
10 bis 90 Gew.-% in der Gesamtmenge der Komponente (A) und der Komponente
(B). Wenn die Menge der Komponente (A) weniger als 10 Gew.-% beträgt, weist
die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste ein geringes Adhäsionsvermögen auf.
Wenn die Menge mehr als 90 Gew.-% beträgt, weist die sich ergebende
Rohchip-Befestigungspaste eine hohe Viskosität auf und es tritt ein Problem
hinsichtlich der Verarbeitbarkeit auf. Daher sind solche Mengen
nicht bevorzugt.
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Der
erfindungsgemäß verwendete
Radikal-Polymerisationskatalysator (C) ist nicht entscheidend, sofern
er ein Katalysator ist, der herkömmlich
in Radikal-Polymerisationen
verwendet wird. Jedoch ist er vorzugsweise ein Radikal-Polymerisationskatalysator,
der eine Zersetzungstemperatur von 40 bis 140°C aufweist, wenn er einem Schnellaufheiztest
unterzogen wird, wobei 1 g einer Probe auf einer elektrischen Heizplatte
gegeben wird und die Temperatur der Probe bei 4°C/min erhöht wird, um die Ausgangszersetzungstemperatur zu
messen. Wenn die Zersetzungstemperatur weniger als 40°C beträgt, weist
die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste schlechtere Lagerungsfähigkeit
bei Raumtemperatur auf. Wenn die Zersetzungstemperatur mehr als
140°C beträgt, benötigt die
sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste eine extrem lange Aushärtungszeit.
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Als
spezifische Beispiele des Katalysators, der die vorstehende Zersetzungstemperatur
erfüllt,
können 1,1-Bis(tert-butylperoxy)-2-methylcyclohexan,
tert-Butylperoxyneodecanoat und Dicumylperoxid angeführt werden.
Diese Verbindungen können
einzeln oder in einem Gemisch von zwei oder mehreren Arten für eine gesteuerte
Aushärtbarkeit
verwendet werden. Es ist möglich,
ferner einen Polymerisationsinhibitor für eine verbesserte Lagerungsfähigkeit
einer Rohchip-Befestigungspaste
zuzugeben.
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Die
Menge des verwendeten Radikal-Polymerisationskatalysators (C) beträgt vorzugsweise
0,1 bis 10 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile der Summe der Komponente
(A) und der Komponente (B). Wenn die Menge mehr als 10 Gewichtsteile
beträgt,
zeigt die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste eine große Viskosi tätsänderung
mit der Zeit und weist ein Problem hinsichtlich der Verarbeitbarkeit
auf. Wenn die Menge weniger als 0,1 Gewichtsteile beträgt, weist
die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste eine signifikant verminderte
Aushärtbarkeit
auf. Daher sind solche Mengen nicht bevorzugt.
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Es
ist bevorzugt, in der erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste
ein Silan-Kopplungsmittel (E) der allgemeinen Formel (1) zu verwenden,
da die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste ein bemerkenswert
verbessertes Adhäsionsvermögen zeigen
kann. In der allgemeinen Formel (1) ist R1 eine
Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, R2 ist
eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, a ist eine ganze
Zahl von 1 bis 3, die die Anzahl der Kohlenstoffatome der Alkoxygruppe(n)
bestimmt und die Reaktivität
zwischen dem Silan-Kopplungsmittel und dem Harz oder Füllstoff
steuern kann, m ist eine ganze Zahl von 1 bis 5, wobei 3 hinsichtlich
einer Erhältlichkeit
eines solchen Silan-Kopplungsmittels
bevorzugt ist, und n ist eine ganze Zahl von 1 bis 10, wobei 2 oder
4 hinsichtlich einer Erhältlichkeit
eines solchen Silan-Kopplungsmittels bevorzugt ist. Spezifische
Beispiele des Silan-Kopplungsmittels (E) sind nachstehend gezeigt.
Jedoch ist das Silan-Kopplungsmittel (E) nicht darauf beschränkt.
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Die
Menge der verwendeten Komponente (E) beträgt vorzugsweise 0,01 bis 10
Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile der Summe der Komponente (A)
und der Komponente (B). Wenn die Menge weniger als 0,01 Gewichtsteile
beträgt,
wird keine ausreichende Verbesserung hinsichtlich des Adhäsionsvermögens erhal ten. Eine
Menge von mehr als 10 Gewichtsteilen führt zu einer verminderten Aushärtungsgeschwindigkeit.
Daher sind solche Mengen nicht bevorzugt.
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Als
erfindungsgemäß verwendeter
Füllstoff
(D) können
z.B. elektrisch leitende Füllstoffe
wie Silberpulver, Goldpulver, Nickelpulver, Kupferpulver und dergleichen
und isolierende Füllstoffe
wie Aluminiumnitrid, Calciumcarbonat, Silica, Tonerde und dergleichen
angeführt
werden. Ein bevorzugter leitender Füllstoff ist Silberpulver und
ein bevorzugter isolierender Füllstoff
ist Silica.
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Die
Menge des verwendeten Füllstoffs
ist nicht entscheidend, beträgt
jedoch vorzugsweise 20 bis 95 Gew.-% der gesamten Rohchip-Befestigungspaste.
Wenn die Menge weniger als 20 Gew.-% beträgt, neigt die erhaltene Haftfestigkeit
dazu, gering zu sein. Wenn die Menge mehr als 95 Gew.-% beträgt, weist
die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste eine hohe Viskosität auf und
neigt dazu, eine geringe Verarbeitbarkeit zu zeigen. Daher sind
solche Mengen nicht bevorzugt.
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Das
Silberpulver wird für
eine Verleihung elektrischer Leitfähigkeit verwendet und enthält ionische
Verunreinigungen (z.B. Halogenionen und Alkalimetallionen) in einer
Menge von vorzugsweise nicht mehr als 10 ppm. Das Silberpulver wird
in Form von Flocken, Verästelungen
(tree branch), Kugeln oder dergleichen verwendet. Der Partikeldurchmesser
des Silberpulvers ist unterschiedlich, abhängig von der benötigten Viskosität der zu
erhaltenden Rohchip-Befestigungspaste. Jedoch beträgt ein bevorzugter
durchschnittlicher Partikeldurchmesser im Allgemeinen 2 bis 10 μm und ein
bevorzugter maximaler Partikeldurchmesser beträgt im Allgemeinen 50 μm oder weniger.
Wenn der durchschnittliche Partikeldurchmesser weniger als 2 μm beträgt, weist
die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste eine hohe Viskosität auf. Wenn
der durchschnittliche Partikeldurchmesser mehr als 10 μm beträgt, führt die
sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste zu einem Ausschwitzen während eines
Beschichtens oder Aushärtens.
Daher sind solche durchschnittlichen Partikeldurchmesser nicht bevorzugt.
Wenn der maximale Partikeldurchmesser mehr als 50 μm beträgt, findet
ein Verstopfen einer Nadel statt, wenn die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste
unter Verwendung eines Spenders aufgetragen wird. Daher ist ein
solcher maximaler Partikeldurchmesser nicht bevorzugt. Es ist möglich, ein
Gemisch eines relativ groben Silberpulvers und eines feinen Silberpulvers
zu verwenden. Es ist auch möglich,
ein Gemisch von Silberpulvern mit verschiedener Formen zu verwenden.
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Die
Silica als ein isolierender Füllstoff
weist vorzugsweise einen durchschnittlichen Partikeldurchmesser
von 1 bis 20 μm
und einen maximalen Partikeldurchmesser von 50 μm oder weniger auf. Wenn der
durchschnittliche Partikeldurchmesser weniger als 1 μm beträgt, weist
die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste eine hohe Viskosität auf. Wenn
der durchschnittliche Partikeldurchmesser mehr als 20 μm beträgt, führt die
sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste zu einem Ausschwitzen während eines
Beschichtens oder Aushärtens.
Daher sind solche durchschnittlichen Partikeldurchmesser nicht bevorzugt.
Wenn der maximale Partikeldurchmesser mehr als 50 μm beträgt, findet
ein Verstopfen einer Nadel statt, wenn die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste
unter Verwendung eines Spenders aufgetragen wird. Daher ist ein
solcher maximaler Partikeldurchmesser nicht bevorzugt. Es ist möglich, ein
Gemisch von relativ grober Silica und feiner Silica zu verwenden.
Es ist auch möglich,
ein Gemisch von Silica mit verschiedenen Formen zu verwenden.
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Vorzugsweise
ist als Teil des Füllstoffs
mindestens eine Art von Metallelement, das aus Eisen, Kobalt, Nickel,
Kupfer und Zink ausgewählt
wird, in einer Menge von 0,01 bis 10 Gew.-%, basierend auf der Rohchip-Befestigungspaste,
enthalten. Dies ist so, da Metallelemente wie Eisen, Kobalt, Nickel,
Kupfer, Zink und dergleichen die Harzreaktion der erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste
fördern
und der Paste ermöglichen
können,
eine gute Aushärtbarkeit
aufzuweisen. Wenn die Menge des verwendeten Metallelements weniger
als 0,01 Gew.-% beträgt,
wird keine beabsichtigte Wirkung hinsichtlich einer Aushärtungsbeschleunigung
erhalten. Wenn die Menge mehr als 10 Gew.-% beträgt, zeigt die sich ergebende
Rohchip-Befestigungspaste eine zu große Veränderung bei Raumtemperatur
mit der Zeit. Daher sind solche Mengen nicht bevorzugt. Die vorstehenden
Metallelemente können
als einzelne Partikel oder in Form einer Legierung verwendet werden.
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Zu
der erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste
können,
wie erforderlich, Additive wie ein anderes Kopplungsmittel, Antischaummittel,
Tensid, Elastomer, Aushärtungsbeschleuniger
und dergleichen gegeben werden.
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Als
das Elastomer kann vorzugsweise ein hydriertes Polybutadien mit
einem Molekulargewicht-Zahlenmittel von 500 bis 4000 verwendet werden.
Es wurde festgestellt, dass eine Zugabe dieses Elastomers zu einer
signifikanten Abnahme des Elastizitätsmoduls führt. Wenn das Molekulargewicht-Zahlenmittel
des Elastomers weniger als 500 beträgt, wird keine ausreichende
Reduktion des Elastizitätsmoduls
erhalten. Wenn das Molekulargewicht-Zahlenmittel mehr als 4000 beträgt, kann
die sich ergebende Rohchip-Befestigungspaste eine erhöhte Viskosität und ein
vermindertes Adhäsionsvermögen aufweisen.
Daher sind solche Molekulargewicht-Zahlenmittel nicht bevorzugt.
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Spezifische
Beispiele des Elastomers sind ein hydriertes Polybutadien (BI-2000,
ein Produkt von Nippon Soda Co., Ltd.) und ein acrylisch-modifiziertes
hydriertes Polybutadien (TEAI-1000, ein Produkt von Nippon Soda
Co., Ltd.).
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Die
Menge des verwendeten hydrierten Polybutadiens beträgt vorzugsweise
1 bis 20 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile der Summe der Komponente
(A) und der Komponente (B). Wenn die Menge weniger als 1 Gewichtsteil
beträgt,
wird keine ausreichende Verminderung des Elastizitätsmoduls
erhalten. Eine Menge von mehr als 20 Gewichtsteilen führt zu einer
verminderten Verarbeitbarkeit und Aushärtbarkeit. Daher sind solche
Mengen nicht bevorzugt.
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Als
Aushärtungsbeschleuniger
(G) ist eine Verbindung mit mindestens einer primären Aminogruppe
in dem Molekül
und einem Schmelzpunkt von 100 bis 230°C bevorzugt. Eine Zugabe dieser
Verbindung beschleunigt die Aushärtungsreaktion
der erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste,
da die Aminogruppe die Zersetzungsreaktion eines Radikalstarters
beschleunigt. Weiterhin erhöht
die Zugabe die Kohäsionskraft des
gehärteten
Materials der erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste,
wenn die Carbonylgruppe in der Paste vorhanden ist, da sich die
Aminogruppe mit der Carbonylgruppe umsetzt.
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Ein
Schmelzpunkt von weniger als 100°C
ist nicht bevorzugt, da sich die vorstehende Reaktion während der
Herstellung oder der Lagerung der erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste
fortsetzt und zu einer Erhöhung
der Viskosität
führt.
Ein Schmelzpunkt von mehr als 230°C
ist auch nicht bevorzugt, da der Aushärtungsbeschleuniger (G) mit
hoher Wahrscheinlichkeit als ein Feststoff sogar während der
Aushärtung der
erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste
verbleibt und keine beabsichtigte Wirkung erhalten wird. Als spezifische
Beispiele des Aushärtungsbeschleunigers
(G) können
Dicyandiamid, Isophthalsäuredihydrazid,
Adipinsäuredihydrazid,
Sebacinsäuredihydrazid,
Kohlenstoffdihydrazid und Dodecandisäuredihydrazid angeführt werden.
Diese Verbindun gen können
einzeln oder in Kombination von zwei oder mehreren Arten verwendet
werden.
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Die
Menge des verwendeten Aushärtungsbeschleunigers
beträgt
0,3 bis 10 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile der Summe der Komponente
(A) und der Komponente (B). Wenn die Menge weniger als 0,3 Gewichtsteile
beträgt,
kann die beabsichtigte Wirkung nicht zufrieden stellend erhalten
werden. Wenn die Menge mehr als 10 Gewichtsteile beträgt, enthält die sich
ergebende Rohchip-Befestigungspaste
einen zu großen Feststoffgehalt,
und eine verminderte Verarbeitbarkeit wird erhalten. Daher sind
solche Mengen nicht bevorzugt.
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Die
erfindungsgemäße Rohchip-Befestigungspaste
wird z.B. dadurch hergestellt, dass einzelne Materialien vorgemischt
werden, das Vorgemisch unter Verwendung einer Drei-Walzen-Mühle oder
dergleichen verknetet wird und das geknetete Material einer Entgasung
unter vermindertem Druck unterzogen wird.
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Um
eine Halbleitervorrichtung unter Verwendung der erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste herzustellen,
kann ein bekanntes Verfahren verwendet werden.
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BESTE ART ZUM
AUSFÜHREN
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wird nachstehend durch Beispiele und Vergleichsbeispiele
spezifisch veranschaulicht.
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Beispiele 1–15 und
Vergleichsbeispiele 1–3
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In
den Beispielen wurden die nachstehenden Komponenten in den in Tabelle
1 gezeigten Anteilen gemischt. Jedes der sich ergebenden Gemische
wurde unter Verwendung einer Drei-Walzen-Mühle geknetet und jedes geknetete
Material wurde entgast, um verschiedene Rohchip-Befestigungspasten
zu erhalten. Die Leistung jeder Rohchip-Befestigungspaste wurde
gemäß den nachstehenden
Verfahren bewertet. Die Ergebnisse der Bewertung sind in Tabelle
1 gezeigt.
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Komponente (A)
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- Acrylsäure-modifiziertes
Polybutadien (Molekulargewicht-Zahlenmittel: etwa 1000, MM-1000-80,
ein Produkt von Nippon Petrochemical Co., Ltd.),
- Epoxy-modifiziertes Polybutadien (Molekulargewicht-Zahlenmittel:
etwa 1000, E-1000-8, ein Produkt von Nippon Petrochemical Co., Ltd.),
- Polybutadien mit (Meth)acrylsäuregruppen an den zwei terminalen
Enden (Molekulargewicht-Zahlenmittel: etwa 3000, BAC-45, ein Produkt
von Osaka Organic Chemical Ind. Ltd.)
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Komponente (B)
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- Laurylacrylat (NK Ester LA, ein Produkt von Shin-Nakamura
Chemical Co., Ltd.),
- Trifluorethylmethacrylat (Light Ester M-3F, ein Produkt von
Kyoeisha Chemical Co., Ltd.),
- Diallyl-o-phthalat (Daiso Dap Monomer, ein Produkt von Daiso
Co., Ltd.)
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Komponente (C)
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Dicumylperoxid
(Zersetzungstemperatur im Schnellaufheiztest: 126°C, Percumyl
D, ein Produkt von Nippon Oils and Fats Co., Ltd.)
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Komponente (E)
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Bis(3-triethoxysilylpropyl)tetrasulfan
(A-1289, ein Produkt von Nippon Unicar Company Limited)
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Füllstoff (D)
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- Flockiges Silberpulver (durchschnittlicher Partikeldurchmesser:
3 μm, maximaler
Partikeldurchmesser: 20 μm),
- Gemahlene Silica (durchschnittlicher Partikeldurchmesser: 3 μm, maximaler
Partikeldurchmesser: 16 μm),
- Kupferpulver (durchschnittlicher Partikeldurchmesser: 1 um)
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Elastomer
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Hydriertes
Polybutadien (BI-2000, ein Produkt von Nippon Soda Co., Ltd.)
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Aushärtungsbeschleuniger (G)
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Dicyandiamid
(Reagenz, Schmelzpunkt: 209,5°C)
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Kopplungsmittel
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Alkoxysilan
(KBM-403E, ein Produkt von Shin-Etsu Chemical Co., Ltd.)
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In
den Vergleichsbeispielen wurde ein Teil der in den Beispielen verwendeten
Komponenten oder dies zusammen mit den nachstehenden Materialien
als Mischmaterialien verwendet.
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Ein
Vermischen erfolgte in den in Tabelle 2 gezeigten Verhältnissen
und sodann erfolgten ein Kneten und Entgasen in der gleichen Weise
wie in den Beispielen, um Rohchip-Befestigungspasten zu erhalten.
Die Leistung jeder Rohchip-Befestigungspaste wurde gemäß den nachstehenden
Verfahren ermittelt und die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
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- Diglycidylbisphenol A-artiges Epoxidharz, erhalten durch
Umsetzen von Bisphenol A und Epichlorhydrin (Epoxy-Äquivalent:
180, flüssig
bei Raumtemperatur, nachstehend als Bis-A-Epoxy abgekürzt), Cresylglycidylether
(Epoxy-Äquivalent:
185, nachstehend als CGE abgekürzt),
- Phenolisches Novolak-Harz (Hydroxyl-Äquivalent: 104, Erweichungspunkt:
85°C, nachstehend
als PN abgekürzt),
2-Phenyl-4,5-dihydroxymethylimidazol (Curezole 2PHZ, ein Produkt
von Shikoku Chemicals Corporation)
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Bewertung der Leistungen
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(1) Viskosität
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Gemessen
bei 2,5 UpM bei 25°C
unter Verwendung eines E-Typ-Viskosimeters (3°-Konus).
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(2) Elastizitätsmodul
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Ein
Teststück
von 10 × 150 × 0,1 mm
wurde hergestellt (Aushärtungsbedingungen:
175°C und
30 Minuten). Das Teststück
wurde einem Zugversuch unterworfen, um eine Last-Verschiebungs-Kurve
(Testlänge: 100
mm, Testgeschwindigkeit: 1 mm/min, Testtemperatur: 25°C) zu messen,
und ein Elastizitätsmodul
wurde aus der Anfangssteigung der Kurve bestimmt.
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(3) Haftfestigkeit
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Ein
6 × 6
mm-Siliciumchip wurde unter Verwendung einer erhaltenen Paste auf
einem Kupferrahmen befestigt. Das sich ergebende Material wurde
auf eine heiße
Platte von 200°C
für 30
Sekunden und 60 Sekunden gegeben, um zum Aushärten der Paste zu führen. Sodann
wurde die Scherfestigkeit des heißen Rohchips bei 260°C unter Verwendung
eines automatischen Haftfestigkeitsmeßgeräts gemessen.
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(4) Lötbruchbeständigkeit
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Ein
Kupfer-Führungsrahmen
und ein Siliciumchip (6 × 6
mm) wurden unter Verwendung einer erhaltenen Rohchip-Befestigungspaste
gebondet und ein Aushärten
der Paste erfolgte auf einer heißen Scheibe bei 200°C für 60 Sekunden.
Sodann wurde die sich ergebende Einheit mit einem einkapselnden
Material (Sumikon EME-7026, ein Produkt von Sumitomo Bakelite Company
Limited) eingekapselt, um eine eingekapselte Einheit herzustellen
(QFP, 14 × 20 × 2,0 mm).
Die eingekapselte Einheit wurde einer Feuchtigkeitsabsorptionsbehandlung
für 192
Stunden in einer Atmosphäre
von 60°C
und 60% relativer Feuchtigkeit und sodann einer IR-Aufschmelzbehandhtng
(260°C,
10 Sekunden, dreifaches Aufschmelzen) unterzogen, wonach die Anzahl
der Proben mit inneren Rissen durch eine Durchschnittsbeobachtung überprüft wurde
und als Maßstab
einer Lötbruchbeständigkeit
verwendet wurde. Die Gesamtanzahl der zum Testen verwendeten Proben
betrug 8.
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Wie
aus Tabelle 1 und Tabelle 2 ersichtlich ist, sind die erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspasten
verglichen mit denen der Vergleichsbeispiele hinsichtlich Lötbruchbeständigkeit überlegen.
Daher kann eine Halbleitervorrichtung mit erhöhter Verlässlichkeit unter Verwendung
der erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste
hergestellt werden.
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INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
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Die
erfindungsgemäße Rohchip-Befestigungspaste
kann als ein Adhäsionsmittel
zum Bonden eines Halbleiterchips und eines Führungsrahmens in der Halbleiterindustrie
verwendet werden. Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Rohchip-Befestigungspaste
ist es möglich,
eine Halbleitervorrichtung herzustellen, die hinsichtlich Produktivität, Kosten
und Eigenschaften, usw. hervorragend ist.