DE60100820T2 - Pedalanordnung für Fahrzeuge - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Pedalanordnung in einer Fahrzeugkabine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Eine derartige Pedalanordnung ist z. B. in DE-A-31 40 329 offenbart.
- Die Betätigungseinrichtung bzw. das Bedienungselement kann z. B. eine Servobremseinheit sein, die auf der Außenseite einer Zwischenwand zwischen der Kabine und dem Motorraum befestigt ist und die eine Schubstange aufweist, die sich durch die Zwischenwand erstreckt. Der Pedalarm ist gewöhnlicher Weise an seinem oberen Ende gelagert und wirkt zum Bremsen mit seinem Abschnitt unterhalb der Lagerung auf eine Schubstange. Das heißt, dass bei einer Kollision, bei der die Zwischenwand in die Kabine gedrückt wird, die Servoeinheit mit ihrer Schubstange den Pedalarm nach oben verschwenken wird, wodurch oft schwerwiegende Verletzungen der Füße und Schienbeine verursacht werden.
- Um zu verhindern, dass der Pedalarm in dieser Art und Weise nach oben verschwenkt wird, wenn die Servoeinheit in Richtung der Kabine verschoben wird, war es bisher durch SE 9800420 bekannt, z. B. den Pedalarm an einem Punkt entfernt von seinem oberen Ende zu lagern und das obere Ende des Pedalarms verschwenkbar mit einem Ende eines starren Bewegungen übertragenden Stabs zu verbinden, wobei das andere Ende davon verschwenkbar mit einem Ende eines verschwenkbar angebrachten Hebels verbunden war, der wenn er verschwenkt wird, die Schubstange der Servoeinheit verschwenkt. Bei einer Kollision, die verursacht, dass die Servoeinheit in Richtung der Kabine gedrückt wird, wird der Pedalarm nun stattdessen in Richtung des Kabinenbodens nach unten verschwenken. Obwohl diese Ausgestaltung das Risiko von Verletzungen des Schienbeins des Fahrers reduzieren kann, kann sie jedoch im Gegensatz andere schwerwiegende Verletzungen verursachen, wenn der Fuß des Fahrers zum Zeitpunkt der Kollision direkt unter dem Pedal angeordnet ist und zwischen dem Pedal und dem Kabinenboden eingeklemmt wird. Dies ist insbesondere ernst, insofern der Fahrer festgehalten werden sollte, so dass er das Fahrzeug im Falle eines Feuers nicht schnell verlassen kann.
- Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist ausgehend von der Pedalanordnung, die in der Einleitung offenbart wurde, der, eine Pedalanordnung zu erreichen, die das Risiko ausschließt, dass ein Fuß bei einer Kollision, die zu einer Verschiebung einer Bremsenservoeinheit z. B. in Richtung der Kabine führt, zwischen der Unterseite des Pedals und dem Boden der Fahrzeugkabine festgeklemmt wird.
- Die Pedalanordnung, die in der oben erwähnten SE 9800420 dargestellt und beschrieben ist, hat nicht weniger als fünf Schwenkpunkte zwischen dem Pedalarm und der Schubstange der Servoeinheit. Jeder Schwenkpunkt ist zumindest nach einer gewissen Verwendungsdauer eine potentielle Quelle für Spiel und je mehr Schwenkpunkte vorhanden sind, desto größer wird das Gesamtspiel sein. Zumindest ein Schwenkpunkt und in gewissen Fällen zwei Schwenkpunkte kann bzw. können durch starres Anbringen der Endender Drähte an dem entsprechenden Arm, z. B. durch Schweißen, ausgeschaltet werden. Auf diese Weise kann das Spiel in dem System reduziert werden. Ein zusätzlicher Vorteil bei einem Kabel besteht darin, dass größere Toleranzen zugelassen werden können, ohne die Funktion aufzugeben.
- Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die in den begleitenden Zeichungen dargestellten Beispiele genauer beschrieben, in denen
-
1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Pedalanordnung gemäß der Erfindung ist, und -
2 eine entsprechende schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Pedalanordnung gemäß der Erfindung ist. - In den Figuren bezeichnet
1 ein Bremspedal, welches aus einem Pedalarm2 und einer Fußplatte3 besteht. An einem Punkt zwischen seinem oberen und seinem unteren Ende2a bzw.2b ist der Pedalarm2 verschwenkbar an einem Schaft4 angebracht, der an einer Halterung5 befestigt ist, die einen Abschnitt der Karosseriestruktur des Fahrzeugs bildet, der von einer Verkleidungswand6 , d. h. der Wand die die Kabine von dem beabstandeten Motorraum trennt, beabstandet ist. Auf der Seite der Wand6 , die dem Motorraum zugewandt ist, ist ein Hauptbremszylinder7 mit seiner Servoeinheit8 vorgesehen. Auf der entgegengesetzten Seite der Wand6 ist ein Bügel9 angebracht. Ein Kipphebel10 ist in dem Bügel9 gelagert und starr mit einem Hebel11 verbunden. - An dem oberen Ende
11a des Hebels11 ist ein flexibler Stab12 starr angebracht. Der Stab12 kann ein Stahlseil sein, das an dem Hebel11 fest angeschweißt ist. Bei der in1 dargestellten Ausführungsform ist der Stab12 ferner starr an dem oberen Ende2a des Pedalarms2 angebracht. Ist der Abstand zwischen der Halterung5 und der Wand6 klein, kann es notwendig sein, zumindest ein Ende des Stabs12 relativ zu dem zugehörigen Arm verschwenkbar anzubringen und in2 ist eine derartige Alternative dargestellt, in der der Stab12 über einen Verschwenkzapfen13 mit dem oberen Ende des Pedalarms2 verbunden ist. - Der distale Endabschnitt des Kipphebels
10 ist direkt vor einem Ende einer Stellstange14 angeordnet, die sich durch die Wand6 und in die Servoeinheit8 erstreckt. Während normalem Bremsen wird, wenn die Fußplatte3 niedergedrückt wird, so dass sich der Pedalarm2 im Uhrzeigersinn dreht, auch der Hebel11 unter dem Einfluss der Zugkraft von dem Stab12 im Uhrzeigersinn verschwenkt, woraufhin der Kipphebel10 die Stellstange in Richtung der Servoeinheit verschiebt. Sollte das Fahrzeug in eine Frontalkollision verwickelt sein, die zu einem Verschieben der Wand6 mit der Servoeinheit8 führt, so dass der Abstand zu der Halterung5 reduziert wird, wird der Stab12 einer Kompressionskraft ausgesetzt, die bestrebt ist, den Pedalarm in der gleichen Richtung wie beim normalen Bremsen zu drehen. Der Stab12 , der wie zuvor erwähnt wurde, ein Stahlseil sein kann, ist jedoch derart ausgestaltet, dass er nur eine unbedeutende Kompressionskraft übertragen kann, bevor er sich biegt, was bedeuten wird, dass wenn ein Fuß zum Zeitpunkt der Kollision unter der Fußplatte3 ist, kein Risiko bestehen wird, dass er festgeklemmt wird. - Innerhalb des Umfangs der Erfindung ist es auch denkbar, anstelle eines flexiblen Elements, wie beispielsweise einem Stahlseil, ein starres teleskopisches Element vorzusehen, das an beiden Enden mit den entsprechenden Armen verschwenkbar verbunden ist. Beide Teile des Elements können zueinander gedrückt werden, wenn sie einer Kompressionskraft ausgesetzt sind. Hier gehen die Vorteile der starren Befestigung jedoch verloren.
Claims (4)
- Pedalanordnung in einer Fahrzeugkabine, umfassend: eine in der Kabine angebrachte Halterung (
5 ); mindestens einen Pedalarm (2 ), der zum Schwenken um eine von den beiden Enden (2a ,2b ) des Pedalrahmens beabstandete Schwenkachse (4 ) in der Halterung gelagert ist; eine Fußplatte (3 ), die an einem Abschnitt des Pedalarms auf einer Seite der Schwenkachse angebracht ist; ein Bewegungen übertragendes Element (12 ), das erstens mit einem Abschnitt des Pedalarms auf der anderen Seite der Schwenkachse und zweitens mit einem schwenkbar angebrachten Hebel (11 ) verbunden ist, welcher beim Verschwenken eine Betätigungseinrichtung (8 ) auslöst, die an einem Element (6 ) angebracht ist, das von der Halterung beabstandet ist, welches Bewegungen übertragende Element (12 ) derart angeordnet ist, dass der Abstand zwischen seinen Anbringungspunkten (2a ,11a ) an den entsprechenden Armen zumindest im wesentlichen konstant gehalten wird, wenn eine Zugkraft auf das Element wirkt, aber eine Verkürzung zugelassen wird, wenn eine Druckkraft auftritt, dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungen übertragende Element (12 ) zumindest starr an dem Pedalarm (2 ) oder dem Hebel (11 ) befestigt und schwenkbar mit dem anderen der beiden Arme verbunden ist. - Pedalanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungen übertragende Element (
12 ) ein gedehntes elastisches Element ist. - Pedalanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungen übertragende Element (
12 ) ein Metallseil ist. - Pedalanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (
11 ) mit einem Kipphebel (10 ) verbunden ist, der wenn der Hebel verschwenkt wird, auf eine Stellstange (14 ) für eine Servobremseneinheit (8 ) wirkt, die auf der Außenseite einer Zwischenwand (6 ) angeordnet ist, auf dessen Innenseite die Halterung beabstandet von der Zwischenwand angeordnet ist.
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