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Die
vorliegende Erfindung betrifft Deckschichten für optische Elemente, z.B. mehrschichtige
Spiegel, zur Verwendung mit extrem ultravioletter (EUV) Strahlung.
Insbesondere betrifft die Erfindung die Anwendung von Deckschichten
auf optischen Elementen bei lithographischen Projektionsvorrichtungen,
mit:
- • einem
Beleuchtungssystem zum Bereitstellen eines Projektionsstrahls aus
Strahlung;
- • einem
ersten Objekttisch, der einen Maskenhalter zum Halten einer Maske
aufweist;
- • einem
zweiten Objekttisch, der einen Substrathalter zum Halten eines Substrats
aufweist; und
- • einem
Projektionssystem zum Abbilden eines bestrahlten Bereichs der Maske
auf einen Zielabschnitt des Substrats.
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Der
Einfachheit halber kann das Projektionssystem im Folgenden als „Linse" bezeichnet werden;
jedoch sollte dieser Begriff so weit interpretiert werden, dass
er verschiedene Arten von Projektionssystemen umfasst, die beispielsweise
Brechungsoptiken, Reflexionsoptiken, katadioptrische Systeme und
Optiken mit geladenen Teilchen umfassen. Das Beleuchtungssystem
kann auch Elemente umfassen, die nach jedem dieser Prinzipien zum
Leiten, Formen oder Steuern des Projektionsstrahls arbeiten, und
derartige Elemente können
nachstehend auch zusammen oder einzeln als eine „Linse" bezeichnet werden. Ferner können der
erste und der zweite Objekttisch jeweils auch als „Maskentisch" und „Substrattisch" bezeichnet werden.
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Im
vorliegenden Dokument wird die Erfindung unter Verwendung eines
Referenzsystems aus orthogonalen X-, Y- und Z-Richtungen beschrieben,
und die Rotation um eine Achse parallel zur I-Richtung ist mit Ri
bezeichnet. Ferner soll sich, sofern im Kontext nicht anders erforderlich,
der hierin verwendete Begriff „vertikal" (Z) eher auf die
Richtung senkrecht zur Substrat- oder Maskenoberfläche oder
parallel zur optischen Achse eines optischen Systems beziehen, als
auf jegliche spezielle Ausrichtung der Vorrichtung. Gleichermaßen bezieht
sich der Begriff „horizontal" auf eine Richtung
parallel zur Substrat- oder Maskenoberfläche oder senkrecht zur optischen
Achse und somit senkrecht zur „vertikalen" Richtung.
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Lithographische
Vorrichtungen können
zum Beispiel bei der Herstellung integrierter Schaltungen (IC) verwendet
werden. In einem derartigen Fall kann die Maske (Reticle) ein Schaltungsmuster
enthalten, das einer individuellen Schicht der integrierten Schaltung
entspricht, und dieses Muster kann auf einen belichteten Bereich
(Die) auf ein Substrat (Silizium-Wafer) abgebildet werden, das mit
einer Schicht aus lichtempfindlichem Material (Resist) beschichtet
ist. Im allgemeinen enthält
ein einzelner Wafer ein ganzes Netzwerk benachbarter Dies, die sukzessive
nacheinander durch das Reticle belichtet werden. Bei einer Art von
lithographischer Projektionsvorrichtung wird jeder Die belichtet,
indem das ganze Reticlemuster in einem Schritt auf den Die aufgebracht
wird; eine derartige Vorrichtung wird allgemein als Wafer-Stepper bezeichnet.
Bei einer anderen Vorrichtung – die
im allgemeinen als Step-and-Scan-Vorrichtung
bezeichnet wird – wird
jeder Die bestrahlt, indem das Reticlemuster unter dem Projektionsstrahl
in einer vorbestimmten Richtung (der „abtastenden" Richtung) schrittweise
abgetastet wird, während
der Wafer parallel oder antiparallel zu dieser Richtung synchron
abgetastet wird; da im allgemeinen das Projektionssystem einen Vergrößerungsfaktor
M (im allgemeinen < 1)
aufweist, ist die Geschwindigkeit V, bei welcher der Wafer-Tisch
abgetastet wird, ist um einen Faktor M mal so groß wie diejenige,
bei welcher der Reticletisch abgetastet wird. Weitere Informationen
hinsichtlich lithographischer Vorrichtungen, wie sie hier beschrieben
sind, können
beispielsweise der internationalen Patentanmeldung
WO97/33205 entnommen werden.
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Bis
vor kurzem enthielten lithographische Vorrichtungen einen einzelnen
Maskentisch und einen einzelnen Substrattisch. Jedoch sind nun Maschinen
erhältlich,
die wenigstens zwei unabhängig
voneinander bewegbare Substrattische aufweisen; siehe zum Beispiel
die in den internationalen Patentanmeldungen
WO98/28665 und
WO98/40791 beschrieben mehrstufigen
Vorrichtungen. Das derartigen mehrstufigen Vorrichtungen zugrunde
liegende Arbeitsprinzip besteht darin, dass, während sich ein erster Substrattisch
bei der Belichtungsstelle unter dem Projektionssystem befindet,
damit ein erstes auf diesem Tisch platziertes Substrats belichtet
werden kann, ein zweiter Substrattisch zu einer Ladestelle fahren
kann, ein vorher belichtetes Substrat abnimmt, ein neues Substrat
aufnimmt, einige Anfangsmessungen am neuen Substrat vornimmt und dann
bereit ist, das neue Substrat zur Belichtungsstel le unter dem Projektionssystem
weiter zu leiten, sobald die Belichtung des ersten Substrats beendet
ist; der Zyklus wird dann wiederholt. Auf diese Weise ist es möglich, den
Maschinendurchsatz wesentlich zu erhöhen, wodurch wiederum die Investitionskosten
für die
Maschine verbessert werden. Selbstverständlich könnte das gleiche System mit
nur einem Substrattisch verwendet werden, der sich zwischen den
Belichtungs- und den Messstellen hin- und herbewegt.
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Bei
einer lithographischen Vorrichtung ist die Größe der Strukturen, die auf
den Wafer abgebildet werden können,
durch die Wellenlänge
der Projektionsstrahlung begrenzt. Um integrierte Schaltungen mit
einer höheren
Bauteiledichte und somit mit höheren
Betriebsgeschwindigkeiten herstellen zu können, ist es wünschenswert,
kleinere Strukturen abbilden zu können. Auch wenn die meisten
gegenwärtigen
lithographischen Projektionsvorrichtungen ultraviolettes Licht verwenden,
das durch Quecksilberlampen oder Excimer-Laser erzeugt wird, ist
vorgeschlagen worden, Strahlung mit kürzerer Wellenlänge von
ungefähr
13 nm zu verwenden. Derartige Strahlung wird extrem ultraviolette
(EUV) oder weiche x-Strahlung genannt und mögliche Quellen umfassen Laserplasmaquellen
oder Synchrotronstrahlung von Elektronenspeicherringen. Ein Entwurf
einer lithographischen Projektionsvorrichtung, die Synchrotronstrahlung
verwendet, ist beschrieben in „Synchrotron radiation
sources and condensers for projection x-ray lithography", JB Murphy et al,
Applied Optics Bd. 32 Nr. 24 Seite 6920–6929 (1993).
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Optische
Elemente zur Verwendung im EUV-Spektralbereich, z.B. mehrschichtige
Dünnschichtreflektoren,
reagieren besonders empfindlich auf physikalische und chemische
Beschädigungen,
die ihre Reflexionsfähigkeit
und optische Qualität
erheblich mindern können.
Reflexionsfähigkeiten
bei diesen Wellenlängen sind
bereits gering, verglichen zu Reflektoren bei längeren Wellenlängen, was
ein besonderes Problem ist, seitdem ein typisches lithographisches
EUV-System neun Spiegel aufweisen kann; zwei in der Beleuchtungsoptik,
sechs in der Abbildungsoptik plus das reflektierende Reticle. Es
ist daher evident, dass selbst eine „geringe" Abnahme von 1–2% der Spitzenreflexionsfähigkeit
eines einzelnen Spiegels eine signifikante Minderung des Lichtdurchsatzes
im optischen System hervorrufen wird.
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Ein
weiteres Problem besteht darin, dass einige Quellen der EUV-Strahlung,
z.B. auf Plasma basierte Quellen, dahingehend „schmutzig" sind, dass sie auch signifikante Mengen
an schnellen Ionen und anderen Partikeln ausgeben, die optische
Elemente im Beleuchtungssystem beschädigen können.
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Vorschläge zur Minderung
dieser Probleme umfassen das Bewahren der optischen Systeme auf
sehr hohem Vakuum, wobei besonders dringende Anforderungen an die
Teildrücke
von Kohlenwasserstoffen gestellt werden, die auf die optischen Elemente
adsorbiert und dann durch die EUV-Strahlung gespalten werden können, um
opake Karbonschichten zurückzulassen.
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Die
US 5,433,988 offenbart einen
mehrschichtigen Reflektor für
weiche x-Strahlen, der, bei einem Beispiel, mit einer Deckschicht
aus Karbon mit einer Dicke von 10 Å versehen ist.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine lithographische
Projektionsvorrichtung zu schaffen, die wenigstens einen mehrschichtigen
Spiegel aufweist und für
den Projektionsstrahl extrem ultraviolette Strahlung (EUV) verwendet,
wobei der Spiegel gegen chemische und physikalische Angriffe widerstandsfähiger ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden diese und weitere Aufgaben bei der lithographischen
Projektionsvorrichtung erreicht, wie sie in den beigefügten Ansprüchen definiert
ist.
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Der
Reflektor kann ein mehrschichtiger Spiegel mit beinahe senkrechtem
Einfall oder ein Spiegel mit streifendem Einfall sein, der entweder
im Beleuchtungs- oder im Projektionssystem enthalten ist.
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Das
relativ inerte Material sollte oxidationsresistent sein.
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Die
Deckschicht sollte ausreichende Dicke aufweisen, um das darunter
liegende optische Element vor einem Angriff zu schützen, so
dass die Deckschicht effektiv „chemisch
opak" ist, sie sollte
jedoch nicht zu dick sein, so dass sie nicht zu viel der einfallenden
Strahlung absorbiert. Hierfür
kann die Deckschicht eine Dicke im Bereich zwischen 0,5 bis 10 nm
aufweisen, vorzugsweise zwischen 0,6 bis 6 nm und am besten zwischen 0,5
bis 3 nm.
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Die
Deckschicht kann selbst einen mehrschichtigen Aufbau aufweisen,
z.B. zwei Schichten, wobei die äußerste Schicht
sowohl für
eine verbesserte chemische Widerstandsfähigkeit als auch einen niedrigen
Brechungsindex bei der Wellenlänge
des Projektionsstrahls gewählt
ist, um die Reflexionsfähigkeit
bzw. Durchlässigkeit
zu verbessern.
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Ein
zweiter Aspekt der Erfindung schafft ein Verfahren zur Herstellung
eines Bauteils wie in den beigefügten
Ansprüchen
definiert.
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Bei
einem Herstellungsprozess, bei dem eine lithographische Projektionsvorrichtung
gemäß der Erfindung
eingesetzt wird, wird ein Muster in einer Maske auf ein Substrat
abgebildet, das zumindest teilweise von einer Schicht aus energiesensitivem
Material (Resist) bedeckt ist. Vor diesem Abbildungsschritt kann
das Substrat mehreren Verfahrensschritten unterzogen werden, wie
Grundieren, Schutzlackbeschichtung und ein Softbake. Nach der Belichtung
kann das Substrat weiteren Verfahrensschritten ausgesetzt werden,
wie Post-Exposurebake (PEB), Entwicklung, ein Hardbake und Messen/Inspizieren
der abgebildeten Strukturen. Diese Gruppe von Verfahrensschritten
wird als Basis verwendet, um eine individuelle Schicht eines Bauelements, z.B.
einer integrierten Schaltung, mit einem Muster zu versehen. Eine
derart gemusterte Schicht kann dann mehreren Verfahrensschritten
wie Ätzen,
Ionenimplantation (Doping), Metallisierung, Oxydation, chemo-mechanisches Polieren
etc. ausgesetzt werden, die alle dazu dienen, eine individuelle
Schicht fertig zu stellen. Sind mehrere Schichten erforderlich,
muss die gesamte Prozedur, oder eine Variante davon, für jede neue Schicht
wiederholt werden. Schließlich
befindet sich eine Gruppe von Bauelementen auf dem Substrat (Wafer). Diese
Bauelemente werden dann durch ein Verfahren wie Teilen (Dicing)
oder Sägen
voneinander getrennt, wonach die einzelnen Elemente auf einen Träger montiert,
an Pins angeschlossen etc. werden können. Weitere Informationen
hinsichtlich derartiger Verfahrensschritte können zum Beispiel dem Buch „Microchip
Fabrication: A Practical Guide to Semiconductor Processing", 3. Ausgabe, von
Peter van Zant, McGraw Hill Publishing Co., 1997, ISBN 0-07-067250-4
entnommen werden.
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Obwohl
in diesem Text speziell auf die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bei der Herstellung von integrierten Schaltungen hingewiesen werden
kann, sollte klar sein, dass eine derartige Vorrichtung weitere
Anwendungsmöglichkeiten
haben kann. Zum Beispiel kann sie bei der Herstellung von integrierten
optischen Systemen, Leit- und Erfassungsmustern für Magnetblasenspeicher,
Flüssigkristall-Anzeigetafeln, Dünnschicht-Magnetköpfen und
dergleichen verwendet werden. Der Fachmann wird erkennen, dass im Kontext
mit derartigen alternativen Anwendungsmöglichkeiten jede Benutzung
der Begriffe „Reticle", „Wafer" oder „Die" in diesem Text jeweils
durch die allgemeineren Begriffe „Maske", „Substrat" und „Zielabschnitt" ersetzt worden sind.
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Die
vorliegende Erfindung und ihre zugehörigen Vorteile wird nachstehend
mit Bezug auf exemplarische Ausführungsformen
und die begleitenden schematischen Zeichnungen beschrieben, wobei:
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1 eine
erfindungsgemäße lithographische
Projektionsvorrichtung zeigt;
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2 eine
graphische Darstellung von Schichtdicken eines für 51 Perioden optimierten erfindungsgemäßen Mo/Si-Stapels
ist;
-
3 eine
graphische Darstellung von Schichtdicken eines erfindungsgemäßen 50 Perioden Mo-Ru/Si-Stapels
ist;
-
4 eine
graphische Darstellung von R9 über die
Wellenlänge
im 13,4 nm Bereich für
mehrere Spiegel, die die Erfindung verkörpern, und eines herkömmlichen
Spiegels zu Vergleichszwecken ist;
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5 eine
graphische Darstellung von Schichtdicken eines erfindungsgemäßen 50 Perioden Mo-Ru-Sr/Si-Stapels
ist;
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6 eine
graphische Darstellung von Schichtdicken eines erfindungsgemäßen nadeloptimierten
50 Perioden Mo-Ru-Sr/Si-Stapels ist;
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7 eine
graphische Darstellung von Schichtdicken eines erfindungsgemäßen 80 Perioden Ru-Sr/Be-Stapels
ist;
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8 eine
graphische Darstellung von R9 über die
Wellenlänge
im 11,3nm-Bereich für
mehrere Spiegel, die die Erfindung verkörpern, und eines herkömmlichen
Spiegels zu Vergleichszwecken ist;
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9 eine
graphische Darstellung von R9 über die
Wellenlänge
für mehrere
Spiegel, die sowohl herkömmlicher
als auch erfindungsgemäßer Art
sind, sowie der Emissionsintensität einer laserinduzierten Xe-Strahl-Plasmaquelle
ist;
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10 eine
graphische Darstellung von R und von R9 über die
Wellenlänge
eines erfindungsgemäßen Rh-Ru/Sr-Ce-Stapels
ist;
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11 eine
graphische Darstellung von Schichtdicken eines erfindungsgemäßen optimierten Rh-Ru/Sr-Ce-Stapels
ist;
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12 eine
graphische Darstellung von R über
die Wellenlänge
eines erfindungsgemäßen Rh-Ru/SiO2-Aerostapels ist; und
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13 ein
Diagramm einer mehrschichtigen Beschichtung ist, die eine erfindungsgemäße Deckschicht
aufweist.
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In
den verschiedenen Zeichnungen weisen gleiche Teile gleiche Bezugsziffern
auf.
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Ausführungsform
1
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1 zeigt
schematisch eine erfindungsgemäße lithographische
Projektionsvorrichtung. Die Vorrichtung umfasst:
- • ein Strahlungssystem
LA, IL zum Bereitstellen eines Projektionsstrahls PB aus EUV-Strahlung;
- • einen
ersten Objekttisch (Maskentisch) MT, der einen Maskenhalter zum
Halten einer Maske MA (z.B. ein Reticle) aufweist und mit einer
ersten Positionierungseinrichtung PM zur genauen Positionierung
der Maske im Hinblick auf den Gegenstand PL verbunden ist;
- • einen
zweiten Objekttisch (Substrattisch) WT, der einen Substrathalter
zum Halten eines Substrats (z.B. ein mit einer Schutzschicht beschichteter
Silizium-Wafer) W aufweist und mit einer zweiten Positioniereinrichtung
PW zur genauen Positionierung des Substrats im Hinblick auf den
Gegenstand PL verbunden ist;
- • ein
Projektionssystem („Linse") PL (z.B. ein Brechungs-
oder katadioptrisches System oder ein Reflexionssystem) zum Abbilden
eines bestrahlten Bereichs der Maske MA auf einen Zielabschnitt
C (Die) des Substrats W.
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Das
Strahlungssystem umfasst eine Quelle LA (z.B. einen Undulator oder
Wiggler, der um den Weg eines Elektronenstrahls in einem Speicherring
oder Synchrotron oder einer laserinduzierten Plasmaquelle vorgesehen
ist), die einen Strahl aus Strahlung erzeugt. Dieser Strahl wird
entlang mehrerer optischer Bauteile im Beleuchtungssystem („Linse") geführt, so
dass der daraus resultierende Strahl PB so gesammelt wird, dass er
bei der Eingangspupille und der Maske eine einheitliche Beleuchtung
abgibt.
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Der
Strahl PB trifft dann auf die Maske MA auf, die in einem Maskenhalter
auf dem Maskentisch MT gehalten wird. Nachdem er von der Maske MA
selektiv reflektiert worden ist, läuft der Strahl PB durch die
Linse PL, die den Strahl PB auf einen Zielabschnitt C des Substrats
W fokussiert. Mit Hilfe der ersten Positioniereinrichtung PW und
der interferometrischen Verschiebungsmesseinrichtung IF kann der
Substrattisch WT genau bewegt werden, zum Beispiel um unterschiedliche
Zielabschnitte C im Weg des Strahls PB zu positionieren. Auf gleiche
Weise kann die Positioniereinrichtung PM verwendet werden, um die
Maske MA im Hinblick auf den Weg des Strahls PB genau zu positionieren,
zum Beispiel nachdem die Maske MA mechanisch aus einer Maskenbibliothek
geholt worden ist. Im allgemeinen wird die Bewegung der Objekttische
MT, WT mit Hilfe eines langhubigen Moduls (Grobpositionierung) und
eines kurzhubigen Moduls (Feinpositionierung) durchgeführt, die
in 1 nicht explizit dargestellt sind.
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Die
gezeigte Vorrichtung kann auf zwei unterschiedliche Arten eingesetzt
werden:
- • Im
Step-Modus wird der Maskentisch MT im wesentlichen stationär gehalten
und ein ganzes Maskenbild in einem Schritt (d.h. einem einzelnen „Flash") auf einen Zielabschnitt
C projiziert. Der Substrattisch WT wird dann in x- und/oder y-Richtung
verschoben, so dass ein anderer Zielabschnitt C durch den Strahl
PB bestrahlt werden kann;
- • Im
Scan-Modus geschieht im wesentlichen das Gleiche, mit der Ausnahme,
dass ein bestimmter Zielabschnitt C nicht in einem einzigen „Flash" belichtet wird.
Stattdessen ist der Maskentisch MT in einer vorgegebenen Richtung
(der sogenannten „Abtastrichtung", z.B.. der x-Richtung)
mit einer Geschwindigkeit ν bewegbar,
um zu veranlassen, dass der Projektionsstrahl PB ein Maskenbild
abtastet; gleichzeitig wird der Substrattisch WT simultan in die
gleiche oder entgegengesetzte Richtung mit einer Geschwindigkeit
V = Mν bewegt,
wobei M die Vergrößerung der
Linse PL ist (gewöhnlich
M = ¼ oder
1/5). Auf diese Weise kann ein relativ großer Zielabschnitt C belichtet
werden, ohne dass hinsichtlich der Auflösung Kompromisse eingegangen
werden müssen.
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Das
Beleuchtungssystem IL kann wie in der anhängenden
Europäischen
Patentanmeldung 00300784.6 (Referenz der Anmelderin P-0129)
konstruiert sein.
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Beispiele
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Die
im Folgenden beschriebenen Beispiele der Erfindung sind durch Berechnungen
erhalten worden, die unter Verwendung des Entwicklungsprogramms
für dünne Schichten
TFCaIc (Software Spectra Inc.) durchgeführt und unter Verwendung von
Lpro (4D Technology Ltd.) verifiziert worden sind. Die eingebauten Global-
und Nadeloptimierungsroutinen von TFCaIc wurden für die Optimierungsprozesse
verwendet, wie sie in A. V. Tikhonravov, Appl. Opt. 32, 5417 (1993),
A.V. Tikhonravov, M. K. Trubetskov und GM. DeBell, Appl. Opt. 35,
5493 (1996) und J. A. Dobrowski und R. A. Kemp, Appl. Opt. 29, 2876
(1990) beschrieben sind. Die optischen Konstanten der verschiedenen
Materialien, nämlich
der komplexe Brechungsindex N = n – ik sind von atomaren Streufaktoren
von Henke et. al abgeleitet und wurden vom CXRO-Webserver in Berkley (B. L. Henke, E.
M. Gullikson und J. C. Davis, Atomic Data and Nucelar Data Tables,
54(2), 181–342
(1993) erhalten; http://www.cxro.Ibl.gov/optical constants/). Die
Werte von n und k für
die verwendeten Materialien sind als Wellenlängenfunktionen von 6 nm bis
42 nm heruntergeladen worden und als solches ist die Wellenlängenabhängigkeit
von n und k bei allen Berechnungen impliziert. Die Werte von n und
k für verschiedene
Materialien bei eini gen Wellenlängen
von besonderem Interesse sind in der nachstehenden Tabelle 1 tabellarisch
aufgeführt. Um
die Leistungsverstärkung
der Reflektoren gemäß der Erfindung
demonstrieren zu können,
ist bei den nachstehenden Beispielen ideale „weiße" Lichtillumination gegeben.
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Vergleichsbeispiel 1
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Vergleichsbeispiel
1 ist ein Si-basierter Standard-Mehrschichtstapel mit einem nicht
optimierten 50-Perioden Mo/Si-System, das auf einem Zerodur (RTM)
Glassubstrat gewachsen ist, mit einem Trennungsverhältnis Γ = 0,4, das
eine dMo = 2,8 nm und eine dSi =
4,1 nm ergibt. Darüber
hinaus soll die finale Si-Schicht Oxidation ausgesetzt sein und
eine ~2 nm Schicht aus nativem Oxid effektiv bilden. Eine Analyse
eines derartigen Stapels ergibt eine Spitzenreflexionsfähigkeit
bei ~13,4 nm von R = 0,731. Dieser Stapel liefert die Referenz für Leistungsvergleiche
von Stapeln gemäß der Erfindung.
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Beispiele 2 bis 23
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Die
illustrativen Beispiele 2 bis 4 und die Beispiele 5 bis 23 gemäß der Erfindung
bestehen aus Variationen des Stapels des Referenzbeispiels 1, wie
in der nachstehenden Tabelle 2 genauer beschrieben. In Tabelle 2
zeigt Spalte 2 die bei den Schichten des Stapels verwendeten Materialien;
Spalte 3 zeigt die angewandte Optimierung: N bezeichnet keine, Y
bezeichnet Globaloptimierung und Y(n) bezeichnet Nadeloptimierung (weiter
unten beschrieben); Spalte 4 zeigt die verwendete Deckschicht; Spalte
5 zeigt die Spitzenreflexionsfähigkeit
R; Spalte 6 zeigt die R9-Spitzenreflexionsfähigkeit in relativen Einheiten
und Spalte 7 zeigt die R9int (integrierte)
Reflexionsfähigkeit
in relativen Einheiten.
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Für ein 9-Reflektorsystem
ist der Wert R9, der die Nettoreflexionsfähigkeit einer Reihe von neun
Reflektoren ist, ein sinnvolleres Maß des optischen Durchsatzes.
R9int ist der Bereich unter der Kurve im
R9vs·λ (Wellenlängen)-Spektrum.
Die Variation zwischen R9peak und R9int für
einen bestimmten Stapel ist ein Hinweis auf eine Variation in der
spektralen Halbwertsbreite, die eine Funktion des Optimierungspro zesses
ist, oder der eingefügten
Materialien, oder des Deckschichtmaterials, oder jeder Kombination
aus den dreien.
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Die
finalen Oberflächenschicht
aller Beispiele 2 bis 20 ist eine 4.1–4,5 nm Si-Schicht, auf die
die in Spalte 4 spezifizierte Deckschicht aufgebracht oder auf der
sie im Falle von SiO2 gewachsen ist. Ein
Anwachsen von SiO2 verbraucht die Si-Schicht,
so dass im Falle von Beispiel 2 die beiden oberen Schichten 2 nm
Si sind, die Reste der ungefähr
4 nm Si-Schicht vor der Oxidation und die als finale Schicht der
Mehrfachschicht betrachtet werden kann, und 2 nm SiO2.
Die Beispiele 21 bis 23 enden mit einer 4,0 bis 4,4 nm Rb-Schicht,
auf welche die in Spalte 4 spezifizierte Deckschicht aufgebracht
ist.
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Das
illustrative Beispiel 2 ist ein nicht optimierter Mo/Si-Stapel,
bei dem ein 2 nm natives Oxid auf einer oberen 6 nm Si-Schicht wachsen
kann (verglichen zu der oberen 4 nm Schicht des Vergleichsbeispiels
1), resultierend in einem 1%igen Zuwachs an R, einem 13%igen Zuwachs
an R9peak und einem 7%igen Zuwachs an R9int.
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Bei
dem illustrativen Beispiel 3 wird ein 25%iger Zuwachs an R9int durch Aufbringen einer 2 nm B-Deckschicht
erzielt. Weitere Zuwächse
in den Beispielen 4 bis 7 folgen, indem Rh oder Ru als Deckschicht gewählt werden
und der Stapel optimiert wird. Ein Zuwachs von bis zu 36% für einen
Zweikomponenten-Mehrschichtstapel (Mo/Si) kann durch Optimierung
erzielt werden, wie durch Beispiel 7 gezeigt.
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2 zeigt
die Schichtstruktur eines 51-Perioden (102 Schicht)optimierten Mo/Si-Stapels mit einer
1,5 nm Deckschicht. In der Figur ist die Schicht 0 die Substratoberfläche. Wie
ersichtlich, führt
die Optimierung des Mo/Si-Stapels zu einer graduellen, gleichmäßigen Variation
der Schichtdicke durch den Stapel, während die Periodenbreite nominell
konstant bei ca. 6,8 bis 7,0 nm bleibt. In der Nähe des Substrats ändert sich
dMo≈ dSi ≈ 3,5
nm zu dMo ≈ 2,7
nm und dSi ≈ 4,2 nm nahe der Oberfläche. Bei
dem in 2 dargestellten Stapel bleibt das Trennungsverhältnis Γ bei ca.
0,4 für
die ersten 20 Perioden von der Oberfläche (eine Periode = ein Schichtpaar,
d.h. eine Mo-Schicht und eine Si-Schicht) und ändert sich danach graduell
auf ca. 0,5 bei dem Substrat. Somit scheint es, dass je höher die
Absorption im Material ist, umso gerin ger ist die Dicke nahe der Oberfläche für eine optimale
Reflexionsreaktion. Dieses Phänomen
wird nachstehend erörtert.
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Das
Dreikomponentensystem der Beispiele 8 bis 12 ist zunächst als
ein Zweikomponenten Mo/Si-Stapel eingerichtet worden, wobei das
dritte Material zwischen den Mo- und Si-Schichten angeordnet und
seine Ausgangsdicke auf Null gesetzt ist. Der globale Optimierungsprozess
variiert dann die Dicke aller Schichten, bis sie sich einem vorab
eingestellten Reflexionsziel nähert.
Im Falle von Mo-Rh/Si und Mo-Ru/Si
wird Mo nahe der Oberfläche
und Rh oder Ru werden nahe des Substrats favorisiert, wohingegen
bei dem Mo-RbCl/Si-System RbCl (was eine Einzeleinheit ist) Si im
Zentrum des Stapels teilweise ersetzt, d.h. die Summe der Dicken der
benachbarten RbCl- und Si-Schichten nähert sich der Dicke von Si
in einem Standardstapel an. Die Schichtstruktur für den Mo-Ru/Si-Stapel
ist in 3 gezeigt. Dieser Stapel hat 50 Si-Schichten,
einschließlich der
obersten Schicht, und weist daher 148 Schichten insgesamt plus einer
1,5 nm Ru-Deckschicht auf. In der Figur ist die Schicht 0 die Substratoberfläche. Es
ist ein 50%iger Zuwachs im berechneten Durchsatz für das Mo-Ru/Si-System
gegenüber
dem Standard-Mo/Si-Stapel beobachtet worden.
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Beispiel
12 zeigt eine weitere Verbesserung von R9int
für das
Mo-Ru/Si-System unter Verwendung der Nadeloptimierung. Bei der Nadeloptimierungsroutine
werden zusätzliche
Schichten aus bestimmten Materialien, in diesem Fall Mo, Ru und
Rh mit verschwindend geringer Dicke, dem Stapel periodisch hinzugefügt. Diese
Schichten dürfen
dann gemäß einem
lokalen Optimierungsprozess wachsen oder werden abgewiesen. Der nadeloptimierte
Stapel enthält
daher ebenfalls Rh und zusätzliche
Mo-Schichten, wobei das Nettoergebnis davon ein 59%iger Zuwachs
an R9int verglichen mit dem Standardstapel
ist. Es ist auch wert festzustellen, dass in diesem Fall R9int > R9peak, wobei die Spitzenreflexionsfähigkeit
von 0,764 nur marginal unter dem für den optimierten Standard-Mo-Ru/Si-Stapel
liegt. Dies zeigt, dass aus dem Nadeloptimierungsprozess eine wesentlich
größere spektrale
Halbwertsbreite resultiert, wie in 4 zu sehen,
die eine graphische Darstellung einer R9 über die
Wellenlänge
im 13,4nm-Bereich ist. Linie A zeigt den Standard-Mo/Si-Stapel,
Referenzbeispiel 1; B ist optimiertes Mo/Si, Beispiel 4; C ist Mo-Ru/Si-nadeloptimiert, Beispiel
12; D ist Mo-Ru-Sr/Si-nadeloptimiert, Beispiel 19, und E ist Mo/Rb-optimiert,
Beispiel 22.
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Die
Reihenfolge der Schichten in den Dreikomponentenstapeln kann variiert
werden. Beispielsweise kann Rh-Mo/Si anstelle von Mo-Rh/Si und Ru-Mo/Si
anstelle von Mo-Ru/Si
verwendet werden.
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Die
Vierkomponentenstapel, Beispiele 13 bis 20, sind in ähnlicher
Weise wie die vorstehend beschriebenen Dreikomponentenstapel aufgebaut.
Die am stärksten
favorisierte Kombination ist Mo-Ru-Sr/Si mit einem relativen Zuwachs
an Ausgangsintensität
von bis zu 88%. 5 zeigt die Schichtdicken (nm)
eines 50-Perioden Mo-Ru-Sr/Si-Stapels mit einer Ru-Deckschicht.
Wie vorher bezeichnet die Schicht 0 die Substratoberfläche. Wieder überwiegt
innerhalb der ersten 50 Substratschichten Ru gegenüber Mo.
Die Spitzen im Mo-Schichtdickenprofil zeigen die Schichten an, bei
denen die Ru-Schicht vollständig
durch Mo ersetzt worden ist, wie durch das numerische Optimierungsverfahren
empfohlen. Dies ist für
den Zuwachs von R9int nicht essentiell,
und die relevanten Mo-Schichten können durch Mo- und Ru-Schichtpaare ersetzt
werden. Sr erfüllt eine ähnliche
Funktion für
Si im Stapel, da es einen hohen Wert n und einen niedrigen Extinktionskoeffizienten k
aufweist (siehe Tabelle 1). Die geringe Absorption innerhalb der
Sr-Schichten bewirkt eine Bevorzugung in der oberen Hälfte des
Stapels. Wie bei dem vorstehend erörterten Mo-Ru/Si-Beispiel nähern sich
die Summen der Dicken von Si und Sr und Ru und Mo jeweils den in 2 gezeigten
optimierten Si- und Mo-Dicken an. Die bevorzugte Reihenfolge der
Elemente ist: Ru-Mo-Sr-Si. Die Gruppierung von Schichten kann auch
variiert werden, z.B. Ru-Mo-Sr/Si kann für Berechnungszwecke als Ru-Mo/Sr-Si
angesehen werden.
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6 zeigt
die Schichtdicken eines nadeloptimierten 50-Perioden (50 Si-Schichten)
Mo-Ru-Sr/Si-Stapels. Rh ist nur in der unteren Stapelhälfte vorhanden
und in den ersten 40 Schichten vorherrschend. Bei den untersten
Schichten wird Rh gegenüber
Ru wegen seines höheren
optischen Kontrasts mit Si trotz seines höheren Extinktionskoeffizienten
vorgezogen.
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Sr
und Y sind aufgrund der komplexen Chemie von Y und der hohen Reaktionsfähigkeit
von Sr weniger leicht aufzubringen, daher weniger bevorzugt, zeigen
jedoch immer noch Vorteile gegenüber
dem herkömmlichen
Stapel. Mo-Ru-Zr/Si und Mo-Ru-RbCl/Si
sind besonders vielversprechend, ebenso wie die gleichen Schichten
in der Reihenfolge Ru-Mo-Zr/Si und Ru-Mo-RbCl/Si.
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Ein
Vergleich der optischen Konstanten von Rb und Si (Tabelle 1) zeigt,
dass Rb im Prinzip ein optimaleres Material als eine Abstandsschicht
ist. Mit einem Wert n von 13,4 nm ähnlich zu dem von Si (beinahe Eins)
würde Rb
den optimalen Kontrast mit z.B. Mo und Ru aufrecht erhalten. Darüber hinaus
macht der niedrigere Wert des Extinktionskoeffizienten k, verglichen
zu dem von Si, Rb zu einem beinahe optimalen Abstandsmaterial. Dies
wird durch die Beispiele 21 bis 23 bekräftigt, wie aus Tabelle 2 ersichtlich.
Ein Zuwachs an Spitzenreflexionsfähigkeit von 5% ist für den Mo/Rb-Stapel zu finden,
verglichen zu dem äquivalenten Mo/Si-Stapel,
der einen Wert von R9int erbringt, der um
mehr als einen Faktor 2 höher
ist als der des Standard-Mo/Si-Stapels.
Allerdings ergeben Rb-basierte Systeme aufgrund der hohen Reaktionsfähigkeit
und des extrem niedrigen Schmelzpunktes (39°C) von Rb bauliche und betriebliche
Schwierigkeiten.
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Referenzbeispiel 24
-
Das
Referenzbeispiel 24 ist ein Mehrschichtstapel zur Verwendung mit
11,3 nm, der ein nicht optimiertes 80-Perioden-Mo/Be-System umfasst,
das auf einem Zerodur(RTM) Glassubstrat gewachsen ist, mit einem Trennungsverhältnis Γ = 0,4, das
eine dMo =2,3 nm und eine dBe =
3,4 nm ergibt. Dies ist die Referenz für die Beispiele 25 bis 40,
die für
eine Verwendung bei 11,3 nm eingestellt sind.
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Beispiele 25 bis 40
-
Tabelle
3 entspricht Tabelle 2, enthält
jedoch Daten für
das illustrative Beispiel 26 und die Beispiele 25 und 27 bis 40
gemäß der Erfindung,
die Reflektorstapel sind, die für
eine Verwendung bei 11,3 nm abgestimmt sind.
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Die
Optimierungseffekte und die Deckschichtaufbringung sind bei 11,3
nm weniger wichtig als bei 13,4 nm, wobei nur eine 8%ige Verbesserung
von R9int gegeben ist.
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Allerdings
werden Ru und Rh bei dem 11,3 nm Fenster Mo vorgeszogen. Der Ru/Be-Stapel weist einen
relativen optischen Durchsatz auf, der bis zu 70% größer ist
als der im Vergleich zu dem Mo/Be-Referenzbeispiel, wohingegen der
Durchsatz des Rh/Be-Stapels um 33% größer ist. Auch wenn dies erheblich
weniger ist als für
Ru/Be, kann diese Kombination bei einigen Anwendungen der Erfindung
aufgrund von Faktoren wie der Chemie der Schichtgrenzen von Rh-Be
vorzuziehen sein.
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Eine
besonders bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung ist der „nadeloptimierte" Rh/Be-Stapel, der
einen riesigen Zuwachs an Reflexionsfähigkeit ergibt. Dies ist auf
die Aufnahme von Pd-, Ru- und Mo-Schichten während des Optimierungsprozesses
zurückzuführen, wodurch
eine effektive Umwandlung in einen Rh-Ru-Pd-Mo/Be- oder Pd-Rh-Ru-Mo/Be-Multikomponentenstapel
erfolgt.
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Die
Schichtdicken eines 80-Perioden (80 Be-Schichten) Ru-Sr/Be-Stapels,
der eine 1,5 nm Ru-Deckschicht aufweist, sind in 7 gezeigt. Ähnliche
Ergebnisse können
mit Ru/Sr-Be erzielt werden. Wie vorher ist die Substratoberfläche als
Schicht 0 dargestellt. Aufgrund ihrer ähnlichen optischen Konstanten, üben Be und
Sr ähnliche
Funktionen im Stapel aus, wobei Ru in der Nähe des Substrats vorherrscht.
Die Summe der Be- und Sr-Dicken nahe der Oberfläche beträgt ca. 4,1 nm, wohingegen die
Ru-Dicke ca. 1,7 nm beträgt.
Diese unterscheiden sich erheblich von den Dicken des Mo/Be-Stapels
mit Γ =
0,4. Dies ist auf den höheren
Extinktionskoeffizienten von Ru zurückzuführen, verglichen zu Mo, so
dass eine geringere Ru-Dicke bevorzugt wird. Der Zuwachs bei der
Verwendung von Ru anstelle von Mo ist zurückzuführen auf die daraus resultierende
Zunahme des optischen Kontrasts mit Be. Die bevorzugte Stapelperiode
ist: Ru-Sr-Be.
-
Ausgewählte Spektren
von Be-basierten Mehrfachschichten sind in 8 gezeigt.
Diese Figur zeigt Aufzeichnungen von R9 über die
Wellenlänge
im 11,3 nm Bereich für
fünf Stapel.
A ist der Mo/Be-Referenzstapel, B ist ein optimierter Mo/Be-Stapel mit
einer Ru-Deckschicht, C ist ein optimierter Ru/Be-Stapel, D ist
ein nadeloptimierter Rh/Be-Stapel und E ist ein optimierter R-Sr/Be-Stapel
mit Ru-Deckschicht.
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Die
Beispiele 35 bis 40 sind Strontium enthaltende Dreikomponentensysteme,
die Durchsatzerhöhung von
bis zu einem Faktor 2 erreichen.
-
Rh
und Ru sind für
diesen Wellenlängenbereich
als Deckschichten optimal und ergeben einen Ru-Zuwachs von 0,7–1,0%.
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Illustrative Beispiele 41 bis 44
-
Aus
der vorstehenden Berechnungsanalyse der verschiedenen Mehrschichtsysteme
für den
EUV-Bereich zwischen 11 nm und 14 nm scheint es, dass signifikante
Zunahmen der Spitzenreflexionsfähigkeiten
und der integrierten Reflexionsfähigkeiten
für ein
optisches 9-Spiegelsystem möglich
sind. Eine Kombination aus Deckschichtwahl, global- und nadeloptimierten
Routinen und, was am wichtigsten ist, die Aufnahme zusätzlicher
oder ersetzender Materialien in den Stapel scheint das Rezept für eine Reflexionszunahme
zu sein. Metalle wie Rh und Ru, die im allgemeinen unter Verwendung
verschiedener Vakuumbedampfungsverfahren leicht aufgebracht werden,
ergeben Vorteile, insbesondere in Verbindung mit Be für den 11,3
nm Bereich, wo sie Mo in theoretischen Versuchen übertreffen.
Ferner ist es denkbar, dass durch die Verwendung der verschiedenen
vorstehend erörterten
Kombinationen Probleme der Schichtgrenzenrauhigkeit, die mit Mo/Si(Be) verbunden
sind, etwas gemindert werden können.
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Beispielsweise
in den Mo-Rh/Si- und Mo-Ru/Si-Stapeln werden verbesserte Ergebnisse
gegeben, wobei Rh(Ru) nahe des Substrats und umgekehrt nahe der
Oberfläche
gegenüber
Mo vorherrscht. Dies kann so sein, weil Rh und Ru bei 13,4 nm einen
höheren
optischen Kontrast mit Si darstellen als Mo, wohingegen der Extinktionskoeffizient
k, und daher die Absorption innerhalb der Schicht, für Mo niedriger
ist als für
Rh und Ru. In der Nähe
der Oberfläche
des Stapels ist eine geringe Absorption wichtig, so dass die auftreffende
Strahlung so tief wie möglich
in den Stapel eindringt, damit die maximale Phasenaddition erreicht
wird. Jedoch wird tief im Stapel, wo die Intensität gering
ist, ein erhöhter
optischer Kontrast favorisiert, damit die reflektierte Intensität maximiert
werden kann.
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Wenn
Sr in der Struktur enthalten ist, ist sie vorzugsweise im Bereich
nahe der Oberfläche
des Stapels angeordnet und ersetzt teilweise Si. Dies kann durch ähnliche
Argumente erklärt
werden, der Wert von n für Sr
liegt unter dem von Si und daher bedeutet, während der optische Kontrast
der Materialien mit niedrigem n etwas gesenkt ist, der niedrigere
Wert von k für
Sr, verglichen mit Si (siehe Tabelle 1), dass die Absorption innerhalb
der Schicht geringer ist, weshalb Sr nahe der Oberfläche des
Stapels favorisiert wird. Die für
Be-basierte Stapel für
einen 11,3nm-Betrieb erhaltenen Daten zeigen, dass ähnliche
Effekte auftreten.
-
Die
Beispiele 41 bis 44 sind für
die Verwendung einer Xenon-Strahl laserinduzierten Plasmaquelle (Xe-Strahl
LPS) entwickelt, die eine Spitzenausgangsintensität von ca.
10,9 nm aufweist, etwas unterhalb des Bereichs, für den die
vorstehend beschriebenen Reflektoren konstruiert waren.
-
9 zeigt
die R9-Reflexionsfähigkeiten (linke Achse) verschiedener
Reflektoren und die relative Xe-Strahl LPS Emissionsintensität (rechte
Achse) über
die Wellenlänge
in nm (X-Achse). In 9 ist:
- (a)
die Spektralempfindlichkeit des konventionellen nicht optimierten
Mo/Si-Stapels und
wird als Referenz für
relative Reflexionsfähigkeitszahlen
verwendet;
- (b) ein optimierter Mo/Si-Stapel ähnlich dem vorstehenden Beispiel
7;
- (c) ein optimierter Rh-Ru-Mo/Sr-Si-Stapel;
- (d) ein konventioneller, nicht optimierter Mo/Be-Stapel ähnlich dem
vorstehenden Vergleichsbeispiel 24;
- (e) ein optimierter Rh-Mo/Be-Stapel ähnlich dem vorstehenden Beispiel
40;
- (f) ein optimierter Pd-Rh-Ru-Mo/Be-Stapel;
- (g) ein optimierter Pd-Rh-Ru/RbCl-Stapel, der Beispiel 41 der
Erfindung bildet;
- (h) ein optimierter Rh-Ru/P-Stapel, der Beispiel 42 der Erfindung
bildet;
- (i) ein optimierter Rh-Ru/Sr-Stapel, der Beispiel 43 der Erfindung
bildet,
-
Auch
wenn die Beispiele 41 bis 43 ein geringeres R9peak
und R9int aufweisen als andere vorstehend beschriebene
Beispiele, haben sie den Vorteil, dass ihre Spitzenreflexionsfähigkeit
dem Emissionsmaximum des Xe-Strahls LPS sehr nahe kommt. Sie sind
daher ideal für
die Verwendung mit dieser Quelle. Wenn der Durchsatz des nicht optimierten
Mo/Si-Stapels 1,0 beträgt,
stellen die Beispiele 41 (g), 42 (h) und 43 (i) jeweils relative
Durchsätze
von 3,0, 5,7 und 6,5 bereit. Dies kann auch gut mit dem Durchsatz
des Mo/Be-Stapels (d) verglichen werden, der 5,7 beträgt und die
Verwendung von Be, das hochtoxisch ist, vermeidet.
-
Weitere
Verbesserungen der Spitzenreflexionsfähigkeit mit Werten über 0,75
im 9,0 bis 12nm-Bereich können
in Vierkomponentenstapeln erzielt werden, die P und Sr kombinieren,
z.B. Rh-Ru/P-Sr.
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Ein
weiterer Fortschritt ist durch Beispiel 44 gezeigt. Beispiel 44
ist ein nadeloptimierter Rh-Ru/Sr-Ce-Stapel mit einer Spitzenreflexionsfähigkeit
von R = 0,776 bei 10,9 nm. 10 zeigt
die volle Wellenlängenabhängigkeit
von R (linke Achse) und R9 (rechte Achse)
von Beispiel 44 im 10–12nm-Bereich. 11 zeigt
Schichtdicken in diesem Stapel.
-
Beispiele 45 bis 48
-
Einige
weitere alternative Stapelkonfigurationen sind in Tabelle 4 gezeigt.
In dieser Tabelle ist das erfindungsgemäße Beispiel 45 ein Dreischichtenstapel
aus Ru-Nb/Si, wodurch demonstriert ist, das Niobium einen Si-basierten
Stapel ebenfalls verbessern kann, ist ansonsten aber das gleiche
wie die Beispiele 8 bis 12 von Tabelle 2.
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Zur
Verwendung bei 12,8 nm können
unterschiedliche Mehrfachschichten optimal sein. Zwei derartige Mehrfachschichten
sind die erfindungsgemäßen Beispiele
47 und 48 von Tabelle 5. Bei 46 ist der R-Wert von konventionellem
So/Si (äquivalent
zum Vergleichsbeispiel 1) bei 12,8 nm gegeben. Es ist leicht zu
erkennen, dass das Hinzufügen
von Ru, das Mo teilweise ersetzt, bei dieser Frequenz die Reflexionsfähigkeit
verbessert, während
die Verwendung von Beryllium als Abstandsmaterial, das Silizium
teilweise ersetzt, weitere Verbesserungen schafft.
-
Im
allgemeinen können
die Lanthaniden (seltene Erdmetalle) guten optischen Kontrast mit
Metallen wie Mo, Ru und Rh bereitstellen und können bei Reflektoren näher beim
Substrat bevorzugt werden. Bei dieser Position ist optischer Kontrast
bereitgestellt, weil die Lanthaniden einen Brechungsindex n sehr
nahe Eins aufweisen, was den Nachteil überwiegt, dass ihre Extinktionskoeffizientenwerte
k nicht so niedrig sind wie einige andere Materialien im 9–16nm-Bereich.
Lanthan wird bei oder nahe 13 nm besonders bevorzugt.
-
Weitere
alternative Abstandshalter, die bei der Erfindung verwendet werden
können,
sind poröse
Materialien wie Siliziumdioxid (Aerogel) geringer Dichte, mit einer
Dichte von ca. einem Zehntel von dem von festem Siliziumdioxid. 12 zeigt
die Wellenlängensensitivität eines
Rh-Ru/SiO2-Aerostapels, der derartige poröse Siliziumdioxide
verwendet. Seine relativ breite Reflexionsfähigkeitsspitze unter 11 nm
ist festzustellen. Weitere Materialien geringer Dichte, die verwendet
werden können,
sind: Titan- und
Aluminium-Aerogele; nano-poröses
Silizium, mesoporöses
Silizium, Nanocluster aus Silizium und weiterer Halbleiter. Diese
Materialien können
zur Herstellung von Reflektoren verwendet werden, die auf spezielle
Wellenlängen
durch den 8 bis 20nm-Wellenlängenbereich
eingestellt sind. Die Materialien sind sinnvoll, da die Werte für n und
k dichteabhängig
sind. Mit abnehmender Dichte geht der Brechungsindex n auf Eins
und der Extinktionskoeffizient k auf Null. Die Dichte eines typischen
Si-Aerogels beträgt
0,2 gcm–3,
während
die von porösem
Si 1,63 gcm–3 beträgt.
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Beispiele 49 bis 65
-
Weitere
Beispiele sinnvoller Deckschichten sind in den Tabellen 5 und 6
angegeben, welche die gleichen Daten wie vorherige Tabelle enthalten.
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In
Tabelle 5 ist 49 ein Vergleichsbeispiel eines optimierten (für 13,4 nm)
50-Perioden Mo/Si-Stapels, dessen äußerste Schicht 2 nm von SiO2 gebildet durch natürliche Oxidation der finalen
Si-Schicht im Stapel ist. Dieses Vergleichsbeispiel bildet die Referenz
für Relativwerte
von R9peak und R9int
für die
illustrativen Beispiele 50-53, 55 und 56 sowie die Beispiele 54
und 57 der Erfindung. Diese Beispiele unterschei den sich vom Vergleichsbeispiel
49 nur in der angezeigten Deckschicht, die auf die finale Si-Schicht
des Stapels aufgebracht wird, bevor diese Schicht oxidieren kann.
Es ist zu sehen, dass sowohl Palladium (Pd), Boronkarbid (B4C), Boronnitrid (BN), Siliziumkarbid (SiC),
Siliziumnitrid (Si3N4)
als auch diamantartiges Karbon (dl-C) eine verbesserte Reflexionsfähigkeit
bzw. eine akzeptable Minderung schaffen, während sie einen hohen Widerstandsgrad auf
chemische Angriffe aufweisen.
-
In
Tabelle 6 ist 58 ein Vergleichsbeispiel, das aus einem 80-Perioden
optimierten (für
11,3 nm) Mo/Be-Stapel besteht, ähnlich
mit einer äußersten
Schicht aus 2 nm Be0, gebildet durch natürliche Oxidation der finalen
Be-Schicht. Dieses Vergleichsbeispiel bildet die Referenz für die Relativwerte
von R9peak und R9int für die illustrativen
Beispiele 59 bis 63 und die Beispiele 64 und 65 der Erfindung. Die
Beispiele 59 bis 65 unterscheiden sich vom Vergleichsbeispiel 58
durch die angezeigte Deckschicht, die aufgebracht wird, bevor die äußere Be-Schicht
oxidieren kann. Wiederum ist zu erkennen, dass die spezifizierten
Schichten eine verbesserte Reflexionsfähigkeit bzw. eine akzeptable
Minderung schaffen, während
sie einen hohen Widerstandsgrad auf chemische Angriffe aufweisen.
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Beispiele 66 bis 76
-
In
den Beispielen 66 bis 76 enthält
die Deckschicht eine modifizierte finale Schicht der Mehrfachbeschichtung
sowie eine zugeordnete Deckunterschicht, um eine zwei- oder dreischichtige
Schutzstruktur zu bilden, wodurch die Gesamtdicke der oberen Schichten
erhöht
und die Wahrscheinlichkeit einer unvollständigen Abdeckung durch Aufbringen
von Mehrfachschichten reduziert wird. Dies ist in 13 dargestellt.
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Der
Reflektor der Beispiele 66 bis 76 der Erfindung umfasst das Substrat 10,
auf das N Perioden abwechselnder Schichten aus einem ersten Material 11 und
einem zweiten Material 12 aufgebracht worden sind. In 13 ist
nur die erste Periode 13 gezeigt, es sind jedoch alle Perioden
außer
der letzten gleich. Die letzte Nte Periode
umfasst eine Schicht 15 aus dem ersten Material, eine Schicht 16 aus
einem dritten Material und eine Deckunterschicht 17 aus
einem Deckmaterial. Im Folgenden ist das erste Material mit X, das
zweite Material mit Y und das dritte Material mit Z bezeichnet.
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Das
erste Material X ist eines oder mehrere von: Mo, Ru, Rh, Nb, Pd,
Y und Zr, und das zweite Material Y ist eines oder mehrere von:
Be, Si, Sr, Rb, RbCl und P. Die finale Periode ist so konstruiert,
dass die Substanz X wie vorher gewählt ist, das dritte Material
Z andererseits ist aus einem Satz Materialien mit einem moderat hohen
Brechungsindexwert n (> 0,96),
ausreichend geringem Extinktionskoeffizientenwert k (< 0,01) ausgewählt, die
für ihre
chemische Trägheit
und Stabilität
bekannt sind. Für
den 10–15nm-Spektralbereich
sind folgende Materialien geeignet: B4C,
BN, diamantartiges C, Si3N4 und
SiC. Auch wenn diese Materialien keine idealen „Abstandshalter" sind, kann der Reflexionsverlust
durch Absorption in Schicht 16 zugunsten einer langen chemischen
und strukturellen Integrität
der Mehrfachschicht toleriert werden. Darüber hinaus weist die Kombination
der Schichten 15 und 16 eine optische Gesamtdicke
von ~2 Viertelwellenlängen
auf (wobei die Dicke der optischen Viertelwellenlänge gegeben
ist durch: QW = 4nd/λ),
wodurch sie zum Reflexionskoeffizienten beiträgt und eine drastische Minderung
der Reflexionsfähigkeit
verhindert, die durch relativ dicke (> 3 nm) Deckschichten hervorgerufen werden
kann. Darüber
hinaus weist das Material der Deckschicht 17 einen niedrigen
n auf, so dass ein großer
optischer Kontrast zwischen den Schichten 16 und 17 aufrecht
erhalten bleibt. Die Grenze zwischen den Schichten 16 und 17 dient
auch dem Lokalisieren des Knotens der stehenden Welle, geformt durch
die Überlagerung
der einfallenden und reflektierten Wellen. Geeignete Materialien
für die
Deckschicht 17 bei dieser Konfiguration sind: Ru, Rh, Pd
und diamantartiges C.
-
Tabelle
7 zeigt Schichtmaterialien und -dicken für die Beispiele 66 bis 71,
die 79 Perioden von Mo/Be plus die zusätzliche Periode X/Z, die wie
vorstehend beschrieben konstruiert ist, umfassen. Diese Beispiele sind
bei der Verwendung bei 11,3 nm gedacht. In Beispiel 66 ist die gesamte
Be-Schicht oxidiert und eine Ru-Deckschicht aufgebracht worden.
Dieses ist das Referenzbeispiel. Beispiel 67 zeigt, dass SiC für den 11,3nm-Bereich
nicht ideal ist. Allerdings zeigen die Beispiele 70 und 71 eindeutig,
dass Werte von R, die 75,5% übersteigen,
bei einer derartigen Konfiguration immer noch möglich sind. Rh wird für den Ersatz
der Mo-Schicht wegen seiner Träg heit
verwendet, und C oder B4C wird als Schicht 16 mit
einer zusätzlichen
Beschichtung von Ru als Schicht 17 aufgebracht. Dadurch
ergibt sich eine Dreifachschicht einer Dicke von 7,7 nm, welche
die schützende
Schichtstruktur ergibt. Die Beispiele 68 und 69 sind jeweils analog
zu 70 und 71, mit der wichtigen Unterscheidung, dass die Dicke der
Schicht 17 um 2QW erhöht
ist, was zu geringeren, aber immer noch respektablen, Reflexionswerten
und zu einer wesentlich höheren
Dreischichtdicke von 13,7 nm führt.
-
Auf
gleiche Weise zeigt Tabelle 8 Materialien und Dicken für die Beispiele
72 bis 76, die 49 Perioden von Mo/Si mit der zusätzlichen Periode, die durch
die X/Z-Kombination
gebildet ist, umfassen und wiederum mit einer Ru-Deckschicht enden.
Das Referenzbeispiel 72 zeigt eine vollständig oxidierte obere Si-Schicht,
auf die eine Ru-Deckschicht aufgebracht ist. SiC und B4C
sind die am stärksten
favorisierten Materialien für
die Z-Schicht 16. Jedoch kann bei 13,4, für das diese
Beispiele beabsichtigt sind, Mo nicht durch das viel trägere Metall
Rh ausgetauscht werden, daher ist eine zweischichtige Schutzstruktur
gebildet, bei der die kombinierte Dicke aus den Schichten 16 und 17 (dZ + dCL) ca. 5,5–6,0 nm
beträgt.
Bei Beispiel 73 ist die Dicke der SiC-Schicht um 2QW erhöht, was
zu einer zweischichtigen 12,6 nm Schutzschicht auf Kosten der Reflexionsfähigkeit
führt.
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Weitere
geeignete Materialien für
die Deckschicht sind Au, MgF2, LiF, C2F4 (Teflon) und
TiN.
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Obwohl
vorstehend spezielle Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben worden sind, ist festzustellen, dass die
Erfindung auch anders als beschrieben durchgeführt werden kann. Die Beschreibung
soll die Erfindung nicht eingrenzen. Tabelle 1
| | 10.9 nm | 11.3 nm | 13.4 nm |
| | n | k | n | k | n | k |
| B | | | 0.9786 | 0.0023 | 0.9689 | 0.0040 |
| B4C | | | 0.9753 | 0.0029 | 0.9643 | 0.0050 |
| Be | 1.0092 | 0.0196 | 1.0081 | 0.0010 | 0.9892 | 0.0018 |
| BeO | | | 0.9785 | 0.0102 | 0.9587 | 0.0171 |
| BN | | | 0.9740 | 0.0050 | 0.9633 | 0.0086 |
| C | | | 0.9732 | 0.0040 | 0.9622 | 0.0067 |
| Ce | 1.0522 | 0.0197 | 1.0380 | 0.0159 | 1.0074 | 0.0062 |
| Eu | 0.9902 | 0.0062 | 0.9883 | 0.0074 | 0.9812 | 0.0123 |
| La | 1.0777 | 0.0601 | 1.0460 | 0.0200 | 1.0050 | 0.0065 |
| Mo | | | 0.9514 | 0.0046 | 0.9227 | 0.0062 |
| P | 0.9949 | 0.0014 | | | | |
| Pd | 0.9277 | 0.0099 | 0.9198 | 0.0135 | 0.8780 | 0.0443 |
| Pr | 1.0167 | 0.0119 | 1.0115 | 0.0125 | 0.9840 | 0.0072 |
| Rb | | | 0.9974 | 0.0014 | 0.9941 | 0.0007 |
| RbCl | 0.9943 | 0.0023 | 0.9941 | 0.0022 | 0.9895 | 0.0019 |
| Rh | 0.9313 | 0.0068 | 0.9236 | 0.0089 | 0.8775 | 0.0296 |
| Ru | 0.9373 | 0.0056 | 0.9308 | 0.0063 | 0.8898 | 0.0165 |
| Si | | | 1.0055 | 0.0146 | 0.9999 | 0.0018 |
| Si
aerogel | 0.9988 | 0.6011 | | | | |
| Porous
Si | 1.0015 | 0.0049 | | | | |
| Si3N4 | | | 0.9864 | 0.0173 | 0.9741 | 0.0092 |
| SiC | | | 0.9936 | 0.0159 | 0.9831 | 0.0047 |
| SiO2 | | | 0.9865 | 0.0123 | 0.9787 | 0.0106 |
| Sr | 0.9936 | 0.0011 | 0.9928 | 0.0011 | 0.9880 | 0.0013 |
| Y | | | 0.9835 | 0.0020 | 0.9742 | 0.0023 |
| Zr | | | 0.9733 | 0.0029 | 0.9585 | 0.0037 |
Tabelle 2
| | | | | R | R9peak | R9int |
| 1 | Mo/Si | N | 2
nm SiO2 | 0731 | 1.00 | 1.00 |
| 2 | Mo/Si | N | (2
nm Si +) 2 nm SiO2 | 0.741 | 1.13 | 1.07 |
| 3 | Mo/Si | N | 2
nm B | 0.751 | 1.27 | 1.25 |
| 4 | Mo/Si | Y | 2
nm B | 0.752 | 1.29 | 1.26 |
| 5 | Mo/Si | Y | 1.5
nm Rh | 0.754 | 1.32 | 1.27 |
| 6 | Mo/Si | N | 1.5
nm Ru | 0.757 | 1.37 | 1.35 |
| 7 | Mo/Si | Y | 1.7
nm Ru | 0.758 | 1.39 | 1.36 |
| |
| 8 | Mo-Rh/Si | Y | 1.7
nm Ru | 0.762 | 1.45 | 1.38 |
| 9 | Mo-RbCl/Si | Y | 1.5
nm Ru | 0.761 | 1.44 | 1.39 |
| 10 | Mo-Ru/Si | Y | 1.5
nm Rh | 0.760 | 1.42 | 1.41 |
| 11 | Mo-Ru/Si | Y | 1.7
nm Ru | 0.765 | 1.51 | 1.50 |
| 12 | Mo-Ru/Si | Y(n) | 1.5
nm Ru | 0.764 | 1.48 | 1.59 |
| |
| 13 | Mo-Rh-RbCl/Si | Y | 1.7
nm Ru | 0.764 | 1.49 | 1.38 |
| 14 | Mo-Ru-Zr/Si | Y | 1.7
nm Ru | 0.764 | 1.49 | 1.44 |
| 15 | Mo-Ru-V/Si | Y | 1.5
nm Ru | 0.770 | 1.60 | 1.55 |
| 16 | Mo-Ru-RbCl/Si | Y | 1.5
nm Ru | 0.767 | 1.54 | 1.56 |
| 17 | Mo-Rh-Sr/Si | Y | 1.6
nm Ru | 0.779 | 1.77 | 1.56 |
| 18 | Mo-RuSr/Si | Y | 1.5
nm Rh | 0.776 | 1.71 | 1.57 |
| 19 | Mo-Ru-Sr/Si | Y | 1.5
nm Ru | 0.791 | 1.81 | 1.68 |
| 20 | Mo-Ru-Sr/Si | Y(n) | 1.5
nm Ru | 0.781 | 1.81 | 1.85 |
| |
| 21 | Ru/Rb | Y | 1.5
nm Ru | 0.779 | 1.77 | 1.41 |
| 22 | Mo/Rb | Y | 1.5
nm Ru | 0.809 | 2.49 | 2.13 |
| 23 | Mo-Ru-Sr/Rb | Y | 1.5
nm Ru | 0.814 | 2.63 | 2.20 |
Tabelle 3
| | | | | R | R9peak | R9int |
| 24 | Mo/Be | N | None | 0.775 | 1.00 | 1.00 |
| 25 | Mo/Be | N | 1.5
nm Rh | 0.782 | 1.08 | 1.08 |
| 26 | Mo/Be | Y | None | 0.780 | 1.06 | 1.00 |
| 27 | Mo/Be | Y | 1.5
nm Rh | 0.787 | 1.15 | 1.06 |
| 28 | Mo/Be | Y | 1.5
nm Ru | 0.788 | 1.16 | 1.08 |
| |
| 29 | Ru/Be | Y | 1.5
nm Rh | 0.810 | 1.49 | 1.68 |
| 30 | Ru/Be | Y | 1.5
nm Ru | 0.811 | 1.50 | 1.70 |
| |
| 31 | Rh/Be | N | 1.5
nm Rh | 0.793 | 1.10 | 1.33 |
| 32 | Rh/Be | Y | 1.5
nm Rh | 0.793 | 1.23 | 1.29 |
| 33 | Rh/Be | Y | 1.5
nm Ru | 0.794 | 1.24 | 1.31 |
| 34 | Rh/Be | Y(n) | 1.5
nm Rh | 0.811 | 1.50 | 1.77 |
| |
| 35 | Ma-Sr/Be | Y | 1.5
nm Rh | 0.799 | 1.32 | 1.21 |
| 36 | Ru-Sr/Be | Y | 1.5
nm Rh | 0.822 | 1.70 | 1.97 |
| 37 | Ru-Sr/Be | Y | 1.5
nm Ru | 0.823 | 172 | 2.00 |
| 38 | Rh-Sr/Be | Y | 1.5
nm Rh | 0.810 | 1.49 | 1.64 |
| 39 | Rh-Sr/Be | Y | 1.5
nm Ru | 0.811 | 1.50 | 1.67 |
| 40 | Ru-Mo/Be | Y(n) | 1.5
nm Ru | 0.812 | 1.52 | 1.72 |
Tabelle 4
| | | | | R | R9peak | R9int |
| 45 | Ru-Nb/Si | Y | 2
nm Rh | 0.754 | 1.20 | 1.27 |
| |
| 46 | Mo/Si | N | 2
nm Si + 2 nm SiO2 | 0.738 | 1.00 | 1.00 |
| 47 | Ru-Mo/Si | Y | 2
nm Rh | 0.768 | 1.43 | 1.48 |
| 48 | Ru-Mo/Be-Si | Y | 2
nm Rh | 0.778 | 1.61 | 1.63 |
Tabelle 5
| | | | | R | R9peak | R9int |
| 49 | Mo/Si | Y | 2
nm SiO2 | 0.745 | 1.00 | 1.00 |
| 50 | Mo/Si | Y | 2
nm Pd | 0.743 | 0.97 | 0.92 |
| 51 | Mo/Si | Y | 2
nm Si3N4 | 0.747 | 1.01 | 1.02 |
| 52 | Mo/Si | Y | 2
nm SiC | 0.748 | 1.03 | 1.04 |
| 53 | Mo/Si | Y | 2
nm BN | 0.749 | 1.04 | 1.05 |
| 54 | Mo/Si | Y | 2
nm Rh | 0.751 | 1.06 | 1.05 |
| 55 | Mo/Si | Y | 2
nm (dl-)C | 0.750 | 1.06 | 1.08 |
| 56 | Mo/Si | Y | 2
nm B4C | 0.751 | 1.07 | 1.10 |
| 57 | Mo/Si | Y | 2
nm Ru | 0.758 | 1.16 | 1.17 |
Tabelle 6
| | | | | R | R9peak | R9int |
| 58 | Mo/Be | Y | 2
nm BeO | 0.774 | 1.00 | 1.00 |
| 59 | Mo/Be | Y | 2
nm SiC | 0.769 | 0.94 | 0.92 |
| 60 | Mo/Be | Y | 2
nm BN | 0.779 | 1.06 | 1.09 |
| 61 | Mo/Be | Y | 2
nm Pd | 0.781 | 1.09 | 1.10 |
| 62 | Mo/Be | Y | 2
nm (dl-)C | 0.781 | 1.08 | 1.11 |
| 63 | Mo/Be | Y | 2
nm B4C | 0.782 | 1.09 | 1.13 |
| 64 | Mo/Be | Y | 2
nm Rh | 0.786 | 1.15 | 1.18 |
| 65 | Mo/Be | Y | 2
nm Ru | 0.788 | 1.17 | 1.21 |
Tabelle 7
| | X/Y | X | Z | CL | R | R9peak | R9int |
| 66 | Mo/Be | 2.05
nm (0.69QW) Mo | 3.77
nm (1.31 QW) BeO | 2.03
nm Ru | 0.717 | 1.00 | 1.00 |
| 67 | Mo/Be | 4.12
nm (1.35QW) Rh | 1.93
nm (0.68QW) SiC | 2.04
nm Ru | 0.713 | 0.95 | 0.91 |
| 68 | Mo/Be | 1.70
nm (0.56QW) Rh | 9.95
nm (3.43QW) C | 2.03
nm Ru | 0.721 | 1.05 | 1.09 |
| 69 | Mo/Be | 1.56
nm (0.51QW) Rh | 10.06
nm (3.47QW) B4C | 1.96
nm Ru | 0.739 | 1.30 | 1.25 |
| 70 | Mo/Be | 1.70
nm (0.56QW) Rh | 4.15
nm (1.43QW) C | 1.90
nm Ru | 0.756 | 1.61 | 1.57 |
| 71 | Mo/Be | 1.56
nm (0.51QW) Rh | 4.27
nm (1.47QW) B4C | 1.85
nm Ru | 0.765 | 1.78 | 1.73 |
Tabelle 8
| | X/Y | X | Z | CL | R | R9peak | R9int |
| 72 | Mo/Si | 2.84
nm (0.78QW) Mo | 4.24
nm (1.24QW) SiO2 | 2.05
nm Ru | 0.699 | 1.00 | 1.00 |
| 73 | Mo/Si | 3.28
nm (0.90QW) Mo | 10.63
nm (3.12QW) SiC | 2.06
nm Ru | 0.696 | 0.97 | 0.93 |
| 74 | Mo/Si | 3.87
nm (1.07QW) Mo | 3.38nm
(0.97QW) C | 1.97
nm Ru | 0.716 | 1.24 | 1.21 |
| 75 | Mo/Si | 3.23
nm (0.89QW) Mo | 3.95
nm (1.14QW) B4C | 1.92
nm Ru | 0.725 | 1.39 | 1.36 |
| 76 | Mo/Si | 3.28
nm (0.90QW) Mo | 3.82
nm (1.12QW) SiC | 1.87
nm Ru | 0.735 | 1.57 | 1.53 |