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DE102009001488A1 - Entfernen von Kontaminationen von optischen Oberflächen durch aktivierten Wasserstoff - Google Patents

Entfernen von Kontaminationen von optischen Oberflächen durch aktivierten Wasserstoff Download PDF

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DE102009001488A1
DE102009001488A1 DE102009001488A DE102009001488A DE102009001488A1 DE 102009001488 A1 DE102009001488 A1 DE 102009001488A1 DE 102009001488 A DE102009001488 A DE 102009001488A DE 102009001488 A DE102009001488 A DE 102009001488A DE 102009001488 A1 DE102009001488 A1 DE 102009001488A1
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DE102009001488A
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English (en)
Inventor
Arnoldus Jan Dr. Storm
Dirk Heinrich Dr. Ehm
Johannes Hubertus Josephina Dr. Moors
Bastiaan Theodoor Dr. Wolschrijn
Rik Jansen
Edwin te Dr. Sligte
Yousefi Dr. Mirvais
Jetske Stortelder
Stefan Dr. Schmidt
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Carl Zeiss SMT GmbH
ASML Netherlands BV
Original Assignee
Carl Zeiss SMT GmbH
ASML Netherlands BV
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Kontaminationen (8) von mindestens einer optischen Oberfläche (7a), die in einer Vakuum-Umgebung (2), bevorzugt in einer Projektionsbelichtungsanlage für die EUV-Lithographie, angeordnet ist, mittels aktiviertem Wasserstoff (10), umfassend: Erzeugen einer den aktivierten Wasserstoff (10) und zumindest ein Monomer (18) eines Kohlenwasserstoffs, insbesondere Methyl-Metacrylat, enthaltenden Restgasatmosphäre (9) in der Vakuum-Umgebung (2), sowie Entfernen der Kontaminationen (8) von der optischen Oberfläche (7a, 29a) durch den aktivierten Wasserstoff (10) unter gleichzeitigem Anlagern des Monomers (18) an der optischen Oberfläche (7a) zur Ausbildung einer polymerisierten Schutzschicht (19), welche die optische Oberfläche (7a) vor durch den aktivierten Wasserstoff (10) in der Restgasatmosphäre (9) erzeugten metallischen Verbindungen (16) schützt.

Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Kontaminationen von mindestens einer optischen Oberfläche, die in einer Vakuum-Umgebung, bevorzugt in einer Projektionsbelichtungsanlage für die EUV-Lithographie, angeordnet ist, mittels aktiviertem Wasserstoff, sowie eine optische Anordnung, insbesondere eine Projektionsbelichtungsanlage für die EUV-Lithographie, zur Durchführung des Verfahrens.
  • Auf den Oberflächen von optischen Elementen, insbesondere von Mehrlagen-Spiegeln, die in EUV-Lithographiesystemen verwendet werden, lagern sich nach und nach beim Betrieb kontaminierende Stoffe ab. Diese entstehen z. B. durch Reaktion von in der Vakuum-Umgebung der optischen Oberflächen befindlichen Gasen mit der EUV-Strahlung zu schwerflüchtigen Feststoffen. So kann sich bei der Bestrahlung auf Grund von in der Umgebung der optischen Oberflächen vorhandenen gasförmigen Kohlenwasserstoffen z. B. eine Kohlenstoff-Schicht auf den Oberflächen anlagern, die nicht selbst-terminierend ist, d. h. die mit zunehmender Bestrahlungsdauer immer stärker anwächst. Die Bildung einer Kontaminationsschicht auf der Oberfläche optischer Elemente ist in hohem Maße unerwünscht, da der sich abscheidende Feststoff in der Regel zu verstärkter Lichtstreuung und Absorption führt, so dass die optische Performance des Gesamtsystems, in dem die optischen Elemente verbaut sind, bezüglich Transmission, Uniformität, Streulicht und Bildfehlern abnimmt.
  • Die WO 2004/099878 A2 beschreibt ein Verfahren zur Vermeidung von Kontaminationen an den Oberflächen reflektiver optischer Elemente für den weichen Röntgen- und EUV-Wellenlängebereich, die eine Deckschicht aus mindestens einem Übergangsmetall aufweisen und in einem evakuierten, eine Restgasatmosphäre aufweisenden System angeordnet sind. Um eine Degradation der Oberflächen durch Ablagerung von Kohlenstoff während der Bestrahlung bei Betriebswellenlänge zu vermeiden, wird sowohl ein reduzierendes Gas oder Gasgemisch als auch ein Sauerstoffatome aufweisendes Gas oder Gasgemisch in die Vakuum-Umgebung eingebracht. Als reduzierendes Gas kann insbesondere ein Kohlenwasserstoff, z. B. Methyl-Metacrylat (MMA) dienen. Die optische Oberfläche adsorbiert den Kohlenwasserstoff, der durch die Beleuchtungsstrahlung angeregt wird und mit dem durch das oxidierende Gas zu einem übersättigten Oxid reagierten Metall ein leichtflüchtiges Gas, z. B. Kohlenmonoxid oder Kohlendioxid, bildet. Hierdurch soll vermieden werden, dass sich eine Kohlenstoffschicht auf der Oberfläche ausbildet.
  • Die US 6,231,930 B1 beschreibt ein Verfahren zum Erzeugen einer selbst-terminierenden und im Wesentlichen zusammenhängenden Schutzschicht an einer optischen Oberfläche. Bei dem Verfahren wird die Oberfläche einem Gas ausgesetzt, das eine molekulare Substanz mit einer strukturellen Gruppe aufweist, die sich zur Polymerisation eignet. Das an der Oberfläche adsorbierte Gas dissoziiert unter dem Einfluss von Strahlung und bildet eine dünne Polymerschicht an der Oberfläche aus. Als Gase werden Methanol, Ethanol, Propanol oder Isopropanol vorgeschlagen, die zur Bildung einer Kohlenstoffschicht dienen sollen, welche die Oberfläche vor durch Wasser ausgelöster Oxidation oder vor Degradation beim in Verbindung bringen der Oberfläche mit Atmosphärenluft schützen soll.
  • Zur Verringerung der Kontaminationen ist es ferner bekannt, die optischen Oberflächen mit aktiviertem Wasserstoff, d. h. Wasserstoff, der in der Form von Radikalen (H·) oder Ionen (H+/H2 +) vorliegt bzw. angeregte Elektronenzustände aufweist (H*), in Kontakt zu bringen, wodurch insbesondere Kohlenstoff als Kontamination in leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe wie Methan umgewandelt wird.
  • Aus der WO 2004/104707 A2 ist ein solches Verfahren zum Reinigen einer optischen Komponente einer Vakuum-Umgebung in einer Projektionsbelichtungsanlage bekannt geworden. Eine EUV-Strahlung erzeugende Strahlungsquelle bringt hierbei eine anorganische, die optische Komponente kontaminierende Substanz in die Vakuum-Umgebung ein. Zum Reinigen der optischen Komponente wird vorgeschlagen, über eine Zuführungseinrichtung einen Reaktionspartner einzulassen, der mit der kontaminierenden Substanz zum Zwecke von deren Beseitigung chemisch reagiert. Als Reaktionspartner kann eine wasserstoffhaltige Substanz verwendet werden, die durch Bestrahlen oder mit einer zusätzlichen Anregungseinrichtung in Radikale umgewandelt wird.
  • Allerdings können durch den aktivierten Wasserstoff auch Feststoff-Verbindungen, die insbesondere Zinn, Zink oder Schwefel enthalten können und sich an in der Vakuum-Umgebung vorgesehenen Baugruppen, bspw. an Lötstellen, ausbilden, durch Reduktion zu leichtflüchtigen Hydriden umgewandelt werden. Diese Hydrid-Verbindungen können sich auf Teilen der zu reinigenden optischen Oberfläche ablagern und lassen sich nicht mehr von dieser entfernen, was zu einem dauerhaften Reflexionsverlust führt. Die an der optischen Oberfläche angelagerten Metall-Verbindungen stellen somit den die Lebensdauer der optischen Oberflächen limitierenden Faktor dar.
  • Zur Vermeidung dieses Problems können entweder Stoffe, die leichtflüchtige Hydride bilden, also insbesondere Zinn, Zink und Schwefel, vollständig aus der Vakuum-Umgebung entfernt werden, oder es kann versucht werden, eine andere Reinigungsmethode zu verwenden. Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt keine Reinigungsmethode bekannt, die alle geforderten Randbedingungen erfüllen kann.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine optische Anordnung bereitzustellen, mit deren Hilfe Kontaminationen von optischen Oberflächen mittels aktiviertem Wasserstoff entfernt werden können, und bei denen das Ablagern von insbesondere metallischen Verunreinigungen auf der optischen Oberfläche während der Reinigung vermieden oder zumindest stark reduziert werden kann.
  • Gegenstand der Erfindung
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren der eingangs genannten Art, umfassend: Erzeugen einer den aktivierten Wasserstoff und zumindest ein Monomer eines Kohlenwasserstoffs, insbesondere Methyl-Metacrylat, enthal tenden Restgasatmosphäre in der Vakuum-Umgebung, sowie Entfernen der Kontaminationen von der optischen Oberfläche durch den aktivierten Wasserstoff unter gleichzeitigem Anlagern des Monomers an der optischen Oberfläche zur Ausbildung einer polymerisierten Schutzschicht, welche die optische Oberfläche vor durch den aktivierten Wasserstoff in der Restgasatmosphäre erzeugten metallischen Verbindungen schützt.
  • Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, während des Reinigungsprozesses mit aktiviertem Wasserstoff eine Schutzschicht auf der optischen Oberfläche zu bilden, um die Anlagerung von leichtflüchtigen Verbindungen, insbesondere Metall-Hydriden, die durch den aktivierten Wasserstoff erzeugte werden, an der Oberfläche zu reduzieren bzw. zu verhindern. Die Erfinder haben erkannt, dass die Ablagerungsrate metallischer Hydrid-Verbindungen stark von der Art des Materials abhängt, an dem die optische Oberfläche gebildet ist. So weisen die üblicherweise als Deckschichten optischer Elemente für die EUV-Lithographie verwendeten Übergangsmetalle, z. B. Ruthenium, eine hohe Neigung zur Anlagerung von Metallhydriden auf, während andere Stoffe, z. B. Siliziumoxid (SiO2) oder Kohlenstoff, eine erheblich geringere Neigung zur Anlagerung von Metallhydriden zeigen. Allerdings sind sowohl SiO2 als auch Kohlenstoff gegenüber aktiviertem Wasserstoff instabil, d. h. sie werden von diesem abgeätzt, so dass das Aufbringen einer Schutzschicht aus diesen Materialien auf die optische Oberfläche vor der Reinigung nicht ausreicht, um die optische Oberfläche während der Behandlung mit aktiviertem Wasserstoff dauerhaft zu schützen.
  • Bei der Erfindung wird daher die Schutzschicht auf der optischen Oberfläche dynamisch erzeugt, und zwar indem ein Monomer insbesondere eines Kohlenwasserstoffs in der Vakuum-Umgebung bereitgestellt wird, welches sich an der optischen Oberfläche anlagert und dort polymerisiert, so dass sich an der optischen Oberfläche eine im Wesentlichen dichte, Kohlenstoff enthaltende Schutzschicht ausbildet. Die Polymerisationsreaktion wird hierbei in der Regel durch den aktivierten Wasserstoff ausgelöst, es ist alternativ und/oder zusätzlich aber auch möglich, die Polymerisation des Kohlenwasserstoffs auf eine andere Weise zu erzeugen, z. B. durch Bestrahlung der optischen Oberfläche, insbesondere mit Strahlung bei Betriebswellenlänge. Es versteht sich, dass alternativ ggf. auch Monomere auf Silizium-Basis zur Erzeugung der Schutzschicht verwendet werden können. Allerdings hat sich bei Versuchen gezeigt, dass insbesondere die Verwendung von Methyl-Metacrylat (MMA) als Monomer zur Ausbildung einer Poly-Methyl-Metacrylat (PMMA)-Schutzschicht an der optischen Oberfläche zu einer Schutzschicht mit besonders günstigen Eigenschaften führt.
  • Bevorzugt wird/werden der Partialdruck des aktivierten Wasserstoffs und/oder der Partialdruck des Monomers in der Restgasatmosphäre derart gesteuert, dass sich zwischen dem Anwachsen der Schutzschicht durch Polymerisieren des Monomers und dem Abbau der Schutzschicht durch den aktivierten Wasserstoff ein dynamisches Gleichgewicht einstellt. Die Dicke der bei der Wasserstoff-Reinigung gebildeten Schutzschicht sollte sich zwischen einer unteren Grenze (minimale Dicke) und einer oberen Grenze (maximale Dicke) bewegen. Die minimale Dicke wird benötigt, um die optische Oberfläche wirksam vor den metallischen Verunreinigungen zu schützen. Eine geeignet gewählte maximale Dicke sollte die Schutzschicht insbesondere für den Fall nicht überschreiten, dass die Wasserstoff-Reinigung online, d. h. während des (Belichtungs-)Betriebs der optischen Anordnung durchgeführt wird, da ansonsten die Reflektivität des optischen Elements im Betrieb negativ beeinflusst wird. Aber auch bei einer Offline-Reinigung der optischen Oberfläche ist es günstig, wenn die Schutzschicht nicht zu dick gewählt wird, da diese am Ende der Wasserstoff-Reinigung wieder abgetragen werden muss. Ferner können in der Regel nur Kontaminationen entfernt werden, die eine größere Dicke als die der Schutzschicht aufweisen. Idealer Weise besteht die Schutzschicht hierbei lediglich aus einer geschlossenen Mono-Lage, um den entstehenden Transmissionsverlust möglichst gering zu halten. Der durch die EUV-Bestrahlung induzierte Kohlenstoff kann hierbei auch auf der Schutzschicht aufwachsen.
  • Das Anwachsen der Schutzschicht kann ggf. aber auch dadurch gestoppt werden, dass eine selbst-terminierende Schutzschicht erzeugt wird, d. h. eine Schicht, die aufgrund der Struktur ihrer Konstituenten eine maximale Dicke nicht überschreiten kann, wie in der eingangs zitieren US 6,231,930 B1 dargestellt, welche bezüglich dieses Aspekts zum Inhalt dieser Anmeldung gemacht wird. In letzterem Fall muss lediglich dafür gesorgt werden, dass die Dicke der Schutzschicht bei der Wasserstoff-Reinigung einen Minimalwert nicht unterschreitet.
  • In einer Weiterbildung werden die Partialdrücke so gesteuert, dass sich eine Schutzschicht mit einer Dicke zwischen 0,1 nm und 2 nm, bevorzugt zwischen 0,1 nm und 1 nm, insbesondere zwischen 0,1 und 0,3 nm an der optischen Oberfläche einstellt. Wird ein solcher Dickenbereich gewählt, lässt sich insbesondere eine Online-Reinigung des optischen Elements realisieren, da in diesem Fall die durch die Schutzschicht hervorgerufene Verschlechterung der optischen Eigenschaften des optischen Elements hinreichend klein ist, um den Belichtungsbetrieb weiter aufrecht erhalten zu können. Typische Partialdruckbereiche, bei denen sich ein solches Gleichgewicht einstellt, liegen zwischen ca. 0,01 mbar und 0,03 mbar, insbesondere um 0,02 mbar für den Partialdruck von atomarem Wasserstoff an der optischen Oberfläche und zwischen ca. 10–6 mbar und 10–4 mbar, insbesondere um 10–5 mbar für den Partialdruck von MMA als Monomer an der optischen Oberfläche.
  • In einer vorteilhaften Variante wird der aktivierte Wasserstoff durch Aktivieren von molekularem Wasserstoff gebildet, wobei bevorzugt zur Steuerung des Partialdrucks des aktivierten Wasserstoffs in der Restgasatmosphäre die der Aktivierung zugeführte Menge an molekularem Wasserstoff eingestellt wird. Dies stellt eine besonders einfache Weise dar, den Partialdruck des aktivierten Wasserstoffs in der Vakuum-Umgebung einzustellen. Zur Aktivierung des Wasserstoffs bestehen mehrere Möglichkeiten, z. B. die Erzeugung eines Plasmas, Aktivierung durch Stoßionisation und/oder Erhitzen des molekularen Wasserstoffs. Es versteht sich, dass alternativ oder zusätzlich zur Durchflussmenge des der Aktivierung zugeführten molekularen Wasserstoffs auch die Effektivität der Aktivierung, d. h. der aus dem molekularen Wasserstoff gebildete Anteil an aktiviertem Wasserstoff eingestellt werden kann.
  • Beispielsweise ist dies möglich, wenn der molekulare Wasserstoff durch Überleiten über ein Heizelement aktiviert wird. In diesem Fall kann die Temperatur des Heizelements zur Steuerung des Partialdrucks des aktivierten Wasserstoffs in der Restgasatmosphäre eingestellt werden. Insbesondere kann durch Anpassung der Temperatur und/oder die Steuerung der Durchflussmenge eine für die Reinigung günstige, gepulste Zufuhr von aktiviertem Wasserstoff erzeugt werden, wie in der PCT/EP2007/009593 der Anmelderin näher beschrieben ist, welche bezüglich dieses Aspekts durch Bezugnahme zum Inhalt dieser Anmeldung gemacht wird. Als Heizelement können beheizte, insbesondere metallische Flächen zum Einsatz kommen, die z. B. in Form von Heizdrähten ausgebildet sein können.
  • Es ist vorteilhaft, nach dem Entfernen der Kontaminationen die Schutzschicht zumindest teilweise von der optischen Oberfläche zu entfernen, wozu bevorzugt der Partialdruck des Monomers in der Restgasatmosphäre reduziert wird. Insbesondere kann die Zufuhr des Monomers in die Restgasatmosphäre vollständig eingestellt werden, während der aktivierte Wasserstoff weiter in der Restgasatmosphäre vorhanden ist, so dass die Schutzschicht durch den aktivierten Wasserstoff schnell abgebaut werden kann. Es ist aber auch möglich, kurz vor dem Ende des Reinigungsvorgangs den Partialdruck des Monomers kontinuierlich zu reduzieren, so dass sich die Schutzschicht langsam abbaut. In jedem Fall ist es günstig, wenn die Dicke der Kontaminationsschicht und/oder der Schutzschicht während der Reinigung überwacht werden, was durch geeignete Messinstrumente erfolgen kann, wie sie beispielsweise in der US 2004/0227102 A1 der Anmelderin beschrieben sind, welche durch Bezugnahme in ihrer Gesamtheit zum Inhalt dieser Anmeldung gemacht wird. Falls der Abtrag der Schutzschicht nur langsam erfolgt, kann ggf. die Schutzschicht nur bis zu einer Restdicke abgetragen werden, welche keine zu große Verringerung der Reflektivität zur Folge hat. Es versteht sich, dass die Schutzschicht gegebenenfalls auch mittels eines Reinigungsverfahrens von der optischen Oberfläche entfernt werden kann, das ohne atomaren Wasserstoff auskommt, so dass sich beim Entfernen der Schutzschicht keine metallischen Verunreinigungen auf der optischen Oberfläche anlagern können.
  • In einer bevorzugten Verfahrens-Variante wird die optische Oberfläche während des Entfernens der Kontaminationen mit Strahlung bestrahlt, die geeignet ist, die Polymerisierung des Monomers zu bewirken. Hierbei kann es sich z. B. um Strahlung bei einer Wellenlänge im EUV-Bereich (Betriebswellenlänge) handeln, d. h. die Wasserstoff-Reinigung wird im Betrieb der optischen Anordnung durchgeführt. Der Einfluss der Strahlung auf die Polymerisationsreaktion und/oder die Bildung von aktiviertem Wasserstoff wird in diesem Fall bei der Einstellung des dynamischen Gleichgewichts der Schutzschicht berücksichtigt. Es versteht sich, dass auch eine Offline-Reinigung der optischen Oberfläche durchgeführt werden kann, d. h. eine Reinigung, bei der keine EUV-Strahlung auf die optische Oberfläche eingestrahlt wird, oder dass die Reinigung mit Strahlung bei anderen Wellenlängen (oder Wellenlängenbereichen) als der Betriebswellenlänge durchgeführt werden kann, bei denen die Polymerisationsreaktion ebenfalls begünstigt wird.
  • Die Erfindung ist auch verwirklicht in einer optischen Anordnung der eingangs genannten Art, umfassend: ein Vakuumgehäuse, mindestens ein in dem Vakuumgehäuse angeordnetes optisches Element, eine Restgasatmosphäre in dem Vakuumgehäuse, umfassend: aktivierten Wasserstoff zum Entfernen von Kontaminationen von einer optischen Oberfläche des optischen Elements, und zumindest ein Monomer eines Kohlenwasserstoffs, insbesondere Methyl-Metacrylat, zum Anlagern an der optischen Oberfläche unter Ausbildung einer polymerisierten Schutzschicht, welche die optische Oberfläche vor durch den aktivierten Wasserstoff in der Restgasatmosphäre erzeugten metallischen Verbindungen schützt.
  • Die erfindungsgemäße optische Anordnung kann eine Projektionsbelichtungsanlage für die EUV-Lithographie sein, in deren Vakuumgehäuse das optische Element angeordnet ist. Die optische Anordnung kann aber auch ein weiteres, in dem Vakuumgehäuse der Projektionsbelichtungsanlage angeordnetes Vakuumgehäuse sein, welches zur Erzeugung eines verbesserten Vakuums (mit geringeren Drücken) nur die unmittelbare Umgebung des optischen Elements einschließt.
  • Bevorzugt umfasst die optische Anordnung eine Steuerungseinrichtung zur Steuerung der Partialdrücke des aktivierten Wasserstoffs und des Monomers in der Restgasatmosphäre derart, dass sich zwischen dem Anwachsen der Schutzschicht durch Polymerisieren des Monomers und dem Abbau der Schutzschicht durch den aktivierten Wasserstoff ein (dynamisches) Gleichgewicht einstellt. Durch die Steuerung der jeweiligen Partialdrücke kann ein Gleichgewichtszustand hergestellt werden, bei dem sich die Dicke der Schutzschicht in einem vorgegebenen Dickenbereich bewegt. Es versteht sich, dass zur Regelung der Dicke der Schutzschicht Mess-Einrichtungen zur Messung der Partialdrücke und/oder der Dicke der Schutzschicht in der optischen Anordnung vorgesehen sein können. In diesem Fall kann die Steuerungseinrichtung gleichzeitig als Regeleinrichtung dienen.
  • Zur Einstellung des Gleichgewichts kann eine steuerbare Zuleitung zur Zuführung des Monomers in die Restgasatmosphäre dienen. Unter einer steuerbaren Zuleitung wird eine Zuleitung verstanden, bei der die Zuflussmenge und/oder der Druck des in die Vakuum-Umgebung eingebrachten Gases einstellbar ist/sind.
  • Zur Bildung von atomarem Wasserstoff durch Aktivieren von molekularem Wasserstoff kann weiterhin mindestens eine steuerbare Aktivierungseinrichtung in der optischen Anordnung angebracht sein. Unter einer steuerbaren Aktivierungseinrichtung wird hierbei eine Einrichtung verstanden, bei welcher der Anteil an aktiviertem Wasserstoff im Verhältnis zum der Einrichtung zugeführten molekularen Wasserstoff eingestellt werden kann. Insbesondere kann die Aktivierungseinrichtung zur Aktivierung des molekularen Wasserstoffs eine geheizte Fläche z. B. in Form eines Heizdrahts aufweisen und der Anteil an aktiviertem Wasserstoff kann durch die Steuerung bzw. Regelung der Temperatur des Heizelements vorgenommen werden.
  • In einer bevorzugten Ausführung ist die Aktivierungseinrichtung zur Bildung eines gerichteten Stroms von aktiviertem Wasserstoff auf die optische Oberfläche ausgelegt. Um eine gezielte Reinigung der optischen Oberfläche zu bewirken, können insbesondere zwei oder mehr solche Aktivierungseinrichtungen zum Reinigen derselben optischen Oberfläche vorgesehen sein. Zur Erzeugung des Gasstroms kann eine Öffnung der Aktivierungseinrichtung, die den aktivierten Wasserstoff in die Restgasatmosphäre entlässt, düsenförmig ausgebildet sein und/oder die Richtung des Gasstroms durch die Richtung des in die Aktivierungseinrichtung einströmenden molekularen Wasserstoffs vorgegeben werden.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführung weist das optische Element eine Deckschicht auf, die aus mindestens einem Übergangsmetall, insbesondere Ruthenium, gebildet ist. Die Deckschicht, an der die optische Oberfläche gebildet ist, dient dem Schutz von darunter liegenden Schichten eines Mehrfachschichtsystems, das typischer Weise alternierende Schichten aus Silizium und Molybdän umfasst, deren Schichtfolge und Schicht-Dicken so gewählt sind, dass sich eine hohe Reflektivität bei der Wellenlänge der Beleuchtungsstrahlung (EUV-Strahlung) von typischer Weise ca. 13.5 nm einstellt. Es versteht sich, dass auch weitere Übergangsmetalle, z. B. Rhodium, Palladium, Silber, Rhenium Osmium, Iridium, Platin und/oder Gold bzw. ein Gemisch, eine Verbindung oder eine Legierung aus diesen Elementen als Deckschicht dienen kann. Auch kann die Deckschicht aus den Materialien bestehen, die in der US 6,724,462 B1 beschriebenen sind, die durch Bezugnahme zum Inhalt dieser Anmeldung gemacht wird.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigen, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Variante der Erfindung verwirklicht sein.
  • Zeichnung
  • Ausführungsbeispiele sind in der schematischen Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Es zeigen
  • 1a, b schematische Darstellungen einer Vakuum-Umgebung mit einem optischen Element bei der Wasserstoff-Reinigung, und
  • 2 eine schematische Darstellung einer Projektionsbelichtungsanlage für die EUV-Lithographie bei der Wasserstoff-Reinigung.
  • In 1a ist schematisch eine optische Anordnung 1 mit einem eine Vakuum-Umgebung definierenden Vakuumgehäuse 2 gezeigt, in dem ein optisches Element 3 angeordnet ist. Das optische Element 3 weist ein Substrat 4 auf, auf dem ein Mehrfachschichtsystem 5 mit einer Mehrzahl von alternierenden Schichten 6a, 6b aus Molybdän und Silizium aufgebracht ist. An der Oberseite einer Deckschicht 7 des Mehrfachschichtsystems 5, die aus Ruthenium besteht, ist eine optische Oberfläche 7a gebildet, auf der sich Kontaminationen 8 in Form einer inhomogenen Kohlenstoffschicht abgelagert haben.
  • Zur Entfernung der Kontaminationen 8 wird in eine Restgasatmosphäre 9 in dem Vakuumgehäuse 2 aktivierter Wasserstoff 10 eingeleitet, der als gerichteter Gasstrom auf die optische Oberfläche 7a auftrifft, um den aktivierten Wasserstoff 10 auf dem stark kontaminierten, zentralen Bereich der optischen Oberfläche 7a zu konzentrieren. Der aktivierte Wasserstoff 10 wird hierbei in einer Aktivierungseinrichtung 11 gebildet, in die molekularer Wasserstoff 12 über eine Zuleitung 12a aus einem (nicht gezeigten) Druckbehälter eingeleitet wird und dort auf ein Heizelement in Form eines Heizdrahts 13 aus Wolfram trifft, der auf Temperaturen von mehr als 2000°C aufgeheizt werden kann. An dem Heizdraht 13 wird der molekulare Wasserstoff 12 aktiviert, d. h. es bilden sich Wasserstoff-Radikale H· sowie ionisierter Wasserstoff (H+ und/oder H2 +). Der hierbei gebildete, stark reaktive aktivierte Wasserstoff 10 trifft auf die Kohlenstoff-Kontaminationen 8 und reagiert mit diesen zu leicht flüchtigen Verbindungen wie Methan, die über eine Absaugeinrichtung 14 aus dem Vakuumgehäuse 2 entfernt werden. Die optische Oberfläche 7a außerhalb der Kontaminationen 8 wird durch die Deckschicht 7 sowie durch die gezielte Aufbringung des aktivierten Wasserstoffs 12 auf die Kontaminationen 8 ausreichend geschützt, so dass keine Degradation des Mehrfachschichtsystems 5 durch den aktivierten Wasserstoff 10 eintritt.
  • Allerdings reagiert der aktivierte Wasserstoff 10 mit weiteren, insbesondere metallischen Komponenten, die in dem Vakuumgehäuse 2 angeordnet sind, z. B. an einer Lötstelle 15 aus Zinn, zu flüchtigen Hydriden 16. Die Ruthenium-Deckschicht 7 des optischen Elements 3 ist besonders anfällig für die Anlagerung von Metall-Hydriden, so dass es in der in 1a gezeigten Konfi guration zu einer Anlagerung der Hydride als metallische Verunreinigungen auf der optischen Oberfläche 7a der Deckschicht 7 kommen kann. Eine solche metallische Verunreinigung lässt sich von der Deckschicht 7 mittels des aktivierten Wasserstoffs 10 nicht mehr entfernen und verbleibt auf der optischen Oberfläche 7a, so dass die Reflektivität des optischen Elements 3 dauerhaft reduziert wird.
  • Um dieses Problem zu vermeiden, ist an dem Vakuumgehäuse 2 eine Zuführungseinrichtung 17 in Form einer Zuleitung für ein Monomer 18, im vorliegenden Fall Methyl-Metacrylat (MMA) vorgesehen. Das Monomer 18 lagert sich an der optischen Oberfläche 7a an und bildet unter dem Einfluss des aktivierten Wasserstoffs 10 eine polymerisierte Schutzschicht 19 aus Poly-Methyl-Metacrylat auf der optischen Oberfläche 7a aus, wie in 1b gezeigt ist. Die Schutzschicht 19 lagert sich hierbei lediglich in den Bereichen an der optischen Oberfläche 7a an, die nicht von den Kontaminationen 8 bedeckt sind.
  • Um die Dicke der Schutzschicht 19 einstellen zu können, ist ferner an der optischen Anordnung 1 eine Steuerungseinrichtung 20 vorgesehen, die mit entsprechenden Stelleinrichtungen (nicht gezeigt) der Zuführungseinrichtung 17 für das Monomer 18, der steuerbaren Zuführung 12a für den molekularen Wasserstoff 12, sowie dem Heizdraht 13 verbunden ist, um den Partialdruck des Monomers 18 sowie den Partialdruck des aktivierten Wasserstoffs 12 in der Restgasatmosphäre einzustellen. Die Einstellung des Heizdrahts 13 auf eine bestimmte Temperatur (über die Einstellung des Stroms bzw. der Spannung durch den Heizdraht 13) ermöglicht es hierbei, den Anteil des molekularen Wasserstoffs 12, der in aktivierten Wasserstoff 10 umgewandelt wird, einzustellen. Je geringer die Temperatur des Heizdrahts 13 gewählt wird, desto geringer ist der Anteil an aktiviertem Wasserstoff 10, der zusammen mit molekularem Wasserstoff 12 aus der Aktivierungseinrichtung 11 in die Restgasatmosphäre 9 austritt.
  • Durch die Wahl eines geeigneten Partialdrucks sowohl des aktivierten Wasserstoffs 10 als auch des Monomers 18 kann die Dicke D der Schutzschicht 19 eingestellt werden. Typischer Weise werden die Partialdrücke so gewählt, dass die Dicke D in einem Bereich zwischen 0,1 nm und 2 nm liegt. Dies kann z. B. für MMA als Monomer 18 erreicht werden, wenn für dieses ein Partialdruck von ca. 10–5 mbar eingestellt wird und für den aktivierten Wasserstoff 10 ein Partialdruck von ca. 0,02 mbar. In der Regel ist als Schutzschicht 19 eine (geschlossene) Monolage ausreichend, deren Dicke typischer Weise im Bereich zwischen 0,1 nm und 0,3 nm liegt. Die Dicke D der Schutzschicht 19 ist in diesem Bereich einerseits groß genug, um die optische Oberfläche 7a wirksam vor dem aktivierten Wasserstoff 10 zu schützen und andererseits so gering, dass die Kontaminationen 8 bis auf eine der Dicke D der Schutzschicht entsprechende Dicke abgetragen werden können, die so gering ist, dass die verbleibenden Kontaminationen sich nur noch geringfügig auf die optischen Eigenschaften der optischen Oberfläche 7a auswirken.
  • Es versteht sich, dass neben dem oben gezeigten Beispiel, bei dem MMA als Monomer 18 zur Erzeugung einer PMMA-Schicht 19 verwendet wird, auch andere Paare von Monomeren/Polymeren verwendet werden können, um die optische Oberfläche 7a vor dem aktivierten Wasserstoff 10 zu schützen. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass das Polymer bzw. das entsprechende Monomer so gewählt wird, dass dieses eine geringere Neigung zur Anlagerung von durch den aktivierten Wasserstoff 10 in der Restgasatmosphäre 9 erzeugten metallischen Verbindungen als die optische Oberfläche 7a selbst aufweist.
  • Nachdem die Kontaminationen weitestgehend durch den aktivierten Wasserstoff 10 von der optischen Oberfläche 7a entfernt wurden, wird die Schutzschicht 19 nicht mehr benötigt und kann abgetragen werden. Zu diesem Zweck wird die Zuführung 17 für das Monomer 18 geschlossen und der aktive Wasserstoff 10 noch so lange zugeführt, bis die Schutzschicht 19 sich vollständig aufgelöst hat. Da die Schutzschicht 19 in der Regel wesentlich schneller abgetragen werden kann als die Kontaminationen 8 scheiden sich beim Abtragen der Schutzschicht 19. praktisch keine metallischen Verunreinigungen an der optischen Oberfläche 7a ab. Um den genauen Zeitpunkt zu ermitteln, an dem die Schutzschicht 19 abgetragen werden soll, können (nicht gezeigte) Messeinrichtungen zur Bestimmung der Dicke der Kontaminationen 8 in dem Vakuumgehäuse 2 vorgesehen sein. Falls die Rate mit der die Schutzschicht abgetragen werden kann im Vergleich zur (stark vom Kontaminationstyp abhängigen) Reinigungsrate nicht wesentlich schneller ist, kann ggf. auf ein vollständiges Abtragen der Schutzschicht 19 verzichtet werden. In diesem Fall kann man sich auf das Abtragen der Schutzschicht bis zur einer Restdicke beschränken, bei der z. B. die ursprüngliche, saubere Spiegeloberfläche 7a sichtbar wird, was durch geeignete Messeinrichtungen festgestellt werden kann. Auch muss die Schutzschicht 19 nicht zwingend durch atomaren Wasserstoff abgebaut werden, sondern kann ggf. auch mittels eines anderen Gases, das mit dem Material der Schutzschicht 19 zu einer leichtflüchtigen Verbindung reagiert, von der optischen Oberfläche 7a entfernt werden.
  • In dem in Zusammenhang mit 1a, b gezeigten Beispiel wird die Wasserstoff-Reinigung in-situ, d. h. ohne das optische Element 3 aus seinem Einbauzustand zu entfernen, aber nicht online, d. h. nicht während des Betriebs der optischen Anordnung 1 vorgenommen. Es versteht sich, dass die Reinigung auch während des Betriebs erfolgen kann, wie im Folgenden anhand von 2 beschrieben wird, die schematisch eine Projektionsbelichtungsanlage 21 für die EUV-Lithographie zeigt, in welche die optische Anordnung 1 integriert ist.
  • Die Projektionsbelichtungsanlage 21 weist ein Strahlformungssystem 22, ein Beleuchtungssystem 23 und einem Projektionssystem 24 auf, die aufeinander folgend in einem von einer EUV-Lichtquelle 25 des Strahlformungssystems 22 ausgehenden Strahlengang 26 angeordnet sind. Als EUV-Lichtquelle 25 kann beispielsweise eine Plasmaquelle oder ein Synchrotron dienen. Die austretende Strahlung im Wellenlängenbereich zwischen ca. 5 nm und ca. 20 nm wird zunächst in einem Kollimator 27 gebündelt. Mit Hilfe eines nachfolgenden Monochromators 28 wird durch Variation des Einfallswinkels, wie durch einen Doppelpfeil angedeutet, die gewünschte Betriebswellenlänge herausgefiltert. Im genannten Wellenlängenbereich sind der Kollimator 27 und der Monochromator 28 üblicherweise als reflektive optische Elemente ausgebildet, wobei zumindest der Monochromator 28 an seiner optischen Oberfläche kein Mehrfachschichtsystem aufweist, um einen möglichst breitbandigen Wellenlängenbereich zu reflektieren.
  • Die im Strahlformungssystem 22 im Hinblick auf Wellenlänge und räumliche Verteilung behandelte Strahlung wird in das Beleuchtungssystem 23 eingeführt, welches ein erstes und zweites reflektives optisches Element 29, 30 aufweist. Die beiden reflektiven optischen Elemente 29, 30 leiten die Strahlung auf eine Photomaske 31 als weiterem reflektiven optischen Element, welche eine Struktur aufweist, die mittels des Projektionssystems 24 in verkleinertem Maßstab auf einen Wafer 32 abgebildet wird. Hierzu sind im Projektionssystem 24 ein drittes und viertes reflektives optisches Element 33, 3 vorgesehen, wobei das vierte optische Element 3 in der in 1a, b gezeigten optische Anordnung 1 untergebracht ist, die einen Teil des Projektionssystems 24 der Projektionsbelichtungsanlage 21 bildet. Die optische Anordnung 1 dient hierbei zur Erzeugung eines niedrigeren Gesamt-Drucks im Vergleich zum Druck im Vakuum-Gehäuse des Projektionssystems 24. Für Einzelheiten diesbezüglich sei auf die WO 2008/034582 A2 der Anmelderin verwiesen, welche durch Bezugnahme in ihrer Gesamtheit zum Inhalt dieser Anmeldung gemacht wird.
  • Es versteht sich, dass auch die weiteren optischen Elemente 29, 30, 33 der Projektionsbelichtungsanlage 21 auf dieselbe Weise mittels aktiviertem Wasserstoff gereinigt und auf die im Zusammenhang mit 1a, b beschriebene Weise mit einer dynamisch erzeugten Schutzschicht vor durch aktivierten Wasserstoff erzeugten Verunreinigungen geschützt werden können.
  • Es versteht sich weiterhin, dass alternativ zum Vorsehen eines zusätzlichen Vakuumgehäuses für das optische Element 3 auch das Vakuumgehäuse z. B. des Beleuchtungssystems 23 als Vakuum-Umgebung mit einer Restgasatmosphäre 9 dienen kann, in die über eine Zuführungsleitung 35 ein Monomer 18 eingeleitet wird. Auch in diesem Fall kann eine Aktivierungseinheit 36 vorgesehen sein, um beispielsweise eine optische Oberfläche 29a des zweiten optischen Elements 29 mit aktiviertem Wasserstoff in Kontakt zu bringen. Die Partialdrücke in der Restgasatmosphäre 9 können hierbei ebenso wie im Zusammenhang mit 1a, b beschrieben mittels einer nicht näher gezeigten Steuerungseinrichtung derart eingestellt werden, dass sich eine (nicht gezeigte) Schutzschicht mit vorgegebener Dicke auf der optischen Oberfläche 23a ausbildet. Die bei der Reinigung entstehenden, gasförmigen Abfallprodukte können hierbei über eine Absaugeinrichtung 37 entsorgt werden, die mit einer Vakuum-Pumpe 38 zur Erzeugung von Vakuum-Bedingungen in dem Beleuchtungssystem 23 verbunden ist.
  • Insgesamt kann auf die oben beschriebene Weise die Anlagerung von metallischen Verunreinigungen an optischen Oberflächen bei der Reinigung mit aktiviertem Wasserstoff vermieden oder zumindest deutlich reduziert werden, wobei die Reinigung sowohl während des Betriebs, d. h. unter dem Einfluss von EUV-Strahlung, oder auch in Betriebspausen durchgeführt werden kann.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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    • - US 6724462 B1 [0026]
    • - WO 2008/034582 A2 [0041]

Claims (14)

  1. Verfahren zum Entfernen von Kontaminationen (8) von mindestens einer optischen Oberfläche (7a, 29a), die in einer Vakuum-Umgebung (2, 23), bevorzugt in einer Projektionsbelichtungsanlage (21) für die EUV-Lithographie, angeordnet ist, mittels aktiviertem Wasserstoff (10), umfassend: Erzeugen einer den aktivierten Wasserstoff (10) und zumindest ein Monomer (18) eines Kohlenwasserstoffs, insbesondere Methyl-Metacrylat, enthaltenden Restgasatmosphäre (9) in der Vakuum-Umgebung (2, 23), sowie Entfernen der Kontaminationen (8) von der optischen Oberfläche (7a, 29a) durch den aktivierten Wasserstoff (10) unter gleichzeitigem Anlagern des Monomers (18) an der optischen Oberfläche (7a) zur Ausbildung einer polymerisierten Schutzschicht (19), welche die optische Oberfläche (7a) vor durch den aktivierten Wasserstoff (10) in der Restgasatmosphäre (9) erzeugten metallischen Verbindungen (16) schützt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Partialdruck des aktivierten Wasserstoffs (10) und/oder der Partialdruck des Monomers (18) in der Restgasatmosphäre (9) derart gesteuert wird/werden, dass sich zwischen dem Anwachsen der Schutzschicht (19) durch Polymerisieren des Monomers (18) und dem Abbau der Schutzschicht (19) durch den aktivierten Wasserstoff (10) ein Gleichgewicht einstellt.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Partialdrücke so gesteuert werden, dass sich eine Schutzschicht (19) mit einer Dicke zwischen 0,1 nm und 2 nm, bevorzugt zwischen 0,1 nm und 1 nm, insbesondere zwischen 0,1 nm und 0,3 nm auf der optischen Oberfläche (7a, 29a) einstellt.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der aktivierte Wasserstoff (10) durch Aktivieren von molekularem Wasserstoff (12) gebildet wird, wobei bevorzugt zur Steuerung des Partialdrucks des aktivierten Wasserstoffs (10) in der Restgasatmosphäre (9) die der Aktivierung zugeführte Menge an molekularem Wasserstoff (12) eingestellt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem der molekulare Wasserstoff (12) zum Aktivieren über ein Heizelement (13) geleitet wird, wobei bevorzugt die Temperatur des Heizelements (13) zur Steuerung des Partialdrucks des aktivierten Wasserstoffs (10) in der Restgasatmosphäre (9) eingestellt wird.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem nach dem Entfernen der Kontaminationen (8) die Schutzschicht (19) zumindest teilweise von der optischen Oberfläche (7a) entfernt wird, bevorzugt indem der Partialdruck des Monomers (18) in der Restgasatmosphäre (9) reduziert wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die optische Oberfläche (7a) während des Entfernens der Kontaminationen (8) mit Strahlung bestrahlt wird, die geeignet ist, die Polymerisierung des Monomers (18) zu bewirken.
  8. Optische Anordnung (1, 21), insbesondere Projektionsbelichtungsanlage für die EUV-Lithographie (21), mit: einem Vakuumgehäuse (2, 23), mindestens einem in dem Vakuumgehäuse (2, 23) angeordneten optischen Element (3, 29), einer Restgasatmosphäre (9) in dem Vakuumgehäuse (2, 23), umfassend: aktivierten Wasserstoff (10) zum Entfernen von Kontaminationen von einer optischen Oberfläche (7a, 29a) des optischen Elements (3), und zumindest ein Monomer (18) eines Kohlenwasserstoffs, insbesondere Methyl-Metacrylat, zum Anlagern an der optischen Oberfläche (7a, 29a) unter Ausbildung einer polymerisierten Schutzschicht (19), welche die optische Oberfläche (7a, 29a) vor durch den aktivierten Wasserstoff (10) in der Restgasatmosphäre (9) erzeugten metallischen Verbindungen (16) schützt.
  9. Optische Anordnung nach Anspruch 8, weiter umfassend: eine Steuerungseinrichtung (23) zur Steuerung der Partialdrücke des aktivierten Wasserstoffs (10) und des Monomers (18) in der Restgasatmosphäre (9) derart, dass sich zwischen dem Anwachsen der Schutzschicht (19) durch Polymerisieren des Monomers (10) und dem Abbau der Schutzschicht (19) durch den aktivierten Wasserstoff (10) ein Gleichgewicht einstellt.
  10. Optische Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, weiter umfassend: eine steuerbare Zuleitung (17) zur Zuführung des Monomers (18) in die Restgasatmosphäre (9).
  11. Optische Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, weiter umfassend: mindestens eine steuerbare Aktivierungseinrichtung (11, 36) zur Bildung des aktivierten Wasserstoffs (10) durch Aktivieren von molekularem Wasserstoff (12).
  12. Optische Anordnung nach Anspruch 11, bei der die Aktivierungseinrichtung (11, 36) zur Aktivierung des molekularen Wasserstoffs (12) ein Heizelement (13) aufweist.
  13. Optische Anordnung nach Anspruch 11 oder 12, bei der die Aktivierungseinrichtung (11, 36) zur Bildung eines gerichteten Stroms von aktiviertem Wasserstoff (10) auf die optische Oberfläche (7a, 29a) ausgelegt ist.
  14. Optische Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, bei der das optische Element (3, 29) eine Deckschicht (7) aufweist, die aus mindestens einem Übergangsmetall, insbesondere aus Ruthenium, gebildet ist.
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