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DE60035865T2 - Vorrichtung zur zitzenbehandlung - Google Patents

Vorrichtung zur zitzenbehandlung Download PDF

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Publication number
DE60035865T2
DE60035865T2 DE60035865T DE60035865T DE60035865T2 DE 60035865 T2 DE60035865 T2 DE 60035865T2 DE 60035865 T DE60035865 T DE 60035865T DE 60035865 T DE60035865 T DE 60035865T DE 60035865 T2 DE60035865 T2 DE 60035865T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cleaning
animal
teat
duration
parameter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60035865T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60035865D1 (de
Inventor
Jan Eriksson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DeLaval Holding AB
Original Assignee
DeLaval Holding AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Family has litigation
First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=20415497&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE60035865(T2) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Application filed by DeLaval Holding AB filed Critical DeLaval Holding AB
Application granted granted Critical
Publication of DE60035865D1 publication Critical patent/DE60035865D1/de
Publication of DE60035865T2 publication Critical patent/DE60035865T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J7/00Accessories for milking machines or devices
    • A01J7/04Accessories for milking machines or devices for treatment of udders or teats, e.g. for cleaning

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
  • Management, Administration, Business Operations System, And Electronic Commerce (AREA)
  • Feeding And Watering For Cattle Raising And Animal Husbandry (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Description

  • TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Reinigen der Zitzen eines Tieres.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Das Gebiet des automatischen Melkens von Tieren hat eine ziemlich umfangreiche Geschichte. Um eine hoch qualitative Milchproduktion zu erreichen, ist es wichtig, die Zitzen eines zu melkenden Tieres vor der Durchführung des tatsächlichen Melkens zu reinigen.
  • Die europäische Patentanmeldung 0 535 755 offenbart einen Melkroboter mit einem Roboterarm, der mit einer Einrichtung zum Reinigen der Zitzen versehen ist. Die Einrichtung ist mit in einer Schale angeordneten Bürsten ausgestattet, wobei die Schale ein schaftartiges Bodenende mit einem Auslass zum Ablassen eines flüssigen Reinigungsmittels umfasst. Das flüssige Reinigungsmittel wird der Schale über ein Verbindungsstück für eine Zufuhrleitung zugeführt, das an der Schale vorgesehen ist. Am Fuß des schaftartigen Bodenendes der Schale ist ein Sensor vorgesehen, mit dem das Ausmaß der Verunreinigung der abzulassenden Flüssigkeit ermittelt wird. Eine Strömung des flüssigen Reini gungsmittels vom Verbindungsstück für die Zufuhrleitung zum Auslass der Schale wird solange aufrecht erhalten, bis der Sensor feststellt, dass die Verunreinigung des flüssigen Reinigungsmittels unter einen vorbestimmten Standard gesunken ist. Nach der EP 0 535 755 wird angenommen, dass die Zitzen des Tieres dann hinreichend gereinigt worden sind, weshalb dann die Schale entfernt und die Zitzenbecher an die Zitzen angesetzt werden können, sodass der Melkprozess stattfinden kann.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Eine Zitzenreinigung über eine lange Dauer kann zu Irritationsproblemen am Euter und/oder den Zitzen führen, was möglicherweise Hautausschläge hervorrufen kann, insbesondere wenn die Zitzenreinigung oft angewandt wird. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Problem der Vermeidung oder zumindest der Verringerung von durch die Zitzenreinigung verursachten Gesundheitsproblemen und auf eine Verbesserung der Sanftheit des Zitzenreinigungsprozesses, wie er von den milchproduzierenden Tieren erfahren wird, wie auch auf eine Verringerung der Reinigungsdauer.
  • Die Analyse der Verunreinigung des abgelassenen flüssigen Reinigungsmittels, das für die Zitzenreinigung verwendet wurde, durch einen Sensor führt zu verschiedenen Komplikationen. Ein Beispiel für derartige Komplikationen besteht in der Zeitverzögerung zwischen der Zeit, zu der sich bestimmte Partikel des flüssigen Reinigungsmittels in der Reinigungsposition befinden, und der darauf folgenden Zeit, zu der das Mittel und sein Verunreinigungsgrad erfasst werden. Die Erfassungsausrüstung muss sauber, kalibriert und in gutem Zustand sein, um angemessen zu arbeiten. Unterschiedliche Typen von Verunreinigungen werden durch unterschiedliche Sensoren erfasst, was für einen optimalen Betrieb eine ganze Anzahl von Sensoren und Verarbeitungstechniken erfordert, wodurch wiederum ein anfälliges Sensorsystem geschaffen wird.
  • Eine andere Schwierigkeit besteht darin, zu erfassen, ob Klumpen oder trockener Schmutz vorhanden sind, die einen hohen Verunreinigungsgrad erzeugen, aber keine starke Ablagerung der Flüssigkeit. Ohne Berücksichtigung zum Beispiel von Klumpen im Verhältnis zu Ablagerungen ist ein Sensor ohne genaue Kalibrierung nicht arbeitsfähig. Ein Ziel der Erfindung nach der Anmeldung besteht darin, eine Lösung für die oben erwähnten Probleme durch die Einführung weniger komplizierter Techniken und durch Ausführungsformen mit weniger und auch weniger anfälligen Komponenten zu liefern.
  • Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird dieses Problem durch eine Vorrichtung zur Reinigung von Zitzen eines Tieres angegangen, wobei die Vorrichtung eine Zitzenreinigungsvorrichtung mit einer Einrichtung zum Durchführen einer Reinigung im Hinblick auf eine Zitze eines zu reinigenden Tieres umfasst. Die Vorrichtung ist mit einer Einrichtung zum Ermitteln der Identität des zu reinigenden Tieres ausgerüstet wie auch mit einer Einrichtung zum Steuern der Zitzenreinigungsvorrichtung. Diese Steuerung wird in Abhängigkeit von der ermittelten Identität auf eine solche Weise ausgeführt, dass eine individuell angepasste Reinigung erreicht wird.
  • Diese Lösung macht es vorteilhafterweise möglich, das Auftreten von Zitzenreinigungssymptomen zu verringern, wobei gleichzeitig ein hoher Reinigungsstandard der zu melkenden und zu behandelnden Zitzen erzielt wird wie auch eine Reinigung, die von einem individuellen Tier während des Reinigungsprozesses als angenehm empfunden wird. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass milchproduzierende Tiere genau wie Menschen individuelle Unterschiede im Hinblick auf ihr Verhalten haben. Unter den Tieren haben einige Individuen die Angewohnheit, oft auf dem Boden zu liegen, ein Verhalten, das zur Verschmutzung des Euters und einiger Zitzen führen kann, wohingegen andere Individuen wiederum selten oder niemals auf diese Weise verschmutzt sind. Weiterhin unterscheiden sich milchproduzierende Tiere im Hinblick auf ihre Anfälligkeit, gewisse unerwünschte gesundheitliche Symptome zu entwickeln, wie etwa Zitzeninfektionen, Ekzeme oder Mastitis. Die oben beschriebene Lösung macht es möglich, den Reinigungsprozess an die Bedürfnisse des individuellen Tieres anzupassen, sodass ein Individuum mit einem eher „sauberen" Verhalten eine schonende Reinigung erhalten kann und ein anderes Tier mit einem eher „schmutzigen" Verhalten eine ausgedehntere Reinigung, wodurch das Risiko verringert wird, dass sich Symptome wie die oben beschriebenen entwickeln.
  • Nach einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Bewirken einer individuell angepassten Dauer der Reinigung für das identifizierte Tier. Diese Ausführungsform macht es möglich, den Reinigungsprozess an die Bedürfnisse eines individuellen Tieres anzupassen, sodass ein Individuum mit einem eher „sauberen" Verhalten einen kürzeren Reinigungszyklus erhält und ein anderes Individuum mit einem eher „schmutzigen" Verhalten eine längere Dauer des Reinigungszyklus'. Diese Lösung macht es vorteilhafterweise möglich, die Dauer der Reinigung für Individuen mit einem „sauberen" Verhalten abzukürzen, wodurch die Melkkapazität des Milchroboters erhöht wird, da eine größere Anzahl von Tieren pro Zeiteinheit behandelt werden kann, wenn die Dauer der Reinigung für einige Individuen abgekürzt wird.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst die Einrichtung zum Durchführen einer Reinigung eine Einrichtung zum Versehen einer Zitze mit Flüssigkeit. In dieser Ausführungsform umfasst die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Bewirken einer individuell angepassten Konzentration einer vorbestimmten Substanz in der Flüssigkeit für das identifizierte Tier. Diese Lö sung ermöglicht die Abgabe einer individuellen Menge einer Substanz, wie etwa Seife, auf eine Zitze im Zusammenhang mit dem Reinigungsprozess. In automatischen Melksystemen, wie dem Voluntary Milking System®, VMS®, entscheiden sich die Tiere nach eigenem Willen, zum automatischen Melkroboter zu gehen, wodurch einige Individuen ihre Zitzen öfter einer Reinigung aussetzen als andere Individuen. Hat ein Tier die Angewohnheit, das automatische Melksystem oft aufzusuchen und hat das Tier darüberhinaus ein „sauberes" Verhalten, ist es von Vorteil, die Reinigung dieser Tatsache anzupassen, z.B. indem eine geringere Menge der vorbestimmten Substanz verabreicht wird. Weiterhin sind die Zitzen eines milchproduzierenden Tieres gegenüber Berührungen empfindlich und die Tiere zeigen individuelle Unterschiede im Hinblick auf ihre Empfindlichkeit bei der Zitzenbehandlung.
  • Eine individuelle Reinigungs-, Trocknungs- und Vormelkbehandlung jedes Tieres wäre von Vorteil, um den Komfort und die Effizienz während der Behandlung zu optimieren. Äußere Bedingungen, die in einer vollständig individualisierten Behandlung berücksichtigt werden können, sind z.B. die Jahreszeit, Wetterbedingungen und tierärztliche Vorgaben. Außenbedingungen können mittels einer Temperaturmess- und/oder Feuchtigkeitserfassungsausrüstung im Zusammenhang mit einem computerisierten Terminal erfasst werden, das mit einer Speichereinheit zur Informationsspeicherung verbunden ist. Diese erfassten Außenbedingungen können ein Versatzmerkmal der Reinigung steuern. Ein Beispiel kann sein, die Dauer der Reinigung und die Menge der Reinigungssubstanz während der Reinigung als Ergebnis regnerischer Außenbedingungen, und deshalb einer zusätzlichen Verschmutzung des zu melkenden Tieres, zu erhöhen. Trockenere und sauberere Bedingungen würden zu einer kürzeren Reinigungszeit und weniger verwendeter Reinigungssubstanz während der Reinigung führen.
  • Weitere vorteilhafte Wirkungen, die durch Ausführungsformen der Erfindung erzielt werden, umfassen einen erhöhten Durchsatz von Tieren durch das automatische Zitzenbehandlungssystem als Folge der individualisierten Behandlung, aber auch einen optimierten und dadurch verringerten Verbrauch von Resourcen wie Wasser und Elektrizität.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die vorliegende Erfindung wird nun genauer unter Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben, die nur beispielartigen Charakter haben und in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind.
  • 1 zeigt schematisch eine Ausführungsform der Zitzenreinigungsvorrichtung, die unten genauer beschrieben wird.
  • 2 ist ein Flussdiagramm und zeigt den Betrieb der Zitzenreinigungsvorrichtung aus 1.
  • 3 zeigt die Informationsspeichereinheit aus 1, insbesondere im Hinblick auf die Speicheranordnung.
  • 4 zeigt die Informationsspeichereinheit aus 1 mit verschiedenen Eingabe- und Anzeigeschnittstellen, die damit verbunden sind.
  • 5 zeigt die ausführende Einheit mit den Werkzeugen für die Zitzenreinigung und weitere Zitzenreinigungsanwendungen.
  • 6 zeigt eine andere Ausführungsform der Informationsspeichereinheit mit einem vergrößerten Speicher.
  • 7 ist ein Flussdiagramm und beschreibt den Betrieb einer alternativen Ausführungsform der Zitzenbehandlungsvorrichtung.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
  • Unter Bezugnahme auf 1 umfasst eine Ausführungsform der Erfindung eine Erfassungseinrichtung 10, die auf ein wesentliches Merkmal, z.B. eine Identifikationsplakette 5, anspricht, das zur eindeutigen Bestimmung der Identität eines bestimmten Tieres verwendet werden kann. Die Erfassungseinrichtung 10 erzeugt ein Sensorsignal, das dann von seiner Ausgabe 12 über eine Kommunikationseinrichtung 15, wie z.B. einen Draht, eine Infrarotübermittlung usw., gesendet wird. Dieses Sensorsignal wird dann an einer Eingabe 22 einer Identifikationseinrichtung 20 empfangen. Die Identifikationseinrichtung 20 übermittelt ein Identitätssignal von ihrer Ausgabe 24 an eine Identifikationseingabe 32 der Steuereinheit 30, die einen zentralen Bestandteil der Vorrichtung darstellt. Ihr Betrieb wird unter Bezugnahme auf 2 unten genauer beschrieben. Die Steuereinheit 30 ist mit einem Speicher 31 versehen und über einen Übermittler und Kommunikationseinrichtungen 12 und 14 mit einer Informationsspeichereinheit 40 verbunden. Die Steuereinheit 30 hat eine Ausgabe 34 für eine Datenanforderung, die die Identität entält. Eine solche Datenanforderung wird in Reaktion auf den Empfang des Identitätssignals an der Eingabe 32 über eine andere Kommunikationseinrichtung 25 übermittelt. Die Datenanforderung wird über die Kommunkationseinrichtung 14 gesendet, und die Antwort wird über die andere Kommunikationseinrichtung 12 empfangen.
  • Die von der Steuereinheit 30 gesendete Datenanforderung wird von der Informationsspeichereinheit 40 über eine Dateneingabe 42 empfangen. In Erwiderung auf die Datenanforderung sendet die Informationsspeichereinheit 40 einen Zeitwertparameter an ihre Ausgabe 44. Der Zeitwertparameter wird an der Eingabe 36 der Steuereinheit 30 empfangen. Um den Inhalt der Informationsspeichereinheit 40 anzupassen oder zu ändern, ist diese Einheit 40 über eine Kommunikationseinrichtung 45 mit einem Terminal 50 verbunden, mit dem der Inhalt des Speichers 48 in der Informationsspeichereinheit 40 über einen Anpassungsport 46 geändert werden kann, der auf der Informationsspeichereinheit 40 befestigt ist. Die Informationen, die dann an die Steuereinheit 30 zurückgesendet werden, sind die Grundlage für die aktuellen Reinigungsinstruktionen, die nun von der Steuereinheit 30 an die ausführende Einheit 60 gesendet werden können, deren Zweck die Reinigung der Zitzen des Tieres ist. Die Einheit 60 kann verschiedene Behandlungswerkzeuge enthalten, wie z.B. eine Bürsteneinrichtung 70, eine Sprayeinrichtung 80 und einen Behälter zur angemessenen Ausgabe einer Reinigungssubstanz. Die Reinigungswerkzeuge führen die Reinigung während einer anpassbaren Reinigungsdauer T durch. Anpassungsdaten werden zusammengeführt und stellen die Reinigungsinstruktionen dar, die über eine Instruktionsausgabeeinrichtung 38 der Steuereinheit 30 und über eine Kommunikationseinrichtung 35 an die Instruktionseingabe 62 der ausführenden Einheit 60 gesendet werden. Aus der Eingabe werden die Informationen an die Eingaben 72, 82 und 92 der Behandlungswerkzeuge, die in der ausführenden Einheit 60 enthalten sind, wie etwa eine Bürsteneinrichtung 70, eine Sprayeinrichtung 80 mit einer Flüssigkeitssprühdüse und ein Behälter 90 für eine Reinigungssubstanz, gesendet und von ihnen empfangen. Die Steuerung der Zitzenbehandlungswerkzeuge 70, 80, 90 wird unten weiter beschrieben. Die Dauer der Reinigungsprozedur, bei der die Reinigungswerkzeuge verwendet werden, ist somit individuell anpassbar.
  • Immer noch unter Bezugnahme auf 1 ist eine erste Ausführungsform der Reinigungsprozedur in Übereinstimmung mit der Erfindung beschrieben, wobei diese Ausführungsform eine Variation der Dauer T der Zitzenreinigungsprozedur erlaubt. Die Prozedur während der Reinigung wird im Folgenden weiter beschrieben.
  • Betritt ein Tier einen Stall, wird die Identität des Tieres erfasst. Sind im System Informationen über dieses Individuum vorhanden, wird die Behandlung des Tieres individuell entsprechend den Anforderungen für dieses bestimmte Individuum angepasst. Z.B. wird die Dauer der Reinigung für ein eher „sauberes" Tier im Vergleich zur mittleren Reinigungszeit verringert und umgekehrt für ein eher „schmutziges" Tier vergrößert. Die Steuereinheit 30 verwendet Informationen aus der Informationsspeichereinheit 40, um die am besten passende Dauer auf der Grundlage von relevanten Statistiken, Beobachtungen oder Erfassungsdaten in Reaktion auf die erfasste Identität des Tieres festzusetzen. Die Ausführungsform nach 1 stellt eine flexible Art und Weise der Verbindung der von der vorliegenden Erfindung umfassten Einheiten dar.
  • 2 zeigt den Betrieb der Vorrichtung und insbesondere das Zusammenwirken der Steuereinheit 30 mit der Informationsspeichereinheit 40. 2 ist als ein Flussdiagramm ausgestaltet. Oben im obersten Symbol (Schritt 101) wird die Bestimmung der Tieridentität beschrieben. Danach (Schritt 102) wird eine Anfrage an die Identifikationseinheit 20 gesendet, ob die Identität dieses Tieres schon in der Vorrichtung bekannt ist. Falls nicht, wird dem Inhalt der Informationsspeichereinheit entweder ein neues Tier hinzugefügt (Schritt 103) oder es wird eine neue Abfrage über die Dauer T der Reinigungsprozedur für dieses bestimmte Tier gesendet. Die Frage lautet: Gibt es irgendeine Information betreffend die Dauer T zum Reinigen dieses Tieres? (Schritt 104). Falls nicht, muss die Information über die Dauer der Reinigungsprozedur dem System hinzugefügt werden (Schritt 105), entweder manuell oder automatisch durch Feedback und Eingabe anhand unterschiedlicher Erfassungseinheiten. Enthält das System die erforderliche Information, wird der Dauerparameter T, der der Identität des entsprechenden in Frage stehenden Tieres entspricht, an die ausführende Einheit 60 gesendet, wobei die Einheit 60 zusammen mit den Reinigungswerkzeugen 70, 80 und 90 für die Durchführung der Zitzenreinigung verantwortlich ist. Erreicht der Dauerparameter T die ausführende Einheit 60 und wird er an die Reinigungswerkzeuge 70, 80 und 90 gesendet, führen sie die Rei nigungsprozedur in Übereinstimmung mit ihren Instruktionen durch, das heißt das Tier wird für eine Dauer gereinigt, die durch den Dauerparameter T spezifiziert ist. Die Dauer ist als das Zeitintervall vom Beginn der Reinigung bis zum Ende dieser Reinigung zu verstehen. In einer Ausführungsform nach der Erfindung wird die Dauer T der Zitzenreinigungsprozedur als das Zeitintervall zwischen dem Anschalten des Flüssigkeitsstroms und dem Wiederabschalten während der Reinigungsprozedur definiert. Bei der Flüssigkeit kann es sich um Wasser mit oder ohne den Zusatz von Reinigungssubstanzen, wie etwa Seife und/oder Lösungsmittel, in unterschiedlichen Konzentrationen handeln.
  • In 3 ist ein Teil der Ausführungsform aus 1 abgebildet. 3 zeigt das Innere der Informationsspeichereinheit 40. Die Informationsspeichereinheit 40 hat einen Speicher 48, der mit Datensätzen versehen ist, die eine Mehrzahl von individuellen Tieren betreffen, wobei ein Datensatz Steuerungsinformationen enthält, die eine vorbestimmte Reinigungsanforderung für ein individuelles Tier anzeigen. Ein Datensatz umfasst Informationen über die Identität eines individuellen Tieres wie auch dementsprechende Informationen über seine Behandlung. Diese Datensätze konstituieren eine Informationsdatenbank. Nach einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die Steuerinformation in jedem Datensatz einen Parameter T, wobei der Parameter T die Dauer der Zitzenreinigung darstellt, die an die Identität Id eines bestimmten Tieres gebunden ist.
  • Erreicht eine Datenanforderung, die eine Identifikationsinformation enthält, von der Steuereinheit 30 über die Kommunikationseinrichtung 14 die Informationsspeichereinheit 40 und ihre Dateneingabe 42, wird die Identität Id lokalisiert, wobei die Identität Id wiederum auf den Ort eines entsprechenden Dauerparameters T verweist. Dieser Dauerparameter T wird dann an die Steuereinheit 30 über die Datenausgabe 44 der Informationsspeichereinheit 40 und über die Kommunikationseinrichtung 12 zurück übermittelt.
  • Auf jeden in der Informationsspeichereinheit 40 enthaltenen Datensatz, in diesem Fall der Zeiger Id wie auch der Parameter T, kann von außerhalb über einen bidirektionalen Anpassungsport 46 zugegriffen werden, der ein Manuelles Setzen von Id wie auch von T erlaubt, wenn eine manuelle Anpassung gewünscht ist. Dieses manuelle Einstellen wird in geeigneter und benutzerfreundlicher Weise über ein Terminal 50 erreicht, das weiter in 4 beschrieben ist.
  • 4 zeigt eine andere Ausführungsform des Terminals 50, das an die Informationsspeichereinheit 40 aus 1 angeschlossen ist. Der Dauerparameter T kann für eine pflegliche und optimale Zitzenbehandlung der Tiere, die dieser Behandlung ausgesetzt sind, angepasst werden. Ein Verfahren zur manuellen Eingabe eines Parameters mittels eines angeschlossenen Terminals 50 kann in der Nähe des Tieres oder in einem Abstand über eine gewöhnliche Tastatur 52 oder über eine Touchscreen-Schnittstelle 54 erfolgen. Es ist von großer Bedeutung, dass diese Eingabe in flexibler und benutzerfreundlicher Weise erfolgen kann, und die Touchscreen 54 ist eine derartige flexible Einrichtung für die Dateneingabe. Die Anzeige der Informationen wird vorzugsweise durch einen Bildschirm 56 oder eine andere ähnliche Anzeigeeinrichtung, wie z.B. die Touchscreen 545, erreicht. Für die Informationsübertragung können verschiedene Typen von Übertragungseinrichtungen 45 verwendet werden, und die Daten werden von der Informationsspeichereinheit 40 über den bidirektionalen Anpassungsport 46 empfangen. Ein manueller Eingabebetrieb kann nach einem Auflisten der im Speicher 48 der in der Informationsspeichereinheit 40 enthaltenen Parameter anhand irgendeiner geeigneten Schnittstelle erfolgen. Anpassungen von Parametern werden über die Übertragungseinrichtung 45 und den bidirektionalen Anpassungsport 46 der Informationsspeichereinheit 40 an den Speicher 48 übertragen und ersetzen frühere Parameter im Speicher 48. Ein Sensor 55 zur Bestimmung der Temperatur und ein Feuchtigkeitssensor 57 sind mit dem computerisierten Termainal 50 verbunden. Die Sensoren 55, 57 fügen Informationen über Außenbedingungen hinzu, die innerhalb der individuellen Anpassung der Reinigung verwendet werden sollen, z.B. durch einen automatischen oder manuellen Versatzmechanismus im System, der zum Anpassen der Reinigungsparameter aufgrund von äußeren Bedingungen, wie etwa Feuchtigkeit und Temperatur, dienen kann. Ein Vorteil dieses Ansatzes besteht in einer noch besseren Anpassung der Reinigung an die Erfordernisse der aktuellen Wettersituation.
  • In den oben beschriebenen Ausführungsformen wird die Individualisierung der Behandlung eines Tieres durch Anpassungen eines Behandlungsparameters, nämlich der Dauer der Reinigung T, erreicht. Nach anderen Ausführungsformen können jedoch eine Mehrzahl von Parametern, die verschiedene Aspekte der Behandlungsprozedur betreffen, individuell an die Erfordernisse jedes Individuums angepasst werden. Einige der Anforderungen hängen von Außenbedingungen und andere von tierbezogenen Eigenschaften ab. Eine Anzahl von tierbezogenen Eigenschaften sind Hautqualität, Schmutzneigung, Liegeverhalten, Position im Laktationszyklus, Mastitisempfindlichkeit, Zuchttyp. Ein Tier mit einer empfindlichen Zitzenhaut kann mit einem anpassbaren und individualisierten System schonender behandelt werden als ein anderes Tier mit einer eher robusten Zitzenhaut. Die Zeit der Reinigung kann an das Liegeverhalten des Tieres angepasst werden, da Reinigungsparameter, die sich auf die Schmutzneigung als Konsequenz des Liegeverhaltens des Tieres oder des Zuchttypus beziehen, in der Reinigungsvorrichtung vorhanden sind. Die Vorrichtung erlaubt auch Kombinationen von Behandlungen. Ein Tier, das zu Ekzemen neigt, könnte z.B. mit einer milden Reinigungssubstanz für eine längere Dauer gereinigt werden, während ein Tier, das nicht zu Ekzemen neigt, einer stärkeren Reinigungssubstanz für eine kürzere Dauer ausgesetzt werden könn te. Eine derartige individualisierte Behandlung würde einen erhöhten Durchsatz von Tieren durch das Behandlungsverfahren erlauben, während gleichzeitig ein befriedigender Grad an Reinlichkeit und Gesundheit in der Tierherde aufrecht erhalten wird. Unter Bezugnahme auf 5 wird eine Anordnung eingeführt, die sich für einen solchen individualisierten Betrieb eignet. Das oben beschriebene Verfahren erfordert eine Mehrzahl von Gefäßen 94, 96, die Reinigungssubstanzen unterschiedlicher Stärke enthalten, wie auch Anordnungen 98, die ein Portionieren der Reinigungssubstanz in einem vorbestimmten Volumen erlauben. In Verbindung mit dem Spraywerkzeug 80 ist eine Flüssigkeitsspraydüse 84 zur effizienten Anwendung eines Zitzenreinigungsmediums vorhanden. In den folgenden Ausführungsformen wird ein großer Bereich von anpassbaren individualisierten Behandlungsparametern beschrieben, von denen einige unten offenbart sind.
  • 6 zeigt eine zweite Ausführungsform der Informationsspeichereinheit 40, die einen vergrößerten Speicher 49 mit Datensätzen aufweist, die eine Mehrzahl von Parametern umfassen. Informationen über die Identität des Tieres werden von der Steuereinheit 30 über die Kommunikationseinrichtung 14 geliefert. Ähnlich wie im oben beschriebenen Verfahren und in 2 werden diese Identifikationsinformationen mit allen vorhandenen Identitäten, Id 1 bis Id n, die sich im Speicher 48 der Informationsspeichereinheit 40 befinden, verglichen, und wenn eine Übereinstimmung gefunden wird, wird sie einem existierenden Datensatz zugewiesen, der einen Satz von Parametern umfasst, oder, wenn keine Übereinstimmung gefunden wird, das heißt wenn das Individuum unbekannt ist, wird ein neuer Datensatz erzeugt, wobei der neue Datensatz einen Satz von Parametern enthält, die diesem neuen Individuum zugeordnet sind. Diese zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der in 3 gezeigten ersten Ausführungsform dadurch, dass der Datensatz nach der zweiten Ausführungsform eine Mehrzahl von Parametern umfasst. Jeder Parameter P1; P2; P3; ... Pn stellt eine bestimmte variable Aktion innerhalb des Zitzenbehandlungsverfahren dar, wodurch eine Optimierung der Reinigung mit den Reinigungswerkzeugen 70, 80 und 90 der ausführenden Einheit 60 ermöglicht wird.
  • Um diese Argumentation etwas zu erhellen, ist in 6 eine Ausführungsform gezeigt, bei der von einem Datensatz ausgegangen wird, der drei Parameter P1; P2; P3 umfasst, die die Reinigungsdauer P1, die Trocknungsdauer P2 und die Abgabe einer Reinigungssubstanz P3 darstellen. Es wird ferner davon ausgegangen, dass die entsprechenden Parameterwerte von P1; P2; P3 der Zitzenbehandlungsvorrichtung schon hinzugefügt worden sind und in den Speicherzellen des Speichers 49, der zur Informationsspeichereinheit 40 gehört, enthalten sind. Erreicht ein Signal über die Dateneingabe 42 die Informationsspeichereinheit 40, wobei das Signal die Identität Id des in Frage stehenden Tieres enthält, wird die korrekte Speicherzelle in einem Datensatz im Speicher 48 gefunden. Eine ausgewählte Zelle ist dem Satz der Behandlungsparameter zugewiesen, in diesem Fall P1; P2; P3. Diese Parameter werden über die Kommunikationseinrichtung 12 an die Steuereinheit 30 gesendet, wobei die Einheit 30 die Reinigungswerkzeuge 70, 80 und 90 der ausführenden Einheit 60 anweist, die Behandlungsprozedur dieses besonderen Tieres zu beginnen. Die Steuereinheit 30 ist hingegen für die Steuerung verantwortlich, dass die Behandlungsprozedur in Übereinstimmung mit den gesendeten Parametern P1; P2; P3 durchgeführt wird. Zwei zusätzliche mögliche Parameter, die angepasst werden können, sind der Typ der Reinigungssubstanz zur Anwendung auf die Zitze P4 und die Menge der Reinigungssubstanz P5.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind manuelle Anpassungen der Parameterwerte denkbar. Weiterhin können die drei Parameter P1; P2; P3 auf eine beliebige Anzahl von Parametern P1; P2; P3; ... Pn erweitert werden, die eine große Anzahl von Variablen innerhalb des Behandlungsverfahrens steuern. Um solche Anpassungen zu ermöglichen, ist das System wie das System aus 3 auf eine Weise ausgestaltet, dass manuelle Einstellungen und Anpassungen von Werten auf bestimmte vorbestimmte Werte möglich sind, z.B. mittels eines computerisierten Terminals 50 mit einer Tastatur 52 oder einer anderen bequemen Schnittstelle, wie etwa einer Touchscreen 54. Nach der Bestimmung des angemessenen Satzes von Parametern für die Behandlung eines bestimmten Individuums wird dieser Satz von Parametern über die Kommunikationseinrichtung 12 an die Steuereinheit 30 zurückgesendet. Die Steuereinheit 30 besitzt nun einen hinreichend angemessenen Satz von Parametern zum Steuern unterschiedlicher Aufgaben in Verbindung mit den Reinigungswerkzeugen 70, 80 und 90 der ausführenden Einheit 60 und leitet die Betriebsinstruktionen somit an die ausführende Einheit 60 weiter, wo sie weiter an die Reinigungswerkzeuge 70, 80 und 90 gesendet werden, was zu einem individualisierten und optimalen Zitzenbehandlungsbetrieb mit einer Reinigung führt.
  • Wichtige Umstände zur Verwendung beim Speichern im Speicher 49 der Informationsspeichereinheit 40 von Behandlungsparametern und zur Berücksichtigung im System können äußere Bedingungen, wie etwa wetter- oder saisonbezogene Bedingungen, sein wie auch verschiedene tierspezifische Eigenschaften. Im Einsatz führen diese Daten zu einer individualisierten und optimalen Zitzenreinigung und Zitzenbehandlung der Tiere, sowohl im Hinblick auf einen bequemen Umgang bei der Aufzucht als auch im Hinblick auf eine effiziente und gesunde Milchproduktion.
  • Die im Speicher 49 der Informationsspeichereinheit 40 enthaltenen Daten sind die Grundlage zum Steuern der Variation der Behandlungsparameter für die ausführende Einheit 60, wie etwa des Dauerparameters der Reinigung T. Einige wichtige Behandlungsparameter, die variiert und individuell angepasst werden können, sind z.B. die Position, die Intensität und der Typ des Reinigungswerk zeugs, die Dauer der Reinigung, was schon beschrieben worden ist, und die Dauer des Trocknens, Vor-Melkparameter, Typ und/oder Quantität der Reinigungssubstanz. Eine große Anzahl von weiteren zusätzlichen Parametern können auch Bedeutung bei der Anpassung an individuelle Bedürfnisse haben.
  • Ein alternativer Weg zum Individualisieren der Reinigung und Behandlung eines Tieres besteht darin, ein festes und vorbestimmtes Reinigungs- und/oder Behandlungsprogramm mehr als einmal durchzuführen, falls Bedarf besteht. Ein solcher Ansatz ist eine Vereinfachung des Reinigungs- und Behandlungsverfahrens, um die Computerverarbeitungskapazität zu minimieren, während die Möglichkeit der Individualisierung des Verfahrens an jedes Tier aufrecht erhalten wird. Ein Tier, von dem bekannt ist, dass es einen größeren Reinigungsbedarf hat als die meisten anderen Tiere, wird somit mindestens einer, aber manchmal auch mehreren zusätzlichen Durchgängen der Reinigungsprozedur ausgesetzt.
  • Ein weiterer Parameter, der von der Vorrichtung nach der Erfindung berücksichtigt wird, ist der Typ des Reinigungswerkzeugs 70, 80, 90, das verwendet wird. Ein Merkmal der Vorrichtung besteht darin, dass die Reinigungswerkzeuge 70, 80, 90 sorgfältig gewählt und in Abhängigkeit von dem individuellen zu reinigenden oder zu behandelnden Tier gewechselt werden. Ein bestimmtes Tier mag eine rauere Reinigung mittels einer Bürsteneinrichtung 70 erfordern, für ein anderes Tier mag es wiederum reichen, einen Reinigungs- und Behandlungszitzenbecher zu verwenden, der in einer Ausführungsform die Zitzen des Tieres mittels pulsierender Strahlen einer verwirbelten Flüssigkeit reinigt.
  • Ein anderer Weg der Individualisierung der Behandlung besteht darin, eine Bilderfassungseinrichtung zu verwenden, z.B. eine Videokamera oder eine ähnliche Ausrüstung, um die Euterregion des Tieres zu überwachen. Die Reini gungs- und Behandlungsprozedur in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung kann somit in Abhängigkeit von den visuellen Informationen, die über ein individuelles Tier übertragen werden, eingestellt und auch angepasst werden, wobei die Informationen von mindestens einem erfassten Bild übertragen werden.
  • Unter Bezugnahme auf 7 wird eine alternative Ausführungsform gezeigt, die viele Ähnlichkeiten mit dem Flussdiagramm aus 2 aufweist. Das Verfahren zum Betrieb nach der Ausführungsform aus 7 kann in allen der oben beschriebenen physischen Ausführungsformen verwendet werden. Das Flussdiagramm nach 7 beschreibt einen Prozess zum Vergleichen eines bestehenden spezifischen Parameters oder eines bestehenden Satzes von Parametern mit einem neuen Parameter oder einem neuen Satz von Parametern. Die ersten drei Schritte in der Folge 101, 102 und 103 von 7 sind mit den entsprechenden Schritten in 2 äquivalent. Danach (Schritt 114) wird eine Anfrage getätigt, um zu bestimmen, ob alle Behandlungsparameter im Speicher 48 der Informationsspeichereinheit 40 vorhanden sind (siehe 1). Ist die Antwort negativ, müssen dem Satz von Parametern zusätzliche Parameter hinzugefügt werden (Schritt 115), oder es können Standardeinstellungen verwendet werden, die im Vergleichsspeicher 31 der Steuereinheit 30 gespeichert sind, wenn nicht zusätzliche Informationen in Form von zusätzlichen Behandlungsparametern dem System hinzugefügt werden, bevor der nächste Schritt in der Folge, bei dem es sich um die Vergleichsprozedur (Schritt 116) handelt, beginnen kann. In dieser Vergleichsanfrage (Schritt 116) wird bestimmt, ob Unterschiede zwischen dem bestehenden Satz von Tierparametern, der im Vergleichsspeicher 31 der Steuereinheit 30 gespeichert ist, und dem vorgeschlagenen Satz von Tierparametern, der im Speicher 48 der Informationsspeichereinheit gespeichert ist, bestehen. Werden keine solchen Unterschiede zwischen den Sätzen von Parametern gefunden, wird eine Nachricht an die Steuereinheit 30- gesendet, die die ausführende Einheit 60 anweist, mit der bestehenden Behandlung entsprechend ihrer Instruktionen fortzufahren (Schritt 117). Treten zwischen dem bestehenden Satz von Tierparametern und dem vorgeschlagenen Satz von Tierparametern Unterschiede auf, liefert die Informationsspeichereinheit 40 alle Änderungen an Parameterwerten, die von den Tiereigenschaften oder wetterbezogenen Außenbedingungen abhängen, an die Steuereinheit 30 (Schritt 118), und die Steuereinheit 30 instruiert die ausführende Einheit 60, die Behandlung in Übereinstimmung mit diesen neuen Einstellungen fortzusetzen (Schritt 117).
  • Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann das System alternativ Variationen bei der Zitzenreinigung in Abhängigkeit nur von Wetterbedingungen zulassen.
  • Diese alternative zweite Ausführungsform stellt im Vergleich zur anderen Ausführungsform ein potentiell schnelleres Startsystem dar, insbesondere wenn die unterschiedlichen Sätze von Parametern gleich sind. Bei dieser alternativen Ausführungsform kann auch ein unmittelbarer Start des Prozesses in Betracht gezogen werden, wobei der Endpunkt der Reinigungsprozedur durch die Steuereinheit 30 gesteuert wird, nachdem der relevante Satz von Tierparametern empfangen wurde. Eine solche Prozedur eignet sich gut für netzwerkgesteuerte Betriebe, was offenbar mehr und mehr verwendet wird. Das hier beschriebene Verfahren ist ein effizientes und flexibles Verfahren, da die Informationsspeichereinheit 40 weniger oft angerufen wird und Maßnahmen nur dann eingeleitet werden, wenn sie erforderlich sind.
  • Die Angabe von Informationen an den Speicher 48 der Informationsspeichereinheit 40 über die Anpassungseingabe 46 kann auf verschiedene Weise erfolgen. Eine manuelle Eingabe über eine benutzerfreundliche Schnittstelle 52, 54, die mit einem Terminal 50 verbunden ist, ist schon erwähnt worden, aber der gesamte Prozess des Erfassens, Sammelns und Übertragens von Daten kann auch automatisch erfolgen. Ein vollständig automatischer Prozess umfasst Sensoren zur Erfassung sowohl von äußeren Bedingungen als auch von Tiereigenschaften und eine automatische Übertragung von Daten über verschiedene Kommunikationseinrichtungen 45 zum Sammeln von Informationen im Speicher 48 der Informationsspeichereinheit 40. Der Benutzer hat natürlich die Möglichkeit, diesen semi- oder vollautomatischen Prozess zu steuern, sowohl aus Sicherheitsgründen als auch aus praktischen Gründen.
  • Diese Anmeldung beschreibt im Detail ein computerisiertes Steuersystem. Innerhalb des Rahmens dieser Anmeldung sind jedoch Modifikationen denkbar, z.B. die Verwendung von Lochkarten oder hardwarecodierten Transistorkreisen zum Steuern der beschriebenen Einheiten.
  • LEGENDE DER FIGURENBESCHRIFTUNG
  • 2
  • Determination of animal's identity
    Bestimmung der Identität des Tieres
    Is this identity known?
    Ist diese Identität bekannt?
    No
    Nein
    Yes
    Ja
    Add new identity
    Neue Identität hinzufügen
    Is there information about this individual's time duration T of cleaning procedure?
    Gibt es eine Information über die Zeitdauer T des Reinigungsprozesses dieses Individuums?
    Input time duration T of cleaning procedure
    Eingeben der Zeitdauer T des Reinigungsprozesses
    Send time duration T of cleaning procedure to executive unit
    Sende Zeitdauer T des Reinigungsprozesses an die Ausführungseinheit
    Accomplish cleaning procedure according to sent time duration parameter
    Bewerkstellige den Reinigungsprozess gemäß dem abgeschickten Parameter der Zeitdauer
  • 2
  • Determination of animal's identity
    Bestimmung der Identität des Tieres
    Is this identity known?
    Ist diese Identität bekannt?
    Add new identity
    Neue Identität hinzufügen
    No
    Nein
    Yes
    ja
    Is there complete information about this individual's treatment?
    Gibt es eine komplette Information über die Behandlung dieses Individuums?
    Input treatment parameters
    Eingabe Behandlungsparameter
    Is this a new set of trreatment parameters?
    Ist dies ein neuer Satz von Behandlungsparametern?
    No
    Nein
    Yes
    Ja
    Initialise treatment according to current parameters
    Initialisiere die Behandlung gemäß den aktuellen Parametern
    Insert new set of parameters
    Eingabe des neuen Satzes der Parameter

Claims (12)

  1. Vorrichtung zum Reinigen der Zitzen eines Tieres, umfassend: eine Zitzenreinigungseinrichtung (60) mit einer Reinigungseinrichtung (70, 80, 90) zum Durchführen einer Reinigung einer Zitze eines Tieres, eine Einrichtung (10, 15, 20) zum Ermitteln der Identität des zu reinigenden Tieres, eine Steuereinrichtung (30, 31, 40, 48) zum Steuern der Zitzenreinigungseinrichtung (60) in Abhängigkeit von der ermittelten Identität, sodass eine individuell angepasste Reinigung erreicht wird, wobei die Steuereinrichtung (30, 31, 40, 48) eine Informationsspeichereinheit (40) umfasst, die Daten im Hinblick auf eine Mehrzahl von individuellen Tieren aufzeichnet, wobei die aufgezeichneten Daten Steuerinformationen umfassen, die eine vorbestimmte Reinigungsanforderung für ein individuelles Tier anzeigen, eine Einrichtung (48,14) zum Abrufen eines ausgewählten Steuerinformationsdatensatzes in Reaktion auf die ermittelte Identität, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (48,12, 35) zum Übermitteln der ausgewählten Steuerinformationen (T) an die Zitzenreinigungseinrichtung (60), sodass die Zitzenreinigungseinrichtung (60) die Reinigung in Übereinstimmung mit der vorbestimmten Reinigungsanforderung für das identifizierte Tier durchführt, wobei die Anforderung sich auf mindestens einen Parameter bezieht, der aus der folgenden Gruppe von Parametern ausgewählt ist: – Anzahl der Durchläufe eines vorbestimmten Behandlungsprogrammsinnerhalb der individuell angepassten Reinigung, – Dauer der Reinigung, – Typ der Reinigungssubstanz, – Konzentration der Reinigungssubstanz, – Dauer des Trocknens und – äußere Bedingungen, die das Tier beeinflussen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (30, 31, 40, 48) eine Einrichtung (T1, T2) zum Bewirken einer individuell angepassten Dauer der Reinigung für das identifizierte Tier umfasst.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (30, 31, 40, 48) eine Einrichtung (T1, T2) zum Bewirken einer individuell angepassten Dauer der nochmals durchzuführenden Reinigung für das identifizierte Tier umfasst.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (70, 80, 90) zum Durchführen einer Reinigung eine Einrichtung zum Versehen der Zitze mit Flüssigkeit umfasst und dass die Steuereinrichtung (30, 31, 40, 48) eine Einrichtung (94, 96, 98) zum Bewirken einer individuell angepassten Konzentration einer Substanz in der Flüssigkeit für das identifizierte Tier umfasst.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsinformation in einem Datensatz für ein Tier einen Parameter (T, P1) umfasst, der eine vorbestimmte Dauer der Reinigung für das identifizierte Tier anzeigt, sowie einen Parameter (P2), der eine vorbestimmte Dauer des Trocknens für das identifizierte Tier anzeigt, und einen Parameter (P3), der eine Konzentration einer vorbestimmten Substanz in einer Flüssigkeit, mit der die Zitze versehen wird, anzeigt.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsinformation in einem Datensatz für ein Tier einen Parameter (T, P1) umfasst, der eine Dauer der Reinigung für das identifizierte Tier anzeigt, einen Parameter (P4), der einen Typ einer Substanz anzeigt, mit der die Zitze im Zusammenhang mit der Reinigung versehen wird, und einen Parameter (P5), der eine Menge der Substanz anzeigt, mit der eine Zitze versehen wird.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (50, 45, 46) zum Setzen von Steuerdaten für die individuell angepasste Reinigung.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (70, 80, 90) zum Durchführen einer Reinigung eine Düse (84) zum Auswerfen einer Flüssigkeit auf eine Zitze mit einer anpassbaren Kraft umfasst und dass die Steuerinformationen in einem Datensatz für ein Tier einen Parameter umfassen, der eine vorbestimmte Auswerfkraft für die Flüssigkeit anzeigt, sodass die Düse (84) die Flüssigkeit auf eine Zitze mit der vorbestimmten Kraft auswirft.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (55, 57) zum Anpassen der Steuerinformationen in Abhängigkeit von Umgebungsbedingungen, sodass die individuell angepasste Reinigung auch an Umgebungsbedingungen angepasst wird, die das Tier beeinflussen.
  10. Verfahren zum Reinigen von Zitzen eines Tieres, wobei die Reinigungseinrichtung (70, 80, 90) eine Reinigung durchführt, wobei die Reinigung, die von der Steuereinrichtung (30, 31, 40, 48) gesteuert wird, in Abhängigkeit von einer festgestellten Identität und in Übereinstimmung mit einer vorbestimmten Reinigungsanforderung für das identifizierte Tier durchgeführt wird, wobei sich die Anforderung auf mindestens einen Parameter aus der folgenden Gruppe von Parametern bezieht: – Anzahl der Durchläufe eines vorbestimmten Behandlungsprogrammsinnerhalb der individuell angepassten Reinigung, – Dauer der Reinigung, – Typ der Reinigungssubstanz, – Konzentration der Reinigungssubstanz, – Dauer des Trocknens und – äußere Bedingungen, die das Tier beeinflussen.
  11. Automatisches Melksystem, dadurch gekennzeichnet, dass das automatische Melksystem eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 umfasst.
  12. Automatisches Melksystem, dadurch gekennzeichnet, dass das automatische Melksystem eine Einrichtung zum Ausführen eines Verfahrens nach Anspruch 10 umfasst.
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