-
TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
-
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Reinigen der Zitzen
eines Tieres.
-
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
-
Das
Gebiet des automatischen Melkens von Tieren hat eine ziemlich umfangreiche
Geschichte. Um eine hoch qualitative Milchproduktion zu erreichen,
ist es wichtig, die Zitzen eines zu melkenden Tieres vor der Durchführung des
tatsächlichen
Melkens zu reinigen.
-
Die
europäische
Patentanmeldung 0 535 755 offenbart einen Melkroboter mit einem
Roboterarm, der mit einer Einrichtung zum Reinigen der Zitzen versehen
ist. Die Einrichtung ist mit in einer Schale angeordneten Bürsten ausgestattet,
wobei die Schale ein schaftartiges Bodenende mit einem Auslass zum
Ablassen eines flüssigen
Reinigungsmittels umfasst. Das flüssige Reinigungsmittel wird der
Schale über
ein Verbindungsstück
für eine
Zufuhrleitung zugeführt,
das an der Schale vorgesehen ist. Am Fuß des schaftartigen Bodenendes
der Schale ist ein Sensor vorgesehen, mit dem das Ausmaß der Verunreinigung
der abzulassenden Flüssigkeit ermittelt
wird. Eine Strömung
des flüssigen
Reini gungsmittels vom Verbindungsstück für die Zufuhrleitung zum Auslass
der Schale wird solange aufrecht erhalten, bis der Sensor feststellt,
dass die Verunreinigung des flüssigen
Reinigungsmittels unter einen vorbestimmten Standard gesunken ist.
Nach der
EP 0 535 755 wird
angenommen, dass die Zitzen des Tieres dann hinreichend gereinigt
worden sind, weshalb dann die Schale entfernt und die Zitzenbecher an
die Zitzen angesetzt werden können,
sodass der Melkprozess stattfinden kann.
-
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Eine
Zitzenreinigung über
eine lange Dauer kann zu Irritationsproblemen am Euter und/oder
den Zitzen führen,
was möglicherweise
Hautausschläge hervorrufen
kann, insbesondere wenn die Zitzenreinigung oft angewandt wird.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Problem der Vermeidung oder
zumindest der Verringerung von durch die Zitzenreinigung verursachten
Gesundheitsproblemen und auf eine Verbesserung der Sanftheit des
Zitzenreinigungsprozesses, wie er von den milchproduzierenden Tieren
erfahren wird, wie auch auf eine Verringerung der Reinigungsdauer.
-
Die
Analyse der Verunreinigung des abgelassenen flüssigen Reinigungsmittels, das
für die
Zitzenreinigung verwendet wurde, durch einen Sensor führt zu verschiedenen
Komplikationen. Ein Beispiel für
derartige Komplikationen besteht in der Zeitverzögerung zwischen der Zeit, zu
der sich bestimmte Partikel des flüssigen Reinigungsmittels in
der Reinigungsposition befinden, und der darauf folgenden Zeit,
zu der das Mittel und sein Verunreinigungsgrad erfasst werden. Die
Erfassungsausrüstung
muss sauber, kalibriert und in gutem Zustand sein, um angemessen
zu arbeiten. Unterschiedliche Typen von Verunreinigungen werden
durch unterschiedliche Sensoren erfasst, was für einen optimalen Betrieb eine
ganze Anzahl von Sensoren und Verarbeitungstechniken erfordert,
wodurch wiederum ein anfälliges Sensorsystem
geschaffen wird.
-
Eine
andere Schwierigkeit besteht darin, zu erfassen, ob Klumpen oder
trockener Schmutz vorhanden sind, die einen hohen Verunreinigungsgrad erzeugen,
aber keine starke Ablagerung der Flüssigkeit. Ohne Berücksichtigung
zum Beispiel von Klumpen im Verhältnis
zu Ablagerungen ist ein Sensor ohne genaue Kalibrierung nicht arbeitsfähig. Ein
Ziel der Erfindung nach der Anmeldung besteht darin, eine Lösung für die oben
erwähnten
Probleme durch die Einführung
weniger komplizierter Techniken und durch Ausführungsformen mit weniger und
auch weniger anfälligen
Komponenten zu liefern.
-
Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung wird dieses Problem durch eine Vorrichtung zur Reinigung
von Zitzen eines Tieres angegangen, wobei die Vorrichtung eine Zitzenreinigungsvorrichtung
mit einer Einrichtung zum Durchführen
einer Reinigung im Hinblick auf eine Zitze eines zu reinigenden
Tieres umfasst. Die Vorrichtung ist mit einer Einrichtung zum Ermitteln
der Identität
des zu reinigenden Tieres ausgerüstet
wie auch mit einer Einrichtung zum Steuern der Zitzenreinigungsvorrichtung.
Diese Steuerung wird in Abhängigkeit
von der ermittelten Identität
auf eine solche Weise ausgeführt,
dass eine individuell angepasste Reinigung erreicht wird.
-
Diese
Lösung
macht es vorteilhafterweise möglich,
das Auftreten von Zitzenreinigungssymptomen zu verringern, wobei
gleichzeitig ein hoher Reinigungsstandard der zu melkenden und zu
behandelnden Zitzen erzielt wird wie auch eine Reinigung, die von
einem individuellen Tier während
des Reinigungsprozesses als angenehm empfunden wird. In diesem Zusammenhang
ist anzumerken, dass milchproduzierende Tiere genau wie Menschen
individuelle Unterschiede im Hinblick auf ihr Verhalten haben. Unter
den Tieren haben einige Individuen die Angewohnheit, oft auf dem
Boden zu liegen, ein Verhalten, das zur Verschmutzung des Euters
und einiger Zitzen führen
kann, wohingegen andere Individuen wiederum selten oder niemals
auf diese Weise verschmutzt sind. Weiterhin unterscheiden sich milchproduzierende
Tiere im Hinblick auf ihre Anfälligkeit,
gewisse unerwünschte
gesundheitliche Symptome zu entwickeln, wie etwa Zitzeninfektionen,
Ekzeme oder Mastitis. Die oben beschriebene Lösung macht es möglich, den
Reinigungsprozess an die Bedürfnisse
des individuellen Tieres anzupassen, sodass ein Individuum mit einem
eher „sauberen" Verhalten eine schonende
Reinigung erhalten kann und ein anderes Tier mit einem eher „schmutzigen" Verhalten eine ausgedehntere
Reinigung, wodurch das Risiko verringert wird, dass sich Symptome
wie die oben beschriebenen entwickeln.
-
Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung umfasst die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Bewirken
einer individuell angepassten Dauer der Reinigung für das identifizierte
Tier. Diese Ausführungsform
macht es möglich,
den Reinigungsprozess an die Bedürfnisse
eines individuellen Tieres anzupassen, sodass ein Individuum mit
einem eher „sauberen" Verhalten einen
kürzeren
Reinigungszyklus erhält
und ein anderes Individuum mit einem eher „schmutzigen" Verhalten eine längere Dauer
des Reinigungszyklus'.
Diese Lösung
macht es vorteilhafterweise möglich,
die Dauer der Reinigung für
Individuen mit einem „sauberen" Verhalten abzukürzen, wodurch
die Melkkapazität
des Milchroboters erhöht wird,
da eine größere Anzahl
von Tieren pro Zeiteinheit behandelt werden kann, wenn die Dauer
der Reinigung für
einige Individuen abgekürzt
wird.
-
Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung umfasst die Einrichtung zum Durchführen einer Reinigung eine Einrichtung
zum Versehen einer Zitze mit Flüssigkeit.
In dieser Ausführungsform
umfasst die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Bewirken einer
individuell angepassten Konzentration einer vorbestimmten Substanz
in der Flüssigkeit
für das
identifizierte Tier. Diese Lö sung
ermöglicht
die Abgabe einer individuellen Menge einer Substanz, wie etwa Seife,
auf eine Zitze im Zusammenhang mit dem Reinigungsprozess. In automatischen
Melksystemen, wie dem Voluntary Milking System®, VMS®, entscheiden
sich die Tiere nach eigenem Willen, zum automatischen Melkroboter
zu gehen, wodurch einige Individuen ihre Zitzen öfter einer Reinigung aussetzen
als andere Individuen. Hat ein Tier die Angewohnheit, das automatische
Melksystem oft aufzusuchen und hat das Tier darüberhinaus ein „sauberes" Verhalten, ist es
von Vorteil, die Reinigung dieser Tatsache anzupassen, z.B. indem
eine geringere Menge der vorbestimmten Substanz verabreicht wird.
Weiterhin sind die Zitzen eines milchproduzierenden Tieres gegenüber Berührungen
empfindlich und die Tiere zeigen individuelle Unterschiede im Hinblick
auf ihre Empfindlichkeit bei der Zitzenbehandlung.
-
Eine
individuelle Reinigungs-, Trocknungs- und Vormelkbehandlung jedes
Tieres wäre
von Vorteil, um den Komfort und die Effizienz während der Behandlung zu optimieren. Äußere Bedingungen,
die in einer vollständig
individualisierten Behandlung berücksichtigt werden können, sind
z.B. die Jahreszeit, Wetterbedingungen und tierärztliche Vorgaben. Außenbedingungen
können
mittels einer Temperaturmess- und/oder Feuchtigkeitserfassungsausrüstung im
Zusammenhang mit einem computerisierten Terminal erfasst werden,
das mit einer Speichereinheit zur Informationsspeicherung verbunden
ist. Diese erfassten Außenbedingungen
können
ein Versatzmerkmal der Reinigung steuern. Ein Beispiel kann sein,
die Dauer der Reinigung und die Menge der Reinigungssubstanz während der
Reinigung als Ergebnis regnerischer Außenbedingungen, und deshalb
einer zusätzlichen
Verschmutzung des zu melkenden Tieres, zu erhöhen. Trockenere und sauberere
Bedingungen würden
zu einer kürzeren
Reinigungszeit und weniger verwendeter Reinigungssubstanz während der
Reinigung führen.
-
Weitere
vorteilhafte Wirkungen, die durch Ausführungsformen der Erfindung
erzielt werden, umfassen einen erhöhten Durchsatz von Tieren durch
das automatische Zitzenbehandlungssystem als Folge der individualisierten
Behandlung, aber auch einen optimierten und dadurch verringerten Verbrauch
von Resourcen wie Wasser und Elektrizität.
-
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
Die
vorliegende Erfindung wird nun genauer unter Bezugnahme auf bevorzugte
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beschrieben, die nur beispielartigen
Charakter haben und in den beigefügten Zeichnungen dargestellt
sind.
-
1 zeigt
schematisch eine Ausführungsform
der Zitzenreinigungsvorrichtung, die unten genauer beschrieben wird.
-
2 ist
ein Flussdiagramm und zeigt den Betrieb der Zitzenreinigungsvorrichtung
aus 1.
-
3 zeigt
die Informationsspeichereinheit aus 1, insbesondere
im Hinblick auf die Speicheranordnung.
-
4 zeigt
die Informationsspeichereinheit aus 1 mit verschiedenen
Eingabe- und Anzeigeschnittstellen, die damit verbunden sind.
-
5 zeigt
die ausführende
Einheit mit den Werkzeugen für
die Zitzenreinigung und weitere Zitzenreinigungsanwendungen.
-
6 zeigt
eine andere Ausführungsform der
Informationsspeichereinheit mit einem vergrößerten Speicher.
-
7 ist
ein Flussdiagramm und beschreibt den Betrieb einer alternativen
Ausführungsform
der Zitzenbehandlungsvorrichtung.
-
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
-
Unter
Bezugnahme auf 1 umfasst eine Ausführungsform
der Erfindung eine Erfassungseinrichtung 10, die auf ein
wesentliches Merkmal, z.B. eine Identifikationsplakette 5,
anspricht, das zur eindeutigen Bestimmung der Identität eines
bestimmten Tieres verwendet werden kann. Die Erfassungseinrichtung 10 erzeugt
ein Sensorsignal, das dann von seiner Ausgabe 12 über eine
Kommunikationseinrichtung 15, wie z.B. einen Draht, eine
Infrarotübermittlung
usw., gesendet wird. Dieses Sensorsignal wird dann an einer Eingabe 22 einer
Identifikationseinrichtung 20 empfangen. Die Identifikationseinrichtung 20 übermittelt
ein Identitätssignal
von ihrer Ausgabe 24 an eine Identifikationseingabe 32 der Steuereinheit 30,
die einen zentralen Bestandteil der Vorrichtung darstellt. Ihr Betrieb
wird unter Bezugnahme auf 2 unten
genauer beschrieben. Die Steuereinheit 30 ist mit einem
Speicher 31 versehen und über einen Übermittler und Kommunikationseinrichtungen 12 und 14 mit
einer Informationsspeichereinheit 40 verbunden. Die Steuereinheit 30 hat
eine Ausgabe 34 für
eine Datenanforderung, die die Identität entält. Eine solche Datenanforderung
wird in Reaktion auf den Empfang des Identitätssignals an der Eingabe 32 über eine
andere Kommunikationseinrichtung 25 übermittelt. Die Datenanforderung
wird über
die Kommunkationseinrichtung 14 gesendet, und die Antwort
wird über
die andere Kommunikationseinrichtung 12 empfangen.
-
Die
von der Steuereinheit 30 gesendete Datenanforderung wird
von der Informationsspeichereinheit 40 über eine Dateneingabe 42 empfangen.
In Erwiderung auf die Datenanforderung sendet die Informationsspeichereinheit 40 einen
Zeitwertparameter an ihre Ausgabe 44. Der Zeitwertparameter
wird an der Eingabe 36 der Steuereinheit 30 empfangen. Um
den Inhalt der Informationsspeichereinheit 40 anzupassen
oder zu ändern,
ist diese Einheit 40 über eine
Kommunikationseinrichtung 45 mit einem Terminal 50 verbunden,
mit dem der Inhalt des Speichers 48 in der Informationsspeichereinheit 40 über einen Anpassungsport 46 geändert werden
kann, der auf der Informationsspeichereinheit 40 befestigt
ist. Die Informationen, die dann an die Steuereinheit 30 zurückgesendet
werden, sind die Grundlage für
die aktuellen Reinigungsinstruktionen, die nun von der Steuereinheit 30 an
die ausführende
Einheit 60 gesendet werden können, deren Zweck die Reinigung der
Zitzen des Tieres ist. Die Einheit 60 kann verschiedene
Behandlungswerkzeuge enthalten, wie z.B. eine Bürsteneinrichtung 70,
eine Sprayeinrichtung 80 und einen Behälter zur angemessenen Ausgabe
einer Reinigungssubstanz. Die Reinigungswerkzeuge führen die
Reinigung während
einer anpassbaren Reinigungsdauer T durch. Anpassungsdaten werden
zusammengeführt
und stellen die Reinigungsinstruktionen dar, die über eine
Instruktionsausgabeeinrichtung 38 der Steuereinheit 30 und über eine
Kommunikationseinrichtung 35 an die Instruktionseingabe 62 der
ausführenden
Einheit 60 gesendet werden. Aus der Eingabe werden die
Informationen an die Eingaben 72, 82 und 92 der
Behandlungswerkzeuge, die in der ausführenden Einheit 60 enthalten
sind, wie etwa eine Bürsteneinrichtung 70, eine
Sprayeinrichtung 80 mit einer Flüssigkeitssprühdüse und ein
Behälter 90 für eine Reinigungssubstanz,
gesendet und von ihnen empfangen. Die Steuerung der Zitzenbehandlungswerkzeuge 70, 80, 90 wird
unten weiter beschrieben. Die Dauer der Reinigungsprozedur, bei
der die Reinigungswerkzeuge verwendet werden, ist somit individuell
anpassbar.
-
Immer
noch unter Bezugnahme auf 1 ist eine
erste Ausführungsform
der Reinigungsprozedur in Übereinstimmung
mit der Erfindung beschrieben, wobei diese Ausführungsform eine Variation der
Dauer T der Zitzenreinigungsprozedur erlaubt. Die Prozedur während der
Reinigung wird im Folgenden weiter beschrieben.
-
Betritt
ein Tier einen Stall, wird die Identität des Tieres erfasst. Sind
im System Informationen über
dieses Individuum vorhanden, wird die Behandlung des Tieres individuell
entsprechend den Anforderungen für
dieses bestimmte Individuum angepasst. Z.B. wird die Dauer der Reinigung
für ein
eher „sauberes" Tier im Vergleich
zur mittleren Reinigungszeit verringert und umgekehrt für ein eher „schmutziges" Tier vergrößert. Die
Steuereinheit 30 verwendet Informationen aus der Informationsspeichereinheit 40,
um die am besten passende Dauer auf der Grundlage von relevanten
Statistiken, Beobachtungen oder Erfassungsdaten in Reaktion auf
die erfasste Identität
des Tieres festzusetzen. Die Ausführungsform nach 1 stellt
eine flexible Art und Weise der Verbindung der von der vorliegenden
Erfindung umfassten Einheiten dar.
-
2 zeigt
den Betrieb der Vorrichtung und insbesondere das Zusammenwirken
der Steuereinheit 30 mit der Informationsspeichereinheit 40. 2 ist
als ein Flussdiagramm ausgestaltet. Oben im obersten Symbol (Schritt 101)
wird die Bestimmung der Tieridentität beschrieben. Danach (Schritt 102) wird
eine Anfrage an die Identifikationseinheit 20 gesendet,
ob die Identität
dieses Tieres schon in der Vorrichtung bekannt ist. Falls nicht,
wird dem Inhalt der Informationsspeichereinheit entweder ein neues Tier
hinzugefügt
(Schritt 103) oder es wird eine neue Abfrage über die
Dauer T der Reinigungsprozedur für dieses
bestimmte Tier gesendet. Die Frage lautet: Gibt es irgendeine Information
betreffend die Dauer T zum Reinigen dieses Tieres? (Schritt 104).
Falls nicht, muss die Information über die Dauer der Reinigungsprozedur
dem System hinzugefügt
werden (Schritt 105), entweder manuell oder automatisch durch
Feedback und Eingabe anhand unterschiedlicher Erfassungseinheiten.
Enthält
das System die erforderliche Information, wird der Dauerparameter
T, der der Identität
des entsprechenden in Frage stehenden Tieres entspricht, an die
ausführende
Einheit 60 gesendet, wobei die Einheit 60 zusammen
mit den Reinigungswerkzeugen 70, 80 und 90 für die Durchführung der
Zitzenreinigung verantwortlich ist. Erreicht der Dauerparameter
T die ausführende
Einheit 60 und wird er an die Reinigungswerkzeuge 70, 80 und 90 gesendet,
führen
sie die Rei nigungsprozedur in Übereinstimmung
mit ihren Instruktionen durch, das heißt das Tier wird für eine Dauer
gereinigt, die durch den Dauerparameter T spezifiziert ist. Die
Dauer ist als das Zeitintervall vom Beginn der Reinigung bis zum
Ende dieser Reinigung zu verstehen. In einer Ausführungsform
nach der Erfindung wird die Dauer T der Zitzenreinigungsprozedur
als das Zeitintervall zwischen dem Anschalten des Flüssigkeitsstroms und
dem Wiederabschalten während
der Reinigungsprozedur definiert. Bei der Flüssigkeit kann es sich um Wasser
mit oder ohne den Zusatz von Reinigungssubstanzen, wie etwa Seife
und/oder Lösungsmittel,
in unterschiedlichen Konzentrationen handeln.
-
In 3 ist
ein Teil der Ausführungsform
aus 1 abgebildet. 3 zeigt
das Innere der Informationsspeichereinheit 40. Die Informationsspeichereinheit 40 hat
einen Speicher 48, der mit Datensätzen versehen ist, die eine
Mehrzahl von individuellen Tieren betreffen, wobei ein Datensatz
Steuerungsinformationen enthält,
die eine vorbestimmte Reinigungsanforderung für ein individuelles Tier anzeigen. Ein
Datensatz umfasst Informationen über
die Identität
eines individuellen Tieres wie auch dementsprechende Informationen über seine
Behandlung. Diese Datensätze
konstituieren eine Informationsdatenbank. Nach einer Ausführungsform
der Erfindung umfasst die Steuerinformation in jedem Datensatz einen
Parameter T, wobei der Parameter T die Dauer der Zitzenreinigung
darstellt, die an die Identität
Id eines bestimmten Tieres gebunden ist.
-
Erreicht
eine Datenanforderung, die eine Identifikationsinformation enthält, von
der Steuereinheit 30 über
die Kommunikationseinrichtung 14 die Informationsspeichereinheit 40 und
ihre Dateneingabe 42, wird die Identität Id lokalisiert, wobei die
Identität
Id wiederum auf den Ort eines entsprechenden Dauerparameters T verweist.
Dieser Dauerparameter T wird dann an die Steuereinheit 30 über die
Datenausgabe 44 der Informationsspeichereinheit 40 und über die
Kommunikationseinrichtung 12 zurück übermittelt.
-
Auf
jeden in der Informationsspeichereinheit 40 enthaltenen
Datensatz, in diesem Fall der Zeiger Id wie auch der Parameter T,
kann von außerhalb über einen
bidirektionalen Anpassungsport 46 zugegriffen werden, der
ein Manuelles Setzen von Id wie auch von T erlaubt, wenn eine manuelle
Anpassung gewünscht
ist. Dieses manuelle Einstellen wird in geeigneter und benutzerfreundlicher
Weise über
ein Terminal 50 erreicht, das weiter in 4 beschrieben ist.
-
4 zeigt
eine andere Ausführungsform des
Terminals 50, das an die Informationsspeichereinheit 40 aus 1 angeschlossen
ist. Der Dauerparameter T kann für
eine pflegliche und optimale Zitzenbehandlung der Tiere, die dieser
Behandlung ausgesetzt sind, angepasst werden. Ein Verfahren zur
manuellen Eingabe eines Parameters mittels eines angeschlossenen
Terminals 50 kann in der Nähe des Tieres oder in einem
Abstand über
eine gewöhnliche
Tastatur 52 oder über
eine Touchscreen-Schnittstelle 54 erfolgen. Es ist von
großer Bedeutung,
dass diese Eingabe in flexibler und benutzerfreundlicher Weise erfolgen
kann, und die Touchscreen 54 ist eine derartige flexible
Einrichtung für
die Dateneingabe. Die Anzeige der Informationen wird vorzugsweise
durch einen Bildschirm 56 oder eine andere ähnliche
Anzeigeeinrichtung, wie z.B. die Touchscreen 545, erreicht.
Für die
Informationsübertragung
können
verschiedene Typen von Übertragungseinrichtungen 45 verwendet
werden, und die Daten werden von der Informationsspeichereinheit 40 über den
bidirektionalen Anpassungsport 46 empfangen. Ein manueller
Eingabebetrieb kann nach einem Auflisten der im Speicher 48 der
in der Informationsspeichereinheit 40 enthaltenen Parameter
anhand irgendeiner geeigneten Schnittstelle erfolgen. Anpassungen
von Parametern werden über
die Übertragungseinrichtung 45 und
den bidirektionalen Anpassungsport 46 der Informationsspeichereinheit 40 an
den Speicher 48 übertragen
und ersetzen frühere
Parameter im Speicher 48. Ein Sensor 55 zur Bestimmung
der Temperatur und ein Feuchtigkeitssensor 57 sind mit
dem computerisierten Termainal 50 verbunden. Die Sensoren 55, 57 fügen Informationen über Außenbedingungen
hinzu, die innerhalb der individuellen Anpassung der Reinigung verwendet
werden sollen, z.B. durch einen automatischen oder manuellen Versatzmechanismus
im System, der zum Anpassen der Reinigungsparameter aufgrund von äußeren Bedingungen,
wie etwa Feuchtigkeit und Temperatur, dienen kann. Ein Vorteil dieses Ansatzes
besteht in einer noch besseren Anpassung der Reinigung an die Erfordernisse
der aktuellen Wettersituation.
-
In
den oben beschriebenen Ausführungsformen
wird die Individualisierung der Behandlung eines Tieres durch Anpassungen
eines Behandlungsparameters, nämlich
der Dauer der Reinigung T, erreicht. Nach anderen Ausführungsformen
können
jedoch eine Mehrzahl von Parametern, die verschiedene Aspekte der
Behandlungsprozedur betreffen, individuell an die Erfordernisse
jedes Individuums angepasst werden. Einige der Anforderungen hängen von Außenbedingungen
und andere von tierbezogenen Eigenschaften ab. Eine Anzahl von tierbezogenen
Eigenschaften sind Hautqualität,
Schmutzneigung, Liegeverhalten, Position im Laktationszyklus, Mastitisempfindlichkeit,
Zuchttyp. Ein Tier mit einer empfindlichen Zitzenhaut kann mit einem
anpassbaren und individualisierten System schonender behandelt werden
als ein anderes Tier mit einer eher robusten Zitzenhaut. Die Zeit
der Reinigung kann an das Liegeverhalten des Tieres angepasst werden,
da Reinigungsparameter, die sich auf die Schmutzneigung als Konsequenz
des Liegeverhaltens des Tieres oder des Zuchttypus beziehen, in
der Reinigungsvorrichtung vorhanden sind. Die Vorrichtung erlaubt
auch Kombinationen von Behandlungen. Ein Tier, das zu Ekzemen neigt,
könnte
z.B. mit einer milden Reinigungssubstanz für eine längere Dauer gereinigt werden,
während
ein Tier, das nicht zu Ekzemen neigt, einer stärkeren Reinigungssubstanz für eine kürzere Dauer
ausgesetzt werden könn te.
Eine derartige individualisierte Behandlung würde einen erhöhten Durchsatz
von Tieren durch das Behandlungsverfahren erlauben, während gleichzeitig
ein befriedigender Grad an Reinlichkeit und Gesundheit in der Tierherde aufrecht
erhalten wird. Unter Bezugnahme auf 5 wird eine
Anordnung eingeführt,
die sich für
einen solchen individualisierten Betrieb eignet. Das oben beschriebene
Verfahren erfordert eine Mehrzahl von Gefäßen 94, 96,
die Reinigungssubstanzen unterschiedlicher Stärke enthalten, wie auch Anordnungen 98,
die ein Portionieren der Reinigungssubstanz in einem vorbestimmten
Volumen erlauben. In Verbindung mit dem Spraywerkzeug 80 ist
eine Flüssigkeitsspraydüse 84 zur
effizienten Anwendung eines Zitzenreinigungsmediums vorhanden. In
den folgenden Ausführungsformen
wird ein großer
Bereich von anpassbaren individualisierten Behandlungsparametern
beschrieben, von denen einige unten offenbart sind.
-
6 zeigt
eine zweite Ausführungsform
der Informationsspeichereinheit 40, die einen vergrößerten Speicher 49 mit
Datensätzen
aufweist, die eine Mehrzahl von Parametern umfassen. Informationen über die
Identität
des Tieres werden von der Steuereinheit 30 über die
Kommunikationseinrichtung 14 geliefert. Ähnlich wie
im oben beschriebenen Verfahren und in 2 werden
diese Identifikationsinformationen mit allen vorhandenen Identitäten, Id
1 bis Id n, die sich im Speicher 48 der Informationsspeichereinheit 40 befinden,
verglichen, und wenn eine Übereinstimmung
gefunden wird, wird sie einem existierenden Datensatz zugewiesen,
der einen Satz von Parametern umfasst, oder, wenn keine Übereinstimmung gefunden
wird, das heißt
wenn das Individuum unbekannt ist, wird ein neuer Datensatz erzeugt,
wobei der neue Datensatz einen Satz von Parametern enthält, die
diesem neuen Individuum zugeordnet sind. Diese zweite Ausführungsform
unterscheidet sich von der in 3 gezeigten
ersten Ausführungsform dadurch,
dass der Datensatz nach der zweiten Ausführungsform eine Mehrzahl von
Parametern umfasst. Jeder Parameter P1; P2; P3; ... Pn stellt eine bestimmte variable Aktion innerhalb
des Zitzenbehandlungsverfahren dar, wodurch eine Optimierung der Reinigung
mit den Reinigungswerkzeugen 70, 80 und 90 der
ausführenden
Einheit 60 ermöglicht
wird.
-
Um
diese Argumentation etwas zu erhellen, ist in 6 eine
Ausführungsform
gezeigt, bei der von einem Datensatz ausgegangen wird, der drei
Parameter P1; P2;
P3 umfasst, die die Reinigungsdauer P1, die Trocknungsdauer P2 und
die Abgabe einer Reinigungssubstanz P3 darstellen.
Es wird ferner davon ausgegangen, dass die entsprechenden Parameterwerte
von P1; P2; P3 der Zitzenbehandlungsvorrichtung schon
hinzugefügt
worden sind und in den Speicherzellen des Speichers 49,
der zur Informationsspeichereinheit 40 gehört, enthalten
sind. Erreicht ein Signal über
die Dateneingabe 42 die Informationsspeichereinheit 40,
wobei das Signal die Identität
Id des in Frage stehenden Tieres enthält, wird die korrekte Speicherzelle
in einem Datensatz im Speicher 48 gefunden. Eine ausgewählte Zelle
ist dem Satz der Behandlungsparameter zugewiesen, in diesem Fall
P1; P2; P3. Diese Parameter werden über die
Kommunikationseinrichtung 12 an die Steuereinheit 30 gesendet,
wobei die Einheit 30 die Reinigungswerkzeuge 70, 80 und 90 der
ausführenden Einheit 60 anweist,
die Behandlungsprozedur dieses besonderen Tieres zu beginnen. Die
Steuereinheit 30 ist hingegen für die Steuerung verantwortlich,
dass die Behandlungsprozedur in Übereinstimmung
mit den gesendeten Parametern P1; P2; P3 durchgeführt wird.
Zwei zusätzliche
mögliche
Parameter, die angepasst werden können, sind der Typ der Reinigungssubstanz
zur Anwendung auf die Zitze P4 und die Menge
der Reinigungssubstanz P5.
-
Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung sind manuelle Anpassungen der Parameterwerte denkbar.
Weiterhin können
die drei Parameter P1; P2;
P3 auf eine beliebige Anzahl von Parametern
P1; P2; P3; ... Pn erweitert
werden, die eine große Anzahl
von Variablen innerhalb des Behandlungsverfahrens steuern. Um solche
Anpassungen zu ermöglichen,
ist das System wie das System aus 3 auf eine
Weise ausgestaltet, dass manuelle Einstellungen und Anpassungen
von Werten auf bestimmte vorbestimmte Werte möglich sind, z.B. mittels eines computerisierten
Terminals 50 mit einer Tastatur 52 oder einer
anderen bequemen Schnittstelle, wie etwa einer Touchscreen 54.
Nach der Bestimmung des angemessenen Satzes von Parametern für die Behandlung
eines bestimmten Individuums wird dieser Satz von Parametern über die
Kommunikationseinrichtung 12 an die Steuereinheit 30 zurückgesendet.
Die Steuereinheit 30 besitzt nun einen hinreichend angemessenen
Satz von Parametern zum Steuern unterschiedlicher Aufgaben in Verbindung
mit den Reinigungswerkzeugen 70, 80 und 90 der
ausführenden Einheit 60 und
leitet die Betriebsinstruktionen somit an die ausführende Einheit 60 weiter,
wo sie weiter an die Reinigungswerkzeuge 70, 80 und 90 gesendet werden,
was zu einem individualisierten und optimalen Zitzenbehandlungsbetrieb
mit einer Reinigung führt.
-
Wichtige
Umstände
zur Verwendung beim Speichern im Speicher 49 der Informationsspeichereinheit 40 von
Behandlungsparametern und zur Berücksichtigung im System können äußere Bedingungen,
wie etwa wetter- oder saisonbezogene Bedingungen, sein wie auch
verschiedene tierspezifische Eigenschaften. Im Einsatz führen diese
Daten zu einer individualisierten und optimalen Zitzenreinigung und
Zitzenbehandlung der Tiere, sowohl im Hinblick auf einen bequemen
Umgang bei der Aufzucht als auch im Hinblick auf eine effiziente
und gesunde Milchproduktion.
-
Die
im Speicher 49 der Informationsspeichereinheit 40 enthaltenen
Daten sind die Grundlage zum Steuern der Variation der Behandlungsparameter
für die
ausführende
Einheit 60, wie etwa des Dauerparameters der Reinigung
T. Einige wichtige Behandlungsparameter, die variiert und individuell
angepasst werden können,
sind z.B. die Position, die Intensität und der Typ des Reinigungswerk zeugs,
die Dauer der Reinigung, was schon beschrieben worden ist, und die
Dauer des Trocknens, Vor-Melkparameter, Typ und/oder Quantität der Reinigungssubstanz.
Eine große
Anzahl von weiteren zusätzlichen Parametern
können
auch Bedeutung bei der Anpassung an individuelle Bedürfnisse
haben.
-
Ein
alternativer Weg zum Individualisieren der Reinigung und Behandlung
eines Tieres besteht darin, ein festes und vorbestimmtes Reinigungs- und/oder
Behandlungsprogramm mehr als einmal durchzuführen, falls Bedarf besteht.
Ein solcher Ansatz ist eine Vereinfachung des Reinigungs- und Behandlungsverfahrens,
um die Computerverarbeitungskapazität zu minimieren, während die
Möglichkeit
der Individualisierung des Verfahrens an jedes Tier aufrecht erhalten
wird. Ein Tier, von dem bekannt ist, dass es einen größeren Reinigungsbedarf
hat als die meisten anderen Tiere, wird somit mindestens einer,
aber manchmal auch mehreren zusätzlichen Durchgängen der
Reinigungsprozedur ausgesetzt.
-
Ein
weiterer Parameter, der von der Vorrichtung nach der Erfindung berücksichtigt
wird, ist der Typ des Reinigungswerkzeugs 70, 80, 90,
das verwendet wird. Ein Merkmal der Vorrichtung besteht darin, dass
die Reinigungswerkzeuge 70, 80, 90 sorgfältig gewählt und
in Abhängigkeit
von dem individuellen zu reinigenden oder zu behandelnden Tier gewechselt
werden. Ein bestimmtes Tier mag eine rauere Reinigung mittels einer
Bürsteneinrichtung 70 erfordern,
für ein
anderes Tier mag es wiederum reichen, einen Reinigungs- und Behandlungszitzenbecher
zu verwenden, der in einer Ausführungsform
die Zitzen des Tieres mittels pulsierender Strahlen einer verwirbelten
Flüssigkeit
reinigt.
-
Ein
anderer Weg der Individualisierung der Behandlung besteht darin,
eine Bilderfassungseinrichtung zu verwenden, z.B. eine Videokamera
oder eine ähnliche
Ausrüstung,
um die Euterregion des Tieres zu überwachen. Die Reini gungs-
und Behandlungsprozedur in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung kann somit in Abhängigkeit von den visuellen
Informationen, die über
ein individuelles Tier übertragen
werden, eingestellt und auch angepasst werden, wobei die Informationen
von mindestens einem erfassten Bild übertragen werden.
-
Unter
Bezugnahme auf 7 wird eine alternative Ausführungsform
gezeigt, die viele Ähnlichkeiten
mit dem Flussdiagramm aus 2 aufweist.
Das Verfahren zum Betrieb nach der Ausführungsform aus 7 kann
in allen der oben beschriebenen physischen Ausführungsformen verwendet werden.
Das Flussdiagramm nach 7 beschreibt einen Prozess zum
Vergleichen eines bestehenden spezifischen Parameters oder eines
bestehenden Satzes von Parametern mit einem neuen Parameter oder
einem neuen Satz von Parametern. Die ersten drei Schritte in der
Folge 101, 102 und 103 von 7 sind mit
den entsprechenden Schritten in 2 äquivalent.
Danach (Schritt 114) wird eine Anfrage getätigt, um
zu bestimmen, ob alle Behandlungsparameter im Speicher 48 der
Informationsspeichereinheit 40 vorhanden sind (siehe 1).
Ist die Antwort negativ, müssen
dem Satz von Parametern zusätzliche
Parameter hinzugefügt
werden (Schritt 115), oder es können Standardeinstellungen
verwendet werden, die im Vergleichsspeicher 31 der Steuereinheit 30 gespeichert
sind, wenn nicht zusätzliche
Informationen in Form von zusätzlichen
Behandlungsparametern dem System hinzugefügt werden, bevor der nächste Schritt
in der Folge, bei dem es sich um die Vergleichsprozedur (Schritt 116)
handelt, beginnen kann. In dieser Vergleichsanfrage (Schritt 116)
wird bestimmt, ob Unterschiede zwischen dem bestehenden Satz von
Tierparametern, der im Vergleichsspeicher 31 der Steuereinheit 30 gespeichert
ist, und dem vorgeschlagenen Satz von Tierparametern, der im Speicher 48 der
Informationsspeichereinheit gespeichert ist, bestehen. Werden keine
solchen Unterschiede zwischen den Sätzen von Parametern gefunden, wird
eine Nachricht an die Steuereinheit 30- gesendet, die die ausführende Einheit 60 anweist,
mit der bestehenden Behandlung entsprechend ihrer Instruktionen
fortzufahren (Schritt 117). Treten zwischen dem bestehenden
Satz von Tierparametern und dem vorgeschlagenen Satz von Tierparametern Unterschiede
auf, liefert die Informationsspeichereinheit 40 alle Änderungen
an Parameterwerten, die von den Tiereigenschaften oder wetterbezogenen
Außenbedingungen abhängen, an die Steuereinheit 30 (Schritt 118),
und die Steuereinheit 30 instruiert die ausführende Einheit 60,
die Behandlung in Übereinstimmung
mit diesen neuen Einstellungen fortzusetzen (Schritt 117).
-
Nach
einer anderen Ausführungsform
der Erfindung kann das System alternativ Variationen bei der Zitzenreinigung
in Abhängigkeit
nur von Wetterbedingungen zulassen.
-
Diese
alternative zweite Ausführungsform stellt
im Vergleich zur anderen Ausführungsform
ein potentiell schnelleres Startsystem dar, insbesondere wenn die
unterschiedlichen Sätze
von Parametern gleich sind. Bei dieser alternativen Ausführungsform kann
auch ein unmittelbarer Start des Prozesses in Betracht gezogen werden,
wobei der Endpunkt der Reinigungsprozedur durch die Steuereinheit 30 gesteuert
wird, nachdem der relevante Satz von Tierparametern empfangen wurde.
Eine solche Prozedur eignet sich gut für netzwerkgesteuerte Betriebe,
was offenbar mehr und mehr verwendet wird. Das hier beschriebene
Verfahren ist ein effizientes und flexibles Verfahren, da die Informationsspeichereinheit 40 weniger
oft angerufen wird und Maßnahmen
nur dann eingeleitet werden, wenn sie erforderlich sind.
-
Die
Angabe von Informationen an den Speicher 48 der Informationsspeichereinheit 40 über die Anpassungseingabe 46 kann
auf verschiedene Weise erfolgen. Eine manuelle Eingabe über eine
benutzerfreundliche Schnittstelle 52, 54, die
mit einem Terminal 50 verbunden ist, ist schon erwähnt worden, aber
der gesamte Prozess des Erfassens, Sammelns und Übertragens von Daten kann auch
automatisch erfolgen. Ein vollständig
automatischer Prozess umfasst Sensoren zur Erfassung sowohl von äußeren Bedingungen
als auch von Tiereigenschaften und eine automatische Übertragung
von Daten über
verschiedene Kommunikationseinrichtungen 45 zum Sammeln
von Informationen im Speicher 48 der Informationsspeichereinheit 40.
Der Benutzer hat natürlich
die Möglichkeit,
diesen semi- oder vollautomatischen Prozess zu steuern, sowohl aus
Sicherheitsgründen
als auch aus praktischen Gründen.
-
Diese
Anmeldung beschreibt im Detail ein computerisiertes Steuersystem.
Innerhalb des Rahmens dieser Anmeldung sind jedoch Modifikationen denkbar,
z.B. die Verwendung von Lochkarten oder hardwarecodierten Transistorkreisen
zum Steuern der beschriebenen Einheiten.
-
LEGENDE DER FIGURENBESCHRIFTUNG
-
2
- Determination
of animal's identity
- Bestimmung
der Identität des
Tieres
- Is
this identity known?
- Ist
diese Identität
bekannt?
- No
- Nein
- Yes
- Ja
- Add
new identity
- Neue
Identität
hinzufügen
- Is
there information about this individual's time duration T of cleaning procedure?
- Gibt
es eine Information über
die Zeitdauer T des Reinigungsprozesses dieses Individuums?
- Input
time duration T of cleaning procedure
- Eingeben
der Zeitdauer T des Reinigungsprozesses
- Send
time duration T of cleaning procedure to executive unit
- Sende
Zeitdauer T des Reinigungsprozesses an die Ausführungseinheit
- Accomplish
cleaning procedure according to sent time duration parameter
- Bewerkstellige
den Reinigungsprozess gemäß dem abgeschickten
Parameter der Zeitdauer
-
2
- Determination
of animal's identity
- Bestimmung
der Identität des
Tieres
- Is
this identity known?
- Ist
diese Identität
bekannt?
- Add
new identity
- Neue
Identität
hinzufügen
- No
- Nein
- Yes
- ja
- Is
there complete information about this individual's treatment?
- Gibt
es eine komplette Information über
die Behandlung dieses Individuums?
- Input
treatment parameters
- Eingabe
Behandlungsparameter
- Is
this a new set of trreatment parameters?
- Ist
dies ein neuer Satz von Behandlungsparametern?
- No
- Nein
- Yes
- Ja
- Initialise
treatment according to current parameters
- Initialisiere
die Behandlung gemäß den aktuellen
Parametern
- Insert
new set of parameters
- Eingabe
des neuen Satzes der Parameter