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Hintergrund
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein dünnes Band aus einer Seltenerd-basierten
Permanentmagnetlegierung, die nachfolgend einfach als ein dünnes Legierungsband
bezeichnet wird, oder speziell ein dünnes Legierungsband, das als
ein Zwischenmaterial für
die Herstellung eines gesinterten Permanentmagneten vom R/T/B-Typ
oder insbesondere vom Neodym/Eisen/Bor-Typ sein kann, der herausragende
magnetische Eigenschaften besitzt.
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Die
Anwendungsgebiete von Permanentmagneten wachsen schnell und nehmen
in der letzten Zeit auf den Gebieten einer großen Anzahl von elektrischen
und elektronischen Industrien zu, da sie sowohl eine besonders wichtige
Schlüsselkomponente
in Haushalts-Elektrogeräten,
Computern und Kommunikationsinstrumenten als auch in Randbereichs-Instrumenten,
medizinischen Diagnoseinstrumenten usw. darstellen. In Übereinstimmung
mit der gegenwärtigen
Tendenz hin zu einem kompakteren Design und einer Leichtgewichtigkeit
von Computern und Kommunikationsinstrumenten und mit Blick auf Anforderungen
hinsichtlich Umweltschutz und Energieeinsparung erfolgen heutzutage
ausgedehnte Forschungen mit dem Ziel der Entwicklung von Permanentmagneten
mit immer höherer
Leistungsfähigkeit.
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Unter
einer Anzahl bis heute entwickelter und in praktischem Einsatz befindlicher
Permanentmagnetlegierungen nehmen die so genannten R/T/B-Typ-Magnetlegierungen
oder typischerweise die Neodym/Eisen/Bor-Typ-Magnetlegierungen mit
Blick auf ihre hohen magnetischen Eigenschaften und relativ geringen Materialkosten
unter den Seltenerd-basierten Permanentmagnetlegierungen eine besondere
Stellung ein. Die Magnetlegierungen dieses Typs werden typischerweise
mittels Metallformguss oder durch das Dünnband-Gießverfahren hergestellt.
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Bei
dem vorstehend genannten Metallformguss-Verfahren wird die Magnetlegierung
in Form eines Blocks oder Barrens erhalten, indem eine Schmelze
der Legierung in eine aus Metall hergestellte Gießform gegossen
wird. Dieses Verfahren be sitzt gewisse Vorteile, da eine magnetische
Legierung mit einer exakt gesteuerten chemischen Zusammensetzung
in einfacher Weise erhalten werden kann, sodass dieses Verfahren weitläufig angewandt
wird. Das Metallformguss-Verfahren hat jedoch ein ernsthaftes Problem
aufgrund der relativ geringen Wärmeübertragungsrate
zwischen der Gießform
und der in diese gegossenen Legierungsschmelze sowie innerhalb der
Magnetlegierung, was eine relativ lange Aushärtungszeit für die geschmolzene Legierung
bedingt, was wiederum zu einer Abscheidung der γ-Eisen-Phase als die primären Kristalle im Verlauf der
Verfestigung der geschmolzenen Legierung führt, wobei eine α-Eisen-Phase
mit einer groben Korngröße von 10 μm oder größer nach
Verfestigung durch Abkühlen
in dem Kernbereich des Blocks verbleibt. Des Weiteren kann die Korngröße der R-reichen
Phase und der RxT4B4-Phase,
welche die R2T14B-Phase
umgeben, ebenfalls nicht fein genug sein.
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Da
die Abkühlrate
der Legierung zwischen der Oberflächenschicht des Blocks in der
Nähe der
Wände der
Gießform
und dem Kernbereich des Blocks deutlich unterschiedlich ist, können darüber hinaus
die α-Eisen-Phase
und R-reiche Phase in ihrer abgeschiedenen Form eine breite Streuung
der Korndurchmesser besitzen, sodass die Teilchengrößenverteilung
der durch Vermahlen des Legierungsblocks hergestellten Legierungsteilchen
aufgrund der beim Vermahlen des Blocks in feine Partikel mit einem
Teilchendurchmesser von einigen wenigen Mikrometern angetroffenen
Schwierigkeiten breit ist. Dementsprechend verhalten sich die Legierungspartikel
schlechter im Hinblick auf magnetische Ausrichtung und Sinterung,
was zu einer Verringerung der magnetischen Eigenschaften der gesinterten
Permanentmagneten als Endprodukte führt.
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Im
Zuge des Dünnband-Gießverfahrens
wird dagegen eine Schmelze der Magnetlegierung kontinuierlich auf
die Oberfläche
einer rotierenden Abschreckwalze vom Einzelwalzen- oder Zwillingswalzentyp
ausgeworfen, sodass sich die Legierungsschmelze auf der Walzenoberfläche schnell
in Form eines dünnen
Bandes aus der Legierung verfestigt, welches eine Dicke von 0,01
bis 5 mm hat. Dieses Verfahren ist vorteilhaft, da es die Möglichkeit
bietet, das Abscheiden der α-Eisen-Phase
zu steuern und da es eine feine und gleichmäßige Verteilung der RxT4B4-Phase
durch geeignetes Auswählen
der Abschreckbedingungen für
die Legierungsschmelze ermöglicht,
was folglich zu einer uniformen Struktur des Magneten führt, um
so Hochleistungs-Permanentmagneten vom R/T/B-Typ zu erhalten. Umfangreiche
Forschungen sind hinsichtlich der metallographischen Struktur derjenigen
dünnen
Legierungsbänder
durchgeführt
worden, die mittels des Dünnband-Gießverfahrens
erhalten werden und die manchmal als ein Streifenguss bezeichnet
werden, um die aus den dünnen
Legierungsbändern
hergestellten Permanentmagneten zu verbessern. Beispielsweise beschäftigt sich
das japanische Patent Nr. 2639609 mit dem Abscheidungstyp der α-Eisen-Phase
in den Streifengüssen sowie
mit der metallographischen Struktur derselben und offenbart ein
dünnes
Legierungsband mit einer Struktur, in der α-Eisen-Körner mit einem Korndurchmesser
von weniger als 10 μm
als die peritektischen Kerne in den kristallinen Körnern der
Hauptphase verteilt sind. Das japanische Patent Kokai 7-176414 schlägt ein dünnes Legierungsband
vor, das eine Struktur besitzt, die im Wesentlichen frei von einer
Absonderung der α-Eisen-Phase
ist. Des Weiteren schlägt
das japanische Patent Kokai 10-317110 unter besonderer Beachtung
der in der Nähe
der Verfestigungsfront gebildeten feinen Abkühl-Kristallstruktur eine Seltenerd-basierte
Magnetlegierung als ein Basismaterial für gesinterte Permanentmagneten
vor.
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Die
EP-A-1 030 317 im Namen der gegenwärtigen Erfinder wurde am 23.08.2000
veröffentlicht,
am 14.02.2000 angemeldet und beansprucht als Prioritätsdatum
den 15.02.1999. Dieses Dokument offenbart ein dünnes Band aus einer Seltenerdbasierten
Magnetlegierung, welches ein Produkt eines Dünnband-Gießverfahrens ist und welches
eine metallographische Phasenstruktur aufweist, bei der der Volumenanteil
einer Vierphasenregion aus (a) einer α-Eisen-Phase mit einem Korndurchmesser
von 0,1 bis 20 μm,
(b) einer R-reichen Phase, die einen höheren Gehalt des Seltenerd-Elements
als in der R2T14B-Phase
aufweist, wobei R ein Seltenerd-Element
ist, das aus der aus Praseodym, Neodym, Terbium und Dysprosium gebildeten
Gruppe ausgewählt
ist, mit einem Korndurchmesser von 0,1 bis 20 μm, (c) einer RxT4B4-Phase, wobei
R dieselbe, vorstehend definierte Bedeutung hat, wobei T Eisen oder
eine Kombination von Eisen und einem Übergangsmetall-Element mit
Ausnahme von Eisen und den Seltenerdelementen und x eine positive
Zahl größer als
1 ist, die mit dem Seltenerdelement variiert, mit einem Korndurchmesser
von 0,1 bis 10 μm,
und (d) einer R2T14B-Phase,
wobei R und T jeweils dieselbe, vorstehend definierte Bedeutung
haben, mit einem Korndurchmesser von 0,1 bis 20 μm, wobei jede Phase in der Vierphasenregion
gleichmäßig verteilt
ist, im Bereich von 1 bis 20 Volumen-% liegt, mit der Bedingung,
dass die restlichen Volumenanteile aus der R-reichen Phase, der RxT4B4-Phase
und der R2T14B-Phase
oder aus der R-reichen Phase und der R2T14B-Phase gebildet sind.
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Nichtsdestotrotz
sind praktisch keine Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit den
dünnen
Legierungsbändern,
die durch das Dünnband-Gießverfahren
erhalten werden, unter Berücksichtigung
der Vierphasen-Koexistenzregion, die aus der α-Eisen-Phase, der R-reichen
Phase, der RxT4B4-Phase und der R2T14B-Phase besteht, sowie der Abkühlkristalle,
die auf oder in der Nähe
der Verfestigungsfront gebildet werden, im Hinblick auf die Korrelation
der magnetischen Eigenschaften mit dem Abscheidungstyp und dessen Struktur
durchgeführt
worden.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Der
vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein dünnes Legierungsband
zu schaffen, das in der Lage ist, einen hochleistungsfähigen, Seltenerdbasierten
gesinterten Permanentmagnet mit verbesserten magnetischen Eigenschaften
abzugeben, indem die Vierphasen-Koexistenzregion und die Abkühl-Kristallphase
in positiver Weise ausgenutzt werden.
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Somit
schafft die vorliegende Erfindung ein dünnes Legierungsband als ein
Basismaterial für
einen gesinterten Seltenerd-basierten Permanentmagneten, das mittels
des Dünnband-Gießverfahrens
aus einer Schmelze einer Legierung hergestellt ist, die ein Seltenerdelement
R, das aus der aus Praseodym, Neodym, Terbium und Dysprosium gebildeten
Gruppe ausgewählt
ist, Eisen in optionaler Kombination mit einem Übergangsmetall-Element mit
Ausnahme von Eisen und Seltenerdelementen T sowie Bor B aufweist,
das zwischen 1 und 10% oder vorzugsweise zwischen 2 und 5% Volumenanteil
der Vierphasen-Koexistenzregion bestehend aus der α-Eisen-Phase
mit einem durchschnittlichen Korndurchmesser von 0,1 bis 20 μm, der R-reichen
Phase mit einem durchschnittlichen Korndurchmesser von 0,1 bis 20 μm, der RxT4B4-Phase,
wobei der Index x = 1 + ϵ ist, mit einer durchschnittlichen
Korngröße von 0,1
bis 10 μm
und der R2T14B-Phase
mit einem durchschnittlichen Korndurchmesser von 0,1 bis 20 μm und zwischen
1 und 30% eines Volumenanteils einer Abkühl-Kristallphase mit einem
3 μm nicht überschreitenden
Korndurchmesser aufweist, wobei die restlichen Volumenanteile aus
einer Kombination der R-reichen Phase, der RxT4B4-Phase und der
R2T14B-Phase oder
einer Kombination der R-reichen Phase und der R2T14B-Phase gebildet sind.
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Die
vorliegende Erfindung ist in besonders vorteilhafter Weise auf eine
Seltenerdbasierte Permanentmagnetlegierung vom R/T'/B-Typ oder R/T/B/M-Typ
(T = T' + M) anwendbar,
wobei R ein Seltenerdelement, T' Eisen
oder eine Kombination aus Eisen und Kobalt und M ein Element ist,
das aus der aus Titan, Niob, Aluminium, Vanadium, Mangan, Zinn,
Calcium, Magnesium, Blei, Antimon, Zink, Silizium, Zirkonium, Chrom,
Nickel, Kupfer, Gallium, Molybdän,
Wolfram und Tantal gebildten Gruppe besteht, und der zu einem Gewichtsanteil zwischen
5 und 40% aus dem Seltenerdelement, zu einem Gewichtsanteil von
50 bis 90% aus dem Element T',
zu einem Gewichtsanteil von 2 bis 8% aus Bor und gegebenenfalls
bis zu einem Gewichtsanteil von 8% aus dem Element M besteht.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
ein Elektronenstreumuster der Vierphasen-Koexistenzregion des dünnen Legierungsbands für Permanentmagneten.
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2 ist
ein Auger-Elektron-Mikroskopiefoto von Bor in dem dünnen Legierungsband
für Permanentmagnete.
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3 ist
ein Auger-Elektron-Spektrum des dünnen Legierungsbandes für Permanentmagneten
in dem mit (1) bezeichneten Bereich in 2.
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4 ist
ein Auger-Elektron-Spektrum des dünnen Legierungsbandes für Permanentmagneten
in dem mit (2) bezeichneten Bereich in 2.
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5 ist
ein Graph zur Darstellung der remanenten magnetischen Flussdichte
Br von Permanentmagneten als Funktion des Volumenanteils der Vierphasen-Koexistenzregion
(Beispiel 1).
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6 ist
ein Graph zur Darstellung der remanenten magnetischen Flussdichte
Br von Permanentmagneten als Funktion des Volumenanteils der Vierphasen-Koexistenzregion
(Beispiel 2).
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7 ist
ein (006)-Polardiagramm für
den Fall, dass der Volumenanteil der Vierphasen-Koexistenzregion
0,5% beträgt.
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8 ist
ein (006)-Polardiagramm für
den Fall, dass der Volumenanteil der Vierphasen-Koexistenzregion
3% beträgt.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Das
oben beschriebene dünne
Legierungsband der vorliegenden Erfindung wurde auf der Grundlage der
von den Erfindern gemachten Entdeckung geschaffen, dass die magnetischen
Eigenschaften der gesinterten Permanentmagneten in hohem Maße durch
den Volumenanteil der Vierphasen-Koexistenzregion in dem dünnen Legierungsband
beeinflusst werden, die abgeschieden wird, wenn eine Legierungsschmelze
im Zuge des Dünnband-Gießverfahrens
abgeschreckt wird, sowie durch die durchschnittlichen Korndurchmesser der
vier Phasen, welche die Vierphasen-Koexistenzregion bilden, und dass verbesserte
magnetische Eigenschaften erzielt werden können, indem der Magnet bei
einer Temperatur gesintert wird, die unterhalb derjenigen bei herkömmlichen
Verfahren verwendeten liegt, wenn die Abkühl-Kristallphase mit einem 3 μm nicht überschreitenden
durchschnittlichen Korndurchmesser innerhalb eines speziellen Volumenanteils
enthalten ist, der in der Nähe
der Verfestigungsfront gebildet ist.
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Wie
oben beschrieben wurde, beinhalten die hauptsächlichen Bestandteile des erfindungsgemäßen dünnen Legierungsbandes
einen ersten, mit R bezeichneten Bestandteil, bei dem es sich um
ein spezielles Seltenerdelement handelt, einen zweiten, mit T bezeichneten
Bestandteil, bei dem es sich um Eisen in optionaler Kombination
mit einem anderen Übergangselement
handelt, und einen dritten, mit B bezeichneten Bestandteil, bei
dem es sich um Bor handelt. Das dünne erfindungsgemäße Legierungsband
wird mittels des Dünnband-Gießverfahrens
hergestellt, bei dem eine Schmelze einer aus den genannten essentiellen
und optionalen Elementen bestehenden Legierung kontinuierlich an
der Oberfläche
einer rotierenden Abschreckwalze vom Einzelwalzentyp oder Zwillingswalzentyp
ausgeworfen wird, sodass sie sich in der Form eines Bandes mit einer
Dicke von 10 bis 500 μm
und einer Breite von 5 bis 500 mm verfestigt. Die Abschreckbedingungen sollten
derart gesteuert sein, dass die Anforderungen an die Volumenanteile
der Vierphasen-Koexistenzregion und der Abkühlkristallphase und auch die
durchschnittlichen Durchmesser der vier Phasen, welche die Vierphasen-Koexistenzregion
bilden, erfüllt
sind. Das Abscheiden der Vierphasen-Koexistenzregionen und der Abkühlkristalle
kann über
das Material, die Dicke und den Durchmesser der Abschreckwalze,
die Umfangsgeschwindigkeit der Abschreckwalze, die Rate der Schmelzenausbringung
aus dem Zwischenbehälter
usw. gesteuert werden. Unter der Annahme, dass die Umfangsgeschwindigkeit
der Abschreckwalze 1,0 bis 5,0 m/s und die Rate der Schmelzenausbringung
aus dem Zwischenbehälter
2 bis 10 kg/s beträgt,
besitzen die erhaltenen dünnen
Legierungsbänder
eine Dicke von 100 bis 500 μm,
in der die Volumenanteile der Vierphasen-Koexistenzregionen und
der Abkühlkristalle
gut innerhalb der oben genannten Bereiche gesteuert werden können.
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Der
durchschnittliche Korndurchmesser der vier Phasen, welche die Vierphasen-Koexistenzregion
bilden, welche die α-Eisen-Phase,
die R-reiche Phase, die RxT4B4-Phase und die R2T14B-Phase beinhaltet, sollten in den Bereichen
von 0,1 bis 20 μm,
von 0,1 bis 20 μm,
von 0,1 bis 10 μm
bzw. von 0,1 bis 20 μm
liegen. Wenn ein feines Pulver aus dem dünnen Legierungsband, welches
diese Anforderungen erfüllt,
in einem magnetischen Feld druckgeformt wird, woran sich ein Sin tern
des geformten Pulver-Presskörpers
anschließt,
erfolgt eine Reaktion innerhalb der vier Phasen, sodass sich feine
Körner
der R2T14B-Phase
aus feinen Körnern der α-Eisen-Phase,
der R-reichen Phase und der RxT4B4-Phase bilden. Die Reaktion dieser feinen
Körner
erfolgt in derart aktiver Weise, dass die durch die Reaktion neu
gebildete R2T14B-Phase
mit der existierenden, magnetisch orientierten R2T14B-Phase
verbunden wird, ohne die magnetische Ausrichtung zu stören. Da
die Reaktion zwischen feinen Körnern
der jeweiligen Phasen erfolgt, kann darüber hinaus eine Verbesserung
des Sinterverhaltens des Legierungspulvers erreicht werden, sodass
sich ein gesinterter Permanentmagnet mit einer vergrößerten Dichte
des Sinterkörpers
und einer erhöhten
remanenten magnetischen Flussdichte ergibt. Dieser vorteilhafte
Effekt kann nur schwer erreicht werden, wenn die durchschnittlichen
Korndurchmesser der jeweiligen Phasen nicht die Anforderungen erfüllen.
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Die
durchschnittlichen Korndurchmesser der α-Eisen-Phase, der R-reichen
Phase und der R2T14B-Phase
können
bestimmt werden, indem das Sekundärelektronen-Muster oder Elektronenstreumuster eines
Querschnitts des dünnen
Legierungsbandes untersucht wird. Während eine Bestimmung des durchschnittlichen
Korndurchmessers der RxT4B4-Phase (x = 1 + ϵ, wobei ϵ eine
positive Zahl ist, die 0,2 nicht überschreitet und die von dem
Seltenerdelement R abhängt),
in welcher der Bor-Gehalt relativ hoch ist, mittels des Rückstreuelektronenmuster-Verfahrens
schwierig ist, kann der durchschnittliche Korndurchmesser aus dem durch
Brechen gebildeten Auger-Elektron-Muster des Querschnitts bestimmt
werden.
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Der
Wert von ϵ, welcher gleich 0,1 oder gleich einer Zahl etwas
größer als
0,1 in Abhängigkeit
von den Seltenerdelementen ist, umfasst Berichten zufolge die Werte
von 0,10-0,11 für
Praseodym, 0,10-0,11 für
Neodym, 0,14-0,16 für
Terbium und 0,15-0,16 für
Dysprosium. In jeder dieser Phasen besitzen die kristallinen Körner im
Wesentlichen einen Korndurchmesser im Bereich von 0,1 bis 20 μm oder vorzugsweise
von 0,1 bis 10 μm,
von 0,1 bis 20 μm
oder vorzugsweise von 0,1 bis 10 μm,
von 0,1 bis 10 μm
oder vorzugsweise von 0,1 bis 5 μm
bzw. von 0,1 bis 20 μm
oder vorzugsweise von 0,1 bis 10 μm.
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Der
Volumenanteil der Vierphasen-Koexistenzregion in dem erfindungsgemäßen dünnen Legierungsband
sollte in dem Bereich von 1 bis 10% oder vorzugsweise von 2 bis
5% liegen. Wenn der betreffende Volumenanteil zu groß ist, ergibt
sich eine deutliche Abnahme der Koerzitivkraft und der remanenten
magnetischen Flussdichte der aus dem dünnen Legierungsband hergestellten
Permanentmagnete. Wenn der Volumenanteil der Region zu klein ist,
kann keine wesentliche Verbesserung der remanenten magnetischen
Flussdichte des Permanentmagneten erreicht werden. Der Volumenanteil
der Vierphasen-Koexistenzregion kann aus dem Sekundärelektronenmuster
oder Rückstreuelektron-Zusammensetzungsmuster
eines Querschnitts des dünnen
Legierungsbandes bestimmt werden.
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Das
dünne Legierungsband
der vorliegenden Erfindung besitzt die Abkühl-Kristallphase mit einem
3 μm nicht überschreitenden
Korndurchmesser im Volumenanteilsbereich von 1 bis 30%, die in der
Nähe der Verfestigungsfront
ausgebildet wird, wenn die Legierungsschmelze durch den Kontakt
mit der Oberfläche
der rotierenden Abschreckwalze abgeschreckt wird. Wenn der Volumenanteil
der Abkühl-Kristallphase
mit einem 3 μm
nicht überschreitenden
durchschnittlichen Korndurchmesser innerhalb des vorstehend genannten
Bereichs liegt, wird die zwischen den Phasen, welche die Vierphasen-Koexistenzregion
bilden, ablaufende Reaktion unterstützt, sodass die Reaktion bei
einer um 10 bis 50°C
niedrigeren Temperatur ablaufen kann, als dies in Abwesenheit der
Abkühl-Kristallphase
der Fall ist. Dementsprechend wird das Kornwachstum der R2T14B-Phase unterdrückt und
Verbesserungen hinsichtlich der Dichte des Sinterkörpers und
der Koerzitivkraft des gesinterten Permanentmagneten sind selbst
bei Sinterung bei einer niedrigeren Temperatur als die herkömmliche
Sintertemperatur erreichbar. Wenn der Volumenanteil der Abkühl-Kristallphase
mit einem 3 μm nicht überschreitenden
durchschnittlichen Korndurchmesser jedoch zu groß ist, nimmt die Koerzitivkraft
des Permanentmagneten ab, da die feinen Partikel hochgradig aktiv
sind und leicht oxidiert werden. Der Volumenanteil der Abkühl-Kristallphase
mit einem 3 μm
nicht überschreitenden
durchschnittlichen Korndurchmesser in dem erfindungsgemäßen dünnen Legierungsband
kann aus einem Rückstreuelektron-Zusammensetzungsmuster
oder aus einem polarisierenden mikroskopischen Foto bestimmt werden.
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Nachfolgend
wird die vorliegende Erfindung detaillierter anhand von Beispielen
beschrieben, welche jedoch in keinster Weise erfindungsbeschränkend wirken.
In den nachfolgend beschriebenen Beispielen wurden die auf die oben
beschriebene Weise erhaltenen dünnen
Magnetlegierungsbänder
einer Wasserstoff-Decrepitation oder einem mechanischen Vermahlen
unterzogen, indem eine Zerkleinerungsmaschine, wie eine Strahlmühle oder
eine Brown-Mühle,
verwendet wird, um kleine Partikel zu erzeugen, welche dann in einem magnetischen
Feld zu einem Pulver-Pressstück druckgeformt
wurden. Das Pulver-Pressstück
wurde einer Sinter-Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von 900 bis 1150°C in einer inerten Argon-Atmosphäre unterzogen,
an die sich eine Alterungs-Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von 400 bis 600°C anschloss, um einen Seltenerd-basierten
gesinterten Permanentmagneten zu erzeugen.
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Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel
1.
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Neodym,
Dysprosium, elektrolytisches Eisen, Ferrobor, Kobalt, Aluminium
und Kupfer wurden jeweils in der elementaren oder metallischen Form
als Ausgangsmaterialien in einem Gewichtsverhältnis von 30% Nd, 1% Dy, 4%
Co, 1% B, 0,3% Al und 0,2% Cu verwendet, wobei die restlichen Volumenanteile
Eisen sind, und dünne
Legierungsbänder
mit einer Dicke von 50 bis 1000 μm
wurden aus einer Legierungsschmelze dieser Zusammensetzung mittels
des Dünnband-Gießverfahrens
unter veränderlichen
Abschreckbedingungen hergestellt, welche eine Umfangsgeschwindigkeit
der Abschreckwalze von 2,0 bis 10,0 m/s und eine Schmelzenausbringrate
von 3,0 bis 15,0 g/s beinhalteten. Die Abschreckbedingungen in diesem
Dünnband-Gießverfahren
wurden so gesteuert, dass der Volumenanteil der Vierphasen-Koexistenzregion
in den Bereich bis 13,7% fiel und dass der Volumenanteil der Abkühl-Kristallphase
in den Bereich von 10 bis 15% fiel. Die durchschnittlichen Korndurchmesser
der α-Eisen-Phase,
der R-reichen Phase, der RxT4B4-Phase und der R2T14B-Phase, welche die Vierphasen-Koexistenzregion
bilden, waren 3 μm,
7 μm, 1 μm bzw. 10 μm.
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1 ist
ein Elektron-Rückstreumuster
eines Querschnitts eines der oben hergestellten dünnen Legierungsbänder, bei
denen der Volumenanteil der Vierphasen-Koexistenzregion 5% betrug. In der Abbildung entsprechend
die schwarzen Flächen,
grauen Flächen
und weißen
Flächen
der α-Eisen-Phase,
der R2T14B-Phase
bzw. der R-reichen Phase, wobei jede Phase innerhalb der Vierphasen-Koexistenzregion
fein in den anderen Phasen verteilt ist. Die RxT4B4-Phase konnte
aufgrund der Feinheit der Körner
und des hohen Gehalts an Bor, das mittels der rückgestreuten Elektronen nur
schwer detektierbar war, in dem Muster nicht mit einer solchen Genauigkeit
dargestellt werden, welche eine Bestimmung des durchschnittlichen
Korndurchmessers erlaubt hätte.
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2 ist
ein Auger-Elektron-Muster von Bor in der Vierphasen-Koexistenzregion
desselben dünnen Legierungsbandes
wie oben. 3 und 4 stellen
jeweils ein Auger-Elektron-Spektrum derjenigen Stellen dar, die
in 2 mit den Markierungen (1) bzw. (2) versehen sind.
Wie aus diesen Figuren verständlich
wird, ist die innerhalb der Vierphasen-Koexistenzregion aufgefundene
Stelle (1) eine RxT4B4-Phase, welche im Vergleich mit der Stelle
(2) der Randphase einen hohen Bor-Gehalt aufweist. Der durchschnittliche
Korndurchmesser der RxT4B4-Phase betrug ungefähr 1 bis 3 μm, wie aus dieser Darstellung
bestimmt wurde.
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Anschließend wurden
die auf diese Weise hergestellten dünnen Legierungsbänder einer
Wasserstoff-Decrepitationsbehandlung unterzogen und schließlich in
einer Strahlmühle
mit Stickstoff als Strahlgas in feine Partikel vermahlen, die einen
durchschnittlichen Teilchendurchmesser von ungefähr 3 μm aufweisen. Das auf diese Weise
hergestellte feine Legierungspulver wurde in eine metallische Form
eingebracht und durch Druckformen in einem magnetischen Feld von
955 kA/m (12 kOe) unter einer Druckkraft von 1 ton/cm2 in
einer Richtung senkrecht zur Richtung des magnetischen Feldes geformt.
Die auf diese Wiese erhaltenen Pulver-Pressteile wurden in einer
Argon-Atmosphäre
bei 1050°C
für zwei
Stunden gesintert, woraufhin sich eine Abkühlphase anschloss, und wurden
dann ebenfalls in einer Argon-Atmosphäre für eine Stunde einer Alterungsbehandlung bei
500°C unterzogen,
um Permanentmagnete unterschiedlicher Legierungszusammensetzungen
zu erzeugen.
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Diese
Permanentmagnete wurden einer Messung der remanenten magnetischen
Flussdichte Br unterzogen, um die in 5 gezeigten
Ergebnisse als eine Funktion des Volumenanteils der Vierphasen-Koexistenzregion
in den dünnen
Legierungsbändern
zu erhalten, aus welchen die Permanentmagnete hergestellt wurden.
Wie aus diesem Graph verständlich
ist, ergibt sich keine Verbesserung der remanenten magnetischen Flussdichte
Br, wenn der Volumenanteil weniger als 1% beträgt, wohingegen bei einem Volumenanteil
in dem Bereich von 1 bis 10% die remanente magnetische Flussdichte
wesentlich verbessert werden kann, wobei die Verbesserung besonders
bemerkenswert ist, wenn der Volumenanteil in dem Bereich von 2 bis
5% liegt. Wenn der Volumenanteil dagegen 10% übersteigt, ist die remanente
magnetische Flussdichte geringer als mit dem Volumenanteil von weniger
als 1%.
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Beispiel 2 und Vergleichsbeispiel
2.
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Dünne Legierungsbänder mit
einer Dicke von 50 bis 1000 μm
wurden in etwa derselben Weise wie in Beispiel 1 aus einer Legierungsschmelze
mit 28 Gew.-% Neodym, 0,3 Gew.-% Dysprosium, 1 Gew.-% Kobalt, 1,1
Gew.-% Bor, 0,3 Gew.-% Aluminium und 0,1 Gew.-% Kupfer hergestellt,
wobei der Rest Eisen war. Die Abschreckbedingungen in dem Dünnband-Gießverfahren
wurden derart gesteuert, dass der Volumenanteil der Vierphasen-Koexistenzregion
in dem Bereich bis 13,5% und der Volumenanteil der Abkühl-Kristallphase
in dem Bereich bis etwa 14% lagen. Die durchschnittlichen Korndurchmesser
der α-Eisen-Phase,
R-reichen Phase, RxT4B4-Phase und R2T14B-Phase in der Vierphasen-Koexistenzregion
waren 3 μm,
5 μm, 1 μm bzw. 15 μm.
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Diese
dünnen
Legierungsbänder
wurden in derselben Weise wie im Beispiel 1 zu Permanentmagneten
verarbeitet, mit der Ausnahme, dass jedes der feinen Pulver der
dünnen
Legierungsbänder
mit 10 Gew.-% eines Sinter-Hilfsstoffs gemischt wurde und dass die
Sintertemperatur 1070°C
betrug. Der Sinter-Hilfsstoff war eine Legierungszusammensetzung
aus 45% Neodym, 15% Dysprosium, 20% Kobalt, 0,5% Bor, 1,0% Calcium und
0,5% Aluminium in atomaren Proportionen, wobei der Rest aus Eisen
bestand.
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Die
Ergebnisse der Messungen der remanenten magnetischen Flussdichte
Br sind in 6 als Funktion des Volumenanteils
der Vierphasen-Koexistenzregion in den dünnen Legierungsbändern dargestellt,
aus welchen der Permanentmagnet hergestellt wurde. Wie aus diesem
Graph verständlich
wird, kann keine Verbesserung der remanenten magnetischen Flussdichte
Br erreicht werden, wenn der Volumenanteil weniger als 1% beträgt, wohingegen
bei einem Volumenanteil von 1 bis 10% die remanente magnetische
Flussdichte wesentlich verbessert werden kann, wobei die Verbesserung
besonders bemerkenswert ist, wenn der Volumenanteil in dem Bereich
von 2 bis 5% liegt. Wenn der Volumenanteil 10% übersteigt, ist dagegen die
remanente magnetische Flussdichte eher geringer als mit dem Volumenanteil
von weniger als 1%.
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Die
Sinterkörper,
die aus Pulvern der dünnen
Legierungsbänder
hergestellt wurden, in denen der Volumenanteil der Vierphasen-Koexistenzregion
0,5% und 3% betrug, wurden der Messung von (006)-Röntgen-Polardiagrammen
unterzogen, um den Einfluss des Volumenanteils auf den Grad der
Kristallorientierung in den Sinterkörpern abzuschätzen, was
zu den in 7 und 8 dargestellten
Ergebnissen geführt
hat. Wie sich aus einem Vergleich dieser Diagramme deutlich ergibt,
ist die Verteilungsdichte der Konturlinien in 8 viel
größer als
in 7, was einen starken Einfluss des Volumenanteils
der Vierphasen-Koexistenzregion auf den Grad der Ausrichtung anzeigt.
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Die
magnetischen Eigenschaften einschließlich der remanenten magnetischen
Flussdichte Br, Koerzitivkraft iHc und des maximalen Energieprodukts
(BH)max sowie die Sinterdichte d sind in
Tabelle 1 für
den Permanentmagneten dargestellt, der aus dem dünnen Legierungsband hergestellt
wurde, bei dem die Volumenanteile der Vierphasen-Koexistenzregion
und der Abkühlkristallphase
10,0% bzw. 3,1% betrugen.
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Beispiel 3.
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Dünne Legierungsbänder mit
einer Dicke von 800 μm
wurden in etwa derselben Weise wie in Beispiel 1 aus einer Legierungsschmelze
mit 28 Gew.-% Neodym, 0,3% Dysprosium, 1 Gew.-% Kobalt, 1,1 Gew.-% Bor,
0,3 Gew.-% Aluminium und 0,1% Gew.-% Kupfer sowie einem Rest aus
Eisen hergestellt, mit der Ausnahme, dass die Umfangsgeschwindigkeit
der Abschreckwalze 7 m/s und die Schmelzenausbringrate 12 g/s betrug.
Die Abschreckbedingungen während
des Dünnband-Gießverfahrens
wurden derart gesteuert, dass der Volumenanteil der Vierphasen-Koexistenzregion
2,1% und der Volumenanteil der Abkühl-Kristallphase 10% betrug.
Die durchschnittlichen Korndurchmesser der α-Eisen-Phase, R-reichen Phase,
RxT4B4-Phase
und R2T14B-Phase
in der Vierphasen-Koexistenzregion waren 20 μm, 15 μm, 7 μm bzw. 10 μm.
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Die
dünnen
Legierungsbänder
wurden in derselben Weise wie in Beispiel 1 zu Permanentmagneten verarbeitet,
mit der Ausnahme, dass das feine Pulver der dünnen Legierungsbänder mit
10 Gew.-% des Sinter-Hilfsstoffes gemischt wurde und dass die Sintertemperatur
1090°C betrug.
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Die
magnetischen Eigenschaften und die Sinterdichte des Permanentmagneten
sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 3.
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Dünne Legierungsbänder mit
einer Dicke von 700 μm
wurden in etwa derselben Weise und aus derselben Legierungsschmelze
mit derselben Legierungszusammensetzung wie in Vergleichsbeispiel
3 hergestellt, mit der Ausnahme, dass die Abschreckbedingungen derart
gesteuert wurden, dass der Volumenanteil der Vierphasen-Koexistenzregion
1,9% und der Volumenanteil der Abkühl-Kristallphase 0,2% betrug.
Die Umfangsgeschwindigkeit der Abschreckwalze war 5 m/s und die
Schmelzenausbringrate war 10 g/s. Die durchschnittlichen Korndurchmesser
der α-Eisen-Phase,
R-reichen Phase, RxT4B4-Phase und R2T14B-Phase in der Vierphasen-Koexistenzregion
waren 3 μm,
5 μm, 1 μm bzw. 13 μm.
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Die
dünnen
Legierungsbänder
wurden in derselben Weise wie im Vergleichsbeispiel 3 zu Permanentmagneten
verarbeitet, wobei jedoch die Sintertemperatur 1100°C betrug.
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Die
magnetischen Eigenschaften und die Sinterdichte des Permanentmagneten
sind in Tabelle 1 dargestellt.
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Vergleichsbeispiel 4.
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Dünne Legierungsbänder mit
einer Dicke von 500 μm
wurden in etwa derselben Weise und aus einer Legierungsschmelze
mit derselben Legierungszusammensetzung wie in Vergleichsbeispiel
3 hergestellt, mit der Ausnahme, dass die Abschreckbedingungen derart
gesteuert wurden, dass die Vierphasen-Koexistenzregion nicht ausgebildet wurde
und der Volumenanteil der Abkühl-Kristallphase 0,5%
betrug. Die Umfangsgeschwindigkeit der Abschreckwalze war 5 m/s
und die Schmelzenausbringrate war 7 g/s.
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Die
dünnen
Legierungsbänder
wurden in derselben Weise wie in Vergleichsbeispiel 3 zu Permanentmagneten
verarbeitet, wobei jedoch die Sintertemperatur 1100°C betrug.
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Die
magnetischen Eigenschaften und die Sinterdichte des Permanentmagneten
sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Gemäß den Ergebnissen
der Bewertungstests leiden die gesinterten Permanentmagneten tendenziell unter
einer Abnahme des Squareness Ratio und weiterhin unter einer Abnahme
der remanenten magnetischen Flussdichte, wenn die α-Eisen-Phase,
R-reiche Phase, RxT4B4-Phase und R2T14B-Phase einen hohen durchschnittlichen
Korndurchmesser aufweisen.
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Des
Weiteren war es bei den Vergleichsbeispielen 3 und 4, bei denen
der Volumenanteil der Abkühl-Kristallphase
gering war, notwendig, die Sintertemperatur auf 1100°C zu erhöhen, um
eine Sinterdichte des Magneten zu erhalten, die derjenigen in Beispiel
2 vergleichbar war, bei dem die Sintertemperatur 1070°C betrug. Tabelle
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