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Hintergrund der Erfindung
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen R-Fe-B Seltenerd-Magneten
und ein Verfahren zur Herstellung desselben.
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Beschreibung
des Standes der Technik
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Im
Stand der Technik wurden hauptsächlich
Neodym (Nd) und/oder Praseodym (Pr) als das Seltenerd-Element R
eines R-Fe-B Seltenerd-Magneten benutzt, weil die Nutzung dieser
Seltenerd-Elemente besonders bevorzugte magnetische Eigenschaften
bereitstellt.
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In
den letzten Jahren hat sich die Vielfalt der Anwendungen von R-Fe-B
Magneten erweitert und der Nd- und Pr-Verbrauch erhöht sich
sehr schnell. Demzufolge besteht eine große Nachfrage, die Nutzungseffizienz
von Nd und Pr zu verbessern, welche wertvolle Naturressourcen sind,
und die Materialkosten eines R-Fe-B Magneten zu reduzieren.
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Die
einfachste Art und Weise den Nd- und Pr-Verbrauch zu verringern,
ist Nd und Pr mit einem anderen Seltenerd-Element, welches ähnlich wie
Nd und Pr funktioniert, auszutauschen. Es ist in dem Stand der Technik
jedoch bekannt, dass die magnetischen Eigenschaften, wie beispielsweise
Magnetisierung, sich verschlechtern, wenn ein anderes Seltenerd-Element
als Nd und Pr zu einem R-Fe-B Seltenerd-Magneten hinzugefügt wird.
Deshalb wurden andere Seltenerd-Elemente als Nd und Pr selten in
R-Fe-B Seltenerd-Magneten benutzt.
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Wenn
beispielsweise eine R-Fe-B Legierung durch Schmelzen und Erstarren
einer Materiallegierung mit Yttrium (Y), ein Seltenerd-Element,
hergestellt wird, welches zu dem Material zusammen mit Nd hinzugefügt wird,
wird Y in die Hauptphase der Legierung aufgenommen. Die Hauptphase
einer R-Fe-B Legierung hat prinzipiell eine kristalline Struktur
des Typs tetragonale R2Fe14B.
Es ist in dem Stand der Technik bekannt, dass die höchste Magnetisierung
dann erzielt wird, wenn R Nd und/oder Pr ist (und Dysprosium (Dy),
Terbium (Tb) etc., welche ein Teil an Nd und/oder Pr ersetzen).
Wenn R in der R2Fe14B
kristallinen Struktur, welches die Hauptphase bildet, entweder teilweise
oder ganz mit einem Seltenerd-Element wie beispielsweise Y ersetzt wird,
verringert sich die Magnetisierung Wesentlich.
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Ein
R-Fe-B Magnet mit Cerium (Ce), ein Seltenerd-Element ähnlich wie
Nd und Pr, ist in dem Bericht von Proc. 16th Inter. Workshop on
Rare Earth Magnets and their Applications, 2000, P99 offenbart.
Gemäß diesem
Bericht verringert sich die Restmagnetisierungsflussdichte oder
Remanenz Br aufgrund der Hinzufügung von
Ce linear.
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Im
Lichte des Obigen wird angenommen, dass die Hinzufügung von
jedem Magnetisierungs-Verringerungsseltenerd-Element R, außer als
Nd, Pr, Dy und Tb, soweit wie möglich
vermieden werden sollten.
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Nd
und/oder Pr bilden nicht nur eine Hauptphase, sondern existieren
auch in einer Korngrenz-Phase und spielen eine wichtige Rolle bei
der Bildung einer Flüssigphase
in einem Sinterprozess. Nd und/oder Pr, welche in einer Korngrenz-Phase
existieren, bilden jedoch eine nicht magnetische Phase und tragen
nicht zur Verbesserung der Magnetisierung bei. Anders ausgedrückt, ein
Teil an Nd und/oder Pr wird immer zur Bildung einer nicht magnetischen
Phase verbraucht, der es versäumt
direkt zu den magnetischen Eigenschaften beizutragen.
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Um
Nd und/oder Pr effizient zu nutzen, um somit effizient erwünschte magnetische
Eigenschaften zu erzielen, ist bevorzugt, dass das meiste an Nd
und/oder Pr in eine R2Fe14B
Kristallphase aufgenommen wird. Ein Verfahren um dies zu realisieren
ist jedoch in dem Stand der Technik nicht vorhanden.
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In
dem Stand der Technik wird ein Teil an Fe in der Hauptphase mit
einer tetragonalen R2Fe14B
kristallinen Struktur mit Cobalt (Co) durch Hinzufügung von
Co zu einem Legierungsmaterial ersetzt, um die Wärmebeständigkeit eines R-Fe-B Seltenerd- Magneten zu verbessern.
Wenn ein Teil an Fe mit Co ersetzt wird, erhöht sich die Curie-Temperatur der Hauptphase,
wodurch erwünschte
magnetische Eigenschaften sogar bei höheren Temperaturen erzielt
werden können.
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Seit
jüngstem
besteht in einigen Gebieten des Standes der Technik, wie beispielsweise
Motoren zur Nutzung in Kraftfahrzeugen, eine Nachfrage für Magneten
mit einer höheren
Leistung und folglich eine Nachfrage für die Nutzung eines R-Fe-B
Seltenerd-Magneten mit einer höheren
Leistungsfähigkeit
als die eines Ferrit-Magneten. Die Wärmebeständigkeit eines R-Fe-B Seltenerd-Magneten
ist jedoch zur Nutzung in einer Hochtemperatur-Umgebung, entsprechend
der, die ein Motor in einem Kraftfahrzeug ausgesetzt ist, nicht
ausreichend. Demzufolge besteht eine große Nachfrage zum weiteren Verbessern
der Wärmebeständigkeit
der R-Fe-B Seltenerd-Magneten.
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Es
wird angenommen, dass, um die Wärmebeständigkeit
eines R-Fe-B Seltenerd-Magneten weiterhin zu verbessern, vorzugsweise
mehr Co hinzugefügt
werden soll. Co, welches zu einem Legierungsmaterial hinzugefügt ist,
ersetzt jedoch nicht nur Fe in der Hauptphase eines gesinterten
Magneten, sondern existiert auch in einer Korngrenz-Phase um eine
NdCo2-Verbindung und/oder eine PrCo2-Verbindung darin zu erzeugen. Somit wird
ein Teil des hinzugefügten
Co nicht zur Substituierung von Fe benutzt, sondern wird in der
Korngrenz-Phase verschwendet. Ein weiteres Problem ist, dass die
obigen Verbindungen ferromagnetische Substanzen sind und folglich
die Koerzitivfeldstärke
des gesinterten Magneten verringern. Deshalb ist lediglich die Erhöhung an
dem zu hinzuzufügenden
Co nicht eine wirksame Maßnahme
um Fe in der Hauptphase zu ersetzen, und dies kann zu erheblicher
Verringerung der Koerzitivfeldstärke
eines R-Fe-B Seltenerd-Magneten führen.
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Ferner
offenbart der Stand der Technik
EP 0 255 939 A2 einen tetragonalen Seltenerd-Magneten
mit einem Sauerstoffanteil von vorzugsweise 6000 ppm oder weniger.
Genauer gesagt offenbart dieses Dokument einen gesinterten tetragonalen
Seltenerd-(Fe, Co)-B-R1-R2-Magneten
(Seltenerd enthaltend Y) mit einer Grenzphase und umfassend: 0,2–3,0 Atom-%
Dy (R2) und 12–17
Atom-% an Nd (R1) und Dy (R2), 5–10 Atom-% an B, 0,5–13 Atom-%
an Co, 0,5–4
Atom-% an Al, wobei der Sauerstoff vorzugsweise 6000 ppm nicht überschreitet.
Dieser bekannte Magnet weist jedoch nicht erwünschte magnetische Eigenschaften
auf.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung einen gesinterten Seltenerd-Magneten
bereitzustellen, welcher erwünschte
magnetische Eigenschaften aufweist, bei welchem die Menge an Nd
und/oder Pr, welche eine nicht magnetische Phase in einer Korngrenz-Phase
erzeugt, verringert wird und ein Verfahren zum Herstellen desselben.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen gesinterten
Seltenerd-Magneten bereitzustellen, in welchem hinzugefügtes Co
effizient in die Hauptphase aufgenommen wird, wodurch er erwünschte magnetische
Eigenschaften aufweist und ein Verfahren zum Herstellen desselben.
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Die
obigen Aufgaben werden durch einen gesinterten Seltenerd-Magneten
nach Anspruch 1 und ein Verfahren wie in Anspruch 3 angegeben gelöst. Eine
bevorzugte Ausführungsform
des gesinterten Magneten ist in Anspruch 2 angegeben. Bevorzugte
Ausführungsformen
des Verfahrens sind jeweils in den Ansprüchen 4 bis 9 angegeben.
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Ein
weiterer erfindungsgemäßer gesinterter
Seltenerd-Magnet hat eine Zusammensetzung wie in Anspruch 10 angegeben.
Bevorzugte Ausführungsformen
dieses gesinterten Magneten sind jeweils in den Ansprüchen 11
und 12 angegeben.
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Ein
weiteres erfindungsgemäßes Verfahren
zum Herstellen eines gesinterten Seltenerd-Magneten ist in Anspruch
13 angegeben. Bevorzugte Ausführungsformen
dieses Verfahrens sind jeweils in den Ansprüchen 14 bis 19 angegeben.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1A bis 1C sind
schematische Zeichnungen von Kristallkörner-Hauptphasen und einer
Korngrenz-Phase, wobei 1A das Mikrogefüge eines
Legierungsmaterials veranschaulicht, 1B das
Mikrogefüge
während
eines Sinterverfahrens veranschaulicht und 1C das
Mikrogefüge
eines gesinterten Magneten veranschaulicht;
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2 ist
ein Graph, welcher ein Beispiel eines Temperaturprofils bei einem
Wasserstoffpulverisierungsverfahren veranschaulicht, das auf geeignete
Weise in der vorliegenden Erfindung benutzt werden kann;
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3 ist
ein Graph, welcher das Verhältnis
zwischen den Y-, La- und Ce-Anteilen
und der Restmagnetisierungsflussdichte Br von
gesinterten Magneten, die jeweils eine Zusammensetzung von Nd11,8RE'2,4Fe79,7B6,1 (wobei RE' Y, La oder Ce ist) veranschaulicht;
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4A ist
eine Rückstrahlungs-Elektronenabbildung
eines gesinterten Magneten A (Nd11,8Y2,4Fe79,7B6,1), 4B ist
eine Y-Abbildung des gesinterten Magneten A und 4C ist
eine schematische Ansicht, die das Mikrogefüge des gesinterten Magneten
A veranschaulicht;
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5A ist
eine Rückstrahlungs-Elektronenabbildung
eines gesinterten Magneten B (Nd11,8La2,4Fe79,7B6,1), 5B ist
eine La-Abbildung des gesinterten Magneten B und 5C ist
eine schematische Ansicht, die das Mikrogefüge des gesinterten Magneten
B veranschaulicht;
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6A ist
eine Rückstrahlungs-Elektronenabbildung
eines gesinterten Magneten C (Nd11,8Ce2,4Fe79,7B6,1), 6B ist
eine Ce-Abbildung des gesinterten Magneten C und 6C ist
eine schematische Ansicht, die das Mikrogefüge des gesinterten Magneten
C veranschaulicht;
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7A bis 7D sind
schematische Ansichten von Kristallkörner-Hauptphasen und einer
Korngrenz-Phase, wobei 7A das Mikrogefüge eines
Legierungsmaterials veranschaulicht, 7B und 7C jeweils
das Mikrogefüge
während
eines Sinterverfahrens veranschaulichen und 7D das
Mikrogefüge
eines gesinterten Magneten veranschaulicht;
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8 ist
ein Graph, der das Verhältnis
zwischen dem Curie-Punkt (Curie-Temperatur),
dem Y-Anteil und dem Co-Anteil veranschaulicht, wobei die senkrechte
Achse des Graphs die Curie-Temperatur repräsentiert und die horizontale
Achse den Y-Anteil repräsentiert;
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9 ist
ein Graph, welcher das Verhältnis
zwischen der Koerzitivkraft Hcj, dem Y-Anteil
und dem Co-Anteil veranschaulicht, wobei die vertikale Achse des
Graphs die Koerzitivkraft repräsentiert
und die horizontale Achse den Co-Anteil repräsentiert;
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10A ist eine Rückstrahlungs-Elektronenabbildung
eines Legierungsmaterials und 10B bis 10F sind Abbildungen des Legierungsmaterials für jeweils
Nd, Dy, Co, Fe und Y; und
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11A ist eine Rückstrahlungs-Elektronenabbildung
eines gesinterten Magneten und 11B bis 11F sind Abbildungen des gesinterten Magneten
für jeweils
Nd, Dy, Co, Fe und Y.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Bei
einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung sind zusätzlich zu Nd, Y, La und/oder
Sc hinzugefügt
und diese Elemente sind in einer Korngrenz-Phase konzentriert, so
dass eine Menge an Nd, die sonst zur Bildung einer nicht magnetischen
Phase in der Korngrenz-Phase verbraucht geworden wäre, von
der Korngrenz-Phase in die Hauptphase der Kristallkörner diffundiert.
Auf diese Art und Weise wird Nd effizient als ein Bestandteil-Element
der Hauptphase (Nd2Fe14B-Phase)
genutzt, wodurch Hartmagnetismus bereitgestellt wird. Der Begriff "Nd2Fe14B-Phase" wie
hierin verwendet, enthält
eine Phase, bei welcher ein Teil an Nd mit Pr, Dy und/oder Tb substituiert
wird.
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Bei
einem Seltenerd-Magneten der vorliegenden Erfindung existiert eine
große
Menge an Nd in der Nd2Fe14B-Phase,
welche die Hauptphase ist, während
Y, La und/oder Sc die Rolle von Nd in der Korngrenz-Phase spielen.
Somit ist es möglich
die Menge an Nd (Pr), welche benutzt wird, mit im Wesentlichen keiner
Verringerung der Magnetisierung, zu verringern.
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Gemäß einem
von den gegenwärtigen
Erfindern durchgeführten
Experiment existiert Y in dem Zustand eines Legierungsmaterials,
wie beispielsweise Block-Gußlegierung
oder eine Streifen-Gußlegierung hauptsächlich in
der Haupthphase, wodurch die Magnetisierung verringert wird. Das
Experiment hat auch gezeigt, dass die Konzentration an Y in der
Hauptphase einer Block-Gußlegierung
höher als
in der einer Streifen-Gußlegierung
ist, weil eine Abkühlrate
eines Block-Gußverfahrens
(weniger als 102°C/s) geringer als die bei einem
Streifen-Gußverfahren
(102°C/s
oder mehr) ist. Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass
das Y der Hauptphase in der Korngrenz-Phase durch ein Sinterverfahren,
nach dem ein Pulver eines solches Legierungsmaterials hergestellt
ist, konzentriert ist.
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Zuerst
wird das Merkmal der vorliegenden Erfindung in Bezug auf 1A bis 1C beschrieben.
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1A bis 1C sind
schematische Ansichten von Kristallkörner-Hauptphasen und einer
Korngrenz-Phase, die veranschaulichen, wie Nd und Y durch ein Sinterverfahren
von dem Legierungsmaterialzustand diffundieren und verteilt werden.
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Wie
zuerst in 1A veranschaulicht, in dem Ausgangslegierungszustand
sind sowohl Y als auch Nd in den Kristallkörnern von Nd2Fe14B aufgenommen und Y und Nd existieren an
der Seite des Seltenerd-Elementes von Nd2Fe14B.
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Wenn
die Ausgangslegierung durch ein Block-Gußverfahren hergestellt wird,
ist die Y-Konzentration in der Korngrenz-Phase geringer als die
in den Kristallkörnern,
und eine Nd-reiche Phase wird in der Korngrenz-Phase gebildet. Wenn
die Ausgangslegierung durch ein Streifen-Gußverfahren hergestellt wird,
existiert R2, wie beispielsweise Y, auch in der Korngrenze, aber
dies beruht aufgrund eines Nicht-Gleichgewichtszustands. Das in
der Korngrenze existierende R2 hat auch die gleiche Wirkung in den
nachfolgenden Schritten, wie das in der Hauptphase existierende
R2.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird Y vom inneren der Kristallkörner (Hauptphase) in die Korngrenz-Phase
durch das Sinterverfahren diffundiert. Während des Sinterverfahrens
wird ein Y-Oxid in der Korngrenz-Phase, wie in 1B veranschaulicht,
gebildet. Zu diesem Zeitpunkt wird Nd in die entgegenlaufende Richtung
diffundiert. Als ein Ergebnis dessen erhöht sich die Y-Konzentration
in der Korngrenz-Phase,
so dass sie größer als
die in den Kristallkörnern
ist. Demzufolge verringert sich die Menge an Y, die in der Hauptphase enthalten
ist, wie in 1C veranschaulicht, wodurch
die Magnetisierung erhöht
wird.
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Es
wird angenommen, dass eine geeignete Sauerstoffmenge in der Korngrenz-Phase während des Sinterverfahrens
vorhanden sein muss, um die gegenseitige Diffusion von Y und Nd
wie oben beschrieben zu verwirklichen. Dies ist weil die vorliegende
Erfindung die oben beschriebene Diffusion verursacht, indem die Tatsache
genutzt wird, dass Y stabiler als Nd mit Sauerstoff kombiniert,
um einen Oxid zu bilden. Für
solch eine Einführung
an Sauerstoff in die Korngrenz-Phase wird bevorzugt, beispielsweise
die Pulverpartikeloberfläche
in dem Pulverisierungsschritt geringfügig zu oxidieren.
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Die
erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird nun detaillierter beschrieben.
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Legierungsmaterial
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Zuerst
wird eine Seltenerd-Legierung mit einer Zusammensetzung von (R1x + R2y)T100-x-y-zQz aufbereitet.
In der Zusammensetzung ist R1 wenigstens ein Element ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus allen Seltenerd-Elementen außer Y (Yttrium),
La (Lanthan) und Sc (Scandium); R2 ist Y und kann wahlweise La und/oder
Sc enthalten; T ist wenigstens ein Element ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus allen Übergangselementen;
Q ist B und kann wahlweise C enthalten und die Stoffmengenanteile
x, y und z erfüllen
jeweils 8 ≤ x ≤ 18 Atom-%,
0,1 ≤ y ≤ 3,5 Atom-%
und 3 ≤ z ≤ 20 Atom-%.
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Zum
Herstellen einer solchen Legierung kann beispielsweise ein Block-Gußverfahren
oder ein Löschverfahren
(Streifen-Gußverfahren
oder ein Schleuder- Gußverfahren)
benutzt werden. Als ein Beispiel wird nun ein Verfahren zum Herstellen
eines Legierungsmaterials durch Nutzung eines Streifen-Gußverfahrens
beschrieben.
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Zuerst
wird eine Legierung mit einer wie oben gezeigten Zusammensetzung
in einem hochfrequenten Schmelzverfahren in einer Argongasatmosphäre zum Erhalt
eines Legierungsmaterials geschmolzen. Nach Beibehaltung der geschmolzenen
Legierung bei 1350°C
wird die geschmolzene Legierung schnell durch ein Verfahren mit
einer einzelnen Kühlwalze
abgekühlt,
um somit beispielsweise eine erstarrte Legierung in Form von Flocken
mit einer Dicke von ungefähr
0,3 mm zu erhalten. Die Abkühlbedingungen
enthalten beispielsweise eine Umfangsgeschwindigkeit der Walze von
ungefähr
1 m/s, eine Abkühlrate
von 500°C/s
und einen Sub-Abkühlgrad
von 200°C.
Die erhaltene, schnell abgekühlte
Legierung wird zu Flocken mit einer Größe von 1 bis 10 mm vor dem
Wasserstoffpulverisierungsverfahren pulverisiert. Ein Verfahren
zum Herstellen eines Legierungs-Ausgangsmaterials durch ein Streifen-Gußverfahren
ist beispielsweise in dem US-Patent Nr. 5,383,978 offenbart.
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Wie
oben angedeutet, existiert Y in der Nd2Fe14B-Hauptphase bei solch einem Legierungsmaterialzustand.
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Erster Pulverisierungsschritt
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Das
Legierungsmaterial, welches grob zu Flocken pulverisiert wurde,
wird in eine Vielzahl von Ausgangsmaterialpackungen (hergestellt
durch beispielsweise rostfreien Stahl) eingefüllt und auf einem Ständer montiert.
Dann wird der Ständer
mit den darauf montierten Ausgangsmaterial-Packungen in einen Wasserstoffofen
eingeführt.
Danach wird der Wasserstoffofen geschlossen und ein Wasserstoffversprödungsverfahren
(nachfolgend auch als "ein
Wasserstoffpulverisierungsverfahren" bezeichnet) initiiert. Das Wasserstoffpulverisierungsverfahren
wird beispielsweise gemäß einem
in 2 veranschaulichten Temperaturprofil durchgeführt. Bei
dem Beispiel gemäß 2 wird
ein Entleerungsverfahren I für
0,5 Stunden durchgeführt,
nach welchem ein Wasserstoff-Einschlussverfahren II für 2,5 Stunden
durchgeführt
wird. Bei dem Wasserstoff-Einschlussverfahren
II wird ein Wasserstoffgas in den Ofen eingeführt, um somit die Innenseite
des Ofens zu einer Wasserstoffatmosphäre umzuwandeln. Zu diesem Zeitpunkt
ist der Wasserstoffdruck vorzugsweise ungefähr 200 bis ungefähr 400 kPa.
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Danach
wird ein Dehydrierungsverfahren III für 5,0 Stunden bei einer drucklosen
Atmosphäre
von ungefähr
0 bis ungefähr
3 Pa durchgeführt,
nach welchem ein Legierungsmaterial-Abkühlverfahren IV für 5,0 Stunden,
während
ein Argongas in den Ofen eingeführt
wird, durchgeführt
wird.
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Bei
dem Abkühlverfahren
IV wird, während
die Atmosphärentemperatur
in dem Ofen relativ hoch ist (z.B. höher als 100°C), das Legierungsmaterial durch
Zuführen
eines Inertgases bei einer normalen Temperatur in den Wasserstoffofen
abgekühlt.
Dann, nachdem die Legierungsmaterialtemperatur auf ein relativ niedriges
Niveau (z.B. 100°C
oder weniger) reduziert worden ist, wird ein Inertgas, welches auf
eine unterhalb normaler Temperatur (beispielsweise ungefähr 10°C geringer
als Raumtemperatur) abgekühlt
worden ist, in den Wasserstoffofen eingeführt. Es wird im Hinblick auf
die Abkühleffizienz
bevorzugt, das Legierungsmaterial auf diese Art und Weise abzukühlen. Die
Menge an hinzuzufügendem
Argongas kann auf ungefähr
10 bis ungefähr
100 Nm3/min festgelegt werden.
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Es
wird bevorzugt, dass, nachdem die Temperatur des Legierungsmaterials
verringert worden ist, um ungefähr
20 bis ungefähr
25°C anzunehmen,
ein Inertgas mit einer im wesentlichen normalen Temperatur (eine
Temperatur, welche 5°C
oder weniger geringer als die Raumtemperatur ist) in den Wasserstoffofen
eingeführt
wird, um somit der Temperatur des Legierungsmaterials zu ermöglichen,
ein normales Temperaturniveau zu erreichen. Auf diese Art und Weise
ist es möglich,
eine Tau-Kondensierung in dem Ofen zu vermeiden, welche beim Öffnen des
Wasserstoffofens eintritt. Wenn Feuchtigkeit in dem Ofen aufgrund
der Tau-Kondensierung vorhanden ist, wird die Feuchtigkeit während des
Entleerungsverfahrens gefroren/verdampft, wodurch erschwert wird,
den Vakuumgehalt zu erhöhen
und wodurch der für
das Entleerungsverfahren I erforderliche Zeitraum erhöht wird.
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Es
wird bevorzugt, dass das grob pulverisierte Legierungspulver, erhalten
durch das Wasserstoffpulverisierungsverfahren, aus dem Wasserstoffofen
unter einer Inertgasatmosphäre
herausgenommen wird, so dass das grob pulverisierte Pulver nicht
in Kontakt mit der atmosphärischen
Luft kommt. Auf diese Weise wird verhindert, dass das grob pulverisierte
Pulver oxidiert und Wärme
erzeugt, und die magnetischen Eigen schaften des Magneten werden
verbessert. Danach wird das grob pulverisierte Legierungspulver
in eine Vielzahl von Ausgangsmaterial-Packungen eingefüllt und
auf einen Ständer
montiert.
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Durch
das Wasserstoffpulverisierungsverfahren wird die Seltenerd-Legierung
auf eine Größe von ungefähr 0,1 bis
mehrere Millimeter pulverisiert, wobei der durchschnittliche Partikeldurchmesser
500 μm oder weniger
ist. Es wird bevorzugt, dass nach dem Wasserstoffpulverisierungsverfahren
das versprödete
Legierungsmaterial in feineres Pulver aufzuspalten und durch Nutzung
einer Abkühleinheit,
wie beispielsweise einen Rotationskühler abgekühlt wird. Wenn das Material
bei einer relativ hohen Temperatur herausgenommen wird, kann die
Dauer des Abkühlverfahrens,
welches einen Rotationskühler
oder dergleichen nutzt, dementsprechend erhöht werden.
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Durch
das Wasserstoffpulverisierungsverfahren wird das Legierungsmaterial
bei R (Seltenerd-Metall)-reichen Abschnitten davon, aufgrund des
Wasserstoffeinschlusses gespalten. Als ein Ergebnis dessen, wird
eine große
Menge an Seltenerd-Metall auf der Oberfläche des grob pulverisierten
Pulvers freigelegt und das grob pulverisierte Pulver wird in diesem
Zustand sehr wahrscheinlich oxidiert.
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Zweites Pulverisierungsverfahren
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Als
nächstes
wird das grob pulverisierte Pulver, welches in dem ersten Pulverisierungsverfahren
hergestellt wurde, durch eine Strahlmühle fein pulverisiert. Ein
Klassierzyklon ist mit der Strahlmühle, welche in der vorliegenden
Ausführungsform
benutzt wird, verbunden.
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Die
Strahlmühle
empfängt
eine Zufuhr der Seltenerd-Legierung (grob pulverisiertes Pulver),
welche in dem ersten Pulverisierungsverfahren grob pulverisiert
wurde und die Seltenerd-Legierung wird in dem Pulverisierer pulverisiert.
Das in dem Pulverisierer pulverisierte Pulver wird in einem Aufsammelbehälter durch
den Klassierzyklon aufgesammelt.
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Das
Verfahren wird nun detaillierter beschrieben.
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Das
grob pulverisierte Pulver wird in den Pulverisierer eingeführt und
durch einen schnellen Strom an Inertgas, der von einer internen
Düse einströmt, nach
oben in den Pulverisierer versetzt. Somit fliegt das grob pulverisierte
Pulver in dem Pulverisierer entlang dem schnellem Gasstrom herum,
um somit durch die Kollision zwischen den zu pulverisierenden Pulverpartikeln
fein pulverisiert zu werden.
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Die
fein pulverisierten Pulverpartikel folgen einen nach oben verlaufenden
Gasstrom, um somit in einen Klassifizierungsrotor eingeführt zu werden.
Dann werden die Pulverpartikel durch den Klassifizierungsrotor klassifiziert.
Grobe Pulverpartikel können
nicht aus dem Klassifizierungsrotor austreten und die groben Pulverpartikel
werden in dem Pulverisierer wieder pulverisiert. Die Pulverpartikel,
welche zu einem Partikeldurchmesser geringer als oder gleich einem
vorbestimmten Partikeldurchmesser pulverisiert worden sind, werden in
den Klassier-Hauptkörper
des Klassierzyklons eingeführt.
In dem Klassier-Hauptkörper
werden relativ große Pulverpartikel
mit einem Partikeldurchmesser gleich oder größer als der vorbestimmte Partikeldurchmesser
in den Aufsammelbehälter,
welcher in dem Bodenbereich angeordnet ist, abgesondert, während sehr
feine Pulverpartikel durch ein Ausstoßrohr entlang des Inertgasstroms
ausgestoßen
werden.
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
wird eine geringe Menge an Sauerstoff (20000 ppm oder weniger auf
Volumenbasis; beispielsweise ungefähr 10000 ppm auf Volumenbasis)
mit dem in die Strahlmühle eingeführten Inertgas
gemischt. Auf diese Art und Weise wird die Oberfläche des
fein pulverisierten Pulvers auf einen geeigneten Grad oxidiert,
so dass schnelle Oxidation/Wärmeerzeugung
nicht eintritt, wenn das fein pulverisierte Pulver mit der Luftatmosphäre in Kontakt
kommt.
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Es
wird angenommen, dass die Oxidierung der Pulverpartikeloberfläche eine
wichtige Rolle bei der Diffusion von Y von der Hauptphase in die
Korngrenz-Phase bei dem Sinterverfahren spielt. Gemäß einer
von den gegenwärtigen
Erfindern durchgeführte
Studie ist die Menge an Sauerstoff in dem Pulver gemäß der Erfindung
in dem Bereich von 2000 bis 8000 ppm (auf Gewichtsbasis).
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Wie
oben beschrieben, produziert das Wasserstoffpulverisierungsverfahren
ein grob pulverisiertes Pulver, dessen Partikeloberfläche sehr
wahrscheinlich oxidiert wird. Als ein Ergebnis dessen, stellt ein
fein pulverisiertes Pulver, welches aus dem wasserstoffbehandelten
Pulver erzeugt wird, eine bevorzugte Wirkung bei Y-Diffusion von
dem Kristallkorn in die Korngrenze bereit.
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Außerdem wird
bevorzugt, um Y vom inneren des Partikels in die Korngrenz-Phase zu diffundieren, dass
der durchschnittliche Partikeldurchmesser des Pulvers (FSSS Partikelgröße) 5 μm oder weniger
ist, besonders bevorzugt 4 μm
oder weniger. Wenn der Partikeldurchmesser größer als 5 μm ist, muss Y über eine übermäßige Distanz
diffundieren, wodurch die Menge an Y, welche in den Kristallkörnern (Hauptphase)
verbleibt erhöht
wird und somit die Magnetisierung verringert.
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Der
Pulverisierer ist nicht auf eine Strahlmühle reduziert, sondern kann
auch eine Rührwerkskugelmühle oder
eine Kugelmühle
sein.
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Druckverdichtung
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
wird ein Schmiermittel in einer Menge von beispielsweise 0,3 Gew.-%
hinzugefügt
und mit dem magnetischen Pulver, wie oben beschrieben, in einem
Schlagmischer vermischt, so dass die Oberfläche der Legierungspulverpartikel
mit dem Schmiermittel bedeckt sind. Das Schmiermittel kann ein Schmiermittel
erhalten durch Verdünnen
einer Fettsäure
mit einem Lösungsmittel
auf Erdölbasis
sein. In der vorliegenden Ausführungsform
wird Methylhexanoat (methyl caproat) als eine Fettsäure und
Isoparaffin als ein Lösungsmittel
auf Erdölbasis
benutzt. Das Gewichtsverhältnis
zwischen Methylhexanoat und Isoparaffin ist beispielsweise 1:9.
Solch ein flüssiges
Schmiermittel deckt die Oberfläche
der Pulverpartikel ab, wodurch verhindert wird, dass die Partikel
oxidiert werden, während
die Orientierungseigenschaften während
eines Druckverfahrens verbessert werden und die Entfernung des Grünlings nach
einem Druckverfahren erleichtert wird (indem die Dichte des Grünlings einheitlich
erzeugt wird, um somit zu verhindern, dass der Grünling zerbricht
oder aufgespalten wird).
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Das
Schmiermittel ist nicht auf das obige beschränkt. Statt Methylhexanoat,
kann die Fettsäure
beispielsweise Methyloctanoat (methyl caprylate), Methyllaurat (methyl
laurylate), Methyllaurylat (methyl laurate) oder dergleichen sein.
Das Lösungsmittel
kann ein Lösungsmittel
auf Erdölbasis
wie beispielsweise Isoparaffin, ein naphthenisches Lösungsmittel
oder dergleichen sein. Das Schmiermittel kann bei jedem Zeitpunkt
hinzugefügt
werden, d.h. vor der Feinpulverisierung durch die Strahlmühle, während der
Feinpulverisierung oder nach der Feinpulverisierung. Ein Festschmierstoff
wie beispielsweise Zinkstearat kann statt, oder zusätzlich zu einem
Flüssigschmiermittel
benutzt werden.
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Das
magnetische Pulver, erhalten wie oben beschrieben, wird dann in
einem orientierten Magnetfeld durch Nutzung einer Verdichtungsvorrichtung
verdichtet.
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Sinterverfahren
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Ein
Schritt zum Beibehalten des Pulverpresslings bei einer Temperatur
in dem Bereich von 650 bis 1000°C
für 10
bis 24 Minuten und ein Schritt zum weiteren Sintern des Pulverpresslings
bei einer höheren
Temperatur (beispielsweise 1000 bis 1100°C) werden sukzessiv durchgeführt. Während des
Sinterverfahrens, insbesondere während
eines Zeitraums, in welchem eine Flüssigphase erzeugt wird (während die
Temperatur in dem Bereich von 650 bis 1000°C ist) beginnt Nd zu schmelzen
und gegenseitige Diffusion tritt zwischen Y, welches primär in der
Hauptphase der Kristallkörper
existiert, und Nd, welches primär
in der Korngrenz-Phase existiert, ein. Insbesondere diffundiert
Y von der Hauptphase in die Korngrenz-Phase unter einer Diffusion-treibenden
Kraft, welche in Proportion zu dem Konzentrationsgefälle zwischen
den Inneren der Hauptphasen-Kristallkörnern und
der Korngrenz-Phase ist (entsprechend zu "der Unterschied zwischen Y-Konzentration in
der Hauptphase und dem in der Flüssigphase"), wobei Nd in die
entgegengesetzte Richtung diffundiert, d.h. von der Korngrenz-Phase
in die Hauptphase.
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Da
Y, welches in die Korngrenz-Phase diffundiert ist, mit dem in der
Korngrenz-Phase
existierendem Sauerstoff kombiniert, um somit zu einem Oxid umzuwandeln
und verbraucht zu werden, wird das Y-Konzentrationsgefälle, welches
die Diffusions-treibende
Kraft ist, beibehalten. Da Y stabiler als Nd Oxide bildet, diffundiert
Y von der Hauptphase in die Flüssigphase,
während
Nd von der Flüssigphase
in die Hauptphase diffundiert.
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Um
Y ausreichend in die Korngrenz-Phase zu diffundieren, so dass eine
große
Menge an Nd, die in der Korngrenz-Phase existiert, in die Hauptphase
aufgenommen wird, ist die Sauerstoffmenge in dem Pulver auf den
Bereich von 2000 bis 8000 ppm (auf Gewichtsbasis) wie oben beschrieben
festgelegt. Wenn die Sauerstoffmenge weniger als 2000 ppm (auf Gewichtsbasis)
ist, wird Y nicht ausreichend in die Korngrenz-Phase diffundiert, wodurch eine große Menge
an Y in der Hauptphase verbleibt, und somit die Magnetisierung verringert.
Wenn die Sauerstoffmenge größer als
8000 ppm (auf Gewichtsbasis) ist, werden die Seltenerd-Elemente durch
Oxidbildung verbraucht, wodurch die Menge an Seltenerd-Element,
welches zu der Flüssigphasenbildung
beiträgt,
verringert wird. Bei solch einem Fall, ist die Dichte des gesinterten
Körpers
verringert oder die magnetischen Eigenschaften verschlechtern sich.
Vorzugsweise wird eine dünne
Oxidschicht auf der Pulverpartikeloberfläche gebildet. Durch Sintern
des Pulvers, in welchem die Sauerstoffmenge wie oben angedeutet kontrolliert
wird, kann ein gesinterter Magnet, dessen Sauerstoffkonzentration
in einem Bereich von 2000 bis 8000 ppm auf Gewichtsbasis ist, hergestellt
werden.
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Wenn
die Wasserstoff-Restmenge, welche in der Legierung nach der Wasserstoffpulverisierung
existiert, zu hoch ist, schreitet ein Sinterverfahren nicht auf
geeignete Weise fort. Gemäß dieser
Ausführungsform kann
die Wasserstoffmenge in dem Pulverpartikel jedoch auf einen Bereich
von 5 bis 100 ppm auf Gewichtsbasis während der Wärmebehandlung bei einer Temperatur
von 650 bis 1000°C
verringert werden.
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Auch
in einem Fall, wo La und/oder Sc hinzugefügt sind, ist es möglich, den
Verbrauch in der Korngrenz-Phase eines Seltenerd-Elementes, wie
beispielsweise Nd oder Pr, welches für die Hauptphase unverzichtbar
ist, zu unterdrücken,
wodurch die Magnetisierung der Hauptphase bei einem hohen Niveau
beibehalten wird und somit ein gesinteter Seltenerd-Magnet bereitgestellt
wird, welcher erwünschte
magnetische Eigenschaften aufweist.
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Beispiel
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Ein
gesinterter Magnet wurde aus einem Legierungsmaterial hergestellt,
zu welchem Y, La und Ce als Seltenerd-Elemente zusammen mit Nd hinzugefügt wurden,
indem das Herstellungsverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung,
wie oben beschrie ben, genutzt wurde. Das Legierungsmaterial wurde
durch ein Block-Gußverfahren
(Abkühlrate:
weniger als 102°C/s) hergestellt.
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3 zeigt
das Verhältnis
zwischen den Y-, La- und Ce-Anteilen und der Restmagnetisierungsflussdichte
oder Remanenz Br. Jeder gesinterte Magnet
hat eine Verbindung aus Nd11,8RE'2,4Fe79,7B6,1, wobei RE' Y, La oder Ce ist.
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Wie
aus 3 ersichtlich, wenn Ce als RE' hinzugefügt ist, verringert sich Br linear wenn der Ce-Anteil sich erhöht. Im Gegensatz
dazu, wenn Y oder La als RE' hinzugefügt ist,
wird im Wesentlichen keine Verringerung an Br in
dem Bereich, wo der Y- oder
La-Anteil ungefähr
3,5 Atom-% oder weniger ist, beobachtet. Insbesondere, wenn Y hinzugefügt ist,
ist die Verringerung an Br sehr gering,
was andeutet, dass Y als das zu hinzufügende Element statt La, zu
bevorzugen ist.
-
Die
folgende Annahme kann aus dem Graph nach 3 gemacht
werden. Wenn der RE'-Anteil
3,5 Atom-% oder weniger ist, existieren Y oder La in der Korngrenz-Phase und im Wesentlichen
keines der Elemente Y und La tritt in die Hauptphase ein, wodurch
die Magnetisierung nicht verringert wird. Wenn der RE'-Anteil größer als
3,5 Atom-% ist, kann ein Überschuss
an Y oder La nicht in die Korngrenz-Phase diffundieren und ist somit
in der Hauptphase enthalten, wodurch die Verringerung der Magnetisierung
bei einem klar zu beobachtenden Niveau ist. Im Falle von Ce, verringert
sich die Magnetisierung linear, wenn der Ce-Anteil erhöht wird.
Es wird angenommen, dass dies deshalb eintritt, weil sogar eine
geringe Menge an Ce in die Hauptphase aufgenommen wird.
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Danach
wurden das Mikrogefüge
der gesinterten Magneten A bis C mit jeweils den folgenden Zusammensetzungen
durch Nutzung eines EPMA (Elektronenstrahlmikroanalysators) beobachtet.
| gesinteter
Magnet A: | Nd11,8Y2,4Fe79,7B6,1 |
| gesinteter
Magnet B: | Nd11,8La2,4Fe79,7B6,1 |
| gesinteter
Magnet C: | Nd11,8Ce2,4Fe79,7B6,1 |
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4A bis 4C sind
jeweils eine Rückstrahlungs-Elektronenabbildung,
eine fluoreszierende Röntgenstrahlungsabbildung
und ein schematisches Diagramm, welche das Mikrogefüge des Magneten
A zeigen und 5A bis 5C und 6A bis 6C sind
jeweils die des Magneten B und C. In den in 4A, 5A und 6A gezeigten
s repräsentiert
ein heller Bereich eine Korngrenz-Phase und ein dunkler Bereich eine
Hauptphase. Wie in den fluoreszierenden Röntgenstrahlabbildungen der 4B und 5B gezeigt, sind
Y und La in der Korngrenz-Phase in großen und im Wesentlichen einheitlichen
Mengen vorhanden, was andeutet, dass Y und La von der Hauptphase
abgesondert wurden und in der Korngrenz-Phase konzentriert sind.
Im Gegensatz, wie in 6B gezeigt, ist Ce im Wesentlichen
entlang des gesinterten Magneten einheitlich vorhanden und eine
Konzentration an Ce in der Korngrenz-Phase wurde nicht beobachtet.
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Gemäß unterschiedlichen
von den gegenwärtigen
Erfindern durchgeführten
Experimenten wird bevorzugt, dass die Stoffmengenanteile x und y
in der Zusammensetzung (R1x + R2y)T100-x-y-zQz 0,01 ≤ y/(x
+ y) ≤ 0,23
erfüllen.
-
Ausführungsform 2
-
Eine
zweite Ausführungsform
gemäß der Erfindung
wird nun beschrieben. Bei dieser Ausführungsform werden Y, La und/oder
Sc zusätzlich
zu Nd und/oder Pr hinzugefügt
und diese Elemente werden in einer Korngrenz-Phase konzentriert,
so dass eine Menge an einem Übergangselement
wie beispielsweise Co, welche sonst zur Bildung einer ferromagnetischen
Verbindung in der Korngrenz-Phase verbraucht wird, in die Hauptphase
der Kristallkörner
aufgenommen wird. Auf diese Art und Weise wird Fe in der Hauptphase (Nd2Fe14B-Phase), welches
Hartmagnetismus bereitstellt, wirksam mit Co substituiert, etc.
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Wenn
Co bei der vorliegenden Erfindung hinzugefügt wird, ist eine große Menge
an Co in der Nd2Fe14B-Phase,
welche die Hauptphase ist, vorhanden. Im Gegensatz, wenn Co wie
bei dem Stand der Technik in großen Mengen ohne Hinzufügen von
Y, La oder Sc hinzugefügt
wird, ist eine große
Menge an Co auch in der Korngrenz-Phase vorhanden, wodurch eine
ferromagnetische Verbindung in der Korngrenz-Phase gebildet wird.
Wenn eine große
Menge einer ferromagnetischen Verbindung, wie beispiels weise NdCo2 in der Korngrenz-Phase wie oben beschrieben
gebildet wird, verringert diese nicht nur die Menge an Co, welche
zur Erhöhung
der Curie-Temperatur in der Hauptphase beiträgt, sondern verringert auch
die Koerzitivkraft des Magneten als Ganzen.
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Bei
der vorliegenden Erfindung ist jedoch Y und wahlweise La und/oder
Sc in der Korngrenz-Phase konzentriert, das verringert die Co-Konzentration
in der Korngrenz-Phase,
wodurch es wahrscheinlicher ist, dass Nd3Co
statt NdCo2 gebildet wird. Da Nd3Co eine nicht magnetische Verbindung ist,
verringert diese nicht die Koerzitivkraft des gesinterten Magneten.
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Außerdem wird
gemäß der Erfindung
eine große
Menge an Nd oder Pr wirksam in die Hauptphase als ein Ergebnis von
Y, La und/oder Sc, welche in der Korngrenz-Phase konzentriert sind, aufgenommen,
wodurch es möglich
ist die Menge des zu benutzenden Nd oder Pr ohne eine wesentliche
Verringerung der Magnetisierung zu verringern.
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Gemäß einem
von den gegenwärtigen
Erfindern durchgeführten
Experiment existiert Y am Anfang in der Hauptphase, wodurch die
Magnetisierung in dem Zustand eines Legierungsmaterials wie beispielsweise eine
Block-Gußlegierung
oder abgeschreckte Legierung (Streifen-Gußlegierung) verringert wird.
Ein Merkmal gemäß der vorliegenden
Erfindung liegt darin, dass Y der Hauptphase in der Korngrenz-Phase
durch ein Sinterverfahren nach dem ein Pulver aus solch einem Legierungsmaterial
hergestellt worden ist, konzentriert ist.
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Als
nächstes
wird ein Magnet gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
in Bezug auf 7A bis 7D beschrieben.
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7A bis 7D sind
schematische Ansichten von Hauptphasen von Kristallkörnern und
einer Korngrenz-Phase, die veranschaulichen, wie Nd, Y und Co durch
ein Sinterverfahren von dem Legierungsmaterialzustand diffundiert
und verteilt werden.
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Wie
in 7A veranschaulicht, sind in dem Ausgangslegierungszustand,
Y und Nd beide in der Hauptphase der Kristallkörner aufgenommen, und bilden
die Nd2Fe14B- Phase, welche die
Hauptphase ist. Die Y-Konzentration in der Korngrenz-Phase ist niedriger
als die in den Körnern
und eine Nd-reiche Phase wird in der Korngrenz-Phase gebildet. Co
existiert sowohl in der Hauptphase als auch in der Korngrenz-Phase.
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In
einer schnell abgekühlten
Legierung wie beispielsweise einer Streifen-Gußlegierung
existiert R2 wie beispielsweise Y ebenfalls in der Korngrenz-Phase
aufgrund eines Nicht-Gleichgewichtszustands. R2, das in der Korngrenze
existiert, hat auch in nachfolgenden Schritten die gleiche Wirkung,
wie die von Y, das in der Hauptphase existiert.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird Y vom inneren der Kristallkörner (Hauptphase) in die Korngrenz-Phase
durch das Sinterverfahren diffundiert, wodurch ein Y-Oxid in der
Korngrenz-Phase gebildet wird, wie in 7B veranschaulicht.
Zu diesem Zeitpunkt wird Nd in die entgegengerichtete Richtung diffundiert.
Als ein Ergebnis kann die Y-Konzentration in der Korngrenz-Phase
erhöht
werden, damit sie größer als
die in der Hauptphase der Kristallkörner ist, wodurch die Menge
an Y, welche in der Hauptphase enthalten ist, wie in 7C veranschaulicht
reduziert wird, wodurch die Magnetisierung erhöht wird. Die Korngrenz-Phase
wird in eine Y-reiche Phase als ein Ergebnis der gegenseitigen Diffusion
von Y und Nd umgewandelt, wodurch Co ebenfalls in die Hauptphase
bewegt wird.
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Es
wird angenommen, dass zum Verwirklichen der gegenseitigen Diffusion
von Y und Nd (und Co) wie oben beschrieben, eine geeignete Sauerstoffmenge
in der Korngrenz-Phase während
des Sinterverfahrens vorhanden sein muss. Dies ist, weil die vorliegende
Erfindung die oben beschriebene Diffusion verursacht und auf der
Tatsache aufbaut, dass Y mit Sauerstoff zum Formen eines Oxids stabiler
als Nd kombiniert. Zum Einbringen von Sauerstoff in die Korngrenz-Phase
wird bevorzugt, die Pulverpartikeloberfläche beispielsweise während des
Pulverisierungsschritts geringfügig
zu oxidieren.
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Die
zweite Ausführungsform
gemäß der vorliegenden
Erfindung wird nun detaillierter beschrieben.
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Legierungsmaterial
-
Zuerst
wird eine Seltenerd-Legierung mit einer Zusammensetzung von (R1x + R2y)(T1p + T2q)100-x-y-z-rQzMr aufbereitet.
In der Zusammensetzung ist R1 wenigstens ein Element ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus allen Seltenerd-Elementen außer Y (Yttrium),
La (Lanthan) und Sc (Scandium); R2 ist Y und kann wahlweise La und/oder
Sc enthalten; T1 ist Fe; T2 ist wenigstens ein Element ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus allen Übergangselementen;
Q ist B und kann wahlweise C enthalten; und die Stoffmengenanteile
x, y und z erfüllen
jeweils 8 ≤ x ≤ 18 Atom-%,
0,1 ≤ y ≤ 3,5 Atom-%
und 3 ≤ z ≤ 20 Atom-%.
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Zum
Herstellen einer solchen Legierung kann beispielsweise ein Block-Gußverfahren
oder ein Löschverfahren
(Streifen-Gußverfahren
oder ein Schleuder-Gußverfahren)
benutzt werden. Als ein Beispiel wird nun ein Verfahren zum Herstellen
eines Legierungsmaterials durch Nutzung eines Streifen-Gußverfahrens
beschrieben.
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Zuerst
wird eine Legierung mit einer wie oben gezeigten Zusammensetzung
in einem hochfrequenten Schmelzverfahren in einer Argongasatmosphäre zum Erhalt
eines Legierungsmaterials geschmolzen. Nach Beibehaltung der geschmolzenen
Legierung bei 1350°C
wird die geschmolzene Legierung schnell durch ein Verfahren mit
einer einzelnen Kühlwalze
abgekühlt,
um eine erstarrte Legierung in Form von Flocken mit einer Dicke
von ungefähr
0,3 mm zu erhalten. Die Abkühlbedingungen
enthalten beispielsweise eine Umfangsgeschwindigkeit der Walze von
ungefähr
1 m/s, eine Abkühlrate
von 500°C/s
und einen Sub-Abkühlgrad
von 200°C.
Die erhaltene, schnell abgekühlte
Legierung wird zu Flocken mit einer Größe von 1 bis 10 mm vor dem Wasserstoffpulverisierungsverfahren
pulverisiert. Ein Verfahren zum Herstellen eines Legierungs-Ausgangsmaterials
durch ein Streifen-Gußverfahren
ist beispielsweise in dem US-Patent Nr. 5,383,978 offenbart.
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Wie
oben angedeutet, existiert Y in der Nd2Fe14B-Hauptphase bei solch einem Legierungsmaterialzustand.
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Erster Pulverisierungsschritt
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Das
Legierungsmaterial, welches grob zu Flocken pulverisiert wurde,
wird in eine Vielzahl von Ausgangsmaterialpackungen (hergestellt
durch beispielsweise rostfreien Stahl) eingefüllt und auf einem Ständer montiert.
Dann wird der Ständer
mit den darauf montierten Ausgangsmaterial-Packungen in einen Wasserstoffofen
eingeführt.
Danach wird der Wasserstoffofen geschlossen und ein Wasserstoffversprödungsverfahren
(nachfolgend auch als "ein
Wasserstoffpulverisierungsverfahren" bezeichnet) initiiert. Das Wasserstoffpulverisierungsverfahren
wird beispielsweise gemäß einem
in 2 veranschaulichten Temperaturprofil durchgeführt. Bei
dem Beispiel gemäß 2 wird
ein Entleerungsverfahren I für
0,5 Stunden durchgeführt,
nach welchem ein Wasserstoff-Einschlussverfahren II für 2,5 Stunden
durchgeführt
wird. Bei dem Wasserstoff-Einschlussverfahren
II wird ein Wasserstoffgas in den Ofen eingeführt, um somit die Innenseite
des Ofens zu einer Wasserstoffatmosphäre umzuwandeln. Zu diesem Zeitpunkt
ist der Wasserstoffdruck vorzugsweise ungefähr 200 bis ungefähr 400 kPa.
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Danach
wird ein Dehydrierungsverfahren III für 5,0 Stunden bei einer drucklosen
Atmosphäre
von ungefähr
0 bis ungefähr
3 Pa durchgeführt,
nach welchem ein Legierungsmaterial-Abkühlverfahren IV für 5,0 Stunden,
während
ein Argongas in den Ofen eingeführt
wird, durchgeführt
wird.
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Bei
dem Abkühlverfahren
IV wird, während
die Atmosphärentemperatur
in dem Ofen relativ hoch ist (z.B. höher als 100°C), das Legierungsmaterial durch
Zuführen
eines Inertgases bei einer normalen Temperatur in den Wasserstoffofen
abgekühlt.
Dann, nachdem die Legierungsmaterialtemperatur auf ein relativ niedriges
Niveau (z.B. 100°C
oder weniger) reduziert worden ist, wird ein Inertgas, welches auf
eine unterhalb normaler Temperatur (beispielsweise ungefähr 10°C geringer
als Raumtemperatur) abgekühlt
worden ist, in den Wasserstoffofen eingeführt. Es wird im Hinblick auf
die Abkühleffizienz
bevorzugt, das Legierungsmaterial auf diese Art und Weise abzukühlen. Die
Menge an hinzuzufügendem
Argongas kann auf ungefähr
10 bis ungefähr
100 Nm3/min festgelegt werden.
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Es
wird bevorzugt, dass, nachdem die Temperatur des Legierungsmaterials
verringert worden ist, um ungefähr
20 bis ungefähr
25°C anzunehmen,
ein Inertgas mit einer wesentlichen normalen Temperatur (eine Temperatur,
welche 5°C
oder weniger geringer als Raumtemperatur ist) in den Wasserstoffofen
eingeführt wird,
um somit der Temperatur des Legierungsmaterials zu ermöglichen,
ein normales Temperaturniveau zu erreichen. Auf diese Art und Weise
ist es möglich,
eine Tau-Kondensierung in dem Ofen zu vermeiden, welche beim Öffnen des
Wasserstoffofens eintritt. Wenn Feuchtigkeit in dem Ofen aufgrund
der Tau-Kondensierung vorhanden ist, wird die Feuchtigkeit während des
Entleerungsverfahrens gefroren/verdampft, wodurch erschwert wird,
den Vakuumgehalt zu erhöhen
und wodurch der für
das Entleerungsverfahren I erforderliche Zeitraum erhöht wird.
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Es
wird bevorzugt, dass das grob pulverisierte Legierungspulver, erhalten
durch das Wasserstoffpulverisierungsverfahren, aus dem Wasserstoffofen
unter einer Inertgasatmosphäre
herausgenommen wird, so dass das grob pulverisierte Pulver nicht
in Kontakt mit der atmosphärischen
Luft kommt. Auf diese Weise wird verhindert, dass das grob pulverisierte
Pulver oxidiert und Wärme
erzeugt, und die magnetischen Eigenschaften des Magneten werden
verbessert. Danach wird das grob pulverisierte Legierungspulver
in eine Vielzahl von Ausgangsmaterial-Packungen eingefüllt und
auf einen Ständer
montiert.
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Durch
das Wasserstoffpulverisierungsverfahren wird die Seltenerd-Legierung
auf eine Größe von ungefähr 0,1 bis
mehrere Millimeter pulverisiert, wobei der durchschnittliche Partikeldurchmesser
500 μm oder weniger
ist. Es wird bevorzugt, dass nach dem Wasserstoffpulverisierungsverfahren
das versprödete
Legierungsmaterial in feineres Pulver aufzuspalten und durch Nutzung
einer Abkühleinheit,
wie beispielsweise einen Rotationskühler abgekühlt wird. Wenn das Material
bei einer relativ hohen Temperatur herausgenommen wird, kann die
Dauer des Abkühlverfahrens,
welches einen Rotationskühler
oder dergleichen nutzt, dementsprechend erhöht werden.
-
Eine
große
Menge an Nd ist auf der Oberfläche
des grob pulverisierten Pulvers, welches durch das Wasserstoffpulverisierungsverfahren
hergestellt wurde, freigelegt und es ist sehr wahrscheinlich, dass
das grob pulverisierte Pulver in diesem Zustand oxidiert wird.
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Zweites Pulverisierungsverfahren
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Als
nächstes
wird das grob pulverisierte Pulver, welches in dem ersten Pulverisierungsverfahren
hergestellt wurde, durch eine Strahlmühle fein pulverisiert. Ein
Klas sierzyklon ist mit der Strahlmühle, welche in der vorliegenden
Ausführungsform
benutzt wird, verbunden.
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Die
Strahlmühle
empfängt
eine Zufuhr der Seltenerd-Legierung (grob pulverisiertes Pulver),
welche in dem ersten Pulverisierungsverfahren grob pulverisiert
wurde und die Seltenerd-Legierung wird in dem Pulverisierer Pulverisiert.
Das in dem Pulverisierer pulverisierte Pulver wird in einem Aufsammelbehälter durch
den Klassierzyklon aufgesammelt.
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Das
Verfahren wird nun detaillierter beschrieben.
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Das
grob pulverisierte Pulver wird in den Pulverisierer eingeführt und
durch einen schnellen Strom an Inertgas, der von einer internen
Düse einströmt, nach
oben in den Pulverisierer versetzt. Somit fliegt das grob pulverisierte
Pulver in dem Pulverisierer entlang dem schnellem Gasstrom herum,
um somit durch die Kollision zwischen den zu pulverisierenden Pulverpartikeln
fein pulverisiert zu werden.
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Die
fein pulverisierten Pulverpartikel folgen einen nach oben verlaufenden
Gasstrom, um somit in einen Klassifizierungsrotor eingeführt zu werden.
Dann werden die Pulverpartikel durch den Klassifizierungsrotor klassifiziert
und grobe Pulverpartikel wieder pulverisiert. Die Pulverpartikel,
welche zu einem Partikeldurchmesser geringer als oder gleich einem
vorbestimmten Partikeldurchmesser pulverisiert worden sind, werden in
den Klassier-Hauptkörper
des Klassierzyklons eingeführt.
In den Klassier-Hauptkörper
werden relativ große Pulverpartikel
mit einem Partikeldurchmesser gleich oder größer als der vorbestimmte Partikeldurchmesser
in den Aufsammelbehälter,
welcher in dem Bodenbereich angeordnet ist, abgesondert, während sehr
feine Pulverpartikel durch ein Ausstoßrohr entlang des Inertgasstroms
ausgestoßen
werden.
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
wird eine geringe Menge an Sauerstoff (20000 ppm oder weniger auf
Volumenbasis; beispielsweise ungefähr 10000 ppm auf Volumenbasis)
mit dem in die Strahlmühle eingeführten Inertgas
gemischt. Auf diese Art und Weise wird die Oberfläche des
fein pulverisierten Pulvers auf einen geeigneten Grad oxidiert,
so dass schnelle Oxidation/Wärmeerzeugung
nicht eintritt, wenn das fein pulverisierte Pulver mit der Luftatmosphäre in Kontakt
kommt.
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Es
wird angenommen, dass die Oxidierung der Pulverpartikeloberfläche eine
wichtige Rolle bei der Diffusion von Y von der Hauptphase in die
Korngrenz-Phase bei dem Sinterverfahren spielt. Gemäß einer
von den gegenwärtigen
Erfindern durchgeführte
Studie ist die Menge an Sauerstoff in dem Pulver gemäß der Erfindung
in dem Bereich von 2000 bis 8000 ppm (auf Gewichtsbasis).
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Außerdem wird
bevorzugt, um Y vom Inneren des Partikels in die Korngrenz-Phase zu diffundieren, dass
der durchschnittliche Partikeldurchmesser des Pulvers (FSSS Partikelgröße) 5 μm oder weniger
ist, besonders bevorzugt 4 μm
oder weniger. Wenn der Partikeldurchmesser größer als 5 μm ist, muss Y über eine übermäßige Distanz
diffundieren, wodurch die Menge an Y, welche in den Kristallkörnern (Hauptphase)
verbleibt erhöht
wird und somit die Magnetisierung verringert.
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Druckverdichtung
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
wird ein Schmiermittel in einer Menge von beispielsweise 0,3 Gew.-%
hinzugefügt
und mit dem magnetischen Pulver, wie oben beschrieben, in einem
Schlagmischer vermischt, so dass die Oberfläche der Legierungspulverpartikel
mit dem Schmiermittel bedeckt sind. Das Schmiermittel kann ein Schmiermittel
erhalten durch Verdünnen
einer Fettsäure
mit einem Lösungsmittel
auf Erdölbasis
sein. In der vorliegenden Ausführungsform
wird Methylhexanoat (methyl caproat) als eine Fettsäure und
Isoparaffin als ein Lösungsmittel
auf Erdölbasis
benutzt. Das Gewichtsverhältnis
zwischen Methylhexanoat (methyl caproat) und Isoparaffin ist beispielsweise
1:9. Solch ein flüssiges
Schmiermittel deckt die Oberfläche
der Pulverpartikel ab, wodurch verhindert wird, dass die Partikel
oxidiert werden, während
die Orientierungseigenschaften während
eines Druckverfahrens verbessert werden und die Entfernung des Grünlings nach
einem Druckverfahren erleichtert wird (indem die Dichte des Grünlings einheitlich
erzeugt wird, um somit zu verhindern, dass der Grünling zerbricht
oder aufgespalten wird).
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Das
Schmiermittel ist nicht auf das obige beschränkt. Statt Methylhexanoat,
kann die Fettsäure
beispielsweise Methyloctanoat (methyl caprylate), Methyllaurat (methyl
laurylate), Methyllaurylat (methyl laurate) oder dergleichen sein.
Das Lösungsmittel
kann ein Lösungsmittel
auf Erdölbasis
wie beispielsweise Isoparaffin, ein naphthenisches Lösungsmittel
oder dergleichen sein. Das Schmiermittel kann bei jedem Zeitpunkt
hinzugefügt
werden, d.h. vor der Feinpulverisierung durch die Strahlmühle, während der
Feinpulverisierung oder nach der Feinpulverisierung. Ein Festschmierstoff
wie beispielsweise Zinkstearat kann statt, oder zusätzlich zu einem
Flüssigschmiermittel
benutzt werden.
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Das
magnetische Pulver, erhalten wie oben beschrieben, wird dann in
einem orientierten Magnetfeld durch Nutzung einer Verdichtungsvorrichtung
verdichtet.
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Sinterverfahren
-
Ein
Schritt zum Beibehalten des Pulverpresslings bei einer Temperatur
in dem Bereich von 650 bis 1000°C
für 10
bis 24 Minuten und ein Schritt zum weiteren Sintern des Pulverpresslings
bei einer höheren
Temperatur (beispielsweise 1000 bis 1100°C) werden sukzessiv durchgeführt. Während des
Sinterverfahrens, insbesondere während
eines Zeitraums, in welchem eine Flüssigphase erzeugt wird (während die
Temperatur in dem Bereich von 650 bis 1000°C ist) beginnt Nd zu schmelzen
und gegenseitige Diffusion tritt zwischen Y, welches primär in der
Hauptphase der Kristallkörper
existiert, und Nd, welches iprimär
n der Korngrenz-Phase existiert, ein. Insbesondere diffundiert Y
von der Hauptphase in die Korngrenz-Phase unter einer Diffusion-treibenden
Kraft, welche in Proportion zu dem Konzentrationsgefälle zwischen
dem Inneren der Hauptphasen-Kristallkörner und
der Korngrenz-Phase ist (entsprechend zu "der Unterschied zwischen Y-Konzentration in
der Hauptphase und dem in der Flüssigphase"), wobei Nd in die
entgegengesetzte Richtung diffundiert, d.h. von der Korngrenz-Phase
in die Hauptphase.
-
Gemäß dieser
Ausführungsform
erhält
man einen gesinterten Magneten, in welchem die Sauerstoffmenge in
dem Bereich von 2000 bis 8000 ppm auf Gewichtsbasis ist. Die Wasserstoffmenge
in dem gesinterten Magneten ist in dem Bereich von 5 bis 100 ppm
auf Gewichtsbasis, weil die Restwasserstoffmenge in dem Pulverpartikel
aufgrund der Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von 650 bis 1000°C verringert wird.
-
Da
Y, welches in die Korngrenz-Phase diffundiert ist, mit in der Korngrenz-Phase
existierendem Sauerstoff kombiniert, um somit zu einem Oxid umzuwandeln
und verbraucht zu werden, wird das Y-Konzentrationsgefälle, welches
die Diffusions-treibende Kraft ist, beibehalten. Da Y stabiler als
Nd Oxide bildet, diffundiert Y von der Hauptphase in die Flüssigphase,
während
Nd von der Flüssigphase
in die Hauptphase diffundiert. Zu diesem Zeitpunkt wird die Korngrenz-Phase
in eine Y-reiche Phase umgewandelt, wobei Co aufgrund des Volumenverhältnisses
in die Hauptphase bewegt wird, und teilweise Fe in der Hauptphase
substituiert.
-
Um
Y ausreichend in die Korngrenz-Phase zu diffundieren, so dass eine
große
Menge an Nd, Co, etc. die in der Korngrenz-Phase existiert, in die
Hauptphase aufgenommen wird, ist die Sauerstoffmenge in dem Pulver
gemäß der Erfindung
auf den Bereich von 2000 bis 8000 ppm (auf Gewichtsbasis) wie oben
beschrieben festgelegt. Wenn die Sauerstoffmenge weniger als 2000
ppm (auf Gewichtsbasis) ist, wird Y nicht ausreichend in die Korngrenz-Phase
diffundiert, wodurch eine große
Menge an Y in der Hauptphase verbleibt, und somit die Magnetisierung
verringert. Wenn die Sauerstoffmenge größer als 8000 ppm (auf Gewichtsbasis)
ist, werden die Seltenerd-Elemente durch Oxidbildung verbraucht,
wodurch die Menge an Seltenerd-Element, welches zu der Flüssigphasenbildung
beiträgt,
verringert wird. Bei solch einem Fall, kann die Sinterdichte verringert
oder die magnetischen Eigenschaften, aufgrund der Verringerung des
Hauptphasenverhältnisses,
verschlechtert werden.
-
Auch
in dem Fall, wo La und/oder Sc hinzugefügt sind, ist es möglich, den
Verbrauch in der Korngrenz-Phase eines Übergangselementes, wie beispielsweise
Co und eines Seltenerd-Elementes, wie beispielsweise Nd oder Pr,
welches für
die Hauptphase unverzichtbar ist, zu unterdrücken.
-
Beschreibung
von jedem Element in der Legierungszusammensetzung
-
Das
Seltenerd-Element R1 kann insbesondere wenigstens ein Element ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Praseodymium (Pr), Neodymium (Nd), Samarium
(Sm), Gadolinium (Gd), Terbium (Tb), Dysprosium (Dy), Holmium (Ho),
Erbium (Er), Thulium (TM) und Lutetium (Lu) sein. Um einen ausreichenden
Magnetisierungsgrad zu erhalten wird bevorzugt, dass 50 Atom-% oder
mehr des Seltenerd-Elementes R1 aus entweder einem oder beiden von
Pr und Nd besteht.
-
Wenn
die Gesamtmenge des Seltenerd-Elementes (R1 + R2) weniger als 8
Atom-% ist, kann die Koerzitivkraft aufgrund der Ausfällung einer α-Fe-Phase
verringert werden. Wenn die Gesamtmenge des Seltenerd-Elementes
(R1 + R2) größer als
18 Atom-% ist, kann eine große
Menge einer R-reichen zweiten Phase zusätzlich zu der beabsichtigten
tetragonalen Nd2Fe14B-Verbindung
ausgefällt
werden, wodurch die Magnetisierung verringert wird. Die Gesamtmenge
des Seltenerd-Elementes (R1 + R2) ist somit vorzugsweise in dem Bereich
von 8 bis 18 Atom-% der Gesamtmenge.
-
Übergangselemente
andere als Co, wie beispielsweise Ni, V, Cr, Mn, Cu, Zr, Nb und
Mo können
auf geeignete Art und Weise als T2 benutzt werden. Es wird bevorzugt,
dass die Menge an T1 (d.h. Fe) eines der zwei Übergangselemente T1 und T2
50 Atom-% oder mehr ist. Wenn die Menge an Fe weniger als 50 Atom-% ist,
wird die Sättigungsmagnetisierung
der Nd2Fe14B-Verbindung
an sich verringert. Bei der vorliegenden Erfindung ist R2 in der
Korngrenz-Phase sichtbar, wobei das hinzugefügte T2 wirksam in die Hauptphase
aufgenommen wird. Da R2 nicht mehr eine große Menge an unerwünschten
Verbindungen in der Korngrenz-Phase bildet, kann der R2-Anteil von
dem des Standes der Technik erhöht
werden. Bei der vorliegenden Erfindung kann der T2-Anteil bis zu
20 Atom-% erhöht
werden.
-
Q
ist B und kann wahlweise C enthalten und ist zum Erhalt einer stabilen
Ausfällung
der tetragonalen Nd2Fe14B-kristallinen
Struktur unverzichtbar. Wenn der Q-Anteil weniger als 3 Atom-% ist,
wird eine R2T17-Phase
ausgefällt,
wodurch die Koerzitivkraft verringert wird und die Genauigkeit der
Magnetisierungskurve wesentlich verschlechtert wird. Wenn der Q-Anteil
größer als
20 Atom-% ist, wird eine zweite Phase mit einem niedrigen Magnetisierungsgrad
ausgefällt.
Deshalb ist der Q-Anteil vorzugsweise in dem Bereich von 3 bis 20 Atom-%.
-
Um
die magnetische Anisotropie eines Pulvers weiterhin zu verbessern,
kann ein zusätzliches
Element M benutzt werden. Das zusätzliche Element M kann auf
geeignete Weise wenigstens ein Element ausgewählt von der Gruppe, bestehend
aus Al, Ga, Sn und In sein. Alternativ kann das zusätzliche
Element M nicht hinzugefügt
werden. Wenn es hinzugefügt
wird, wird bevorzugt, dass die Menge des zusätzlichen Elementes M, welches
hinzugefügt
wird, 3 Atom-% oder weniger ist. Wenn die Menge des zusätzlichen
Elementes M, welches hinzugefügt
wird, mehr als 3 Atom-% ist, wird eine zweite Phase statt einer
ferromagnetischen Phase ausgefällt,
wodurch die Magnetisierung verringert wird. Während das zusätzliche
Element M für
den Zweck zum Erhalt eines magnetischen Pulvers, welches magnetisch
isotrop ist, nicht notwendig ist, können Al, Cu, Ga, etc. für den Zweck
zum Erhöhen
der Koerzitivkraft hinzugefügt
werden.
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Beispiel
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Ein
Beispiel der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird nun beschrieben.
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Bei
diesem Beispiel wurden unterschiedliche Legierungsmaterialzusammensetzungen,
repräsentiert durch
(R1x + R2y)(T1p + T2q)100-x-y-z-rQzMr, aufbereitet,
wobei R1 Nd und Dy ist, R2 Y (Yttrium) ist, T1 Fe ist, T2 Co ist,
Q B (Bor) ist und M Cu und Al ist. Jede Zusammensetzung wurde kontrolliert,
um 5 bis 10 Atom-% an Nd, 4 Atom-% an Dy, 0 bis 5 Atom-% an Y, 0
bis 6 Atom-% an Co, 6 Atom-% an B, 0,2 Atom-% an Cu und 0,4 Atom-%
an Al zu enthalten, wobei der Rest die Menge an Fe ist.
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Jede
Legierungszusammensetzung wurde auf 1400°C in einer Ar-Atmosphäre erwärmt, um
eine geschmolzene Legierung zu erhalten und die geschmolzene Legierung
wurde in eine wassergekühlte
Form geschüttet.
Die geschmolzene Legierung wurde abgekühlt, um eine erstarrte Legierung
mit einer Dicke von ungefähr
5 mm zu Erhalten.
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Nachdem
die erstarrte Legierung Wasserstoff eingeschlossen hatte, wurde
sie auf ungefähr
600°C erwärmt, während die
Atmosphäre
entleert wurde, um somit versprödet
zu werden (Wasserstoffpulverisierungsverfahren). Ein grob pulverisiertes
Pulver wurde aus der Legierungszusammensetzung durch das Wasserstoffpulverisierungsverfahren
erhalten. Das grob pulverisierte Pulver wurde durch eine Strahlmühle fein
pulverisiert, wodurch ein Pulver hergestellt wurde, dessen durchschnittlicher
Partikeldurchmesser (FSSS-Partikelgröße) ungefähr 3,5 μm ist. Ein Stickstoffgas enthaltend
ungefähr
10000 ppm (auf Volumenbasis) an Sauerstoff wurde als die Pulverisierungsatmosphäre in der
Strahlmühle
benutzt.
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Jedes
der somit erhaltenen Pulver wurde bei 100 MPa (Megapascal) gepresst,
um einen Presskörper mit
einer Größe von 55
mm × 25
mm × 20
mm zu erhalten. Während
des Druckverfahrens wurde ein Orientierungsmagnetfeld in die Richtung
senkrecht zu der Pressrichtung angelegt, um das Pulver zu orientieren.
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Dann
wurde das Pulver in einer Ar-Atmosphäre gesintert. Die Sintertemperatur
war 1060°C
und die Sinterzeit war ungefähr
4 Stunden.
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Jeder
der somit erhaltenen gesinterten Magneten wurde hinsichtlich des
Curie-Punktes und
der Koerzitivkraft ausgewertet.
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8 ist
ein Graph, welcher das Verhältnis
zwischen der Curie-Temperatur (Curie-Punkt) und des Y-Anteils für Co-Anteile
von 3 Atom-% bis 6 Atom-% veranschaulicht. 9 ist ein
Graph, welcher das Verhältnis
zwischen der Koerzitivkraft Hcj und dem
Co-Anteil für Y-Anteile
von 0 Atom-%, 1 Atom-%, 3 Atom-% und 5 Atom-% veranschaulicht.
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Erstens,
wie in 8 zu erkennen ist, während die Curie-Temperatur
sich erhöht,
wenn der Y-Anteil von 0 Atom-% erhöht wird, sie bei einem bestimmten
Niveau im Wesentlichen gesättigt.
Das Sättigungsniveau ist
höher,
je höher
der Co-Anteil ist. 8 bestätigt, dass die Curie-Temperatur
erhöhende
Wirkung von Co durch Hinzufügung
von Y verbessert wird.
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Andererseits
zeigt 9 folgendes.
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Wenn
kein Y hinzugefügt
wird, verringert sich die Koerzitivkraft schnell, wenn der Co-Anteil
erhöht wird.
Im Gegensatz, wenn eine geeignete Menge an Y hinzugefügt wird,
kann der Co-Anteil erhöht
werden, ohne dass die Koerzitivkraft verringert wird. Anders ausgedrückt, das
Hinzufügen
von Y ermöglicht
es, den Co-Anteil zu erhöhen,
um die Curie-Temperatur ausreichend zu verbessern, während eine
erhebliche Verringerung der Koerzitivkraft vermieden wird.
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Bezug
nehmend auf 9, wenn kein Y hinzugefügt ist,
verringert sich die Koerzitivkraft wesentlich, wenn der Co-Anteil
ungefähr
2 Atom-% überschreitet.
Es wird an genommen, dass dies darauf beruht, dass die Menge an NdCo2 (eine ferromagnetische Verbindung), welche
in der Korngrenz-Phase zu formen ist, erhöht wird, wenn der Co-Anteil erhöht wird
und kein Y hinzugefügt
ist.
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Für geringe
Co-Anteile wird kein wesentlicher Unterschied zwischen der Koerzitivkraft
in einem Fall wo kein Y hinzugefügt
ist und in einem Fall, bei dem der Y-Anteil 1 Atom-% ist beobachtet.
Bei Co-Anteilen von ungefähr
3 Atom-% oder mehr verringert sich jedoch die Koerzitivkraft bei
keiner Hinzufügung
von Y wesentlich, wenn der Co-Anteil
erhöht
wird, wobei die Koerzitivkraft bei Hinzufügung von Y bei einem im wesentlichen konstanten
Niveau unabhängig
von dem Co-Anteil beibehalten wird. Der Grund hierfür ist, dass
die Menge an NdCo2 (eine ferromagnetische
Verbindung), welche in der Korngrenz-Phase zu Formen ist, auf einen
niedrigen Niveau als ein Effekt der Hinzufügung von Y unterdrückt wird.
Wenn jedoch der Y-Anteil übermäßig ist
(z.B. 5 Atom-% oder mehr) erhöht
sich die Menge an Y-Oxide in der Korngrenz-Phase und die Koerzitivkraft
wird verringert. Gemäß einem
von den gegenwärtigen
Erfindern durchgeführten
Experimente ist der Y-Anteil vorzugsweise in einem Bereich von 0 < y ≤ 4 Atom-%
und besonders bevorzugt 0,5 < y ≤ 3 Atom-%.
Wenn erwünscht ist,
eine Verringerung der Koerzitivkraft so weit wie möglich zu
vermeiden, kann die obere Grenze des Y-Anteils weiterhin auf ungefähr 2 Atom-%
verringert werden.
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Durch
Optimierung des Y-Anteils ist es möglich, den Co-Anteil auf bis
zu 20 Atom-% zu erhöhen.
Bei der vorliegenden Erfindung ist der Co-Anteil in dem Bereich
von vorzugsweise 0 < q ≤ 20 Atom-%
und besonders bevorzugt 0 < q ≤ 15 Atom-%.
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Als
nächstes
wird das Mikrogefüge
einer Blocklegierung und eines gesinterten Magneten durch Nutzung
eines EPMA (Elektronenstrahlmikroanalysators) beobachtet, wobei
jede eine Zusammensetzung von Nd10Dy4Y2Fe71Co7B6 hat.
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10A bis 10F sind
Rückstrahlungs-Elektronenabbildungen
und fluoreszierende Röntgenstrahlabbildungen
der Blocklegierung und 11A bis 11F sind Rückstrahlungs-Elektronenabbildungen und
fluoreszierende Röntgenstrahlabbildungen
des gesinterten Magneten.
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Bei
den in 10A und 11A gezeigten
Rückstrahlungs-Elektronenabbildungen
bezeichnet ein heller Bereich eine Korngrenz-Phase und ein dunkler
Bereich eine Kristallkorn-Hauptphase.
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10B bis 10F und 11B bis 11F sind
fluoreszierende Röntgenstrahlabbildungen
von jeweils von Nd, Dy, Co, Fe und Y.
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Wie
durch einen Vergleich zwischen 10A und 10B erkennbar, existiert eine große Menge
an Nd in der Korngrenz-Phase in dem Blocklegierungszustand. Wie
durch einen Vergleich zwischen 10A und 10D erkennbar, existiert eine große Menge
an Co auch in der Korngrenz-Phase in diesem Zustand. Im Gegensatz,
wie durch einen Vergleich zwischen 10A und 10F erkennbar, existiert eine große Menge an
Y in der Hauptphase.
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Bei
dem gesinterten Magnetzustand existiert eine große Menge an Y (konzentriert)
in der Korngrenz-Phase, wie aus 11F erkennbar
und eine große
Menge an Co wird in die Hauptphase aufgenommen, wie durch einen
Vergleich zwischen 11A und 11D erkennbar.
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Es
ist somit erkennbar, dass Co von der Korngrenz-Phase in die Hauptphase
als ein Ergebnis der Y-Konzentration in der Korngrenz-Phase durch
ein Sinterverfahren bewegt wird. In der Hauptphase wird Fe mit Co
substituiert, was zu einer Erhöhung
des Curie-Temperature beiträgt.
In einem Fall, bei dem eine große
Menge an Co in der Korngrenz-Phase wie bei dem Stand der Technik
existiert, wird eine große
Menge an NdCO2, eine ferromagnetische Substanz,
nach dem Sinterverfahren geformt. Im Gegensatz, verringert sich
die Co-Konzentration in der Korngrenz-Phase gemäß der Erfindung wesentlich,
aufgrund der Wirkung von Y, wodurch im Wesentlichen kein NdCo2, welche eine ferromagnetische Substanz
ist, in der Korngrenz-Phase gebildet wird und die Verringerung der
Koerzitivkraft wird unterdrückt.
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Es
wird bevorzugt, dass die Stoffmengenanteile x und y in der Zusammensetzung
(R1x + R2y)(T1p + T2q)100-x-y-z-rQzMr 0,01 ≤ y/(x + y) ≤ 0,23, erfüllt.
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Ein
R-Fe-B-Magnet hat ein Problem, dass er eine schlechte Korrosionsbeständigkeit
hat, weil das Seltenerd-Element R einfach oxidiert werden kann,
wodurch die magnetischen Eigenschaften verschlechtert werden.
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Es
wird angenommen, dass ein R-Fe-B-Magnet aus den folgenden Gründen eine
schlechte Korrosionsbeständigkeit
hat. Nd und/oder Pr, die in der Korngrenz-Phase in dem R-Fe-B-Magneten
existieren, reagieren mit Feuchtigkeit in der Luftatmosphäre um einen
Hydroxid zu bilden. Die Hydroxidbildung verursacht eine Volumenausdehnung
in der Korngrenz-Phase und erzeugt somit lokal eine große Spannung,
wodurch eine Kornentkopplung in einigen Abschnitten des Magneten
verursacht wird. Oxidation und/oder Korrosion treten auf einfache
Weise in einen Bereich ein, wo solch eine Kornentkopplung eingetreten
ist.
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Die
gegenwärtigen
Erfinder haben die Korrosionsbeständigkeit des gesinterten Seltenerd-Magneten ausgewertet.
Die Zusammensetzungen (Atom-%) der Proben, die bei der Korrosionsbeständigkeitsauswertung
benutzt wurden, sind in der Tabelle 1 unten angegeben.
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Magnetproben
1 bis 4 wurden einem Korrosionsbeständigkeitstest unterworfen,
bei welchem die Proben für
24 Stunden unter einer beschleunigten Testumgebung bei 2 atm, 125°C und einer
relativen Feuchtigkeit von 85% gehalten wurden. Der Korrosionsbeständigkeitsgrad
wurde in Form der Menge an eingetroffener Kornentkopplung aufgrund
von Korrosion ausgewertet.
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Als
ein Ergebnis des Tests, wurde kein signifikanter Unterschied zwischen
Probe 1 und Probe 2 erhalten. Probe 3 hatte jedoch eine Menge an
Kornentkopplung von ungefähr
der Hälfte
der Probe 1, und Probe 4 hatte eine Menge der Kornentkopplung von
ungefähr
einem Fünftel
der Probe 1.
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Das
zu dem Proben hinzugefügte
Y kombiniert sehr stark mit Sauerstoff und ist als ein Oxid stabil
vorhanden, ohne ein Hydroxid zu bilden. Deshalb wird angenommen,
dass, wenn Y in der Korngrenze vorhanden ist, es weniger wahrscheinlich
ist, dass die Volumenausdehnung aufgrund der Hydroxidbildung eintritt
und somit ist es auch weniger wahrscheinlich, das Kornentkopplung
eintritt. Dies ist eine bestimmte Wirkung, die durch Hinzufügung von
Y erhalten wird und kann nicht durch Hinzufügung von La statt Y erhalten
werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird Y oder dergleichen in die Korngrenz-Phase diffundiert,
wodurch es möglich
ist, ein Seltenerd-Element, wie beispielsweise Nd oder Pr, welches
für die
Hauptphase unverzichtbar ist, wirksam zu nutzen, ohne solch ein
Element in der Korngrenz-Phase zu verschwenden, wodurch die Magnetisierung
der Hauptphase bei einem hohen Niveau erhalten wird und somit ein
gesinteter Seltenerd-Magnet
bereitgestellt wird, welcher erwünschte
magnetische Eigenschaften aufweist.
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Außerdem wird
ein Seltenerd-Element R2, wie beispielsweise Y, gemäß der Erfindung
in der Korngrenz-Phase beobachtet, wodurch ein Element (wie beispielsweise
Co oder Ni), welches zum Verbessern der magnetischen Eigenschaften
in der Hauptphase beiträgt,
wirksam in die Hauptphase ohne Verschwendung eines solches Elementes
in der Korngrenz-Phase aufgenommen werden kann. Außerdem kann
ein Seltenerd-Element, welches für
die Hauptphase unverzichtbar ist, wie beispielsweise Nd oder Pr,
auch in die Hauptphase aufgenommen werden. Deshalb ist es möglich, die
magnetischen Eigenschaften wie beispielsweise Wärmebeständigkeit weiter zu verbessern,
während
eine effiziente Nutzung dieser Elemente verwirklicht wird.
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Während die
vorliegende Erfindung in Bezug auf eine bevorzugte Ausführungsform
beschrieben worden ist, ist es für
den Fachmann offensichtlich, dass die offenbarte Erfindung auf unterschiedliche
Art und Weise geändert
werden kann und Ausführungs formen
andere als die hierin offenbart und oben beschrieben annehmen kann.
Demzufolge wird mit den beigefügten
Ansprüchen
beabsichtigt, alle diese Abwandlungen der Erfindung, welche innerhalb
des Schutzbereichs der Erfindung fallen, abzudecken.