Hintergrund der Erfindung
1) Gebiet der Erfindung
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Diese Erfindung bezieht sich auf einen
Seltenerdmetall-Übergangsmetall-Bor-(R-T-B)Permanentmagneten mit einem hohen
Energieprodukt und insbesondere auf ein Verfahren zum Erzeugen
solcher Permanentmagneten mit einer Anisotropie durch Sintern
kompakter Körper aus einem rasch abgeschreckten
R-T-B-Legierungspulver.
2) Beschreibung des Standes der Technik
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Als eine R-T-B-permanentmagnetlegierung haben N. C. Koon und B.
N. Das magnetische Eigenschaften von amorphen und
kristallisierten Legierungen von (Fe0,82 B0,18)0,9 Tb0,05 La0,05 in
Appl. Phys. Lett. 39 (10) 1981, 840 (Druckschrift 1) offenbart.
Sie haben geschrieben, daß die Kristallisation der Legierung
nahe der relativ hohen Temperatur von 900 K auftrat, was
ebenfalls das Einsetzen einer dramatischen Steigerung in der
inneren Koerzitivkraft anzeigte. Sie haben herausgefunden, daß
die Legierung in dem kristallisierten Zustand möglicherweise
als Permanentmagneten mit wenig Kobalt nützlich sein könnte.
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J. J. Croat schlug eine amorphe R-Fe-B-(Nd und/oder Pr wird
insbesondere für R benutzt)Legierung vor, die magnetische
Eigenschaften für Permanentmagneten aufwies, wie sie in
JP-A-59-064 739 (Druckschrift 2) und JP-A-60-009 852
(Druckschrift 3) offenbart sind. Druckschriften 2 und 3 offenbaren
die Benutzung anderer Übergangsmetallelemente anstelle oder
teilweise anstelle von Fe. Von diesen magnetischen
Eigenschaften wurde angenommen, daß sie durch die Mikrostruktur
verursacht werden, bei der magnetische Nd&sub2;Fe&sub1;&sub4;B-Kristallkörner mit
einer Korngröße von 20 bis 400 nm in einer amorphen Fe-Phase
verteilt sind. Bezug wird weiter genommen auf R. K. Mischra: J.
Magnetismn and Magnetic Materials 54 bis 57 (1986) 450
(Druckschrift 4).
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Das rasch abgeschreckte Legierungsband wird durch das
kontinuierliche Spritzabschreckverfahren dargestellt, daß in z. B.
einem Artikel mit dem Titel "Low-Field Magnetic Properties of
Amorphous Alloys" von Egami, Journal of the American Ceramic
Society, Band 60, Nr. 3 bis 4, März-April 1977, Seiten 128 bis
133 (Druckschrift 5) offenbart ist. Ein ähnliches
kontinuierliches Spritzabschreckverfahren ist als "Schmelz-Spinn"-Verfahren
in Druckschriften 2 und 3 offenbart. Das heißt, geschmolzene R-
T-B-Legierung wird durch eine kleine Öffnung auf eine äußere
kalte Umfangsoberfläche einer Kupferscheibe ausgestoßen, die
mit hoher Geschwindigkeit rotiert. Die geschmolzene Legierung
wird rasch durch Scheibe abgeschreckt, so daß ein rasch
abgeschrecktes Band gebildet wird. Dabei erzeugt eine relativ hohe
Kühlrate eine amorphe Legierung, eine relativ niedrige Kühlrate
kristallisiert jedoch das Metall.
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Gemäß den Druckschriften 2 und 3 ist der prinzipielle
Begrenzungsfaktor für die Rate des Abkühlens eines Bandes aus
Legierung auf der relativ kälteren Scheibenoberfläche seine Dicke.
Wenn das Band zu dick ist, kühlt sich das Metall, das am
weitesten von der kalten Oberfläche entfernt ist, zu langsam ab und
kristallisiert in einen magnetisch reichen Zustand. Wenn die
Legierung sehr schnell abkühlt, hat das Band eine
Mikrostruktur, die irgendwo zwischen praktisch vollständig amorph und
sehr sehr fein kristallin liegt. Das heißt, die langsame
abkühlende Oberfläche des Bandes, die am weitesten von der kalten
Oberfläche entfernt ist, ist stärker kristallisiert, während
die andere schnell abkühlende Oberfläche, die auf die kalte
Oberfläche auftritt, kaum kristallisiert ist, so daß sich die
Kristallisationsgröße durch die Banddicke ändert.
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Die Druckschriften 2 und 3 beschreiben, daß jene magnetische
Materialien, die eine im wesentlichen gleichförmige
Kristallisationsgröße über die Dicke des Bandes zeigen, dazu neigen,
bessere Permanentmagneteigenschaften zu zeigen als solche, die
eine wesentliche Änderung in der Kristallisationsgröße durch
die Banddicke zeigen.
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Zum Erzeugen eines praktischen Magneten wird die amorphe
Legierung zermahlmt und in einen gebundenen Magneten geformt. Es
wird Bezug genommen auf einen Vortrag "PROCESSING OF NEODYMIUM-
IRON-BORON-MELT-SPUN RIBBONS TO FULLY DENSE MAGNETS", der von
R. W. Lee u. a. auf der International Magnetics Konferenz in
St. Paul, Minnesota, am 29. April 1985 gehalten ist und in IEEE
Transactions on Magnetics, Band MAG-21, Nr. 5, September 1985,
Seite 1958 (Druckschrift 6) veröffentlicht ist.
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Allgemein gesprochen kann eine amorphe Legierung nur einen
isotropen Magneten wegen seiner kristallographischen Isotropie
vorsehen. Das bedeutet, daß ein anisotroper
Hochleistungspermanentmagnet nicht aus der amorphen Legierung erhalten werden
kann. Druckschrift 6 offenbart jedoch auch, daß magnetische
Ausrichtung stark durch volle Druckverformung von dichten
heißgepressten
Proben von zermalmter amorpher Legierung vergrößert
wurde. Dieses Verfahren kann jedoch noch keinen anisotropen
Permanentmagneten mit einem ausreichend hohen Energieprodukt
vorsehen. Zum Beispiel weist der heißgepresste Magnet eine
Restmagnetflußdichte Br von 0,79 T (7,9 kGauss), eine innere
Koerzitivkraft IHC von 1,27 MA/cm (16 kOe) und ein
Energieprodukt (BH) max. von 103,5 kJ/m³ (13 MGOe) auf.
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JP-A-60-089 546 (Druckschrift 7) offenbart eine rasch
abgeschreckte R-Fe-B-Permanentmagnetlegierung mit einer hohen
Koerzitivkraft. Die Legierung enthält feine zusammengesetzte
Strukturen von weniger als 5 um, vorherrschend aus tetragonalen
Kristallzusammensetzungen und ist in Pulver zermalmt, das eine
Teilchengröße von - 100 Tyler-Mesch (weniger als 300 um)
aufweist, zum Erzeugen eines gebundenen Magneten. Obwohl die
Druckschrift 7 die Möglichkeit der Anwendung der zermalmten
Pulver auf einen gesinterten Magneten beschreibt und einer c-
Achsen-Anisotropie, die durch die Anwendung von
Röntgenstrahlenbrechungsmikroskopie auf die Oberfläche der Legierung
erkannt ist, ist kein anisotroper gesinterter Permanentmagnet
offenbart. In der Praxis kann zermalmtes Pulver nicht
magnetisch ausgerichtet werden, und ein gesinterter Magnet kann
nicht mit einer hohen magnetischen Anisotropie erhalten werden.
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Sagawa u. a. haben einen anisotropen gesinterten
R-Fe-B-Magneten in JP-A-59-046 008 (Druckschrift 8) vorgeschlagen, der aus
einem Block aus einer Legierung aus R (insbesondere Nd), Fe und
B durch herkömmliche metallurgische Pulververfahren erzeugt
wurde. Der gesinterte Magnet weist bessere magnetische
Eigenschaften für Permanentmagneten als die bekannten Sm-Co-Magnete
auf.
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Die R-Fe-B-Legierung neigt jedoch dazu, bei der Produktion des
Magneten oxidiert zu werden, da der R-Fe-B-Legierungsblock die
magnetische kristalline Phase der chemischen Verbindung R&sub2;Fe&sub1;&sub4;B
und die R-reiche feste Lösungsphase aufweist und da die feste
Lösungsphase sehr aktiv gegenüber Sauerstoff ist. Weiterhin ist
die feste Lösungsphase schwer gleichmäßig in Teilchen zu
zermahlen. Folglich ist es schwierig, einen anisotropen
gesinterten Antikorrisionsmagneten zu erzeugen, der ein hohes
Energieprodukt aufweist.
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Es ist im Stand der Technik bekannt, daß das rasch
abgeschreckte R-T-B-Legierungsband leicht in ein Pulver gemahlen werden
kann, das eine kleine Verteilung von Teilchengrößen aufweist,
und das es einen hohen Korrisionswiderstand im Vergleich mit
dem Legierungsblock aufweist.
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Croat u. a.: "High-energy product Nd-Fe-B Permanentmagneten"
Appl. Phys. Lett. 44(1), 1. Januar 1984 haben die harten
magnetischen Eigenschaften von durch Schmelz-Spinnen erzeugte Nd-Fe-
B-Legierungen als eine Funktion der
Schmelz-Spinn-Substratgeschwindigkeit untersucht, wobei jedoch das magnetische Material
in einer amorphen Phase vorlag.
Zusammenfassung der Erfindung
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Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zum Erzeugen eines anisotropen gesinterten
Permanentmagneten aus rasch abgeschreckten bandartigen
R-T-B-Legierungsflocken vorzusehen.
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Es ist eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
anisotropen gesinterten Magneten mit exzellenten magnetischen
Eigenschaften von z. B.(BH)max von mehr als 103,5 kJ/³
(13 MGOe) vorzusehen.
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Es ist eine noch weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Verfahren zum Darstellen eines rasch abgeschreckten
Legierungspulvers vorzusehen, bei dem jedes Teilchen eine
hochuniforme Kristallorientierung aufweist.
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Die vorliegende Erfindung ist auf ein Verfahren zum Erzeugen
eines gesinterten Seltenerdübergangsmetall-Bor-Magneten (R-T-B-
Magnet) gerichtet, in dem ein R&sub2;T&sub1;&sub4;B-Kristallkörner
enthaltende R-T-B-Legierungspulver vorbereitet wird, das Pulver in
ein Magnetfeld gebracht und das Pulver in einen kompakten
Körper der gewünschten Form gepresst wird und der kompakte Körper
bei einer Sintertemperatur gesintert wird, wodurch der
gesinterte Magnet erzeugt wird. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist
das R-T-B-Legierungspulver ein rasch abgeschrecktes
Legierungspulver, das durch die Schritte erzeugt wird, des Vorbereitens
der R-T-B-Legierung in einem geschmolzenen Zustand, des raschen
Abschreckens der geschmolzenen R-T-B-Legierung zum Bilden von
Bändern und/oder bandartigen Flocken, wobei jedes Band und/oder
Flocke eine Dicke aufweist und die Kristallkörner gleichmäßig
verteilt in dem Band und/oder Flocke enthält, die
Kristallkörner eine mittlere Korngröße aufweisen, und des Zermahlmens und
Mahlens der Bänder und/oder Flocken in ein Pulver einer
mittleren Teilchengröße eines Wertes kleiner als die Dicke, wobei je
des Teilchen des Pulvers die sich in einer Richtung
erstreckende Kristallkörner enthält, wodurch es ermöglicht wird, das das
Pulver magnetisch in dem Magnetfeld ausgerichtet wird.
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Jedes Band und/oder Flocke weist wünschenswerterweise eine
Dicke von 20 bis 500 um (bevorzugt 50 bis 500 u) auf, und die
Kristallkörner haben eine mittlere Korngröße von um oder
weniger (bevorzugt 1 bis 10 um).
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Es ist wünschenswert, daß das zermalmte und gemahlene Pulver
eine mittlere Teilchengröße von 0,3 bis 15 um (bevorzugt 1,5
bis 3 um) aufweist.
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Das Sintern wird wünschenswerterweise so ausgeführt, daß die
Kristallkörner zu einer Korngröße von 7 bis 30 um wachsen.
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Es ist ebenfalls wünschenswert, daß das R-T-B-Legierungspulver
aus R von 28,0 bis 65,0 Gewichtsprozent und dem Rest aus T und
B besteht. Die Übergangsmetallelemente T in der
R-T-B-Legierung
können Fe und Co sein, daß durch Fe1 - x Cox dargestellt
wird, wobei x gleich 0,35 oder weniger ist.
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Die Bänder und/oder Flocken können durch das kontinuierliche
Spritzabschreckverfahren hergestellt werden, das heißt die
geschmolzene R-T-B-Legierung wird durch eine kleine Öffnung auf
die äußere kalte Umfangsoberfläche einer Abschreckscheibe
gespritzt, die mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit rotiert,
und die gespritzte geschmolzene Legierung wird dadurch rasch in
die rasch abgeschreckten Bänder und/oder bandartigen Flocken
abgekühlt.
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Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die
geschmolzene Legierung auf eine Kühlplatte zum Bilden von
flachen bandartigen Flocken gesprüht oder gesprayt.
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Zum Erzeugen des Pulvers, das die Teilchen aufweist, die
Kristallkörner mit einer reduzierten Korngrößenverteilung
enthält, wird die geschmolzene Legierung rasch auf
gegenüberliegende Seiten des Bandes oder der Flocke abgeschreckt, wobei
jedoch die Abschreckanfangszeiten gegeneinander versetzt sind.
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Zu dem gleichen Zwecke kann das rasch abgeschreckte Pulver
einer Wärmebehandlung bei einer Temperatur von 650 bis 950º C
ausgesetzt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Figur 1 ist ein Diagramm, das die magnetischen Eigenschaften
des gesinterten Magneten in Beispiel 1 zusammen mittleren
Teilchengrößen der benutzten Pulver zeigt;
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Figur 2 ist ein Diagramm, das die magnetischen Eigenschaften
der gesinterten Magneten in Beispiel 4 zusammen mit der Dicke
der rasch abgeschreckten Bänder zeigt;
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Figur 3 ist ein Diagramm, das die magnetischen Eigenschaften
der gesinterten Magneten in Beispiel 5 zusammen mit den
mittlere
Korngrzößen der Kristalle in den rasch abgeschreckten
Bändern zeigt;
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Figur 4 ist ein Diagramm, das die magnetischen Eigenschaften
der gesinterten Magneten in Beispiel 10 zusammen mit den
R-Inhalten in rasch abgeschreckten Legierungen zeigt;
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Figur 5 ist ein Diagramm, das die magnetischen Eigenschaften
der gesinterten Magneten in Beispiel 13 zusammen mit den
Kobaltinhalten in Übergangsmetallelementen zeigt;
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Figur 6 ist ein Diagramm, das die magnetischen Eigenschaften
der gesinterten Magneten in Beispiel 16 zusammen mit mittleren
Korngrößen der Kristalle in gesinterten Körpern zeigt;
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Figur 7 ist ein Diagramm, das die magnetischen Eigenschaften
der gesinterten Magneten in Beispiel 19 zusammen mit den
Wärmebehandlungstemperaturen für rasch abgeschreckte
Legierungsbänder zeigt;
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Figur 8 ist eine Querschnittsansicht einer Vorrichtung zum
Darstellen eines rasch abgeschreckten Bandes, die in Beispiel 22
benutzt wird;
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Figur 9 ist eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Darstellen
von rasch abgeschreckten Flocken, die in den Beispielen 23 bis
25 benutzt wird;
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Figur 9a ist eine vergrößte Ansicht eines Teiles in einem
Kreis A in Figur 9;
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Figur 10 ist ein Diagramm, das die magnetischen Eigenschaften
der gesinterten Magneten in Beispiel 23 zusammen mit der Dicke
der rasch abgeschreckten Legierungen zeigt;
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Figur 11 ist eine Schnittansicht einer Vorrichtung zum
Darstellen von rasch abgeschreckten Flocken, die in den Beispielen 26
bist 29 benutzt wird;
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Figur 12a, 12b und 12c zeigen Mikrostrukturen eines Blockes,
eines Körnchens und einer Flocke, die in Beispiel 26 erzeugt
sind;
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Figur 13 ist ein Diagramm, das die magnetischen Eigenschaften
der gesinterten Magneten in Beispiel 26 zusammen mit den
Sintertemperaturen zeigt; und
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Figur 14 ist eine Schnittansicht einer Vorrichtung zum
Darstellen eines rasch abgeschreckten Legierungsbandes, die in den
Beispielen 30 bis 32 benutzt wird.
Beschreibung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung wurde aufgrund der neuen Tatsachen
gemacht, die von den gegenwärtigen Erfindern beobachtet wurden.
Das heißt, die Erfinder fanden heraus, das der magnetische
Kristall aus R&sub2;T&sub1;&sub4;B wie Nd&sub2;Fe&sub1;&sub4;B eine vorherrschende
Kornwachsrichtung in der C-Ebene des Kristalles aufweist. Weiterhin
neigt die C-Ebene des Kristalles in dem rasch abgeschreckten
R-T-B-Legierungsband zu der Ausrichtung in einer Richtung
parallel zu der Hauptoberfläche des Bandes, wenn der Kristall zu
einer Korngröße von 5 um oder weniger wächst. Wenn das
Kristallkorn auf mehr als 5 um wächst, wächst der Kristall in
nadelartiger Form, und die C-Ebene des Kristalles weist eine
Orientierung in einer Richtung senkrecht zu der Hauptoberfläche
des Bandes auf.
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Diese Tatsachen lehren uns, das das rasch abgeschreckte
Legierungsband eine hohe Anisotropie aufweist, wenn die Kristalle
gleichmäßig zu einer im allgemeinen gleichen oder
vergleichsweise gleichgroßen Korngröße gewachsen sind. Dann wird bemerkt,
daß ein durch Mahlen des rasch abgeschreckten anisotropen
Legierungsbandes erhaltenes Pulver magnetisch in einem
Magnetfeld so ausgerichtet werden kann, daß ein anisotroper
gesinteter Magnet durch die Schritte des magnetischen Ausrichtens,
Pressen und Sintern erzeugt werden kann.
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Bei dem kontinuierlichen Spritzabschreckverfahren variieren
jedoch die Größen der Körner über die Dicke des Bandes, da die
Abkühlgeschwindigkeit zwischen der gekühlten Oberfläche und der
freien Oberfläche des Bandes unterschiedlich ist. Folglich
variiert die Orientierung der Körner ebenfalls in der Richtung
der Dicke.
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In diesem Zusammenhang haben die gegenwärtigen Erfinder weiter
herausgefunden, daß die Orientierungen benachbarter
Kristallkörner im allgemeinen gleich war, selbst wenn die
Orientierungen verschieden zwischen Kristallkörnern waren, die voneinander
entfernt in der Richtung der Dicke des Bandes waren.
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Kurz gesagt, die vorliegende Erfindung versucht ein
R-T-B-Legierungspulver zu machen mit einer großen Anisotropie durch
Mahlen des rasch abgeschreckten Legierungsbandes in ein Pulver,
das eine mittlere Teilchengröße eines Wertes weniger als die
Dicke des Bandes aufweist, wodurch ein Pulver von getrennten
Teilchen erzielt wird, wobei jedes Teilchen Kristallkörner
aufweist, bei denen die C-Ebenen im allgemeinen sich in eine
Richtung erstrecken. Das gemahlene Pulver kann magnetisch
ausgerichtet und in eine gewünschte Form gepresst werden, die in
einen anisotropen gesinterten Magneten mit hohem Energieprodukt
gesintert wird.
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Es wird jetzt die Beschreibung von Beispielen der vorliegenden
Erfindung gegeben.
Beispiel 1
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Ein Block einer Legierung, die aus R = 35,0 Gew.%, B von 0,9
Gew.% und im wesentlichen dem Rest aus Fe besteht, wurde durch
Induktionsschmelzen in einer Argongasatmosphäre dargestellt.
Startmaterialen, die für R, B und Fe benutzt wurden, waren Nd
eines Reinheitsgrades von 97%, das andere
Seltenerdmetallelemente, hauptsächlich Ce und Pr enthielt, Ferrobor, das B von 20
Gew.% enthält, bzw. elektrolytisches Eisen.
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Der Block wurde wieder durch Induktionsschmelzen in Argongas
geschmolzen. Die geschmolzene Legierung wurde durch eine
schmale Öffnung auf eine äußere kalte Oberfläche einer
Kupferscheibe gespritzt, die so rotierte, daß sich die kalte
Oberfläche mit einer Geschwindigkeit von 15 m/sec bewegte, so daß ein
rasch abgeschrecktes Legierungsband mit einer Breite von 5 mm
und einer Dicke von ungefähr 100 um erzeugt wurde. Das Band
zeigte feine R&sub2;Fe&sub1;&sub4;B-Kristallkörner verteilt in dem Band mit
einer mittleren Korngröße von 0,1 um.
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Das Band wurde zermalmt und gemahlen mittels einer Kugelmühle
zum Erzeugen von siebengemahlenen Pulvern mit mittleren
Teilchengrößen von 0,5 um, 1,5 um, 3,0 um, 5,0 um, 10,0 um, 15,0 um
bzw. 30 um.
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Jedes dieser sieben Pulver wurde in einen kompakten Körper
unter einem Druck von 1 t Kraft/cm² in einem Magnetfeld von
1,59 MA/m (20 kOe) gepresst. Der kompaktierte Körper wurde bei
1.050º C in einem Vakuum während einer Stunde und in Argongas
für die nächste Stunde gesintert und dann abgeschreckt zum
Erhalten eines gesinterten Körpers. Der gesinterte Körper wurde
einem Altern unterworfen bei einer Temperatur von 650º C in
Argon während einer Stunde. Danach wurde der gesinterte Körper
in einem Magnetfeld von ungefähr 2,39 MA/m(30 kOe) zum Erzeugen
eines Magnetes magnetisiert.
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Der Magnet wurde bezüglich der magnetischen Eigenschaften
gemessen, das heißt Restmagnetflußdichte Br, Koerzitivkraft und
maximales Energieprodukt (BH)max.
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Die gemessenen Eigenschaften sind in Figur 1 im Verhältnis zu
den mittleren Teilchengrößen der geschmolzenen Pulver gezeigt.
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Figur 1 lehrt uns, das (BH)max größer als 16 MGOe bei einer
mittleren Teilchengröße kleiner als 15 um ist, was deutlich
kleiner als die Größe der Banddicke ist.
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Es kann ebenfalls von Figur 1 bemerkt werden, daß (BH)max für
die mittlere Teilchengröße kleiner als 10 um erhöht ist und
weiter für eine mittlere Teilchengröße von 5 um oder weniger
erhöht ist.
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Es gibt keine untere Grenze für die mittlere Teilchengröße des
geschmolzenen Pulvers, aber 0,3 um oder mehr ist in der
praktischen Benutzung wünschenswert.
Beispiel 2
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Ein aus R von 40 Gew.%, B von 1,0 Gew.% und dem Rest aus Eisen
bestehender Legierungsblock wurde auf die ähnliche Weise wie im
Beispiel 1 gemacht. Ein Startmaterial für R bestand aus Ce von
5 Gew.%, Pr von 15 Gew.% und dem wesentlichen Rest aus Nd mit
einer Zugabe von 5 Atomprozent Dy. Ferrorbor und
elektrolytisches Eisen wurden ebenfalls als Startmaterialien für B und Fe
benutzt.
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Unter Benutzung einer Abschreckscheibe, die mit einer
Geschwindigkeit der kalten Oberfläche von 30 m pro Sekunde rotierte,
wurde ein rasch abgeschrecktes Legierungsband aus dem
Legierungsblock auf ähnliche Weise wie Beispiel 1 erzeugt. Das Band
hatte eine Breite von ungefähr 2 mm und eine Dicke von 50 um.
Die in dem Band verteilten R&sub2;Fe&sub1;&sub4;B-Kristallkörner hatten eine
mittlere Korngröße von ungefähr 0,01 um.
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Das Band wurde zermalmt und in zwei Pulver gemahlen mit
mittleren Teilchengrößen von 2,0 um bzw. 20,0 um.
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Zwei gesinterte Magnete wurden aus den entsprechenden zwei
Pulvern erzeugt und bezüglich ihrer magnetischen Eigenschaften auf
eine Weise ähnlich zu Beispiel 1 gemessen. Die gemessenen Daten
sind in Tabelle 1 gezeigt.
Tabelle 1
Gemahlene Teilchengröße (um)
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Es wird aus Tabelle 1 bemerkt, daß die Benutzung des Pulvers
mit einer mittleren Teilchengröße von 2,0 um hohe magnetische
Eigenschaften im Vergleich mit einem anderen Pulver einer
grösseren mittleren Teilchengröße bewirkt.
Beispiel 3
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Unter Benutzung von Nd eines Reinheitsfaktors von 97%
(einschließlich Pr, Ce und andere Seltenerdenmetalle), Ferrorbor,
elektrolytischem Eisen, elektrolytischem Kobalt und Aluminium
eines Reinheitsfaktors von 99,9% wurde ein Block auf die
ähnliche Weise wie in Beispiel 1 dargestellt. Der Block bestand
aus R von 40 Gew.%, B von 0,9 Gew.% und dem Rest aus
Fe&sub7;&sub7;Co&sub2;&sub0;Al&sub3;.
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Rasch abgeschreckte bandartige Flocken wurden von dem Block
durch das kontinuierliche Spritzabschreckverfahren ähnlich dem
Verfahren von Beispiel 1 erzielt, aber indem eine
Abschreckscheibe benutzt wurde, deren kalte Oberfläche mit einer
Geschwindigkeit von 5 m/sec rotierte. Jede Flocke wies eine
Breite von ungefähr 5 mm und eine Dicke von 150 um auf. Eine
mittlere Größe der in jeder Flocke verteilten Kristallkörner
betrug ungefähr 0,5 um.
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Diese Flocken wurden zermalmt und in zwei Pulver gemahlen, die
eine mittlere Teilchengröße von 2,5 um bzw. 20,0 um aufwiesen.
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Zwei Magnete wurden von den entsprechenden zwei Pulvern auf
eine ähnliche Weise wie in Beispiel 1 beschrieben erzeugt und
bezüglich der magnetischen Eigenschaften gemessen, die in
Tabelle 2 gezeigt sind.
Tabelle 2
Gemahlene Teilchengröße (um)
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Die magnetischen Eigenschaften des aus einem Pulver von 2,5 um
Teilchengröße gemachten Magnet sind einem anderen Magneten
überlegen, der aus einem Pulver mit 20,0 um Teilchengröße
gemacht ist.
Beispiel 4
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Unter Benutzung der ähnlichen Startmaterialien wie in Beispiel
1 wurde ein R-T-B-Legierungsblock ebenfalls auf ähnliche Weise
wie in Beispiel 1 dargestellt. Der Betrag der Startmaterialien
wurde so eingestellt, daß der Block aus R von 32,0 Gew.%, B von
1,0 Gew.% und den Rest aus Fe bestand. Sieben rasch
abgeschreckte Bänder wurden aus der Legierung durch das
kontinuierliche Spritzabschreckverfahren ähnlich dem in Beispiel 1
dargestellt bei verschiedenen Geschwindigkeiten der kühlen
Oberfläche innerhalb eines Bereiches von ungefähr 2 bis 50 m/sec.
Die sieben Bänder hatten verschiedene Breiten innerhalb eines
Größenbereiches von 1 bis 15 mm und verschiedene Dickengrößen
von 10 um, 20 um, 50 um, 100 um, 200 um, 500 um bzw. 1000 um.
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Folgende Tatsachen wurden durch
Röntgenstrahlendiffraktionsmikroanalyse dieser Legierungsbänder herausgefunden: 1) Jedes
Legierungsband enthält darin verteilte R&sub2;Fe&sub1;&sub4;B-Kristallkörner;
2) Die Kristallkörner haben Größen von 3 um oder weniger für
jedes Band mit einer Dicke von 200 um oder weniger, und von 10
umm oder weniger für jedes Band mit einer Dicke von 500 um oder
weniger, während das Band mit der 1000 um Dicke Kristallkörner
größer als 20 um enthält; und 3) jedes Kristallkorn der Größe
von 2 um oder weniger weist eine C-Ebene im allgemeinen in
einer Richtung parallel zu der Hauptoberfläche des Bandes
ausgerichtet
auf, während jeder Kristall, der auf mehr als 5 um
Größe gewachsen ist, ein nadelartiges Kristall ist und eine C-
Ebene aufweist, die sich in eine Richtung senkrecht zu der
Hauptoberfläche des Bandes erstreckt.
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Jedes Band wurde zermalmt und in Pulver mit einer mittleren
Teilchengröße von 3 um gemahlen, und das Pulver wurde in einen
kompakten Körper unter einem Druck von 2 t Kraft je cm² in
einem ausrichtenden Magnetfeld von 1,59 MA/m (20 kOe) gepresst.
Der gepresste Körper wurde durch Behandeln bei einer Temperatur
von 1080º C in einem Vakuum während einer Stunde und in
Argongas während der nächsten Stunde gesintert und dann
abgeschreckt. Der gesinterte Körper wurde bei 630º C während zwei
Stunden in Argongas gealtert. Danach wurde ein Magnetfeld von
2,39 MA/m (30 kOe) an den gesinterten Körper zum Bilden eines
Magneten angelegt. Die magnetischen Eigenschaften des Magneten
wurden gemessen.
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Figur 2 zeigt die gemessenen magnetischen Eigenschaften des
Magneten in Verbindung mit der Banddickengröße des für den
Magneten benutzten Pulvers.
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Es ist aus Figur 2 bemerkbar, da (BH)max und Br deutlich erhöht
sind durch Benutzung einer Banddicke von 20 um oder mehr,
während IHC deutlich durch die Benutzung des Bandes mit 1000 um
Dicke reduziert ist.
Beispiel 5
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Unter Benutzung ähnlicher Startmaterialien wurde ein
Legierungsblock dargestellt, der aus R von 30 Gew.%, B von 1,1 Gew.%
und dem Rest aus Fe besteht. Dann wurden Bänder und/oder
bandartige Flocken von dem Legierungsblock durch das ähnliche
kontinuierliche Spritzabschreckverfahren bei der Benutzung einer
Stahlabschreckscheibe erzielt. Die Breite und die Dicke des
Bandes oder der Flocken wurden über einen Bereich von ungefähr
1 bis 10 mm bzw. einem Bereich von 10 bis 500 um gesteuert, in
dem die Geschwindigkeit, mit der sich die kalte Oberfläche
bewegt, über einen Bereich von ungefähr 1 bis 60 m/sec verändert
wurde.
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Einige der erhaltenen Bänder waren eine amorphe Legierung bei
den höheren Geschwindigkeiten der kalten Oberfläche, und die
verbleibenden Bänder und Flocken enthalten die Kristallkörner
mit einer mittleren Korngröße von 0,01 bis 10 um, während in
einem einzelnen Band oder einer Flocke enthaltene Kristalle
eine kleine Korngrößenverteilung aufweisen.
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Diese Bänder oder Flocken, die durch verschiedene
Geschwindigkeiten der kalten Oberfläche erzielt wurden, wurden getrennt
zermalmt und gemahlen zum Bilden individueller Pulver mit einer
mittleren Teilchengröße von ungefähr 2,5 um. Jedes Pulver wurde
in einem kompakten Körper durch eine Druckkraft von 1 t
Kraft/cm² innerhalb eines ausrichtenden Magnetfeldes von 1,59 MA/m
(20 kOe) gepresst, und der gepresste Körper wurde bei 1070º C
während einer Stunde im Vakuum und während der folgenden Stunde
in Argongas gesintert, danach wurde er abgeschreckt. Der
gesinterte Körper wurde bei 650º C während zwei Stunden in Argongas
gealtert, und dann wurde er durch Anwenden eines Magnetfeldes
von ungefähr 2,39 MA/m (30 kOe) magnetisiert zum Bilden eines
Magneten. Der Magnet wurde Messungen seiner magnetischen
Eigenschaften unterworfen.
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Die gemessenen Daten des Magneten, der aus den individuellen
Pulvern gemacht worden ist, sind in Figur 3 zusammen mit den
mittleren Kristallkorngrößen in den Pulvern gezeigt.
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Es ist aus Figur 3 verständlich, daß Benutzung von rasch
abgeschreckten Legierungen mit Kristallkörnern die magnetischen
Eigenschaften im Vergleich der Benutzung einer amorphen
Legierung verbessert sind. Wenn jedoch die mittlere Korngröße
grösser als ungefähr 10 um ist, wird ein hohes IHC im Vergleich mit
der Benutzung der amorphen Legierung nicht erhalten.
Beispiel 6
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Ein Legierungsblock wurde benutzt aus ähnlichen
Startmaterialien durch das ähnliche Herstellungsverfahren wie bei Beispiel
2. Der Legierungsblock bestand aus R von 35,0 Gew.%, B von 0,9
Gew.% und dem Rest aus Fe.
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Zwei Legierungsbänder wurden durch das Verfahren ähnlich dem in
Beispiel 5 jedoch mit verschiedenen Geschwindigkeiten der
kalten Oberfläche dargestellt. Die beiden Bänder hatten Breiten
von ungefähr 2 mm bzw. 10 mm und Dicken von ungefähr 15 um bzw.
100 um für Geschwindigkeiten der kalten Oberfläche von 50 m/sec
bzw. 10 m/sec.
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Kristallkörner in dem 15 u dicken Band wurden in der Größe
kleiner als Submicron gemessen, und C-Ebenen einiger Körner
wurden nur in paralleler Ausrichtung zu der Hauptoberfläche des
Bandes beobachtet. Während das andere Band mit der Dicke von
100 um Kristallkörner von ungefähr 2 um oder weniger enthielt,
wobei ihre C-Ebenen meistens in paralleler Richtung zu der
Hauptoberfläche des Bandes orientiert war.
-
Zwei Magnete wurden von den zwei Legierungsbändern durch
ähnliche Schritte wie in Beispiel 4 erzeugt, und die magnetischen
Eigenschaften der Magnete wurden gemessen. Die gemessenen Daten
sind in Tabelle 3 gezeigt.
Tabelle 3
Dicke des Legierungsbandes (um)
-
Es wird bemerkt, daß der aus dem 100 u dicken Band gemachte
Magnet hervorragendere magnetische Eigenschaften als der aus dem
15 um dicken Band gemachte Magnet aufweist.
Beispiel 7
-
Ein Legierungsblock aus R von 40,0 Gew.%, B von 1,0 Gew.% und
dem Rest aus Fe wurde auf die Weise wie in Beispiel 6
dargestellt. Dann wurde ein Legierungsband mit einer Breite von
ungefähr 3 um und einer Dicke von ungefähr 60 um durch das
kontinuierliche Spritzabschreckverfahren unter Benutzung einer
Stahlabschreckscheibe auf ähnliche Weise wie in Beispiel 5
hergestellt.
-
Ein Magnet wurde aus dem Legierungsband durch ähnliche Schritte
wie in Beispiel 5 aber unter Benutzung von 1050º C und 650º C
für die Sinter- und Alterstemperaturen. Die magnetischen
Eigenschaften des Magnetes sind in Tabelle 4 gezeigt.
Tabelle 4
Beispiel 8
-
Unter Benutzung der ähnlichen Startmaterialien wie in Beispiel
3 wurde ein Legierungsblock auf ähnliche Weise dargestellt. Der
Legierungsblock bestand aus R von 40,0 Gew.%, B von 1,1 Gew.%
und dem Rest aus Fe&sub7;&sub7;Co&sub2;&sub0;Al&sub3;B. Von dem Block wurden zwei Bänder
mit Dicken von ungefähr 15 um bzw. 100 um auf ähnliche Weise
wie in Beispiel 6 gemacht. Zwei Magnete wurden von diesen
Bändern in ähnlichen Schritten wie in Beispiel 4 aber unter
Benutzung einer Sintertemperatur von 1030º C und einer
Altersbedingung von 650º während einer Stunde erzeugt.
-
Individuelle Magneteigenschaften der Magnete sind in Tabelle 5
gezeigt.
Tabelle 5
Dicke des Legierungsbandes (um)
Beispiel 9
-
Auf ähnliche Weise wie in Beispiel 8 wurde ein Legierungsblock
dargestellt, der aus R von 40,0 Gew.%, B von 0,9 Gew.% und dem
Rest aus Fe&sub7;&sub7;Co&sub2;&sub0;Al&sub3; bestand. Dann wurde ein Legierungsband mit
einer Breite von ungefähr 3 mm und einer Dicke von ungefähr 60
um aus dem Block durch ein ähnliches Verfahren wie bei Beispiel
7 hergestellt. Aus dem Legierungsband wurde ein Magnet auf
ähnliche Weise wie im Beispiel 5 gemacht, es wurde jedoch eine
Sintertemperatur von 1050º C und eine Alterungstemperatur von
630º C benutzt. Der erhaltene Magnet weist Magneteigenschaften
auf, wie sie in Tabelle 6 gezeigt sind.
Tabelle 6
Beispiel 10
-
Unter Benutzung der ähnlichen Startmaterialien wie in Beispiel
1 wurden neun Legierungsblöcke auf eine Weise wie bei Beispiel
1 beschrieben erzeugt. Diese neun Blöcke enthalten den gleichen
Betrag von B von 1,0 Gew.%, verschiedene Beträge von R in einem
Bereich von 27,5 bis 65,0 Gew.% und dem Rest aus Fe. Aus diesen
neun Blöcken wurden neun rasch abgeschreckte Legierungen durch
das kontinuierliche Spritzabschreckverfahren gemacht unter
Benutzung einer Startabschreckscheibe, die mit verschiedenen
Bewegungsgeschwindigkeiten der kalten Oberfläche in einem Bereich
von 10 bis 20 m/sec rotieren. Die rasch abgeschreckten
Legierungen hatten eine Breite von ungefähr 5 mm mit Dicken in einem
Bereich von ungefähr 50 bis 100 um in Abhängigkeit von den
Geschwindigkeiten der kalten Oberfläche, und jede Legierung
enthielt feine Kristallkörner mit einer mittleren Korngröße von
ungefähr 0,2 um. Einige dieser Legierungen waren längliche
Bänder und die verbleibenden waren bandartige Flocken.
-
Diese neun rasch abgeschreckten Legierungen wurden zermalmt und
in neun Pulver gemahlen von denen jedes eine mittlere
Teilchengröße von ungefähr 2,5 um hat. Neun kompakte Körper wurden aus
den neun Pulvern durch Pressen mit einer Kraft von 1 t
Kraft/cm² in einem ausrichtenden Magnetfeld von 1,59 MA/m
(20kOe) gebildet.
-
Diese kompakten Körper wurden bei voneinander um 50º C in dem
Bereich von 700 bis 1500º C verschiedenen Sintertemperaturen
während zwei Stunden gesintert, jedoch im Vakuum während der
ersten Stunde und in Argongas während der folgenden Stunde, und
danach wurden sie abgeschreckt. Die resultierenden gesinterten
Körper wurden bei 650º C in Argongas während zwei Stunden
gealtert.
-
Die gesinterten Körper wurden durch die Anwendung eines
Magnetfeldes von ungefähr 2,39 MA/m (30 kOe) zum Bilden von neun
Magneten magnetisiert, die Messungen der magnetischen
Eigenschaften ausgesetzt wurden.
-
Die gemessenen magnetischen Eigenschaften sind in Figur 4
zusammen mit den R-Gehalten in den rasch abgeschreckten
Legierungen gezeigt.
-
Es ist aus Figur 4 verständlich, daß (BH)max von 115 kJ/m³ (15
MGOe) oder mehr für einen R-Gehalt erzielt wird, der in einem
Bereich von 28,0 bis 65,0 Gew.% gewählt ist.
Beispiel 11
-
Ein Legierungsblock bestehend aus R von 40,0 Gew.%, B von 0,9
Gew.% und dem Rest aus Fe wurde auf ähnliche Weise wie in
Beispiel 2 beschrieben dargestellt. Von dem Legierungsblock wurde
ein Legierungsband durch das ähnliche Verfahren wie in Beispiel
10 unter Benutzung einer Stahlabschreckscheibe hergestellt, die
mit einer Geschwindigkeit von 30 m/sec der kalten Oberfläche
rotiert. Das Legierungsband weist eine Breite von ungefähr 2 mm
und eine Dicke von ungefähr 50 um auf. Es wurde bestätigt, daß
Kristallkörner, die in dem Band enthalten sind, eine mittlere
Korngröße von ungefähr 0,01 um haben. Das Band wurde in den
ähnlichen Schritten wie in Beispiel 10 zum Erzeugen eines
Magneten behandelt, es wurde jedoch 1020º C als die
Sintertemperatur benutzt. Tabelle 7 zeigt die magnetischen Eigenschaften
des Magneten.
Tabelle 7
Beispiel 12
-
Auf ähnliche Weise wie in Beispiel 3 wurde ein R von 40,0
Gew.%, B von 1,0 Gew.% und dem Rest aus Fe bestehender
Legierungsblock dargestellt. Der Block wurde durch das ähnliche
kontinuierliche Spritzabschreckverfahren unter Benutzung einer
Stahlabschreckscheibe wie in Beispiel 10 verarbeitet, es wurde
jedoch eine Geschwindigkeit der kalten Oberfläche von 5 m/sec
benutzt, und bandartige Flocken wurden erhalten, von denen
jeder eine Breite von ungefähr 5 mm und eine Dicke von ungefähr
150 um aufwies. Bei jeder Flocke wurde beobachtet, daß
Kristallkörner mit einer mittleren Korngröße von ungefähr 0,5
um enthalten waren.
-
Die Flocken wurden in den ähnlichen Schritten wie in Beispiel
10 beschrieben behandelt, es wurde jedoch 1030º C als
Sintertemperatur benutzt, und ein Magnet wurde erhalten, der die in
Tabelle 8 gezeigten magnetischen Eigenschaften aufwies.
Tabelle 8
Beispiel 13
-
Unter Benutzung von Nd eines Reinheitsfaktors von 97 % und Dy,
das dem Nd mit 5 Atomprozent hinzugefügt wurde, von Ferrorbor,
elektrolytischem Eisen und elektrolytischem Kobalt als
Startmaterialien wurden Legierungsblöcke auf eine Weise dargestellt,
wie in Beispiel 1 beschrieben, die R von 35,0 Gew.%, B von 0,9
Gew.% und den Rest von T = Fe1-xCox(x = 0, 0,1, 0,2, 0,3
0,4) bestanden.
-
Diese Blöcke wurden geschmolzen und auf die kalte Oberfläche
einer Kupferabschreckscheibe gespritzt, die mit einer
Geschwindigkeit der kalten Oberfläche von 10 m/sec rotiert, auf
ähnliche Weise wie bei Beispiel 1 beschrieben wurde, zum Bilden von
rasch abgeschreckten Legierungen, von denen jede eine Breite
von ungefähr 5 mm und eine Dicke von ungefähr 150 um hat. Jede
der resultierenden rasch abgeschreckten Legierungen enthält
feine Kristallkörner mit einer mittleren Korngröße von ungefähr
0,1 11m.
-
Diese rasch abgeschreckten Legierungen wurden zermalmt und in
Pulver gemahlen, die mittlere Teilchengröße von 2,5 um hatten,
die durch eine Druckkraft von 1 t Kraft/cm² in einem
ausrichtenden Magnetfeld von 1,59 MA/m (20 kOe) zum Formen von
entsprechenden gepressten Körpern gepresst wurden.
-
Die gepressten Körper wurden auf die ähnliche Weise wie in
Beispiel 5 beschrieben behandelt, es wurde jedoch eine
Sintertemperatur von 1060º C zum Erzeugen von Magneten benutzt.
Magnetische Eigenschaften wurden gemessen und sind in Figur 5
gezeigt.
-
Figur 5 lehrt uns, daß das Ersetzen eines Teiles von Fe durch
Co bis zu 35 Atomprozent zum Verbessern von (BH)max dient.
Beispiel 14
-
Zwei Legierungsblöcke wurden auf die ähnliche Weise wie in
Beispiel 13 dargestellt. Einer der Blöcke bestand aus R von 40,0
Gew.%, B von 1,0 Gew.% und dem Rest aus Fe als T
(Übergangsmetall), während der andere aus R von 40,0 Gew.%, B von 1,0 Gew.%
und dem Rest aus Fe&sub9;&sub0;Co&sub1;&sub0; als T (Übergangsmetall) bestand. Aus
diesen Blöcken wurden rasch abgeschreckte Legierungen, von
denen jede eine Breite von ungefähr 3 mm und eine Dicke von
ungefähr 30 um hatte, durch das ähnliche kontinuierliche
Spritzabschreckverfahren hergestellt. Für jede rasch abgeschreckte
Legierung wurde bestätigt, daß sie feine Kristallkörner mit
einer mittleren Körnergröße enthielt. Zwei Magnete wurden aus
diesen rasch abgeschreckten Legierungen hergestellt auf
ähnliche Weise, wie sie in dem Beispiel 13 beschrieben ist, es
wurde jedoch 1020º C als Sintertemperatur benutzt, während das
Altern während einer Stunde durchgeführt wurde.
-
Die magnetischen Eigenschaften der Magnete sind in Tabelle 9
gezeigt.
Tabelle 9
-
Es ist von Tabelle 9 klar, daß der Einschluß von Co als
Übergangsmetallelement T Br und (BH)max verbessert.
Beispiel 15
-
Auf die ähnliche Weise wie in Beispiel 3 beschrieben wurden
zwei Legierungsblöcke gemacht, einer von denen bestand aus R
von 40,0 Gew.%, B von 1,1 Gew.% und dem Rest aus Fe&sub9;&sub7;Al&sub3;,
während der andere aus R von 40,0 Gew.%, B von 1,1 Gew.% und
dem Rest aus Fe&sub7;&sub7;Co&sub2;&sub0;Al&sub3; bestand. Zwei rasch abgeschreckte
Legierungen mit einer Breite von ungefähr 5 mm und einer Dicke
von ungefähr 100 um wurden aus diesen Legierungsblöcken auf die
Weise wie in Beispiel 13 beschrieben dargestellt. Jede der
rasch abgeschreckten Legierungen enthält Kristallkörner mit
einer mittleren Korngröße von 0,05 umn. Aus diesen rasch
abgeschreckten Legierungen wurden zwei Magnete auf die ähnliche
Weise wie in Beispiel 13 beschrieben erzeugt. Die magnetischen
Eigenschaften dieser Magneten sind in Tabelle 10 gezeigt.
Tabelle 10
-
Tabelle 10 lehrt uns, daß das Hinzufügen von Kobalt Br und
(BH)max verbessert.
Beispiel 16
-
Ein Legierungsblock, der aus R von 32 Gew.%, B von 1,1 Gew.%
und dem Rest aus Fe bestand, wurde auf ähnliche Weise wie in
Beispiel 1 gemacht. Aus dem Legierungsblock wurde ein Band
durch das ähnliche kontinuierliche Spritzabschreckverfahren
dargestellt, indem eine Kupferabschreckscheibe benutzt wurde
bei einer Geschwindigkeit von 10 m/sec der kalten Oberfläche.
Das Band hatte eine Breite von ungefähr 5 bis 10 mm und eine
Dicke von ungefähr 50 bis 100 um und enthielt Kristallkörner
einer mittleren Korngröße von 0,3 um.
-
Das Band wurde zermalmt und gemahlen in Pulver mit einer
mittleren Teilchengröße von 2,5 um und dann in einen kompakten
Körper durch eine Druckkraft von 2 t Kraft/cm² innerhalb eines
ausrichtenden Magnetfeldes von 1,59 MA/m (20 kOe) gepresst.
-
Der gepresste Körper wurde bei einer Temperatur von 1000 bis
1120º C in Vakuum während einer Stunde und in Argongas während
einer anderen Stunde gesintert. Der resultierende gesinterte
Körper wies eine gesättigte Sinterdichte auf und enthielt
Kristallkörner mit einer mittleren Korngröße von 5 bis 30 um in
Abhängigkeit von der Sintertemperatur.
-
Der gesinterte Körper wurde bei einer Temperatur von 650º C in
Argongas während der zwei Stunden gealtert, und dann durch ein
Magnetfeld von 2,39 MA/m (30 kOe) Der Magnet wurde der Messung
der magnetischen Eigenschaften ausgesetzt.
-
Die gemessenen Daten sind in Figur 6 zusammen mit der mittleren
Kristallkorngröße in dem gesinterten Körper gezeigt. Figur 6
lehrt uns, daß hohe magnetische Eigenschaften bei mittleren
Kristallkorngrößen von 7 bis 30 um in dem gesinterten Körper
erzielt werden können.
Beispiel 17
-
Aus dem in Beispiel 11 gemachten Legierungsblock wurde ein
Legierungsband dargestellt durch das kontinuierliche
Spritzabschreckverfahren ähnlich zu dem in Beispiel 16. Die
Geschwindigkeit der kalten Oberfläche war ungefähr 15 m/sec, und das
erhaltene Band hatte eine Breite von ungefähr 5 mm und eine
Dicke von ungefähr 50 um. Kristallkörner in dem Band waren
ungefähr 0,1 um in der mittleren Korngröße.
-
Zwei gepresste Körper wurden aus dem Pulver auf die ähnliche
Weise wie in Beispiel 16 gebildet und bei verschiedenen
Temperaturen von 980º C bzw. 1050º C gesintert und danach auf die
ähnliche Weise wie in Beispiel 16 gealtert.
-
Diese gesinterten Körper wiesen eine voll gesinterte Dichte auf
und gewachsene Kristallkörner, die ungefähr 6 um und 15 um in
der mittleren Korngröße bei der Sintertemperatur von 980º C
bzw. 1050º C betrugen.
-
Die gesinterten und gealterten Körper wurden ähnlich wie in
Beispiel 16 magnetisiert und die Magneteigenschaften
untersucht. Die gemessenen Daten sind in Tabelle 11 gezeigt.
Tabelle 11
Mittlere Korngröße im gesinterten Körper (umm)
Beispiel 18
-
Gemäß dem Verfahren, wie es in Beispiel 3 gezeigt ist, wurde
ein Block, der aus R von 35,0 Gew.%, B von 1,0 Gew.% und dem
Rest aus Fe&sub7;&sub7;B&sub2;&sub0;Al&sub3; steht, hergestellt. Zwei gepresste Körper
wurden auf die gleiche Weise ähnlich zu der in Beispiel 17
gebildet und bei einer Temperatur von 1000º C bzw. 1080º C
gesintert. Die resultierenden gesinterten Körper wiesen
gewachsene Kristalle mit mittleren Korngrößen von 6 um bzw. 15 um
auf. Die gesinterten Körper wurden gealtert und ähnlich zu dem
Beispiel 17 magnetisiert. Die magnetischen Eigenschaften sind
in Tabelle 12 gezeigt.
Tabelle 12
Mittlere Korngröße im gesinterten Körper (umm)
-
Als nächstes werden drei Beispiele beschrieben, bei denen das
rasch abgeschreckte Legierungsband oder die Flocken, die durch
das kontinuierliche Spritzabschreckverfahren dargestellt
werden, wärmebehandelt werden, damit die Orientierung der
Kristalle darin verbessert wird.
Beispiel 19
-
Auf die ähnliche Weise wie in Beispiel 1 wurde ein
Legierungsblock, der aus R von 33,0 Gew.%, B von 1,01 Gew.% und dem Rest
aus Fe besteht, dargestellt; und rasch abgeschreckte
Legierungsbänder wurden erzeugt durch ein ähnliches kontinuierliches
Spritzabschreckverfahren indem eine Abschreckkupferscheibe
benutzt wurde, die mit einer Geschwindigkeit der kalten
Oberfläche von 10 m/sec rotiert. Jedes der Bänder hatte eine Breite
von 5 mm und eine Dicke von 50 um. Es wurde bestätigt, daß das
Band Nd&sub2;Fe&sub1;&sub4;B-Kristalle der Korngröße von 1 um oder weniger
aufwies, die darin mit den C-Ebenen der Kristalle hauptsächlich
in paralleler Richtung zu der Hauptoberfläche des Bandes
verteilt waren. Insbesondere wies die freie Oberfläche, die am
weitesten von der gekühlten Oberfläche entfernt war, Kristalle
mit großer Korngröße mit hoher Kristallorientierung im
Vergleich mit der gekühlten Oberfläche auf, die auf die kalte
Oberfläche auftraf.
-
Diese Bänder wurden wärmebehandelt bei 600º C, 700º C, 800º C,
900º C bzw. 1000º C während zwei Stunden und zermalmt und in
Pulver gemahlen mit einer mittleren Teilchengröße von 3 um.
-
Diese Pulver wurden in kompakte Körper entsprechend gepresst
mit einem Druck von 2 t Kraft/cm² innerhalb eines ausrichtenden
Magnetfeldes von 1,99 MA/m (25 kOe). Diese gepressten Körper
wurden bei 1080º C im Vakuum während einer Stunde und in
Argongas in einer folgenden Stunde gesintert und abgeschreckt zum
Erhalten von gesinterten Körper. Die gesinterten Körper wurden
bei 620º C während zwei Stunden gealtert und magnetisiert durch
Anwenden eines Magnetfeldes von ungefähr 2,39 MA/m (30 KOe).
Die magnetischen Eigenschaften der resultierenden Magnete sind
in Figur 7 zusammen mit den Wärmebehandlungstemperaturen
gezeigt.
-
Figur 7 lehrt uns, daß Wärmebehandlung bei 650º C oder mehr
deutlich das Br und (BH)max verbessert.
Beispiel 20
-
Ein Block, der aus R von 35,0 Gew.%, B von 0,9 Gew.% und dem
Rest aus Fe besteht, wurde auf ähnliche Weise wie in Beispiel 2
beschrieben dargestellt. Von dem Block wurden rasch
abgeschreckte Legierungsbänder auf ähnliche Weise wie in Beispiel
19 dargestellt. Diese Bänder enthielten Kristalle der
Korngrößen von 2 um oder weniger mit Kristallorientierung in der
Ebene parallel zu der Hauptoberfläche des Bandes.
-
Eines der Bänder wurde mit Wärme bei 800º C in Argongas
während einer Stunde behandelt.
-
Das wärmebehandelte und das nicht-wärmebehandelte Band wurden
zermalmt und in entsprechende Pulver gemahlen, aus denen
Magnete entsprechend gebildet wurden auf die ähnliche Weise,
wie in Beispiel 19 beschrieben ist. Die magnetischen
Eigenschaften der resultierenden Magnete sind in Tabelle 13
dargestellt.
Tabelle 13
Wärmebehandlung des Bandes
nein
-
Es ist aus Tabelle 13 verständlich, daß die Wärmebehandlung die
magnetischen Eigenschaften verbessert.
Beispiel 21
-
Ein Legierungsblock, der aus R von 40,0 Gew.%, B von 1,1 Gew.%
und dem Rest von Fe&sub7;&sub7;Co&sub2;&sub0;Al&sub3; besteht, wurde auf ähnliche Weise
wie in Beispiel 3 beschrieben dargestellt. Aus dem Block wurden
zwei rasch abgeschreckte Bänder durch das kontinuierliche
Spritzabschreckverfahren hergestellt, wie in Beispiel 19
beschrieben ist. Diese Bänder wiesen Nd&sub2;(FeCoAl)&sub1;&sub4;B-Kristal-le
der Korngröße von 2 um oder weniger auf, wobei die C-Ebenen
hauptsächlich parallel zu der Hauptoberfläche des Bandes
orientiert waren.
-
Eines der Bänder wurde mit Wärme bei 800º C in Argongas während
einer Stunde behandelt.
-
Das wärmebehandelte und die nicht-wärmebehandelten Bänder
wurden zermalmt und in Pulver gemahlen und in entsprechende
gesinterte Magnete gebildet auf eine Weise ähnlich wie in Beispiel
19, es wurde jedoch eine Sintertemperatur von 1050º C benutzt.
-
Die magnetischen Eigenschaften der resultierenden Magnete sind
in Tabelle 14 gezeigt.
-
Tabelle 14 lehrt uns auch, daß die Wärmebehandlung deutlich die
magnetischen Eigenschaften verbessert.
Tabelle 14
Wärmebehandlung des Bandes
nein
-
Als nächstes wird eine Beschreibung für ein Beispiel gegeben,
bei dem ein magnetisches Feld an die rasch abgeschreckte
Legierung angelegt wird, während der Abkühlung. Die Benutzung des
rasch abgeschreckten Legierungspulvers verbessert deutlich
einen gesinterten Magneten.
Beispiel 22
-
Auf ähnliche Weise, wie in Beispiel 1 beschrieben wurde, wurde
ein Legierungsblock gemacht, der aus R von 34,0 Gew.%, B von
1,0 Gew.% und dem Rest aus Fe besteht. Aus dem Block wurden
zwei rasch abgeschreckte Legierungsbänder mit einer Breite von
ungefähr 5 mm und einer Dicke von 50 um hergestellt durch das
entsprechende kontinuierliche Spritzabschreckverfahren unter
Benutzung einer Kupferabschreckscheibe, die mit einer
Geschwindigkeit der kalten Oberfläche von ungefähr 10 m/sec rotiert.
Eins der Bänder wurde einem Magnetfeld während rasch Abkühlens
ausgesetzt.
-
Figur 8 zeigt eine Vorrichtung, die zum Darstellen des Bandes
mit Anwendung des Magnetfeldes benutzt wurde. Die Vorrichtung
weist ein Schmelzrohr 21 auf, das z. B. aus Quarz gemacht ist
und in dem der Legierungsblock in einem geschmolzenen Zustand
geschmolzen wird. Das Schmelzrohr 21 weist eine kleine Öffnung
22 auf, die durch die geschmolzene Legierung 23 auf eine
Abschreckscheibe 24 aus Eisen gespritzt wird. Auf den
gegenüberliegenden Seiten der Abschreckscheibe 24 sind zwei hohle
scheibenförmige Gehäuse 25 und 25' angebracht, die aus
nichtmagnetischem
Stahl hergestellt sind und je eine Drehwelle 26 und 26'
auf einer gemeinsamen Mittelachse davon aufweisen. Die Gehäuse
25 und 25' enthalten fest scheibenförmige Permanentmagnete 27
und 27', die in eine Richtung der Dicke magnetisiert sind und
die gleichen Magnetpoloberflächen benachbart zu den
gegenüberliegenden Oberflächen der Abschreckscheibe aufweisen. Folglich
fließt der Fluß von den beiden Magneten 27 und 27' radial an
der äußeren Umfangsoberfläche der Eisenabschreckscheibe 24.
-
Bei diesem Beispiel wurde für jeden Magneten 27 und 27' eine
Samarium-Kobalt-Magnet mit Scheibenform benutzt, die einen
Durchmesser von 20 cm und eine Dicke von 2,5 cm aufwies, wobei
die Oberflächenflußdichte 0,1 T (1 kGAUSS) betrug. Eine
Eisenscheibe mit einem Durchmesser von 21 cm und einer Dicke von 2,0
cm wurde als Abschreckscheibe 24 benutzt. An der äußeren
Umfangsoberfläche wurde ein Magnetfeld von ungefähr 239 kA/m
(3 kOe) beobachtet.
-
Die Wellen 26 und 26' wurden so gedreht, daß die äußere
Umfangsoberfläche der Abschreckscheibe 24 sich mit einer
Geschwindigkeit von ungefähr 10 m/sec bewegte, die
geschmolzene Legierung 23 wurde durch die Öffnung 22 auf die äußere
Umfangsoberfläche der Abschreckscheibe 24 gespritzt und das
Band wurde erzeugt. Folglich wurde das Band einem radialen
Magnetfeld auf der Scheibe 24 so ausgesetzt, daß das
Magnetfeld an das Band in die Richtung der Dicke angelegt wurde,
während das Band abgekühlt wurde.
-
Dagegen wurde das andere Band hergestellt durch die in Figur 8
gezeigte Vorrichtung, wobei jedoch die Magneten 27 und 27'
durch nicht-magnetische Scheiben ersetzt wurden. Daher wurde
auf das andere Band kein Magnetfeld angewendet. Diese Bänder
wurden mit der Röntgenstrahlungsdiffraktionsmikroanalyse
beobachtet, sie wiesen feine Kristallkörner von mehreren
Micrometern oder weniger auf. Das Band, auf das das Magnetfeld
angewendet wurde, weist viele Kristalle auf, deren C-Ebene in der
parallen Richtung zu der Hauptoberfläche des Bandes
ausgerichtet ist, im Gegensatz zu dem anderen Band, auf das
kein Magnetfeld angewendet wurde.
-
Diese Bänder wurden zermalmt und in Pulver gemahlen die jeweils
eine mittlere Teilchengröße von 2,5 um aufwiesen, und dann
wurden sie in kompakte Körper unter einem Druck von 1 t
Kraft/cm² innerhalb eines ausrichtenden Magnetfeldes von 1,59
MA/m (20 kOe) gepresst.
-
Diese gepressten Körper wurden bei einer Temperatur von 1060º C
im Vakuum während einer Stunde und im Argongas während der
darauffolgenden Stunde gesintert und abgekühlt. Die
resultierenden gesinterten Körper wurden bei 650º C in Argongas während
einer Stunde gealtert und danach durch die Anwendung eines
Magnetfeldes von 2,39 MA/m (30 kOe) magnetisiert.
-
Das Magnetfeld der resultierenden Magnete ist in Tabelle 15
gezeigt.
Tabelle 15
Magnetfeld während des raschen Abschreckens
angewendet
nicht angewendet
-
Es ist aus Tabelle 15 zu verstehen, daß die Anwendung des
Magnetfeldes deutlich die magnetischen Eigenschaften
verbessert.
-
Jetzt wird die Beschreibung von Beispielen gegeben, bei denen
rasch abgeschreckte Legierungsbänder und/oder Flocken mit einer
gleichmäßigen Ausrichtung der Kristalle dargestellt werden,
wobei dieses Verfahren verbessert wird, so daß gesin-terte
Magneten mit verbesserten magnetischen Eigenschaften er-halten
werden können.
-
Es wird Bezug genommen auf Figur 9, es ist eine Vorrichtung
gezeigt zum Darstellen der rasch abge-schreckten
Legierungsbänder und/oder Flocken mit verbesserter gleichmäßiger Ausrichtung
der Kristalle.
-
Die Vorrichtung weist ein Schmelzrohr 31 aus z. B. Quarz mit
einer kleinen Öffnung 32 auf. In dem Schmelzrohr 31 wird eine
Legierung 33 geschmolzen. Eine Abschreckscheibe 34 ist unter
der Öffnung 32 so vorgesehen, daß die geschmolzene Legierung 33
durch die Öffnung 32 auf eine kalte Oberfläche der
Abschreckscheibe 34 gespritzt wird, die mit einer vorbestimmten
Geschwindigkeit gedreht wird.
-
Die kalte Oberfläche der Abschreckscheibe 34 ist mit einer
Mehrzahl von Vorsprüngen 35 gebildet, die zwischen zwei
Vorsprüngen 35 Rillen 36 abgrenzen, wie in einer vergrößerten
Schnittansicht in Figur 9a gezeigt ist. Bei den folgenden
Beispielen wurden die Vorsprünge 35 mit einem
Wiederholungsintervall von 1 mm mit einer radialen Größe von 0,5 mm gebildet.
-
Eine kreisförmige Kühlplatte 37 mit einer Drehwelle 38 ist an
seiner Seite der Abschreckscheibe 34 so vorgesehen, daß sie
eine Hauptoberfläche aufweist, die der kalten Oberfläche der
Abschreckscheibe 34 zugewandt ist.
-
Die geschmolzene Legierung wird auf die kalte Oberfläche der
Abschreckscheibe 34 gespritzt und durch die Mehrzahl von
Vorsprüngen als nebelförmige Teilchen auf die Hauptoberfläche der
kreisförmigen Kühlplatte 37 gesprayt. Jedes Teilchen trifft auf
die Hauptoberfläche auf und wird in ein flaches Stück
deformiert, das gekühlt wird, so daß rasch abgeschreckte dünne
bandartige Flocken gebildet werden.
Beispiel 23
-
Auf die ähnliche Weise, wie in Beispiel 1 beschrieben ist,
wurde ein Block dargestellt, der aus R von 32,0 Gew.%, B von
1,0 Gew.% und dem Rest aus Fe bestand. Aus dem Block wurden
rasch abgeschreckte Legierungsbänder dargestellt durch das
ähnliche kontinuierliche Spritzabschreckverfahren wie in
Beispiel 1. In diesem Fall wurde die Geschwindigkeit, mit der sich
die kalte Oberfläche bewegte, in einem Bereich von ungefähr 2
bis 80 m/sec so verändert, daß die Bänderbreiten von ungefähr
0,5 bis 15 mm und Dicke von 10, 20, 50, 100, 200, 500 bzw.
1000 um aufwiesen.
-
Auf der anderen Seite wurden rasch abgeschreckte
Legierungsflocken aus dem Block dargestellt, indem die in Figur 9
gezeigte Vorrichtung benutzt wurde. Eine Mehrzahl von Partien von
Flocken wurden durch Ändern der Geschwindigkeit der kalten
Oberfläche innerhalb eines Bereiches von ungefähr 2 bis 100
m/sec dargestellt, und daher hatten die resultierenden Flocken
verschiedene Breiten 0,5 bis 10 mm und Dicken von ungefähr 7
bis 1000 um in Abhängigkeit von den verschiedenen
Geschwindigkeiten der kalten Oberfläche.
-
Die Verteilung der Korngrößen und der Orientierungen der
Kristalle in diesen Bändern wurde als ähnlich zu den Bändern von
Beispiel 4 beobachtet. Weiterhin wurde bestätigt, daß
gleichförmige Kristallausrichtung in den Flocken mit Dicken von 500
um oder weniger verbessert war, insbesondere von 7 bis 50 um,
in dem das Sprayen mit dem kontinuierlichen
Spritzabschreckverfahren verglichen wurde.
-
Diese Bänder und Partien von Flocken wurden zermalmt und in
entsprechende Pulver einer mittleren Teilchengröße von 3 um
gemahlen und dann in entsprechende kompakte Körper durch einen
Druck von 2 t Kraft/cm² innerhalb eines ausrichtenden
Magnetfeldes von 1,59 MA/m (20 kOe) gepresst.
-
Diese gepressten Körper wurden unter ähnlichen Bedingungen wie
im Beispiel 4 gesintert und bei einer Temperatur von 650º C
während einer Stunde gealtert. Danach wurden die gesinterten
Körper einem Magnetfeld von 2,39 MA/m (30 kOe) ausgesetzt zum
Bilden von Magneten.
-
Die magnetischen Eigenschaften der resultierenden Magnete sind
in Figur 10 zusammen mit den Dicken der Flocken gezeigt, die
durch das Sprayen gemacht sind, und der Bänder, die durch das
kontinuierliche Spritzabschreckverfahren gemacht sind.
-
Es ist zu bemerken, daß die Magnete die unter Benutzung der
Flocken gemacht sind, die durch das Sprayen erhalten sind,
verbesserte magnetische Eigenschaften im Vergleich zu den
Magneten haben, die durch die kontinuierlich spritzabgeschreckten
Bänder gemacht sind, für Dicken von 500 um oder weniger.
Weiterhin ist zu bemerken, daß die Benutzung der Flocken von 7 um
oder mehr deutlich hervorragende Br und (BH)max vorsehen.
Beispiel 24
-
Von dem in Beispiel 6 dargestellten Block wurde eine Partie von
im allgemeinen kreisförmigen Flocken durch die Benutzung der in
Figur 9 gezeigten Vorrichtung dargestellt. Jede Flocke hatte
eine Dicke von 15 um und einen Durchmesser von 1 um und
enthielt Kristalle mit einer Korngröße von ungefähr 1 mm oder
weniger.
-
Aus den Flocken wurde ein Magnet auf ähnliche Weise wie in
Beispiel 6 dargestellt. Die magnetischen Eigenschaften des
resultierenden Magneten sind in Tabelle 16 zusammen mit denen des
Magneten gezeigt, der aus einem Band mit einer 15 um Dicke in
Beispiel 6 gemacht ist.
Tabelle 16
Kalte Oberfläche
glatt
Rillen gebildet
-
Es ist zu bemerken, daß das vorliegende Beispiel deutlich
verbesserte magnetische Eigenschaften in Vergleich mit dem
Beispiel 6 aufweist.
Beispiel 25
-
Unter Benutzung des in Beispiel 8 dargestellten Blockes wurde
ein Partie von Flocken dargestellt, die jeweils eine Dicke von
15 um und einen Durchmesser von 1 mm aufwiesen, auf die
ähnliche Weise wie in Beispiel 24. Aus den Flocken wurde ein Magnet
auf ähnliche Weise wie in Beispiel 8 beschrieben erzeugt.
-
Die magnetischen Eigenschaften des resultierenden Magneten sind
in Tabelle 17 zusammen mit denen der Probe gezeigt, die aus dem
15 um Band in Beispiel 8 gemacht wurde. Das vorliegende
Beispiel zeigt klar verbesserte magnetische Eigenschaften.
Tabelle 17
Kalte Oberfläche
glatt
Rillen gebildet
-
Als nächstes werden vier Beispiele beschrieben, bei denen ein
rasch abgeschrecktes Legierungspulver durch ein anderes
Verfahren zum Vorsehen verbesserter magnetischer Eigenschaften
hergestellt wird.
-
Unter Bezugnahme auf Figur 11 wird das Verfahren beschrieben.
Eine in Figur 11 gezeigte Vorrichtung weist ein Schmelzrohr 41
aus Quarz und eine an einem unteren Abschnitt des Schmelzrohres
41 angebrachte Sprühdüse 42 auf. Eine Legierung wird in dem
Schmelzrohr 41 in den geschmolzenen Zustand geschmolzen. Die
geschmolzene Legierung 43 wird durch die Sprühdüse 42 als
Sprühnebelteilchen P durch Anwendung von komprimiertem
Argongas Ar in die Sprühdüse 42 versprüht. Dieses Verfahren ist dem
Stand der Technik als ein Sprühverfahren zum Herstellen einer
amorphen Legierung gut bekannt, wobei die versprühten Teilchen
in kreisförmigen kleinen Kügelchen oder Körnchen gekühlt
werden. Bei der gezeigten Vorrichtung ist eine Kühlplatte 44
unter der Düse 42 vorgesehen und wird rotiert. Die
Sprühnebelteilchen P treffen auf die Hauptoberfläche der Kühlplatte 44
auf, werden deforiniert und in kleine flache Flocken F gekühlt.
Beispiel 26
-
Ein Legierungsblock, der aus R von 30,0 Gew.%, B von 1,0 Gew.%
und dem Rest aus Fe bestand, wurde unter Benutzung ähnlicher
Startmaterialien und eines ähnlichen Schmelzverfahrens wie im
Beispiel 1 dargestellt. Der Block wurde mit einer Dicke von
ungefähr 10 mm unter Benutzung einer Form mit einem
Wasserkühlsystem gebildet.
-
Eine Partie von Körnchen oder kleinen Kugeln wurde aus dem
Legierungsblock durch das bekannte Sprühverfahren dargestellt.
Jedes der Körnchen hatte eine Teilchengröße von 0,2 mm.
-
Dagegen wurde eine Partie von Flocken ebenfalls durch die
Benutzung der in Figur 11 gezeigten Vorrichtung dargestellt,
wobei jeder einen Durchmesser von ungefähr 0,3 mm und eine Dicke
von ungefähr 100 um aufwies.
-
Die Mikrostrukturen der Blocklegierung, der Körnchenlegierung
und der Flockenlegierung sind in Figur 12a, 12b bzw. 12c zu
sehen.
-
Es wird Bezug genommen auf Figur 12a, der Block weist
vorherrschende Phasen (z. B. in weiß bei A in der Figur gezeigt) von
großen gewachsenen Kristallkörnern aus Nd&sub2;Fe&sub1;&sub4;B,
Eisenkornphasen (durch kleine weiße Flächen z. B. bei B in der Figur
gezeigt), die in der vorherrschenden Phase ausgeschieden sind,
und Nd-reiche Kristallphasen (z. B. in schwarz bei C in der
Figur gezeigt), die zwischen den vorherrschenden Phasen verteilt
sind, auf.
-
Es wird Bezug genommen auf Figur 12b, das Korn weist
vorherrschende Phasen (die durch weiße Flächen z. B. A in der Figur
gezeigt sind) aus Nd&sub2;Fe&sub1;&sub4;B-Kristallen, die eine Korngröße von
ungefähr 5 um haben, einen kleinen Betrag von Eisenphasen (die
durch kleine weiße Flächen z. B. B in der Figur gezeigt sind);
die in den vorherrschenden Phasen verteilt sind, und Nd-reiche
Phasen (die in schwarz z. B. bei C in der Figur gezeigt sind),
die zwischen den vorherrschenden Phasen verteilt sind, auf.
-
Es wird Bezug genommen auf Figur 12c, die Flocke weist
vorherrschende Phasen von nadelartigen Kristallen aus Nd&sub2;Fe&sub1;&sub4;B und Nd-
reiche Phasen an den Übergängen der Kristalle auf. Die C-Ebenen
der Kristalle sind im allgemeinen in einer Richtung senkrecht
zu der Hauptoberfläche der Flocke orientiert.
-
Der Block, die Partie von Körnern und die Partie von Flocken
wurden zermalmt und in entsprechende Pulver mit einer mittleren
Teilchengröße von ungefähr 0,3 um gemahlen.
-
Jedes Pulver wurde in sechs kompakte Körper durch eine
Druckkraft von 2 t Kraft/cm² innerhalb eines ausrichtenden
Magnetfeldes von 1,99 MA/m (25 kOe) gepresst. Diese sechs kompakten
Körper wurden bei 1000º C, 1020º C, 1040º C, 1060º C, 1080º C
bzw. 1100º C in einem Vakuum am Anfang für eine Stunde und für
eine weitere Stunde gesintert und danach abgeschreckt. Die
resultierenden sechs gesinterten Körper wurden bei einer
Temperatur von 650º C während fünf Stunden gealtert und durch die
Anwendung eines Magnetfeldes von ungefähr 2,39 MA/m (30 kOe)
magnetisiert.
-
Die magnetischen Eigenschaften der resultierende Magnete sind
in Figur 13 in Zusammenhang mit verschiedenen
Herstellungsverfahren der Legierungspulver zusammen mit verschiedenen
Sintertemperaturen gezeigt. Es kann aus Figur 13 verstanden werden,
daß die aus dem Flockenpulver gemachten Magnete in den
magnetischen Eigenschaften den Magneten überlegen sind, die aus den
anderen Pulvern gemacht sind, obwohl die aus dem
Körnchenpulver
gemachten Magnete ebenfalls bessere Eigenschaften aufweisen
als die aus dein Blockpulver gemachten Magnete.
Beispiel 27
-
Ein Block, der aus R von 30,5 Gew.%, B von 1,0 Gew.% und dein
Rest aus Fe besteht, wurde auf ähnliche Weise wie in Beispiel 1
beschrieben dargestellt.
-
Eine Partie von Körnern mit Teilchengrößen von ungefähr 50 um
und eine Partie von Flocken mit Durchmessern von ungefähr 50 um
und Dicken von ungefähr 30 um wurden aus dem Block durch das
bekannte Gassprühverfahren bzw. das Verfahren, das die in Figur
11 gezeigte Vorrichtung benutzt, dargestellt. Diese Körner und
Flocken wiesen Mikrostrukturen von Nd&sub2;Fe&sub1;&sub4;B-Kristallkörnern der
Größen von 3um oder weniger und Nd-reiche Phasen an den
Schnittstellen zwischen den Kristallen auf. Weiter wurde durch
Röntgenstrahlen-Diffraktionsmikroanalyse bestätigt, daß die C-
Ebenen der Kristalle in jeder Flocke praktisch gleichmäßig in
der Richtung parallel zu der Hauptoberfläche der Flocke
orientiert waren.
-
Diese Körner und Flocken wurden zermalmt und in Pulver mit
einer mittleren Teilchengröße von 4 um gemahlen und zum Bilden
kompakter Körper gepresst auf eine ähnliche Weise wie im
Beispiel 26 beschrieben.
-
Die resultierenden kompakten Körper wurden bei 1080º C im
Vakuum für eine Stunde und in Argongas für eine folgende Stunde
gesintert und abgeschreckt. Die gesinterten Körper wurden bei
650º C während 5 Stunden gealtert und dann in einem Magnetfeld
von 1,99 MA/m (25 kOe) inagnetisiert.
-
Die magnetischen Eigenschaften dieser resultierenden Magnete
sind in Tabelle 18 gezeigt. Obwohl die aus dem Körnerpulver
gemachten Magnete exzellente magnetische Eigenschaften aufweisen,
sind die aus den Flocken gemachten anderen Magneten ihnen
überlegen
Tabelle 18
Rasch abgeschreckte Legierung
Pulver von Körnern
Scheibenartige Flocken
Beispiel 28
-
Ein Block wurde auf ähnliche Weise wie in Beispiel 2
dargestellt. Der Block wies R von 31,5 Gew.%, B von 0,9 Gew.% und
den Rest aus Fe auf.
-
Aus dem Block wurde eine Partie von Körnern mit einem
Durchmesser von 0,1 mm und eine Partie von Flocken mit einem
Durchmesser von ungefähr 0,3 mm und eine Dicke von ungefähr 50 um
auf eine Weise ähnlich dem Beispiel 27 gemacht.
-
Die Körner und die Flocken wurden zermalmt und in Pulver
gemahlen, das eine mittlere Teilchengröße von ungefähr 3,5 um hat,
und sie wurden kompakte Körper gepresst auf eine Weise ähnlich
wie in Beispiel 26. Diese kompakten Körper wurden ähnlich bei
1060º C gesintert und abgeschreckt. Die resultierenden
gesinterten Körper wurden bei 650º C während drei Stunden gealtert
und danach in einem Magnetfeld von 1,99 MA/m (25 kOe)
magnetisiert.
-
Die magnetischen Eigenschaften der resultierende Magnete sind
in Tabelle 19 gezeigt.
Tabelle 19
Rasch abgeschreckte Legierung
Pulver von Körnern
Scheibenartige Flocken
Beispiel 29
-
Ein Block, der aus R von 32,0 Gew.%, B von 1,1 Gew.% und dem
Rest aus Fe&sub7;&sub7;Co&sub2;&sub0;Al&sub1; bestand, wurde auf eine Weise ähnlich dem
Beispiel 3 dargestellt.
-
Eine Partie von Körnern mit einem Durchmesser von ungefähr 0,1
mm und eine Partie von Flocken, von denen jede einen
Durchmesser von ungefähr 0,3 mm und eine Dicke von ungefähr 50 um
aufwies, wurden auf eine Weise ähnlich wie im Beispiel 28
dargestellt.
-
Magnete werden aus diesen Körnern bzw. Flocken auf eine Weise
ähnlich wie im Beispiel 28 erzeugt. Die magnetischen
Eigenschaften der resultierende Magnete sind in Tabelle 20 gezeigt.
Tabelle 20
Rasch abgeschreckte Legierung
Pulver von Körnern
Scheibenartige Flocken
-
Als nächstes werden einige Beispiele beschrieben, bei denen ein
rasch abgeschrecktes Legierungsband mit Kristallen vorgesehen
wird, die eine verbesserte gleichförmige Orientierung und
Korngröße aufweisen und daher gesinterte Magnete mit weiter
verbesserten magnetischen Eigenschaften vorsehen kann.
-
Es wird Bezug genommen auf Figur 14, eine Vorrichtung zum
Darstellen eines verbesserten rasch abgeschreckten
Legierungsbandes weist Schmelzrohr 51 aus z. B. Quarz mit einer kleinen
Öffnung 52 an seinem Bodenabschnitt auf. Eine Legierung wird in
dem Schmelzrohr 51 in den geschmolzenen Zustand, der mit 53
bezeichnet ist, geschmolzen. Unter der Öffnung 52 ist eine
Abschreckscheibe 54 so vorgesehen, daß die geschmolzene
Legierung 43 auf eine äußere kalte Umfangsoberfläche der
Abschreckscheibe 54 durch die Öffnung 52 gespritzt wird. Eine andere
Kühlscheibe 55 ist benachbart zu der Abschreckscheibe 54 so
vorgesehen, daß sie eine äußere Umfangsoberfläche mit einer
kleinen Lücke in einem Abstand von der kalten Oberfläche
aufweist. Sowohl die Scheibe 54 als auch 55 drehen sich in
entgegengesetzte Richtung zueinander aber mit einer
Drehgeschwindigkeit.
-
Die aus der Öffnung 52 auf die kalte Oberfläche der Scheibe 54
ausgestoßene geschmolzene Legierung wird in eine Bandform
gebracht, und danach kommt eine freie Oberfläche des Bandes 56 in
Kontakt mit der äußeren Oberfläche der Scheibe 55. Folglich
wird auch die freie Oberfläche des Bandes 56 rasch durch die
Scheibe 57 abgeschreckt, jedoch mit einer Verzögerung
gegenüber der gegenüberliegenden Oberfläche, die auf Scheibe 54
auftrifft.
-
Im Stand der Technik ist ein Verfahren, daß zwei abschreckende
Scheiben benutzt gut bekannt zum Bilden eines amorphen
Legierungsbandes (welches im folgenden als "ein
Doppelkaltscheibenverfahren" bezeichnet wird) bei dem die geschmolzene Legierung
53 direkt in eine schmale Lücke zwischen zwei Scheiben 54 und
57 (siehe Figur 14) so eingespritzt wird, daß die geschmolzene
Legierung rasch von beiden Seiten zur gleichen Zeit
abgeschreckt wird. In diesem Zusammenhang sei angeführt, daß
kontinuierliche Spritzabschreckverfahren, das eine einzelne
Abschreckscheibe benutzt, wie es in den Druckschriften 2, 3 und 5
offenbart ist, wird als "ein Einzelkaltscheibenverfahren"
bezeichnet.
-
Die in Figur 14 gezeigte Vorrichtung benutzt zwei Scheiben
ähnlich dem Doppelscheibenverfahren, die geschmolzene Legierung
kommt mit den zwei Scheiben nicht zur gleichen Zeit sondern zu
verschiedenen Zeiten in Kontakt. Daher wird das Verfahren, das
die in Figur 14 gezeigte Vorrichtung benutzt, als "ein
modifiziertes Doppelkaltscheibenverfahren" bezeichnet.
Beispiel 30
-
Ein aus R von 32,0 Gew.%, B von 1,0 Gew.% und dem Rest aus Fe
bestehender Block wurde auf ein ähnliches Verfahren, wie es in
Beispiel 1 beschrieben wurde, dargestellt.
-
Ein Legierungsband aus dem Block durch die in Figur 14 gezeigte
Vorrichtung gemacht, wobei die Stahlscheiben 54 und 55 mit
einer Oberflächengeschwindigkeit von 10 m/sec rotierten. Dieses
Band wird im folgenden als Band A bezeichnet. Das Band A weist
eine Breite von ungefähr 10 mm und eine Dicke von ungefähr
100 um auf.
-
Zum Vergleich wurden andere Bändern B und C durch das
Einzelkaltscheiben- bzw. Doppelkaltscheibenverfahren dargestellt,
wobei die gleiche Oberflächengeschwindigkeit benutzt wurde.
-
Es wurde durch Röntgenstrahlendiffraktionsmikroanalyse
bestätigt, daß die Bänder A, B und C Nd&sub2;Fe&sub1;&sub4;B-Kristalle enthielten,
die in den Bändern verteilt waren. Im Band A zeigte eine durch
die erste Scheibe 54 gekühlte Oberfläche sehr feine Kristalle
einer Korngröße von Submicrongrößenordnung bis 3 um, die nicht
besonders ausgerichtet waren, während die andere Oberfläche,
die durch die andere Scheibe 55 gekühlt wurde, und ein
Mittelbereich zwischen beiden Oberflächen Kristalle einer Korngröße
von 1 um bis 3 um zeigte, die fast gleichförmig verteilt waren.
-
Im Band B zeigte eine durch die Scheibe gekühlte Oberfläche
sehr feine Kristalle einer Korngröße von Submikrongrößen bis 3
um, die nicht besonders ausgerichtet waren, während die andere
freie Oberfläche und ein Zwischenbereich zwischen beiden
Oberflächen große Kristalle von 1 bis 3 um wie nadelartige
Kristalle aufwies, die praktisch gleichförmig orientiert waren.
-
Im Band C zeigten die gegenüberliegenden Oberflächen sehr feine
Kristalle einer Korngröße von Submikrongrößenordnung bis 3 um,
die nicht besonders gleichmäßig ausgerichtet waren, während ein
Zwischenbereich zwischen beiden Oberflächen Kristalle aufwies,
die leicht gleichförmig orientiert waren.
-
Die Bänder A, B und C wurden zermalmt und in Pulver gemahlen,
die eine mittlere Teilchengröße von ungefähr 3 um aufwiesen und
dann in kompakte Körper durch eine Presskraft von 2 t Kraft/cm²
in einem ausrichtenden Magnetfeld von 1,49 MA/m (2okOe)
gepresst wurden.
-
Diese gepressten Körper wurden bei 1000º C im Vakuum während
einer Stunde und in Argongas während einer folgenden Stunde
gesintert und abgeschreckt. Die resultierenden gesinterten
Körper wurden durch Anwenden eines Magnetfeldes von ungefähr 239
MA/m (30 kOe) zum Bilden von Magneten magnetisiert.
-
Die magnetischen Eigenschaften dieser Magnete sind in Tabelle
21 gezeigt.
Tabelle 21
Rasches Abschreckverfahren
Einzelkaltscheibe
Doppelkaltscheibe
Modifizierte Doppelkaltscheibe
-
Aus Tabelle 21 ist zu bemerken, daß der aus dem Band B
hergestellte Magnet verbesserte magnetische Eigenschaften im
Vergleich zu dein aus dem Band C hergestellten Magnet aufweist,
der aus dem Band A hergestellte Magnet ist jedoch dem Magneten
aus den Bändern B und C überlegen.
Beispiel 31
-
Aus einem in Beispiel 10 dargestellten Block wurden rasch
abgeschreckte Legierungsbänder A und B durch das modifizierte
Doppelkaltscheiben- bzw. Doppelkaltscheibenverfahren hergestellt.
Eine Scheibenoberflächengeschwindigkeit war 2 m/sec, und daher
hatten die Bänder A und B je eine Breite von ungefähr 10 mm und
eine Dicke von ungefähr 500 um.
-
Magnete wurden aus diesen Bändern A und B auf eine Weise
ähnlich der in Beispiel 30 dargestellt, es wurde jedoch eine
Sintertemperatur von 1050º C benutzt.
-
Die magnetischen Eigenschaften der resultierenden Magnete sind
in Tabelle 22 gezeigt.
Tabelle 22
Rasches Abschreckverfahren
Doppelkaltscheibe
Modifizierte Doppelkaltscheibe
-
Beim Band B sind Kristalle verhältnismäßig groß gewachsen und
verhältnismäßig gleichmäßig ausgerichtet. Daher sind die
magnetischen Eigenschaften verbessert im Vergleich den Magneten, die
von den Band C gemacht sind, das durch das
Doppelkaltscheibenverfahren in Beispiel 30 dargestellt wurde. Die magnetischen
Eigenschaften der Magneten, die aus dem Band A gemacht sind,
sind jedoch überlegen.
Beispiel 32
-
Ein Block aus R von 35,0 Gew.%, B von 0,9 Gew.% und dem Rest
aus Fe bestehend wurde auf ähnliche Weise wie unter Beispiel 2
beschrieben dargestellt.
-
Von dem Block wurden Bänder A und B durch das modifizierte
Doppelkaltscheiben bzw. Doppelkaltscheibenverfahren
dargestellt, und dann wurden Magnete aus den Bändern bzw. B auf eine
Weise ähnlich wie unter Beispiel 31 beschrieben erzeugt. Die
magnetischen Eigenschaften der resultierenden Magnete sind in
Tabelle 23 gezeigt.
Tabelle 23
Rasches Abschreckverfahren
Doppelkaltscheibe
Modifizierte Doppelkaltscheibe
Beispiel 33
-
Bei dem in Beispiel 3 beschriebenen Verfahren wurde ein Block
dargestellt, der aus R von 40,0 Gew.%, B von 1,1 Gew.% und dem
Rest aus Fe&sub7;&sub7;Co&sub2;&sub0;Al&sub3; bestand.
-
Bänder A und B wurden aus dem Block durch das modifizierte
Doppelkaltscheibenverfahren und das Doppelkaltscheibenverfahren
dargestellt, und Magnete wurden aus den Bändern A bzw. B in
einer ähnlichen Weise wie bei Beispiel 31 erzeugt.
-
Die magnetischen Eigenschaften der Magnete sind in Tabelle 24
gezeigt.
Tabelle 24
Rasches Abschreckverfahren
Doppelkaltscheibe
Modifizierte Doppelkaltscheibe
-
Die vorliegende Erfindung ist beschrieben wurde im Zusammenhang
mit Beispielen bei denen Nd hauptsächlich als
Seltenerdmetallelement benutzt wurde, aber die vorliegende Erfindung ist auch
anwendbar auf Magnete, die andere Seltenerdmetallelemente für R
benutzen. Weiterhin können andere Übergangsmetallelemente als
Co und Ni zusammen mit Fe benutzt werden.