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Die
vorliegende Erfindung betrifft Kühllüfter, beispielsweise
Lüfter,
die in Verbindung mit einem Kraftfahrzeug- oder industriellen Kühlsystem
verwendet werden. Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf
Lüfter
mit integrierten Schaufeln, die in einem Formprozeß, wie einem
Spritzgießverfahren, ausgebildet
sind.
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Die
meisten Kraftfahrzeug- und industriellen Arbeitskomponenten benötigen irgendeine
Art eines Hilfskühlsystems.
Bei einer typischen Anwendung in einem Kraftfahrzeug besitzt dieses
Kühlsystem
einen Kühler
und einen Kühllüfter, der
Luft über
den Kühler leitet.
Bei diesen Anwendungsfällen
ist der Lüfter
an einem rotierenden Flansch eines Lüfterantriebes montiert, der
separat vom Ausgang der Arbeitseinheit angeordnet ist.
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Bei
frühen
Konstruktionen von derartigen Kühllüftern wurden
Lüfter
aus Metall an einer Metallnabe montiert, wobei diese Nabe dann am
Lüfterantrieb
befestigt wurde. In den letzten Jahren finden jedoch hochfeste Polymermaterialien
zur Ausbildung von diversen Komponenten des Lüfters Verwendung. Es wurde
festgestellt, daß eine
derartige Polymerlüfterkon struktion
die normalen Kräfte
und Belastungen aushalten kann, die auf einen Kühllüfter selbst bei den Kraftfahrzeug-
oder industriellen Anwendungsfällen
mit höchsten
Beanspruchungen treffen. Desweiteren führt die Verwendung von Polymermaterialien
zu einer signifikanten Gewichtsreduzierung des Kühllüfters. Darüber hinaus und vielleicht am
signifikantesten bringt die Verwendung von Polymeren wesentliche
Vorteile bei der Herstellung des Lüfters mit sich, da Materialien
dieses Typs ohne weiteres für eine
Vielzahl von Formprozessen geeignet sind.
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Mit
einem einstückig
geformten Lüfter
entfallen die Schweißstellen
und Niete, die üblicherweise bei
Metallüftern
des Standes der Technik vorhanden sind. Desweiteren erleichtert
der Formprozeß die
Erzeugung von sanften abgerundeten Konturen, die schließlich innere
Spannungen innerhalb der Lüftereinheit
herabsetzen.
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Bei
einer Art einer gegossenen Lüfterkonstruktion
werden der gesamte Lüfter
und die Nabe einstückig
ausgebildet. Ein Beispiel dieser Art eines einstückig gegossenen Lüfters ist
in der
US-PS 4 671 739 beschrieben.
Es wurde festgestellt, daß Lüfter dieser
Art besser geeignet sind für
Anwendungsfälle mit
geringerer Beanspruchung, wie beispielsweise im Kühlsystem
von Personenkraftwagen. In bezug auf Anwendungsfälle mit höheren Beanspruchungen wurde
festgestellt, daß eine
nabenlose gegossene Lüfterkonstruktion
geeigneter ist. Eine derartige Konstruktion ist in der
US-PS 5 593 283 beschrieben. Bei dieser
Konstruktion ist ein nabenloser Lüfter aus einem Polymer einstückig um
eine metallische Montagenabe geformt. Diese Montagenabe kann innerhalb der
Form vorrichtung, wie beispielsweise einer typischen Spritzgießmaschine,
gelagert werden. Das Polymermaterial wird dann in eine Form gespritzt,
die die Nabe umgibt, um einen Verriegelungsring um die Metallnabe
herum auszubilden.
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Bei
vielen Kraftfahrzeug- und industriellen Anwendungsfällen besteht
der gegossene Lüfter
aus einem Polymer, wie Polypropylen, Nylon oder einer anderen Harzzusammensetzung.
Desweiteren besitzen viele industrielle Lüfter ein Verstärkungsmaterial, wie
Glasfasern oder Nylonstränge.
Dieses Verstärkungsmaterial
kann innerhalb der Konstruktion der gegossenen Lüfterschaufel orientiert werden,
um für zusätzliche
Festigkeit und Steifigkeit zu sorgen, wenn dies auf der Basis der
Spannungsanalyse des arbeitenden Lüfters erforderlich ist.
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Diese
nabenlose Lüfterkonstruktion
hat sich seit ihrem Beginn entsprechend entwickelt. Während die
metallische Montagenabe dem Gesamtlüfter einen bestimmten Festigkeitsgrad
verleiht, kann der gegossene Lüfter
einen vergrößerten Polymerring aufweisen,
der um die Montagenabe herum ausgebildet ist. Dieser Ring sorgt
für Festigkeit
und Biegesteifigkeit des Fußes
einer jeden Lüfterschaufel.
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Obwohl
ein derartiger nabenloser Polymerlüfter eine Verbesserung gegenüber metallischen und
einstückigen
Polymerlüfterkonstruktionen
des Standes der Technik darstellt, sind immer noch Verbesserungen
erforderlich. Beispielsweise spielen Kosten- und Materialüberlegungen
für die
gegenwärtigen
gegossenen Lüfterkonstruktionen,
die mit einer beträchtlichen
Materialvergeudung verbunden sind, eine we sentliche Rolle. Kostenüberlegungen
spielen auch eine Rolle in bezug auf die Lagerung und den Transport
eines Lüftervorrates.
Es verbleibt ein Bedarf nach einer gegossenen Lüftereinheit, die in bezug auf
die Herstellung und den Transport des fertigen Lüfterproduktes mit reduzierten
Gesamtkosten verbunden ist.
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Bei
bekannten Gießprozessen
findet ein System mit kaltem Eingußkanal bzw. Angußstutzen und
Gießkanälen Verwendung,
bei dem der Eingußkanal/Angußstutzen
und die Gießkanäle auf der
Innenseite des nabenlosen Lüfterkörpers angeordnet sind.
Eine Gießanordnung
dieser Art ist in der
US-PS 4
957 414 gezeigt. In der Praxis müssen die kalten Eingußkanäle bzw.
Angußstutzen
nach der Montage des Lüfters
entfernt werden.
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Die
vorliegende Erfindung sieht eine Lüfteranordnung vor, die umfaßt: eine
im wesentlichen starre Nabe, die passend zu einem Lüfterantrieb
ausgebildet ist und einen Umfangsflansch bildet, einen nabenlosen
Lüfter,
der einen umlaufenden Ring, welcher um den Umfangsflansch der starren
Nabe geformt ist, und eine Vielzahl von nach außen vorstehenden Lüfterschaufeln,
die einstückig
mit dem Ring ausgebildet sind, bildet, wobei die Vielzahl der Schaufeln
einen Fußdurchmesser
radial außerhalb des
umlaufenden Ringes besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der nabenlose
Lüfter
desweiteren eine Vielzahl von Heißkanalstellen aufweist, an
denen geschmolzenes Material während
des Gießens
zur Ausbildung des nabenlosen Lüfters
eingeführt
wird, wobei diese Heißkanalstellen
radial zwischen dem umlaufenden Ring und dem Fußdurchmesser angeordnet sind.
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Die
vorliegende Erfindung sieht desweiteren ein Verfahren zur Herstellung
einer derartigen Lüfteranordnung
vor, das die Schritte der Einführung
von geschmolzenem Material in eine Form aufweist, wodurch das geschmolzene
Material in eine Vielzahl von Lüfterschaufelformbereichen
und in einen Formabschnitt für
den umlaufenden Ring fließt,
dadurch gekennzeichnet, daß das
geschmolzene Material in die Form an einer Vielzahl von Heißkanälen eingeführt wird,
die radial zwischen dem im Ringformabschnitt zu formenden umlaufenden
Ring und dem Fußdurchmesser
der in den Lüfterschaufelformbereichen
zu formenden Lüfterschaufeln
angeordnet sind.
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Da
die Heißkanäle radial
zwischen dem Umfangsring und dem Fußdurchmesser der Lüfterschaufeln
angeordnet sind, wird geschmolzenes Material gleichmäßiger über den
geformten nabenlosen Lüfter
verteilt. Darüber
hinaus wird weniger Material in der Form eines kalten Angußstutzens
vergeudet, der von der fertigen Lüfteranordnung entfernt werden muß. Gemäß einem
weiteren Aspekt kann jeder der Heißkanäle relativ zum Umfangsring
angehoben werden, wodurch die Heißkanäle einen größeren Durchmesser besitzen
können,
so daß mehr
geschmolzenes Material in die Form für den nabenlosen Lüfter fließen kann.
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Der
Umfangskanal des nabenlosen Lüfters kann
eine Vielzahl von Bohrungen besitzen, die um den Umfang des Ringes
herum verteilt sind. Jede der Bohrungen kann so ausgebildet sein,
daß sie
ein Ausgleichsgewicht aufnimmt. Bei einer Ausführungsform besitzt das Ausgleichsgewicht
die Form einer Schraube mit bekanntem Gewicht, die ein selbstschneidendes Gewinde
aufweist, um in eine spezielle Bohrung eingeschraubt zu werden.
Der Ring definiert eine vorgegebene Anzahl der Bohrungen in radialer
Ausrichtung mit einer entsprechenden Lüfterschaufel, nämlich vier
solche Bohrungen bei der am meisten bevorzugten Ausführungsform.
Standardmäßige Rotationskörperausgleichstechniken
können Anwendung
finden, um die Gewichtsgröße und die Ansatzstelle
zur Hinzufügung
der Ausgleichsschraube zu ermitteln.
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Gemäß einem
anderen Aspekt dieses erfindungsgemäßen Merkmales kann der umlaufenden Ring
eine Vielzahl von nach oben ragenden Ansätzen aufweisen, wobei jeder
Ansatz eine entsprechende Bohrung aus der Vielzahl der Bohrungen
aufweist. Die Ansätze
besitzen eine bestimmte Höhe vom
umlaufenden Ring aus, und die Bohrungen haben eine Tiefe, die nicht
größer ist
als diese Höhe,
um eine Gefährdung
des Körpers
des umlaufenden Ringes, der die Lüfterschaufeln lagert, zu vermeiden.
Ein Versteifungsring kann zwischen benachbarten Ansätzen ausgebildet
sein und diese miteinander verbinden, wobei dieser Ring eine Höhe besitzt,
die im wesentlichen der Höhe
der Ansätze
entspricht.
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Der
Versteifungsring kann mindestens zwei zurückversetzte Abflachungen zwischen
einem entsprechenden benachbarten Paar von nach oben ragenden Ansätzen aufweisen.
Der Versteifungsring besitzt eine reduzierte Höhe an jeder der zurückversetzten
Abflachungen, die geringer ist als die Höhe des Versteifungsrings der
Ansätze.
Auf der gegenüberliegenden
Fläche
des nabenlosen Lüfters
umfaßt der
umlaufende Ring desweiteren mindestens zwei nach oben ragende Laschen,
die hiervon vorstehen. Jede der Laschen ist so dimensio niert und
angeordnet, daß sie
in einer zurückversetzen
Abflachung angeordnet ist. Wenn daher zwei oder mehr nabenlose Lüfter gestapelt
werden, können
die nach oben ragenden Laschen von einem der Lüfter in entsprechenden Abflachungen
eines benachbarten nabenlosen Lüfters
gelagert werden.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
entspricht die Zahl der nach oben ragenden Laschen und zurückversetzten
Abflachungen der Zahl der Lüfterschaufeln.
Die Laschen und Abflachungen können in
radialer Ausrichtung mit dem Spalt zwischen benachbarten Lüfterschaufeln
angeordnet sein.
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Lüfteranordnung unter Verwendung
eines nabenlosen Lüfters
zu schaffen, bei der die Menge des Materiales, die zum Ausbilden
des Lüfters
in einem Formprozeß erforderlich
ist, minimiert ist. Die Verringerung der Menge an Ausschußmaterial
wird auch durch die Merkmale der Erfindung erreicht, gemäß denen
die Notwendigkeit der Entfernung von Lüftermaterial zum Auswuchten
der Lüfteranordnung
eliminiert wird.
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Ein
anderes Ziel der Erfindung betrifft die Verbesserung der Stapelbarkeit
von geformten Lüfteranordnungen.
Ein zusätzliches
Ziel bezieht sich auf die Merkmale, die die Stabilität eines
Stapels von derartigen Lüfteranordnungen
verbessern.
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Andere
Ziele und spezielle Vorteile der Erfindung werden bei Betrachtung
der nachfolgenden Beschreibung und der zugehörigen Figuren dem Fachmann
deutlich. Von den Figuren zeigen:
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1 eine
Draufsicht auf eine Lüfteranordnung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 eine
Teilunteransicht der gegenüberliegenden
Seite der in 1 gezeigten Lüfteranordnung;
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3 eine
Seitenschnittansicht der in 1 gezeigten
Lüfteranordnung
entlang Linie 3-3 in Richtung der Pfeile;
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4 eine
Teilschnittansicht der in 2 gezeigten
Lüfteranordnung
entlang Linie 4-4 in Richtung der Pfeile; und
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5 eine
teilweise geschnittene Seitenansicht eines Paares von Lüfteranordnungen,
wie der Anordnungen der 1 und 2, in einem
gestapelten Zustand.
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Um
das Verständnis
der Prinzipien der Erfindung zu fördern, wird nunmehr auf die
in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen bezug genommen,
wobei zur Beschreibung derselben spezielle Begriffe gebraucht werden.
Es versteht sich jedoch, daß hiermit
keine Beschränkung
des Umfangs der Erfindung beabsichtigt ist. Vielmehr umfaßt die Erfindung
beliebige Änderungen
und weitere Modifikationen der dargestellten Vorrichtungen und beschriebenen
Verfahren sowie weitere Anwendungsfälle der erfindungsgemäßen Prinzipien,
die für
den Fachmann auf dem Gebiet, das die Erfindung betrifft, ohne weiteres
ersichtlich sind.
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In 1 ist
eine Lüfteranordnung 10 dargestellt,
die eine Montagenabe 12 und einen separaten nabenlosen
Lüfter 14 aufweist.
Bei der bevorzugten Ausführungsform
ist die Montagenabe 12 aus Metall geformt und vorzugsweise
als gestanzte kreisförmige Platte
ausgebildet. Die Form der Montagenabe 12 hängt vom
Lüfterantrieb
ab, mit dem die Lüfteranordnung 10 verbunden
ist. Bei der dargestellten Ausführungsform
besitzt die Montagenabe 12 eine Montagelochanordnung 23,
die eine Reihe von Öffnungen zur
Aufnahme von Montagebolzen des Lüfterantriebes
aufweist. In einigen Fällen
kann die Montagenabe 12 in einfacher Weise eine flache
ringförmige Scheibe
bilden. In anderen Fällen,
wie in der Seitenschnittansicht der 3 gezeigt,
ist die Montagenabe 12 tellerförmig ausgebildet. Es versteht
sich natürlich,
daß die
Form der Montagenabe 12 nicht wesentlich für die vorliegende
Erfindung ist und durch die Anwendung der speziellen Lüfteranordnung 10 vorgegeben
werden kann.
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Bei
dem nabenlosen Lüfter 14 der
bevorzugten Ausführungsform
handelt es sich um einen aus einem Polymer geformten bzw. gegossenen
Lüfter, der
einstückig
geformte bzw. gegossene Schaufeln 16 aufweist. Bei der
dargestellten Ausführungsform besitzt
der nabenlose Lüfter 14 neun
Schaufeln und hat einen Durchmesser von 28" (71 cm). Die Zahl der Schaufeln und
ihre Form (d.h. Dicke, Sehnenabmessungen und Krümmung) können durch die spezielle Anwendung
der Lüfteranordnung 10 vorgegeben sein.
Die Lüfteranordnung 10 dieser
Konfiguration kann bei einer Vielzahl von Anwendungsfällen Verwendung
finden, wie beispielsweise dem Lüfter
des Kühlsystems
eines LKW mittlerer Größenordnung.
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Jede
der Schaufeln 16 ist mit einem einheitlich geformten bzw.
gegossenen Polymerring 18 einstückig ausgebildet. Der Ring 18 besitzt
einen Bereich erhöhter
Dicke relativ zur Dicke einer jeden Schaufel 16. Desweiteren
ist der Ring 18 um den Umfangsflansch 20 (siehe 3)
der Montagenabe 12 herum geformt bzw. gegossen. Der Ring 18 und der
Umfangsflansch 20 besitzen vorzugsweise eine Verriegelungskonstruktion.
Mit anderen Worten, der Flansch 20 kann eine Vielzahl von Öffnungen 21 aufweisen,
die sich durch den Flansch erstrecken. Wenn der nabenlose Lüfter 14 um
die Montagenabe 12 herum gegossen wird, fließt das Polymermaterial
durch jede Öffnung 21 und
härtet
an Ort und Stelle aus, um den Ring 18 zu bilden. Dieses
Verriegelungsmerkmal verhindert, daß sich der nabenlose Lüfter 14 relativ zur
Montagenabe 12 dreht.
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Da
der nabenlose Lüfter 14 aus
einem gegossenen Polymermaterial besteht, besitzt der Lüfter eine
Reihe von Stellen, an denen das geschmolzene Polymermaterial eingeführt wird.
Genauer gesagt, der Lüfter 14 besitzt
eine Vielzahl von Gießkanälen 25,
die in Umfangsrichtung um den Ring 18 des Lüfters herum
verteilt sind. Jeder der Gießkanäle 25 ist zwischen
benachbarten Schaufeln 16 angeordnet, so daß die Schweißlinie oder
Wirklinie generell in der Mitte einer jeden Schaufel angeordnet
ist, wie dies bekannt ist. Gemäß einem
Aspekt der Erfindung sind die Gießkanäle 25 jedoch zwischen
dem geformten Ring 18 und dem Fußdurchmesser 17 einer
jeden Lüfterschaufel 16 angeordnet.
Gemäß einem
weiteren abweichenden Merkmal von Lüftergießverfahren des Standes der
Technik sind die Gießkanäle 25 erfindungsgemäß geringfügig gegenüber der
Oberfläche
des Ringes 18 des nabenlosen Lüfters 14 erhaben.
Durch das Vergrößern der
Höhe der
Gießkanäle können diese
Kanäle
größer ausgebildet
werden als bei Systemen des Standes der Technik. Durch diese erhöhte Größe der Gießkanäle und die
Anordnung der Kanäle
außerhalb
des Ringes 18 kann der vorliegende Lüfter 14 effizienter
mit einem geringeren Materialausschuß hergestellt werden. Die Gießkanäle 25 sind
mit dem zwischen benachbarten Lüfterschaufeln 16 gebildeten
Spalt radial ausgerichtet.
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Durch
die Anordnung der Gießkanäle bzw. Heißkanäle wird
irgendein Schritt zur Entfernung eines Angußstutzens vermieden. Hierdurch
wird die Menge des Materiales, die entfernt werden muß, verringert
und somit die Menge an Ausschuß reduziert, der
bei der Herstellung einer jeden Lüfteranordnung 10 anfällt. Darüber hinaus
wird durch die Anordnung der Gießkanäle außerhalb des Ringes 18 erreicht, daß das geschmolzene
Polymermaterial gleichmäßiger in
die Lüfterschaufelgießbereiche
und in die Ringgießbereiche
fließen
kann. Diese erhöhte
Fließgleichmäßigkeit
führt zu
einer Schaufel eines nabenlosen Lüfters mit signifikant weniger
Materialhohlräumen,
die die Integrität
und Festigkeit der Lüfteranordnung 10 beeinflussen
können.
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Ein
weiteres Merkmal der Erfindung betrifft das Ausgleichen der Lüfteranordnung.
Natürlich
ist es bekannt, daß jede
rotierende Komponente ausgeglichen werden muß, um übermäßig starke Vibrationen und
Drehmomente zu vermeiden. Bei einem typischen gegossenen Lüfter des
Standes der Technik wird dieser Ausgleich erreicht, indem Material
von den Spitzen von einer oder mehreren Lüfterschaufeln entfernt wird.
Dieser Prozeß ist
jedoch beschwerlich und materialvergeudend und wirkt sich in einigen
Fällen
störend
auf das Gesamtverhalten der Lüfteranordnung
aus. Darüber
hinaus bleibt durch das Entfernen von Schaufelmaterial wenig Raum
für Fehler,
da das entfernte Material nicht wieder hinzugefügt werden kann, wenn die Lüfteranordnung
nicht ausgeglichen ist. In extremen Fällen muß die gesamte Lüfteranordnung
entsorgt werden, wenn der Ausgleichsprozeß zur Entfernung von zu vielem
Schaufelmaterial führt.
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Erfindungsgemäß ist der
gegossene nabenlose Lüfter 14 mit
einem Ring von Ausgleichsansätzen 30 versehen,
die auf einer Seite des Rings 18 des Lüfters 14 ausgebildet
sind, wie am besten in 2 gezeigt. Diese Ausgleichsansätze 30 sind
vorzugsweise in gleichmäßiger Weise
um den Innenumfang des nabenlosen Lüfters benachbart zum Fuß einer
jeden Schaufel 16 verteilt und sind in besonders bevorzugter
Weise als Teil des gegossenen Ringes 18 ausgebildet. Bei
der bevorzugten Ausbildungsform sind vier dieser Ausgleichsansätze 30 zu
jeder Schaufel 16 ausgerichtet.
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Jeder
der Ausgleichsansätze 30 besitzt
eine Innenbohrung 31, die so ausgebildet ist, daß sie ein Ausgleichsgewicht,
wie beispielsweise ein Niet oder eine Schraube, aufnimmt. Bei der
in 4 gezeigten speziellen Ausführungsform handelt es sich
bei dem Ausgleichsgewicht um eine Ausgleichsschraube 35, die
in die Bohrung 31 eines speziellen Ausgleichsansatzes 30 geschraubt
ist. Jede Ausgleichsschraube 35 kann ein bekanntes Gewicht
besitzen, und es kann eine Auswahl von Ausgleichsschrauben 35 mit unter schiedlichem
Gewicht vorgenommen werden. Die Umfangslage und das erforderliche
Gewicht zum Ausgleichen der Lüfteranordnung 10 kann
unter Anwendung von herkömmlichen
Rotationsausgleichstechniken durchgeführt werden.
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Um
die Integrität
des gegossenen Ringes 18 des nabenlosen Lüfters 14 zu
bewahren, sind die Ausgleichsschrauben 35 so dimensioniert,
daß sie vollständig im
Ausgleichsansatz 30 angeordnet sind. Mit anderen Worten,
jeder Ansatz 30 steht um eine vorgegebene Höhe h vom
gegossenen Ring 18 nach oben vor (4). Bei
einer speziellen Ausführungsform
beträgt
diese Höhe
h etwa 0,375" (0,95
cm). Für diese
spezielle Ausführungsform
besitzen die Ausgleichsschrauben eine Gewindelänge, die geringer ist als die
Höhe des
Ansatzes. Die Ausgleichsschraube 35 kann eine Vielzahl
von Konfigurationen aufweisen. Beispielsweise kann der vergrößerte Kopf
der Schraube 35 entfallen und kann das Gewinde selbstschneidend
sein oder im Hinblick auf eine Preßpassung entfallen etc.
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Zusätzlich zu
der von jedem Ausgleichsansatz vorgesehenen zusätzlichen Höhe besitzt der nabenlose Lüfter 14 einen
Versteifungsring 33, der sich zwischen jedem Ansatz erstreckt,
wie am besten in den 2 und 4 gezeigt.
Dieser Versteifungsring 33 besitzt eine Höhe, die
nominell der Höhe
h eines jeden Ausgleichsansatzes 30 entspricht. Bei der dargestellten
Ausführungsform
sind die Ausgleichsansätze
gleichmäßig um den
Umfang des gegossenen Ringes herum verteilt. Alternativ dazu können ungleichmäßig beabstandete
Ansätze
Verwendung finden sowie eine variierende Anzahl und Größe von derartigen
Ansätzen,
wenn eine ausreichende Zahl von Ausgleichsansätzen zur Verfügung steht, um
die Lüfter anordnung 10 genau
auszugleichen. Bei größeren Lüfteranordnungen
können
zwei oder mehr Reihen von Ausgleichsansätzen, wie den Ansätzen 30,
vorgesehen sein, wobei die Ansätze
in benachbarten Reihen relativ zueinander versetzt sein können.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung ist der Versteifungsring 33 zwischen
einigen Paaren von Ausgleichsansätzen 30 modifiziert
und bildet eine zurückversetzte
Abflachung 38. Genauer gesagt, ein Paar von Ausgleichsansätzen 30,
das jedem Paar von Lüfterschaufeln 16 zugeordnet
ist, besitzt die dazwischen ausgebildete zurückversetzte Abflachung 38.
Diese zurückversetzte
Abflachung 38 hat vorzugsweise eine Dicke, die größer ist
als die Dicke des Versteifungsringes. Andererseits besitzt die Abflachung 38 eine
Höhe, die
geringer ist als die Höhe
h der Ausgleichsansätze 30,
wie am besten in 4 gezeigt.
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Die
Position einer jeder zurückversetzten Abflachung 38 entspricht
der Position einer Vielzahl von nach oben ragenden Laschen 40,
die auf der gegenüberliegenden
Fläche
des gegossenen Ringes 18 ausgebildet sind. Die Position
der Laschen 40 ist am besten in den 1 und 3 gezeigt.
Diese nach oben vorstehenden Laschen 40 sind so dimensioniert,
daß sie
mit den zurückversetzten
Abflachungen 38 zwischen benachbarten Ausgleichsansätzen 30 in
passendem Kontakt stehen. Bei einer speziellen Ausführungsform
haben die nach oben vorstehenden Laschen 40 eine Höhe, die
der Tiefe der zurückversetzten
Abflachungen 38 unter der Oberseite der Ausgleichsansätze 30 entspricht.
Bei einer speziellen Ausführungsform
beträgt
diese Höhe
etwa 0,25" (0,6
cm).
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Wie
man einem Vergleich der 1 und 2 entnehmen
kann, entspricht die Anzahl und Lage der nach oben vorstehenden
Laschen 40 der Anzahl und Lage der zurückversetzten Abflachungen 38.
Bei der dargestellten Ausführungsform
sind 9 derartige Laschen 40 und Abflachungen 38,
vorgesehen, die jeweils im Spalt zwischen benachbarten Schaufeln 16 orientiert
sind. Natürlich
kann auch eine andere Orientierung und Anzahl von Abflachungen und
Laschen vorgesehen sein, solange wie die gleiche Zahl und Positionierung
einer Komponente relativ zur anderen Komponente aufrechterhalten
wird.
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Es
ist bekannt, daß neu
hergestellte Lüfteranordnungen
zur Lagerung oder zum Transport gestapelt werden. Im üblichen
Fall ruhen die Lüfterschaufeln
aufeinander, um benachbarte Lüfteranordnungen
im Stapel zu lagern. Diese Stapelanordnung ist jedoch unstabil und
führt oft
zu Beschädigungen
der Lüfterschaufeln.
Bei anderen Lüfterkonstruktionen werden
die Innenringe der Lüfter
aufeinander gestapelt. In diesem Fall sind zwar die Lüfterschaufeln
geschützt,
jedoch ist der entstandene Stapel wiederum unstabil. Darüber hinaus
ist die stapelbare Höhe
der Lüfteranordnungen
begrenzt, wenn eine Stapelung in dieser Weise erfolgt.
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Aus 5 kann
der Sinn und Zweck der zurückversetzten
Abflachungen 38 und nach oben vorstehenden Laschen 40 entnommen
werden. Um die vorstehend erwähnten
Probleme bei Lüfterkonstruktionen
des Standes der Technik zu beseitigen, schlägt die vorliegende Erfindung
vor, daß jede
nach oben vorstehende Lasche 40 in einer entsprechenden
Abflachung 38 zwischen benachbarten Ausgleichsansätzen 30 angeordnet
oder hiermit verriegelt ist. Dieses Verriegeln beim Stapeln ist
in 5 gezeigt, in der eine erste Lüfteranordnung 10 und eine
zweite Lüfteranordnung 10' gestapelt sind.
Bei dieser Anordnung ist zu erkennen, daß die nach oben vorstehenden
Laschen 40 der Lüfteranordnung 10 die
zurückversetzten
Abflachungen 38' der
Lüfteranordnung 10' kontaktieren.
Mit dieser Anordnung können
die Montagenabe 12' und
die Schaufeln 16' in der
entsprechenden Nabe 12 und den Schaufeln 16 gelagert
werden.
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Durch
diese Lagerung wird die Gesamthöhe des
Stapels der Lüfteranordnungen 10, 10' etc. verringert.
Desweiteren wird durch die Verriegelung der Laschen und Abflachungen
die Stabilität
des Stapels der Lüfteranordnungen
stark verbessert. Eine verbesserte Stabilität bedeutet, daß ein höherer und
stabilerer Stapel von Lüfteranordnungen
für Transport- oder Lagerzwecke
als bei Lüfterkonstruktionen
des Standes der Technik vorgesehen werden kann.