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Die Erfindung betrifft Verfahren
zur Herstellung von Alkydharzen unter Verwendung von Polyesterharzen,
die aus Abfallmaterialien wie gebrauchten PET-Flaschen gewonnen
und regeneriert worden sind.
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Hintergrund
der Erfindung
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Bislang war die Verwendung von Terephthalsäure als
zweibasische Säurekomponente
als eines der Ausgangsmaterialien von Alkydharzen kostspieliger
als die Verwendung von Phthalsäure
oder von Phthalsäureanhydrid
und es konnte sein, dass die resultierenden Harze trüb wurden
oder Fremdstoffe enthielten. Daher wird normalerweise Terephthalsäure für die Produktion
von Alkydharzen überhaupt
nicht eingesetzt oder, wenn sie hierzu verwendet wird, nur in kleineren
Mengen eingesetzt. Andererseits wird neuerdings die Entsorgung von
Abfallstoffen ein schwerwiegendes Problem und es gibt bereits Untersuchungen
betreffend die Verwendung von gebrauchten PET-Flaschen durch Zurückführung.
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Ein Verfahren zur Herstellung von
Alkydharzen unter Verwendung von Polyesterharzen, wiedergewonnen
aus Abfallmaterialien wie gebrauchten PET-Flaschen und regeneriert,
wird zum Beispiel in der Druckschrift Hei 11 (1999)-228733A)-JP
beschrieben. Dieses Verfahren umfasst die Unterwerfung des wiedergewonnenen
Polyesterharzes und eines Alkydharzoligomeren mit einem Molekulargewicht
von nicht höher
als 5.000, das Hydroxylgruppen enthält, einer Depolymerisation
und Umesterung. Dieses Verfahren ist jedoch mit einer Anzahl von
Problemen behaftet, zum Beispiel dahingehend, dass es eine im Voraus
ergehende Synthese des Alkydharzoligomeren erfordert, dass es für die Depolymerisation
vieler Stunden bedarf und dass die Filtration des am Schluss erhaltenen
Alkydharzes zu dem Auftreten von großen Mengen von Filtrationsrückständen führt, weil
die Menge der Alkoholkomponente bei der Depolymerisation zu niedrig
ist, um das wiedergewonnene Polyesterharz genügend zu depolymerisieren. Die
US-5 958 601 beschreibt einen Handelsgegenstand, umfassend ein Substrat,
beschichtet mit einer in Wasser dispergierbaren und hydrophoben
Polyesterbeschichtungsmasse, umfassend ein Reaktionsprodukt aus
30-70 Gew.-% eines Terephthalatpolymeren; 5-40 Gew.-% einer Hydroxy-funktionellen
Verbindung mit mindestens zwei Hydroxylgruppen; 1-20 Gew.-% einer Carboxy-funktionellen
Verbindung mit mindestens zwei Carboxylgruppen und 10-60 Gew.-%
einer hydrophoben Verbindung, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus geradkettigen oder verzweigtkettigen C6-C24-Fettsäuren
oder Triglyceriden davon.
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Die
US
5 858 551 beschreibt ein in Wasser dispergierbares und
hydrophobes Polyesterharz mit der Formel: I
n-P-A
m, worin I eine ionische Gruppe bedeutet;
n = 1-3 und die Anzahl der ionischen Gruppen angibt; P ein Polyesterskelett
bedeutet; A für
eine aliphatische Fettgruppe steht; m = 3-8 und die Anzahl der aliphatischen
Fettgruppen bedeutet und wobei die Komponente I in einer Menge von
1 bis 20 Gew.-% vorhanden ist; das Polyesterskelett in einer Menge
von etwa 30 bis 80 Gew.-% vorhanden ist und die aliphatische Fettgruppe in
einer Menge von etwa 10 bis 60 Gew.-% vorhanden ist und wobei die
genannten Polyesterharze eine hohe Wasserabstoßungsfähigkeit zeigen, die durch einen
anfänglichen
Kontaktwinkel von mindestens 98 gezeigt wird, wenn ein Wassertropfen
auf die Oberfläche
eines Cellulosesubstrats aufgebracht worden ist, das mit dem genannten
Harz beschichtet worden ist.
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Die
US
5 726 277 beschreibt eine in Wasser dispergierbare Kleb-
oder Beschichtungszusammensetzung, umfassend ein Reaktionsprodukt
von mindestens 50 Gew.-% eines Abfall-Terephthalatpolymeren und eines
Gemisches von Glycolen, einschließlich eines oxyalkylierten
Polyols in Gegenwart eines Glycolysekatalysators, wobei das Reaktionsprodukt
weiter mit einer difunktionellen, organischen Säure zur Umsetzung gebracht
wird und wobei das Gewichtsverhältnis
von Säure
zu Glycolen im Bereich von 6:1 bis 1:2 liegt.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist die Bereitstellung von Verfahren zur Herstellung von transparenten
Alkydharzen, die im Wesentlichen von fremden Stoffen und Rückständen der
Filtration frei sind, innerhalb einer kurzen Zeitspanne, wobei Polyesterharze
verwendet werden, die aus Abfallmaterialien wiedergewonnen und regeneriert
worden sind.
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Offenbarung
der Erfindung
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Es wurden konzentrierte Untersuchungen
hinsichtlich der Lösung
der obigen Aufgabe durchgeführt, und
es wurde nunmehr gefunden, dass diese Aufgabe dadurch gelöst werden
könnte,
dass die Depolymerisation des genannten wiedergewonnenen und regenerierten
Polyesterharzes, gelöst
in einem Gemisch oder Reaktionsgemisch eines Alkoholgemisches aus
einem vier- oder höherwertigen
Alkohol und einem drei- oder niedrigerwertigen Alkohol oder einer
Alkoholkomponente, umfassend einen vier- oder höherwertigen Alkohol, mit einem Öl und einem
Fett und/oder einer Fettsäure
durchgeführt
wird, und dass dann eine Veresterungsreaktion durchgeführt wird,
indem eine mehrbasische Säurekomponente
und erforderlichenfalls eine Fettsäure komponente zu dem System
gegeben wird. Hierdurch wurde die vorliegende Erfindung vervollständigt.
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Ein Gegenstand der Erfindung ist
daher ein Verfahren zur Herstellung eines Alkydharzes mit einem Ölgehalt
von 30-70% und einer Säurezahl
von 3-20 mgKOH/g, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es ein Polyesterharz,
dessen Hauptausgangsmaterial Terephthalsäure ist und das aus Abfallmaterialien
wiedergewonnen und regeneriert worden ist, in einem Alkoholgemisch
aus einem vier- oder höherwertigen
Alkohol und einem drei- oder niedrigerwertigen mehrwertigen Alkohol,
wobei das Gewichtsverhältnis
des erstgenannten/letztgenannten innerhalb eines Bereichs von 0,2-50
aufgelöst
wird, dass das Polyesterharz in Gegenwart eines Depolymerisationskatalysators
depolymerisiert wird und dass dann eine mehrbasische Säurekomponente
und eine Fettsäurekomponente
zu dem System gegeben wird, um dieses einer Veresterungsreaktion
zu unterwerfen, wobei das Polyesterharz in einer Menge von 5-40
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Polyesterharzes, des Alkoholgemisches,
der mehrbasischen Säurekomponente
und der Fettsäurekomponente
verwendet wird (dieses Verfahren wird nachstehend als „erstes
Verfahren" bezeichnet).
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung wird ein weiteres Verfahren zur Herstellung eines
Alkydharzes mit einem Ölgehalt
von 30-70% und einer Säurezahl
von 3-20 mgKOH/g zur Verfügung
gestellt, das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Polyesterharz,
dessen Hauptausgangsmaterial Terephthalsäure ist und das aus Abfallmaterial
wiedergewonnen und regeneriert worden ist, in einem Gemisch oder
einem Reaktionsprodukt einer Alkoholkomponente, enthaltend einen
drei- oder niedrigerwertigen Alkohol und einen vier- oder höherwertigen
Alkohol bei einem Gewichtsverhältnis
Erstgenannter/Letztge nannter innerhalb eines Bereichs von 0-20 mit
einem Öl
und einem Fett und/oder einer Fettsäure aufgelöst wird, das Polyesterharz
in Gegenwart eines Depolymerisationskatalysators depolymerisiert
wird und dann eine mehrbasische Säurekomponente zu dem System
gegeben wird, um dieses einer Veresterungsreaktion zu unterwerfen,
wobei das Polyesterharz in einer Menge von 5-40 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Polyesterharzes, der Alkoholkomponente,
des Öls
und des Fetts und/oder der Fettsäure
und der mehrbasischen Säurekomponente, eingesetzt
wird („zweites
Verfahren").
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Erfindungsgemäß werden weiterhin Anstrichmittel,
enthaltend die Alkydharze, hergestellt nach dem oben genannten ersten
oder zweiten Verfahren, zur Verfügung
gestellt.
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Nachstehend werden das erste und
das zweite Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung genauer erläutert.
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Ausführungsformen
der Erfindung
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Die Polyesterharze, hauptsächlich hergestellt
aus Terephthalsäure
und gewonnen aus Abfallmaterialien und regeneriert, die bei dem
ersten und dem zweiten Verfahren gemäß dieser Erfindung eingesetzt
werden (nachstehend können
diese Polyesterharze als „regeneriertes
PES" abgekürzt werden),
schließen
Polyethylenterephthalat (zum Beispiel PET-Flaschen) ein, wiedergewonnen
aus Recycling-Ressourcen, technischen Polyethylenterephthalat-Abfallprodukten,
und Polyesterharzen, regeneriert aus den Abfällen, die im Verlauf der Herstellung
von Polyesterprodukten anfallen (zum Beispiel Filme, Fasern, Automobilteile,
elektrische und elektronische Teile, etc.) ein. Beispiele hierfür sind Polyethylenterephthalat
oder Polybutylenterephthalat, hauptsächlich hergestellt aus Tereph thalsäure. Insbesondere
ist gerecyceltes Polethylenterephthalat geeignet. Das regenerierte
PES wird normalerweise in Form von Chips oder als pulverisiertes
Produkt eingesetzt.
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Gemäß dem ersten Verfahren der
Erfindung wird zuerst ein solches regeneriertes PES in einem Gemisch
aus einem vierwertigen oder einem höherwertigen mehrwertigen Alkohol
und einem dreiwertigen oder niedrigerwertigen mehrwertigen Alkohol
aufgelöst,
und seine Depolymerisation wird in Gegenwart eines Depolymerisationskatalysators
durchgeführt.
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Beispiele für vierwertige oder höherwertige
mehrwertige Alkohole, die in dem genannten alkoholischen Gemisch
geeignet sind, schließen
Diglycerin, Triglycerin, Pentaerythrit, Dipentaerythrit und Sorbit
ein. Von diesen ist Pentaerythrit aufgrund der günstigen Härtungs- und Trocknungseigenschaften
des Anstrichfilms aus den Anstrichmitteln, bei denen das resultierende
Alkydharz verwendet worden ist, besonders gut geeignet. Beispiele
für dreiwertige
oder niedrigerwertige mehrwertige Alkohole sind: dreiwertige Alkohole
wie Trimethylolpropan, Trimethylolethan und Glycerin; und zweiwertige
Alkohole wie Ethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol, Propylenglycol,
1,3-Propandiol, 1,4-Butandiol, 1,5-Pentandiol, Neopentylglycol,
1,6-Hexandiol und 1,4-Dimethylolcyclohexan. Von diesen sind Glycerin,
Ethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol und Propylenglycol
im Hinblick auf die Fähigkeit
zur Depolymerisation bei Verwendung in Gemischen mit den genannten
vierwertigen oder höherwertigen
Alkoholen (zum Beispiel Pentaerythrit) und der Auflösungsfähigkeit bei
niedriger Temperatur der bei hoher Temperatur schmelzenden vierwertigen
oder höherwertigen
Alkoholen besonders gut geeignet.
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In dem alkoholischen Gemisch (bzw.
Alkoholgemisch) liegt zweckmäßig das
Mischverhältnis
von vierwertigem oder höherwertigem
Alkohol zu dem dreiwertigen oder niedrigerwertigen mehrwertigen
Alkohol innerhalb eines Bereichs von 0,2-50, vorzugsweise 0,5-35,
zum Beispiel 1-20, ausgedrückt
als Gewichtsverhältnis
Erstgenannter/Letztgenannter.
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Das Mischverhältnis des genannten regenerierten
PES zu dem alkoholischen Gemisch liegt innerhalb eines Bereichs
von 15/85-80/20, insbesondere von 20/80-70/30, zum Beispiel von
20/80-60/40, ausgedrückt als
Gewichtsverhältnis
Erstgenanntes/Letztgenanntes.
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Andererseits wird bei dem zweiten
Verfahren gemäß der Erfindung
das genannte regenerierte PES in einem Gemisch aus einer Alkoholkomponente,
enthaltend einen vierwertigen oder höherwertigen Alkohol, wie oben
beispielhaft genannt, als wesentlichen Bestandteil und erforderlichenfalls
einen dreiwertigen oder niedrigerwertigen mehrwertigen Alkohol,
wie oben beispielhaft beschrieben, mit einem Öl und einem Fett und/oder einer
Fettsäure
oder in einem Veresterungsreaktionsgemisch davon aufgelöst und in
Gegenwart eines Depolymerisationskatalysators depolymerisiert. Hierin
wird das Wort „Veresterung" in dem Sinne verwendet,
dass es sowohl eine übliche
Veresterungsreaktion als auch eine Esteraustauschreaktion einschließt.
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Bei der oben genannten Alkoholkomponente
liegt ein geeignetes Mischverhältnis
von dreiwertigem oder niedrigerwertigem Alkohol zu dem vierwertigen
oder höherwertigen
Alkohol, ausgedrückt
als Erstgenannter/Letztgenannter und auf das Gewicht bezogen, innerhalb
des Bereichs von 0-20, vorzugsweise 0,02-10, zum Beispiel 0,05-5.
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Beispiele für das Öl und das Fett, d.h. die Triglyceride
von Fettsäuren,
und/oder die Fettsäuren,
die mit der oben genannten Alkoholkomponente vermischt werden sollen,
schließen
die folgenden Materialien ein: als Öle und Fette Sojabohnenöl, Safloröl, Leinsamenöl, Tallöl, Kokosnussöl, Palmkernöl, Rizinusöl, entwässertes Rizinusöl, Fischöl und Tungöl. Insbesondere
werden trocknende oder halb-trocknende Öle mit Iodzahlen von mindestens
100 bevorzugt und zum Beispiel sind Sojabohnenöl, Safloröl und Tallöl vorteilhaft. Als Fettsäuren können diejenigen
von Sojabohnenöl,
Safloröl,
Leinsamenöl,
Tallöl,
Kokosnussöl,
Palmkernöl,
Rizinusöl,
entwässertem
Rizinusöl,
Fischöl
und Tungöl
genannt werden. Von diesen Fettsäuren
werden solche von trocknenden Ölen
oder halb-trocknenden Ölen
mit Iodzahlen von mindestens 100, zum Beispiel solche von Sojabohnenöl und Tallöl, bevorzugt.
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Das Mischverhältnis von Öl und Fett und/oder der Fettsäure zu der
alkoholischen Komponente ist so, dass der Ölgehalt des resultierenden
Alkydharzes im Bereich von 30-70%, vorzugsweise 40-60%, liegen sollte,
so dass den trockenen Überzugsfilmen
aus den Anstrichmitteln, in die die Alkydharze eingemischt worden sind,
angemessene Trocknungseigenschaften und physikalische Eigenschaften
verliehen werden.
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Bei dem zweiten Verfahren gemäß der Erfindung,
bei dem regeneriertes PES mit einem Produkt einer Veresterungsreaktion
der Alkoholkomponente mit einem Öl
und einem Fett und/oder einer Fettsäure vermischt wird und darin
aufgelöst
wird, wird das genannte Produkt der Veresterungsreaktion dadurch
erhalten, dass ein Gemisch der Alkoholkomponente mit dem Öl und dem
Fett und/oder der Fettsäure
im Voraus einer Veresterungsreaktion unterworfen wird. Die Veresterungsreaktion
kann zweckmäßig nach
allen beliebigen, an sich bekannten Verfahren und in Gegenwart eines
Veresterungskatalysators wie Zinkacetat, Bleioxid, Dibutylzinnoxid und
dergleichen durchgeführt
werden.
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Mehrwertige Alkohole, die normalerweise
fest sind, wie Pentaerythrit, lösen
sich in dem System nach der genannten Veresterungsreaktion mit der
Fettsäure
auf, wodurch die Auflösung
und die Depolymerisation des regenerierten PES in der nächsten Stufe
erleichtert wird. Auch ein im Voraus erfolgendes Einmischen des flüssigen Öls und des
Fetts in das genannte Gemisch gestattet einen stabilen Fortschritt
der Veresterungsreaktion zwischen dem mehrwertigen Alkohol und der
Fettsäure.
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Die Menge des regenerierten PES,
die in ein Gemisch aus der alkoholischen Komponente und dem Öl und dem
Fett und/oder der Fettsäure
oder dem Veresterungsreaktionsprodukt des genannten Gemisches eingemischt
werden soll, liegt normalerweise innerhalb eines Bereichs von 15-80,
insbesondere 20-70, zum Beispiel 20-60 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile
der Summe aus dem regenerierten PES, der Alkoholkomponente, dem Öl und dem
Fett und/oder der Fettsäure.
Hierin bedeutet „die
Summe aus dem regenerierten PES, der alkoholischen Komponente, dem Öl und dem
Fett und/oder der Fettsäure" im Fall der Einmischung des
regenerierten PES in das Produkt der Veresterung die kombinierte
Menge der Summe aus der Alkoholkomponente und dem Öl und dem
Fett und/oder der Fettsäure,
die die Ausgangsmaterialien des Veresterungsprodukts sind, plus
dem regenerierten PES.
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Als Beispiele für den Depolymerisationskatalysator,
der zur Förderung
der Depolymerisation des regenerierten PES bei dem ersten und bei
dem zweiten Verfahren gemäß der Erfindung
verwendet wird, können Monobutylzinnhydroxid,
Dibutylzinnoxid, Monobutylzinn-2-ethylhexanoat, Dibutylzinndilaurat,
Zinn-(II)-oxid, Zinnacetat,
Zinkacetat, Manganacetat, Cobaltacetat, Calciumacetat, Bleiacetat,
Antimontrioxid, Tetrabutyltitanat und Tetraisopropyltitanat genannt
werden. Die zu verwendende Menge des Depolymerisationskatalysators liegt
bei dem ersten Verfahren liegt, pro 100 Gewichtsteile der Gesamtsumme
aus dem regenerierten PES und dem alkoholischen Gemisch, zweckmäßig innerhalb
eines Bereichs von normalerweise 0,005-2, insbesondere 0,05-2, Gewichtsteilen
und bei dem zweiten Verfahren gemäß der Erfindung, pro 100 Gewichtsteile
der Summe aus dem regenerierten PES, der alkoholischen Komponente
und dem Öl
und dem Fett und/oder der Fettsäure,
normalerweise zweckmäßig innerhalb
eines Bereichs von 0,005-5, insbesondere 0,05-5, Gewichtsteilen.
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Bei dem ersten Verfahren gemäß der Erfindung
ist die Depolymerisationsmethode des regenerierten PES durch dessen
Auflösung
in einem alkoholischen Gemisch keinen kritischen Beschränkungen
unterworfen, solange das regenerierte PES in dem alkoholischen Gemisch
aufgelöst
werden kann und die Depolymerisation bewirkt werden kann. So kann
beispielsweise ein Verfahren genannt werden, bei dem ein Depolymerisationskatalysator
in ein alkoholisches Gemisch, das auf 80-250°C, vorzugsweise 100-240°C, erhitzt
worden ist und zu dem regeneriertes PES gegeben worden ist und damit
erhitzt worden ist, eingemischt werden, um dessen Auflösung und
Depolymerisation, zum Beispiel bei 140-250°C, vorzugsweise 150-240°C, zu bewirken.
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Gemäß dem ersten Verfahren gemäß der Erfindung
werden nach Durchführung
der Auflösung
und der Depolymerisation des regenerierten PES eine mehrbasische
Säurekomponente
und eine Fettsäurekomponente
zu dem System hinzugegeben, um eine Veresterungsreaktion durchzuführen, um
ein Alkydharz zu bilden. Bei der genannten Herstellung des Alkydharzes
kann eine Verfärbung
des gebildeten Alkydharzes dadurch inhibiert werden, dass zu dem
Depolymerisationsprodukt des regenerierten PES eine geringere Menge, zum
Beispiel 0,1-10 Gewichtsteile, einer Phosphorverbindung pro 100
Gewichtsteile des genannten Depolymerisationsprodukts im Voraus
hinzugegeben werden. Als Beispiele für die Phosphorverbindung können Phosphorsäure, phosphorige
Säure und
hypophosphorige Säure
sowie die Alkylester oder Phenylester dieser Säuren (z. B. Trimethylphosphit,
Trimethylphosphat, Triphenylphosphit und Triphenylphosphat) genannt
werden.
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Als mehrbasische Säurekomponente
kann eine solche verwendet werden, die normalerweise als Säurekomponente
für die
Bildung von Alkydharzen herangezogen wird. So können zum Beispiel zweibasische Säuren wie
Phthalsäureanhydrid,
Isophthalsäure,
Terephthalsäure,
Tetrahydrophthalsäureanhydrid,
Hexahydrophthalsäureanhydrid,
Naphthalindicarbonsäure,
4,4'-Biphenyldicarbonsäure, Diphenylmethan-4,4'-dicarbonsäure, Bernsteinsäure, Fumarsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure und
Maleinsäureanhydrid;
drei- und höherwertige
mehrbasische Säuren
wie Trimellitsäureanhydrid,
Pyromellitsäureanhydrid,
Trimesinsäure
und Methylcyclohexentricarbonsäure
sowie C1-C6- (insbesondere
C1-C4-) Alkylester
dieser zweibasischen Säuren
und dreiwertigen und höherwertigen
mehrbasischen Säuren
genannt werden. Von diesen werden zweibasische Säuren und ihre C1-C6- (insbesondere C1-C4) Alkylester bevorzugt.
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Als bei der Herstellung des Alkydharzes
einzusetzende Fettsäurekomponente
können
Fettsäuren, Öle und Fette
und dergleichen genannt werden. Als Beispiele für die Fettsäuren können Sojabohnenölfettsäure, Saflorölfettsäure, Leinsamenölfettsäure, Tallölfettsäure, Kokosnussölfettsäure, Palmkernölfettsäure, Riziniusölfettsäure, entwässerte Rizinusölfettsäure, Fischölfettsäure und
Tungölfettsäure genannt
werden. Als Beispiele für
geeignete Öle
und Fette können
Ester der vorgenannten Fettsäuren
mit Glycerin genannt werden, wie zum Beispiel Sojabohnenöl, Safloröl, Leinsamenöl, Tallöl, Kokosnussöl, Palmkernöl, Rizinusöl, entwässertes
Rizinusöl,
Fischöl
und Tungöl
und dergleichen. Als Beispiele für
geeignete Öle
und Fette können
Ester der vorgenannten Fettsäuren
wie Glycerin genannt werden, wie Sojabohnenöl, Safloröl, Leinsamenöl, Tallöl, Kokosnussöl, Palmkernöl, Rizinusöl, entwässertes
Rizinusöl,
Fischöl
und Tungöl
und dergleichen. Von diesen Fettsäurekomponenten werden Fettsäuren von
trocknenden Ölen
oder halb-trocknenden Ölen
mit Iodzahlen von mindestens 100, zum Beispiel Sojabohnenölfettsäure und
Tallölfettsäure, bevorzugt.
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Das Mischverhältnis der oben genannten Fettsäurekomponente
ist so, dass der Ölgehalt
des resultierenden Alkydharzes im Bereich von 30-70%, vorzugsweise
40-60%, liegen sollte, damit den trockenen Überzugsfilmen aus den Anstrichmitteln,
in die das Alkydharz eingemischt worden ist, angemessene Trocknungseigenschaften
und physikalische Eigenschaften verliehen werden. Um dies zu erreichen,
ist im Allgemeinen das bevorzugte Anwendungsverhältnis des Polyesterharzes 5-40
Gew.-%, insbesondere 10-35 Gew.-%, zum Beispiel 10-30 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht aus dem Polyesterharz, dem alkoholischen Gemisch,
der mehrbasischen Säurekomponente
und der Fettsäurekomponente.
Es wird auch bevorzugt, die mehrbasische Säurekomponente und die Fettsäurekomponente
in solchen Verhältnissen
einzusetzen, dass die Carboxyläquivalentzahlen
in der Summe der mehrbasischen Säurekomponente
und der Fettsäurekom ponente
pro ein Hydroxyläquivalent
in dem alkoholischen Gemisch in den Bereich von 0,8-1, insbesondere 0,85-0,99,
zum Beispiel 0,90-0,99, fällt,
um geeignete Eigenschaften hinsichtlich der Wasserbeständigkeit
und der physikalischen Eigenschaften des trockenen Überzugsfilms
zu erhalten, der durch die Aufbringung der Anstrichmittel, die das
genannte Alkydharz enthalten, gebildet worden ist. Hierin werden
die „Carboxylgruppen
in der Summe aus der mehrbasischen Säurekomponente und der Fettsäurekomponente" errechnet, wobei
die mehrbasische Säurekomponente
ein Ester einer mehrbasischen Säure
ist, indem der Ester hydrolysiert wird und die gebildeten Carboxylgruppen
verwendet werden.
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Die Veresterungsreaktion zum Erhalt
der Alkydharze gemäß dem ersten
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung kann bei an sich bekannten Veresterungsreaktionsbedingungen
durchgeführt
werden. So wird zum Beispiel ein System, bestehend aus dem Depolymerisationsprodukt
eines Polyesterharzes mit einem alkoholischen Gemisch, erhalten
auf die oben erläuterte
Weise, zu dem die mehrbasische Säurekomponente an
die Fettsäurekomponente
gegeben worden sind, bei Temperaturen von etwa 110°C bis etwa
260°C, vorzugsweise
von etwa 150°C
bis 250°C, über einen
Zeitraum von etwa 3 bis 10 Stunden in Gegenwart eines Veresterungskatalysators
gehalten, damit dieses dehydratisiert und kondensiert wird. Als
Katalysator für
die Veresterungsreaktion können
solche verwendet werden, wie sie oben als Beispiele für den Depolymerisationskatalysator
genannt wurden. Das Anwendungsverhältnis eines solchen Veresterungskatalysators
zu dem obigen System liegt normalerweise zweckmäßig innerhalb eines Bereichs
von 0,005-2 Gew.-%, insbesondere von 0,05-2 Gew.-%.
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Bei dem zweiten Verfahren gemäß der Erfindung
kann die Depolymerisation durch beispielsweise folgende Verfahren
bewirkt werden: (1) Vermischen eines Gemisches aus der Alkoholkomponente,
dem Öl
und dem Fett und/oder der Fettsäure
mit dem regenerierten PES und Auflösung des letztgenannten, um
eine Depolymerisation zu bewirken, oder (2) Vermischen eines Veresterungsreaktionsprodukts
aus der Alkoholkomponente, dem Öl
und dem Fett und/oder der Fettsäure
mit dem regenerierten PES und Auflösung des letztgenannten zur
Durchführung
der Polymerisation. Das Verfahren (2) ist im Hinblick auf die Depolymerisierbarkeit des
regenerierten PES zweckmäßiger.
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Die Depolymerisationsbedingungen
für das
regenerierte PES sind keine kritischen Beschränkungen unterworden, solange
sie die Depolymerisation unter Verwendung eines Depolymerisationskatalysators
gestatten. Ein Beispiel ist ein Verfahren, umfassend die Zugabe
von regeneriertem PES zu einem Gemisch aus der Alkoholkomponente,
dem Öl
und dem Fett und/oder der Fettsäure
oder einem Veresterungsreaktionsprodukt des genannten Gemisches,
wobei das genannte Gemisch oder das genannte Reaktionsprodukt davon auf
80-250°C,
vorzugsweise 100-240°C,
erhitzt wird und das System in Gegenwart eines Depolymerisationskatalysators
auf zum Beispiel 140-250°C,
vorzugsweise 150-240°C,
erhitzt wird, um eine Auflösung
und Depolymerisation zu bewirken.
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Gemäß dem zweiten Verfahren der
vorliegenden Erfindung kann das Alkydharz nach dem Auflösen und
Depolymerisieren des regenerierten PES auf die oben beschriebene
Art und Weise erhalten werden, indem zu diesem Depolymerisationsprodukt
eine mehrbasische Säurekomponente, ähnlich einer
solchen wie im Zusammenhang mit dem ersten Verfahren der vorliegenden
Erfin dung erläutert,
gegeben wird, um eine Veresterungsreaktion davon zu bewirken.
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Bei dieser Gelegenheit ist es zweckmäßig, das
regenerierte PES in einer solchen Menge einzusetzen, dass der Ölgehalt
des resultierenden Alkydharzes innerhalb des Bereichs von 30-70%,
vorzugsweise 40-60%, fällt,
im Hinblick auf die Trocknungseigenschaften und die physikalischen
Eigenschaften des Überzugsfilms
bei der Herstellung eines trockenen Überzugsfilms. Zu diesem Zweck
wird es im Allgemeinen bevorzugt, das regenerierte PES in einer
Menge von 5-40 Gew.-%, insbesondere 10-35 Gew.-%, zum Beispiel 10-30
Gew.-%, bezogen auf die Summe des regenerierten PES, der Alkoholkomponente,
des Öls
und des Fetts und/oder der Fettsäure
und der mehrbasischen Säurekomponente,
einzusetzen.
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Es ist auch im Hinblick auf die Wasserfestigkeitseigenschaften
und die physikalischen Eigenschaften des Überzugsfilms bei der Herstellung
von trockenen Überzugsfilmen
zweckmäßig, die Äquivalenzzahl
der Carboxylgruppe(n) in der mehrbasischen Säurekomponente pro Äquivalent
der Hydroxylgruppe in der genannten alkoholischen Komponente auf
0,5-1, insbesondere 0,6-0,99,
zum Beispiel 0,7-0,99, einzustellen. Hierin bedeutet die „Carboxylgruppe(n)
der mehrbasischen Säurekomponente" im Falle, dass die
mehrbasische Säurekomponente
ein Ester einer mehrbasischen Säure
ist, die Carboxylgruppe(n) wie durch Hydrolyse des genannten Esters
umgewandelt.
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Die Veresterungsreaktion zum Erhalt
des Alkydharzes gemäß dem zweiten
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung kann bei an sich bekannten Veresterungsreaktionsbedingungen
durchgeführt
werden. So kann sie zum Beispiel in der Weise durchgeführt werden,
dass ein System, gebildet durch Zumischen einer mehrbasischen Säure, zu
einem Auflösungs-
und Depolymerisationsprodukt von regeneriertem PES, der Alkoholkomponente,
dem Öl
und dem Fett und/oder der Fettsäure
bei etwa 110° bis
etwa 260°C,
vorzugsweise etwa 150° bis
etwa 250°C,
in Gegenwart eines Veresterungskatalysators 3-10 Stunden lang gehalten
wird, um eine Dehydratisierung und Kondensation zu bewirken. Als
Veresterungskatalysatoren können
diejenigen verwendet werden, die oben als Beispiele für den Depolymerisationskatalysator
genannt wurden. Geeignete Mischverhältnisse des Veresterungskatalysators
zu dem genannten System sind normalerweise 0,005-5 Gew.-%, insbesondere
0,05-5 Gew.-%.
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Bei der Herstellung des Alkydharzes
kann eine Verfärbung
des gebildeten Alkydharzes dadurch inhibiert werden, dass zu dem
Depolymerisationsprodukt aus dem regenerierten PES vor der Veresterungsreaktion
eine geringere Menge, zum Beispiel 0,1-10 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile
des genannten Produkts, einer Phosphorverbindung hinzugegeben werden.
Als Phosphorverbindungen können
zum Beispiel Phosphorsäure,
phosphorige Säure,
hypophosphorige Säure,
Alkylester oder Phenylester dieser Säuren (zum Beispiel Trimethylphosphit,
Trimethylphosphat, Triphenylphosphit, Triphenylphosphat und dergleichen)
genannt werden.
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Bei dem oben beschriebenen ersten
und zweiten Verfahren wird nach Beendigung der Veresterungsreaktion
das Alkylharz normalerweise abgekühlt und es kann, so wie es
ist, gewonnen werden. Zur Verbesserung der Filtrierfähigkeit
und der Bearbeitungsfähigkeit
durch Handhabung kann das Harz mit einem organischen Lösungsmittel
verdünnt
und gewonnen werden. Die Art des organischen Lösungsmittels ist keinen besonderen
Begrenzungen unterworfen, solange es dazu imstande ist, das Alkydharz
aufzulösen.
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Die durch das erste und das zweite
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung erhaltenen Alkydharze sind hinsichtlich ihrer Löslichkeit
in dem organischen Lösungsmittel
ausgezeichnet und sie sind sogar in solchen schwachen Lösungsmitteln
wie Lackbenzin löslich,
obgleich sie eine Terephthalsäurekomponente
enthalten. Sie sind als Harzbindemittel in Anstrichmittelmassen
geeignet. Neuerdings wird der Überdeckungsfähigkeit
eine größere Wichtigkeit
zugeschrieben und Alkydharze, die in schwachen Lösungsmitteln löslich sind, erfahren
eine hohe Bewertung. Die nach den Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
erhaltenen Alkydharze genügen
diesem Zweck gut.
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Durch die Verfahren gemäß der Erfindung
erhaltenen Alkydharze haben vorzugsweise einen Ölgehalt von 30-70%, insbesondere
40-60%, ein zahlenmittleres Molekulargewicht von 2.000-12.000, insbesondere 2.500-10.000,
eine Hydroxylzahl von 10-150
mgKOH/g, insbesondere 15-130 mgKOH/g, und eine Säurezahl von 1-50 mgKOH/g, insbesondere
3-20 mgKOH/g.
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Von den durch die Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung erhaltenen Alkydharzen haben solche, bei denen trocknende Ölfettsäuren oder
halb-trocknende Ölfettsäuren als
Fettsäure
verwendet worden sind, ausgezeichnete Oxidationstrocknungseigenschaften
und sie werden zweckmäßig als
Harze für
Anstrichmittel vom bei Raumtemperatur härtenden Typ verwendet. Wenn
sie als Harze für
Anstrichmittel vom bei Raumtemperatur härtenden Typ verwendet werden,
dann können
die Trocknungseigenschaften noch weiter durch gleichzeitige Verwendung
von Metallverbindungstrocknungsmitteln wie Cobaltnaphthenat, Zirconiumnaphthenat,
Bleinaphthenat und dergleichen verbessert werden. Die durch die
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfin dung erhaltenen Alkydharze und insbesondere solche, bei denen
gesättigte
Fettsäuren
als Fettsäure verwendet
worden sind, können
zweckmäßig als
Harze für
Anstrichmittel vom wärmehärtenden
Typ in Kombination mit Härtungsmitteln
verwendet werden, welche mit Hydroxylgruppen reaktiv sind, wie beispielsweise Aminoharze
wie Melaminharze, Polyisocyanatverbindungen, Epoxyverbindungen und
dergleichen. Anstrichmittel, enthaltend die Alkydharze, erhalten
nach den Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung, können durch
an sich bekannte Verfahren hergestellt werden, unter der Voraussetzung,
dass ein Alkydharz gemäß der Erfindung
mindestens als Teil des Harzbindemittels verwendet wird.
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Beispiele
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Nachstehend wird die Erfindung genauer
anhand der Beispiele erläutert. „Teile" und „%" sind auf das Gewicht
bezogen.
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Beispiel 1
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Ein Reaktor, der mit einem Thermometer,
einem Rührer,
einer Heizvorrichtung und einer Rektifizierungskolonne ausgestattet
war, wurde mit 109 Teilen Pentaerythrit und 107 Teilen Ethylenglycol
beschickt. Die Temperatur des Gemisches wurde unter Rühren auf
140°C erhöht. Zu diesem
Zeitpunkt hatte sich das Pentaerythrit aufgelöst. Es wurden 1,5 Teile Zinkacetat
und 154 Teile regeneriertes Polyethylenterephthalat (regeneriertes
PET) in der angegebenen Reihenfolge zugegeben. Danach wurde die
Temperatur auf 230°C
erhöht, und
das System wurde bei der gleichen Temperatur eine Stunde lang gehalten,
um die Depolymerisation des regenerierten PET zu bewirken. Dann
wurde die Temperatur auf 180°C
erniedrigt und 354 Teile Sojabohnenölfettsäure und 340 Teile Phthalsäureanhydrid
wurden zuge geben. Es wurden 50 Teile Xylol zum Rückfluss zugesetzt. Nach Erhöhung der
Temperatur auf 180°C
wurde die Dehydratisierungskondensationsreaktion in der Weise durchgeführt, dass
die Temperatur im Verlauf eines Zeitraums von 3 Stunden auf 240°C erhöht wurde,
während
Wasser entfernt wurde. Auf diese Weise wurde ein Alkydharz erhalten.
Durch anschließendes
Abkühlen
und Verdünnen
durch Zugabe von 600 Teilen Lackbenzin wurde eine Alkydharzlösung mit
einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 62% und einer Gardner-Viskosität (25°C) von W
erhalten.
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Beispiele 2-5
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Beispiel 1 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass die Zusammensetzung des Gemisches und die Retentionszeit
bei 240°C
bei jedem Beispiel gemäß der folgenden
Tabelle 1 variiert wurden. Auf diese Weise wurde bei jedem Versuch
eine Alkydharzlösung
mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 62% erhalten.
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Beispiel 6
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Ein ähnlicher Reaktor, wie er im
Beispiel 1 verwendet wurde, wurde mit 198 Teilen Pentaerythrit und 40
Teilen Ethylenglycol beschickt. Die Temperatur des Gemisches wurde
unter Rühren
auf 140°C
erhöht.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Pentaerythrit aufgelöst. Es wurden
5 Teile Zinkacetat und 5 Teile Bleioxid hinzugegeben, und dann wurden
159 Teile regeneriertes Polyethylenterephthalat (regeneriertes PET)
zugesetzt. Danach wurde die Temperatur auf 230°C erhöht. Das System wurde eine Stunde
lang bei der gleichen Temperatur gehalten, um die Depolymerisation
des regenerierten PET zu bewirken. Dann wurde die Temperatur auf
180°C erniedrigt
und 348 Teile Safloröl
wurden hinzugegeben. Hierauf wurde die Temperatur auf 220°C erhöht und bei
diesem Wert eine Stunde lang gehalten. Sodann wurde die Temperatur
auf 180°C
abgesenkt und es wurden 307 Teile Phthalsäureanhydrid zugegeben und es
wurden 50 Teile Xylol zum Rückfluss
zugesetzt. Die Temperatur wurde nochmals auf 180°C erhöht und die Dehydratisierungskondensationsreaktion wurde
in der Weise durchgeführt,
dass die Temperatur über
einen Zeitraum von 3 Stunden und unter Entfernung von Wasser auf
240°C erhöht wurde.
Auf diese Weise wurde ein Alkydharz erhalten. Durch nachfolgendes
Abkühlen
und Verdünnen
durch Zugabe von 700 Teilen Lackbenzin wurde eine Alkydharzlösung mit
einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 58% und mit einer Gardner-Viskosität (25°C) von Z
erhalten.
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Beispiel 7
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Beispiel 2 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass 2 Teile Trimethylphosphat nach der Depolymerisation
des regenerierten PET zugesetzt wurden. Auf diese Weise wurde eine
Alkydharzlösung
mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von 62% und einer Gardner-Viskosität (25°C) von Y erhalten.
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Vergleichsbeispiel 1
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Ein ähnlicher Reaktor, wie er im
Beispiel 1 verwendet wurde, wurde mit 149 Teilen Pentaerythrit und 78
Teilen Ethylenglycol beschickt. Die Temperatur des Gemisches wurde
unter Rühren
auf 140°C
erhöht.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Pentaerythrit aufgelöst. Es wurden
0,2 Teile Dibutylzinnoxid zugesetzt und danach wurden 129 Teile
Terephthalsäure
hinzugefügt.
Die Temperatur wurde auf 230°C
erhöht
und bei der gleichen Temperatur eine Stunde lang gehalten. Sodann
wurde die Temperatur auf 180°C
abgesenkt und es wurden 521 Teile Sojabohnenölfettsäure und 210 Teile Phthalsäureanhydrid
zugegeben, und es wurden 50 Teile Xylol zum Rückfluss zugesetzt. Die Temperatur
wurde erneut auf 180°C
erhöht
und dann über
einen Zeitraum von folgenden 3 Stunden auf 240°C erhöht, während Wasser entfernt wurde.
Die Temperatur wurde 4 Stunden lang bei 240°C gehalten, wodurch ein Alkydharz
erhalten wurde. Danach wurde das Produkt abgekühlt und durch Zugabe von 500
Teilen Lackbenzin verdünnt.
Auf diese Weise wurde eine Alkydharzlösung mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von 62% und einer Gardner-Viskosität (25°C) von YZ erhalten.
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Vergleichsbeispiel 2
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Beispiel 2 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass 179 Teile Glycerin anstelle der Summe von 149 Teilen
Pentaerythrit und 30 Teilen Ethylenglycol eingesetzt wurden. Auf
diese Weise wurde eine Alkydharzlösung mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 62% und einer Gardner-Viskosität (25°C) von V
erhalten.
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Vergleichsbeispiel 3
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Beispiel 2 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass 151 Teile Glycerin anstelle der Summe von 149 Teilen
Pentaerythrit und 20 Teilen Ethylenglycol verwendet wurden und dass
weiterhin die Zusammensetzung des Gemisches gemäß der folgenden Tabelle 1 verändert wurde.
Auf diese Weise wurde eine Alkydharzlösung mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 62% und einer Gardner-Viskosität (25°C) von X erhalten.
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Vergleichsbeispiel 4
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Ein ähnlicher Reaktor, wie er im
Beispiel 1 verwendet wurde, wurde mit 179 Teilen Pentaerythrit,
das auf 140°C
erhitzt worden war, jedoch noch aufgelöst worden war, beschickt. Hierzu
wurden 0,2 Teile Dibutylzinnoxid und 150 Teile regeneriertes PET
gegeben und das Gemisch wurde auf 240°C erhitzt. Es erfolgte jedoch
nur ein teilweises Schmelzen und es konnte keine Esteraustauschreaktion
bewirkt werden.
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Die Eigenschaften der erhaltenen
Harze sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
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Testbeispiele 1-7 und
Vergleichstestbeispiele 1-3
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Herstellung der Anstrichmittel
und der Testplatten
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Mit jeweils 154 Teilen der in den
obigen Beispielen und Vergleichsbeispielen erhaltenen Alkydharzlösungen wurden
0,6 Teile 5%-ige Cobaltnaphthenatlösung und 2,5 Teile 12%-ige
Zirconiumnaphthenatlösung vermischt,
um klare Anstrichmittel herzustellen.
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Die einzelnen so gebildeten klaren
Anstrichmittel wurden auf ein Stück
einer Zinnplatte zu einer Trockenfilmdicke von 100 μm aufgetragen.
Die angestrichenen Platten wurden in einem Raum mit 20°C und einer relativen
Feuchtigkeit von 60% stehen gelassen. Es wurde die erforderliche
Zeitspanne, bis die Anstrichmittelfilme ein trockenes Anfühlen erhielten,
und die Härtungstrocknungszeiten
gemessen. Es wurden auch die Härten
der gehärteten,
getrockneten Anstrichmittelfilme unter Verwendung eines Härtetestgeräts mit einem
König-Pendel
gemessen. Die erhaltenen Testergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
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Beispiel 8
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Ein Reaktor, der mit einem Thermometer,
einem Rührer,
einer Heizvorrichtung und einer Rektifizierungskolonne ausgestattet
war, wurde mit 89 Teilen Pentaerythrit, 30 Teilen Ethylenglycol
und 546 Teilen Sojabohnenöl
beschickt. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 140°C erhitzt.
In das System wurden 5,0 Teile Bleioxid und 5,0 Teile Zinkacetat
eingegeben und die Temperatur wurde auf 230°C erhöht und bei diesem Wert 2 Stunden
lang gehalten, um eine erste Esteraustauschreaktion (Alkoholyse)
des Sojabohnenöls
zu bewirken. Dann wurde die Temperatur auf 180°C abgesenkt und diesem Zeitpunkt
wurden 150 Teile regeneriertes Polyethylenterephthalat (regeneriertes
PET) zu gegeben. Die Temperatur wurde auf 230°C erhöht und bei diesem Wert 2 Stunden
lang gehalten, um die Depolymerisation des genannten regenerierten
PET zu bewirken. Dann wurden nach dem Absenken der Temperatur auf
180°C 237
Teile Phthalsäureanhydrid
hinzugegeben und danach wurden zum Rückfluss 50 Teile Xylol zugesetzt.
Die Temperatur wurde auf 180°C
erhöht
und danach im Verlauf von 3 Stunden unter Entfernung von Wasser
auf 240°C
erhöht.
Nach der Durchführung
einer Dehydratisierungskondensationsreaktion bei der genannten Temperatur
wurde ein Alkydharz erhalten. Das Abkühlen und das Verdünnen des
Produkts mit 610 Teilen Lackbenzin lieferte eine Alkydharzlösung mit
einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60%.
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Beispiele 9-11
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Beispiel 8 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass die Zusammensetzung des Gemisches gemäß der folgenden
Tabelle 3 variiert wurde. Ruf diese Weise wurden Alkydharzlösungen jeweils
mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten. Im Beispiel 10 wurden 0,5 Teile
Dibutylzinnoxid anstelle der 5,0 Teile Zinkacetat eingesetzt.
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Beispiel 12
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Beispiel 8 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass 2,0 Teile Trimethylphosphat nach der Depolymerisation
des regenerierten PET zugegeben wurden. Auf diese Weise wurde eine
Alkydharzlösung
mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten.
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Beispiel 13
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Beispiel 8 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass 172 Teile regeneriertes Polybutylenterephthalat anstelle
der 150 Teile regeneriertes PET verwendet wurden. Auf diese Weise
wurde eine Alkydharzlösung
mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten.
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Beispiel 14
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Ein ähnlicher Reaktor, wie im Beispiel
8 verwendet, wurde mit 123 Teilen Pentaerythrit, 30 Teilen Ethylenglycol
und 264 Teilen Sojabohnenöl
beschickt. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 140°C erhitzt.
In das System wurden 5 Teile Bleioxid und 5 Teile Zinkacetat eingetragen
und dann 150 Teile regeneriertes Polyethylenterephthalat (regeneriertes
PET) zugesetzt. Die Temperatur des Systems wurde auf 230°C erhöht. Unter Aufrechterhaltung
der gleichen Temperatur über
4 Stunden wurden gleichzeitig eine Esteraustauschreaktion des Sojabohnenöls (Alkoholyse)
und eine Depolymerisation des regenerierten PET gleichzeitig durchgeführt. Dann
wurde die Temperatur auf 180°C
abgesenkt und es wurden 222 Teile Phthalsäureanhydrid hinzugegeben. Die
Temperatur wurde auf 180°C
und danach auf 240°C
im Verlauf der nachfolgenden 3 Stunden erhöht, während eine Dehydratisierung
durchgeführt
wurde. Nach 2-stündigem
Halten der genannten Temperatur wurden 40 Teile Xylol zum Rückfluss
hinzugegeben und es wurde weiterhin die Dehydratisierungskondensationsreaktion
bei 240°C
durchgeführt.
Auf diese Weise wurde ein Alkydharz erhalten. Das anschließende Abkühlen und
Verdünnen
des Produkts durch Zugabe von 490 Teilen Lackbenzin lieferte eine
Alkydharzlösung
mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60%.
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Vergleichsbeispiel 4
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Ein ähnlicher Reaktor, wie im Beispiel
8 verwendet, wurde mit 89 Teilen Pentaerythrit, 78 Teilen Ethylenglycol
und 546 Teilen Sojabohnenöl
beschickt. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 140°C erhitzt.
In das System wurden 5,0 Teile Bleioxid und 5 Teile Zinkacetat eingetragen
und die Temperatur wurde auf 230°C
erhöht.
Das System wurde bei der gleichen Temperatur 2 Stunden lang gehalten.
Dann wurde die Temperatur auf 180°C
abgesenkt und es wurden 130 Teile Terephthalsäure und 237 Teile Phthalsäureanhydrid
zugesetzt. Die Temperatur wurde auf 180°C erhöht. Dann wurde die Temperatur
im Verlauf der nachfolgenden 3 Stunden unter Entwässerung
weiter auf 240°C
erhöht
und nach 2-stündigem
Halten des Gemisches auf der gleichen Temperatur wurden 50 Teile
Xylol zum Rückfluss
zugesetzt. Durch weitere Durchführung
der Dehydratisierungskondensationsreaktion bei 240°C wurde ein
Alkydharz erhalten, das abgekühlt
wurde und mit 610 Teilen Lackbenzin verdünnt wurde, wodurch eine Alkydharzlösung mit
einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten wurde.
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Vergleichsbeispiel 5
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Beispiel 8 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass 119 Teile Glycerin anstelle der Summe von 89 Teilen
Pentaerythrit und 30 Teilen Ethylenglycol verwendet wurden. Auf
diese Weise wurde eine Alkydharzlösung mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten.
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Vergleichsbeispiel 6
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Beispiel 8 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass 103 Teile Glycerin anstelle der Summe von 89 Teilen
Pentaerythrit und 90 Teilen Ethylenglycol verwendet wurden. Auf
diese Weise wurde eine Alkydharzlösung mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten.
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Testbeispiele 8-14 und
Vergleichstestbeispiele 4-6
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Herstellung der Anstrichmittel
und der Testplatten
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Mit jeweils 196 Teilen der in den
Beispielen und Vergleichsbeispielen erhaltenen Alkydharzlösungen mit
einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% wurden 0,6 Teile einer 5%-igen Cobaltnaphthenatlösung und
2,5 Teile einer 12%-igen
Zirconiumnaphthenatlösung
vermischt, um klare Anstrichmittel zu erhalten.
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Die jeweils so gebildeten klaren
Anstrichmittel wurden auf ein Stück
einer Zinnplatte zu einer Trockenfilmdicke von 100 μm aufgetragen.
Die angestrichenen Platten wurden in einem Raum mit 20°C und einer
relativen Feuchtigkeit von 60% stehen gelassen. Die erforderliche
Zeitspanne, bis die Anstrichmittelfilme ein trockenes Anfühlen erhielten,
und die Härtungstrocknungszeiten
wurden gemessen. Die Härten
der härtungsgetrockneten
Anstrichmittelfilme wurden gleichfalls mit einem Härtetestgerät mit einem
König-Pendel
gemessen. Die Testergebnisse sind in Tabelle 4 zusammengestellt.
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Beispiel 15
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Ein Reaktor, der mit einem Thermometer,
einem Rührer,
einer Heizvorrichtung und einer Rektifizierungskolonne ausgestattet
war, wurde mit 149 Teilen Pentaerythrit, 30 Teilen Ethylenglycol
und 521 Teilen Sojabohnenölfettsäure beschickt.
Das Gemisch wurde unter Rühren
auf 140°C
erhitzt. Nach der Zugabe von 5,0 Teilen Dibutylzinnoxid wurde die
Temperatur des Systems im Verlauf von 2 Stunden auf 230°C erhöht und bei diesem
Wert weitere 2 Stunden lang gehalten, um die Reaktion durchzuführen. Dann
wurde die Temperatur auf 180°C
abgesenkt und es wurden 150 Teile regeneriertes Polyethylenterephthalat (regeneriertes
PET) und 5,0 Teile Zinkacetat zugesetzt. Die Temperatur wurde auf
230°C erhöht und bei
diesem Wert 2 Stunden lang gehalten, um die Depolymerisation des
regenerierten PET zu bewirken. Dann wurde die Temperatur auf 180°C abgesenkt
und es wurden 210 Teile Phthalsäureanhydrid
hinzugegeben und 50 Teile Xylol zum Rückfluss zugesetzt. Nach Erhöhung der
Temperatur auf 180°C
und anschließend über einen
Zeitraum von 3 Stunden auf 240°C
unter Entfernung von Wasser wurde eine Dehydratisierungskondensationsreaktion
bei der gleichen Temperatur durchgeführt, wodurch ein Alkydharz
erhalten wurde. Das Produkt wurde abgekühlt und mit 620 Teilen Lackbenzin
verdünnt,
wodurch eine Alkydharzlösung
mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten wurde.
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Beispiele 16-19
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Beispiel 15 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass das Gemisch wie in der folgenden Tabelle 5 angegeben
hergestellt wurde. Es wurden jeweils Alkydharzlösungen mit einem jeweiligen
Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten.
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Beispiel 20
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Ein Reaktor, der mit einem Thermometer,
einem Rührer,
einer Heizvorrichtung und einer Rektifizierungskolonne ausgestattet
war, wurde mit 119 Teilen Pentaerythrit, 30 Teilen Ethylenglycol,
347 Teilen Sojabohnenölfettsäure und
184 Teilen Sojabohnenöl
beschickt. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 140°C erhitzt.
In das System wurden 5,0 Teile Bleioxid und 5,0 Teile Zinkacetat
eingegeben, und die Temperatur wurde im Verlauf von 2 Stunden auf
230°C erhöht und bei
diesem Wert 2 Stunden lang gehalten, um die Reaktion zur Durchführung zu
bringen.
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Dann wurde die Temperatur auf 180°C abgesenkt
und es wurden 150 Teile regeneriertes Polyethylenterephthalat (regeneriertes
PET) eingegeben und die Temperatur wurde auf 230°C erhöht. Unter Halten der genannten
Temperatur über
einen Zeitraum von 2 Stunden wurde die Depolymerisation des regenerierten
PET durchgeführt.
Die Temperatur wurde auf 180°C
abgesenkt und es wurden 207 Teile Phthalsäureanhydrid zugesetzt. 50 Teile
Xylol wurden zum Rückfluss
zugegeben. Die Temperatur wurde auf 180°C erhöht. Danach wurde die Temperatur
im Verlauf von 3 Stunden auf 240°C,
während
Wasser entfernt wurde. Die Dehydratisierungskondensationsreaktion
wurde bei der genannten Temperatur durchgeführt, wodurch ein Alkydharz
erhalten wurde. Das Produkt wurde abgekühlt und durch Zugabe von 610
Teilen Lackbenzin verdünnt,
wodurch eine Alkydharzlösung
mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten wurde.
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Beispiele 21-25
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Beispiel 20 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass die Zusammensetzung des Gemisches gemäß folgender
Tabelle 5 eingestellt wurde. Auf diese Weise wurden jeweils Alkydharzlösungen mit
jeweils einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten.
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Beispiel 26
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Beispiel 20 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass 2,0 Teile Trimethylphosphat nach der Depolymerisation
des regenerierten PET zugesetzt wurden, wodurch eine Alkydharzlösung mit
einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten wurde.
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Beispiel 27
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Ein Reaktor, ähnlich wie im Beispiel 20 verwendet,
wurde mit 119 Teilen Pentaerythrit, 30 Teilen Ethylenglycol, 347
Teilen Sojabohnenölfettsäure und
184 Teilen Sojabohnenöl
versetzt. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 140°C erhitzt.
In das System wurden 5,0 Teile Bleioxid und 5,0 Teile Zinkacetat
eingegeben und dann wurden 150 Teile regeneriertes Polyethylenterephthalat
(regeneriertes PET) zugesetzt. Die Temperatur wurde im Verlauf von
2 Stunden auf 230°C
erhöht
und bei diesem Wert 4 Stunden lang gehalten, um gleichzeitig die
Veresterung, die Depolymerisation des regenerierten PET und die
Esteraustauschreaktion durchzuführen.
Dann wurde die Temperatur auf 180°C
abgekühlt
und es wurden 207 Teile Phthalsäureanhydrid
zugesetzt, und die Temperatur wurde auf 180°C erhöht. Hierauf wurde die Temperatur
im Verlauf von 3 Stunden auf 240°C
erhöht,
und bei dem gleichen Wert 2 Stunden lang unter Entfernung von Wasser
gehalten. Es wurden 50 Teile Xylol für den Rückfluss zugesetzt, und es weiter
die Dehydratisierungskondensationsreaktion bei 240°C durchgeführt, um
ein Alkydharz zu erhalten. Das Produkt wurde dann abgekühlt und
durch Zugabe von 610 Teilen Lackbenzin verdünnt, wodurch eine Alkydharzlösung mit
einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten wurde.
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Vergleichsbeispiel 7
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Ein ähnlicher Reaktor, wie im Beispiel
15 verwendet, wurde mit 119 Teilen Pentaerythrit, 78 Teilen Ethylenglycol,
347 Teilen Sojabohnenölfettsäure und
184 Teilen Sojabohnenöl
versetzt. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 140°C erhitzt.
In das System wurden 5,0 Teile Bleioxid und 5,0 Teile Zinkacetat
eingegeben und die Temperatur wurde im Verlauf von 2 Stunden auf
230°C erhöht und bei
dem gleichen Wert 2 Stunden lang gehalten. Dann wurde die Temperatur
auf 180°C
abgesenkt und es wurden 130 Teile Terephthalsäure und 207 Teile Phthalsäureanhydrid
zugesetzt. Danach wurde die Temperatur auf 180°C erhöht und weiterhin über einen
Zeitraum von 3 Stunden auf 240°C
erhöht,
während
Wasser entfernt wurde. Unter Aufrechterhaltung der gleichen Temperatur über einen
Zeitraum von 2 Stunden wurden 50 Teile Xylol zum Rückfluss
zugesetzt und die Dehydratisierungskondensationsreaktion wurde bei
240°C durchgeführt, wodurch
ein Alkydharz erhalten wurde. Dann wurde das Produkt abgekühlt und
durch Zugabe von 610 Teilen Lackbenzin verdünnt, wodurch eine Alkydharzlösung mit
einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten wurde.
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Vergleichsbeispiel 8
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Beispiel 20 wurde mit der Ausnahme
wiederholt, dass 136 Teile Glycerin anstelle der Summe von 119 Teilen
Pentaerythrit und 30 Teilen Ethylenglycol verwendet wurden und dass
die Menge des Phtalsäureanhydrids
von 207 Teile in 230 Teile geändert
wurde. Auf diese Weise wurde eine Alkydharzlösung mit einem Gehalt an nichtflüchtigen
Bestandteilen von etwa 60% erhalten.
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Testbeispiele 15-27 und
Vergleichstestbeispiele 7-8
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Herstellung der Anstrichmittel
und der Testplatten
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Mit jeweils 196 Teilen der in den
obigen Beispielen und Vergleichsbeispielen erhaltenen Alkydharzlösungen wurden
0,6 Teile 5%-ige Cobaltnaphthenatlösung und 2,5 Teile 12%-ige
Zirconiumnaphthenatlösung vermischt,
um klare Anstrichmittel zu erhalten.
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Die jeweils gebildeten klaren Anstrichmittel
wurden auf ein Stück
einer Zinnplatte zu einer Trockenfilmdicke von 100 μm aufgetragen.
Die angestrichenen Platten wurden in einem Raum mit 20°C und einer
relativen Luftfeuchtigkeit von 60% stehen gelassen. Es wurde die
Zeitspanne gemessen, die erforderlich war, bis die Anstrichmittelfilme
ein trockenes Anfühlen
ergaben. Es wurden auch die Härtungstrocknungszeiten
gemessen. Die Härten
der härtungsgetrockneten
Anstrichmittelfilme wurden gleichfalls mit einem Härtetestgerät mit einem König-Pendel gemessen.
Die erhaltenen Testergebnisse sind in Tabelle 6 zusammengestellt.
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Technische Anwendbarkeit
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Gemäß den Verfahren der vorliegenden
Erfindung können
transparente Alkydharze, die vom Vorhandensein von Fremdstoffen
oder von Filtrationsrückständen nahezu
frei sind, innerhalb einer kurzen Zeitspanne hergestellt werden,
wobei Polyesterharze verwendet werden, die aus Abfallmaterialien
wiedergewonnen und regeneriert worden sind. Bei den Verfahren gemäß der Erfindung
werden Abfallmaterialien verwertet und diese gestatten daher eine
Wiederverwertung von gebrauchten PET-Flaschen und dergleichen.
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Auch können Alkydharze, erhalten durch
die Verfahren gemäß der Erfindung,
zweckmäßig als
Harze für
Anstrichmittel vom Raumtemperaturhärtungstyp oder vom wärmehärtenden
Typ in Kombination mit Härtungsmitteln
verwendet werden. Weiterhin sind die gemäß den Verfahren der Erfindung
erhaltenen Alkydharze transparent und von Trübungen frei, obgleich sie eine
Terephthalsäurekomponente
enthalten. Sie sind in schwachen Lösungsmitteln wie Lackbenzin
löslich.
Die Harze können
daher zweckmäßigerweise
als Harze für Anstrichmittel
für Anwendungszwecke
eingesetzt werden, wo eine Überdeckungsfähigkeit
erforderlich ist.