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Die vorliegende Erfindung betrifft
einen Sportschuh, insbesondere für
den alpinen Skilauf, zum Wandern, für den Skilanglauf oder zum
Snowboarden, der einen unterhalb des Fußknöchels des Benutzers angeordneten,
starren Rahmen aufweist, der mindestens eine Aufnahme festlegt,
in welcher ein den Fuß des
Benutzers aufnehmender und mit dem Rahmen zusammenwirkender Schuh
positioniert ist, der mindestens einen Verbindungsarm zwischen dem
Rahmen und dem Bein des Benutzers, und mindestens ein zum geschlossenen
Verbinden des Beines des Benutzers mit dem Verbindungsarm angeordnetes
Gehäuseelement
aufweist.
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Die breite Mehrheit der Skischuhe
weist eine starre Schale auf, die sich umfassend über dem
Fußknöchel erstreckt
und denselben so umschließt,
dass er dessen Bewegungen bei der Praktizierung des Sports praktisch
vollkommen blockiert.
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Diese Art von Schuhen weist eine
bestimmte Anzahl von Nachteilen auf. Durch den Gebrauch solcher
Schuhe werden insbesondere auf Grund ihrer Starrheit oftmals verschiedene
Verletzungen verursacht, wie z. B.:
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der Bänder
des Knies und des Fußknöchels,
- • schmerzhafte
Schienbeinabstützungen,
Verletzung des hinteren Schienbeinmuskels,
- • Schleimbeutelentzündung an
den Füßen (Chondromalacia
patellae)
- • Entzündung der
Achillessehne,
- • Schmerzen
an dem Schienbeinknöchel
und dem Wadenbeinknöchel,
- • Knochenhautentzündungen,
- • Verlagerungen
und Verletzungen des Meniskus im Knie,
- • Kompression
der Vorderfußknochen
(Morton-Neuralgie),
- • Einschlafen
des Beines auf Grund von Kompression,
- • Schwund
der Fuß-,
Knöchel-
u. Wadenmuskeln zum Saisonende,
- • kalte
Füße, Teilerfrierungen
und damit zusammenhängende
Durchblutungsstörungen.
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Es wurden andere Skischuhe mit einer
unterhalb des Fußknöchels aufhörenden starren
Schale verwirklicht, die den Fußknöchel freigeben
sollten. Das Merkmal dieser Schuhe besteht darin, dass sie den Fuß in der
Schale mittels auf der Höhe
des Fußrückens angeordneter
Schellen blockieren.
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Die für die Konzeption von Schuhen
verwendeten Techniken haben sich dahingehend entwickelt, dass sie einen
besseren Komfort bieten. Trotzdem verursacht dieser Vorgang des
Festhaltens und der Blockierung des Unterschenkels immer noch viele Verletzungen
und Unbequemlichkeit für
die Benutzer, die oftmals Verdrehungen des Unterschenkels insbesondere
bei Stürzen
ausgesetzt sind. Bei starren Schuhen verkürzt sich die maximale Widerstandszeitdauer
des verdrehten Beines durch die Starrheit der Schuhe beträchtlich,
die keine Mobilisierung der Gesamtheit der Gelenk- und Muskelkette
des Beinabschnittes ermöglicht.
Eine gewaltsame Verdrehung bei einem Sturz nach hinten wird durch
den Mangel an Mobilität
der hinteren Gelenke und Muskeln des Beines verstärkt, wodurch
die Drehbeanspruchungen plötzlich
auf die Knie übertragen
werden. Das Bein wird durch die starre Schelle des Schuhs blockiert.
Diese insbesondere in den Arbeiten von Professor Johnson in den
Vereinigten Staaten beschriebene Sturzart stellt das von zu starren Skischuhen
bei Drehstürzen
nach hinten ausgehende Risiko unter Beweis. Andererseits scheint
die Blockade der Gelenke des Fußes
und des Fußknöchels für die Versetzung
der Beinmuskeln in den Ruhezustand verantwortlich zu sein. Dadurch
werden die Muskeln nicht mehr richtig benutzt, um bei einem Sturz
oder unerwartetem Richtungswechsel zu reagieren, und schützen somit
die Knie und die Bänder nicht
richtig. Außerdem
wird die Empfindlichkeit des Fußes
durch dieselbe Blockierung des Fußes und des Unterschenkels
verstärkt,
auf den ein umfassender äußerer Druck
ausgeübt
wird, um Haltung und Präzision
zu erreichen. Hierdurch werden die sensorischen Aktivitäten begrenzt.
Dadurch erklären
sich teilweise die Gleichgewichtsprobleme bei vielen Skifahrern.
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Es wurden bestimmte Entwicklungen
in Angriff genommen, um zu versuchen, die Probleme von Schuhen mit
starren Schalen zu lösen.
Eine der Entwicklungen ist in dem Amerikanischen Patent
US-A-3 747 235 veranschaulicht.
In dem Dokument ist ein Skischuh beschrieben, der einen an dem Ski
befestigten und den Fuß umgebenden
Innenschuh, einen an dem Innenschuh befestigten Hebel, der praktisch bis
in eine Flucht mit dem Knie verlängert
ist, einen an dem Hebel befestigten Bügel aufweist, der dazu bestimmt
ist, eine seitliche Bewegung des Beines im Verhältnis zu dem Hebel zu verhindern,
und eine Schelle aufweist, die eine Längsbewegung des Beines im Verhältnis zu
dem Hebel verhindert. Der starre Innenschuh hört unter dem Fußknöchel auf,
und scheint dessen Bewegung nicht zu blockieren. In Wirklichkeit
wird der Fuß in
dem Schuh blockiert und das Fußknöchelgelenk
wird blockiert, wenn der Schuh in einer Skibindung gehalten wird.
Die Verbindung zwischen dem Bein und dem Fußknöchel wird durch den Hebel hergestellt,
der die Kräfte
so auf die Skier überträgt, dass
der Benutzer sie steuern kann.
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Mit diesem Schuh soll eine bestimmte
Anzahl von mit Schuhen mit starren Schalen, insbesondere die mit
der Kompression des Fußes
in dem Schuh (Schleimbeutelentzündungen,
Schmerzen an den Wadenbein- und Schienbeinknöcheln, ...) in Zusammenhang
stehenden Problemen vermieden werden.
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Unglücklicherweise lässt dieses
System keinen Gebrauch der muskulären und gelenkigen Blockierung
der Gesamtheit des Beines zu. Auf diese Weise besteht eine bestimmte
Anzahl von Problemen weiter, und andere treten auf.
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Die Verbindung zwischen dem Bein
und dem Ski wird unmittelbar unterhalb des Knies hergestellt. Dies
schließt
das Risiko einer "schubladenförmigen" Verlagerung des
Knies mit ein. Dieser "Schubladeneffekt" tritt sehr oft bei
Personen mit nachgiebigen oder verletzten Bändern im Knie auf. Dadurch
kann auch eine Entzündung
der Bänder
im Bereich des Knies sowie eine Kompression der hinteren Drüsen und
Stränge
entstehen. Durch diese Verbindung wird eine Kompression und eine
Quetschung der hinteren Schienbeinschlagader erzeugt, wodurch die
Durchblutung des Unterschenkels begrenzt wird. Die Schelle liegt
außerdem
direkt auf dem Wadenbein auf. Sie blockiert die Verlagerung des
letzteren, welches normalerweise bei jeder Bewegung des Beines verlagert
wird, in Bezug auf Dreh-, als auch auf Translationsbewegungen.
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Durch die Tatsache der Blockierung
des Wadenbeines werden Schmerzen verursacht und die natürliche Blockierung
des Beines durch Gelenke und Muskeln wird verhindert. Ein weiteres,
mit der Verwendung einer Schelle in Zusammenhang stehendes Problem
ist das der Übertragung
von Bewegungen des Beines auf den Ski. Wenn die Schelle nur leicht
angespannt ist, erfolgt eine schlechte Übertragung, und die Steuerung
der Skier ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Um eine zuverlässige Übertragung
zu erreichen, darf sich das Bein in der Schelle überhaupt nicht bewegen lassen.
Dies schließt
mit ein, dass die Schelle sehr straff angespannt sein muss. Dies
hat die Schmerzen derselben Art zur Folge wie diejenigen, die beim
Gebrauch starrer Schuhe entstehen.
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Außerdem besteht ein wesentliches
Problem dieses Schuhs und dieser Bindung in der Tatsache, dass der
Innenschuh fest in der Bindung fixiert ist. Obwohl der Fußknöchel nicht
durch den Schuh an sich blockiert ist, verhindert die starre Befestigung des
Schuhs in der Bindung eine natürliche
Bewegung des Fußes,
wie nachfolgend detailliert erklärt
wird.
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Es sind weitere Dokumente vorhanden,
in denen Skischuhe beschrieben sind, die eine freie gelenkige Bewegung
des Fußknöchels ermöglichen sollen.
Unter diesen Dokumenten kann die Deutsche Veröffentlichung
DE-A-27 18 939 aufgeführt werden.
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In diesem Dokument ist ein Skischuh
beschrieben, der mit einem herkömmlichen
Innenschuh verwendet werden kann. Dieser Schuh weist eine Schale
auf, in welcher der Innenschuh mittels Luftpolstern unbeweglich
gehalten wird. Die Aufgabe dieser Erfindung besteht darin, den Fuß fest in
der Schale zu halten, wobei Belastungszonen vermieden werden. Durch
die Tatsache, dass der Fuß festgehalten wird,
wird die natürliche
Bewegung des Beines verhindert.
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Wie nachfolgend detailliert beschrieben,
umfassen die Bewegungen des Beines eine koordinierte Bewegung des
Fußknöchels, des
Knies und der Hüfte.
Dadurch, dass die Bewegung eines der Gelenke selbst in einer Richtung
unmöglich
gemacht wird, wird die Koordinierung der Bewegungen zerstört und das
Bein an der Ausführung
einer physiologischen Verlagerung gehindert.
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Bei allen Skischuhen nach dem Stand
der Technik besteht die Aufgabe darin, den Fuß entweder in einer starren
Schale, oder durch Gurte auf der Höhe des Spanns, durch aufblasbare
Polster fest einzuspannen, wobei sie als Merkmal aufweisen, dass sie
die Verlagerung des Fußknöchels mindestens
in einer Richtung verhindern. Dies ist insbesondere bei dem Skischuh
der Fall, der Gegenstand der Veröffentlichung
EP-A-0 471 955 ist.
Dieser Schuh ist mit einer starken Verstärkungsstange versehen, die
sich nach oben über
eine starre Schelle fortsetzt, die dazu bestimmt ist, den Fußknöchel zu
umklammern und ihn in Querrichtung festzuhalten.
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Aus diesem Grund lässt keine
der in den Dokumenten des Standes der Technik beschriebenen Erfindungen
bei der praktischen Ausübung
des betroffenen Sportes selbst in den Fällen keine physiologische Bewegung
des Beines zu, in denen eine freie gelenkige Bewegung des Fußknöchels möglich zu sein
scheint.
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Bei der vorliegenden Erfindung wird
vorgeschlagen, die Nachteile der Schuhe des Standes der Technik
durch die Bereitstellung eines Schuhs zu beseitigen, der die physiologischen
Bewegungen des Beines im Allgemeinen, und des Fußknöchels und insbesondere des
Knies insbesondere dadurch zulässt,
dass er eine Bewegung der Fußsohle
im Verhältnis
zu dem Ski ermöglicht.
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Wie zuvor erwähnt, kann die Drehung des Beines
in seiner Gesamtheit von einer Drehung des Knies, einer Drehung
des Fußknöchels und
einer Drehung der Hüfte
getrennt werden.
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Die Drehung des Knies wird von zwei
Muskelgruppen gesteuert. Die erste Gruppe besteht aus externen Rotatoren,
die bei ihrer Betätigung
dahingehend wirken, dass sie das Schienbeinkopfplateau so drehen,
dass die Fußspitze
nach außen
gedreht wird. Die zweite Gruppe besteht aus den internen Rotatoren,
die eine Neigung aufweisen, die Fußspitze nach innen zu drehen.
Insgesamt ist die Gruppe der internen Rotatoren etwas kraftvoller
als die Gruppe der externen Rotatoren. Die Beugung des Knies führt zu einer
Drehung des Schienbeines nach innen, sowie einer Drehverlagerung
des Wadenbeines und einer Translationsbewegung um seine Längsachse.
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Die Drehung des Fußknöchels kann
um drei Achsen erfolgen. Es handelt sich dabei um eine praktisch
horizontale Querachse X, die praktisch durch die Wadenbein- und
Schienbeinknöchel
verläuft,
eine in der Verlängerung
des Beines verlaufende vertikale Achse Y und eine horizontale Längsachse
Z.
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Die Drehbewegung des Fußknöchels um
die horizontale Querachse X wird als "Streckung" bezeichnet, wenn sich die Fußspitze
senkt, und die entgegengesetzte Bewegung wird als "Beugung" bezeichnet. Die
Drehbewegung um die vertikale Achse X wird als "Adduktion" bezeichnet, wenn sich die Fußspitze
nach innen in Richtung der Symmetrieebene des Körpers bewegt, und wird als "Abduktion" bezeichnet, wenn
sich die Fußspitze
von dieser Symmetrieebene wegbewegt. Schließlich wird die Bewegung um
die horizontale Längsachse
Z als "Auswärtsdrehung
um die Längsachse" bezeichnet, wenn sich
die Fußsohle
nach innen ausrichtet, und als "Einwärtsdrehung
um die Längsachse" bezeichnet, wenn sie
sich nach außen
ausrichtet.
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Bei der natürlichen Drehung des Fußknöchels sind
die Bewegungen um die drei Achsen immer miteinander verbunden. Die
Adduktion ist notwendigerweise von einer Auswärtsdrehung um die Längsachse,
und von einer Streckung begleitet. Bei der durch diese Verlagerung
erreichten Position handelt es sich um eine sogenannte Umkehrungsposition.
Wenn die Streckung durch eine gleichwertige Beugung ausgeglichen
wird, erhält
man eine sogenannte Varushaltung.
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In der anderen Richtung ist die Abduktion notwendigerweise
von einer Einwärtsdrehung
um die Längsachse,
und von einer Beugung begleitet. Bei der erreichten Position handelt
es sich um eine Auswärtsdrehungsposition.
Wenn die Beugung durch eine gleichwertige Streckung des Fußknöchels aufgehoben
wird, erhält
man die Valgushaltung.
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Die Auswärtsdrehungsposition wird im
Wesentlichen durch die Wirkung von zwei Muskeln, d. h. dem kurzen
seitlichen Wadenbeinmuskel, und dem langen seitlichen Wadenbeinmuskel
erhalten. Diese sind auf der Höhe
der Fußsohle
auf der vorderen Hälfte
jeweils auf dem Außenrand
und auf dem Innenrand des Fußes
angeordnet.
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Bei allen Schuhen des Standes der
Technik wird der Fuß fest
gegen die Abstützung
gedrückt
gehalten. Außerdem
verhindern sie die Drehung des Fußknöchels um die horizontale Längsachse
Z. Durch die Blockierung dieser Bewegung wird die durch den Fußknöchel, das
Knie und die Hüfte
ausgebildete Gelenkkette unterbrochen. Dies bewirkt auch die Verhinderung
der durch den physiologischen Gebrauch der Muskeln erhaltenen natürlichen muskulären Blockierung.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
besteht in der Beseitigung der Nachteile der Skischuhe des Standes
der Technik und darin, eine natürliche Bewegung
der Gesamtheit des Beines zuzulassen, indem eine zusammenwirkende
Muskelarbeit in Form einer Gelenkkette des Beines, wie oben beschrieben,
ermöglicht
wird. Diese Aufgabe wird durch die Tatsache gelöst, dass das Bein frei, d.
h. sensibel ist.
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Diese Aufgaben werden durch einen
Sportschuh gelöst,
wie er in dem Oberbegriff definiert ist, der dadurch gekennzeichnet
ist, dass der Schuh außerdem
mindestens eine zwischen der Sohle des Schuhs und dem Rahmen angeordnete
Längswölbung aufweist,
die angeordnet ist, um bei Benutzung des Schuhs eine Bewegung des
Schuhs im Verhältnis
zu dem Rahmen um die Längsachse
des Fußes zu
ermöglichen.
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Gemäß einer ersten Ausführungsform
kann die Längswölbung fest
mit der Sohle des Schuhs oder mit dem Rahmen verbunden sein.
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Gemäß einer Ausführungsvariante
weist die Längswölbung zwei
jeweils in der Verlängerung
der anderen angeordnete Wölbungen
auf, die jeweils aus einer Plattform gebildet sind, die mittels
einer mit der Längsachse
des Fußes
ausgerichteten halbstarren, ebenen Rippe mit der Sohle des Schuhs
verbunden ist.
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Die zwischen dem Schuh und dem Rahmen angeordnete
Längswölbung legt
beiderseits der Längswölbung Zwischenräume fest,
wobei die Zwischenräume
vorteilhafterweise mit einem weichen Werkstoff gefüllt sind.
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Vorteilhafterweise können die
Einrichtungen, die eine vertikale Bewegung des hinteren Teils des Schuhs
im Verhältnis
zu dem Rahmen ermöglichen, einen
auf dem Schuh angeordneten Absatz und einen in dem Rahmen ausgebildeten
Anschlag umfassen.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist
der Schuh gemäß der Erfindung
ein an die Morphologie der Wade des Benutzers anpassbares, hinteres
Gehäuseelement
und ein an die Morphologie des Schienbeinkopfplateaus des Benutzers
anpassbares, vorderes Gehäuseelement
auf, wobei mindestens eines der Gehäuseelemente mit dem Verbindungsarm
verbunden ist.
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Das vordere Gehäuseelement kann ein Stützelement
für das
Knie des Benutzers aufweisen, welches angeordnet ist, um mit dem
Knie in Berührung zu
stehen.
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Das mit dem Verbindungsarm verbundene Gehäuseelement
ist innerhalb eines vorgegebenen Winkelbereiches um den Verbindungsarm
herum bewegbar, und weist Einstelleinrichtungen zur Einstellung
des zwischen dem hinteren Gehäuseelement und
dem vorderen Gehäuseelement
enthaltenen Volumens, und Einstelleinrichtungen für die Höhe des vorderen
Gehäuseelementes
und/oder des hinteren Gehäuseelementes
auf.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist
ein äußerstes
Ende eines der Verbindungsarme in der Nähe des äußersten Endes der Wadenmuskeln des
Benutzers angeordnet.
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Ein äußerstes Ende eines der Verbindungsarme
kann auch der Nähe
des äußersten
Endes der Ferse des Benutzers angeordnet sein.
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Gemäß einer besonderen Ausführungsform weist
der Schuh zwei Verbindungsarme auf.
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In einer ersten Ausführungsform
der Erfindung ist mindestens einer der Verbindungsarme in Richtung
des hinteren Teils des Schuhs angeordnet.
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In einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung sind die zwei Verbindungsarme auf den Seiten des Schuhs
angeordnet.
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In einer besonderen Ausführungsform
ist der Verbindungsarm zwischen dem Schuh und dem Rahmen angeordnet.
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Der Verbindungsarm kann auch aus
mindestens zwei übereinanderliegenden
Streifen ausgebildet sein.
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Gemäß einer vorteilhaften Variante
ist der Schuh in dem Rahmen bewegbar.
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Gemäß einer besonderen Ausführungsform, bei
welcher der Schuh als Skischuh verwendet wird, ist der Schuh so
in dem Rahmen positioniert, dass wenn die zwei Skier eines Paares
von Skiern parallel zueinander verlaufen, der Rand des fest mit
dem ersten Ski verbundenen Schuhs, der in Richtung der Symmetrieebene
des Körpers
des Benutzers angeordnet ist, nach vorne einen offenen Winkel mit
dem entsprechenden Rand des mit dem zweiten Ski verbundenen zweiten
Schuhs bildet.
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Die vorliegende Erfindung und ihre
Vorteile werden unter Bezugnahme auf verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung und auf die beigefügten
Zeichnungen besser verständlich,
wobei:
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1 und 2 zwei verschiedene Ausführungsformen
des Sportschuhs gemäß der Erfindung veranschaulichen,
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3 eine
Rückansicht
des Schuhs von 2 ist,
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4 eine
Variante des in 1 veranschaulichten
Sportschuhs ist,
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5 eine
Vorderansicht des Schuhs von 4 ist,
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6 eine
perspektivische Ansicht einer besonderen Ausführungsform des in 2 veranschaulichten Schuhs
gemäß der Erfindung
ist,
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7 eine
Vorderansicht einer Variante des in 3 veranschaulichten
Schuhs gemäß der Erfindung
ist,
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8a, 8b und 8c Vorderansichten eines Teils der in
den vorangegangenen Figuren veranschaulichten Schuhe in drei verschiedenen
Positionen sind,
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9 und 10 ebenfalls zwei Varianten
veranschaulichen, die eine Bewegung des Schuhs in dem Rahmen des
Schuhs ermöglichen.
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11 eine
Schnittansicht eines Teils des Schuhs von 10 ist,
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12 eine
Position des Schuhs bei einer Kurvenfahrt mit Skiern veranschaulicht,
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13 die
Verteilung der Kräfte
durch die Verwendung eines Schuhs gemäß der vorliegenden Erfindung
auf einen Ski veranschaulicht,
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14 eine
Profilschnittansicht eines Teils des Schuhs gemäß der Erfindung ist,
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15 eine 14 ähnliche Ansicht einer weiteren
Ausführungsform
des Schuhs ist,
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16 eine
Schnittansicht einer Variante des Schuhs gemäß der Erfindung ist,
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17 eine
besondere Ausführungsform
eines Elementes eines Schuhs gemäß der Erfindung veranschaulicht,
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18 einen
Teil eines das Element von 17 aufweisenden
Schuhs veranschaulicht, und
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19 eine
besonders Ausführungsform
eines Schuhs gemäß der Erfindung
veranschaulicht.
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Der Sportschuh gemäß der vorliegenden
Erfindung ist in der Ausführungsform
eines Alpinskischuhs veranschaulicht, obwohl er auch für andere Sportarten
wie insbesondere Skiwandern, Skilanglauf und Snowboarden verwendet
werden kann.
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In 1 ist
ein Schuh 10 veranschaulicht, der im Wesentlichen einen
Rahmen 11, einen Schuh 12, einen Verbindungsarm 13 und
zwei Haltegehäuse,
d. h. jeweils ein hinteres Gehäuse 14 und
ein vorderes Gehäuse 15 aufweist.
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Der Rahmen 11 besteht aus
einem starren Teil, welches eine mit zwei Absätzen 17, 17' ausgestattete
Basis 16 aufweist, die so angeordnet sind, dass sie das
Halten des Rahmens in einer herkömmlichen
Skibindung (nicht dargestellt) ermöglichen. Die Basis 16 ist
außerdem
mit einer ersten Aufnahme 18a versehen, die dazu bestimmt
ist, den vorderen Teil des Schuhs 12 fest in dem Rahmen 11 zu
halten, und mit einer zweiten Aufnahme 18b versehen, die dazu
bestimmt ist, den hinteren Teil des Schuhs 12 in dem Rahmen
zu halten.
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Der Schuh 10 weist ebenfalls
mindestens eine zwischen der Sohle 9 des Schuhs 12 und
dem Rahmen 11 angeordnete Längswölbung 19 auf, um während der
Verwendung des Schuhs eine Bewegung des Schuhs 12 im Verhältnis zu
dem Rahmen um die Längsachse
des Fußes
zu ermöglichen,
wie unter Bezugnahme auf 8 bis 11 detaillierter beschrieben
werden wird. Der Rahmen 11 ist so unter dem Fußknöchel des
Benutzers angeordnet, dass die Bewegungen des Fußknöchels in keinem Fall von dem
Rahmen gehemmt werden.
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Bei dem Schuh 12 handelt
es sich um einen weichen Schuh, wie z. B. einen Basketball- oder
Tennisschuh, der die gelenkige Bewegung des Fußknöchels nicht blockiert. Dieser
Schuh kann so ausgewählt
werden, dass er einen besonderen Komfort bietet. Er kann hochgeschlossen
sein und über
dem Niveau des Fußknöchels abschließen, wobei
er in diesem Fall weich genug sein muss, um die Bewegungen des Fußknöchels nicht
zu hemmen.
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Der Schuh weist außerdem einen
hinteren Verbindungsarm 13 auf. Dieser weist einen in den Rahmen 11 eingeführten, praktisch
horizontalen Teil 20, und einen sich im Großen und
Ganzen parallel zu dem unteren Teil des Beines des Skifahrers erstreckenden,
praktisch vertikalen Teil 21 auf.
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Der horizontale Teil 20 des
Verbindungsarmes 13 endet praktisch unter dem vorderen äußersten
Ende der zwei seitlichen Wadenbeinmuskeln. Dies bewirkt deshalb
eine starke Verbesserung der Propriozeption des Skifahrers, weil
sich die sensiblen Zonen des Fußes
in der Nähe
eines der Elemente befinden, welche die Führung des Skis ermöglichen. Es
könnten
jedoch auch andere Ausführungen
in Betracht gezogen werden.
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Der hintere Verbindungsarm 13 ist
mit dem hinteren Gehäuse 14 verbunden,
welches sich an die Form des Wadenbeins des Skifahrers anpasst.
Das Gehäuse 14 wird
von dem Verbindungsarm gehalten, wobei seine Position auf herkömmliche
Art und Weise angepasst werden kann. Das Gehäuse kann mit einem anatomischen
Schaumstoff oder einem Füllschaumstoff
ausgefüllt
werden, der es jeder Person ermöglicht,
eine Anpassung der Gehäuse
an die Form und das Volumen ihrer Beine vorzunehmen. Das Gehäuse wirkt
mit dem Verbindungsarm 13, insbesondere bei einer Drehung
bei Beugungen dieses Armes zusammen. Dadurch kann das Gehäuse im Verhältnis zu
dem Bein unbeweglich bleiben, und eine Reibungswirkung auf das Bein
vermieden werden.
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Der hintere Verbindungsarm 13 kann
aus einer Einzelstange 22, einer Doppelstange, sogar Dreifachstange
bestehen, wie z. B. in 3 veranschaulicht.
Der Werkstoff, aus dem der Verbindungsarm 13 besteht, wird
so ausgewählt,
dass er eine bestimmte, zuvor festgelegte Elastizität bei Beugung
und Drehung aufweist. Bei diesem Werkstoff kann es sich z. B. um
ein Metall, einen synthetischen Werkstoff, einen Verbundwerkstoff
wie z. B. Kohlenstoff oder Polyamidkohlenstoff, und eventuell Beimischungen
von Fasern oder Partikeln handeln, welche die Anpassung der Elastizitätsmodule
bei Beugung und bei Drehung ermöglichen.
Die Form der Arme wird ebenfalls so ausgewählt, dass sie eine Beugung
nach vorne ermöglicht,
wobei gleichzeitig die Beugung nach hinten begrenzt wird, ohne diese
jedoch vollständig zu
verhindern.
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Wie bereits zuvor beschrieben, hat
die Drehung des Knies eine Drehung des unteren Teils des Beines
zur Folge. Die Drehelastizität
des Verbindungsarmes 13 ermöglicht einerseits diese Drehung, und überträgt andererseits
von dem Skifahrer erzeugte Kräfte
so auf die Ski, dass diese gesteuert werden.
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Durch die Beugungselastizität des Verbindungsarmes 13 wird
die Verlagerung der Arme in Richtung des hinteren Teils des Skis
begrenzt. Bei der Beugung des Beines nach vorne umfasst die Elastizität des Armes
die Ausübung
einer Kraft auf den vorderen Teil des Skis. Dadurch wird eine sehr gute
Richtungssteuerung des Skis ermöglicht.
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Nach einer Kurve, wenn sich der Skifahrer wieder
aufrichtet, gibt der Verbindungsarm die gespeicherte Energie frei,
und erleichtert die Wiedereinnahme der Ausgangsposition. Die Elastizität des Verbindungsarmes
ermöglicht
auch die Beseitigung des unnötigen Überdrucks
der Skier auf den Boden beim Überfahren
von Buckeln. Bei den starren Schuhen nach dem Stand der Technik
wird die Energie, die beim Überfahren
eines Buckels durch den Skifahrer teilweise durch die Verformung
der Skierabsorbiert wird, anschließend über den Schuh auf den Skifahrer übertragen,
wodurch sich schädliche
Auswirkungen ergeben können,
die den Skifahrer bei seinen Bewegungen abrupt hemmen können.
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Für
einen Skifahrerneuling oder einen durchschnittlichen Skifahrer wird
der Vorgang der Überwindung
einer Bodenerhebung erschwert, da beim Überwinden eines Buckels durch
die Ski die Energie von den sich verformenden Skiern in Richtung
des starren Schuhs übertragen
wird, der die Beanspruchungen und Belastungen auf das Bein des Skifahrers überträgt. Dieses Überwinden
von Bodenerhebungen fördert
ein Schwanken des Skifahrers nach hinten, was zu einem Verlust der
Kontrolle über
die Ski, und schließlich
zu einem Sturz führen
kann.
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Bei dem erfahrenen Skifahrer wird
die Überwindung
eines Hindernisses oftmals durch einen Widerstand oder einen ausgleichenden
Druck auf die Lasche des Schuhs ausgeglichen, was die Erzeugung
nutzloser Überdrücke unter
den Skiern zur Folge hat, deren direkte Folge Bewegungshemmungen sind.
Auf einer Wettkampfstrecke können
die Hemmungen durch Überdruck
eine Häufung
mehrerer, für die
Endleistung des Skifahrers nachteiliger Ereignisse ergeben.
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Bei dem Schuh gemäß der vorliegenden Erfindung
erfolgen die gleichzeitigen Verformungen des Skis und des Schuhs
proportional zu einander, woraus sich ein Vorteil für den Skifahrerneuling
oder den durchschnittlichen Skifahrer ergibt, der nicht mehr den
Stößen durch
die Buckel und Bodenerhebungen ausgesetzt ist.
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Bei dem Wettkampfskifahrer werden
sich die Leistungen dank des Nichtvorhandenseins von Überdrücken unter
den Skiern, die das Gleiten erleichtern, bei einer gleichzeitigen
besseren Verteilung der Verformungen des Skis und der Schuhe bei
den sich verändernden
Bodenerhebungen steigern.
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Das vordere Gehäuse 15 des Schuhs 10 ist an
die Morphologie des Beines des Benutzers angepasst. Es ist mit einem
Stützelement 23 für das Knie verbunden,
welches teilweise den unteren Teil des Knies umgibt. Dieses Stützelement 23 ist
im Verhältnis
zu dem vorderen Gehäuse 15 so
drehbar, dass es das Knie unterstützt, ohne es zu hemmen. Außerdem umgibt
das vordere Gehäuse 15 teilweise
das Bein und weist zwei seitliche Zonen 24 auf, welche
den seitlichen unteren Teil des Knies schützen.
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Die hinteren 14 und vorderen
Gehäuse 15 sind
untereinander mittels eines starren oder elastischen Gurtes 25 oder
z. B. mittels eines Velcro®-Bandes verbunden. Diese
Verbindung kann sehr flexibel sein. Die Gehäuse umhüllen das Bein auf einer großen Fläche. Die
sinnvolle Anordnung der Abstützungen,
insbesondere auf der Schienbeinkante und dem oberen und seitlichen
Teil des Schienbeins sowie den Innen- und Außenseiten der Basis des Knies
ermöglichen
einen genauen Halt. Es ist somit nicht notwendig, dass die Verbindung
angespannt ist, um die Bewegungen auf die Ski zu übertragen,
womit diese gesteuert werden, wobei auf diese Weise jede Dauerkompression
auf den Beingeweben vermieden wird. Die Verlagerung der Beinknochen
und insbesondere des Wadenbeines wird nicht gehemmt.
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Die in 2 und 3 veranschaulichte Ausführungsform
unterscheidet sich von derjenigen in 1 darin,
dass der Schuh 10 einen Rahmen 11' ohne Aufnahmen für die Positionierung
des Schuhs 12 aufweist. Bei dieser Variante erfolgt das
Halten des Schuhs auf der Basis 16 mittels einer Befestigungsschraube 26,
die unter der Sohle des Schuhs eingeschraubt ist. Dieser Schuh 10 weist
außerdem
einen mit einem vorderen Gehäuse 15 verbundenen,
vorderen Verbindungsarm 27 auf. Genauer ausgedrückt erfüllt der
vordere Verbindungsarm 27 ebenfalls die Funktion des vorderen
Gehäuses 15.
Diese zwei Funktionen werden in der Tat durch dieselben Teile sichergestellt.
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Die Position des vorderen Verbindungsarmes 27 ist
ebenfalls so regulierbar, dass er sich bestmöglichst an die Form und an
die Morphologie des Benutzers anpasst. Der vordere Arm 27 weist
eine untere Zone auf, die in zwei beiderseits des Fußes angeordnete
Laschen 28 unterteilt ist. Diese Laschen sind drehbar auf
dem hinteren Verbindungsarm 13 befestigt.
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Wie zuvor sind die hinteren 14 und
vorderen Gehäuse 15 untereinander
mittels eines starren oder elastischen Gurtes 25 oder z.
B. eines Velcro®-Bandes
verbunden. Die Regulierung der Position des hinteren Gehäuses erfolgt
mittels Langlöchern 29,
wie aus 3 ersichtlich
ist.
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Die in 4 und 5 veranschaulichte Ausführungsform
unterscheidet sich von derjenigen in 1 darin,
dass der Schuh 10 einen hinteren Verbindungsarm 30 und
einen vorderen Verbindungsarm 31 aufweist. Der hintere
Verbindungsarm 30 ist direkt mit dem Rahmen 11 verbunden,
ohne mit dem vorderen Verbindungsarm 31 verbunden zu sein.
Das äußerste Ende
des hinteren Armes 30 endet unter der Ferse. Der vordere
Arm unterteilt sich in zwei Laschen 32, die jeweils von
einer Seite des Rahmens 11 eindringen und unter dem Vorderteil
der seitlichen Wadenbeinmuskeln enden. Bei dieser Ausführung befinden
sich die drei sensiblen Zonen der Fußsohle, nämlich die Ferse und die äußersten
Enden der zwei Wadenbeinmuskeln, in der Nähe der Zonen der äußersten
Enden der Verbindungsarme. Dadurch wird eine besonders wirksame
Propriozeption ermöglicht. Der
hintere Ver bindungsarm 30 ist aus zwei Streifen 30a, 30b ausgebildet,
die eine besonders gute Aufteilung der Drehungs- und Beugungskräfte ermöglichen.
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Der vordere Verbindungsarm 31 weist
eine Regulierungszone 33 auf, welche die genaue Positionierung
des vorderen Gehäuses 15 ermöglicht.
Ihre Position und Form sind so ausgewählt, dass sie sich bestmöglichst
an die Morphologie des Benutzers anpassen. Die vorderen 15 und
hinteren Gehäuse 14 sind
ebenfalls durch einen Gurt 25 miteinander verbunden.
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In 6 und 7 sind zwei Varianten des
in 2 veranschaulichten
Schuhs veranschaulicht, bei welchen die Verbindungsarme seitliche
Arme sind, d. h. sie sind mit dem Rahmen 11' über die Seiten desselben verbunden.
Außerdem
erstrecken sich diese Arme auf den Seiten des Fußes und von dem unteren Teil
des Fußes
des Benutzers aus.
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Bei der Ausführungsform von 6 treffen die zwei seitlichen Arme 40, 41 auf
dem Vorderteil des Schienbeins wieder zusammen und werden auf dieser
Höhe miteinander
verbunden. Die Verbindungszone 42 der zwei Arme trägt ein den
zwei vorderen Gehäusen
der vorangegegangenen Ausführungsformen ähnliches,
vorderes Gehäuse 43.
Das vordere Gehäuse
ist mittels Gurten 25 mit einem hinteren Gehäuse 44 verbunden.
Die Verbindung zwischen den seitlichen Armen 40, 41 und
dem Rahmen 11' wird
mittels herausnehmbarer Stifte 45 hergestellt. Dies ermöglicht die
vollständige
Trennung der die Verbindungsarme aufweisenden Gesamtheit und der
Gehäuse
des Rahmens voneinander. Durch diese Ausführung ist es möglich, einen
komfortablen Skischuh zum Skiwandern bereitzustellen. Das Bein des
Benutzers ist mit dem Verbindungsarm 40, 41 und
mit den Gehäusen 43 und 44 verbunden.
Der Schuh (nicht dargestellt) wird ausschließlich über das Vorderteil des Rahmens,
z. B. mittels einer Schraube oder einer geeigneten Befestigungsvorrichtung
gehalten. Der hintere Teil des Schuhs wird überhaupt nicht gehalten, wodurch
Laufen möglich
ist. Wenn dieser Schuh für
Pistenabfahrtski verwendet wird, werden die Stifte 45 so
umpositioniert, dass sie die Verbindung des Schuhs und der Verbindungsarme mit
dem Rahmen sicherstellen.
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Bei der Ausführungsform von 7 treffen die zwei seitlichen Verbindungsarme 50, 51 nicht
zusammen, und sind nicht auf den Seiten des Beines des Benutzers
angeordnet. Jeder der Arme hält
stützt eine
Seite des vorderen Gehäuses 43.
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Bei den zwei oben beschriebenen Ausführungsformen
ist zu bemerken, dass die Verbindungsarme nicht symmetrisch sind.
Die zwei Arme weisen sich leicht voneinander unterscheidende Funktionen auf,
und ihre Form ist an diese Funktionen angepasst. Der seitliche innere
Verbindungsarm 41, 51 ist dazu bestimmt, als Abstützung beim
Lenken des Skis zu dienen. Er dient auch zur Übertragung der Beugung und
der Drehung des Beines des Benutzers auf den Ski, so dass dieser
steuerbar ist. Bei Kurven arbeitet er im Wesentlichen mit Druck.
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Aus diesem Grund muss er relativ
starr sein. Der seitliche äußere Verbindungsarm 40, 50 ist
im Wesentlichen zur Begrenzung der Beugung bestimmt. Er arbeitet
hauptsächlich
mit mechanischem Zug und kann relativ flexibel und lose sein. Der
seitliche innere Arm könnte
mit dem Schienbein des Beines verglichen werden, während der
seitliche äußere Arm
mit dem Wadenbein verglichen werden könnte.
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In 8 bis 11 sind die in dem Rahmen
möglichen
seitlichen Bewegungen des Schuhs 12 detailliert veranschaulicht.
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Unter Bezugnahme auf 8a, 8b und 8c, und wie zuvor erwähnt, nimmt
der Fuß bei
der Beugung des Knies und des Fußknöchels natürlicherweise eine Auswärtsdrehungs-
oder Valgusposition ein. In dieser Position ist die Fußsohle nicht
flach aufliegend positioniert, sondern leicht nach außen geneigt. Umgekehrt
nimmt der Fuß bei
der Streckung des Knies die Umkehrungsposition oder Varusposition ein,
in welcher der Fuß nach
innen geneigt ist.
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Um diese Bewegung zuzulassen, ermöglicht die
Längswölbung 19 des
Schuhs 10 die Valgus-/Varuspositionierung des Fußes. Zu
diesem Zweck weist die Basis 16 des Rahmens 11 eine
praktisch ebene Oberseite 61 auf. Der Schuh 12 weist
im Gegensatz dazu eine leicht gewölbte Sohle 9 auf.
Diese Sohle weist in der Tat zwei geneigte Ebenen 63, 64 auf,
die der Längsachse
des Fußes
folgend, beiderseits der Längswölbung 19 angeordnet sind.
Die Wölbung 19 und
die zwei geneigten Ebenen legen zwei Zwischenräume 66, 67 zwischen
der Oberseite 61 der Basis des Rahmens und der Sohle 9 des
Schuhs fest. Diese Zwischenräume
können
mit einem sich leicht verformenden Schaumstoff gefüllt sein,
müssen
aber nicht. Die Längswölbung 19 dient
als Scharnier und lässt
Kippbewegungen um eine Längsachse zu.
Sie kann aus einem Torsionsstab, einem verformbaren Streifen, aus
einem oder mehreren elastischen Elementen wie z. B. Silentblocs® oder
aus jedem anderen flexiblen Verbindungssystem bestehen.
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In der durch 8a veranschaulichten Position sind die
Zwischenräume 66 und 67 unter
jeder der geneigten Ebenen praktisch identisch. Diese Position des
Fußes
entspricht einer neutralen Position des Skifahrers. In 8b wird der innere Teil
des Schaumstoffes zusammengedrückt.
Der Fuß befindet
sich in der Varusposition. Der Fuß ruht auf der in Richtung
der Symmetrieebene des Skifahrers angeordneten geneigten Ebene 63.
Schließlich
wird in 8c der äußere Teil
des Schaumstoffes zusammengedrückt.
Der Fuß befindet
sich in der Valgusposition und der Schuh ruht auf der in entgegengesetzter
Richtung zur Richtung der Symmetrieebene des Skifahrers angeordneten
geneigten Ebene 64.
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Bei der durch 9 veranschaulichten Ausführungsform
ist die Sohle 9 des Schuhs 12 eben, während die
Basis 16 des Rahmens 11 eine leicht gewölbte Oberseite 71 aufweist,
welche die Wölbung 19 festlegt.
Die Funktion dieser Ausführungsform
ist mit der durch 8a bis
8c veranschaulichten Funktion identisch.
Bei einem herausnehmbaren Schuh ist jedoch die Tatsache, dass die
Sohle des Schuhs eben ist, ein Vorteil.
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Durch die Auswahl der "Starrheit" des in die zwischen
der Basis des Rahmens und der Sohle des Schuhs festgelegten Zwischenräume beiderseits
der Längswölbung eingeführten Schaumstoffes
ist es möglich,
die zur Positionierung des Fußes
in der Valgus- oder Varusposition notwendige Kraft zu regulieren.
Es ist auch möglich,
nur die Valgus- oder Varusposition unter Ausschluss der anderen
Position zuzulassen. In gleicher Weise kann der Valgus-/Varuswinkel
durch die Form der Wölbung
oder durch diejenige der Basis des Rahmens oder der Sohle des Schuhs reguliert
werden.
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In 10 und 11 ist eine weitere Ausführungsform
eines Schuhs gemäß der Erfindung
veranschaulicht, welche die Valgus-/Varusverlagerung des Fußes ermöglicht.
Bei dieser Variante ist die Wölbung 19 aus
zwei entsprechend einer Längsachse des
Fußes
jeweils in der Verlängerung
der anderen angeordneten Längswölbungen 19' ausgebildet. Jede
Wölbung 19' weist eine
Plattform 73' auf,
die mittels einer halbstarren Rippe 74' mit der Sohle 9 des Schuhs 12 verbunden
ist, die dem Schuh eine leichte Drehung im Verhältnis zu einer Längsachse der
Sohle 9 ermöglicht.
Die Plattformen 73' können z. B.
in dem Rahmen verschraubt sein. Wie zuvor kann ein Füllschaum
so unter der Sohle 9 abgelagert werden, dass eine gute
Verbindung zwischen dem Schuh und dem Ski, und eine gute Steuerung
der Skier ohne Totzeit und ohne Flattern möglich ist.
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Bei dieser Konstruktionsart behalten
der Fuß und
das Bein eine große
Freiheit bei den natürlichen Bewegungen
bei Beugung und Drehung, ohne dass ein Spiel zwischen dem Bein und
den Gehäusen
vorhanden ist.
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In 12 ist
die Verlagerung des Schienbeines des Beines eines Skifahrers bei
einer Kurve mit einem Schuh gemäß der vorliegenden
Erfindung, sowie die Verteilung der Kräfte in der Kurve veranschaulicht.
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Wenn der Skifahrer z. B. nach rechts
drehen möchte,
beugt er sein Bein nach vorne und dreht gleichzeitig das Schienbein
nach rechts. Die Achse des Schienbeines ist durch einen in die Richtung
ausgerichteten Pfeil 90, die der Skifahrer ansteuern will, veranschaulicht.
Diese Drehbewegung des Schienbeines ist dank der Wölbung des
Schuhs möglich,
die eine Bewegung um die Längsachse
des Fußes
ermöglicht.
Diese Verlagerungen erzeugen eine in Richtung des Vorderteils des
Skis ausgerichtete Kraft Fx, und eine in
Richtung der Seite des Skis in Richtung der Innenseite der Kurve
ausgerichtete Kraft Fy. Die Resultierende
dieser zwei Kräfte
ist in die Richtung ausgerichtet, die der Skifahrer ansteuern will. Auf
diese Weise wird eine die Kurvenfahrt erleichternde vordere diagonale
Auflagekraft erzeugt.
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Bei den Schuhen des Standes der Technik
ist die in Richtung des Vorderteils ausgerichtete Kraft Fx immer vorhanden. Im Gegensatz dazu wird
die seitliche Kraft durch eine Bewegung der Seite des Beines erhalten,
die das Erreichen des Kanteneinsatzes des Skis ermöglicht.
Da die Bewegungen des Unterschenkels mit den Schuhen des Standes
der Technik nicht möglich
sind, verursacht diese Verlagerung des Beines auf die Seite ein
Ungleichgewicht.
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In 13 ist
die Verteilung der Kräfte
bei einem Schwanken des Skifahrers nach hinten veranschaulicht.
Der Verbindungsarm ermöglicht
ein leichtes Schwanken nach hinten, wobei er eine nach vorne ausgerichtete
Kraft erzeugt, die dem Skifahrer hilft, wieder eine richtige Position
einzunehmen. Die Achse 90 des Schienbeines kann sich ebenfalls
um einen von der Position des Skifahrers abhängigen Winkel drehen. In allen
Fällen
ist die Position der Gesamtheit des Beines, und insbesondere des
Fußes und
des Unterschenkels eine natürliche
Position, die den Gebrauch aller Muskeln zulässt. Dadurch kann sich der
Skifahrer leichter wieder fangen, und Bänderrisse und Knochenbrüche bei
Drehstürzen
nach hinten werden größtenteils
vermieden.
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Bei 14 handelt
es sich um eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsvariante
des in 1 veranschaulichten
Schuhs, bei welcher der Schuh 12 in dem Rahmen 11 beweglich
ist. In diesem Fall ist der Schuh 12 auf seinem hinteren
Teil mit einem Absatz 80 versehen, und die Wölbung 19 ist
nur auf dem sich immer mit der Basis 16 des Rahmens 11 in
Kontakt befindenden Teil angeordnet. Der Rahmen 11 selbst
weist einen Anschlag 81 auf, der angeordnet ist, um mit
dem Absatz 80 des Schuhs so zusammenzuwirken, dass er die
vertikale Bewegung des hinteren Teils des Schuhs über einen
in der Figur stark vergrößerten,
zuvor festgelegten Abstand zulässt,
jedoch ohne dass dieser vollkommen frei beweglich ist. Durch diesen
Halt mit Spiel kann der Fuß eine
natürliche
Streckbewegung ausführen,
wie oben beschrieben. Der Absatz 80 oder Anschlag 81 kann außerdem eine
leicht gekrümmte
Form aufweisen, um eine kleine Winkeldrehung des Fußes im Verhältnis zu
einer Längsachse
zu ermöglichen.
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In 15 ist
eine Ausführungsvariante
des in 2 dargestellten
Schuhs 10 veranschaulicht, bei welcher der Schuh 12 z.
B. mit zwei Schrauben 85, 86 an dem Rahmen 11' befestigt ist.
Der Rahmen ist nicht vollkommen starr, wodurch der Rahmen und der
Schuh der Verformung des Skis 87 "folgen" kann, auf dem der Schuh befestigt ist.
Dadurch wird vermieden, dass durch die Verformung des Skis Kräfte auf
die Bindungen 88 des Schuhs auf dem Ski ausgeübt werden,
so wie dies bei der Verwendung herkömmlicher starrer Skischuhe
der Fall ist, was auch ohne Sturz zu einem Auslösen der Bindung führen kann.
Der Kopf der hinteren Schraube 86 kann ein bestimmtes Spiel
im Verhältnis
zu der Aufnahme aufweisen, in der er positioniert ist, wodurch ebenfalls eine
Valgus-/Varusbewegung des Fußes
ermöglicht wird.
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In 16 ist
eine weitere Variante des Schuhs gemäß der Erfindung veranschaulicht,
die dem Schuh in 2 ähnlich ist.
Bei dieser Variante wird der in Form eines elastischen Streifens
dargestellte Verbindungsarm 13 in den Rahmen 11' eingeführt. Er
ist unter der Sohle 9 des Schuhs 12 positioniert,
und dringt in den Rahmen ein. Die Elastizität des Verbindungsarmes 13 sowie
seine Positionierung im Verhältnis
zu dem Rahmen, sowie die Art seiner Befestigung in dem Rahmen ermöglichen
der Ferse die Ausführung
einer den Verformungen des Armes folgenden, vertikalen Bewegung.
Dadurch wird, wie zuvor, eine natürliche Bewegung des Beines
des Benutzers ermöglicht.
Diese Ausführungsform
ist auf Grund der Tatsache vorteilhaft, dass die Verlagerungen der
Ferse, und diejenigen des Verbindungsarmes und folglich der Gehäuse, miteinander verbunden
sind. Die Gehäuse
bleiben somit unabhängig
von den Bewegungen der Ferse immer in der passenden Position.
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Es ist auch möglich, dass der Absatz des Schuhs 12 fest
mit dem Rahmen 11' verbunden
ist, und den Bewegungen des Verbindungsarmes 13 nicht folgt.
In diesem Fall muss ein Zwischenraum zwischen dem Schuh und dem
in dem Rahmen befestigten Arm erhalten bleiben.
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In beiden Fällen bleibt die Möglichkeit
der Bewegung um eine Längsachse
des Fußes
erhalten.
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In 17 und 18 ist eine besondere Ausführungsform
eines Verbindungsarmes 13' des
Schuhs 10 gemäß der Erfindung
veranschaulicht. Dieser Arm unterteilt sich in seinem oberen Drittel
in zwei Schenkel 91. Der Arm ermöglicht die Lösung der
Probleme bei Schuhen, die wie die in dem Stand der Technik zitierten
einen Verbindungsarm aufweisen. Bei seiner maximalen Beugung berührt der
Schenkel die Wadenmuskeln (Trizeps). Wenn sich ein als hinterer
Hebel dargestelltes Element über
das untere Drittel der Wade hinaus bewegt, besteht bei einer maximalen Beugung
das Risiko eines Konfliktes des Elementes zwischen dem Trizeps und
den Sitzbein- und
Schienbeinmuskeln des Schenkels. Diese Art der Beugung ist bei Skifahrern
beim Schwanken nach hinten sehr häufig, wie z. B. bei Skifahrerneulingen
und bei Skifahrern, die beim Abfahrtsskifahren Angst haben. Auch
Wettkampfskifahrer können
von dieser Art des Schwankens oder Ausgleichens betroffen sein.
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Bei der vorliegenden Ausgestaltung
des Verbindungsarmes 13' wird
das Prinzip des Vorhandenseins eines Abstützungspunktes über dem
Mittelteil des Schienbeines eingehalten. Die Verbindungsarme enden
in zwei seitlichen Schenkeln 91, auf welchen das hintere
Gehäuse 14' befestigt ist. Das
Gehäuse
kann beweglich, oder in die Konstruktion des Schuhs integriert sein.
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Das vordere Gehäuse 15' ist direkt auf den äußeren Schenkeln
des Verbindungsarmes befestigt oder frei, und mittels eines Gurtes
oder einer Lasche an den Verbindungsarmen befestigt. Um Parallelogrammeffekte
zu vermeiden, die den Halt des Beines beim Beugen stören können, sind
die zwei Gehäuse bzw.
die Haltelasche des Beines gemeinsam auf zwei Bolzen 92, 93 befestigt,
die auf den seitlichen oberen Teilen des Verbindungsarmes angeordnet
sind. Sie verbessern die Mobilität
des Beines und der Gehäuse
beim Beugen, ohne dessen Halt zu verschlechtern.
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In 19 ist
ein Skischuh gemäß der Erfindung
dargestellt, der den Benutzer gegen Wasser, Kälte und Stöße schützt, wobei es sich bei dem Schuh 12 um
einen Schuh mit hohem Schaft 103 handelt. Dieser Schuh
ist in dem Rahmen 11 angebracht, indem ein Zwischenraum 100 zwischen
dem oberen Rand des Rahmens und dem Schuh eingearbeitet ist. Um
das Ganze dicht zu gestalten, kann dieser Zwischenraum mit einem
leicht verformbaren Schaumstoff gefüllt, oder mit einem Band aus
einem die Dichtheit sicherstellenden Werkstoff überzogen werden. Dieser Schuh
weist außerdem
Einrichtungen 101 zur Regulierung der Ausgangsposition
des Verbindungsarmes 13 auf. Die Positionierung des Verbindungsarmes
ermöglicht
die Anpassung an das Volumen der Wade des Benutzers, so dass sich
das Bein unabhängig
von dem Volumen der Wade des Benutzers in einer komfortablen Position
befindet. Der durch die Arme im Verhältnis zu einer Vertikalen ausgebildete
Winkel kann in drei möglichen
Positionen der Regulierungseinrichtungen z. B. 10°, 13° und 16° betragen.
Die Regulierungseinrichtungen 101 können z. B. einen Exzenter aufweisen.
Der Schuh kann auch eine Vorrichtung 102 zum Lösen des
Armes aufweisen, um das Gehen zu erleichtern. Diese Vorrichtung
ermöglicht
ein gewisses Spiel des unteren Teils des Verbindungsarmes 13.
Sie besteht z. B. ebenfalls aus einem Exzenter, der in zwei Positionen positio niert
werden kann, wie in 19 dargestellt. Der
hohe Schaft 103, der unbedingt so flexibel sein muss, dass
er die Bewegungen des Beines nicht hemmt, kann Schutzelemente gegen
Wasser und Kälte,
und Überdicken 104 aufweisen,
die den Schutz des Benutzers vor Stößen und Schnitten ermöglichen.
Die verschiedenen Komponenten können
in dem Schuh so enthalten sein, dass sie eine homogene Gesamtheit
mit dem Aussehen eines Stiefels bilden.
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Der Schuh kann an dem Rahmen befestigt, oder
ohne starre Verbindung mit demselben nur in diesen hineingesetzt
sein. In diesem Fall werden das Bein und der Ski ausschließlich durch
die Verbindungsarme gehalten. Diese Ausführung weist zwei bedeutende
Vorteile auf. Der Skifahrer kann praktisch jeden Schuh verwenden,
der in den Rahmen hineinpasst. Somit kann er Schuhe auswählen, in
denen er sich besonders wohlfühlt.
Andererseits ist der Fuß nicht
gegen Drehung blockiert. Dadurch wird es dem Fuß ermöglicht, eine Drehung um die
vertikale Achse Y auszuführen,
die auf natürliche
Art und Weise mit einer Drehung des Knies in Verbindung steht.
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Um eine natürliche Position einzunehmen, sind
die Innenränder
der zwei Füße nicht
absolut parallel zueinander, wenn die Skier parallel zueinander verlaufen.
Sie sind im Gegenteil nach vorne leicht voneinander beabstandet,
so dass sie einen Winkel von einigen Graden nach außen bilden.
Durch diesen Winkel soll die Rollbewegung des Fersenbeines auf dem
Sprungbein be günstigt
werden, wodurch die Valgus-/Varuspositionierung der Zone im hinteren Teil
des Fußes,
und folglich die natürliche
Einwärtsdrehungs-
und Auswärtsdrehungbewegung
um die Längsachse
erleichtert wird.
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Der vorliegende Schuh bietet eine
vollkommene Verbindung zwischen dem Bein und dem Ski. Diese Verbindung
wird ohne Druck auf einer relativ großen Fläche hergestellt. Sie verursacht
daher keine Schmerzen wie bei starren Schuhen. Andererseits lässt diese
Verbindung alle natürlichen
Bewegungen des Beines und des Fußes zu. Dies bringt den Vorteil der
Begrenzung der Verletzungsrisiken, der Steigerung des Komforts des
Skifahrers und der wesentlichen Verbesserung der Propriozeption
mit sich. Der Schuh bildet ein "selbsttragendes
Außenskelett", welches in keinster
Weise die Bewegungen des Benutzers behindert. Die Bewegungen des
Benutzers werden vollständig
von dem Innenskelett des Benutzers auf das "Außenskelett" übertragen, welches so mit dem
Ski verbunden ist, dass er gesteuert wird.
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Die Elastizität des Skis, der Verbindungsarme
und schließlich
des Rahmens bieten eine vollständige
Beugungsfreiheit des Knöchels.
Auf diese Weise verursacht die Verformung des Skis auf einem Hindernis
mit dem Schuh gemäß der Erfindung
in Kombination mit der Beugung der Verbindungsarme keine Druckstellen
mehr auf dem Schienbein, d. h. keine Schwankungen, die normalerweise
mit den Wirkungen von Auflagepunkten in Zusammenhang stehen, und
ermöglicht
eine Absorption der Bodenerhebungen, wobei maximaler Komfort geboten
wird. Bei herkömmlichen
starren Schuhen verformt sich der Ski, wenn er auf einem Hindernis
aufstößt, und die
Energie wird direkt an das Bein des Benutzers abgegeben. Der letztere
schwankt auf Grund der starken Hemmung und der Beschleunigung des
Körpers nach
vorne, auf Grund des dann erfolgenden Ausgleichs nach hinten. Der
Schuh gemäß der Erfindung hat
eine Stoßdämpferfunktion.
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Ein solcher Schuh hilft dem Bein
dank einer flexiblen dynamischen Wirkung des Verbindungsarmes, große Drehbeanspruchungen
bei Stürzen
auszuhalten. Insbesondere bei Stürzen
nach hinten ist das Bein durch die Ausfederung, die Beugungsflexibilität und die
kontrollierte Drehungstoleranz weniger anfällig für Verletzungen und Bänderrisse,
insbesondere Bänderrisse
im Knie, die bei mehr als einem Drittel der Skiunfälle auftreten.
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Die Widerstandszeitdauer des Beines
bei Ausübung
von dessen Maximalkraft wird verlängert, wodurch Scherbeanspruchungswirkungen
auf Grund von starken und plötzlich
auftretenden Kräften,
wie sie bei den Schuhen des Standes der Technik auftreten, vermieden
werden.
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Das Vorhandensein der Möglichkeit
einer freien Beugung nach hinten ermöglicht die Inanspruchnahme
des Sitzbein- und Schienbeinmuskelsystems und der Muskelansatzhohlräume des
Beines und des Fußes,
wobei dieses Muskelsystem in der Lage ist, die passiven Bänder strukturen
bei Schwankungen oder einem Sturz zu schützen.
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Ein weiterer erkannter Verletzungsfaktor beim
Skifahren ist der Drehsturz und/oder frontale Ablenkungssturz. Die Überlegung
in Bezug auf die Beugung und Streckung (Bewegung auf der Sagittalebene)
und deren Kontrolle entsprechend der Art des Schuhs gilt auch auf
der Frontalebene (Varus-Valgus).
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Auf der Horizontalebene ist die Drehung
des Schienbeines über
den feststehenden Fuß auf
Grund der Möglichkeit
der Freisetzung der Umkehrungs- und Auswärtsdrehungsbewegungen möglich, während dies
bei den Schuhen nach dem Stand der Technik überhaupt nicht der Fall ist.
Die geringste Drehbelastung des Oberschenkelknochens im Verhältnis zu
dem Schuhsystem muss durch das Knie oder die Bindung absorbiert
werden.
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Wenn das Knie über 45 Grad hinaus gebeugt wird,
beträgt
der Drehbeweglichkeitsfreiheitsgrad desselben 30 bis 40 Grad, und
die Drehkomponente der Sitzbein- und Schienbeinmuskeln ist maximal.
Im Gegensatz dazu nimmt, je mehr man sich der Streckung nähert, der
Drehbeweglichkeitsfreiheitsgrad des Knies ab, so dass er bei der
vollständigen
Streckung Null beträgt.
Die Drehkomponente der Sitzbein- und Schienbeinmuskeln nimmt ebenfalls
ab, und damit auch ihre Fähigkeit
der Verhinderung der Drehung des Oberschenkelknochens auf dem Schienbein.
Da aber nur die Knochen- und Bänderstrukturen
diese Funktion erfüllen
können,
gibt es häufig
Verletzungen der vorderen Kreuzbänder,
der Schienbein-Wadenbeinmuskelbänder
oder Torsionsbrüche
des Scheinbeines.
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Bei den Schuhen der vorliegenden
Erfindung ist die freie Drehbeweglichkeit des Komplexes Ski-Schuh
unter dem Knie größer als
bei den Schuhen nach dem Stand der Technik, und diese Bewegung wird
durch die Bein- und Fußmuskeln
gesteuert (Wadenbeinmuskeln und Schienbeinmuskeln). Dieser Faktor
ist ein beträchtliches
Schutzelement für die
passiven Strukturen wie z. B. Bänder
und Knochen des Beines.
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Da der Schuh aus verschiedenen, voneinander
unabhängigen
Elementen besteht, kann jedes der Elemente an die Morphologie des
Skifahrers, sowie an seine Fähigkeiten
angepasst werden. Es ist demnach möglich, jedes der Elemente aus
einer Reihe von Standardelementen so auszuwählen, dass ein Schuh nach Maß ausgebildet
wird.
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Durch die Verwendung des Verbindungsarmes
wird der Schuh dynamisch. Der oder die Arme können die Energie speichern
und sie bei Beugungs- und Streckungsbewegungen des Skifahrers wieder abgeben.
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Die Form der Verbindungsarme ermöglicht auch
das Speichern der Energie bei Drehbewegungen. Bei der Beugung des
Knies führt
der untere Teil des Beines eine Drehung aus, die auf den Verbindungsarm übertragen
wird. Dies ermöglicht
das Speichern der Energie, die bei z. B. bei einer Kurve freigegeben wird,
was die Steuerung der Skier erleichtert. Die Gehäuse sorgen für die vollständige Übertragung
der Drehbewegungen vollständig
auf den Schuh, wobei andernfalls die Skier schwierig zu steuern
wären,
und der Fußknöchel die
nicht übertragenen
Kräfte
ausgleichen müsste.
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Der Schuh gemäß der vorliegenden Erfindung
ist besonders komfortabel. Er ermöglicht die optimale Steuerung
der Skier, und er begrenzt die Risiken von Knochenbrüchen im
unteren Teil des Beines sehr stark. Außerdem behält der Benutzer eine hervorragende
Sensibilität,
wodurch die Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes erleichtert wird.
Dadurch wird auch das Erlernen des Skifahrens erleichtert.
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Die kombinierte Funktion der Valguspositionierung
des Fußes
auf dem Rahmen, und der Drehung der Gehäuse führen eine diagonale Abstützwirkung
herbei. Diese kombinierte Abstützwirkung
einer nach vorne und seitlich ausgerichteten Kraft wird von allen
Skifahrern angestrebt, wobei die Kraft bei den Schuhen nach dem
Stand der Technik jedoch in zwei unterschiedliche Bewegungen zerlegt
wird: In eine nach vorne ausgerichtete, um bei der Einleitung einer Kurve
eine Belastung auf dem vorderen Teil des Skis zu erreichen, eine
Bewegung des Beines auf die Seite, um den Kanteneinsatz des Skis
zu erreichen, so dass er auf diese Weise im Schnee Halt findet.
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Bei der vorliegenden Erfindung wird
die Valgus- oder Varusbewegung des Fußes bei der Beugung des Skifahrers
mit der natürlichen
Drehung des Beines kombiniert. Daraus ergibt sich eine in die Richtung,
die der Skifahrer anstrebt, ausgerichtete vordere, diagonale Abstützung. Aus
diesem Grund erfolgt die Einleitung einer Kurve augenblicklich,
und die Steuerung in der Kurve ist sehr genau. Der Skifahrer ist
seiner Gestik voraus, und muss sich nicht mehr gleichzeitig auf
die vordere Abstützung
und auf die seitliche Abstützung
konzentrieren.
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Ein solcher Schuh stellt einen beträchtlichen Vorteil
während
der Phasen des Erlernens des Skifahrens dar. Die Kräfte bei
der Drehung des Skis werden dank der Hebelwirkung und dank der eingehaltenen
physiologischen Bewegungen der Gelenke und der Muskeln des Fußes, des
Fußknöchels und
des Beines erleichtert. Auf diese Weise erhalten die modernen Skier
mit ausgeprägten
Einbuchtungen mit diesem Schuh ein echtes "Lenkrad" oder eine "Servolenkung" für
ihre Steuerung.
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Die durch den Skifahrer gelieferte,
und bei Belastung gespeicherte Energie wird proportional zu den
Anstrengungen des letzteren abgegeben. Bei kleinen engen Kurven
ist eine gute Dynamik notwendig, wobei die Arbeit des Materials
die Einsparung von Kräften
ermöglicht.
Bei großen
Kurven, die eine progressivere Dynamik bei der Abgabe der Abstützungskräfte ohne
Totzeit verlangen, gibt der Schuh die Energie ebenfalls proportional
ab.
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Verschiedene Ausführungsformen von Haltegehäusen ermöglichen
die direkte Übertragung
von Kräften
von dem Bein auf den Ski über
die Verbindungsarme, wobei die verschiedenen Ausführungsformen
sowohl in Bezug auf die Volumina der Beine, als auch in Bezug auf
die Drehbeweglichkeit durch ihre Verbindung mit den Armen regulierbar
sind.