DE102004014235A1 - Vorrichtung, die einem Skifahrer erleichtert mehr Druck auf den Ski zu bringen - Google Patents
Vorrichtung, die einem Skifahrer erleichtert mehr Druck auf den Ski zu bringen Download PDFInfo
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Abstract
Die
Vorrichtung erleichtert es dem Skifahrer, erhöhten Druck auf den vorderen
Teil seiner Ski auszuüben,
um die Ski damit leichter und besser steuern zu können. Die
Vorrichtung erreicht das durch Höherlegung des
Punktes an der Vorderseite des Schaftes des Skischuhs, an dem die
Kraft, die der Skifahrer durch Vorlage auf den Skischuh ausübt, eingeleitet
wird. Dadurch verlängert
sich der Hebel. Durch die massive Erhöhung des Drehmoments an der
Bindung ist der Auslösepunkt
an dem hinteren Teil der Bindung zu erhöhen. Durch enges oder weites
Schließen
des Klettverschlusses am oberen Ende der Vorrichtung kann der Skifahrer
selbst einstellen, ab welcher Kraft die Vorrichtung Wirkung entfalten
soll.
Description
- Die Vorrichtung erleichtert es dem Skifahrer erhöhten Druck auf den vorderen Teil seiner Ski auszuüben um die Ski damit leichter und besser steuern zu können.
- Der Skifahrer übt durch Vorlage seines Körpers Druck auf die vordere Innenseite des Schaftes des Skischuhs aus. Weil diese Kraft in einer gewissen Distanz von dem Sprungelenk an die vordere Innenseite des Skischuhschaftes abgegeben wird, entsteht durch diesen Hebel ein Drehmoment an der Bindung. Je grösser die Distanz zwischen dem Punkt der Einleitung dieser Kraft und dem Sprungelenk, also je gröser der Hebel, je grösser das Drehmoment das auf den Ski wirkt. Vielen Skifahrer verursacht dieses Ausüben der Kraft Schmerzen an dem Schienbein. Wird der Hebel verlängert, kann mit weniger Kraft ein grösseres Drehmoment erzeugt werden. Bei handelsüblichen Skischuhen ist die Höhe der Vorderseite des Schaftes bis zu der Unterseite der Sohle gemessen etwa gleich der Solenlänge. Der tatsächliche Punkt an dem die Kraft von dem Schienbein an den Schaft übertragen wird liegt jeweils wesentlich tiefer, oft erst dort, wo die oberste Schnalle oder ein Klettverschluss die Lasche hält. Wird der tatsächliche Punkt an dem die Kraft übertragen wird auf ca. 130% der Sohlenlänge erhöht, so wird dadurch erreicht, dass der Hebel um gut 30% verlängert wird und damit auch das Drehmoment das an der Bindung anliegt.
- Da das ausgeübte Drehmoment um ca. 30% steigt, ist es nötig den Auslösepunkt des hinteren Teils der Bindung ebenfalls um 30% zu erhöhen. An Bindungen wird normaler Weise die Einstellung basierend auf dem Körpergewicht des Skifahrers vorgenommen. Diese Einstellung ist daher um ca. 30% zu erhöhen, da sonst die Bindung zu leicht auslöst.
- 30% Verlängerung haben sich als angenehm erwiesen, sind aber nur als ca. Wert zu verstehen. Massgebend ist jeweils die tatsächliche Hebelverlängerung die durch die Montage der Vorrichtung in Verbindung mit dem jeweils vorliegenden Skischuh entsteht. Entscheidend für das richtige Auslösen der Bindung ist, dass in dem Mass wie der Aufnahmepunkt der Kraft nach oben verlegt wird, sich also der Hebel verlängert, auch die Einstellung an der Bindung erhöht wird. Am besten überprüft man das richtige Auslösen durch tatsächliches versuchsweises Auslösen in einem Sportgeschäft.
- Die Vorrichtung kann auch an dem Skischuh auf eine Art befestigt werden, die nach der Montage z.B. über ein Schienensystem eine flexible Höhenverstellung ermöglicht.
- Auch kann die Vorrichtung an sich verschieden weich oder hart gefertigt werden. Dies kann z.B. durch die Verwendung von unterschiedlichen Materialien erreicht werden. Ähnliches kann man erreichen, indem man die Vorrichtung fester oder flexibler an dem Skischuh befestigt, z.B. Gummiunterlegscheiben zwischen Skischuh und Vorrichtung legt.
- Der Klettverschluss am oberen Ende der Vorrichtung kann verschieden weit oder eng geschlossen werden. Dadurch kann der Skifahrer wählen, ab wann die Vorrichtung Wirkung entfalten soll. Schliesst er das Klettband weiter, liegt des Schienbein zuerst an der vorhanden Innenseite des Schaftes des Skischuhs an und erst bei weiterer Erhöhung des Drucks übernimmt auch das Klettband Druck. Schliesst man da Klettband dagegen enger, liegt das Klettband zusammen mit der Innenseite das Schaftes des Skischuhs oder sogar früher an dem Schienbein an und übernimmt daher Druck mit der vorhanden Innenseite des Schaftes des Skischuhs zusammen oder sogar zuerst. Als angenehm hat sich eine sehr lockere Einstellung erwiesen. So locker, dass man ohne Anwendung von Druck, also im Stand, seine flache Hand noch leicht zwischen Klettband und Schienbein schieben kann. Bei dieser Einstellung wird bei normalem Fahren zuerst Druck von dem bestehenden Skischuh übernommen und erst danach, bei weitere Erhöhung des Drucks, also bei sehr sportlichem Fahren, von dem Klettband. Dabei hat sich herausgestellt, dass es von Vorteil ist die Vorrichtung so biegesteif wie möglich zu fertigen. Je härter sie ist, je präzieser lässt sich dann bei sportlichem Fahren der Ski führen. Mit dieser Einstellung der Vorrichtung verändert sich das Fahrverhalten bei normalem Fahren nicht. Erst bei sehr sportlichem Fahren, nämlich erst dann, wenn Druck auf die Vorrichtung gebracht wird, setzt die Wirkung ein.
- Durch das höhere Drehmoment an der Bindung steigt der Druck mit dem der Ski in dem vorderen Bereich auf den Schnee gedrückt wird. Extrem positiv wirkt sich das auf die Griffigkeit der Kanten aus. Ideal ist es daher für das sogenannte Carven und das Fahren auf vereisten Pisten. Es wird damit sogar möglich den Nachteil von kürzeren Ski, nämlich das Flattern bei hoher Geschwindigkeit, zu reduzieren, da es leichter fällt Druck auszuüben. Durch den erhöhten Druck mit dem der Ski aufliegt, wird der Ski auch dann stabiler, wenn er flach auf dem Schnee aufliegt und die Stabilität nicht dadurch erreicht wird, dass er mit einer Kante in den Schnee gedrückt wird. Durch die Reduktion des Flatterns bei hoher Geschwindigkeit, durch bessere Griffigkeit auf Eis aber auch nicht zuletzt durch die massive Steigerung der Drehfreudigkeit des Skis ganz allgemein wird die Sicherheit und der Spass am Fahren ganz erheblich gesteigert.
Claims (9)
- Vorrichtung in dem Bereich des Schaftes eines Skischuhs, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie den obersten Punkt der Vorderseite des Schaftes höher legt als die Sohle des Schuhs lang ist.
- Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die Bewegungsfreiheit des Unterschenkels im Skischuh nach hinten nicht beeinträchtigt, nach vorne jedoch begrenzend wirkt.
- Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die Beweglichkeit des Skischuhschafts nach vorne und hinten reduziert.
- Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft seitlich umfasst wird, damit sich der Schaft bei Druck nach vorne nicht in die Breite verformen kann, somit noch steifer wird.
- Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung solcher Art an handelsübliche Skischuhen montiert werden kann.
- Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klettverschluss am oberen Ende befestigt ist der das Schienbein umfasst und der verschieden weite geschlossen werden kann.
- Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung am Skischuh nicht fest montiert sein muss, sondern so, dass sie in der Höhe verstellt werden kann.
- Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung in sich flexibel oder flexibel am Skischuh befestigt ist.
- Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung im Bereich, wo sie über die obere Kante des Skischuhs hinaus steht, auf der Innenseite mit Isolationsmaterial ausgekleidet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102004014235A DE102004014235A1 (de) | 2004-03-24 | 2004-03-24 | Vorrichtung, die einem Skifahrer erleichtert mehr Druck auf den Ski zu bringen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102004014235A DE102004014235A1 (de) | 2004-03-24 | 2004-03-24 | Vorrichtung, die einem Skifahrer erleichtert mehr Druck auf den Ski zu bringen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102004014235A1 true DE102004014235A1 (de) | 2005-10-06 |
Family
ID=34980717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE102004014235A Withdrawn DE102004014235A1 (de) | 2004-03-24 | 2004-03-24 | Vorrichtung, die einem Skifahrer erleichtert mehr Druck auf den Ski zu bringen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102004014235A1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ATE24409T1 (de) * | 1982-01-19 | 1987-01-15 | Lionel J Burt | Vorrichtung zur verbesserten kontrolle von skiern. |
| DE60005503T2 (de) * | 1999-05-17 | 2004-06-24 | Jean-François Couturier | Sportschuh, insbesondere alpin-, touren-, oder langlaufskischuh |
-
2004
- 2004-03-24 DE DE102004014235A patent/DE102004014235A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ATE24409T1 (de) * | 1982-01-19 | 1987-01-15 | Lionel J Burt | Vorrichtung zur verbesserten kontrolle von skiern. |
| DE60005503T2 (de) * | 1999-05-17 | 2004-06-24 | Jean-François Couturier | Sportschuh, insbesondere alpin-, touren-, oder langlaufskischuh |
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