DE594911C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit WaehlerbetriebInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M3/00—Automatic or semi-automatic exchanges
- H04M3/22—Arrangements for supervision, monitoring or testing
- H04M3/26—Arrangements for supervision, monitoring or testing with means for applying test signals or for measuring
- H04M3/28—Automatic routine testing ; Fault testing; Installation testing; Test methods, test equipment or test arrangements therefor
- H04M3/30—Automatic routine testing ; Fault testing; Installation testing; Test methods, test equipment or test arrangements therefor for subscriber's lines, for the local loop
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb und bezweckt, die
Betriebssicherheit in diesen Anlagen durch eine periodische Prüfung der Anschlußleitungen
zu erhöhen.
Es sind nun bereits Anordnungen bekanntgeworden, in denen für diese Zwecke zur Herstellung
von Sprechverbindungen dienende Schalteinrichtungen ausgenutzt werden. Bei diesen Anordnungen wird aber das Wirksamwerden
dieser Schalteinrichtungen erst durch eine besondere Schaltmaßnahme eingeleitet.
Die Häufigkeit der Prüfung ist also in das Belieben einer Bedienungsbeamtin gestellt,
so daß u. U. eine Prüfung nur in größeren Zeitabschnitten erfolgt. Diesen Übelstand
vermeidet die vorliegende Erfindung. Sie erreicht dieses dadurch, daß einer zur Herstellung
von Sprechverbindungen dienenden Verbindungsleitung Schalteinrichtungen zur Verfügung stehen, welche nach Herstellung
einer Sprechverbindung während eines Arbeitsganges eine selbsttätige Prüfung sämtlicher
AnscHußleitungen, die diese Verbindungsleitung
erreichen können, auf Störungsfreiheit veranlassen.
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Man sieht eine Verbindungsleitung VL1 die
zu einer Vermittlungsstelle VSt führt. An die Adern dieser Verbindungsleitung können nach
Art von Gesellschaftsleitungen Abzweigstellen angeschaltet werden; diese Abzweigstellen
können Einzelanschlüsse sein oder, wie dies in der Abbildung gezeigt ist, aus einer Gruppe
von Anschlüssen bestehen. Die Auswahl der Einzelanschlüsse oder eines Anschlusses aus
einer Gruppe kann durch synchron einstellbare Schrittschaltwerke erfolgen, wobei auch
im letzten Falle für die ganze Gruppe zweckmäßig ein Schrittschaltwerk vorgesehen wird.
Das diesbezügliche Schrittschaltwerk der Abbildung besitzt die Schaltarme w1 bis wz. Es
wird durch ein Schrittschaltwerk in der Vermittlungsstelle, das die Schaltarme da1 bis da? 45
besitzt, gesteuert.
Der Verbindungsaufbau vollzieht sich im einzelnen in folgender Weise:
Hebt beispielsweise der Teilnehmer T1 seinen Hörer ab, so kommt folgender Stromkreis
zustande: Erde, Relais B1, Teilnehmer T1, Kontakte 16 q1, 17 t, Schaltarm w1
des Schrittschaltwerkes, «-Ader der Verbindungsleitung VL, Schaltarm da1 des Schrittschaltwerkes
in der Vermittlungsstelle VSi, Kontakt 4 v3, Relais X1 Batterie, Erde. In
diesem Stromkreise sprechen die Relais B1 und X an. Durch Erregung des Relais X
kommen über den Kontakt 9 χ Erregerstromkreise für das Relais V3 (Erde, Schaltarm ώα3,
Kontakt 9 x, Relais V3, Batterie, Erde) und
das Relais Y1 (Erde, Schaltarm dcß, Kontakte
9 x, 6 j/2, Relais Y1, Batterie, Erde) zu*
stände. Durch das Ansprechen des Relais Y1 wird über den Kontakt 15 y1, Batterie und
Erde eine Wechselstromquelle an die ö-Ader der Verbinclungsleitung VL angeschaltet, durch
die das Relais O der gezeigten Abzweigstelle
und die entsprechenden, hier nicht gezeigten'"
Relais an den weiteren Abzweigstellen beeinflußt werden. Das Relais O spricht an und
schaltet über seinen Kontakt 270 den Drehmagneten D des Schrittschaltwerkes an die
Ö-Ader der Verbindungsleitung VL an, so daß dieser durch die über die Wechselstromquelle
angelegte Batterie beeinflußt wird und das Schrittschaltwerk um einen Schaltschritt
verstellt. Hierdurch kommt der Schaltarm w~ des Schrittschaltwerkes auf das dargestellte
Kontaktsegment und macht die Anschaltung des Drehmagneten D vom Relais O unabhängig.
Mit der Fortschaltung der Schritt-Schaltwerke an den einzelnen Abzweigstellen ist auch eine Fortschaltung des Schaltwerkes
in der Vermittlungsstelle erfolgt, indem der Drehmagnet Da desselben über den Kontakt
14 y1 beeinflußt wurde. Nach diesem ersten
Schaltschritt in der Vermittlungsstelle sind die Schaltarme da1 bis da3 auf die gezeigten
Kontaktsegmente gelangt, so daß u.a. die Wechselstromquelle abgeschaltet und Batterie
über den Widerstand W/'1 und den Schaltarm
da? an die ö-Ader der Verbindungsleitung VL
angelegt ist. Der Drehmagnet Da schließt bei seiner Erregung den Kontakt 29 da, so
daß hierdurch1 das Relais Y- anspricht. Durch Öffnen des Kontaktes 6 y2 wird das Relais Y1
aberregt, so daß das Relais A über die Kontakte ijA, 2j/a, Schaltarm da1 an die «-Ader
der Verbindungsleitung VL angelegt wird. Da in der gezeigten Abzweigstelle das Schrittschaltwerk mit seinem Schaltarm w1 auf dem
Kontakt 1 steht, kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Relais B1, Teilnehmer T1,
Kontakt 16 ^1J Kontakt 1, Schaltarm w1, «-Ader
der Verbindungsleitung VL, Schaltarm da1,
Kontakte 2 y, 1 y1, Relais A, Batterie, Erde. "
In diesem Stromkreise sprechen die Relais A und B1 an. Über den Kontakt 18 bl wird der
Teilnehmer T1 mit seiner zweiten Ader an die ö-Ader der Verbindungsleitung angeschaltet,
während durch Öffnen des Kontaktes 11 ff eine weitere Beeinflussung der Relais V3,
Y1, Y'2 und somit auch des Drehmagneten Da
verhindert wird. Über den Kontakt 13« wird
das Relais V1 erregt, so daß nach Abfallen
des Verzögerungsrelais Y'2 das Relais A mit dem Relais B1 über den Kontakt 3 v1 erregt
gehalten wird.
Wäre der anrufende Teilnehmer mit dem ersten Schaltschritt noch nicht erreicht worden,
so wäre das Relais V3 erregt gehalten worden über:· Erde, Batterie, RelaisVs, Kontakte
10 v1, 11 a, Schaltarmda?, Erde. Außerdem
würde über diesen Schaltarm das Relais Y1 von neuem erregt, nämlich über: Erde,
Batterie, Relais Y1, Kontakte 6 y'2, iov1, 11«,
Schaltarm. das, Erde. Durch Schließen des
Kontaktes 14 y1 und damit eintretender Er- ι
reguilg des Drehmagneten Da würde das ' 'Schrittschaltwerk in der Vermittlungsstelle
einen weiteren Schritt machen, wobei gleichzeitig durch Schließen des Kontaktes 15 y1
der Drehmagnet Z> des Schrittschaltwerkes in der Abzweigstelle beeinflußt werden würde
über: Erde, Drehmagnet D, Schaltarm w-,
ö-Ader der Verbindungsleitung VL, Kontakt i5jA, Schaltarm da-, Widerstand Wi1, Batterie>
Erde. Ebenso würden auch alle übrigen Schrittschaltwerke der gemeinsamen Leitung
fortgeschaltet werden. Bei Erregung des Drehmagneten Da würde durch Schließen des
Kontaktes 29 da das Relais Y'2 wieder erregt werden und durch Öffnen seines Kontaktes 6 y2
eine Aberregung des Relais Y1 herbeiführen, worauf durch Öffnen des Kontaktes 14 y1 der
Drehmagnet Da stromlos werden und infolgedessen durch Öffnen des Kontaktes 29^/0 das
Relais Y2 nach einiger Zeit gleichfalls abfallen
würde. Dieses wechselseitige Spiel zwischen den Relais Y1 und Y" und dem Drehmagneten
Da würde sich so lange fortsetzen, bis ' das Schrittschaltwerk den anrufenden
Teilnehmer TL erreicht haben würde. In diesem Falle würden dann die schon beschriebenen
Vorgänge eintreten.
Wie also schon beschrieben, liegt der Teilnehmer T1 jetzt an der gemeinsamen Leitung-
VL. Er kann nun auf irgendeine hier nicht interessierende Weise Verbindungen über die
Vermittlungsstelle VSt zu anderen Teilnehmern der Anlage oder zu Abzweigstellen derselben
Verbindungsleitung (Rückruf) herstellen. Für den Erfindungsgedanken sind alle diese Vorgänge
ohne Bedeutung.
Ist die Sprechverbindung beendet, so wird, wenn der Teilnehmer T1 seinen Hörer auflegt,
der oben beschriebene Stromkreis der Relais^4 und B1 unterbrochen, so daß durch
Kurzschluß über den Kontakt 12a das Relais
V1 aberregt wird; durch Schließen der Kontakte na und iov1 wird das Relais Vs,
ebenso wie das Relais Y1, in derselben Weise wie eingangs beschrieben erregt. Es setzt
jetzt das gleiche Wechselspiel zwischen den Relais Y1, Y- und dem Drehmagneten Da ein,
wie dies bei Verbindungsherstellung beschrieben wurde, und zwar wird dieses so lange
fortgeführt, bis sämtliche Schrittschaltwerke die Ruhelage erreicht haben. In diesem Falle
wird dann infolge Kontaktunterbrechung an dem von dem Schaltarm da? bestrichenen Kontaktsegment
eine weitere Erregung dieser Relais verhindert. Im Gleichschritt mit dem Schrittschaltwerk der Vermittlungsstelle bewegt
sich das gezeigte Schrittschaltwerk der Abzweigstelle. Bevor es aber in die Ruhelage
kommt, betätigt es bei dem letzten Schaltschritt den Kontakt 28 wiik, der mechanisch
von der Schaltwelle gesteuert wird.
Über diesen Kontakt wird eine Erregung der Relais Q} und Q2 herbeigeführt über: Erde,
Kontakt 28 wnk, Kontakte 23 q1 bzw. 25^,
Relais Q1 bzw. Relais Q2, Batterie, Erde. Die
genannten Relais legen ihre Schleppkontakte um und prüfen über die Kontakte 24 q1 bzw.
26 q2, ob Teünehmeranschlußleitungen dieser Abzweigstelle eine Störung (z. B. Erdschluß)
aufweisen. Weist z. B. eine Ader der An-Schlußleitung des Teilnehmers T-, wie dies
durch eine gestrichelte Linie in der Abbildung gekennzeichnet ist, einen Erdschluß auf, so
bleibt das Relais Q2 erregt über: Erde, Batterie,
Relais Q3, Kontakt 26 q2, Erde. Durch
Öffnen des Kontaktes 20 q2 wird der Teilnehmer T2 von der gemeinsamen Anruf einrich-■
tung abgeschaltet, so daß durch den Erdschluß an der Teilnehmeranschlußleitung kein
Anruf iri der Vermittlungsstelle erzeugt werden kann. Das Relais Q1 wird dagegen nicht
erregt gehalten, da kein Haltestromkreis vorhanden ist und der Kontakt 28 wnk nach
Erreichen der Ruhestellung wieder geöffnet ist. 'Es ist demnach nur die gestörte An-Schlußleitung
vom gemeinsamen Anrufstromkreis abgeschaltet.
Claims (9)
- Patentansprüche:- i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß einer zur Herstellung von Sprecliverbindungen dienenden Verbindungsleitung S ehalt einrichtungen zur Verfügung stehen, welche nach Herstellung" einer Sprechverbindimg während eines Arbeitsganges eine selbsttätige Prüfung sämtlicher Änschlußleitungen, die diese Verbindungsleitung erreichen können, auf Störungsfreiheit veranlassen.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtungen erst nach Beendigung der Sprechverbindung zwecks Prüfung auf Störungsfreiheit wirksam werden.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Prüfung /veranlassenden Schalteinrichtungen zur Herstellung von Sprechverbindungen dienen.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtungen vor Erreichen ihrer Ruhelage nach Beendigung einer Sprechverbindung Schaltmittel beeinflussen, welche die Anschlußleitungen auf Störungsfreiheit prüfen.
- . 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel sämtliche Anschlußstellen gleichzeitig prüfen.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß von den Schaltmitteln als gestört festgestellte An-' Schlußleitungen selbsttätig abgeschaltet werden.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch6, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Prüfung dienenden Schaltmittel die gestörten Anschlußleitungen unmittelbar abschalten.
- 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschaltung gestörter Leitungen nach Beseitigung der Störung selbsttätig wieder aufgehoben wird.
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben Schaltmittel, die die Abschaltung herbeiführen, die Abschaltung nach Beseitigung der Störung wieder aufheben..Hierzu 1 Blatt ZeichnungenRFRl.IN CiEDRUCKT IN DER
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES97125D DE594911C (de) | 1931-03-04 | 1931-03-04 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES97125D DE594911C (de) | 1931-03-04 | 1931-03-04 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE594911C true DE594911C (de) | 1934-03-24 |
Family
ID=7520518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES97125D Expired DE594911C (de) | 1931-03-04 | 1931-03-04 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE594911C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742659C (de) * | 1941-11-26 | 1944-11-17 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen |
-
1931
- 1931-03-04 DE DES97125D patent/DE594911C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742659C (de) * | 1941-11-26 | 1944-11-17 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen |
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