DE576360C - Lagerung der Federbolzen in den die Feder mit dem Rahmen oder der Radachse verbindenden Lenkern, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Lagerung der Federbolzen in den die Feder mit dem Rahmen oder der Radachse verbindenden Lenkern, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
■ Die Erfindung bezieht sich auf die Lagerung der Enden der hohlen, Schmiermittel enthaltenden
Federbolzen in den kappenartigen Lagern der die Feder mit dem Rahmen oder der Radachse verbindenden Lenker für Kraftwagen
u. dgl.
Bei den bekannten Ausführungen dieser Art erfolgt die Schmierung der Lagerflächen der
Bolzen durch Ölnuten, wobei der große Ölverlust durch örtliche Schmierung ersetzt wird. Es
muß sehr oft geschmiert werden, und der Bedienende muß mit der Ölkanne nahe der meistens
verschmutzten Öffnung kommen. Um den Ölverbrauch zu verringern, wurden zentrale Schmieranlagen verwendet, in welchen der
ölfluß durch ein von Hand aus einstellbares Ventil geregelt wird. Eine Aufspeicherung des
Öles wird durch gepreßte Stofflagen oder poröse keramische Zylinder nahe der Lagerfläche bewirkt.
AUe diese Ausführungen besitzen den Nachteil, daß eine gleichmäßige Schmierung der
Lagerfläche erfolgt, ohne Rücksicht darauf, ob die Lagerteile stark beansprucht sind oder nicht.
Außerdem muß immer vom Bedienenden für genügenden Ölvorrat Sorge getragen werden.
Gemäß der Erfindung werden die offenen
Enden der Bolzen durch poröse Metallscheiben
verschlossen, durch die das erforderliche Öl den Lagerstellen zugeführt wird. Die Verschlußscheibe
ist sternartig ausgebildet, wobei deren runder Mittelteil das offene Ende des Federbolzens
verschließt und die radialen Arme in Längsnuten der Außenfläche lagern.
Durch diese Bauart wird mit dem Öl so hausgehalten, daß der ölvorrat in der Ölkammer
der Bolzen so lange anhält, als die Lebensdauer der Lagerung selbst beträgt. Die Menge des
Öles, die den Lagerflächen zugeführt wird, ist von dem Verbrauch an öl abhängig, da, wenn
die trockenen Lagerflächen der Seitenwagen sich an den mit öl gesättigten Armen des
Sternes reiben, das mit Öl gesättigte Metall des Sternes Öl abgibt, die Lagerfiäche schmiert und
Platz für die Zufuhr neuen Öles schafft. Befindet sich die Lagerimg in Ruhelage, so wird
dem Stern kein Öl entnommen. Das ist ein wesentlicher Vorteil, da in Ruhelage überhaupt
kein Ölverbrauch stattfindet. Während des Betriebes ist es überhaupt nicht notwendig,
daß sich der Bedienende um die Schmierung bekümmert.
In der Zeichnung ist:
Abb. ι ein Aufriß der Lageranordnung teilweise in Ansicht gezeigt,
Abb. 2 die Ansicht eines der zum Verschließen der Bolzen dienenden Metallsterne in größerem
Maßstabe,
Abb. 3 eine Endansicht eines der Bolzen und
Abb. 4 eine Teilansicht des Bolzenendes in vergrößertem Maßstabe.
Die Lagerung für die Federn von Kraftfahr-
zeugen u. dgl. besteht aus zwei parallel einander gegenüberliegenden Lenkern i, i', deren Endena
hohl ausgebildet sind. Diese Enden enthalten konische Vertiefungen mit inneren konischen
Lagerflächen za, welche in einen zylindrischen Teil Ii übergehen. Zwischen den Lenkern befinden
sich zylindrische Bolzen 5 mit konischen, den Lagerflächen 2a entsprechenden Lagerflächen
5a. Die Bolzen sind hohl ausgeführt und
bilden eine zylindrische Ölkammer 10. Die Enden der Bolzen ragen etwas in den zylindrischen
Teil der Lenker, um ein sattes Aufliegen zu bewirken. Ein guter Eingriff der Bolzenenden
in die Lagerflächen der Lenker wird dadurch erzielt, daß ein an einem Ende mit Schraubengewinde versehener Bolzen 6 die
Lenker zusammenpreßt. An dem mit Schraubengewinde versehenen Ende sitzt eine mit
Scheibensicherang 8 versehene Mutter 7. Am anderen Ende besitzt der Bolzen einen Kopf 6',
gegen dessen Innenfläche sich eine Feder 9, deren Enden sich gegen den Lenker stützen,
legt. Der Bolzen besitzt einen elliptischen Bund 6", der, in einer elliptischen Ausnehmung
des Lenkers geführt, ein Verdrehen des Bolzens verhindert. Diese Bauart der Tragblattfederverbindung
an Kraftfahrzeugen ist bekannt.
Während des Betriebes des Fahrzeuges wird infolge der Erschütterungen, welche die Räder
durch die Straße erleiden, eine Relativbewegung der Bolzen mit Bezug auf die Lenker stattfinden.
Um nun die Lagerflächen immer gut zu schmieren, wurden bisher die Bolzen mit Schmiernuten versehen, was aber einen großen
Verlust an Öl bedingt und weshalb die Ölkammer der bekannten Ausführungen mit einem Ölzuführungsrohr versehen werden muß.
Um den Ölverlust auf das geringste Maß herabzusetzen, erhalten die konischen Lagerenden
$a der Bolzen 5 axiale, längs der Kegelerzeugenden
laufende Nuten 17. Ferner werden aus porösem Metall sternförmige Scheiben hergestellt,
wie in Abb. 2 gezeigt. Der Mittelteil 15 jedes Sternes ist kreisförmig und bedeckt gerade
das konische Ende des Bolzens. Von diesem Mittelteil geht eine Anzahl Arme 16
radial aus, die so lang sind, daß sie die Nuten 17 der Bolzen 5 verschließen. Die Nuten des
Bolzens entsprechen in ihrer Breite und Anzahl den Armen des Sternes, und ihre Tiefe entspricht
der Stärke des Sternes, so daß, wenn der mittlere Teil des Sternes auf das Ende des Bolzens gesetzt
wird, durch Abbiegen der Arme die Nuten des Bolzens verschlossen werden. Es ist möglieh,
den Mittelteil des Sternes an das Bolzenende so dicht anzudrücken, daß ein Entweichen
von Öl aus dem Behälter zwischen den Bolzenenden und der daraufliegenden ringförmigen
Sternfläche ganz verhindert wird. Vorzugsweise wird jedoch ein dünner, ringförmiger
Streifen von Lötzinn 18 zwischen das Bolzenende und den Stern gebracht, während der
Mittelteil des letzteren, der das Ende des Behälters 10 abschließt, von Lötzinn frei bleibt
und so Vorrat aus der Ölkammer des Bolzens 6g aufnehmen kann. Es ist auch möglich, den
Stern an dem Bolzenende hart zu löten, um Entweichen von Öl zwischen dem Ende des
Bolzens und den anliegenden Teilen des Sternes zu verhindern. Wird mit Lötzinn gearbeitet, so
wird der mittlere Teil des Sternes erhitzt, um Verbinden des Lötzinnes zu gewährleisten. Ist
der Bolzen an einem Ende auf diese Weise ver-. schlossen, so wird das Öl in das andere Ende des
Bolzens eingefüllt, worauf auch das andere Bolzenende verschlossen wird. Die Sternarme,
anfänglich zweckmäßigerweise etwas dicker als die Tiefe der Nut 17, werden darauf geglättet,
um sie mit den konischen Flächen 5a des Sternes
in Übereinstimmung zu bringen. Auf diese Weise bestehen die Lagerflächen 5a teilweise
aus Stahl, dem Material, aus welchem gewöhnlich der Bolzen hergestellt ist, und teilweise aus
porösem Metall. Sind die Bolzen so hergestellt, so können sie eingebaut werden.
Da das Sternmaterial porös ist und Öl aufnimmt, durchtränkt sich das Metall mit Öl, besonders
der Mittelteil, worauf durch kapillare Wirkung das Öl in die Arme gebracht wird und
auch diese durchdringt. Wird jetzt beim Betrieb des Fahrzeuges infolge holperiger Straßen oder
der gewöhnlichen Erschütterungen der Rädereine relative Bewegung zwischen den Bolzen
und den Lagerflächen za der Lenker auftreten,
so wird etwas von dem Öl, das in dem Arm des Sternes enthalten ist, erst in der einen und dann
in der anderen Richtung aufgebracht. Auf diese Weise wird eine angemessene Schmierung der
Lagerflächen erhalten, wenn auch nur eine geringe Menge öl in der Ölkammer vorhanden
ist. Da die Zuführung des Öles durch den porösen Stern allmählich erfolgt, so reicht der Vorrat
in dem Behälter meist so lange hin, als die ,Lebensdauer der Anordnung beträgt, so daß,
wenn kein Öl mehr in der Lagerung vorhanden ist, auch das Lager abgenutzt ist und durch ein
frisches ersetzt werden muß. Eine Schmierung, sei sie zentral oder von Hand aus, ist deshalb
bei dieser Lageranordnung nicht notwendig.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß sich die Schmierung der Beanspruchung
der Lagerflächen anpaßt. Fährt das Fahrzeug über besonders holperige Straßen,
d. h. findet eine größere Relativbewegung zwischen den Bolzen und den Lenkern oder Stöße
statt, so wird mehr Öl aus dem porösen Metall ausfließen, als wenn der Wagen auf glatten,
ebenen Straßen fährt, wo weniger Stöße auftreten. Befindet sich der Wagen in Ruhe, so
wird überhaupt keine Schmierung stattfinden und dadurch unnötiger Ölverlust verhindert.
Durch diese Bauart ist eine gleichmäßige
Schmierung der Lagerflächen gewährleistet, da die Lagerflächen des Bolzens selbst von streifenförmigen,
ölführenden Schichten unterbrochen ist.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Lagerung der Enden der hohlen, Schmiermittel enthaltenden Federbolzen in den kappenartigen Lagern der die Feder mit dem Rahmen oder der Radachse verbindenden Lenker, insbesondere für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß die offenen Enden der Bolzen (5) durch poröse Metallscheiben (15) verschlossen sind, durch die das erforderliche Öl den Lagerstellen zugeführt wird.
- 2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußscheibe(15) sternartig ausgebildet ist, wobei deren runder Mittelteil das offene Ende des Federbolzens (5) verschließt, und die radialenArme(16) in Längsnuten der Außenfläche lagern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US495547A US1933572A (en) | 1930-11-14 | 1930-11-14 | Self-lubricating spring shackle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE576360C true DE576360C (de) | 1933-05-10 |
Family
ID=23969035
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET39675D Expired DE576360C (de) | 1930-11-14 | 1931-11-03 | Lagerung der Federbolzen in den die Feder mit dem Rahmen oder der Radachse verbindenden Lenkern, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1933572A (de) |
| DE (1) | DE576360C (de) |
| FR (1) | FR728572A (de) |
| GB (1) | GB371767A (de) |
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1930
- 1930-11-14 US US495547A patent/US1933572A/en not_active Expired - Lifetime
-
1931
- 1931-10-30 GB GB30109/31A patent/GB371767A/en not_active Expired
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- 1931-11-05 FR FR728572D patent/FR728572A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB371767A (en) | 1932-04-28 |
| FR728572A (fr) | 1932-07-07 |
| US1933572A (en) | 1933-11-07 |
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