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DE562818C - Verfahren zur Adsorption von Salzsaeure - Google Patents

Verfahren zur Adsorption von Salzsaeure

Info

Publication number
DE562818C
DE562818C DED58166D DED0058166D DE562818C DE 562818 C DE562818 C DE 562818C DE D58166 D DED58166 D DE D58166D DE D0058166 D DED0058166 D DE D0058166D DE 562818 C DE562818 C DE 562818C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrochloric acid
adsorption
zirconium oxide
oxide hydrate
zirconium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED58166D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ludwig Weiss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED58166D priority Critical patent/DE562818C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE562818C publication Critical patent/DE562818C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/01Chlorine; Hydrogen chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Adsorption von Salzsäure Es wurde gefunden, daß voluminöses Zirkonoxydhydrat adsorbierende Eigenschaften besitzt. Es hat sich z. B. gezeigt, daß Zirkonoxydhydrat geeignet ist, Salzsäure z. B. aus Lösungen zu adsorbieren, ohne daß dabei die freie Salzsäure vollkommen verschwindet. Versuche haben z. B. ergeben, daß aus Lösungen von Salzsäure, z. B. solchen, die a bis 4. o;ö H Cl enthalten, durch Eintragen von Zirkonoxydhydrat die Salzsäure so weitgehend adsorbiert wird, daß noch eine o, i 5- bis o,ao'oige Säure verbleibt. Die Lösung hat alsdann eine Säurekonzentration, wie sie im normalen Magensaft vorliegt. Das Zirkonoxydhydrat übt demnach auf freie Salzsäure eine puffernde Wirkung aus.
  • Die Adsorptionsfähigkeit des Zirkonoxydhydrates für Salzsäure kann nach verschiedenen Richtungen hin Verwendung finden. Bei der Spaltung von z. B. Glukosiden, von Cellulose u. dgl. werden vielfach verdünnte Säuren verwendet. Nach erfolgter Spaltung ist es wichtig. die Spaltungsprodukte vor weiterer Zersetzung zu bewahren. Man ist daher genötigt, freie Säure möglichst bald abzustumpfen oder gänzlich zu entfernen. Man hat zu diesem Zweck bisher meist Silberoxyd und Silbercarbonat verwendet, die aber beide verschiedene Nachteile besitzen, z. B. den, daß Silber in Lösung geht und nur schwer zu entfernen ist. Durch Verwendung von Zirkonoxyd kann man die Salzsäure beseitigen, ohne daß irgendwelche Fremdkörper in die Lösung eingeführt werden.
  • Für Adsorptionszivecke geeignetes Zirkonoxydhydrat kann z. B. derart erhalten werden, daß Zirkonsalze, wie z. B. Zirkonoxychlorid, Zr 0 CL # S aqu, Zirkonsulfat u. dgl., mit starkem, z. B. 25%igem Ammoniak bei zweckmäßig niedrigerer Temperatur, z. B. Zimmertemperatur, behandelt werden. Die Zirkonsalze werden dabei am besten in ihrem natürlichen Zustand, gegebenenfalls auch in Gegenwart beschränkter Flüssigkeitsmengen, z. B. in angeteigter Form der Einwirkung des Ammoniaks unterworfen. Durch Auswaschen und Trocknen des erhaltenen Produktes erhält man das Zirkonoxydhydrat in gewünschter, für Adsorptionszwecke geeigneter Form. Bei Durchführung des Trocknungsprozesses empfiehlt es sich, schädliche Temperaturhöhen zu vermeiden. Im allgemeinen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das Trocknen bei Temperaturen von weniger als ioo°-durchzuführen. Vorteilhaft wird der Trockenprozeß im Vakuum durchgeführt.
  • Beispiel ?,g Saponin werden mit 3 %iger Salzsäure bei ZVasserbadtemperatur in unlösliche Saponine und gelöste Zuckerarten gespalten. Nach Verdünnung und Ausschütteln mit Zirkonoxydhydrat wurden folgende Adsorptionswirkungen festgestellt:
    Ursprüngliche Säurekonzentration
    1,00°,!o HCl 0,q01,', HCl 0,2q.°;0 HCl
    Vom Bodenkörper adsorbiert
    o,61 1-10 HCl 0,17°l0 HCl 0,1q.1!, HCl
    Durch die Fähigkeit des Zirkonoxydhydrates, Salzsäure aus Lösungen mit der Maßgabe zu adsorbieren, daß gewisse Mengen in der Lösung zurückbleiben, kann man das Adsorptionsverfahren z. B. auch nutzbar machen für die Herstellung von Präparaten, welche an ?Menschen, Tieren o. dgl. verabreicht werden sollen und in welchen die Anwesenheit solcher Mengen von Salzsäure, die etwa den im Magensaft normalerweise befindlichen Mengen entsprechen, erwünscht ist.

Claims (1)

  1. PATE NTA.NSPRÜCI1E: r. Verfahren zur Adsorption von Salzsäure, dadurch gekennzeichnet, daß als Adsorptionsmittel voluminöses Zirkonoxydhydrat verwendet wird. a. Verfahren nach Patentanspruch r, gekennzeichnet durch die Verwendung von Zirkonoxydhydrat, welches aus Zirkonsalzen in fester Form oder in Gegenwart beschränkter Flüssigkeitsmengen durch Behandeln mit starkem Ammoniak bei zweckmäßig niedrigen Temperaturen und Trocknen, z. B. durch Erhitzen im Vakuum bei Temperaturen unter too°, entstanden ist.
DED58166D 1929-04-14 1929-04-14 Verfahren zur Adsorption von Salzsaeure Expired DE562818C (de)

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DE562818C true DE562818C (de) 1932-10-29

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