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Selbsttätige Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten von Elektromotoren
zum Antrieb von Pumpen oderVerdichtern -Vorrichtungen zum selbsttätigen Ein- und
Ausschalten der elektrischen Antriebsmotoren von Verdichtern sind bekannt, bei welchen
die gesamte Steuerung rein elektrisch erfolgt und der Anlasser durch einen Hilfsmotor
mittels eines Schaltwerkes angetrieben wird.
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Nach der Erfindung wird bei einer derartigen Vorrichtung der Netzschalter
vom Hilfsmotor unter Vermittlung einer elektromagnetischen Kupplung gesteuert, deren
Stromkreis vom Anlasser eingeschaltet wird. Wenn beim Anlassen des Motors der Anlasser
seine Schaltbewegung beginnt, schließt er den Stromkreis eines Elektromagnets, der
das von dem Hilfsmotor bewegte Getriebe so mit der Welle des Netzschalters verkuppelt,
daß auch sie gedreht und damit der Netzschalter eingeschaltet wird. Die gleiche
Vorrichtung kann auch gleichzeitig zur Bedienung des Ausblaseventils benutzt werden,
welches dazu dient, den Motor im Leerlauf anzulassen. Der Elektromagnet spannt beispielsweise
Federn, welche das Leerlaufventil schließen, sobald von der Schaltbrücke des Anlassers
eine Sperrvorrichtung gelöst wird. In der Endstellung des Anlassers öffnet diese
im übrigen den Stromkreis des Hilfsmotors und setzt ihn damit still.
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Der Betriebsmotor wird durch Stromlosmachen des , Elektromagnets abgeschaltet.
Wenn dessen Anker herabfällt, wird die Netzschalterwelle zurückgedreht, der Netzschalter
also geöffnet. Gleichzeitig geht das Steuerventil in die Leerlauflage zurück.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt.
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Abb. = zeigt die Gesamtvorrichtung, Abb.2 den Steuermagnet mit der
angeschlossenen Hebelübersetzung in Vorderansicht, Abb. 3 eine dazugehörige Seitenansicht,
Abb. 4 den Steuermagnet mit der Schaltvorrichtung für den Leerlauf in Vorderansicht,
Abb. 5 einen dazugehörigen Schnitt.
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Durch das Schließen des Schalters x, der beim selbsttätigen -Betrieb
als Druck-, Schwimmer-, Druckknopf- oder Anschlagscbalter ausgebildet ist, bekommt
der Hilfsmotor 2 über die Leitung a, b, c, d, e Strom. Durch die Schnecke
3, Schneckenrad. 4 und Pleuelstange 5 wird die Schaltstange 6 auf und ab bewegt.
Bei der Abwärtsbewegung wird das Sperrad 7 von der Klinke 8 jedesmal um einen Zahn
weiterbewegt. Sobald die Brücke g den Anfangskontakt ro erreicht hat, schließt sie
den Schalter =z und damit den Stromkreis des Magnets 12 über die . Leitung
f, g, k, i; der Kern des Magnets wird also angezogen, und unter dem Einfluß
einer unten näher beschriebenen Sperrvorrichtung 13, 18, 23 wird der Hauptschalter
14 von der Schalt-
Stange 6 eingeschaltet. Der Motor 15 bekommt
Strom und läuft an. Durch die Auf- und Abwärtsbewegung der Schaltstange 6 wird bei
jedesmaliger Drehung des Schneckenrades 4 das Sperrad und somit auch der Anlasser
um einen Zahn im .Uhrzeigersinn gedreht,. bis auf den letzten Kontakt. Hier wird
der Hilfsmotor 2 durch Öffnung des Schalters 16 von der Brücke 9 ausgeschaltet.
Der Motor =5 hat die volle Umdrehungszahl. Soll die Vorrichtung ausschalten, - so
wird der Stromkreis des Magnets 12 unterbrochen, dessen Kern abfällt und die Sperrklinkex3
löst; der Hauptschalter i4 fällt ab, die Anlage steht.
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Der Kern des Magnets 12 verbindet in der oberen und unteren Stellung
je 2 Kontaktstücke, so daß in der oberen ein neuer Stromkreis für den in der Nullstellung
des- Anlassers anziehenden Magnet gebildet wird und ebenso in der unteren Stellung
für den in der Endstellung vom Anlasser abgeschalteten Hilfsmotor. Wenn der Schalter
z wieder geschlossen wird, beginnt ein neuer Anlaßvorgang, wie oben beschrieben.
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Die erwähnte Sperrklinke 13 wirkt als Schloß eines Nullspännungsschalters.
Sie hat den großen Vorteil der Einfachheit und enthält keine Federn. Ist der Magnet
zz stromlos;-' so daß der Hebel 17 und der Nocken 18 nicht in Schaltstellung sind,
so wird durch die auf-und abwärts gehende , Schaltstange 6 über die Laschen =9,
2o, 21, 22 der Hebel 23 gedreht, und zwar an dem Nöcken 18 vorbei; dadurch wird
der Schalter 1q. nicht beeinflußt. Hat dagegen der Magnet 12 angezogen, so versperrt
der . Nocken 18 dem Hebel 23 den Weg, so daß durch die aufwärts gehende Schaltstange
über die Laschen der Hebel 24 gedreht wird. Derselbe sitzt fest auf der Schalterwelle,
somit wird auch der Schalter 14 eingeschaltet. Die Laschen 2z, 22 werden wie ein.
Kniegelenk in die Totstellung gedrückt, so daß, wenn die Schaltstange die Abwärtsbewegung
macht, der Schalter nicht ausschalten kann. Derselbe wird nur ausgeschaltet, wenn
der Nocken 18 von dem abfallenden Kern des Magnets zurückgezogen wird.
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Zur Vermeidung jeglicher Funkenbildung sind die Kontakte des Anlassers
einseitig mit einer Abrundung versehen, so daß beim Drehen der Brücke 9 der Kontakthammer
26 von der Feder 27 über die Ecke 28 schlagartig auf den nächsten Kontakt gezogen
wird.
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Bei Verdichtern oder Pumpen, die bekanntlich im Leerlauf angelassen
werden, wird das Leerlaufventil 29 (Abb. 5) gleichzeitig vom Magnet 12 bewegt. Von
dem Ventilgehäuse 29 gehen zwei Kanäle aus, von denen der obere zum Druckkessel
und der untere zu einem Zylinder mit Druckkolben führt, durch welchen in bekannter
Weise ein Leerlaufventil geöffnet werden kann. Wenn zum Einschalten des Schalters
14 der Magnet =2 anzieht, werden zunächst nur die beiden Führungsbolzen 33 angezogen
und die Federn 34 gespannt. Die Spindel 30 wird dabei durch den Klinkenhebel
32 festgehalten. Es bleiben somit die beiden Luftkanäle noch miteinander verbunden,
so daß die zur Leerlaufvorrichtung führende Leitung unter Drück steht und das Leerlaufventil
geöffnet bleibt. Die Maschine läuft .also beim Anlassen leer. Hat nun der Motor
die volle Umdrehungszahl und der Anlasser seine Endstellung erreicht, so drückt
die Schalterbrücke 9 auf den Hebel 32, so daß die Spindel 3o freigegeben wird. Die
Federn 34 drücken die Platte 35 und mit dieser die Ventilnadel 31 nach oben. Damit
werden die beiden vom Gehäuse 29 ausgehenden Leitungen voneinander getrennt, und
es kann nunmehr die in der unteren Leitung befindliche Druckluft entweichen; da
die Ventilstange die Bohrung des Verschlußstückes 36 nicht völlig. ausfüllt. Die
Leerlaufvörrichtung wird damit ausgeschaltet. .
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Um den Apparat bei Überstrom so auszuschalten, daß er nicht wieder
selbsttätig einschalten kann, ist folgende Anordnung getroffen Die Relais 37 ziehen
bei Überstrom an; dadurch werden bei n die beiden Kontakte überbrückt, so daß, wenn
das eine oder andere Relais anzieht, ein neuer Stromkreis über Leitung o, P, q über
Widerstand y gebildet wird. Der Widerstand ist so bemessen, daß in dem neuen-, parallel
in. den Stromkreisen des Hilfsmotors bzw. Magnets geschalteten Stromkreis ein höherer
Strom fließt, der einen bei 38 in die Leitung einzuschaltenden Maximalschalter zum
Auslösen -bringt: