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Notstromanlage mit einem von einer Brennkraftmaschine angetriebenen
Hilfsstromerzeuger Die Erfindung betrifft eine sich selbsttätig ein- und ausschaltende
Notstromanlage mit einem von einer Brennkraftmaschine angetriebenen Hilfsstromerzeuger
und mit, einem Steuerelektromotor, der von einer behelfsmäßigen Gleichstromduelle,
wie z. B. einer Batterie, gespeist und bef Unterbrechung des Netzstromes durch ein
Relais selbsttätig eingeschaltet wird.
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Wesentlich für den Erfindungsgegenstand ist es, daß alle Stromkreise
für die Steuerung des Umlaufes dieses Steuerelektromotors durch einen Steuerschalter
betätigt werden, und zwar .so, daß der Steuerelektromotor über eine Elektromagnetkupplung
diesen Steuerschalter antreibt, der wahlweise die Stromkreise für den Steuerelektromotor
und die Erregung der Kupplung öffnet und der mit einer Steuerwelle für die Druckluftanlaßventile
und die Brennstoffpumpe verbunden ist. Dabei ist ein Zeitschalter vorgesehen, der
einen Stromkreis schließt, sobald die Brennkraftmaschine eine bestimmte Drehzahl
erreicht hat.
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Kennzeichnend für den Erfindungsgegenstand ist weiterhin, daß der
Steuerschalter über eine Magnetwicklung einen Umschalter für den Ankerstromkreis
des Steuerelektromotors betätigt, so daß die Drehrichtung dieses Steuerelektromotors
umsteuerbar ist durch Ein- und Ausschaltung des Stromkreises in der Magnetwicklung.
Bei den bekannten Notstromanlagen wird die Brennkraftmaschine angeworfen, wenn der
Netzstrom in der Hauptleitung unterbrochen wird, und sie wird angehalten, sobald
der Netzstrom in der Hauptleitung wieder zu fließen beginnt. Das Anwerfen und Anhalten
der Brennkraftmaschine wird also unmittelbar vom Netzstrom der Hauptleitung beeinflußt.
Es wird deshalb beim schnell aufeinanderfolgenden öffnen und Schließen des Netzstromkreises
die Brennkraftmaschine mehrere Male angeworfen und angehalten. Daraus ergeben sich
im allgemeinen Nachteile. Wird z. B. zum Anlassen der Brennkraftmaschine Druckluft
verwendet, so wird durch das häufig wiederholte Anlassen der Vorrat an Druckluft
erschöpft, so daß beim nächsten Mal die Anlage wegen Fehlens der zum Anlassen notwendigen
Druckluft versagt. Ein weiteres Kennzeichen des Erfindungsgegenstandes besteht nun
darin, daß zwar das Anlassen der Brennkraftmaschine unter dem unmittelbaren Einfluß
des Netzstromes steht, daß dies aber beim Anhalten der Brennkraftmaschine nicht
mehr der Fall ist, sondern daß das Anhalten bis zu einem gewissen Grade unabhängig
vom Netzstrom durch die Betätigung des Steuerschalters erfolgt. Dadurch ist es möglich,
die Brennhraftmaschine nach einmaligem Anlassen nicht eher anzuhalten, als bis sie
bestimmte Arbeitsbedingungen erreicht hat, und zwar
bis sie z. B.
durch einen von ihr angetriebenen Kompressor den Druckluftbehälter wieder nachgefüllt
hat. Durch diese Anordnunk ist die Gefahr eines Versagens der @\otstrom@ anlage
infolge Mangels an Druckluft beseitig*t,e Der Steuerschalter gemäß der Erfindung
besteht aus mehreren festen Kontakten der verschiedenen Stromkreise für Relais und
Zeitschalter sowie aus beweglichen Überbrückungskontakten, die auf einer mit der
Ventilsteuerwelle der Brennkraftmaschine gekuppelteji Spindel angeordnet sind, wobei
die festen und die Überbrückungskontakte die zugehörigen Stromkreise schrittweise
während eines bestimmten Drehwinkels der Welle öffnen und schließen.
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Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
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Abb. i zeigt das Schaltungsschema für die allgemeine Anordnung, der
verschiedenen Einzelteile.
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Abb. 2 zeigt einen Schnitt durch den Motor -Lind die Magnetkupplung
sowie die Verbindung zwischen der I1!lotorwelle und dem Steuerschalter.
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Abb.3 ist ein Schnitt durch den Steuerschalter.
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Abb.4 zeigt schaubildlich das Druckluftanlaßventilgehäuse, die Brennstoffpumpe
und deren Antriebsvorrichtung.
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Abb. 5 zeigt einen Schnitt durch den Zeitschalter.
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Abb. 6 ist eine Ansicht einer Maschine, die finit einem Stromerzeuger
und der Vorrichtung gemäß der Erfindung versehen ist.
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Den Stromzufluß zu einem Motor 111 mit einer Feldwicklung F und einer
Magnetkupplung C steuern Relais La, Lb, Lc und Ld, die finit einem Steuerschalter
S zusammenwirken. Sobald die Maschine eine bestimmte Umlaufgeschwindigkeit erreicht,
kommen sogenannte Zeitschalter Ga und Gb zur Wirkung, die die elektrischenVerbindungen
in derVorrichtung ändern.
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Es sei nun angenommen, daß die äußeren Verhältnisse sich ändern, z.
B. daß die Hauptstromquelle plötzlich versagt oder daß der Wasserspiegel in einem
Wehr zufällig zu hoch steigt und eine Schleuse für den Wasserauslaß (die von einer
Dieselmaschine betätigt wird) so schnell wie möglich geöffnet werden muß, dann soll
der Hilfsstromerzeuger eingeschaltet werden. In solchen Fällen ändert das Relais
La die Verbindung der elektrischen Stromkreise, .derart; daß ein kleiner
Steuermotor 111 anläuft und gleichzeitig die Magnetkupplung C den Motor mit der
Spindel des Steuerschalters S verbindet. Infolgedessen wird ein an dieser Spindel
angebrachter Arm durch ein Schneckengetriebe mit verminderter Geschwindigkeit in
Umlauf versetzt.
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Die Spindel ist mechanisch mit einer .Ventilsteuerwelle der Maschine
verbunden, so '.tlä'ß, wenn der Arm an der Spindel eine bestimmte Stellung erreicht,
das Druckluftanlaßventil geöffnet und die Dieselmaschine durch Druckluft in Umdrehung
versetzt wird. Mittlerweile ist der Stromkreis des Steuermotors 1! geöffnet und
so der Motor angehalten worden. Sobald der Dieselmotor eine bestimmte Umlaufgeschwindigkeit
erreicht, ändert die Vorrichtung Ga die Verbindung eines Stromkreises, so daß der
Motor wieder anläuft und der Arm des Stromunterbrechers sowie die Ventilsteuerwelle
in eine solche Stellung gedreht werden, daß durch eine Brennstoffpumpe der Brennstoff
in den Motorzylinder eingeführt wird. Dadurch wird die Geschwindigkeit des Dieselmotars
erhöht. Währenddessen wird der Stromkreis mit dem Motor wieder unterbrochen. Wenn
der Dieselmotor seine Betriebsdrehzahl erreicht, verbindet eine zweite Vorrichtung
Gb den Stromkreis des Motors, und dieser wird zum dritten Male in Umdrehung versetzt,
bis der Arm des Steuerschalters und die Ventilsteuerwelle in Betriebsstellung des
Dieselmotors kommen, in der der Stromkreis für den Motor offen bleibt und damit
der Anlaßvorgang beendet ist.
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Wenn die normalen Verhältnisse wiederhergestellt sind, z. B. die Hauptstromquelle
wieder die Außenleitung speist, ändert das Relais La, die Verbindung des
elektrischen Kreises, und der Motor 111 läuft in entgegengesetzter Richtung um,
bis der Arm des Stromsteuerschalters wieder seine Anfangsstellung erreicht hat.
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Zur Ausführung dieser Steuervorgänge gemäß der Erfindung sind nur
einige wenige Sekunden erforderlich. Die Einzelheiten der Steuereinrichtung werden
im folgenden beschrieben: Ein Winkelhebel i (Abb. i) hat zwei Kontaktstücke 2, 3
an einem Schenkel und ein Eisenstück d. an dem anderen Schenkel. Dieses ist der
Anker für die Magnetwicklung 5 des Relais La. Durch die Wicklung 5 fließt
der Strom von der Außenleitung, so daß das Eisenstück q. angezogen gehalten wird,
solange normale Betriebsverhältnisse herrschen.
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Bei dein dargestellten Beispiel wird der Winkelhebel i von einem Relais
gesteuert. Selbstverständlich kann zur Steuerung auch ein anderes elektrisches oder
mechanisches Mittel verwendet werden. Wenn z. B. die Maschine zur Steuerung des
Wasserspiegels eines Wehres dient, kann der Winkelhebel durch einen im Wehr vorgesehenen
Schwimmer betätigt werden.
Wenn zufällig der Strom in der Außenleitung
plötzlich unterbrochen wird, verliert der Magnet 5 seine Erregung, so daß der Winkelhebel
i unter Wirkung einer Feder 6 ver schwenkt und dadurch das Kontaktstück 2 von den
Kontakten 7a und 7b entfernt wird, während das Kontaktstück 3 die Kontakte 8,1 und
8b schließt. Der Winkelhebel i kommt also in die Stellung gemäß Abb. i.
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Der Steuerschalter S besteht aus einer ortsfesten Scheibe und einem
Schwenkarie 16, der an einer Spindel 17 angebracht ist (vgl. Abb. 3). Die Spindel
17 ist in der Mitte der Scheibe gelagert. Die Scheibe besteht aus Isolierstoff und
trägt Kontakte 9 bis i i und 13 bis 15 (Abb. i) sowie ein Stück 12. Die Kontakte
9 bis 12 liegen auf demselben Kreis, während die Kontakte 13 -und 14 auf zwei konzentrischen
Kreisen angeordnet sind.
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Der Schwenkarm 16 ist aus Isolierstoff und trägt zwei Kontakte 16a
und 16v, die elektrisch leitend miteinander verbunden sind: Der Kontakt 16a berührt,
wenn der Arm über die Scheibe geschwenkt wird, nacheinander die Kontakte 9 bis 12,
er berührt dagegen nicht die Kontakte 13 und 14. Der Arm hat noch ein anderes Kontaktstück
16c, das an ihm befestigt, jedoch von ihm isoliert ist und das die beiden Stücke
13 und 14 überbrücken kann. Der Kontakt 16b berührt den Kontakt 15, während der
Kontakt 16a einen der Kontakte 9, io oder i i berührt, aber der Teil 1611 verläßt
den Teil 15, wenn der Kontakt i6a den Teil ii verläßt. Die Kontakte 13 und 14 sind
durch die Brücke i 6c miteinander leitend verbunden, wenn der Kontakt 16a die Teile
io, i i oder 12 berührt. Die Teile 13, 14 sind aber nicht miteinander verbunden,
wenn der Arm 16 seine Endstellung gemäß Abb. i an dem Teil 9 erreicht hat.
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Der Arm 16 ist über die Magnetwicklung 18 des Relais Lb mit einer
Sammelschiene N einer Gleichstromquelle z-erbunden, die z. B. aus einer Batterie
oder einem Gleichstromnetz bestehen kann. Die Kontakte 9, 10, 11,
13, 14 und
15 sind je entsprechend verbunden mit dem Kontakt i9@ eines Umschalters R über die
Magnetwicklung 47 eines Relais Lc, mit einem Kontakt 4o der- Vorrichtung Ga, mit,
einem Kontakt 44 einer anderen Vorrichtung Gb, mit dein Kontakt 7b über die Magnetwicklung
48 des Relais Ld, mit dem Kontakt 2o des Umschalters und mit dem Kontakt8b (vgl.
Abb. i). Der Umschalter R wird von dem Relais Lb gesteuert. Dieser Schalter hat
acht ortsfeste Kontakte i9@ bis 26 und vier bewegliche Kontakte 27 bis 30. Diese
und ein Eisenstück 31 bilden den Anker einer Magnetwicklung 18 des Relais Lb und
sind an einem Isolierrabinen montiert, der unter der @@iirkung einer Feder 32 die
Stellung nach Abb. i einnimmt, wenn die Wicklung 18 nicht erregt wird. In dieser
Stellung berühren die Kontakte 27, 29 und 30 die Kontakte 20, 2.:1 und 26,
während der Kontakt 28 die Kontakte 21 und 22 nicht schließt.
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Der Kontakt 2I ist bei 46 an den den Kontakt 8b und den Teil 15 enthaltenden
Stromkreis angeschlossen. Der Kontakt 22 ist über einen NotschalterE mit einer SaininelschieneP
verbunden. Die Kontakte 23 und 26 sowie die Kontakte 241 und 25 sind miteinander
verbunden. Die Kontakte 27 und 29 sind bei 33 und der Kontakt 30 ist bei
34 an den Stromkreis für die Magnetkupplung C und das Feld F angeschlossen. Dieser
Stromkreis geht aus von der Sammelschiene 1V und enthält das Feld F des Motors 31
sowie die Magnetkupplung C in Parallel- oder Reihenschaltung und endet bei der anderen
Sammelschiene P über die Relais Lc oder Ld, so daß der Stromkreis geschlossen ist,
wenn das eine dieser beiden Relais betätigt wird. Die Richtung des Stroines in dem
Kreis für den Motor M wird aber, wie weiter unten beschrieben, umgekehrt.
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An dem Relais Lc ist ein Kontakt 35 und ein Kontakthebel 36 angeordnet,
während das Relais Ld einen Kontakt 37 und einen Kontakthebel 38 hat. Die beiden
Hebel 36 und 38 sind parallel mit der Sammelschiene P verbunden.
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Die Vorrichtungen Ga und Gb werden von der Hauptmaschine angetrieben.
Sobald die Maschine eine solche Umlaufgeschwindigkeit erreicht, daß der Brennstoff
gerade in den "Zylinder eingeführt werden soll, berührt der bewegliche Kontakt 39
der Vorrichtung Ga
die Kontakte 40 und 41. Wenn die Maschine die Betriebsgeschwindigkeit
erreicht oder nahe daran ist, wird die Vorrichtung Gb betätigt, und der 1*-,vegliche
Kontakt 42 berührt die Kontakte 43 und 44. Die Kontakte 4.1 und 43 sind bei 45 mit
dem Stromkreis verbunden, der den Teil 9 und die Wicklung 47 des Relais Lc enthält.
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Normalerweise hat der Arm 16 des Steuerschalters seine Endlage gemäß
Abb. i inne. Er liegt also am äußersten Ende des Teiles 9. Wenn die normalen Betriebsverhältnisse
irgendwie gestört werden, nimmt der Winkelhebel i die Stellung nach Abb. i ein,
so daß der Kontakt 3 die Kontakte 8a und 8b überbrückt, d. h. den Stromkreis schließt,
der folgende Teile enthält: Die Sammelschiene P, den Notschalter E, die Kontakte
8a, 8b, die Verbindungsteile 15 des Steuerschalters, den Schwenkarm 16, die Wicklung
i8 des Relais Lb und die Sammelschiene 1N. DieWicklung 18 wird infolgedessen erregt,
das Relais Lb zieht das Eisenstück 31 zusammen mit dem Kontaktrahmen an.' Infolgedessen
kommen die Kontakte i9 und 27, 21, 22 und
28, 23 und 29 sowie 25
und 3o miteinander in Berührung. Es wird infolgedessen folgender Stromkreis geschlossen:
Sammelschiene P, Notschalter E, Kontakte 811, 8b, 15, 16, 9, 45, Wicklung 47, Kontakte
19 des Umschalters, 27, 33 und Sammelschiene N.
Das in diesem Stromkreis liegende
Relais Lc wird also erregt.
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Der Kontakthebel 36 des Relais 37 wird angezogen, .also an :den Kontakt
35 gebracht, und. damit folgender Stromkreis geschlossen: SammelschieneP, 36, 35,
Magnetkupplung C (und parallel dazu Feld F) und Sammelschiene N. Gleichzeitig werden
zwei weitere Stromkreise geschlossen, nämlich der eine: Sammelschiene P, 36, 35,
34, Verbindungsstück 3o des Umschalters, 25, 24, Motor M, Kontakte 26 und 23, Teil
29, 33 und Sammelschiene N; und der andere: Sammelschiene P, Notschalter
E, Kontakte 22, 28, 21, 46, Verbindungsstück 15 des Steuerschalters, Arm 16, Wicklung
18 des Relais Lb und Sammelschiene N. Die beiden ersten Stromkreise sind für den
Motor I1bI, das Feld F und die Kupplung, während der dritte Stromkreis zur zusätzlichen
Erregung der Wicklung 18 des Relais Lb dient.
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Der Motor 11i1 läuft also an und treibt die Spindel 17 in Richtung
des Pfeiles 49 (Abb. i) mit verminderter Geschwindigkeit, bis der Kontakt 16« an
dem Arm 16 nach Verlassen des Teiles 9 den Teil io berührt. Es wird dann folgender
Stromkreis unterbrochen: Sammelschiene P, Schalter E, 811, 8b, der Teil 15, Arm
16, Teil 9, Wicklung 47, Teil 27, funkt 33 und Sammelschiene N. Infolgedessen wird
derjenige Stromkreis, der den Kontakthebel 36 und den Kontakt 35 des Relais Lc enthält,
unterbrochen, dadurch die Kupplung ausgeschaltet ued der :Motor zum Stehen gebracht.
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Wenn die Spindel 17 sich so weit gedreht hat, daß der Kontakt 16a
den Teil io berührt, öffnet eine mit der Spindel 17 verbundene Steuerwelle
der Maschine das Druckluftventil zum Anlassen der Maschine, so daß diese durch Druckluft,
wie bei Dieselmaschinen üblich, angeworfen wird. Sobald die Maschine eine Geschwindigkeit
erreicht, bei der mit dem Einführen des Brennstoffes in die Motorzylinder zu beginnen
ist, wird die Vorrichtung Ga betätigt. Es werden dadurch die Kontakte 40 und 41
verbunden, wodurch der (die Wicklung 47 des Relais Lc enthaltende) offene Stromkreis
wieder über den Arm 16, den Teil io und die Kontakte 4o und 41 geschlossen wird.
Dies hat das Wiederanlaufen des Motors t117 zur Folge. Die Spindel wird also wieder
weitergedreht, bis der Kontakt 16a den Kontakt io verläßt und den Kontakt i i berührt,
d. h. daß der Motorstrom zwischen dein Kontakt fo und dem Arm 16 unterbrochen, der
Motor also wieder angehalten wird. In dieser Stellung fährt die Brennstoffpumpe
fort, Brennstoff in den Motorzylinder einzuführen, und das Anlaßventil wird geschlossen.
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Wenn der Motor weiterbeschleunigt wird und nahezu die Betriebsdrehzahl
erreicht bat, werden die Kontakte 43 und 44 durch die Vorrichtung Gb geschlossen.
Dadurch wird auch der obenerwäbnte Stromkreis wieder geschlossen, und der Motor
lid treibt die Spindel 17 weiter, bis der Kontakt 16a den Kontakt i i und der Kontakt
i 6b den Kontakt 15 verläßt. Wenn der Kontakt 16a den Teil 12 erreicht, bleibt der
Kreis des Relais Lc offen, wodurch die Kreise für den Motor, seine Feld-,vicklung
und die Magnetkupplung geöffnet werden. Der Stromkreis wird außerdem zwischen dem
Teil 15 und dem Arm 16 unterbrochen, so daß der Umschalter wieder seine Ausgangsstellung
nach Abb. i einnimmt. 'Der Motor läuft dann mit seiner Betriebsdrehzahl.
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Sobald die normalen äußeren Verhältnisse wiederhergestellt sind, die
Außenleitung also wieder von der Hauptstrornquelle gespeist wird, wird der Winkelhebel
i von der Wicklung 5 angezogen, so daß der Kontakt :2 die Kontakte 711 und 7b wieder
überbrückt und damit folgenden Stromkreis schließt: -Sammelschiene P, Kontakte 711,
7b, Wicklung 48 des Relais Ld, Kontakte 13, 16,# und 14 des Steuerschalters, Kontakt
2o und 27 des Umschalters 33 und Sammelschiene N. Durch diesen Stromschluß kommt
der Kontakthebel 38 des Relais Ld in Berührung mit dem Kontakt 37 und schließt dadurch
den Motorstromkreis, den Kreis für sein Feld und die Kupplung, gerade wie das Relais
L c es tut. In diesem Fall jedoch wird der Umschalter nicht betätigt, so daß der
Motorstrom in entgegengesetzter Richtung fließt, im Vergleich zu dem Falle, in dem
das Relais Lc betätigt wird.
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Aus diesem Grunde läuft der Motor I17 in entgegengesetzter Richtung
um, die Spindel 17 führt also den Arm 16 wieder zurück, bis der Kontakt 1611 wieder
über die Teile ii und io hinweg an das $nde des Teiles 9 gelangt. Infolgedessen
wird die Brennstoffeinführung unterbrochen, und die Ventilsteuervorrichtung geht
über die Stellung für die Betätigung des Druckluftventils hinweg, so daß die Dieselmaschine
stillgesetzt wird. Wenn der Kontakt 16a am Ende des Teiles 9 angelangt ist, ist
auch der das Relais Ldenthaltende Stromkreis zwischen den Kontakten 13 und 14 wieder
unterbrochen, womit also der Strom für den Steuermotor @1l ausgeschaltet ist.
Da
der Zusatzstromkreis für das Relais Lb geschlossen bleibt, solange der Kontakt 16b
den Kontakt 15 berührt, so kehrt der Umschalter R nicht in seine Normalstellung
zurück, auch wenn der Winkelhebel i die Kontakte 7a und 7b überbrückt, während der
Arm 16 beim Anlassen der Maschine über die '[eile 9, io und ii bewegt
wird. Mit anderen Worten: Der Motor wird bis auf seine Betriebsdrehzahl angelassen,
wenn die Kontakte a und 711 einmal geöffnet bzw. , die Kontakte 8a und 811
einmal geschlossen worden sind. Der Motor würde sonst mehrere Male den Anlaß- und
Anhaltevorgang wiederholen, wenn der Hauptstrom wiederholt unterbrochen wird, bevor
die Maschine bis auf ihre Betriebsdrehzahl beschleunigt worden ist. Es könnte dann
der zum Anlassen der Maschine aufgespeicherte Druckluftvorrat leicht erschöpft werden.
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Die Welle des Motors 11,T ist -mit der Spindel 5o einer Schnecke 51
mittels einer Reibungskupplung 52 gekuppelt (Abb. 2). Das andere Ende der Spindel
5o berührt eine Spindel54, die sich durch eine Magnetspule ::3 erstreckt und eine
Ankerplatte 5q.a trägt. Die Spindel 5o ist mittels eines Federkeiles axial verschiebbar
mit der Schneckennabe verbunden und wird ständig nach rechts gedrückt, und zwar
mittels einer Feder 55, um die Reibscheibe der Kupplung an der Fläche des Maschinenrahmens
zu bremsen. Die Feder 55 ist eingeschaltet zwischen den Rahaneii und einen an der
Spindel befestigten Flansch. Auf diese Weise wird die Kupplung außer Eingriff gehalten,
und die Ankerplatte 54.a wird in kleinem Abstand von dem äußeren Ende der Magnetspule
53 gehalten, solange diese nicht erregt wird.
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Mit der Schnecke 51 steht ein Schneckenrad 56 in Eingriff. Dieses
ist an der Spindel 17 des SteuerschZlters.S befestigt. Mit der Spindel 17 ist ,auch
die Ventilsteuerlvelle 58 (vgl. Abb. 3 und ¢) verbunden.
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Eine Isolierscheibe 59 ist an einem Ansatz des Gehäuses 57 für den
Steuerschalter befestigt (Abb.3). Die Spindel 17 ist durch die Mitte dieser Scheibe
hindurchgeführt. Auf der Scheibe sind die Kontaktstücke 9 bis 15 verteilt. Am Ende
der Spindel ist der Arm 16-befestigt.
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Die Ventilsteuerwelle 58 ragt in das Ventilgehäuse der Verbrennungsmaschine
hinein (Abb.4) und trägt einen Steuernocken 6o für die. Druckluft und einen Steuernocken
61 für den Brennstoff. Von dem Nocken 6o wird ein in die Druckluftleitung eingebautes
Ventil 62 gesteuert. Die Luftleitung führt von einem nicht dargestellten Druckluftbehälter
zu dein Ventilgehäuse 64. der Maschine. Von dem Ventilgehäuse führt zu den nicht
dargestellten Motorzylindern eine Luftleitung 69. .Der andere Steuernocken 61 der
Steuerwelle 58 wirkt auf ein Ventil 65 ein, das die Offnung eines Nebenkanales 66
steuert. Wenn der Nebenkanal geöffnet ist, kehrt der von einer Ölpumpe 67 geförderte
Brennstoff wieder auf die Ansaugseite der Pumpe zurück, so daß der Brennstoff nicht
durch das Rohr 68 zu den Motorzylindern gefördert wird.
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Die Nocken 6o, 61 sind so auf der Steuerwelle 58 angeordnet, daß die
Steuerung der Ventile 62 und 65 zur rechten Zeit erfolgt entsprechend der Bewegung
des Armes 16 in bezug auf die Kontakte des Steuerschalters S.
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Ein Beispiel für die beiden Zeitschalter Ga
und Gb zeigt Abb.
5. Von der Maschine wird mittels einer Riemenscheibe 70 eine Spindel 71 mit
einem Zentrifugalregler 72 angetrieben. Durch diesen wird ein Kontakthebel 73, 39
angehoben, um die Kontakte 40 und 41 zu überbrücken, sobald die Spindel 71 eine
bestimmte Umfangsgeschwindigkeit erreicht hat.
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Der Notschalter E (Abb. i) besteht aus einem Kontakthebel 74 und zwei
Kontakten und 76. Der Schalter liegt in einem Stromkreis in Reihe mit den Kontakten
8a und 8b, wenn der Schalthebel auf den Kontakt 75. eingestellt ist. Dieser Schalter
liegt auch in Reihe mit den Kontakten 21 und 22 des Umschalters. Im Notfall wird
der Kontakthebel 74 auf den Kontakt 76 verschwenkt und der Stromkreis der Wicklung
48 geschlossen. Gleichzeitig werden der Stromkreis mit den Kontakten 8a und Sb sowie
ein anderer Kreis mit den Kontakten 21 und :22 geöffnet, unabhängig von der Stellung
des Winkelhebels i und des Umschalters R. `Fenn ein mechanischer Regler für die
Verstellung des Hebels 74 von dem Kontakt 7 5 auf den Kontakt 76 vorgesehen ist,
sobald die Maschine die normale Betriebsgeschwindigkeit überschreitet, dann wird
das Relais L d erregt, und die Maschine hält an.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 6 ist der Dieselmotor A unmittelbar
mit dem Stromerzeuger D gekuppelt. Der Umschalter ist in einem Gehäuse O untergebracht,
während der Zeitschalter von einem Gehäuse T umgeben ist. T' ist das Ventilgehäuse-
des Motors A, und W ist ein Schaltkasten. Alle diese Vorrichtungen
sind auf eine an.dem Stromerzeuger befestigte Grundplatte aufgesetzt.
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Abb. i stellt nur ein Schema der Vorrichtung zur Erläuterung ihres
Prinzips dar. Bei der praktischen Ausführung wird zweckmäßig der Winkelhebel i mit
einem geeigneten Stoßdämpfer ausgerüstet, um empfindliche Schwingungen des Winkelhebels
beim
schnellen Öffnen und Schließen des äußeren Stromes zu vermeiden.
Es ist weiter zweckmäßig, die Relais Lc und Ld so auszuführen, daß die Stromkreise
für das Feld F Vnd den Motor M etwas früher geschlossen werden als für die Kupplung
C, damit diese eingeschaltet wird, wenn der Motor schon beschleunigt worden ist.
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Der Steuerschalter kann aus mehreren an der Spindel befestigten. Kämmen
hergestellt werden, wobei jeder Kamm die Öffnung des betreffenden Kontaktes zwischen
den Enden der verschiedenen Stromkreise bewirkt. Hierbei kann die Öffnungszeit jedes
Kreises durch Veränderung der Stellung des entsprechenden Kammes auf der 'Spindel
leicht geregelt werden.
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Andere Hilfsmittel, wie z. B. Überwachungslampen, Prüfschalter, Meßgeräte
u. dgl., können auf einem Schaltbrett, einer Schalttafel o. dgl. angebracht werden.
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Wenn in dem Kreis mit der Wicklung 5 ein Schalter vorgesehen ist,
kann die Vorrichtung jederzeit darauf geprüft werden, ob sie im Bedarfsfalle zuverlässig
arbeitet. Wenn, ein in die Leitung zwischen dem Kontakt 7a und der Sammelschiene
P eingebauter Schalter geöffnet wird, während die Maschine läuft, so arbeitet diese
weiter, auch wenn die Wicklung 5 erregt wird, so daß die Kontakte 7" und
7b durch das Kontaktstück 2 miteinander verbunden werden. Wenn ein in den Kreis
des Notschalters eingebauter Schalter geöffnet wird, wenn die Maschine läuft, kann
diese jederzeit angehalten werden.
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Nach Abb. 6 kann an der -,Welle 58 ein Handhebel H angebracht und
die Welle mit einer Kupplung ausgerüstet werden, so daß sie von der Spindel 17 abgeschaltet
und die Maschine von Hand angeworfen werden kann.