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DE549137C - Verfahren zur Herstellung von Aminohalogenanthrachinonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aminohalogenanthrachinonen

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Publication number
DE549137C
DE549137C DES88337D DES0088337D DE549137C DE 549137 C DE549137 C DE 549137C DE S88337 D DES88337 D DE S88337D DE S0088337 D DES0088337 D DE S0088337D DE 549137 C DE549137 C DE 549137C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amino
sulfuric acid
aminohalogenanthraquinones
ammonia
dichloroanthraquinone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES88337D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Scottish Dyes Ltd
Original Assignee
Scottish Dyes Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Scottish Dyes Ltd filed Critical Scottish Dyes Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE549137C publication Critical patent/DE549137C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C225/00Compounds containing amino groups and doubly—bound oxygen atoms bound to the same carbon skeleton, at least one of the doubly—bound oxygen atoms not being part of a —CHO group, e.g. amino ketones
    • C07C225/24Compounds containing amino groups and doubly—bound oxygen atoms bound to the same carbon skeleton, at least one of the doubly—bound oxygen atoms not being part of a —CHO group, e.g. amino ketones the carbon skeleton containing carbon atoms of quinone rings
    • C07C225/26Compounds containing amino groups and doubly—bound oxygen atoms bound to the same carbon skeleton, at least one of the doubly—bound oxygen atoms not being part of a —CHO group, e.g. amino ketones the carbon skeleton containing carbon atoms of quinone rings having amino groups bound to carbon atoms of quinone rings or of condensed ring systems containing quinone rings
    • C07C225/32Compounds containing amino groups and doubly—bound oxygen atoms bound to the same carbon skeleton, at least one of the doubly—bound oxygen atoms not being part of a —CHO group, e.g. amino ketones the carbon skeleton containing carbon atoms of quinone rings having amino groups bound to carbon atoms of quinone rings or of condensed ring systems containing quinone rings of condensed quinone ring systems formed by at least three rings
    • C07C225/34Amino anthraquinones
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/22Dyes with unsubstituted amino groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft die Herstellung von Aminohalogenanthrachinonen. Bisher stellte man z. B. i-Amino-s-chloranthrachinon aus dem Natriumsalz von Anthrachinonmono-asulfosäure durch Nitrierung her, wobei i-Nitroanthrachinon-5-sulfonsäure in einer Ausbeute erzielt wird, welche über 45 o/o nicht hinauszugehen scheint. Nach der Nitrierung wurden dann die isomeren Erzeugnisse voneinander getrennt, chloriert und reduziert.
Es ist ferner bereits bekannt, durch Umsetzung von Di- oder Polyhalogenanthrachinon mit Ammoniak die entsprechenden Di- oder Polyaminoanthrachinone zu erhalten.
Es hat sich nun herausgestellt, daß man, wenn diese Reaktion noch vor Ablauf, d. h. mitten im Verlauf, unterbrochen wird, Aminohalogenanthrachinone zusammen mit wechselnden Mengen von Diamino- oder Polyaminoverbindungen erhält.
Die Erfindung besteht demgemäß darin, daß man Di- oder Polyhalogenanthrachinone mit Ammoniak behandelt und die Reaktion unterbricht, ehe die Menge an gebildeten Di- bzw. Polyaminoverbindungen den Betrag der erzeugten Aminohalogenverbindungen übersteigt. Darauf kann man die gebildeten Arainohalogenanthrachinone aus der Reaktionsmasse unter Benutzung der Löslichkeitsunterschiede der Reaktionsprodukte in Schwefelsäure verschiedener Konzentrationen voneinander trennen.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die praktische Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung unter Anschluß der Trennungsverfahren für die Mischungskomponenten des Roherzeugnisses. Die Mengen sind in Gewichtsteilen angegeben.
Beispiel 1
Dieses Beispiel soll die Herstellung von i-Amino-5-chloranthrachinon aus i, 5-Dichloranthrachinon erläutern.
ι Teil i, 5-Dichloranthrachinon wird mit 10 Teilen I4°/Oigem Ammoniak in einem Eisenautoklaven gemischt und 6 Stunden lang auf 1700 gehalten. Bei der Abkühlung wird das feste Erzeugnis abgefiltert; das Ammoniak wird ausgewaschen und der Rückstand getrocknet. Es besteht aus ungefähr 4O°/0 i-Amino-s-chloranthrachinon, 10 bis χ5°/ο i) S'Diaminoanthrachinon und einem Rückstand, der nicht umgesetztes 1, 5-Dichloranthrachinon ist. Änderungen in der Konzentration und der Menge des verwendeten Ammoniaks, die Erhitzungszeit, die Tem-
peratur oder sogar der Werkstoff, aus dem der Autoklav hergestellt ist, beeinflussen die Mengenverhältnisse der Reaktionserzeugnisse Es kann jedoch im allgemeinen gesagt werden, daß, je größer der Prozentsatz an nicht umgesetztem i, 5-Dichloranthrachinon nach der Reaktion ist, um so höher das Verhältnis vom i-Amino-S-chloranthrachinon zum 1, S-Diaminoanthrachinon ist.
Die Trennung der in der erhaltenen Mischung vorliegenden Stoffe voneinander nimmt man mittels Schwefelsäure vor.
ι Teil der erhaltenen Mischung wird in 6 Teilen starker Schwefelsäure durch Erhitzen auf ioo° gelöst. Die Flüssigkeit verdünnt man dann mit Wasser bis zu einem Schwefelsäuregehalt von 8o°/0> kühlt darauf auf 8o° und filtriert. Das i, 5-Dichloranthrachinon bleibt auf dem Filter zurück. Das Filtrat läßt man abkühlen, bis das Sulfat des i-Amino-5-chloranthrachinons in reiner Form sich niedergeschlagen hat. Der Niederschlag wird abfiltriert und das Filtrat dann bis zu einem Schwefelsäuregehalt von ungefähr io°/0 verdünnt, wodurch eine Mischung von i-Amino-5-chloranthrachinon im Überschuß mit i, 5-Diaminoanthrachinon gefällt wird. Die Löslichkeit von 1, 5-Diaminoanthrachinon in 8o°/0iger Schwefelsäure ist höher als die von i-Amino-S-chloranthrachinon; doch kehrt sich das Verhältnis bei Anwendung stärkerer Säure um, in der 1, 5-Diaminoanthrachinon das weniger lösliche von den beiden ist. Daher wird die Trennung einer Mischung, die eine große Menge des Diaminoanthrachinons enthält, vorzugsweise so ausgeführt, daß sie in 3 bis 4 Teilen ioo°/0iger Schwefelsäure bei ioo° gelöst wird, worauf man die Lösung abkühlen läßt. Dabei kristallisiert die Hauptmenge des 1,5-Diaminoanthrachinons aus.
Beispiel 2
Dieses Beispiel bezieht sich auf die Herstel-♦5 lung von i-Amino-2-chloranthrachinon aus i, 2-Dichloranthrachinon.
10 Teile 1, 2-Dichloranthrachinon werden mit 100 Teilen 30°/Oigem Ammoniak zu einer Paste angerührt und in einen Eisenautoklaven, der mit einem Rührer versehen ist, eingebracht. Dann gibt man 1 Teil Cuprochlorid hinzu, schließt den Autoklaven und erhitzt unter Umrühren auf 1300 C, wobei diese Temperatur ungefähr 15 Stunden lang aufrechterhalten wird. Man kühlt dann die Beschickung ab, filtriert den Niederschlag aus, wäscht und trocknet.
Die Reinigung des i-Amino-2-chloranthrachinons kann ausgeführt werden, wie sie für i-Amino-S-chloranthrachinon beschrieben worden ist.
Beispiel 3
Dieses Beispiel bezieht sich auf die Verwendung von i, 8-Dichloranthrachinon als Ausgangsstoff.
10 Teile 1,8-Dichloranthrachinon und 100 Teile 2O°/0iges Ammoniak werden gründlich gemischt und in einen Eisenautoklaven eingebracht, der mit einem Rührer versehen ist. Die Reaktionsmasse wird unter Umrühren 6 Stunden lang auf 165 bis 1700 C erhitzt und dann abgekühlt. Der gebildete feste Körper wird abfiltriert, ausgewaschen und getrocknet. Die Trennung wird aus Schwefelsäure in gleicher Weise wie im Beispiel 1 beschrieben vorgenommen. Das Rohprodukt wird in Schwefelsäure gelöst und die Lösung auf 8o°/0ige Säure verdünnt. Man nitriert bei 8o° C und setzt die Säurestärke des FiI-trats auf 70 % herab. Man filtriert dann bei 20° C. Der bei dieser Filtration verbleibende Rückstand ist gereinigtes i-Amino-8-chloranthrachinon.
Beispiel 4
ι Teil i, 2, 3, 4-Tetrachloranthrachinon, 9 Teile Ammoniak, vom spez. Gewicht 0,88, und 0,1 Teil Cuprochlorid werden 6 Stunden lang auf 125 ° C erhitzt. Man läßt dann die go Masse abkühlen, filtriert und trocknet. Das Produkt ist das i-Amino-2,3,4-trichloranthrachinon. Die Reinigung erfolgt wie nach Beispiel 3. Das gereinigte Erzeugnis löst sich in Schwefelsäure mit gelblichen bis braunroten Farbtönen. Bei Zusatz von Borsäure zur Schwefelsäurelösung und Erhitzen erhält man eine blaurote Farbe; der Stoff löst sich in den meisten organischen Lösungsmitteln beim Erwärmen mit gelblichroter bis roter Farbe.
Beispiel 5
Dieses Beispiel stimmt im wesentlichen überein mit Beispiel 4 mit dem Unterschiede, daß die Erwärmung 6 Stunden lang bei 155 bis i6o° C ausgeführt wird. Das auf diese Weise erhaltene Erzeugnis ist das 1,4-D1-amino-2, 3-dichloranthrachinon.
Die Trennung entspricht der nach Beispiel 3, d. h. mit der Ausnahme, daß die zweite Filtration mit 6o°/0iger Säure bei 20° C durchgeführt wird. Wieder ist es die nach dieser zweiten Verdünnung erhaltene unlösliche Fraktion, welche den gewünschten Stoff enthält. Der Stoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit gelblichbrauner Farbe, die beim Zusatz von Borsäure in Purpur umschlägt. Die gleiche Farbänderung tritt beim Erwärmen ein. Beim Eingießen in Wasser nach dem Erwärmen fällt ein rötlichblauer Niederschlag aus, der sich in organi-
sehen Lösungsmitteln mit einer bläulichroten Farbe löst.
Die Erfindung ist nicht auf die Mengenverhältnisse oder die Bedingungen, die hier angegeben sind, beschränkt. Diese können verändert werden, um andere, das gewünschte Erzeugnis enthaltende Mischungen zu ergeben.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Aminohalogenanthrachinonen, dadurch gekennzeichnet, daß man Di- oder Polyhalogenanthrachinone mit Ammoniak behandelt und die Reaktion unterbricht, ehe die Menge an gebildeten Di- bzw. Polyatninoverbindungen den Betrag der erzeugten Aminohalogenverbindungen übersteigt, worauf gegebenenfalls die gebildeten Aminohalogenanthrachinone aus der Reaktionsmasse unter Benutzung der Löslichkeitsunterschiede der Reaktionsprodukte in Schwefelsäure verschiedener Konzentrationen voneinander getrennt werden.
DES88337D 1927-11-21 1928-11-13 Verfahren zur Herstellung von Aminohalogenanthrachinonen Expired DE549137C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB3125427A GB312289A (en) 1927-11-21 1927-11-21 Improvements in and relating to the manufacture of amino-halogen-anthraquinones

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE549137C true DE549137C (de) 1932-04-23

Family

ID=10320340

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES88337D Expired DE549137C (de) 1927-11-21 1928-11-13 Verfahren zur Herstellung von Aminohalogenanthrachinonen

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DE (1) DE549137C (de)
GB (1) GB312289A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2350329A1 (fr) * 1976-05-08 1977-12-02 Bayer Ag Procede de production de 1-acylamino-5(8)-chloranthraquinones

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2350329A1 (fr) * 1976-05-08 1977-12-02 Bayer Ag Procede de production de 1-acylamino-5(8)-chloranthraquinones
US4179450A (en) * 1976-05-08 1979-12-18 Bayer Aktiengesellschaft Process for the preparation of 1-acylamino-5(8)-chloroanthraquinones

Also Published As

Publication number Publication date
GB312289A (en) 1929-05-21

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