[go: up one dir, main page]

DE535835C - Verfahren zur Darstellung von mono- und disubstituierten Carbaminsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von mono- und disubstituierten Carbaminsaeureestern

Info

Publication number
DE535835C
DE535835C DEH119337D DEH0119337D DE535835C DE 535835 C DE535835 C DE 535835C DE H119337 D DEH119337 D DE H119337D DE H0119337 D DEH0119337 D DE H0119337D DE 535835 C DE535835 C DE 535835C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid esters
mono
solution
parts
carbamic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH119337D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Hoffmann La Roche AG
Original Assignee
F Hoffmann La Roche AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F Hoffmann La Roche AG filed Critical F Hoffmann La Roche AG
Priority to DEH119337D priority Critical patent/DE535835C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE535835C publication Critical patent/DE535835C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/06Esters of carbamic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von mono- und disubstituierten Carbaniinsäureestern Es ist bekannt, Carbaminsäureester aus Alkoholen oder Phenolen darzustellen, indem man zuerst die Hydroxylverbindungen durch Phosgen in Gegenwart von Basen in die Chlorameisensäureester überführt, diese durch Waschen, Destillieren usw. reinigt (Patentschriften 118 536, 118 537 und 251 8o5) und durch Ammoniak in Carbaminsäureester NTH2. COOR verwandelt (Patentschriften 12o 863 und 448 69q.; Chemisches Zentralblatt 1921, I, S. 403; 1923, 1I, S. 1125; 1927, I, S.3070). `Weiter ist ein Verfahren bekannt, um die Chlorameisensäureester von aliphatischen Alkoholen durch Alkylaminlösungen in die Alkylester der Alkylcarbaminsäuren R # N H - C O O R' üb erzuführen (B eilstein .4. Aufl., Bd. 4, S. 64). Auch hat man Verbindungen R3 N Cl - C O 0R' aus Trimethyl- bzw. Triäthylamin und Allryl- oder Arylchlorameisensäureestern erhalten und durch Erhitzen derselben Chlormethyl bzw. Chloräthyl abgespalten unter Bildung von Estern der Dialkylcarbaminsäuren (Patentschrift 255 942). Die Dialkylcarbaminsäureester von Phenolen sind ferner aus den Harnstoffchloriden R2 N C O Cl und Phenolaten dargestellt worden, ebenso aus den Phenylcarbonaten und Dialkylaminen. Ein Verfahren zur Gewinnung von p-Butylphenyldimethylcarbaminsäureester durch Einwirkung von Dimethylamin auf p-Butylphenylchlorameisensäureester ist Gegenstand der Patentschrift 296 889. Unter den basisch substituierten Arylestern der Carbaminsäure ist das 4-Aminophenylcarbamat N H2 COOCE H4 N H, nach der Patentschrift 318803 durch Reduktion des Nitrophenylcarbamats oder beim Erhitzen von 4-Acetaminophenol mit Guajacolurethan erhältlich. Ferner sind Nitropheny lester der Dialkylcarbaminsäuren, die aus Nitrophenolkalium und disubstituierten Harnstoffchloriden RR' N C O C1 gewonnen ,-erden können, durch Reduktion in Verbindungen vom TypusRR'NCOOCEH,NH2 verwandelt worden (Berichte der Deutschen Chem. Gesellschaft 24 [1891], S.2111; Chemisches Zentralblatt 19o5, II, S. 321).
  • Bis jetzt hat man noch nicht versucht, die leicht zugänglichen Chlorameisensäureester der mit tertiären basischen Gruppen substituierten Phenole durch Mono- oder Dialkylamine in Derivate der entsprechenden Phenylester der Alkylcarbaminsäuren überzuführen. S t e d m a n (Biochem. Journal 1926, S.719) hat Verbindungen vom Typus R.NC6H4 # O - CO - NHR oder durch Einwirkung von Methyl-, Äthyl- oder Phenylisocyanatauf die Phenoleerhalten. Diese Methode kann, abgesehen von ihrerKastspieligkeit, nicht zur Darstellung der Ester der Dialkylcarbaminsäuren RZ N - C, H, OCONR.-oder R.N # C,H4 # 0 # CONR'R" verwendet werden. Zwar gelang es S t e d m an, durch Einwirkung von Phosgen auf m-DimethylaminGphenol und nachherige Behandlung des Produktes mit Ammoniakgas die Verbindung (CH3)2NC"H,O - CO - NH2 zu erhalten, aber mit den o- und p-Isomeren hatte er keinen Erfolg. Es war daher nicht vorauszusehen, daß man aus den leicht zersetzlichen Chlorameisensäureestern der Alkylaminophenole (Berichte der Deutschen Chem. Gesellschaft 29 [r896], S. 502) durch Mono-bzw. Dialkylamine zu den Mono- bzw. Dialkylca.rbaminsäureestern gelangen würde, da man die Bildung von basischen Diphenylcarbonaten erwarten konnte.
  • Aus der durch die Patentschriften i2o 863 und 296 889 bekannten Bildung von Urethanen aus Chlorameisensäureestern von Alkoholen bzw. Phenolen bei Behandlung ihrer Lösung in Benzol mit wässerigem Ammoniak oder aliphatischen Aminen konnte nicht auf einen Erfolg des vorliegenden Verfahrens geschlossen werden. Bei den Verfahren der eben erwähnten Patentschriften handelt es sich um eine Reaktion zwischen Ammoniak bzw. Dimethylamin und stabilen, destillierbaren Chlorameisensäureestern der Alkohole bzw. Phenole. Nach dem vorliegenden Verfahren werden auf basisch substituierte Pheüylurethane, welche leicht zersetzliche Verbindungen darstellen, mono- und disubstituierte. - Amine einwirken gelassen. Wie sich diese leicht zersetzlichen Chlorameisensäureester gegenüber diesen Aminen verhalten würden, war nicht vorauszusehen.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen mono- und disubstituierten Carbaminsäureester stellen Zwischenprodukte für die Gewinnung wertvoller Verbindungen dar. Sie können auch als solche infolge ihrer eserinartigen Wirkung pharmazeutische Verwendung finden.
  • Beispiel i Soo Teile einer etwa io°fgen benzolischen Lösung des Chlorameisensäureesters des m-Dimethylaminophenols (hergestellt nach den Angaben in den Berichten der Deutschen Chemischen Gesellschaft29 [i896], S. 5o6), welche vom abgeschiedenen Dimethylaminophenolchlorhydrat durch Abgießen oder Filtrieren getrennt worden sind, werden allmählich in ioo Teile einer 33 °/oigen Äthylaminlösung unter ständigem Rühren und Kühlen eingetragen. Nach Beendigung der Umsetzung rührt man noch etwa eine Stunde, trennt die untere alkalische Schicht von der benzolischen Lösung ab, wäscht die letztere nacheinander mit Wasser, verdünnter Natronlauge und wieder mit Wasser, trocknet mit Natriumsulfat und destilliert das Benzol ab. Der rasch erstarrende Rückstand wird durch Umkristillisieren aus Alkohol und Benzol gereinigt. Der erhaltene äthylcarbaminsaure m-Dimethylaminophenylester CZH,NH - COOC"H,N(CH3)2 besitzt die von S t e d m a n (Biochem. Journal [i926], 20, S.724) festgestellten Eigenschaften. Der Schmelzpunkt wurde bei 99 bis ioo° gefunden. Die Ausbeute beträgt etwa 4o °/o.
  • Beispiel e Verwendet man im Beispiel i statt Äthylamin Dimethylamin und reinigt das ölige Reaktionsprodukt durch Vakuumdestillation, so erhält man den dimethylcarbaminsauren m - Dimethylaminophenylester (C H3)2 N - COOC,H#, N(CH3)2, welcher bei 2o mm einen Siedepunkt von i95° aufweist. Die neue Verbindung ist auch bei o° flüssig. Das jodmethylat schmilzt bei i67°. Die Ausbeute beträgt etwa 6o °/o.
  • Beispiel 3 Zu ioo Teilen einer 16 °/oigen benzolischen Phosgenlösung setzt man unter Rühren und Kühlen Zoo Teile einer 2o °/oigen Lösung von p-Dimethylaminophenol in Benzol zu. Nachdem die Lösung einige Zeit stehengelassen worden ist, filtriert man vom abgeschiedenen Chlorhydrat ab, gießt sie allmählich unter guter Kühlung in ioo Teile 2o o/oiger alkoholischerMethylaminlösung und reinigt dasReaktionsprodukt wie in Beispiel i angegeben. Man erhältdenvon Stedman (1.c.S.72i)beschriebenen methylcarbaminsauren p-DimethyTaminophenylester CHBNH# COOC6H4N(CH3)2 vom Schmelzpunkt 13i°. Die Ausbeute beträgt etwa 45 °/o.
  • Beispiel q.
  • In eine Lösung von 8o Teilen Phosgen in 25o Teilen Anisol läßt man unter Rühren bei - i o bis o ° C eine Lösung von i 7o Teilen m-Dimethylaminophenol in 5oo Teilen. Anisol während 2i/2 Stunden einfließen. Nach eintägigem Stehen gießt man die Anisollösung des m - Dimethylaminophenylchlorcarbonats vom ausgeschiedenen m-Dimethylaminophenolhydrochlorid ab. und fügt sie einem gut gerührten Gemisch von 116 Teilen Methyiaminphlorhydrat und 69 Teilen Natriumhydroxyd in 25o Teilen Wasser während 2 Stunden zu, wobei darauf geachtet wird, daß die Temperatur der Reaktionsflüssigkeit nicht über i5° steigt. Nach vierstündigem Rühren hebt man die Anisolschicht ab, wäscht sie mit Wasser, dann mit etwas verdünnter Natronlauge zwecks Entfernung des unveränderten Phenols und destilliert das Lösungsmittel im Vakuum auf dem Dampfbad ab. Der Rückstand wird nach dem Abkühlen fest. Man kristallisiert ihn aus Alkohol um und erhält in einer Ausbeute von 6o °1o das von S tedman beschriebene, bei 87' schmelzende m-Dimethylaminophenylmethylurethan (CHg)ZN - C, H, - O - CONHCH, Beispiel s Eine Lösung von 5o Teilen m-Dimethylaminophenol in 15o-Teilen trockenem Äther wird langsam in ioo Teilen einer a5°/oigen ätherischen Phosgenlösung unterhalb o° unter Rühren eingetragen. Nach 15 Stunden gießt man die Ätherlösung des m-Dimethylaminophenylchlorcarbonats langsam in 8o Teile 33°/oiger Monoäthylaminlösung unter Rühren ,ein und trennt nach weiteren 3 Stunden die wässerige Schicht von der Ätherlösung ab, wäscht letztere mit Wasser, verdünnter Natronlauge und nochmals mit Wasser und erhält nach Entfernung des Lösungsmittels das m-Dimethylaminophenyläthylurethan, (CH3)zN - C, H, - O - CONHCZH, Es wird aus Benzolpetroläther umkristallisiert und schmilzt dann bei i5o°. Die Ausbeute beträgt etwa ¢o °/o.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von mono-und disubstituierten Carbaminsäureestern, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Chlorameisensäureester der mit einer tertiären basischen Gruppe - substituierten Phenole mono- und disubstituierte Amine einwirken läßt.
DEH119337D 1928-12-04 1928-12-04 Verfahren zur Darstellung von mono- und disubstituierten Carbaminsaeureestern Expired DE535835C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH119337D DE535835C (de) 1928-12-04 1928-12-04 Verfahren zur Darstellung von mono- und disubstituierten Carbaminsaeureestern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH119337D DE535835C (de) 1928-12-04 1928-12-04 Verfahren zur Darstellung von mono- und disubstituierten Carbaminsaeureestern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE535835C true DE535835C (de) 1931-10-27

Family

ID=7173309

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH119337D Expired DE535835C (de) 1928-12-04 1928-12-04 Verfahren zur Darstellung von mono- und disubstituierten Carbaminsaeureestern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE535835C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2556039A1 (de) * 1974-12-17 1976-06-24 Poudres & Explosifs Ste Nale Chlorhydrate von aminophenyl-chloroformiaten und ihr herstellungsverfahren
WO2012131699A1 (en) * 2011-03-30 2012-10-04 Neon Laboratories Ltd. Process for preparation of highly pure 3-dimethylaminophenyl dimethylcarbamate

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2556039A1 (de) * 1974-12-17 1976-06-24 Poudres & Explosifs Ste Nale Chlorhydrate von aminophenyl-chloroformiaten und ihr herstellungsverfahren
WO2012131699A1 (en) * 2011-03-30 2012-10-04 Neon Laboratories Ltd. Process for preparation of highly pure 3-dimethylaminophenyl dimethylcarbamate

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE814152C (de) everkusen I Verfahren zur Herstellung von Estern der Phosphorsaure und Thiophosphor saure
DE535835C (de) Verfahren zur Darstellung von mono- und disubstituierten Carbaminsaeureestern
DE548459C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-1-Phenyl-2-methylaminopropan-1-ol
DE1142599B (de) Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeureestern
DE2252198C2 (de) Brenzkatechinäther und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1643329B2 (de) Verfahren zur herstellung von nitroaminodiarylaethern
DE1158083B (de) Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Phenylacetonitrile
DE1670583A1 (de) Neue Piperidinderivate
DE2355917C3 (de) 1,3-Bis(β-äthylhexyl)-5-nitro-5-methyl-hexahydropyrimidin-naphthalin-1,5-disulfonat und Verfahren zu seiner Herstellung
DE272529C (de)
DE1593967C2 (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten 2-Amino-benzophenonen
DE842071C (de) Verfahren zur Herstellung von Phenoxyacetamidinen
DE1215729B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Bis-alkanolaminderivaten und deren Salzen
DE1020971B (de) Verfahren zur Herstellung von Carbaminsäureestern des 2,4,5-Trichlorphenols
DE489845C (de) Verfahren zur Darstellung von N-Arylsulfoderivaten primaerer und sekundaerer Amine
DE929425C (de) Verfahren zur Herstellung von Diphenylamiden
DE2013557C (de) Verfahren zur Herstellung von N (p Aminobenzolsulfonyl) methylcarbamat
DE1259871B (de) Verfahren zur Herstellung von N-Chlorformylcarbamidsaeureestern
DE431166C (de) Verfahren zur Darstellung von Alkaminestern N-monoalkylierter und N-monoalkyloxyalkylierter Derivate der p-Aminobenzoesaeure
DE1493828C (de) Benzamide und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE580517C (de) Verfahren zur UEberfuehrung sekundaerer und tertiaerer Amine in niedere Substitutionsstufen
DE1768787C3 (de) (o-Carboxy-phenyl)-acetamidine, Verfahren zu deren Herstellung und (o-CarboxyphenyO-acetamidine enthaltende Präparate
DE941372C (de) Verfahren zur Herstellung von kern-mono-acylierten Phloroglucinen
DE939632C (de) Verfahren zur Herstellung neuer lokalanaesthetisch wirksamer p-Aminobenzoesaeure-alkylaminoaethylester
DE1158499B (de) Verfahren zur Herstellung von Isonitrilen