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DE1020971B - Verfahren zur Herstellung von Carbaminsäureestern des 2,4,5-Trichlorphenols - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbaminsäureestern des 2,4,5-Trichlorphenols

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Publication number
DE1020971B
DE1020971B DENDAT1020971D DE1020971DA DE1020971B DE 1020971 B DE1020971 B DE 1020971B DE NDAT1020971 D DENDAT1020971 D DE NDAT1020971D DE 1020971D A DE1020971D A DE 1020971DA DE 1020971 B DE1020971 B DE 1020971B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trichlorophenol
substituted
carbamic acid
monoaryl
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1020971D
Other languages
English (en)
Inventor
Darmstadt-Eberstadt und Dr. Ernst Jacobi Darmstadt Dr. Otto Zima
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merck KGaA
Original Assignee
E Merck AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Publication of DE1020971B publication Critical patent/DE1020971B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M16/00Biochemical treatment of fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, e.g. enzymatic

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

DEUTSCHES
R-NH-COO-
-Cl
Die bekanntegutefungis^j^h^Wirkungdes2,4,5-1 richlorphenols hat iritolge der starken Reizwirkung dieses Phenols medizinisch (7 B zur Bekämpfung \ on Mykosen der Haut oder der Schleimhäute) keine praktische Bedeutung erlangt Die Ester des 2,4,5-Trichlorphenols, besonders die N-disubstituierten Carbaminsäureester, sind zwar besser vertraglich, aber die fungistatische Wirksamkeit ist fur die Erfordernisse der Praxis nicht ausreichend Dies trifft auch fur die bekannten N-monoalkylsubstituierten Carbaminsäureester des 2,4,5-Trichlorphenols zu
Vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit der Aufgabe, Derivate des 2,4,5-Trichlorphenols herzustellen, die eine gute fungistatische Wirksamkeit besitzen und die gleichzeitig gut vertraglich sind Diesen Bedingungen entsprechen die bisher nicht beschriebenen N-monoarvlsubstituierten Carbammsaure-2,4,5 - tnchlorphenylester der Formel
Cl
Verfahren zur Herstellung
von Carbaminsaureestern
des 2,4,5-Trichlorphenols
Anmelder:
E. Merck Aktiengesellschaft,
Darmstadt, Frankfurter Str. 250
worm R Phenyl oder substituiertes Phenyl ist.
Derartige N-monoarylsubstituierte Carbammsaure-2,4,5-tnchlorphenylester können durch Umsetzen eines Dr Otto Zima, Darmstadt-Eberstadt,
und Dr Ernst Jacobi, Darmstadt,
sind als Erfinder genannt worden
primären Amins mit dem 2,4,5-Trichlorphcnylester der Chlorameisensaure, der Kohlensaure oder der Cyanameisensaure sowie durch Addition von 2,4,5-Trichlorphenol an ein Isocyanat oder durch Umsetzung des genannten Phenols mit N-monoarylsubstituiertem Harnstoff oder Carbammsaurechlond oder -bromid hergestellt werden Diese Umsetzungen verlaufen gtmaß folgenden Reaktionsgleichungen, wobei R Phenyl oder substituiertes Phenyl ist und R' den 2,4,5- Tnchlorphenvlrest darstellt
1 R-NH2 C = O + Cl-COOR'
2 R-N = -CO- + R'-OH
3 R-NH- + ROH
4 R-NH2 + N- C-COOR'
5 R-NH2 -CO- + CO = (OR')a
6 R -NH- + ROH
-Cl
-MH2
-> R — NH- COOR' + HCl
-» R —NH-COOR'
-> R-NH -COOR' 4- HCl
-> R NH-COOR' -r HCN
-> R —NH-COOR' + ROH
-> R —NH-COOR' + NH,
Die Reaktionen 7u 1 und 2 verlauten besonders glatt und eignen sich demnach vorzugsweise zur Herstellung der N-monoarylsubstituierten Carbaminsaure-2,4,5-tnchlorphenylester
Beispiel 1
iN-Phenylcarbammsaure^^^-tnchlorphenylester]
19,8 g 2,4,5-Trichlorphenol werden mit 11,9g Phenyl isocyanat versetzt Nach Zusatz eines Tropfens Tnathylamm setzt die Reaktion unter Erwärmung em Nach Beendigung der Umsetzung wird abgekühlt und aus Benzol Petrolather umkristallisiert Man erhalt 28,0 g N-Phenvlcarbammsaure 2,4,5-tnchlorphenylester \ om Schmelzpunkt 125 bis 132
Beispiel 2
IN-m-Tolylcarbammsaure^^S-trichlorphenylester]
Zu einer Losung \on 21,4g m-Toluidm in 200 ecm absolutem Äther werden unter Ruhren langsam 26,0 g Chlorameisensaure^^.S-tnchlorphenylester in 100 ecm absolutem Äther /ugetropft, wobei sich das Reaktionsgemisch etwas erwärmt Anschließend wird noch lf 2 Stunde am Ruckfluß erhitzt, abgekühlt, auf Eiswasser gegossen, die ätherische Phase abgetrennt, die wäßrige Schicht ausgeathert, die ν ereinigten ätherischen Losungen über Calciumchlorid getrocknet, über Kohle filtriert und der Äther abdestilliert Der Ruckstand wird nach Verreiben mit Hexan aus Essigester oder Cyclohexan umknstallisiert Fp 132° Ausbeute 26,5 g
709 810/336
Beispiel 3
Die Mischung von 14,5 g Chlorameisensäureanilid und 27,5 g 2,4,5-Trichlorphenol wird etwa 1 bis 2 Stunden auf 60 bis 70° erhitzt. Nach Abkühlen wird zweimal aus Cyclohexan umkristallisiert und mit Petroläther gewaschen. Der erhaltene N-Phenylcarbammsäure^^.S-trichlorphenylester schmilzt bei 125 bis 132° und zeigt neben richtiger Analyse keine Schmelzpunktdepression mit einem auf anderem Wege hergestellten Muster.
Beispiel 4
21,0 g Kohlensäureester des 2,4,5-Trichlorphenols werden in 200 ecm Anilin gelöst und kurze Zeit auf etwa 80° erhitzt. Nach Abtrennen des überschüssigen'?WI^|s, z. B. über das Hydrochlorid, wird das erhaltene Reak^LonSk produkt aus Essigester umkristallisiert. Der entstandene N-Phenylcarbaminsäure^^.S-trichlorphenylestej' w urJjr durch Schmelzpunkt, Mischschmelzpunkt und A'riSfyse identifiziert.
Außer den genannten Carbaminsäureestern wurden mit den angegebenen Methoden unter anderem folgende Verbindungen in guten Ausbeuten hergestellt:
N - ρ - Chlorphenylcarbaminsäure - 2,4,5 - trichlorphenyl ester, Fp. 135°.
N-m-Chlorphenyl^^.S-trichlorphenylester, Fp. 144 bis 145°,
N-o-Tolylcarbarninsäure-2,4,5-trichlorphenylester, Fp. 128 bis 130°,
N-p-Tolylcarbaminsäure^^.S-trichlorphenylester, Fp. 144°,
N - ρ - Nitrophenylcarbaminsäure - 2,4,5 - trichlorphenyl ester, Fp. 182°.
Alle diese Verbindungen wurden einer Verträglichkeitsprüfung sowie einer Prüfung auf fungizide und fungistatische Eigenschaften unterworfen. Die Untersuchung der Verträglichkeit und akuten oralen Toxizität an der Maus wurde im Vergleich mit N-disubstituierten und N-monoalkylsubstituierten Carbaminsäure^^S-trichlorphenylestern durchgeführt; dabei zeigten sich die N-monoarylsubstituierten Carbaminsäureester bei oraler Applikation ungefähr halb so toxisch wie die disubstituierten Ester und ungefähr zehn- bis zwanzigmal so gut verträglich wie 2,4,5-Trichlorphenol. Bei Hautreizversuchen am Kaninchenohr sowie bei Schleimhautreizversuchen an der Kaninchenkonjunktiva sind die N-monoarylsubstituierten Verbindungen ebenfalls wesentlich besser verträglich als die N-disubstituierten und N-monoalkylsubstituierten Derivate sowie 2,4,5-Trichlorphenol. Während bei den N-monoalkylsubstituierten Estern deutliche, zum Teil starke Rötungen der Konjunktiva auftraten, zeigen die mit N-monoarylsubstituierten Estern behandelten Kaninchen keinen Befund.
Die keimhemmende Wirkung der N-monoarylsubstituierten Produkte ist gegenüber CoIi- und Paratyphusbakterien, hämolysierenden Staphylokokken und Streptokokken etwa zehnmal so stark und gegenüber den hautpathogenen Pilzen Trichophyton mentagrophytes und Candida albicans etwa zwei- bis zehnmal so stark wie die der N-disubstituierten Substanzen.
Die fungizide Wirkung der N-monoarylsubstituierten Derivate gegenüber dem Bodenpilz Rhizoctonia solani (Filterplattenmethode) ist etwa fünfzigmal so groß wie die der N-disubstituierten Carbaminsäure^^.S-trichlorphenylester und etwa ebenso groß wie die von Tetramethylthiuram-disulfid.
Auch die Pilze Fusicladium dentriticum und Alternaria spec, werden von den erfindungsgemäßen Verbindungen wesentlich stärker im Wachstum gehemmt als von den disubstituierten Estern.
Die fungistatische Prüfung wurde außerdem noch auf die pathogenen Pilze Epidermophyton floccosum, Sporotrichon Schenckii, Trichophyton rubrum und Microsporon Andonini ausgedehnt, und auch hier waren die N-monoarylsubstituierten Verbindungen im Durchschnitt zweibis zehnmal so wirksam wie die N-dialkylierten Carbaminsäure-2,4,5-trichlorphenylester.
Die genannten Verbindungen sind somit gut verträglich und zeigen eine sehr gute fungizide und fungistatische Wirksamkeit, besonders gegenüber hautpathogenen und Bodenpilzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Carbaminsäureestern des 2,4,5-Trichlorphenols, dadurch gekennzeichnet, daß man ein primäres Amin der Formel
    R-NH,,
    worin R = Phen3'l oder substituiertes Phenyl ist, mit Chlorameisensäure^AS-trichlorphenylester, Kohlensäure-di-2,4,5-trichlorphenylester oder Cyanameisensäure-2,4,5-trichlorphenylester umsetzt, oder daß man 2,4,5-Trichlorphenol an ein Isocyanat der Formel
    R —N = C =- O
    anlagert oder mit einem N-monoarylsubstituierten Carbaminsäurehalogenid der Formel
    R —NH-CO-X
    bzw. mit einem N-monoarylsubstituierten Harnstoff der Formel
    R-NH-CO-NH2
    umsetzt, wobei R die oben angegebene Bedeutung hat und X gleich Brom oder Chlor ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Chem. Abstr., 49, 4224 d 11955].
    © 709 810/336 12. 57
DENDAT1020971D 1956-12-04 Verfahren zur Herstellung von Carbaminsäureestern des 2,4,5-Trichlorphenols Pending DE1020971B (de)

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DENDAT1020971D Pending DE1020971B (de) 1956-12-04 Verfahren zur Herstellung von Carbaminsäureestern des 2,4,5-Trichlorphenols

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