DE4412462A1 - Schaltschrank zur Aufnahme von Baugruppenträgern - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schaltschrank zur Aufnahme von
Baugruppenträgern für elektrische oder elektronische Baugrup
pen mit zwei Seitenrahmen aus Profilblechen, zwischen welche
untere und obere Abstandsstücke geschraubt sind, zwei Seiten
wänden, die jeweils an einen der Seitenrahmen von außen
geschraubt sind, und mit einer Tür.
Ein Schaltschrank dieser Art ist durch die DE-C-22 14 538
bekannt geworden. Die Abstandsstücke zwischen den beiden
Seitenrahmen werden durch Kopf- und Fußleisten gebildet,
wobei Schraubverbindungen nach Art einer Dreipunktverbindung
zusammen mit Zentrierbuchsen eine ebenso große Festigkeit des
Gestells wie bei einer geschweißten Ausführung ergeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die erwünschte hohe
Festigkeit des Gestells auf einfachere Weise als durch die
bekannte Dreipunkt-Zentrierbuchsenanordnung zu erreichen.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
die unteren Abstandsstücke durch ein Bodenteil und die oberen
Abstandsstücke durch ein Deckteil gebildet sind, die jeweils
aus einem U-förmig abgewinkelten Blech bestehen, daß eine
Rückwand von hinten mit den Seitenrahmen, dem Bodenteil und
dem Deckteil fest und/oder lösbar verbunden sind und daß die
Tür in an einem der Seitenrahmen befestigten Lagerstücken
gelagert ist.
Dadurch, daß die Verbindung der Seitenrahmen durch ein mit
Abwinklungen versehenes einstückiges Bodenteil und ein Deck
teil erfolgt, genügen einfache Schraubverbindungen zur Schaf
fung eines Schrankgerüstes mit großer Festigkeit. Es ist
zweckmäßig, das Bodenteil und das Deckteil gleich auszubil
den, wodurch bei der Montage die Gefahr einer Verwechslung
der Teile entfällt.
Die Eigenschaften des Schaltschrankes könnten noch dadurch
verbessert werden, daß das Bodenteil und das Deckteil an
allen vier Seiten mit wenigstens einer Abkantung versehen
sind. Durch die somit in beiden Schnittachsen U-förmige
Ausbildung werden auch Flächen zur Anlage des Bodenteiles und
des Deckteiles an den Seitenrahmen geschaffen. Dies erleich
tert das paßgenaue Zusammenfügen der Teile. Insbesondere kann
die Montage dadurch erleichtert werden, daß zwischen dem
Bodenteil und dem Deckteil und den Seitenrahmen Paßelemente
wie Noppen und/oder Anschläge vorgesehen sind. Beim Zusammen
fügen der Teile wird hierdurch eine Ausrichtung bewirkt, so
daß die Bohrungen zum Durchtritt der Verbindungsschrauben
bereits miteinander fluchten.
Das Bodenteil und das Deckteil können auch doppelwandig
ausgebildet sein, um die Festigkeit des Schrankgerüstes
weiter zu steigern.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung können
das Bodenteil und das Deckteil ohne Nachteil für die Festig
keit des Schaltschrankes jeweils eine Öffnung aufweisen.
Solche Öffnungen, die durch eine Abdeckung verschließbar sein
können, und die nach Bedarf fest oder lösbar mit dem Boden
teil oder dem Deckteil verbunden sein können, sind in viel
fältiger Weise nutzbar. Beispielsweise können die Öffnungen
zur Einführung von Kabeln und Leitungen sowie zur Zuführung
bzw. Abführung von Kühlluft benutzt werden. Im Rahmen dieser
Zwecke können solche Abdeckungen aus einem wärmebeständigen
Kunststoff bestehen. Ferner können die Abdeckungen als Lüf
tungselement ausgebildet sein. Auch besteht die Möglichkeit,
die genannten Abdeckungen so auszubilden, daß sie Schutz
gegen das Eindringen von Wasser für den Schutzgrad IP40 ohne
Dichtung und für den Schutzgrad IP54 mit Dichtung erfüllen.
Es ist allgemein üblich, Schaltschränke aus gewöhnlichem
Stahlblech herzustellen und den erforderlichen Korrosions
schutz durch eine Lackierung, galvanische Behandlung oder
Beschichtung mit einem Kunststoff zu bewirken. Darüber hinaus
ist es bekannt, Schaltschränke einschließlich der Türen und
Abdeckungen aus verzinkten Blechen oder aus einem rostfreien
Stahl herzustellen, wenn am Aufstellungsort des Schaltschran
kes die Anwendung von Wasser als Reinigungsmittel
erforderlich ist, z. B. in lebensmittelverarbeitenden Betrie
ben. Aus Gründen der höheren Kosten kommen Schaltschränke aus
rostfreiem Stahl für den allgemeinen Einsatz dagegen nicht in
Betracht. Nach einer Ausgestaltung der Erfindung wird jedoch
vorgeschlagen, als Werkstoff zur Herstellung des Schalt
schrankes einen Halbedelstahl des Typs 1.4003 nach DIN 17 441
zu verwenden. Ein solcher Werkstoff ist preiswerter beschaff
bar als die bekannten, hoch legierten Chrom/Nickelstähle, ist
jedoch in solchem Maß korrosionsbeständiger als das im
Schaltschrankbau übliche Standardstahlblech, das bei normalen
Aufstellungsbedingungen von einer Lackierung, Beschichtung
oder ähnlichen Maßnahmen abgesehen werden kann. Dieser Ge
sichtspunkt ist wesentlich für die Wiederverwertung gebrauch
ter Schaltschränke, weil in diesem Fall keinerlei Zwischenbe
handlung, wie z. B. eine Entlackung erforderlich ist, bevor
das Stahlblech metallurgisch weiterverarbeitet wird. Damit
entfällt das Problem der Entsorgung evtl. entstehender Ver
brennungsgase, Dämpfe, Beizlaugen oder ähnlicher Rückstände.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher
erläutert.
Die Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung den
prinzipiellen Aufbau eines Schaltschrankes nach der Erfin
dung.
In der Fig. 2 ist, gleichfalls in perspektivischer Darstel
lung, eine abgewandelte Ausführungsform eines Schaltschrankes
gezeigt, bei dem das Bodenteil und das Deckteil mit einer
Öffnung versehen sind.
In der Fig. 1 ist mit 1 ein Bodenteil bezeichnet, das im
wesentlichen aus einem vorn und hinten aufgebogenen Blech
besteht und damit etwa U-förmig ist. Zur Versteifung kann es
doppelwandig sein. Ein gleiches Teil dient als Deckteil 2.
Das Bodenteil 1 und das Deckteil 2 sind seitlich mit zwei
Seitenrahmen 3 bzw. 4 verbunden, die aus Profilblechen zusam
mengeschweißt oder zusammengeschraubt sind. Die senkrechten
Teile der Seitenrahmen 3 und 4 weisen vertikale Lochreihen
zum Befestigen von Baugruppenträgern auf. Diese dienen zum
Montieren oder Stecken von elektrischen oder elektronischen
Baugruppen. Die Baugruppenträger können entweder direkt an
die senkrechten Profilleisten der Seitenrahmen 3 und 4 oder
an Halterungen, z. B. Schienen befestigt sein, auf denen die
Baugruppenträger in den Schrank eingeschoben werden können.
An die Seitenrahmen 3 und 4 sind seitlich Seitenwände 5 und 6
und von hinten eine Rückwand 7 angeschraubt. Eine Tür 8 ist
über Lagerstücke 9, 10 bzw. 11, 12 am Bodenteil 1 und am
Deckteil 2 befestigt. Die übereinander angeordneten Lager
stücke 9 und 10 können als Scharniere dienen. An dem anderen
Lagerstückpaar, z. B. 11 und 12, greift der Schließmechanis
mus der Tür 8 an.
Weitere Ausgestaltungen eines Schaltschrankes nach der Erfin
dung werden im folgenden anhand der Fig. 2 erläutert. Bei
prinzipiell gleichen Aufbau weist der Schaltschrank gemäß der
Fig. 2 ein Bodenteil 21 und ein Deckteil 22 auf, das an
allen vier Seiten abgekantet ist. Dabei sind die quer zu den
fit einer Systemlochung versehenen Seitenrahmen 23 und 24
verlaufenden Schenkel 25 und 26 an ihren Enden nochmals nach
innen abgekantet, wobei diese Abkantungen gelochte Endstege
27 und 28 bilden. An den verbleibenden Seiten sind das Boden
teil 21 und das Deckteil 22 gleichfalls mit abgekanteten
Schenkeln 30 bzw. 31 versehen, die einen nach außen weisenden
Randsteg 32 bzw. 33 tragen. Die Schenkel 30 und 31 sind mit
vorstehenden Paßelementen in der Form von Noppen 34 versehen,
die mit entsprechenden Öffnungen in den Seitenrahmen 23 bzw.
24 zusammenwirken und ein zeitsparendes maßgenaues Ausrichten
der Teile bei der Montage gestatten.
Das Bodenteil 21 und das Deckteil 22 sind ferner mit einer
Öffnung 35 versehen, die in unterschiedlicher Weise nutzbar
ist. Beispielsweise ist die Öffnung 35 durch eine in der
Fig. 2 unten gezeigte Abdeckung 36 verschließbar. Diese ist
der Größe der Öffnung 35 angepaßt und läßt sich daher bündig
in die Öffnung 35 einsetzen. Federnde Haltenasen 37 sorgen
für einen Klemmsitz. Eine weitere Möglichkeit des Verschlus
ses der Öffnung 35 bildet eine flanschartige Abdeckung 38,
welche die Öffnung 35 überdeckt und daher wahlweise mit oder
ohne zwischengelegte Dichtung verwendbar ist. Fluchtende
Öffnungen 40 im Bodenteil 21 und 41 in der Abdeckung 38
gestatten eine Befestigung der Abdeckung 38 durch Schrauben
oder ähnliche Mittel. Die beschriebenen Abdeckungen 36 und 38
sind in gleicher Weise bei dem Bodenteil 21 als auch bei dem
Deckteil 22 anwendbar.
Als weitere Möglichkeit zur Nutzung der Öffnung 35 zeigt die
Fig. 2 eine besonders für das Bodenteil 21 geeignete Kabel
einführungsplatte 42, die beispielsweise aus einem geeigneten
Kunststoff bestehen und mit heraustrennbaren oder heraus
brechbaren Vorprägungen 43 versehen sein kann.
Oberhalb des Deckteils 22 sind als Möglichkeiten der Bestückung
Abdeckungen gezeigt, welche die Funktion eines
Lüftungselementes haben und als Lüftungsaufsatz 44 bzw. als
Ventilator 45 ausgebildet sind. Der Lüftungsaufsatz 44 kann
als Blechteil oder als wärmebeständiges Kunststofformteil
ausgebildet sein und weist an seinem Umfang Lüftungsschlitze
46 auf, die bei geeigneter Bemessung das Hindurchtreten
erwärmter Luft aus dem inneren des Schaltschrankes gestattet.
Der zu erreichende Schutzgrad hängt von der Ausgestaltung der
Lüftungsschlitze 46 und ihrer Anordnung ab. Der Ventilator 45
kann z. B. ein mit einer Schutzhaube versehenes Radialgebläse
sein.
In der Fig. 2 sind die Kabeleinführungsplatte 42 und die
Lüftungselemente 44 und 45 ebenso wie die Abdeckung 38
flanschartig ausgebildet. Im Rahmen der Erfindung können aber
auch diese Bauteile mit Federzungen, Drehriegeln o. ä. verse
hen und zum Einsetzen in die Öffnung 35 ausgebildet sein.
Claims (12)
1. Schaltschrank zur Aufnahme von Baugruppenträgern für
elektrische oder elektronische Baugruppen mit zwei Seitenrah
men (3, 4, 23, 24) aus Profilblechen, zwischen welche untere
und obere Abstandsstücke geschraubt sind, ferner mit zwei
Seitenwänden (5, 6), die jeweils an einen Seitenrahmen (3, 4)
von außen geschraubt sind und mit einer Tür (8),
dadurch gekennzeichnet,
daß die unteren Abstandsstücke durch ein Bodenteil (1, 21) und die oberen Abstandsstücke durch ein Deckteil (2, 22) gebildet sind, das aus einem U-förmig abgewinkelten Blech besteht,
daß eine Rückwand (7) von hinten mit den Seitenrahmen (3, 4, 23, 24), dem Bodenteil (1, 21) und dem Deckteil (2, 22) fest und/oder lösbar verbunden sind und
daß die Tür (8) in an einem der Seitenrahmen (3, 33) befe stigten Lagerstücken (9, 10) gelagert ist.
daß die unteren Abstandsstücke durch ein Bodenteil (1, 21) und die oberen Abstandsstücke durch ein Deckteil (2, 22) gebildet sind, das aus einem U-förmig abgewinkelten Blech besteht,
daß eine Rückwand (7) von hinten mit den Seitenrahmen (3, 4, 23, 24), dem Bodenteil (1, 21) und dem Deckteil (2, 22) fest und/oder lösbar verbunden sind und
daß die Tür (8) in an einem der Seitenrahmen (3, 33) befe stigten Lagerstücken (9, 10) gelagert ist.
2. Schaltschrank nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bodenteil (1, 21) und das Deckteil (2, 22) gleich
ausgebildet sind.
3. Schaltschrank nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet
daß das Bodenteil (1, 21) und das Deckteil (2, 22) an allen
vier Seiten mit wenigstens einer Abkantung versehen sind.
4. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Bodenteil (1, 21) und dem Deckteil (2, 22)
und den Seitenrahmen (3, 4; 23, 24) Paßelemente wie Noppen
(34) und/oder Anschläge vorgesehen sind.
5. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bodenteil (1, 21) und das Deckteil (2, 22) doppelwan
dig sind.
6. Schaltschrank nach Anspruch 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bodenteil (21) und das Deckteil (2, 22) jeweils eine
Öffnung (35) aufweisen.
7. Schaltschrank nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweilige Öffnung (35) des Bodenteils (21) und des
Deckteils (22) durch eine Abdeckung (36, 38) verschließbar
ist.
8. Schaltschrank nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung (36, 38) der Öffnung (35) fest oder lösbar
mit dem Bodenteil (21) oder dem Deckteil (22) verbunden ist.
9. Schaltschrank nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung (36, 38) aus einem wärmebeständigen Kunst
stoff besteht.
10. Schaltschrank nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung als Lüftungselement (44) ausgebildet ist.
11. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
gekennzeichnet durch
eine Ausbildung der Abdeckung (36) mit Schutz gegen Eindrin
gen von Wasser für den Schutzgrad IP40 ohne Dichtung und für
den Schutzgrad IP54 mit Dichtung.
12. Schaltschrank nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens das Bodenteil (1, 21) und das Deckteil (2,
22), die Seitenwände (5, 6) und die Seitenrahmen (3, 4, 23,
24) aus einem Halbedelstahl des Typs 1.4003 nach DIN 17 441
bestehen.
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| DE9305387U1 (de) | 1993-06-09 |
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| 8181 | Inventor (new situation) |
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