DE4339660A1 - Durch eine Innenluft gehaltene bauwerkartige Anordnung, sowie Verfahren zum Erstellen und Betreiben einer solchen Anordnung - Google Patents
Durch eine Innenluft gehaltene bauwerkartige Anordnung, sowie Verfahren zum Erstellen und Betreiben einer solchen AnordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zur Erstellung
von bauwerkartigen Anordnungen aus einem flexiblen, luftun
durchlässigen Material, wobei die jeweilige Anordnung im
wesentlichen durch die in ihrem abgeschlossenen Innenraum
befindliche Luft gehalten wird (Oberbegriff des Anspruches
1). Hierzu kennt man beispielsweise sogenannte Traglufthal
len aus einem flexiblen, luftundurchlässigen Material, die
in ihrer zeltartigen oder hallenartigen Form dadurch gehal
ten werden, daß in ihrem Innern ein entsprechend starker
Luftüberdruck erzeugt wird. Um diesen Luftüberdruck beizube
halten ist es notwendig, daß die Zu- und Abgänge in oder aus
diesen Hallen durch Doppeltüren und eine dazwischen befind
liche Luftschleuse gegen eine direkte Luftverbindung vom
Halleninnern zur Außenluft gesichert sind. Die Gestehungs
kosten und auch die Kosten des Aufbaues bzw. Abbaues derar
tiger Anordnungen sind relativ hoch und daher wirtschaftlich
nur in solchen Fällen vertretbar, in denen diese bauwerk
artige Anordnung für längere Zeit an einem Platz steht.
Nachteilig, nämlich störend ist im Betrieb die vorerwähnte
Erfordernis einer Luftschleuse mit Doppeltüren.
Demgegenüber besteht die Aufgaben- bzw. Problemstellung der
Erfindung zunächst darin, den prinzipiellen Gedanken bei
einer durch ihre Innenluft gehaltenen bauwerksartigen Anord
nung aus einem flexiblen Material dafür zu sorgen, daß hier
für weitere Einsatzzwecken und zugleich Kostenreduzierungen
möglich sind; insbesondere die Möglichkeit eines schnellen
und wenig Kosten verursachenden Auf- und Abbaues.
Zur Lösung dieser Aufgaben- bzw. Problemstellung ist zu
nächst verfahrensmäßig, ausgehend vom Oberbegriff des An
spruches 1 mit der Erfindung vorgesehen, daß der Halt des
flexiblen Materials durch Erzeugung eines thermischen Auf
triebes der im Innenraum der Anordnung befindlichen Luftfül
lung aufrechterhalten wird, deren Temperatur höher als die
außerhalb der Anordnung befindliche Temperatur ist. Die
Herstellung einer solchen Anordnung verlangt nur sehr gerin
ge Kosten, wie es aus der späteren Ausführung noch näher
hervorgeht. Das gleiche gilt für die Montage, d. h. den
Aufbau oder Abbau. Insbesondere ist es von Vorteil, daß die
bei den o.g. Traglufthallen oder dergleichen vorgesehenen
relativ großen, schweren und teuren Geräte zur Erzeugung
eines entsprechend großen Überdruckes im Halleninnern ent
fallen. Dies entspricht auch der vorgenannten Aufgaben
stellung der Kostenminderung und zwar insbesondere bei den
nachstehend erläuterten, bevorzugten Einsatzzwecken der
Erfindung.
Die Differenz zwischen der Innentemperatur und der Außen
temperatur bei dem vorgenannten erfindungsgemäßen Verfahren
kann beispielsweise ca. 10°C betragen (Anspruch 2). Ein
weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin,
daß gemäß Anspruch 3 die Druckdifferenz zwischen der Innen
luft im Innern der Anordnung und der Außenluft von dem
vorgenannten Temperaturunterschied und dem damit verbundenen
thermischen Auftrieb gebildet wird, d. h. sehr gering ist.
Hiermit sind die zum eingangs erläuterten Stand der Technik
vorgesehenen Luftschleusen mit zwei Türen unnötig.
Zur Lösung der o.g. Aufgaben- bzw. Problemstellung ist
ferner gemäß Anspruch 4 ausgehend von einer aus flexiblem
und luftundurchlässigen Material bestehenden und einen
Innenraum umschließenden auf- und abbaubaren bauwerkartige
Anordnung, die im wesentlichen durch die im Innenraum be
findliche Luft gehalten ist, vorgesehen, daß die Anordnung
zum Einsatz an bzw. oberhalb linienartiger Baustellen vorge
sehen und tunnelförmig ausgebildet ist, wobei zumindest ein
portalartiger einen Luftdurchtritt hemmender Abschluß des
Tunnelinnern vorgesehen ist. Dieser neue Einsatzzweck ist in
der Regel im Freien und dabei an Baustellen gegeben, die
zwar relativ schmal, jedoch ziemlich lang sind. Solche
Einsatzfälle sind beispielsweise das Verlegen von Rohren
oder das Verschweißen der Ränder von Kunststoffdichtungsbah
nen, die beispielsweise zur Vorbereitung einer Mülldeponie
auf deren Grundfläche aufgelegt werden und an ihren in
Längsrichtung verlaufenden Rändern miteinander verschweißt
werden müssen. Hierbei ist die o.g. Tunnelform von Vorteil,
indem sie mit einem geringen Aufwand an Material und an Auf-
und Abbaukosten diesen Einsatzzwecken gerecht wird.
Bei den vorgenannten Einsatz- bzw. Arbeitsgebieten besteht
oft die Vorschrift, daß nicht bei Frost gearbeitet werden
darf, d. h. die Arbeitstemperaturen einen bestimmten Betrag
in Grad Celsius nicht unterschreiten dürfen. Hier setzt nun
eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ein, welche
gemäß Anspruch 5 die verfahrensmäßige Lehre des Anspruches
1, ggfls. ergänzt durch die Lehre der Ansprüche 2 und 3, auf
eine Anordnung gemäß Anspruch 4 gegenständlich umsetzt. Da
bei derartigen tunnelartigen Anordnungen nach der Erfindung
das den Tunnel und weitere Bauteile bildende flexible Mate
rial sehr leichtgewichtig sein kann, ist die gewünschte
Tunnelform bereits dadurch erzielbar, daß man die Innenraum
luft entsprechend anwärmt. Sie hat damit gegenüber der
kälteren Außenluft einen Auftrieb und dieser Auftrieb ge
nügt, um einen solchen Tunnel in seiner Form zu halten. Da
die Druckdifferenz zwischen dem hierbei entstehenden Über
druck der im Tunnelinnern zum äußeren Luftdruck aus dem oben
genannten Gründen nur sehr gering ist müssen weder eine
Luftschleuse noch die aufwendigen Luftdruckerzeuger vorgese
hen werden, wie sie bei dem eingangs erläuterten Stand der
Technik erforderlich sind. Auch schadet es nicht, wenn man
die im Portal vorgesehene Tür oder Durchlaßöffnung eine
kurze Zeit offen läßt, da auch dann die im Tunnelinnern
befindliche erwärmte Luft den Tunnel in der gewünschten Form
hält.
Die Anordnung nach der Erfindung ist langgestreckt, kann
über eine relativ große Länge schnell aufgebaut und nach
Durchführung der Arbeiten ebenso schnell wieder abgebaut
werden, um dann am nächstfolgenden Bereich der linienartigen
Baustelle wieder eingesetzt zu werden usw. Zugleich ist der
Vorteil eines Schutzes der Arbeitspersonen und auch der
Arbeitsgeräte gegen Frost und gegen Witterungseinflüsse
gegeben. Insbesondere ist es bei der bevorzugten Ausfüh
rungsform einer Anordnung nach der Erfindung gemäß den
Ansprüchen 4 und 5 ein Vorteil und in Verbindung mit den
übrigen Merkmalen der Erfindung ein synergistischer Effekt,
daß die nach der jeweiligen gesetzlichen Vorschrift einzu
haltende Erwärmung der Innenluft zugleich den Effekt des
Haltes des flexiblen Materials des Tunnels in der gewünsch
ten Form gibt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind den weite
ren Ansprüchen, sowie der nachfolgenden Beschreibung und der
zugehörigen Zeichnung von erfindungsgemäßen Ausführungsmög
lichkeiten zu entnehmen. In der im wesentlichen schemati
schen Zeichnung zeigt:
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht und unter Fortlas
sung von Einzelheiten eine prinzipielle Dar
stellung der Erfindung,
Fig. 2 eine Stirnansicht auf ein Portal mit Warmluft
erzeuger,
Fig. 3 perspektivisch einen Anschlußstreifen zur
Verbindung zweier Tunnels,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung gemäß der Linie IV-IV
in Fig. 1,
Fig. 5 eine Schnittdarstellung gemäß der Linie V-V in
Fig. 4,
Fig. 6 perspektivisch eine Innenansicht gemäß der
Schnittlinie VI-VI in Fig. 1.
Die Tunnels 1, sowie die nachstehend erläuterten Portale 2,
Dichtlappen 3 und Anschlußstreifen 4 bestehen aus einem
flexiblen, luftdichten Material. Hierzu eignen sich beson
ders sogenannte technische Textilien, die mit einer die
Luftdichtheit gewährleistenden Beschichtung versehen sind
und eine große Reißfestigkeit haben.
Fig. 1 zeigt vom Prinzip her die Anordnung nach der Erfin
dung, bestehend aus zwei Tunnels 1, zwei Portalen 2 und
einem die beiden Tunnels 1 verbindenden Anschlußstreifen 4.
Mit 5 ist die Zufuhr erwärmter Luft angedeutet. Ferner sind
Warmlufterzeuger 28 schematisch dargestellt.
Eine Anordnung nach der Erfindung bedarf keines gesonderten
Unterbaues. Vielmehr genügt ein einigermaßen flacher Erdbo
den 6, auf dem die umgeklappten Seitenränder 7 einer den
Tunnel 1 bildenden Plane aus einem der vorgenannten Materia
lien aufliegen. Auf den Oberseiten der abgeklappten Seiten
ränder 7 befinden sich Beschwerungskörper 8, z. B. Sandsäcke.
Gemäß einem bevorzugten Verfahren der Erfindung kann man
hierzu so vorgehen, daß zunächst die Beschwerungen 8 in der
gewünschten Postition und Reihenfolge auf den Erdboden 6
gelegt und danach die Ränder 7 der den Tunnel 1 bildenden
Plane unter die Beschwerungen 8 gesteckt werden. Anschlie
ßend werden die noch zu erläuternden Portale 2 angebracht
und in das Innere 10 des Tunnels erwärmte Luft eingebracht.
Die Temperatur dieser Luft ist höher als die Temperatur der
Außenluft 11, wobei aber der Druckunterschied zwischen der
Außenluft und der Innenluft aus den erläuterten Gründen nur
sehr gering ist. Der Auftrieb der erwärmten Luft im Innen
raum 10 hält die flexible Plane des Tunnels 1 in der ge
wünschten und in den Zeichnungen dargestellten Lage. Die für
die Aufrechterhaltung dieses Haltes notwendige Tempera
turdifferenz wird primär von dem Gewicht der zu haltenden
Plane und den Abmessungen des Tunnels abhängen. Sie kann
beispielsweise im Bereich von 10°C liegen. Diese Temperatur
ist an den hierzu vorgesehenen Geräten 28, bevorzugt han
delsübliche Warmluftbautrockengeräte, einstellbar und damit
den jeweils gegebenen Erfordernissen einer solchen Tunnelan
ordnung anpaßbar. Aufgrund des vorgenannten, sehr geringen
Druckunterschiedes zwischen Innenluft 10 und Außenluft 11
ist es nicht notwendig, jegliche direkte Luftverbindung
zwischen dem Innenraum 10 und der Außenluft zu verhindern.
Auch wenn die im Portal 2 vorgesehene Durchstiegsöffnung 12
für kurze Zeit offengelassen wird, würde dies wegen des
vorgenannten, nur geringen Druckunterschiedes nicht zu einem
plötzlichen Zusammenfallen der Tunnel führen, da auch dann
noch genügend erwärmte und einen Auftrieb besitzende Luft
sich im Innenraum 10 befindet.
In den von den Planen der Tunnel 1 und deren hieraus abgebo
genen Rändern 7 gebildeten Ecken sind Stahlseile 13 unterge
bracht, welche beim vorgenannten Verlegen gespannt werden
und somit dem jeweiligen Tunnel 1 einen weiteren Halt am
Boden und ferner eine Ausrichtung in der gewünschten Posi
tion geben. Zweckmäßigerweise wird man so vorgehen, daß
zunächst die Stahlseite 13 gespannt und danach die Ränder 7
in die in Fig. 4 dargestellte Lage umgeklappt und unter die
Beschwerungen 8 gesteckt werden. Im übrigen wird durch die
Beschwerung 8 nicht nur der jeweilige Tunnel im unteren
Bereich mechanisch gehalten, sondern auch die Ränder 7 so
gegen den Erdboden 6 gedrückt, daß dort keine Luft oder
zumindest nur so wenig Luft austreten kann, daß es den zuvor
erläuterten Auftrieb nicht stört. Es ist im übrigen ein
Vorteil der Erfindung, daß aufgrund der Flexibilität der den
Tunnel bildenden Planen und der Drahtseile eine solche
Tunnelanordnung auch im hügeligen Gelände verlegt werden
kann, d. h. es können die Längsseiten 14 einer in Fig. 1
schematisch dargestellten Tunnelanordnung in Anpassung an
ein hügeliges Gelände bogenförmig verlaufen, wie es in Fig.
5 etwas übertrieben mit Ziff. 14′ strichpunktiert darge
stellt ist.
Die in Zusammenhang mit den Portalen, Dichtlappen und An
schlußstreifen erwähnten Reißverschlüsse dienen dem lösba
ren, luftdichten Anschluß benachbarter Teile, insbesondere
an die jeweilige Plane der Tunnel 1. Vom Prinzip her könnten
auch andere luftdichte und lösbare Verbindungselemente
vorgesehen werden, beispielsweise Klettverschlüsse. Wegen
ihrer leichten Bedienung und auch wegen ihrer Stabilität ist
aber Reißverschlüssen der Vorzug zu geben und dabei insbe
sondere sogenannten, besonders stabilen Industriereißver
schlüssen. Zur sprachlichen Vereinfachung ist daher in der
nachfolgenden Beschreibung und in den Ansprüchen nur noch
von Reißverschlüssen die Rede.
Die Portale 2 sind an ihren bogenförmig umlaufenden Rändern
15 und ferner an ihrem unteren grade verlaufenden Rand 16
jeweils mit einem Reißverschluß versehen. Dabei können die
bogenförmigen Reißverschlüsse 15 zu Beginn und Ende eines
Tunnels jeweils mit der betreffenden Plane 1 verbunden
werden, welche das zugehörige Gegenstück des Reißverschlus
ses 15, 16 aufweist. Sofern die nachstehend noch näher zu
erläuternden Anschlußstreifen 4 zwischen zwei Tunnels 1
vorgesehen sind, können die Reißverschlüsse 15 der Portale 2
auch mit Gegenreißverschlüssen 17 der Anschlußstreifen
zusammen eine lösbare Befestigung des Portales 2 am An
schlußstreifen 4 ergeben. Die Anschlußstreifen 4 dienen zur
Verbindung zweier Tunnel miteinander, so daß mit einer
entsprechenden Zahl von Tunnels und dazwischen befindlichen
Anschlußstreifen die jeweils gegebene Länge einer Linien-
Baustelle überdacht und darüber die gewünschte Arbeitstem
peratur eingehalten werden kann. Hierbei kann es sich um
Rohrverlegungen, Kabelverlegungen, Reparaturen an bestehen
den linienförmigen Anlagen, z. B. Wasserleitungen, im Winter
oder die bereits genannte Verschweißung von Rändern von
Abdeckfolien handeln. Die Breite B eines Tunnels kann bei
spielsweise 4,50 m und seine Höhe H 2,25 m betragen. Die
Erfindung ist aber nicht auf diese Zahlenangaben beschränkt.
Der Anschlußstreifen 4 ist an seinen umlaufenden Außenrän
dern 4′ jeweils mit einem Reißverschluß 18 versehen, der mit
einem Gegenreißverschluß an der jeweiligen Anschluß-Stirn
kante des Tunnels 1 verbunden wird.
Eine Tunnelanordnung muß zumindest an beiden Enden nach
außen abgeschottet sein. Dies geschieht durch die Portale 2.
Das Beispiel der Fig. 1 zeigt sogar drei Portale, nämlich am
linken Ende, in der Mitte und am rechten Ende dieser aus
zwei Tunnels 1 bestehenden Anordnung. Wird in dem links
dargestellten Tunnel 1 gearbeitet, so sind dann auf jeden
Fall die Portale links und in der Mitte zu schließen; bzw.
bei einem Arbeiten in dem rechts dargestellten Tunnel die
beiden Portale in der Mitte und am rechts dargestellten
Ende.
Zumindest ein Portal, bevorzugt alle Portale haben die
erwähnte Durchtrittsöffnung 12, die ebenfalls aus einem
flexiblen, luftdichten Material besteht und durch Reißver
schlüsse 19 mit dem entsprechenden Gegenreißverschluß am
Portal verbindbar ist.
Die Anschlußstreifen sind bevorzugt versteift, indem in sie
in Pfeilrichtung 20 Versteifungsrohre 21 eingesteckt oder
mit ihnen verbunden werden, welche entsprechend der ge
wünschten Außenform des Tunnels gekrümmt sind. Hierzu kann,
wie Fig. 5 zeigt, der jeweilige Anschlußstreifen doppelwan
dig sein, wobei die vorgenannten Rohre 21 in den Raum 22
zwischen den beiden Wänden des Anschlußstreifens 4 einge
steckt sind. Ein bei 17 mit dem Anschlußstreifen verbundenes
Portal kann erforderlichenfalls entfernt werden, ohne dabei
den Zusammenbau und Halt der beiden Tunnel 1 durch den
Anschlußstreifen 4 zu beeinträchtigen. Umgekehrt kann in
eine Verbindung zweier Tunnel 1 mittels eines Anschlußstrei
fens 4 ein Portal 2 durch die Reißverschlüsse 17 eingesetzt
werden.
Fig. 6 zeigt, daß an den Außenenden eines Tunnels (Fig. 1
links und Fig. 1 rechts) zur dichten Verbindung des Portales
2 mit dem Material des Tunnels 1 Dichtlappen 3 vorgesehen
sein können. Sie sind mittels Reißverschlüsse 23 mit dem
bodenseitigen Reißverschluß 16 des Portals und mittels
weiterer Reißverschlüsse 24 mit Gegenreißverschlüssen an den
Abbiegestellen der Ränder 7 am Material des Tunnels 1 lösbar
verbindbar. Der Dichtlappen kann in seinem neben dem Reiß
verschluß 23 gelegenen Bereich ebenfalls mit einem Verstei
fungsrohr 26 versehen sein, das in einem vom Material des
Dichtlappens gebildeten Schlauch eingesteckt oder ander
weitig am Dichtlappen angebracht sein kann. Hiermit ist auch
an dieser Stelle eine lösbare Versteifung gegeben. Die
Aufnahme für das Versteifungsrohr 26 kann sich auch unter
halb des Reißverschlusses 23 und damit unterhalb des Porta
les 2 befinden.
Es ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Anordnung zum
einen die gewünschte Abschottung des Tunnelinnern nach außen
mit einer entsprechend erwärmten Luft und gleichzeitiger
genügender Steifheit bzw. Tragfähigkeit bietet; andererseits
aber schnell und problemlos auf der Baustelle abgebaut und
am noch nicht bearbeiteten Ende der "Linien"-Baustelle
wieder aufgebaut werden kann.
Im Portal 2 können Halterungen 27 für den Luftdurchtritt 5
von den außerhalb des Portales vorgesehenen Warmlaufbau
trockengeräten 28 vorgesehen sein. Die Erzeugung und Auf
rechterhaltung der gewünschten bzw. erforderlichen Tempera
tur im Innenraum 10 kann aber auch in anderer Weise erfol
gen.
Alle dargestellten Merkmale und ihre Kombination untereinan
der sind erfindungswesentlich.
Claims (18)
1. Verfahren zur Erstellung von bauwerkartigen Anordnungen
aus einem flexiblen, luftundurchlässigen Material, wobei
die jeweilige Anordnung im wesentlichen durch die in
ihrem abgeschlossenen Innenraum befindliche Luft gehal
ten wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Halt des
flexiblen Materials durch Erzeugung eines thermischen
Auftriebes der im Innenraum (10) der Anordnung (1)
befindlichen Luftfüllung aufrechterhalten wird, deren
Temperatur höher als die außerhalb (11) der Anordnung
befindliche Temperatur ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
Temperaturdifferenz von ca. 10°C.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Druckdifferenz zwischen der im Innenraum
(10) befindlichen und der außerhalb (11) befindlichen
Luft von dem vorgenannten Temperaturunterschied und dem
damit verbundenen thermischen Auftrieb gebildet wird.
4. Aus flexiblem und luftundurchlässigen Material bestehen
de und einen Innenraum umschließende auf- und abbaubare
bauwerkartige Anordnung, die im wesentlichen durch die
im Innenraum befindliche Luft gehalten ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anordnung für den Einsatz an
bzw. oberhalb linienartiger Baustellen vorgesehen und
tunnelförmig (1) ausgebildet ist, wobei zumindest ein
portalartiger, einen Luftdurchtritt hemmenden Abschluß
(2) des Tunnelinnern (10) vorgesehen ist.
5. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 3 und nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Luft erwärmendes Gerät (28) vorgesehen
und dessen, die erwärmte Luft enthaltenden Ausgang sich
im Tunnelinnern (10) befindet oder damit verbunden ist.
6. Anordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Tunnel (1) einer Anordnung aus etwa recht
eckigen Planen gebildet sind und daß die Längsseitenrän
der (7) der Planen nach innen umgeschlagen und im Tun
nelinnern beschwert (8) sind.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
Seile, bevorzugt Stahlseile (13) im Tunnelinnern (10) im
Bereich der Kante zwischen Seitenrand (7) und Tunnelbe
reich (1) der Plane vorgesehen und gespannt sind.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß Portale (2) mit Reißverschlüssen
(15, 16) am Tunnel (1) angebracht sind und in sich
Durchgangsöffnungen (12) aufweisen, die mittels türarti
gen Planen verschließbar sind, welche z. B. aus dem
gleichen Material wie die Portale bestehen und über
Reißverschlüsse mit den Portalen verbindbar sind.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß sich in zumindest einem Portal (2)
Anschlüsse (5) für die Zufuhr der erwärmten Luft befin
den.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der erwärmten Luft
Warmluftbautrockengeräte (28) vorgesehen sind.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Warmluftbautrockengeräte
(28) in oder an den Portalen (2) befinden.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, gekenn
zeichnet durch Dichtlappen (3), die sich entlang des
unteren Bodenbereiches eines Portales (2) erstrecken und
hiermit, sowie mit den Rändern des Tunnels (1) durch
Reißverschlüsse (23, 24) verbunden sind, wobei die
Dichtlappen bevorzugt in ihrer Längsrichtung versteift
sind.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Verbindung zweier in Längsrich
tung einer Anordnung hintereinander liegende Tunnel (1)
Anschlußstreifen (4) vorgesehen sind, welche die Bogen
form des Tunnelquerschnittes aufweisen und an ihren
Längsrändern Reißverschlüsse (18) besitzen, die zu
Reißverschlüssen an den stirnseitigen Rändern der Tunnel
(1) passen.
14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anschlußstreifen ebenfalls aus einem flexiblen und
luftdichten Material bestehen, und zumindest eine in
Bogenform des Tunnelquerschnittes verlaufende Verstei
fung (21) aufweisen.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
je eine Versteifung (21) in der Nähe jeder Stirnseite
des Anschlußstreifens (4) an diesem vorgesehen und
gehalten ist.
16. Anordnung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeich
net, daß die Anschlußstreifen (4) innenseitig eine
Reißverschlußverbindung (17) zur lösbaren Einbringung
eines Portales (2) aufweisen.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dichtlappen (3) und/oder die
Anschlußstreifen (4) nahe ihrer Reißverschlußverbindun
gen mit dem Portal (2) bzw. dem Tunnel (1) schlaufenar
tig ausgebildet sind und daß in diese Schlaufen die
Versteifungen (26, 21) eingesteckt sind.
18. Verfahren zur Erstellung einer Anordnung nach einem der
Ansprüche 4 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst
eine Positionierung von Beschwerungen entlang der Bau
werkslinie erfolgt, daß anschließend die den Tunnel (1)
bildende Plane mit den Spannseilen (13) entsprechend zu
den Beschwerungen ausgerichtet und die Spannseile (13)
gespannt werden, daß anschließend die Ränder (7) der die
Tunnel bildenden Planen nach innen eingeschlagen und
unter die Beschwerung geschoben werden, daß anschließend
die Portale (2) eingebracht werden und danach das Tun
nelinnere (10) mit erwärmter Luft gefüllt wird.
Priority Applications (1)
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