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DE4328795A1 - Verfahren zur Erzeugung von Ketoximen - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Ketoximen

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DE4328795A1
DE4328795A1 DE4328795A DE4328795A DE4328795A1 DE 4328795 A1 DE4328795 A1 DE 4328795A1 DE 4328795 A DE4328795 A DE 4328795A DE 4328795 A DE4328795 A DE 4328795A DE 4328795 A1 DE4328795 A1 DE 4328795A1
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DE
Germany
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inorganic
reactor
reaction
reaction medium
centrifugal
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Withdrawn
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DE4328795A
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English (en)
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Wolfdieter Klein
Helmut Fluegge
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Individual
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Individual
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C249/00Preparation of compounds containing nitrogen atoms doubly-bound to a carbon skeleton
    • C07C249/04Preparation of compounds containing nitrogen atoms doubly-bound to a carbon skeleton of oximes
    • C07C249/08Preparation of compounds containing nitrogen atoms doubly-bound to a carbon skeleton of oximes by reaction of hydroxylamines with carbonyl compounds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/04Solvent extraction of solutions which are liquid
    • B01D11/0476Moving receptacles, e.g. rotating receptacles
    • B01D11/048Mixing by counter-current streams provoked by centrifugal force, in rotating coils or in other rotating spaces
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/04Solvent extraction of solutions which are liquid
    • B01D11/0488Flow sheets
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
    • C07C2601/14The ring being saturated

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Ketoximen aus Ketonen und Hydroxylamin als Aus­ gangsmaterialien in einem wäßrigen Reaktionsmedium in Gegenwart eines zur Extraktion des Ketoxims aus dem Reaktionsmedium geeigneten organischen Lösungsmit­ tels. Die Erfindung betrifft insbesondere die Durch­ führung eines solchen Verfahrens in einem rotierenden Zentrifugalreaktor, bei dem die durch die Extraktion auf den Inhalt ausgeübten Kräfte dazu genutzt werden, die Ausgangsmaterialien unter Reaktionsbedingungen miteinander in Kontakt zu bringen und die erzeugten Reaktionsprodukte im wesentlichen getrennt nach orga­ nischer und anorganischer Produktphase zu gewinnen.
Verfahren zur Erzeugung von Ketoximen aus Ketonen und Hydroxylamin in wäßrigen sauren Reaktionsmedien sind bekannt und werden industriell in großem Maßstab zur Erzeugung von Cyclohexanonoxim genutzt. Cyclohexanonoxim ist ein wichtiges Zwischenprodukt bei der Erzeugung von Caprolactam.
In der Mehrzahl der bekannten Verfahren wird Cyclo­ hexanonoxim aus Cyclohexanon und Hydroxylammoniumsal­ zen in einem anorganischen Medium hergestellt. Als anorganisches Medium wird vielfach Phosphorsäure ein­ gesetzt. Entsprechend handelt es sich bei den Hydro­ xylammoniumsalzen um die entsprechenden Phosphate. Das anorganische Reaktionsmedium kann zur Herabset­ zung seiner Acidität gepuffert sein, beispielsweise mit Ammoniak.
Zur Erleichterung der Handhabung der Ausgangsmateria­ lien und zur Verbesserung der Trennung der anorgani­ schen von den organischen Produkten wird ferner häu­ fig ein organisches Lösungsmittel eingesetzt, viel­ fach Toluol. Das Toluol besitzt ein ausgezeichnetes Lösungsvermögen für das gebildete Oxim und eine hin­ reichende Hydrophobie, um eine gute Trennung von der am Ende der Reaktion stark wasserhaltigen anorgani­ schen Phase zu bewirken. Weitere Vorteile sind die gute Extrahierbarkeit mit Wasser zur Beseitigung von Resten des anorganischen Reaktionsmediums, die einfa­ che Abtrennung von Restwasser durch azeotrope Destil­ lation und der recht niedrige Siedepunkt, der eine saubere Trennung von dem hochsiedenden Oxim erlaubt. Um bei der destillativen Auftrennung des Toluol/Oxim- Gemisches für das Oxim unzuträgliche Temperaturen zu vermeiden, wird die Destillation zumeist unter ver­ mindertem Druck durchgeführt.
Bei der Umsetzung von Cyclohexanon mit Hydroxylamin­ salzen ist bekannt, die Umsetzung in einer Kaskade von fünf hintereinander geschalteten Rührkesseln und einer nachgeschalteten Neutralisationsstufe durch­ zuführen. Dabei wird sowohl in die Rührkessel als auch in die Neutralisationsstufe Hydroxylamin einge­ führt, in die Neutralisationsstufe zusätzlich Ammo­ niakwasser. Die in diesem Prozeß erhaltene organische Phase wird zunächst in einem Waschprozeß vorgerei­ nigt, danach destillativ in Wasser, Oxim und Lösungs­ mittel aufgetrennt, wobei letzteres in das Verfahren zurückgeführt wird. Die im Prozeß anfallende anorga­ nische Phase wird mittels Pulsationskolonne und nach­ geschaltetem Stripper aufbereitet und gereinigt und vor der Wiederverwendung erneut mit Hydroxylamin angereichert. Die Hydroxylaminbildung kann dabei zugleich verwandt werden, den Gehalt an Ammoniumio­ nen, die über die Neutralisationsstufe hinzugekommen sind, auf das gewünschte Maß einzustellen.
Des weiteren ist bekannt, die Rührkesselkaskade durch eine Kolonne, insbesondere eine Pulsationskolonne, zu ersetzen.
Schließlich sind eine Reihe von Verfahrensvarianten bekannt, bei denen durch die Auswahl der Reaktionsbe­ dingungen und des Reaktionsmedium Einfluß auf die Reinheit des Produkts und die Reaktionsgeschwindig­ keit genommen werden soll.
Allen genannten Verfahren ist ein großer apparativer Aufwand gemein. Zusätzlich muß aufgrund der Reaktionsbedingungen in allen Verfahren ein großer Überschuß an Hydroxylamin in einer entsprechend großen Menge des anorganischen Mediums verwandt werden, wodurch ein erheblicher technischer Reini­ gungsaufwand für das gewünschte Produkt entsteht und große Volumina der im Kreis geführten Lösungsmittel und anorganischen Reaktionsmedien anfallen.
Demgemäß besteht die Aufgabe der Erfindung darin, die Verfahrensführung so zu gestalten, daß die Reaktion im wesentlichen stoichiometrisch gefahren werden kann. Zugleich soll der bislang erhebliche apparative Aufwand insbesondere in der Reaktionsstufe, aber auch in den Stufen zur Neutralisation, Wäsche und Aufbereitung der einzelnen Reaktionsphasen, vermin­ dert werden.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs genannten Art gelöst, bei dem die Ausgangsmaterialien und das anorganische Reaktionsmedium in einen mit ho­ her Drehzahl um eine Rotationsachse rotierenden Zen­ trifugalreaktor mit einer Vielzahl von die Rotati­ onsachse konzentrisch umgebenden, durch perforierte Wände getrennten Reaktionsräumen eingebracht und darin unter Reaktionsbedingungen in Kontakt gebracht werden und Reaktionsprodukte im wesentlichen getrennt nach organischer und anorganischer Produktphase ge­ wonnen werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise kon­ tinuierlich durchgeführt. Als hydroxylaminhaltiges anorganisches Reaktionsmedium dient insbesondere Phosphorsäure, die einen mehr oder weniger großen An­ teil Wasser enthalten kann. Das Reaktionsmedium kann ferner zur Kontrolle des pH-Wertes einen geeigneten Puffer enthalten, insbesondere Ammoniumionen.
Es versteht sich, daß erfindungsgemäß unter Hydro­ xylamin Hydroxylamin selbst und seine Säureadditions­ salze, je nach eingesetztem anorganischem Reaktions­ medium, verstanden werden. Als Hydroxylammoniumsalze wurden bisher die Sulfate, Chloride und Acetate, ein­ gesetzt.
Der im erfindungsgemäßen Verfahren zum Einsatz kom­ mende Zentrifugalreaktor ist vorzugsweise ein soge­ nannter Podbielniak, wie er beispielsweise von der Firma Baker Perkins, Saginaw, Michigan, USA unter den Bezeichnungen POD oder Podbielniak (eingetragene Wa­ renzeichen)hergestellt und angeboten wird. Ein sol­ cher Podbielniak kann für Extraktionen, Phasen­ trennungen, Reaktionen und Wäschen eingesetzt werden, auch für Kombinationen davon.
Ein Podbielniak ist, wie andere Zentrifugalreaktoren auch, eine kompakte Zentrifugenvorrichtung, die ein Vielfaches der Schwerkraft auf darin befindliche Flüssigkeiten ausüben kann. Durch Zentrifugalkräfte werden schwerere Flüssigkeiten gegen die Peripherie des Rotors abgedrängt, die dabei leichtere Flüssig­ keiten gegen die Welle hin verdrängen. Dies geschieht aufgrund der erreichbaren hohen Drehzahlen mit außer­ ordentlich hoher Effizienz und kurzen Verweilzeiten.
Konstruktiv besteht ein Podbielniak aus einer an einer Achse gelagerten Reaktortrommel, in der sich eine Vielzahl von die Rotationsachse konzentrisch und schalenförmig umgebenden, durch perforierte Wände ge­ trennten Reaktionsräumen befinden. Mehrere Einlässe und Auslässe für die Reaktionsflüssigkeiten befinden sich in der Welle und sind über Speiseröhren, die sich radial durch die perforierten Wände erstrecken, mit den jeweils gewünschten Reaktionsräumen verbun­ den. Auf diese Weise ist es möglich, Flüssigkeiten gezielt in die Reaktionsräume einzubringen und daraus abzuziehen. Unter dem Einfluß der ausgeübten Kräfte bewegen sich schwerere Flüssigkeiten an die Periphe­ rie des Reaktors und leichtere an die Welle. Diese Bewegungen können für Trennungen, Gegenstromextrak­ tionen, Wäschen und Reaktionen ausgenutzt werden und die dabei entstandenen, nach ihrem spezifischen Ge­ wicht getrennten Fraktionen gezielt abgezogen werden.
Im erfindungsgemäßen Verfahren wird ein solcher Reak­ tor insbesondere zur Durchführung der Reaktion zwi­ schen dem jeweiligen Keton und dem Hydroxylamin bzw. Hydroxylaminsalz im anorganischen Reaktionsmedium in Gegenwart eines geeigneten organischen Lösungsmittels eingesetzt. Vorzugsweise werden dabei die Ausgangs­ materialien im Gegenstrom miteinander in Kontakt gebracht. Dazu werden die spezifisch leichteren Aus­ gangsmaterialien, das sind in der Regel das Keton und organisches Lösungsmittel, in einen Reaktionsraum im Bereich der Peripherie des Reaktors eingeführt und die spezifisch schwereren Ausgangsmaterialien, das sind in der Regel die Hydroxylaminsalzlösung in dem anorganischen Reaktionsmedium, in einen Reaktionsraum im Bereich der Rotationsachse. Der Begriff "Reaktionsraum" ist dabei als die Rotationsachse konzentrisch umgebendes Reaktorsegment zu verstehen, das durch jeweils eine die Achse konzentrisch umge­ bende perforierte Wand gegen ein weiter innen und ein weiter außen liegendes Segment abgegrenzt ist. Die Umschreibungen "im Bereich der Peripherie des Reak­ tors" und "im Bereich der Rotationsachse des Reak­ tors" bezeichnen Reaktorräume bzw. -segmente, die an die inneren unmittelbar an der Außenwandung und an der Rotationsachse bzw. Welle liegenden Reaktorseg­ mente angrenzen. Die Begriffe sind dabei aber nicht so zu verstehen, daß diese unmittelbar an der Peripherie und der Rotationsachse liegenden Reaktor­ segmente einbeziehen. In diesen unmittelbar an die Peripherie bzw. Rotationsachse angrenzenden Reaktor­ segmenten werden die spezifisch schwerere anorgani­ sche Produktphase bzw. die spezifisch leichtere orga­ nische Produktphase abgezogen.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren anfallende anorga­ nische Produktphase enthält in der Regel in mehr oder weniger geringen Mengen Ausgangsketon und Produkt­ ketoxim. Es ist zweckmäßig, diese organischen Reste zu extrahieren, was zweckmäßigerweise im Gegenstrom mit dem jeweils dem Verfahren eingesetzten Lösungs­ mittel geschieht. Dies kann in einem separaten Ver­ fahrensschritt in einer externen Extraktionsanlage erfolgen, die auch auf dem Zentrifugal- oder Podbiel­ niakprinzip beruht, geschieht vorzugsweise aber eben­ falls im Zentrifugalreaktor selbst, wobei das organi­ sche Lösungsmittel in einem Reaktionsraum zwischen dem Zugabepunkt der spezifisch leichteren Ausgangsma­ terialien und dem Abzugspunkt der anorganischen Pro­ duktphase eingebracht wird. Auf diese Weise wird er­ reicht, daß die anorganische Produktphase mit keton­ freiem Lösungsmittel im Gegenstrom ausgewaschen wird, wobei sich die anorganische Produktphase weiter zur Reaktorperipherie bewegt, das Lösungsmittel dagegen in Richtung auf die Reaktorwelle. Bei dem zur Extrak­ tion verwandten Lösungsmittel handelt es sich vor­ zugsweise um das gleiche organische Lösungsmittel, das auch im Zentrifugalreaktor zum Einsatz kommt oder um eine Komponente eine dort verwandten Lösungsmit­ telmischung. Bei externer Extraktion können aber auch andere Lösungsmittel zum Einsatz kommen.
Es ist ferner zweckmäßig, die organische Produktphase vor der weiteren Verarbeitung zu neutralisieren. Dies geschieht üblicherweise durch Verwendung von wäßrigem Ammoniak, der bei der Regenerierung der anorganischen Produktphase problemlos beseitigt werden kann. Diese Wäsche kann in einem externen Verfahrensschritt in einem gesonderten Wäscher, der zweckmäßigerweise ebenfalls nach dem Zentrifugal- oder Podbielniakprin­ zip betrieben wird, erfolgen, geschieht aber vorzugs­ weise im bei der Reaktion verwandten Zentrifugal­ reaktor. Dazu wird das wäßrige Ammoniak in einer zur Neutralisation mindestens benötigten Menge in einen Reaktionsraum zwischen dem Zugabepunkt der spezifisch schwereren Ausgangsmaterialien und dem Abzugspunkt der organischen Produktphase eingebracht. Zur Ver­ vollständigung der Oximierung kann es vorteilhaft sein, das wäßrige Ammoniak zusammen mit Hydroxylamin und anorganischem Reaktionsmedium einzubringen, um noch vorhandene Reste an Ausgangsketon umzusetzen.
In einem weiteren Schritt kann die organische Pro­ duktphase mit Wasser gewaschen werden, um anorgani­ sche Restbestandteile auszuwaschen, insbesondere an­ organisches Reaktionsmedium und Neutralisationsmit­ tel. Auch dies geschieht zweckmäßigerweise im Gegen­ strom und kann extern in einem eigenen Wäscher der nach dem Zentrifugal- oder Podbielniakprinzip arbei­ ten kann oder intern im Zentrifugalreaktor selbst durchgeführt werden. Wird die Wäsche im Zentrifugal­ reaktor vorgenommen, wird dazu Wasser in einen Reak­ tionsraum zwischen dem Zugabepunkt des wäßrigen Ammo­ niaks und dem Abzugspunkt der organischen Pro­ duktphase eingebracht.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbeson­ dere zur Herstellung von Ketoximen aliphatischer und alicyclischer Ketone mit bis zu 10 C-Atomen und ganz besonders von Cyclohexanonoxim. Die Oximierungsreak­ tion selbst ist bekannt. Als Lösungsmittel werden üb­ liche organische Lösungsmittel eingesetzt, die ein Lösungsvermögen für das Ausgangsketon und das Produktoxim besitzen und mit dem flüssigen anorgani­ schen Reaktionsmedium im wesentlichen nicht mischbar sind. Besonders geeignet sind aliphatische und aroma­ tische Kohlenwasserstoffe mit einem Siedepunkt im Be­ reich von 60 bis 160°C, wie Benzol, Toluol, Xylol oder andere niedere Alkylbenzole. Bevorzugtes Lö­ sungsmittel ist Toluol. Mischungen können verwandt werden. Es empfiehlt sich, bei der Auswahl des Lö­ sungsmittels dessen spezifisches Gewicht zu berück­ sichtigen, um eine saubere Phasentrennung zu begün­ stigen.
Die Erfindung wird durch die beiliegenden Abbildungen näher erläutert. Von diesen zeigt
Fig. 1 eine schematische Übersicht über ein bekanntes Verfahren zur Oximierung von Cyclohexanon,
Fig. 2 das Funktionsprinzip eines Podbielniaks und
Fig. 3 schematisch die Zugabepunkte der einzelnen Materialien in einen Zentrifugalreaktor gemäß einer bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Fig. 1 gibt eine schematische Übersicht über ein be­ kanntes Verfahren zur Oximierung von Cyclohexanon, bei dem ausgangs Cyclohexanon und Lösungsmittel über eine Leitung 1 und Hydroxylamin/Phosphorsäure über eine Leitung 2 in eine Pulsationskolonne 3 geführt werden. Die erzeugte Oximlösung wird über die Leitung 4 einem Neutralisator 5 zugeführt, der über die Lei­ tungen 6 mit Phosphorsäure/Hydroxylamin und 7 mit wäßrigem Ammoniak geschickt wird. Die neutralisierte Oximlösung gelangt über die Leitung 8 in die Wäsche 9, die wäßrige Neutralisationsphase über die Lei­ tungen 10 und 2 in die Pulsationskolonne 3.
Aus dem Wäscher 9 wird über die Leitung 11 die Wasch­ lösung der Destillationskolonne 12 zur Abtrennung or­ ganischer Restbestandteile zugeführt. Gewaschene Oximlösung wird- über die Leitung 13 und einen Separa­ tor 14 ab- und der Feindestillation zur Abtrennung des Toluols zugeführt.
Die in der Pulsationskolonne 3 anfallende wäßrige Phosphorsäurephase wird über die Leitung 15 einer Pulsationskolonne 16 zugeführt und gelangt von dort über die Leitung 17 in einen Stripper 18. Vom Strip­ per 18 wird die gereinigte und angereicherte Phos­ phorsäure über die Leitung 19 zurückgeführt, um von Restammoniak befreit und mit Hydroxylamin angerei­ chert zu werden. Die in der Pulsationskolonne 16 ab­ getrennte Lösungsmittelphase, die aus über die Lei­ tung 20 zugeführtem Frischtoluol und Extrakt aus der anorganischen Phase besteht, gelangt über die Leitung 21 in einen Behälter 22, dem auch die aus dem Strip­ per 18 abgeführten Lösungsmittelbestandteile über die Leitung 23 zugeführt werden. Das Toluol wird über die Leitung 24 in das Verfahren zurückgeführt. Die ein­ zelnen Ströme werden mittels üblicher Maßnahmen ge­ fördert, aufgeheizt oder abgekühlt.
Erfindungsgemäß wird nun die in der Pulsationskolonne 3 durchgeführte Reaktion in einem Zentrifugalreaktor vorgenommen. Ebenso können die in der Neutralisation 5, der Wäsche 9 und der Pulsationskolonne 16 vorge­ nommenen Verfahrensschritte in einer nach dem Zentri­ fugalprinzip funktionierenden Vorrichtung vorgenommen werden. Besonders bevorzugt ist es aber, die in der Pulsationskolonne 3 ablaufende Reaktion mit der Neu­ tralisation in Neutralisator 5 in einem Zentrifugal­ reaktor zusammenzufassen. In dieses Gesamtverfahren kann gegebenenfalls auch die Wäsche der anorganischen Phase, die herkömmlicherweise in der Pulsationsko­ lonne 16 und im Stripper 18 abläuft, sowie die Wäsche der organischen Phase im Wäscher 9 einbezogen werden. Erforderlich ist hierzu lediglich eine entsprechende Ausbildung des Zentrifugalreaktors mit der notwendi­ gen Anzahl von Aufgabesektionen.
Fig. 2 zeigt die Wirkungsweise eines herkömmlichen Zentrifugalreaktors 31 mit einer Vielzahl von um die Reaktionsachse 32 angeordneten Reaktionsräumen oder Reaktorsegmenten 33. Die Reaktorräume bzw. Reaktor­ segmente 33 sind durch Trennwände voneinander abge­ grenzt, die aber eine Vielzahl von Perforationen auf­ weisen und somit für darin befindliche Flüssigkeiten durchgängig sind.
Während des Betriebes rotiert der Reaktor in der an­ gegebenen Richtung. Flüssigkeiten werden über die Ro­ tationsachse 32 zugeführt und abgezogen. Zugabe und Abzug erfolgen über von der Rotationsachse 32 aus­ gehende Speise- und Abzugsröhren (nicht gezeigt), die das jeweils gewünschte Reaktorsegment mit der Rotationsachse verbinden. Insbesondere erfolgt der Betrieb so, daß schwerere Komponenten S in ein Reak­ torsegment 33 im Bereich bzw. in der Nähe der Rotationsachse aufgegeben und aus dem unmittelbar an die Reaktorperipherie angrenzenden Raum 34 abgezogen werden. Die leichteren Komponenten werden in ein Reaktorsegment 33 im Bereich der Peripherie aufgege­ ben und aus den unmittelbar an die Rotationsachse an­ grenzenden Raum 35 abgezogen. Voraussetzung ist, daß die abgezogenen schweren und leichten Komponenten nicht miteinander mischbar sind und sich entsprechend ihrem spezifischen Gewicht im vollständig mit der Mi­ schung gefüllten Zentrifugalreaktor nach außen bzw. innen bewegen können. Auf diese Art und Weise können auf elegante Weise Reaktionen, Extraktionen und Wä­ schen im Gegenstromprinzip durchgeführt werden und äußerst effiziente Phasentrennungen in kurzer Zeit herbeigeführt werden.
Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt aus dem Zentrifugalre­ aktor von Fig. 2 mit den Reaktorsegmenten 33, dem peripheren Raum 34, aus dem die schweren Reaktions­ produkte S abgezogen werden und dem unmittelbar an die Rotationsachse 32 angrenzenden Raum 35, aus dem die leichten Reaktionsprodukte L abgezogen werden. Die Aufgabe der schweren Komponenten erfolgt in die Reaktorsegmente 33 im Bereich der Rotationsachse 32, die der leichteren Komponenten in die Reaktorsegmente 33 im Bereich der Peripherie oder Außenwand 36, wobei die Segmente 34 und 35, aus denen Produkte abgezogen werden, nicht der Aufgabe dienen. Am weitesten außen ,d. h. hin zum Segment 34, erfolgt die Aufgabe von Lösungsmittel I, insbesondere Toluol, daß zur Wäsche der abgezogenen anorganischen schweren Phase S dient. Weiter zum Reaktorkern hin wird das Keton, hier Cyclohexanon C, zumeist im Gemisch mit dem jeweils verwandten Lösungsmittel T aufgegeben. Diese beiden Komponenten wandern im vollständig mit Reaktionsmi­ schung gefüllten Zentrifugalreaktor aufgrund ihres geringen spezifischen Gemisches in Richtung auf die Rotationsachse 32 und werden dabei mit dem im Bereich der Rotationsachse 32 aufgegebenen Neutralisationsmittel N und Hydroxylamin/Phosphorsäuregemisch H intensiv durchmischt und zur Reaktion gebracht. Das Neutralisationsmittel N bewirkt die abschließende Neutralisation der organischen Produktphase L vor dem Abzug aus dem Reaktor. Das Neutralisationsmittel ist vorzugsweise eine Mischung wäßrigem Ammoniak mit Phosphorsäure und Hydroxylamin, wodurch gleichzeitig das Reaktionsgleichgewicht günstig beeinflußt wird.

Claims (15)

1. Verfahren zur Erzeugung von Ketoximen aus Ketonen und Hydroxylamin als Ausgangsmaterialien in einem anorganischen Reaktionsmedium in Gegenwart eines zur Extraktion des Ketoxims aus dem Reaktions­ medium geeigneten organischen Lösungsmittels, da­ durch gekennzeichnet, daß die Ausgangsmaterialien und das anorganische Reaktionsmedium in einen mit hoher Drehzahl um eine Rotationsachse rotierenden Zentrifugalreaktor mit einer Vielzahl von die Rotationsachse konzentrisch umgebenden, durch per­ forierte Wände getrennten Reaktionsräumen einge­ bracht und darin unter Reaktionsbedingungen in Kontakt gebracht werden und Reaktionsprodukte im wesentlichen getrennt nach organischer und anorga­ nischer Produktphase gewonnen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Cyclohexanonoxim aus Cyclohexanon und Hydro­ xylamin erzeugt wird.
3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es in einem phosphor­ sauren Reaktionsmedium durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es kontinuierlich durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsmateria­ lien im Gegenstrom miteinander in Kontakt gebracht werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß spezifisch leichtere Ausgangsmaterialien in einen Reaktionsraum im Bereich der Peripherie des Reaktors und spezifisch schwerere in einen Reakti­ onsraum im Bereich seiner Rotationsachse einge­ führt werden und eine spezifisch leichtere organi­ sche Produktphase an der Rotationsachse und eine spezifisch schwerere anorganische Phase an der Peripherie abgezogen werden.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die anorganische Pro­ duktphase im Gegenstrom mit organischem Lösungs­ mittel extrahiert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion der anorganischen Produktphase in einem Zentrifugalextraktor vorgenommen wird, vorzugsweise dem in Anspruch 1 genannten Zentrifu­ galreaktor.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die organische Pro­ duktphase im Gegenstrom neutralisiert wird, vor­ zugsweise mit wäßrigem Ammoniak.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Neutralisation der organischen Produktphase in einem Zentrifugalreaktor vorgenom­ men wird, vorzugsweise dem in Anspruch 1 genannten Zentrifugalreaktor.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich­ net, daß wäßriges Ammoniak zusammen mit Hydro­ xylamin und anorganischem Reaktionsmedium einge­ bracht wird.
12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die organische Pro­ duktphase im Gegenstrom mit Wasser gewaschen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich­ net, daß die Wäsche in einem Zentrifugalwäscher vorgenommen wird, vorzugsweise dem in Anspruch 1 genannten Zentrifugalreaktor.
14. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel ein Kohlenwasserstoff mit einem Siedepunkt im Bereich von 60 bis 160°C verwandt wird, vorzugsweise Ben­ zol, Toluol oder Xylol.
15. Verwendung eines Zentrifugalreaktors, insbeson­ dere eines Podbielniak-Reaktors, in einem Verfah­ ren zur Erzeugung von Ketoximen aus Ketonen und Hydroxylamin als Ausgangsmaterialien in einem wäßrigen Reaktionsmedium in Gegenwart eines zur Extraktion des Ketoxims aus dem Reaktionsmedium geeigneten organischen Lösungsmittels.
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