DE4312340A1 - Dübel - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen in ein Bohrloch oder
dergleichen einsetzbaren, selbstklemmenden Dübel.
Derartige Dübel sind im Stand der Technik bekannt.
Beispielsweise werden solche Dübel benutzt, um elektrische
Rohrleitungen, Kabel oder dergleichen an Wänden zu
befestigen. Dabei wird in die Wand in gleichen Abständen
ein Bohrloch eingebracht, in welches jeweils ein Dübel
eingeschoben wird. Der Dübelkörper weist dabei eine solche
Ausbildung auf, daß er mit geringem Kraftaufwand in ein
Bohrloch eingedrückt werden kann, wobei der Dübel sich
allerdings unter angreifender Zugkraft an die Bohrungs
wand anlegt und den üblichen Belastungsfällen standhalten
kann.
Bei den bekannten Ausbildungen dieser Art wird als
nachteilig angesehen, daß der in das Bohrloch eingebrachte
Dübel zunächst um ein geringes Maß zurückgezogen werden
muß, um das kraftflüssige Anlegen des Dübels an die
Bohrungswand zu erreichen. Hieraus resultiert ein
konstruktionsbedingter Überstand des Dübels bzw.
Dübelkopfes über die mit dem Bohrloch versehene Wandung.
Dies ist insbesondere dann nachteilig, wenn allein durch
das Eindrücken des Dübels mit dem Dübel beispielsweise
ein Kanalteilstück oder eine Befestigungsschelle gehaltert
werden soll, da ein spielfreies Anlegen des Kanalteil
stückes oder des Befestigungselementes an die Wand durch
den Dübel praktisch nicht möglich ist, da dieser zum
Erreichen der Klemmwirkung ein wenig zurückgezogen werden
muß, woraus sich ein Spiel zwischen den entsprechenden
Befestigungselementen und der Wand ergibt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein Dübel gattungsgemäßer Art zu
schaffen, der bei einfacher Fertigung einen bündigen
Einbau in ein Bohrloch oder dergleichen ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß der
Dübel aus zwei Teilkörpern besteht, die zusammen den
zylindrischen Dübel bilden und die eine in Dübellängs
richtung verlaufende Trennebene besitzen, daß die
Teilkörper auf ihren einander zugewandten Flächenbereichen
an der Trennebene eine sägezahnartige Keilflächenaus
bildung aufweisen, so daß die Teilkörper in
Einsetzrichtung des Dübels in ein Bohrloch begrenzt
zueinander in Längsrichtung des Dübels verschiebbar sind,
derart, daß der Gesamtdurchmesser der beiden Teilkörper
beim Einschieben des Dübels in ein Bohrloch gleich wie
oder kleiner als der Bohrlochdurchmesser ist und bei
am eingeschobenen Dübel angreifenden axialen Auszugs
kräften der Gesamtdurchmesser durch die axiale
Verschiebung der Keilflächen zueinander so vergrößert
ist, daß der Dübelmantel kraftschlüssig gegen die Bohr
lochwandung gepreßt ist.
Solche Dübel werden aus Kunststoff gefertigt, wobei der
Dübel aus zwei separaten Elementen bestehen kann. Ein
derartig ausgebildeter Dübel ist in einfacher Weise in
eine entsprechende Bohrung einzusetzen und auch in dieser
Bohrung kraftschlüssig zu verankern, um entsprechende
Zugkräfte auf den Dübel übertragen zu können. Sofern
beim Einbau des Dübels nicht schon ohne weiteres erreicht
wird, daß sich der Dübelmantel in Folge des
Zusammenwirkens der Keilflächenausbildungen an der
Bohrlochwandung kraftschlüssig abstützt, so kann dies
zumindest mit geeigneten Hilfsmitteln erreicht werden.
Beispielsweise kann der zweite verschiebliche Teilkörper
mit einem geeigneten Werkzeug nach dem Einsetzen des
Dübels in das entsprechende Bohrloch weiter vorgetrieben
werden, wobei das Werkzeug beispielsweise den dazu
gelochten Kopfbereich des Dübels durchgreifen kann oder
unmittelbar auf die Stirnfläche des zweiten
verschieblichen Dübelteiles einwirken kann, sofern dessen
Kopfseite von der Einsatzöffnung der Lochung her
zugänglich ist. Auch ist es möglich, zwischen den beiden
Teilkörpern elastische Mittel anzuordnen, mittels derer
es einerseits möglich ist, beim Einschieben des Dübels
die beiden Teilkörper zueinander unter Vorspannung des
elastischen Mittels zwangsläufig durch das Angreifen
der Dübelmantelteile an der Bohrlochwandung so zu
verschieben, daß ein leichtes Einschieben des Dübels
in die Lochung ermöglicht ist, wobei nach Erreichen der
Endlage durch das elastisch vorgespannte Mittel der eine
Teilkörper gegenüber dem anderen Teilkörper weiter in
Richtung der Eintreibrichtung des Dübels in das Loch
verschoben werden kann, so daß hierdurch aufgrund der
Zusammenwirkung der Keilflächen eine Verriegelung des
Dübels innerhalb der Bohrlochwandung erreicht ist.
Bevorzugt ist vorgesehen, daß der eine den Dübel bildende
Teilkörper aus einem von einem endseitig befestigbaren
oder angeformten Flansch abragende zylindrischen Teilstück
und einem zum freien Dübelende sich fortsetzende
halbschalenartigen Teilstück besteht, dessen ebene
Längs-Begrenzungsfläche die Keilflächenausbildung aufweist
und der zweite Teilkörper aus einem Element besteht,
das ebenfalls halbschalenartig ausgebildet ist und eine
komplementäre Keilflächenausbildung auf der ebenen Längs-
Begrenzungsfläche aufweist, wobei der zweite Teilkörper
das halbschalenartige Teilstück des ersten Teilkörpers
zu einer Vollschale ergänzt.
Durch diese Ausbildung ist eine eindeutige Führung des
Dübels am Mündungsbereich des Bohrloches in der Einbau
sollage gewährleistet, während dennoch eine leichtgängige
Bewegungsmöglichkeit des zweiten Teilkörpers gewährleistet
ist.
In an sich bekannter Weise ist vorgesehen, daß beide
Teilkörper an ihrem in Einsteckrichtung vorn liegenden
Ende verjüngt sind.
Desweiteren ist in an sich bekannter Weise vorgesehen,
daß die Teilkörper auf ihrer halbkreisförmig gebogenen
Mantelfläche widerhakenartige Ausnehmungen aufweisen.
Eine besonders bevorzugte Weiterbildung wird darin
gesehen, daß beide Teilkörper über einen bandförmigen,
vorzugsweise angeformten Materialstreifen an ihrem in
Einsteckrichtung vorn liegenden Ende verbunden sind.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, daß der Materialstreifen
beim Einstecken des Dübels in ein Bohrloch durch die
quasi parallel Verschiebung der Teilstücke stramm gezogen
oder sogar elastisch vorgespannt ist.
Durch diese Ausbildung ist gewährleistet, daß beim
Einsetzen des Dübels in ein Bohrloch eine Bewegung der
Teilkörper zur Verminderung des Gesamtdurchmessers des
Dübels möglich ist, wobei bei dieser durch die Bohrloch
wandung bewirkten Bewegung eine elastische Vorspannung
des bandförmigen Materialstreifens erfolgt, so daß nach
Erreichen der Sollposition unter teilweise oder
vollständiger Entspannung dieses Materialstreifens der
zweite Teilkörper relativ zum ersten Teilkörper so
verschoben wird, daß in Folge der Keilflächen eine
Durchmesservergrößerung des aus den beiden Teilkörpern
gebildeten Dübels erfolgt und dieser somit kraftschlüssig
gegen die Wandung des Bohrloches gespannt ist.
Eine bevorzugte Weiterbildung, die in Kombination oder
auch alternativ vorgesehen sein kann, wird darin gesehen,
daß der zweite Teilkörper über einen bandförmigen,
vorzugsweise angeformten Materialstreifen an seinem
in Einsteckrichtung hinten liegenden Ende, vorzugsweise
an seiner dort befindlichen Stirnfläche mit dem
zylindrischen Teilstück des ersten Teilkörpers verbunden
ist, wobei das andere Ende des Bandstreifens vorzugsweise
an der der Stirnfläche des zweiten Teilkörpers
zugewandten Stirnfläche des zylindrischen Teilstücks
des ersten Teilkörpers befestigt oder angeformt ist,
und daß der Bandstreifen bei in ein Bohrloch
eingeschobenem Dübel nach Art einer Druckfeder sich an
der Stirnfläche des zylindrischen Teilstücks des ersten
Teilkörpers und der Stirnfläche des zweiten Teilkörpers
abstützt.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, daß der Bandstreifen
in der Einbaulage des Dübels von der radial außenliegenden
Randkante der Stirnfläche des zylindrischen Teilstückes
zunächst parallel zur Dübellängsachse verläuft und sich
in diesem Bereich an der Bohrlochwandung radial abstützt,
dann in einen S-förmig gebogenen Bereich übergeht, dessen
erste Biegung sich an der Stirnfläche des zweiten Teil
körpers nahe der radial außenliegenden Randkante abstützt,
und dessen zweite gegenläufige Biegung in einen axial
gerichteten Teil übergeht, der an der radial
innenliegenden Randkante der Stirnfläche des zweiten
Teilstückes in dieser übergehend endet.
Auch durch diese Ausbildung ist gewährleistet, daß der
Dübel in einfacher Weise in das Bohrloch eingedrückt
werden kann und dabei ohne axiale Rückwärtsbewegung ein
Verspannen des Dübels gegen die Lochungswandungen des
Bohrloches erfolgt. Diese Verspannung wird dadurch
bewirkt, daß beim Einschieben des Dübels der Material
streifen quasi wie eine Druckfeder vorgespannt wird,
wenn nämlich beim Einschieben des Dübels der zweite
Teilkörper relativ zum ersten Teilkörper unter Anlage
der Keilflächen verschoben wird, so daß eine Durchmesser
verringerung des Gesamtdübels erreicht wird. Nach
Erreichen der Endlage entspannt sich der elastisch
vorgespannte Materialstreifen, wodurch eine Axial-
Verschiebung des zweiten Teilkörpers relativ zum ersten
Teilkörper erfolgt, bis beide Teilkörper mit ihren Mantel
flächen an der Wandung des Bohrloches anliegen. Die
Verspannung des Dübels innerhalb des Bohrloches erfolgt
damit ohne daß der Dübel insgesamt axial entgegen der
Einsteckrichtung zurückgezogen werden müßte.
Bei den vorstehend geschilderten Ausführungsformen ist
insbesondere eine einstückige Ausbildung aller Dübelteile
einschließlich des Materialstreifens bevorzugt, wobei
der gesamte Dübel aus Kunststoff gefertigt ist.
Desweiteren ist bevorzugt vorgesehen, daß der erste
Teilkörper auf seiner halbkreisförmig gebogenen
Mantelfläche mit weitem axialen Abstand voneinander einige
radial verlaufende Keilkerben aufweist.
Auch ist bevorzugt vorgesehen, daß der zweite Teilkörper
auf seiner halbkreisförmigen Mantelfläche mit engem
axialem Abstand voneinander eine Vielzahl von radial
verlaufenden Keilkerben aufweist.
Hierdurch wird die Klemmkraft zwischen Dübel und Lochungs
wandung noch weiter positiv beeinflußt.
Eine bevorzugte Einzelheit wird darin gesehen, daß der
erste Teilkörper auf der dem zweiten Teilkörper
zugewandten Fläche mit axialem vorzugsweise gleichmäßigem
Abstand voneinander drei Keilflächen aufweist, die vom
axial außenliegenden Dübelende zur Dübelspitze ansteigende
Neigung haben und jeweils in einem vorzugsweise
rechtwinkligen Rücksprung enden, und daß der zweite
Teilkörper auf seiner Korrespondenzfläche entgegengesetzt
geneigte Keilflächen gleichen Keilwinkels mit Rücksprüngen
aufweist.
Ferner kann auch bevorzugt sein, daß der am ersten
Teilkörper rastbefestigte oder angeformte Flansch
Bestandteil einer Klemmschelle für Installationsmaterial
ist.
Ausführungsbeispielse der Erfindung sind in der Zeichnung
gezeigt und im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Dübel in Ansicht;
Fig. 2 desgleichen in einer um 90° verdrehten Lage;
Fig. 3 den Dübel gemäß Fig. 1 von unten gesehen;
Fig. 4 eine Variante in der Darstellung gemäß
Fig. 1;
Fig. 5 eine Einzelheit der Variante gemäß Fig. 4 in
um 90° gedrehter Lage;
Fig. 6 die Ausführungsform nach Fig. 4 in der Einbau
situation;
Fig. 7 eine Variante in der Ansicht gemäß Fig. 1;
Fig. 8 die Variante in der Einbausituation.
In den Zeichnungen ist ein in ein Bohrloch oder
dergleichen einsetzbarer selbstklemmender Dübel 1 gezeigt.
Der Dübel 1 besteht aus zwei Teilkörpern 2, 3, die zusammen
(in der Einbaulage) den zylindrischen Dübel 1 bilden.
Diese beiden Teilkörper 2, 3 weisen eine in
Dübellängsrichtung verlaufende Trennebene auf. Die Teil
körper 2, 3 besitzen auf ihren einander zugewandten
Flächenbereichen 4, 5 an der Trennebene eine sägezahnartige
Keilflächenausbildung, so daß die Teilkörper 2, 3 in
Einsetzrichtung in ein entsprechendes Bohrloch 6 einer
Wandung 7 begrenzt zueinander in Längsrichtung des Dübels
1 verschiebbar sind. Durch diese Verschiebbarkeit ist
es ermöglicht, daß der Gesamtdurchmesser der beiden
Teilkörper 2, 3 beim Einschieben des Dübels 1 in ein Bohr
loch 6 gleich oder kleiner ist als der
Bohrlochdurchmesser, während bei am eingeschobenen Dübel
1 angreifenden axialen Auszugskräften der
Gesamtdurchmesser durch axiale Verschiebung der
Keilflächen zueinander so vergrößert ist, daß der Dübel
mantel kraftschlüssig gegen die Bohrlochwandung des
Bohrloches 6 gepreßt ist, wie beispielsweise in Fig.
6 und 8 ersichtlich.
Der eine den Dübel 1 bildende Teilkörper 2 besteht aus
einem von einem endseitig am Dübel 1 befestigbaren (Aus
führungsform Fig. 1 bis 6) oder angeformten (Fig. 7
und 8) Flansch 8, einen von diesen abragenden
zylindrischen Teilstück 9 und einem zum freien Dübelende
sich fortsetzenden halbschalenartigen Teilstück 10, dessen
ebene Längs-Begrenzungsfläche die Keilflächenausbildung
aufweist. Der zweite Teilkörper 3 besteht aus einem
Element, das ebenfalls halbschalenartig ausgebildet ist
und eine komplementäre Keilflächenausbildung auf der
ebenen Längs-Begrenzungsfläche aufweist. Dabei ergänzt
der zweite Teilkörper 3 das halbschalenartige Teilstück
10 des ersten Teilkörpers 2 zu einer Vollschale (im
Einbauzustand).
Beide Teilkörper sind an ihrem in Einsteckrichtung vorn
liegenden Ende verjüngt ausgebildet. Die Verjüngung ist
mit 11 bezeichnet. Desweiteren weisen beide Teilkörper
2, 3 auf ihren gebogenen Mantelflächen widerhakenartige
Ausnehmungen 12, 13 auf.
Beide Teilkörper 2, 3 sind über einen bandförmigen
angeformten Materialstreifen 14 an ihrem in Einsteck
richtung vorn liegenden Ende (bei 11) verbunden. Die
Längenbemessung des Materialstreifens 14 ist dabei so
gewählt, daß der Materialstreifen 14 beim Einstecken
des Dübels 1 in ein Bohrloch 6 durch die in Folge des
Bohrlochwandungskontaktes bewirkte parallel Verschiebung
der Teilstücke 2, 3 zueinander, stramm gezogen bzw. sogar
elastisch vorgespannt wird. Nach Erreichen der
Einbausollage, die in Fig. 6 und 8 gezeigt ist, kann
sich der Materialstreifen 14 wieder entspannen (mindestens
teilweise) so daß der zweite Teilkörper 3 sich bei in
Sollage befindlichem Teilkörper 2 relativ zu diesem
parallel zur Einsteckrichtung verschiebt, wodurch die
Klemmkraft zwischen dem Dübelmantel und der Bohrloch
wandung eingestellt und erreicht wird. Zusätzlich ist
im Ausführungsbeispiel der zweite Teilkörper 3 über einen
weiteren bandförmigen angeformten Materialstreifen 15
an seinem in Einsteckrichtung hinten liegenden Ende,
an der dort befindlichen Stirnfläche 16 mit dem
zylindrischen Teilstück 9 und an der Stirnfläche 17 des
zweiten Teilkörpers angebunden. Durch die Formgebung
und Anbindung des Bandstreifens 15 wird erreicht, daß
beim Einsetzen des Dübels 1 in ein Bohrloch 6 (wie
insbesondere aus Fig. 6 und 8 ersichtlich) der Band
streifen sich nach Art einer Druckfeder an den
Stirnflächen 16 des zylindrischen Teilstückes bzw. 17
des zweiten Teilkörpers 3 abstützt. Dabei verläuft der
Bandstreifen 15 in Einbaulage des Dübels 1 von der
radial außenliegenden Randkante der Stirnfläche 16 des
zylindrischen Teiles 9 parallel zur Dübellängsachse und
stützt sich in diesem Bereich an der Wandung des Bohr
loches 6 ab. Der Bandstreifen 15 geht dann in einen
S-förmig gebogenen Bereich über, dessen erste Biegung
sich an der Stirnfläche 17 des zweiten Teilkörpers nahe
der radial außenliegenden Kante abstützt und dessen zweite
gegenläufige Biegung in einen axial gerichteten Teil
übergeht, der an der radial innenliegenden Randkante
der Stirnfläche 17 des zweiten Teilstückes 3 in diese
übergehend endet. Auf diese Weise wird eine federnde
Vorspannung in der Einbaulage erreicht, die bewirkt,
daß sich beide Teilkörper 2, 3 zumindest kraftschlüssig
an der Wandung des Bohrloches 6 abstützen.
Beim ersten Teilkörper 2 sind auf seiner halbkreisförmig
gebogenen Mantelfläche mit weitem axialen Abstand von
einander drei radial verlaufende Keilkerben (12) ausge
bildet, während der zweite Teilkörper 3 auf seiner
halbkreisförmigen Mantelfläche mit engem axialem Abstand
voneinander eine Vielzahl von radial verlaufenden Keil
kerben (13) aufweist. Die Keilflächen auf den einander
zugewandten Flächen der Teilkörper 2, 3 sind mit
gleichmäßigem axialem Abstand voneinander angeordnet
und zwar in Dreifachanordnung. Die Keilflächen des ersten
Teilkörpers 2 haben vom axial außenliegendem Dübelende
zur Dübelspitze ansteigende Neigung und enden jeweils
einem rechtwinkligen Rücksprung. Der zweite Teilkörper
3 weist auf seiner Korrespondenzfläche entgegengesetzt
geneigte Keilflächen gleichen Keilwinkels mit Rücksprüngen
auf.
Der Flansch 8, der beispielsweise mit dem Dübel 1 gemäß
Ausführungsform Fig. 1 bis 6 rastverbunden sein kann,
ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 bis 6 Bestandteil
einer Klemmschelle 18 für Installationsrohre, Kabel oder
dergleichen. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 ist
der mit einem angeformten Flansch 8 versehene Dübel 1
zur Befestigung eines entsprechend gelochten Profilstückes
19 benutzt.
Die erfindungsgemäße Ausbildung ist nicht nur bei dieser
Befestigungsart, sondern bei allen üblichen und möglichen
Befestigungsarten vorteilhaft.
Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach
variabel.
Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung
offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als
erfindungswesentlich angesehen.
Claims (12)
1. In ein Bohrloch oder dergleichen einsetzbarer, selbst
klemmender Dübel, dadurch gekennzeichnet, daß der
Dübel (1) aus zwei Teilkörpern (2, 3) besteht, die
zusammen den zylindrischen Dübel (1) bilden und die
eine in Dübellängsrichtung verlaufende Trennebene
(4) besitzen, daß die Teilkörper (2, 3) auf ihren
einander zugewandten Flächenbereichen an der Trennebene
(4) eine sägezahnartige Keilflächenausbildung
aufweisen, so daß die Teilkörper (2, 3) in Einsetz
richtung des Dübels (1) in ein Bohrloch (6) begrenzt
zueinander in Längsrichtung des Dübels (1) verschieb
bar sind, derart, daß der Gesamtdurchmesser der beiden
Teilkörper (2, 3) beim Einschieben des Dübels (1) in
ein Bohrloch (6) gleich wie oder kleiner als der Bohr
lochdurchmesser ist und bei am eingeschobenen Dübel (1)
angreifenden axialen Auszugskräften der Gesamtdurch
messer durch die axiale Verschiebung der Keilflächen
zueinander so vergrößert ist, daß der Dübelmantel
kraftschlüssig gegen die Bohrlochwandung gepreßt ist.
2. Dübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der eine den Dübel (1) bildende Teilkörper (2) aus
einem von einem endseitig befestigbaren oder ange
formten Flansch (8) abragenden zylindrischen Teil
stück (9) und einem zum freien Dübelende sich fort
setzenden halbschalenartigen Teilstück (10) besteht,
dessen ebene Längs-Begrenzungsfläche die Keilflächen
ausbildung aufweist und der zweite Teilkörper (3)
aus einem Element besteht, das ebenfalls halbschalen
artig ausgebildet ist und eine komplementäre Keil
flächenausbildung auf der ebenen Längs-Begrenzungs
fläche aufweist, wobei der zweite Teilkörper (3) das
halbschalenartige Teilstück (10) des ersten Teilkörpers
(2) zu einer Vollschale ergänzt.
3. Dübel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Teilkörper (2, 3) an ihrem in Einsteckrichtung
vorn liegenden Ende (bei 11) verjüngt sind.
4. Dübel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Teilkörper (2, 3) auf ihrer halbkreis
förmig gebogenen Mantelfläche widerhakenartige Aus
nehmungen (12, 13) aufweisen.
5. Dübel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß beide Teilkörper (2, 3) über einen band
förmigen, vorzugsweise angeformten Materialstreifen
(14) an ihrem in Einsteckrichtung vorn liegenden Ende
verbunden sind.
6. Dübel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Materialstreifen (14) beim Einstecken des Dübels
(1) in ein Bohrloch durch die quasi parallel Ver
schiebung der Teilstücke (2, 3) stramm gezogen oder
sogar elastisch vorgespannt ist.
7. Dübel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der zweite Teilkörper (3) über einen
bandförmigen, vorzugsweise angeformten Materialstreifen
(15) an seinem in Einsteckrichtung hinten liegenden
Ende, vorzugsweise an seiner dort befindlichen Stirn
fläche (17) mit dem zylindrischen Teilstück (9) des
ersten Teilkörpers (2) verbunden ist, wobei das andere
Ende des Bandstreifens (15) vorzugsweise an der der
Stirnfläche (17) des zweiten Teilkörpers (3) zuge
wandten Stirnfläche (16) des zylindrischen Teilstücks
(9) des ersten Teilkörpers (2) befestigt oder angeformt
ist, und daß der Bandstreifen (15) bei in ein Bohrloch
(6) eingeschobenem Dübel (1) nach Art einer Druckfeder
sich an der Stirnfläche (16) des zylindrischen Teil
stückes (9) des ersten Teilkörpers (2) und der Stirn
fläche (17) des zweiten Teilkörpers (3) abstützt.
8. Dübel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bandstreifen (15) in der Einbaulage des Dübels
(1) von der radial außenliegenden Randkante der Stirn
fläche (16) des zylindrischen Teilstückes (9) zunächst
parallel zur Dübellängsachse verläuft und sich in
diesem Bereich an der Bohrlochwandung radial abstützt,
dann in einen S-förmig gebogenen Bereich übergeht,
dessen erste Biegung sich an der Stirnfläche (17)
des zweiten Teilkörpers (3) nahe der radial außen
liegenden Randkante abstützt und dessen zweite gegen
läufige Biegung in einen axial gerichteten Teil über
geht, der an der radial innenliegenden Randkante
der Stirnfläche (17) des zweiten Teilstückes (3)
in diese übergehend endet.
9. Dübel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste Teilkörper (2) auf
seiner halbkreisförmig gebogenen Mantelfläche mit
weitem axialem Abstand voneinander einige radial
verlaufende Keilkerben (12) aufweist.
10. Dübel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der zweite Teilkörper (3) auf
seiner halbkreisförmigen Mantelfläche mit engem
axialem Abstand voneinander eine Vielzahl von radial
verlaufenden Keilkerben (13) aufweist.
11. Dübel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste Teilkörper (2) auf
der dem zweiten Teilkörper (3) zugewandten Fläche
mit axialem vorzugsweise gleichmäßigem Abstand von
einander drei Keilflächen aufweist, die vom axial
außenliegenden Dübelende zur Dübelspitze ansteigende
Neigung haben und jeweils in einem vorzugsweise
rechtwinkligen Rücksprung enden, und daß der zweite
Teilkörper (3) auf seiner Korrespondenzfläche ent
gegengesetzt geneigte Keilflächen gleichen Keil
winkels mit Rücksprüngen aufweist.
12. Dübel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der am ersten Teilkörper (2)
rastbefestigte oder angeformte Flansch (8) Bestand
teil einer Klemmschelle (18) für Installations
material ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934312340 DE4312340C2 (de) | 1993-04-15 | 1993-04-15 | Dübel |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934312340 DE4312340C2 (de) | 1993-04-15 | 1993-04-15 | Dübel |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4312340A1 true DE4312340A1 (de) | 1994-10-27 |
| DE4312340C2 DE4312340C2 (de) | 1995-05-04 |
Family
ID=6485546
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934312340 Expired - Fee Related DE4312340C2 (de) | 1993-04-15 | 1993-04-15 | Dübel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4312340C2 (de) |
Cited By (4)
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|---|---|---|---|---|
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| DE4312340C2 (de) | 1995-05-04 |
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