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DE4310919C2 - Verfahren zum Naß-auf-naß, Weiß- oder Buntreservedruck auf modifizierten Polyesterteppichen im Übergießverfahren sowie Reservemittel zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Naß-auf-naß, Weiß- oder Buntreservedruck auf modifizierten Polyesterteppichen im Übergießverfahren sowie Reservemittel zur Durchführung des Verfahrens

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DE4310919C2
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Description

Die Erfindung betrifft den in den Patentansprüchen angegebenen Gegenstand.
Der Reservedruck ist eigentlich das älteste Druckverfahren. Durch einen örtlichen Druckpastenauftrag wird die Anfärbung an dieser Stelle verhindert. Bei einer physikalischen Reserve wird das Eindringen der Färbeflotte z. B. durch Hydropho­ bieren, z. B. mit Wachs, verhindert, während bei einer chemischen Reservierung die Fixierung des Färbefarbstoffs durch eine chemische Reaktion unterbunden wird. Buntreserven enthalten einen mit dem Reservierungsmittel verträglichen Farbstoff. Spezialfälle sind Ätzreserven, wobei die Färbung im getrockneten, aber nicht fixierten Zustand bedruckt wird.
Eine Zusammenfassung über die Möglichkeiten des Reservedrucks ist z. B. in der Zeitschrift "Chemiefasern/Textilindustrie", 38./90. Jahrgang, (1988), Nos. 7-8, S. 654-657, enthalten.
Beim Naß-auf-Naß-Druck von Reserven wird die Reserve praktisch in einem kontinuierlichen Druckverfahren mit der flächendeckenden Farbe naß in naß überdruckt.
Bei der Naß-auf-naß-Druckübergießtechnik wird die Ware in einem Arbeitsgang kontinuierlich z. B. durch ein Foulard benetzt, bedruckt und mit Foundflotte übergossen und in einem Arbeitsgang kontinuierlich ohne Zwischenfixierung gedämpft (Sattdampf von 98°C).
Die bis jetzt bekannten Reservedrucktechniken für Polyester basieren auf Produkten wie Zinn-II-Chlorid, Zink- oder Natriumformaldehydsulfoxilat, Kupferkomplexen oder Soda.
Die Verwendung dieser Substanzen hat jedoch auch Nachteile: Zinn-II-Chlorid gibt zwar scharf stehende Drucke, es gibt eine große Auswahl an zinnsalzbeständigen Farbstoffen für Buntreserven und die Reproduzierbarkeit in den Buntreserven ist sehr gut, jedoch ist eine Weißreserve bei dunklen Färbungen nicht immer möglich, bildet sich Salzsäure, so daß die Anwendung in Druck- und Heißdämpfern mit Vorsicht erfolgen muß, und das Verfahren ist ökologisch nicht ganz unbedenklich. Zink- oder Natriumformaldehydsulfoxylat ermöglicht eine reine Weißreserve, ergibt jedoch nur eine schwierige Reproduzierbarkeit in der Buntreserve, auch bei ganz spezieller Farbauswahl.
Mit Kupferkomplexen läßt sich ein guter Stand der Drucke erzielen, jedoch hat man nur eine begrenzte Farbstoffauswahl und die Verwendung von Kupfersalzen ist ökologisch nicht ganz unbedenklich.
Das Alkali-Reserveverfahren mit Soda gestattet eine große Auswahl an alkalibeständigen Farbstoffen für die Buntreserve und hat in der Buntreserve eine gute Reproduzierbarkeit, jedoch ist keine Weißreserve bei dunklen Färbungen möglich, erfolgt häufig Faserangriff bei empfindlichem Polyestergeweben, ergibt nur eine mittelmäßige Druckschärfe, ist für Druckdampf nicht geeignet, häufig erfolgt Thermomigration, und es gibt nur eine begrenzte Anzahl an reservierbaren Farbstoffen.
DE 36 23 067 A1 zeigt ein Verfahren zur Herstellung von Reserve- und Bunt­ effekten auf textilen Flächegebilden und Garnen aus natürlichen oder syntheti­ schen Polyamiden, wobei man das Textilmaterial mit einer anionische Farbstoffe enthaltenden Färbeflotte imprägniert, direkt anschließend lokal auf Textilmaterial eine oder mehrere Flotten oder Pasten aufbringt, die ein 5- oder 10-fach alkoxy­ liertes Fettdiamin, ggf. zusammen mit einem oder mehreren anionischen Farb­ stoffen oder Aufhellern oder Dispersionsfarbstoffen, enthält und danach das Textilmaterial einer Hitzebehandlung durch Fixierung der Farbstoffe oder Aufheller unterwirft, wobei die Stufen A und B, also Färbung und Druck, auch in umgekehr­ ter Reihenfolge durchgeführt werden können.
DE 32 22 516 C2 zeigt ein Verfahren zur Herstellung von Reserven auf mit anioni­ schen Farbstoffen anfärbbaren textilen Materialien, wobei man lokal auf das Textilmaterial bei Raumtemperatur mindestens eine Flotte oder Paste aufbringt, die mindestens ein, eine Affinität gegenüber anionischen Farbstoffen mit einem K'pH6- Wert ≧ 5 aufweisendes alkoxyliertes Fettamin oder -polyamin mit einer spezifi­ schen Formel als solches, in Form der freien Base oder in protonierter oder quater­ nisierter Form enthält, direkt danach ohne Zwischenspülung, -waschen und/oder - trocknen das Textilmaterial mit einer sauren Färbeflotte, die mindestens einen anionischen Farbstoff mit einem K'pH6-Wert ≧ 5 enthält, imprägniert und danach das Textilmaterial einer Hitzebehandlung zur Fixierung der Farbstoffe unterwirft.
DE-27 55 843 A1 beschreibt ein Verfahren zum Färben von voluminösen texti­ len Flächengebilden vor allem von Teppichen nach dem Spritzdruckfärbever­ fahren, wobei man vor der Färbung mit einer ein Verdickungsmittel natürlichen Ursprungs enthaltenden Färbeflotte das textile Material mit einem Koagulierungs­ mittel vorbehandelt. In dieser Schrift wird unter anderem eine Druckpaste beschrieben, die 5 Teile eines Stärkeetherpulvers auf 1000 Teile der fertigen Druckpaste enthält.
Daher ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Naß-auf-naß-, Weiß- oder Buntreservedruck auf modifizierten Polyesterteppichen im Übergießverfahren bereitzustellen, wobei die oben genannten ökologischen und technischen Schwierigkeiten vermieden werden sollen und ein scharfer Druck bei großer Farbstoffauswahl ohne nachteilige Abwasserbelastung erreicht wird. Weiterhin soll ein Reservemittel zur Durchführung des Verfahrens bereitgestellt werden.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Verfahrens nach Patentanspruch 1 sowie durch das Reservemittel nach Anspruch 5 gelöst.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung enthalten.
Die Erfindung beruht auf der überraschenden Feststellung, daß ein normalerwei­ se als Verdickungsmittel für den Teppichspritzdruck, vor allem für die Poly­ acrylfaser verwendete Stärkeether als Reservemittel eingesetzt werden.
Die Erfindung betrifft also den Naß-auf-naß, Weiß- oder Buntreservedruck auf modifiziertem Polyesterteppich im Übergießverfahren, wobei in der Druckpaste statt des üblichen Reservemittels ein kaltwasserlösliches Verdickungsmittel auf Stärkeetherbasis eingesetzt wird. Der Ausdruck "kaltwasserlöslich" bedeutet, daß sich das Verdickungsmittel in Leitunngswasser löst, also bei ca. 15 bis 20°C.
Weiterhin betrifft die Erfindung das dabei verwendete Reservemittel, das statt des üblichen Reservemittels ein Verdickungsmittel auf Stärkeetherbasis enthält.
Vorzugsweise wird ein Verdickungsmittel verwendet, das ein kaltlöslicher anio­ nischer Maisstärkeether ist.
Ein derartiges Produkt ist im Handel unter der Bezeichnung "PRISULON®GTS 800 S" bekannt. Für Verdickungszwecke wird im allgemeinen eine Stammverdickung aus 94 bis 93% kaltem Wasser und 6 bis 7% PRISULON® hergestellt oder das Verdickungsmittel direkt in die Druckpaste gegeben.
Die Menge des Stärkeethers, insbesondere des Maisstärkeethers, beträgt in der Druckpaste 1 bis 10, insbesondere 3 bis 6 und ganz besonders 4 bis 5 Gew.-% der Druckpaste einschließlich Wasser, wobei jedoch geeignete Mengen je nach Farbstoff und sonstigen üblichen Bestandteilen leicht durch wenige Vorversuche ermittelt werden können. Je nach den technischen Möglichkeiten einer Druck­ maschine wird gleichzeitig auch die Viskosität der Druckpasten variiert, da natürlich der Stärkeether auch hier nicht nur als Reservierungsmittel sondern auch als Verdicker wirkt.
Erfindungsgemäß wird in der Druckpaste vorzugsweise ein großmolekularer Dispersionsfarbstoff, z. B. ein Foron As Farbstoff und in der Färbeflotte ein kleinmolekularer Dispersionsfarbstoff, z. B. ein Foron E Farbstoff verwendet.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
Ein Polyesterteppich wurde mit 3 g/l Triumphnetzer ZSN®, das ist ein Schnellnetzer auf der Basis von Sulfosuccinat, vorvernetzt.
Das Drucken erfolgte mit folgender Druckpaste, die einen rosa Druck ergab:
0,055 g Forongelb ASFLD, großmolekularer Dispersionsfarbstoff
0,110 g Foronrot ASLKJ, großmolekularer Dispersionsfarbstoff
0,041 g Foronblau ASKKJ, großmolekularer Dispersionsfarbstoff
8,0 g Lyogen AF® (Antifrosting-Hilfsmittel, Fettsäureaminoalkylamiderivat)
3,0 g Sandacid PB® (pH-Regulator, Organische Säuren, Salze und anionische Dispergatoren)
5,0 g Dispergator SMS (Dispergiermittel, Aromatische Sulfonate)
10,0 g Rapidoprint SC® (Entlüftungsmittel, Kombination aliphatischer Hydroxylverbindungen)
10,0 g Printogen HDN® (Fixierbeschleuniger, Alkyl-Alkylaryl-Polyglykolether)
45,0 g Prisulon GTS 800 S® (Verdickungsmittel, Maisstärkeether)
AL=L<Wasser auf 1000,0 g
Direkt anschließend wurde mit folgender Färbeflotte gefärbt: Rezeptur für Übergießfarbe:
0,480 g Foronrot E 2GL, kleinmolekularer Dispersionsfarbstoff,
0,372 g Foronblau EBL 150%, kleinmolekularer Dispersionsfarbstoff,
3,0 g Lyogen DFL® (Egalisiermittel, Aliphatischer Polyglykolether)
3,0 g Triumphnetzer ZSN (Schnellnetzer, Sulfosuccinat)
1,0 g Sandacid PB® (pH-Regulator, Organische Säuren, Salze und anionische Dispergatoren)
3,0 g Burandol MOG® (Netzmittel, Entschäumer, Synergetisches Gemisch nichtionischer Verbindung)
AL=L<Wasser auf 1000,0 g.
Es ergab sich ein sehr guter Druck mit guter Schärfe und guter Beständigkeit.
In vier weiteren Versuchen wurden die vier nachstehend angegebenen Druckpasten verwendet, wobei der Einfachheit halber nur die Farbstoffe angegeben sind, da im übrigen die gleichen Chemikalien in den gleichen Mengen wie in Beispiel 1 eingesetzt wurden.
Beispiele 2
Druckpaste Gelb
0,080 g Forongelb ASFLD
0,014 g Foronrot ASLKJ
0,007 g Foronblau ASLKS.
Gleiche Chemikalien sowie gleiche Mengen wie Paste 1.
Beispiel 3
Druckpaste Blau
0,01 g Forongelb ASFLD
0,018 g Foronrot ASLKS
0,040 g Foronblau ASLKS.
Gleiche Chemikalien sowie gleiche Mengen wie Paste 1.
Beispiel 4
Druckpaste Grau
0,056 g Forongelb ASFLD
0,037 g Foronrot ASLKJ
0,033 g Foronblau ASLKJ.
Gleiche Chemikalien sowie gleiche Mengen wie Paste 1.
Beispiel 5
Druckpaste Grün
0,069 g Forongelb ASFLD
0,080 g Foronblau ASLKJ.
Gleiche Chemikalien sowie gleiche Mengen wie Paste 1.
Die Druckpasten sollen immer neben dem Reservemittel als obligate Hilfsmittel ein Antifrosting-Hilfsmittel, vorzugsweise das Fettsäureaminoalkylamidderivat Lyogen AF®, ein Dispergiermittel, vorzugsweise Dispergator SMS® (der aromatische Sulfonate umfaßt), einen Säurespender, vorzugsweise Sandacid PB® und einen Fixierbeschleuniger, vorzugsweise Printogen HDN®, enthalten.
Die Färbung kann jeweils mit der in Beispiel 1 angegebenen Färbeflotte erfolgen, jedoch natürlich auch mit jeder bekannten Färbeflotte für das Färben von Polyester. Der Unterschied zu den bekannten Arbeitsweisen besteht lediglich darin, daß man statt der üblichen Reservierungsmittel das Verdickungsmittel auf Stärkeetherbasis, insbesondere einen kaltlöslichen anionischen Stärkeether, vorallem einen kaltlöslichen anionischen Maisstärkeether einsetzt.
Wenn man statt dem Stärkeether ein anderes Verdickungsmittel, wie ein Kernmehlderivat, ein Polysaccharid, einen Celluloseäther, einen Kristallgummi oder ein Alginat verwendet, funktioniert das Verfahren nicht und man erhält nicht die gewünschte Reservierung.
Von den Stärkeätherprodukten, die Reservierungsvermögen haben, zeigt der Maisstärkeäther, der unter der Handelsbezeichnung Prisulon GTS 800® im Handel ist, die beste Wirkung und wird daher besonders bevorzugt.
Es ist überraschend, daß von den vielen für den Druck bekannten Verdickungsmitteln nur Stärke- und insbesondere Maisstärkeether zusätzlich zur Verdickungswirkung auch die sehr gute Reservierungswirkung zeigen. Dies gestattet es, beim Verfahren technisch einfacher und ohne Korrosions- und Emissionsprobleme am Arbeitsplatz und ohne ökologische Probleme im Abwasser zu arbeiten.

Claims (8)

1. Verfahren zum Naß-auf-naß, Weiß- oder Buntreservedruck auf modifizier­ ten Polyesterteppichen im Übergießverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man als Reservemittel ein Verdickungsmittel auf der Basis eines bei ca. 15 bis 20°C löslichen anionischen Stärkeethers in einer Menge von 1 bis 10 Gew.-% der fertigen Druckpaste einsetzt und in üblicher Weise in einem Arbeitsgang kontinuierlich ohne Zwischenfixierung benetzt, druckt und färbt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Stärkeether in einer Menge von 3 bis 6 Gew.-% einsetzt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den Stärkeether in einer Menge von 4 bis 5 Gew.-% einsetzt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Maisstärkeether einsetzt.
5. Reservemittel zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es in einer Druckpaste einen Disper­ sionsfarbstoff und 1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die fertige Druckpaste, eines bei ca. 15 bis 20°C löslichen anionischen Stärkeethers enthält.
6. Reservemittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es den Stärkeether in einer Menge von 3 bis 6 Gew.-% enthält.
7. Reservemittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es den Stärkeether in einer Menge von 4 bis 5 Gew.-% enthält.
8. Reservemittel nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich ein Antifrosting-Mittel, ein Dispergiermittel, einen Säurespen­ der und einen Fixierbeschleuniger enthält.
DE4310919A 1993-04-02 1993-04-02 Verfahren zum Naß-auf-naß, Weiß- oder Buntreservedruck auf modifizierten Polyesterteppichen im Übergießverfahren sowie Reservemittel zur Durchführung des Verfahrens Expired - Fee Related DE4310919C2 (de)

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