DE4307361A1 - Rütteltisch - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rütteltisch zum Rütteln von in
Blattlagen vorliegendem Gut, mit mindestens zwei, benachbarten
Seiten eines Auflagetisches zugeordneten, seitlichen Anschlägen
für das Gut, sowie einem in der Ebene des Auflagetisches
verfahrbaren Portalrahmen, wobei der in eine Vibrationsbewegung
versetzbare Auflagetisch aus einer horizontalen Stellung in
Richtung der beiden Anschläge neigbar ist.
Bei Rütteltischen dient die Möglichkeit, den Auflagetisch in
Richtung der seitlichen Anschläge zu neigen, dem Zweck, die auf
dem Auflagetisch aufliegenden einzelnen Bögen kantengenau an den
Anschlägen auszurichten. Damit sich die Bögen einfach zueinander
verschieben können, wird das Blattgut vor dem Rütteln gelüftet,
insbesondere in einer separaten Vorrichtung. Um nach dem Rütteln
eine unerwünschte Verschiebung des Blattgutes zu verhindern,
erfolgt nach dem Klemmen des Gutes mittels eines Klemmelementes
das Ausstreichen der Luft durch eine von der Klemmstelle weg zum
gegenüberliegenden Rand des Blattgutstapels verfahrbare Luftaus
streicheinrichtung. Der Stapel stellt sich damit nach dem
Entlüften als kompakter Block dar und kann so beispielsweise
einer nachfolgenden Schneidstation zugeführt werden. Das Rütteln
des Gutes erfolgt in aller Regel dadurch, daß der geneigte
Auflagetisch in eine Vibrationsbewegung versetzt wird, das
Aus streichen der Luft geschieht üblicherweise durch eine auf das
Gut absenkbare Walze, die über das Gut gerollt wird und damit
die Luft aus dem Stapel auspreßt.
Ein Rütteltisch der genannten Art ist beispielsweise aus dem
deutschen Gebrauchsmuster 90 04 711 bekannt. Da bei diesem
ausschließlich die beiden Anschläge das zu rüttelnde Gut in der
Ebene des Auflagetisches halten, kann der Auflagetisch nur um
einen bestimmten Winkel aus der horizontalen Stellung geneigt
werden. Ein relativ geringer Neigungswinkel bedingt aber, daß
sich die einzelnen Blattlagen nur bei entsprechend langer
Rütteldauer an die Anschläge anlegen und das Gut damit kantenge
nau ausgerichtet ist. Dieser Effekt wird dann noch weiter
nachteilig beeinflußt, wenn das zu rüttelnde Gut eine relativ
rauhe Oberfläche aufweist. Bei dem Rütteltisch dient der
verfahrbare Portalrahmen der Aufnahme von Luftauspreßwalzen, die
mittels pneumatischer Antriebe senk- und hebbar sind, eine
Belüftungseinrichtung ist in den Rütteltisch nicht integriert.
Aus dem Prospekt "Herold-Stapelwender" der Maschinenfabrik H.
Herold, Bonn, ist ferner ein Stapelwender mit Ausrichtung des
Stapels durch Rütteln bekannt, der ein parallel zur Oberfläche
des Auflagetisches angeordnetes und senkrecht zu dieser verfahr
bares, einteiliges, ebenes Deckelement und auf zwei gegenüber
liegenden Seiten Blaseinrichtungen zum seitlichen Einblasen von
Luft zwischen die Blattlagen aufweist.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Rütteltisch der
genannten Art so weiter zu bilden, daß mit diesem ein schnelles,
kantengenaues Ausrichten des zu rüttelnden Gutes, bei geringem
Energieeinsatz, möglich ist, und zwar weitgehend unabhängig von
der Materialbeschaffenheit des verwendeten Gutes.
Der Rütteltisch der eingangs genannten Art ist erfindungsgemäß
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- - eine im Portalrahmen gelagerte, parallel zur Oberfläche des Auflagetisches angeordnete, obere Abdeckplatte zur Aufnahme des Gutes zwischen dieser und dem Auflagetisch,
- - im Portalrahmen gelagerte Mittel zum Verfahren der oberen Abdeckplatte senkrecht zur Oberfläche des Auflagetisches,
- - Blaseinrichtungen zum Einblasen von Luft zwischen die Blattlagen, wobei zumindest in einen ersten der seitlichen Anschläge die Blaseinrichtungen integriert sind,
- - mindestens eine seitliche Abdeckplatte zum Abdecken des zwischen dem Auflagetisch und der oberen Abdeckplatte gebildeten Spaltes, wobei diese Abdeckplatte senkrecht zu dem ersten Anschlag anordbar ist und Mittel zum Verfahren dieser Abdeckplatte auf den parallel zu dieser angeord neten, zweiten Anschlag zu bzw. von diesem weg vorgesehen sind.
Wesentlich ist bei dem erfindungsgemäß gestalteten Rütteltisch,
daß das zu rüttelnde Gut zumindest bis auf eine Seite, die
Luftaustrittsseite, vollständig umschlossen ist, so daß beim
Rütteln des Gutes unter Zuhilfenahme der Blasluft das Rüttel
ergebnis innerhalb kurzer Zeit bei minimalem Luftdurchsatz,
somit geringem Energieeinsatz erzielt werden kann. So wird (auf
die Ruheposition des Rütteltisches mit horizontalem Auflagetisch
bezogen) das zu rüttelnde Gut unten vom Auflagetisch und oben
von der oberen Abdeckplatte abgedeckt, wobei die Bezeichnung
"Abdeckplatte" zum Ausdruck bringen soll, daß der Gut im Bereich
der Abdeckplatte weitgehend bzw. vollständig abgedeckt ist,
damit keine oder nur minimale bzw. vertretbare Blasluftleckver
luste auftreten. Ferner ist das zu rüttelnde Gut auf drei der
vier Seiten umschlossen, nämlich zumindest mittels der minde
stens zwei im rechten Winkel zueinander angeordneten seitlichen
Anschläge und der mit diesen die U-Form bildenden seitlichen
Abdeckplatte. Bei dieser Gestaltung tritt die Blasluft im
wesentlichen durch die dem ersten seitlichen Anschlag zugeord
neten Blaseinrichtungen in den zwischen den beiden Anschlägen,
der seitlichen Abdeckplatte, der oberen Abdeckplatte und dem
Auflagetisch gebildeten Raum ein, und zwischen den den Stapel
bildenden Blättern hindurch, um den Raum auf der dem ersten
Anschlag gegenüberliegenden offenen Seite des Rütteltisches zu
verlassen. Selbstverständlich können weitere Blaseinrichtungen
auch in den zweiten seitlichen Anschlag integriert sein,
gegebenenfalls auch in die Abdeckplatte(n).
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist
vorgesehen, daß die obere Abdeckplatte mehrteilig ausgebildet
ist und in Richtung zweier bestimmter, einander gegenüber
liegender ihrer Seiten auseinander- bzw. zusammenfahrbar ist.
Die mehrteilige Ausbildung der Abdeckplatte ermöglicht es, im
Zusammenwirken mit der mindestens einen seitlichen Abdeckplatte,
wobei bevorzugt zwei seitliche Abdeckplatten vorgesehen sind,
die senkrecht zum ersten seitlichen Anschlag orientiert sind,
daß der die Luftkammer vorgebende Raum entsprechend dem Format
des zu rüttelnden Gutes verstellbar ist. Es ist damit sicherge
stellt, daß das Einblasen der Luft in das zu rüttelnde Gut bei
optimalem Abstand des zu rüttelnden Gutes zu den dieses umgeben
den Bauteilen bzw. den von den Bauteilen aufgenommenen Blas
einrichtungen erfolgt. Die seitlichen Abdeckplatten sind dabei
bevorzugt in der oberen Abdeckplatte gehalten und senkrecht zu
dieser und damit auch senkrecht zum Auflagetisch verfahrbar, so
daß auch unterschiedliche Stapelhöhen aufgrund der erfindungs
gemäßen Gestaltung des Rütteltisches optimal beherrschbar sind.
Bezüglich der oberen Abdeckplatte ist insbesondere daran
gedacht, daß diese rechteckig und dreiteilig ausgebildet ist,
mit einem T-förmigen, im Portalrahmen gelagerten Basisplatten
teil, sowie zwei in auseinandergefahrenem Zustand im Bereich des
Restquerschnittes des Rechteckes angeordneten weiteren Platten
teilen, wobei die beiden weiteren Plattenteile im Basisplatten
teil aufeinander zu bzw. voneinander weg verschieblich gelagert
sind. Auch bei dieser Gestaltung ist sichergestellt, daß die
obere Abdeckplatte weitgehend spaltfrei das zu rüttelnde Gut
oben abdeckt und daß dies auch dann gewährleistet ist, wenn die
beiden weiteren Plattenteile über das T-förmige Basisplattenteil
aufeinander zu geschoben positioniert sind. Die Verschiebung der
beiden weiteren Plattenteile erfolgt zweckmäßig mittels zweier
auf der Oberseite des Basisplattenteiles angeordneter Pneumatik
zylinder, deren Kolbenstangen an den weiteren Plattenteilen
angreifen. Auf den einander abgewandten Seiten der beiden
weiteren Plattenteile sind bevorzugt die beiden seitlichen
Abdeckplatten positioniert und im jeweiligen weiteren Platten
teil gelagert. Zusätzlich können in der oberen Abdeckplatte auf
der dem ersten Anschlag abgewandten Seite mehrere Niederhalter,
insbesondere zwei Niederhalter, für das Gut integriert sein.
Gemäß einer weiterhin bevorzugten Gestaltung des Rütteltisches
weist dieser einen dritten seitlichen Anschlag auf, der somit
mit dem ersten und dem zweiten Anschlag die Form eines U bildet.
Der dritte Anschlag dient der Möglichkeit, in zwei Ecken des
Rütteltisches zu rütteln, um diesem Umstand Rechnung zu tragen
sind auch die beiden seitlichen Abdeckplatten vorgesehen, wobei
immer nur der zweite oder der dritte Anschlag zum Einsatz
gelangt und die dem nicht zum Einsatz gelangenden Anschlag
zugeordnete seitliche Abdeckplatte. Dabei kann neben dem ersten
Anschlag auch der zweite und/oder der dritte Anschlag mit in
diese integrierten Blaseinrichtungen zum Einblasen von Luft
zwischen die Blattlagen versehen sein.
Gemäß einer besonderen Gestaltung weisen die Blaseinrichtungen
des ersten Anschlages fest angeordnete Stabilisierungsdüsen und
senkrecht zur Oberfläche der ersten seitlichen Abdeckplatte
bewegliche Auffächerdüsen auf, mit Stabilisierungsdüsen in den
Endbereichen des ersten Anschlages. Für den zweiten und dritten
Anschlag ist es ausreichend, wenn deren Blaseinrichtungen nur
fest angeordnete Stabilisierungsdüsen aufweisen.
Besonders gute Ergebnisse hinsichtlich der Belüftung des zu
rüttelnden Stapels auf dessen voller Breite ergeben sich, wenn
die, auf den jeweiligen seitlichen Anschlag bezogen, die
Stabilisierungsdüsen im wesentlichen in den Endbereichen des
jeweiligen Anschlages und die Auffächerdüsen zwischen diesen
angeordnet sind. Die äußeren Stabilisierungsdüsen ersetzen damit
die zwischen den Blattlagen entweichende Luft kontinuierlich von
außen, während die inneren, beweglichen Auffächerdüsen ent
sprechend deren Position nur bestimmte Blattlagen belüften. Die
Austrittsöffnung der Stabilisierungsdüsen ist vorteilhaft
individuell auf die Qualität des zu rüttelnden Gutes einstell
bar, in dem der Querschnitt der Öffnung veränderbar ist. Die
Austrittsöffnung ist nach Einlagehöhe des Gutes nach unten und
oben einstellbar bzw. verschließbar. Je nach Formatgröße und
Rüttelrichtung, das heißt, Anlage am ersten seitlichen Anschlag
und am zweiten seitlichen Anschlag bzw. am ersten seitlichen
Anschlag und am dritten seitlichen Anschlag kann die Luftzufuhr
an den äußeren Stabilisierungsdüsen gesperrt werden. Die
Auffächerdüsen sollten einen Schieber mit Austrittsöffnungen
aufweisen, die in der Höhe begrenzt sind. Die Austrittsöffnungen
sind zweckmäßig nur in der Breite individuell auf die Qualität
des zu rüttelnden Gutes einstellbar. Der Schieber wird vor
teilhaft hin- und herbewegt und so gesteuert, daß die Austritts
öffnungen nur die neu aufgelegte Lage des zu rüttelnden Gutes
belüften.
Zusätzlich kann die obere Abdeckplatte, insbesondere im Bereich
des Basisplattenteiles, weitere Blaseinrichtungen zum Erzeugen
eines Luftpolsters zwischen der oberen Abdeckplatte und dem zu
rüttelnden Gut aufweisen. Ferner kann vorgesehen sein, daß die
obere Abdeckplatte, insbesondere im Bereich des Basisplatten
teiles, in dem dem ersten Anschlag abgewandten Bereich des
Auflagetisches in Richtung des ersten Anschlages verstellbare
Rüttelhilfsanschläge aufweist. Nach kurzer Belüftungs- und
Rüttelzeit werden diese Rüttelhilfsanschläge vor dem Stapel
gesenkt und langsam mit geringem Druck auf die eingestellte
Formatgröße zum Stapel beigezogen. Hierbei werden die noch vor
stehenden Blattlagen in den belüfteten Stapel hineingeschoben.
Der Rütteltisch kann ferner ein kraftmittelbetätigbares Fest
halteelement zum Klemmen einer Blattlage aufweisen, das zum
Klemmen eine Öffnung im ersten Anschlag durchsetzt. Um Luftlec
kagen im Bereich dieser Öffnung auszuschließen bzw. weitgehend
zu verhindern, sollte ein Abdichtelement vorgesehen sein, das in
der Nichtbetriebsstellung des Festhalteelements diese Öffnung im
ersten Anschlag verschließt.
Die bei der Erfindung Verwendung findende obere Abdeckplatte
stellt damit eine Begrenzungsfläche für das zu rüttelnde Gut auf
der dem Auflagetisch abgewandten Seite dar. Sie ermöglicht, den
Auflagetisch wesentlich stärker aus der horizontalen Stellung zu
neigen, als dies ohne obere Abdeckplatte möglich wäre, bei
spielsweise um einen Winkel von 90° aus der Horizontalen.
Wesentlich ist dabei das Zusammenwirken der oberen Abdeckplatte
mit den Blaseinrichtungen. Die fest angeordneten Stabilisie
rungsdüsen belüften den Stapel auf voller Breite, die auf der
nicht umschlossenen Seite des Stapels entweichende Luft wird
kontinuierlich ersetzt. Entsprechend dem "Aufschwimmen" der
einzelnen Blattlagen ist die obere Abdeckplatte zu öffnen, das
heißt, senkrecht vom Auflagetisch weg zu bewegen. Die Stabili
sierungsdüsen verhindern dabei, daß der Stapel sich durch das
Öffnen der oberen Abdeckplatte in eine S-Form legen kann.
Zusätzlich werden die beweglichen Auffächerdüsen in Tiefen
erstreckung des Stapels hin- und herbewegt. Hierdurch wird der
von den Auffächerdüsen bestrichene Bereich des Stapels belüftet.
Die Luftdüsen können den unterschiedlichsten Materialien des
Gutes angepaßt werden. Überlagert wird die Belüftung des Stapels
von der Rüttelbewegung des Auflagetisches. Die Auffächerdüsen
heben den belüfteten Stapelbereich vom zugeordneten Anschlag
leicht ab. Nach dem Passieren der Auffächerdüsen setzt sich der
soeben belüftete Stapelbereich durch sein Eigengewicht wieder an
den zugeordneten seitlichen Anschlag an.
Wie zuvor beschrieben, darf die obere Abdeckplatte während des
Belüftens des Stapels dessen einzelne Blattlagen nicht zwischen
sich und dem Auflagetisch pressen, da sonst ein "Schwimmen" der
einzelnen Blattlagen nicht möglich wäre. Um die jeweilig
optimale Position der oberen Abdeckplatte zu steuern, ist
deshalb vorteilhaft ein in den Raum zwischen den Auflagetisch
und die obere Abdeckplatte gerichtetes, senkrecht zur Oberfläche
der oberen Abdeckplatte bewegliches Abtastelement vorgesehen.
Dieses tastet jeweils die oberste Blattlage ab und steuert die
obere Abdeckplatte entsprechend dessen Stellung.
Zusätzlich zu den bei dem Rütteltisch Verwendung findenden
Blaseinrichtungen kann im Bereich einer Blaseinrichtungen
aufweisenden Seite der oberen Abdeckplatte ein Riementrieb mit
Auffächerbürsten in der oberen Abdeckplatte gelagert sein. Durch
einen fort laufenden Antrieb des Riemens in einer solchen
Drehrichtung, daß die auf der dem Stapel zugewandten Seite
befindlichen Bürsten sich nach oben bewegen, wird das Auffächern
des Stapels optimiert, so daß mittels der Blaseinrichtungen noch
wirkungsvoller Blasluft zwischen die einzelnen Blattlagen
geblasen werden kann.
Besondere Bedeutung kommt bei dem erfindungsgemäßen Rütteltisch
der Anordnung und Ausbildung der oberen Abdeckplatte zu.
Aufgrund deren Lagerung im Portalrahmen besteht die Möglichkeit,
diese aus dem Bereich oberhalb des Ablagetisches zu verfahren,
so daß dieser ohne Behinderung beschickt werden kann. Anderer
seits gestattet es die mehrteilige Ausbildung der oberen
Abdeckplatte, diese auf das jeweilige Format der zu rüttelnden
Blattlagen einzustellen, wobei immer gewährleistet ist, daß die
Blaseinrichtung formatunabhängig in einem definierten Stand zu
dem zu rüttelnden Stapel angeordnet sind.
Wie vorstehend verdeutlicht ist die grundsätzliche Gestaltung
des erfindungsgemäßen Rütteltisches darin zu sehen, daß das zu
rüttelnde und zu belüftende Gut, bis auf einen Auslaßbereich für
die Blasluft, vollständig umschlossen ist. Bei einem in Quader
form vorliegenden Gut bedeutet dies das Umschließen des Gutes
auf fünf der sechs möglichen Seiten. Grundsätzlich ist es
denkbar, auch die sechste Seite zu umschließen, wobei das das
Gut auf dieser Seite umschließende Element so zu gestalten ist,
daß es auch der Abfuhr der Blasluft dient. Beispielsweise kann
parallel beabstandet zum ersten Anschlag eine dritte seitliche
Abdeckplatte angeordnet sein, die in deren Plattenebene und
senkrecht hierzu verfahrbar ist, wobei die dritte Abdeckplatte
mindestens eine Luftabführöffnung aufweist. Eine gerichtete
Strömung innerhalb des vom Gut eingenommenen Raumes ist ins
besondere dann gegeben, wenn statt dieser dritten Abdeckplatte
ein trichterförmiges Abdeckelement vorgesehen ist, dessen
Luftabführöffnung an Unterdruck liegt.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der
Beschreibung der Figuren und den Figuren selbst dargestellt,
wobei bemerkt wird, daß alle Einzelmerkmale und alle Kombinatio
nen von Einzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.
In den Figuren ist die Erfindung schematisch anhand eines
Ausführungsbeispieles dargestellt, ohne auf dieses beschränkt zu
sein. Es stellt dar:
Fig. 1 eine Frontansicht des erfindungsgemäßen Rütteltisches,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Rütteltisches,
Fig. 3 eine Draufsicht des Rütteltisches, die im wesentlichen
die obere Abdeckplatte und den Auflagetisch sowie die
mit diesen zusammenwirkenden Aggregate verdeutlicht,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie A-A in Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie B-B in Fig. 3,
Fig. 6 einen Schnitt gemäß der Linie C-C in Fig. 3, wobei
die Öffnung im ersten Anschlag mittels eines Abdicht
elementes verschlossen ist,
Fig. 7 eine Darstellung gemäß Fig. 6, wobei ein die Öffnung
durchsetzendes Festhalteelement gezeigt ist,
Fig. 8 eine Frontdarstellung gemäß Fig. 1 mit geneigtem
Auflagetisch.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Rütteltisch 1 mit einer auf
einem Rütteltischfuß 4 ruhenden Konsole 2 für den Auflagetisch
3 des Rütteltisches 1. Die Konsole 2 ist gabelförmig ausgebil
det, mit zwei seitlichen Führungen 6 und einem mittigen Hub
zylinder 7. Ein Flanschabschnitt 8 der Konsole 2 nimmt ein um
eine Achse 9 schwenkbares Lagerelement 10 auf. Beabstandet zur
Achse 9 greift am Lagerelement 10 ein weiterer, hydraulisch
wirkender Hubzylinder 11 an, der über einen Ansatz 12 an der
Führung 6 gelagert und mit dem Hubzylinder 7 verfahrbar ist. Mit
der Bezugsziffer 13 ist die in bekannter Art und Weise ausgebil
dete Einrichtung zum Erzeugen einer Rüttelbewegung des Auflage
tisches 3 bezeichnet. Diese ist um eine senkrecht zur Achse 9
angeordnete Achse 5 schwenkbar gelagert. Zum Verschwenken dient
ein weiterer hydraulisch wirkender Hubzylinder 14, der einer
seits beabstandet vom Drehpunkt des Auflagetisches 3 an dessen
Unterseite, andererseits am Lagerelement 10 angreift. Mittels
des Hubzylinders 7 ist damit eine vertikale Bewegung des
Auflagetisches 3 möglich, während der Hubzylinder 11 eine
Schwenkbewegung des Auflagetisches 3 um die Achse 9 über einen
Winkel von 90° in dessen senkrechte Stellung gestattet. Schließ
lich ermöglicht es der Hubzylinder 14 Schwenkbewegungen des
Auflagetisches 3 um die Achse 5 um einen Winkel von mindestens
20° nach beiden Seiten zu bewirken, wie es in Fig. 8 für eine
Seite beispielhaft gezeigt ist. Die Neigungen des Auflagetisches
3 um die Achsen 5 bzw. 9 können selbstverständlich überlagert
erfolgen.
Auf der Unterseite des Auflagetisches 3 sind seitlich zwei
Führungsschienen 15 für einen den Auflagetisch 3 überspannenden,
U-förmigen Portalrahmen 16 angeordnet, der in der Ebene des
Auflagetisches 3 mittels eines dem Schenkel 17 des Portalrahmens
16 zugeordneten, kolbenstangenlosen Zylinders 18 verfahrbar ist.
Zwei seitlich des Auflagetisches 3 angeordnete Zahnriementriebe
19, die mittels einer Gleichlaufwelle 20 miteinander verbunden
sind, stellen den Gleichlauf des Portalrahmens 16 sicher. Im
Portalrahmen 16 ist eine obere Abdeckplatte 21 parallel zum
Auflagetisch 3 beweglich gelagert und mittels eines als Elek
tromotor mit Getriebeelementen und Rutschkupplung ausgebildeten
Antriebsaggregates 22 verschiebbar. Wie darüber hinaus der
Darstellung der Fig. 3 zu entnehmen ist, weist die obere
Abdeckplatte 21 entsprechend dem Auflagetisch 3 Rechteckform
auf, wobei deren Längen- und Breitenabmessungen im wesentlichen
übereinstimmen. Die obere Abdeckplatte 21 ist hinsichtlich deren
Abdeckfläche variabel. Dies wird dadurch erreicht, daß sie aus
drei Teilen gebildet ist, nämlich einem T-förmigen, im Portal
rahmen 16 gelagerten Basisplattenteil 21a sowie zwei in ausein
andergefahrenem Zustand im Bereich des Restquerschnittes des
Rechteckes der oberen Abdeckplatte 21 angeordneten weiteren
Plattenteilen 21b und 21c, wobei diese im Basisplattenteil 21a
aufeinander zu- bzw. voneinander weg verschieblich gelagert
sind. Fig. 3 verdeutlicht die obere Abdeckplatte 21 bei
voneinander weg verfahrenen weiteren Plattenteilen 21b und 21c,
das heißt bei maximaler Abdeckfläche der oberen Abdeckplatte 21.
Die Abmessungen von Basisplattenteil 21a und weiteren Plattent
eilen 21b und 21c sind so bemessen, daß die zwischen den
Plattenteilen 21a und 21b bzw. 21a und 21c gebildeten Spalte
möglichst gering sind. Auf der Oberseite des Basisplattenteiles
21a sind zwei Pneumatikzylinder 23a und 23b in diesem gelagert,
deren Kolbenstangen 24a und 24b an den beiden weiteren Plattent
eilen 21b und 21c angreifen.
Der erfindungsgemäße Rütteltisch 1 ist zum Rütteln des in
Blattlagen vorliegenden Gutes 40 nach zwei Richtungen hin mit
drei entsprechenden Seiten des Auflagetisches 3 zugeordneten,
seitlichen Anschlägen für das Gut 40 versehen, nämlich einem
fest mit einer Längsseite des Auflagetisches 3 verbundenen
ersten Anschlag 25, sowie einem zweiten Anschlag 26, der einer
Querseite des Auflagetisches 3 zugeordnet ist, ferner einem
dritten Anschlag 27, der der anderen Querseite des Auflageti
sches 3 zugeordnet ist. Die beiden parallel zueinander angeord
neten und im Auflagetisch 3 gelagerten zweiten und dritten
Anschläge 26 bzw. 27 sind vertikal zur Auflageebene des Auflage
tisches 3 ein- und ausfahrbar, wobei die Antriebe zum Verfahren
der Anschläge 26 und 27 in den Figuren nicht gezeigt sind. Der
jeweilige Anschlag 26 bzw. 27 weist eine senkrecht zu diesem
mittels eines Hubzylinders 28 verfahrbare Klemmplatte 29 für das
Gut 40 auf.
Zum Belüften des Gutes während des Rüttelvorganges sind in die
drei Anschläge 25, 26 und 27 Blaseinrichtungen integriert, die
durch Stabilisierungsdüsen 30 und/oder Auffächerdüsen 31
gebildet sind. Da die Hauptblasrichtung beim Lüften des Gutes
durch den langen ersten Anschlag 25 vorgegeben ist, sollte der
erste Anschlag 25 sowohl die fest angeordneten Stabilisie
rungsdüsen 30 als auch die senkrecht zur Oberfläche des Auflage
tisches 3 beweglichen Auffächerdüsen 31 aufweisen, wobei ins
besondere die Stabilisierungsdüsen 30 in den den Anschlägen 26
und 27 zugewandten Endbereichen des Anschlages 25 angeordnet
sind. Bei den beiden, den Querseiten des Auflagetisches 3
zugeordneten Anschlägen 26 und 27 wird es als ausreichend
angesehen, wenn in diese nur die fest angeordneten Stabilisie
rungsdüsen 30 integriert sind. Der Luftaustrittsquerschnitt der
Austrittsöffnungen der jeweiligen Stabilisierungsdüse 30 ist
verstellbar und/oder es sind entsprechend der Einlagehöhe des
Gutes 40 die Austrittsöffnungen der jeweiligen Stabilisierungs
düse 30 in derem oberen oder unteren Bereich verschließbar
und/oder es sind einzelne Stabilisierungsdüsen 30 vollständig
absperrbar. Diese Details sind in den Zeichnungen nicht ver
deutlicht. Die Auffächerdüsen 31 können mit hin- und herbeweg
baren Schiebern mit Austrittsöffnungen versehen sein, die in
ihrer Höhe begrenzt sind. Auch dieses Detail ist in den Zeich
nungen nicht dargestellt.
Der in den Figuren gezeigte Rütteltisch kann schließlich mit
zwei seitlichen Abdeckplatten 33 und 34 versehen werden, die den
Plattenteilen 21c bzw. 21b der oberen Abdeckplatte 21 zugeordnet
und von diesen demontierbar sind. Gezeigt ist in den Figuren nur
die dem Plattenteil 21c zugeordnete, für das Rütteln in die
rechte Tischecke erforderliche seitliche Abdeckplatte 33. Für
den Fall des Rüttelns in die linke Tischecke wäre statt dessen
symmetrisch zur vertikal zur Oberfläche des Auflagetisches 3
verlaufenden Symmetrieebene 32 am Plattenteil 21b die andere
Abdeckplatte 34, wie in Fig. 1 strichliert für deren angehobene
Position verdeutlicht, zu montieren. Die jeweilige seitliche
Abdeckplatte 33 bzw. 34 wird damit immer an demjenigen Platten
teil 21b bzw. 21c montiert, das derjenigen Ecke zwischen den
Anschlägen 25 und 26 bzw. 25 und 27, in die das Gut 40 gerüttelt
wird, gegenüberliegt. Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist die
seitliche Abdeckplatte 33 senkrecht zum ersten seitlichen
Anschlag 25 anordbar und mittels eines elektrischen Stell
antriebes 35, der im Plattenteil 21c gelagert ist, senkrecht zur
Ebene des Plattenteiles 21c verfahrbar. Die seitliche Abdeck
platte 33 ist damit dem Anschlag 27 und die seitliche Abdeck
platte 34 den seitlichen Anschlag 26 zugeordnet, für letztere
ist ein entsprechender, dem Plattenteil 21b zugeordneter
Stellantrieb vorgesehen.
Der insoweit vom grundsätzlichen Aufbau her beschriebene
Rütteltischarbeit wie folgt:
Ausgehend von der Position nach den Fig. 1 und 2, jedoch bei
der sich aus der Fig. 2 ergebenden strichpunktierten Stellung
des Portalrahmens 16, wird das zu rüttelnde Gut auf den in
horizontaler Stellung befindlichen Auflagetisch 3 gegeben. Soll
in die linke Ecke 36 des Auflagetisches 3 gerüttelt werden, ist
die seitliche Abdeckplatte 34 demontiert, so daß erfindungsgemäß
nur die andere seitliche Abdeckplatte 33 zum Einsatz kommt. Es
wird nach dem Aufbringen des zu rüttelnden Gutes auf den
Auflagetisch 3 die obere Abdeckplatte 31 über das zu rüttelnde
Gut 40 gefahren und dann der der Ecke 36 zugeordnete Anschlag 26
in die strichpunktiert dargestellte Position vollständig
ausgefahren. Aufgrund des stationären Anschlages 25 und des
ausgefahrenen Anschlages 26 könnte bereits der Auflagetisch 3 in
die in Fig. 8 gezeigte, seitlich geneigte Position (Neigung
sowohl in Richtung des Anschlages 25 als auch in Richtung des
Anschlages 26) überführt werden, so daß sich das auf dem
Auflagetisch 3 aufliegende, aus den einzelnen Blattlagen
gebildete Gut 40 beim Einschalten des Rütteltisches an den
beiden genannten Anschlägen ausrichtet. Bei einer solchen
Verfahrensweise würde der erfindungsgemäße Rütteltisch wie
übliche Rütteltische funktionieren.
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, daß entweder in der teilwei
se geneigten Position des Auflagetisches 3 oder in der Ausgangs
position des Auflagetisches 3, gemäß der Darstellung in den
Fig. 1 und 2, die obere Abdeckplatte 21 mittels des Antriebs
aggregates 22 in Richtung des Gutes 40 abgesenkt wird, wobei ein
im Basisplattenteil 21a gelagertes, nur in Fig. 2 gezeigtes,
beweglich gelagertes Abtastelement 41 die Position der obersten
Blattlage des Gutes 40 abtastet und das Antriebsaggregat 22 so
steuert, daß dieses die obere Abdeckplatte 21 in einem vor
bestimmten Abstand zur obersten Blattlage des Gutes 40 positio
niert.
Mit der dem seitlichen Anschlag 26 gegenüberliegenden Seite des
Blattgutstapels 40, der insbesondere aus einzelnen Bögen aus
Papier, Pappe, Folie usw. gebildet ist, wirkt die seitliche
Abdeckplatte 33 zusammen, die mittels des elektrischen Stell
antriebes 35 auf die Oberfläche des Auflagetisches 3 abgesenkt
wird, wie es in Fig. 8 gezeigt ist. Zuvor ist durch Beauf
schlagung des Plattenteiles 21c mittels des zugeordneten
Pneumatikzylinders 23a, soweit erforderlich, die Längsabmessung
der oberen Abdeckplatte 21 im Bereich der beiden Plattenteile
21b und 21c auf die Längsabmessung des zu rüttelnden Gutes
eingestellt worden, das heißt, es ist das Plattenteil 21c so
weit verfahren, daß die seitliche Abdeckplatte 33 benachbart zur
zugeordneten Stapelseitenfläche positioniert ist. Im Ergebnis
ist damit der zu rüttelnde Stapel bis auf die dem Anschlag 25
gegenüberliegende Seite des Auflagetisches 3 vollständig, das
heißt auf fünf Seiten geschlossen, wobei der Belüftungsraum je
nach Formatgröße und Einlagehöhe des zu rüttelnden Gutes 40
automatisch einstellbar ist, um Blasluftverluste zu minimieren.
Beim Aktivieren des Rüttelmechanismus und der Stabilisierungs
düsen 30 sowie der Auffächerdüsen 31 in den Anschlägen 25 und 26
(die Düsen im nicht benötigten Anschlag 27 werden dabei nicht
beaufschlagt), sowie Einstellen der gewünschten Neigung des
Auflagetisches 3 bewirkt das Luftpolster zwischen den einzelnen
Blattlagen des Gutes 40, daß dieses zwischen dem Auflagetisch 3
und der oberen Abdeckplatte 21 schwimmen kann. Die Stabilisie
rungsdüsen 30 sorgen für eine Belüftung des Gutes 40 über dessen
volle Breite und verhindern, daß der Stapel sich in eine S-Form
legt. Die beweglichen Auffächerdüsen 31 bewirken ein kurzzeiti
ges Abheben des soeben belüfteten Stapelbereiches von den
zugeordneten Anschlägen 25 und 26. Hinsichtlich der seitlichen
Abdeckplatte 33 ist anzustreben, daß bei deren Absenken auf die
Oberfläche des Auflagetisches 3 zunächst ein geringer Spalt
verbleibt, und diese Abdeckplatte 33 erst nach kurzer Rüttel-
und Belüftungszeit bis zum Stapel langsam und mit geringem Druck
beigezogen wird. Diese Bewegung kann durch Beaufschlagen des
Pneumatikzylinders 23a im Sinne einer Formatverkleinerung der
oberen Abdeckplatte 21 erfolgen. Die seitliche Abdeckplatte 33
und bei entsprechendem Einsatz selbstverständlich auch die
seitliche Abdeckplatte 34 dienen damit dem Zweck, das seitliche
Entweichen der Blasluft zu verhindern und darüber hinaus das
Ausrichten des Gutes zu unterstützen. Zusätzlich können weitere,
nicht dargestellte Luftdüsen im Basisplattenteil 21a vorgesehen
sein, die beim Rütteln ein Luftpolster zwischen dem zu rütteln
den Gut 40 und der oberen Abdeckplatte 21 bilden. In der
Darstellung der Fig. 3 sind ferner zwei auf der dem Anschlag 25
abgewandten Seite der oberen Abdeckplatte 21 in derem Basis
plattenteil 21a gelagerte Niederhalter 37 verdeutlicht, die dem
Zweck dienen, das zu rüttelnde Gut am Auflagetisch 3 festzuklem
men. Der Spalt von etwa 20 bis 40 mm, der zwischen der oberen
Abdeckplatte 21 und dem zu rüttelnden Stapel 3 entsteht, fördert
beim Belüften das Trennen und das "Aufschwimmen" (Ausbreiten)
der einzelnen Blattlagen. Der Papierstapel wird mit einem
geringen einstellbaren Spalt zwischen den Anschlägen 25 und 26
festgehalten. Es soll verhindert werden, daß einzelne vor
stehende Blattlagen umkanten. Zur Optimierung des Rüttelergeb
nisses können schließlich noch auf der dem Anschlag 25 abgewand
ten Seite des Basisplattenteiles 21a in geringem Abstand zur
Symmetrieebene 32 in Richtung des Anschlages 25 verstellbare
Rüttelhilfsanschläge 38, insbesondere zwei Rüttelhilfsanschläge
vorgesehen sein. Diese wirken damit mit der dem Anschlag 25
abgewandten Stapelseite zusammen. Die Rüttelhilfsanschläge 38
sind gleichfalls auf die Formatgröße und Einlegehöhe des zu
rüttelnden Gutes 40 einstellbar. Nach kurzer Belüftungs- und
Rüttelzeit werden die Anschläge 38 ca. 20 mm beabstandet zum
Stapel gesenkt und über einen Hilfsantrieb langsam mit geringem
Druck auf die eingestellte Formatgröße zum Stapel beigezogen.
Hierbei werden die vorstehenden Blattlagen in den zu belüftenden
Stapel hineingeschoben.
Soll nach dem Rütteln einer ersten Blattlage und Überführen des
Auflagetisches 3 in dessen horizontale Stellung eine weitere
Blattlage auf dieser ersten Blattlage im Rütteltisch gerüttelt
werden, kommt bei der Ausführungsform gemäß der Figurendar
stellung ein in der Darstellung der Fig. 7 näher gezeigtes,
mittels eines Pneumatikzylinders 39 betätigbares Festhalteele
ment 42 zum Einsatz, das durch eine Öffnung 43 im Anschlag 25
hindurchsteckbar und auf die untere Stapellage auflegbar ist, um
diese am Auflagetisch 3 festzuklemmen, wenn der Rütteltisch mit
einer weiteren Stapelgutlage beladen wird. Um Blasluftverluste
im Bereich der Öffnung 43 zu vermeiden, ist ein Abdichtelement
44 vorgesehene das in der Ruhestellung des Festhalteelementes
42, das heißt beim Rütteln und Belüften die Öffnung 43 im
Anschlag 25 verschließt.
Insbesondere die Fig. 3 bis 5 verdeutlichen, daß die Blasluft
über einen dem jeweiligen Anschlag 25, 26 bzw. 27 zugeordneten
Verteilerkasten 45 den Stabilisierungsdüsen 30 bzw. Auffächerdü
sen 31 zugeführt wird. Die Erfindung ist dabei nicht darauf
beschränkt, daß durch die Blasdüsen reine Luft strömt. Ist
beispielsweise blättriges Gut zu rütteln, das sich statisch
auflädt, sollte durch die Blasdüsen ionisierte Luft zugeführt
werden.
Nach dem Rüttelvorgang wird der Auflagetisch 3 wieder in die in
den Fig. 1 und 2 gezeigte Position zurückbewegt, das heißt
auch der Portal der Rahmen 16 in die in Fig. 2 strichpunktiert
verdeutlichte Stellung. Es wird die dem Anschlag 26 zugeordnete
Klemmplatte 29 über das zugewandte Ende des Stapels 40 gefahren
und beim anschließenden Absenken des Anschlags 26 der Stapel in
diesem Bereich geklemmt. Mittels einer nicht gezeigten Luftaus
streichvorrichtung kann dann die Luft aus dem Stapel ausgepreßt
werden, hierzu wird beispielsweise eine im Portalrahmen gelager
te, parallel zum Anschlag 26 angeordnete Rolle, vom Anschlag 26
ausgehend, über die Oberfläche des Stapels gerollt. Schließlich
kann das gerüttelte Gut dann zu einem nicht dargestellten
Aufnahmetisch übergeschoben oder einer Weiterverarbeitungs
station, insbesondere einer Schneidemaschine zugeführt werden.
Claims (20)
1. Rütteltisch zum Rütteln von in Blattlagen vorliegendem Gut,
mit mindestens zwei, benachbarten Seiten eines Auflageti
sches zugeordneten, seitlichen Anschlägen für das Gut,
sowie einem in der Ebene des Auflagetisches verfahrbaren
Portalrahmen, wobei der in eine Vibrationsbewegung versetz
bare Auflagetisch aus einer horizontalen Stellung in
Richtung der beiden Anschläge neigbar ist, gekennzeichnet
durch,
- - eine im Portalrahmen (16) gelagerte, parallel zur Oberfläche des Auflagetisches (3) angeordnete (obere) Abdeckplatte (21) zur Aufnahme des Gutes (40) zwischen dieser und dem Auflagetisch (3),
- - im Portalrahmen (16) gelagerte Mittel (22) zum Ver fahren der oberen Abdeckplatte (21) senkrecht zur Oberfläche des Auflagetisches (3),
- - Blaseinrichtungen (30, 31) zum Einblasen von Luft zwischen die Blattlagen, wobei zumindest in einen ersten (25) der seitlichen Anschläge (25, 26, 27) die Blaseinrichtungen (30, 31) integriert sind,
- - mindestens eine seitliche Abdeckplatte (33 bzw. 34) zum Abdecken des zwischen dem Auflagetisch (3) und der oberen Abdeckplatte (21) gebildeten Spaltes, wobei diese Abdeckplatte (33 bzw. 34) senkrecht zu dem ersten Anschlag (25) anordbar ist und Mittel (35) zum Verfahren dieser seitlichen Abdeckplatte (33 bzw. 34) auf den parallel zu dieser angeordneten zweiten Anschlag (26 bzw. 27) zu bzw. von diesem weg vor gesehen sind.
2. Rütteltisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die obere Abdeckplatte (21) mehrteilig ausgebildet ist und
in Richtung zweier bestimmter, sich einander gegenüber
liegender Seiten auseinander- bzw. zusammenfahrbar ist.
3. Rütteltisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß angrenzend an die beiden Endbereiche des ersten
Anschlages (25) senkrecht zu diesen der zweite (26) und ein
dritter Anschlag (27) für das Gut (40) angeordnet sind, die
parallel zueinander angeordnet und senkrecht zur Tischebene
des Auflagetisches (3) verfahrbar sind.
4. Rütteltisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite (26) und dritte Anschlag (27) im Bereich des
jeweiligen oberen Anschlagendes mit einer sich vertikal zum
Anschlag (26, 27) erstreckenden Klemmplatte (29) für das
Gut (40) versehen ist, die in deren Plattenebene verfahrbar
ist.
5. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der zweite (26) und/oder der dritte
Anschlag (27) mit in diese integrierten Blaseinrichtungen
(30) zum Einblasen von Luft zwischen die Blattlagen
versehen ist.
6. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste Anschlag (25) der Längsseite
des rechteckigen Auflagetisches (3) und der zweite (26)
und/oder der dritte Anschlag (27) der jeweiligen Querseite
des Auflagetisches (3) zugeordnet ist.
7. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Blaseinrichtungen (30, 31) des
ersten Anschlages (25) fest angeordnete Stabilisierungs
düsen (30) und senkrecht zur Oberfläche des Auflagetisches
(3) bewegliche Auffächerdüsen (31) aufweisen, mit Stabili
sierungsdüsen (30) in den Endbereichen des ersten An
schlages (25)
8. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Blaseinrichtungen des zweiten (26) und dritten Anschlages (27) fest angeordnete Stabilisie rungsdüsen (30) aufweisen.
8. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Blaseinrichtungen des zweiten (26) und dritten Anschlages (27) fest angeordnete Stabilisie rungsdüsen (30) aufweisen.
9. Rütteltisch nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Luftaustrittsquerschnitt der Austrittsöffnungen der
jeweiligen Stabilisierungsdüse (30) verstellbar ist
und/oder entsprechend der Einlagehöhe des Gutes (40)
Austrittsöffnungen der jeweiligen Stabilisierungsdüse (30)
im oberen oder unteren Bereich dieser Stabilisierungsdüse
(30) verschließbar sind und/oder einzelne Stabilisierungs
düsen (30) vollständig absperrbar sind.
10. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auffächerdüsen (31) hin- und
herbewegbare Schieber mit Austrittsöffnungen aufweisen, die
in ihrer Höhe begrenzt sind.
11. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß ein kraftmittelbetätigbares Festhalte
element (42) zum Klemmen einer Blattlage vorgesehen ist,
das zum Klemmen eine Öffnung (43) im ersten Anschlag (25)
durchsetzt, wobei in der Ruhestellung des Festhalteelemen
tes (42) ein Abdichtelement (44) die Öffnung (43) im ersten
Anschlag (25) verschließt.
12. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die rechteckige, obere Abdeckplatte
(21) dreiteilig ausgebildet ist, mit einem T-förmigen, im
Portalrahmen (16) gelagerten Basisplattenteil (21a), sowie
zwei in auseinandergefahrenem Zustand im Bereich des
Restquerschnitts des Rechtecks angeordneten, weiteren
Plattenteilen (21b, 21c), wobei die beiden weiteren
Plattenteile (21b, 21c) im Basisplattenteil (21a) aufein
ander zu bzw. voneinander weg verschieblich gelagert sind.
13. Rütteltisch nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Oberseite des Basisplattenteiles (21a) zwei
Pneumatikzylinder (23a, 23b) in diesem gelagert sind, deren
Kolbenstangen (24a, 24b) an den weiteren Plattenteilen
(21b, 21c) angreifen.
14. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die mindestens eine, erste seitliche
Abdeckplatte (34) im Bereich des zweiten Anschlages (26)
und eine weitere, entsprechend gestaltete und verfahrbare,
zweite Abdeckplatte (33) parallel zur ersten Abdeckplatte
(34) im Bereich des dritten Anschlages (27) angeordnet ist.
15. Rütteltisch nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die eine seitliche Abdeckplatte (34) im einen Plattenteil
(21b) und die andere seitliche Abdeckplatte (33) im anderen
Plattenteil (21c) gelagert ist.
16. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß Mittel (35) zum Verfahren der ersten
(34) und/oder zweiten seitlichen Abdeckplatte (33) senk
recht zur Oberfläche des Auflagetisches (3) vorgesehen
sind.
17. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß in die obere Abdeckplatte (21) auf der
dem ersten Anschlag (25) abgewandten Seite mehrere Nie
derhalter (37) für das Gut (40) integriert sind.
18. Rütteltisch nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
das Basisplattenteil (21a) die Niederhalter (37), ins
besondere zwei Niederhalter (37) aufweist.
19. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß in die obere Abdeckplatte (21),
insbesondere im Bereich des Basisplattenteiles (21a),
weitere Blaseinrichtungen zum Erzeugen eines Luftpolsters
zwischen der oberen Abdeckplatte (21) und dem Gut (40)
integriert sind.
20. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß in der oberen Abdeckplatte (21),
insbesondere im Bereich des Basisplattenteiles (21a), in
dem dem ersten Anschlag (25) abgewandten Bereich des
Auflagetisches (3) in Richtung des ersten Anschlages (25)
verstellbare Rüttelhilfsanschläge (38) vorgesehen sind.
21. Rütteltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß parallel beabstandet zum ersten
Anschlag (25) eine dritte, seitliche Abdeckplatte angeord
net ist, die in deren Plattenebene und senkrecht hierzu
verfahrbar ist, wobei die dritte Abdeckplatte mindestens
eine Luftabführöffnung aufweist.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4307361A DE4307361A1 (de) | 1993-03-09 | 1993-03-09 | Rütteltisch |
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