DE3612780A1 - Verfahren und vorrichtung zum verarbeiten von abgezaehlten lagen aus papierbogen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum verarbeiten von abgezaehlten lagen aus papierbogenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verarbeiten
von abgezählten Lagen aus Papierbogen, bei dem nach dem
Zählen der Bogen einer Lage ein über den Gesamtstapel vor
stehender Markierungsstreifen bei der Bildung des Gesamtsta
pels eingelegt wird und bei dem während des Abbaues des
Gesamtstapels jeweils bei einem Markierungsstreifen abge
zählte Lagen teilweise abgehoben werden und der Tisch eines
Beladers unter die teilweise abgehobene Lage bewegt wird.
Bei der Verarbeitung von bedruckten oder unbedruckten Pa
pierbogen kommt es manchmal darauf an, daß die in einer Lage
enthaltenen Papierbogen genau abgezählt sein müssen. Dies
gilt z. B. für mit Etiketten bedruckte Bogen oder für Bogen
aus Wertpapieren, welche Bogen in einer Schneidmaschine auf
die Größe der Etiketten bzw. Wertpapiere zerschnitten werden
sollen. Bisher wurden zwischen die Lagen, die aus einer
abgezählten Anzahl von Einzelbogen bestehen, z. B. aus 1000
Blatt, gegenüber einer darunter befindlichen Lage durch
eingelegte Zählstreifen von geringer Größe, z. B. einer
Breite von ca. 10 mm und einer Länge von ca. 40 mm getrennt.
Es ist auch bekannt, zwischen Lagen aus abgestapelten Pa
pierbogen Kartons einzulegen, die genau die gleiche Größe
haben wie die Bogen und mit diesen glattgestoßen sind.
Beim Abbau eines Gesamtstapels wurde bisher so vorgegangen,
daß bei den eingelegten Zählstreifen von Hand Keile einge
legt wurden. Dort wo Keile eingelegt sind, kann die Trenn
walze eines Beladers die Lage entnehmen. Diese Art des Abhe
bens der Lagen ist arbeitsaufwendig. Belader sind Vorrich
tungen zum Beladen einer Weiterverarbeitungsmaschine, insbe
sondere einer Schneidmaschine. Ein solcher Belader ist z. B.
aus der DE-OS 25 48 893 bekannt. Dieser Belader hat zugleich
als Abstecher ausgebildete Fixierungszangen, mit denen Lagen
bestimmter Dicke vom Gesamtstapel abgestochen werden. Hier
für ist zwar keine Handarbeit erforderlich, jedoch läßt sich
durch Abstechen die Blattzahl innerhalb einer Lage nur grob
bestimmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
sowie eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vor
richtung vorzuschlagen, mit dem bzw. der es möglich ist,
Lagen aus genau abgezählten Papierbogen automatisch von
einem Gesamtstapel abzuheben.
Das zur Lösung dieser Aufgabe geschaffene erfindungsgemäße
Verfahren der eingangs genannten Art ist dadurch gekenn
zeichnet, daß als Markierungsstreifen zur Unterstützung einer
teilweise abgehobenen Lage geeignete Blätter (Anhebeblät
ter) eingelegt werden, daß beim Abheben einer Lage das unter
ihr befindliche Anhebeblatt erfaßt und durch Hochheben des
selben die Lage teilweise vom Gesamtstapel abgehoben wird,
daß danach die Lage an ihrer Vorderseite festgeklemmt wird,
wonach der Tisch des Beladers unter die Lage bewegt wird.
Gemäß der Erfindung werden also nicht nur schwache Streifen,
die lediglich als Markierung brauchbar sind, sondern kräfti
ge Anhebeblätter eingelegt, die so stabil sind, daß durch
Hochziehen des Anhebeblattes die Lage teilweise abgehoben
werden kann. Dies wiederum gestattet das Festklemmen der
Vorderseite der Lage. Durch die erfindungsgemäße Verwendung
von kräftigen Anhebeblättern ist eine automatische Handha
bung möglich geworden.
Vorzugsweise werden die Lagen nur in einem Eckbereich ange
hoben und eine zum Festklemmen dienende Fixierungszange
fährt, ausgehend von dem angehobenen Eckbereich, in den
Gesamtstapel ein (Anspruch 2). Diese Verfahrensweise ist
besonders günstig, da ein punktförmiges Erfassen des Anhebe
blattes genügt.
Die Anhebeblätter können sich über die gesamte Ausdehnung
einer Lage erstrecken (Anspruch 3). Es genügt jedoch auch,
wenn Anhebeblätter genügender Größe nur in dem Bereich vor
gesehen werden, der angehoben werden soll. Voraussetzung ist
lediglich, daß nicht, wie bekannt, reine Markierungsstreifen
verwendet werden, sondern kräftige Blätter von ausreichend
großer Ausdehnung. Für die Anhebeblätter ist Karton gut
geeignet (Anspruch 4). Vorteilhafterweise wird so vorgegan
gen (Anspruch 5), daß ein erfaßtes Anhebeblatt so lange
festgehalten wird bis die Lage vollständig vom Gesamtstapel
abgehoben und die Fixierungszange wieder ausgefahren ist.
Damit vermeidet man während des Einfahrens einer Fixierungs
zange Verschiebungen von Blättern innerhalb der abzuhebenden
Lage.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des Ver
fahrens geht gemäß Anspruch 6 aus von einem Belader, der
einen horizontalen Tisch aufweist, der vertikal und horizon
tal verfahrbar ist und mindestens eine Fixierungszange zum
Erfassen einer von einem Gesamtstapel abzuhebenden Lage
aufweist und ist gekennzeichnet durch eine horizontal und
relativ zur Fixierungszange (10) vertikal verfahrbare Hebe
zange (18) zum Erfassen des jeweils obersten Hebeblattes
(26) und dadurch, daß die Fixierungszange (10) parallel zu
der in den Gesamtstapel (G) eindringenden Tischkante aus
einer seitlich vom Gesamtstapel (G) befindlichen Ruhestel
lung in eine Lagen-Fixierungsstellung bewegbar ist.
Mit einer so ausgebildeten Vorrichtung, die konstruktiv
nicht aufwendig ist, kann das erfindungsgemäße Verfahren
vorteilhaft ausgeführt werden, wobei es auch möglich ist,
die Hebezange so lange geschlossen zu halten, bis die Fixie
rungszange ihre richtige Position zur Vorderseite der Lage
erreicht hat und die Lage festgeklemmt hat. Wenn nur eine
Fixierungszange verwendet wird, wird diese vorzugsweise bis
zur Mitte der Vorderseite der Lage bewegt. Die Erfindung
schließt jedoch auch die Verwendung mehrerer Fixierungszan
gen ein. Mehrere Fixierungszangen, z. B. zwei Fixierungszan
gen, können dann notwendig werden, wenn sehr große Formate
aus besonders dünnem Papier gehandhabt werden sollen.
Mit einem Sensor gemäß den Ansprüchen 7 und 8 ist ein automa
tischer Betrieb möglich, da automatisch auf das Niveau ge
fahren werden kann, das zum Abheben einer Lage nötig ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung (Anspruch
9) ist ein verstellbarer Anschlag vorgesehen, mit dem die
Stellung bestimmt wird, in der die Fixierungszange die Lage
erfassen soll. Dadurch ist auf einfache Weise eine optimale
Anpassung an verschiedene Formate der Bogen möglich. Baulich
und steuerungsmäßig besonders einfach ist die Ausführungs
form gemäß Anspruch 10, nach der ein die Fixierungszange
tragender Schlitten durch einen Druckmittelzylinder gegen
den verstellbaren Anschlag gedrückt wird. Dadurch sind
Steuerungseinrichtungen zum Abschalten des Antriebes und
eine Arretierungseinrichtung zum Fixieren des Schlittens in
seiner gewünschten Lage entbehrlich.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Schneidanlage, in
der ein Belader gemäß der Erfindung verwen
det ist,
Fig. 2 eine Ansicht eines abzubauenden Gesamtsta
pels und des hierfür verwendeten erfindungs
gemäßen Beladers in Richtung der Pfeile II
in den Fig. 1 und 3,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Belader in Rich
tung des Pfeiles III in Fig. 2,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der Vor
richtung etwa in dem Bereich, der in Fig.
2 durch einen strichpunktierten Rahmen ab
gegrenzt ist, und
Fig. 5 bis 9 verschiedene Arbeitsphasen der Vor
richtung, wobei jede Figur ebenfalls etwa
den Bereich zeigt, der in Fig. 2 durch den
strichpunktierten Rahmen IV abgegrenzt ist.
Die in Fig. 1 dargestellte Anlage hat eine Schneidmaschine S,
einen Belader B für die Beschickung der Schneidmaschine S
und einen Ablader A für die Herstellung eines Stapels aus in
der Schneidmaschine S behandelten Lagen. Die vorliegende
Erfindung befaßt sich mit den Vorgängen am Belader B und der
Ausbildung dieses Beladers, der dazu dient, von einem Ge
samtstapel G Lagen mit einer genau bestimmten Anzahl von
Papierbogen abzuheben, damit sie von dort der Schneidmaschi
ne S zugeführt werden können, die von einer Bedienungsperson
bedient wird, die sich im Raum R befindet und Lagen vom
Belader B abnimmt, in die Schneidmaschine S einführt und von
der Schneidmaschine zum Ablader A bewegt. Um die Handhabung
bequem zu ermöglichen, sind alle Flächen, auf denen die
Lagen vor und nach dem Zerschneiden zu bewegen sind als
Lufttische ausgebildet, d. h. als Tischflächen mit einer
Vielzahl von Luftdüsen, die Verschlußkugeln aufweisen, die
durch den Druck des Stapels nach unten gedrückt werden,
wobei die Luftdüsen geöffnet werden, so daß Luft nur dort
ausströmt, wo sich Lagen befinden, so daß unter diesen ein
Luftkissen gebildet wird.
Der Belader B hat ein Gestell 1, an dem ein Schlitten 2
vertikal verfahrbar ist. Der Schlitten 2 hat einen horizon
talen Tragteil 2 a, auf dem ein Tisch 3 horizontal entspre
chend dem Doppelpfeil 4 verschiebbar ist. Am vorderen Ende
des Tisches befindet sich eine Walze 5, die über eine nicht
gezeigte Antriebseinrichtung antreibbar ist.
Von dem vertikalen Teil 2 b des Schlittens 2 ragt ein hori
zontaler Balken 6 ab, der in einem gewissen Abstand über dem
Tisch 3 parallel zur Tischebene und rechtwinklig zur Bewe
gungsrichtung des Tisches verläuft. Längs dem Balken 6 ist
ein Schlitten 7 bewegbar. Für den Antrieb des Schlittens 7
ist ein Pneumatikzylinder 8 vorgesehen, dessen Zylinderteil
8 a auf dem Balken 6 befestigt ist und dessen Kolbenstange 8 b
mit dem Schlitten 7 verbunden ist. Bei Einziehen der Kolben
stange 8 b in den Zylinderteil 8 a wird der Schlitten 7, in
Fig. 2 gesehen, nach rechts bewegt. Zur Begrenzung des
Bewegungsweges des Schlittens 7 ist ein Anschlag 9 vorgese
hen, an dem der Schlitten zur Anlage kommen kann. Die feste
Anlage des Schlittens 7 am Anschlag 9 wird dadurch sicherge
stellt, daß der Pneumatikzylinder 8 auch dann noch unter
Druck gehalten wird, wenn der Schlitten 7 am Anschlag 9
anliegt. Der Anschlag 9 ist längs des Balkens 6 verschiebbar
und in beliebigen Stellungen festklemmbar.
An dem Schlitten 7 ist eine insgesamt mit 10 bezeichnete
Fixierungszange befestigt (siehe dazu auch perspektivische
Darstellung nach Fig. 4). Die Fixierungszange 10 hat eine
untere feststehende Klemmbacke 10 a und eine obere vertikal
bewegliche Klemmbacke 10 b. Die obere Klemmbacke 10 b ist
längs Führungsstangen 11, 12 bewegbar. Für die Bewegung ist
ein Pneumatikzylinder 12 vorgesehen, dessen Zylinderteil 12 a
am Schlitten 7 befestigt ist und dessen Kolbenstange 12 b an
der oberen Klemmbacke 10 b angreift.
Am äußeren Ende des waagerechten Balkens 6 ist ein senkrech
ter Balken 13 befestigt. Vom unteren Ende des Balkens 13
ragt wieder ein waagerechter Balken 14 ab, der zum oberen
Balken 6 parallel ist. Längs des Balkens 14 ist ein Schlitten
15 horizontal verschiebbar, von dem ein senkrechter Balken
16 nach unten abragt. Längs des Balkens 16 ist ein Schlitten
17 verfahrbar, an dem sich eine Hebezange 18 und ein Träger
19 für einen Sensor 20 befindet. Die Hebezange 18 hat einen
oberen Zangenschenkel 18 a und einen unteren Zangenschenkel
18 b. Die Zangenschenkel 18 a, 18 b können mit einer nicht
dargestellten Einrichtung auseinander und aufeinander zu
bewegt werden.
Der Gesamtstapel G besteht aus mehreren Lagen 21 bis 24, die
auf eine Palette 25 aufgestapelt sind. Unterhalb jeder Lage
befindet sich ein Anhebeblatt 26. Jede Lage 21 bis 24 be
steht aus einer ganz bestimmten Anzahl von Papierbogen.
Üblich sind hierbei 1000 Bogen pro Lage. Selbstverständlich
kommen auch andere Blattzahlen in Betracht, z. B. geringere
Blattzahlen bei relativ dickem Papier und auch höhere Blatt
zahlen bei relativ dünnem Papier. Bei dem dargestellten
Beispiel ist angenommen, daß die Anhebeblätter 26 die glei
che Länge l haben wie der Gesamtstapel G, während die Breite
b 1 der Anhebeblätter 26 ein wenig größer ist als die Breite
b 2 des Stapels G. An den kurzen Seiten des Stapels und an
einer langen Seite des Stapels liegen die Kanten der Anhebe
blätter 26 gleich wie die Kanten der zahlreichen Papierbo
gen, die sich oberhalb eines Anhebeblattes 26 befinden, so
daß die Anhebeblätter mit einem Randstreifen 26 a an der in
den Fig. 2 und 3 links befindlichen Seite des Stapels G
herausragen. Die Breite des Randstreifens 26 a ist b 1-b 2.
Die Vorrichtung wird wie folgt betrieben. Nach Abnahme einer
Lage von Tisch 3 befindet sich dieser zunächst noch auf
gleicher Höhe mit fest angeordneten Tischen 27, 28, 29, 30
(siehe Fig. 1). Wenn nun eine weitere Lage, nämlich die Lage
24 vom Gesamtstapel G abgenommen werden soll, wird zunächst
der Schlitten 2 b längs des Gestells 1 vertikal verfahren
entsprechend dem Doppelpfeil 31 in Fig. 2. Ob die Bewegung
aufwärts oder abwärts gerichtet ist hängt von der Höhe des
Gesamtstapels G ab. Es sei angenommen, daß eine Abwärtsbewe
gung stattfindet. Wenn der Sensor 20 das oberste Anhebeblatt
26 erfaßt hat (diese Situation ist in Fig. 5 dargestellt)
wird die weitere Abwärtsbewegung des Schlittens 2 gestoppt.
Während der beschriebenen Abwärtsbewegung befindet sich die
Hebezange 18 am unteren Ende ihrer vertikalen Führung am
Balken 16 und ist auf ihrer Führung längs des Balkens 14 so
weit nach links verschoben, daß die Hebezange 18 mit dem
Hebeblatt 26 nicht in Berührung kommt. Bei Anhalten des
Schlittens 2 befindet sich die Maulöffnung 34 der Hebezange
18 genau auf der Höhe des Hebeblattes 26.
In einer nächsten Phase wird der Schlitten 15 nach rechts
verfahren, wobei die Hebezange 18 das Hebeblatt 26 an seinem
vorstehenden Rand 26 a umfaßt. Danach erfolgt das Schließen
der Hebezange 18. Diese Situation ist in Fig. 6 dargestellt.
Nun wird der Schlitten 17, an dem sich die Hebezange 18
befindet, nach oben verfahren, wobei das Hebeblatt 26 in
seinem vorderen linken (gesehen in den Fig. 2 und 3) Eckbe
reich 32 angehoben wird. Hierbei wird auch der vordere linke
Eckbereich der oberen Lage 24 angehoben. Diese Situation ist
in Fig. 7 dargestellt.
Nun wird der Pneumatikzylinder 8 aktiviert, wobei der
Schlitten 7 längs des Balkens 6 nach rechts verfahren wird,
bis er an dem Anschlag 9 zur Anlage gekommen ist. Hierbei
dringt der untere Schenkel 10 a in den Gesamtstapel ein und
zwar unmittelbar unterhalb des Anhebeblattes 26. Wenn der
Schlitten 7 am Anschlag 9 zur Anlage gekommen ist, wird der
Druck im Druckmittelzylinder weiterhin aufrechterhalten,
wodurch eine feste Anlage des Wagens 7 am Anschlag 9 gewähr
leistet ist, ohne daß eine besondere Arretierung nötig ist.
Diese Situation ist in Fig. 8 dargestellt.
Nun wird der Druckmittelzylinder 12 aktiviert, wodurch der
untere Zangenschenkel 10 b nach unten bewegt wird, bis er
fest auf der Oberseite 24 a der oberen Lage 24 aufliegt, d. h.
die Lage 24 ist nun fest zwischen dem unteren Zangenschenkel
10 a und dem oberen Zangenschenkel 10 b der Fixierungszange 10
eingeklemmt. Erst jetzt wird die Hebezange 18 geöffnet und
in ihre Ausgangslage gefahren, d. h. sie wird nach links und
nach unten bewegt.
Im weiteren Verlauf wird der Tisch unterhalb der Lage 24 in
den Gesamtstapel G eingefahren, wobei die Lage 24 auf den
Tisch 3 aufläuft. Dieses Auflaufen wird durch die Walze 5
erleichtert. Das Eindringen der Walze 5 kann auch dadurch
begünstigt werden, daß der Gesamtstapel G etwas schräg ge
stellt wird, nämlich so, daß der vordere linke Eckbereich
33, an dem die Lage 24 angehoben wurde, näher bei der Walze
5 liegt als die rechts davon befindliche Stapelkante.
Wenn der Tisch 3 die Lage 24 vollständig unterfahren hat,
wird die Fixierungszange 10 von der Lage 24 gelöst. Danach
wird die Fixierungszange 10 seitlich ausgefahren. Erst wenn
die Fixierungszange wieder ihre Ruhelage erreicht hat, wird
die Hebezange vom Anhebeblatt gelöst und in ihre Ruhestel
lung zurückbewegt.
Der Tisch 3 wird nun wieder in die Lage verfahren, die aus
Fig. 3 ersichtlich ist. Danach erfolgt eine vertikale Bewe
gung des Tisches bis sich die Oberfläche des Tisches 3 auf
dem Niveau des anschließenden Tisches 27 befindet. Eine
Bedienungsperson kann nun dank des Luftkissens unterhalb der
Lage 24 diese bequem zur Schneidmaschine S transportieren.
Nach dem Schneiden wird der geschnittene Stapel auf den
Ablader A gebracht, mit dessen Hilfe wieder ein Stapel
aufgebaut wird, nämlich in dem Gebiet 35, das in Fig. 1 mit
gestrichelten Linien umgrenzt ist. Der Stapelaufbau erfolgt
etwa analog dem Stapelabbau, wobei die geschnittenen Lagen
von dem Tisch des Abladers A abgeschoben werden.
Beim nächsten Arbeitszyklus wird das Abhebeblatt 26 unterhalb
der Lage 23 erfaßt.
Claims (10)
1. Verfahren zum Verarbeiten von abgezählten Lagen aus
Papierbogen, bei dem nach dem Zählen der Bogen einer Lage
ein über den Gesamtstapel vorstehender Markierungsstreifen
bei der Bildung des Gesamtstapels eingelegt wird und bei dem
während des Abbaues des Gesamtstapels jeweils bei einem
Markierungsstreifen abgezählte Lagen teilweise abgehoben
werden und der Tisch eines Beladers unter die teilweise
abgehobene Lage bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als
Markierungsstreifen zur Unterstützung einer teilweise abge
hobenen Lage geeignete Blätter (Anhebeblätter) eingelegt
werden, daß beim Abheben einer Lage das unter ihr befindli
che Anhebeblatt erfaßt und durch Hochheben desselben die
Lage teilweise vom Gesamtstapel abgehoben wird, daß danach
die Lage an ihrer Vorderseite festgeklemmt wird, wonach der
Tisch des Beladers unter die Lage bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lagen nur in einem Eckbereich angehoben werden und eine
zum Festklemmen dienende Fixierungszange, beginnend in dem
angehobenen Eckbereich, in den Gesamtstapel eingefahren
wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß Anhebeblätter eingelegt werden,
die sich über die gesamte Unterseite der Lagen erstrecken
und vorzugsweise über die gesamte Länge einer Seite des
Gesamtstapels, vorzugsweise einer Längsseite, seitlich vom
Gesamtstapel abragen.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß als Anhebeblätter Kartonblätter
verwendet werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Anhebeblatt so lange festge
halten wird, bis die Lage an ihrer Vorderseite festgeklemmt
ist, der Tisch des Beladers die Lage unterfahren hat und die
Fixierungszange von der Lage gelöst und seitlich ausgefahren
ist.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Belader, der einen
horizontalen Tisch aufweist, der vertikal und horizontal
verfahrbar ist, mindestens einer Fixierungszange zum Erfas
sen einer von einem Gesamtstapel abzuhebenden Lage, gekenn
zeichnet durch eine horizontal und relativ zur Fixierungs
zange (10) vertikal verfahrbare Hebezange (18) zum Erfassen
des jeweils obersten Hebeblattes (26) und dadurch, daß die
Fixierungszange (10) parallel zu der in den Gesamtstapel (G)
eindringenden Tischkante aus einer seitlich vom Gesamtstapel
(G) befindlichen Ruhestellung in eine Lagen-Fixierungsstel
lung bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Hebezange (18) ein Sensor (20) zur Abtastung der Höhen
lage des jeweils obersten Hebeblattes (26) zugeordnet ist,
der über Steuerleitungen auf eine Bewegungseinrichtung zum
Heben und Senken des Tisches (3) einwirkt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Sensor (20) berührungslos abtastet, beispielsweise als
Lichttaster ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß ein die Fixierungszange (10) tragender
Schlitten (7) gegen einen längs einer Schlittenführung ver
stellbaren Anschlag (9) fahrbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schlitten (7) mittels eines Druckmittelzylinders (8),
vorzugsweise eines Pneumatikzylinders bewegbar ist und der
Druckmittelzylinder (8) bei Anliegen des Schlittens (7) am
Anschlag (9) weiterhin unter Druck gehalten wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863612780 DE3612780A1 (de) | 1986-04-16 | 1986-04-16 | Verfahren und vorrichtung zum verarbeiten von abgezaehlten lagen aus papierbogen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863612780 DE3612780A1 (de) | 1986-04-16 | 1986-04-16 | Verfahren und vorrichtung zum verarbeiten von abgezaehlten lagen aus papierbogen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3612780A1 true DE3612780A1 (de) | 1987-10-22 |
| DE3612780C2 DE3612780C2 (de) | 1991-06-06 |
Family
ID=6298783
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863612780 Granted DE3612780A1 (de) | 1986-04-16 | 1986-04-16 | Verfahren und vorrichtung zum verarbeiten von abgezaehlten lagen aus papierbogen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Also Published As
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