DE4300879A1 - Kegelscheibengetriebe - Google Patents
KegelscheibengetriebeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kegelscheibengetriebe mit
stufenloser Übersetzungseinstellung und Erzeugung axialer
Anpreßkräfte der Kegelscheiben auf ein zwischen diesen
umlaufendes Zugmittel über Spannmittel, die auf den Ge
triebewellen angeordnet axial auf je eine auf der jewei
ligen Getriebewelle verschiebbare Kegelscheibe wirken,
wobei als Spannmittel auf einer der Getriebeseiten eine
gegen ein wellenfestes Widerlager abgestützte Federkraft
und auf der anderen Getriebeseite hydraulische Spannmit
tel vorgesehen sind, die die zugeordnete axial verschieb
bare Kegelscheibe als Boden eines mit der Kegelscheibe
verbundenen Druckzylinders enthalten, welcher mit einem
wellenfesten Kolben einen ersten Druckraum bildet, dem
mittels einer Druckmittelzuflußleitung von einer Pumpe
bezogenes Druckmittel in durch ein Steuerventil zur Ein
stellung und Aufrechterhaltung der Getriebeübersetzung
bestimmter Weise zugeführt wird, wobei das Steuerventil
durch ein Stellglied betätigbar ist und wobei vom Steuer
ventil überschüssiges Druckmittel in eine Druckmittel
rückflußleitung abfließt.
Die hydraulische Verstellung derartiger Getriebe wird
üblicherweise mit Hilfe von Druckzylindern durchgeführt,
die aus Gründen der Einfachheit direkt an der jeweiligen
axial beweglichen Kegelscheibe befestigt sind und somit
im Betrieb mit den Kegelscheiben umlaufen. Da auch das
eingeschlossene Druckmittel sich dieser Rotation nicht
entziehen kann, unterliegt jedes seiner Masseteilchen der
Fliehkraft, und es baut sich in den Druckzylindern ein
nach radial außen hin zunehmender Druck auf, der nicht
nur radial, sondern auch axial auf die benachbarte Kegel
scheibe wirkt.
Das zum Druckraum kommende Druckmittel läßt sich in einen
umlaufenden Scheibensatz am günstigsten in oder nahe der
Mitte der zugeordneten Getriebewelle einführen. Da dort
der beschriebene Fliehkraftdruck jedoch kaum spürbar ist,
kommt es im Druckraum zu einer Überlagerung von Flieh
kraftdruck und Steuerdruck, was unter anderem zu einer
Überanpressung auf das Zugmittel führen kann.
Eine hierfür bekannte Abhilfe besteht in der Ausstattung
des Druckzylinders mit einer Kompensationshaube, die,
wenn sie mit Druckmittel gefüllt ist, durch den dortigen
Fliehkraftdruck in der der Belastung der zugehörigen
Kegelscheibe entgegengesetzten Richtung beaufschlagt ist.
Hiermit ist ein weitgehender Ausgleich der störenden
fliehdruckbedingten Axialkräfte möglich. Eine solche Kom
pensationshaube ist aus der DE-PS 21 18 033 bekannt. Sie
weist innen, das heißt nahe der Drehachse der zugeordne
ten Getriebeseite einen freien Auslaß für das Druckmittel
auf, das als kleiner Leckstrom aus dem benachbarten
ersten Druckraum übertritt, wobei dieser Übertritt durch
eine Drosselbohrung zwischen erstem und zweitem Druckraum
gegeben sein kann oder einfach durch Leckflüssigkeit ent
lang des Kolbens, der ersten und zweiten Druckraum von
einander trennt. Obwohl dieser Leckstrom zwecks Vermei
dung unnötiger Verluste möglichst klein gehalten wird,
bildet sich im Betrieb im zweiten Druckraum ein vollstän
diger, umlaufender und der Fliehkraft unterliegender
Flüssigkeitsring aus.
Bei besonderen Getriebebauformen kann es jedoch trotz der
beschriebenen Maßnahmen zu störenden Fliehkrafteinflüssen
kommen. Ein solcher Fall ist dann gegeben, wenn aus Grün
den der einfachen Getriebeausbildung einer der Scheiben
sätze nur mit mechanischen Mitteln, zum Beispiel mit
Federn, angepreßt wird, während sich die hydraulische An
pressung auf den anderen Scheibensatz beschränkt. Insbe
sondere dann, wenn auch noch zwecks Einhaltung eines
niedrigen Steuerdruckniveaus mit einem großen Druckzylin
der gearbeitet wird, ist die Getriebeverstellbarkeit in
einer Richtung stark beeinträchtigt.
Diese Erscheinung resultiert daraus, daß zum Spreizen des
hydraulisch beaufschlagten Scheibensatzes, das heißt also
zum axialen Auseinanderfahren der Kegelscheiben dieses
Scheibensatzes in Folge der begrenzten Federkraft auf der
anderen Getriebeseite nur eine begrenzte Spreizkraft
seitens des Zugmittels zur Verfügung steht. Außerdem wird
während des Spreizens im ersten Druckraum das Volumen
verkleinert, im zweiten Druckraum jedoch vergrößert. Da
sich dadurch der Innendurchmesser des im zweiten Druck
raum befindlichen Flüssigkeitsringes vergrößert, verrin
gert sich die von diesem ausgeübte Axialkraft, wodurch
die Verstellung des Getriebes fast zum Erliegen kommen
kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Kegelscheibenge
triebe der eingangs genannten Art bei Anwendung eines
zweiten Druckraumes der beschriebenen Weise derart auszu
bilden, daß bei durch Verstellung der Getriebeübersetzung
bedingter schneller Verkleinerung des Volumens des ersten
Druckraumes nachteilige Folgen durch die damit verbundene
schnelle Vergrößerung des Volumens des zweiten Druck
raumes ausbleiben.
Diese Aufgabe ist bei einem Kegelscheibengetriebe der
eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß dadurch ge
löst, daß der Druckzylinder jenseits des Kolbens einen
zweiten Druckraum mit einem gegenüber der Welle ver
schiebbaren Boden bildet, daß ein begrenztes Überströmen
von Druckflüssigkeit zwischen den beiden Zylinderräumen
möglich ist, daß das Druckmittel aus dem zweiten Zylin
derraum begrenzt abfließen kann, daß zwischen Druckmit
telzuflußleitung und einer zum zweiten Druckraum führen
den Druckmittelausgleichsleitung eine Kurzschlußleitung
mit einem Ventil vorgesehen ist, und daß das Ventil ge
öffnet ist, wenn das Steuerventil in Richtung auf eine
schnelle Änderung der Getriebeübersetzung mit Entleerung
des ersten Druckraumes verstellt ist.
Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen kann der Vorteil
der Fliehkraftdruckkompensation am hydraulischen Spann
mittel des Kegelscheibengetriebes genutzt werden, ohne
daß bei einer schnellen Verstellung der Übersetzungsein
stellung des Kegelscheibengetriebes in der genannten
Richtung ein Kräfteungleichgewicht entsteht. Denn nunmehr
wird das aus dem ersten Druckraum bei der schnellen Ver
stellung ausgeschobene Druckmittel bevorzugt und schnell
dem zweiten Druckraum zugeführt, so daß sich in diesem
kein Mangel an Druckmittel ausbilden kann.
Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, daß das Ventil durch
das Stellglied des Steuerventils betätigbar ist, also
eine zeitgleiche Ansprache beider Ventile erfolgt. Hierzu
können bei einer besonders einfachen Bauform Stellkörper
sowie Gehäuse von Steuerventil und Ventil nebeneinander
angeordnet zu einer Baueinheit zusammengefaßt sein.
Selbstverständlich können jedoch auch beide Ventile von
einander getrennt und gesondert durch das Stellglied be
aufschlagt sein.
Was die Ausbildung des Stellgliedes betrifft, so kann
dieses ein allgemein bekanntes Gestänge sein, das einer
seits die Übersetzungsstellung des Getriebes abfühlt und
andererseits beispielsweise von Hand auf eine bestimmte
Übersetzungsstellung einstellbar ist. Besonders zweckmä
ßig ist es jedoch im Hinblick auf moderne Getriebebaufor
men, daß das Stellglied von Steuerventil und Ventil ein
an die Pumpendruckleitung angeschlossenes, elektromagne
tisch steuerbares Druckminderventil ist, und daß das
Druckminderventil einen Zylinderraum des Gehäuses des
Steuerventils und des Ventils und damit die Stellkörper
dieser Ventile gegen die Rückstellkraft einer gehäusefest
abgestützten Feder beaufschlagt. Ein solches elektro
magnetisch steuerbares Druckminderventil läßt sich bei
spielsweise über eine Steuer- und Recheneinheit durch
mehrere Betriebsgrößen des Getriebes beeinflussen, um
optimale Arbeitsverhältnisse zu garantieren.
In bestimmter Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
kann es vorteilhaft sein, daß der erste Druckraum über
die Druckmittelzuflußleitung an die Pumpendruckleitung
angeschlossen ist, und daß das Steuerventil den Druckmit
telrückfluß drosselt. Hier wird also der erste Druckraum
in schnellstmöglicher Weise mit dem notwendigen Druckmit
tel gerade auch für eine Verstellung der Getriebeüberset
zung versorgt.
Zur Ausgestaltung dieser Lösung kann vorgesehen sein, daß
zwischen der zum ersten Zylinderraum führenden Druckmit
telzuflußleitung und der Pumpendruckleitung ein Mindest
druckventil angeordnet ist, und daß dieses Mindestdruck
ventil in Offenstellung übergeht, wenn der Lieferdruck
der Pumpe einen bestimmten Minimalwert überschreitet. Da
durch ist sichergestellt, daß ein Mindestdruck für die
Versorgung des Druckminderventils vorhanden ist, der zur
Betätigung von Steuerventil und Ventil erforderlich ist.
Ferner kann zweckmäßig vorgesehen sein, daß in der Druck
mittelzuflußleitung zum ersten Druckraum in Strömungs
richtung des pumpenseitigen Druckmittels gesehen vor der
Kurzschlußleitung eine Drosselblende angeordnet ist.
Hierdurch wird einmal eine weiche Verstellung des Getrie
bes bei normalen Übersetzungsänderungen bewirkt. Anderer
seits wird für die durch die Erfindung behandelte
Schnellverstellung eine bevorzugte Überströmung des
Druckmittels aus dem ersten Druckraum in den zweiten
Druckraum gefördert.
Zwischen Druckmittelausgleichsleitung und Druckmittel
rückflußleitung kann außerdem eine Verbindungsleitung mit
einer Drosselblende vorgesehen sein, wobei gleichzeitig
eine in der Druckmittelrückflußleitung angeordnete
weitere Drosselblende der Verbindungsleitung nachgeschal
tet ist. Auf diese Weise kann auch aus dem Druckmittel
rückfluß ein kleiner Teil an Druckmittel zum zweiten
Druckraum abgezweigt werden, um diesen immer ausreichend
gefüllt zu halten. Dabei können die genannten Drossel
blenden schwach, das heißt mit geringer Drosselwirkung
ausgebildet sein.
Schließlich ist es besonders zweckmäßig, daß die hydrau
lischen Spannmittel auf der Getriebeantriebsseite und
damit die Federspannmittel auf der Getriebeabtriebsseite
angeordnet sind.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungs
formen, die auf der Zeichnung in den Fig. 1 und 2 dar
gestellt sind.
Fig. 1 zeigt ein Kegelscheibengetriebe mit einer An
triebswelle 1 und einer Abtriebswelle 2, auf denen durch
Kegelscheiben 3, 4 bzw. 5, 6 gebildete Scheibensätze an
geordnet sind. Dabei sind die Kegelscheiben 3, 5 wellen
fest, während die Kegelscheiben 4, 6 mit der zugeordneten
Welle drehverbunden, auf dieser aber axial verschiebbar
sind. Zwischen den Kegelscheibenpaaren läuft ein Zugmit
tel 7 um.
Der Abtriebsscheibensatz 5, 6 wird durch eine oder
mehrere Federn 8 über die axial verschiebbare Kegelschei
be 6 an das Zugmittel 7 gepreßt. Demgegenüber werden die
am Antriebsscheibensatz 3, 4 für die Einstellung der ge
wünschten Getriebeübersetzung erforderlichen Axialkräfte
hydraulisch aufgebracht. Dies geschieht mit Hilfe eines
Druckzylinders 9, der mit der axial verschiebbaren Kegel
scheibe 4 eine Baueinheit bildet und sich über einen
wellenfesten Kolben 10 unter Bildung eines ersten Druck
raumes 11 erstreckt. In weiterer axialer Erstreckung bil
det der Druckzylinder jenseits des Kolbens 10 einen zwei
ten Druckraum 12 mit einem gegenüber der Welle 1 ver
schiebbaren Boden 13, der radial innen gegenüber der
Welle 1 beabstandet ist und damit dort einen Druckmittel
auslaß bildet.
Vom Druckraum 11 auf den Druckraum 12 ist ein begrenzter
Druckmittelfluß möglich, der sich entweder über die Dich
tungsstelle zwischen Druckzylinder 9 und Kolben 10 ergibt
oder auch durch eine Drosselbohrung im Kolben 10 gewähr
leistet sein kann. Dadurch sind im normalen Betrieb beide
Druckräume 11, 12 gleichmäßig mit Druckmittel gefüllt,
wodurch sich die vorgeschriebene Fliehkraftdruckkompensa
tion ergibt.
Die geschilderten hydraulischen Spannmittel der Antriebs
seite des Kegelscheibengetriebes werden durch eine Pumpe
14 aus einem Druckmittelvorrat 15 über eine Pumpendruck
leitung 16 versorgt. Der Maximaldruck in der Pumpendruck
leitung 16 ist durch ein nur im Störungsfall ansprechen
des Überdruckventil 17 begrenzt, wogegen ein Mindest
druckventil 18 für die Einhaltung eines Minimaldruckes
sorgt, der für die Versorgung eines Magnetventils 19 be
nötigt wird, das in Abhängigkeit von einer elektrischen
Eingangsgröße einen hydraulischen Ausgangsdruck hält, der
zur Betätigung des Stellkörpers 20 eines Steuerventils 21
gegen die Rückstellkraft einer ortsfest abgestützten
Feder 22 dient.
Mit Hilfe des Steuerventils 21 erfolgt die Einstellung
der Getriebeübersetzung dadurch, daß die bei geöffnetem
Mindestdruckventil 18 über die Druckmittelzuflußleitung
23, 24, 25 auf den ersten Druckraum 11 gehende Druckmit
telzufuhr bezüglich überschüssiger Druckmittelmengen über
das Steuerventil 21 ihren entsprechend gedrosselten Ab
fluß zu einer Druckmittelrückflußleitung 26 findet, die
das Druckmittel in das Getriebegehäuse und damit letzt
endlich zum Druckmittelvorrat 15 entläßt. Die Betätigung
des Druckminderventils 19 geschieht durch eine elektri
sche Größe, die von einer Steuer- und Recheneinheit 27
bezogen wird, welche neben den Steuerbefehlen zur Ein
stellung und Aufrechterhaltung der Getriebeübersetzung
auch andere Betriebsgrößen verarbeiten kann.
Sobald nun der Druckmitteldruck in der Pumpendruckleitung
16 den durch das Ventil 18 bestimmten Mindestwert er
reicht hat, gibt dieses den Durchfluß zur Druckmittelzu
flußleitung 23, 24, 25 frei. Da das Steuerventil 21 den
Abfluß des Druckmittels aus dem Leitungsabschnitt 24 in
die nahezu drucklose Druckmittelrückflußleitung 26 ermög
licht, kann mit seiner Hilfe der Druck im Druckraum 11
bestimmt werden. Eine Verschiebung des Steuerventils 21
nach links bewirkt eine Drucksenkung, eine Verschiebung
nach rechts eine Druckerhöhung im Druckraum 11.
Wenn am Antrieb die hydraulischen Kräfte der vom Zugmit
tel 7 ausgeübten Spreizkräfte das Gleichgewicht halten,
bleibt die Getriebeübersetzung konstant. Durch Druckände
rungen lassen sich Verstellbewegungen bewirken, die mit
Hilfe einer Drossel 29 auch gedämpft werden können.
Das Steuerventil 21 bildet nun mit seinem Stellkörper 20
durch entsprechende ergänzte Ausbildung 30 die Möglich
keit einer Kurzschlußleitung zwischen dem Teil 25 der
Druckmittelzuflußleitung und einer Druckmittelausgleichs
leitung 31, die in den Druckraum 12 geht. Dabei wird
diese Kurzschlußleitung nur dann geöffnet, wenn der
Stellkörper 21 des Steuerventils zur Schnellverstellung
des Getriebes weit nach links verschoben ist. Dann kann
aus dem Druckraum 11 ausgeschobenes Druckmittel nahezu
ungedrosselt in den Druckraum 12 gelangen, so daß in
diesem kein Mangel an Druckmittel auftreten kann.
Die genannte weite Verschiebung des Stellkörpers des
Steuerventils 21 nach links findet, wie gesagt, nur dann
statt, wenn eine Schnellverstellung des Getriebes zu
kleineren Laufradien des Zugmittels 7 am Antrieb hin er
folgen soll, mit der eine entsprechende Verkleinerung des
Volumens des Druckraumes 11 verbunden ist. Der dann ge
öffnete Kurzschluß zwischen den Leitungen 25 und 31 be
wirkt ein schnelles Auffüllen des sich vergrößernden
Volumens des Druckraumes 12, so daß die eingangs geschil
derten Verstellprobleme nicht auftreten können.
Fig. 2 zeigt eine Variante zum Gegenstand der Fig. 1,
wobei wiederkehrende Teile mit der bereits anhand der
Fig. 1 verwendeten Bezifferung versehen und nicht noch
einmal erläutert sind.
Der Unterschied gegenüber Fig. 1 besteht darin, daß das
für den Kurzschluß zwischen den Leitungen 25 und 31 vor
gesehene Ventil 32 gesondert neben dem Steuerventil 33
ausgebildet ist. Andererseits ist es aber ebenso wie das
Steuerventil 33 an das Druckminderventil 19 angeschlossen
und gegen die Wirkung einer ortsfest abgestützten Feder
kraft 34 verstellbar, wie dies auch für das Steuerventil
33 gegenüber der Federkraft 35 der Fall ist.
Für besondere Fälle kann auch vorgesehen sein, daß die
Ventile 32, 33 nicht durch ein gemeinsames Druckminder
ventil 19, sondern je durch ein eigenes Druckminderventil
gesteuert werden.
Bei beiden geschilderten Ausführungsformen wird der größ
te Teil des über die Druckmittelrückflußleitung 26 ab
fließenden Druckmittels zu Kühl- und Schmierzwecken ver
wendet. Ein kleiner Teil kann jedoch auch über eine Ver
bindungsleitung 36 zwischen Druckmittelausgleichsleitung
31 und Druckmittelrückflußleitung 26 zur Füllung des
Druckraumes 12 herangezogen werden. Die Verteilung kann
hier mit Hilfe von schwachen Drosselblenden 37, 38 erfol
gen.
Claims (9)
1. Kegelscheibengetriebe mit stufenloser Übersetzungsein
stellung und Erzeugung axialer Anpreßkräfte der Kegel
scheiben auf ein zwischen diesen umlaufendes Zugmittel
über Spannmittel, die auf den Getriebewellen angeordnet
axial auf je eine auf der jeweiligen Getriebewelle ver
schiebbare Kegelscheibe wirken, wobei als Spannmittel auf
einer der Getriebeseiten eine gegen ein wellenfestes
Widerlager abgestützte Federkraft und auf der anderen
Getriebeseite hydraulische Spannmittel vorgesehen sind,
die die zugeordnete axial verschiebbare Kegelscheibe als
Boden eines mit der Kegelscheibe verbundenen Druckzylin
ders enthalten, welches mit einem wellenfesten Kolben
einen ersten Druckraum bildet, dem mittels einer Druck
mittelzuflußleitung von einer Pumpe bezogenes Druckmittel
in durch ein Steuerventil zur Einstellung und Aufrecht
erhaltung der Getriebeübersetzung bestimmter Weise zuge
führt wird, wobei das Steuerventil durch ein Stellglied
betätigbar ist und wobei vom Steuerventil überschüssiges
Druckmittel in eine Druckmittelrückflußleitung abfließt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckzylinder (9) jenseits des Kolbens (10) einen
zweiten Druckraum (12) mit einem gegenüber der Welle (1)
verschiebbaren Boden (13) bildet, daß ein begrenztes
Überströmen von Druckflüssigkeit zwischen den beiden
Zylinderräumen (11, 12) möglich ist, daß das Druckmittel
aus dem zweiten Zylinderraum (12) begrenzt abfließen
kann, daß zwischen Druckmittelzuflußleitung (23, 24, 25)
und einer zum zweiten Druckraum führenden Druckmittelaus
gleichsleitung (31) eine Kurzschlußleitung mit einem Ven
til (30, 32) vorgesehen ist, und daß das Ventil geöffnet
ist, wenn das Steuerventil (21, 33) in Richtung auf eine
schnelle Änderung der Getriebeübersetzung mit Entleerung
des ersten Druckraumes (11) verstellt ist.
2. Kegelscheibengetriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventil (30, 32) durch das Stellglied (19) des
Steuerventils (21, 33) betätigbar ist.
3. Kegelscheibengetriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Stellkörper (20) sowie Gehäuse von Steuerventil (21)
und Ventil (30) nebeneinander angeordnet zu einer Bauein
heit zusammengefaßt sind.
4. Kegelscheibengetriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellglied (19) von Steuerventil (21, 33) und
Ventil (30, 32) ein an die Pumpendruckleitung (16) ange
schlossenes, elektromagnetisch steuerbares Druckminder
ventil ist, daß das Druckminderventil einen Zylinderraum
des Gehäuses des Steuerventils (21, 33) und des Ventils
(30, 32) und damit die Stellkörper (20) dieser Ventile
gegen die Rückstellkraft einer gehäusefest abgestützten
Feder (22, 34, 35) beaufschlagt.
5. Kegelscheibengetriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Druckraum (11) über die Druckmittelzufluß
leitung (23, 24, 25) an die Pumpendruckleitung (16) ange
schlossen ist, und daß das Steuerventil (21, 33) den
Druckmittelrückfluß drosselt.
6. Kegelscheibengetriebe nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der zum ersten Zylinderraum (11) führenden
Druckmittelzuflußleitung (23, 24, 25) und der Pumpen
druckleitung (16) ein Mindestdruckventil (18) angeordnet
ist, und daß dieses Mindestdruckventil in Offenstellung
übergeht, wenn der Lieferdruck der Pumpe (14) einen be
stimmten Minimalwert überschreitet.
7. Kegelscheibengetriebe nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Druckmittelzuflußleitung (23, 24, 25) zum
ersten Druckraum (11) in Strömungsrichtung des pumpensei
tigen Druckmittels gesehen vor der Kurzschlußleitung eine
Drosselblende (29) angeordnet ist.
8. Kegelscheibengetriebe nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Druckmittelausgleichsleitung (31) und Druck
mittelrückflußleitung (26) eine Verbindungsleitung (36)
mit einer Drosselblende (37) vorgesehen ist, und daß eine
in der Druckmittelrückflußleitung (26) angeordnete Dros
selblende (38) der Verbindungsleitung (36) nachgeschaltet
ist.
9. Kegelscheibengetriebe nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die hydraulischen Spannmittel auf der Getriebe
antriebsseite angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934300879 DE4300879C2 (de) | 1993-01-15 | 1993-01-15 | Kegelscheibengetriebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934300879 DE4300879C2 (de) | 1993-01-15 | 1993-01-15 | Kegelscheibengetriebe |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4300879A1 true DE4300879A1 (de) | 1994-07-21 |
| DE4300879C2 DE4300879C2 (de) | 1995-04-27 |
Family
ID=6478230
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934300879 Expired - Fee Related DE4300879C2 (de) | 1993-01-15 | 1993-01-15 | Kegelscheibengetriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4300879C2 (de) |
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1993
- 1993-01-15 DE DE19934300879 patent/DE4300879C2/de not_active Expired - Fee Related
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