[go: up one dir, main page]

DE4344035A1 - Verfahren zum Entschwefeln von Rohgas - Google Patents

Verfahren zum Entschwefeln von Rohgas

Info

Publication number
DE4344035A1
DE4344035A1 DE19934344035 DE4344035A DE4344035A1 DE 4344035 A1 DE4344035 A1 DE 4344035A1 DE 19934344035 DE19934344035 DE 19934344035 DE 4344035 A DE4344035 A DE 4344035A DE 4344035 A1 DE4344035 A1 DE 4344035A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
dust
coke
raw gas
coke dust
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19934344035
Other languages
English (en)
Other versions
DE4344035C2 (de
Inventor
Bernd Dr Ing Meyer
Klaus Dipl Chem Dr Poppe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Choren Industries GmbH
Original Assignee
Rheinische Braunkohlenwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinische Braunkohlenwerke AG filed Critical Rheinische Braunkohlenwerke AG
Priority to DE19934344035 priority Critical patent/DE4344035C2/de
Publication of DE4344035A1 publication Critical patent/DE4344035A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE4344035C2 publication Critical patent/DE4344035C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/20Purifying combustible gases containing carbon monoxide by treating with solids; Regenerating spent purifying masses
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/48Sulfur compounds
    • B01D53/52Hydrogen sulfide
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/04Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides
    • C01B17/0404Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides by processes comprising a dry catalytic conversion of hydrogen sulfide-containing gases, e.g. the Claus process
    • C01B17/046Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides by processes comprising a dry catalytic conversion of hydrogen sulfide-containing gases, e.g. the Claus process without intermediate formation of sulfur dioxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entschwefeln von schwefelhal­ tigem, insbesondere H₂S-haltigem mit porösem, feinkörnigem Koksstaub beladenem Rohgas.
Ein schwefelhaltiges, insbesondere H₂S-haltiges Rohgas fällt bei­ spielsweise bei der Vergasung von Braunkohle in der Wirbelschicht an. Als Vergasungsverfahren kommt in diesem Zusammenhang die Hochtempera­ tur-Winkler-Vergasung, kurz HTW-Vergasung in Betracht. Das bei der HTW- Vergasung erzeugte Rohgas mit dem beispielsweise eine Gasturbine be­ trieben wird, enthält neben Staub eine Reihe von umwelt- und turbinen­ schädigenden Spurstoffen wie z. B. H₂S, COS, NH₃, Alkalien- Halo­ gene und andere, die aus dem Gas abgeschieden oder umgewandelt und um weltfreundlich entsorgt werden müssen. Neben den Spurstoffen enthält das Rohgas aber auch einen koksartigen Staub, bei dem es sich um einen sehr porösen, feinkörnigen Koksstaub mit einer Korngröße handelte die in der Regel kleiner als 0,1 mm ist und einen Aschegehalt von 40-60 Vol.-% aufweist. Der koksartige Staub wird entweder in einer Wasserwäsche oder vor der Wasserwäsche bei Temperaturen oberhalb des Wasserdampftaupunktes, beispielsweise mit Filtern, auf trockenem Wege abgeschieden. Das Kernstück der Gasreinigung ist allerdings die Ent­ schwefelung. Dafür sind Waschverfahren bekannt, nach denen das Rohgas mit Wasser und physikalisch oder chemisch wirkenden Waschmitteln bei Temperaturen unterhalb des Wasserdampftaupunktes behandelt wird. Die abgetrennten Schwefelverbindungen, in erster Linie H₂S, werden zu Schwefel oder Schwefelsäure aufgearbeitet.
Die bekannten Waschverfahren zur Gasreinigung sind technisch aufwendig und mit nicht unbeträchtlichen Betriebskosten verbunden; außerdem fällt ein Abwasser an, daß zusätzlich aufbereitet werden muß. Das entstaubte und entschwefelte Synthesegas ist besonders gut für den Betrieb von Kombinationskraftwerken geeignet, wo es zur Erzeugung von Dampf und elektrischem Strom verwendet wird. In den Kombinationskraftwerken wird das gereinigte Gas in der Brennkammer einer Gasturbine verbrannt, die im Rahmen des Kraftwerksprozesses einen Generator antreibt und dabei einen Teil des elektrischen Stromes erzeugt.
Von Kraftwerken allgemein und insbesondere von Kombikraftwerken wird gefordert, daß sie möglichst schnell an Änderungen der Lastwechsel an­ gepaßt werden können. Beispielsweise bei einer Geschwindigkeit der Laständerung eines solchen Kraftwerks von 8% pro Minute muß in einem Zeitraum von 5 Minuten die für die Gasturbine bereitzustellende Gas­ menge zwischen 60 und 100% bezogen auf Vollast geändert werden können. Das ist mit Hilfe von den bekannten Waschverfahren nicht ohne weiteres realisierbar. Die maximal erreichbare Laständerungsgeschwindigkeit wird in erster Linie von der Trägheit der Wäschen bestimmt. Außerdem fallen bei der durch die Wäsche herbeigeführten Abkühlung des Gases unter den Wasserdampftaupunkt erhebliche Abwärmeverluste auf niedrigem Tempera­ turniveau an, die für die Stromerzeugung nicht mehr zur Verfügung stehen. Solche Wärmeverluste können den Gesamtwirkungsgrad eines Kom­ binationskraftwerks senken, wobei auf der anderen Seite im gleichen Maße die CO₂-Emissionen ansteigen können.
Es sind auch Heißgasreinigungsverfahren bekannt, bei denen die Ent­ schwefelung bei Temperaturen oberhalb des Wasserdampftaupunkts erfolgt. Hierfür werden Metalloxide eingesetzt, die wechselseitig beschwefelt und anschließend wieder regeneriert werden. Diese Verfahren haben sich großtechnisch jedoch nicht durchsetzen können, da bisher keine Sorben­ tien verfügbar sind, die die Anforderungen an einen realen Dauerbetrieb erfüllen.
Aus den Nachteilen der bekannten Verfahren und Möglichkeiten ergibt sich die Aufgabe für die vorliegende Erfindung, ein Verfahren für die Entschwefelung von Rohgas vorzuschlagen, das besonders für den Einsatz in Kombinationskraftwerken geeignet ist. Insbesondere wird angestrebt eine:
  • - Erhöhung des Wirkungsgrades der Stromerzeugung-
  • - geringere CO₂-Emission,
  • - Einsparung der Abwasserwäsche und der Abwasseraufbereitung,
  • - Einsparung der Entschwefelungswäsche und der Schwefelge­ winnung,
  • - Verringerung des Verbrauchs an Betriebsmitteln und Betriebs­ kosten und
  • - vereinfachte Betriebsführung und höhere Lastwechselgeschwin­ digkeiten des Kombikraftwerks.
Zur Lösung der Aufgabe wird vorgeschlagen, daß man
  • - dem mit Koksstaub beladenen Rohgas in Abhängigkeit vom je­ weiligen H₂S-Gehalt bei Temperaturen zwischen 100 und 300°C ein O₂-haltiges Gas im Volumenverhältnis zwischen 1 : 1 O₂ : H₂S 10 : 1 beimischt,
  • - das so erhaltene Gas-Koksstaub-Gemisch in einer Verweilzeit zwischen 1 und 60 Sekunden durch einen Flugstrom-Reaktor leitet und
  • - in einem nachgeschalteten Staubfilter einen schwefelbeladenen Koksstaub vom entschwefelten Gasgemisch abtrennt.
Je nach Bedarf kann der abgetrennte Koksstaub wieder weiter verwertet oder einer Feuerung zugeführt und dort verbrannt werden.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß man das Rohgas der Kohlevergasung mit Braunkohlenkoks entschwefeln kann. Insbesondere kann man für die Entschwefelung jenen Koksstaub heranziehen, der bereits im Rohgas enthalten ist. Sofern der Anteil des im Rohgas enthaltenen Koks­ staubes nicht ausreicht, kann die für eine ausreichende Entschwefelung benötigte Menge an Braunkohlenkoks durch Zumischung von weiteren Adsor­ bentien, wie z. B. Herdofenkoks ergänzt werden. Die Entschwefelung er­ folgt durch partielle Oxidation von H₂S nach folgender Hauptreak­ tion:
2 H₂S + O₂ = 2 S + 2 H₂O.
Besonders günstige Verfahrensbedingungen für die Entschwefelung liegen vor, wenn das HTW-Rohgas bei einem Druck von 25 bar und Temperaturen zwischen 160 und 260°C entschwefelt wird. Dem zu entschwefelnden Roh­ gas, das eine H₂S-Konzentration von etwa 0,3 Vol.-% aufweist, wird bis zu 1 Vol.-% Sauerstoff zugemischt. Hierbei wird H₂S nahezu quantitativ oxidiert und auch die Oxidation von COS erfolgt zu mehr als 80% bezogen auf seinen ursprünglichen Anteil. Der bei der Oxidation sich bildende Schwefel wird in den Poren des Kokses abgeschieden.
Im entschwefelten Gas schließlich können H₂S-Gehalte von weniger als 5 ml/m³ i.N. und COS-Gehalte von weniger als 20 ml/m³ i.N. erreicht werden. Demgegenüber beträgt die Schwefelbeladung des Kokses bis zu 20 Massenprozent.
Erfindungsgemäß wird das Rohgas der HTW-Vergasung durch partielle Oxi­ dation entschwefelt, bevor das Gas entstaubt wird.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Figur zeigt in stark vereinfachter und schematischer Darstellung eine Möglichkeit zur Durchführung des Verfahrens. Vorge­ trocknete und zerkleinerte Kohle 1 wird zusammen mit Luft 2 in einem HTW-Vergaser 3 vergast. Dabei fällt ein Rohgas 4 mit einer Temperatur von ungefähr 900°C an. In einem Wärmetauscher 5 wird das staubbeladene Rohgas 4 auf Temperaturen oberhalb des Wasserdampftaupunkts, beispiels­ weise auf eine Temperatur zwischen 150 und 300°C, abgekühlt. Bei der Abkühlung des Rohgases 5 wird überhitzter Dampf 6 gewonnen. Dem auf etwa 200°C abgekühlten staubbeladenen Rohgas 7 wird ein O₂-haltiges Gas, beispielsweise Luft 8, zugemischt. Durch die Zumischung des O₂­ haltigen Gases 8 zu dem staubbeladenen abgekühlten Rohgas 7 wird in dem Gasgemisch 9 ein Verhältnis von O₂ : H₂S zwischen 2 : 1 bis 10 : 1 eingestellt. Das Gasgemisch 9 wird durch einen Flugstromreaktor 10 ge­ leitet, der im einfachsten Falle aus einer Rohrleitung besteht. Bei­ spielsweise bei Strömungsgeschwindigkeiten des Gases in der Größen­ ordnung von 5 m/s ergibt sich bei einer Verweilzeit von 1 s des Gasge­ mischs 9 in dem Flugstromreaktor 10 eine Rohrlänge von 5 m. Flugstrom­ reaktoren mit niedrigerer Gasgeschwindigkeit werden angewendet, wenn man an die obere Grenze der erfindungsgemäß vorgesehenen Verweilzeit von 60 s geht.
Jedenfalls erfolgt in dem Flugstromreaktor 10 die Abscheidung des im Gasgemisch enthaltenen Schwefels in den Poren des koksartigen Staubes, der von dem Gasgemisch 9 selbst mitgeführt wird.
Für den Fall, daß die in dem Gasgemisch 9 enthaltene Menge an Koksstaub nicht ausreicht, ist vorgesehen, über einen Anschluß 11 dem Flugstrom­ reaktor 10 weitere Adsorbentien zuzuführen. Dabei kann es sich um Ak­ tivkohle oder auch um Braunkohlenkoks handeln, der durch die Verkokung auf dem Herdofen gewonnen wurde, sogenannten Herdofenkoks.
Das am Ausgang des Flugstromreaktors vorliegende entschwefelte Roh­ gas 12 wird anschließend durch einen Staubfilter 13 hindurchgeführt. In dem Staubfilter 13 fällt ein schwefelbeladener Koksstaub 14 an. Das entschwefelte und entstaubte Rohgas 15 kann anschließend in einer Gas­ turbine (nicht gezeigt) verbrannt werden. Ahnliches kann mit dem schwe­ felbeladenen Staub 14 geschehen, der beispielsweise der Feuerung eines Dampfkessels (nicht gezeigt) zugeführt werden kann. Er kann auch einer Schwefel- oder Schwefelsäuregewinnung nach allgemein bekannten Ver­ fahren zugeführt werden.
Vorgesehen ist eine weitergehende Reinigung oder Nachbehandlung des entstaubten Gasgemischs 15 vor der Gasturbine beispielsweise durch eine NH₃-Entfernung, Konvertierung und dergleichen oder auch eine direkte Zuführung des entstaubten Gasgemisches 15 zur Gasturbine und eine NOx-Reduktion im Rauchgas hinter der Gasturbine.
Anhand des nachfolgenden Zahlenbeispiels werden die verfahrensmäßigen Umsätze nochmals erläutert:
  • - in einem Kombinationskraftwerk wird Rheinische Braunkohle ver­ stromt. Die zerkleinerte und vorgetrocknete Braunkohle 1 wird im HTW-Vergaser 3 mit Luft 2 vergast. Das aus dem HTW-Verga­ ser 3 austretende staubbeladene Rohgas 4 wird durch indirekten Wärmetausch 5 auf eine Temperatur von 200°C abgekühlt. Der H₂S-Gehalt des abgekühlten Gases 7 beträgt 0,1-0,2 Vol.-% und die Staubbeladung liegt zwischen 20 und 40 g Staub/m³ i.N. Bei dem Staub handelt es sich um einen sehr porösen, feinkör­ nigen Koksstaub mit einer Korngröße 0,1 mm und einem Asche­ gehalt von 40 bis 60 Vol-%. Dem staubbeladenen Rohgas 7 wird bis zu 2 Vol.-% Luft 8 zugemischt und das auf diese Weise er­ haltene Gasgemisch 9 durch einen Flugstromreaktor 10 geleitet. Die Zudosierung der Luft 8 wird an den H₂S-Gehalt des Gases 7 derart angepaßt, daß ein Volumenverhältnis O₂ : H₂S von ca. 2 : 1 eingehalten wird, wobei vorausgesetzt ist, daß der H₂S-Gehalt des Gases 7 ständig gemessen und als Führungs­ größe in eine Regelung eingegeben wird.
Im Flugstromreaktor 10 findet die vollständige partielle Oxi­ dation des H₂S statt, wobei sich der gebildete Schwefel in den Poren des Koksstaubes 14 abscheidet. In dem geschlossenen Staubfilter 13 wird der schwefelhaltige Staub 14 quantitativ abgeschieden.
Das entschwefelte Gas 15 wird ohne weitere Aufbereitungsstufen der Gasturbine (nicht gezeigt) zugeführt.
Hinter dem Abhitzekessel (nicht gezeigt) der Gasturbine schließt sich eine NOx-Entfernung aus dem Rohgas mit Hilfe eines bekannten SCR-Verfahrens (Selektive Katalytische Reduk­ tion) an. Der schwefelhaltige Staub 14 wird gemeinsam mit dem kohlenstoffhaltigen HTW-Bodenprodukt 16 in einem Dampferzeuger (nicht gezeigt) mit nachgeschalteter Rauchgasentschwefelung (nicht gezeigt) verbrannt.

Claims (5)

1. Verfahren zum Entschwefeln von schwefelhaltigem, insbesondere H₂S-haltigem mit porösem, feinkörnigem Koksstaub beladenem Roh­ gas dadurch gekennzeichnet, daß man
  • - dem Rohgas in Abhängigkeit vom jeweiligen H₂S-Gehalt bei Tem­ peraturen zwischen 150 und 300°C ein O₂-haltiges Gas im Volu­ menverhältnis zwischen 1 : 1 O₂ : H₂S 10 : 1 bei­ mischt,
  • - das so erhaltene Gas-Koksstaub-Gemisch in einer Verweilzeit zwischen 1 und 60 s durch einen Flugstrom-Reaktor leitet und
  • - in einem nachgeschalteten Staubfilter einen schwefelbeladenen Koksstaub vom entschwefelten Gasgemisch abtrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Rohgas in Abhängigkeit von der jeweiligen Beladung mit porösem, feinkörnigem Koksstaub und dem jeweiligen H₂S-Gehalt, weitere Adsorbentien, wie z. B. feinkörnigen Herdofenkoks aus Braunkohle beimischt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man bei einem H₂S-Gehalt des Rohgases zwischen 0,1 bis 0,2 Vol.-% die gesamte Staubbeladung zwischen 10 bis 50 g/m³ i.N. einstellt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man dem staubbeladenen Rohgas bis zu 5 Vol.-% Luft beimischt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Drücken im Bereich von 1 bis 40 bar arbeitet.
DE19934344035 1993-12-23 1993-12-23 Verfahren zum Entschwefeln von Rohgas Expired - Fee Related DE4344035C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19934344035 DE4344035C2 (de) 1993-12-23 1993-12-23 Verfahren zum Entschwefeln von Rohgas

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19934344035 DE4344035C2 (de) 1993-12-23 1993-12-23 Verfahren zum Entschwefeln von Rohgas

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE4344035A1 true DE4344035A1 (de) 1995-06-29
DE4344035C2 DE4344035C2 (de) 2002-06-27

Family

ID=6505900

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19934344035 Expired - Fee Related DE4344035C2 (de) 1993-12-23 1993-12-23 Verfahren zum Entschwefeln von Rohgas

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE4344035C2 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006038443B3 (de) * 2006-08-16 2007-09-13 Andreas Friedl Vorrichtung zur Reinigung von Rauchgas
DE102006035286A1 (de) * 2006-07-31 2008-02-07 VTI Thüringer Verfahrenstechnisches Institut Saalfeld GmbH Filterverfahren und Filteranlage, insbesondere zum Reinigen von Gasen und Abluftströmen

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008023534B3 (de) * 2008-05-14 2009-04-09 Polysius Ag Anlage und Verfahren zur Konditionierung von Rauchgasen

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE533111C (de) * 1928-01-15 1931-09-08 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Entschwefelung von Gasen

Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Chemiker-Zeitung, Nr. 25, 27..3.37, S. 267-270 *
VDI-Forsch.-Heft 615/1983, S. 10-16 *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006035286A1 (de) * 2006-07-31 2008-02-07 VTI Thüringer Verfahrenstechnisches Institut Saalfeld GmbH Filterverfahren und Filteranlage, insbesondere zum Reinigen von Gasen und Abluftströmen
DE102006038443B3 (de) * 2006-08-16 2007-09-13 Andreas Friedl Vorrichtung zur Reinigung von Rauchgas

Also Published As

Publication number Publication date
DE4344035C2 (de) 2002-06-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3922612C2 (de) Verfahren zur Erzeugung von Methanol-Synthesegas
AT406380B (de) Verfahren zum herstellen von flüssigem roheisen oder flüssigen stahlvorprodukten sowie anlage zur durchführung des verfahrens
DE3123809A1 (de) "verfahren zur vergasung von kohle mit steuerung des schwefeldioxidgehaltes"
EP0264810B1 (de) Kraftwerksprozess mit einer Gasturbine
DE3713844C2 (de) Verfahren zum Reinigen eines Hochtemperatur-Reduktionsgases
DE3443686A1 (de) Verfahren zur entfernung von stickoxiden und schwefeloxiden aus gasen
DE69131569T2 (de) Verfahren zur Reinigung von hochtemperaturigen reduzierenden Gasen
DE2639651B2 (de) Verfahren zur Aufarbeitung der Restgase von Claus^Anlagen oder anderen Schwefelerzeugungsanlagen
DE4344035C2 (de) Verfahren zum Entschwefeln von Rohgas
DE68921905T2 (de) Methode zur Reinigung heissen Reduktionsgases.
EP0560039B1 (de) Verfahren zur Reinigung eines durch Vergasung von kohlenstoffhaltigem Material gewonnenen Gases
DE2438790A1 (de) Verfahren und anlage zur reduktion von eisenerzen
DE2149443A1 (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefeloxiden aus Abgasen
EP0363664B1 (de) Verfahren zur Entschwefelung von Koksofengas
DE19601713C2 (de) Verfahren zur Vergasung von festen Brennstoffen und zur Weiterverarbeitung des dabei gewonnenen Gasgemisches
DE3441356C2 (de)
DE4238289A1 (de) Verfahren zum Vorbehandeln von Prozeßabwasser
DE2361910C3 (de) Verfahren zur Beseitigung von Abwässern, die bei der Entschwefelung von Koksofengas mit einer organische Sauerstofffiberträger enthaltenden Waschlösung anfallen
DE2748214A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum entschwefeln eines warmen reduzierenden gases
DE1184895B (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefelverbindungen aus heissen Spaltgasen
DE533111C (de) Verfahren zur Entschwefelung von Gasen
DE3122423A1 (de) Verfahren zur beseitigung von ammoniak aus abgasen
DE2848966A1 (de) Verfahren zur entschwefelung von gasen
DE3837429C2 (de) Verfahren zur Behandlung von schwefelwasserstoffhaltigen Restgasen
AT247505B (de) Verfahren zur Behandlung eines schwefelwasserstoffhältigen Brenngasstromes

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: MEYER, BERND, PROF.DR.-ING., 09599 FREIBERG, DE PO

D2 Grant after examination
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: CHOREN INDUSTRIES GMBH, 09599 FREIBERG, DE

8381 Inventor (new situation)

Free format text: MEYER, BERND, PROF. DR.-ING., 09599 FREIBERG, DE POPPE, KLAUS, DR.RER.NAT., 50374 ERFTSTADT, DE

8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee