DE4210749C2 - Vorrichtung zum Einbringen von Beutelpackungen in einen Sammelbehälter - Google Patents
Vorrichtung zum Einbringen von Beutelpackungen in einen SammelbehälterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einbringen von z. B. auf einer
vertikalen Schlauchbeutelmaschine hergestellten Beutelpackungen in einen
Sammelbehälter. Die Behälter können Transportkartons sein, die unter dem Begriff
"American Case" im Handel sind. Daneben sind aber auch Behälter aus anderen
Materialien denkbar, die sich zum mehrfachen Wiederbefüllen eignen. Außerdem
können die Behälter selbst Bestandteil eines Fördersystems sein, welche die
Packungen zu einer weiteren Verarbeitungsstation führen.
Aus der DE 25 19 775 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der die von einer
Schlauchbeutelmaschine kommenden Beutel einem Sammelpacker zugeführt werden.
Oberhalb des Sammelbehälters werden die Beutelpackungen mittels des
Förderbandes einer Übergabestation zugeführt, die in Längs- und Querrichtung
verfahrbar ist. Gemäß dieser Art der Positionierung ist nahezu jedes beliebige
Ablagemuster möglich. Bei der angeführten Veröffentlichung ist es allerdings
nachteilig, daß für die Bewegung des Ablegekopfes eine aufwendige Antriebs- und
Steuereinrichtung erforderlich ist. Weiterhin ist es von Nachteil, daß der Ablegekopf
nach Abwurf des Beutels jeweils wieder in seine Ausgangsstellung zurückgefahren
werden muß, um vom Zuführband die nächste Packung übernehmen zu können.
Dieser zusätzliche Arbeitsschritt setzt die Arbeitsgeschwindigkeit eines solchen
Sammelpackers erheblich herab.
Aus der DE 40 18 517 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der ankommende Beutel in
einer Kassette abgelegt und durch Öffnen der Kassette in einen darunter befindlichen
Sammelbehälter gespendet werden. Der Sammelbehälter ist auf einem Förderband
hin- und herbewegbar, so daß die von der Kassette abgegebenen Beutel an
unterschiedliche Stellen des Sammelbehälters abgegeben werden. Bei dieser
Vorrichtung wird der Sammelbehälter für große Beschleunigungen nicht sicher bewegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei der eine einfache Anpassung des Sammelverpackens an
geänderte Betriebsbedingungen möglich ist, und diese Anpassung auch bei hohen
Verpackungsleistungen und großen Beschleunigungen der Sammelbehälter
realisierbar ist.
Die Aufgabe ist gemäß Anspruch 1 gelöst.
Durch die Unabhängigkeit der parallelen Fördereinrichtungen ist es vorteilhaft, daß im
Gegensatz zum bekannt gewordenen Stand der Technik die Antriebs- und
Führungseinheiten für die Übergabestation entfällt. Somit ergibt sich ein wesentlich
einfacherer Aufbau, wodurch auch letztendlich die Betriebssicherheit gesteigert wird.
Mit einfachsten Mittel ist jedes beliebige Ablagemuster möglich.
Weiterhin zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung ihre Vorteile, wenn mehrere
parallele Beutellagen im Sammelbehälter abgelegt werden sollen. Entsprechend der
Anzahl der Lagen werden dann zwei oder mehrere Beutel hintereinander in der
Übergabe abgelegt, wobei eine Trennung der Beutel durch zusätzliche Sperren
möglich ist. Es ist auch denkbar, daß nur ein einzelner Beutel durch eine aktivierte
Sperre in der Übergabe für die vorbestimmte Lage positioniert wird, so daß die
Anordnung der Lagen ebenfalls beliebig zueinander sein kann (z. B. geschuppt, mit
oder ohne Lücke etc.).
Es ist möglich, daß für die Positionierung des Sammelbehälters keine gesonderte
Antriebseinheit notwendig ist. Hierfür kann der vorhandene Antrieb des Förderbandes
verwendet werden, wobei nur noch einfache Mittel zur Wegmessung und zur
Steuerung des Motors herangezogen werden müssen. Es muß dann nur Sorge dafür
getragen werden, daß der Reibschluß zwischen Sammelkarton und Transportgurt
gewährleistet ist. Besteht das Förderband selbst aus einer Vielzahl von Kassetten, in
die die Beutelpackungen eingebracht werden sollen, so entfällt auch diese Maßnahme.
Dadurch, daß die Position zur Übergabe des Beutels an den Sammelbehälter ortsfest
ist, kann der nächste Beutel unmittelbar nach Abwurf der vorangegangenen Packung
zugeführt werden. Der Vorteil hierbei ist, daß eine größere Anzahl von Beuteln pro
Zeiteinheit zugeführt werden kann.
Weiterhin ist es von Vorteil, daß der Beutel in der Abgabestation vor der Übergabe in
den Sammelbehälter nicht mehr beschleunigt wird, so daß ein Verrutschen bzw.
Verkanten quer zur Zuführrichtung nicht möglich ist, und somit z. B. ein problemloses
Abwerfen möglich ist.
Von besonderem Vorteil ist es, den Sammelbehälter entlang seiner Fördereinrichtung
so zu bewegen und zu positionieren, daß sich der zu übergebende Beutel jeweils über
der vorbestimmten Ablegeposition befindet. Dadurch können durch Ermittlung der
optimalen Ablegesequenz für das gewünschte Ablagemuster die Zeiten für die
Positionierung erheblich minimiert werden.
Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, daß die Verschiebewege so gering wie möglich
gehalten werden können, so daß die resultierenden Beschleunigungen der abgelegten
Packungen kein Verrutschen oder Verkanten im Sammelbehälter verursachen können.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit
einer Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt
Fig. 1 eine vereinfachte Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 einen Querschnitt,
Fig. 3 eine Draufsicht mit den Verstellmöglichkeiten für die jeweilige Behälter
breite,
Fig. 4 einen Ablauf für einen Befüllvorgang des Sammelbehälters,
Fig. 5 einen Ablauf der Fixierung der Sammelbehälter sowie deren Wechsel,
Fig. 6 einige Ablagemuster, die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
möglich sind.
In Fig. 1 ist eine vereinfachte Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung dar
gestellt, wobei im wesentlichen nur die funktionsbestimmenden Teile und Baugruppen
abgebildet sind. Die von einer nicht dargestellten Schlauchbeutelmaschine bekannter
Bauart hergestellten Beutel 1 werden mittels einer Fördereinrichtung 2 einer Übergabe
station 3 zugeführt. Die Station 3 besteht aus mindestens einer Kassette 4, in die
jeweils mindestens ein Beutel abgelegt wird. Durch Wegschwenken der Klappe 5 wird
der Beutel freigegeben und in den darunter befindlichen Sammelbehälter 6 abge
geben. Der Sammelbehälter 6 wurde bereits vorher mittels des Förderbandes 7 zuge
führt, welches im gezeigten Beispiel senkrecht zur Fördereinrichtung 2 liegt.
Wie in Fig. 5a-5e gezeigt wird, läuft der Sammelbehälter 6 gegen die erste
Sperre 8, welcher die Startposition für den Abfüllvorgang bestimmt. Zur Fixierung
wird anschließend eine zweite Sperre 9 gegen den Behälter 6 zum Anliegen
gebracht. Mittels eines Pneumatikzylinders wird die Sperre 9 gegen den Behälter
gedrückt, so daß dieser durch die schiefen Ebenen der Sperren 8, 9 geringfügig nach
oben gedrückt, vom Förderband 7 abgehoben und geklemmt wird. Eine Platte 11
unterstützt den Sammelbehälter und verhindert ein durch das Gewicht der eingefüllten
Beutel verursachtes Durchdrücken. Der nachfolgende Behälter 10 wird nach Bedarf
(z. B. zwei bis drei Beutel vor dem Befüllende des vorgehenden Sammelbehälters)
mittels des Förderbandes 7 bis zur Sperre 9 transportiert, so daß sich zwischen dem
befüllenden Sammelbehälter 6 und dem nachfolgenden Behälter 10 eine Lücke von ca.
160 mm ergibt. Die Sperren 8, 9 sind mit jeweils einem Pneumatikzylinder verbunden
und können nach unten in eine inaktive Stellung positioniert werden.
Der Antrieb des Förderbandes 7 erfolgt über einen Motor 12, einen Zahnriemen 13
sowie über eine Rolle 14.
Für den Antrieb der Sperren 8, 9 ist ein Servomotor 15 mit Stellspindel 16, Führungen
16 und Schlitten 17 vorgesehen. Durch Hin- und Herbewegung der Sperren 8, 9 bzw.
des Sammelbehälter 6 kann der von der Übergabestation 3 abgeworfene Beutel in
eine beliebige Position eingebracht werden.
Wie in Fig. 2 zu ersehen ist, besteht das Förderband 7 aus zwei einzelnen Furten 7a,
7b. Im dadurch gebildeten Zwischenraum befinden sich jeweils Sperren 8, 9. Der
Zwischenraum gestattet den Sperren 8, 9 die oben beschriebene Positionierbewegung.
Das Band 7a ist ortsfest angeordnet, während das Band 7b zur Anpassung an
verschiedene Behälterbreiten quer zur Transportrichtung verstellbar ist (siehe Fig. 3).
Die Sperren 8, 9 werden bei einer erforderlichen Formatanpassung ebenfalls, aber mit
dem halben Vorschub verschoben, so daß der Behälter immer in der Mitte seiner Breite
fixiert wird.
Weiterhin ist vor der Übergabeeinheit 3 ein Band 18 abgebildet, welches die von der
Fördereinrichtung 2 herangeführten Beutel 1 so beschleunigt, daß sie mit definierter
Geschwindigkeit gegen eine Prallplatte 19 stoßen, um so eine eindeutige Posi
tionierung in der Kassette 4 zu ermöglichen. Mit einer zusätzlichen, wegschwenkbaren
Stoppeinrichtung 20 ist es auch möglich z. B. zwei Beutel 1 hintereinander in der
Kassette 4 abzulegen, so daß im Sammelbehälter zwei parallele Lagen gebildet
werden. Auf diese Weise ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel ein Antriebs- und
Führungsmechanismus für die gesamte Übergabeeinheit 3 nicht notwendig. Weiterhin
zeigt die Fig. 2 auch die Möglichkeit der Zwischenspeicherung von zu übergebenden
Beuteln mittels zweier oder mehrerer Kassetten.
In Fig. 4 wird der Vorgang des Verschiebens und Befüllens des Sammelbehälter
anhand eines Beispiels dargestellt. In Fig. 4a befindet sich der Sammelbehälter 6 in
der Startposition unter der Übergabeeinrichtung 3. Der bereitliegende Beutel 1 wird in
den Behälter 6 abgeworfen, welcher anschließend in Pfeilrichtung zur Position gemäß
Fig. 4b gefahren wird. Nach Abwurf des Beutels 1 kann der Behälter z. B. zur Bildung
der zweiten Lage in Ruhe verweilen, so daß ein weiterer Beutel auf die gleiche Position
abgelegt wird (Fig. 4c). Nach Abschluß des Befüllvorganges wird der Sammelbehälter
durch Wegschwenken der Sperren nach unten freigeben, so daß er durch das
Förderband 7 weitertransportiert wird (Fig. 4d). Gleichzeitig wird auch der nach
folgende Behälter 10 weitertransportiert. Hat nun die hintere Seite des befüllten
Behälters 6 die Sperre 8 passiert, so wird diese wieder in ihre Ausgangsstellung
gebracht, so daß der nächste zu befüllende Behälter 10 gegen diesen Anschlag läuft
(Fig. 4e). Nach Fixierung durch die Sperre 9 wiederholt sich der hier beschriebene
Vorgang.
In den Fig. 6a-6d sind einige weitere Beispiele für verschiedene Ablegemuster
abgebildet. Mit Hilfe einer programmierbaren Steuerung ist es möglich, eine Vielzahl
von Kombinationsmöglichkeiten im Programm abzulegen und wieder aufzurufen.
Insbesondere können die Positionierung für die Formate der verschiedenen Sammel
behälter, der Beutelpackungen sowie für die Ablageformationen im Programm
gespeichert werden. Somit ergibt sich eine besonders einfache Handhabbarkeit der
gesamten Vorrichtung. Die Sperren 8, 9 werden bevorzugter Weise manuell an die
Kartongröße angepaßt; aber auch eine automatische Umstellung mit bekannten Mitteln
ist denkbar.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Übergeben von Packungen, insbesondere Beutel, in einen
Sammelbehälter, bestehend aus einer Fördereinrichtung für die Zuführung von
Packungen; einer ortsfesten Übergabeeinrichtung sowie einer Fördereinrichtung
zum Zuführen von Sammelbehältern, wobei der Sammelbehälter (6) mittels einer
Fördereinrichtung (8, 9, 15,16, 17) jeweils so zum Einbringen der Packungen (1)
positioniert wird, daß die Packung (1), welche von der Übergabeeinrichtung (3)
abgegeben wird, auf jede vorbestimmte Stelle im Sammelbehälter (6) ablegbar ist,
dadurch gekennzeichnet
- - daß die Bewegung der Fördereinrichtung (8, 9, 15, 16, 17) unabhängig von der Fördereinrichtung (7) für die Zu- und Abführung der Sammelbehälter ist,
- - daß der Sammelbehälter mittels zweier Sperren (8, 9) geklemmt und geführt wird
- - und daß die Fördereinrichtung für den Sammelbehälter aus zwei parallelen Förderbändern besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die (8, 9)
zur Freigabe des Sammelbehälters (6) nach unten bewegt werden können.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sammelbehälter (6) während des Befüllvorgangs durch eine Stützplatte (11) unter
stützt wird.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sperren (8, 9) und die Stützplatte (11) im von den parallelen Förderbändern (7a, 7b)
gebildeten Zwischenraum angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eines der Förderbänder (7a, 7b) zur Anpassung an die Breite des
Sammelbehälters (6) quer zur Fördereinrichtung bewegbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
nächste zu befüllende Sammelbehälter (10) von der hinteren Sperre (9) bis zu
dessen Weitertransport zurückgehalten wird.
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Cited By (1)
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| DE4018517A1 (de) * | 1990-06-09 | 1991-12-12 | Manfred Hauers | Abpackvorrichtung |
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1992
- 1992-04-01 DE DE19924210749 patent/DE4210749C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE4210749A1 (de) | 1993-10-07 |
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