DE102005002532A1 - Vorrichtung und Verfahren zum automatisierten und zeitgleichen Bereitstellen und Wechseln von mindestens zwei Rollen aus Papierbahnen oder dergleichen für einen nachgeordneten Formatschneider - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum automatisierten und zeitgleichen Bereitstellen und Wechseln von mindestens zwei Rollen aus Papierbahnen (16) oder dergleichen für einen nachgeordneten Formatschneider, umfassend mindestens zwei hintereinander angeordnete Rollenstationen (11), wobei jede Rollenstation (11) zwei Träger (18) mit zwei auf- und abbewegbaren und horizontal bewegbaren Tragarmen (22) mit Elementen zum Aufnehmen einer vollen Rolle (12), Halten der in Produktion befindlichen Rolle (13) und Abgeben der Restrolle (14) aufweist, wobei sämtliche Rollenstationen (11) über eine gemeinsame Überleitbahn (15) verfügen, die oberhalb der Rollenstationen (11) angeordnet ist und mittels der die abgerollten Papierbahnen (16) übereinander in Transportrichtung (Pfeil 17) dem nachgeordneten Formatschneider zuführbar sind, die sich dadurch auszeichnet, dass ein gemeinsames Transportelement (25) a) zum Zuführen voller Rollen (12) an die Rollenstationen (11) und b) zum Abführen von Restrollen (14) aus den Rollenstationen (11) vorgesehen ist, wobei das Transportelement (25) derart ausgebildet ist, dass die vollen Rollen (12) und Restrollen (14) während des Wechselns quer zu ihrer Längsachse bewegt werden. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein entsprechendes Verfahren.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum automatisierten und zeitgleichen Bereitstellen und Wechseln von mindestens zwei Rollen aus Papierbahnen oder dergleichen für einen nachgeordneten Formatschneider, umfassend mindestens zwei hintereinander angeordnete Rollenstationen, wobei jede Rollenstation zwei Träger mit zwei auf und ab bewegbaren und horizontal bewegbaren Tragarme mit Elementen zum Aufnehmen einer vollen Rolle, Halten der in Produktion befindlichen Rolle und Abgeben der Restrolle aufweist, wobei sämtliche Rollenstationen über eine gemeinsame Überleitbahn verfügen, die oberhalb der Rollenstationen angeordnet ist und mittels der die abgerollten Papierbahnen übereinander in Transportrichtung dem nachgeordneten Formatschneider zuführbar sind.
- Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum automatisierten und zeitgleichen Bereitstellen und Wechseln von mindestens zwei Rollen aus Papierbahnen oder dergleichen für einen nachgeordneten Formatschneider, umfassend die Schritte: Zuführen voller Rollen an mehrere hintereinander angeordnete Rollenstationen, Aufnehmen der vollen Rollen und Abrollen der damit dann in Produktion befindlichen Rollen, Trennen der Papierbahnen von den Rollen, Abführen der Restrollen aus den Rollenstationen.
- Derartige Verfahren und Vorrichtungen kommen insbesondere in der Papier verarbeitenden Industrie zum Einsatz. Für die Zuführung von Papierbahnen an Formatschneider, beispielsweise Groß- und Kleinformatschneider sind diesen die gattungsgemäßen Vorrichtungen vorgeschaltet. Dabei werden volle Papierrollen oder dergleichen in mehreren hintereinander angeordneten Rollenstationen aufgenommen, in diesen abgewickelt und über eine gemeinsame Überleitbahn dem Formatschneider zugeführt. Wenn die Rollen vollständig bzw. soweit wie möglich abgewickelt sind, müssen sie gegen neue volle Rollen ausgewechselt werden. Hierzu werden die abgewickelten Restrollen aus den Rollenstationen abgeführt und neue Rollen werden den Rollenstationen zugeführt.
- Bei bekannten Vorrichtungen und Verfahren, bei denen die Zuführung der Rollen (quer zu ihrer Längsachse) in Längsrichtung der Vorrichtung erfolgt, werden die Rollen mit Handhabungseinrichtungen, wie z.B. einem Kran einzeln und nacheinander an die einzelnen Rollenstationen transportiert. Dies führt zu einem erheblichen Stillstand der Vorrichtung und damit auch des nachgeordneten Formatschneiders. Bei anderen bekannten Vorrichtungen und Verfahren erfolgt mindestens einer der Arbeitsgänge a) Zuführen voller Rollen oder b) Abführen der Restrollen in Längsrichtung der Rollen/Restrollen. Die Zuführung und/oder Abführung der Rollen/Restrollen in Längsrichtung der Rollen/Restrollen erfolgt seitlich aus der Rollenstation heraus. Dies erfordert jedoch einen erheblichen Platz- bzw. Raumbedarf, da ggf. mehr als die dreifache Breite der Papierrollen bereitgestellt werden muss, um das Handling beim Zuführen und Abführen zu gewährleisten. Dieser Platzbedarf ist jedoch häufig in diversen Produktionsstätten nicht gegeben.
- Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine kompakte Vorrichtung zu schaffen, die ein zeitoptimiertes Zuführen voller Rollen an die Rollenstationen und Abführen von Restrollen aus den Rollenstationen gewährleistet. Des weiteren ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein einfaches und sicheres Verfahren vorzuschlagen, dass ein zeitoptimiertes und platzsparendes Handling voller Rollen und Restrollen ermöglicht.
- Diese Aufgabe wird zum einen durch eine Vorrichtung mit den eingangs erwähnten Merkmalen dadurch gelöst, dass ein gemeinsames Transportelement a) zum Zuführen voller Rollen an die Rollenstationen und b) zum Abführen von Restrollen aus den Rollenstationen vorgesehen ist, wobei das Transportelement derart ausgebildet ist, dass die Rollen und Restrollen während des Wechselns quer zu ihrer Längsachse bewegt werden. Dadurch ist ein Zuführen und Abführen in Transportrichtung der Papierbahnen möglich. Mit anderen Worten kann das Zuführen und/oder Abführen von vorne und/oder hinten erfolgen, so dass auch in schmalen Produktionsstätten ein voll automatisiertes Wechseln der Rollen gewährleistet ist. Das gemeinsame Transportelement ist auch besonders platzsparend und konstruktiv einfach aufgebaut. Des weiteren ermöglicht die erfindungsgemäße Ausbildung eine Vorbereitung von Rollen parallel zur Produktion, so dass Stillstandszeiten minimiert oder sogar ganz verhindert werden.
- Vorzugsweise umfasst das Transportelement eine Führungsschiene, die sich von einem Vorbereitungsbereich außerhalb der Stationen in Transportrichtung der Papierbahnen vor den Rollenstationen bis in den Wechselbereich der letzten der hintereinander angeordneten Rollenstationen erstreckt. Damit werden die oben beschriebenen Vorteile noch weiter unterstützt.
- Vorzugsweise sind auf der bzw. in der Führungsschiene mehrere Transportaufnahmen geführt und in und entgegen der Transportrichtung der Papierbahnen bewegbar, wobei die Anzahl der Transportaufnahmen vorzugsweise der Anzahl der Rollenstationen entspricht. Dies ermöglicht die parallele bzw. zeitgleiche Vorbereitung aller Rollen für einen nächsten Rollenwechsel an allen Rollenstationen gleichzeitig. Die erwähnte Bewegbarkeit der Transportaufnahmen ermöglicht ein Bestücken derselben unmittelbar nach Abgabe der Rollen an die Rollenstationen, was wiederum eine Zeiteinsparung ergibt.
- In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist jede Transportaufnahme separat ansteuerbar und/oder antreibbar. Dies ermöglicht die platzsparende Anordnung der Transportaufnahmen und der darauf angeordneten Rollen im Vorbereitungsbereich, da die Rollen hier nahezu aneinander, lediglich mit einem geringen Abstand zueinander liegen können, während die Transportaufnahmen innerhalb der Rollenstationen einen größeren Abstand zueinander aufweisen. Mit der genannten Ausbildung ist eine hohe Variabilität bezüglich der Zuführung der Rollen an unterschiedliche Rollenstationsanordnungen gegeben.
- Vorteilhafterweise sind zusätzliche Elemente zum Abführen der Restrollen aus den Wirkungsbereichen der Rollenstationen in Wartebereiche innerhalb der Rollenstationen vorgesehen. Damit ist sichergestellt, dass die zur Produktion vorbereiteten vollen Rollen unmittelbar nach dem Abgeben der Restrollen aufgenommen, mit den Papierbahnen verbunden und der Produktion zugeführt werden können. Gerade diese (Wechsel-)Phase ist nämlich besonders kurz zu halten, um den Formatschneider möglichst kontinuierlich mit Papierbahnen zu versorgen.
- Eine bevorzugte Variante ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Sensorelement zur Steuerung der Transportaufnahmen vorgesehen ist. Dadurch kann der Bewegungsablauf optimal an den jeweiligen Status der Vorrichtung angepasst werden.
- Zum anderen wird die Aufgabe durch ein Verfahren mit den eingangs genannten Schritten dadurch gelöst, dass a) das Zuführen der vollen Rollen und b) das Abführen der Restrollen mit einem gemeinsamen Transportelement erfolgt, wobei die Rollen und Restrollen während des gesamten Wechselvorganges quer zu ihrer Längserstreckung bewegt werden. Mit diesem Verfahren ist ein platzsparendes und zeitoptimiertes Wechseln der Rollen gleichzeitig an mehreren hintereinender angeordneten Rollenstationen sichergestellt. Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielten Vorteile wurden bereits weiter oben im Zusammenhang mit der Vorrichtung beschrieben, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die entsprechenden Absätze verwiesen wird.
- Vorzugsweise werden die Restrollen in oder entgegen der Transportrichtung der Papierbahnen transportiert, wodurch die Notwendigkeit des Zugriffs von der Seite nicht mehr gegeben und der Platzbedarf in seitlicher Ausdehnung damit reduziert ist.
- Weitere bevorzugte und/oder vorteilhafte Merkmale und Verfahrensschritte ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sowie das Verfahren werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
-
1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum automatisierten und zeitgleichen Bereitstellen und Wechseln von mindestens zwei Rollen aus Papierbahnen oder dergleichen für einen nachgeordneten Formatschneider in Seitenansicht, bestehend aus drei Rollenstationen mit jeweils einer Rolle in Produktionsstellung sowie drei vollen Rollen im Vorbereitungsbereich, -
2 die Vorrichtung gemäß1 mit vollen Rollen im Wartebereich der Rollenstationen und nahezu abgewickelten Rollen in Produktionsstellung, -
3 die Vorrichtung gemäß2 mit den vollen Rollen im Wartebereich und von den Papierbahnen getrennten Restrollen, -
4 die Vorrichtung gemäß3 mit den vollen Rollen in Spleißposition und den Restrollen in einer Warteposition innerhalb der Rollenstationen, -
5 die Vorrichtung gemäß4 mit Rollen in Produktionsstellung sowie den Restrollen in Abführposition, und -
6 eine schematische Darstellung der Vorrichtung in Vorderansicht entgegen der Transportrichtung der Papierbahnen. - Die gezeigte Vorrichtung dient zum Zuführen mehrerer Papierbahnen an einen Formatschneider.
- Anhand der
1 und7 werden die wesentlichen Komponenten der Vorrichtung10 beschrieben. Die Vorrichtung10 besteht aus drei Rollenstationen11 , wobei jede Rollenstation11 jeweils zur Aufnahme einer vollen Rolle12 , Abwicklung einer in Produktion befindlichen Rolle13 sowie Abgabe einer Restrolle14 ausgebildet ist. Die Rollenstationen11 sind hintereinander in einer sogenannten Reihenanordnung angeordnet. Es können alternativ auch nur zwei oder mehr als drei Rollenstationen11 hintereinander in Reihe oder in einer (nicht dargestellten) Doppel- oder auch Rücken-an-Rücken-Anordnung angeordnet sein. Die Rollenstationen11 sind über eine gemeinsame Überleitbahn15 miteinander verbunden. Die Überleitbahn15 ist oberhalb der Rollenstationen11 angeordnet und dient zur Bahnführung der von den in Produktion befindlichen Rollen13 aus Papier oder dergleichen abgewickelten Papierbahnen16 in Transportrichtung (Pfeil17 ) in Richtung eines (nicht dargestellten) Formatschneiders. Die Papierbahnen16 sind dabei über Umlenkrollen oder dergleichen geführt und in der Überleitbahn15 üblicherweise übereinander angeordnet und geführt. - Jede Rollenstation
11 umfasst in der gezeigten Ausführungsform zwei vertikal ausgerichtete Träger18 , die parallel und beabstandet zueinander angeordnet sind. Die Träger18 sind durch eine quer zu den Trägern18 verlaufende Traverse19 miteinander verbunden. Jedem Träger18 ist ein Hubelement, wie z.B. eine Vertikalspindel20 zugeordnet, mittels der die Traverse19 über geeignete Antriebe21 auf und ab bewegbar ist. Zusätzlich sind an der Traverse19 zwei Tragarme22 angeordnet, die in horizontaler Richtung aufeinander zu und voneinander weg bewegbar ausgebildet sind. An den Tragarmen22 sind in üblicher Weise als Dorne ausgebildete (nicht explizit dargestellte) Aufnahme- bzw. Halteelemente für die Rollen12 bis14 angeordnet, die mit ihren Spitzen aufeinander zu gerichtet sind. - Jede der Rollenstationen
11 ist auf einem festen Untergrund23 , z.B. Hallenboden oder dergleichen, befestigt und brückenartig ausgebildet, so dass unterhalb der Rollenstationen11 Bodenfreiheit gegeben ist. Mit anderen Worten ist unterhalb der Rollenstationen11 ein freier Raum24 ausgebildet. In diesem Raum24 im Bereich des Untergrundes23 , vorzugsweise bündig mit diesem abschließend, ist ein Transportelement25 angeordnet, das schienenartig ausgebildet ist und sich in Längsrichtung der Vorrichtung10 , also in Transportrichtung (Pfeil17 ) erstreckt. Das Transportelement25 umfasst eine Führungsschiene26 , die mittig zwischen den Trägern18 verläuft und länger als die hintereinander angeordneten Rollenstationen11 ausgebildet ist. Das bedeutet, dass sich die Führungsschiene26 auch in einen Bereich erstreckt, der außerhalb der Rollenstationen11 liegt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel beginnt die Führungsschiene26 in Transportrichtung (Pfeil17 ) vor den Rollenstationen11 und definiert dort einen sogenannten Vorbereitungsbereich27 , der zur Vorbereitung der vollen Rollen12 für die spätere Produktion dient. Anstelle der Führungsschiene26 , die sich aus dem Vorbereitungsbereich27 in einen Wechselbereich28 unter den Rollenstationen11 (bis zur in Transportrichtung (Pfeil17 ) letzten Rollenstation11 ) und optional auch darüber hinaus erstreckt, können auch andere Transportelemente25 , wie z.B. Förder- oder Transportbänder, Ketten, Schienenpaare oder dergleichen eingesetzt werden. - Auf der bzw. in der Führungsschiene
26 sind Transportaufnahmen29 angeordnet und geführt. Die Transportaufnahmen29 sind in Längsrichtung der Führungsschiene26 hin und her bewegbar. Die Anzahl der Transportaufnahmen29 entspricht üblicherweise der Anzahl der Rollenstationen11 . Jede Transportaufnahme29 ist zur Aufnahme und zum Transport einer vollen Rolle12 ausgebildet und separat ansteuerbar bzw. antreibbar, so dass die Abstände zwischen den Transportaufnahmen29 variieren können. Im Wechselbereich28 der Rollenstationen11 ist jeder Rollenstation11 ein Element30 zum Abführen der auf dem Untergrund23 bzw. der Führungsschiene26 abgelegten Restrollen14 zugeordnet. Das Element30 umfasst in der gezeigten Ausführungsform zwei mit einer Schräge versehene Blöcke31 , wobei die Schräge in Transportrichtung (Pfeil17 ) abfallend ausgebildet ist. Die eine „schiefe Ebene" bildenden Blöcke31 sind höhenverstellbar zu beiden Seiten der Führungsschiene26 angeordnet, so dass sie aus einer unteren Ruheposition, in der die höchste Kante der Blöcke31 maximal mit dem Untergrund23 abschließt bzw. vollständig in diesem versenkt ist, in eine obere Arbeitsposition, in der die „schiefe Ebene" mindestens teilweise oberhalb des Untergrunds23 liegt, und zurück bewegbar ist. - Weiterhin weist die gezeigte Vorrichtung
10 in der dargestellten Ausführungsform ein Sensorelement32 auf. Das Sensorelement32 umfasst eine Sende- und Empfangseinheit33 und einen Reflektor34 . Die Sende- und Empfangseinheit33 ist in Transportrichtung (Pfeil17 ) vor den Rollenstationen11 und auch noch vor dem Vorbereitungsbereich27 angeordnet und sendet ein im wesentlichen horizontal gerichtetes Signal aus. Der Reflektor34 ist auf der entgegengesetzten Seite der Vorrichtung10 hinter der in Transportrichtung (Pfeil17 ) letzen Rollenstation11 angeordnet. In der gezeigten Ausführungsform ist das Sensorelement32 auf und ab bewegbar ausgebildet, und zwar aus einer oberen Position (in2 ) in eine untere Position (in5 ) und zurück. Alternativ können aber auch separate Sensorelemente32 vorgesehen sein. Andere Arten von Sensorelementen32 , z.B. mit separaten Sende- und Empfangseinheiten und insbesondere solche, die nach dem optischen Prinzip arbeiten, sind ebenfalls einsetzbar. - In weiteren nicht explizit dargestellten Ausführungsformen ist auf der bzw. in der Führungsschiene
26 ein weiteres Transportelement zum Aufnehmen und Abführen der Restrollen14 aus den Rollenstationen11 vorgesehen. Das Transportelement kann z.B. ein Greifer oder ein Hubelement ähnlich einer Gabel des Gabelstaplers sein und ist in Längsrichtung der Führungsschiene26 hin und her bewegbar. Die Tragarme22 können auch direkt an den Trägern18 angeordnet sein. Die Ausrichtung der Träger18 selbst kann vertikal ausgerichtet aber auch geneigt sein. Das Element30 kann auch als Transportwagen oder dergleichen mit einer Aufnahmemulde ausgebildet sein, der zum Transport der Restrolle14 aus ihrer Ablageposition in eine Warteposition dient. Auch ist die Ausrichtung der Rollenstationen11 variabel. In der gezeigten Ausführung weisen die Tragarme22 entgegen der Transportrichtung (Pfeil17 ). Alternativ kann die Anordnung der Rollenstationen11 auch gespiegelt sein. Das bedeutet, dass die Tragarme22 in Transportrichtung (Pfeil17 ) zeigen. In der letztgenannten Variante sind dann auch die Blöcke31 mit ihrer „schiefen Ebene" derart ausgerichtet, dass die Ebene in Transportrichtung (Pfeil17 ) von unten nach oben ansteigt. - Im folgenden wird das Verfahren zum zeitgleichen Wechseln mehrerer Rollen an hintereinander angeordneten Rollenstationen
11 anhand der1 bis5 näher erläutert:
Auf den Tragarmen22 bzw. genauer den Dornen jeder Traverse19 befinden sich die ursprünglich vollen, jetzt in Produktion befindlichen Rollen13 , die während der Produktion kontinuierlich abgewickelt werden. Die Papierbahnen16 werden über Umlenkrollen auf die Überleitbahn15 geführt, wo sie dem Formatschneider zugeführt werden. Während der Produktion werden die Tragarme22 bzw. Dorne mittels der Traverse19 oder anderweitig kontinuierlich nach oben bewegt. Damit wird die Position der Traverse19 bzw. der Tragarme22 , insbesondere die Position in vertikaler Richtung, dem sich verändernden Durchmesser der in Produktion befindlichen Rollen13 angepasst. Zeitgleich werden vor den Rollenstationen11 im Vorbereitungsbereich27 volle Rollen12 vorbereitet, indem sie aus der Umverpackung gebracht, die obersten Lagen jeder Rolle12 entfernt und die Rollen12 mittig zur Abrollung ausgerichtet werden, und auf die Transportaufnahmen29 gelegt. Die vollen Rollen12 liegen hintereinander, wobei die Transportaufnahmen29 einen solchen Abstand aufweisen, dass sich die vollen Rollen12 gerade nicht berühren (siehe1 ). - Die Beladung der Rollenstationen
11 mit neuen vollen Rollen12 erfolgt in Transportrichtung (Pfeil17 ) von hinten. Mit zunehmender Produktionsdauer nimmt der Durchmesser der auf den Dornen befindlichen Rollen13 ab. Sobald das Sensorelement32 Raumfreiheit erkennt, also feststellt, dass die in Produktion befindliche Rolle13 mit dem größten (Rest-)Durchmesser und die noch volle Rolle12 vor den Rollenstationen11 mit dem größten Durchmesser ein Signal in horizontaler Richtung durchlassen, werden die Transportaufnahmen29 in Bewegung gesetzt, so dass die vollen Rollen12 innerhalb der Rollenstationen11 in Wartepositionen gebracht werden. Die gestrichelt dargestellten Rollen geben die vorherige Position der Rollen12 wieder (2 ). - Nach dem Stillstand der Maschine werden die einzelnen Papierbahnen
16 automatisch von den Restrollen14 getrennt. In der Warteposition der vollen Rollen12 ist es weiterhin möglich, dass die Tragarme22 mit den Restrollen14 nach unten in eine Abgabe-/Aufnahmeposition bewegt werden können. Bevor die noch volle Rolle12 in jeder Rollenstation11 von den Dornen aufgenommen werden kann, muss die Restrolle14 von den Dornen entfernt werden. Dies erfolgt üblicherweise durch sogenannte „Core-Kicker", die die Restrolle14 von den Tragarmen22 bzw. Dornen streifen. Dabei sind die Tragarme22 mit den Dornen auseinander gefahren, so dass die Restrollen14 auf den Untergrund23 bzw. das Transportelement25 fallen (3 ). - Durch kurzes Anheben der Blöcke
31 mit den schiefen Ebenen rollen die Restrollen14 ihrerseits aus ihrer Ablageposition unterhalb der Tragarme22 in eine Warteposition innerhalb der Rollenstation11 . Dann werden die Blöcke31 wieder abgesenkt. Jetzt ist Platz, um die vollen Rollen12 aus ihrer Warteposition mittels der Transportaufnahmen29 in die Aufnahmeposition zu bringen. Sobald die Rollen12 in ihren Rollenstationen11 und die Tragarme22 die Aufnahmeposition erreicht haben, schließen sich die Tragarme22 , so dass die Dorne in die Rollen12 greifen und diese halten. Nach dem Aufnehmen der Rolle12 wird das freie Ende der noch aufgerollten Papierbahn mit dem freien Ende35 der in der Überleitbahn15 befindlichen Papierbahn16 verbunden. Dies kann durch manuelles oder automatisiertes Spleißen oder dergleichen erfolgen (4 ). - Sobald die Verbindung in allen Rollenstationen
11 hergestellt ist, beginnt die Produktion. Während der Produktion fahren die Tragarme22 mit den (Produktions-)Rollen13 wieder nach oben. Die Blöcke31 mit den schiefen Ebenen werden erneut aus der Ruheposition in eine obere Position oberhalb des Untergrunds23 bzw. des Transportelementes25 angehoben, wodurch die auf dem Untergrund23 bzw. dem Transportelement25 liegenden Restrollen14 leicht angehoben werden. Sobald die Restrollen14 angehoben sind, fahren die noch in den bzw. unter den Rollenstationen11 befindlichen Transportaufnahmen29 entgegen der Transportrichtung (entgegen Pfeil17 ) aus den Rollenstationen11 in den Vorbereitungsbereich27 . Die Transportaufnahmen29 werden (wie in1 ) umgehend wieder mit neuen Rollen12 zur Vorbereitung bestückt. Die Restrollen14 werden aus den Rollenstationen11 gebracht, sobald das Sensorelement32 die Raumfreiheit ermittelt hat. Diese ist dann erreicht, wenn die höchste der unten liegenden Restrollen14 nicht mehr mit der in Produktion befindlichen Rolle13 mit dem größten Durchmesser kollidieren kann. Dann fahren auf der Führungsschiene26 Greifer, Heber oder andere geeignete Elemente durch die Rollenstationen11 und sammeln die Restrollen14 ein und bringen sie nach vorne oder nach hinten aus (5 ). - Die beschriebenen Arbeitsschritte wiederholen sich beliebig oft. Dadurch, dass das beschriebene Verfahren automatisch abläuft, also auch der vollständige Wechsel der Rollen, ist unterhalb der Rollenstationen
11 und damit in der gesamten Vorrichtung10 ein Sicherheitsbereich geschaffen, der während der Produktion und des Wechsels nicht betreten werden braucht.
Claims (23)
- Vorrichtung zum automatisierten und zeitgleichen Bereitstellen und Wechseln von mindestens zwei Rollen aus Papierbahnen (
16 ) oder dergleichen für einen nachgeordneten Formatschneider, umfassend mindestens zwei hintereinander angeordnete Rollenstationen (11 ), wobei jede Rollenstation (11 ) zwei Träger (18 ) mit zwei auf und ab bewegbaren und horizontal bewegbaren Tragarmen (22 ) mit Elementen zum Aufnehmen einer vollen Rolle (12 ), Halten der in Produktion befindlichen Rolle (13 ) und Abgeben der Restrolle (14 ) aufweist, wobei sämtliche Rollenstationen (11 ) über eine gemeinsame Überleitbahn (15 ) verfügen, die oberhalb der Rollenstationen (11 ) angeordnet ist und mittels der die abgerollten Papierbahnen (16 ) übereinander in Transportrichtung (Pfeil17 ) dem nachgeordneten Formatschneider zuführbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein gemeinsames Transportelement (25 ) a) zum Zuführen voller Rollen (12 ) an die Rollenstationen (11 ) und b) zum Abführen von Restrollen (14 ) aus den Rollenstationen (11 ) vorgesehen ist, wobei das Transportelement (25 ) derart ausgebildet ist, dass die vollen Rollen (12 ) und Restrollen (14 ) während des Wechselns quer zu ihrer Längsachse bewegt werden. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportelement (
25 ) eine Führungsschiene (26 ) umfasst, die sich von einem Vorbereitungsbereich (27 ) außerhalb der Rollenstationen (11 ) in Transportrichtung (Pfeil17 ) der Papierbahnen (16 ) vor den Rollenstationen (11 ) bis in den Wechselbereich (28 ) der letzten der hintereinander angeordneten Rollenstationen (11 ) erstreckt. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der bzw. in der Führungsschiene (
26 ) mehrere Transportaufnahmen (29 ) geführt und in und entgegen der Transportrichtung (Pfeil17 ) der Papierbahnen (16 ) bewegbar sind, wobei die Anzahl der Transportaufnahmen (29 ) vorzugsweise der Anzahl der Rollenstationen (11 ) entspricht. - Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Transportaufnahme (
29 ) zur Aufnahme einer vollen Rolle (12 ) ausgebildet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Transportaufnahme (
29 ) separat ansteuerbar und/oder antreibbar ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich Elemente (
30 ) zum Abführen der Restrollen (14 ) aus ihrer Ablageposition in den Rollenstationen (11 ) in Wartebereiche innerhalb der Rollenstationen (11 ) vorgesehen sind. - Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden Seiten der Führungsschiene (
26 ) die eine „schiefe Ebene" bildenden Elemente (30 ) aus einer Ruheposition unterhalb der Ebene der Führungsschiene (26 ) in eine Wirkposition oberhalb der Führungsschiene (26 ) bewegbar angeordnet sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf der bzw. in der Führungsschiene (
26 ) mindestens ein zusätzliches Transportelement zum Aufnehmen und Abführen der Restrollen (14 ) aus den Rollenstationen (11 ) geführt sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Sensorelement (
32 ) zur Steuerung der Transportaufnahmen (29 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (
32 ) höhenverstellbar ausgebildet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (
32 ) eine Sende- und Empfangseinheit (33 ) und einen Reflektor (34 ) umfasst, wobei die Einheit (33 ) und der Reflektor (34 ) an einander entgegengesetzten Seiten der Vorrichtung (10 ) angeordnet sind. - Verfahren zum automatisierten und zeitgleichen Bereitstellen und Wechseln von mindestens zwei Rollen aus Papierbahnen (
16 ) oder dergleichen für einen nachgeordneten Formatschneider, umfassend die Schritte: – Zuführen voller Rollen (12 ) an mehrere hintereinander angeordnete Rollenstationen (11 ), – Aufnehmen der vollen Rollen (12 ) und Abrollen der damit dann in Produktion befindlichen Rollen (13 ), – Trennen der Papierbahnen (16 ) von den Rollen (13 ), – Abführen der Restrollen (14 ) aus den Rollenstationen (11 ), dadurch gekennzeichnet, dass a) das Zuführen der vollen Rollen (12 ) und b) das Abführen der Restrollen (14 ) mit einem bzw. auf einem gemeinsamen Transportelement (25 ) erfolgt, wobei die Rollen (12 ) und Restrollen (14 ) während des Wechselvorganges quer zu ihrer Längserstreckung bewegt werden. - Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (
12 ) und Restrollen (14 ) in oder entgegen der Transportrichtung (Pfeil17 ) der Papierbahnen (16 ) transportiert werden. - Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Befüllen der Rollenstationen mit vollen Rollen (
12 ) und das Entleeren der Rollenstationen (11 ) von Restrollen (14 ) von hinten und/oder von vorne erfolgt. - Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Rollen-Wechsel in den Rollenstationen (
11 ) zeitgleich erfolgen. - Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass während der Produktion, also während des Abrollens der Rollen (
13 ) neue volle Rollen (12 ) für die Produktion vorbereitet werden. - Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensorelement (
32 ) ermittelt, wann die Rollen (13 ) soweit abgewickelt und/oder nach oben bewegt sind, dass die neuen vollen Rollen (12 ) kollisionsfrei in eine Warteposition innerhalb der Rollenstationen (11 ) gebracht werden können. - Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die neuen Rollen (
12 ) in die Warteposition bewegt werden, sobald die Sensoreinheit (32 ) die erforderliche Raumfreiheit signalisiert. - Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierbahnen (
16 ) automatisch von den Rollen (13 ) getrennt und die Restrollen (14 ) dann abgelegt werden. - Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Restrollen (
14 ) innerhalb der Rollenstationen (11 ) in eine Warteposition gebracht werden, so dass die neuen Rollen (12 ) in eine Aufnahmeposition innerhalb der Rollenstationen (11 ) gebracht werden können. - Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die neuen Rollen (
12 ) mit den freien Enden der zuvor in Produktion befindlichen Rollen (13 ) verbunden werden. - Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Restrollen (
14 ) in der Warteposition geringfügig angehoben werden, so dass Transportaufnahmen (29 ) zur Vorbereitung weiterer neuer voller Rollen (12 ) aus den Rollenstationen (11 ) bewegt werden. - Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensorelement (
32 ) ermittelt, wann die aktuell in Produktion befindlichen Rollen (13 ) soweit abgewickelt und/oder nach oben bewegt sind, dass die Restrollen (14 ) kollisionsfrei aus den Rollenstationen (11 ) gebracht werden können.
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