DE4129029A1 - Flachbett-stanzmaschine zum stanzen von flachen gegenstaenden, insbesondere boegen aus papier, pappe oder dergleichen - Google Patents
Flachbett-stanzmaschine zum stanzen von flachen gegenstaenden, insbesondere boegen aus papier, pappe oder dergleichenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flachbett-Stanzmaschine zum Stanzen
von flachen Gegenständen, insbesondere Bögen aus Papier, Pappe
oder dgl., mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen.
Bei den Maschinen dieser Art, die durch die DE-PS 30 44 083 mit
ihrer Ausführungsform nach Fig. 4 bekanntgeworden sind, besteht
der Oszillationstrieb aus einer Kurvenscheibe, die naturgemäß
nicht über Schubstangen, sondern unmittelbar, allenfalls über
eine Rolle, mit den Keilstücken zusammenwirkt. Hieraus ergibt
sich die konstruktive Notwendigkeit, die Kurvenscheibe in den
Zwischenraum zwischen Joch und Obertisch hineinzuverlegen. Hier
durch vergrößert sich die Spalthöhe und damit die Abmessungen
der gesamten Maschine und damit auch der Materialaufwand für
diese.
Da nur zwei Keilstücke für die gesamte zu tragende Fläche vor
handen sind, ist es ferner erforderlich, die Keilstücke groß
flächig zu dimensionieren, um eine hinreichende Abstützung des
Obertisches zu erreichen, was ebenfalls zu einer Gewichtser
höhung führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu über
winden und demgemäß die bekannten mit zwei Keilstücken arbeiten
den Stanzmaschinen derart weiterzuentwickeln, daß einerseits
eine möglichst geringe Bauhöhe der Maschine erzielbar ist, an
dererseits die Zahl der Keilstücke vergrößert ist, um diese
günstiger über die Wirkfläche des Obertisches verteilen und
damit die Druckbiegung des Obertisches gering halten zu können.
Diese Aufgabe wird gemäß dem Kennzeichen des Anspruchs 1 dadurch
gelöst, daß der Oszillationstrieb als Exzentertrieb, vorzugswei
se als Kurbeltrieb, ausgebildet ist, dessen Exzenterwelle mit
den Keilstücken über an diese angelenkte Schubstangen zusam
menwirkt, wobei zusätzlich zu diesen ersten Keilstücken zwei
weitere Keilstücke vorhanden sind, die von einem eigenen Ex
zenter und einer eigenen Schubstange, jedoch von derselben
Exzenterwelle betätigbar sind, und wobei sämtliche Keilstücke
gleichmäßig über den Umfangs-Randbereich des oberen Stanztischs
verteilt sind.
Oszillationstriebe als Exzentertriebe, insbesondere Kurbeltrie
be, auszubilden, wobei die Exzenterwelle mit einem Keilstück
über eine an diesem angelenkte Schubstange zusammenwirkt, sind
zwar durch die DE-PS 12 65 548 bekanntgeworden, jedoch handelt
es sich dort zum einen um eine Gesenkschmiedepresse, also um
ein Fachgebiet der Metallverarbeitung, das hinsichtlich des er
forderlichen Arbeitsdruckes und der Steifigkeit der in die
Stanztische eingesetzten Werkzeuge von dem vorliegenden relativ
weit abliegt, zum anderen ist dort eine Unterteilung in mehrere
verkleinerte, über die Tischfläche verteilte Keilstücke nicht
vorgesehen.
In den Unteransprüchen sind mehrere vorteilhafte Ausführungsfor
men des Gegenstandes des Anspruchs 1 gekennzeichnet.
Mit der Maßnahme nach dem Anspruch 2 wird in an sich bekannter
Weise die Reibung zwischen den bewegten Flächen der Keilstücke
bzw. den Gegenflächen herabgesetzt, was zu Energieeinsparung
sowie zur Verringerung der Wärmeentwicklung und damit des Ver
schleißes beiträgt.
Nach den Ansprüchen 3 und 4 wird in ebenfalls an sich bekannter
Weise eine Einstellbarkeit des Stanzhubs erzielt, was zur Ein
stellung der Stanzkraft notwendig ist.
Gemäß den Ansprüchen 5 und 6 ist eine Anpassung an die jeweiligen
baulichen Verhältnisse gegeben.
Die Ansprüche 7 bzw. 8 ermöglichen eine gute Verteilung der
Keilstücke über die Tischfläche bzw. eine weitere Vergrößerung
der Zahl der Keilstücke mit einfachen Mitteln.
Nach dem Anspruch 9 ergibt sich durch die Gegenläufigkeit der
Keilstücke eine damit verbundene Unterbindung von Schwingungen
und Erschütterungen der Maschine.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen des
Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt:
Es zeigen:
Fig. 1 eine Gesamtansicht einer Stanzmaschine der vorliegenden
Art mit den wesentlichen Nebenaggregaten,
Fig. 2 ein Detail einer Ausführungsform der Maschine nach Fig. 1
im Schnitt,
Fig. 3 das gleiche Detail in Draufsicht,
Fig. 4 und 5 Details von zwei weiteren Ausführungsformen im
Schnitt,
Fig. 6 und 7 Details von zwei weiteren Ausführungsformen mit
erhöhter Keilstück-Anzahl.
In sämtlichen Figuren sind gleiche Bauteile mit den gleichen Be
zugszeichen versehen, und zwar bezeichnet 13 eine Stanzstation
mit einem heb- und senkbaren Obertisch 1, einem ortsfesten Unter
tisch 2 und einem ebenfalls ortsfesten Joch 3.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, werden die zu stanzenden Gegenstände
6 von einem Stapel 15 entnommen, auf der einen Seite der Maschine
in den Spaltraum 4 zwischen Obertisch 1 und Untertisch 2 einge
führt, nach der Stanzung auf der gegenüberliegenden Seite der
Maschine abgeführt und nach Beseitigung der Abfallstücke 7 in
einer Ausbrechstation 14′ einem Stapel 8 zugeleitet. Die übrigen
Behandlungsaggregate, wie Abfallentsorger 10, Kette 5 mit
Greifern 9 und Anleger 12, sind nur angedeutet, da sie für
die Erläuterung des Gegenstandes der Erfindung nicht von Be
deutung sind.
In den Fig. 2 und 3 ist der eigentliche Gegenstand der Erfin
dung in vergrößertem Maßstab dargestellt, wobei in dem Spalt
raum 4 zwischen Obertisch 1 und dem über Seitenwangen 11 mit
dem Untertisch 2 verbundenen Joch 3 zwei Paare hin- und her
schiebbarer Keilstücke 16, 24 angeordnet sind, deren Oberseite
horizontal und deren Unterseite abgeschrägt ist.
Unterhalb bzw. oberhalb jedes Keilstücks 16, 24 liegt an diesem
ein Gegenstück 17 bzw. 18, 25 bzw. 26 bündig an, das jeweils mit
seinem Trägerteil, also dem Obertisch 1 bzw. dem Joch 3, fest
verbunden ist.
Die zusammenwirkenden Flächen zwischen den Keilstücken 16, 24
und den zugehörigen Gegenstücken 17, 18 und 25, 26 sind als
Gleitflächen ausgebildet, um die Reibung möglichst gering zu
halten. Seitlich außerhalb des Spaltraums 4 ist an einer der
Seitenwangen 11 eine Exzenterwelle 22 angeordnet, die von einem
nicht dargestellten Antrieb kontinuierlich oder intermittierend
angetrieben ist.
An der Exzenterwelle 22 sind im Abstand nebeneinander drei Exzen
ter angebracht (Fig. 3), von denen die beiden äußeren über zwei
lange Schubstangen 19 und eine Querstange 20 das erste Keilstück-
Paar 16 betätigen, während der mittlere Exzenter das
Keilstück-Paar 24 betätigt.
Das erste Keilstück-Paar 16 ist im Bereich der der Exzenterwelle
abgewandten Ecken des Spaltraums 4 und das zweite Keilstück-Paar
24 im Bereich der der Exzenterwelle zugewandten Ecken des Spalt
raums 4 angeordnet.
In der Fig. 4 ist eine Variante dargestellt, bei der die Gleit
flächen der Keilstücke 16, 24 nicht bündig an den zugehörigen
Gegenflächen 17, 28, 25, 26 anliegen, sondern durch Wälzkörper
27 distanziert sind, womit eine weitere Herabsetzung der Rei
bungskraft erreicht wird.
In den Fig. 4 bzw. Fig. 5 sind zwei weitere Varianten darge
stellt, nach denen die die Schrägfläche aufweisenden Gegen
stücke 17, 25 bzw. 18, 26 nicht starr mit ihren Trägerflächen 1
bzw. 3 verbunden sind, sondern diesen gegenüber in Führung 17′,
25′, bzw. 18′, 26′, horizontal verschiebbar und feststellbar
ausgebildet sind.
Als Antrieb hierfür dient eine Gewindespindel 28, die mit Ge
winden 29, 30 und einem Handrad 31 versehen ist und die in
einer Bohrung 32 einen Kragen 1a des Obertischs 1 (Fig. 4) bzw.
einer der Seitenwangen 11 des Untertischs 2 (Fig. 5) drehbar,
aber axial unverschieblich gelagert ist.
Bei der Variante nach den Fig. 6 und 7 sind die Querstangen (20,
21) durch längsverlaufende Verlängerungsstangen 31, 33 ersetzt,
derart, daß von den beiden äußeren Exzentern je zwei Keilstücke
16, 16a und von dem mittleren Exzenter zwei Feilstücke 24, 24a
betätigt werden.
Diese sechs Keilstücke gestatten eine noch dichtere Verteilung
über den Spaltraum 4 und damit eine noch bessere Kippstabilität
und Minimierung der Durchbiegung des Obertischs.
Bei sämtlichen Varianten ist eine bevorzugte Ausbildung der
Exzenterwelle gewählt, bei der die beiden äußeren Exzenter ge
genüber dem mittleren Exzenter um 180° versetzt sind, so daß
beim Betrieb eine Gegenläufigkeit der äußeren Keilstücke gegen
über den inneren Keilstücken stattfindet.
Entsprechend dieser Gegenläufigkeit sind naturgemäß die Abschrä
gungen der äußeren Keilflächen gegenüber den Abschrägungen der
inneren Teilflächen spiegelbildlich ausgebildet.
Die hiermit erzielten Vorzüge gegenüber fluchtenden Exzentern
sind bereits oben beschrieben worden.
Claims (9)
1. Flachbett-Stanzmaschine zum Stanzen von flachen Gegen
ständen, insbesondere Bögen aus Papier, Pappe oder dgl., mit
einem ortsfesten Untertisch, einem mit Hilfe einer Hubvor
richtung längs einer Führung heb- und senkbaren Obertisch und
einem den Obertisch übergreifenden ortsfesten Joch, wobei die
Hubvorrichtung aus zwei wenigstens zwischen das Joch und den
Obertisch eingeschalteten, quer zur Hubrichtung hin- und her
verschiebbaren Keilstücken besteht, die mit entsprechenden Ge
genstücken des Obertischs und des Jochs zusammenwirken, und die
von einem Oszillationstrieb betätigbar sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Oszillationstrieb als Exzentertrieb, vorzugs
weise als Kurbeltrieb, ausgebildet ist, dessen Exzenterwelle (22)
mit den Keilstücken (16, 16a) über an diesen angelenkte Schub
stangen (19, 31) zusammenwirkt, wobei zusätzlich zu diesen er
sten Keilstücken (16, 16a) zwei weitere Keilstücke (24, 24a)
vorhanden sind, die von einem eigenen Exzenter und einer eige
nen Schubstange (23, 33), jedoch von derselben Exzenterwelle (22)
betätigbar sind, und wobei sämtliche Keilstücke (16, 16a, 24,
24a) über die Wirkfläche des oberen Stanztisches (1) verteilt
sind.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwi
schen die Gleitflächen der Keilstücke (16, 16a, 24, 24a) und
der zugehörigen Gegenstücke (17, 18, 17a, 18a, 25, 26, 25a, 26a)
Rollen oder Wälzkörper (27) eingefügt sind, die so über die Gleit
flächen verteilt und diesen gegenüber lagegesichert sind, daß
einerseits eine Parallelität der zusammenwirkenden Gleitflächen
gewährleistet, andererseits ein Heraustreten der Rollen oder Wälz
körper (27) aus dem Spaltraum zwischen den Gleitflächen verhindert
ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
jeweils eines der in Schubstangenrichtung liegenden Gegenstück-
Paare gegenüber seiner Auflage in einer Führung (17′, 25′, 18′,
26′) quer zur Hubrichtung verschiebbar gelagert ist, wobei
hierfür eine Verstellvorrichtung vorhanden ist.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
stellvorrichtung als handbetätigter oder motorbetätigter Gewinde
trieb ausgebildet ist, dessen Gewindespindel (28, 29, 30, 31)
an einem Kragen (1a) des Obertisches (1) oder an einer der Sei
tenwangen (11) des Untertisches (2) drehbar, aber axial unver
schieblich gelagert ist.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Keilstücke (16, 16a, 24, 24a) so geformt sind,
daß ihre eine Gleitfläche eine Schrägfläche und die andere eine
Horizontalfläche bildet, wobei die Gegenstücke entsprechend aus
gebildet sind.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schrägfläche die Unterseite und die Horizontalfläche die Ober
seite bilden (Fig. 2) oder umgekehrt (Fig. 5).
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Exzenterwelle (22) drei im Abstand nebenein
ander angeordnete Exzenter und dementsprechend drei Schubstan
gen (19, 23) aufweist, wobei die beiden äußeren Exzenter für
den Antrieb der ersten Keilstücke (16) und der mittlere Exzen
ter für den Antrieb der zusätzlichen Keilstücke (24) wirken
(Fig. 3).
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß an die
äußeren Schubstangen (19) je eine Verlängerungsstange (31) ange
lenkt ist, die je ein weiteres Keilstück (16a) betätigt, und daß
an die mittlere Schubstange (23) eine Verlängerungsstange (33)
angelenkt ist, die ein weiteres Keilstück (24a) betätigt (Fig. 7).
9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Exzenter entweder fluchtend oder um 180° versetzt
auf der Exzenterwelle (22) befestigt sind, wobei im ersteren Fall
sämtliche Keilstücke parallele Schrägflächen, im letzteren Fall
die Keilstücke des mittleren Exzenters zu den Keilstücken der
äußeren Exzenter entgegengesetzt geneigte Schrägflächen aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914129029 DE4129029A1 (de) | 1991-08-31 | 1991-08-31 | Flachbett-stanzmaschine zum stanzen von flachen gegenstaenden, insbesondere boegen aus papier, pappe oder dergleichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914129029 DE4129029A1 (de) | 1991-08-31 | 1991-08-31 | Flachbett-stanzmaschine zum stanzen von flachen gegenstaenden, insbesondere boegen aus papier, pappe oder dergleichen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4129029A1 true DE4129029A1 (de) | 1993-03-04 |
Family
ID=6439609
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914129029 Withdrawn DE4129029A1 (de) | 1991-08-31 | 1991-08-31 | Flachbett-stanzmaschine zum stanzen von flachen gegenstaenden, insbesondere boegen aus papier, pappe oder dergleichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4129029A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10244585A1 (de) * | 2002-09-25 | 2004-04-15 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Bogenstanz- und -prägemaschine |
| DE102004012694A1 (de) * | 2004-03-16 | 2005-10-06 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Anleger für eine Stanz- oder Prägevorrichtung |
| CN106671167A (zh) * | 2016-12-01 | 2017-05-17 | 重庆顺泰食品有限公司 | 旋转豆干切片机 |
| CN106737908A (zh) * | 2016-12-01 | 2017-05-31 | 重庆顺泰食品有限公司 | 回转豆干切片生产线 |
-
1991
- 1991-08-31 DE DE19914129029 patent/DE4129029A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: WUPA MASCHINEN + SERVICE GMBH, 41334 NETTETAL, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee | ||
| 8170 | Reinstatement of the former position | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |