DE4114739A1 - Umladegeraet - Google Patents
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65G—TRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
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- B65G7/02—Devices adapted to be interposed between loads and the ground or floor, e.g. crowbars with means for assisting conveyance of loads
- B65G7/08—Devices adapted to be interposed between loads and the ground or floor, e.g. crowbars with means for assisting conveyance of loads for tilting the loads
Landscapes
- Ladders (AREA)
- Auxiliary Methods And Devices For Loading And Unloading (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Umladegerät gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
Ein derartiges Umladegerät ist beispielsweise aus der US-PS
44 39 093 bekannt. Dort erfolgt ein Umladen von Paketen auf
zwei nebeneinander angeordnete Transportpaletten 21, die dann
über Rollen auf zwei nebeneinanderliegende Förderbänder 30 und
32 gelangen. Mit dieser Lösung ist jedoch eine flexible Auf
teilung des Ladeguts beispielsweise einer Europalette nicht
möglich. Ferner erfordert diese Lösung die Anlieferung der aus
Umladegut und Palette bestehenden Einheit in einem definierten
Zustand, der gegenüber dem Endzustand um 90° geschwenkt ist.
Ferner ist aus der DE-PS 30 21 367 eine Depalettiereinrichtung
bekannt, bei welcher ein sich vertikal erstreckender Stapel
des Umladeguts in eine 45°-Stellung gekippt wird und dann über
eine Schrägfläche aufgelöst wird. Zwar kann durch das voll
ständige Auflösen des Umladeguts in die Einzelteile unter
Zuhilfenahme einer neuen Stapelvorrichtung ohne weiteres ein
weiterer Stapel in der gewünschten Breite und Höhe erstellt
werden, wobei eine Anpassung an die Abmessungen beispielsweise
einer kleineren Palette oder eines Rollwagens vorgenommen
werden kann. Dies ist jedoch vergleichsweise aufwendig, wenn
es auch die bislang verwendete Technik einer derartigen
Umladung darstellt.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, ein Umladegerät
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, bei welchem
eine flexible Umladung des gestapelten Umladeguts möglich
ist, ohne daß die Notwendigkeit besteht, das Umladegut in
seine Einzelteile aufzulösen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteran
sprüchen.
Erfindungsgemäß ist es zunächst besonders günstig, daß das
Umladegut von der gleichen Seite her entnommen werden kann,
von welcher es aufgebracht worden ist. Das erfindungsgemäße
Umladen umfaßt ein Verschwenken einer L-förmigen, Ladeschenkel
aufweisenden Umladeanordnung mit dem auf eine Palette angeord
neten Umladegut in eine liegende Position des Umladeguts.
Aufgrund der Fähigkeit, die beiden ein L bildenden Lade
schenkel der Umladeanordnung unabhängig voneinander zu bewe
gen, ist es möglich, den zunächst unteren Ladeschenkel, der
vorzugsweise eine Bodenplatte umfaßt, welche sich in der
liegenden Stellung des Umladeguts aufrecht erstreckt, von dem
Umladegut abzuschwenken und in dieser Palettenaustauschstel
lung die Palette zu entnehmen. In der waagerechten Stellung
dieses Ladeschenkels kann eine beliebige andere, insbesondere
kleinere Palette an die Stelle der erstgenannten Palette
gebracht werden, wobei ein Verschwenken in die an dem Umlade
gut anliegende Position über den Ladeschenkel möglich ist.
Nach Arretierung der Ladeschenkel aneinander läßt sich das
Umladegut um 90° wieder in die Ausgangsstellung, in welcher es
sich aufrecht erstreckt, verschwenken.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist es vor
gesehen, in der liegenden Stellung des Umladegutes die Ver
schiebeeinrichtung zu betätigen, welche an dem anderen, vor
zugsweise eine Rückenplatte aufweisenden Ladeschenkel ange
bracht ist, und einen Teil des Umladegutes unter Bildung eines
Spaltes in dem Umladegut zu verschieben. Der Spalt vermag
mindestens eine Seitenwand eines Rollwagens od. dgl. auf zu
nehmen, wobei es bevorzugt ist, daß seine Breite mindestens
der doppelten Stärke dieser Seitenwand entspricht. In diesem
Falle lassen sich auch zwei nebeneinander angeordnete Roll
wagen in der Umladestellung anstelle der kleineren Paletten
einsetzen und auf diese Weise das Ladegut auf zwei Rollwagen
aufteilen.
Es versteht sich, daß gewünschtenfalls auch eine Aufteilung
auf n Rollwagen möglich ist, wobei n-1 Verschiebeeinrichtungen
vorgesehen sein müßten.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist es vorgesehen, die
Verschiebeeinrichtung mit einer Rückenplatte auszustatten, die
ziemlich verwindungssteif ist und auf welcher mindestens eine
Schiebeplatte beweglich ist. Mit dieser Ausgestaltung läßt
sich die Lagerung des verschieblichen Teils dieses Ladeschen
kels erheblich vereinfachen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vor
gesehen, eine Nut/Feder-Verbindung zwischen der Rückenplatte
und dem beweglichen Teil dieses Rückwand-Ladeschenkels, der
als Schiebeplatte ausgebildet sein kann, vorzusehen. Minde
stens zwei Federn, die aus der Schiebeplatte hervortreten und
einstückig mit dieser ausgebildet sein können, greifen in
entsprechende Nuten in der Rückenplatte ein und erlauben die
Verschiebung der Schiebeplatte gegenüber der Rückenplatte auch
mit lediglich einem Arbeitszylinder.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung ist eine
Lagerung in Schiebeführungen mit Schiebemuffen, die auf
Vierkantrohren laufen, vorgesehen.
Es versteht sich, daß anstelle dieser Verbindungen eine glatte
Gleitoberfläche zwischen Schiebeplatte und Rückenplatte vor
gesehen sein kann und die Bewegung der Schiebeplatte gegenüber
der Rückenplatte mit zwei verteilt angeordneten Arbeitszylin
dern gesteuert werden kann.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorge
sehen, daß die Rückenplatte an ihrem in aufrechter Stellung
des Umladeguts oberen Ende einen Halteschenkel trägt, der sich
in der aufrechten Stellung über das Umladegut erstreckt. In
dem liegenden Zustand des Umladeguts bildet der Halteschenkel
dann eine Seitenabstützung.
In einer ersten Ausführungsform des Halteschenkels ist dieser
an der Rückenplatte bzw. der Schiebeplatte schiebebeweglich
gelagert und erlaubt so eine exakte Anpassung an die Ladehöhe
des Umladeguts in aufrechter Stellung. Bei dieser Ausgestal
tung ist es günstig, wenn der Halteschenkel in seiner oberen
Endschiebestellung einrastbar ist, so daß das Umladegut auf
die Bodenplatte aufgebracht werden kann, ohne mit dem Halte
schenkel zu kollidieren, während vor dem Umladen der Halte
schenkel einfach aus der oberen Raststellung gelöst wird und
dann auf das Umladegut fällt und dieses fixiert. Aufgrund der
Verkantung in der dortigen Schiebeführung ergibt sich dann
eine sichere seitliche Abstützung auch in der liegenden
Stellung des Umladeguts.
Gemäß einer zweiten Ausführungsform des Halteschenkels ist
dieser feststehend ausgebildet und verhindert lediglich einen
Verlust des Umladeguts. Hierbei ist es besonders günstig, daß
eine weitere Bedienungsnotwendigkeit nicht besteht. Ein mögli
cherweise kippender Teil des Umladeguts würde durch das Zurück
schwenken in die aufrechte Stellung erneut in eine sichere Lage
gebracht, so daß eine weitere Abstützung nicht notwendig ist.
Besonders günstig ist es, wenn der Halteschenkel aus einer
Mehrzahl von gleichmäßig verteilten Stützstäben besteht, die
im Abstand voneinander angeordnet sind und gegebenenfalls
rings um die Rücken-Grundplatte verlaufen können.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, die
Sperreinrichtung manuell zu betätigen. Zunächst, in der auf
rechten Stellung des Umladeguts, arretiert die Sperreinrich
tung die beiden Ladeschenkel aneinander. Während des Ver
schwenkens besteht die Arretierung weiter, so daß auch beim
Kraftangriff lediglich an dem Bodenplatten-Ladeschenkel der
Rückenplatten-Ladeschenkel mitverschwenkt wird. Sobald das
Umladegut sich in der liegenden Stellung befindet, wird die
Sperreinrichtung manuell gelöst, und ein erneutes Betätigen
der Schwenkeinrichtung bewirkt, daß sich die Bodenplatte in
die flachliegende Stellung bewegt, so daß sich nunmehr beide
Ladeschenkel, bezogen auf die Schwenkachse, symmetrisch
voneinander weg erstrecken.
In dieser Stellung ist die Bodenplatte auch begehbar, und die
nunmehr lose an dem Umladegut anliegende Palette kann entnommen
werden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es vorge
sehen, daß die Palette an der Bodenplatte an deren in der auf
rechten Stellung der Bodenplatte oberem Ende leicht einrastet.
Hierdurch wird die Palette durch das Verschwenken automatisch
in die liegende Stellung gebracht, und liegt nun gabelstap
lerrichtig.
Während die Sperreinrichtung noch entsperrt ist, werden an
stelle der Palette, gegebenenfalls nach Betätigung der Ver
schiebeeinrichtung, ein oder mehrere Rollwagen eingesetzt und
entweder mit der Bodenplatte in die an dem Umladegut anliegen
de Stellung verschwenkt, oder gleich an das nun liegende
Umladegut herangefahren und dort manuell gekippt.
Es ist günstig, wenn der durch die Verschiebeeinrichtung
erzeugte Spalt im Umladegut erheblich, beispielsweise zehnfach,
größer als die Stärke einer Seitenwand eines Rollwagens ist.
In diesem Falle ist eine genaue Justierung der Rollwagen
entbehrlich, und es kann ein Verschwenken zusammen mit der
Bodenplatte erfolgen.
Sobald die Bodenplatte erneut in die vollständig aufrechte
Stellung gerät, schnappt die Sperreinrichtung rastend ein und
arretiert in dieser Stellung erneut die Bodenplatte an dem
Rückenplatten-Ladeschenkel.
Besonders günstig ist es, daß bei dieser Ausgestaltung die
gesamte Schwenkbewegung sich mit lediglich einem Arbeitszylin
der bewerkstelligen läßt. Ferner ist es auch möglich, die
manuell vorgesehene Entriegelung der Sperreinrichtung zu
automatisieren. Hierzu erfaßt ein entsprechender Kontaktschal
ter das vollständige Verschwenken des Umladeguts in die
liegende Stellung, löst dann sofort die Sperreinrichtung und
betätigt zugleich die Schwenkeinrichtung, so daß das Umlade
gerät automatisch in die Palettenaustauschstellung gerät.
Während auch die Betätigung der Verschiebeeinrichtung dann
automatisch angesteuert werden kann, ist nach Austausch der
Palette bzw. Umtausch gegen mehrere Rollwagen ein Startknopf
erneut zu betätigen, der die Bodenplatte wieder in die
aufrechte Stellung bringt, in welcher die Sperreinrichtung
einschnappt, und dann über ein weiteres Betätigen der
Schwenkeinrichtung das Umladegut in die aufrechte Stellung auf
den Rollwagen bringt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist an der der
Schwenkachse gegenüberliegenden Seite der Bodenplatte eine Rampe
vorgesehen, so daß die Bodenplatte gut befahrbar und stolperfrei
begehbar ist. Eine weitere, entsprechende Rampe ist seitlich der
Bodenplatte an einer Seite vorgesehen, vorzugsweise an derje
nigen Seite, an welcher die Schwenkeinrichtung nicht vorgesehen
ist. Mit dieser Anordnung läßt sich der Materialfluß, das
Aufschieben und Entfernen der Rollwagen sowie gegebenenfalls das
Befahren mit Gabelstaplern an die betrieblichen Erfordernisse
anpassen.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfin
dung anhand der Zeichnung.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematisierte Seitenansicht einer Ausführungs
form eines erfindungsgemäßen Umladegeräts, in einer auf
rechten Stellung des Umladeguts (erster Ladezustand);
Fig. 2 eine Seitenansicht des Umladegeräts gemäß Fig. 1, in
der liegenden Stellung des Umladeguts (Umladestel
lung);
Fig. 3 ein Ansicht entsprechend den Pfeilen B-B aus Fig. 2,
unter Darstellung der Verschiebeeinrichtung;
Fig. 4 eine Seitenansicht des Umladegeräts in der Ausfüh
rungsform gemäß Fig. 1 und 2, wobei die Bodenplatte
sich ebenfalls in der liegenden Stellung befindet
(Palettenaustauschstellung); und
Fig. 5 eine Ansicht des Umladegeräts in der Ausführungsform
gemäß Fig. 1, aus Richtung des Pfeils A.
Ein Umladegerät 10 gemäß Fig. 1 weist zwei Ladeschenkel 12 und
14 auf, die über ein Scharnier 16 mit einer Schwenkachse 18
miteinander verbunden sind und eine Umladeanordnung 19 bilden.
Ein Ladeschenkel 14 dient als Basis-Ladeschenkel und weist eine
Bodenplatte 20 auf, die in ihren Abmessungen an eine sog.
Europalette angepaßt ist. Der weitere Ladeschenkel 12 dient
als Rückwand-Ladeschenkel und weist eine Breite auf, die der
Breite der Bodenplatte 20 entspricht. Dieser Ladeschenkel 12
weist eine Rückenplatte 22 auf, deren Funktion anhand von Fig.
3 näher erläutert ist. Die Höhe der Rückenplatte 22 beträgt
etwa 1,40 m bis 1,50 m und übersteigt die Ladehöhe der
verwendeten Paletten um weniges.
An dem oberen Ende des Rückwand-Ladeschenkels 12 erstreckt
sich quer über ein Umladegut 24 ein Halteschenkel 26. In dem
dargestellten Ausgangszustand, dem ersten Ladezustand, ist das
Umladegut 24 auf einer Palette 28 angeordnet. Die Palette 28
bildet die Ausgangs-Aufnahmebasis oder erste Aufnahmebasis für
das Umladegut 24. Die Ziel-Aufnahmebasis oder zweite Aufnahme
basis kann beispielsweise ein hier nicht dargestellter Roll
wagen oder eine Mehrzahl nebeneinander angeordneter Rollwagen
sein. Es versteht sich, daß bei unterschiedlichen Ladehöhen
zwischen Paletten und Rollwagen ein Höhenausgleich einfach
durch eingelegte Klötze od. dgl. vorgenommen werden kann, was
nicht weiter dargestellt ist.
An dem von der Schwenkachse 18 abgewandten Ende des Ladeschen
kels 14 ist eine Rampe 30 vorgesehen. Die Bodenplatte 20 ist
seitlich mit einem im wesentlichen dreieckigen Kraftangriffs
flansch 32 versehen, der einen Kraftangriffspunkt 34 aufweist.
An dem Kraftangriffspunkt 34 ist ein Schwenkzylinder 36
gelagert, der Teil einer Schwenkeinrichtung 38 ist und
über einen weiteren Flansch 40 an einer Basis 42 abgestützt
ist, die auch die Schwenkachse 18 lagert.
Der Kraftangriffsflansch 32 ist in der dargestellten Stellung
teilweise überlappend mit einem Kraftangriffsflansch 44 der
Rückenplatte 22. Dieser ist ebenfalls im wesentlichen drei
eckig ausgebildet und weist eine Sperreinrichtung 46 auf, die
aus Fig. 5 besser ersichtlich ist und ein einschnappendes Ver
riegeln des Rückwand-Ladeschenkels 12 an dem Basis-Ladeschen
kel 14 erlaubt.
Gemäß Fig. 1 befindet sich das Umladegerät 10 in der Belade
stellung oder der aufrechten Stellung des Umladeguts 24. Dem
gegenüber ist in der in Fig. 2 dargestellten Ansicht bereits
der Schwenkzylinder 36 der Schwenkeinrichtung 38 betätigt
worden, so daß das Umladegut 24 sich in der liegenden Stellung
und die Umladeanordnung 19 sich in der Umladestellung befin
det. In dieser Stellung ist die Sperreinrichtung 46 noch nicht
entriegelt, sondern fixiert nach wie vor die Rückenplatte 22 an
der nunmehr aufrechten Bodenplatte 20.
Gleichzeitig mit dem Entriegeln der Sperreinrichtung 46 und
dem Verschwenken der Bodenplatte 20 wird die in Fig. 3 darge
stellte Verschiebeeinrichtung 48 betätigt, die einen Schiebe
zylinder 50 sowie eine auf der Rückenplatte 22 in dieser
Stellung aufliegende Schiebeplatte 52 aufweist. Die Schiebe
platte 52 gleitet auf der Rückenplatte 22 und deckt etwa die
Hälfte dieser ab. Die andere Hälfte der Rückenplatte 22 ist
von einer Höhenausgleichsplatte 54 abgedeckt, die in ihrer
Stärke der ziemlich dünnen Schiebeplatte 52 entspricht.
Durch das Verschieben entsteht ein Spalt 56 in dem Umladegut
24, und zwar etwa in der Mitte des Umladeguts. Es versteht
sich, daß beim ursprünglichen Beladen der Palette 28 eine
entsprechende Stapelung vorgesehen sein muß, die sich jedoch
bei den üblichen, im wesentlichen quaderförmigen Einzel-Lade
teilen in der Regel von selbst ergibt. Es ist nicht notwendig,
daß die Teilung exakt an der Stelle entsteht, an welcher die
Verschiebeeinrichtung 48 den Spalt 56 erzeugen will. Vielmehr
wird durch das Eigengewicht der Teile die zu verschiebende
Hälfte stets mitgenommen, wobei bei einer etwaigen Asymmetrie
lediglich die Stellung der später einzubringenden Rollwagen
entsprechend angepaßt werden muß.
Spätestens sobald der Verschiebevorgang durch Betätigen der
Verschiebeeinrichtung 48 abgeschlossen ist, wird die
Schwenkeinrichtung 36 erneut betätigt und verschwenkt nach dem
Lösen der Sperreinrichtung 46 lediglich die Bodenplatte 20,
nicht jedoch die Rückenplatte 22 in die waagerechte Stellung.
Diese Stellung ist in Fig. 4 dargestellt und wird als Palet
tenaustauschstellung des Umladegeräts 10 bezeichnet. In dieser
Stellung kann die in Fig. 4 gestrichelt dargestellte Palette
28 entnommen und durch zwei Rollwagen 58 ersetzt werden, die
in Fig. 4 bereits in der liegenden Stellung und ebenfalls
gestrichelt dargestellt sind. Die Rollwagen 58 bilden in dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel die Ziel- oder zweite Auf
nahmebasis. Die Rollwagen 58 weisen in bekannter Weise je
Seitenwände auf, so daß sie von vorne betrachtet die Form
eines U aufweisen. Zwei einander benachbarte Seitenwände der
Rollwagen 58 greifen in dieser Stellung in den Spalt 56 gemäß
Fig. 3 ein.
Die Rollwagen 58 können entweder von Hand in die in Fig. 4
dargestellte Stellung gebracht werden. Alternativ kommt in
Betracht, die Rollwagen 58 über die Rampe 30 lediglich in
Stellung auf der Bodenplatte 20 zu fahren und dann mit dem
Verschwenken der Bodenplatte 20 in die aufrechte Stellung
dieser die Rollwagen 58 in die in Fig. 4 dargestellte Stellung
zu bringen. Hierbei muß selbstverständlich darauf geachtet
werden, daß die Seitenwände der Rollwagen 58 in den Spalt 56
eintreten können.
Aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß seitlich des Umladegeräts 10
auf der einen Seite die Schwenkeinrichtung 38 und auf der
anderen Seite eine weitere Rampe 59 vorgesehen ist. Die
Verschwenkeinrichtung 36 weist die Flansche 40 und 34 sowie
den sich zwischen diesen erstreckenden Schwenkzylinder 36 auf.
Die Sperreinrichtung 46 weist einen Verriegelungsbolzen 60 und
einen Verriegelungszylinder 62 auf, der für die automatische
Steuerung der Ver- und Entriegelung geeignet ist.
In einer weiteren Ausgestaltung läßt sich der Verriegelungs
bolzen 60 manuell entriegeln und schnappt federbelastet in
ein entsprechendes Loch in dem Kraftangriffsflansch 44 ein.
In Fig. 5 sind ferner Schiebeführungen 64 der Verschiebeein
richtung gestrichelt dargestellt. In diesem Ausführungsbei
spiel bestehen sie aus Vierkantprofilen mit darauf gleitenden
Schiebemuffen 65, die eine verkantungssichere Führung der
Schiebeplatte 52 an der Rückenplatte 22, und zwar auch in dem
beladenen Zustand in der Umladestellung gemäß Fig. 2,
gewährleisten.
Es versteht sich, daß für die schiebebewegliche Lagerung der
Schiebeplatte 52 an der Rückenplatte 22 beliebige andere
Führungen möglich sind. Beispielsweise kann eine Nut/Feder-
Verbindung eingesetzt werden. Auch kann die Oberfläche der
Rückenplatte 22 im Überlappungsbereich mit der Schiebeplatte
52 gleitfähig beschichtet sein.
Die Ansteuerung der Schwenkeinrichtung 38, der Sperreinrich
tung 46 und der Verschiebeeinrichtung 48 kann je manuell oder
auch automatisch erfolgen.
Zur Vermeidung von Unfallgefahren ist es günstig, den Schwenk
zylinder 36 je lediglich am Anfang seines Bewegungsweges mit
Kraft zu beaufschlagen, bis der Schwerpunkt des Umladegutes 24
die Schwenkachse 18 überschritten hat, und ihn dann in eine
Bremsstellung zu schalten, in welcher das Umladegut 24 auf
grund seines Eigengewichts selbst in die gewünschte Stellung
gerät. Eine derartige Bremseinrichtung läßt sich leicht durch
einen in den Leitungsweg eingeschalteten Hydraulikwiderstand
wie eine kleine Öffnung realisieren.
Ferner ist es günstig, für die Betätigung der Schwenkeinrich
tung 38 eine Beidhandauslösung vorzusehen.
Claims (15)
1. Umladegerät, mit einer Basis und einer gegenüber der Basis
beweglichen Umladeanordnung für die Aufnahme des Umladeguts
und für die Verbringung des Umladeguts aus einem ersten Lade
zustand in einen zweiten Ladezustand, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Umladeanordnung (19) Ladeschenkel
(12, 14) aufweist, die relativ zueinander schwenkbeweglich
gelagert sind und in einer im wesentlichen L-förmigen Relativ
stellung gemeinsam verschwenkbar sind.
2. Umladegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ladeschenkel (12, 14) im Winkel zueinander, insbesondere
im wesentlichen rechtwinklig zueinander, aneinander arretier
bar sind.
3. Umladegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß ein Ladeschenkel (12) eine Teilung aufweist und
mindestens ein Teil (Schiebeplatte 52) des Ladeschenkels (12)
im wesentlichen in Richtung der Schwenkachse (18) relativ zu
einem weiteren Teil (Rückenplatte 22) beweglich ist.
4. Umladegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß ein Ladeschenkel (14) eine Boden
platte (20) und ein weiterer Ladeschenkel eine Rückenplatte
(22) aufweist, wobei auf die Bodenplatte (20) eine mit Umla
degut (24) beladene Palette (28) aufbringbar ist, die Boden
platte (20) zusammen mit der Rückenplatte (22) in einer im
wesentlichen L-förmigen Ladeschenkelanordnung um 90° ver
schwenkbar ist, so daß das Umladegut (24) auf der Rückenplatte
(22) zu liegen kommt (Umladestellung) und das Umladegut (24)
nach Ersetzen der Palette durch eine andere Aufnahmebasis in
den zweiten Ladezustand zurückschwenkbar ist, in welchem die
Stellung der Umladeanordnung (19) derjenigen des ersten
Ladezustands entspricht.
5. Umladegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte (20) in dem auf
der Rückenplatte (22) liegenden Zustand des Umladeguts (Umla
destellung) von diesem in einem flachen Zustand wegschwenkbar
ist (Palettenaustauschstellung), so daß die Bodenplatte (20)
sich im wesentlichen in der Verlängerung der Rückenplatte (22)
erstreckt und eine erste Aufnahmebasis (Palette 28) durch
einen Rollwagen (58) ersetzbar ist, der insbesondere zwei
Seitenwände aufweist.
6. Umladegerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem auf der Rückenplatte (22) liegenden Zustand des Umla
deguts (24) dieses durch Auseinanderbewegen von zwei Teilen
des Rückwand-Ladeschenkels (12) mittig unter Bildung eines
Spalts (56) trennbar ist, der für die Aufnahme von insbeson
dere zwei einander benachbarten Seitenwänden zweier Rollwagen
(58) geeignet ist.
7. Umladegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß eine Teilung der Breite der Umlade
anordnung (19) quer mindestens durch einen Ladeschenkel (12)
verläuft und eine Verschiebeeinrichtung (48) vorgesehen ist,
mit welcher einer der so gebildeten Teile auch in dem durch
das Umladegut (24) gewichtsbelasteten Zustand verschiebbar
ist.
8. Umladegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine zwischen den Ladeschenkeln
(14) wirkende Sperreinrichtung (46) einen einschnappenden
Verriegelungsbolzen (60) aufweist, mit welchem die L-förmige
Stellung der Ladeschenkel (12, 14) zueinander verriegelbar ist
und der für das Abschwenken des einen Ladeschenkels (14) zur
Überführung der Umladeanordnung aus der Umladestellung in die
Palettenaustauschstellung entriegelbar ist und bei der Rück
bewegung in die aufrechte Stellung des Ladeschenkels (14)
erneut einschnappt.
9. Umladegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Schwenkeinrichtung (38) für
die Schwenkbewegung der Umladeanordnung (19) einen Schwenk
zylinder (36) aufweist, der zwischen Basis (42) und Boden
platten-Ladeschenkel (14) wirkt und mit welchem wahlweise
lediglich dieser Ladeschenkel (14) oder die aus diesem und
beiden Teilen des anderen Ladeschenkels (12) bestehende
Umladeanordnung (19) um etwa 90° um eine Schwenkachse (18)
verschwenkbar sind.
10. Umladegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkeinrichtung (38) einen
Arbeitszylinder (Schwenkzylinder 36) aufweist, der zwischen
sich je aufrecht erstreckenden Kraftangriffsflanschen (32, 40)
angelenkt ist, wobei ein Kraftangriffsflansch (40) an der
Basis (42) und ein weiterer Kraftangriffsflansch (32) an dem
eine Bodenplatte (20) aufweisenden Ladeschenkel (14) ange
bracht ist.
11. Umladegerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
ein weiterer Kraftangriffsflansch (44) an dem die Rückenplatte
(22) aufweisenden Ladeschenkel (12) angebracht ist und in dem
L-förmigen Zustand der Ladeschenkel (12, 14) den Kraftan
griffsflansch (32) des Ladeschenkels (14) überlappt und insbe
sondere eine Aufnahme für die Sperreinrichtung (46) aufweist,
wobei die Kraftangriffsflansche (32, 40, 44) insbesondere im
wesentlichen dreieckig mit einem je am Scheitel vorgesehenen
Kraftanlenkpunkt (34) vorgesehen sind.
12. Umladegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Verschiebeeinrichtung (48) eine
scherstabile Schiebeführung (64, 66) aufweist, mit welcher
auch bei einseitigem Schwenkantrieb (Schwenkzylinder 36) und
maximal beladenem Rückenplatten-Ladeschenkel (12) ein die
erlaubten Toleranzen übersteigendes Verwinden dieses Lade
schenkels (12) verhinderbar ist.
13. Umladegerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verschiebeeinrichtung (48) eine Antriebseinrichtung
(Schiebezylinder 50), die Rückenplatte (22) und zwei weitere
Platten (Schiebeplatte 52, Höhenausgleichsplatte 52) umfaßt,
wobei die Stärke der Rückenplatte (22) die Stärke der weiteren
Platten (52, 54) je erheblich übersteigt.
14. Umladegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Höhenausgleichsvorrichtung
unterhalb des eine Bodenplatte (20) aufweisenden Ladeschenkels
(14) vorgesehen ist, mit welcher eine Höhendifferenz zwischen
der Ladehöhe einer ersten und einer zweiten Aufnahmebasis,
insbesondere einer Palette (28) und einem Rollwagen (52),
ausgleichbar ist, wobei die Höhenausgleichsvorrichtung ins
besondere als entfernbarer Abstützbock ausgebildet ist.
15. Umladegerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Höhenausgleichsvorrichtung einstellbar ist und insbeson
dere der Rollwagen (58), auf welchen das Umladegut (24) umlad
bar ist, in Aufstandspunkte auf der Bodenplatte (20) eingreift
und dort abrollsicher gehalten ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4114739A DE4114739B4 (de) | 1991-05-06 | 1991-05-06 | Umladegerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4114739A DE4114739B4 (de) | 1991-05-06 | 1991-05-06 | Umladegerät |
Publications (2)
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