DE4100409A1 - Anlage zum herstellen gebogener vorgespannter autoglasscheiben - Google Patents
Anlage zum herstellen gebogener vorgespannter autoglasscheibenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Herstellen gebogener vorge
spannter Autoglasscheiben.
Die bekannten Produktionseinrichtungen zum Herstellen von gebogenen
und vorgespannten Autoglasscheiben bestehen jeweils aus einem Erwär
mungsofen, in dem die Glasscheiben auf ihre Biege- und Vorspanntempe
ratur erwärmt werden, einer sich an den Erwärmungsofen anschließenden
Biegestation und einer sich an die Biegestation anschließenden Vor
spannstation. Bei modernen Anlagen erfolgt der Transport der Glas
scheiben in horizontaler Lage, und der Erwärmungsofen ist in der Regel
als Rollendurchlaufofen ausgebildet.
Zum Biegen der Glasscheiben in der Biegestation sind eine Reihe ver
schiedener Verfahren und Vorrichtungen bekannt, wobei jedes Verfahren
und jede Vorrichtung spezielle Vor- und Nachteile hat. Insbesondere
läßt sich nicht mit jeder Biegevorrichtung jede Scheibenform herstel
len. So ist es z. B. grundsätzlich nicht möglich, mit Hilfe der beson
ders wirtschaftlich arbeitenden kontinuierlichen Durchlauf-
Biegeverfahren dreidimensional gebogene Glasscheiben herzustellen,
vielmehr eignen sich die Durchlauf-Biegeverfahren grundsätzlich nur
für die Herstellung von zweidimensional, d. h. zylindrisch gebogenen
Glasscheiben. Die Herstellung von dreidimensional gebogenen Glasschei
ben setzt grundsätzlich eine Biegestation voraus, in der der Biegevor
gang taktweise erfolgt, was zwangsläufig mit einem höheren konstrukti
ven Aufwand und einer geringeren Kapazität der Anlage verbunden ist.
Da aber in der Regel für jedes Kraftfahrzeug sowohl dreidimensional
gebogene Glasscheiben benötigt werden, beispielsweise die Heckscheibe,
als auch zweidimensional gebogenen Glasscheiben, nämlich für die Sei
tenverglasung, werden zwei verschiedene Produktionsanlagen benötigt,
um diese Anforderungen erfüllen zu können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Produktionsanlage für
die Herstellung gebogener Autoglasscheiben bereitzustellen, die viel
seitig einsetzbar und in der Lage ist, sowohl zweidimensional gebogene
als auch dreidimensional gebogene Autoglasscheiben bei geringem Platz
bedarf und mit möglichst geringem Aufwand herzustellen.
Die erfindungsgemäße Anlage ist gekennzeichnet durch folgende
Merkmale:
- a) eine sich an den Rollendurchlaufofen anschließende Übergabestation mit die Rollenförderbahn des Rollendurchlaufofens fortsetzenden Transportrollen und einer Übergabevorrichtung für die Übergabe der Glasscheiben von den Transportrollen auf einen quer zur Förder richtung der Transportrollen verfahrbaren Tragrahmen;
- b) ein erstes Vorspannaggregat für die mit dem Tragrahmen transpor tierten gebogenen Glasscheiben;
- c) eine sich an die Übergabestation in Förderrichtung der Transport rollen an diese anschließende Durchlauf-Biegevorrichtung und
- d) ein zweites, der Durchlauf-Biegevorrichtung zugeordnetes Vorspann aggregat mit die gebogenen Glasscheiben durch das Vorspannaggregat hindurch fördernden Transportrollen.
Die erfindungsgemäße Anlage stellt also die Kombination einer taktwei
se arbeitenden Biegevorrichtung mit einer kontinuierlich arbeitenden
Durchlauf-Biegevorrichtung dar, wobei nur ein einziger Erwärmungsofen
vorgesehen ist. Mit einer solchen Anlage können, abwechselnd oder auch
gleichzeitig, sowohl zylindrisch gebogene als auch sphärisch gebogene
Autoglasscheiben hergestellt werden, so daß eine solche Produktionsan
lage bei verhältnismäßig geringem Aufwand insgesamt universell ein
setzbar ist.
Die Übergabe der erhitzten Glasscheiben von den Transportrollen auf
den Tragrahmen kann grundsätzlich auf verschiedene Weise erfolgen,
wobei gegebenenfalls gleichzeitig mit der Übergabe der Glasscheibe
bereits der Biegevorgang erfolgen kann. So kann beispielsweise für die
Übergabe der Glasscheiben in der Übergabestation oberhalb der
Transportrollen eine Saugplatte heb- und senkbar angeordnet sein, die
bei abgesenkter Stellung die Glasscheibe ergreift, und die anschlie
ßend in ihre obere Stellung verbracht wird, in der sie über den
Tragring fährt bzw. der Tragring unter die Saugplatte verbracht und
die Glasscheibe auf den Tragring abgelegt wird. Wenn die Saugplatte
die Glasscheibe von einer Stellung oberhalb des Tragrings auf den
Tragring fallen läßt, kann auf diese Weise durch die kinetische Fall
energie die gewünschte Biegung der Glasscheibe erzeugt werden. Statt
dessen kann jedoch innerhalb oder neben der Übergabestation eine Preß
biegestation vorgesehen sein, in der mit Hilfe einer vollflächigen
konvexen Biegeform einerseits und des als Gegenform dienenden Trag
rings andererseits die Glasscheibe in die gewünschte Form gepreßt
wird.
Die Übergabe der Glasscheiben auf den Tragrahmen kann jedoch auch mit
Hilfe eines von unten nach oben strömenden heißen Gasstroms erfolgen.
In diesem Fall ist die Übergabestation Teil eines senkrecht ausgerich
teten Strömungskanals, in dem oberhalb der Transportrollen eine Halte
platte für die Glasscheiben angeordnet ist, gegen die die Glasscheiben
durch den Heißgasstrom angedrückt und der Tragrahmen währenddessen
unter die Glasscheibe verfahren wird. In diesem Fall kann die Halte
platte auch als Biegeform ausgebildet sein, so daß die Glasscheibe in
bereits gebogenem Zustand auf den Tragrahmen abgelegt wird. Statt des
sen oder ggf. auch zusätzlich hierzu kann in der Übergabestation oder
in einer neben dieser angeordneten zusätzlichen Biegestation ein Nach
preßvorgang erfolgen, bei dem entweder die als Biegeform ausgebildete
Halteplatte oder eine weitere Biegeform gegen die auf dem Tragring
aufliegende Glasscheibe gepreßt wird.
In allen diesen Fällen ist die Anlage so ausgestaltet, daß die geboge
ne Glasscheibe mit Hilfe des Tragrahmens, dessen Form der Kontur der
gebogenen Glasscheibe entspricht, in die nachgeschaltete Vorspannsta
tion verbracht wird, in der sie auf dem Tragrahmen liegend durch Auf
blasen der Kühlluft vorgespannt wird.
Für die Durchlauf-Biegestation, die sich an die Übergabestation in
Förderrichtung der Transportrollen an diese anschließt, können eben
falls unterschiedliche Durchlauf-Biegevorrichtungen zum Einsatz kom
men, wie sie als solche bekannt sind. Mit besonderem Vorteil kann die
Durchlauf-Biegevorrichtung eine Rollen-Biegevorrichtung sein, und zwar
entweder eine Biegevorrichtung mit Transportrollen mit zunehmender
Krümmung, oder eine Biegevorrichtung mit zylindrischen Transportrol
len, die entlang einer aufwärts oder abwärts gekrümmten Bahn angeord
net sind und an dessen Ende die Blasdüsen zum Vorspannen der gebogenen
Glasscheiben angeordnet sind.
Eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Produktionsan
lage wird anhand der Zeichnungen nachfolgend näher beschrieben.
Von den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Produktionsanlage in der Aufsicht;
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1, und
Fig. 4 eine erfindungsgemäße Produktionsanlage bei gleichzeitigem
Betrieb beider Biege- und Vorspannstrecken.
Die dargestellte Produktionsanlage umfaßt im wesentlichen folgende
Stationen bzw. Aggregate: Einen Durchlaufofen 1 mit einer Rollenför
derbahn 2, auf der die Glasscheiben durch den Durchlaufofen hin
durchtransportiert werden, eine Auflegestation 3 zum Auflegen der
Glasscheiben 4 auf die Rollenförderbahn, eine Biege- und Übergabesta
tion 5, eine neben der Biege- und Übergabestation 5 angeordnete Vor
spannstation 6 mit einer nachgeschalteten Nachkühlstrecke 7, eine hin
ter der Biege- und Übergabestation 5 angeordnete Durchlauf-
Biegestation 8 mit einer integrierten Vorspanneinrichtung 9 sowie eine
sich an die Durchlauf-Biegestation 8 anschließende Nachkühlstrecke 10.
Die Übergabestation 5 ist im dargestellten Fall gleichzeitig als Bie
gestation zum taktweisen Preßbiegen ausgebildet. Zu diesem Zweck um
faßt die Übergabestation 5 eine Kammer 13 oberhalb der Förderrollen 2,
die Teil eines Strömungskanals 14 ist. Durch den Strömungskanal 14
kann ein von unten nach oben gerichteter Heißluftstrom geleitet wer
den, dessen Temperatur etwa 650 Grad Celsius beträgt. Druck und Volu
menstrom des Heißluftstroms können so eingestellt werden, daß die Glas
scheiben 4 von den Förderrollen 2 abgehoben und gegen die Biegeform 15
gepreßt werden. Die Biegeform 15 ist mit ihrer konvexen vollflächigen
Seite gegen die Förderrollen 2 gerichtet. Sie ist an einem Rahmen 16
befestigt, der über Ketten 17 und Kettenräder 18 von dem Motor 19 an
gehoben und abgesenkt werden kann. Biegevorrichtungen dieser Art sind
beispielsweise aus der DE 35 23 675 C2 bekannt.
Wie aus den Fig. 1 und 3 zu ersehen ist, ist seitlich neben der Kammer
13 eine quer zur Transportrichtung des Rollenförderers 2 verlaufende
Schienenbahn 22 vorgesehen, auf der ein Wagen 23 verfahrbar ist, der
einen der Form der gebogenen Glasscheibe entsprechenden Tragrahmen 24
trägt. Der Antrieb des Wagens 23 ist der besseren Übersicht wegen
nicht dargestellt. Wenn die Glasscheibe in der Kammer 13 durch Anpres
sen gegen die Biegeform 15 mit Hilfe des heißen Luftstroms gebogen
ist, wird der Tragrahmen 24 in die Kammer 13 unter die Biegeform 15
gefahren und die gebogene Glasscheibe durch Verringern des Drucks und
des Volumenstroms des Heißluftstroms auf den Tragrahmen 24 aufgelegt.
Der Wagen 23 fährt darauf wieder zurück und bringt den Tragrahmen 24
mit der gebogenen Glasscheibe in die Vorspannstation 6, in der in der
üblichen Weise zwei Blaskästen 26, 27 angeordnet sind, mit deren Hilfe
die Glasscheiben schroff abgekühlt und dadurch vorgespannt werden.
Neben der Vorspannstation 6 ist eine weitere Übergabestation 29 vorge
sehen, in der die vorgespannte Glasscheibe von dem Tragrahmen 24 ent
nommen und auf einen Rollenförderer 30 aufgelegt wird, auf dem die
Glasscheiben durch eine Nachkühlstrecke 7 transportiert werden, wo sie
bis auf etwa Raumtemperatur abgekühlt werden. Zum Zweck der Übergabe
der Glasscheiben von dem Tragrahmen 24 auf den Rollenförderer 30 ist
oberhalb des Wagens 23 eine Schienenbahn 31 vorgesehen, auf der ein
Wagen 32 verfahrbar ist, der nach unten gerichtete Saugteller 33
trägt. Die Saugteller 33 sitzen am Ende von Kolbenstangen 34, die von
den Zylindern 35 betätigt werden.
Die Nachkühlstrecke 7 wird von einem oberhalb des Rollenförderers 30
angeordneten Blaskasten 36 und einem unterhalb des Rollenförderers 30
angeordneten Blaskasten 37 gebildet.
Die Durchlauf-Biegestation 8, die sich in Transportrichtung des Rol
lenförderers 2 an die Übergabestation 5 anschließt, umfaßt eine Rol
lenbiegevorrichtung, bei der gerade zylindrische Rollen 39 entlang
eines nach oben gekrümmten Rahmens 40 angeordnet sind, wobei der Krüm
mungsradius des Rahmens 40 dem gewünschten Biegeradius der Glasschei
ben entspricht. Biegemaschinen dieser Art sind als solche ebenfalls
bekannt und beispielsweise in der EP 01 33 114 B1 näher beschrieben.
Im oberen Teil der Biegemaschine sind zwischen den Rollen 39 mündende
Schlitzdüsen 41 auf beiden Seiten der Transportbahn angeordnet, die
jeweils über einen Luftverteilerkasten 42 und eine Leitung 43 mit
Blasluft versorgt werden, um die gebogenen Glasscheiben vorzuspannen.
Die gebogenen und vorgespannten Glasscheiben kippen am Ende der ge
krümmten Transportbahn auf den erhöht angeordneten ebenen Rollenförde
rer 44 um und durchlaufen die Nachkühlstrecke 10, in der von den bei
den Blaskästen 45 und 46 zur weiteren Abkühlung bis auf etwa Raumtem
peratur Luft auf die Glasscheiben geblasen wird.
Beim Biegen von Glasscheiben mit Hilfe der Durchlauf-Biegemaschine
kann es ggf. zweckmäßig sein, die Glasscheiben auf eine andere Tempe
ratur zu erwärmen als die nach dem taktweisen Preßbiegen zu biegenden
Glasscheiben. Insbesondere kann es günstig sein, die nach dem
Durchlauf-Biegeverfahren zu biegenden Glasscheiben auf eine etwas hö
here Temperatur zu erwärmen. Eine solche unterschiedliche Erwärmung
läßt sich mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung in besonders
einfacher Weise in der Übergabestation 5 mit Hilfe des Heißluftstroms
durchführen. Durch Regelung der Temperatur des Heißluftstroms und sei
nes Volumenstroms lassen sich die optimalen Bedingungen für die gewün
schte Temperaturbeeinflussung der Glasscheiben einstellen.
Mit der beschriebenen Biegemaschine können jeweils nur Glasscheiben
mit einem bestimmten Krümmungsradius hergestellt werden. Wenn Glas
scheiben mit einem anderen Krümmungsradius hergestellt werden sollen,
kann das gesamte Biegeaggregat gegen ein anderes Biegeaggregat ausge
wechselt werden, das auf den anderen gewünschten Biegeradius einge
stellt ist. Zu diesem Zweck ist das Durchlauf-Biegeaggregat auf einem
fahrbaren Rahmen 47 montiert und kann insgesamt auf Schienen 48 aus
seiner Arbeitsstellung herausgefahren und gegen ein anderes Biegeag
gregat 50 ausgewechselt werden, das über die Schienen in die Arbeits
stellung verfahren wird.
Während die anhand der Fig. 1 bis 3 beschriebene Produktionsanlage
normalerweise so betrieben wird, daß sie entweder sphärisch gebogene
Glasscheiben mit Hilfe der in der Übergabestation 5 taktweise arbei
tenden Preßbiegevorrichtung, oder statt dessen zylindrisch gebogene
Glasscheiben mit Hilfe der Durchlauf-Biegemaschine herstellt, können
auf der Anlage auch sphärisch und zylindrisch gebogene Glasscheiben
gleichzeitig hergestellt werden, wobei die Anlage in besonders wirt
schaftlicher Weise ausgenutzt wird.
Beim gleichzeitigen Betrieb beider Biege- und Vorspannstrecken kann
man beispielsweise so vorgehen, wie es in der Fig. 4 schematisch dar
gestellt ist. Dabei werden in der Auflegestation abwechselnd eine mit
einer sphärischen Biegung zu versehende Glasscheibe 53, die beispiels
weise als Rückwandscheibe vorgesehen ist, und zwei jeweils mit einer
zylindrischen Biegung zu versehende Glasscheiben 54, die für die Sei
tenverglasung bestimmt sind, auf den Rollenförderer 2 aufgelegt. In
der Übergabestation 5 werden dann die in dem Durchlaufofen 1 auf Bie
getemperatur erwärmten Glasscheiben auf die beiden Biege- und Vor
spannstrecken aufgeteilt, indem die sphärisch zu biegenden Glasschei
ben 53 mit der in der Übergabestation 5 oder neben dieser angeordneten
Biegevorrichtung gebogen und mittels des Tragrahmens 24 der den Blas
kasten 26 umfassenden Vorspannstation 6 zugeführt werden. Nach Überga
be auf den Rollenförderer 30 durchlaufen die sphärisch gebogenen und
vorgespannten Glasscheiben die Nachkühlstrecke 7. Sobald der Biegevor
gang beendet und die gebogene Glasscheibe 53 die Übergabestation 5
verlassen hat, laufen die zylindrisch zu biegenden Glasscheiben auf
den Transportrollen durch die Übergabestation 5 hindurch in die Durch
lauf-Biegemaschine 8 und weiter durch die Nachkühlstrecke 10. Bei die
sem gleichzeitigen Betrieb beider Biege- und Vorspannstrecken lassen
sich die Totzeiten, die bei dem taktweisen Biegen der sphärisch gebo
genen Glasscheiben zwangsläufig auftreten, für die Herstellung der
zylindrisch gebogenen Glasscheiben sinnvoll ausnutzen, wodurch die
Wirtschaftlichkeit der Anlage erhöht wird.
Von besonderem Vorteil ist es dabei ferner, daß die zylindrisch zu
biegenden Glasscheiben beim Durchlaufen der Übergabestation 5 einer
zusätzlichen Behandlung unterzogen werden können. So kann beispiels
weise in der Übergabestation eine zusätzliche lokale Erwärmung der
Glasscheiben vorgenommen werden, wenn sich das als zweckmäßig erweisen
sollte. Oder es kann durch den Heißgasstrom in dem Strömungskanal eine
teilweise Gewichtskompensation der Glasscheiben vorgenommen werden,
wodurch ggf. die Gefahr von Deformationen der Glasscheiben unter der
Wirkung ihres Eigengewichts vermieden werden kann.
Claims (11)
1. Anlage zum Herstellen gebogener vorgespannter Autoglasscheiben,
mit einem Rollendurchlaufofen zum Erwärmen der Glasscheiben auf
ihre Biegetemperatur, gekennzeichnet durch folgende
Merkmale:
- a) eine sich an den Rollendurchlaufofen (1) anschließende Überga bestation (5) mit die Rollenförderbahn (2) des Rollendurchlauf ofens (1) fortsetzenden Transportrollen und mit einer Übergabe vorrichtung für die Übergabe der Glasscheiben von den Trans portrollen (2) auf einen quer zur Förderrichtung der Trans portrollen (2) verfahrbaren Tragrahmen (24);
- b) ein erstes Vorspannaggregat (6) für die mit dem Tragrahmen (24) transportierten gebogenen Glasscheiben;
- c) eine sich an die Übergabestation (5) in Förderrichtung der Transportrollen (2) an diese anschließende Durchlaufbiegevorrichtung (8), und
- d) ein zweites der Durchlaufbiegevorrichtung (8) zugeordnetes Vor spannaggregat (9) mit die gebogenen Glasscheiben durch das Vor spannaggregat hindurch fördernden Transportrollen (39).
2. Biege- und Vorspannanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Übergabestation (5) zur Übergabe der Glasscheiben von
den Transportrollen (2) auf den Tragrahmen (24) oberhalb der
Transportrollen (2) eine Saugplatte heb- und senkbar angeordnet
ist.
3. Biege- und Vorspannanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Übergabestation die von der Saugplatte ergriffene Glas
scheibe in einer solchen Höhe über dem Tragrahmen von der Saug
platte lösbar ist, daß die Biegung der Glasscheibe unter der Wir
kung ihrer kinetischen Fallenergie erfolgt.
4. Biege- und Vorspannanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Übergabestation (5) Teil eines senkrecht ausgerichteten
Strömungskanals (14) ist, in dem oberhalb der Transportrollen (2)
eine vollflächige konvexe Biegeform (15) angeordnet ist, gegen die
die Glasscheibe angedrückt wird, während der Tragrahmen (24) unter
die Biegeform verbringbar ist.
5. Biege- und Vorspannanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die konvexe Biegeform (15) zum Nachpressen der Glasscheibe
durch Zusammenwirken mit dem Tragrahmen (24) heb- und senkbar ge
lagert ist.
6. Biege- und Vorspannanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß das erste Vorspannaggregat (6) seitlich
unmittelbar neben der Übergabestation (5) angeordnet ist.
7. Biege- und Vorspannanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Durchlauf-Biegevorrichtung (8) aus
einer Rollen-Biegevorrichtung mit in Förderrichtung zunehmend ge
wölbten Transportrollen besteht.
8. Biege- und Vorspannanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Durchlauf-Biegevorrichtung (8) aus
einer Rollen-Biegevorrichtung mit zylindrischen Rollen (39) be
steht, die entlang eines aufwärts oder eines abwärts gekrümmten
Rahmens (40) gelagert sind.
9. Biege- und Vorspannanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Vorspannaggregat Blasdüsen oder Blasschlitze auf
weist, die zwischen den zylindrischen Biegerollen bzw. im Endab
schnitt des Durchlauf-Biegeaggregates angeordnet sind.
10. Biege- und Vorspannanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß die Durchlauf-Biegevorrichtung (8) als
unabhängiges Aggregat ausgebildet und auf quer zur Förderrichtung
der Glasscheiben angeordneten Schienen verfahrbar und gegen ein
anderes Biegeaggregat austauschbar ist.
11. Verfahren zum Betreiben einer Biege- und Vorspannanlage nach einem
der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Rol
lenförderer abwechselnd unterschiedliche Glasscheibenrohlinge auf
gelegt und die Übergabevorrichtung und die Transportrollen in der
Übergabestation so gesteuert werden, daß die in die Übergabestati
on einlaufenden Glasscheiben abwechselnd oder gruppenweise von der
Übergabevorrichtung übernommen oder von den Transportrollen der
Durchlauf-Biegestation zugeführt werden.
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|---|---|---|---|
| DE4100409A DE4100409A1 (de) | 1991-01-09 | 1991-01-09 | Anlage zum herstellen gebogener vorgespannter autoglasscheiben |
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|---|---|
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| DE (1) | DE4100409A1 (de) |
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1991
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-
1992
- 1992-01-08 FI FI920077A patent/FI920077A7/fi unknown
- 1992-01-09 EP EP19920400049 patent/EP0494823A3/fr not_active Withdrawn
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| DE4223892A1 (de) * | 1992-07-21 | 1994-01-27 | Ver Glaswerke Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Überführen einer oder mehrerer vorgespannter Glasscheiben von einer Vorspannstation auf einen Rollenförderer |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0494823A2 (de) | 1992-07-15 |
| FI920077A0 (fi) | 1992-01-08 |
| EP0494823A3 (en) | 1993-08-04 |
| FI920077A7 (fi) | 1992-07-10 |
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