DE19725189C1 - Vorrichtung zum Biegen von Glasscheiben - Google Patents
Vorrichtung zum Biegen von GlasscheibenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen von
Glasscheiben, mit einem Ofen zur Erwärmung der Glasscheiben
auf ihre Biegetemperatur, einer an den Ofen anschließenden
Biegekammer, einer die Glasscheiben durch den Ofen und in
die Biegekammer fördernden Fördereinrichtung, einer in der
Biegekammer oberhalb der Förderebene angeordneten oberen
Biegeform, Mitteln zur Erzeugung eines Differenzgasdrucks
zum Anheben der Glasscheiben von der Fördereinrichtung
gegen die obere Biegeform, einer mit der oberen Biegeform
zusammenwirkenden ringförmigen unteren Biegeform zum
Preßbiegen der durch den Differenzgasdruck an der oberen
Biegeform gehaltenen Glasscheibe, Mitteln zum Positionieren
und zum Entfernen der unteren Biegeform, sowie mit einem
horizontal verfahrbaren Transportring zur Übernahme der
gebogenen Glasscheibe von der oberen Biegeform und zum
Transport der gebogenen Glasscheibe in eine nachgeordnete
Kühlstation.
Eine Biegevorrichtung dieser Art ist aus der EP 0237231 B1
bekannt. Bei dieser bekannten Biegevorrichtung ist die
untere Biegeform oberhalb der Transportebene der
Glasscheiben, die von einem Rollenförderer gebildet wird,
von einer ersten Position neben der oberen Biegeform in
eine zweite Position unterhalb der die Glasscheibe
haltenden oberen Biegeform horizontal verschiebbar
gelagert. Im Anschluß an den Preßbiegevorgang, bei dem die
obere Biegeform mit der Glasscheibe auf die untere
Biegeform abgesenkt und anschließend wieder in ihre
Ausgangsposition angehoben wird, wird die untere Biegeform
seitlich aus der eigentlichen Biegekammer herausgefahren
und verbleibt bis zum nächsten Preßbiegevorgang in einer
Warteposition in einer beheizten Kammer. Die untere
Preßbiegeform unterliegt auf diese Weise nicht einer
Abkühlung nach jedem Biegevorgang, wie das bei anderen
bekannten Biegevorrichtungen der Fall ist, bei denen die
Biegeform anschließend zum Transport der gebogenen
Glasscheibe in die Kühlstation benutzt und dort mit der
Glasscheibe abgekühlt wird. Durch die abwechselnde
Verwendung eines Formrings ausschließlich als Biegeform,
und eines Transportrings ausschließlich für den Transport
der gebogenen Glasscheiben, gelingt es, den Formring
ständig auf einer verhältnismäßig hohen Temperatur zu
halten, wodurch der Biegevorgang insbesondere bei
komplizierteren Scheibenformen erheblich erleichtert wird.
Da bei der bekannten Vorrichtung für die Aufnahme der
unteren Biegeform in ihrer Warteposition eine geschlossene
beheizte Kammer neben der Biegestation erforderlich ist,
ist die die Biegestation aufnehmende Kammer nur noch von
einer Seite aus zugänglich. Das erschwert die Beobachtung
des Biegeprozesses und außerdem die Arbeitsmöglichkeiten
bei notwendigem Werkzeugwechsel und sonstigen
erforderlichen Eingriffen in den Biegeprozeß. Außerdem muß
die untere Biegeform vor und nach dem Preßbiegevorgang um
eine verhältnismäßig lange Strecke horizontal verfahren
werden, wodurch der Biegezyklus insgesamt verlängert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, durch die eine
weitere zeitliche Verkürzung des Biegezyklus möglich wird.
Außerdem soll der Zugang zu der eigentlichen Biegekammer
erleichtert werden.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
die ringförmige untere Biegeform aus wenigstens zwei
Ringform-Segmenten besteht, die jeweils in
entgegengesetzter radialer Richtung in eine den Raum
zwischen der horizontalen Transportebene und der oberen
Biegeform freigebende Stellung und in eine einen
geschlossenen Biegerahmen bildende Arbeitsstellung
verbringbar sind.
Wenn die untere Biegeform zum Biegen einer im wesentlichen
etwa rechteckigen Glasscheibe vorgesehen ist, ist sie
zweckmäßigerweise an den vier Ecken in vier Ringform-
Segmente unterteilt. Die einzelnen Ringform-Segmente können
beispielsweise auf Gleitlagern gelagert sein und können
entweder durch Einzelantriebe oder mit Hilfe eines
gemeinsamen Stellantriebs über eine geeignete Hebelmechanik
miteinander gekoppelt in radialer Richtung zusammengefahren
und auseinandergefahren werden. Dabei kann der Weg, den die
einzelnen Segmente in der einen oder in der anderen
Richtung zurücklegen, verhältnismäßig kurz sein und braucht
beispielsweise jeweils nur wenige Zentimeter zu betragen.
Die untere Ringform kann auch so konstruiert sein, daß die
einzelnen Ringform-Segmente um eine parallel zu der
Hauptrichtung des jeweiligen Segments verlaufende Achse in
ihre Offenstellung nach oben oder nach unten verschwenkbar
gelagert und mit einem Schwenkantrieb versehen sind.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den Patentansprüchen und aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
anhand der Zeichnungen.
Von den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Biege- und Vorspannanlage in
einem horizontalen Schnitt in schematischer
Darstellung;
Fig. 2 die verschiedenen Phasen eines Biegezyklus mit den
entsprechenden Positionen der Biegeformen;
Fig. 3 eine konstruktive Ausgestaltung der unteren,
segmentierten Biegeform mit horizontaler
Verschiebung der Biegeform-Segmente;
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 3;
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 3 in
vergrößerter Darstellung;
Fig. 6 eine untere Biegeform mit horizontal verschiebbaren
Segmenten und zusätzlicher schwenkbarer Lagerung
der seitlichen Biegeform-Segmente;
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII in Fig. 6;
Fig. 8 eine Ausführungsform der unteren segmentierten
Biegeform mit schwenkbarer Lagerung der
Ringform-Segmente, und
Fig. 9 einen Schnitt entlang der Linie IX-IX in Fig. 8.
Der grundsätzliche Aufbau einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung ergibt sich aus der Fig. 1, die eine teilweise
schematische Darstellung der wesentlichen Teile in Form
eines Horizontalschnitts durch eine Biege- und
Vorspannanlage für Autoglasscheiben zeigt. Die Anlage
umfaßt einen Horizontaldurchlaufofen 1 mit einem aus
aufeinanderfolgenden angetriebenen Transportwellen 2
bestehenden Horizontalförderer für die Glasscheiben 3. An
den Ofen 3 schließt sich die Biegekammer 6 an. Die
Transportwellen 2 setzen sich in der Biegekammer 6 fort.
Unterhalb der Transportwellen 2 ist ein senkrecht
verlaufender Kanal 7 angeordnet, dessen Querschnitt der
Flächenausdehnung der Glasscheiben 3 entspricht, und durch
den ein auf etwa 650°C erwärmter Heißluftstrom von unten
gegen die Glasscheibe gerichtet wird, wenn diese in der
Biegekammer 6 positioniert ist. Durch diesen Gasstrom wird
der Differenzgasdruck erzeugt, durch den die Glasscheibe 3
von den Transportwellen 2 abgehoben und an die obere
Biegeform angelegt wird.
Selbstverständlich ist es möglich, den notwendigen
Differenzgasdruck auf andere Weise zu erzeugen,
beispielsweise durch Ansaugen der auf den Transportwellen 2
liegenden Glasscheiben mit Hilfe einer die obere Biegeform
enthaltenden Saugvorrichtung oder durch von unten auf die
Glasscheiben gerichtete einzelne Druckgasströme. Solche
Einrichtungen zum Erzeugen eines Differenzgasdrucks gehören
ebenfalls zum Stand der Technik.
Oberhalb der Transportwellen 2 ist in der Biegekammer eine
mit ihrer konvexen Seiten nach unten gerichtete Biegeform
14 (Fig. 2) angeordnet, die in vertikaler Richtung
angehoben werden kann. Ebenfalls oberhalb der
Transportwellen 2 sind konzentrisch zu der oberen Biegeform
vier Ringform-Segmente 9, 10, 11 und 12 angeordnet und
derart gelagert, daß sie in Richtung der Doppelpfeile F in
horizontaler Richtung jeweils verschiebbar sind. In der
geschlossenen Stellung bilden die Segmente 9 bis 12 die
untere ringförmige Biegeform. In der geöffneten Stellung
sind die Segmente 9 bis 12 so weit voneinander entfernt,
daß sowohl die Glasscheibe 3 als auch die obere Biegeform
14 zwischen den Ringform-Segmenten hindurchtreten können.
Neben der Biegekammer 6 befindet sich die Vorspannstation
15, in der die gebogenen Glasscheiben mit Hilfe von
Blaskästen 16 schroff abgekühlt werden. Statt der
Vorspannstation 15 kann jedoch an dieser Stelle eine
Kühlstation vorgesehen sein, in der die gebogenen
Glasscheiben zur Erzielung einer Teilvorspannung oder eines
spannungsfreien Zustandes mit entsprechend geringerer
Kühlgeschwindigkeit in dem kritischen Temperaturbereich
gekühlt werden. Die Glasscheiben werden nach dem
Biegevorgang mit Hilfe eines der Kontur der gebogenen
Glasscheibe entsprechenden Transportrings 20 von der oberen
Biegeform übernommen und durch die Öffnung 8 von der
Biegekammer 6 in die Vorspannstation 15 verbracht. Der
Transportring 20 ist über geeignete Haltestangen 21 an
einem Schlitten 22 angeordnet, der auf Schienen 23
verfahrbar gelagert ist. Die in der Vorspannstation 15
abgekühlten Glasscheiben werden anschließend mit Hilfe der
Transporteinrichtung 20 bis 23 von der Vorspannstation 15
in eine sich anschließende Entladestation verfahren, in der
die vorgespannten Glasscheiben von dem Transportring 20
entnommen werden.
Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung in Form
senkrechter Schnitte A bis D die verschiedenen
aufeinanderfolgenden Verfahrensschritte beim Biegevorgang.
Schnitt A veranschaulicht die Position der Biegewerkzeuge
in dem Augenblick, in dem die Glasscheibe 3 innerhalb der
Biegekammer ihre endgültige Position erreicht hat und mit
Hilfe des durch den Kanal 7 strömenden Heißluftstroms von
den Transportwellen 2 abgehoben und an die konvexe
Biegefläche der oberen Biegeform 14 angelegt werden soll.
Die obere Biegeform 14 befindet sich dabei in abgesenkter
Stellung kurz oberhalb der auf den Transportwellen 2
liegenden Glasscheibe. Die Ringform-Segmente 11, 12 haben
ihre äußere Stellung eingenommen, so daß die obere
Biegeform 14 zwischen den Ringform-Segmenten 11, 12
hindurchtreten kann.
Wenn die Glasscheibe 3 unter der Wirkung des Heißgasstroms
an der Biegeform 14 anliegt, wird die Biegeform 14 bis auf
ein Niveau oberhalb der Biegeform-Segmente 11, 12
angehoben. Die Position der Biegewerkzeuge in dieser
Biegephase ist im Schnitt B dargestellt. Die obere
Biegeform 14 hat ihre obere Endstellung erreicht, und die
Glasscheibe 3 wird durch den aufwärts strömenden
Heißgasstrom an der konvexen Formfläche der Biegeform 14
festgehalten. Sie hat sich bereits weitgehend an die
Biegefläche angelegt und braucht lediglich in ihrem
Randbereich durch die Ringform 9, 11, 12 nachgepreßt zu
werden. Zu diesem Zweck werden die einzelnen Segmente 9,
10, 11, 12 zusammengefahren, so daß sie eine geschlossene
Ringform bilden.
Unter Aufrechterhaltung des Heißgasstroms wird sodann die
Biegeform 14 mit der Glasscheibe 3 abgesenkt, und die
Glasscheibe 3 gegen die geschlossene Ringform gepreßt.
Diese Phase des Biegevorgangs ist im Schnitt C dargestellt.
Unmittelbar nach dem eigentlichen Nachpreßvorgang wird der
Transportring 20 unter die obere Biegeform 14 verfahren,
und die Ringform-Segmente 9, 10, 11, 12 werden
auseinandergefahren. Sodann wird die Biegeform 14 mit der
fertig gebogenen Glasscheibe 3 zwischen den Ringform-
Segmenten abgesenkt. Diese Phase im Anschluß an den
eigentlichen Biegevorgang ist im Schnitt D dargestellt.
Statt der hier dargestellten Anordnung und Verfahrensweise
kann der Transportring 20 nach Anheben der Biegeform 14
auch in den Zwischenraum zwischen der oberen Biegeform 14
und der unteren Biegeform 9, 10, 11, 12 eingefahren werden.
Die Glasscheibe 3 wird durch Abschalten des Heißgasstroms
und gegebenenfalls zusätzliches Anblasen durch Öffnungen in
der Formfläche der oberen Biegeform auf den Transportring
20 abgelegt und, wie weiter oben beschrieben, von der
Biegekammer in die Vorspannstation verbracht.
Eine konstruktive Ausgestaltung für die Lagerung und die
Horizontal-Bewegung der Ringform-Segmente 9, 10, 11, 12 ist
in den Fig. 3 bis 5 im einzelnen dargestellt. Die Ringform-
Segmente 9 bis 12 haben jeweils eine untere ebene
Gleitfläche und sind jeweils an ihren Enden mit nach außen
vorstehenden Gleitschuhen 26 versehen, mit denen sie auf
einer ebenen Lagerplatte 27 aufliegen. Die Lagerplatte 27
ist mit einer zentralen Öffnung 82 versehen, die in Form
und Größe der Fläche innerhalb der geöffneten Ringform-
Segmente entspricht. Die Ringform-Segmente sind auf ihrer
Außenseite mit einem mittig angeordneten Führungsarm 28,
29, 30, 31 versehen. An den Führungsarmen 28, 29, 30
greifen Winkelhebel 32, 33 bzw. der Hebel 34 an, die
ihrerseits über Stangen 36, 37 und 38 an die Schiene 40
angelenkt sind. Der Führungsarm 31 des Ringform-Segments 12
ist unmittelbar über die Stange 39 an die Schiene 40
angelenkt. Die Führungsarme 28 bis 31 sind jeweils zwischen
Führungsrollen 42 verschiebbar gelagert. Auf die Schiene 40
wirkt der Stellmotor 44, der über die beschriebenen Stangen
und Hebel die Ringform-Segmente in die geöffnete und in die
geschlossene Stellung verschiebt.
Wie aus Fig. 5 zu ersehen ist, sind die Ringform-Segmente
an ihren Enden, mit denen sie gegeneinanderstoßen, mit
einer Zentriereinrichtung versehen, die im dargestellten
Fall aus einer Nut-Feder-Anordnung 46, 47 besteht. Dadurch
wird sichergestellt, daß die Formflächen der Ringform-
Segmente im geschlossenen Zustand an ihren Stoßstellen
flächenbündig ineinander übergehen.
Eine abgewandelte Ausführung eines segmentierten Biegerings
ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt. Es handelt sich hier
um einen segmentierten Formring, dessen seitliche Segmente
51 zusätzlich zu ihrer Horizontalverschiebung eine
Schwenkbewegung nach oben durchführen können. Solche
schwenkbaren Seitenteile bei Ringformen sind gelegentlich
erforderlich, wenn die Glasscheiben in den entsprechenden
Endbereichen besonders stark gebogen sind.
Die seitlichen Ringform-Segmente, von denen die Zeichnung
nur das linke Ringform-Segment 51 zeigt, sind jeweils über
Schwenklager 53 auf einer Platte 54 gelagert, die
ihrerseits auf einer Lagerplatte 55 mit Hilfe des
Führungsarms 56 und einer der weiter oben beschriebenen
Ausführungsform entsprechenden Hebelkonstruktion horizontal
verschiebbar gelagert ist. Auf der Platte 54 sind geeignete
Antriebe angeordnet, die das verschwenkbare Segment 51 in
seine beiden Endstellungen verbringen. Der Einfachheit
halber sind diese Antriebe hier als innerhalb der
Biegekammer angeordnete Zylinder 57, 58 dargestellt, deren
Kolbenstangen an mit dem schwenkbaren Segment 51
verbundenen Armen 59 angelenkt sind. In der Praxis werden
jedoch die Antriebszylinder außerhalb der heißen
Biegekammer angeordnet, und die Übertragung der
Kolbenbewegung auf das verschwenkbare Segment 51 erfolgt
über eine geeignete Stangen- und Hebelkonstruktion. Die
vier Ringform-Segmente dieser Ausführungsform werden
zunächst bei abgesenkter Stellung der schwenkbaren Segmente
51 zusammengefahren, und die obere konvexe Biegeform wird
auf diese Ringform abgesenkt. Anschließend werden die
schwenkbaren Segmente 51 durch Betätigung der Antriebe 57,
58 angehoben und dadurch die seitlichen Endbereiche der
Glasscheibe in ihre endgültige Form gebogen.
Eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäß
ausgebildeten Vorrichtung ist in den Fig. 8 und 9
dargestellt. Die Ringform wird in diesem Fall aus vier
Ringform-Segmenten 62, 63, 64 und 65 gebildet, die zum
Zweck der Freigabe des Raumes zwischen der oberen Biegeform
und der Transportebene der Glasscheiben jeweils um eine
horizontale Achse nach oben verschwenkbar gelagert sind. Zu
diesem Zweck ist das Ringform-Segment 62 über Halterungen
68 starr mit einer Welle 69 verbunden, die in Lagerböcken
70, 71 drehbar gelagert ist. Mit Hilfe des Stellmotors 72
werden das Segment 62 über die Welle 73 und die Stirnräder
74, 75 in die gewünschte Stellung verschwenkt. In analoger
Weise wird das Segment 63 über den Stellmotor 76, das
Segment 64 über den Stellmotor 77 und das Segment 65 über
den Stellmotor 78 verschwenkt.
Die Lagerböcke 70, 71 und die entsprechenden Lagerböcke für
die Wellen der übrigen Ringform-Segmente sind auf einer
Lagerplatte 79 angeordnet. Die Lagerplatte 79 weist
wiederum eine großflächige Öffnung 80 für den Durchtritt
der Glasscheibe auf. Entlang dieser Öffnung 80 sind der
Kontur der Ringform-Segmente entsprechende Stützleisten 81
angeordnet, auf denen sich die Ringform-Segmente in ihrer
Arbeitsstellung abstützen.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Biegen von Glasscheiben, mit einem
Ofen zur Erwärmung der Glasscheiben auf ihre
Biegetemperatur, einer an den Ofen anschließenden
Biegekammer, einer die Glasscheiben durch den Ofen und
in die Biegekammer fördernden Fördereinrichtung, einer
in der Biegekammer oberhalb der Förderebene
angeordneten oberen Biegeform, Mitteln zur Erzeugung
eines Differenzgasdrucks zum Anheben der Glasscheiben
von der Fördereinrichtung gegen die obere Biegeform,
einer mit der oberen Biegeform zusammenwirkenden
ringförmigen unteren Biegeform zum Preßbiegen der
durch den Differenzgasdruck an der oberen Biegeform
gehaltenen Glasscheibe, Mitteln zum Positionieren und
zum Entfernen der unteren Biegeform, sowie mit einem
horizontal verfahrbaren Transportring zur Übernahme
der gebogenen Glasscheibe von der oberen Biegeform und
zum Transport der gebogenen Glasscheibe in eine
nachgeordnete Kühlstation, dadurch
gekennzeichnet, daß die ringförmige
untere Biegeform aus wenigstens zwei Ringform-
Segmenten (9, 10, 11, 12; 51; 62, 63, 64, 65) besteht, die
jeweils in entgegengesetzter radialer Richtung in eine
den Raum zwischen der horizontalen Fördereinrichtung
(2) und der oberen Biegeform (14) freigebende Stellung
und in eine einen geschlossenen Biegerahmen bildende
Arbeitsstellung verbringbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringform-Segmente (9, 10,11, 12; 51) auf einer
Lagerplatte (55, 27) in horizontaler Richtung
verschiebbar gelagert sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ringform-Segmente (9, 10, 11, 12)
über Hebel (32, 33, 34) und Stangen (36, 37, 38, 39)
miteinander gekoppelt und durch einen gemeinsamen
Stellmotor (44) in ihre beiden Endstellungen
verbringbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens ein Ringform-Segment
(51) in horizontaler Richtung verschiebbar und
zusätzlich in Schwenklagern (53) gelagert und in eine
die Glasscheibe an die obere Biegeform anlegende
Schließstellung verbringbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringform-Segmente (62, 63, 64, 65) an einer
parallel zur Hauptrichtung eines jeden Segments
angeordneten Welle (69) angeordnet und über eine
entsprechende Getriebeanordnung (73, 74, 75) mit Hilfe
eines Stellmotors (72) in ihre Offenstellung und ihre
Arbeitsstellung verschwenkbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenklager (70, 71) für die Ringform-Segmente
(62, 63, 64, 65) auf einer mit einer Durchtrittsöffnung
(80) für die Glasscheibe und die obere Biegeform
versehenen Lagerplatte (79) angeordnet sind, und die
Lagerplatte (79) entlang der Öffnung (80) mit
Stützleisten (81) versehen ist, auf denen die
Ringform-Segmente (62, 63, 64, 65) in ihrer
Arbeitsstellung aufliegen.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringform-
Segmente (9, 10, 11, 12; 62, 63, 64, 65) an ihren Enden mit
Zentriereinrichtungen (46, 47) versehen sind.
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