DE4037167A1 - Bewehrungsschalung - Google Patents
BewehrungsschalungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bewehrungsschalung für Anschlußbewehrungen in
der Form eines langgestreckten, aus Unterkasten und Deckel bestehenden
Kastens zur Aufnahme von Bewehrungsstählen, der auf einer Außenfläche
Bohrungen für den Durchgang von Abschnitten der Bewehrungsstähle auf
weist.
Bewehrungsschalungen dieser Art sind seit Jahren in verschiedenen Ausfüh
rungsformen bekannt. Sie dienen dazu, beim Herstellen von Betonbauteilen in
mehreren aufeinander folgenden Schritten die für die Herstellung der Ver
bindung der Bauteile erforderliche Bewehrungsstähle bei der Herstellung des
ersten Betonbauteils von Beton freizuhalten oder zu "verwahren". Zumeist
handelt es sich um kastenförmige Gebilde, die in die Schalung des ersten Be
tonbauteils eingesetzt und nach Abbinden dieses Bauteils und Entfernen der
Schalung geöffnet, herausgekratzt oder in anderer Weise entfernt werden. Bei
einigen Ausführungsformen bestehen die Bewehrungsschalungen aus Stülp
deckel-Kästen, bei denen der Deckel den Kasten oder der Kasten den Deckel - die
Definition als Kasten oder Deckel ist zumeist willkürlich - übergreift. Ka
sten oder Deckel werden nach dem Ausschalen des ersten Betonbauteils her
eingezogen, sofern das zugehörige Gegenstück, insbesondere bei einer Her
stellung aus Metallblech, im Beton verbleiben kann.
Ein Nachteil von vorgefertigten Verwahrungsschalungen dieser Art besteht
darin, daß sie in unterschiedlichen Größen entsprechend der Größe der zu
verbindenden Betonflächen und der auftretenden Zug- und Schub- bzw.
Scherkräfte herstellt und bereitgehalten werden müssen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bewehrungsschalung
der gattungsgemäßen Art zu schaffen, die nach Art eines Baukastensystems
entsprechend den Anforderungen des Einzelfalles aus wenigen einzelnen Tei
len zusammensetzbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch an dem Kasten zu befesti
gende, seitliche, kastenförmige Ansätze zur Bildung von Schubtaschen.
Mit den an sich bekannten Kästen und den erfindungsgemäß hinzuzufügen
den Ansätzen können sehr unterschiedliche Schalungssysteme hergestellt
werden. Die kastenförmigen Ansätze ermöglichen es zum einen, Schubta
schen zu bilden, die die Aufnahme von Schub- bzw. Scherkräften gestatten.
Da die Ansätze, wie der Name besagt, an die Kästen angesetzt werden, kön
nen sie in unterschiedlicher Zahl entsprechend den Anforderungen an die
Aufnahme von Schubkräften verwendet werden.
Die lösbare Verbindung zwischen den Schalungs-Kästen und den kastenför
migen Ansätzen kann dadurch erfolgen, daß die Kästen nach Art von Stülp
deckel-Kästen ausgebildet sind, und daß die Ansätze an einem seitlichen
Rand Laschen oder Flansche aufweisen, die in die Fuge zwischen Kasten und
Deckel eingeschoben werden können.
Entsprechende Laschen oder andere Verbindungsorgane können die kasten
förmigen Ansätze auf zwei gegenüberliegenden Seiten aufweisen, so daß die
Möglichkeit besteht, mit Hilfe dieser Ansätze mehrere kastenförmige Ver
wahrungsschalungen zusammenzukoppeln.
Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal der Erfindung besteht darin, die seitli
chen Verbindungsorgane in stegförmige Gebilde zu integrieren, die wenig
stens an einer Seite über die kastenförmigen Ansätze herausragen. Diese Ver
längerungen der Stege bewirken bei Verwendung von mehreren kastenförmi
gen Ansätzen, daß diese einen Mindestabstand aufweisen, der der statisch er
forderlichen Betonstärke zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schubtaschen
entspricht.
Aus dem DE-GM 88 10 306 ist es grundsätzlich bekannt, zwei kastenförmi
gen Bewehrungsschalungen mit Hilfe einer Verbindungsplatte zusammenzu
fassen, die zugleich Ausstülpungen zur Bildung von Schubtaschen aufweist.
Die Schalungskästen sollen mit der Verbindungsplatte verklebt oder in ent
sprechender Weise verbunden werden. Die Verbindungsplatte erstreckt sich
offenbar über die gesamte Länge der kastenförmigen Bewehrungsschalungen.
Dadurch entsteht eine insgesamt äußerst unhandliche Einheit, bei deren Ein
satz keinerlei Variationsmöglichkeiten gegeben sind.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische perspektivische Darstellung einer Ausfüh
rungsform einer erfindungsgemäßen Bewehrungsschalung in ei
ner Position an der Innenseite der Schalungswand des zunächst
hergestellten Betonteils;
Fig. 2 ist ein waagerechter Querschnitt zu Fig. 1 entlang der Linie II-II
in Fig. 1;
Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungs
form eines erfindungsgemäßen Ansatzes;
Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform des Ansatzes.
Fig. 1 und 2 zeigen eine Schalungswand 10 zur Herstellung einer nicht darge
stellten Beton-Mauer, an die eine ebenfalls nicht gezeigte weitere Mauer
T-förmig angesetzt werden soll. Zur Herstellung der Bewehrung im Übergangs
bereich zwischen den beiden Mauern ist vor der Schalungswand 10 eine Be
wehrungsschalung angebracht, die zusammengesetzt ist aus zwei Verwah
rungs-Kästen 12, 14 und einer Anzahl von seitlich an diesen befestigten und
diese verbindenden, kastenförmigen Ansätzen 16, 18. Aus den Kästen treten
in bekannter Weise Bewehrungsstähle 20, 22, 24, 26 auf, die in dem Beton des
noch herzustellenden ersten Wandteils verankert werden. Weitere Abschnitte
dieser Bewehrungsstähle liegen im Inneren der Kästen 12, 14 und werden
damit von dem einzugießenden Beton freigehalten.
Die Kästen sind lösbar zusammengesetzt aus Unterkästen und Deckeln. Als
Unterkasten sollen die im Beton verbleibenden Teile 28 und als Deckel die
in diese eingeschobenen Teile 30 bezeichnet werden. Die beiden seitlichen
Ränder der Unterkästen 28 weisen seitlich vorspringende Flansche 32, 34
auf, die in der montierten Stellung einen Abstand zu der Schalungswand 10
aufweisen, also mit Beton überdeckt werden. Im übrigen besitzen die Unter
kästen einen trapezförmigen Querschnitt. Durch beide Maßnahmen verblei
ben die Unterkästen nach dem Entfernen der Schalungswand 10 unlösbar im
Beton. Dagegen können die Deckel 30, die ebenfalls einen trapezförmigen,
sich nach unten in Fig. 2 erweiternden Querschnitt aufweisen und aus in ge
wissen Grenzen verformbaren Material bestehen, nach dem Entfernen der
Schalungswand aus den Unterkästen herausgezogen werden. Dadurch werden
die im Inneren der Unterkästen befindlichen Abschnitte der Bewehrungs
stähle freigelegt, so daß sie zur Einbettung in das anschließende Betonbauteil
herausgebogen werden können. Die beiden Kästen 12, 14 werden durch meh
rere kastenförmige seitliche Ansätze 16, 18 parallel und im Abstand zueinan
der verbunden. Diese Ansätze 16, 18 besitzen im dargestellten Beispiel eine
Doppelfunktion. Zum einen bilden sie kastenförmige Hohlräume im Beton,
die sogenannte Schubtaschen darstellen, die durch den Beton des anschlie
ßend hergestellten Bauteils ausgefüllt werden. Auf diese Weise ergibt sich
eine Verzahnung der beiden Bauteile zur Aufnahme von Schub- oder Scherkräf
ten. Die Anzahl der verwendeten Kästen und Ansätze wird jeweils nach den
statischen Erfordernissen gewählt. Dabei ist es einerseits möglich, nur einen
Kasten mit einer entsprechenden Anzahl von kastenförmigen Ansätzen zu
verwenden, während bei höheren Kräften zwei oder sogar mehrere Kästen
durch Ansätze zusammengefügt werden können.
Die Verbindung von Kästen 12, 14 und Ansätzen 16, 18 erfolgt gemäß Fig. 2
dadurch, daß die Kästen seitliche Laschen 36, 38 aufweisen, die in die Fugen
zwischen den Unterkästen 28 und den Deckeln 30 eingeschoben werden.
Diese Art der Laschen 36, 38 und die Gestaltung der Ansätze insgesamt sind
genauer in Fig. 3 und 4 dargestellt.
Bei einem Ansatz 40 gemäß Fig. 3 sind die Laschen in im Querschnitt U-för
mige Stege 42, 44 integriert, die sich an zwei gegenüberliegenden Rändern
der Ansätze 40 befinden und in ihrer Längsrichtung an wenigstens einer Sei
te über den kastenförmigen Körper der Ansätze hinausragen. Die auskragen
den Enden der Stege 42, 44 dienen als Distanzhalter, die einen Mindestab
stand zwischen zwei aufeinander folgenden, in einen oder in zwei Kästen an
gesteckten Ansätzen 40 festlegen. Dieser Mindestabstand ist erforderlich, da
mit in den Zwischenraum zwischen zwei Ansätzen Beton eintreten kann, wie
es in Fig. 1 erkennbar ist. Auf diese Weise ergibt sich in allen Richtungen eine
Schubverzahnung.
Der Einsatz gemäß Fig. 1 ist aus einem zusammenhängenden Blechzuschnitt
gebogen. Die beiden im Querschnitt U-förmigen Stege 42, 44 sind durch ei
nen Boden 46 miteinander verbunden, von dem an den beiden offenen Rän
dern Seitenwände 48, 50 aufragen, die senkrecht zu den Stegen 42, 44 verlau
fen. Der durch die Seitenwände 48, 50 und die Mittelabschnitte der Stege 42, 44
begrenzte kastenförmige Hohlraum nimmt einen kastenförmigen Füll
körper 52 auf, der beispielsweise aus einem leicht zerstörbaren Kunststoffschaumstoff
bestehen kann. Ein Vergleich von Fig. 3 mit Fig. 2 zeigt, daß die
ser Füllkörper 52 der Schalungswand 10 zugewandt ist, nach dem Ausschalen
also von der Außenseite her zugänglich ist. Es handelt sich demnach im ei
nen Ansatz 40, der im Betonbauteil verbleiben kann, da die Schubtasche
durch Herausziehen oder Zerstören des Füllkörpers 52 freigelegt werden
kann.
Ein Ansatz 54 gemäß Fig. 4 weist eine insgesamt weitgehend gleiche Geome
trie auf, jedoch muß dieser Ansatz nach dem Ausschalen des ersten Beton
teils herausgezogen werden. Dieser Ansatz 54 weist wiederum einen nicht
gesondert bezeichneten kastenförmigen Korpus und zwei auf gegenüberlie
genden Seiten verlaufende Stege 56, 58 auf, die in der bereits beschriebenen
Weise auf beiden Seiten über den Korpus hinausragen. Die Laschen 36, 38 bil
den in diesem Falle wiederum die nach außen gewandten Flächen der Stege,
jedoch besitzen die Stege im Bereich außerhalb des Ansatz-Korpus einen
L-förmigen Querschnitt. Auch in diesem Falle besteht der Ansatz 54 aus einem
zusammenhängenden, gebogenen Blechzuschnitt. Anstelle des Bodens 46,
der bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 die beiden Stege verbindet, ist ge
mäß Fig. 4 eine obere Abdeckplatte 60 vorgesehen. Von den beiden freien
Rändern der Abdeckplatte 60 gehen Seitenwände 62, 64 aus, die wiederum
senkrecht zu den Stegen 56, 58 verlaufen, bei Fig. 4 jedoch im Gegensatz zu
Fig. 3 nicht nach oben, sondern nach unten in der Zeichnung gerichtet sind.
Dadurch entsteht zwischen der Abdeckplatte 60, den Seitenwänden 62 und
64 und den Stegen bzw. den äußeren Laschen 36, 38 ein kastenförmiger
Hohlraum. In diesem Hohlraum befindet sich wiederum ein nicht gezeigter
Füllkörper, der das Eindringen von Beton verhindert. In der Abdeckplatte 60
befindet sich eine Loch 66, das das Einhaken eines Zuggerätes zum Heraus
ziehen des Ansatzes 54 aus dem Beton gestattet. Anschließend kann auch der
Füllkörper herausgenommen werden.
Wie in Fig. 1 angedeutet ist, laufen nicht nur die Laschen 36, 38, sondern
auch die Seitenwände 62, 64 leicht nach unten in Fig. 4 zusammen. Durch
diesen in beiden Richtungen trapezförmigen Querschnitt wird die Lösbarkeit
des Ansatzes aus den Beton verbessert.
Claims (6)
1. Bewehrungsschalung für Anschlußbewehrungen in der Form eines langge
streckten, aus Unterkasten und Deckel bestehenden Kastens zur Aufnahme
von Bewehrungsstählen, der auf einer Außenfläche Bohrungen für den Durch
gang von Abschnitten der Bewehrungsstähle aufweist, gekennzeichnet
durch an dem Kasten (12, 14) zu befestigende, seitliche, kastenförmige An
sätze (16, 18, 40, 54) zur Bildung von Schubtaschen.
2. Bewehrungsschalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kasten (12, 14) als Stülpdeckel-Kasten ausgebildet ist und daß die Ansätze
(16, 18, 40, 54) Laschen (36, 38) aufweisen, die zur Befestigung der Ansätze in
die Fugen zwischen Unterkasten und Deckel (28, 30) einsteckbar sind.
3. Bewehrungsschalung nach Anspruch 2, mit einem verlorenen Unterkasten
(28) und einem im Querschnitt U-förmigen Deckel (30), der in den Unterka
sten lösbar eingeschoben ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen
(36, 38) über den Rand des Unterkastens hinweg in die Fugen einsteckbar
sind.
4. Bewehrungsschalung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Laschen (36, 38) an im Querschnitt U- oder L-förmigen, seitlich entlang den
Ansätzen (16, 18, 40, 54) verlaufenden Stegen (42, 44, 56, 58) ausgebildet sind,
die wenigstens an einem längsseitigen Ende über den Korpus der Ansätze
hinausragen.
5. Bewehrungsschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ansätze (16, 18, 40, 54) an zwei gegenüberliegenden
Seiten an den Kästen (12, 14) befestigbar sind.
6. Bewehrungsschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die kastenförmigen Ansätze (16, 18, 40, 54) als auf einer
Hauptfläche offene Hohlkörper ausgebildet sind und einen herauslösbaren
Füllkörper (52) tragen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904037167 DE4037167A1 (de) | 1990-11-22 | 1990-11-22 | Bewehrungsschalung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19904037167 DE4037167A1 (de) | 1990-11-22 | 1990-11-22 | Bewehrungsschalung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4037167A1 true DE4037167A1 (de) | 1992-05-27 |
Family
ID=6418730
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904037167 Ceased DE4037167A1 (de) | 1990-11-22 | 1990-11-22 | Bewehrungsschalung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4037167A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29803361U1 (de) | 1998-02-26 | 1998-05-20 | Döllen, Heinz von, 58239 Schwerte | Schalungselement für Bewehrungsanschlüsse |
| CH720540A1 (de) * | 2023-02-24 | 2024-08-30 | Profilsager Ag | Schalungselement |
-
1990
- 1990-11-22 DE DE19904037167 patent/DE4037167A1/de not_active Ceased
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29803361U1 (de) | 1998-02-26 | 1998-05-20 | Döllen, Heinz von, 58239 Schwerte | Schalungselement für Bewehrungsanschlüsse |
| CH720540A1 (de) * | 2023-02-24 | 2024-08-30 | Profilsager Ag | Schalungselement |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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