DE3124391C2 - Koffer - Google Patents
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Abstract
In Einzelteile zerlegt transportierbarer Koffer, dessen Boden- und Deckelteile aus zum Teil profilierten Seitenteilen bestehen, die jeweils in einer umlaufenden Nut die im wesentlichen ebenen Boden- und Deckelplatten der Boden- und Deckelteile halten und an die an vorbestimmten Aufnahmen die Kofferbeschläge, wie Griffe, Schlösser, Scharniere, Kniehebel u.ä. anbringbar sind.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen aus Einzelteilen zusammengefügten Koffer gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
Es ist bekannt, bei einem Koffer dieser Art besonders gestaltete Boden- und Wandteile mittels Scharnieren
miteinander beweglich zu verbinden und nach dem Aufklappen mittels einschiebbarer Eckverbindungen in der
aufgeklappten Lage zwecks Bildung eines Bodenteiles zu halten, das Deckelteil einstückig auszubilden und
mittels zusamensteckbarer Scharniere mit dem Bodenteil
zu verbinden sowie die Seiten- und Bodenteile eines Einsatzes für diesen Koffer ebenfalls mittels Scharnieren
zusammenfaltbar zu verbinden; vgl. US-PS 10 88 488.
Alle wesentlichen Teile dieses mit zusätzlichen Schutzbändern und weiterer. Beschlagen versehenen
Koffers sind also ständig miteinander verbunden und können nach dem Entleeren des Koffers und nach dem
Abnehmen des Deckelteiles zusammengefaltet werden, um so die Höhe des Koffers für Transportzwecke zu
verringern.
Die Herstellung solcher in aller Regel als Überseekoffer
bezeichneter und in Handarbeit gefertigter Koffer ist kompliziert und aufwendig und genügt nicht mehr
den Anforderungen der heute angewendeten Fertigungstechniken. Heutzutage werden Koffer mit steifen
Teilen im allgemeinen je nach dem Werkstoff, aus dem sie bestehen, geformt oder gepreßt, wofür teuere und
leistungsstarke Maschinen und Ausrüstungen erforderlich sind. Für eine rationelle Fertigung werden daher
große Stückzahlen gefordert. Unabhängig davon besteht nach wie vor das Transportproblem bei solchen
Koffern vom Herstellungsort zum Verkaufsort, da die Koffer infolge ihres relativ großen Volumens sperrige
Transportgüter sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen aus einfach zu fertigenden und leicht zu transportierenden Einzelteilen
zusammenfügbaren Koffer zu schaffen, der im zerlegten Zustand zum jeweiligen Verkaufsort raumsparend
transportierbar ist und an Ort und Stelle ohne besondere Hilfsmittel in einfacher und leichter Weise dauerhaft
zusammenfügbar ist.
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1
gelöst.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Der erfindungsgemäße, aus Einzelteilen zusammengefügte Koffer mit einer Boden- und einer Deckelbaugruppe,
die jeweils einem Bodenteil und einem Deckelteil zugeordnete Seiten-, Vorder- und Rückwände sowie
Nuten und jeweils an drei Seiten angeformte Kanten oder Ecken tragende Kantenbauteile umfassen, die sich
jeweils senkrecht zur Ebene dieser Wände erstrecken und nach dem Zusammenfügen diesen Wänden und damit
auch dem Koffer eine außerordentliche Stabilität verleihen, sind durch ihre Form modernen Herstellungsverfahren,
wie zum Beispiel Strangpressen oder Formgießen, leicht zugängig und können vom Herstellungsort in dichter und raumsparender Weise verpackt an
den Verkaufsort gesandt werden, wo sie mühelos zusammengefügt werden können. Alle Bauteile des erfindungsgemäßen
Koffers sowie die ihnen zugeordneten Nuten sind so dimensioniert, daß alle Kofferteile im
zusammengesetzten Zustand kraftschlüssig gehalten sind. Vorzugsweise sind jedoch die ebenen Flächen und
die Stirnkanten der als Profile ausgebildeten Seitenteile in den Eckverbindungen der Seitenteile durch einen
Kleber gesichert. Über die Einsparungen bei der Herstellung und beim Versand hinaus ist ein weiterer Vorteil
darin zu sehen, daß sich auch die Lebensdauer solcher Koffer erhöht, da durch Gebrauch abgenutzte oder
beschädigte Teile sich mühelos durch fabrikneue ersetzten lassen.
Aus dem DE-GM 74 12 361.8 ist zwar ein sogenannter Camping-Behälter mit zwei einander gegenüberliegenden
Seitenteilen bekanntgeworden, die als Scheiben
oder Tabletts mit einem ringsum verlaufenden Flansch ausgebildet sind und in Nuten oder Versenkungen in
den Randteilen der übrigen Seitenteile e:ngreifen, die
jeweils zwei U-förmige Wandteile mit im zusammengefügten Zustand aneinanderstoßenden Schenkeln bilden.
Die Bauteile dieses Camping-Behäiiers sind jedoch
lose zusammengefügt und dienen nach dem Auseinandernehmen auch anderen Zwecken. Sie bilden also keinen
dauerhaft zusammengefügten Koffer üblicher Art.
Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen
Koffers mit geöffnetem Deckel,
F i g. 2 einen Teil des Koffers im Schnitt entlang der Linie II-II aus F i g. 1 bei annähernd geschlossenem Koffer.
F i g. 3 einen Teil des Koffers im Schnitt entlang der
Linie IIJ-III aus F i g. 1 bei geschlossenem Koffer und
F i g. 4 eine Draufsicht auf eine Ecke des Bodenteils des Koffers,
Ein in F i g. 1 schematisch gezeigter Koffer besteht in an sich bekannter Weise aus einem kastenförmigen Bodenteil
2 und einem diesen übergreifenden Deckelteil 1. Der Deckelteil 1 weist eine ebene, hier rechteckförmige
Grundplatte auf mit rechtwinklig dem Boden zugewandten Seitenteilen, nämlich den Seitenteilen 4 vorn
und 4' hinten und den seitlichen Seitenteilen 6 und 6' rechts bzw. links in der Zeichnung. Der Bodenteil 2
weist eine ebensolche rechteckige ebene Grundplatte auf mit senkrecht stehenden Seitenteilen, nämlich den
Seitenteilen 3 vorn und 3' hinten bzw. den seitlichen Seitenteilen 5 rechts und 5' links. Von den jeweils identischen
Seitenteilen sind nachfolgend jeweils nur die Seitenteile 3,4 und 5,6 beschrieben.
Die vorderen Seitenteile 3 und 4 von Boden- bzw. Deckelteil bestehen aus Streifen, vorzugsweise aus
Strangpreßprofilen aus Metall, können aber auch aus jedem geeigneten Kunststoff bestehen und nach einem
anderen geeigneten Verfahren hergestellt sein. Der Streifen 3 weist an seiner Unterseite einen kurzen, abgerundeten
Flansch 7 auf und parallel hierzu, also in gleicher Richtung verlaufend, einen geraden Flansch 8, so
daß zwischen diesen beiden Flanschen 7 und 8 über die gesamte Länge des Seitenteils eine Nut 9 gebildet ist. In
diese Nut greift die zugeordnete Seitenkante der Grundplatte des Bodenteils 2 ein. Auf seiner dem Dekkelteil
zugewandten Oberseite weist das Seitenteil 3 einen gegenüber dem Seitenteil 3 nach innen versetzten
Ansatz 10 auf, so daß auf der Außenseite eine Schulter 11 gebildet ist, an der sich die zugeordnete Unterkante
des korrespondierenden Seitenteils 4 im Deckelteil abstützt.
Das Seitenteil 4 besteht ebenfalls vorzugsweise aus einem stranggepreßten Metallstreifen mit einem abgerundeten
Flansch 12 auf der Oberseite und einem etwas darunterliegenden geraden Flansch 13. Zwischen diesen
beiden Flanschen 12 und 13 ist eine Nut 14 gebildet, in die die zugeordnete Vorderkante der Grundplatte des
Deckelteils 1 eingreift.
Die rückwärtigen Seitenteile 3' und 4' sind spiegelbildlich zu den bereits beschriebenen vorderen Seitenteilen
angeordnet und identisch ausgebildet, so daß in die an ihnen gebildeten Nuten die jeweils zugeordneten
Kanten von Boden und Deckel eingreifen können.
Die seitliche Seitenwand 5 gemäß Fig. 1 bestet aus
einem Formteil aus Kunststoff, Metall oder einem anderen geeigneten Material. Dieses Seitenteil weist entlang
seiner Unterkante eine Nut 15 auf, die zwischen einem an der Unterkante befindlichen Flansch 16 und einem in
geringem Abstand darüberliegenden Flansch 17 gebildet ist, so daß hier die kurze Seitenkante der Bodenplatte
de3 Bodenteils 2 eingesetzt werden kann. Das Seitenteil
5 weist an beiden Enden Eckteile auf. Ein Eckteil besteht aus einem senkrecht auf dem Seitenteil 5 über
dessen gesamte Höhe stehenden Flansch 18 (Fig.2), und einem in geringem Abstand hierzu parallel verlaufenden
Flansch 19. Die zwischen diesen beiden Flanschen 18 und 19 gebildete Nut 20 nimmt das zugeordnete
Ende des vorderen Seitenteils 3 auf. Die Oberkante des Seitenteils 5 äst abgesetzt, so daß eine Schulter 21
zur Auflage der Unterseite 22 des korrespondierenden Seitenteils 6 im Deckelteil 1 entsteht (Fig.3). Das Seitenteil
6 des Deckelteils 1 weist auf seiner Oberseite einen senkrecht hierzu verlaufenden Flansch 23 und einen
zweiten, in geringem Abstand hierzu parallelen darunterliegenden Flansch 24 auf, so daß zwischen ihnen
eine Nut 25 entsteht, in die die kurze Seite der Grundfläche des Deckelteils 1 eingreift.
Das Seitenteil 6 ist ähnlich wie Teil 5 gegossen oder gepreßt und weist ebenfalls Ecken auf, d. h. Flansche
ähnlich den beschriebenen Flanschen 18, 19, zur Aufnähme der Stirnkante des Seitenteils 4. An den Seitenteilen
5 und 6 sind Ansätze 26, 27 zur Aufnahme von Befestigungsmitteln, beispielsweise Schrauben, angeformt,
zwecks Anbringung eines in an sich bekannter Weise mit Boden und Deckel gelenkig verbundenen
Kniehebels 28.
Am vorderen Seitenteil 3 des Bodenteils ist ferner ein Handgriff 29 vorgesehen sowie ein Teil 30 eines Schlosses,
jeweils zu beiden Seiten des Griffes, während sich das korrespondierende einsteckbare Schloßteil am vorderen
Seitenteil 4 des Deckelteils 1 befindet; vgl. Fig. 1.
Die rückwärtigen Seitenteile 3' und 4' von Bodenbzw. Deckelteil sind über Scharniere 32 miteinander
verbunden. Alle Zubehörteile, zum Beispiel Griff, Schloß und Scharniere, können an den Seitenteilen 3, 4,
3', 4' leicht befestigt werden, denn sie sind zum Beispiel in an sich bekannter Weise mit Zungen versehen, die
durch entsprechend angeordnete Ausnehmungen hindurchgesteckt und auf der anderen Seite umgebogen
werden.
Da die Seitenteile 3,3' und 4,4' mit Ausnahme der an
ihnen angebrachten Zubehörteile identisch ausgebildet sind, desgleichen die Seitenteile 5, 5' und 6, 6', ist der
Zusammenbau der beschriebenen Kofferteile äußerst einfach. Die Profilteile sowie die Grundplatten für Dekkel-
und Bodenteile können in jeder beliebigen Größe hergestellt und je nach Bedarf auf das gewünschte Maß
mit Hilfe geeigneter Schneidwerkzeuge zugeschnitten werden. Der Koffer läßt sich im nicht montierten Zustand
in seinen Einzelteilen versenden und kann jeweils an Ort und Stelle, also dort, wo er verkauft werden soll,
zusammengebaut werden.
Alle Kofferteile sind zwar bereits bei der Herstellung so dimensioniert, daß sie durch Klemmwirkung zusammenhalten,
doch ist es empfehlenswert, zusätzlich einen Kleber zu verwenden, insbesondere in den Nuten 15
und 20, damit für den festen Sitz der langen vorderen und hinteren Seitenteile 3, 4 in den zugehörigen seitlichen
Seitenteilen 5, 5' und 6, 6' eine zusätzliche Sicherung geschaffen ist.
Die Erfindung ist auf alle Arten von Koffern anwendbar.
Die vorgefertigten Teile können alle sonst in Koffern üblicher Art vorhandenen Ausstattungen aufweisen.
Die aus den erfindungsgemäßen Teilen gebildeten Koffer können jede Abweichung von der gezeigten
Form aufweisen, beispielsweise angestellte Seitenflächen haben. Hierzu sind lediglich die Seitenteile 5, 5'
und 6,6' entsprechend zu formen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
Claims (5)
1. Aus Einzelteilen zusammengefügter Koffer mit einer Boden- und einer Deckel-Baugruppe, die jeweils
einem Bodenteil und einem Deckelteil zugeordnete Seiten-, Vorder- und Rückwände umfassen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (5, 5', 6, 6') der Boden- und der Deckelbaugruppe
Profilformteile mit integral angeformten, senkrecht zur Ebene der Seitenwände und. über deren
Höhe sich erstreckende Eckverbindungen für die Vorder- und Rückwände (3, 3', 4, 4') und mit
integral angeformten, ebenfalls senkrecht zur Ebene der Seitenwände sich erstreckende Längsverbindungen
für Boden- und Deckelteil (1, 2) sind, wobei sowohl die Eck- als auch die Längsverbindungen als
jeweils eine Nut (15,20,25) einschließende Flansche (16, 17, 18, 19, 23, 24) ausgebildet sind, daß die Vorder-
und Rückwände (3, 3', 4, 4') der Boden- und Deckelbaugruppe ebenfalls Profilformteile mit an
ihren Unterseiten integral angeformten, ebenfalls senkrecht zur Ebene der Vorder- und Rückwand
und über deren Länge sich erstreckende Längsverbindungen für Boden- und Deckelteii (1,2) sind, die
ebenfalls als jeweils eine Nut (9, 14) einschließende Flansche (7,8,12,13) ausgebildet sind, und daß unter
Einschluß von Deckel- und Bodenteil die zur Boden- und Deckelbaugruppe zusammengefügten Einzelteile
miteinander verklebt sind.
2. Koffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorder- und Rückwände (3, 3') der Bodenbaugruppe
an ihrer den angeformten Flanschen (7, 8) abgewandten Oberseite eine abgefaste Kante
(10) aufweisen, die jeweils eine Schulter (11) als Widerlager für die Unterkanten der Vorder- und Rückwand
(4,4') des Deckelbauteils bilden.
3. Koffer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (5,5') der Bodenbaugruppe
an ihren den angeformten Flanschen (16, 17) abgewandten Oberseiten eine Schulter (21)
zur Auflage der aus der Ebene der Seitenwände (6, 6') abgebogenen Unterkanten (22) der Seitenwände
der Deckelbaugruppe bilden.
4. Koffer nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (5, 5', 6, 6')
angeformte Ansätze (26, 27) zur Aufnahme von Befestigungsmitteln für die Deckel- und Bodenbaugruppe
miteinander verbindende Kniehebel (28) aufweisen.
5. Koffer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Griffe (29),
Schlösser (30), Scharniere (32) und ähnliche Zubehörteile an der Vorder- und Rückwand (3, 3', 4, 4')
angebracht sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: POLYSIV CO. LTD., KIBUTZ GESHER HAZIV, IL |
|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: SPOTT, G., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. PUSCHMANN, H., |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |